[0001] Die Erfindung betrifft einen Tisch mit einer zwischen einer Sitzstellung und Aufstehstellung
hin- und her beweglich geführten Tischplatte mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs 1. Unter Sitzstellung ist eine Stellung der Tischplatte zu verstehen, die
zum Sitzen am Tisch vorgesehen ist, wobei sich ein Körper einer am Tisch sitzenden
Person nahe an einem Rand der Tischplatte befindet und Oberschenkel der am Tisch sitzenden
Person sich teilweise unter der Tischplatte befinden. Die Tischplatte überdeckt Knie
der am Tisch sitzenden Person. Es handelt sich um eine vorgesehene Stellung die selbstverständlich
abhängig davon ist, wie der Tisch in Bezug auf Sitzmöbel, beispielsweise Stühle oder
eine (Eck-) Bank angeordnet ist. Die die Oberschenkel teilweise überdeckende Tischplatte
verhindert ein vollständiges Aufstehen der am Tisch sitzenden Personen mit gestreckten
Beinen.
[0002] In der Aufstehstellung ist die Tischplatte gegenüber der Sitzstellung horizontal
so bewegt, dass ein Aufstehen vom Tisch und ein Platznehmen am Tisch erleichtert ist.
In der Aufstehstellung überdeckt die Tischplatte die Oberschenkel einer am Tisch sitzenden
Personen nicht oder weniger als in der Sitzstellung, wodurch das Aufstehen und Platznehmen
erleichtert ist und/oder die Tischplatte ist in der Aufstehstellung horizontal so
verlagert, dass eine beispielsweise auf einer Eckbank am Tisch sitzende Person leichter
um eine Ecke der Tischplatte herum gelangt, um vom Tisch aufzustehen und sich vom
Tisch zu entfernen oder um die Tischplatte herum auf beispielsweise der Eckbank Platzzunehmen.
Auch die Aufstehstellung der Tischplatte ist wie die Sitzstellung selbstverständlich
von der Anordnung des Tischs in Bezug auf dem Tisch zugeordnete Sitzmöbel abhängig,
weswegen die Aufstehstellung der Tischplatte des erfindungsgemäßen Tischs das Aufstehen
vom Tisch und das Platznehmen am Tisch erleichtern kann, nicht jedoch zwingend erleichtert.
[0003] Anders ausgedrückt lässt sich die Tischplatte von einer Person, die an einer Seite
der Tischplatte sitzt, ein Stück weit weg bewegen, in dem die Tischplatte von der
Sitzstellung in die Aufstehstellung bewegt wird. Und zwar dann, wenn die Person an
der Seite der Tischplatte sitzt, von der sich Tischplatte von der Sitzstellung in
die Aufstehstellung weg bewegt.
[0004] Die Offenlegungsschrift
DE 195 25 456 A1 offenbart einen Tisch mit einer horizontal verschieblichen Tischplatte, die in eine
Sitzstellung verschiebbar ist, in der sie einem Körper einer am Tisch sitzenden Person
nahe ist und seine Oberschenkel teilweise überdeckt, und in eine Aufstehstellung,
in der die Tischplatte einen größeren Abstand vom Körper der am Tisch sitzenden Person
hat. Die Tischplatte des bekannten Tischs ist in beiden Stellungen arretierbar.
