[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gaskochmodul, umfassend einen unteren Ring
und einen oberen Ring mit jeweils einer Öffnung und zumindest ein Stützelement.
[0002] Die
EP 2 381 175 A1 beschreibt eine Gaskochfeldeinheit mit mindestens einem Gasbrenner, einem Unterlegring
auf der Arbeitsplatte, welche in das Gaskochfeld montierbar ist, und Stützträgern,
die aus einem schlecht wärmeleitfähigen Material bestehen und somit die durch die
Gasflamme und das erhitzte Kochgefäß auf die Stützträger einwirkende Wärme nur teilweise
über den Unterlegring an die Arbeitsplatte abgeben können. Die Gaszufuhr erfolgt dezentral
unterhalb der Arbeitsplatte von der zentralen Bedieneinheit an jeden Gasbrenner mit
jeweils einem Gasschlauch.
[0003] Die
WO 2010/143952 A1 beschreibt eine Gaskochfeldeinheit mit mindestens einem Gasbrenner, die so konzipiert
ist, dass die Gaskochfeldeinheit auf der Oberfläche der Arbeitsplatte, in die sie
montiert ist, lediglich durch einen Unterlegring, einen Gasbrenner beziehungsweise
eine Gasdüse, an der durch das ausströmende Gas die Gasflamme entsteht, und Topfträgerstützen
sichtbar ist. Die übrige Montagevorrichtung befindet sich mit einer Montage-Platte
unterhalb der Arbeitsplatte, wobei sämtliche Gasschläuche, Bedien- und Befestigungselemente
unter der Arbeitsplatte fixiert sind.
[0004] Im Betrieb ergeben sich bei den aus dem Stand der Technik bekannten Gaskochfeldem
im Allgemeinen folgende Probleme.
[0005] Durch die Verwendung eines weniger wärmeleitfähigen Materials für die Topfstützträger
wird nicht verhindert, dass die Gasflammen beziehungsweise die Flammenwand die Wärme
über die um diese befindliche Luft direkt auf die Arbeitsplatte, auf der sich diese
Vorrichtung befindet, abstrahlt. Ebenso wird die indirekte Wärmeeinwirkung durch die
Rückstrahlung der Wärme über die Unterseite des zu erwärmenden Kochgefäßes nicht verhindert
beziehungsweise gemindert. Die durch diese auf die Arbeitsplatte direkte beziehungsweise
indirekte Wärmeeinwirkungen entstehende Oberflächenwärme führt zu dem Ergebnis, dass
bestimmte Arbeitsplatten, hergestellt aus wärmeempfindlichen Materialien, wie zum
Beispiel dem synthetisch Produkt Corian, nicht in Kombination mit diesen Arten von
Gaskochfeldern benutzt werden können, da es sonst zu Verformungen und anderen unerwünschten
Konsequenzen führen würde und somit die Verwendung solcher Gaskochfelder eine erhebliche
Einschränkung für den Benutzer darstellt.
[0006] Ein weiterer Aspekt, der in dem Stand der Technik nicht berücksichtigt wurde, ist
die Tatsache, dass es bei sehr großen Kochgefäßen mit einem großen Umfang durch eine
nicht definierte Luftzufuhr, insbesondere wenn mehrere Kochgefäße auf mehreren umliegenden
Kochfeldern gleichzeitig erwärmt werden, zu Luftzirkulationen unterhalb des Kochgefäßes
kommt und diese die Flammenbildung und Wärmekonzentration auf die Unterseite des Kochgefäßes
beeinträchtigen.
[0007] So tritt ebenfalls bei der Montage von Gaskochfeldern grundsätzlich ein Problem auf,
nämlich dann, wenn mindestens ein Gaskochfeld aber auch besonders dann, wenn mehrere
Gaskochfelder in einer komplett individuellen Art und Weise in Bezug auf die Platzierung
auf der Arbeitsplatte angeordnet werden sollen. Diese Platzierung ist auf die Außenmaße
der Montageplatte, die zur Fixierung der Gaskochmodule, der Bedienelemente und der
Gasschläuche unterhalb der Arbeitsplatte benötigt wird, beschränkt. So ist die maximale
Distanz zwischen zum Beispiel zwei zu montierenden Gaskochfeldern beziehungsweise
-modulen beschränkt auf die maximale Breite der Montageplatte.
