[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung für ein fluidführendes
Gerät zum Schutz vor Fluidaustritt bei Beschädigung eines fluidführenden Geräteabschnitts,
einen Durchlauferhitzer mit einer derartigen Schutzeinrichtung und einen Fluidspeicher,
mit einer derartigen Schutzeinrichtung.
[0002] Bei Durchlauferhitzern in Blankdrahttechnik mit einem kunststoffbasierten Heizblock
kann es bspw. aufgrund eines Platzens des Heizblocks zu Wasserschäden kommen. Zum
Schutz vor derartigen Schäden werden daher meistens sogenannte Schutzeinrichtungen
in das jeweilige fluidführende Gerät integriert. Eine bekannte Schutzeinrichtung ist
beispielsweise integriert in einen elektrischen Durchlauferhitzer in der
DE 41 03 373 A1 gezeigt. Der Durchlauferhitzer ist in Blankdrahttechnik ausgeführt und weist einen
Heizblock auf, in dem ein mäanderartiger Heizkanal ausgebildet ist, der mit einem
Kaltwasserzulauf und einem Heißwasserablauf in Verbindung steht. Zum Erwärmen des
Wassers ist in dem Heizkanal eine Vielzahl von elektrischen Heizwendeln installiert,
die beim Betätigen eines elektrischen Schalters des Durchlauferhitzers bestromt werden
und die dabei die entstehende Wärme an das sie umströmende Wasser abgeben. Um zu verhindern,
dass bei einer Beschädigung des elektrischen Schalters bzw. Triacs die Heizwendeln
bestromt werden, obwohl der Schalter eigentlich im Zustand "Aus" sein sollte, ist
eine Schutzeinrichtung vorgesehen, die die Heizwendeln bzw. den Durchlauferhitzer
allpolig vom Stromnetz trennen. Somit wird verhindert, dass in den Durchlauferhitzer
ein von dem Benutzer unbemerkter Kurzschluss entsteht, der zu Korrosion und nach einiger
Zeit auch zu Undichtigkeiten des Heizblocks führen kann. Nachteilig an dieser Schutzeinrichtung
ist jedoch, dass sie nur insofern einen Wasseraustritt verhindert, als dass Korrosion
verhindert wird. Ein Wasseraustritt aus einem geplatzten aber elektrisch funktionstüchtigen
Heizblock wird nicht verhindert.
[0003] Weiterhin ist aus der
WO99/51902A1 ein Absperrventil-System bekannt, welches eine Fluidzuleitung zu einem Fluidspeicher
regelt. Das Absperrventil-System wird durch einen Differenzdruck zwischen dem Fluidspeicher
und der Fluidzuleitung gesteuert. Ein geringerer Druck im Fluidspeicher als in der
Fluidzuleitung führt zum Schließen des Absperrventil-Systems. Hierbei kann jedoch
beispielsweise ein Temperaturunterschied zwischen dem Fluidspeicher und der Zuleitung
zu einem Druckunterschied führen, der somit die Zuleitung fälschlicherweise sperrt.
[0004] Dieses Dokument offenbart eine Schutzeinrichrung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schutzeinrichtun für ein fluidführenden
Gerät, die die vorgenannten Nachteile beseitigt und bei einer Beschädigung bzw. beim
Platzen eines fluidführenden Geräteabschnitts im ausgeschalteten Gerätezustand den
Fluidaustritt wirksam verhindert, einen Durchlauferhitzer mit einer derartigen Schutzeinrichtung
und einen Fluidspeicher mit einer derartigen Schutzeinrichtung zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schutzeinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1, durch einen Durchlauferhitzer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 und durch
einen Fluidspeicher mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11. Vorteilhafte Aus- und
Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander ersetzbar sind, sind
Gegenstand der jeweils abhängigen Ansprüche.
