[0001] Die Erfindung betrifft ein Hausgerät zum Trocknen von Wäschestücken. Das Hausgerät
umfasst eine Messeinrichtung zum Bestimmen einer mit einem Trocknungsgrad der Wäschestücke
korrelierten Messgröße. Die Messeinrichtung umfasst zwei zueinander beabstandet angeordnete
Messelektroden, welche in dem Hausgerät derart angeordnet sind, dass sie im Betrieb
des Hausgeräts die zu trocknenden Wäschestücke berühren. Die Messeinrichtung umfasst
auch eine mit den Messelektroden gekoppelte Schaltungsanordnung. Die Schaltungsanordnung
kann einen Stromfluss durch die Messelektroden bewirken, eine zwischen den Messelektroden
abfallende elektrische Wäschespannung erfassen und in Abhängigkeit von der erfassten
Wäschespannung die Messgröße ermitteln. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren
zum Bestimmen einer mit einem Trocknungsgrad von Wäschestücken korrelierten Messgröße
mit Hilfe einer Messeinrichtung in einem Hausgerät, in welchem die Wäschestücke getrocknet
werden.
[0002] Es ist Stand der Technik, den Trocknungsgrad von Wäschestücken in einem Wäschetrockner
oder einem Waschtrockner zu ermitteln. Auf diese Weise kann der Trocknungsprozess
dann abgeschlossen werden, wenn die Wäschestücke entsprechend einer Vorgabe trocken
sind. Vorliegend richtet sich das Interesse insbesondere auf die Messung eines Leitwerts
bzw. eines Ohmschen Widerstands der Wäschestücke. Anhand des Leitwerts kann dann auf
den Trocknungsgrad der Wäschestücke zurückgeschlossen werden; der Leitwert ist ein
Maß für den Trocknungsgrad. Es gilt die Beziehung, dass, je geringer der Leitwert
bzw. je größer der Widerstand der Wäschestücke ist, desto trockener die Wäschestücke
sind.
[0003] Der Leitwert der Wäschestücke kann beispielsweise mit Hilfe eines Gleichstroms ermittelt
werden, welcher aufgrund einer an den Elektroden anliegenden Gleichspannung durch
die Wäschestücke fließt. Es ist dabei nachteilig, dass der elektrische Gleichstrom
chemische Reaktionen erzwingen kann, und es können galvanische Effekte auftreten.
Aufgrund der galvanischen Effekte entsteht eine Polarisationsspannung, welche von
dem Trocknungsgrad der Wäschestücke abhängt. Diese Polarisationsspannung verfälscht
im Allgemeinen den gemessenen Wert des Widerstands der Wäschestücke. Eine Abhilfe
schafft hier ein Verfahren, wie es in der Druckschrift
EP 0 942 094 B1 beschrieben ist. Es wird dort die Polarisationsspannung zwischen den Messelektroden
und den Wäschestücken bestimmt, und diese Polarisationsspannung wird bei der Bestimmung
des elektrischen Leitwerts der Wäschestücke berücksichtigt. Die Polarisationsspannung
wird von der Wäschespannung subtrahiert. An diesem Stand der Technik wiederum ist
der Umstand als nachteilig anzusehen, dass zwischen der Bestimmung des Leitwerts und
der Bestimmung der Polarisationsspannung eine Totzeit verstreichen muss, während welcher
der Stromfluss durch die Wäschestücke unterbrochen oder zumindest stark verringert
wird. Diese Totzeit kann bis zu 10 Sekunden betragen. Eine rasche Bestimmung des Trocknungsgrads
der Wäschestücke bzw. die Bestimmung des jeweils augenblicklichen Trocknungsgrades
ist somit nicht möglich.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Weg aufzuzeigen, wie bei einem Hausgerät
der eingangs genannten Gattung der jeweils augenblickliche Trocknungsgrad der Wäschestücke
ermittelt werden kann, ohne dass das Ergebnis durch eine Polarisationsspannung verfälscht
wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Hausgerät sowie durch ein Verfahren
gelöst, jeweils mit den Merkmalen des entsprechenden unabhängigen Patentanspruchs.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstände der abhängigen Patentansprüche
und der nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Hausgerät ist zum Trocknen von Wäschestücken ausgebildet. Es
umfasst eine Messeinrichtung, welche zum Bestimmen einer mit einem Trocknungsgrad
der Wäschestücke korrelierten Messgröße dient. Die Messeinrichtung umfasst zwei zueinander
beabstandet angeordnete Messelektroden. Die Messelektroden können im Betrieb des Hausgeräts
die zu trocknenden Wäschestücke berühren. Die Messeinrichtung umfasst auch eine elektronische
Schaltungsanordnung, die mit den Messelektroden gekoppelt ist. Die Schaltungsanordnung
ist dazu ausgebildet, einen Stromfluss durch die Messelektroden zu bewirken, eine
zwischen den Messelektroden abfallende elektrische Wäschespannung zu erfassen und
in Abhängigkeit von der erfassten Wäschespannung die Messgröße zu ermitteln. Die Schaltungsanordnung
ist derart ausgebildet, dass im Betrieb des Hausgeräts eine Richtung des Stromflusses
durch die Messelektroden wiederholt - insbesondere periodisch - gewechselt wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Effekt somit dadurch erzielt, dass durch die Messelektroden
anders als im Stand der Technik quasi ein Wechselstrom geleitet wird, und nicht etwa
ein Gleichstrom. Die Stromrichtung wird nämlich wiederholt gewechselt. Auf diesem
Wege gelingt es, die Messgröße mit einer hohen Genauigkeit zu bestimmen, ohne dass
die Messung der Messgröße durch galvanische Effekte verfälscht wird. Durch das Wechseln
der Richtung des Stromflusses wird nämlich verhindert, dass eine Polarisationsspannung
zwischen den Wäschestücken und den Messelektroden entsteht. Anders als im Gegenstand
gemäß Druckschrift
EP 0 942 094 B1 muss somit die Polarisationsspannung nicht ermittelt werden, und die Messgröße braucht
nicht mehr korrigiert zu werden. Gegenüber diesem Stand der Technik muss vorliegend
nicht darauf gewartet werden, bis eine Totzeit abgelaufen ist, und die Messgröße kann
rasch ermittelt werden. Es kann somit der jeweils augenblickliche Wert der Messgröße
bestimmt werden.
[0008] Also wird mit Hilfe der Messeinrichtung eine Messgröße ermittelt, die mit dem Trocknungsgrad
der Wäschestücke korreliert ist. Als Messgröße kann beispielsweise der Trocknungsgrad
selbst - etwa ein Prozentsatz - und/oder ein Leitwert der Wäschestücke und/oder ein
Ohmscher Widerstand der Wäschestücke bestimmt werden. Ergänzend oder alternativ kann
aber auch die an den Wäschestücken abfallende Wäschespannung als Messgröße betrachtet
werden.
[0009] Das Wechseln der Richtung des Stromflusses durch die Messelektroden kann auf unterschiedliche
Art und Weise erfolgen. Zum Beispiel kann dies derart erfolgen: Es wird abwechselnd
an einer der Messelektroden ein elektrisches Potential und an der jeweils anderen
Messelektrode ein davon unterschiedliches elektrisches Potential angelegt. Dies bedeutet,
dass zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer der Elektroden ein geringeres Potential
liegt, während an der anderen Messelektrode ein höheres Potential liegt. Diese Potentiale
können wiederholt gegeneinander ausgetauscht werden, wodurch die über den Elektroden
anliegende Spannung entsprechend wiederholt umgepolt wird. Auf diese Weise kann mit
geringstem technischen Aufwand eine rechteckförmige, periodisch wechselnde elektrische
Spannung zwischen den Messelektroden angelegt und ein rechteckförmiger, periodisch
wechselnder Strom erzeugt werden. Durch eine solche Vorgehensweise wird außerdem verhindert,
dass sich eine Polarisationsspannung zwischen den Messelektroden und den Wäschestücken
bildet. Bei dieser Ausführungsform wird nämlich die Messgröße bipolar und elektrisch
symmetrisch gemessen, weil die an den Messelektroden anliegenden elektrischen Potentiale
wiederholt umgetauscht bzw. umgepolt werden.
[0010] Wie bereits ausgeführt, kann die Richtung des Stromflusses durch die Messelektroden
periodisch gewechselt werden. Beispielsweise kann die Schaltungsanordnung derart ausgebildet
sein, dass die Richtung des Stromflusses mit einer Frequenz gewechselt wird, welche
in einem Wertebereich von 300 Hz bis 500 Hz liegt. Diese Frequenz kann beispielsweise
400 Hz betragen. Somit ist die Pulslänge der Spannungsimpulse bzw. der Stromimpulse
relativ kurz, sodass der Effekt der Galvanisierung an den Messelektroden auf ein Minimum
reduziert wird. Es kann somit außerdem die Leitwertmessung relativ schnell - nämlich
im Millisekunden-Bereich - durchgeführt werden.
