[0001] Die Erfindung betrifft einen Holzrahmen mit winkelig zueinander ausgerichteten und
über eine Verbindungsvorrichtung miteinander verbindbaren Holzrahmenteilen, wobei
der erste Holzrahmenteil eine erste Schmalseitenwand, eine zweite Schmalseitenwand
und eine zwischen den Schmalseitenwänden verlaufende Anschlusswand ausbildet, und
der zweite Holzrahmenteil eine erste Schmalseitenwand, eine zweite Schmalseitenwand
und eine zwischen den Schmalseitenwänden verlaufende Anschlusswand ausbildet, wobei
die Anschlusswände der miteinander verbundenen Holzrahmenteile aufeinander zugerichtet
sind.
[0002] Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass Holzrahmenteile an ihren einander
zugewandten Anschlusswänden über eine Keilverzinkung und Kleber miteinander verbunden
werden. Derartige Verbindungen eignen sich zwar für den Hochlastbereich, jedoch ist
die Verbindungstechnologie sehr aufwändig und kostspielig. Die Holzrahmenteile werden
werkseitig mit der Keilverzinkung hergestellt und bei großen Teilen auf der Baustelle
bzw. bei noch transportierbaren Holzrahmen im Werk über den Kleber gefügt. Damit ist
auch der Aufwand für geeignete Apparaturen an der Baustelle und im Werk sehr hoch.
Wird dir Fügeverbindung auf der Baustelle hergestellt, verlängern sich die Montagezeiten
erheblich.
[0003] Auch sind aus dem Stand der Technik Verbindungsvorrichtungen für Rahmenecken aus
Riegel und Stielen bekannt, welche parallel zu einer zwischen einander gegenüberliegenden
Stielen aufgespannten, vertikalen Belastungsebene nebeneinander liegende und in die
Anschlusswände eingesetzte Schlitzbelche umfasst, welche über Bolzen miteinander und
mit den Holzrahmenteilen verbunden sind. Ferner umfasst die Verbindungsvorrichtung
eine Trägerplatte, welche sich an der oberen Schmalseitenwand erstreckt und über Befestigungsmittel
mit den Holzrahmenteilen verbunden ist. Diese Verbindungstechnologie erfordert enge
Herstelltoleranzen der Holzrahmenteile einerseits an den Anschlusswänden und andererseits
an den Schmalseitenwänden. Auch können Maßveränderungen durch Schwinden oder Quellen
der Holzrahmenteile zu einer Beeinträchtigung der Verbindungsqualität führen.
[0004] Die
SU 958615 A1 und
US 3,328,056 A offenbaren einen Holzrahmen mit winkelig zueinander ausgerichteten und über eine
Verbindungsvorrichtung miteinander verbindbaren Holzrahmenteilen, wobei der erste
Holzrahmenteil eine erste Schmalseitenwand, eine zweite Schmalseitenwand und eine
zwischen den Schmalseitenwänden verlaufende Anschlusswand ausbildet, und der zweite
Holzrahmenteil eine erste Schmalseitenwand, eine zweite Schmalseitenwand und eine
zwischen den Schmalseitenwänden verlaufende Anschlusswand ausbildet, wobei die Anschlusswände
der miteinander verbundenen Holzrahmenteile stumpf aneinander stoßen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen Holzrahmen mit winkelig zueinander ausgerichteten
und miteinander zu verbindenden Holzrahmenteilen zu schaffen, bei dem eine hohe Verbindungsqualität
bzw. Verbindungsgenauigkeit zwischen den Holzrahmenteilen auch bei Ungenauigkeiten
in Maß und gegebenenfalls Form der miteinander zu verbindenden Holzrahmenteile erreicht
wird.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass zumindest einer der Holzrahmenteile
an seiner Anschlusswand mit einer im Abstand zur ersten Schmalseitenwand befestigten
Anschlussplatte versehen und der andere der Holzrahmenteile mit seiner Anschlusswand
an der Anschlussplatte abstützbar ist und die Holzrahmenteile mit an ihren ersten
Schmalseitenwänden befestigten und über eine Verstellvorrichtung aufeinander zustellbaren
Spannelementen versehen sind. Von Vorteil ist, dass die Holzrahmenteile mit der Anschlussplatte
und den Spannelementen werkseitig vorbereitet werden und an der Baustelle die vorgefertigten
bzw. komplettierten Holzrahmenteile einfach, schnell und mit wenig Montageaufwand
sehr präzise miteinander verbunden werden können. Der maschinelle Aufwand auf der
Baustelle ist sehr gering. Die Anschlussplatte ist zwischen den Anschlusswänden angeordnet
und distanziert die Holzrahmenteile voneinander um einen Abstandspalt. Durch die Verstellvorrichtung
können die am jeweiligen Holzrahmenteil befestigten Spannelemente axial aufeinander
zubewegt und damit der erste Holzrahmenteil im Ausmaß des Abstandspaltes relativ zum
zweiten Holzrahmenteil justiert werden, um eine Winkellage des ersten Holzrahmenteiles
relativ zum zweiten Holzrahmenteil präzise einzustellen. Mit anderen Worten, wird
auf der Positionierbewegung der erste Holzrahmenteil um die Anschlussplatte geschwenkt
und lastet dabei das Gewicht des ersten Holzrahmenteiles über die großflächige Anschlussplatte
am zweiten Holzrahmenteil auf. Durch die Verstellbarkeit zwischen den Holzrahmenteilen
können Bautoleranzen ausgeglichen werden und ist auch die Anforderung an die Fertigungsgenauigkeit
der Holzrahmenteile geringer, als bei einer Verbindung von Holzrahmenteilen mit stumpf
aneinander stoßenden Anschlusswänden.
