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(11) |
EP 2 601 318 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.07.2014 Patentblatt 2014/28 |
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Anmeldetag: 22.07.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2011/075173 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/022343 (23.02.2012 Gazette 2012/08) |
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KOKS- UND TITANHALTIGER ZUSCHLAGSTOFF UND DESSEN VERWENDUNG ZUR REPARATUR DER AUSKLEIDUNG
VON METALLURGISCHEN GEFÄSSEN
AGGREGATE CONTAINING COKE AND TITANIUM AND USE THEREOF TO REPAIR THE LINING OF METALLURGICAL
VESSELS
FONDANT CONTENANT DU COKE ET DU TITANE ET SON UTILISATION POUR LA RÉPARATION DU REVÊTEMENT
DE RÉCIPIENTS MÉTALLURGIQUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.01.2011 EP 11151418 03.08.2010 DE 102010038831
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.06.2013 Patentblatt 2013/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Sachtleben Chemie GmbH |
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47198 Duisburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- AMIRZADEH-ASL, Djamschid
47445 Moers (DE)
- FÜNDERS, Dieter
47198 Duisburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Nobbe, Matthias et al |
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Demski & Nobbe
Patentanwälte
Reichspräsidentenstraße 21-25 45470 Mülheim a.d. Ruhr 45470 Mülheim a.d. Ruhr (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2007/048406 DE-C1- 19 830 102
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DE-C1- 4 419 816
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- A. O. Adeleke ET AL: "Characterization of Ajaokuta Coke for Blast Furnace Ironmaking
Vol 5, N°. 2", Journal of Minerals & Materials Characterization & Engineering, 1.
Januar 2006 (2006-01-01), Seiten 155-165, XP55012263, USA Gefunden im Internet: URL:http://www.imp.mtu.edu/jmmce/issue5-2/
P155-165 AJAOKUTA COKE.pdf [gefunden am 2011-11-16]
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen koks- und titanhaltigen Zuschlagstoff, Verfahren zu
dessen Herstellung und dessen Verwendung zur Reparatur der Auskleidung von metallurgischen
Gefäßen sowie ein Verfahren zur Beschleunigung der Bildung von hochfeuerfesten Titanverbindungen
durch Direktreduktion bei metallurgischen Prozessen unter dessen Verwendung.
[0002] Die Verwendung titanhaltiger Zuschlagstoffe zur Reparatur der Auskleidung von metallurgischen
Gefäßen wie z.B. Hochöfen ist seit langem bekannt.
[0003] In den meisten Bereichen ist das Ziel, titanhaltige Zuschlagstoffe unter Bildung
von titanhaltigen, hochfeuerfesten/verschleißfesten Verbindungen wie z.B. TiC, TiN,
TiCN usw. umzusetzen, welche dann in weiteren Schritten teilweise sich in den durch
Verschleißprozesse gefährdeten Bereichen der jeweiligen feuerfesten Auskleidung niederschlagen
und selbige schützen und/oder reparieren sollen.
[0004] Es gehört zum Stand der Technik, titanhaltige Materialien in Mischungen mit kohlenstoffhaltigen
Materialien in metallurgischen Gefäßen einzusetzen.
DE 19830102 offenbart ein solches Material.
[0005] Es ist ferner Stand der Technik, durch die Blasformen der Hochöfen Kohle (pulverized
coal injection - im Folgenden PCl genannt) Öl/Erdgas und/oder Teer, Pech, als Energieträger
und Reduktionsmittel für den Verhüttungsprozess einzublasen. Außerdem wird Koks als
Brennstoff und als Reduktionsmittel bei der Eisenproduktion z. B. in Hochöfen eingesetzt.
Die Herstellung von Koks erfolgt durch Pyrolyse der Fettkohle. Bei der Verhüttung
wird Koks mit einer Körnung zwischen 20 bis 150 mm verarbeitet.
[0006] Für die Herstellung der PCl-Kohle werden dabei in der Regel kohlehaltige Rohstoffe
eingesetzt, welche in einem speziellen Mahlprozess feinkörnig gemahlen werden, als
auch in einem meist parallel geschalteten Trocknungsprozess bei niedrigen Temperaturen
getrocknet werden.
[0007] So werden den kohlehaltigen Rohstoffen in einigen Fällen feinkörnige Titanträger
zugemischt und anschließend in den Hochofen eingeblasen, um dann in dem Reaktionsraum
des Hochofens Titancarbide bzw. Titancarbonitride zu bilden. Im Bereich der Hochofentechnologie
kommt es dabei darauf an, möglichst schnell im Bereich des Gasraumes um die Blasformen
herum und in den jeweiligen Flüssigphasen wie Roheisen und Schlacke die gewünschten
verschleißfesten Titancarbide zu erzeugen und diese verschleißfesten Titancarbide
dann im zweiten Schritt auf den jeweils zu reparierenden/zu schützenden feuerfesten
Ausmauerungen mit möglichst hoher Ausbeute abzulagern.