[0011] In der Schaltungsanordnung wird die Messgröße insbesondere in Abhängigkeit von der
elektrischen Wäschespannung ermittelt, welche bei einem Fluss von elektrischem Strom
durch die Wäsche zwischen den beiden Messelektroden abfällt. In einer Ausführungsform
ist vorgesehen, dass für die Bestimmung der Messgröße zwei verschiedene Werte der
Wäschespannung herangezogen werden: einerseits der Wert der Wäschespannung, der sich
für die eine Richtung des Stromflusses einstellt, und andererseits der Wert der Wäschespannung,
der sich für die andere Richtung des Stromflusses einstellt. Die Wäschespannung wird
bei dieser Ausführungsform also für beide Richtungen des Stromflusses erfasst, und
die Messgröße wird in Abhängigkeit von zwei Werten der Wäschespannung ermittelt. Auf
diese Weise kann die Messgröße noch genauer ermittelt werden. Auf diesem Weg gelingt
es nämlich, den Einfluss von gegebenenfalls noch auftretenden galvanischen Effekten
auf die Bestimmung der Messgröße insgesamt auf Null zu reduzieren. Idealerweise soll
die Wäschespannung für beide Richtungen des Stromflusses betragsmäßig gleich sein.
Wird nun eine Differenz zwischen der Wäschespannung, die sich für die eine Richtung
des Stromflusses einstellt, und der Wäschespannung, die sich für die andere Richtung
des Stromflusses einstellt, festgestellt, so ist dies ein Zeichen dafür, dass sich
zwischen den Messelektroden durch galvanische Effekte parasitäre Elemente - wie parasitäre
Spannungsquellen - gebildet haben. Für die Bestimmung der Messgröße kann somit ein
Mittelwert aus dem Wert der Wäschespannung, der sich für die eine Richtung des Stromflusses
einstellt, und dem Wert der Wäschespannung herangezogen werden, der sich für die andere
Richtung des Stromflusses einstellt. Somit kann die Messgröße höchstgenau ermittelt
werden.
[0012] In einer Ausführungsform weist die Schaltungsanordnung einen Spannungsteiler auf,
welcher einen an die Messelektroden gekoppelten Ohmschen Wäschewiderstand der Wäschestücke
umfasst. Bei dieser Ausführungsform wird der Stromfluss durch diesen Spannungsteiler
bewirkt. Durch Einsatz eines Spannungsteilers kann die an den Wäschestücken abfallende
Wäschespannung mit geringstem Aufwand und mit größter Präzision erfasst werden.
[0013] Der Spannungsteiler kann einen ersten Ohmschen Widerstand und einen zweiten Ohmschen
Widerstand aufweisen. Über den ersten Widerstand kann eine erste der Messelektroden
abwechselnd mit einem ersten elektrischen Potential und einem vom ersten Potential
unterschiedlichen zweiten elektrischen Potential gekoppelt werden. Über den zweiten
Widerstand hingegen kann - im Gegentakt zur ersten Messelektrode - die zweite Messelektrode
abwechselnd mit dem ersten und dem zweiten elektrischen Potential gekoppelt werden.
Dies bedeutet, dass die zweite Messelektrode mit dem jeweils anderen elektrischen
Potential als die erste Messelektrode gekoppelt wird. Zu einem bestimmten Zeitpunkt
kann somit die erste Messelektrode mit dem ersten elektrischen Potential gekoppelt
sein, während die zweite Messelektrode mit dem zweiten Potential gekoppelt ist. Zu
einem nachfolgenden Zeitpunkt kann hingegen die erste Messelektrode mit dem zweiten
Potential und die zweite Messelektrode mit dem ersten Potential gekoppelt werden.
Bei dieser Ausführungsform ist also der Ohmsche Widerstand der Wäschestücke in Reihe
zu dem ersten und dem zweiten Widerstand geschaltet, und an dieser Reihenschaltung
fällt eine elektrische Spannung ab, die gleich einer Differenz zwischen dem ersten
und dem zweiten Potential ist. Auf diesem Weg gelingt es, einen symmetrischen Stromfluss
durch die Messelektroden zu bewirken, dessen Stromstärke gleich für die beiden Richtungen
des Stromflusses ist. Gerade dadurch können die galvanischen Effekte verhindert werden.
[0014] Das erste elektrische Potential ist bevorzugt ein positives Potential. Das erste
Potential kann beispielsweise in einem Wertebereich von 3 V bis 7 V liegen; es kann
beispielsweise 5 V betragen. Das zweite elektrische Potential ist bevorzugt ein gegenüber
dem ersten Potential geringeres, positives Potential oder ein Bezugspotential (Masse),
insbesondere ein Potential von 0 V. Für die Erzeugung einer rechteckförmigen Wechselspannung
ist somit lediglich ein positives Potential erforderlich; die Schaltungsanordnung
kommt ohne ein negatives Potential aus - nämlich ein negatives Potential bezüglich
des Bezugspotentials. Es entfällt somit die Erzeugung eines negativen Potentials mit
den damit verbundenen Nachteilen, nämlich zusätzlichen Bauelementen und dem damit
verbundenen Aufwand.
[0015] Die Schaltungsanordnung kann auch einen vom ersten Spannungsteiler verschiedenen
zweiten Spannungsteiler aufweisen. Der zweite Spannungsteiler kann einen gegenüber
dem ersten Spannungsteiler betragsmäßig größeren Gesamtwiderstand aufweisen. Die Schaltungsanordnung
kann derart ausgebildet sein, dass nach Erreichen eines vorbestimmten Wertes durch
die Messgröße der Strom unter Umgehung des ersten Spannungsteilers - nämlich unter
Umgehung der Widerstände des ersten Spannungsteilers - durch den zweiten Spannungsteiler
geleitet wird. Auch der zweite Spannungsteiler kann den Wäschewiderstand der Wäschestücke
umfassen. Durch eine solche Vorgehensweise kann insgesamt ein größerer Messbereich
der Messgröße erreicht werden. Dieser Ausführungsform liegt die Tatsache zugrunde,
dass der Ohmsche Widerstand der Wäschestücke während des Trocknungsprozesses immer
größer wird. Somit wird auch die Amplitude der zwischen den Messelektroden erfassten
Wäschespannung größer. Wird nun nach Erreichen des vorbestimmten Wertes durch die
Messgröße - zum Beispiel den Wäschewiderstand - der Strom durch den gegenüber dem
ersten Spannungsteiler hochohmigen zweiten Spannungsteiler geleitet, so verringert
sich die an den Messelektroden abgegriffene Teilspannung (Wäschespannung). Somit verbleibt
die Amplitude der Wäschespannung in einem bestimmten Wertebereich, und es kann ein
Mikrocontroller zur Auswertung der Wäschespannung eingesetzt werden, welcher die Wäschespannung
in einem begrenzten Wertebereich messen kann. Diese Ausführungsform hat außerdem den
Vorteil, dass die zwischen den Messelektroden abfallende Wäschespannung mit einer
verbesserten Auflösung und somit mit höchster Genauigkeit gemessen werden kann.
[0016] Der zweite Spannungsteiler kann ebenfalls zwei Ohmsche Widerstände aufweisen, nämlich
einen ersten Widerstand und einen zweiten Widerstand. Nach Erreichen des vorbestimmten
Wertes durch die Messgröße kann dann die erste Messelektrode über den ersten Widerstand
des zweiten Spannungsteilers abwechselnd mit dem ersten Potential und dem zweiten
Potential gekoppelt werden, während die zweite Messelektrode - im Gegentakt zur ersten
Messelektrode - über den zweiten Widerstand des zweiten Spannungsteilers abwechselnd
mit dem ersten Potential und dem zweiten Potential gekoppelt werden kann. Die Widerstände
des zweiten Spannungsteilers sind bevorzugt betragsmäßig größer als die Widerstände
des ersten Spannungsteilers.
[0017] Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn die Schaltungsanordnung Schaltmittel
umfasst, die zum Wechseln der Richtung des Stromflusses dienen. Auf diesem Wege gelingt
es, die Richtung des Stromflusses durch die Messelektroden ohne viel Aufwand zu wechseln.