[0007] Es ist auch von Vorteil, wenn die Anschlussplatte nahe der zweiten Schmalseitenwände
im Abstand zu den ersten Schmalseitenwänden angeordnet ist. Dadurch wird ein dem Abstand
zu den ersten Schmalseitenwänden bzw. Spannelementen entsprechender und abhängig von
der Bauhöhe des ersten Holzrahmenteiles variierender Hebelarm zur Anschlussplatte
geschaffen, sodass die Spannkraft bzw. Stellkraft der Verstellvorrichtung zum Positionieren
der Holzrahmenteile über die Spannelemente niedrig sein kann.
[0008] Nach einer Ausführung der Erfindung sind der erste Holzrahmenteil an seiner Anschlusswand
mit einer ersten Anschlussplatte und der zweite Holzrahmenteil an seiner Anschlusswand
mit einer zweiten Anschlussplatte versehen und der erste Holzrahmenteil mit seiner
Anschlusswand an der zweiten Anschlussplatte und der zweite Holzrahmenteil mit seiner
Anschlusswand an der ersten Anschlussplatte abstützbar. Dadurch können die Druckkräften
zwischen den Holzrahmenteilen über mehrere großflächige Anschlussplatten übertragen
werden, sodass eine besonders "steife" bzw. hochbelastbare Verbindung zwischen den
Holzrahmenteilen geschaffen ist.
[0009] Es ist auch von Vorteil, wenn die Anschlusswand der Holzrahmenteile jeweils einen
ersten Anschlussabschnitt und einen mit diesem einen Winkel einschließenden zweiten
Anschlussabschnitt ausbilden, wobei die erste Anschlussplatte am (vorzugsweise geneigten)
ersten Anschlussabschnitt und die zweite Anschlussplatte am (vorzugsweise vertikalen)
zweiten Anschlussabschnitt befestigt sind. Die Anschlussplatten sind winkelig zueinander
ausgerichtet und schließen zwischen sich einen Winkel von vorzugsweise größer 90°,
beispielsweise 135° ein. Dadurch wird auf der Positionierbewegung des ersten Holzrahmenteiles
relativ zum zweiten Holzrahmenteil über die erste Anschlussplatte eine Führungsauflage
und über die zweite Anschlussplatte ein Positionieranschlag zur Verfügung gestellt,
sodass eine besonders einfache Montage der Holzrahmenteile erfolgen kann.
[0010] Gemäß einer Ausführung der Erfindung bildet die erste Anschlussplatte eine gegen
die Anschlusswand anlegbare Befestigungsfläche und eine zu dieser parallel verlaufende
Anschlussfläche zur Anlage des zweiten Holzrahmenteiles sowie am ersten Holzrahmenteil
seitlich vorstehende Längsränder aus, welche über Befestigungsmittel mit dem zweiten
Holzrahmenteil verbindbar sind.
[0011] Ebenso bildet auch die zweite Anschlussplatte eine gegen die Anschlusswand anlegbare
Befestigungsfläche und eine zu dieser parallel verlaufende Anschlussfläche sowie am
zweiten Holzrahmenteil seitlich vorstehende Längsränder aus, welche über Befestigungsmittel
mit dem ersten Holzrahmenteil verbindbar sind.
[0012] Auf diese Weise ist es nun möglich, dass die zueinander positionierten Holzrahmenteile
in deren Relativposition miteinander verbunden werden. Die Fixierung des ersten Holzrahmenteiles
am zweiten Holzrahmenteil bzw. zweiten Holzrahmenteiles am ersten Holzrahmenteil kann
an der Baustelle über Befestigungsmittel, wie Schrauben oder Nägel erfolgen. Es ist
zur gegenseitigen Fixierung der Holzrahmenteile keine aufwändige Apparatur notwendig.
Zudem wird durch die gegenseitige Fixierung der Holzrahmenteile und Anschlussplatten
auch ein "Abheben" des ersten Holzrahmenteiles vom zweiten Holzrahmenteil vermieden,
wenn beispielsweise eine Windkraft von unten auf eine Innenseite der Dachfläche wirkt.
[0013] Vorzugsweise sind an den Längsränder sich bis zur Anschlussfläche erstreckende und
axial zueinander versetzt gegenüberliegende Befestigungsbohrungen angeordnet, deren
Bohrungsachsen in der Querschnittsebene der Anschlussplatte gegenüber einer Senkrechten
auf die Anschlussfläche in entgegengesetzten Winkelrichtungen verlaufen. Die Anschlussplatte
wird über durch die Befestigungsbohrungen hindurchgeführte Befestigungsmittel am Holzrahmenteil
befestigt. Sind aufgrund der statischen Beanspruchung auf den Holzrahmen, beispielsweise
für eine Tragwerkskonstruktion, entsprechend lange Befestigungsmittel erforderlich,
schneiden sich die Längsachsen der Befestigungsmittel. Die axial zueinander versetzt
gegenüberliegenden Befestigungsbohrungen sind in einem solchen Abstand zueinander
angeordnet, dass sich die Befestigungsmittel nicht gegenseitig behindern, wenn diese
im Material des Holzrahmenteiles verankert sind.