[0008] Ein Nachteil der bisher eingesetzten kohlenhaltigen Materialien ist, dass diese kohlenhaltigen
Materialien in der Regel komplizierte Gemische von Kohlenwasserstoffen diverser Art
und weitere zahlreiche Verunreinigungen durch Aschebildner enthalten. Dadurch wird
einerseits die gewünschte Bildung von verschleißfesten Titanverbindungen reduziert,
andererseits kommt es zu unerwünschten Behinderungen der gewünschten Reaktionskinetik,
welche die Bildung von verschleißfesten Titanverbindungen behindert, bzw. deutlich
reduziert. Dadurch wird die Menge von verschleißfesten Titanverbindungen (z.B. TiCN)
reduziert, und die Folge ist, dass der Hauptteil des eingesetzten Titans dem System
durch die Verschlackung ungenutzt entzogen wird.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist, die Ausbeute an gebildeten hochfeuerfesten Titanverbindungen
im Verhältnis zu den eingesetzten titanhaltigen Materialien zur Anwendung im metallurgischen
Gefäß zu steigern.
[0010] In diesem Zusammenhang haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung herausgefunden,
dass die Reaktionskinetik vor den Blasformen bzw. im Bereich jeweiligen Flüssigphasen
wie Roheisen und Schlacke durch einen sehr bedeutsamen Effekt beschleunigt werden
kann.
[0011] Gemäß den Untersuchungen der Erfinder treffen beim Einblasen von PCI-Gemischen zusammen
mit Titanverbindungen mit hoher Geschwindigkeit die jeweiligen Teilchen statistisch
nur selten aufeinander. Wenn die Teilchen dann irgendwann aufeinandertreffen, werden
die Titanverbindungen von den vergasten bzw. freigesetzten Kohlenwasserstoffen der
Injektionskohle wieder zurückgestoßen, so dass zu diesem Zeitpunkt trotz eines Teilchenkontaktes
keine Titancarbide gebildet werden. Erst bei einem weiteren Aufeinandertreffen im
zweiten, dritten usw. Anlauf, wenn die flüchtigen Kohlenwasserstoffe ihren abweisenden
Einfluss nicht mehr ausüben können, da der Großteil von ihnen vergast ist, ist die
Reaktion von "quasi reinem" Kohlenstoff und den jeweiligen Titanverbindungen zu Titankarbiden
möglich.
[0012] Die Aufgabe kann mit der Bereitstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens und des
erfindungsgemäßen Zuschlagstoffes aus kokshaltigen Materialien und titanhaltigen Verbindungen
gelöst werden.
[0013] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es so möglich, insbesondere die Menge der
pro Zeiteinheit gebildeten hochfeuerfesten Titanverbindungen zu erhöhen und gleichzeitig
das metallurgische Ausbringen der dem System zugeführten Titanverbindungen zu verbessern.
[0014] Die Erfindung betrifft somit auch einen erfindungsgemäßen Zuschlagstoff aus kokshaltigem
Material oder Mischungen mehrerer unterschiedlicher kokshaltiger Materialien und titanhaltigen
Verbindungen für die Einbringung in ein metallurgisches Gefäß.
[0015] Es wurde überraschenderweise gefunden, dass durch Einblasen eines solchen Zuschlagstoffes
aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Materialien/Verbindungen die Umsetzung
der Reaktionspartner zur Bildung von hochfeuerfesten Titancarbonitriden in einer unmittelbaren
Reaktion (Direktreduktion) deutlich verbessert wird und die Ausbeute von Titancarbonitriden
dadurch stark erhöht wird.
[0016] Unter kokshaltigem Material wird erfindungsgemäß auch ein kohlenstoffhaltiges Material
wie Kohle, Koks oder Mischungen mehrerer unterschiedlicher kokshaltiger Materialien,
verstanden, das nur einen geringen Anteil von weniger als 25 Gew.-% bevorzugt weniger
als 10 Gew.-% an bei den erhöhten Temperaturen flüchtigen, insbesondere organischen
Substanzen wie Kohlenwasserstoffen, Gasen etc. enthält. Um dies zu erreichen, kann
das kohlenstoffhaltige Material einer thermischen Vorbehandlung unterzogen werden,
bei der die flüchtigen Substanzen ausgetrieben werden und so bei der Verwendung den
innigen Kontakt zwischen kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen im metallurgischen
Gefäß nicht mehr beeinträchtigen. Bei einer solchen thermischen Vorbehandlung wird
in der Regel in der ersten Phase das Material getrocknet, falls ein Wassergehalt vorhanden
ist. Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff kann bis zu 60 Gew.-% Wasser, bevorzugt bis
zu 35 Gew.-% Wasser enthalten. In der Regel und je nach Anwendung ist bei solchen
Wassergehalten dann eine Teil- bzw. Trocknung als thermische Vorbehandlung notwendig.
