[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Eckverbindungsset zum rechtwinkligen Verbinden
von Rahmenelementen. Derartige Rahmenelemente werden vorzugsweise in sogenannten Parallelschiebeanlagen,
die aus vorzugsweise verglasten Schiebelementen aufgebaut sind, eingesetzt. Für variable
Öffnungsmöglichkeiten sind diese Schiebeelemente zwischen zwei Laufschienen, die ober-
und unterseitig angeordnet sind, parallel gegeneinander verschiebbar angeordnet und
gelagert. Aus gestalterischen Gründen werden im Vergleich zu herkömmlichen Fenster-
oder Türelementen, wie sie in der Baubranche beispielsweise als Terrassentüren verwendet
werden, schlanke Rahmenelemente aus Hohlprofilschenkeln eingesetzt und rechteckförmig
zu Schiebeelementen, die anschließend verglast oder anderweitig ausgekleidet werden,
zusammengesetzt.
[0002] Die verwendeten Rahmenelemente sind dabei durch entsprechende Ausstanzungen im Eckbereich
übereinander geschoben und insbesondere nicht auf Gehrung, d. h. im 45° Winkel, geschnitten,
um eine Eckverbindung herzustellen. Für die aus dem Stand der Technik bekannten Schiebeelemente
ist es üblich, eine Eckverbindung durch einfaches Verschrauben des vertikal verlaufenden
Rahmenelementes mit einem in einem horizontal verlaufenden Rahmenelement angeordneten
Schraubkanal zu bewerkstelligen.
[0003] Diese aus dem Stand der Technik bekannte Vorgehensweise weist jedoch hinsichtlich
ihrer Stabilität gewisse Nachteile auf. Insbesondere wird eine Verbesserung der Windlastfähigkeit
sowie der Einbruchsicherheit der Parallelschiebeanlage insgesamt und der Schiebeelemente
im Speziellen gewünscht.
[0004] Dokument
NL 1 025 505 C2 offenbart ein Eckverbindungsset gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es ist die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die aus dem Stand der Technik bekannten Probleme
zu beheben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Eckverbindungsset gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Eckverbindungsset zum rechtwinkligen Verbinden von Rahmenelementen
von Schiebeelementen weist wenigstens einen Eckverbinder und wenigstens ein Sicherungselement
auf, wobei der Eckverbinder im Wesentlichen zwei Schenkel aufweist, von denen ein
erster Schenkel eine Außenkontur aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie ein
Rahmenelement, mit einer korrespondierend zu der Außenkontur ausgebildeten Innenkontur
relativ zu dem Eckverbinder ausrichtet, und ein zweiter Schenkel, der derart ausgeformt
ist, dass er in montiertem Zustand eine statische Aussteifung des ihm zugeordneten
Rahmenelementes bewirkt, wobei das Sicherungselement separat oder einstückig ein Kontrollelement
aufweist, das eine Kontrolle einer ursprünglichen Einbauposition des Sicherungselementes
auch nach einer Demontage ermöglicht.
[0007] Zur Erlangung des erfindungsgemäßen Effektes weist ein Eckverbindungsset wenigstens
einen oberen und einen unteren Eckverbinder auf, wobei der obere Eckverbinder zum
Verbinden eines oberen Rahmenelementes mit einem senkrechten Rahmenelement ausgebildet
und der untere Eckverbinder zum Verbinden eines unteren Rahmenelementes mit dem senkrechten
Rahmenelement ausgebildet ist und wobei dem oberen Eckverbinder ein oberes Sicherungselement
und dem unteren Eckverbinder ein unteres Sicherungselement zugeordnet ist und das
obere Sicherungselement als Aushängesicherung und das untere Sicherungselement als
Überspringsicherung wirkt. Ein erfindungsgemäßes Eckverbindungsset ist damit vorzugsweise
derart ausgestaltet, dass die Verbindungs- und Sicherungselemente für je eine Seite
eines Schiebeelementes zur Verfügung gestellt werden. Um den erfindungsgemäßen Effekt
optimal zu erreichen, sollten natürlich sämtliche Eckverbindungen eines Schiebeelementes
mit erfindungsgemäßen Eckverbindern und Sicherungselementen ausgeführt sein.
[0008] Als montierter Zustand des Schiebelements wird nachfolgend ein Zustand verstanden,
bei dem vier einzelne Rahmenelemente mit Hilfe des erfindungsgemäßen Eckverbindungssets
zu einem rechtwinkligen Schiebeelement zusammengesetzt sind.
[0009] Das Kontrollelement kann separat zu dem Sicherungselement ausgebildet sein oder einstückig,
beispielsweise über einen Biegefalz mit diesem verbunden sein.
[0010] Die aus dem Stand der Technik bekannten Probleme werden dadurch gelöst, dass durch
das erfindungsgemäße Eckverbindungsset im Vergleich zum Stand der Technik eine wesentlich
stabilere Konstruktion der einzelnen Schiebeelemente ermöglicht wird, wobei durch
eine Kombination des Eckverbinders mit einem Sicherungselement zusätzlich zu der erhöhten
Stabilität des Schiebeelementes auch eine vergrößerte Sicherheit der Parallelschiebeanlage
insgesamt erreich wird. Durch das Vorsehen eines zusätzlichen Kontrollelementes, das
separat oder einstückig an dem Sicherungselement vorgesehen ist, wird erreicht, dass
das Sicherungselement seine sichernde Funktion gewährleistend von einem Handwerker
eingebaut wird. Durch eine Kontrollmöglichkeit der ursprünglichen Einbauposition des
Sicherungselementes auch nach einer Demontage oder teilweise Zerstörung ist es insbesondere
möglich, zur Klärung versicherungsrechtlicher Fragen, beispielsweise bei einem Einbruch
oder Windschaden, den korrekten Einbau des Eckverbindungssets auch nachträglich zu
überprüfen.
[0011] Wie zuvor bereits beschrieben, werden mit den unter Zuhilfenahme des Eckverbindungssets
zusammengesetzten Schiebeelementen sogenannte Parallelschiebeanlagen aufgebaut, die
zur Führung der einzelnen Schiebeelemente oberseitig und unterseitig parallel angeordnete
Laufschienen aufweisen.
[0012] Zur Gewährleistung der geforderten Einbruchsicherheit sowie einer hohen Windlastfähigkeit
ist es essentiell, dass nicht nur die einzelnen Schiebeelemente in sich stabil aufgebaut
sind, sondern dass diese sicher in den parallel angeordneten Laufschienen verankert
sind. Die geforderte Sicherheit wird dadurch erreicht, dass oberseitig an den Schiebeelementen
sogenannte Aushängesicherungen und unterseitig an den Schiebeelementen sogenannte
Überspringsicherungen vorgesehen werden.
[0013] Eine besonders günstige Ausgestaltung wird erreicht, wenn das Kontrollelement in
montiertem Zustand durch eine Verschraubung befestigt ist. Das Kontrollelement kann
dabei mittels einer Kontrollschraube mit dem Sicherungselement und gleichzeitig mit
einem Rahmenelement verschraubt sein, so dass durch die von der Kontrollschraube verursachte
Bohrung - bevorzugt werden selbstschneidende Schrauben eingesetzt - eine korrekte
Anbringung des Kontrollelementes nach einer Demontage überprüft werden kann.
[0014] Das Kontrollelement kann beispielsweise als eine Abdeckkappe des Sicherungselementes
ausgebildet sein.
[0015] Bei einer derartigen Ausgestaltung kann das Sicherungselement rein funktional ausgebildet
werden, da durch eine entsprechende Abdeckkappe eine Verdeckung der funktionalen Elemente
erreicht werden und so ein ansprechenderes Design zur Verfügung gestellt werden kann.
[0016] Die Aushängesicherung ist dabei bevorzugt derart ausgebildet, dass ein in einer Nut
des oberen Rahmenelements laufender Steg einer oberen Laufschiene durch seitlich einer
der Kontur des Stegs angepassten Aussparung verlaufende Fortsätze der Aushängesicherung
im montierten Zustand, d. h. hier, wenn das Schiebeelement zwischen die obere und
die untere Laufschiene eingesetzt ist, seitlich derart umgriffen wird, dass ein Aushängen
des Schiebelementes ohne eine Zerstörung der Aushängesicherung nicht möglich ist.
[0017] Das Eckverbindungsset kann insgesamt funktionaler ausgestaltet werden, wenn das obere
Kontrollelement der Aushängesicherung als Abdeckkappe ausgebildet ist und die Aushängesicherung
und die Abdeckkappe korrespondierend zueinander ausgebildete Konturen aufweist, derart,
dass eine Montageposition der Abdeckkappe relativ zu der Aushängesicherung eindeutig
vorgegeben ist. Durch eine Ausbildung des Kontrollelements als Abdeckkappe wird erreicht,
dass das zugeordnete Sicherungselement im Wesentlichen entsprechend seiner Funktionalität
ausgebildet werden kann und eine entsprechende Außenerscheinung der Gesamtanordnung
durch die Abdeckkappe erreicht werden kann.
