[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung des Radkranzes von Schienenfahrzeugrädern,
insbesondere von Eisenbahnrädern.
[0002] Aus der
EP 1 215 291 A1 ist ein Verfahren zur Wärmebehandlung von erhitzten, rotationssymmetrischer Körpern,
beispielsweise Schienenfahrzeugräder, aus metallischen Werkstoffen bekannt, bei dem
der betreffende Körper zunächst entzundert und anschließend ein funktionsbereichsbezogenes,
definiertes und reproduziertes Einstellen mechanischer Eigenschaften (z.B. Härte innerhalb
eines erfolgenden Härtevorgangs) mittels komplexer Abkühlvorgänge erfolgt, die für
verschiedene Volumen- bzw. Oberflächenbereiche des zu behandelnden Körpers unterschiedlich
durchgeführt werden, derart, dass die vorgegebenen Bereiche des Körpers durch Aufsprühen
oder Anblasen von mindestens einem Kühlmedium (Wasser und/oder Luft) online-gesteuert
oder onlinegeregelt abgekühlt werden. Während des volumen- und oberflächenspezifischen
Abkühlens wird der rotationssymmetrische Körper um seine Rotationssymmetrieachse drehangetrieben
und die Kühlmedien auf mehrere der abzukühlenden Oberflächenbereiche des Körpers gleichzeitig
aufgesprüht oder aufgeblasen. Dazu befindet sich der rotationssymmetrische Körper
in einer waagerechten, Lage derart, dass seine Rotationssymmetrieachse vertikal verläuft,
und das Abkühlmedium durch eine Mehrzahl von Abkühlstrahlen oder Abkühlströmen ring-
oder zangenförmig auf die abzukühlenden Oberflächenbereiche aufgebracht wird. Dies
erfolgt dadurch, dass der rotationssymmetrische Körper über seinen gesamten Umfang
an den abzukühlenden Oberflächenbereichen gleichzeitig oder annähernd gleichzeitig
von den Abkühlströmen oder Abkühlstrahlen bestrichen bzw. umspült wird.
[0003] Dabei besteht außerdem die Möglichkeit, dass nacheinander verschiedene Kühlmedien
mit unterschiedlicher Kühlwirkung, zum Beispiel Luft und/oder Wasser und/oder Wasser
mit Härtezusätzen und/oder Luft-Wasser-Gemische, auf die abzukühlenden Oberflächenbereiche
des rotationssymmetrischen Körpers aufgebracht werden und die Zufuhr des Kühlmediums
zeitabhängig erfolgt.
[0004] Schwerpunktmäßig wird das Volumen der Kühlmedienzufuhr in Abhängigkeit der Temperatur
des erhitzten rotationssymmetrischen Körpers, insbesondere von dessen kontinuierlich
gemessenen Oberflächentemperatur mittels einer Temperaturmeßkamera, realisiert, und
dabei die Zufuhr des Kühlmediums in Abhängigkeit empirisch ermittelter Gefügewerte
des Körpers zeitabhängig vorgenommen.
[0005] Der rotationssymmetrische Körper wird während seines Drehantriebes auf seiner Ober-
und Unterseite und an seiner Umfangsfläche durch die Volumenströme des Kühlmediums
gleichzeitig, gegebenenfalls auf unterschiedliche Oberflächenbereiche und/oder zeitversetzt,
abgekühlt, indem zeitgleich die Lauffläche und die Radunter- und die Radoberseite
durch das Kühlmedium oder die Kühlmedien beaufschlagt werden. Mit dem Abkühlen von
Randbereichen und/oder der Ober- und Unterseite des Körpers kann gleichzeitig auch
die Nabe des rotationssymmetrischen Körpers durch einen oder mehrere Volumenströme
gekühlt werden.
