[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlrippensystem für einen Kühlkanal einer Turbinenschaufel.
[0002] Eine Gasturbine weist eine Turbine auf, in der Heißgas, das zuvor in einem Verdichter
verdichtet und einer Brennkammer erhitzt wurde, zur Arbeitsgewinnung entspannt wird.
Für hohe Massenströme des Heißgases und somit für hohe Leistungsbereiche der Gasturbine
ist die Turbine in Axialbauweise ausgeführt, wobei die Turbine von mehreren in Durchströmungsrichtung
hintereinanderliegenden Schaufelkränzen gebildet ist. Die Schaufelkränze weisen über
den Umfang angeordnete Laufschaufeln und Leitschaufeln auf, wobei die Laufschaufeln
auf einem Rotor der Gasturbine und die Leitschaufeln an dem Gehäuse der Gasturbine
befestigt sind.
[0003] Der thermodynamische Wirkungsgrad der Gasturbine ist umso höher, je höher die Eintrittstemperatur
des Heißgases in die Turbine ist. Demgegenüber sind Grenzen gesetzt hinsichtlich der
thermischen Belastbarkeit der Turbinenschaufeln. Somit ist es erstrebenswert Turbinenschaufeln
zu schaffen, die trotz einer möglichst hohen thermischen Belastung eine für den Betrieb
der Gasturbine ausreichende mechanische Festigkeit haben. Hierzu stehen für die Turbinenschaufeln
entsprechende Werkstoffe und Werkstoffkombinationen zur Verfügung, die jedoch nach
heutigem Stand der Technik nur eine unzureichende Ausreizung des Potentials zur Erhöhung
des thermischen Wirkungsgrads der Gasturbine ermöglichen. Zur weiteren Erhöhung der
zulässigen Turbineneintrittstemperatur ist es bekannt, die Turbinenschaufeln im Betrieb
der Gasturbine zu kühlen, wodurch die Turbinenschaufel selbst einer geringeren thermischen
Belastung ausgesetzt ist, wie es ohne der Kühlung aufgrund der thermischen Belastung
durch das Heißgas der Fall wäre. Es ist bekannt, die Turbinenschaufel hohl auszuführen,
wobei der Innenraum der Turbinenschaufel als ein Kühlkanal dient, durch den Kühlfluid
im Betrieb der Gasturbine strömt. Herkömmlich ist das Kühlfluid vom Verdichter abgezapfte
Luft. Indem das Kühlfluid durch den Kühlkanal strömt wird durch Konvektion Wärme von
der Turbinenschaufel abtransportiert, wodurch die Kontakttemperatur an der Oberfläche
der Turbinenschaufel herabgesetzt wird. Dadurch ist die thermische Belastung der Turbinenschaufel
reduziert, wodurch die Heißgastemperatur entsprechend erhöht werden kann, ohne dass
die thermische Belastung der Turbinenschaufel unzulässig hoch wird. Zur Erhöhung der
Konvektionswirkung ist es ferner bekannt, die Schaufelinnenseite mit Kühlrippen zu
versehen, via die ein zusätzlicher Wärmeabtransport von der Turbinenschaufel erzielt
ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kühlrippensystem für einen Kühlkanal einer Turbinenschaufel
zu schaffen, wobei mit dem Kühlrippensystem die Turbinenschaufel effektiv kühlbar
ist.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
dazu sind in den weiteren Patentansprüchen angegeben.
[0006] Das erfindungsgemäße Kühlrippensystem für einen Kühlkanal einer Turbinenschaufel
weist mindestens eine Kühlrippe auf, die an der Schaufelinnenseite des Kühlkanals
von dieser abstehend angeordnet ist, so dass die Kühlrippe von in dem Kühlkanal strömendem
Kühlfluid quer angeströmt ist, wobei die Kühlrippe eine stromab liegende Hinterseite
aufweist, die derart profiliert zur Schaufelinnenseite hin verläuft, dass die Kühlfluidströmung
im Betrieb der Turbinenschaufel ablösefrei die Hinterseite passiert.