[0018] Durch das Vorsehen von zueinander korrespondierend ausgebildeten Konturen an der
Aushängesicherung und der Abdeckkappe kann erreicht werden, dass nach dem Poka-Yoke-Prinzip
eine Montageposition der Abdeckkappe relativ zu der Aushängesicherung eindeutig vorgegeben
ist und so Falschmontagen verhindert werden können.
[0019] Die korrespondierend zueinander ausgebildeten Konturen können beispielsweise als
Schwalbenschwanz mit einer entsprechenden Nut ausgebildet sein.
[0020] Da bei der Montage von Parallelschiebeanlagen, insbesondere bei der Montage der oberen
Laufschiene aufgrund von Durchbiegungen und/oder Fertigungstoleranzen, Abweichungen
im vertikalen Abstand zwischen der unteren und der oberen Laufschiene auftreten können,
kann es sinnvoll sein, dass die Aushängesicherung einen Toleranzausgleich in Form
eines Langloches aufweist. Das Langloch ist dabei sinnvollerweise derart dimensioniert,
dass bei der Montage der Aushängesicherung innerhalb der durch eine Längserstreckung
des Langloches vorgegebenen Grenzen ein Toleranzausgleich erfolgen kann. Das Langloch
ist dabei vorzugsweise als Montageöffnung ausgebildet, durch die eine Verschraubung
des vertikal verlaufenden Rahmenelements mit einem Schraubkanal des horizontal verlaufenden
Rahmenelements erfolgt. Durch das Langloch ist es dann möglich, eine Abweichung der
Länge des vertikalen Rahmenprofiles von dem Abstand der horizontal verlaufenden Laufschienen
auszugleichen und den Steg der oberen Laufschiene dennoch sicher zu umgreifen.
[0021] Eine besonders einfache Kontrolle der ursprünglichen Einbauposition des Sicherungselementes
wird ermöglicht, wenn die Abdeckkappe eine Durchgangsbohrung zur Anbringung einer
Kontrollschraube aufweist, wobei die Durchgangsbohrung derart angeordnet ist, dass
eine Montageposition der Aushängesicherung auch nach einer Demontage des Sicherungselementes
bzw. der Aushängesicherung eindeutig bestimmbar ist. In einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante
des Eckverbindungssets kann die Abdeckkappe somit auf die Aushängesicherung aufgesteckt
werden, weist aber eine zusätzliche Durchgangsbohrung für die Kontrollschraube auf.
Die Durchgangsbohrung in der Abdeckkappe ist vorzugsweise in dem Sicherungselement
vorgesehen und führt unmittelbar auf das unterhalb des Sicherungselements befindliche
Rahmenelement des Schiebeelementes, so dass bei Verwendung von selbstschneidenden
Schrauben eine Bohrung in dem entsprechenden senkrecht verlaufenden Rahmenelement
durch die Kontrollschraube erzeugt wird. Auf diese Weise kann auch nach einer Demontage
der einzelnen Rahmenelemente noch eindeutig festgestellt werden, in welcher Position
- gegebenenfalls unter Ausnutzung des möglichen Toleranzausgleiches - die Aushängesicherung
verbaut war.
[0022] Eine weitere Verbesserung der geforderten Stabilität und Sicherheit kann dadurch
erreicht werden, dass die Übersprungsicherung derart ausgebildet ist, dass ein in
einer Nut des unteren Rahmenelementes laufender unterer Steg einer unteren Laufschiene
durch eine der Kontur des Stegs angepasste Aussparung in der Übersprungsicherung in
moniertem Zustand seitlich derart umgriffen wird, dass ein Überspringen des Schiebeelementes
ohne eine Zerstörung der Übersprungsicherung nicht möglich ist. Es ist dabei insbesondere
vorgesehen, dass die Übersprungsicherung den Steg der unteren Laufschiene mit seitlich
der Aussparung angeordneten Fortsätzen weiter umgreift als eine Laufrolle eines Laufwagens,
der in der Nut des unteren Rahmenelementes angeordnet ist. Typischerweise weist die
Laufrolle des Laufwagens eine an den unteren Steg angepasste Kontur auf, die insbesondere,
wenn der Steg beispielsweise einen mit halbrunder Kontur ausgebildeten oberen Abschluss
aufweist, ein "Hochlaufen" der Laufrolle an den Flanken des Steges bewirken kann.
Wenn die Übersprungsicherung den Steg mit den seitlich angeordneten Fortsätzen derart
weit umgreift, dass selbst wenn die Laufrolle an der Außenkontur des Steges hochläuft,
ein seitlicher Versatz des Schiebeelementes - ein Überspringen - verhindert wird,
wird die Sicherheit einer entsprechenden Parallelschiebeanlage noch weiter erhöht.
[0023] Korrespondierend zur Ausbildung der Aushängesicherung kann auch die Übersprungsicherung
eine Abdeckkappe aufweisen, so dass die Übersprungsicherung im Wesentlichen ausschließlich
entsprechend ihrer funktionalen Anforderungen ausgestaltet werden kann. Bevorzugt
weisen dazu die Übersprungsicherung und die Abdeckkappe korrespondierend zueinander
ausgebildete Konturen auf, die insbesondere derart ausgebildet sind, dass eine Montageposition
der Abdeckkappe relativ zu der Übersprungsicherung eindeutig vorgegeben ist, wobei
die Konturen bevorzugt derart ausgebildet sind, dass eine Verwechslung der Abdeckkappe
der Übersprungsicherung und der Abdeckkappe der Aushängesicherung verhindert wird.
Eine solche Verwechslung kann beispielsweise dadurch ausgeschlossen werden, dass die
Konturen der Abdeckkappe der Aushängesicherung und der Abdeckkappe der Übersprungsicherung
invers zueinander, in unterschiedlichen Größen oder an unterschiedlichen Positionen
der Abdeckkappen ausgebildet werden.
[0024] Um die Montage des erfindungsgemäßen Eckverbindungssets zu erleichtern, ist es vorteilhaft,
wenn der erste Schenkel des Eckverbinders zu seinem Ende hin konisch zulaufend ausgebildet
ist.
[0025] Durch eine konisch zulaufende Ausbildung des ersten Schenkels des Eckverbinders kann
eine selbstzentrierende Ausrichtung des Eckverbinders relativ zu dem ihm zugeordneten
Rahmenelement erreicht werden.
[0026] Eine Ausrichtung des Eckverbinders relativ zu dem Rahmenelement kann außerdem dadurch
verbessert werden, dass der erste Schenkel korrespondierend zu der Innenkontur des
Rahmenelementes ausgebildete Führungsflanken aufweist. Durch entsprechende Führungsflanken
und korrespondierend zueinander ausgebildete Konturen von Schenkel und Rahmenelement
kann zusätzlich zu einer Zentrierung außerdem eine Falschmontage des Eckverbinders
relativ zu dem Rahmenelement verhindert werden.
[0027] Um Fertigungstoleranzen zwischen dem Eckverbinder und den Rahmenprofilen ausgleichen
zu können, können an den Führungsflanken Abscherstege vorgesehen sein. Diese Abscherstege
werden beispielsweise bei dem erstmaligen Einführen des ersten Schenkels in das zugeordnete
Rahmenprofil durch eine vordere umlaufende Kante des Rahmenprofils abgeschert, so
dass anschließend ein spielfreier Sitz des Eckverbinders in dem Rahmenprofil gewährleistet
ist.
[0028] Um eine präzise Ausrichtung des Eckverbinders zu dem Rahmenprofil zu gewährleisten,
kann es sinnvoll sein, dass der Eckverbinder an einem Übergang von dem ersten Schenkel
zu dem zweiten Schenkel einen Anschlag aufweist. Dieser Anschlag kann beispielsweise
als umlaufender Anschlag oder auch lediglich punktuell ausgebildet sein.
[0029] Um eine Ausrichtung von Eckverbinder und Rahmenelement zueinander weiter zu verbessern,
kann es sinnvoll sein, wenn an dem Anschlag wenigstens ein, bevorzugt aber zwei Zentrierungszapfen
zur Ausrichtung des auf den ersten Schenkel aufgeschobenen Rahmenelements vorgesehen
sind.
[0030] Der erste Schenkel des Eckverbinders kann endseitig außerdem Ansatzflanken für einen
Laufwagen oder Aussteifungsprofile aufweisen. Durch derartige Ansatzflanken, die gleichzeitig
als Verbindungsstellen zwischen dem Eckverbinder und dem Laufwagen und/oder Aussteifungsprofilen
dienen können, wird eine präzise Ausrichtung des Laufwagens und/oder des Aussteifungsprofils
relativ zu dem Eckverbinder erreicht. Dies kann insbesondere dann von Bedeutung sein,
wenn ein Krafteintrag, beispielsweise durch die in das Schiebeelement eingesetzten
Glasscheiben an einer definierten Stelle des Rahmens erfolgen soll.