[0014] Nach einer Ausbildung der Erfindung umfassen die Spannelemente jeweils eine an der
ersten Schmalseitenwand der Holzrahmenteile befestigbare Trägerplatte und eine von
dieser in Richtung der Anschlusswand vorragende Gewindestange. Befinden sich die Holzrahmenteile
in deren Relativposition, in welcher sie miteinander verbunden werden, so liegen die
Spannelemente bzw. die Gewindestange koaxial einander gegenüber und kann über die
Verstellvorrichtung, insbesondere eine Spannmuffe die Relativposition des ersten Holzrahmenteiles
nachjustiert werden, indem der Abstand zwischen den Spannelemente bzw. Holzrahmenteilen
verändert wird.
[0015] Vorzugsweise umfassen die Holzrahmenteile jeweils eine an der ersten Schmalseitenwand
vertieft und sich bis zur Anschlusswand erstreckende Freistellung, wobei die jeweilige
Trägerplatte oberhalb der Freistellung angeordnet ist. Die Trägerplatte ist oberhalb
der Freistellung angeordnet und überdeckt die Freistellung. Damit haben Maßveränderungen,
insbesondere in senkrechter Richtung auf die ersten Schmalseitenwände durch Schwinden
oder Quellen der Holzrahmenteile keine Auswirkung auf die Befestigung der Spannelemente.
Treten Maßveränderungen an den Holzrahmenteile auf, so hat die Trägerplatte ausreichend
Spiel zum Grund der Freistellung. Somit bleibt auch bei Maßveränderungen eine hohe
Verbindungsqualität erhalten.
[0016] Es ist auch von Vorteil, wenn die Trägerplatte eine gegen die erste Schmalseitenwand
des Holzrahmenteiles anlegbare Befestigungsfläche und Befestigungsbohrungen umfasst,
wobei Bohrungsachsen zumindest einiger der Befestigungsbohrungen senkrecht auf die
Befestigungsfläche und andere Befestigungsbohrungen gegenüber einer Senkrechten auf
die Befestigungsfläche geneigt verlaufen.
[0017] Die Trägerplatte ist einerseits mittels der durch die senkrechten Befestigungsbohrungen
hindurchgeführten ersten Befestigungsmittel und andererseits mittels der durch die
geneigten Befestigungsbohrungen hindurchgeführten zweiten Befestigungsmittel am jeweiligen
Holzrahmenteil befestigt. Vorzugsweise sind die ersten Befestigungsmittel der Anschlusswandung
benachbart, während die zweiten Befestigungsmittel von der der Anschlusswandung weiter
entfernt vorgesehen werden. Die ersten Befestigungsmittel sind aber außerhalb der
Freistellung vorgesehen und erstrecken sich in das Materialinnere über 30% bis 50%
der Bauhöhe des Holzrahmenteiles. Damit können durch Quellen oder Schwinden erzeugte
Kräfte aufgenommen und die Materialstruktur des Holzrahmenteiles zusammengehalten
werden. Andererseits wird bei einem Schwindverhalten des Holzrahmenteiles ein Abheben
der Trägerplatte von der ersten Schmalseitenwand vermieden, da das erste Befestigungsmittel
die Trägerplatte an der ersten Schmalseitenwand fixiert. Auch werden die zweiten Befestigungsmittel
durch Quellen oder Schwinden erzeugte Kräfte kaum beansprucht, da diese Kräfte nahezu
vollständig von den ersten Befestigungsmittel aufgenommen werden.
[0018] Eine besonders einfache Spannvorrichtung wird bereitgestellt, wenn die Verstellvorrichtung
eine Gewindehülse umfasst, welche mit gegenläufigen Gewindeabschnitten in die Gewindestangen
der Spannelemente eingreift. Hierzu sind auch die Gewindestangen mit gegenläufigen
Gewindeabschnitten ausgebildet.
[0019] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0020] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- einen Hallenquerschnitt mit einem Holzrahmen, in Ansicht;
- Fig. 2
- einen ersten Holzrahmenteil (Riegel) mit einer ersten Anschlussplatte und einem ersten
Spannelement einer Verbindungsvorrichtung, in Seitenansicht;
- Fig. 3
- den ersten Holzrahmenteil nach Fig. 2 in Draufsicht;
- Fig. 4
- einen zweiten Holzrahmenteil (Stiel) mit einer zweiten Anschlussplatte und einem zweiten
Spannelement einer Verbindungsvorrichtung, in Seitenansicht;
- Fig. 5
- den zweiten Holzrahmenteil nach Fig. 4 in Ansicht;
- Fig. 6
- eine Querschnittdarstellung der Anschlussplatte gemäß den Linien VI - VI in Fig. 7;
- Fig. 7
- eine Anschlussplatte in Ansicht gemäß den Linien VII - VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- ein Spannelement in Draufsicht;
- Fig. 9
- eine Verstellvorrichtung der Verbindungsvorrichtung im Längsschnitt;
- Fig. 10
- eine Rahmenecke des Holzrahmens mit den über die Verbindungsvorrichtung miteinander
verbundenen Holzrahmenteilen, in Seitenansicht;
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf die Holzrahmenteile, die erste Anschlussplatte mit den Befestigungsmitteln
zum Verbinden mit dem zweiten Holzrahmenteil und die zweite Anschlussplatte mit den
Befestigungsmitteln zum Verbinden mit dem ersten Holzrahmenteil.