[0017] Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen
kann somit Teilchen des kokshaltigen Materials und der titanhaltigen Verbindungen
nebeneinander als Pulvermischung enthalten, deren Korngröße auf den angestrebten Verwendungszweck
abgestimmt ist. So werden für die Einblasung einer Pulvermischung Korngrößen von weniger
als 200mµ bevorzugt weniger als 100µm eingesetzt, während bei einer Einbringung in
das metallurgische Gefäß auf anderem Wege auch größere Korngrößen von bis zu 200mm
zulässig sind.
[0018] Wenn beispielsweise Koks als kohlenstoffhaltiges Material in einer solchen Mischung
eingesetzt werden soll, kann die Korngröße aus den Hochofenkokssorten HK 1 (> 80 mm),
HK 2 (> 60 mm), HK 3 (> 40 mm) sowie HK 4 (> 20 bzw. 25 mm) ausgewählt werden, wobei
die kleineren Größen bevorzugt sind. Daher kann auch ein gröberer Koks weiter gebrochen
oder gemahlen werden, bis sich eine vorteilhafte Körnung von unter 10mm ergibt. Auch
die Verwendung von Koksgrus mit einer Körnung von bis zu 10 mm bietet sich vorteilhaft
an.
[0019] Anstelle oder zusammen mit Koks kann erfindungsgemäß ein kohlenstoffhaltiges Material
verwendet werden, das keine oder nur geringe Mengen von weniger als 25 Gew.-%, bevorzugt
weniger als 10 Gew.-% bezogen auf das kohlenstoffhaltige Material, an bei den am Reaktionsort
im metallurgischen Gefäß gegebenen Temperaturen flüchtigen, insbesondere organischen
Substanzen wie Kohlenwasserstoffen enthält. Beispielhaft ist hier Petrolkoks, Koksgruß,
Aktivkohle oder verbrauchte Aktivkohle sowie Magerkohle und Anthrazit vorzugsweise
mit einem geringen flüchtigen Anteil von weniger als 10 Gew.-% genannt.
[0020] Von besonderem Vorteil ist es, der Kohle oder dem kohlenstoffhaltigen Material, das
der Verkokung zugeführt wird, bei der Verkokung die titanhaltigen Verbindungen in
der gewünschten Menge zuzugeben, so dass die Koksbildung in Gegenwart der titanhaltigen
Materialien abläuft und ein stückiges Material gebildet wird, das Koks und titanhaltige
Materialien "nebeneinander" enthält. Dieses stückige Material kann dann durch Sieben,
Mahlen etc. auf die gewünschte Körnung gebracht werden. So ist es auch möglich, dieses
stückige Material, das Koks und titanhaltige Materialien "nebeneinander" enthält,
dem metallurgischen Gefäß, wie bei einem Hochofen von oben über die Befüllung als
Zusatz zum Möller, zuzuführen. Das stückige Material lässt sich aber auch vorteilhaft
zu einer Korngröße vermahlen, die für die Einblasung geeignet ist.
[0021] Somit können die Teilchen des erfindungsgemäßen Zuschlagstoffes aus kokshaltigem
Material und Titanverbindungen (koks- und titanhaltiger Zuschlagstoff) eine Körnung
von 0 bis 200, bevorzugt bis 150 mm haben. Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus
kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen weist vorteilhaft eine Feinheit
von 90%, bevorzugt 100 %, kleiner als 100 mm, bevorzugt kleiner als 10 mm, besonders
bevorzugt kleiner 1 mm und ganz besonders bevorzugt von kleiner als 0,5 mm auf. In
einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Zuschlagstoff
charakterisiert durch einen solchen feinteiligen koks- und titanhaltigen Zuschlagstoff,
dessen Teilchen zu 90 % einen Durchmesser von höchstens 100 Mikrometer aufweisen.
Diese letzte Ausführungsform ist insbesondere für die Einblasung in ein metallurgischen
Gefäß, wie einen Hochofen, über Blasformen geeignet.
[0022] Gegenstand der Erfindung ist auch ein koks- und titanhaltiger Zuschlagstoff, dessen
Teilchen zu mindestens 95 % einen Durchmesser von höchstens 150 µm und einen Wassergehalt
von 0,1 bis 60 % aufweisen, sowie ein Verfahren zur Herstellung des Zuschlagstoffes
gemäß oben beschriebenen Verfahrensweisen, somit auch ein Verfahren zur Herstellung
des Zuschlagstoffes durch Vermischen des kohlenstoffhaltigen feinteiligen Kokses mit
den feinteiligen Titanverbindungen.