[0031] Der erste Schenkel des Eckverbinders und der Laufwagen und/oder das Aussteifungsprofil
können zur weiteren Erhöhung der Festigkeit der Schiebelemente fest miteinander verbunden,
insbesondere verklebt, verschraubt oder anderweitig mechanisch verbunden sein. Als
weitere mechanische Verbindungen können beispielsweise Verzapfungen, Verstiftungen
oder eine einstückige Ausbildung sinnvoll sein.
[0032] Um eine Erhöhung der Stabilität nicht nur in Richtung des ersten Schenkels des Eckverbinders,
sondern auch in Richtung des zweiten Schenkels des Eckverbinders zu erreichen, kann
dieser einen Ausdehnungsschlitz aufweisen. Dieser längs des zweiten Schenkels, bevorzugt
mittig verlaufende Ausdehnungsschlitz kann beispielsweise mittels der durch die Kontrollelemente
geschraubten Kontrollschraube zu einer Dehnung bzw. Spreizung des zweiten Schenkel
führen, so dass dieser eine entsprechende Spannung auf das ihm zugeordnete Rahmenelement
ausübt und so eine zusätzliche Aussteifung bewirkt.
[0033] Um eine Montage der Rahmenelemente unter Vermeidung undefinierter Schwächungen des
Eckverbinders zu ermöglichen, ist es sinnvoll, wenn der zweite Schenkel des Eckverbinders
eine Durchgangsbohrung aufweist, die derart ausgebildet und angeordnet ist, dass eine
Verschraubung des Eckverbinders sowie eines dem zweiten Schenkel zugeordneten Rahmenelements
mit einem Schraubkanal des dem ersten Schenkel zugeordneten Rahmenelements möglich
ist. Dadurch, dass die Durchgangsbohrung in dem zweiten Schenkel des Eckverbinders
werkseitig vorgesehen ist, wird vermieden, dass an undefinierter Stelle eine Schraube
durch den Eckverbinder in den Schraubkanal des dem ersten Schenkel zugeordneten Rahmenelements
getrieben wird.
[0034] Um eine Eingriffmöglichkeit in die Nut des dem ersten Schenkel zugeordneten Rahmenprofils
zu haben, insbesondere um einen Zugriff auf einen in der Nut angeordneten Laufwagen
zu ermöglichen, ist es sinnvoll, wenn der erste Schenkel in Längsrichtung eine Durchgriffsöffnung
für ein Werkzeug aufweist.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren eingehend erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein fertig montiertes Schiebeelement einer Parallelschiebeanlage,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des oberen linken Eckeverbinders des Schiebeelementes
aus Figur 1 in einem Schnitt senkrecht und einem Schnitt parallel zur Zeichenebene
in Figur 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des unteren linken Eckeverbinders des Schiebeelementes
aus Figur 1 in einem Schnitt senkrecht und einem Schnitt parallel zur Zeichenebene
in Figur 1,
- Fig. 4
- den Eckeverbinder aus Figur 3 in einem perspektivisch dargestellten Teilschnitt,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Eckverbinders,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines unteren Eckverbinders mit Laufwagen,
- Fig. 7
- verschiedene Ansichten der Übersprungsicherung und
- Fig. 8
- verschiedene Ansichten der Aushängesicherung
[0036] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Parallelschiebeanlage mit einem Schiebeelement
1, einer unteren Laufschiene 3 und einer oberen Laufschiene 5. Die Laufschienen 3,
5 sind im Wesentlichen parallel ausgerichtet und derart angeordnet, dass das Schiebeelement
1 zwischen den Laufschienen auf Grund einer Steg-Nut-Anordnung geführt und damit entlang
der Laufschienen 3, 5 verschiebbar ist.
[0037] Das Schiebeelement 1 ist aus einem unteren Rahmenelement 7, einem oberen Rahmenelement
9 sowie einem rechten Rahmenelement 11 und einem linken Rahmenelement 13 aufgebaut,
wobei die Rahmenelemente 7, 9, 11, 13 aus sogenannten Hohlkammer-Profilen bestehen.
Die waagrecht verlaufenden Rahmenelemente 7, 9 sind typischerweise mit einem sich
von dem Profil der senkrecht verlaufenden Rahmenelemente 11, 13 unterscheidenden Profil
ausgebildet. Insbesondere weisen die waagrecht verlaufenden Rahmenelemente 7, 9 in
Längsrichtung einen sogenannten Schraubkanal 15 auf, mit Hilfe dessen ein Verschrauben
der Rahmenprofile an den Ecken des Schiebeelements 1 möglich ist. Die waagrecht verlaufenden
Rahmenelemente 7, 9 weisen außerdem längsverlaufende Nuten auf, die zur Führung des
Schiebeelementes 1 in Zusammenwirkung mit Stegen 31, 51 der unteren und oberen Laufschiene
3, 5 eine Führung des Schiebeelementes 1 bewirken. Die senkrecht verlaufenden Rahmenelemente
11, 13 weisen zur Montage endseitig entsprechend Ausstanzungen auf, in die die waagrecht
verlaufenden Rahmenelemente 7, 9 aufgenommen werden können, sodass durch eine Verschraubung
durch die Au-ßenwandung der senkrecht verlaufenden Rahmenelemente 11, 13 in den Schraubkanal
15 der waagrecht verlaufenden Rahmenelemente 3, 9 eine Montage der Rahmenelemente
7, 9, 11, 13 zu einem Schiebeelement 1 mit im Wesentlichen rechteckiger Form möglich
ist.
Figur 2 zeigt zwei unterschiedliche Ansichten des in Figur 1 mit A markierten Ausschnitts.
In Figur 2a ist eine Draufsicht von links auf den in Figur 1 gekennzeichneten Ausschnitt
A. In Figur 2b ist derselbe Ausschnitt einer geschnittenen Draufsicht von vorne gezeigt.
Figur 2a zeigt eine Draufsicht auf die Stirnseite der oberen linken Ecke des montierten
Schiebeelementes 1 aus Figur 1. In dieser Ansicht ist besonders gut zu erkennen, dass
das Schiebeelement 1 durch ein Zusammenwirken der Nut in dem Schiebeelement mit dem
Steg 51 der oberen Laufschiene 5 geführt ist. Auf der Stirnseite des linken Rahmenelementes
13 ist ein Sicherungselement 4, das als sogenannte Aushängesicherung ausgebildet ist,
vorgesehen. Das Sicherungselement 4 weist eine Abdeckkappe 41 auf, die gleichzeitig
als Kontrollelement zur Überprüfung eines korrekten Einbaus des Sicherungselements
4 nach einem eventuellen Schadensfall dient. Das Kontrollelement 41 ist derart ausgestaltet,
dass es eine offensichtliche Kontrollbohrung aufweist, die für einen Abnehmer der
entsprechenden Parallelschiebeanlage eindeutig das Fehlen einer Schraube - so diese
nicht eingesetzt ist - signalisiert. Sobald die Kontrollschraube 36 in das Kontrollelement
41 eingesetzt ist, hinterlässt diese eine Bohrung in dem darunter liegenden Rahmenelement
13 und ermöglicht so, dass die Einbaulage des Sicherungselementes 4 auch nach einer
Demontage noch eindeutig bestimmbar ist.
[0038] In der in Figur 2b dargestellten Schnittdarstellung ist das Ineinandergreifen des
hier beispielhaft dargestellten linken Rahmenelementes 13 mit dem ebenso beispielhaft
dargestellten oberen Rahmenelement 9 besonders gut zu erkennen, wobei insbesondere
ein oberer Eckverbinder 19 sowie das obere Sicherungselement 4 mit dem oberen Kontrollelement
31 ebenfalls dargestellt sind.
[0039] Das obere Rahmenelement 9 und das linke Rahmenelement 13 greifen durch entsprechende
Ausstanzungen nach einer Montage derart ineinander und wirken mit dem oberen Eckverbinder
19 derart zusammen, dass eine Verschraubung zwischen dem linken Rahmenelement 13 und
dem oberen Rahmenelement 9 durch eine obere Montageschraube 34, die durch eine linke
Außenwandung des linken Rahmenelements 13 durch eine Durchgangsbohrung des Eckverbinders
9 in den Schraubkanal 15 des oberen Rahmenelements 9 geschraubt ist, erfolgt. Durch
ein Vorsehen des Eckverbinders 19 wird insbesondere eine Verteilung der an der oberen
Montageschraube 34 auftretenden Kräfte auf die aneinadergrenzenden Rahmenelemente
9, 13 erreicht. Dadurch, dass das Sicherungselement 4, das an den oberen Ecken als
Aushängesicherung ausgebildet ist, ebenfalls mit der oberen Montageschraube 34 befestigt
ist, ist eine definierte Ausrichtung des Sicherungselementes 4 an dem linken Rahmenelement
13 vorgegeben.