[0007] Die Turbinenschaufel weist den Kühlkanal auf, in dem das Kühlfluid zum Kühlen der
Turbinenschaufel beim Betrieb derselben strömt, wodurch die Turbinenschaufel von dem
Kühlfluid gekühlt ist. Dadurch kann mit der Turbinenschaufel Heißgas bei einer so
hohen Temperatur entspannt werden, die ohne die Kühlung zu einer unzulässig hohen
thermischen Belastung der Turbinenschaufel führen würde. Die Kühlung der Turbinenschaufel
erfolgt über Konvektion mittels des Kühlfluids, wodurch die Konvektionswirkung durch
das Vorsehen der Kühlrippe erhöht ist. Dadurch, dass das Kühlfluid von der Kühlrippe
an der Hinterseite ablösefrei abströmt, ist der durch die Kühlrippe induzierte Strömungswiderstand
geringer, als wäre die Kühlrippe mit beispielsweise einem rechteckigen Querschnitt
versehen. Bei der Kühlrippe mit dem rechteckigen Querschnitt würde nämlich das Kühlfluid
stromab ablösen und ein Ablösegebiet ausbilden, was zu hohen Druckverlusten führt.
Beim Betrieb der Turbinenschaufel besteht die Gefahr, dass diese Druckverluste derart
hoch sind, dass ein Einzug von dem Heißgas in den Kühlkanal, beispielsweise durch
in der Turbinenschaufel vorgesehene Kühlluftbohrungen, eintritt, wodurch die Kühlung
der Turbinenschaufel unterbrochen ist. Als Folge hiervon wäre die Turbinenschaufel
einer starken Erwärmung ausgesetzt. In der Regel ist diese Erwärmung der Turbinenschaufel
derart extrem, dass dies zu einer unzulässig hohen thermischen Belastung der Turbinenschaufel
führt, wodurch die Turbinenschaufel zerstört wird. Durch das Vorsehen der erfindungsgemäßen
Kühlrippe in dem Kühlkanal ist deren Hinterseite so gestaltet, dass die Kühlfluidströmung
im Betrieb der Turbinenschaufel ablösefrei abströmen kann, wodurch etwaige Druckverluste
in der Kühlfluidströmung gering sind. Dadurch ist vorteilhaft der etwaige Einzug von
dem Heißgas in den Kühlkanal beim Betrieb der Turbinenschaufel unterbunden.
[0008] Dadurch, dass die Wärmeübergangscharakteristik der Kühlrippe im Wesentlichen durch
die Geometrie der Vorderseite, die der Zuströmung zugewandt ist, definiert ist, hat
die erfindungsgemäße Profilierung der Hinterseite der Kühlrippe so gut wie keinen
Einfluss auf die Qualität der Kühlung der Kühlrippe in dem Kühlkanal verglichen mit
der beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Kühlrippe. Dadurch
ist vorteilhaft erreicht, dass das erfindungsgemäße Kühlrippensystem eine effektive
Kühlung der Turbinenschaufel bereitstellt, wobei beispielsweise der Einzug von dem
Heißgas in den Kühlkanal vorteilhaft unterbunden ist.
[0009] Bevorzugtermaßen weist die Kühlrippe eine der Hinterseite abgewandte Frontseite auf,
die senkrecht von der Schaufelinnenseite vorsteht. Hierbei ist es bevorzugt, dass
die Kühlrippe ein Plateau aufweist, das zwischen der Frontseite und der Hinterseite
angeordnet ist sowie die Frontseite und die Hinterseite überbrückt. Das Plateau ist
parallel zur Schaufelinnenseite angeordnet, so dass die von der Frontseite und dem
Plateau gebildete Kante einen rechten Winkel aufweist. Bevorzugtermaßen ist die Hinterkante
rampenförmig, insbesondere geradlinig verlaufend und/oder konvex sowie konkav konturiert,
ausgebildet. In der Oberfläche der Hinterseite ist bevorzugt eine Mehrzahl an Dellen
vorgesehen, die derart dimensioniert und verteilt angeordnet sind, dass die Dellen
im Betrieb der Turbinenschaufel für die Kühlfluidströmung als Turbulatoren wirken.