[0023] Gegenstand der Erfindung ist auch ein koks- und titanhaltiger Zuschlagstoff mit einer
Körnung von 10 bis 150 mm und einem Wassergehalt von 0,1 bis 15 Gew%.
[0024] Dieser koks- und titanhaltige Zuschlagstoff kann auch dadurch vorteilhaft hergestellt
werden, das kokshaltige Material mit den titanhaltigen Verbindungen zu vermengen und
je nach Anwendungsgebiet gemeinsam zu vermahlen und so die gewünschte Körnung und
innige Vermischung der bevorzugt feinteiligen Komponenten zu erzielen.
[0025] Wie oben beschrieben, kann das zur Herstellung des Kokses als Koksbildner eingesetzte
Material wie Fettkohle, z.B. Steinkohle, Braunkohle, Pech, Teer und ähnliche kohlenstoffhaltigen
Materialien gemeinsam mit den titanhaltigen Verbindungen/Material durch Wärmeeinwirkung
unter Sauerstoffabschluss in einer Verkokungsstufe pyrolysiert werden und, falls gewünscht,
das erhaltene, oft stückige Pyrolysat aus kokshaltigem Material und titanhaltigem
Material je nach Anwendungsgebiet auf die gewünschte Korngröße gebrochen bzw. vermahlen
werden.
[0026] Auf diese Weise ist durch eine thermische Vorbehandlung wie eine Verkokung zuverlässig
gewährleistet, dass während der Verkokung die flüchtigen Bestandteile, die einen innigen
Kontakt zwischen kokshaltigem Material und titanhaltigem Material Im Hochofen beeinträchtigen,
ausgetrieben werden und so der innige Kontakt zwischen kokshaltigem Material und titanhaltigem
Material gewährleistet ist.. Bei dieser Verfahrensweise können die eingesetzten titanhaltigen
Verbindungen mit dem kohlehaltigen Material schon teilweise oder vollständig zu TiOC,
TiC, TiCN und ähnlichen hochfeuerfesten Verbindungen reagieren. So kann das Gemisch,
bzw. die teilweise stofflich miteinander verbundenen Materialien (kokshaltiges Material
und titanhaltiges Material), das auch als erfindungsgemäßer koks- und titanhaltigen
Zuschlagstoff verstanden wird, am Reaktionsort im metallurgischen Gefäß unmittelbar
und ohne störende "Verdampfungsreaktionen" der flüchtigen Bestandteile zu den Titancarbonitriden
reagieren.
[0027] Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen
kann 10 bis 98 Gew.-%, bevorzugt 25 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 35 bis 90 Gew.-%,
ganz besonders bevorzugt 45 bis 80 Gew.-% kokshaltiges Material, insbesondere Koks,
berechnet aus dem Gesamtkohlenstoffgehalt und bezogen auf bei vorzugsweise 105°C getrocknetes
Material, enthalten.
[0028] Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus titanhaltigen Verbindungen und kohlenstoffhaltigem
Material, insbesondere bei der Herstellung über die gemeinsame Verkokung, enthält
bevorzugt 10 bis 65 Gew.-% an titanhaltigem Material/Verbindungen und eine Menge von
35 bis 90 Gew.-% an kokshaltigem Material, bevorzugt eine Menge von 20 bis 55 Gew.-%,
an titanhaltigem Material/ Verbindungen und eine Menge von 45 bis 80 Gew.-% an kokshaltigem
Material. Alle Angaben der Beschreibung in Gew.-% zu Feststoffgehalten beziehen sich
auf ein bei 105°C getrocknetes Material.
[0029] Die zur Herstellung des erfindungsgemäßen Zuschlagstoffes verwendeten titanhaltigen
Materialien enthalten in der Regel 5 bis 60, bevorzugt 10 bis 60 Gew.-% Ti, zumeist
als TiO
2 oder in Verbindung mit anderen Metallen als Titanate. Als synthetische titandioxidhaltige
Materialien können solche aus der Produktion von Titandioxid, nach dem Sulfat- oder
Chloridverfahren, als Zwischen- oder Kuppelprodukte oder Reststoffe aus der laufenden
TiO
2-Produktion verwendet werden. Es ist ebenfalls möglich, dass als synthetische titanhaltigen
Materialien Rückstände oder Abfälle aus Chemischen Industrie oder Papierindustrie
bzw. aus Titangewinnung verwendet werden. Die typischen TiO
2-Rückstände sind TiO
2-Rückstände aus der TiO
2-Produktion nach dem Sulfatverfahren. Ebenfalls können vorteilhaft im Rahmen der Erfindung
verbrauchte titanhaltige Katalysatoren z.B. DENOX-Katalysatoren oder Claus-Katalysatoren
Verwendung finden. Ferner können dazu Materialien wie natürliche Titanträger wie z.
