[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder für Rohre, insbesondere für einen frei
stehenden Werbeträger, mit einem Steckerteil und einem Buchsenteil, die jeweils wenigstens
eine seitliche Öffnung zur Aufnahme eines Verriegelungselementes aufweisen, wobei
das Steckerteil wenigstens teilweise in das Buchsenteil einschiebbar und mit diesem
formschlüssig verriegelbar ist.
[0002] Ein Steckverbinder der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus
EP 0 007 065 A1 bekannt. Darin ist ein Steckverbinder in Kombination mit zylindrischen Verbindungsrohren,
wie sie insbesondere für Ausstellungsmöbeln sowie Spiel- und Sportgeräte verwendet
werden, beschrieben. Die darin gezeigten Verbindungsrohre sind mittels eines solchen
Steckverbinders starr miteinander verbindbar. Hierzu verfügen die ineinander steckbaren
Verbindungsrohre über jeweils wenigstens eine Öffnung. Die Öffnung des radial innen
liegenden Abschnitts zweier zusammengesteckter Verbindungsrohre weist eine Form auf,
die nicht vollständig rund ist. Dieser bekannte Steckverbinder besteht darüber hinaus
aus einem in die Öffnung der Verbindungsrohre einsetzbaren Knebel. Der Knebel weist
einen vorderen Teil auf, der ebenfalls von der Kreisform abweicht und in die innen
liegende Öffnung passt. Wird der Knebel in die Öffnung eingesetzt, durchgreift er
beide Rohre. Des Weiteren verfügt der Kopf des Knebels über einen Schlitz. Mittels
eines zusätzlichen Werkzeugs kann der Knebel verdreht werden, und dient zur Verriegelung
der Steckverbindung. Der Knebel erzeugt neben der kraftschlüssigen Verbindung der
Rohrenden eine formschlüssige Verbindung.
[0003] Der bekannte Steckverbinder hat den Nachteil, dass zur Herstellung der formschlüssigen
Verbindung neben den Verbindungsrohren ein weiteres Bauteil, in Form des Knebels,
benötigt wird. Zur Verriegelung benötigt dieses Bauteil darüber hinaus ein zusätzliches
Werkzeug. Ein freies und bewegliches Bauteil wie der Knebel kann im Montageprozess
verloren gehen. Durch das zur Verriegelung notwendige Werkzeug wird die Handhabbarkeit
der Anordnung zusätzlich erschwert.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder anzugeben, der
eine einfache Konstruktion und eine verbesserte Handhabung aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe im Hinblick auf den Steckverbinder durch den Gegenstand
des Patentanspruchs 1 und in Hinblick auf das Rohrgestänge durch den Gegenstand des
Patentanspruchs 12 gelöst.
[0006] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Ausfallrate eines aus dem Stand der
Technik bekannten Steckverbinders durch eine weitestgehende Reduzierung und Vereinfachung
der Einzelbauteile so gering wie möglich zu halten.
[0007] Dadurch, dass das Steckerteil der Erfindung im Gegensatz zum bekannten Steckverbinder
über ein Verriegelungselement in Form eines federvorgespannten Bolzens verfügt, wird
ein zusätzliches Bauteil vermieden. Der federvorgespannte Bolzen erstreckt sich über
eine seitliche Öffnung im Steckerteil radial nach außen, wodurch die Federkraft rechtwinklig
auf das Buchsenteil wirken kann. Dabei steht der federvorgespannte Bolzen über den
Außenumfang des Steckerteils hervor und ermöglicht so eine leichte Betätigung, beispielsweise
von Hand, und eine ausreichend große Wirkfläche um ein späteres Verriegeln sicherzustellen.