Die Schaltmittel können beispielsweise zwischen einem ersten Schaltzustand, in welchem
sie die erste Messelektrode mit dem ersten elektrischen Potential und die zweite Messelektrode
mit dem zweiten elektrischen Potential koppeln, und einem zweiten Schaltzustand geschaltet
werden, in welchem sie die erste Messelektrode mit dem zweiten Potential und die zweite
Messelektrode mit dem ersten Potential koppeln. Im ersten Schaltzustand der Schaltmittel
wird somit der Stromfluss in die eine Richtung bewirkt, während in dem zweiten Schaltzustand
der Schaltmittel der Strom in die andere Richtung fließt.
[0018] Bezüglich der Schaltmittel sind im Prinzip zwei verschiedene Ausführungsformen vorgesehen:
Die Schaltungsanordnung kann einen Mikrocontroller aufweisen, und die Schaltmittel
können in den Mikrocontroller integriert sein. Sind die Schaltmittel nicht in den
Mikrocontroller integriert, so müssen sie als externe Schaltmittel vorgesehen sein.
Dann kann ein standardisiertes Bauteil - nämlich der Mikrocontroller - eingesetzt
werden, ohne dass zusätzliche, vom Mikrocontroller separate Bauelemente - nämlich
separate Transistoren und dergleichen - eingesetzt werden müssen. Die Schaltungsanordnung
kommt somit insgesamt mit einer sehr geringen Anzahl von Bauteilen aus und kann entsprechend
kompakt aufgebaut werden; insbesondere kann dadurch auch wertvoller Bauraum im Hausgerät
gespart werden.
[0019] In einer alternativen Ausführungsform sind die Schaltmittel von einem Mikrocontroller
der Schaltungsanordnung separate Schaltmittel. Die Schaltmittel können hier beispielsweise
elektrische Schalter aufweisen, nämlich insbesondere Transistoren. Es werden vorzugsweise
Bipolartransistoren eingesetzt. Zum Beispiel können die Schaltmittel folgende elektrische
Schalter beinhalten:
- einen ersten Schalter, über welchen die erste Messelektrode über den ersten Widerstand
des ersten Spannungsteilers mit dem ersten elektrischen Potential koppelbar ist, und/oder
- einen zweiten Schalter, über welchen die erste Messelektrode über den ersten Widerstand
des ersten Spannungsteilers mit dem zweiten Potential, insbesondere dem Bezugspotential,
koppelbar ist, und/oder
- einen dritten Schalter, über welchen die zweite Messelektrode über den zweiten Widerstand
des ersten Spannungsteilers mit dem ersten Potential koppelbar ist, und/oder
- einen vierten Schalter, über welchen die zweite Messelektrode über den zweiten Widerstand
des ersten Spannungsteilers mit dem zweiten Potential koppelbar ist, und/oder
- einen fünften Schalter, über welchen die erste Messelektrode über den ersten Widerstand
des zweiten Spannungsteilers mit dem ersten Potential koppelbar ist, und/oder
- einen sechsten Schalter, über welchen die erste Messelektrode über den ersten Widerstand
des zweiten Spannungsteilers mit dem zweiten Potential koppelbar ist, und/oder
- einen siebenten Schalter, über welchen die zweite Messelektrode über den zweiten Widerstand
des zweiten Spannungsteilers mit dem ersten Potential koppelbar ist, und/oder
- einen achten Schalter, über welchen die zweite Messelektrode über den zweiten Widerstand
des zweiten Spannungsteilers mit dem zweiten Potential koppelbar ist.
[0020] Der Einsatz von separaten Schaltmitteln hat den Vorteil, dass kein leistungsstarker
Mikrocontroller erforderlich ist; die Schaltungsanordnung kommt mit einem einfachen
Mikrocontroller aus, welcher lediglich digitale Steuersignale zur Ansteuerung der
Schaltmittel bereitstellen muss.
[0021] Ein im Rahmen bevorzugter Ausgestaltungen der Erfindung vorgesehener Mikrocontroller
dient in erster Linie der erfindungsgemäßen Durchführung des Messverfahrens. Hinsichtlich
der weiteren Verwendung der so gewonnen Messergebnisse in einem Verfahren zum Trocknen
von Wäschestücken kann der Mikrocontroller gegebenenfalls auch die Steuerung weiterer
Komponenten des Hausgeräts durchführen und somit die Messwerte selbst verwenden; ebenso
ist es denkbar, dass der Mikrocontroller allein zum Betreiben der Schaltungsanordnung
und zur Durchführung des Messverfahrens dient und die gewonnenen Messergebnisse an
einen weiteren Mikrocontroller, dem die Steuerung des eigentlichen Trocknungsprozesses
unter Verwendung der Messergebnisse obliegt, abführt. Dies kann insbesondere über
entsprechende digitale Schnittstellen erfolgen.
[0022] Die beiden Messelektroden können beispielsweise in einer Wäschetrommel des Hausgeräts
angeordnet sein, welche zur Aufnahme der Wäschestücke ausgebildet ist. Prinzipiell
kann eine der Messelektroden durch die Wäschetrommel selbst gebildet sein. Um jedoch
einen symmetrischen Stromfluss durch die Messelektroden zu gewährleisten, sind die
beiden Messelektroden vorzugsweise von der Wäschetrommel separate Bauteile. Die Messelektroden
sind bevorzugt an der Wäschetrommel derart angebracht, dass sie voneinander elektrisch
isoliert sind.
[0023] In der Regel ist die Wäschetrommel in einem Hausgerät mit einem Schutzleiter elektrisch
kurzgeschlossen, also einem elektrischen Leiter eines Stromnetzes, welcher der Sicherheit
dient. Die elektrische Kopplung kann sich beispielsweise über ein Lager ergeben, an
welchem die Trommel drehbar gelagert ist. Ist die Wäschetrommel mit dem Schutzleiter
elektrisch gekoppelt, so kann in einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Wäschetrommel
des Hausgeräts mit einem elektrischen Potential vorgespannt wird, welches betragsmäßig
zwischen dem ersten und dem zweiten Potential liegt. Auf diese Weise wird verhindert,
dass ein unsymmetrischer Ableitstrom (auch unter der Bezeichnung "Körperstrom" bekannt)
über die Wäschetrommel und den Schutzleiter zur Erde abfließt. Somit hat der Schutzleiter
keinen negativen Einfluss auf die Messung der Wäschespannung. Dieses Potential kann
gleich einem Mittelwert aus dem ersten und dem zweiten Potential sein.
[0024] Erfindungsgemäß wird darüber hinaus ein Verfahren bereitgestellt, welches zum Bestimmen
einer mit einem Trocknungsgrad von Wäschestücken korrelierten Messgröße in einem Hausgerät
dient, nämlich mit Hilfe einer Messeinrichtung. In dem Hausgerät werden die Wäschestücke
getrocknet. Es wird ein Stromfluss durch zwei zueinander beabstandet angeordnete Messelektroden
bewirkt. Es wird eine zwischen den Messelektroden abfallende elektrische Wäschespannung
erfasst, und die Messgröße wird in Abhängigkeit von der erfassten Wäschespannung ermittelt.
Es wird eine Richtung des Stromflusses durch die Messelektroden wiederholt gewechselt.
[0025] Die mit Bezug auf das erfindungsgemäße Hausgerät vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen
und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Verfahren und umgekehrt.
[0026] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, den Figuren
und der nachfolgenden Beschreibung dieser Figuren. Alle vorstehend in der Beschreibung
genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Beschreibung
der Figuren genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen
sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder aber in Alleinstellung im Rahmen der Erfindung verwendbar.
[0027] Die Erfindung wird nun anhand einzelner bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
wie auch unter Bezugnahme auf die Figuren der beigefügten Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer und höchst abstrakter Darstellung ein Hausgerät gemäß einer ersten
Ausführungsform; und
- Fig. 2
- in schematischer und höchst abstrakter Darstellung ein Hausgerät gemäß einer zweiten
Ausführungsform.
[0028] In den Figuren sind gleiche und funktionsgleiche Elemente jeweils mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0029] Ein in Fig. 1 dargestelltes Hausgerät 1 ist im Ausführungsbeispiel ein Wäschetrockner.
Das Hausgerät 1 umfasst eine Wäschetrommel 2, in welche Wäschestücke 3 aufgenommen
sind. Die Wäschestücke 3 werden im Hausgerät 1 getrocknet. Die Wäschetrommel 2 kann
im Hausgerät 1 beispielsweise horizontal gelagert sein, d.h. sie kann um eine horizontale
Drehachse gedreht werden. Die Wäschetrommel 2 kann mit einem Schutzleiter PE elektrisch
gekoppelt sein.