[0040] In der in Figur 2b gezeigten Schnittdarstellung ist außerdem erkennbar, dass das
Sicherungselement 4 ein Langloch 43 aufweist, das eine Verschiebung des Sicherungselementes
4 in Längsrichtung und innerhalb der durch das Langloch 43 vorgegebenen Begrenzungen
ermöglicht. Das Langloch 43 ermöglicht somit einen Ausgleich von Fertigungstoleranzen,
die beispielsweise auf Grund von Durchbiegungen der oberen Laufschiene 5 auftreten
können. Durch das Langloch 43 ist es möglich, das Sicherungselement 4 so nahe an den
Steg 51 der oberen Laufschiene 5 heranzuführen, dass nach Fixierung ein Aushängen
des Schiebelementes 1 ohne eine Zerstörung des Scherungselementes 4 nicht mehr möglich
ist.
[0041] In Figur 2b ist außerdem das Kontrollelement 41, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Abdeckkappe des Sicherungselementes bzw. der Aushängesicherung 4 ausgebildet ist,
zu erkennen. Das Kontrollelement 41 sowie die darunter liegende Aushängesicherung
4 weisen Kontrollbohrungen 45 zur Aufnahme einer Kontrollschraube 36 auf. Die Kontrollschraube
36 ist durch das Kontrollelement 41 und die Aushängesicherung 4 in das senkrecht verlaufende
Rahmenelement 13 getrieben, sodass an der entsprechenden Stelle eine Bohrung in dem
Rahmenelement 13 entsteht. Durch die Bohrung in dem Rahmenelement 13 sowie auf Grund
der definierten Anordnung der Durchgangsbohrungen 45 an Sicherungs- und Kotrollelement
4, 41 ist auch nach einer Demontage des Schiebeelementes 1 eine eindeutige Bestimmung
der montierten Position des Sicherungselementes 41 möglich, sodass bestimmbar ist,
ob das Sicherungselement 41 korrekt, d. h. ein Aushängen des Schiebeelements 1 verhindernd
eingesetzt war.
[0042] Figur 3 zeigt zwei unterschiedliche Ansichten des mit B gekennzeichneten Ausschnitts
aus Figur 1. Figur 3a zeigt eine Draufsicht auf die Stirnseite der unteren linken
Ecke der Parallelschiebeanlage aus Figur 1. Figur 2b zeigt eine geschnittene Draufsicht
auf den in Figur 1 mit B gekennzeichneten Ausschnitt.
[0043] In Figur 3a ist eine Draufsicht auf die Stirnseite der unteren linken Ecke der Parallelschiebeanlage
aus Figur 1 gezeigt. Das Schiebeelement 1 läuft, wie aus Figur 3a ersichtlich ist,
auf einem Steg 31 der unteren Laufschiene 3, wobei zur Sicherung des Schiebelementes
1 ein Sicherungselement 6, das als Übersprungsicherung ausgebildet ist, vorgesehen
ist. Das Sicherungselement 6 weist zur Sicherstellung einer korrekten Montage und
um eine ursprüngliche Montageposition des Sicherungselementes 6 kontrollieren zu können
ein Kontrollelement 61, das als Abdeckkappe für die Übersprungsicherung 6 ausgebildet
ist, auf. Das Sicherungselement 6 weist unterseitig eine Aussparung 62 auf, die in
ihrer Kontur an die Form des Steges 31 der unteren Laufschiene 3 angepasst ist. Durch
seitlich dieser Aussparung 62 angeordneter Vorsätze 64 umgreift das Sicherungselement
6 den Steg 31 in vertikaler Richtung derart, dass ein
Überspringen des Schiebeelementes in montiertem Zustand verhindert wird.
[0044] Wie aus Figur 3b teilweise ersichtlich, wird dies dadurch erreicht, dass die Übersprungsicherung
6 derart ausgebildet ist, dass sie den Steg 31 weiter übergreift als eine Laufrolle
81 eines Laufwagens 8, sodass selbst, wenn die Laufrolle 81, mittels derer das Schiebeelement
1 auf dem Steg 31 läuft, von diesem herunterspringen würde, eine Fixierung des Schiebeelementes
1 durch das Sicherungselement 6 erreicht wird.
[0045] In der in Figur 3b gezeigten Darstellung ist - wie auch in Figur 2b - das Ineinandergreifen
der Rahmenelemente 7, 13 zu erkennen. Das untere Rahmenelement 7 greift dabei in das
linke Rahmenelement 13 derart ein, dass eine Verschraubung des linken Rahmenelementes
13 mittels einer unteren Montageschraube 33 unter Einbeziehung des unteren Eckeverbinders
20 in den Schraubkanal 15 des unteren Rahmenelementes 7 mündet. Dadurch, dass der
untere Eckeverbinder 20 in diese Verschraubung mit einbezogen wird, wie auch im oberen
Bereich, eine Verteilung der auf die Montageschraube 33 wirkenden Kräfte auf die Rahmenelemente
7, 13 erreicht. In die Verschraubung der Rahmenelemente 7, 13
ebenfalls einbezogen ist das untere Sicherungselement 6, das als Übersprungsicherung
der zuvor beschriebenen Funktionalität ausgebildet ist. Die Abdeckkappe 61 der Übersprungsicherung
6 ist als Kontrollelement derart ausgebildet, dass eine Kontrollbohrung 68 als Durchgangsbohrung
für eine untere Kontrollschraube 35 aufweist. Die untere Kontrollschraube 35 hinterlässt
somit, ähnlich wie im oberen Bereich, eine Bohrung in dem senkrecht verlaufenden Rahmenelement
13, sodass eine Montageposition der Übersprungsicherung auch nach einer Demontage
weiterhin eindeutig feststellbar ist.
[0046] Da bei der Eckverbindung für das untere Rahmenelement 7 kein Toleranzausgleich vorgesehen
ist, ist eine Kontrolle der Einbauposition nicht notwendig. Gleichwohl kann aber durch
die korrekte Platzierung der durch die untere Kontrollschraube 35 hervorgerufenen
Bohrung festgestellt werden, ob überhaupt ein Sicherungselement montiert war.
[0047] Sowohl im oberen als auch im unteren Eckverbindungsbereich greift die Kontrollschraube
in einen Ausdehnungsschlitz 29 des verbauten Eckverbinders 2 ein und bewirkt so eine
Aufspreizung des in dem senkrecht angeordneten Rahmenelement verlaufenden Schenkels
des Eckverbinders 2. Dies führt zu einer zusätzlichen Verspannung und damit Aussteifung
der Eckverbinder 2, 19, 20.
[0048] Wie in Figur 3b dargestellt, ist unmittelbar angrenzend an den unteren Eckverbinder
20 ein Laufwagen 8 in einer Nut des unteren Rahmenelementes 7 vorgesehen. Der Laufwagen
8 weist die Laufrolle 81 auf, die in einem inneren Laufwagen 82, der eine Höhenverstellung
für das Schiebeelement ermöglicht, gelagert ist. Der innere Laufwagen 82 ist über
eine Parallelogrammführung 84 in dem Laufwagen 8 angeordnet. Durch eine Einstellschraube
84 wird dadurch eine Höhenverstellung des Schiebeelementes 1 ermöglicht.
[0049] Figur 4 zeigt eine perspektivische Darstellung des in den Figur 3a und 3b dargestellten
Ausschnitts.
[0050] In dieser perspektivischen Darstellung ist besonders gut das Ineinandergreifen des
unteren Rahmenelements 7 und des linken Rahmenelements 13 zu erkennen. Durch ein seitlich
ausgeschnittenes Fenster ist außerdem die Anordnung des unteren Eckeverbinders 20
und des Laufwagens 8 innerhalb der Rahmenelemente 7, 13 sichtbar. Der Laufwagen 8
überlappt in diesem Fall einen vorderen Bereich eines ersten Schenkels 21 des unteren
Eckverbinders 20, wobei der erste Schenkel 21 des Eckverbinders 20 in Richtung des
unteren Rahmenelementes 7 orientiert ist.
[0051] Das untere Rahmenelement 7 wird im Eckbereich von dem linken Rahmenelement 13 bzw.
allgemein formuliert den senkrecht verlaufenden Rahmenelementen 11, 13 übergriffen.
Eine Verschraubung der senkrecht verlaufenden Rahmenelemente 11, 13 erfolgt über das
Sicherungselement 4, 6 und den Eckverbinder 2 in den Schraubkanal 15 des unteren bzw.
waagerechten Rahmenelementes 7, 9. Wie in dieser perspektivischen Darstellung sehr
gut zu erkennen ist, weist die untere Laufschiene 3 insgesamt 3 untere Stege 31 auf,
wobei Ausgestaltungen mit weniger oder auch mehr Stegen denkbar sind.