Im verbundenen Zustand durchgreift das Verriegelungselement sowohl die seitliche Öffnung
des Steckerteils als auch die seitliche Öffnung des Buchsenteils, wodurch die Steckverbindung
hinsichtlich angreifender Zugkräfte stabil ist. Zum Erreichen des Verriegelungszustandes
greift der federvorgespannte Bolzen in die korrespondierende seitliche Öffnung des
Buchsenteils ein. Durch die Federkraft, die den Bolzen jetzt wieder in die Ausgangsposition
bringt, wird eine formschlüssige Verbindung zwischen Steckerteil und Buchsenteil hergestellt.
Ein selbsttätiges Lösen des Steckverbinders wird so selbst unter mechanischen Belastungen
wie statischen und dynamischen Windlasten vermieden. Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße
Steckverbinder eine einfache Konstruktion auf, wodurch die Herstellung kostengünstiger
und die Montage erleichtert wird.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] So ist beispielsweise vorgesehen, dass das Verriegelungselement gegen ein Herausfallen
aus der Öffnung des Steckerteils gesichert ist. Dadurch wird erreicht, dass das Verriegelungselement
fest im Steckverbinder integriert ist. Ferner wird dadurch verhindert, dass das Verriegelungselement
bei der Demontage und/oder beim anschließenden Transport verloren geht.
[0010] Vorzugsweise umfasst das Verriegelungselement eine Druckfeder, die mit dem Bolzen
fest verbunden ist und sich an einer Innenfläche des Steckerteils abstützt. Die feste
Verbindung kann mittels einer Klebung, Lötung, Punktschweißung oder jeder andersartigen
schlüssigen Verbindung hergestellt werden. Nach Einbringen des Verriegelungselements
in das Steckerteil wird ebenfalls eine feste Integration in das Steckerteil erreicht.
Ein weiteres Bauteil wird somit gleichsam vermieden. Die Druckfeder, die mit dem Bolzen
fest verbunden ist, liefert eine Druckkraft, die auf den Bolzen in radialer Richtung
des Steckerteils übertragen wird. Die Druckkraft stützt sich an der Innenfläche des
Steckerteils ab. Durch den innenliegenden Federmechanismus wird ein direkter Kontakt
zu den beweglichen Teilen der Feder, beispielsweise bei der Montage, vermieden. Damit
wird die Verletzungsgefahr bei der Handhabung reduziert. Des Weiteren wird eine Verschmutzung
des Federmechanismus weitgehend ausgeschlossen. Eine langfristige Leichtgängigkeit
des Bolzens wird damit sichergestellt. Der Bolzen kann ohne großen Kraftaufwand von
Hand betätigt werden. Eine entsprechende Anordnung ist einfach herzustellen und zu
montieren.
[0011] Bei einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform weist die Druckfeder eine im Wesentlichen
V-förmige Gestalt auf. Die mit der V-Form einhergehende Einfachheit bietet verschiedene
Vorteile. Eine entsprechend geformte Feder ist kostengünstig herzustellen. Die Montage
wird vereinfacht. Gegenüber Spiraltorsionsfedern ist sie beispielsweise durch einfaches
Einschieben in einem Arbeitsschritt herzustellen. Im eingebauten Zustand schmiegt
sich ein erster V-Schenkel der Druckfeder an eine Innenfläche des Steckerteils an.
Durch eine ebene und vergleichsweise großflächig wirkende Auf- bzw. Anlage an der
Innenfläche des Steckerteils wird abermals eine kraftschlüssige Verbindung zwischen
dem federvorgespannten Bolzen und dem Steckerteil erreicht. Der federvorgespannte
Bolzen fixiert sich quasi selbst. Der zweite V-Schenkel stützt sich an der der seitlichen
Öffnung gegenüberliegenden Innenfläche ab. Durch die Geometrie wird die gewünschte
Federwirkung erzielt. Gleichzeitig wird durch das unmittelbare Gegenüberliegen zur
seitlichen Öffnung des Steckerteils eine größtmögliche Federwirkung erreicht.