Durch das Vorsehen der Dellen wird erreicht, dass der Turbulenzgrad der Grenzschicht
der Kühlfluidströmung an der Hinterseite erhöht wird. Dadurch neigt die Strömung des
Kühlfluids an der Hinterseite weniger zum Ablösen, wodurch die Hinterseite tendenziell
steiler abfallend zur Schaufelinnenseite hin ausgebildet sein kann. Dadurch ist die
Erstreckung der Kühlrippe und somit ihr Materialeinsatz reduziert. Ferner wird durch
das Ausbilden der turbulenten Grenzschicht in der Kühlfluidströmung an der Hinterseite
der Wärmeübergang von der Kühlrippe zu dem Kühlfluid verbessert. Bei der herkömmlichen
Kühlrippe mit dem rechteckigen Querschnitt würde sich stromab ein Rezirkulationsgebiet
ausbilden, bei dem im Gebiet der Wiederanlegung ein Prallkühleffekt lokal den Wärmeübergang
von der Schaufelinnenseite zu dem Kühlfluid erhöht. Dieser Effekt, der durch das ablösefreie
Abströmen des Kühlfluids an der Hinterseite der erfindungsgemäß ausgestatteten Kühlrippe
verloren gehen würde, wird durch die Erhöhung des Turbulenzgrads der Grenzschichtströmung
mittels der Dellen im Wesentlichen ausgeglichen.
[0010] Die Kühlrippe ist bevorzugt gepfeilt, d.h. schräg zur Anströmrichtung, angeordnet.
Ferner ist die Kühlrippe bevorzugt derart gepfeilt angeordnet, dass in der Kühlfluidströmung
eine Komponente von der Hinterkante zur Vorderkante der Turbinenschaufel erzeugbar
ist. Tendenziell ist die Temperatur des Heißgases im Bereich der Hinterkante der Turbinenschaufel
geringer als im Bereich der Vorderkante. Dadurch, dass mit der Pfeilung der Kühlrippe
die Strömungskomponente des Kühlfluids von der Hinterkante zur Vorderkante im Betrieb
der Turbinenschaufel entsteht, wirkt das Kühlrippensystem für die Turbinenschaufel
quasi wie ein Gegenstromwärmetauscher.
[0011] Die Kühlrippe weist bevorzugt seitlich jeweils eine die Kühlrippe seitlich begrenzende
Seitenflanke auf, wobei die der Zuströmung des Kühlfluids zugewandte erste Seitenflanke
mit der Frontseite in der Draufsicht der Kühlrippe einen Spitzenwinkel und/oder die
der Zuströmung des Kühlfluids abgewandte zweite Seitenflanke mit der Frontseite in
der Draufsicht der Kühlrippe einen rechten Winkel einschließt. Ferner ist es bevorzugt,
dass das Kühlsystem mindestens zwei Kühlrippen aufweist, die in einer Reihe nebeneinander
angeordnet sind. Hierbei ist bevorzugt, dass die Kühlrippen im Abstand zueinander
angeordnet sind, so dass zwischen den Kühlrippen jeweils eine Lücke ausgebildet ist,
die die Kühlfluidströmung im Betrieb der Turbinenschaufel passiert. Das Kühlrippensystem
weist bevorzugtermaßen mehrere Reihen auf, die von den Kühlrippen gebildet sind, wobei
die Reihen hintereinander angeordnet sind. Die Kühlrippen sind bevorzugt in den Reihen
derart angeordnet, dass die Kühlrippen mit ihren dazwischenliegenden Lücken auf Lücke
stehen. Dadurch, dass die Reihen gebildet von den Kühlrippen mit den Lücken versehen
sind, ist die für den Strömungswiderstand relative Fläche der Kühlrippen reduziert,
wodurch der von den Kühlrippen induzierte Druckverlust zusätzlich abgesenkt ist. Ferner
wird durch das Vorsehen der Lücken der Turbulenzgrad der Kühlfluidströmung erhöht,
wodurch zusätzlich der Wärmeübergang von den Kühlrippen zu dem Kühlfluid erhöht ist.