[0007] Eine erfindungsgemäße Schutzeinrichtung für ein fluidführendes Gerät zum Schutz vor
Fluidaustritt bei Beschädigung eines fluidführenden Geräteabschnitts hat ein Absperrventil
zur Anordnung im Fluidzulauf des Gerätes, das sich in einer Grundstellung in Schließstellung
befindet, eine Bypassleitung zum Herstellen einer Fluidverbindung stromaufwärts des
Absperrventils von dem Fluidzulauf zum Fluidablauf des Gerätes parallel zum fluidführenden
Geräteabschnitt, und ein Sperrventil zur Anordnung stromaufwärts der Bypassleitung
in dem Fluidablauf und das ein Abströmen des Fluids aus der Bypassleitung in Richtung
des beschädigten Geräteabschnitts über den Fluidablauf verhindert.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung verhindert insbesondere im unbewachten und ausgeschalteten
Zustand bzw. Ruhezustand des Gerätes wirkungsvoll und automatisch einen Fluidaustritt
aus dem fluidführenden Geräteabschnitt, zu dem sich die Bypassleitung parallel erstreckt,
unabhängig davon, ob das Gerät bestromt wird oder nicht. Es kann maximal das Fluid
austreten, das sich zum Zeitpunkt des Platzens in dem beschädigten Geräteabschnitt
befand. Diese Menge ist jedoch verhältnismäßig gering und führt somit zu keinem wesentlichen
Fluidschaden. Im Falle eines flüssigen Fluids wie Wasser wird somit ein Wasserschaden
verhindert. Im Falle eines gasförmigen Fluids wird somit in Abhängigkeit des Gases
die Gefahr einer Vergiftung, Explosion, Verpuffung und drgl. verhindert. Zudem weist
die Schutzeinrichtung verhältnismäßig wenig Bauteile auf, wodurch sie verhältnismäßig
störunanfällig, wartungsarm, einfach zu installieren und kostengünstig ist.
[0009] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Bypassleitung einen kleineren
Durchlassquerschnitt als der Fluidzulauf und der Fluidablauf auf. Hierdurch wird verhindert,
dass eine zu große Menge des Fluids an dem fluidführenden Gerätabschnitt vorbei in
den Fluidablauf geführt wird, was sich beispielsweise nachteilig auf die Heizleistung
eines Durchlauferhitzers auswirken würde.
[0010] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist in der Bypassleitung eine Schalteinheit
zur Erzeugung eines Schaltsignals zum Öffnen des Absperrventils angeordnet. Durch
die Anordnung der Schalteinheit in der querschnittsverjüngten Bypassleitung wird verhindert,
dass im Fluidzulauf auftretende Druckschwankungen durch die Schalteinheit erfasst
und an das Absperrventil gemeldet werden, welches daraufhin seine jeweilige Arbeitsposition
ändern würde, so dass die Schutzeinrichtung verhältnismäßig robust ausgeführt ist.
[0011] Bei einem Ausführungsbeispiel wird das Schaltsignal unmittelbar an das Absperrventil
gemeldet, wodurch dieses Ausführungsbeispiel besonders einfach und kostengünstig herstellbar
ist.
[0012] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel wird das Schaltsignal über zumindest eine installierte
Elektronik aufbereitet und dann an das Absperrventil gemeldet. Die Elektronik kann
das Schaltsignal verstärken und somit die Empfindlichkeit der Schutzeinrichtung erhöhen
oder beispielsweise als ein Filter fungieren, der fehlerbehaftete Schaltsignale erkennt
und diese nicht an das Absperrventil weiterleitet. Beispielsweise können auch zwei
Elektroniken vorgesehen sein, wobei die Schalteinheit das Schaltsignal an eine erste
Elektronik übergibt und diese dann das Schaltsignal an eine Elektronik zum Schalten
des Absperrventils weiterleitet.
[0013] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel erstreckt sich von der Bypassleitung zum Absperrventil
eine Druckmeldeleitung zur Weiterleitung eines in der Bypassleitung auftretenden Druckabfalls
an das Absperrventil. Die Druckmeldeleitung weist einen entsprechend kleinen Durchflussquerschnitt
auf und erübrigt die Verwendung der vorgenannten Schalteinheit.
[0014] Ein bevorzugtes Absperrventil ist ein Magnetventil. Magnetventile sind störunanfällig,
entsprechend wartungsarm und kompakt.