[0005] Die Europäische Patentanmeldung
EP 2 345 343 A2 offenbart einen Tisch mit einer Tischplatte, die längs- und querverschieblicht ist,
um sie in eine Sitzstellung, in der sie nahe an einem Körper einer am Tisch sitzenden
Personen ist, und in eine Aufstehstellung, in der sie einen größeren Abstand vom Körper
der am Tisch sitzenden Person aufweist, zu verschieben ist. Mit einer Klemmeinrichtung
lässt sich die Tischplatte des bekannten Tischs in jeder Stellung feststellen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist einen Tisch der vorstehend erläuterten Art mit vereinfachter
Handhabung vorzuschlagen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße
Tisch mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist ein Totpunktfederelement auf, das an
der Tischplatte angreift und das nach Überwinden einer Totpunktstellung die Tischplatte
in die Sitzstellung oder die Aufstehstellung beaufschlagt. Die Totpunktstellung der
Tischplatte befindet sich zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung, nicht
notwendigerweise in einer Mitte zwischen diesen beiden Stellungen. In der Totpunktstellung
ist das Totpunktfederelement maximal gespannt, wobei das Totpunktfederelement eine
Zugfeder, eine Druckfeder oder eine andere Feder aufweisen kann. Nach Überwinden der
Totpunktstellung in Richtung der Sitzstellung und in der Sitzstellung beaufschlagt
das Totpunktfederelement die Tischplatte in die Sitzstellung, nach Überwinden der
Totpunktstellung in umgekehrter Richtung, also in Richtung der Aufstehstellung und
in der Aufstehstellung, beaufschlagt das Totpunktfederelement die Tischplatte in die
Aufstehstellung. Das Totpunktfederelement hält die Tischplatte sowohl in der Sitzstellung
als auch in der Aufstehstellung. Um die Tischplatte aus der Sitzstellung in Richtung
der Aufstehstellung und umgekehrt aus der Aufstehstellung in Richtung der Sitzstellung
zu bewegen, muss sie bis zum Erreichen der Totpunktstellung gegen die Kraft des Totpunktfederelements
bewegt werden.
[0008] Die Erfindung hat den Vorteil, dass die Tischplatte vom Totpunktfederelement in der
Sitzstellung und in der Aufstehstellung gehalten wird, ohne dass sie manuell verriegelt,
festgeklemmt oder in anderer Weise festgestellt werden muss und dass sie ohne Lösen
einer Verriegelung, Klemmung oder sonstigen Feststellung aus der Sitzstellung in die
Aufstehstellung und umgekehrt bewegt werden kann.
[0009] Zur beweglichen Führung sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine Schwenklagerung
für die Tischplatte vor, die Tischplatte ist also zwischen der Sitz- und der Aufstehstellung
hin- und herschwenkbar. Eine Schwenklagerung ermöglicht eine einfache, preisgünstige
und trotzdem stabile Führung der Tischplatte, außerdem ist eine Schwenklagerung platzsparend,
weil sie keine Führungsschienen benötigt.
[0010] Insbesondere ist die Tischplatte außermittig schwenkbar gelagert, wobei außermittig
außerhalb eines Mittelpunkts oder außerhalb einer Mittellinie der Tischplatte bedeutet.
Eine Achse der Schwenklagerung befindet sich außerhalb einer Mittellinie, beispielsweise
außerhalb einer Quermittelinie der Tischplatte und kann sich auf oder außerhalb einer
anderen Mittellinie, beispielsweise einer Längsmittellinie der Tischplatte befinden.
Die Schwenkachse der Schwenklagerung befindet sich zwischen einer Mitte und einem
Rand der Tischplatte, vorzugsweise näher am Rand als an der Mitte der Tischplatte,
so dass bei gegebenem Schwenkwinkel ein der Schwenklagerung ferner Rand der Tischplatte
weiter bewegt.
[0011] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine kombinierte Schwenklagerung und Schiebeführung
der Tischplatte vor, die die Bewegungsmöglichkeiten der Tischplatte vergrößert.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht zwei Schwenklagerungen oder zwei kombinierte
Schwenklagerungen und Schiebeführungen auf verschiedenen Seiten der Mitte der Tischplatte
vor. Damit lässt sich wahlweise ein- oder ein gegenüberliegendes Ende der Tischplatte
verschwenken, um wahlweise auf einer- oder einer gegenüberliegenden Seite Platz zum
leichteren Aufstehen zu schaffen.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass ein Verschwenken oder Verschieben
der Tischplatte an einer Seite die andere Seite gegen ein Verschieben der anderen
Seite der Tischplatte sperrt. Diese Ausgestaltung der Erfindung vermeidet ein Parallelverschieben
der Tischplatte und begrenzt eine maximale Verlagerung der Tischplatte um eine zu
hohe seitliche Belastung, und dadurch eine Instabilität des Tischs zu vermeiden, wenn
die Tischplatte beladen ist.