[0006] Ein Nachteil dieser Lösung ist darin zu sehen, dass zur gezielten Beeinflussung der
gewünschten Materialeigenschaften, die Regelung und Steuerung der Abkühlungsvorgänge
durch ein entsprechendes Volumen für die Kühlmedienzufuhr, auf der Messung der Oberflächentemperatur
des rotationssymmetrischen Körpers basiert. Diese Oberflächentemperatur kann unter
Produktionsbedingungen aber nur außerhalb der Auftreffbereiche des Kühlmediums am
rotationssymmetrischen Körper gemessen werden und erfolgt an der laufflächenseitigen
Laufkranzstirnfäche des Schienenfahrzeugrades. Die ermittelte Oberflächentemperatur
ist damit nicht signifikant für den sich im Körperquerschnitt vollziehenden Wärmefluss
und den sich damit einstellenden qualitativen und quantitativen Materialeigenschaftsbildern
homogenes Gefüge bzw. Brinellhärte (HB). Eine innerhalb eines online-Betriebs auf
der Messung der Oberflächentemperatur gestützte Regelung des Volumens der erforderlichen
Kühlmedienzufuhr ist grundsätzlich nicht zur Erzielung der gewünschten Materialeigenschaften
des rotationssymmetrischen Körpers geeignet, weil sie keinerlei Bezug zur Wärmeführung
im Querschnitt des Körper aufweist und außerdem zu träge ist, für die in einem engen
Zeitfenster liegende homogene perlitische Gefügebildung.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren vorzuschlagen, bei dem ein
homogenes, im Wesentlichen perlitisches Gefüge über den gesamten Querschnitt des Radkranzes
des als Schienenfahrzeugrad ausgebildeten rotationssymmetrischen Körpers realisiert
und gleichzeitig die geforderten Festigkeits- und Härtewerte im Radkranz des Schienenfahrzeugrades
durch Optimierung der Wärmeabführung hinsichtlich der Zeit und der Wärmemenge auf
den Funktionsquerschnitt des Radkranzes präzise eingestellt werden können. Dabei sollen
insbesondere zum Inneren des Radkranzes hin ansteigende Festigkeits- und Härtewerte
erreicht werden.
[0008] Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0009] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass gezielt in der ersten Zone des primären
Bereichs (Lauffläche und Spurkranz) ein Kühlmediumübertragungsband aufgebaut wird,
durch das der eigentliche Härtevorgang erfolgt, und die sanfte Abkühlung des geometrisch
sekundären Bereichs (beide Laufkranzstirnflächen und der Laufkranzboden) eine unterstützende
Funktion bei der optimalen Härte- und Gefügebildung im primären Bereich zukommt. Dadurch
sind die komplexen Vorgänge bei der Gefügebildung prozesssicher beeinflussbar, so
dass zum Inneren des Radkranzes hin ansteigende Festigkeits- und Härtewerte erzielbar
sind.
[0010] Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel und zugehöriger Zeichnungen
näher erläutert werden.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung eines rotationssymmetrischen Körpers in Form eines Schienenfahrzeugrades
- Fig. 2
- ein Blockschaubild des Verfahrensablaufes für die Wärmeführung
- Fig. 3
- eine vereinfachte Darstellung des Radkranzquerschnittes mit der Zoneneinteilung, angedeuteten
Kühlmedienströmen und den Härteprüfstellen
- Fig. 4
- ein Diagramm zu den Volumenströmen für die Wärmeabführung innerhalb eines Härtezyklus
- Fig. 5
- Tabelle für ein beispielhaftes Basisprogramm für ein Schienenfahrzeugrad in Form eines
Eisenbahnrades
[0012] In der Fig. 1 ist der wärmezubehandelnde, rotationssymmetrischen Körper in Form eines
Schienenfahrzeugrades 1 dargestellt. Dabei umfasst das aus einem metallischen Werkstoff
(z.B. Stahl oder Stahllegierung) bestehende Schienenfahrzeugrad 1 eine Nabe 2, deren
zugeordnetes Blatt 3 die Verbindung zu einem einen Spurkranz 4, eine Lauffläche 5
und einen Laufkranzboden 6 beinhaltenden Laufkranz 7 herstellt, welcher beidseitig
von Laufkranzstirnflächen 8, 9 begrenzt wird. Für die erforderliche Wärmebehandlung
(Härteprozess) wird das Schienenfahrzeugrades 1 um seine vertikal stehende Achse 10
drehangetrieben und dessen Oberflächenbereiche zur Einstellung reproduzierbarer mechanischer
Eigenschaften Abkühlvorgängen unterzogen, bei denen die Oberflächenbereiche mit mindestens
einem Kühlmedium (Wasser und/oder Luft) beaufschlagt werden.
[0013] Die allgemeinen Anforderungsmerkmale an ein Schienenfahrzeugrad sind in der Eisenbahnnorm
UCI 812-3 festgelegt.