[0012] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kühlrippe;
- Figur 2
- einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kühlrippe;
- Figur 3
- einen Querschnitt einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kühlrippe;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf einen Querschnitt eines Kühlkanals mit dem erfindungsgemäßen Kühlrippensystems,
das von einer Anordnung von der zweiten Ausführungsform der Kühlrippe gemäß Figur
2 gebildet ist, und
- Figur 5
- eine Draufsicht eines Querschnitts des Kühlkanals mit dem Kühlrippensystem, das von
der Ausführungsform der Kühlrippe gemäß Figur 3 gebildet ist.
[0013] In Figuren 4 und 5 ist ein Ausschnitt einer Turbinenschaufel 1 gezeigt, wobei die
Draufsicht eines aufgeschnittenen Kühlkanals 2 gezeigt ist, der innerhalb der Turbinenschaufel
1 ausgebildet ist. In Figuren 4 und 5 ist im Wesentlichen in der Zeichenebene liegend
eine Schaufelinnenseite 3 dargestellt, die den Kühlkanal 2 begrenzt. Ferner begrenzt
den Kühlkanal 2 eine an der Vorderkante 4 der Turbinenschaufel 1 angeordnete Vorderkantenwand
5 und eine der Vorderkantenwand 5 gegenüberliegend angeordnete Kanalwand 6. An der
Schaufelinnenseite 3 ist gemäß Figuren 4 und 5 jeweils ein Kühlrippensystem 7 angeordnet,
wobei das Kühlrippensystem 7 gemäß Figur 4 eine Mehrzahl an Kühlrippen 8 und das Kühlrippensystem
7 gemäß Figur 5 eine einzige Kühlrippe 8 aufweist.
[0014] In Figuren 1 bis 3 sind Querschnitte von Ausführungsformen der Kühlrippe 8 gezeigt.
Im Betrieb der Turbinenschaufel 1 ist die Kühlrippe 8 von einer Kühlfluidströmung
18 angeströmt, wobei die Richtung der Kühlfluidströmung 18 in Figuren 1 bis 3 von
links nach rechts verläuft. Die in Figur 1 gezeigte erste Ausführungsform der Kühlrippe
8 weist eine Frontseite 9 auf, die senkrecht von der Schaufelinnenseite 3 vorsteht.
Der Schaufelinnenseite 3 abgewandt bildet die Frontseite 9 mit einem Plateau 11 eine
Kante 10 aus, an der von der Frontseite 9 und dem Plateau 11 ein rechter Winkel eingeschlossen
ist und das Plateau 11 parallel zur Schaufelinnenseite 3 angeordnet ist. Stromab des
Plateaus 11 schließt eine Hinterseite 12 an, die rampenförmig ausgebildet ist und
bis zu einem Kühlrippenende 13 von dem Plateau 11 zur Schaufelinnenseite 3 hin linear
verläuft. Die Konturübergänge von dem Plateau 11 zur Hinterseite 12 und von der Hinterseite
12 zur Schaufelinnenseite 3 via das Kühlrippenende 13 sind so ausgebildet, dass im
Betrieb der Turbinenschaufel 1 die Kühlfluidströmung 18 die Kühlrippe 8 ablösefrei
umströmt.
[0015] In Figur 2 ist die zweite Ausführungsform der Kühlrippe 8 gezeigt, die sich von der
ersten Ausführungsform gemäß Figur 1 lediglich darin unterscheidet, dass die Hinterseite
12 gebogen ausgebildet ist, wohingegen die Hinterseite 12 gemäß der ersten Ausführungsform
gemäß Figur 1 geradlinig ausgebildet ist. Gemäß der zweiten in Figur 2 gezeigten Ausführungsform
schließt die Hinterseite 12 knickfrei an das Plateau 11 an und verläuft stromab des
Plateaus 11 konvex gekrümmt zur Schaufelseite 3 hin. Die dritte in Figur 3 gezeigte
Ausführungsform der Kühlrippe 8 unterscheidet sich von der zweiten in Figur 2 gezeigten
Ausführungsform darin, dass in dem Plateau 11 und der Hinterseite 12 eine Mehrzahl
an Dellen 14 angeordnet sind. Die Dellen 14 wirken als Turbulatoren, so dass die Grenzschicht
der Kühlfluidströmung 18 am Plateau 11 und an der Hinterseite 12 einen hohen Turbulenzgrad
hat.