B Ilmenit, Ilmenitsand, Rutilsand und/oder titanhaltige Schlacken ( z. B.Sorelschlacke),
die dazu in der Lage sind, unter den Bedingungen am Reaktionsort im Hochofen feuerfeste
Titancarbonitride zu bilden, verwendet werden. Die oben genannten synthetischen und
natürlichen titanhaltigen Träger können einzeln oder in Mischungen zur Herstellung
von kokshaltigen Titanverbindungen verwendet werden.
[0030] Der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen
kann neben Kohlenstoff und TiO
2 (berechnet aus Gesamt-Titan) noch andere Bestandteile aus Metalloxiden und/oder Metallhydroxiden
wie z.B. Al
2O
3, Eisenoxide, CaO, MgO, SiO
2, ZrO
2, Al(OH)
3, Ca(OH)
2, Mg(OH)
2 oder Mischoxide davon sowie Gemische von mehreren Komponenten davon sowie weiterhin
Bestandteile wie Schlackebildner in einer Menge von vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%
der Gesamtmenge enthalten.
[0031] Je nach Anwendung kann der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material
und titanhaltigen Verbindungen auch im Bereich des Gestells unmittelbar an schadhaften
Stellen eingeblasen werden. In diesem Falle können der erfindungsgemäße Zuschlagstoff
bevorzugt einen Wassergehalt von 0,1 bis 15 Gew.-% aufweisen.
[0032] Alternativ kann die Zugabe de erfindungsgemäßen /Zuschlagstoffes aus kokshaltigem
Material und titanhaltigen Verbindungen im Laufe der Aufbereitung der feinteiligen
Injektionskohle (PCI) für die Einblasung in den Hochofen erfolgen. Dabei kann der
erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen
bereits den kohlenstoffhaltigen Rohstoffen zugegeben werden. Die Zugabemenge an erfindungsgemäßem
Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen kann bei 0,5
bis 100 Gew.- %, bevorzugt 0,5 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise bei 1 bis 50 Gew.-% und
ganz besonders bei 2 bis 40 Gew.-% des eingeblasenen Materials liegen.
[0033] Alternativ kann der erfindungsgemäße Zuschlagstoff aus kokshaltigem Material und
titanhaltigen Verbindungen einem kohlenstoffhaltigem Material wie Öl, Schweröl, Teer,
Pech und oder Erdgas hinzugeführt werden und anschließend über die Blasformen in das
metallurgische Gefäß eingeblasen werden.
[0034] In entsprechender Weise kann eine gemeinsame Einblasung des erfindungsgemäßen Zuschlagsstoffes
aus kokshaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen mit Einblasstoffen wie Kunststoffen,
in einer Menge bis zu 50 Gew.- % bezogen auf die Gesamtmenge an eingeblasenem Stoff
über die Blasformen in das metallurgische Gefäß erfolgen.
[0035] Der koks- und titanhaltige Zuschlagstoff zeichnet sich dadurch aus, dass die zeitraubenden
und kostspieligen erst im Hochofen ablaufenden Verkokungsprozesse eingespart werden
können und die Einsatzstoffe frei von flüchtigen Bestandteilen und sonstigen Verunreinigungen
eingesetzt werden können. Die Verwendung des Zuschlagstoffes ist somit "energieneutral",
da dem Hochofen keine Energie zur Verdampfung flüchtiger Bestandteile und zur Verkokung
der Kohle entzogen werden sowie kein dem Hochofen zur Eisenerzeugung zugeführter Koks
dafür verwendet wird.
[0036] Wenn man die feinkörnigen Koksteilchen (ohne flüchtige Inhaltsstoffe) mit den hochreaktiven
Titanteilchen zusammenbringt, erfolgt die Bildung von Titankarbiden deutlich schneller
als bei der Einblasung von üblicherweise verwendeten pulverisierten Kohleteilchen.
Durch die Einbringung des koks- und titanhaltigen Zuschlagstoffe in einen Ofen erfolgt
aufgrund der örtlichen Nähe der beiden Reaktionspartner in situ die Bildung von hochverschleißfesten
Titanverbindungen, ohne dass die Reaktion im Wesentlichen durch flüchtige Bestandteile
behindert wird. Hierdurch werden pro Zeiteinheit deutlich mehr hochfeuerfeste Titanverbindungen
gebildet, welche sich dann anschließend an den zu schützenden feuerfesten Ausmauerungen
ablagert.