[0014] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Bewegungsdämpfer vor, der eine Bewegung
der Tischplatte dämpft. Dadurch lässt sich ein Anschlagen der Tischplatte am Ende
ihrer Bewegung in die Sitzstellung und/oder die Aufstehstellung oder jedenfalls ein
harter Stoß am Ende der Bewegung der Tischplatte vermeiden. Der Bewegungsdämpfer kann
über einen gesamten Weg der Tischplatte, einen Teil ihres Wegs oder erst vor Erreichen
der Sitzstellung und/oder der Aufstehstellung wirksam sein. Der Tisch kann ein kombiniertes
Feder-DämpferElement als kombiniertes Totpunktfederelement und Bewegungsdämpfer aufweisen.
[0015] Eine Ausgestaltung der Erfindung weist einen Abhebeschutz auf, der die Tischplatte
gegen ein Abheben von einem Tischgestell sichert. Dadurch lässt sich der Tisch an
der Tischplatte Tragen, zum Tragen des Tischs muss nicht umständlich das Tischgestell
unter der Tischplatte gegriffen werden..
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zwei in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Die Figuren 1 und 2 zeigen zwei Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer
Tische in Draufsicht ohne Tischplatte und die Figuren 3 und 4 Schnitte in einer Längsmittelebene
an einem kurzen Rand 4 von Tragplatten der Tische aus Figuren 1 und 2 in anderem Maßstab.
Die Zeichnungen sind als schematisierte und vereinfachte Darstellungen zum Verständnis
und zur Erläuterung der Erfindung zu verstehen.
[0017] Der in Figur 1 dargestellte, erfindungsgemäße Tisch weist eine Tragplatte 1 auf,
die sich unter einer Tischplatte befindet. Die Tischplatte ist nicht gezeichnet, weil
sie eine Bewegungsmechanik verdecken würde. Die Tischplatte liegt unbeweglich auf
der Tragplatte 1 auf, sie ist mindestens so groß wie die Tragplatte 1, vorzugsweise
steht sie allseitig über. Die nicht dargestellte Tischplatte kann eine andere Form
aufweisen als die Tragplatte 1, beispielsweise kann sie bogenförmig verlaufende Ränder
aufweisen.
[0018] Die Tragplatte 1 liegt beweglich auf einem Tischgestell auf, welches von der Tragplatte
1 verdeckt wird, so dass das Tischgestell nicht sichtbar ist. Die Tragplatte 1 ist
mit einem Schwenklager 2 auf dem Tischgestell schwenkbeweglich gelagert. Das Schwenklager
2 weist eine vertikale Schwenkachse auf und ist in einer Längsmitte der Tragplatte
1 und nahe einem kurzen Rand 3 angeordnet. Von einem gegenüberliegenden kurzen Rand
4 nach innen versetzt weist die Tragplatte 1 eine Aussparung 5 mit einem kreisbogenförmigen
Rand 6 und zwei geraden Rändern 7 auf. Der kreisbogenförmige Rand 6 der Aussparung
5 verläuft konzentrisch zum Schwenklager 2, die beiden geraden Ränder 7 verlaufen
schräg zur Längsmitte der Tragplatte 1. Die beiden geraden Ränder 7 gehen gerundet
ineinander und in den kreisbogenförmigen Rand 6 der Aussparung 5 über. Die Aussparung
5 befindet sich auf der dem Schwenklager 2 zugewandten, d. h. der konkaven Seite ihres
kreisbogenförmigen Randes 6, sie ist symmetrisch zur Längsmitte der Tragplatte 1.