[0021] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Ansicht auf eine Tragwerkskonstruktion, wie sie beispielsweise
im Hallenbau als Dachtragwerk realisiert wird, mit einem Holzrahmen 1. Dieser umfasst
winkelig zueinander ausgerichtete Holzrahmenteile 2, 3, welche jeweils im Bereich
einer Rahmenecke 4 über eine Verbindungsvorrichtung 5 miteinander verbunden sind.
Die ersten Holzrahmenteile 2 sind so genannte Riegel und die zweiten Holzrahmenteile
3 sogenannte Stiele. Die ersten Holzrahmenteile 2 sind an ihren einander zugewandten
Enden über ein Verbindungsmittel zu einem Trägerbauteil verbunden, welcher einen Abstand
zwischen den zweiten Holzrahmenteilen 3 überspannt. Der in Fig. 1 gezeigte Holzrahmen
1 kann im Hallenbau verwendet werden, wobei der Trägerbauteil Bestandteil einer Dachkonstruktion
ist.
[0023] Der erste Holzrahmenteil 2 bzw. Riegel, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, bildet
eine (obere) erste Schmalseitenwand 6, eine (untere) zweite Schmalseitenwand 7 und
eine zwischen den Schmalseitenwänden 6, 7 stirnseitig verlaufende Anschlusswand 8
aus. Ferner bildet der erste Holzrahmenteil 2 zwischen den Schmalseitenwänden 6, 7
und an die Anschlusswand 8 angrenzende (linke und rechte) Breitseitenwände 9 aus.
Der Holzrahmenteil 2 ist vorzugsweise ein aus einer Vielzahl von über Kleberschichten
und in gleicher Faserrichtung miteinander verbundenen Brettlamellen hergestelltes
Brettschichtholz, ein so genannter "Leimbinder". Der erste Holzrahmenteil 2 ist an
der (oberen) ersten Schmalseitenwand 6 mit einer sich in dieser vertieft und bis zur
Anschlusswand 8 erstreckenden Freistellung 10 versehen. Die Freistellung 10 ist vorzugsweise
schmäler als eine Breite 11 des Holzrahmenteiles 2 ausgebildet, sodass beidseitig
zur Freistellung 10 Stege 12 stehen bleiben, wobei eine noch näher zu beschreibende
Trägerplatte die Freistellung 10 überdeckt und zwischen den Stegen 12 verläuft. Diese
Ausführung hat den Vorteil, dass die Freistellung 10 durch die Stege 12 aus Sicht
des Betrachters nicht erkennbar ist und somit auch die hohen Anforderungen an die
Ästhetik erfüllt werden. Andererseits kann die Freistellung 10 auch über die gesamte
Breite 11 ausgebildet werden.
[0024] Nach gezeigter Ausführung bildet die Anschlusswand 8 einen (geneigten) ersten Anschlussabschnitt
13 und einen mit diesem einen Winkel einschließenden (vertikalen) zweiten Anschlussabschnitt
14 aus.
[0025] Der zweite Holzrahmenteil 3 bzw. Stiel, wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, bildet
eine (obere) erste Schmalseitenwand 15, eine von dieser abgewandte zweite Schmalseitenwand
16 und eine zwischen den Schmalseitenwänden 15, 16 verlaufende Anschlusswand 17 aus.
Ferner bildet der zweite Holzrahmenteil 3 zwischen den Schmalseitenwänden 15, 16 und
an die Anschlusswand 17 angrenzende (linke und rechte) Breitseitenwände 18 aus. Der
Holzrahmenteil 3 ist vorzugsweise ein aus einer Vielzahl von über Kleberschichten
und in gleicher Faserrichtung miteinander verbundenen Brettlamellen hergestelltes
Brettschichtholz, ein so genannter "Leimbinder".
[0026] Der zweite Holzrahmenteil 3 ist an der (oberen) ersten Schmalseitenwand 15 mit einer
sich in dieser vertieft und bis zur Anschlusswand 17 erstreckenden Freistellung 51
versehen. Die Freistellung 51 ist vorzugsweise schmäler als eine Breite 19 des Holzrahmenteiles
3 ausgebildet, sodass beidseitig zur Freistellung 51 Stege 20 stehen bleiben, wobei
eine noch näher zu beschreibende Trägerplatte die Freistellung 20 überdeckt und zwischen
den Stegen 20 verläuft. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass die Freistellung 51
durch die Stege 20 aus Sicht des Betrachters nicht erkennbar ist und somit auch die
hohen Anforderungen an die Ästhetik erfüllt werden. Andererseits kann die Freistellung
51 auch über die gesamte Breite 19 ausgebildet werden. Die Freistellung 51 ist bevorzugt
tiefer als die Freistellung 18, damit eine noch näher zu beschreibende Verstellvorrichtung
47 teilweise in der Freistellung 51 aufgenommen werden kann.
[0027] Nach gezeigter Ausführung bildet die Anschlusswand 17 einen (geneigten) ersten Anschlussabschnitt
21 und einen mit diesem einen Winkel einschließenden (vertikalen) zweiten Anschlussabschnitt
22 aus.
[0028] Die Anschlussabschnitte 13, 21 befinden sich nach gezeigter Ausführung in der winkelhalbierenden
Ebene der zweiten Schmalseitenwände 7, 16. Natürlich sind aber auch davon abweichende
Winkel für die Ebene möglich.
[0029] Die Verbindungsvorrichtung 5 umfasst eine Spannvorrichtung 23 und eine Anschlussvorrichtung
24, wie in der Fig. 10 eingetragen.