[0037] Beim Einbringen von kokshaltigem Titanträger für die Bildung und Ablagerung von verschleißfesten
Titanverbindungen wird somit eine Direktreduktion ausgelöst. Durch diesen Effekt der
Direktreduktion werden geringere Mengen an Einsatzmengen an titanhaltigen Einsatzstoffen
benötigt als bei Verwendung der titanhaltigen Träger gemäß dem Stand der Technik.
Somit wird der Einsatz teuren titanhaltigen Träger reduziert und die Wirtschaftlichkeit
des Prozesses erhöht.
[0038] Die geringeren Einsatzmengen und der höhere Umsetzungsgrad zu Ti(C,N)-Verbindungen
führt dann zu verbesserter Schlackenqualität durch niedrigere TiO
2-Gehalte und somit zur erleichterten Verwertung des Hüttensandes.
1. Koks- und titanhaltiger Zuschlagstoff zur Eingabe in metallurgische Gefäße zur Erhöhung
der Haltbarkeit und Reparatur der feuerfesten Ausmauerung, mit einem Gehalt an titanhaltigen
Verbindungen und mit einem Gehalt von 10 bis 98 Gew.% an kokshaltigem Material, bezogen
auf die Gesamtmenge an Zuschlagstoff, das keine oder nur geringe Mengen von weniger
als 25 Gew.- %, bezogen auf das kokshaltige Material, an bei den am Reaktionsort gegebenen
Temperaturen flüchtigen Substanzen enthält, wobei der Zuschlagsstoff durch gemeinsame
Verkokung von kohlenstoffhaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen erhalten
ist..
2. Koks- und titanhaltiger Zuschlagstoff nach Anspruch 1, wobei der Zuschlagsstoff durch
gemeinsame Verkokung von kohlenstoffhaltigem Material und titanhaltigen Verbindungen
sowie von mindestens einem von Metalloxiden und Metallhydroxiden, ausgewählt aus Al2O3, Eisenoxiden, CaO, MgO, SiO2, ZrO2, Mischoxiden sowie Gemischen davon in einer Menge von bis zu 50 Gew.-%, bezogen auf
die Gesamtmenge an Zuschlagstoff erhalten ist.
3. Zuschlagstoff nach Anspruch 1 oder 2, bei dem als kohlenstoffhaltiges Material ein
Koksbildner eingesetzt wird, der aus pyrolysierbaren kohlenstoffhaltigen Verbindungen
ausgewählt wird.
4. Zuschlagstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Gehalt an kokshaltigem Material
mit weniger als 10 Gew.-% bezogen auf das kokshaltige Material, an bei den am Reaktionsort
gegebenen Temperaturen flüchtigen Substanzen.
5. Zuschlagsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit 25 bis 95, bevorzugt 35 bis 85,
besonders bevorzugt 45 bis 80 Gew.-% kokshaltigem Material, bezogen auf die Gesamtmenge
an Zuschlagstoff.
6. Zuschlagstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Gehalt von 10 bis 65 Gew.-%
an titanhaltigen Verbindungen und mit einem Gehalt von 35 bis 90 Gew.-% an kokshaltigem
Material., bezogen auf die Gesamtmenge an Zuschlagstoff.
7. Zuschlagstoff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Teilchengröße von
90%, bevorzugt 100 %, kleiner als 100 mm, bevorzugt kleiner als 10 mm, besonders bevorzugt
kleiner 1 mm und ganz besonders bevorzugt von kleiner als 0,5 mm.
8. Zuschlagstoff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Teilchengröße von
90%, bevorzugt 100 %, von weniger als 200µm, bevorzugt weniger als 100µm.
9. Verfahren zur Herstellung eines koks- und titanhaltigen Zuschlagstoffes gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass titanhaltige Verbindungen mit einem kohlenstoffhaltigen Material als Koksbildner
vermischt werden und die so erhaltene Mischung einer thermischen Behandlung in Form
einer Pyrolyse in einem Koksofen oder Wirbelschichtofen, unterworfen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die titanhaltigen Verbindungen mit Kohle vermischt werden und die so erhaltene Mischung
einer Verkokung unter Sauerstoffausschluss in einem Koksofen oder Wirbelschichtofen
unterworfen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, bei dem die Mischung nach der Verkokung einem Zerkleinerungsschritt
wie Mahlen oder Sieben unterworfen wird.
12. Verfahren zur Herstellung eines koks- und titanhaltigen Zuschlagstoffes nach Anspruch
1, bei dem titanhaltige Verbindungen mit Koks und/oder Petrolkoks gemischt werden,
wobei die erhaltene Mischung bevorzugt getrocknet wird, und, falls erforderlich, die
getrocknete Mischung anschließend in einer Mühle gemahlen wird.