[0012] Bei einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform weist das Buchsenteil wenigstens
ein Sperrelement auf. Obgleich ein Verriegelungselement schon eine bedingte Torsionssicherung
bietet, wird eine wirksame Torsionssicherung erst durch ein entsprechendes Sperrelement
erreicht. Dabei erstreckt sich das innenliegende, starre Sperrelement des Buchsenteils
wenigstens einseitig von einer Innenfläche des Buchsenteils radial nach Innen. Die
in Steckrichtung am axialen Ende des Steckerteils vorgesehene Ausnehmung wirkt mit
dem Sperrelement des Buchsenteils passgenau zusammen. Sie können entsprechend leichtgängig
miteinander in Eingriff gebracht werden und bilden damit eine formschlüssige Verbindung.
Sperrelement und Ausnehmung wirken zusammen und verhindern eine Bewegung in der Torsionsachse.
In Kombination mit der zuvor beschriebenen Zugsicherung ergibt sich so eine formschlüssige
Verbindung, die zur Aufnahme verwendungsgemäßer Belastungen in der Lage ist. Das heißt,
die wirkenden Kräfte werden im Rahmen der strukturellen Integrität des zur Fertigung
verwendeten Materials verzögerungsfrei aufgenommen bzw. weitergegeben.
[0013] Vorzugsweise ist das Sperrelement als ein Steg ausgebildet. Ein Steg bietet den Vorteil
einer durchgängigen Verbindung zwischen den beiden Innenflächen des Buchsenteils.
Dadurch wird das Buchsenteil gegen eine mögliche Deformation infolge mechanischer
Belastung stabilisiert, also versteift. Der beschriebene Steg erstreckt sich quer
durch einen axialen Hohlkanal des Buchsenteils. Ein entsprechend durchgängiger, diagonaler
Steg ist leicht zu fertigen.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung verfügt das Steckerteil über einen Einsteckabschnitt
und einen Rohrverbindungsabschnitt, wobei der Einsteckabschnitt einen Durchmesser
aufweist, der kleiner als der Durchmesser des Rohrverbindungsabschnitts ist. Der Einsteckabschnitt
des Steckerteils ist so dimensioniert, dass die mit dem Buchsenteil zusammenwirkende
Fläche für den Anwendungsfall und die damit wirkenden Kräfte ausreicht. Der Einsteckabschnitt
verfügt über eine ausreichende Größe für die funktionale bzw. formschöne Anordnung
der seitlichen Öffnung für den federvorgespannten Bolzen und die Ausnehmung des Sperrelements.
Dies bietet den Vorteil einer funktionalen oder formschönen Anordnung. Am axialen
Ende sind die Kanten so gefast, dass ein leichtes Einführen in das Buchsenteil möglich
ist. Durch die Fase wird eine Verletzungsgefahr weitestgehend vermieden. Der Einsteckabschnitt
weist einen kleineren Durchmesser als der Rohrverbindungsabschnitt auf. Die Differenz
der Durchmesser ist in der axialen Draufsicht auf das Steckerteil so gewählt, dass
sich eine Wirkfläche als Widerlager zum Buchsenteil ergibt, die mindestens geeignet
ist, die anwendungsfallbezogenen Druckkräfte auf das Steckerteil alleine oder in Kombination
mit den Wirkflächen des Sperrelements aufzunehmen. Damit wird ein druckstabiles Steckerteil
erreicht, welches mechanischen Belastungen standhält. Der Rohrverbindungsabschnitt
erfüllt die Funktion eines Übergangs zu einem Rohrgestänge. Der Rohrverbindungsabschnitt
ist entsprechend dimensioniert, sodass eine belastbare Anbringung von gewünschten
Rohrgestängen ermöglicht wird. Eine schlüssige Verbindung kann dann entsprechend mit
jedem geeigneten Fügeverfahren hergestellt werden. Damit wird eine größtmögliche Freiheit
bei der Dimensionierung, der Herstellung und der Montage erreicht.