[0019] In der Aussparung 5 der Tragplatte 1 ist eine Gasdruckfeder 8 mit integriertem Dämpfer
angeordnet. Ein Ende der Gasdruckfeder 8 ist mit einem Schwenklager, welches hier
als Festlager 9 bezeichnet wird, schwenkbar am Tischgestell gelagert. Das andere Ende
der Gasdruckfeder 8 ist mit einem Schwenklager, das hier als bewegliches Lager 10
bezeichnet wird, schwenkbar mit der Tragplatte 1 verbunden. Das bewegliche Lager 10
befindet sich in der Längsmitte der Traplatte 1 im Bereich des gerundeten Übergangs
der beiden geraden Ränder 7 der Aussparung 5 ineinander.
[0020] Das Festlager 9 befindet sich in einer in Figur 1 mit durchgezogenen Linien gezeichneten
Sitzstellung der Tragplatte 1 im Bereich des gerundeten Übergangs von einem geraden
Rand 7 in den kreisbogenförmigen Rand 6 der Aussparung 5, also außerhalb der Längsmitte
der Tragplatte 1 nahe eines Längsrands 11 der Tragplatte 1. Die Tragplatte 1 lässt
sich mit der nicht gezeichneten, auf ihr unbeweglich aufliegenden Tischplatte aus
der mit durchgezogenen Linien gezeichneten Sitzstellung um das Schwenklager 2 in die
mit Strichlinien gezeichnete Aufstehstellung und umgekehrt verschwenken. Das am Tischgestell
feste Festlager 9 bewegt sich dabei nicht. Das bewegliche Lager 10 bewegt sich beim
Schwenken der Tragplatte 1 auf einer Kreisbogenbahn um die Schwenkachse des Schwenklagers
2 der Tragplatte 1, wie mit dem Kreispfeil 12 in Figur 1 gezeichnet.
[0021] Durch die Bewegung auf der Kreisbahn nähert sich das bewegliche Lager 10 dem Festlager
9 bis zur Mitte der Schwenkbewegung der Tragplatte 1, anschließend wird der Abstand
des beweglichen Lagers 10 vom Festlager 9 wieder größer. Bis zur Mitte der Schwenkbewegung
der Tragplatte 1 wird die Gasdruckfeder 8 zusammengedrückt, in der Mitte der Schwenkbewegung
ist sie maximal gespannt. Hat die Tragplatte 1 die Mitte der Schwenkbewegung zwischen
der Sitzstellung und der Aufstehstellung in Richtung der Aufstehstellung überwunden,
beaufschlagt die Gasdruckfeder 8 die Tragplatte 1 in die Aufstehstellung. Bei ungekehrter
Bewegung der Tragplatte 1 beaufschlagt die Gasdruckfeder 8 die Tragplatte 1 in die
Sitzstellung, nachdem sie die Mitte der Schwenkbewegung von der Aufstehstellung in
die Sitzstellung überwunden hat. Das bedeutet, dass die Gasdruckfeder 8 die Tragplatte
1 in die Aufstehstellung und in die Sitzstellung beaufschlagt und in der Aufstehstellung
und der Sitzstellung hält. Zum Schwenken aus der Sitzstellung in die Aufstehstellung
und umgekehrt muss die Tragplatte 1 bis zur Mitte der Schwenkbewegung gegen eine Federkraft
der Gasdruckfeder 8 verschwenkt werden. Die Mitte der Schwenkbewegung der Tragplatte
1 zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung ist eine Totpunktstellung, von
der aus die Gasdruckfeder 8 die Tragplatte 1 in die Aufstehstellung oder die Sitzstellung
beaufschlagt, wenn die Tragplatte 1 aus der Totpunktstellung geschwenkt ist. Die Gasdruckfeder
8 kann deswegen auch als Totpunktfederelement angesehen werden.