[0052] Der oben beschriebene Aufbau der unteren linken Eckverbindung ist auf sämtliche Eckverbindungen
des Schiebeelementes übertragbar und dort korrespondierend ausgebildet.
[0053] Figur 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäße Eckverbinders
2, wobei der Eckverbinder 2 im Wesentlichen aus einem ersten Schenkel 21, der ein
zu den waagerechten Rahmenelementen 7, 9 korrespondierendes Profil aufweist, und einem
zweiten Schenkel 22, der im Wesentlichen als langgestreckter Quader, der an den ersten
Schenkel 21 endseitig angesetzt ist, ausgebildet ist.
[0054] Der erste Schenkel 21 weist ein korrespondierend zu einem Innenprofil der horizontal
angeordneten Rahmenelemente 7, 9 ausgebildetes Außenprofil auf, wobei der erste Schenkel
21 ausgehend von dem zweiten Schenkel 22 zu seinem anderen Ende hin konisch zulaufend
ausgebildet ist. Durch diese konisch zulaufende Ausbildung ist der erste Schenkel
21 des Eckverbinders 2 in Bezug auf das ihm zugeordnete Rahmenprofil selbstzentrierend
ausgebildet und weist durch zusätzlich vorgesehene Führungsflanken 24 eine eindeutige
Einbauposition relativ zu dem Rahmenelement auf. Um eine letztendliche Zentrierung
des ersten Schenkels 21 in Bezug auf das ihm zugeordnete Rahmenelement zu erreichen,
sind an dem zweiten Schenkel 22 und parallel zu dem ersten Schenkel 21 ausgerichtet
zwei Zentrierzapfen 26 vorgesehen, die in Zentriernuten des Rahmenelementes eingreifen
und so die Ausrichtung von Rahmenelement und Eckverbinder 2 zueinander definieren.
[0055] Der erste Schenkel 21 weist außerdem eine Durchgriffsöffnung 30 auf, durch die beispielsweise
auf einen hinter dem ersten Schenkel 21 angeordneten Laufwagen 8 bzw. dessen Einstellschraube
84 mit einem Werkzeug durchgriffen werden kann. Oberseitig weist der erste Schenkel
21 außerdem eine in Längsrichtung des ersten Schenkels 21 verlaufenden Nut auf, in
der bei der Montage der Schiebeelemente der Schraubkanal 15 der waagrechten Rahmenelemente
aufgenommen wird. In Verlängerung dieser Nut weist der zweite Schenkel 22 eine Durchgangsbohrung
28 auf, durch die die Montageschrauben 33, 34 mittels derer die Rahmenelemente 7,
9, 11, 13 verschraubt werden, geführt werden.
[0056] Um einen Toleranzausgleich zwischen der Außenkontur des ersten Schenkels 21 und Innenkontur
der Rahmenelemente 7, 9 sind an dem ersten Schenkel 21 Abscherstege 25 vorgesehen,
die bei einem ersten Zusammenfügen durch das Aufstecken des Rahmenelementes quasi
entkratet werden, sodass ein spielfreier Sitz Eckverbinder 2 und Rahmenelement 7,
9 erreicht wird.
[0057] Der erste Schenkel 21 des Eckverbinders 2 weist innenseitig außerdem Ansatzflanken
auf, die derart ausgebildet sind, dass beispielsweise der Laufwagen oder Aussteifungsprofile
definiert angesetzt, ausgerichtet und gegebenenfalls mit dem Eckverbinder verklebt,
verschraubt oder verstiftet werden können.
[0058] Der zweite Schenkel 22 weist, wie bereits angesprochen, in Längserstreckung einen
Ausdehnungsschlitz 29 auf, in den bei einer korrekten Montage die Kontrollschrauben
35, 36 eingreifen. Eine Kontrolle der Montageposition der Sicherungselemente kann
damit auch anhand der in dem Ausdehnungsschlitz 29 vorhandenen Schraubspuren erfolgen.
[0059] Ein Ausdehnen des zweiten Schenkels 22 durch ein Einschrauben der Kontrollschrauben
35, 36 in den Ausdehnungsschlitz 29 bewirkt ein Aufspreizen des zweiten Schenkels
22, sodass dieser ein ihm zugeordnetes Rahmenelement 11, 13 von innen mit Druck beaufschlagt
und somit eine Aussteifung im Eckbereich erzeugt.
[0060] Um eine definierte Einbautiefe des Eckverbinders 2 in die waagrechten Rahmenelemente
7, 9 zu erreichen ist der zweite Schenkel 22 derart an den ersten Schenkel 21 angesetzt,
dass er einen umlaufenden Anschlag 23 bildet, an dem auch die Zentrierzapfen 26 angeordnet
sind.
[0061] Figur 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines unteren Eckverbindungsets, bestehend
aus dem unteren Eckverbinder 20, dem unteren Sicherungselement 6 samt dem unteren
Kontrollelement 61 sowie dem daran angeordneten Laufwagen 8.
[0062] Die einzelnen Rahmenelemente, wie sie beispielsweise in den Figuren 3 und 4 dargestellt
waren, sind aus Gründen der Übersichtlichkeit in dieser Abbildung weggelassen.
[0063] In dieser Darstellung ist besonders gut zu erkennen, dass das untere Sicherungselement
6, die Übersprungsicherung, die in Figur 5 beschriebene Durchgriffsöffnung 30 durch
den ersten Schenkel 21 des Eckverbinders 2 erheblich verkleinert, sodass annähernd
ein Formschluss mit dem Steg 31 und der unteren Laufschiene 3 erreicht wird. Auf diese
Weise wird besonders effektiv ein Überspringen des Schiebeelements 1 auf Grund einer
senkrecht zur Schieberichtung wirkenden Kraft vermieden. Zur Verkleinerung der Durchgriffsöffnung
30 weist das untere Sicherungselement 6 eine Aussparung 62 zur Aufnahme des Stegs
31 auf, seitlich derer zwei Fortsätze 64 angeordnet sind, die in montiertem Zustand
den Steg 31 übergreifen.
[0064] Die Fortsätze 64 sind derart ausgebildet, dass sie den Steg 31 weiter übergreifen
als die in dem Laufwagen 8 angeordnete Laufrolle 81, sodass eine Lateralbewegung des
Schiebeelementes lauf Grund des unteren Sicherungselements 6 bzw. der Fortsätze 64
des unteren Sicherungselements 6 begrenzt wird. In Figur 6 ist der Laufwagen 8, wie
er in dem unteren Rahmenelement 7 angeordnet ist, besonders gut zu erkennen. Die Laufrolle
81 des Laufwagens 8 ist in einem inneren Laufwagen 82 gelagert, der mit einem Rahmen
des Laufwagens 8 über eine Parallelogrammführung 83 verbunden ist. Auf Grund der Einstellschraube
84, die zwischen dem Rahmen und dem inneren Laufwagen 82 angeordnet ist, kann so eine
Höhenverstellung des inneren Laufwagens 82 relativ zu dem Rahmen erfolgen, wodurch
insgesamt eine Höhenverstellung eines fertig montierten Schiebeelements 1 möglich
wird. Ein Durchgriff auf die Einstellschraube 84 ist auf Grund der Durchgriffsöffnung
30 in dem Schenkel 21 des Eckverbinders 2 möglich. Korrespondierend zu der Durchgriffsöffnung
30 weist das senkrecht verlaufende Rahmenelement 13 eine Ausstanzung und das untere
Sicherungselement eine Werkzeugöffnung 65 auf.
[0065] In Figur 6 ist besonders gut das Zusammenwirken einer in der Kontrollbohrung 68 angeordneten
Kontrollschraube 35 mit dem Ausdehnungsschlitz 29 des zweiten Schenkels 22 zu erkennen.
Wird die Kontrollschraube 35 durch die Kontrollbohrung 68 und das zwischen dem Sicherungselement
6 und dem Eckverbinder 2 befindliche Rahmenelement geschraubt, so dringt diese in
den Ausdehnungsschlitz 29 ein und bewirkt dadurch eine Aufspreizung des zweiten Schenkels
22, sodass dieser innenseitig an die Seitenwandungen des Rahmenelementes gepresst
wird. Auf diese Weise kann eine zusätzliche Aussteifung im Eckbereich erreicht werden.
[0066] In Figur 7 sind verschiedene Ansichten des unteren Sicherungselementes 6, der Übersprungsicherung,
gezeigt.
[0067] Figur 7a zeigt eine perspektivische Darstellung der Übersprungsicherung 6 mitsamt
der ihr zugeordneten Abdeckkappe 61, wobei die Figuren 7b und c das Sicherungselement
6 und die Abdeckkappe 61 separat zeigen.