[0030] Die Anschlussvorrichtung 24 umfasst eine (untere) erste Anschlussplatte 25 und/oder
eine (obere) zweite Anschlussplatte 26. Gemäßer der gezeigten Ausführung ist eine
(untere) erste Anschlussplatte 25 und eine (obere) zweite Anschlussplatte 26 vorgesehen.
[0031] Die Anschlussplatte 25, wie sie in den Fig. 6 und 7 näher dargestellt ist, bildet
eine gegen die Anschlusswand 8, insbesondere den Anschlussabschnitt 13 anlegbare Befestigungsfläche
27 und eine zu dieser zumindest abschnittsweise parallel verlaufende Anschlussfläche
28 aus. Die Anschlussfläche 28 bildet eine Kontaktfläche, gegen welche die Anschlusswand
17, insbesondere der Anschlussabschnitt 21 des zweiten Holzrahmenteiles 3 abstützbar
ist.
[0032] Die Anschlussplatte 25 ist zu dessen Befestigung an der Anschlusswand 8, insbesondere
dem Anschlussabschnitt 13 von Befestigungsbohrungen 29 durchsetzt, welche der Aufnahme
von Befestigungsschrauben oder Befestigungsnägel dienen und jeweils eine Senkung für
den Schraubenkopf oder Nagelkopf aufweisen. Die Senkungen sind in axialer Richtung
in der Verlängerung der Befestigungsbohrungen und in der Anschlussfläche 28 vertieft
angeordnet. Die Bohrungsachsen verlaufen senkrecht auf die Befestigungsfläche 27.
[0033] Wie in den Fig. 2 und 10 schematisch eingetragen, ist die Anschlussplatte 25 über
die in strichpunktierten Linien angedeutete Befestigungsmittel 30, wie Befestigungsschrauben
oder Befestigungsnägel, an der Anschlusswand 8 mit dem ersten Holzrahmenteil 2 bzw.
Riegel verbunden.
[0034] Die erste Anschlussplatte 25 kann ferner mit durch diese hindurch erstreckenden Befestigungsbohrungen
31 versehen werden, welche in einander gegenüberliegend verlaufenden Längsrändern
32 angeordnet sind. Die einander gegenüberliegenden Befestigungsbohrungen 31 sind
in Längsrichtung der Anschlussplatte 25 axial zueinander versetzt angeordnet, wie
in Fig. 7 ersichtlich. Die Längsränder 32 ragen an den Breitseitenwänden 9 des ersten
Holzrahmenteiles 2 seitlich vor, sodass die Befestigungsbohrungen 31 nach der Montage
der Holzrahmenteile 2, 3 freiliegen. Die Befestigungsbohrungen 31 dienen der Aufnahme
von Befestigungsschrauben oder Befestigungsnägel und umfassen jeweils eine Senkung
für den Schraubenkopf oder Nagelkopf. Sind die Holzrahmenteile 2, 3 mit der gleichen
Breite 11, 19 ausgebildet, erweist es sich von Vorteil, wenn sich einander gegenüberliegende
Befestigungsbohrungen 31 in Richtung auf die Anschlussfläche 28 erstrecken und geneigt
aufeinander zulaufende Längsachsen bzw. Bohrungsachsen 33 ausbilden. Beispielsweise
können die Längsränder 32 jeweils eine zwischen der Befestigungsfläche 27 und der
Anschlussfläche 28 verlaufende Schrägfläche 34 ausbilden und sind die Bohrungsachsen
33 senkrecht auf die Schrägfläche 34 ausgerichtet. Die Senkungen sind in axialer Richtung
in der Verlängerung der Befestigungsbohrungen und in der Schrägfläche 34 vertieft
angeordnet.
[0035] Ist hingegen der zweite Holzrahmenteil 3 mit einer größeren Breite 19 als die Breite
11 des ersten Holzrahmenteiles 2 ausgebildet, so können die an den Längsrändern 32
angeordneten Befestigungsbohrungen 31 senkrecht auf die Befestigungsfläche 27 verlaufende
Bohrungsachsen 33 ausbilden.
[0036] Wie in Fig. 11 schematisch eingetragen, kann die erste Anschlussplatte 25 über die
in strichpunktierten Linien angedeuteten Befestigungsmittel 35, wie Befestigungsschrauben
oder Befestigungsnägel, mit dem dieser gegenüberliegenden zweiten Holzrahmenteil 3
bzw. Stiel verbunden werden.
[0037] Wie auch aus Fig. 10 ersichtlich, ist die erste Anschlussplatte 25 in einem Vertikalabstand
zur ersten Seitenwand 6, 15 angeordnet.
[0038] Ist auch die zweite Anschlussplatte 26 vorgesehen, so ist diese über die in strichpunktierten
Linien angedeutete Befestigungsmittel 30, wie Befestigungsschrauben oder Befestigungsnägel,
an der Anschlusswand 17 mit dem zweiten Holzrahmenteil 3 bzw. Stiel verbunden.
[0039] Die zweite Anschlussplatte 26 ist vorzugsweise identisch zu der in den Fig. 6 und
7 dargestellten ersten Anschlussplatte 25 gestaltet und bildet eine gegen die Anschlusswand
17, insbesondere den Anschlussabschnitt 22 anlegbare Befestigungsfläche 27 und eine
zu dieser zumindest abschnittsweise parallel verlaufende Anschlussfläche 28 aus. Die
Anschlussfläche 28 bildet eine Kontaktfläche, gegen welche die Anschlusswand 8, insbesondere
der Anschlussabschnitt 14 des ersten Holzrahmenteiles 2 abstützbar ist.