[0008] Ebenso stellt die Montage mit einer solchen Montageplatte einen erheblichen Aufwand
für den Monteur beziehungsweise Gasinstallateur dar. Neben den vielen zu montierenden
Teilen muss auch der Anschluss der Gasleitungen von der zentralen Gaszufuhr zu jedem
Gaskochmodul- beziehungsweise Gasbrenner mit jeweils einem Gasschlauch erfolgen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufsatz für einen Gasbrenner
und ein diesen Aufsatz aufweisendes Gaskochmodul zur Verfügung zu stellen, bei dem
eine optimale Luftzufuhr, eine effektive Wärmezuführung zu einem Kochgefäß und eine
effektive Wärmetrennung zum Schutz der Arbeitsplatte gewährleistet ist und eine einfache
Montage des Gaskochfeldes insgesamt und der Gaszufuhr ermöglicht wird.
[0010] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein aus den erfindungsgemäßen Gaskochmodulen
gebildetes Gaskochfeld aufzuzeigen, welches die oben genannten Probleme vermeidet.
[0011] Erfindungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabe vorgesehen, dass der untere Ring einen
ersten konischen Bereich und der obere Ring einen konischen Bereich aufweist, wobei
der obere Ring zentrisch auf dem unteren Ring angeordnet ist und der obere Ring von
dem unteren Ring durch wenigstens einen Abstandshalter beabstandet ist, sodass zwischen
dem unteren Ring und dem oberen Ring eine Passage ausgebildet ist, die sich in Richtung
der Öffnungen beider Ringe verjüngt. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die oben genannten Probleme werden durch das erfindungsgemäße Gaskochmodul vermieden,
indem der untere Ring direkt auf der Arbeitsplatte angeordnet ist. Für den Betrieb
des Gaskochmoduls wird eine Gasdüse eines Gasbrenners in den Öffnungen des unteren
Ringes und des oberen Ringes angeordnet. Nach dem Zünden des aus der Gasdüse austretenden
Gases steigen heiße Verbrennungsprodukte, aber auch heiße Luft und unverbranntes Gas
auf und können ein auf dem Gaskochmodul angeordnetes Kochgefäß erhitzen. Das weitere
Brennen der Gasflamme wird dadurch ermöglicht, dass durch die Passage zwischen dem
oberen und dem unteren Ring Primärluft nachströmt. Eine wesentliche vorteilhafte Eigenschaft
der Erfindung ergibt sich daraus, dass die nachströmende Primärluft in der sich verjüngenden
Passage zwischen oberem und unterem Ring beschleunigt wird. Dadurch ergibt sich zum
einen vorteilhaft, dass ausreichend Primärluft angesogen wird, um eine effektive Verbrennung
des Gases zu gewährleisten, ohne dass die Gasdüse mit einem Gasluftgemisch versorgt
werden muss. Zum anderen ergibt sich jedoch vorteilhaft, dass die Beschleunigung der
Primärluft in der sich verjüngenden Passage eine effektive Kühlung sowohl des unteren
als auch des oberen Ringes bewirkt. Dadurch wird insbesondere vermieden, dass sich
der untere Ring stark erhitzt, was zu einer ebenso starken Erhitzung der Arbeitsplatte
führt. Eine zu starke Erhitzung der Arbeitsplatte kann zu ihrem Verzug oder gar zu
ihrem Bruch führen. Diese beiden wesentlichen Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Kochmoduls sind besonders für die Großküchentechnik von Bedeutung, da dort mitunter
zahlreiche benachbarte Kochstellen über viele Stunden in Betrieb sind. Das erfindungsgemäße
Gaskochmodul nutzt damit den Venturi-Effekt, um zwei vorteilhafte Effekte zu erzielen,
nämlich eine effektive Verbrennung des Gases und eine effektive Kühlung der Arbeitsplatte.