[0015] Das in dem Fluidablauf angeordnete Sperrventil ist vorzugsweise ein Richtungsventil,
insbesondere ein in Richtung des Heizblocks in seine Schließstellung federvorgespanntes
Rückschlagventil. Das Rückschlagventil bedarf keines gesonderten Schaltsignals zur
Öffnung und ist darüber hinaus wartungsfrei. Es ist lediglich die Feder hinsichtlich
eines auf seinen Ventilkörper wirkenden Öffnungsdruck auszulegen, der von dem aus
dem fluidführenden Gerätabschnitt abströmenden Fluid erzeugt wird.
[0016] Ein bevorzugter Durchlauferhitzer ist mit der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung
ausgerüstet. Dabei ist das Absperrventil bevorzugterweise im Kaltwasserzulauf und
das Sperrventil im Heißwasserablauf angeordnet. Die Bypassleitung erstreckt sich dann
parallel zum Heizblock, so dass beim Platzen des Heizblocks nur das Wasser austreten
kann, das sich in ihm befand, da über das Absperrventil und das Sperrventil ein Nachströmen
von frischem Wasser in den Heizblock verhindert wird.
[0017] Ein bevorzugter Fluidspeicher ist ein Warmwasserspeicher, wobei sich das Absperrventil
bevorzugterweise im Kaltwasserzulauf und das Sperrventil im Heißwasserablauf befindet.
Die Bypassleitung erstreckt sich dann parallel zum Speicherbehälter, so dass beim
Platzen des Speicherbehälters nur das Wasser austreten kann, dass sich in ihm befand,
da über das Absperrventil und das Sperrventil ein Nachströmen von frischem Wasser
in den Speicherbehälter verhindert wird.
[0018] Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere zur Bereitstellung eines Durchlauferhitzers
oder eines Warmwasserspeichers im häuslichen Bereich, bei dem im unbewachten und ausgeschalteten
Zustand bzw. Ruhezustand wirkungsvoll und automatisch ein Fluidaustritt aus dem Heizblock
bzw. Speicherbehälter verhindert wird, unabhängig davon, ob der Durchlauferhitzer
bzw. der Warmwasserspeicher bestromt wird oder nicht.
[0019] Sonstige vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand
weiterer Unteransprüche. Im Folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand einer schematischen Darstellung näher erläutert. Die einzige Figur
1 zeigt einen schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Durchlauferhitzers.
[0020] Figur 1 zeigt einen Aufbau eines erfindungsgemäßen Durchlauferhitzers 1 zum Erwärmen
von Wasser, der druckfest und bevorzugterweise in Blankdrahttechnik ausgeführt ist.
Er hat einen Heizblock 2, in dem ein nicht gezeigter mäanderartiger Heizkanal mit
einer Vielzahl von Heizwendeln zum Erwärmen des Wassers ausgebildet ist. Das zu erwärmende
Wasser wird dem Heizblock 2 über einen Kaltwasserzulauf 4 zugeführt. Das erwärmte
Wasser wird dem Heizblock 2 über einen Heißwasserablauf 6 entnommen, in dem an einem
von dem Heizblock 2 entfernt liegenden Abschnitt eine Heißwasserarmatur 8 angeordnet
ist, die zur Entnahme des warmen Wassers von einem Bediener geöffnet wird.
[0021] Erfindungsgemäß weist der Durchlauferhitzer 1 eine Schutzeinrichtung 10 auf, mittels
der verhindert wird, dass insbesondere im unbewachten und ausgeschalteten Zustand
Wasser aus dem Heizblock 2 bei einer Beschädigung desselben austritt. Die Schutzeinrichtung
10 hat ein kaltwasserseitiges Absperrventil 12, ein heißwasserseitiges Sperrventil
14, eine Bypassleitung 16 und eine bypassleitungsseitige Schalteinheit 18.
[0022] Das Absperrventil 12 ist in dem Kaltwasserzulauf 4 angeordnet und bevorzugterweise
ein Magnetventil, das über eine Betätigungseinheit 20 aus seiner Grundstellung in
eine Arbeitsstellung überführt wird. In seiner Grundstellung, die seiner Schließstellung
entspricht, ist das Magnetventil 12 geschlossen und somit der Kaltwasserzulauf 4 zugesteuert.