[0030] Die Wäschestücke 3 weisen einen Ohmschen Widerstand auf, der in Fig. 1 durch ein
Element 4 schematisch symbolisiert ist. Der Wäschewiderstand 4 ist also kein Bauelement
einer Schaltung, sondern der elektrische Widerstand der Wäschestücke 3. Nasse Wäschestücke
3 weisen einen geringen Widerstand 4 auf, und es gilt die Beziehung, dass, je trockener
die Wäschestücke 3 sind, desto größer der Wäschewiderstand 4 ist. Der Wäschewiderstand
4 ist umgekehrt proportional zu einem Leitwert der Wäschestücke 3.
[0031] Nun gilt das Interesse der Bestimmung des Wäschewiderstands 4, welcher ein Maß für
einen Trocknungsgrad der Wäschestücke 3 darstellt. Zu diesem Zwecke ist im Hausgerät
1 eine Messeinrichtung 5 bereitgestellt, welche zwei Messelektroden aufweist, nämlich
eine erste Messelektrode 6, wie auch eine zweite Messelektrode 7. Die Messelektroden
6, 7 sind an der Wäschetrommel 2 angebracht, nämlich derart, dass sie voneinander
elektrisch isoliert sind. Die Messelektroden 6, 7 sind beabstandet zueinander angeordnet,
beispielsweise an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Wäschetrommel 2. Die
Messelektroden 6, 7 können beispielsweise an einem Umfang der Wäschetrommel 2 entlang
ihres Durchmessers angeordnet sein. Die Messelektroden 6, 7 berühren im Betrieb des
Hausgeräts 1 die Wäschestücke 3, sodass der Wäschewiderstand 4 an die Messelektroden
6, 7 gekoppelt wird. Man kann sagen, dass der Wäschewiderstand 4 elektrisch zwischen
die Messelektroden 6, 7 geschaltet ist.
[0032] Die Messelektroden 6, 7 sind mit einer Schaltungsanordnung 8 elektrisch gekoppelt,
die zum Bestimmen des Wäschewiderstands 4 und somit des Trocknungsgrads der Wäschestücke
3 dient. Die Schaltungsanordnung 8 beinhaltet einen Mikrocontroller 9 als eine Steuereinrichtung.
Die Schaltungsanordnung 8 umfasst auch einen Schaltungsknoten 10, an welchem ein positives
elektrisches Potential V
1 bereitgestellt ist. Das Potential V
1 kann beispielsweise 5V betragen. Am Schaltungsknoten 10 ergibt sich somit eine elektrische
Gleichspannung von 5V, nämlich gegenüber einem Bezugspotential 11 (Masse).
[0033] Der Mikrocontroller 9 dient in der Schaltungsanordnung 8, im Rahmen vorliegender
Erläuterung in erster Linie der Durchführung des nachfolgend zu beschreibenden Messverfahrens.
Hinsichtlich der weiteren Verwendung der so gewonnen Messergebnisse in einem Verfahren
zum Trocknen der Wäschestücke 3 kann der Mikrocontroller 9 auch die Steuerung der
weiteren Komponenten des Hausgeräts 1 durchführen und somit die Messwerte selbst verwenden;
ebenso ist es denkbar, dass der Mikrocontroller 9 allein zum Betreiben der Schaltungsanordnung
8 und zur Durchführung des Messverfahrens dient und die gewonnenen Messergebnisse
an einen in der Zeichnung nicht dargestellten weiteren Mikrocontroller, dem die Steuerung
des eigentlichen Trocknungsprozesses unter Verwendung der Messergebnisse obliegt,
abführt. Dies kann insbesondere über entsprechende digitale Schnittstellen erfolgen.
[0034] Die Schaltungsanordnung 8 umfasst einen ersten Spannungsteiler 12, welcher zwei Ohmsche
Widerstände aufweist, nämlich einen ersten Widerstand 13 und einen zweiten Widerstand
14. Über den ersten Widerstand 13 ist die erste Messelektrode 6 mit einem Knoten 15
gekoppelt, an welchem abwechselnd das Potential V
1 und das Bezugspotential 11 bereitgestellt werden. Hingegen ist über den zweiten Widerstand
14 die zweite Messelektrode 7 mit einem Knoten 16 gekoppelt, an welchem ebenfalls
abwechselnd das Potential V
1 und das Bezugspotential 11 bereitgestellt werden, nämlich im Gegentakt zum Knoten
15.
[0035] Die Schaltungsanordnung 8 umfasst auch einen zweiten Spannungsteiler 17, welcher
ebenfalls zwei Ohmsche Widerstände aufweist: einen ersten Widerstand 18 und einen
zweiten Widerstand 19. Die erste Messelektrode 6 ist über den ersten Widerstand 18
des zweiten Spannungsteilers 17 mit einem Knoten 20 gekoppelt. An dem Knoten 20 können
abwechselnd das Potential V
1 und das Bezugspotential 11 bereitgestellt werden. Entsprechend ist die zweite Messelektrode
7 über den zweiten Widerstand 19 des zweiten Spannungsteilers 17 mit einem Knoten
21 gekoppelt. Am Knoten 21 können auch abwechselnd das Potential V
1 und das Bezugspotential 11 bereitgestellt werden, nämlich im Gegentakt zum Knoten
20.
[0036] Beim ersten Spannungsteiler 12 ergibt sich somit eine Reihenschaltung aus den Widerständen
13, 14 sowie dem Wäschewiderstand 4. Wird nun eine zwischen den Messelektroden 6,
7 abfallende elektrische Wäschespannung U
W erfasst, so kann der Wäschewiderstand 4 ermittelt werden, und der Trocknungsgrad
der Wäschestücke 3 kann bestimmt werden. In Analogie ergibt sich beim zweiten Spannungsteiler
17 eine Reihenschaltung aus den Widerständen 18, 19 sowie dem Wäschewiderstand 4.
[0037] Die Schaltungsanordnung 8 beinhaltet auch Schaltmittel 22, mittels denen die Knoten
15, 16, 20 und 21 mit dem Potential V
1 bzw. dem Bezugspotential 11 elektrisch verbunden werden können. Die Schaltmittel
22 umfassen einen ersten NPN-Bipolartransistor 23, dessen Emitter mit dem Knoten 15
und dessen Kollektor mit dem Schaltungsknoten 10 verbunden sind. Die Basis des Bipolartransistors
23 ist mit dem Mikrocontroller 9 gekoppelt. Ein zweiter NPN-Bipolartransistor 24 kann
den Knoten 15 mit dem Bezugspotential 11 koppeln: Der Kollektor des zweiten Bipolartransistors
24 ist mit dem Knoten 15 verbunden, während der Emitter mit dem Bezugspotential 11
verbunden ist. Die Basis ist auch mit dem Mikrocontroller 9 gekoppelt. Die Schaltmittel
22 umfassen auch einen dritten NPN-Bipolartransistor 25, dessen Kollektor mit dem
Schaltungsknoten 10 und dessen Emitter mit dem Knoten 16 verbunden sind. Die Basis
des dritten Bipolartransistors 25 ist auch mit dem Mikrocontroller 9 gekoppelt. Ein
vierter NPN-Bipolartransistor 26 kann den Knoten 16 mit dem Bezugspotential 11 koppeln;
der Emitter ist mit dem Bezugspotential 11 verbunden, während der Kollektor mit dem
Knoten 16 verbunden ist.
[0038] Die Schaltmittel 22 umfassen auch einen fünften NPN-Bipolartransistor 27, über welchen
der Knoten 20 mit dem Schaltungsknoten 10 koppelbar ist. Der Emitter des Bipolartransistors
27 ist mit dem Knoten 20 verbunden, und der Kollektor ist mit dem Schaltungsknoten
10 verbunden. Die Basis ist mit dem Mikrocontroller 9 gekoppelt. Der Knoten 20 ist
über einen sechsten NPN-Bipolartransistor 28 mit dem Bezugspotential 11 koppelbar.
Der Emitter des Bipolartransistors 28 ist mit dem Bezugspotential 11 verbunden, während
sein Kollektor mit dem Knoten 20 verbunden ist. Die Basis ist mit dem Mikrocontroller
9 gekoppelt. Über einen siebten NPN-Bipolartransistor 29 kann der Knoten 21 mit dem
Schaltungsknoten 10 elektrisch gekoppelt werden. Der Bipolartransistor 29 ist nämlich
mit seinem Kollektor mit dem Schaltungsknoten 10 und mit seinem Emitter mit dem Knoten
21 verbunden. Seine Basis ist mit dem Mikrocontroller 9 gekoppelt. Schließlich kann
der Knoten 21 über einen achten NPN-Bipolartransistor 30 mit dem Bezugspotential 11
gekoppelt werden. Der Kollektor des Bipolartransistors 30 ist mit dem Knoten 21 verbunden,
und der Emitter ist mit dem Bezugspotential 11 verbunden.