[0068] Aus den Figuren 7b und c ist deutlich erkennbar, dass die Übersprungsicherung 6 sowie
die ihr zugeordnete Abdeckkappe 61, respektive das Kontrollelement 61 korrespondierend
zueinander ausgebildete Konturen aufweisen, die ein Verstecken der Abdeckkappe 61
mit dem Sicherungselement 6 ermöglichen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist
das Sicherungselement 6 im Bereich der Ausnehmung 62 seitlich angeordnete Schwalbenschwanznuten
66 auf, zu denen die Abdeckkappe 61 korrespondierend ausgebildete Schwalbenschwänze
66 aufweist. Durch diese korrespondierend zueinander ausgebildeten Konturen 66 ist
eine fehlerhafte Anbringung der Abdeckkappe 61, die auch als Kontrollelement 61 dient,
ausgeschlossen. Sowohl die Übersprungsicherung 6 als auch das Kontrollelement 61 weisen
Kontrollbohrungen 68 auf, die in montiertem Zustand zueinander fluchtend ausgerichtet
sind. Durch diese Kontrollbohrungen 68 wird bei der Montage die Kontrollschraube 35
geführt, die dann eine Überprüfung der ursprünglichen Montageposition der Übersprungsicherung
ermöglicht.
[0069] Die Figuren 8a bis d zeigen verschiedene Ansichten des oberen Sicherungselementes
4, respektive der Aushängesicherung 4, sowie des zugeordneten Kontrollelementes 41,
das ebenfalls als Abdeckkappe ausgebildet ist.
[0070] Figuren 8a zeigt eine perspektivische Darstellung der Aushängesicherung 4 mitsamt
der Abdeckkappe 41. Die Figuren 8b und c zeigen jeweils eine Draufsicht sowie eine
Seitendarstellung der Einzelelemente.
[0071] Die Aushängesicherung 4 und das Kontrollelement 41 weisen zueinander korrespondierend
ausgebildete Konturen auf, die ein Aufstecken des Kontrollelementes 41 auf die Aushängesicherung
4 ermöglichen. Wie bereits im Zusammenhang mit Figur 7 beschrieben, sind auch hier
die Konturen 44 als korrespondierend ausgebildete Schwalbenschwanznuten 44 und Schwalbenschwänze
realisiert. Um eine wechselseitige Verwechslung der oberen und unteren Kontrollelemente
41, 61, respektive Abdeckkappen, zu verhindern, sind die jeweils vorgesehenen Steckkonturen
in unterschiedlicher Größe und an unterschiedlichen Stellen der jeweiligen Elemente
vorgesehen, sodass eine Fehlmontage ausgeschlossen ist.
[0072] Wie bereits mehrfach beschrieben, weist die Aushängesicherung 4ein Langloch 43 auf,
das einen Toleranzausgleich im Umfang des durch die Längserstreckung 1 des Langlochs
43 vorgegebenen Rahmens ermöglicht. Ausgehend von einer Bohrung für die Montageschraube
34 kann damit die Position der Aushängesicherung 4 um die Längserstreckung 1 des Langloches
43 variieren. Ein korrekter Einbau der Aushängesicherung 4 kann damit auf Grund der
Montagebohrung nicht sicher bestimmt werden. Auf Grund der zusätzlichen Kontrollbohrung
45, die in der Aushängesicherung 4 sowie dem Kontrollelement 41 vorgesehen ist, kann,
wenn eine Kontrollschraube 36 eingesetzt ist, anhand der durch die Kontrollschraube
36 in dem Profil ersichtlichen Bohrung die Position der Aushängesicherung eindeutig
bestimm werden.
[0073] Ausschlaggebender Gedanke für die vorliegende Erfindung ist insbesondere, dass bei
Vorsehen eines Kontrollelementes mit einer Kontrollbohrung der Käufer der Parallelschiebeanlage
automatisch darauf hinwirken wird, dass die Kontrollbohrungen 45, 68 mit Schrauben,
den Kontrollschrauben 35, 36, bestückt werden. Durch die auf Grund der Kontrollschrauben
35, 36 in den Rahmenelementen sichtbaren Bohrungen wird es ermöglicht, dass auch noch
eine Demontage oder teilweise Zerstörung des Schiebeelementes die Einbauposition der
Sicherungselemente 4, 6 noch eindeutig bestimmbar und damit für Haftungsfragen ermittelbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 1
- Schiebeelement
- 2
- Eckverbinder
- 3
- untere Laufschiene
- 4
- Sicherungselement/Aushängesicherung
- 5
- obere Laufschiene
- 6
- unteres Sicherungselement/Übersprungsicherung
- 7
- unteres Rahmenelement
- 8
- Laufwagen
- 9
- oberes Rahmenelement
- 11
- rechtes Rahmenelement
- 13
- linkes Rahmenelement
- 19
- oberer Eckverbinder
- 20
- unterer Eckverbinder
- 21
- erster Schenkel
- 22
- zweiter Schenkel
- 23
- Anschlag
- 24
- Führungsflanken
- 25
- Abscherstege
- 26
- Zentrierzapfen
- 27
- Ansatzflanken
- 28
- Durchgangsbohrung
- 29
- Ausdehnungsschlitz
- 30
- Durchgriffsöffnung
- 31
- unterer Steg
- 33
- untere Montageschraube
- 34
- obere Montageschraube
- 35
- untere Kontrollschraube
- 36
- obere Kontrollschraube
- 41
- oberes Kontrollelement/obere Abdeckkappe
- 42
- Aussparung
- 43
- Langloch
- 44
- Kontur/Kontrollbohrung
- 46
- Fortsätze
- 47
- Kontrollschraube
- 51
- oberer Steg
- 61
- unteres Kontrollelement/Abdeckkappe
- 62
- Aussparung
- 63
- Montagebohrung
- 64
- Fortsätze
- 66
- Kontur/Schwalbenschwanz
- 68
- Kontrollbohrung
- 71
- Nut
- 81
- Laufrolle
- 82
- innerer Laufwagen
- 83
- Parallelogrammführung
- 84
- Einstellschraube
- 91
- Nut
- 1
- Längserstreckung
1. Eckverbindungsset zum rechtwinkligen Verbinden von Rahmenelementen (7, 9, 11, 13)
von Schiebeelementen (1) mit
- wenigstens einem Eckverbinder (2, 19, 20) und
- wenigstens einem Sicherungselement (4)
wobei der Eckverbinder (2) im Wesentlichen zwei Schenkel (21, 22) aufweist, von denen
ein erster Schenkel (21) eine Außenkontur aufweist, die derart ausgebildet ist, dass
sie ein Rahmenelement (7, 9) mit einer korrespondierend zu der Außenkontur ausgebildeten
Innenkontur relativ zu dem Eckverbinder (2) ausrichtet, und ein zweiter Schenkel (22)
derart ausgeformt ist, dass er in montiertem Zustand eine statische Aussteifung des
ihm zugeordneten Rahmenelements (11, 13) bewirkt, wobei das Sicherungselement (4,
6) ein Kontrollelement (41, 61) aufweist, das eine Kontrolle einer ursprünglichen
Einbauposition des Sicherungselementes (4, 6) auch nach einer Demontage ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (4, 6) separat oder einstückig das Kontrollelement (41, 61)
aufweist, und das Set wenigstens einen oberen und einen unteren Eckverbinder (19,
20) aufweist,
wobei der obere Eckverbinder (19) zum Verbinden eines oberen waagerechten Rahmenelementes
(29) mit einem senkrechten Rahmenelement (11, 13) ausgebildet und der untere Eckverbinder
(20) zum Verbinden eines unteren waagerechten Rahmenelementes (7) mit dem senkrechten
Rahmenelement (11, 13) ausgebildet ist und wobei dem oberen Eckverbinder (19) ein
oberes Sicherungselement (4) und dem unteren Eckverbinder (20) ein unteres Sicherungselement
(6) zugeordnet ist und das obere Sicherungselement (4) als Aushängesicherung und das
untere Sicherungselement (6) als Überspringsicherung wirkt.
2. Eckverbindungsset nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kontrollelement (41, 61) in montiertem Zustand durch eine Verschraubung (Kontrollschraube)
befestigt ist.
3. Eckverbindungsset nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kontrollelement (41, 61) als eine Abdeckkappe des Sicherungselementes (4, 6) ausgebildet
ist.
4. Eckverbindungsset nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aushängesicherung (4) derart ausgebildet ist, dass eine in einer Nut (91) des
oberen Rahmenelements (9) laufender Steg (51) einer oberen Laufschiene (5) durch seitlich
einer der Kontur des Stegs (51) angepassten Aussparung (42) verlaufende Fortsätze
(46) der Aushängesicherung (4) in montiertem Zustand seitlich derart umgriffen wird,
dass ein Aushängen des Schiebeelementes (1) ohne eine Zerstörung der Aushängesicherung
(4) verhindert wird.
5. Eckverbindungsset nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das obere Kontrollelement (41) der Aushängesicherung (4) als Abdeckkappe ausgebildet
ist und die Aushängesicherung (4) und die Abdeckkappe (41) korrespondierend zueinander
ausgebildete Konturen aufweisen, derart, dass eine Montageposition der Abdeckkappe
(41) relativ zu der Aushängesicherung (4) eindeutig vorgegeben ist.