[0014] Für eine lange Lebensdauer des Schienenfahrzeugrades 1 ist es erforderlich, dass
die Lauffläche 5 trotz des an der Oberfläche stattfindenden Verschleißes eine gleiche
bzw. zunehmende Härte zum Radinneren aufweist. Der diesbezügliche Idealzustand ist
beispielhaft am Querschnittsbereich des Laufkranzes 7 mit den Härteprüflinien und
der Zuordnung der Härtewerte in Fig. 3 dargestellt, und für das Härteverfahren von
vordergründiger Bedeutung.
[0015] Für das Härten wird der auf eine werkstoffspezifische Härtetemperatur (z.B. ca. 840
°C) erwärmte Rohling des Schienenfahrzeugrades 1 in unterschiedliche Bereiche (geometrische
Zonen) für die Wärmebehandlung unterteilt.
[0016] Mit Bezug auf Fig. 3 betrifft dies einerseits die am Laufkranz 7 des Schienenfahrzeugrades
1 befindlichen, den primärer Bereich darstellende Laufflächenzone 19 und Spurkranzzone
17 mit den unter der Laufflächenzone 19 und der Spurkranzzone 17 liegenden Härtezonen
21 sowie die den sekundärer Bereich darstellenden beiden, sich an die Lauffläche 5
bzw. den Spurkranz 4 anschließenden Laufkranzstirnflächenzonen 22, 23 als auch die
Laufkranzbodenzone 20, sowie andererseits den Bereich des Blattes 3, der Nabe 2 mit
relativ niedrigen HB-Werten, wobei diese Zonen in Abhängigkeit der am Laufkranz 7
zu erzielenden Gefügestrukturen volumen- und zeitgesteuert mit mindestens einem Kühlmedium
beaufschlagt werden, welches bezüglich der Laufflächenzone 19 und der Spurkranzzone
17 als ein mittlerer Wasservolumenstrom 11, mit Bezug auf die Laufkranzstirnflächenzonen
22, 23 als oberer bzw. unterer Wasservolumenstrom 12, 13 und zusätzlich im seitlichen
Bereich des Spurkranzes 4 als ein Luftvolumenstrom 14 ausgestaltet ist. Die Kontrolllinien
16 umfassen die Kontrollzone 18, auf denen entlang in Abständen die Härteprüfpunkte
liegen.
[0017] Dabei wird zur Realisierung eines homogenen perlitischen Gefüges über den gesamten
Radquerschnitt, ausgenommen die Bereiche der Nabe 2, des Blattes 3 und des Kühlmediumübertragungsbandes
15, bei einer präzise einstellbaren Härte im Bereich der Lauffläche 5 eine thermische
Phasensteuerung durchgeführt. In den Bereichen der Nabe 2 und des Blattes 3 erfolgt
keine aktive Abkühlung, sondern nur freie Konvektion.
[0018] Beginnend mit einem Basisprogramm (Fig. 5), dessen Parameter sich auf einschlägige
Erfahrungen bei der bisherigen Wärmebehandlung auf der Grundlage von Versuchen an
verschiedenen Radquerschnitten und Werkstoffen (z.B. niedrig legierter Stahl ER6,
ER7, ER8 nach DIN EN 13262) Schienenfahrzeugrädern stützen, und somit allgemeingültige
Grundwerte darstellen, wird die Ersthärtung eines neuen Schienenfahrzeugrades unter
Nutzung einer Härtemaschine, wie sie beispielsweise aus der der
EP 1 215 291 B1 bekannt ist, durchgeführt. Dazu erfolgt durch einen als Wasservolumenstrom 11 (Temperatur
z.B. 34 bis 36°C) ausgeführten Kühlmedium zunächst eine Abkühlung der Laufflächenzone
19 und der sich anschließenden Spurkranzzone 17 beginnend am Außenprofil des Laufkranzes
7 bis zu einer Tiefe von beispielsweise ca. 7 mm (0,5% des Durchmessers des Schienenfahrzeugrades
1 ==> 0,5% x 1.460 mm = 7,3 mm), die bei geringer Abkühlgeschwindigkeit unter stabilisierender,
bei Temperaturen <620°C abgeschlossener Ausbildung eines homogenen Gefüges, zur Bildung
eines Kühlmediumübertragungsbandes 15 vorgenommen wird, durch welches nachfolgend
eine Dämpfung der Abkühlwirkung des weiterhin einwirkenden Kühlmediums für die Wärmeabführung
im eigentlichen Härteprozess der darunterliegenden Härtezonen 21 erfolgt. Dieses Kühlmediumübertragungsband
wirkt praktisch als ein Schutzring und hat typischerweise eine wesentlich geringere
Härte als die darunterliegenden Bereiche der Härtezonen 21. Die Dicke dieses Kühlmediumübertragungsbandes
15 beträgt ca. 2 bis 7 mm.