In seiner Arbeitsstellung ist das Absperrventil 12 geöffnet und somit der Kaltwasserzulauf
4 aufgesteuert, so dass zu erwärmendes Wasser in den Heizblock 2 strömen kann.
[0023] Das Sperrventil 14 ist in dem Heißwasserablauf 6 angeordnet und vorzugsweise ein
Richtungsventil, insbesondere ein selbsttätiges Rückschlagventil. Es hat einen Ventilkörper
22, der über eine Feder 24 gegen einen Ventilsitz 26 in eine Grundposition vorgespannt
ist. Das Rückschlagventil 14 ist derart in dem Kaltwasserzulauf orientiert, dass in
seiner Grundposition, die einer Schließposition entspricht, der Heißwasserablauf 6
in Richtung des Heizblocks 2 gesperrt ist. Geöffnet und somit in seiner Arbeitsposition
überführt wird das Rückschlagventil 14 über den an dem Ventilkörper 22 anliegenden
und von dem aus dem Heizblock 2 abströmenden warmen Wasser erzeugten Öffnungsdruck.
[0024] Die Bypassleitung 16 stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Kaltwasserzulauf 4
und dem Heißwasserablauf 6 parallel zum Heizblock 2 her. Sie greift stromaufwärts
des Magnetventils 12 und stromabwärts des Rückschlagventils 14 an dem Kaltwasserzulauf
4 bzw. dem Heißwasserablauf 6 an und hat einen Durchflussquerschnitt, der wesentlich
kleiner als der Kaltwasserzulauf 4 bzw. des Heißwasserablaufs 6 ist.
[0025] Die Schalteinheit 18 ist der Bypassleitung 12 zugeordnet und weist einen Schalter
28 sowie ein nicht beziffertes Ventil auf, dessen über eine Feder 30 in seine Ruhestellung
vorgespannter Ventilkörper 32 in der Bypassleitung 12 angeordnet ist. Die Stellung
des Ventilkörpers 32 wird über eine Steuerleitung 34 von dem Ventil an den Schalter
28 gemeldet, der ein Schalt- bzw. Öffnungssignal generiert und dieses über eine Signalleitung
36 an die Betätigungseinheit 20 zum Öffnen des Magnetventils 12 weiterleitet.
[0026] Im ausgeschalteten Zustand des Durchlauferhitzers ist die Heißwasserarmatur 8 geschlossen
und das Wasser in der Bypassleitung 16 kann nicht in Richtung der Heißwasserarmatur
8 abströmen. Ebenso kann das Wasser nicht über das Rückschlagventil 14 in Richtung
des Heizblocks 2 abströmen, da dieses in Richtung des Heizblocks 2 sperrt. Somit kann
sich in der Bypassleitung 16 keine Strömung ausbilden und der Ventilkörper 22 verbleibt
in seiner Ruhestellung. Folglich generiert der Schalter 28 kein Schaltsignal für das
Magnetventil 12, so dass dieses in seiner Schließstellung verbleibt und den Kaltwasserzulauf
4 nicht aufsteuert.
[0027] Im eingeschalteten Zustand des Durchlauferhitzers wird die Heißwasserarmatur 8 vom
Bediener geöffnet. Das Wasser in der Bypassleitung 16 strömt über die Heißwasserarmatur
8 ab und über den Kaltwasserzulauf 4 strömt frisches Wasser in die Bypassleitung 16
nach. Folglich bildet sich in der Bypassleitung 16 eine Strömung aus, die bewirkt,
dass der Ventilkörper 32 der Schalteinheit 18 gegen seine Federvorspannung aus einer
Ruhestellung in seine Schaltstellung überführt wird. Die Schaltstellung wird über
die Steuerleitung 34 an den Schalter 28 gemeldet, der über die Signalleitung 36 ein
entsprechendes Schaltsignal an die Betätigungseinheit 20 sendet, woraufhin das Magnetventil
12 in seine Öffnungsstellung überführt wird und der Kaltwasserzulauf 4 in Richtung
des Heizblocks 2 geöffnet wird. Nun strömt das frische bzw. zu erwärmende Wasser über
das geöffnete Magnetventil 12 in den Heizblock 2, wird dort erwärmt und tritt über
den Heißwasserablauf 6 aus dem Heizblock 2 aus. Es strömt gegen den sich in seiner
Schließposition befindenden Ventilkörper 22 des Rückschlagventils 14 und beaufschlagt
diesen mit einem derartigen Druck, dass dieses gegen seine Federvorspannung öffnet
und somit das warme Wasser über das Rückschlagventil 14 durch den Heizwasserablauf
6 in Richtung der Heißwasserarmatur 8 strömt und dort dem Durchlauferhitzer 1 entnommen
werden kann.