[0015] Vorzugsweise weist das Steckerteil zwischen dem Einsteckabschnitt und dem Rohrverbindungsabschnitt
einen ersten Ringflansch auf, dessen Durchmesser größer als der Durchmesser des Rohrverbindungsabschnitts
des Steckerteils ist. Dies hat den Vorteil, dass die Anbringung eines Rohrgestänges
vereinfacht wird. So kann bei der Herstellung der schlüssigen Verbindung von Rohrgestänge
und Rohrverbindungsabschnitt ein Rohr an den ersten Ringflansch angelegt und sofort
befestigt werden. Eine saubere und rechtwinklige Kante des Rohrgestänges vorausgesetzt,
kann das Rohrgestänge in axialer Richtung durch den ersten Ringflansch begrenzt sofort
befestigt werden. Der Ringflansch verfügt darüber hinaus vorzugsweise noch über einen
keilförmigen Dorn, mit dem das Rohrgestänge in rotatorischer Richtung auf dem Rohrverbindungsabschnitt,
eine entsprechende Kerbe im Rohrgestänge vorausgesetzt, begrenzt und damit besser
fixiert werden kann.
[0016] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung zeigt einen Steckverbinder mit einem Rohrverbindungsabschnitt
des Buchsenteils. Dieser verfügt über einen ersten Innendurchmesser, der im Wesentlichen
dem Außendurchmesser des Steckerteils entspricht und sich am äußeren Ende des Rohrverbindungsabschnitts
befindet. Der zweite Innendurchmesser des Buchsenteils, der einen geringfügig größeren
Innendurchmesser als den Außendurchmesser des Steckerteils aufweist, ermöglicht ein
sauberes und leichtgängiges Einführen des Steckerteils in das Buchsenteil. Dies hat
den Vorteil, dass das Steckerteil ohne Verkanten in das Buchsenteil eingeführt bzw.
eingefädelt werden kann. Erst im hinterwärtigen Teil des vollends zusammengefügten
Steckverbinders kommt es dann zu einer formschlüssigen Verbindung. Montage und Demontage
der Steckverbindung werden so erleichtert. Der Übergang vom ersten zum zweiten Innendurchmesser
ist leicht angeschrägt und dient damit dem leichten Einfädeln.
[0017] Vorzugsweise umfasst das Buchsenteil einen zweiten Ringflansch, der das Buchsenteil
in axialer Richtung begrenzt. Dieser verfügt über die gleichen Eigenschaften wie der
erste Ringflansch und dient der leichten Befestigung vom Rohrgestänge am Buchsenteil.
Durch die Anwendung eines beliebigen Fügeverfahrens entsteht aus den beiden Elementen
ein einziges, funktionales Bauteil.
[0018] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform zeigt einen Steckverbinder, bei dem zumindest
die Außenkontur des Steckerteils, insbesondere des Rohrverbindungsabschnitts und/oder
des Buchsenteils rund, oval, oder mehrkantig ausgebildet ist. Im Fall von runden und
ovalen Rohren bietet dies den Vorteil, dass diese leichter zu reinigen sind. Die Verwendung
von Mehrkantrohren bringt von Haus aus den Vorteil der Torsionssteifigkeit. Insgesamt
bietet dies den Vorteil, dass eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten beim Design
eines entsprechenden Steckverbinders gewählt werden kann, insbesondere je nach Verfügbarkeit
von zur Herstellung verwendeter Rohmaterialien.
[0019] Natürlich ist es auch möglich, das erfindungsgemäße Verriegelungselement im Buchsenteil
und/oder das Sperrelement im Steckerteil anzuordnen. Dies bietet im Rahmen der Herstellung
größtmögliche Freiheit in Abhängigkeit von verfügbaren Ressourcen, Rohmaterialen oder
Designaspekten.