[0013] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gaskochmoduls kann vorgesehen sein,
dass der untere Ring einen zweiten konischen Bereich aufweist. Durch einen zweiten
konischen Bereich kann die beschleunigte Primärluft direkt den Gasaustrittsöffnungen
der Gasdüse eines Gasbrenners zugeführt werden, sodass der erste konische Bereich
des unteren Ringes und der konische Bereich des oberen Ringes unabhängig von der genauen
Position der Austrittsöffnungen der Gasdüse gestaltet werden können, da die beschleunigte
Primärluft vermöge des zweiten konischen Bereiches in der Nähe der Gasdüse noch einmal
umgelenkt werden kann.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass zwischen dem ersten konischen Bereich des unteren Ringes
und dem zweiten konischen Bereich des unteren Ringes ein horizontaler Bereich ausgebildet
ist, der es ermöglicht, die zwischen dem ersten konischen Bereich des unteren Ringes
und dem konischen Bereich des oberen Ringes eintretende Primärluft direkt den Gasaustrittsöffnungen
einer Gasdüse eines Gasbrenners oder einem zweiten konischen Bereich des unteren Ringes
zuzuführen, ohne dass die Primärluft weiter beschleunigt wird. Ebenso kann vorgesehen
sein, dass der obere Ring einen horizontalen Bereich aufweist, der sich an den konischen
Bereich des oberen Ringes anschließt. Durch diese Ausgestaltung ist es insbesondere
möglich, die beschleunigte Primärluft dem zweiten konischen Bereich des unteren Ringes
über eine sich nicht verjüngende horizontal orientierte Passage zuzuführen. Der zweite
konische Bereich kann die Primärluft dann anschließend direkt den Gasaustrittsöffnungen
der Gasdüse eines Gasbrenners zuführen, wodurch Luftverwirbelungen zwischen der Gasdüse
und dem Kochgefäß, die auch zu einer Erhitzung der Arbeitsplatte beitragen können,
vermieden werden.
[0015] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gaskochmoduls kann vorgesehen sein,
dass der erste konische Bereich des unteren Ringes und/oder der zweite konische Bereich
des unteren Ringes und/oder der konische Bereich des oberen Ringes aus mehreren konischen
Abschnitten bestehen, welche unterschiedliche Öffnungswinkel haben. Durch diese Ausgestaltung
ist es möglich, dass die zwischen dem oberen und dem unteren Ring eintretende Primärluft
in mehreren hintereinander angeordneten sich verjüngenden Passagenabschnitten, welche
jeweils einen anderen Verjüngungswinkel aufweisen, beschleunigt wird. Es kann aber
auch vorgesehen sein, dass die konischen Abschnitte infinitessimalen Oberflächeninhalt
aufweisen, sodass sie einen gekrümmten Oberflächenabschnitt bilden verjüngende Passage
ausgebildet ist. Von Bedeutung ist dabei nur, dass die Querschnittsfläche zwischen
dem oberen und dem unteren Ring innerhalb der sich verjüngenden Passage kleiner wird,
sodass die eintretende Primärluft durch den Venturi-Effekt in Richtung der Öffnungen
beider Ringe beschleunigt wird. So kann der erste konische Bereich oder der zweite
konische Bereich des unteren Ringes oder der konische Bereich des oberen Ringes im
Wesentlichen eine Krümmung, wie die eines Ansaugstutzens, aufweisen.
[0016] In weiterer Ausgestaltung des Gaskochmoduls ist vorgesehen, dass der wenigstens eine
Abstandshalter aus einem wärmebeständigen Kunststoff besteht. Dadurch wird vermieden,
dass es zu einer Überhitzung des unteren Ringes und damit zu einer Überhitzung der
Arbeitsplatte kommt, da die Wärmeleitung zwischen dem oberen und dem unteren Ring
durch die Verwendung eines wärmebeständigen Kunststoffes für die Abstandshalter stark
vermindert wird. Neben einem wärmebeständigen Kunststoff sind auch andere Materialien,
wie zum Beispiel Keramik möglich, solange das verwendete Material nur eine sehr geringe
Wärmeleitfähigkeit aufweist, weswegen insbesondere die meisten Metalle und Metalllegierungen
nicht in Betracht kommen.