[0022] In die Gasdruckfeder 8 ist wie bereits gesagt ein Bewegungsdämpfer integriert, der
die Schwenkbewegung der Tragplatte 1 dämpft und eine stoßartige Beendigung der Schwenkbewegung
der Tragplatte 1 in der Aufstehstellung und der Sitzstellung vermeidet.
[0023] Durch die Schwenkbarkeit der nicht dargestellten Tischplatte zusammen mit der Tragplatte
1 lässt sich ein Aufstehen vom und ein Platznehmen am erfindungsgemäßen Tisch erleichtern.
Der Tisch braucht dafür nicht abgeräumt zu werden.
[0024] In Figur 2 ist wie in Figur 1 eine Tischplatte nicht gezeichnet, um eine darunter
befindliche Mechanik zu zeigen. Die nicht gezeichnete Tischplatte liegt wieder auf
einer Tragplatte 1 auf, gegenüber der die Tischplatte unbeweglich ist, d. h. die nicht
gezeichnete Tischplatte bewegt sich mit der Tragplatte 1 mit. Die Tischplatte ist
mindestens so groß wie die Tragplatte, vorzugsweise steht sie an allen Seiten über.
[0025] Im Unterschied zu Figur 1 sind bei dem Tisch aus Figur 2 beide Enden der Tragplatte
1 zu einer Seite schwenkbar, und zwar beide Enden zur gleichen Seite. Dabei sperrt
das Schwenken eines Endes der Tragplatte 1 in noch zu erläuternder Weise gegen ein
Schwenken des anderen Endes, es lässt sich stets nur ein Ende der Tragplatte 1 zur
Seite Schwenken.
[0026] Die Tragplatte 1 weist zwei kreisbogenförmige Schlitze 13 nahe ihren kurzen Rändern
4 auf. Die Schlitze 13 werden von je einem Zapfen 14 durchgriffen, der fest oben und
nach oben abstehend auf einem Tischgestell des Tischs angeordnet ist, das von der
Tragplatte 1 verdeckt und deswegen in Figuren 1 und 2 nicht sichtbar ist. Die Schlitze
13 sind wie gesagt kreisbogenförmig, sie sind konzentrisch zu dem Zapfen 14, der den
jeweils anderen Schlitz 13 am gegenüberliegenden Ende der Tragplatte 1 durchgreift.
Die Zapfen 14 und die Schlitze 13 bilden Schiebeführungen 15, die die Enden der Tragplatte
1 auf kreisbogenförmigen Bahnen um den Zapfen 14 am gegenüberliegenden Ende der Tragplatte
1 verschiebbar führen. Die Verschiebung der Tragplatte 1 ist ein Schwenken um den
Zapfen 14 am jeweils anderen Ende der Tragplatte 1, die die Schlitze 13 der Tragplatte
1 durchgreifenden Zapfen 14 bilden somit zugleich auch Schwenklagerungen der Tragplatte
1, d. h. die Zapfen 14 und die kreisbogenförmigen Schlitze 13 bilden kombinierte Schwenklagerungen
16 und Schiebeführungen 15 für die Tragplatte 1. Die Zapfen 14 sind außermittig, nämlich
zwischen einer Längsmitte und einem Längsrand 11 der Tragplatte 1 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
sind die Zapfen 14 näher am Längsrand 11 der Tragplatte 1 als an der Längsmitte. Die
kreisbogenförmigen Schlitze 13 sind spiegelsymmetrisch zu einer Quermitte der Tragplatte
1.