[0016] Die in Figur 4 gezeigte Ausführungsform des Kühlrippensystems 7 ist von einer Mehrzahl
von Kühlrippen 8 gebildet, die der zweiten Ausführungsform gemäß Figur 2 entsprechen.
Die Kühlrippen 8 sind in vier hintereinanderliegenden Reihen angeordnet, wobei in
jeder Reihe zwischen den einzelnen Kühlrippen 18 Lücken 17 vorgesehen sind, wodurch
die einzelnen Kühlrippen 8 in jeder Reihe im Abstand zueinander angeordnet sind. Die
Kühlrippen einer jeden der Reihen sind zueinander fluchtend angeordnet, wobei die
Kühlrippen in den einzelnen Reihen derart angeordnet sind, dass die einzelnen Reihen
auf Lücke stehen. Das heißt, quer zu jeder Lücke 17 einer jeder der Reihen ist eine
der Kühlrippen der benachbarten Reihe angeordnet, so dass die Kühlfluidströmung 18
beim Passieren der Lücken 17 einen mäanderförmigen Strömungsweg hat. Die Kühlrippen
8 sind in dem Kühlkanal auf der Schaufeloberseite 3 bezüglich der Vorderkante 4 der
Turbinenschaufel 1 gepfeilt angeordnet, wodurch die Kühlfluidströmung 18 beim Umströmen
der Kühlrippen 8 eine Strömungskomponente zur Vorderkante 4 hin erhält. Dadurch ist
für die Fluidströmung 18 die Tendenz erzeugt, dass die Kühlfluidströmung 18 von der
Kanalwand 6 zur Vorderkantenwand 5 strömt.
[0017] Jede der in Figur 4 gezeigten Kühlrippen 8 weist eine erste Seitenflanke 15 und eine
zweite Seitenflanke 16 auf, wobei die Seitenflanken 15, 16 jeweils die ihr zugeordnete
Kühlrippe 8 seitlich begrenzen. Die erste Seitenflanke 15 schließt mit der Frontseite
9 in der in Figur 4 gezeigten Draufsicht einen Spitzenwinkel ein, wohingegen die zweite
Seitenflanke 16 mit der Frontseite 9 in der in Figur 4 gezeigten Draufsicht einen
rechten Winkel einschließt. Die erste Seitenflanke 15 ist diejenige Seitenflanke der
Kühlrippe 8, die der Zuströmung der Kühlfluidströmung 18 zugewandt angeordnet ist,
wobei die zweite Seitenflanke 16 diejenige der Seitenflanken der Kühlrippe 8 ist,
die der Abströmung der Kühlfluidströmung 18 zugewandt angeordnet ist.
[0018] Die in Figur 5 gezeigte Ausführungsform des Kühlrippensystems 7 ist von einer Kühlrippe
8 gebildet, die der dritten in Figur 3 gezeigten Ausführungsform der Kühlrippe 8 entspricht.
Die Kühlrippe 8 erstreckt sich quer zum Kanal von der Kanalwand 6 zur Vorderkantenwand
5, wobei die Kühlrippe 8 mit ihrer Frontseite 9 und ihrem Rippenende 13 gepfeilt in
dem Kühlkanal 12 angeordnet ist. Dadurch erhält die Kühlfluidströmung 18 beim Überströmen
der Kühlrippe 8 eine Tendenz von der Kanalwand 6 zu der Vorderkantenwand 5 zu strömen.
Die in dem Plateau 11 und der Hinterseite 12 der Kühlrippe 8 angeordneten Dellen 14
dienen als Turbulatoren und erhöhen den Turbulenzgrad der Grenzschicht der Kühlfluidströmung
18 im Bereich des Plateau 11 und der Hinterseite 12. Dadurch ist einerseits die Ablösetendenz
der Grenzschicht der Kühlfluidströmung 18 bei Überströmen der Kühlrippe 8 reduziert
und andererseits der Wärmeübergang von der Kühlrippe 8 zur Kühlfluidströmung 18 erhöht.