[0017] Sowohl der untere als auch der obere Ring als auch das zumindest eine Stützelement
können aus Gusseisen bestehen. Im Gegensatz zu den Abstandshaltern ist die Verwendung
eines gut wärmeleitfähigen Materials, wie Gusseisen für den unteren Ring, den oberen
Ring oder das zumindest eine Stützelement von Vorteil, da nur ein Material mit einer
guten Wärmeleitfähigkeit von der durch die sich verjüngende Passage strömenden Primärluft
gut gekühlt werden kann. Die Wärme, die von dem unteren und dem oberen Ring während
des Betriebs des Gaskochmoduls aufgenommen wird, kann so rasch von der strömenden
Primärluft wegtransportiert werden. Aus diesem Grunde sind neben Gusseisen auch andere
Materialien, insbesondere metallische Materialien, mit einer sehr guten Wärmeleitfähigkeit
für die Herstellung des oberen Ringes, des unteren Ringes oder des zumindest einen
Stützelementes geeignet.
[0018] In vorteilhafter Ausgestaltung weist das Gaskochmodul einen Gasbrenner mit zumindest
einer Gasdüse auf, wobei eine Gasdüse des Gasbrenners in den Öffnungen des unteren
und des oberen Ringes angeordnet ist. Dadurch wird ermöglicht, dass eine Gaskochstelle
einfach montiert werden kann, da das Gaskochmodul bereits einen Gasbrenner aufweist.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass der erste konische Bereich des unteren Ringes
und/oder der zweite konische Bereich des unteren Ringes und/oder der konische Bereich
des oberen Ringes auf eine Gasdüse des Gasbrenners gerichtet sind, sodass die oben
erwähnten Vorteile zur Geltung kommen, ohne dass bei der Montage des Gaskochmoduls
auf die genaue Positionierung des Gasbrenners beziehungsweise einer Gasdüse des Gasbrenners
geachtet werden muss.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Gasbrenner
eine Vorrichtung zur Gaszufuhr aufweist, der eine Gaseinlassanschlussstelle und zwei
Gasauslässe aufweist, wobei ein erster Gasauslass zu einer Gasdüse des Gasbrenners
führt und ein zweiter Gasauslass als Gasauslassanschlussstelle ausgebildet ist, sodass
der zweite Gasauslass mit einer weiteren Gaskochvorrichtung verbindbar ist. Durch
diese spezielle Vorrichtung zur Gaszufuhr wird ebenfalls eine einfache Montage einer
Gaskochstelle, insbesondere mehrerer nebeneinander angeordneter Gaskochstellen ermöglicht,
da das von einer Gasversorgungsstelle zugeführte Gas von dieser Vorrichtung zur Gaszufuhr
zum einen einer Gasdüse zugeführt werden kann, zum anderen aber zu einem weiteren
Gasbrenner durchgeleitet werden kann. Bei mehreren nebeneinander angeordneten Gaskochstellen
muss daher nicht jeder Gasbrenner über eine Leitung direkt mit einer Gasversorgung
verbunden werden, da das Gas von einer Kochstelle zur anderen durchgeleitet werden
kann. Dies ermöglicht einen besonders einfachen modularen Aufbau mehrerer Gaskochstellen.
[0020] Es kann ferner vorgesehen sein, dass ein Gaskochfeld, umfassend mehrere Gaskochstellen,
aus den erfindungsgemäßen Gaskochmodulen aufgebaut ist, wobei die Gaskochstellen Gaskochmodule
in den oben angegebenen Ausgestaltungen aufweisen. Die so ausgebildeten Gaskochfelder
weisen einen einfachen modularen Aufbau auf, sodass einzelne Komponenten leicht ausgetauscht
werden können. Dies ist besonders in der Großküchentechnik vorteilhaft, wo eine defekte
Gaskochstelle oder ein defektes Gaskochfeld zügig repariert werden muss, damit der
laufende Betrieb gewährleistet ist. Ebenso ist dies jedoch bei einer Erstmontage von
Vorteil, da bei der Montage von professionellen Großküchen zumeist eng gesetzte Fertigstellungsfristen
eingehalten werden müssen.