[0039] Die Bipolartransistoren 23 bis 30 werden durch den Mikrocontroller 9 angesteuert.
[0040] Wie bereits ausgeführt, kann der Mikrocontroller 9 die an den Wäschestücken 3 abfallende
elektrische Spannung U
W erfassen. Zu diesem Zwecke ist die erste Messelektrode 6 über einen Ohmschen Messwiderstand
31 mit einem Messeingang 32 des Mikrocontrollers 9 gekoppelt. Entsprechend ist die
zweite Messelektrode 7 über einen weiteren Ohmschen Messwiderstand 33 mit einem zweiten
Messeingang 34 des Mikrocontrollers 9 gekoppelt. Ein zwischen dem Messwiderstand 31
und der ersten Messelektrode 6 liegender Knoten 35 ist über einen Kondensator 36 mit
dem Bezugspotential 11 gekoppelt. Darüber hinaus ist ein zwischen dem Messwiderstand
31 und dem ersten Messeingang 32 liegender Knoten 37 über einen Kondensator 38 mit
dem Bezugspotential 11 gekoppelt. Entsprechend ist ein zwischen der zweiten Messelektrode
7 und dem Messwiderstand 33 liegender Knoten 39 über einen Kondensator 40 mit dem
Bezugspotential 11 gekoppelt; ein zwischen dem Messwiderstand 33 und dem zweiten Messeingang
34 liegender Knoten 41 ist über einen Kondensator 42 mit dem Bezugspotential 11 gekoppelt.
Der Mikrocontroller 9 misst also die an den Kondensatoren 38 und 42 anliegenden Spannungen
und kann somit auf die Wäschespannung U
W zurück schließen. Genauer gesagt erfasst der Mikrocontroller 9 die an den Knoten
37 und 41 anliegenden Potentiale, deren Differenz ein Maß für die Wäschespannung U
W ist. In Abhängigkeit von der Wäschespannung U
W wiederum kann der Wäschewiderstand 4 und somit auch der Trocknungsgrad der Wäschestücke
3 ermittelt werden, etwa mit Hilfe einer abgelegten Tabelle.
[0041] Es sind bei der Schaltungsanordnung 8 darüber hinaus Schutzelemente bereitgestellt,
nämlich in Form von NPN-Bipolartransistoren 43 bis 46. Die Bipolartransistoren 43
bis 46 haben dabei die Aufgabe, die an den Messelektroden 6, 7 auftretenden elektrischen
Potentiale zu begrenzen. Die jeweiligen Basen der Bipolartransistoren 43 bis 46 sind
mit dem jeweiligen Emitter elektrisch kurzgeschlossen. Der Kollektor des Bipolartransistors
43 ist mit dem Schaltungsknoten 10 verbunden, an welchem das Potential V
1 bereitgestellt ist. Der Emitter dieses Bipolartransistors 43 ist mit dem Knoten 35
verbunden. Der Knoten 35 ist auch mit dem Kollektor des Bipolartransistors 44 verbunden,
und der Emitter dieses Bipolartransistors 44 ist mit dem Bezugspotential 11 verbunden.
In Analogie dazu ist - symmetrisch - der Knoten 39 mit dem Emitter des Bipolartransistors
45 sowie mit dem Kollektor des Bipolartransistors 46 verbunden. Der Kollektor des
Bipolartransistors 45 ist mit dem Schaltungsknoten 10 verbunden, während der Emitter
des Bipolartransistors 46 mit dem Bezugspotential 11 verbunden ist.
[0042] Es wird nun die Funktionsweise der Messeinrichtung 5 im Betrieb des Hausgeräts 1
näher erläutert: Im Betrieb des Hausgeräts 1 ermittelt der Mikrocontroller 9 den Wäschewiderstand
4 und somit den Trocknungsgrad der Wäschestücke 3 und kann somit die Zeit berechnen,
die zum ordnungsgemäßen Abschließen des Trocknungsprozesses erforderlich ist. Der
Trocknungsprozess wird also dann abgeschlossen, wenn die Wäschestücke 3 trocken sind.
[0043] Bei nassen Wäschestücken 3 bzw. bei geringem Wäschewiderstand 4 werden durch den
Mikrocontroller 9 die Bipolartransistoren 23 bis 26 derart angesteuert, dass am Knoten
15 abwechselnd das positive Potential V
1 und das Bezugspotential 11 anliegt, während am Knoten 16 abwechselnd das jeweils
andere Potential V
1 oder 11 als am Knoten 15 anliegt. Diese Umpolung erfolgt beispielsweise mit einer
Frequenz von 400 Hz. Es fließt somit durch die Messelektroden 6, 7 und somit auch
durch die Wäschestücke 3 ein Gleichstrom I, dessen Richtung ständig gewechselt wird.
Dieser Richtungswechsel erfolgt aufgrund der periodischen Umpolung der Potentiale
V
1 und 11 an den Knoten 15 und 16. Man kann sagen, dass der Strom I ein symmetrischer,
rechteckförmiger Strom ist.
[0044] Während die Richtung des Stromflusses I durch die Messelektroden 6, 7 ständig gewechselt
wird, erfasst der Mikrocontroller 9 die Amplitude der Wäschespannung U
W, nämlich an den Messeingängen 32, 34. Diese Amplitude der Wäschespannung U
W kann leicht variieren, je nachdem, in welche Richtung der Strom I fließt. Diese leichte
Veränderung der Amplitude kann auf gegebenenfalls noch vorhandene galvanische Effekte
innerhalb der Wäschetrommel 2 zurückgeführt werden. Der Mikrocontroller 9 erfasst
jedoch die Amplitude der Wäschespannung U
W sowohl für die eine Richtung des Stromflusses I als auch für die andere Richtung
des Stromflusses I. Diese Amplituden kann der Mikrocontroller 9 mitteln und einen
Mittelwert der Amplituden der Bestimmung des Wäschewiderstands 4 zugrunde legen. Auf
diesem Weg wird erreicht, dass gegebenenfalls noch vorhandene Polarisationsspannung
überhaupt keinen Einfluss auf die Genauigkeit der Bestimmung des Wäschewiderstands
4 hat. Durch eine solche Differenz-Messung kann somit der Trocknungsgrad der Wäschestücke
3 mit höchster Genauigkeit bestimmt werden.
[0045] Bei nassen Wäschestücken 3 wird also nur der erste Spannungsteiler 12 mit Strom durchflossen,
während die Bipolartransistoren 27 bis 30 nicht angesteuert werden und somit der zweite
Spannungsteiler 17 nicht bestromt wird. Der zweite Spannungsteiler 17 ist gegenüber
dem ersten Spannungsteiler 12 hochohmig und besitzt einen höheren Gesamtwiderstand.
Der Gesamtwiderstand des ersten Spannungsteilers 12 kann beispielsweise 100 kΩ betragen,
während der Gesamtwiderstand des zweiten Spannungsteilers 17 1,2 MΩ betragen kann.
Dies bedeutet, dass die Widerstände 13, 14 des ersten Spannungsteilers 12 jeweils
einen Widerstandswert von 50 kΩ aufweisen können, während die Widerstände 18, 19 des
zweiten Spannungsteilers 17 jeweils einen Widerstandswert von 600 kΩ aufweisen können.
[0046] Während des Trocknungsprozesses werden die Wäschestücke 3 immer trockener, und es
erhöht sich der Wäschewiderstand 4. Auch die Amplitude der Wäschespannung U
W steigt an. Würde nun für den gesamten Trocknungsprozess nur der erste Spannungsteiler
12 verwendet werden, so müsste der Mikrocontroller 9 die Amplitude der Wäschespannung
U
W über einen relativ großen Messbereich messen. Um diese Situation zu vermeiden, wird
ab einem bestimmten Wert der Wäschespannung U
W bzw. des Wäschewiderstands 4 nicht mehr der erste Spannungsteiler 12, sondern stattdessen
der zweite Spannungsteiler 17 verwendet. Erreicht die Amplitude der Wäschespannung
U
W also den vorbestimmten Wert, so werden die Bipolartransistoren 23 bis 26 nicht mehr
angesteuert, sondern stattdessen die Bipolartransistoren 27 bis 30. Die Ansteuerung
der Bipolartransistoren 27 bis 30 erfolgt analog: Der Knoten 20 wird abwechselnd -
mit der genannten Frequenz - mit dem Potential V
1 und dem Bezugspotential 11 beaufschlagt, und der Knoten 21 mit dem jeweils anderen
Potential V
1 oder 11. Dann sind die Messelektroden 6, 7 mit den hochohmigen Widerständen 18, 19
des zweiten Spannungsteilers 17 verbunden, sodass sich auch die zwischen den Messelektroden
6, 7 abfallende Teilspannung verringert. Der Mikrocontroller 9 kann somit die Wäschespannung
U
W mit einer besseren Auflösung messen, und es kann der Messbereich des Mikrocontrollers
9 quasi zweimal durchlaufen werden.