[0019] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Kühlrippensystem für einen Kühlkanal (2) einer Turbinenschaufel (1),
mit mindestens einer Kühlrippe (8), die an der Schaufelinnenseite (6) des Kühlkanals
(2) von dieser abstehend angeordnet ist, so dass die Kühlrippe (8) von in dem Kühlkanal
(2) strömendem Kühlfluid (18) querangeströmt ist, wobei die Kühlrippe (8) eine stromab
liegende Hinterseite (12) aufweist, die derart profiliert zur Schaufelinnenseite (3)
hin verläuft, dass die Kühlfluidströmung (18) im Betrieb der Turbinenschaufel (1)
ablösefrei die Hinterseite (12) passiert.
2. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 1,
wobei die Kühlrippe (8) eine der Hinterseite (12) abgewandte Frontseite (9) aufweist,
die senkrecht von der Schaufelinnenseite (3) vorsteht.
3. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 2,
wobei die Kühlrippe (8) ein Plateau (11) aufweist, das zwischen der Frontseite (9)
und der Hinterseite (12) angeordnet ist sowie die Frontseite (9) und die Hinterseite
(12) überbrückt.
4. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 3,
wobei das Plateau (11) parallel zur Schaufelinnenseite (3) angeordnet ist, so dass
die von der Frontseite (9) und dem Plateau (11) gebildete Kante (10) einen rechten
Winkel aufweist.
5. Kühlrippensystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Hinterseite (12) rampenförmig,
insbesondere geradlinig verlaufend und/oder konvex sowie konkav konturiert, ausgebildet
ist.
6. Kühlrippensystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei in der Oberfläche der Hinterseite
(12) eine Mehrzahl an Dellen (14) vorgesehen ist, die derart dimensioniert und verteilt
angeordnet sind, dass die Dellen (14) im Betrieb der Turbinenschaufel (1) für die
Kühlfluidströmung (18) als Turbulatoren wirken.
7. Kühlrippensystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Kühlrippe (8) gepfeilt
angeordnet ist.
8. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 7,
wobei die Kühlrippe (8) derart gepfeilt angeordnet ist, dass in der Kühlfluidströmung
(18) eine Komponente von der Hinterkante zur Vorderkante (4) der Turbinenschaufel
(1) erzeugbar ist.
9. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 7 oder 8,
wobei die Kühlrippe (8) seitlich jeweils eine die Kühlrippe (8) seitlich begrenzende
Seitenflankeflanke (15, 16) aufweist,
wobei die der Zuströmung (18) des Kühlfluids zugewandte erste Seitenflanke (15) mit
der Frontseite (9) in der Draufsicht der Kühlrippe (8) einen spitzen Winkel und/oder
die der Zuströmung (18) des Kühlfluids abgewandte zweite Seitenflanke (16) mit der
Frontseite (9) in der Draufsicht der Kühlrippe (8) einen rechten Winkel einschließt.
10. Kühlrippensystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Kühlrippensystem (7)
mindestens zwei der Kühlrippen (8) aufweist, die in einer Reihe nebeneinander angeordnet
sind.
11. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 10,
wobei die Kühlrippen (8) im Abstand zueinander angeordnet sind, so dass zwischen den
Kühlrippen (8) jeweils eine Lücke (17) ausgebildet ist, die die Kühlfluidströmung
(18) im Betrieb der Turbinenschaufel (1) passiert.
12. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 11,
wobei das Kühlrippensystem (7) mehrere der Reihen gebildet von den Kühlrippen (8)
aufweist,
wobei die Reihen hintereinander angeordnet sind.
13. Kühlrippensystem gemäß Anspruch 12,
wobei die Kühlrippen (8) in den Reihen derart angeordnet sind, dass die Kühlrippen
(8) mit ihren dazwischen liegenden Lücken (17) auf Lücke stehen.