13. Verfahren zur Beschleunigung der Bildung von hochfeuerfesten Titankarbiden durch Direktreduktion
bei metallurgischen Prozessen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bevorzugt feinkörnigen koks- und titanhaltigen Zuschlagstoff nach einem
der Ansprüche 1 bis 8, bevorzugt durch Einblasen, in ein metallurgisches Gefäß einbringt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass man den koks- und titanhaltigen Zuschlagstoff gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 PCl-Kohle
für die Einblasung in den Hochofen hinzufügt und dann dieses Gemisch über die Blasformen
einbläst, wobei die die Zugabe an koks- und titanhaltigem Zuschlagstoff zu der PCI-Kohle
bevorzugt bei 0,5 bis 80, vorzugsweise bei 1 bis 50 und ganz besonders bei 2 bis 40
Gew.-% der Gesamtmenge an eingeblasener Mischung liegt.
15. Verwendung eines koks- und titanhaltigen Zuschlagstoffes nach einem der Ansprüche
1 bis 8 zur Eingabe in metallurgische Gefäße zur Erhöhung der Haltbarkeit und Reparatur
der feuerfesten Ausmauerung.
1. Aggregate containing coke and titanium for introduction into metallurgical vessels
for increasing the durability and for repairing the refractory lining, with a content
of titanium-containing compounds and with a content of 10 up to 98 wt.-% of coke-containing
material, based on the total amount of aggregate, which contains no or only small
amounts of less than 25 wt.-%, based on the coke containing material of substances
being volatile at the temperatures present at the reaction site, whereby the aggregate
is obtained by the combined coking of carbonaceous material and titanium-containing
compounds.
2. Aggregate containing coke- and titanium according to claim 1, obtainable by the combined
coking of carbonaceous material and titanium containing compounds as well as of at
least one of metal oxides and metal hydroxides selected from Al2O3, iron oxides, CaO, MgO, SiO2, ZrO2, mixed oxides as well as mixtures thereof in an amount of up to 50 wt.-%, based on
the total amount of aggregate.
3. Aggregate according to claim 1 or 2, wherein a coke producer, which is selected from
pyrolyzable carbonaceous compounds, is used as carbonaceous material.
4. Aggregate according to anyone of claims 1 to 3, with a content of coke-containing
material with less than 10 wt.-%, based on the coke-containing material, of substances
being volatile at the temperatures present at the reaction site.
5. Aggregate according to anyone of claims 1 to 4, with 25 to 95, preferably 35 to 85,
more preferred 45 to 80 wt.-% of coke containing material, based on the total amount
of aggregate.
6. Aggregate according to anyone of claims 1 to 5, with a content of 10 to 65 wt.-% titanium
containing compounds and a content of 35 to 90 wt.-% coke containing material, based
on the total amount of aggregate.
7. Aggregate according to anyone of preceding claims, with a particle size of 90%, preferably
100 %, smaller than 100 mm, preferably smaller than 10 mm more preferred smaller than
1 mm and especially preferred smaller than 0.5 mm.
8. Aggregate according to anyone of preceding claims, with a particle size of 90 %, preferably
100% of less than 200 µm, preferably less than 100 µm.
9. Process for producing a coke- and titanium-containing aggregate according to anyone
of the claims 1 to 8, characterized in that titanium-containing compounds are mixed with a carbonaceous material as coke producer
and the thus resulting mixture is subjected to a thermal treatment, especially a pyrolysis,
in a coke oven or fluidized bed furnace.
10. Process according to claim 9, characterized in that the titanium-containing compounds are mixed with coal and that the resulting mixture
is then subjected to a coking under exclusion of oxygen in a coke oven or fluidized
bed furnace.
11. Process according to claim 9 or 10, wherein, after the coking, the mixture is subjected
to a comminution step such as milling or sieving.
12. Process for the production of a coke- and titanium-containing aggregate according
to claim 1, wherein the titanium-containing compounds are mixed with coke and/or petroleum
coke, where the resulting mixture is preferably dried, and if required, the dried
mixture is then ground in a mill.
13. A process for the acceleration of the formation of highly refractory titanium carbides
through direct reduction in metallurgical processes, characterized in that a preferably fine-grained coke- and titanium-containing aggregate according to anyone
of the claims 1 to 8 is introduced, preferably through blowing-in, into a metallurgical
vessel..
14. Process according to claim 13, characterized in that PCI-coals are added to the coke- and titanium-containing aggregate according to anyone
of the claims 1 to 8 for the blowing-into the blast furnace and said mixture is then
blown in through the blow mouldings, wherein the addition to the coke- and titanium-containing
aggregate of the PCI-coals preferably lies at 0.5 to 80, more preferably at 1 to 50,
and especially preferred at 2 to 40 wt.-% of the total amount of the blown-in mixture.