[0020] Der erfindungsgemöße Steckverbinder kann in einem Rohrgestänge Verwendung finden,
das die Möglichkeit der Herstellung von Start-, Ziel- oder Tor-Bögen, Bühnenhintergründen
oder Werbeträgern und dergleichen bietet. Hierzu sind beliebige Formschöpfungen, beispielsweise
funktionaler oder optischer Art mit einem entsprechenden Rohrgestänge und einem Steckverbinder
denkbar.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Seitenansicht auf ein erfindungsgemäßes Steckerteil;
- Fig. 2
- Eine Vorderansicht des Steckerteils gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- Eine Draufsicht des Steckerteils gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- Eine Seitenansicht auf ein erfindungsgemäßes Buchsenteil;
- Fig. 5
- Eine Vorderansicht des Buchsenteils gemäß Fig. 4; und
- Fig. 6
- Eine Draufsicht des Buchsententeils gemäß Fig. 4.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Steckerteil 2 mit einem Rohrverbindungsabschnitt 5 und einem Einsteckabschnitt
3. Der Rohrverbindungsabschnitt 5, der einen größeren Durchmesser als der Einsteckabschnitt
3 aufweist, dient der Befestigung eines Verbindungsrohres, welches im Bereich des
Rohrverbindungsabschnittes 5 mit dem Verbindungsrohr formschlüssig zusammengeführt
gefügt wird. Im Übergang zwischen Rohrverbindungsabschnitt 5 und Einsteckabschnitt
3 befindet sich vorzugsweise ein erster Ringflansch 32 mit einem keilförmigen Dorn
33. Der Ringflansch 32 erfüllt im Wesentlichen zwei Hauptfunktionen. Zum Einen bildet
er in Richtung des Buchsenteils ein Widerlager für das Zusammenwirken mit dem Buchsenteil.
Zum anderen dient der keilförmige Dorn 33, der - ausgehend vom ersten Ringflansch
32 - eine keilförmig zulaufende Erhebung in Richtung des Rohrverbindungsabschnitts
5 bildet, zum Anlegen eines gekerbten Verbindungsrohres, welches anschließend ohne
Zuhilfenahme von Druck oder Spannwerkzeugen mit dem Verbindungsrohr materialschlüssig
verbunden werden kann. Im Bereich des Einsteckabschnitts zeigt Fig. 1 eine seitliche
Öffnung 6 in Form einer Bohrung. Am in Wirkrichtung axialen Ende 24 des Steckverbinders
ist eine Ausnehmung 26 in Form einer Nut zur Aufnahme des Sperrelements 20 des Buchsenteils
4 gezeigt. Im Bereich der Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen sowie an den
äußeren Enden des Bauteils sind gefaste Kanten 21 vorgesehen. Dadurch wird die Verletzungsgefahr
im späteren Gebrauch aber auch schon im Herstellungsprozess reduziert.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Steckerteils 2 gemäß Fig. 1. Dabei zeigt A eine
Außenkontur des ersten Ringflansches 32 und B eine Innenkontur des ersten Ringflansches
32. Letztere ist gleichbedeutend mit der Außenkontur des Rohrverbindungsabschnitts
5. Hier kann später ein Verbindungsrohr aufgesteckt werden. Der Übergang zwischen
A und B ist als eine Fase ausgebildet. Dies formt im Übergang zwischen A und B einen
geeigneten Spalt für die Anwendung eines materialschlüssigen Fügeverfahrens. So kann
beispielsweise unter Einbringung eines Lötmittels oder Schweißzusatzes eine besonders
akkurate Naht erzeugt werden. C zeigt eine gefaste Kante und gleichzeitig eine Innenkontur
des Rohrverbindungsabschnitts. Die Fase reduziert hier wie am axialen Ende 24 des
Einsteckabschnitts 3 die Verletzungsgefahr im Allgemeinen und insbesondere bei Handhabung
oder Montage. D zeigt einen Innendurchmesser des Rohrverbindungsabschnitts 5. Dieser
ist so gewählt, dass er den je nach Anwendungsfall auftretenden Belastungen standhält.
E zeigt einen Innendurchmesser des Einsteckabschnitts 3. Materialstärke und Wahl des
Innendurchmessers sind ebenfalls belastungsgerecht ausgelegt. Der keilförmige Dorn
33 ist hier an der Außenkontur des Steckerteils 2 ebenfalls erkennbar.