[0027] Wird die Tragplatte 1 zusammen mit der auf ihr aufliegenden, nicht gezeichneten Tischplatte
um einen der beiden Zapfen 14 verschwenkt, bewegt sich der kreisbogenförmige Schlitz
13 am gegenüberliegenden Ende der Tragplatte 1 entlang des ihn durchgreifenden Zapfens
14. In Figur 2 ist wie in Figur 1 eine Sitzstellung der Tragplatte 1 mit durchgezogenen
Linien gezeichnet. Mit Strichlinien ist in Figur 2 eine von zwei Aufstehstellungen
der Tragplatte 1 gezeichnet, bei der die Tragplatte 1 um den Zapfen 14 an dem in Figur
2 linken Ende der Tragplatte 1 schwenkt und dabei das in Figur 2 rechte Ende der Tragplatte
1 zu einer Seite, in Figur 2 nach unten, schwenkt. In gleicher Weise lässt sich das
in Figur 2 linke Ende der Tragplatte 1 um den in Figur 2 rechten Zapfen 14 schwenken,
wobei beide Enden der Tragplatte 1 zur gleichen Seite schwenken, d. h. in Figur 2
nach unten.
[0028] In der mit durchgezogenen Linien gezeichneten Sitzstellung sind die kreisbogenförmigen
Schlitze 13 wie bereits gesagt konzentrisch zu dem Zapfen 14 am jeweils gegenüberliegenden
Ende der Tragplatte 1. Beim Schwenken eines Endes der Tragplatte 1 zur Seite, d. h.
beim Schwenken der Tragplatte 1 um den Zapfen 14 am jeweils anderen Ende der Tragplatte
1, verschwenkt der kreisbogenförmige Schlitz 13, der von dem Zapfen 14 durchgriffen
wird, um den die Tragplatte 1 geschwenkt wird, um denselben Schwenkwinkel wie die
Tragplatte 1. Die Verschwenkung des Schlitzes 13 ist in Figur 2 mit Strichlinien am
linken Ende der Tragplatte 1 zu sehen. Der mit der Tragplatte 1 verschwenkte Schlitz
13 ist wegen des Verschwenkens nicht mehr konzentrisch zum Zapfen 14 am gegenüberliegenden
Ende der Tragplatte 1. Das hat zur Folge, dass sich das Ende der Tragplatte 1, das
nicht zur Seite geschwenkt wird, sondern um den Zapfen 14 schwenkt, nicht mit seinem
Schlitz 13 an dem Zapfen 14 entlang verschieben lässt. Durch das Schwenken des in
Figur 2 rechten Endes der Tragplatte 1 zur Seite, in Figur 2 also nach unten in die
mit Strichlinien gezeichnete eine Aufstehstellung, lässt sich das gegenüberliegenden,
d. h. in Figur 2 das linke Ende der Tragplatte 1 nicht mehr zur Seite verschieben.
Das zur Seite schwenken des einen Endes der Tragplatte 1 sperrt die Schiebeführung
15 am anderen Ende der Tragplatte 1 gegen ein Verschieben. Es lässt sich deswegen
immer nur ein Ende der Tragplatte 1 zur Seite schwenken.
[0029] Wie in Figur 1 ist auch beim Tisch aus Figur 2 die mit durchgezogenen Linien gezeichnete
Sitzstellung für ein bequemes Sitzen am Tisch vorgesehen, das Schwenken eines Endes
der Tragplatte 1 und der auf ihr aufliegenden, nicht gezeichneten Tischplatte erleichtert
ein Aufstehen vom und Platznehmen am Tisch und verbessert seine Zugänglichkeit, wenn
der Tisch beispielsweise einer Bank oder Eckbank zugeordnet ist. Die wahlweise Schwenkbarkeit
des einen oder des gegenüberliegenden Endes der Tragplatte 1 und der aufliegenden,
nicht gezeichneten Tischplatte, verbessert die Zugänglichkeit der langen Tischseite,
von den beiden kurzen Tischseiten aus.