[0019] Dabei ist die erzielte Härte und Gefügestruktur in 2 bis 7 mm Tiefe von untergeordneter
Bedeutung, da diese Bereiche bei der mechanischen Nachbearbeitung entfernt werden.
Durch diese stabilisierte Zone (Kühlmedienübertragungsband), welche später keine weitere
Gefügeumwandlung mehr erfährt, erfolgt der eigentliche Härteprozess, bei dem der Wärmeaustausch
zwischen der abgeführten Wärmemenge und dem inneren Wärmeinhalt nur noch über dieses
Kühlmediumübertragungsband 15 an der Laufflächenzone 19 und der Spurkranzzone 17 erfolgt.
[0020] Durch die Ausgestaltung dieses Kühlmedienübertragungsbandes 15 von 2 bis 7 mm Dicke
und abgekühlt auf eine Temperatur von 70 bis 200°C, können Wärmeführungen für das
Härten unter Einsatz von Wasser erzielt werden, die sonst nur mittels eines Salz-
oder Bleibades erreichbar sind.
[0021] Gleichzeitig werden die beiden Laufkranzstirnflächen 8, 9 bzw. deren Laufkranzstirnflächenzonen
22, 23 (sekundärer Bereich) mit einem Kühlmedium (oberer bzw. unterer Wasservolumenstrom
12, 13) beaufschlagt, um in Verbindung mit der Wärmeableitungszone das Rückströmen
von Wärme aus dem Inneren nicht aktiv abgekühlter Bereiche in die Härtezonen 21 und
deren negativen Einfluss auf die bereits entstandene Gefügestruktur bzw. das Härteergebnis
in den Härtezonen 21 zu unterbinden. Der primäre Härtebereich wird somit verfahrenstechnisch
von rückfließender Wärme insbesondere aus den Laufkranzstirnflächen 8, 9 nicht beeinflusst.
[0022] Mit der größtmöglichen Bereitstellung des Wasservolumenstromes 11 wird in diesem
Bereich die Abkühlung des Rades 1 abgeschlossen und kurze Zykluszeiten sind erreicht.
Ohne diese unterstützende Wärmeabführung ist es nicht prozesssicher möglich in den
relevanten Bereichen die maximal mögliche Härte in den Zonen 21 bei einem homogenen
Gefüge herzustellen bzw. würden wesentlich höhere Kühlmedienmengen im Laufflächenbereich
notwendig, welche dazu führen, dass eine exakte Steuerung Härte-/ Gefügeverhältnisses
unmöglich wird. Zusätzlich erfolgt im seitlichen Bereich des Spurkranzes 4 die Abkühlung
durch einen Luftvolumenstrom 14.
[0023] In der Fig. 2 ist der grundsätzliche Verfahrenablauf für die Wärmeführung ausgehend
von der Härtemaschine, wie sie beispielsweise aus der der
EP 1 215 291 B1 bekannt ist, mit ihren Stellgliedern, der Kühlmedienmengensteuerung und Düseneinstellungen,
der zugehörigen Steuerung mit den modularen Möglichkeiten hinsichtlich der Wirkung
auf die thermischen Phasen und geometrischen Bereichen, zugeordnet dem Schienenfahrzeugrad
und zugehöriger Datenbank für das Ablegen und Aufrufen von radspezifischen Programmteilen.
[0024] Bei einem neuen Schienenfahrzeugrad wird die erste Schienenfahrzeugradhärtung mit
einem Basisprogramm durchgeführt.
[0025] Nach der durch Härten abgeschlossenen Wärmebehandlung des ersten Schienenfahrzeugrades
wird das Rad einer werkstofftechnischen Probenauswertung unterzogen, metallographische
und mechanische Prüfwerte, hinsichtlich Gefügestruktur, Härteprüfwerten, Zugversuchswerten
sowie Kerbschlagprüfungs-Ergebnissen. Der Soll-Ist-Wert Vergleich wird geführt und
daraus die Korrekturwerte für die Stellgrößen für die geometrischen und thermischen
Bereiche festgelegt. Detailliert sind es die Kühlmediendosierungen bezüglich der thermischen
Phasen und geometrischen Bereiche, die Medienart, die Gestaltung der Wärmeabführung
aus dem sekundären Radbereichen, sowie die Geschwindigkeit des Drehantriebes des Schienenfahrzeugrades
1. Abgespeichert werden diese Parameter und Einstellwerte in das spezifische Radprogramm
und bereitgestellt für die 2. Wärmeführung am nächsten Schienenfahrzeugrad.