[0028] Liegt nun eine Beschädigung des Durchlauferhitzers 1 in Form eines geplatzten Heizblockes
2, eines zwischen dem Magnetventil 12 und dem Heizblock 2 angeordneten Kaltwasserzulaufabschnitts
38 oder eines zwischen dem Heizblock 2 und dem Rückschlagventil 14 angeordneten Heißwasserablaufabschnitts
40 vor, tritt je nach der Einbauposition des Durchlauferhitzers 1 das sich in diesem
Gerätebereich 2, 38, 40 stromabwärts des Absperrventils 12 und stromaufwärts des Rückschlagventils
14 befindende Wasser aus dem Durchlauferhitzer 1 aus. Diese Wassermenge ist jedoch
sehr gering, so dass es zu keinem großen Wasserschaden kommen kann.
[0029] Befindet sich der Durchlauferhitzer im Beschädigungsfall im unbewachten Ruhezustand,
ist die Heizwasserarmatur 8 zugesteuert. Ebenso ist das Rückschlagventil 14 in Richtung
des Heizblocks 2 gesperrt. Somit kann sich keine Strömung in der Bypassleitung 16
ausbilden und das Magnetventil 12 wird nicht aufgesteuert. Somit kann weder über den
Kaltwasserzulauf 4 noch über den Heizwasserablauf 6 frisches Wasser in den beschädigten
Gerätebereich 2, 38, 40 nachströmen und dort austreten.
[0030] Befindet sich der Durchlauferhitzer im Beschädigungsfall im eingeschalteten Zustand
bzw. wird er trotz Beschädigung eingeschaltet, wird die Heizwasserarmatur 8 geöffnet
und das Wasser in der Bypassleitung 16 strömt über die Heizwasserarmatur 8 ab. Über
den Kaltwasserzulauf 4 strömt frisches Wasser nach, woraufhin der Ventilkörper 32
aus seiner Ruhestellung in seine Schaltstellung überführt wird und die Schalteinheit
18 ein Öffnungssignal an die Betätigungseinheit 20 des Magnetventils 12 sendet, so
dass dieses den Kaltwasserzulauf 4 aufsteuert. Aufgrund der Beschädigung tritt jedoch
zumindest eine gewisse Wassermenge des zu erwärmenden bzw. erwärmten Wassers stromaufwärts
des Rückschlagventils 12 aus, wodurch die an der Heizwasserarmatur 8 entnehmbare Wassermenge
beispielsweise reduziert und/oder nicht auf eine eingestellte Solltemperatur aufgewärmt
ist. Der Bediener registriert dies und schließt die Heizwasserarmatur 8, woraufhin
die Strömung in der Bypassleitung 16 zusammenbricht, das Magnetventil 12 den Kaltwasserzulauf
4 zusteuert und kein frisches Wasser in den beschädigen Gerätebereich 2, 38, 40 nachströmen
und somit aus dem Durchlauferhitzer 1 austreten kann. Selbst unter der Annahme, dass
der an dem Rückschlagventil 14 anliegende Wasserdruck ausreicht, um dieses zu öffnen,
so entspricht die an der Heißwasserarmatur 8 entnehmbare Ist-Wassermenge nicht der
Soll-Wassermenge. Der Bediener bemerkt dies und schließt ebenfalls die Heißwasserarmatur.