[0030] An dem auf dem nicht sichtbaren Tischgestell festen Zapfen 14 sind wie in Figur 1
Gasdruckfedern 8 mit integriertem Dämpfer angelenkt, deren andere Enden schwenkbar
mit der Tragplatte 1 verbunden sind. Die Schwenklager der Gasdruckfedern 8 an den
Zapfen 14 werden wieder als Festlager 9 bezeichnet, die Verbindungen mit der Tragplatte
1 wieder als bewegliche Lager 10. Die beweglichen Lager 10 sind in Figur 2 wie in
Figur 1 in einer Längsmitte und von den Schlitzen 13 gesehen nach innen versetzt an
der Tragplatte 1 befestigt. Beim Schwenken eines Endes der Tragplatte 1 zur Seite
bewegt sich das bewegliche Lager 10 wie mit dem Kreispfeil 12 gezeichnet auf einer
Kreisbogenbahn um den Zapfen 14 am gegenüberliegenden Ende der Tragplatte 1. Die Gasdruckfeder
8 wird dabei verkürzt bis zu einer Totpunktstellung zwischen der Sitzstellung und
der Aufstehstellung, in der die Gasdruckfeder 8 maximal gespannt ist, und verlängert
sich beim weiteren Verschwenken der Tragplatte 1 wieder. In Figur 2 ist die Totpunktstellung
nicht in einer Mitte zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung, sondern näher
bei der Aufstehstellung. Die Gasdruckfeder 8 beaufschlagt die Tragplatte 1 nach dem
Überwinden der Totpunktstellung in die Aufstehstellung oder, beim Verschwenken in
entgegengesetzter Richtung in die Sitzstellung. Die Gasdruckfeder 8 bildet somit auch
in Figur 2 ein Totpunktfederelement, das die Tragplatte 1 mit der aufliegenden, nicht
dargestellten Tischplatte in die Sitzstellung und in die Aufstehstellung beaufschlagt
und in diesen Stellungen hält. Zum Verschwenken muss das Ende der Tischplatte 1 gegen
eine Federkraft der das Totpunktfederelement bildenden Gasdruckfeder verschwenkt werden,
bis die Totpunktstellung überwunden worden ist. Durch den integrierten Dämpfer bildet
die Gasdruckfeder 8 zugleich einen Bewegungsdämpfer, der die Schwenkbewegung der Tragplatte
1 dämpft, um ein stoßartiges Anschlagen der Tragplatte 1 am Ende der Schwenkbewegung
zu vermeiden.
[0031] Die beiden Tische weisen einen Abhebeschutz 18 auf, der die Tragplatten 1 auf einem
Tischgestell 17 hält. Der Tisch kann dadurch an der Tragplatte 1 und, sofern die nicht
dargestellte Tischplatte auf der Tragplatte 1 befestigt ist, an der Tischplatte, gegriffen
und zum Tragen angehoben werden. Einen Abhebeschutz 18 nahe dem einen kurzen Rand
3 der Tragplatte 1 des Tischs aus Figur 1 bildet das Schwenklager 2, das die Tragplatte
1 schwenkbar auf einem Tischgestell 17 lagert und auf dem Tischgestell 17 hält. Das
Tischgestell 17 weist beispielsweise einen zentralen, massiven Fuß oder mehrere Füße
auf, auf denen eine Platte fest angebracht ist. Das Tischgestell 17 ist in Figuren
1 und 2 nicht sichtbar. In Figuren 3 und 4 ist vom Tischgestell 17 ein Bruchstück
seiner Platte an dem kurzen Rand 4 zu sehen, der dem Schwenklager 2 gegenüber liegt.
[0032] Figur 3 zeigt einen Schnitt durch einen Abhebeschutz 18 an dem gegenüberliegenden
kurzen Rand 4 der Tragplatte 1. An dem kurzen Rand 4 ist an einer Unterseite der Tragplatte
1 eine im Querschnitt L-förmige Leiste befestigt, die einen Rand der Platte des Tischgestells
17 untergreift, wodurch die Tragplatte 1 auf dem Tischgestell 17 gehalten ist. Die
L-förmige Leiste, die den Abhebeschutz 18 bildet, verläuft wie der von ihr untergriffene
Rand der Platte des Tischgestells 17 in einem Kreisbogen, dessen Zentrum die Schwenkachse
des Schwenklager 2 bildet. Dadurch ist die Tragplatte 1 auf dem Tischgestell 17 um
die Schwenkachse des Schwenklagers 2 schwenkbar.