[0025] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht des Steckerteils gemäß Fig. 1. Zu erkennen ist hier
eine Druckfeder 16, die sich an einer Innenfläche 18 eines Steckerteils 2 abstützt.
Die Druckfeder hat eine im Wesentlichen V-förmige Gestalt, wobei sich im eingebauten
Zustand ein erster V-Schenkel 17 an die Innenfläche 18 des Steckerteils 2 anschmiegt.
Ein zweiter V-Schenkel 19 der Druckfeder 16 stützt sich an der gegenüberliegenden
Innenfläche 34 des Steckerteils 2 ab. Somit erstreckt sich die Druckfeder über den
innenliegenden Hohlraum des Steckerteils 2. Ein federvorgespannter Bolzen 12 ist fest
mit der Druckfeder verbunden und erstreckt sich durch die seitliche Öffnung 6. Gemeinsam
bilden diese ein Verriegelungselement 10. Im Ruhezustand steht der federvorgespannte
Bolzen 12 über einen Außenumfang 14 des Steckerteils derart hervor, dass er im Verriegelungszustand
in eine korrespondierende seitliche Öffnung 8 eines Buchsenteils 4 eingreift. Die
Außenkontur des federvorgespannten Bolzen ist in Wirkrichtung abgerundet, sodass die
Verletzungsgefahr beim Betätigen des Bolzens reduziert wird.
[0026] Hier soll in besonderem Maße auf die wesentliche Form der Feder hingewiesen werden.
Durch die ebene und vergleichsweise großflächig wirkende An- und Auflagefläche an
der Innenfläche des Steckerteils 2 wird eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem
federvorgespannten Bolzen 12 und dem Steckerteil 2 erreicht. Somit fixiert sich der
federvorgespannte Bolzen 12 quasi selbst. Eine entsprechende Anordnung ist leicht
herzustellen, zu montieren und sehr gut handhabbar.
[0027] Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht auf ein erfindungsgemäßes Buchsenteil 4 nach einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel. Es zeigt einen zweiten Ringflansch 9, an dem ein
keilförmiger Dorn 33 zu erkennen ist. Der keilförmige Dorn 33 zeigt in Richtung einer
Längsachse 23 und hat die Aufgabe, ein gekerbtes Verbindungsrohr so zu fixieren, dass
es ohne Zuhilfenahme von Klemm- oder Spannwerkzeugen mit einem Rohrverbindungsabschnitt
7 materialschlüssig verbunden werden kann. Auf dem zweiten Ringflansch 9 befindet
sich eine seitliche Öffnung 8 des Buchsenteils 4, die in Form einer Sacklochbohrung
ausgeführt ist. Dies bietet beim späteren Gebrauch den Vorteil, dass der federvorgespannte
Bolzen 12 beim Lösen einer bestehenden Steckverbindung leicht betätigbar ist.
[0028] Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht des Buchsenteils gemäß Fig. 4. Dabei zeigt F eine
Außenkontur eines zweiten Ringflanschs 9 des Buchsenteils 4 und G eine Innenkontur
des zweiten Ringflansches 9. Diese ist gleichbedeutend mit der Außenkontur des Rohrverbindungsabschnitts
7. Hier kann später ein Verbindungsrohr aufgesteckt werden. Der Übergang zwischen
F und G ist als eine Fase ausgebildet. Dies formt im Übergang zwischen F und G einen
geeigneten Spalt für die Anwendung eines materialschlüssigen Fügeverfahrens. So kann
beispielsweise unter Einbringung eines Lötmittels oder Schweißzusatzes eine besonders
akkurate Naht erzeugt werden. Ein erster Innendurchmesser 11 des Buchsenteils entspricht
dem Außenumfang 14 des Steckerteils 2. Diese sind so aufeinander abgestimmt, dass
sie passgenau zusammenwirken. Ein Sperrelement 20, das als ein Steg 28 ausgebildet
ist, verläuft diagonal durch einen axialen Hohlkanal 30 von einer Innenfläche 22 des
Buchsenteils 4 zur anderen. Das Sperrelement ist passgenau an die Ausnehmung 26 des
Steckerteils 2 angepasst und wirkt beim Einschieben von Steckerteil und Buchsenteil
zusammen. Das Sperrelement 20 und die Ausnehmung 26 wirken derart zusammen, dass eine
Bewegung in der Torsionsachse verhindert wird. An dieser Stelle soll darauf hingewiesen
werden, dass das Sperrelement 20 einteilig und durchgängig oder aber auch zweiteilig
und unterbrochen ausgeführt sein kann. Im zweiten Fall sollte es jedoch mindestens
die Wandstärke des Steckerteils erreichen, um eine widerstandsfähige Verbindung sicherzustellen.