[0031] Offenbart ist eine Schutzeinrichtung für ein fluidführendes Gerät zum Schutz vor
Fluidaustritt bei Beschädigung eines fluidführenden Geräteabschnitts, mit einem Absperrventil
zur Anordnung im Fluidzulauf des Gerätes, das sich in einer Grundstellung in Schließstellung
befindet, einer Bypassleitung zum Herstellen einer Fluidverbindung stromaufwärts des
Absperrventils von dem Fluidzulauf zum Fluidablauf des Gerätes parallel zum fluidführenden
Geräteabschnitt, und mit einem Sperrventil zur Anordnung stromaufwärts der Bypassleitung
in dem Fluidablauf und das ein Abströmen des Fluids aus der Bypassleitung in Richtung
des beschädigten Geräteabschnitts über den Fluidablauf verhindert, ein Durchlauferhitzer
sowie ein Fluidspeicher mit jeweils einer derartigen Schutzeinrichtung.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Durchlauferhitzer
- 2
- Heizblock
- 4
- Kaltwasserzulauf
- 6
- Heißwasserablauf
- 8
- Armatur
- 10
- Schutzeinrichtung
- 12
- Absperrventil
- 14
- Sperrventil
- 16
- Bypassleitung
- 18
- Schalteinheit
- 20
- Betätigungseinheit
- 22
- Ventilkörper
- 24
- Feder
- 26
- Ventilsitz
- 28
- Schalter
- 30
- Feder
- 32
- Ventilkörper
- 34
- Steuerleitung
- 36
- Signalleitung
- 38
- Kaltwasserzulaufabschnitt
- 40
- Heizwasserablaufabschnitt
1. Schutzeinrichtung (10) für ein fluidführendes Gerät (1) zum Schutz vor Fluidaustritt
bei Beschädigung eines fluidführenden Geräteabschnitts (2, 38, 40), wobei
die Schutzeinrichtung (10) ein Absperrventil (12) zur Anordnung im Fluidzulauf (4)
des Gerätes (1), das sich in einer Grundstellung in Schließstellung befindet, und
eine Leitung (16) aufweist,
und die Schutzeinrichtung (10) durch ein Sperrventil (14) zur Anordnung stromaufwärts
der Leitung (16) in dem Fluidablauf (6) und das ein Abströmen des Fluids aus der Leitung
(16) in Richtung des beschädigten Geräteabschnitts (2, 38, 40) über den Fluidablauf
(6) verhindert,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leitung (16) eine Bypassleitung (16) ist zum Herstellen einer Fluidverbindung
stromaufwärts des Absperrventils (12) von dem Fluidzulauf (4) zum Fluidablauf (6)
des Gerätes (1) parallel zum fluidführenden Geräteabschnitt (2, 38, 40).
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, wobei die Bypassleitung (16) einen kleineren Durchlassquerschnitt
als der Fluidzulauf (4) und der Fluidablauf (6) hat.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei in der Bypassleitung (16) eine Schalteinheit
(18) zur Erzeugung eines Schaltsignals zum Öffnen des Absperrventils (12) angeordnet
ist.
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch 3, wobei das Schaltsignal unmittelbar an das Absperrventil
(12) meldbar ist.
5. Schutzeinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei zumindest eine Elektronik zur mittelbaren
Meldung des Schaltsignals an das Absperrventil (12) vorgesehen ist.
6. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich von der Bypassleitung (16) zum
Absperrventil (12) eine Druckmeldeleitung (36) zur Weiterleitung eines Druckabfalls
in der Bypassleitung (16) an das Absperrventil (12) erstreckt.
7. Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Absperrventil
(12) ein Magnetventil ist.
8. Schutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sperrventil (14)
ein Richtungsventil ist, das in Richtung des fluidführenden Geräteabschnitts (2, 38,
40) gesperrt ist.
9. Schutzeinrichtung nach Anspruch 8, wobei das Sperrventil (14) ein federvorgespanntes
Rückschlagventil ist.
10. Durchlauferhitzer (1) mit einer Schutzeinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
11. Fluidspeicher mit einer Schutzeinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Protective device (10) for a fluid-conducting device (1) for protection against the
escape of fluid in cases of damage to a fluid-conducting device section (2, 38, 40),
wherein the protective device (10) has a cutoff valve (12) for arrangement in the
fluid inflow (4) of the device (1), which is in the closed position in its normal
position, and a line (16),
and the protective device (10) through a stop valve (14) for arrangement upstream
of the line (16) in the fluid outlet (6) and which prevents a dispersal of fluid from
the line (16) in the direction of the damaged device section (2, 38, 40) via the fluid
outlet (6), characterised in that
the line (16) is a bypass line (16) for producing a fluid connection upstream of the
cutoff valve (12) from the fluid inlet (4) to the fluid outlet (6) of the device (1)
parallel to the fluid-conducting device section (2, 38, 40).