6. Eckverbindungsset nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aushängesicherung (4) ein Langloch (43) aufweist, das derart ausgebildet ist,
dass bei der Montage der Aushängesicherung (4) ein Toleranzausgleich innerhalb durch
eine Längserstreckung (1) des Langloches (43) vorgegebener Grenzen erfolgen kann.
7. Eckverbindungsset nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdeckkappe (41) zusätzlich eine Durchgangsbohrung (45) zur Anbringung einer Kontrollschraube
(47) aufweist, wobei die Durchgangsbohrung (45) derart angeordnet ist, dass eine Montageposition
der Aushängesicherung (4) auch nach einer Demontage des Sicherungselementes (41) eindeutig
bestimmbar ist.
8. Eckverbindungsset nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übersprungsicherung (6) derart ausgebildet ist, dass ein in einer Nut (71) des
unteren Rahmenelementes (7) laufender unterer Steg (31) einer unteren Laufschiene
(3) durch eine der Kontur des Stegs (31) angepasste Aussparung (62) in der Übersprungsicherung
(6) in montiertem Zustand seitlich derart umgriffen wird, dass ein Überspringen des
Schiebeelementes (1) ohne eine Zerstörung der Übersprungsicherung (6) verhindert wird.
9. Eckverbindungsset nach Patentanspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (71) des unteren Rahmenelementes (7) ein Laufwagen (8) mit einer Laufrolle
(81) mit einer an den unteren Steg (31) angepassten Kontur angeordnet ist und die
Übersprungsicherung (6) derart ausgebildet ist, dass ein Überspringen der Laufrolle
(81) dadurch verhindert wird, dass die Übersprungsicherung (6) den Steg mit seitlich
der Aussparung (62) angeordneten Fortsätze (64) weiter umgreift als die Laufrolle
(81).
10. Eckverbindungsset gemäß einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übersprungsicherung (6) eine Abdeckkappe (61) aufweist, und die Übersprungsicherung
(6) und die Abdeckkappe (61) korrespondierend zueinander ausgebildete Konturen (66)
aufweisen, derart, dass eine Montageposition der Abdeckkappe (61) relativ zu der Übersprungsicherung
(6) eindeutig vorgegeben ist, wobei die Konturen (66) bevorzugt derart ausgebildet
sind, dass eine Verwechslung der Abdeckkappe (61) der Übersprungsicherung (6) und
der Abdeckkappe (41) der Aushängesicherung (4) verhindert wird.
11. Eckverbindungsset gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Schenkel (21) des Eckverbinders (2) zu seinem Ende hin konisch zulaufend
ausgebildet ist.
12. Eckverbindungsset nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Schenkel (21) korrespondierend zu der Innenkontur des Rahmenelements (7,
9) ausgebildete Führungsflanken (24) aufweist.
13. Eckverbindungsset nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsflanken (24) Abscherstege (25) zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen
aufweisen.
14. Eckverbindungsset gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Eckverbinder (2) an einem Übergang von dem ersten Schenkel (21) zu dem zweiten
Schenkel (22) einen Anschlag (23) aufweist.
15. Eckverbindungsset gemäß Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlag (23) wenigstens einen, bevorzugt zwei Zentrierzapfen (26) zur Ausrichtung
des auf den ersten Schenkel (21) aufgeschobenen Profils (7, 9) aufweist.
16. Eckverbindungsset gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Schenkel (21) des Eckverbinders (2) endseitig Ansatzflanken (27) für einen
Laufwagen (8) oder Aussteifungsprofile aufweist.
17. Eckverbindungsset gemäß Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eckverbindungsset ferner einen Laufwagen und/oder ein Aussteifungsprofil umfasst,
wobei der Laufwagen (8) und/oder das Aussteifungsprofil mit dem ersten Schenkel (21)
des Eckverbinders (2) fest verbunden, insbesondere verklebt, verschraubt oder anderweitig
mechanisch verbunden ist.
18. Eckverbindungsset gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Schenkel (22) des Eckverbinders einen Ausdehnungsschlitz (29) aufweist.
19. Eckverbindungsset gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Schenkel (22) des Eckverbinders (2) eine Durchgangsbohrung (28) aufweist,
die derart ausgebildet und angeordnet ist, dass eine Verschraubung des Eckverbinders
(2) sowie eines dem zweiten Schenkel (22) zugeordneten Rahmenelements (11, 13) mit
einem Schraubkanal des dem ersten Schenkel (21) zugeordneten Rahmenelements (7, 9)
möglich ist.
20. Eckverbindungsset gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Schenkel (21) in Längsrichtung eine Durchgriffsöffnung (30) für ein Werkzeug
aufweist.
1. Corner connection set for right-angled connection of frame elements (7, 9, 11, 13)
by sliding elements (1) having
- at least one corner connector (2, 19, 20) and
- at least one retaining element (4),
wherein the corner connector (2) has substantially two legs (21, 22), of which a first
leg (21) has an outer contour which is formed in such a way that it aligns a frame
element (7, 9) with an inner contour formed correspondingly to the outer contour relative
to the corner connector (2), and a second leg (22) is formed in such a way that, when
mounted, it causes a static reinforcement of its assigned frame element (11, 13),
wherein the retaining element (4, 6) has a control element (41, 61) that allows a
control of an original mounting position of the retaining element (4, 6) even after
dismounting,
characterised in that
the retaining element (4, 6) separately or integrally includes the control element
(41, 61), and the set has at least one upper and one lower corner connector (19, 20),
wherein the upper corner connector (19) is formed for connecting an upper horizontal
frame element (29) to a perpendicular frame element (11, 13), and the lower corner
connector (20) is formed for connecting a lower horizontal frame element (7) to the
perpendicular frame element (11, 13), and wherein an upper retaining element (4) is
assigned to the upper corner connector (19) and a lower retaining element (6) is assigned
to the lower corner connector (20), and the upper retaining element (4) acts as a
safety catch and the lower retaining element (6) acts as a spring lock.
2. Corner connection set according to claim 1,
characterised in that
the control element (41, 61), when mounted, is secured by a screw connection (control
screw).
3. Corner connection set according to claim 1 or 2,
characterised in that
the control element (41, 61) is formed as a cover cap of the retaining element (4,
6).
4. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the safety catch (4) is formed in such a way that, when mounted, a web (51) of an
upper guide rail (5), said web (51) running in a groove (91) of the upper frame element
(9), is laterally encompassed by means of extensions (46) of the safety catch (4)
that run at the side of a recess (42) adjusted to the contour of the web (51) in such
a way that decoupling the sliding element (1) is prevented without destroying the
safety catch (4).
5. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the upper control element (41) of the safety catch (4) is formed as a cover cap and
the safety catch (4) and the cover cap (41) have contours formed correspondingly to
each other in such a way that a mounting position of the cover cap (41) relative to
the safety catch (4) is clearly predetermined.
6. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the safety catch (4) has an elongated hole (43) that is formed in such a way that,
when mounting the safety catch (4), a tolerance compensation can take place within
limits predetermined by a longitudinal extension (1) of the elongated hole (43).
7. Corner connection set according to claim 5,
characterised in that
the cover cap (41) additionally has a through-hole (45) for attaching a control screw
(47), wherein the through-hole (45) is arranged in such a way that a mounting position
of the safety catch (4) can also be clearly determined after dismounting the retaining
element (41).
8. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the spring lock (6) is formed in such a way that, when mounted, a lower web (31) of
a lower guide rail (3), said web (31) running in a groove (71) of the lower frame
element (7) is laterally encompassed by means of a recess (62) in the spring lock
(6) adjusted the contour of the web (31) in such a way that springing forward of the
sliding element (1) is prevented without destroying the spring lock (6).
9. Corner connection set according to claim 8,
characterised in that
a carriage (8) having a roller (81) with a contour adjusted to the lower web (31)
is arranged in the groove (71) of the lower frame element (7) and the spring lock
(6) is formed in such a way that a springing forward of the roller (81) is prevented
by the spring lock (6) encompassing the web with the extensions (64) arranged at the
side of the recess (62) further than the roller (81).
10. Corner connection set according to claims 8 or 9,
characterised in that
the spring lock (6) has a cover cap (61) and the spring lock (6) and the cover cap
(61) have contours (66) that are formed correspondingly to each other in such a way
that a mounting position of the cover cap (61) relative to the spring lock (6) is
clearly predetermined, wherein the contours (66) are preferably formed in such a way
that mixing up the cover cap (61) of the spring lock (6) and the cover cap (41) of
the safety catch (4) is prevented.
11. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first leg (21) of the corner connector (2) is formed to run conically towards
its end.
12. Corner connection set according to claim 10,
characterised in that
the first leg (21) has guide flanks (24) formed correspondingly to the inner contour
of the frame element (7, 9).