[0033] Bei dem Tisch aus Figur 2 bilden die Zapfen 14, die die Schlitze 13 der Tragplatte
1 durchgreifen, den Abhebeschutz 18. Die Zapfen 14 sind wie in Figur 4 zu sehen an
der Platte des Tischgestells 17 befestigt - im Ausführungsbeispiel sind die Zapfen
14 in die Platte des Tischgestells 17 eingeschraubt - und die Zapfen 14 übergreifen
die Tragplatte 1. Dadurch ist die Tragplatte 1 auf der Platte des Tischgestells 17
gehalten. Die Tragplatte 1 liegt auf der Platte des Tischgestells 17 auf und lässt
sich in oben beschriebener Weise auf ihr zwischen der Sitz- und der Aufstehstellung
hin- und herverschieben, wobei sie um jeweils einen der beiden Zapfen 14 nahe ihrer
kurzen Ränder 4 geschwenkt wird.
1. Tisch mit einer Tischplatte, die zwischen einer Sitzstellung, die zum Sitzen am Tisch
vorgesehen ist und einer Aufstehstellung, die ein Aufstehen vom Tisch und ein Platznehmen
am Tisch erleichtern kann, hin- und herbeweglich geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch ein Totpunktfederelement (8) aufweist, das an der Tischplatte angreift
und das nach Überwinden einer Totpunktstellung, in der sich die Tischplatte zwischen
der Sitzstellung und der Aufstehstellung befindet und das Totpunktfederelement (8)
maximal gespannt ist, die Tischplatte in Richtung der Sitzstellung beaufschlagt, wenn
die Totpunktstellung in Richtung der Sitzstellung überwunden worden ist und die Tischplatte
in Richtung der Aufstehstellung beaufschlagt, wenn die Totpunktstellung in Richtung
der Aufstehstellung überwunden worden ist.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch (1) eine Schwenklagerung (2; 16) für die Tischplatte aufweist, die die
Tischplatte zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung hin- und herschwenkbar
führt.
3. Tisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte außermittig schwenkbar gelagert ist.
4. Tisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch eine kombinierte Schwenklagerung (16) und Schiebeführung (15) aufweist,
die die Tischplatte zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung hin- und herbeweglich
führt.
5. Tisch nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch zwei Schwenklagerungen (16) aufweist, die die Tischplatte zwischen der
Sitzstellung und der Aufstehstellung hin- und her schwenkbar führen und deren Schwenkachsen
sich auf verschiedenen Seiten einer Mitte der Tischplatte befinden.
6. Tisch nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch zwei kombinierte Schwenklagerungen (16) und Schiebeführungen (15) aufweist,
die die Tischplatte zwischen der Sitzstellung und der Aufstehstellung hin- und herbeweglich
führen und deren Schwenkachsen sich auf verschiedenen Seiten einer Mitte der Tischplatte
befinden.
7. Tisch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebung der Tischplatte entlang der einen Schiebeführung (15) aus der Sitzstellung
in Richtung der Aufstehstellung die Tischplatte gegen ein Verschieben entlang der
anderen Schiebeführung (15) aus der Sitzstellung sperrt.
8. Tisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch einen Bewegungsdämpfer (8) aufweist, der eine Bewegung der Tischplatte
dämpft.
9. Tisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch ein Tischgestell (17), auf dem die Tischplatte zwischen der Sitzstellung
und der Aufstehstellung hin- und herbeweglich geführt ist, und einen Abhebeschutz
(18), der die Tischplatte gegen Abheben auf dem Tischgestell (17) sichert, aufweist.