2. Protective device according to claim 1, wherein the bypass line (16) has a smaller
pass-through cross section than the fluid inlet (4) and the fluid outlet (6).
3. Protective device according to claim 1 or 2, wherein a switch unit (18) for generating
a switching signal for opening the cutoff valve (12) is arranged in the bypass line
(16).
4. Protective device according to claim 3, wherein the switching signal can be reported
to the cutoff valve (12) directly.
5. Protective device according to claim 3 or 4, wherein at least one electronic entity
for directly reporting the switching signal to the cutoff valve (12) is provided.
6. Protective device according to claim 1 or 2, wherein a pressure alarm line (36) for
transferring a drop in pressure in the bypass line (16) to the cutoff valve (12) extends
from the bypass line (16) to the cutoff valve (12).
7. Protective device according to one of the preceding claims, wherein the cutoff valve
(12) is a magnet valve.
8. Protective device according to one of the preceding claims, wherein the stop valve
(14) is a direction valve, which is closed off in the direction of the fluid-conducting
device section (2, 38, 40).
9. Protective device according to claim 8, wherein the stop valve (14) is a spring-pretensioned
non-return valve.
10. Continuous flow heater (1) having a protective device (10) according to one of the
preceding claims.
11. Fluid reservoir having a protective device (10) according to one of claims 1 to 9.
1. Dispositif de protection (10) pour un appareil conducteur de fluide (1), destiné à
la protection contre une fuite de fluide en cas de détérioration d'une section (2,
38, 40) de l'appareil conducteur de fluide,
le dispositif de protection (10) présentant une vanne d'arrêt (12) à disposer dans
l'entrée de fluide (4) de l'appareil (1), laquelle vanne d'arrêt, dans une position
de base, se trouve en position de fermeture, et une conduite (16),
et le dispositif de protection (10), au moyen d'une soupape de blocage (14) à disposer
en amont de la conduite (16) dans la sortie de fluide (6) empêchant un écoulement
du fluide hors de la conduite (16) en direction de la section (2, 38, 40) endommagée
de l'appareil par la sortie du fluide (6),
caractérisé en ce que la conduite (16) est une conduite de by-pass (16) destinée à établir une liaison
de fluide en amont de la vanne d'arrêt (12), de l'entrée du fluide (4) vers la sortie
du fluide (6) de l'appareil conducteur de fluide (1), parallèlement à la section (2,
38, 40) de l'appareil.
2. Dispositif de protection selon la revendication 1, la conduite de by-pass (16) ayant
une section de passage plus petite que l'entrée de fluide (4) et la sortie de fluide
(6).
3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, une unité de commutation (18)
destinée à générer un signal de commutation pour ouvrir la vanne d'arrêt (12) étant
disposée dans la conduite de by-pass (16).
4. Dispositif de protection selon la revendication 3, le signal de commutation pouvant
être directement signalé à la vanne d'arrêt (12).
5. Dispositif de protection selon la revendication 3 ou 4, au moins une électronique
destinée à la signalisation indirecte du signal de commutation à la vanne d'arrêt
(12) étant ménagée.
6. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, une conduite de signalisation
de pression (36) destinée à transmettre à la vanne d'arrêt (12) une baisse de pression
dans la conduite de by-pass (16) s'étendant de la conduite de by-pass (16) vers la
vanne d'arrêt (12).
7. Dispositif de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
vanne d'arrêt (12) étant une électrovalve.
8. Dispositif de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
soupape de blocage (14) étant une soupape directionnelle qui est bloquée en direction
de la section d'appareil (2, 38, 40) conductrice de fluide.
9. Dispositif de protection selon la revendication 8, la soupape de blocage (14) étant
un clapet anti-retour précontraint par ressort.
10. Chauffe-eau instantané (1) comprenant un dispositif de protection (10) selon l'une
quelconque des revendications précédentes.
11. Réservoir de fluide comprenant un dispositif de protection (10) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 9.