[0047] Der Wäschewiderstand 4 wird also bipolar und symmetrisch gemessen. Die Schaltungsanordnung
8 ist nämlich elektrisch symmetrisch aufgebaut, sodass galvanische Effekte innerhalb
der Wäschetrommel 2 vermieden werden.
[0048] Wie bereits ausgeführt, ist die Wäschetrommel 2 in der Regel mit dem Schutzleiter
PE elektrisch gekoppelt, nämlich beispielsweise über ein Lager. Um zu vermeiden, dass
über die Wäschetrommel 2 und den Schutzleiter PE elektrischer Ableitstrom hin zur
Erde fließt, wird im Ausführungsbeispiel die Wäschetrommel 2 bzw. der Schutzleiter
PE elektrisch vorgespannt, nämlich gegenüber dem Bezugspotential 11. Zum Beispiel
kann die Wäschetrommel 2 mit einem Potential beaufschlagt werden, welches betragsmäßig
um die Hälfte geringer als das Potential V
1 ist. Dazu kann ein Spannungsteiler 47 bereitgestellt sein, welcher am Schaltungsknoten
10 das Potential V
1 abgreift und mit Hilfe von Widerständen 48, 49 aufteilt. Die Wäschetrommel 2 bzw.
der Schutzleiter PE kann über einen Widerstand 50 mit einem zwischen den Widerständen
48, 49 liegenden Knoten 51 gekoppelt sein. Die Widerstände 48, 49 und 50 können jeweils
einen Widerstandswert von 10 kΩ aufweisen.
[0049] Die Bauelemente der Schaltungsanordnung 8 können beispielsweise wie folgt dimensioniert
sein:
- Widerstände 13, 14: jeweils 50 kΩ,
- Widerstände 18, 19: jeweils 600 kΩ,
- Kondensatoren 36, 40: jeweils 10 pF (können auch entfallen),
- Kondensatoren 38, 42: jeweils 100 pF,
- Widerstände 31, 33: jeweils 4,7 kΩ.
[0050] In Fig. 2 ist das Hausgerät 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Die Funktionsweise der Messeinrichtung 5 ist im Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 2 im Wesentlichen gleich wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1. Auch der Aufbau
der Messeinrichtung 5 ist ähnlich, sodass nachfolgend lediglich auf die Unterschiede
näher eingegangen wird:
[0051] Die Schaltungsanordnung 8 beinhaltet hier einen Mikrocontroller 9', in welchen Schaltmittel
(22 in Fig. 1) integriert sind. Der Mikrocontroller 9' weist nun vier Anschlüsse auf,
nämlich einen ersten Anschluss 52 (entspricht dem Knoten 15 in Fig. 1), einen zweiten
Anschluss 53 (entspricht dem Knoten 16 in Fig. 1), einen dritten Anschluss 54 (entspricht
dem Knoten 20 in Fig. 1) sowie einen vierten Anschluss 55 (entspricht dem Knoten 21
in Fig. 1). Der erste Anschluss 52 ist über den ersten Widerstand 13 des ersten Spannungsteilers
12 mit der ersten Messelektrode 6 gekoppelt, während der zweite Anschluss 53 über
den zweiten Widerstand 14 des ersten Spannungsteilers 12 mit der zweiten Messelektrode
7 gekoppelt ist. Entsprechend ist der dritte Anschluss 54 über den ersten Widerstand
18 des zweiten Spannungsteilers 17 mit der ersten Messelektrode 6 gekoppelt, während
der vierte Anschluss 55 über den zweiten Widerstand 19 des zweiten Spannungsteilers
17 mit der zweiten Messelektrode 7 gekoppelt ist. Der Mikrocontroller 9' ist auch
mit dem Schaltungsknoten 10 (Potential V
1) verbunden.
[0052] Die Funktion der Kondensatoren 38 und 42 übernehmen nun entsprechend die Kondensatoren
38a und 38b respektive 42a und 42b. Diese sind zwischen den jeweiligen Anschlüssen
52, 54, 53, 55 und dem Bezugspotential 11 geschaltet.
[0053] Auch der Mikrocontroller 9' dient in der Schaltungsanordnung 8, im Rahmen vorliegender
Erläuterung in erster Linie der Durchführung des nachfolgend zu beschreibenden Messverfahrens.
Hinsichtlich der weiteren Verwendung der so gewonnen Messergebnisse in einem Verfahren
zum Trocknen der Wäschestücke 3 kann auch der Mikrocontroller 9' zusätzlich die Steuerung
der weiteren Komponenten des Hausgeräts 1 durchführen und somit die Messwerte selbst
verwenden; ebenso ist es denkbar, dass der Mikrocontroller 9' allein zum Betreiben
der Schaltungsanordnung 8 und zur Durchführung des Messverfahrens dient und die gewonnenen
Messergebnisse an einen in der Zeichnung nicht dargestellten weiteren Mikrocontroller,
dem die Steuerung des eigentlichen Trocknungsprozesses unter Verwendung der Messergebnisse
obliegt, abführt. Dies kann insbesondere über entsprechende digitale Schnittstellen
erfolgen.
[0054] Bei nassen Wäschestücken 3 (im ersten Messbereich, bevor die Wäschespannung U
W den vorbestimmten Wert erreicht) stellt der Mikrocontroller 9' an dem ersten Anschluss
52 abwechselnd das Potential V
1 und das Bezugspotential 11 bereit. Am zweiten Anschluss 53 wird dagegen das jeweils
andere Potential als am ersten Anschluss 52 bereitgestellt.
[0055] Bevor die Wäschespannung U
W den vorbestimmten Wert erreicht, dienen der dritte und der vierte Anschluss 54, 55
als Messeingänge (vgl. 32, 34 in Fig. 1). Über die Anschlüsse 54, 55 wird also die
Wäschespannung U
W gemessen.
[0056] Erreicht die Wäschespannung U
W den vorbestimmten Wert bzw. erhöht sich der Wäschewiderstand 4, so werden die Potentiale
V
1 bzw. 11 nicht mehr an den Anschlüssen 52, 53 bereitgestellt, sondern an den Anschlüssen
54, 55. Nun werden die Anschlüsse 52, 53 als Messeingänge verwendet, an denen die
Wäschespannung U
W gemessen wird.
[0057] Auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird somit der Wäschewiderstand 4 bipolar
und symmetrisch gemessen. Es sind vier Anschlüsse 52 bis 55 beim Mikrocontroller 9'
bereitgestellt, die je nach Messbereich der Wäschespannung U
W paarweise als Eingänge oder Ausgänge verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Hausgerät
- 2
- Wäschetrommel
- 3
- Wäschestücke
- 4
- Wäschewiderstand
- 5
- Messeinrichtung
- 6
- Messelektrode
- 7
- Messelektrode
- 8
- Schaltungsanordnung
- 9
- Mikrocontroller
- 9'
- Mikrocontroller
- 10
- Schaltungsknoten
- 11
- Bezugspotential
- 12
- Spannungsteiler
- 13
- Widerstand
- 14
- Widerstand
- 15
- Knoten
- 16
- Knoten
- 17
- Spannungsteiler
- 18
- Widerstand
- 19
- Widerstand
- 20
- Knoten
- 21
- Knoten
- 22
- Schaltmittel
- 23
- NPN-Bipolartransistor
- 24
- NPN-Bipolartransistor
- 25
- NPN-Bipolartransistor
- 26
- NPN-Bipolartransistor
- 27
- NPN-Bipolartransistor
- 28
- NPN-Bipolartransistor
- 29
- NPN-Bipolartransistor
- 30
- NPN-Bipolartransistor
- 31
- Messwiderstand
- 32
- Messeingang
- 33
- Messwiderstand
- 34
- Messeingang
- 35
- Knoten
- 36
- Kondensator
- 37
- Knoten
- 38, 38a, 38b
- Kondensator
- 39
- Knoten
- 40
- Kondensator
- 41
- Knoten
- 42, 42a, 42b
- Kondensator
- 43
- NPN-Bipolartransistor
- 44
- NPN-Bipolartransistor
- 45
- NPN-Bipolartransistor
- 46
- NPN-Bipolartransistor
- 47
- Spannungsteiler
- 48
- Widerstand
- 49
- Widerstand
- 50
- Widerstand
- 51
- Knoten
- 52
- Anschluss
- 53
- Anschluss
- 54
- Anschluss
- 55
- Anschluss
- I
- Stromfluss
- PE
- Schutzleiter
- UW
- Wäschespannung
- V1
- Potential
1. Hausgerät (1) zum Trocknen von Wäschestücken (3), mit einer Messeinrichtung (5) zum
Bestimmen einer mit einem Trocknungsgrad der Wäschestücke (3) korrelierten Messgröße
(4, U
W), wobei die Messeinrichtung (5) umfasst:
- zwei zueinander beabstandet angeordnete Messelektroden (6, 7), die in dem Hausgerät
(1) derart angeordnet sind, dass sie im Betrieb des Hausgerätes (1) die zu trocknenden
Wäschestücke (3) berühren, und
- eine mit den Messelektroden (6, 7) gekoppelte Schaltungsanordnung (8), die dazu
ausgebildet ist, einen Stromfluss (I) durch die Messelektroden (6, 7) zu bewirken,
eine zwischen den Messelektroden (6, 7) abfallende elektrische Wäschespannung (UW) zu erfassen und in Abhängigkeit von der erfassten Wäschespannung (UW) die Messgröße (4, UW) zu ermitteln,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltungsanordnung (8) dazu ausgebildet ist, eine Richtung des Stromflusses (I)
durch die Messelektroden (6, 7) wiederholt zu wechseln.
2. Hausgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) dazu ausgebildet ist, abwechselnd an einer der Messelektroden
(6, 7) ein elektrisches Potential und an der jeweils anderen Messelektrode (6, 7)
ein unterschiedliches elektrisches Potential anzulegen.
3. Hausgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) dazu ausgebildet ist, die Richtung des Stromflusses (I)
mit einer Frequenz zu wechseln, welche in einem Wertebereich von 300 Hz bis 500 Hz
liegt.
4. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) zum Ermitteln der Messgröße (4, UW) sowohl abhängig von der Wäschespannung (UW), die sich für die eine Richtung des Stromflusses (I) einstellt, als auch abhängig
von der Wäschespannung (UW), die sich für die andere Richtung des Stromflusses (I) einstellt, ausgebildet ist.
5. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) einen Spannungsteiler (12) aufweist, welcher einen an
die Messelektroden (6, 7) gekoppelten Wäschewiderstand (4) der Wäschestücke (3) umfasst,
und die Schaltungsanordnung (8) dazu ausgebildet ist, den Stromfluss (I) durch den
Spannungsteiler (12) zu bewirken.
6. Hausgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsteiler (12) einen ersten Ohmschen Widerstand (13), über welchen eine
erste der Messelektroden (6) abwechselnd mit einem ersten elektrischen Potential (V1) und einem vom ersten Potential (V1) unterschiedlichen zweiten elektrischen Potential (11) koppelbar ist, und einen zweiten
Ohmschen Widerstand (14) aufweist, über welchen im Gegentakt zur ersten Messelektrode
(6) die zweite Messelektrode (7) abwechselnd mit dem ersten und dem zweiten Potential
(V1, 11) koppelbar ist.
7. Hausgerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elektrische Potential (V1) ein positives Potential ist und das zweite elektrische Potential (11) ein gegenüber
dem ersten Potential (11) geringeres, positives Potential oder ein Bezugspotential
(11) ist.
8. Hausgerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) einen zweiten Spannungsteiler (17) aufweist, welcher
einen gegenüber dem ersten Spannungsteiler (12) betragsmäßig größeren Gesamtwiderstand
aufweist, und die Schaltungsanordnung (8) dazu ausgebildet ist, nach Erreichen eines
vorbestimmten Wertes durch die Messgröße (4, UW) den Stromfluss (I) unter Umgehung des ersten Spannungsteilers (12) durch den zweiten
Spannungsteiler (17) zu bewirken.
9. Hausgerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spannungsteiler (17) einen ersten Ohmschen Widerstand (18) und einen zweiten
Ohmschen Widerstand (19) aufweist, und dass nach Erreichen des vorbestimmten Wertes
durch die Messgröße (4, UW) die erste Messelektrode (6) über den ersten Widerstand (18) des zweiten Spannungsteilers
(17) abwechselnd mit dem ersten Potential (V1) und dem zweiten Potential (11) koppelbar ist, während die zweite Messelektrode (7)
im Gegentakt zur ersten Messelektrode (6) über den zweiten Widerstand (19) des zweiten
Spannungsteilers (17) abwechselnd mit dem ersten Potential (V1) und dem zweiten Potential (11) koppelbar ist.
10. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) Schaltmittel (22) zum Wechseln der Richtung des Stromflusses
(I) aufweist.
11. Hausgerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (8) einen Mikrocontroller (9') aufweist und die Schaltmittel
(22) in den Mikrocontroller (9') integriert sind.
12. Hausgerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (22) von einem Mikrocontroller (9) der Schaltungsanordnung (8) separate
Schaltmittel (22) sind.
13. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste der Messelektroden (6) abwechselnd mit einem ersten elektrischen Potential
(V1) und einem vom ersten Potential (V1) unterschiedlichen zweiten elektrischen Potential (11) koppelbar ist und die zweite
Messelektrode (7) im Gegentakt zur ersten Messelektrode (6) abwechselnd mit dem ersten
und dem zweiten Potential (11, V1) koppelbar ist, wobei eine Wäschetrommel (2) des Hausgerätes (1) mit einem elektrischen
Potential beaufschlagbar ist, welches betragsmäßig zwischen dem ersten und dem zweiten
Potential (11, V1) liegt.
14. Verfahren zum Bestimmen einer mit einem Trocknungsgrad von Wäschestücken (3) korrelierten
Messgröße (4, U
W) mit Hilfe einer Messeinrichtung (5) in einem Hausgerät (1), in welchem die Wäschestücke
(3) getrocknet werden, mit den Schritten:
- Bewirken eines Stromflusses (I) durch zwei zueinander beabstandet angeordnete Messelektroden
(6, 7), die in dem Hausgerät (1) derart angeordnet sind, dass sie die zu trocknenden
Wäschestücke (3) berühren,
- Erfassen einer zwischen den Messelektroden (6, 7) abfallenden elektrischen Wäschespannung
(UW) und
- Ermitteln der Messgröße (4, UVV) in Abhängigkeit von der erfassten Wäschespannung
(UW),
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Richtung des Stromflusses (I) durch die Messelektroden (6, 7) wiederholt gewechselt
wird.
1. Domestic appliance (1) for drying articles of laundry (3), comprising a measuring
device (5) for determining a measurement variable (4, U
W) correlated with a degree of drying of the articles of laundry (3), wherein the measuring
device (5) comprises:
- two mutually spaced-apart measuring electrodes (6, 7) which are so arranged in the
domestic appliance (1) that in operation of the domestic appliance (1) they contact
the articles of laundry (3) to be dried and
- a circuit arrangement (8) which is coupled with the measuring electrodes (6, 7)
and which is constructed to produce a flow of current (I) through the measuring electrodes
(6, 7), to detect an electrical laundry voltage (UW) dropping between the measuring electrodes (6, 7) and to determine the measurement
variable (4, UW) in dependence on the detected laundry voltage (UW),
characterised in that
the circuit arrangement (8) is constructed to repeatedly change the direction of the
flow of current (I) through the measuring electrodes (6, 7).
2. Domestic appliance (1) according to claim 1, characterised in that the circuit arrangement (8) is constructed for the purpose of applying in alternation
an electrical potential to one of the measuring electrodes (6, 7) and a different
electrical potential to the respective other measuring electrode (6, 7).
3. Domestic appliance (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the circuit arrangement (8) is constructed for the purpose of changing the direction
of the flow of current (I) at a frequency lying in a value range of 300 Hz to 500
Hz.
4. Domestic appliance (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the circuit arrangement (8) is constructed to determine the measurement variable
(4, UW) not only in dependence on the laundry voltage (UW), which is set for one direction of the flow of current (I), but also in dependence
on the laundry voltage (UW), which is set for the other direction of the flow of current (I).
5. Domestic appliance (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the circuit arrangement (8) has a voltage divider (12), which comprises a laundry
resistance (4) of the articles of laundry (3), the resistance being coupled with the
measuring electrodes (6, 7), and the circuit arrangement (8) is constructed to produce
the flow of current (I) through the voltage divider (12).
6. Domestic appliance (1) according to claim 5, characterised in that the voltage divider (12) comprises a first resistive resistance (13), by way of which
a first one of the measuring electrodes (6) can be coupled in alternation with a first
electrical potential (V1) and a second electrical potential (11) different from the first potential (V1), and a second resistive resistance (14), by way of which the second measuring electrode
(7) can be coupled in alternation to the first and second potentials (V1, 11) in push-pull arrangement to the first measuring electrode (6).