[0029] Fig. 6 zeigt eine Draufsicht des Buchsenteils gemäß Fig. 4. Ein zweiter Ringflansch
9 befindet sich am unteren Ende des Buchsenteils 4. Auf dem zweiten Ringflansch befindet
sich eine seitliche Öffnung 8, die in Form eines Sacklochs ausgebildet ist. Das Sackloch
erstreckt sich von der Außenseite des zweiten Ringflanschs 9 bis zur Innenseite des
Buchsenteils 4. Oberhalb des zweiten Ringflanschs 9 befindet sich der Rohrverbindungsabschnitt
7. Auf den Ringflansch 9 ist ein keilförmiger Dorn 33 angesetzt, der in Richtung des
Rohrverbindungsabschnitts 7 zeigt. Neben einem ersten Innendurchmesser 11, der passgenau
mit dem Einsteckabschnitt 3 des Steckerteils 2 zusammenwirkt, verfügt das Buchsenteil
4 über einen zweiten Innendurchmesser 13. Dieser ist geringfügig größer als der erste
Innendurchmesser 11. Dies hat den Vorteil, dass das Steckerteil 2 ohne Verkanten in
das Buchsenteil 4 eingeführt werden kann. Erst im hinterwärtigen Teil des vollends
zusammengefügten Steckverbinders kommt es somit zu einer formschlüssigen Verbindung.
Montage und Demontage der Steckverbindung werden so erleichtert. Ein Übergang 15 vom
ersten zum zweiten Innendurchmesser ist leicht angeschrägt und dient damit dem besseren
Einfädeln in das Buchsenteil.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Steckverbinder
- 2
- Steckerteil
- 3
- Einsteckabschnitt
- 4
- Buchsenteil
- 5
- Rohrverbindungsabschnitt des Steckerteils
- 6
- seitliche Öffnung des Steckerteils
- 7
- Rohrverbindungsabschnitt des Buchsenteils
- 8
- seitliche Öffnung des Buchsenteils
- 9
- zweiter Ringflansch
- 10
- Verriegelungselement
- 11
- erster Innendurchmesser des Buchsenteils
- 12
- federvorgespannter Bolzen
- 13
- zweiter Innendurchmesser des Buchsenteils
- 14
- Außenumfang des Steckerteils
- 15
- Angeschrägter Übergang
- 16
- Druckfeder
- 17
- erster V-Schenkel
- 18
- Innenfläche des Steckerteils
- 19
- zweiter V-Schenkel
- 20
- Sperrelement
- 21
- gefaste Kante
- 22
- Innenfläche des Buchsenteils
- 23
- Längsachse des Buchsenteils
- 24
- axiales Ende
- 26
- Ausnehmung
- 28
- Steg
- 30
- axialer Hohlkanal
- 32
- erster Ringflansch
- 33
- keilförmiger Dorn
- 34
- gegenüberliegende Innenfläche
- A
- Außenkontur des ersten Ringflansches
- B
- Innenkontur des ersten Ringflanschs und Außenkontur des Rohrverbindungsabschnitts
- C
- gefaste Kante und Innenkontur des Rohrverbindungsabschnitts
- D
- Innendurchmesser des Rohrverbindungsabschnitts
- E
- Innendurchmesser des Einsteckabschnitts
- F
- Außenkontur des zweiten Ringflansches
- G
- Innenkontur des zweiten Ringflansches und Außenkontur des Rohrverbindungsabschnitts
1. Steckverbinder für Rohre, insbesondere für einen frei stehenden Werbeträger, mit einem
Steckerteil (2) und einem Buchsenteil (4), die jeweils wenigstens eine seitliche Öffnung
(6,8) zur Aufnahme eines Verriegelungselementes (10) aufweisen, wobei das Steckerteil
(2) wenigstens teilweise in das Buchsenteil (4) einschiebbar und mit diesem formschlüssig
verriegelbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (10) in Form eines federvorgespannten Bolzens (12) ausgebildet