15. Use of a coke- and titanium-containing aggregate according to anyone of the claims
1 to 8, for the introduction into the metallurgic vessels in order to increase the
durability and to repair the refractory lining.
1. Agrégat contenant du coke et du titane destiné à être introduit dans des récipients
métallurgiques pour augmenter la durabilité et réparer le garnissage réfractaire,
avec une teneur en composés contenant du titane et une teneur de 10 à 98 % en poids
en matière contenant du coke, par rapport à la quantité totale d'agrégat, qui ne contient
pas ou seulement de faibles quantités inférieures à 25 % en poids, par rapport à la
matière contenant du coke, de substances volatiles aux températures rencontrées au
lieu de réaction, l'agrégat étant obtenu par cokéfaction commune de matière carbonée
et de composés contenant du titane.
2. Agrégat contenant du coke et du titane selon la revendication 1, lequel agrégat est
obtenu par cokéfaction commune de matière carbonée et de composés contenant du titane
ainsi que d'au moins un parmi des oxydes métalliques et des hydroxydes métalliques,
sélectionnés dans le groupe comprenant Al2O3, des oxydes de fer, CaO, MgO, SiO2, ZrO2, des oxydes mixtes ainsi que des mélanges de ceux-ci dans une quantité pouvant aller
jusqu'à 50 % en poids, par rapport à la quantité totale d'agrégat.
3. Agrégat selon la revendication 1 ou 2, dans lequel on utilise comme matière carbonée
un agent cokéfiant qui est sélectionné parmi des composés carbonés pyrolysables.
4. Agrégat selon l'une des revendications 1 à 3, avec une teneur en matière contenant
du coke de moins de 10 % en poids, par rapport à la matière contenant du coke, de
substances volatiles aux températures rencontrées au lieu de réaction.
5. Agrégat selon l'une des revendications 1 à 4, avec 25 à 95, de préférence 35 à 85,
particulièrement de préférence 45 à 80 % en poids de matière contenant du coke, par
rapport à la quantité totale d'agrégat.
6. Agrégat selon l'une des revendications 1 à 5, avec une teneur de 10 à 65 % en poids
en composés contenant du titane et avec une teneur de 35 à 90 % en poids en matière
contenant du coke, par rapport à la quantité totale d'agrégat.
7. Agrégat selon l'une des revendications précédentes, avec une taille de particules
à 90 %, de préférence à 100 %, inférieure à 100 mm, de préférence inférieure à 10
mm, particulièrement de préférence inférieure à 1 mm et tout particulièrement de préférence
inférieure à 0,5 mm.
8. Agrégat selon l'une des revendications précédentes, avec une taille de particules
à 90 %, de préférence à 100 %, inférieure à 200 µm, de préférence inférieure à 100
µm.
9. Procédé de fabrication d'un agrégat contenant du coke et du titane selon l'une des
revendications 1 à 8, caractérisé en ce que des composés contenant du titane sont mélangés avec une matière carbonée comme agent
cokéfiant et le mélange ainsi obtenu est soumis à un traitement thermique sous la
forme d'une pyrolyse dans un four à coke ou un four à lit fluidisé.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les composés contenant du titane sont mélangé avec du charbon et le mélange ainsi
obtenu est soumis à une cokéfaction en l'absence d'oxygène dans un four à coke ou
un four à lit fluidisé.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, dans lequel, après la cokéfaction, le mélange
est soumis à une étape de fragmentation telle que broyage ou criblage.
12. Procédé de fabrication d'un agrégat contenant du coke et du titane selon la revendication
1, dans lequel des composés contenant du titane sont mélangés avec du coke et/ou coke
de pétrole, le mélange obtenu étant de préférence séché, et, si nécessaire, le mélangé
séché étant ensuite broyé dans un broyeur.
13. Procédé pour accélérer la formation de carbures de titane hautement réfractaires par
réduction directe dans des processus métallurgiques, caractérisé en ce que l'on introduit un agrégat contenant du coke et du titane selon l'une des revendications
1 à 8, de préférence à grains fins, de préférence par insufflation, dans un récipient
métallurgique.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'on ajoute l'agrégat contenant du coke et du titane selon l'une des revendications
1 à 8 à du charbon PCI pour l'insufflation dans le haut-fourneau et que l'on insuffle
ensuite ce mélange par les moules de soufflage, l'addition d'agrégat contenant du
coke et du titane au charbon PCI représentant de préférence 0,5 à 80, particulièrement
de préférence 1 à 50 et tout particulièrement de préférence 2 à 40 % en poids de la
quantité totale de mélangé insufflé.
15. Utilisation d'un agrégat contenant du coke et du titane selon l'une des revendications
1 à 8 destiné à être introduit dans des récipients métallurgiques pour augmenter la
durabilité et réparer le garnissage réfractaire.
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