[0040] Auch die zweite Anschlussplatte 26 kann mit durch diese hindurch erstreckenden Befestigungsbohrungen
31 versehen werden, welche in den einander gegenüberliegend verlaufenden Längsrändern
32 angeordnet sind. Die einander gegenüberliegenden Befestigungsbohrungen 31 sind
in Längsrichtung der Anschlussplatte 26 axial zueinander versetzt angeordnet, wie
in Fig. 5 ersichtlich. Die Längsränder 32 ragen an den Breitseitenwänden 18 des zweiten
Holzrahmenteiles 3 seitlich vor, sodass die Befestigungsbohrungen 31 nach der Montage
der Holzrahmenteile 2, 3 freiliegen.
[0041] Wie in Fig. 11 schematisch eingetragen, kann die zweite Anschlussplatte 26 über die
in strichpunktierten Linien angedeuteten Befestigungsmittel 35, wie Befestigungsschrauben
oder Befestigungsnägel, mit dem dieser gegenüberliegenden ersten Holzrahmenteil 2
bzw. Riegel verbunden werden.
[0042] Wie auch aus Fig. 10 ersichtlich ist auch die zweite Anschlussplatte 26 in einem
Vertikalabstand zur ersten Seitenwand 6, 15 angeordnet.
[0043] Wie sich erkennen lässt, bildet die erste Anschlussplatte 25 und gegebenenfalls die
Anschlussplatte 26 eine Lagerplatte, die der Abstützung des jeweils dieser Lagerplatte
gegenüberliegenden Holzrahmenteiles 2, 3 dient und einen Spaltabstand 36 zwischen
den einander zugewandten Anschlusswänden 8, 17 ausbildet. Der Spaltabstand 36 kann
abhängig von der Dicke der Anschlussplatte 25, 26 variieren und einige Millimeter
betragen, beispielsweise zwischen 5 mm und 25 mm.
[0044] Wenngleich die erste Anschlussplatte 25 und gegebenenfalls die Anschlussplatte 26
nach gezeigter Ausführung auf die Anschlusswand 8, 17 stumpf aufliegt, ist es genauso
gut möglich, dass in der Anschlusswand 8, 17 vertieft eine Aussparung ausgebildet
ist, in welche die erste Anschlussplatte 25 bzw. gegebenenfalls die zweite Anschlussplatte
26 eingesetzt ist. In diesem Fall ragt die erste Anschlussplatte 25 bzw. gegebenenfalls
die zweite Anschlussplatte 26 aus der Aussparung heraus und ragt an der Anschlusswand
8, 17 vor.
[0045] Ebenso ist es möglich, dass die Anschlussplatten 25, 26 einen einstückigen Bauteil
bilden, wie dies jedoch nicht dargestellt ist.
[0046] Die Spannvorrichtung 23 umfasst einander koaxial gegenüberliegende Spannelemente
37, 38, wie in Fig. 10 eingetragen.
[0047] Das erste Spannelement 37, wie es in den Fig. 2, 8 und 10 näher dargestellt ist,
umfasst eine an der ersten Schmalseitenwand 6 des ersten Holzrahmenteiles 2 befestigbare
Trägerplatte 39 und eine von dieser in Richtung auf das zweite Spannelement 38 vorragende
Gewindestange 40. Die Gewindestange 40 bildet beispielsweise ein linksgängiges Gewinde
aus.
[0048] Die Trägerplatte 39 ist zu dessen Befestigung an der Schmalseitenwand 6 von Befestigungsbohrungen
41, 42 durchsetzt, welche der Aufnahme von Befestigungsschrauben oder Befestigungsnägel
dienen und jeweils eine Senkung für den Schraubenkopf oder Nagelkopf aufweisen. Die
Befestigungsbohrungen 41 sind in einem der Gewindestange 40 zugewandten Abschnitt
der Trägerplatte 39 und die Befestigungsbohrungen 42 in einem zur Gewindestange 40
abgewandten Abschnitt der Trägerplatte 39 angeordnet. Die Trägerplatte 39 bildet eine
gegen die erste Schmalseitenwand 6 anlegbare Befestigungsfläche 43 und eine zu dieser
parallel verlaufende oberen Seitenfläche. Die Senkungen sind in axialer Richtung in
der Verlängerung der Befestigungsbohrungen und in der oberen Seitenfläche vertieft
angeordnet.
[0049] Wie in der Fig. 3 ersichtlich, können die Längsachsen bzw. Bohrungsachsen der Befestigungsbohrungen
42 in einer von der Gewindestange 40 entgegengesetzten Winkelrichtung verlaufen und
schließen jeweils mit der Befestigungsfläche 43 einen Winkel α zwischen 30° und 45°
ein. Die Längsachsen bzw. Bohrungsachsen der Befestigungsbohrungen 41 verlaufen senkrecht
auf die Befestigungsfläche 43.
[0050] Das zweite Spannelement 38, wie es in den Fig. 4 und 10 näher dargestellt ist, umfasst
eine an der ersten Schmalseitenwand 15 des zweiten Holzrahmenteiles 3 befestigbare
Trägerplatte 39 und eine von dieser in Richtung auf das erste Spannelement 37 vorragende
Gewindestange 44. Die Gewindestange 44 bildet beispielsweise ein rechtsgängiges Gewinde
aus.