13. Corner connection set according to claim 11,
characterised in that
the guide flanks (24) have shearing webs (25) to compensate for production tolerances.
14. Corner connection set according to one of the claims 10 to 12,
characterised in that
the corner connector (2) has a stop (23) on an intersection from the first leg (21)
to the second leg (22).
15. Corner connection set according to claim 14,
characterised in that
the stop (23) has at least one, preferably two centring spigots (26) for aligning
the profile (7, 9) that has slid onto the first leg (21).
16. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first leg (21) of the corner connector (2) has attachment flanks (27) at the end
for a carriage (8) or stiffening profiles.
17. Corner connection set according to claim 16,
characterised in that
the corner connection set further comprises a carriage and/or a stiffening profile,
wherein the carriage (8) and/or the stiffening profile is firmly connected to the
first leg (21) of the corner connector (2), in particular glued, screwed or otherwise
mechanically connected.
18. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the second leg (22) of the corner connector has an expansion slot (29).
19. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the second leg (22) of the corner connector (2) has a through-hole (28) which is formed
and arranged in such a way that screwing the corner connector (2) and a frame element
(11, 13) assigned to the second leg (22) to a screw channel of the frame element (7,
9) assigned to the first leg (21) is possible.
20. Corner connection set according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first leg (21) has an access opening (30) in the longitudinal direction for a
tool.
1. Jeu d'assemblage d'angles pour permettre l'assemblage à angle droit d'éléments de
cadre (7, 9, 11, 13), d'éléments coulissant (1) comprenant :
- au moins une pièce d'assemblage d'angle (2, 19, 20) et
- au moins un élément d'arrêt (4),
la pièce d'assemblage d'angle (2) comprenant essentiellement deux branches (21, 22)
parmi lesquelles une première branche (21) a un contour externe qui est réalisé de
façon à aligner par rapport à la pièce d'assemblage d'angle (2), un élément de cadre
(7, 9) ayant un contour interne correspondant à ce contour externe, et une seconde
branche (22) est formée de sorte qu'à l'état monté elle provoque un renfort statique
de l'élément de cadre (11, 13) qui lui est associé, l'élément d'arrêt (4, 6) comprenant
un élément de contrôle (41, 61) qui permet de surveiller la position de montage initiale
de l'élément d'arrêt (4, 6) également après un démontage,
caractérisé en ce que
l'élément d'arrêt (4, 6) comprend l'élément de contrôle (41, 61) qui est séparé de
celui-ci ou réalisé en une seule pièce avec lui, et le jeu comprend au moins une pièce
d'assemblage d'angle supérieure et une pièce d'assemblage d'angle inférieure (19,
20), la pièce d'assemblage d'angle supérieure (19) étant réalisée pour permettre d'assembler
un élément de cadre horizontal supérieur (29) avec un élément de châssis vertical
(11, 13) et la pièce d'assemblage d'angle inférieure (20) étant réalisée pour permettre
d'assembler un élément de cadre horizontal inférieur (7) avec l'élément de cadre vertical
(11, 13), et, à la pièce d'assemblage d'angle supérieure (19) étant associé un élément
d'arrêt supérieur (4) et à la pièce d'assemblage d'angle inférieure (20) étant associé
un élément d'arrêt inférieur (6), et l'élément d'arrêt supérieur (4) agissant en tant
que sécurité anti-décrochement alors que l'élément d'arrêt inférieur (6) agit en tant
que sécurité anti-extraction par soulèvement.
2. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
à l'état monté, l'élément de contrôle (41, 61) est fixé par vissage (vis de contrôle).
3. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément de contrôle (41, 61) est réalisé sous la forme d'un capuchon de recouvrement
de l'élément d'arrêt (4, 6).
4. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la sécurité anti-décrochement (4) est réalisée de sorte qu'une barrette (51) d'une
glissière supérieure (5) s'étendant dans une rainure (91) de l'élément de cadre supérieur
(9) soit latéralement entourée à l'état monté par des prolongements (46) de l'élément
de sécurité anti-décrochement (4) s'étendant latéralement à un évidement (42) adapté
au contour de la barrette (51) de sorte qu'un décrochement de l'élément coulissant
(1) ne soit pas possible sans détérioration de la sécurité anti-décrochement (4).
5. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de contrôle supérieur (41) de la sécurité anti-décrochement (4) est réalisé
sous la forme d'un capuchon de recouvrement et la sécurité anti-décrochement (4) et
le capuchon de recouvrement (41) ont des contours réalisés de façon à se correspondre
de sorte que la position de montage du capuchon de recouvrement (41) relativement
à la sécurité anti-décrochement (4) soit définie de façon non équivoque.
6. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la sécurité anti-décrochement (4) comporte un trou oblong (43) qui est réalisé de
sorte que, lors du montage de cette sécurité anti-décrochement (4), il puisse y avoir
une compensation de tolérances dans des limites définies par l'extension longitudinale
(1) de ce trou oblong (43).
7. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 5,
caractérisé en ce que
le capuchon de recouvrement (41) comprend en outre un perçage traversant (45) pour
permettre la mise en place d'une vis de contrôle (47), le perçage traversant (45)
étant installé de sorte que la position de montage de la sécurité anti-décrochement
(4) puisse être déterminée de façon non équivoque également après un démontage de
l'élément d'arrêt (41).
8. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) est réalisée de sorte qu'une barrette
inférieure (31) d'une glissière inférieure (3) s'étendant dans une rainure (71) de
l'élément de cadre inférieur (7) soit entourée latéralement à l'état monté par un
évidement (62) réalisé dans la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) adapté
au contour de la barrette (31) de sorte qu'une extraction par soulèvement de l'élément
coulissant (1) ne soit pas possible sans détérioration de la sécurité anti-extraction
par soulèvement (6).
9. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 8,
caractérisé en ce que
dans la rainure (71) de l'élément de cadre inférieur (7) est monté un chariot mobile
(8) équipé d'un galet de roulement (81) ayant un contour adapté à la barrette inférieure
(31), et la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) est réalisée de sorte qu'une
extraction par soulèvement du galet de roulement (81) soit empêchée du fait que la
sécurité anti-extraction par soulèvement (6) entoure la barrette au-delà du galet
de roulement (81) par des prolongements (64) situés latéralement à l'évidement (62).
10. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications 8 et 9,
caractérisé en ce que
la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) comporte un capuchon de recouvrement
(61), et la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) et le capuchon de recouvrement
(61) ont des contours (66) réalisés de façon à se correspondre de sorte que la position
de montage du capuchon de recouvrement (61) par rapport à la sécurité anti-extraction
par soulèvement (6) soit définie de façon non équivoque, les contours (66) étant de
préférence réalisés de façon à empêcher une confusion entre le capuchon de recouvrement
(61) de la sécurité anti-extraction par soulèvement (6) et le capuchon de recouvrement
(41) de la sécurité anti-décrochement (4).
11. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première branche (21) de la pièce d'assemblage d'angle (2) est réalisée de façon
à s'étendre côniquement vers son extrémité.
12. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 10,
caractérisé en ce que
la première branche (21) comprend des flancs de guidage (24) réalisés en correspondance
avec le contour interne de l'élément de cadre (7, 9).
13. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 11,
caractérisé en ce que
les flancs de guidage (24) comprennent des barrettes de cisaillement (25) permettant
la compensation des tolérances de fabrication.
14. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications 10 à 12,
caractérisé en ce que
la pièce d'assemblage d'angle (2) comporte une butée (23) située au niveau de la transition
entre la première branche (21) et la seconde branche (22).
15. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 14,
caractérisé en ce que
la butée (23) comprend au moins un et de préférence deux tourillons de centrage (26)
permettant d'aligner le profilé (7, 9) glissé sur la première branche (21).
16. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première branche (21) de la pièce d'assemblage d'angle (2) comprend, à l'une des
ses extrémités, des flancs d'embout (27) pour un chariot mobile (8) ou des profilés
de renfort.
17. Jeu d'assemblage d'angle conforme à la revendication 16,
caractérisé en ce qu'
il comporte en outre un chariot mobile et/ou un profilé de renfort, le chariot mobile
(8) et/ou le profilé de renfort étant relié solidairement à la première branche (21)
de la pièce d'assemblage d'angle (2), en particulier collé, vissé ou mécaniquement
reliée à celle-ci d'une autre manière.
18. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la seconde branche (22) de la pièce d'assemblage d'angle comprend une fente d'expansion
(29).
19. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la seconde branche (22) de la pièce d'assemblage d'angle (2) comprend un perçage traversant
(28) qui est réalisé et positionné de façon à permettre un vissage de la pièce d'assemblage
d'angle (2) ou d'un élément de cadre (11, 13) associé à la seconde branche (22) avec
un canal de vissage de l'élément de cadre (7, 9) associé à la première branche (21).
20. Jeu d'assemblage d'angle conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première branche (21) comprend, en direction longitudinale, une ouverture (30)
permettant la mise en prise d'un outil.