[0021] Die Luftführung über diese konisch von außen nach innen verlaufende, sich verjüngende
Passage hat ebenfalls zur Folge, dass zum einen der sich auf der Arbeitsplatte befindliche
untere Ring über die vorbeiströmende und relativ kalte Primärluft gekühlt wird und
zum anderen der obere Ring an seiner Unterseite ebenfalls durch die vorbeiströmende
und relativ kalte Primärluft gekühlt wird. Gleichzeitig dient der obere Ring, der
auch als Topfträger dient, als Wärmeschutzschirm, der einerseits die durch die Gasflammen
beziehungsweise die Flammwand nach unten ausgestrahlte Wärme und andererseits die
durch die erhitzte Unterseite des Kochgefäßes ausgestrahlte und durch diese reflektierte
Wärme abfängt und somit verhindert, dass diese Wärme im vollen Umfang auf den unteren
Ring abstrahlt und zur Folge hat, dass sich die Arbeitsplatte zu stark erhitzt.
[0022] Ein weiterer Vorteil des oberen konisch verlaufenden Rings ist die Wärmeführung und
Konzentration auf die Unterseite des Kochgefäßes, da durch die konische Führung neben
den Konvektionsströmungen auch die direkte Wärme der Flammwand nur gemindert nach
außen entweichen kann und somit effektiv gebündelt wird. Diese positiven Effekte der
konischen Verläufe des oberen Ringes und des unteren Ringes haben einerseits zur Folge,
dass die Arbeitsplatte nur zu einem akzeptablen, nicht gefährlichen beziehungsweise
das Material der Arbeitsplatte nicht schädigenden Maß, welches zum Beispiel bei einem
Material wie Corian schon bei relativ niedrigen Temperaturen erreicht ist, auf Temperaturen
von lediglich maximal 45-50 Grad Celsius bei mehreren Stunden Dauerbetrieb erwärmt
wird und anderseits, dass eine höhere Effizienz und Zuverlässigkeit der Gasverbrennung
erzielt wird.
[0023] Die Gaszuführung wird bei der Vorrichtung zur Gaszufuhr über einen Gasanschluss auch
bei mehreren Gaskochmodulen ermöglicht, indem jedes Gaskochmodul einen eigenen Gasein-
und Gasausgangsanschluss besitzt und somit durch eine Durchleitung die Versorgung
auch mehrerer Gaskochmodule gewährleistet ist. Dieses modular aufgebaute System ermöglicht
es, mindestens ein bis fünf Gaskochmodule an jeder gewünschten Stelle auf beziehungsweise
in der Arbeitsplatte zu platzieren. Diese Form der Gestaltung bietet neben der Einfachheit
der Montage des einzelnen Gaskochmoduls und der einfachen Verlegung der Gaszufuhr
den immensen Vorteil, eine individuelle Anordnung der Gaskochmodule und der Bedienung
zu ermöglichen. Gleichzeitig reduziert diese Form der Gestaltung eines Gaskochmoduls
die Anzahl der Variationen der verschiedenen Gaskochfelder, da bei dieser Erfindung
insgesamt nur drei verschiedene Modelle vorrätig gehalten werden müssen, um sämtliche
Bedürfnisse der Nachfrage in Bezug auf die Anzahl der Gaskochfelder eines Gaskochfeldsets
am Markt zu erfüllen. Diese sind ein Gaskochmodul mit einem kleinen Gasbrenner, ein
Gaskochmodul mit einem großen Brenner und ein Gaskochmodul mit zwei Gasbrennern. Die
Anzahl der Brenner, für die sich ein potentieller Kunde entscheiden würde, tangiert
die Lagerhaltung in keiner Weise, da nicht Gaskochfeldsets mit einem, zwei, drei,
vier oder fünf Gasbrennern und zusätzlich mit verschiedenen Gasbrennertypen gelagert
werden müssen, sondern sich je nach Wunsch eines Kunden lediglich die Anzahl der zu
verkaufenden Gaskochmodule erhöht oder vermindert. Des Weiteren stellt diese Form
der Gestaltung von Gaskochmodulen einen sehr kundendienstfreundlichen Vorteil dar,
da der Kundendienstmitarbeiter, wie bei einem herkömmlichen gegebenenfalls defekten
Gaskochfeld, nicht mehr ein komplettes System mit mehreren Gasbrennern abmontieren
und zerlegen muss oder Unterlegplatten abmontieren und zerlegen muss, sondern direkt
das betroffene Gaskochmodul mit den Feststellschrauben lösen und, nachdem die Gasverbindungen
gelöst worden sind, nach oben hin entnehmen und ggf. reparieren oder austauschen kann.