[0026] Bei positiver Auswertung sind die Daten aus der Datenbank für eine Serienfertigung
verfügbar.
[0027] Es ist die Eigenschaft der Schienenfahrzeugrad-Werkstoffe, dass die Qualität der
Gefügebildung und damit verbunden die mechanischen Eigenschaften bei konstanter Wärmeführung
gemäß des Ablaufes nach Fig. 4 für den Härteprozess qualitätsgerecht und eindeutig
reproduzierbar ist.
[0028] Die Bestimmung der für die Wärmeabführung erforderlichen Sollgrößen definiert sich
individuell nach Radtyp, -größe, Werkstoff, Geometrie des Querschnitt-Profils und
hinsichtlich der gegebenen Eigenschaften sowie zu den durch die Wärmebehandlung zu
erreichenden Eigenschaften, Gefügestruktur und daran gebundenen in den Radbereichen
erforderlichen Härtewerten.
[0029] Die so gefundenen Werte werden in einer Datenbank abgelegt und stehen für eine Serienfertigung
von Schienenfahrzeugrädern dieses speziellen Typs bereit.
[0030] Die Darstellung der Wasser- und Luftvolumenströme 11, 12, 13, 14 und deren Zuordnung
zum Schienenfahrzeugrad sind über der Wärmebehandlungszeit in der Fig. 4 dargestellt.
Darin ist die Gestaltung der Wärmeabführung durch die Kühlmedien in einer Kennliniendarstellung
als Funktion der Kühlmedienmengen und -art über der Zeit mit der Einteilung in thermische
Phasen (Phase 1 bis 3) wiedergegeben.
[0031] Bestimmend für die Härtebildung ist die Wärmeabführung pro Zeiteinheit, d.h. der
Volumenstrom des einwirkenden Kühlmediums.
[0032] Die nach der Probenauswertung erforderlichen Korrekturwerte zur Einstellung der gewünschten
Gefügestruktur und Härtewerte des Radkranzes 7 sind aus dem Diagramm (Fig. 4) im Bereich
der Zone 2 beidseitig in Richtung der strichpunktierten Linie verlaufenden, durchgezogenen
Geraden zu entnehmen. Ein sehr steiler Anstieg der Geraden bewirkt eine hohe Härte,
ein flacher Anstieg garantiert ein homogenes Gefüge.
[0033] Dieses Diagramm gliedert sich in thermische Phasen
- Phase 1 = Bildung des Kühlmediumübertragungsbandes,
- Phase 2 = Härtevorgang,
- Phase 3 = Wärmeableitung aus dem bereits gehärteten Bereich,
die Informationen zum Anfahr-, Verlaufs- und Endverhalten aufweisen.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0034]
- 1
- Schienenfahrzeugrad
- 2
- Nabe
- 3
- Blatt
- 4
- Spurkranz
- 5
- Lauffläche
- 6
- Laufkranzboden
- 7
- Laufkranz
- 8
- Laufkranzstirnfläche
- 9
- Laufkranzstirnfläche
- 10
- Achse
- 11
- mittlerer Wasservolumenstrom
- 12
- oberer Wasservolumenstrom
- 13
- unterer Wasservolumenstrom
- 14
- Luftvolumenstrom
- 15
- Kühlmediumübertragungsband
- 16
- Kontrolllinie für die Härteprüfpunkte
- 17
- Spurkranzzone
- 18
- Kontrollzone mit Linien auf denen entlang in Abständen die Härteprüfpunkte liegen
- 19
- Laufflächenzone
- 20
- Laufkranzbodenzone
- 21
- Härtezonen
- 22
- Laufkranzstirnflächenzone
- 23
- Laufkranzstirnflächenzone
1. A method for heat treating the wheel rim of railway vehicle wheels,
characterized in that
the running rim (7) of a first rail vehicle wheel is divided into zones, namely the
running surface zone (19), the flange zone (17), the hardness zones (21) lying under
the running surface zone (19) and the flange zone (17), the two running rim end face
zones (22, 23) connected to the running surface (5) or the flange (4), and the running
rim bottom zone (20), and at least one cooling medium is applied to the said zones
in a volumetric-flow- and time-controlled manner depending on the microstructures
to be achieved on the running rim (7) on the basis of a basic program divided into
thermal phases, wherein:
- first the running surface zone (19) and the connected flange zone (17) are cooled
starting at the outer profile of the running rim (7) to a depth of 0.5 percent of
the diameter of the railway vehicle wheel (1) at a low cooling rate under stabilizing
formation of a homogeneous pearlitic microstructure in order to form a cooling medium
transfer band (15), by means of which subsequently the cooling effect of the still
acting cooling medium for the heat conduction for the actual hardening process of
the hardness zones (21) lying under the cooling medium transfer band is damped;
- at the same time, the cooling medium (12, 13) is applied to the two running rim
end face zones (22, 23) in order to prevent, in conjunction with the heat dissipation
zone, heat from flowing back into the hardness zones (21) and affecting the already
produced microstructure in the hardness zones (21), wherein cooling by means of a
cooling medium (14) occurs additionally in the lateral area of the flange (4);
- after the completed heat treatment of the first railway vehicle wheel, the wheel
is subjected to a materials sample evaluation, and correction values (cooling medium
amounts associated with the thermal phases, the cooling medium type, and the specification
of the heat dissipation from the secondary area of the railway vehicle wheel (1) and
of the speed of the rotational drive of the railway vehicle wheel (1)) for the hardening
of a further railway vehicle wheel are specified on the basis of the target/actual
comparison with respect to the microstructure and the hardness values in order to
optimize the heat treatment process, and
- the values found in such a way are stored in a database and are available for series
production of railway vehicle wheels (1) of this specific type.
1. Procédé de traitement thermique de la jante de roue de véhicules sur rails,
caractérisé en ce que la couronne de roulement (7) d'une première roue de véhicules sur rails est divisée
en zones, celles-ci étant formées de la zone de la bande de roulement (19) et de la
zone du boudin (17) avec les zones de trempe (21) disposées au-dessous de la zone
de la bande de roulement (19) et de la zone du boudin (17), ainsi que tant des deux
zones de la face frontale de la couronne de roulement (22, 23) situées respectivement
sur la bande de roulement (5) et le boudin (4), que de la zone de fond de la couronne
de roulement (20), et que ces zones sont décomposées, en fonction des structures à
obtenir sur la couronne de roulement (7) à partir d'un programme de base, en phases
thermiques à réglage volumétrique et temporisé afin de leur appliquer au moins un
fluide de refroidissement, où
- d'abord il se produit un refroidissement de la zone de la bande de roulement (19)
et de la voisine zone du boudin (17), ce refroidissement commençant au niveau du profil
extérieur de la couronne de roulement (7) et allant jusqu'à une profondeur de 0,5%
du diamètre del la roue du véhicule sur rails (1). Dû à sa basse vitesse et à la formation
stabilisante d'une structure homogène et perlitique, ce refroidissement génère une
bande passante pour le fluide de refroidissement (15) qui, elle, fait en sorte que
l'effet de refroidissement du fluide de refroidissement toujours agissant soit tempéré,
ce qui permet de conduire la chaleur vers les zones de trempe (21) où est donc réalisée
la propre trempe, que
- simultanément, le fluide de refroidissement (12, 13) est appliqué aux deux zones
de la face frontale de la couronne de roulement (22, 23), ceci pour éviter, à l'aide
de la zone de dissipation thermique, le reflux de la chaleur vers les zones de trempe
(21) et son impact sur la structure qui s'est déjà formée au niveau des zones de trempe
(21). En plus, un autre refroidissement est obtenu moyennant un fluide de refroidissement
(14) sur le côté du boudin (4), où
- une fois terminé le traitement thermique de la première roue de véhicules sur rails,
celle-ci est soumise à une évaluation d'échantillons de matériaux et, suite à la comparaison
des valeurs de consigne avec les valeurs réelles relatives à la structure et aux paramètres
de trempe nécessaires à l'optimisation du procédé de traitement thermique, des valeurs
de correction (quantités du fluide de refroidissement attribuées aux différentes phases
thermiques, type du fluide de refroidissement ainsi que la détermination de la dissipation
thermique dans les zones secondaires de la roue de véhicules sur rails (1) et de la
vitesse de l'actionneur rotatif de la roue de véhicule sur rails (1)) sont obtenues
dans le but de déterminer les paramètres pour la trempe d'une autre roue de véhicule
sur rails et
- où les valeurs ainsi obtenues sont déposées dans une banque de données afin de les
avoir disponibles pour une fabrication en série de roues de véhicules sur rails (1)
de ce type spécial.