ist, der sich durch die seitliche Öffnung (6) im Steckerteil (2) radial nach außen
erstreckt und über den Außenumfang (14) des Steckerteils (2) derart vorsteht, dass
er im Verriegelungszustand in die korrespondierende seitliche Öffnung (8) des Buchsenteils
(4) eingreift.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass das Verriegelungselement (10) gegen ein Herausfallen aus der Öffnung (6) des
Steckerteils (2) gesichert ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (10) eine Druckfeder (16) aufweist, die mit dem Bolzen (12)
fest verbunden ist und sich an einer Innenfläche (18) des Steckerteils (2) abstützt.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckfeder (16) eine im Wesentlichen V-förmige Gestalt aufweist, wobei sich im
eingebauten Zustand ein erster V-Schenkel (17) an eine Innenfläche (18) des Steckerteils
(2) anschmiegt und sich der zweiter V-Schenkel (19) der Druckfeder (16) an der gegenüberliegenden
Innenfläche (34) abstützt.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Buchsenteil (4) wenigstens ein Sperrelement (20) aufweist, das sich wenigstens
einseitig von einer Innenfläche (22) des Buchsenteils (4) radial nach Innen erstreckt,
und dass das Steckerteil (2) an einem axialen Ende (24) wenigstens eine entsprechende
Ausnehmung (26) zum kraftschlüssigen Eingriff des Sperrelements (20) beim Verriegeln
des Steckerteils (2) mit dem Buchsenteil (4) aufweist.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (20) als Steg (28) ausgebildet ist, der sich diagonal durch einen
axialen Hohlkanal (30) des Buchsenteils (4) erstreckt.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steckerteil (2) einen Einsteckabschnitt (3) und einen Rohrverbindungsabschnitt
(5) aufweist, wobei der Einsteckabschnitt (3) einen Durchmesser aufweist, der kleiner
als der Durchmesser des Rohrverbindungsabschnitts (5) ist.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Einsteckabschnitt (3) und dem Rohrverbindungsabschnitt (5) des Steckerteils
(2) ein erster Ringflansch (32) vorgesehen ist, dessen Durchmesser größer als der
Durchmesser des Rohrverbindungsabschnitts (5) des Steckerteils (2) ist.
9. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Rohrverbindungsabschnitt (7) des Buchsenteils (4) einen ersten Innendurchmesser
(11) des Buchsenteils aufweist, der im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Steckerteils
(2) entspricht.
10. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Buchsenteil (4) einen zweiten Ringflansch (9) umfasst, der das Buchsenteil (4)
in axialer Richtung begrenzt.
11. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest die Außenkontur des Steckerteils (2), insbesondere des Rohrverbindungsabschnitts
(5, 7), und/oder des Buchsenteils (4) rund, oval, oder mehrkantig ausgebildet ist.
12. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Verriegelungselement (10)
im Buchsenteil (4) und/oder das Sperrelement (20) im Steckerteil (2) vorgesehen ist.
13. Rohrgestänge mit einem Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 - 12.