[0024] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
beschrieben.
[0025] Es zeigt
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kochmoduls,
- Figur 2
- eine vertikale Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Kochmoduls aus Figur 1,
- Figur 3
- eine vertikale Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Kochmoduls mit Strömungsverläufen,
- Figur 4
- eine Einzeldarstellung wichtiger Komponenten des erfindungsgemäßen Kochmoduls aus
Figur 1 und
- Figur 5
- eine horizontale Querschnittsansicht einer Ausführungsform der unteren Vorrichtung
zur Gaszufuhr.
[0026] In der Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gaskochmodul von
der Seite gezeigt. Das Gaskochmodul weist einen unteren Ring 13 aus Gusseisen und
einen oberen Ring 12 aus Gusseisen oder einem anderen metallischen Material mit Stützen
1 auf, der mit Abstandshaltern aus wärmebeständigem Kunststoff 18 auf dem unteren
Ring 13 sitzt.
[0027] Wie in Figur 2 dargestellt ist, verläuft der untere Ring 13 abschnittsweise konisch
von unten nach oben. Ebenso ist aus der Figur 2 zu ersehen, dass ein ebener Bereich
19 zwischen einem ersten konischen Bereich 3 und einem zweiten konischen Bereich 4
ausgebildet ist. Dieser zweite innere konische Bereich 4 ragt durch den oberen Ring
12 hindurch und endet an der herausragenden Gasdüse 14 mit den Gasaustrittöffnungen
11.
[0028] In der Figur 2 erkennt man zudem, dass zwischen der Unterseite des oberen Ringes
12 und der Oberseite des unteren Ringes 13 eine von außen nach innen konisch verlaufende,
sich verjüngende Passage 7 ausgebildet ist, die in einem relativ schmalen Spalt 6
endet. Dieser Spalt 6 mündet an dem zweiten konischen Bereich 4 des unteren Ringes
13, der auf die Gasaustrittsöffnungen 11 der Gasdüse 14 gerichtet ist.
[0029] In Figur 3 sieht man die Darstellung des Kochmoduls aus Figur 1 mit Strömungsverlauf,
die den Verlauf der Primärluft 15 und den Verlauf der erwärmten Luft 16 und der Konvektionsströmung
16' darstellen sollen. So wird dargestellt, wie die relativ kalte Primärluft 15 entlang
der oberen Seite des ersten konischen Bereiches 3 des unteren Ringes 13 und entlang
eines dritten konischen Bereiches 2 des oberen Ringes 12 durch die Passage 7 in den
Spalt 6 hineinströmt beziehungsweise gesogen wird, um dann entlang des zweiten konischen
Bereiches 4 zu den Gasflammen 17 zu strömen und diese ausreichend mit Primärluft 15
zu versorgen. Ebenso ist zu erkennen, wie die erwärmte Luft 16 oder die Konvektionsströmung
16' von den Gasflammen 17 auch nach unten und zur Seite abstrahlt und von der Oberseite
5 des dritten konischen Bereiches 2 des oberen Ringes 12 nach oben geführt und in
eine größere Distanz zu dem unteren Ring 13 gebracht wird, da sich die Passage 7 nach
innen verjüngt.
[0030] Figur 4 zeigt zur verständlichen Darstellung des Ausführungsbeispiels aus Figur 1
die beiden Ringe 12, 13, den oberen konisch von oben nach unten verlaufenden beziehungsweise
sich verjüngenden Ring 12 mit dem dritten konischen Bereich 2 und den unteren Ring
13 mit dem ersten konischen Bereich 3 und dem zweiten konischen Bereich 4 in einer
Einzeldarstellung.