[0051] Die Trägerplatte 39 ist zu dessen Befestigung an der Schmalseitenwand 15 von Befestigungsbohrungen
41, 42 durchsetzt und bildet eine gegen die erste Schmalseitenwand 6 anlegbare Befestigungsfläche
43, wie oben beschrieben.
[0052] Wie in der Fig. 4 ersichtlich, können die Längsachsen bzw. Bohrungsachsen der Befestigungsbohrungen
42 in einer von der Gewindestange 44 entgegengesetzten Winkelrichtung verlaufen und
schließen jeweils mit der Befestigungsfläche 43 einen Winkel α zwischen 30° und 45°
ein. Die Längsachsen bzw. Bohrungsachsen der Befestigungsbohrungen 41 verlaufen senkrecht
auf die Befestigungsfläche 43.
[0053] Wie in Fig. 2, 4 und 10 schematisch eingetragen, kann die Trägerplatte 39 der Spannelemente
37, 38 über die in strichpunktierten Linien angedeutete Befestigungsmittel 45, 46,
wie Befestigungsschrauben oder Befestigungsnägel, mit dem Holzrahmenteil 2, 3 verbunden
werden.
[0054] Die Spannvorrichtung 23 umfasst ferner eine in Fig. 9 gezeigte Verstellvorrichtung
47, welche gemäß gezeigter Ausführung durch eine Spannmuffe gebildet ist. Diese umfasst
koaxial angeordnete Gewindeabschnitte 48, 49 mit gegenläufigen Gewinderichtungen.
So ist beispielsweise der erste Gewindeabschnitt 48 ein linksgängiges Gewinde und
der zweite Gewindeabschnitt 49 ein rechtsgängiges Gewinde. Die Verstellvorrichtung
47 bzw. Spannmuffe verbindet die Spannelemente 37, 38, wobei über die Verstellvorrichtung
47 ein Axialabstand zwischen den Spannelementen 37, 38 veränderbar ist. Durch Drehung
der Spannmuffe werden die koaxial gegenüberliegenden Spannelemente 37, 38 entweder
axial auseinander oder aufeinander zubewegt.
[0055] Die Spannmuffe ist vorzugsweise mit diametral gegenüberliegenden Bohrungen 50 versehen,
in welche ein Werkzeug eingesteckt werden kann.
[0056] Auch wenn in den Fig. 9 und 10 eine Spannmuffe gezeigt wird, so kann die Verstellvorrichtung
durch jedes beliebige Mittel gebildet, welches auf die Spannelemente 37, 38 koaxial
aufeinander zugerichtete Zugkräfte erzeugen kann. Beispielsweise umfasst das Spannelement
37 die Trägerplatte 39 und einen an dieser gelagerten Schwenkhaken mit einer in Schenkrichtung
ansteigenden Eingriffsfläche und das Spannelemente 38 die Trägerplatte 39 und einen
an dieser gelagerten Bolzen, wobei der Schwenkhaken in den Bolzen eingreifen kann.
Mit veränderndem Schwenkwinkel kann die Zugkraft auf die Spannelemente 37, 38 eingestellt
werden.
[0057] Es sei auch noch darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Befestigungsmittel 30, 35,
45, 46 entsprechend der statischen Anforderung festgelegt wird.
[0058] Die Anschlussplatten 25, 26, Spannelemente 37, 38 und/oder die Verstellvorrichtung
47 sind aus Stahl.
[0059] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0060] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Holzrahmen 1, wobei
an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0061] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Holzrahmens 1 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0062]
| 1 |
Holzrahmen |
36 |
Spaltabstand |
| 2 |
erster Holzrahmenteil |
37 |
Spannelement |
| 3 |
zweiter Holzrahmenteil |
38 |
Spannelement |
| 4 |
Rahmenecke |
39 |
Trägerplatte |
| 5 |
Verbindungsvorrichtung |
40 |
Gewindestange |
| |
|
|
|
| 6 |
Schmalseitenwand |
41 |
Befestigungsbohrung |
| 7 |
Schmalseitenwand |
42 |
Befestigungsbohrung |
| 8 |
Anschlusswand |
43 |
Befestigungsfläche |
| 9 |
Breitseitenwand |
44 |
Gewindestange |
| 10 |
Freistellung |
45 |
Befestigungsmittel |
| |
|
|
|
| 11 |
Breite |
46 |
Befestigungsmittel |
| 12 |
Steg |
47 |
Verstellvorrichtung |
| 13 |
Anschlussabschnitt |
48 |
Gewindeabschnitt |
| 14 |
Anschlussabschnitt |
49 |
Gewindeabschnitt |
| 15 |
Schmalseitenwand |
50 |
Bohrung |
| |
|
|
|
| 16 |
Schmalseitenwand |
51 |
Freistellung |
| 17 |
Anschlusswand |
|
|
| 18 |
Breitseitenwand |
|
|
| 19 |
Breite |
|
|
| 20 |
Steg |
|
|
| |
|
|
|
| 21 |
Anschlussabschnitt |
|
|
| 22 |
Anschlussabschnitt |
|
|
| 23 |
Spannvorrichtung |
|
|
| 24 |
Anschlussvorrichtung |
|
|
| 25 |
Anschlussplatte |
|
|
| |
|
|
|
| 26 |
Anschlussplatte |
|
|
| 27 |
Befestigungsfläche |
|
|
| 28 |
Anschlussfläche |
|
|
| 29 |
Befestigungsbohrung |
|
|
| 30 |
Befestigungsmittel |
|
|
| |
|
|
|
| 31 |
Befestigungsbohrung |
|
|
| 32 |
Längsrand |
|
|
| 33 |
Bohrungsachse |
|
|
| 34 |
Schrägfläche |
|
|
| 35 |
Befestigungsmittel |
|
|
1. Holzrahmen (1) mit winkelig zueinander ausgerichteten und über eine Verbindungsvorrichtung
(5) miteinander verbindbaren Holzrahmenteilen (2, 3), wobei der erste Holzrahmenteil
(2) eine erste Schmalseitenwand (6), eine zweite Schmalseitenwand (7) und eine zwischen
den Schmalseitenwänden (6, 7) verlaufende Anschlusswand (8) ausbildet, und der zweite
Holzrahmenteil (3) eine erste Schmalseitenwand (15), eine zweite Schmalseitenwand
(16) und eine zwischen den Schmalseitenwänden (15, 16) verlaufende Anschlusswand (17)
ausbildet, wobei die Anschlusswände (8, 17) der miteinander verbundenen Holzrahmenteile
(2, 3) aufeinander zugerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Holzrahmenteile (2, 3) an seiner Anschlusswand (8, 17) mit einer
im Abstand zur ersten Schmalseitenwand (6, 15) befestigten Anschlussplatte (25, 26)
versehen und der andere der Holzrahmenteile (2, 3) mit seiner Anschlusswand (8, 17)
an der Anschlussplatte (25, 26) abstützbar ist und die Holzrahmenteile (2, 3) mit
an ihren ersten Schmalseitenwänden (6, 15) befestigten und über eine Verstellvorrichtung
(47) aufeinander zustellbaren Spannelementen (37, 38) versehen sind.
2. Holzrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussplatte (25, 26) nahe der zweiten Schmalseitenwände (7, 16) angeordnet
ist.
3. Holzrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Holzrahmenteil (2) an seiner Anschlusswand (8) mit einer ersten Anschlussplatte
(25) und der zweite Holzrahmenteil (3) an seiner Anschlusswand (17) mit einer zweiten
Anschlussplatte (26) versehen sind und dass der erste Holzrahmenteil (2) mit seiner
Anschlusswand (8) an der zweiten Anschlussplatte (26) und der zweite Holzrahmenteil
(3) mit seiner Anschlusswand (17) an der ersten Anschlussplatte (25) abstützbar sind.
4. Holzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusswand (8, 17) der Holzrahmenteile (2, 3) jeweils einen ersten Anschlussabschnitt
(13, 21) und einen mit diesem einen Winkel einschließenden zweiten Anschlussabschnitt
(14, 22) ausbilden, wobei die erste Anschlussplatte (25) am ersten Anschlussabschnitt
(13) und die zweite Anschlussplatte (26) am zweiten Anschlussabschnitt (22) befestigt
sind.
5. Holzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Anschlussplatte (25) eine gegen die Anschlusswand (8) anlegbare Befestigungsfläche
(27) und eine zu dieser parallel verlaufende Anschlussfläche (28) zur Anlage des zweiten
Holzrahmenteiles (3) sowie am ersten Holzrahmenteil (2) seitlich vorstehende Längsränder
(32) ausbildet, welche über Befestigungsmittel (35) mit dem zweiten Holzrahmenteil
(3) verbindbar sind.
6. Holzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Anschlussplatte (26) eine gegen die Anschlusswand (17) anlegbare Befestigungsfläche
(27) und eine zu dieser parallel verlaufende Anschlussfläche (28) sowie am zweiten
Holzrahmenteil (3) seitlich vorstehende Längsränder (32) ausbildet, welche über Befestigungsmittel
(35) mit dem ersten Holzrahmenteil (2) verbindbar sind.
7. Holzrahmen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Längsrändern (32) sich bis zur Anschlussfläche (28) erstreckende und axial
zueinander versetzt gegenüberliegende Befestigungsbohrungen (31) angeordnet sind,
deren Bohrungsachsen (33) in der Querschnittsebene der Anschlussplatte (25; 26) gegenüber
einer Senkrechten auf die Anschlussfläche (28) in entgegengesetzten Winkelrichtungen
verlaufen.
8. Holzrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente (37, 38) jeweils eine an der ersten Schmalseitenwand (6, 15) der
Holzrahmenteile (2, 3) befestigbare Trägerplatte (39) und eine von dieser in Richtung
der Anschlusswand (8, 17) vorragende Gewindestange (40, 44) umfassen.
9. Holzrahmen nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzrahmenteile (2, 3) jeweils eine an der ersten Schmalseitenwand (6, 15) vertieft
und sich bis zur Anschlusswand (8, 17) erstreckende Freistellung (10, 51) umfassen,
wobei die jeweilige Trägerplatte (39) oberhalb der Freistellung (10, 51) angeordnet
ist.
10. Holzrahmen nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (39) eine gegen die erste Schmalseitenwand (6, 15) des Holzrahmenteiles
(2, 3) anlegbare Befestigungsfläche (43) und Befestigungsbohrungen (41, 42) umfasst,
wobei Bohrungsachsen (45, 46) zumindest einiger der Befestigungsbohrungen (41) senkrecht
auf die Befestigungsfläche (43) und andere Befestigungsbohrungen (42) gegenüber einer
Senkrechten auf die Befestigungsfläche (43) geneigt verlaufen.
11. Holzrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (47) eine Gewindehülse umfasst, welche mit gegenläufigen
Gewindeabschnitten (48, 49) in die Gewindestangen (40, 44) der Spannelemente (37,
38) eingreift.