7. Domestic appliance (1) according to claim 6, characterised in that the first electrical potential (V1) is a positive potential and the second electrical potential (11) is a positive potential
smaller by comparison with the first potential (11) or a reference potential (11).
8. Domestic appliance (1) according to any one of claims 5 to 7, characterised in that the circuit arrangement (8) has a second voltage divider (17), which has an overall
resistance greater in terms of amount by comparison with the first voltage divider
(12), and the circuit arrangement (8) is constructed to produce the flow of current
(I) through the second voltage divider (17), with bypassing of the first voltage divider
(12), after the measurement variable (4, UW) has reached a predetermined value.
9. Domestic appliance (1) according to claim 6, characterised in that the second voltage divider (17) comprises a first resistive resistance (18) and a
second resistive resistance (19) and that after the measurement variable (4, UW) has reached the predetermined value the first measuring electrode (6) can be coupled
in alternation to the first potential (V1) and the second potential (11) by way of the first resistance (18) of the second
voltage divider (17), whereas the second measuring electrode (7) can be coupled in
alternation to the first potential (V1) and the second potential (11) by way of the first resistance (19) of the second
voltage divider (17) in push-pull arrangement to the first measuring electrode (6).
10. Domestic appliance (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the circuit arrangement (8) comprises switching means (22) for changing the direction
of the flow of current (I).
11. Domestic appliance (1) according to claim 10, characterised in that the circuit arrangement (8) comprises a microcontroller (9') and the switching means
(22) are integrated in the microcontroller (9').
12. Domestic appliance (1) according to claim 10, characterised in that the switching means (22) are switching means (22) separate from a microcontroller
(9) of the circuit arrangement (8).
13. Domestic appliance (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that a first one of the measuring electrodes (6) can be coupled in alternation to a first
electrical potential (V1) and a second electrical potential (11) different from the first potential (V1) and the second measuring electrode (7) can be coupled in alternation to the first
and the second potentials (11, V1) in push-pull arrangement to the first measuring electrode (6), wherein a laundry
drum (2) of the domestic appliance (1) can be acted on by an electrical potential
which in terms of amount lies between the first and second potentials (11, V1).
14. Method of determining a measurement variable (4, U
W), which is correlated with a degree of drying of articles of laundry (3), with the
help of a measuring device (5) in a domestic appliance (1), in which the articles
of laundry (3) are dried, comprising the steps:
- producing a flow of current (I) through two mutually spaced-apart measuring electrodes
(6, 7) which are so arranged in the domestic appliance (1) that they contact the articles
of laundry (3) to be dried,
- detecting an electrical laundry voltage (UW) dropping between the measuring electrodes (6, 7) and
- determining the measurement variable (4, UW) in dependence on the detected laundry voltage (UW),
characterised in that
the direction of the flow of current (I) through the measuring electrodes (6, 7) is
repeatedly changed.
1. Appareil ménager (1) destiné à sécher du linge (3), muni d'un dispositif de mesure
(5) permettant de déterminer une grandeur de mesure (4, U
W) corrélée avec un degré de séchage du linge (3), le dispositif de mesure (5) comprenant
:
- deux électrodes de mesure (6, 7) disposées à écart l'une de l'autre, lesquelles
sont disposées dans l'appareil ménager (1) de manière à ce qu'elles touchent le linge
(3) à sécher pendant le fonctionnement de l'appareil ménager (1), et
- un circuit (8) couplé aux électrodes de mesure (6, 7), lequel est réalisé pour provoquer
un flux de courant (I) à travers les électrodes de mesure (6, 7), pour saisir une
tension électrique du linge (UW) baissant entre les électrodes de mesure (6, 7) et pour déterminer la grandeur de
mesure (4, UW) en fonction de la tension saisie du linge (UW),
caractérisé en ce que
le circuit (8) est réalisé pour changer de manière répétée un sens du flux du courant
(I) à travers les électrodes de mesure (6, 7).
2. Appareil ménager (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit (8) est réalisé pour appliquer en alternance sur l'une des électrodes
de mesure (6, 7) un potentiel électrique et sur l'autre électrode de mesure (6, 7)
respectivement un potentiel électrique différent.
3. Appareil ménager (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le circuit (8) est réalisé pour changer le sens du flux du courant (I) avec une fréquence
qui est située dans une plage de valeur de 300 Hz à 500 Hz.
4. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit (8) est réalisé pour déterminer la grandeur de mesure (4, UW) aussi bien en fonction de la tension du linge (UW) qui se règle pour un sens du flux du courant (I) qu'en fonction de la tension du
linge (UW) qui se règle pour l'autre sens du flux du courant (I).
5. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit (8) présente un diviseur de tension (12), lequel comprend une résistance
de linge (4) du linge (3) couplée aux électrodes de mesure (6, 7), et en ce que le circuit (8) est réalisé pour provoquer le flux du courant (I) à travers le diviseur
de tension (12).
6. Appareil ménager (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le diviseur de tension (12) présente une première résistance ohmique (13), par l'intermédiaire
de laquelle une première des électrodes de mesure (6) peut être couplée en alternance
à un premier potentiel électrique (V1) et à un deuxième potentiel électrique (11) différent du premier potentiel (V1), et une deuxième résistance ohmique (14) par l'intermédiaire de laquelle la deuxième
électrode de mesure (7), en contre- cadence par rapport à la première électrode de
mesure (6), peut être couplée en alternance au premier et au deuxième potentiels (V1, 11).
7. Appareil ménager (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le premier potentiel électrique (V1) est un potentiel positif et en ce que le deuxième potentiel électrique (11) est un potentiel positif inférieur par rapport
au premier potentiel (11) ou est un potentiel de référence (11).
8. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le circuit (8) présente un deuxième diviseur de tension (17), lequel présente une
résistance totale d'une valeur plus grande par rapport au premier diviseur de tension
(12), et en ce que le circuit (8) est réalisé pour provoquer le flux du courant (I) en évitant le premier
diviseur de tension (12) par le deuxième diviseur de tension (17), une fois qu'une
valeur prédéterminée est atteinte par la grandeur de mesure (4, UW).
9. Appareil ménager (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le deuxième diviseur de tension (17) présente une première résistance ohmique (18)
et une deuxième résistance ohmique (19), et en ce qu'après l'obtention de la valeur prédéterminée par la grandeur de mesure (4, UW), la première électrode de mesure (6) peut être couplée en alternance au premier
potentiel (V1) et au deuxième potentiel (11) par l'intermédiaire de la première résistance (18)
du deuxième diviseur de tension (17), alors que la deuxième électrode de mesure (7),
en contre-cadence par rapport à la première électrode de mesure (6), peut être couplée
en alternance au premier potentiel (V1) et au deuxième potentiel (11) par l'intermédiaire de la deuxième résistance (19)
du deuxième diviseur de tension (17).
10. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit (8) présente des moyens de commutation (22) destinés à changer le sens
du flux du courant (I).
11. Appareil ménager (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le circuit (8) présente un microcontrôleur (9') et en ce que les moyens de commutation (22) sont intégrés dans le microcontrôleur (9').
12. Appareil ménager (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que les moyens de commutation (22) sont des moyens de commutation (22) séparés d'un microcontrôleur
(9) du circuit (8).
13. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une première des électrodes de mesure (6) peut être couplée en alternance à un premier
potentiel électrique (V1) et à un deuxième potentiel électrique (11) différent du
premier potentiel (V1) et en ce que la deuxième électrode de mesure (7), en contre-cadence par rapport à la première
électrode de mesure (6), peut être couplée en alternance au premier et au deuxième
potentiels (11, V1), un tambour à linge (2) de l'appareil ménager (1) pouvant être
alimenté avec un potentiel électrique qui, quant à son montant, est situé entre le
premier et le deuxième potentiels (11, V1).
14. Procédé destiné à déterminer une grandeur de mesure (4, U
W) corrélée avec un degré de séchage du linge (3) à l'aide d'un dispositif de mesure
(5) dans un appareil ménager (1), dans lequel le linge (3) est séché, comprenant les
étapes :
- provoquer un flux de courant (I) à travers deux électrodes de mesure (6, 7) disposées
à écart l'une de l'autre, lesquelles sont disposées de telle manière dans l'appareil
ménager (1) qu'elles touchent le linge (3) à sécher,
- saisir une tension électrique du linge (UW) en baisse entre les électrodes de mesure (6, 7) et
- déterminer la grandeur de mesure (4, UW) en fonction de la tension saisie du linge (UW),
caractérisé en ce qu'
un sens du flux du courant (I) à travers les électrodes de mesure (6, 7) est changé
de manière répétée.