[0031] In Figur 5 ist ein Ausführungsbeispiel der unteren Vorrichtung zur Gaszufuhr 8 dargestellt,
die sich unter dem unteren Ring 13 befindet. So erkennt man in dieser Darstellung
die Gaseinlassanschlussstelle 9 und die Gasauslassanschlussstelle 10 für die Durchleitung
des Gases.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Stützelement
- 2
- konischer Bereich des oberen Ringes
- 3
- erster konischer Bereich des unteren Ringes
- 4
- zweiter konischer Bereich des unteren Ringes
- 5
- Oberseite des konischen Bereiches des oberen Ringes
- 6
- Spalt
- 7
- sich verjüngende Passage
- 8
- Vorrichtung zur Gaszufuhr
- 9
- Gaseinlassanschlussstelle
- 10
- Gasauslassanschlussstelle
- 11
- Gasaustrittsöffnungen
- 12
- oberer Ring
- 13
- unterer Ring
- 14
- Gasdüse
- 15
- Primärluft
- 16
- warme Luft
- 16'
- Konvektionsströmung
- 17
- Gasflamme
- 18
- Abstandshalter
- 19
- horizontaler Bereich
1. Gaskochmodul, umfassend einen unteren Ring (13) und einen oberen Ring (12) mit jeweils
einer Öffnung und zumindest ein Stützelement (1),
dadurch gekennzeichnet,
dass der untere Ring (13) zumindest einen ersten konischen Bereich (3) und der obere Ring
(12) einen konischen Bereich (2) aufweist, wobei der obere Ring (12) zentrisch auf
dem unteren Ring (13) angeordnet ist und der obere Ring (12) von dem unteren Ring
(13) durch wenigstens einen Abstandshalter (18) beabstandet ist, sodass zwischen dem
unteren Ring (13) und dem oberen Ring (12) eine Passage (7) ausgebildet ist, die sich
in Richtung der Öffnungen beider Ringe (12, 13) verjüngt.
2. Gaskochmodul nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der untere Ring (13) einen zweiten konischen Bereich (4) aufweist.
3. Gaskochmodul nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem ersten konischen Bereich (3) des unteren Ringes (13) und dem zweiten
konischen Bereich (4) des unteren Ringes (13) ein horizontaler Bereich (19) ausgebildet
ist.
4. Gaskochmodul nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Ring (12) einen horizontalen Bereich aufweist, der sich an den konischen
Bereich des oberen Ringes (12) anschließt.
5. Gaskochmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste konische Bereich (3) des unteren Ringes (13) und/oder der zweite konische
Bereich (4) des unteren Ringes (13) und/oder der konische Bereich (2) des oberen Ringes
(12) aus mehreren konischen Abschnitten bestehen, welche unterschiedliche Öffnungswinkel
haben.
6. Gaskochmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschnitte infinitessimalen Oberflächeninhalt aufweisen, sodass sie einen gekrümmten
Oberflächenabschnitt bilden.
7. Gaskochmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Abstandshalter (18) aus einem wärmebeständigen Kunststoff oder
einer Keramik besteht.
8. Gaskochmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dass der untere Ring (13) und/oder der obere Ring (12) und/oder das zumindest eine
Stützelement (1) aus Gusseisen bestehen.
9. Gaskochmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend einen Gasbrenner mit zumindest
einer Gasdüse (14), wobei eine Gasdüse (14) des Gasbrenners in den Öffnungen des unteren
und des oberen Ringes (12, 13) angeordnet ist.
10. Gaskochmodul nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste konische Bereich (3) des unteren Ringes (13) und/oder der zweite konische
Bereich (4) des unteren Ringes (13) und/oder der konische Bereich (2) des oberen Ringes
(12) auf eine Gasdüse (14) des Gasbrenners gerichtet sind.
11. Gaskochmodul nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gasbrenner eine Vorrichtung zur Gaszufuhr (8) aufweist, die eine Gaseinlassanschlussstelle
(9) und zwei Gasauslässe aufweist, wobei ein erster Gasauslass zu einer Gasdüse (14)
des Gasbrenners führt und ein zweiter Gasauslass als Gasauslassanschlussstelle (10)
ausgebildet ist, sodass der zweite Gasauslass mit einer weiteren Gaskochvorrichtung
verbindbar ist.
12. Gaskochfeld, umfassend mehrere Gaskochstellen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gaskochstellen Gaskochmodule nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweisen.