[0001] Die Erfindung betrifft eine Tür für ein Haushaltsgerät, mit einer Außenscheibe, an
deren Innenseiten zumindest ein längliches Türprofil angeordnet ist. Des Weiteren
betrifft die Erfindung ein Haushaltsgerät mit einer derartigen Tür als auch ein Verfahren
zum Montieren eines Türprofils an eine Innenseite einer Außenscheibe einer Tür eines
Haushaltsgeräts.
[0002] Backofentüren sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. So ist in diesem Zusammenhang
bekannt, dass derartige Türen mehrere separate parallel zueinander orientierte zumindest
bereichsweise durchsichtige Platten aufweisen, die nachfolgend als Scheiben bezeichnet
werden. So ist in diesem Zusammenhang eine Außenscheibe, die auch als Frontscheibe
bezeichnet wird, vorgesehen. Eine Tür umfasst darüber hinaus zumindest auch noch eine
zweite Scheibe, die als Innenscheibe bezeichnet ist und dem Garraum zugewandt positioniert
ist. Diese zumindest zwei Scheiben einer Tür sind durch Türprofile beabstandet zueinander
angeordnet und gehalten. Es ist darüber hinaus auch bekannt, dass Türen zumindest
eine dritte Scheibe aufweisen können, die dann zwischen der Außenscheibe und der Innenscheibe
angeordnet ist. Zwischen den zumindest beiden Scheiben befindet sich der technische
Aufbau der Backofentür, welcher variieren kann. Die Scheiben sowie der technische
Aufbau werden mit dem Gerät durch tragende Türbauteile, nämlich den Türprofilen, verbunden.
Diese Türprofile sind längliche Teile, die beabstandet parallel zueinander an der
Innenseite der Außenscheibe befestigt sind. Diese Befestigung bzw. Verbindung kann
stoffschlüssig erfolgen, wobei dies beispielsweise durch eine direkte Verklebung der
Bauteile durchgeführt wird. Darüber hinaus kann auch eine kraftschlüssige oder formschlüssige
Montage der Bauteile auf bereits vorgesehene Anbindungsteile an den Scheiben erfolgen.
[0003] Anforderungen, die an zukünftige Backofentüren gestellt werden, sind immer umfänglicher.
Dies betrifft insbesondere die Temperaturbeständigkeit dieser Scheiben, insbesondere
der Frontscheibe, so dass diese nicht über eine vorgegebene Temperatur sich erwärmen
darf, um Verletzungen eines Nutzers zu verhindern. Darüber hinaus sind gegenwärtigen
Aufbauten relativ kostenungünstig und auch montageaufwendig. Darüber hinaus sind weitere
bekannte Montagevarianten, bei denen die Türprofile an Anbindungsteile an der Außenscheibe
angeschraubt werden, sehr anfällig für Positionstoleranzen, die unerwünscht sind.
Diesbezüglich können sich Verschiebungen der Frontscheibe gegenüber den Türprofilen
in Längsrichtung der Profile ergeben. Durch Verschraubungen kann auch eine ausreichend
genaue Positionierung der Bauteile in dieser Längsrichtung der Profile nicht zuverlässig
gewährleistet werden.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tür für ein Haushaltsgerät als auch
ein Verfahren zum Montieren eines Türprofils an einer Scheibe der Tür zu schaffen,
mit welcher bzw. mit welchem die Montage aufwandsärmer erfolgen kann und dennoch sehr
positionsgenau die Anbringung des Türprofils erreicht wird. Es soll darüber hinaus
auch ein Haushaltsgerät mit einem entsprechenden Türprofil geschaffen werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Tür, ein Haushaltsgerät und ein Verfahren gemäß den
unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0006] Eine erfindungsgemäße Tür für ein Haushaltsgerät umfasst eine Außenscheibe, an deren
Innenseite zumindest ein längliches Türprofil angeordnet ist. An dieser Innenseite
ist zumindest ein Aufnahmerahmen angeordnet, in welchen sich im montierten Zustand
des Türprofils an der Außenscheibe ein an dem Türprofil angeordneter Haltebalken zur
Halterung des Türprofils an der Außenscheibe hinein erstreckt. Durch eine derartige
Ausgestaltung kann eine sehr genaue und positionssichere Anbringung des Türprofils
an der Außenscheibe gewährleistet werden. Darüber hinaus ist der Montageaufwand deutlich
reduziert.
[0007] Als Aufnahmerahmen oder Halterahmen werden Ausführungen verstanden, die umlaufend
geschlossen sind. Ebenso sind darunter jedoch auch Ausführungen fallend, die umlaufend
nicht geschlossen sind. Insbesondere können auch Ausführungen umfasst, sein, die über
die Umlauflänge zumindest über die Hälfte, insbesondere drei Viertel ausgebildet sind.
[0008] Die ganz spezifische Ausgestaltung des Türprofils, nämlich mit zumindest einem Haltebalken,
ermöglicht in definierter Weise die mechanische Kopplung des Türprofils mit einem
weiteren separaten Bauteil, nämlich dem Aufnahmerahmen, der an der Innenseite der
Außenscheibe befestigt ist. Denn quasi durch den Haltebalken und den Aufnahmerahmen
sind zwei im Hinblick auf ihre geometrische Form und Funktionalität ganz spezifisch
ausgestaltete Elemente gebildet und es ist auch durch deren Wirkverbindung eine mechanisch
stabile Halterung erzielt. Darüber hinaus ist durch die Ausgestaltung eines Aufnahmerahmens
ein sehr gewichtsreduziertes Bauteil bereitgestellt, welches jedoch sicher und zuverlässig
zur Aufnahme des Haltebalkens ausgebildet ist. Durch quasi ein einfaches Einschieben
bzw. Einstecken des Haltebalkens in den Freiraum des Aufnahmerahmens kann die Anbringen
des Türprofils an der Außenscheibe erzielt werden. Auch die Montage ist dadurch sehr
leichtgängig und übersichtlich sowie schnell durchzuführen.
[0009] Insbesondere ist es auch nicht mehr erforderlich, durch zusätzliche Schrauben das
Türprofil zu befestigen, so dass insbesondere auch eine schraubenlose Montage des
Türprofils an der Außenscheibe gewährleistet ist.
[0010] Der Aufnahmerahmen ist bei einer Ausführung dahingehend charakterisiert, dass er
voll umlaufend und somit geschlossen ist, so dass der Haltebalken im montierten Zustand
des Türprofils von dem Aufnahmerahmen vollständig in seinem Umfang umgriffen ist.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Haltebalken in einer an einer Längsseitenwand
des Türprofils ausgebildeten Vertiefung angeordnet ist. Durch eine derartige Anordnung
wird eine sehr kompaktbauende und platzsparende Anordnung geschaffen, da der Haltebalken
quasi im Inneren des Türprofils versenkt ist. Es wird somit an einer Längsseitenwand
des Türprofils eine Materialausnehmung dahingehend durchgeführt, dass sie einerseits
einen Freiraum bildet, andererseits jedoch darin auch definiert der Haltebalken im
Hinblick auf seine Formgebung und Orientierung angeordnet ist.
[0012] Gerade durch diese Ausgestaltung, dass sich der Haltebalken in einer Längsseitenwand
des Türprofils ausbildet und quasi zu dieser Längsseitenwand nach außen zugänglich
ist, kann ein ganz spezifisches Montageszenario bezüglich einer Einschubrichtung des
Haltebalkens in den Aufnahmerahmen in einem Winkel, insbesondere senkrecht, zur Längsachse
des Türprofils ermöglicht werden. Dadurch kann in ganz spezifischer und hochfunktioneller
Weise eine Positionsfixierung einerseits in Längsrichtung des Türprofils und andererseits
in einer Achse senkrecht dazu, die dann auch senkrecht auf der Außenscheibe steht,
erreicht werden.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Aufnahmerahmen zumindest bereichsweise im montierten
Zustand des Türprofils an dem Aufnahmerahmen in der Vertiefung aufgenommen ist. Die
oben genannten Vorteile werden dadurch nochmals begünstigt. Darüber hinaus ist dann
durch diese quasi im Türprofil versenkte Anordnung des Aufnahmerahmens dieser einerseits
platzsparend, positionssicher und vor Beschädigungen geschützt angeordnet.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Freiraum zwischen dem Haltebalken und den die
Vertiefung begrenzenden Wänden zur passgenauen Aufnahme von Teilwänden des Aufnahmeraums
ausgebildet ist. Diese Ausführung ist dahingehend besonders vorteilhaft, da somit
ein unerwünschtes Bewegungsspiel des Türprofils im mit dem Aufnahmerahmen verbundenen
Zustand verhindert ist.
[0015] Insbesondere ist vorgesehen, dass die in der Längsseitenwand ausgebildete Vertiefung,
in der dann auch der Haltebalken angeordnet ist, über die Längsseitenwand nach außen
frei zugänglich ist. Gerade dadurch wird das Einführen des Türprofils in den Aufnahmerahmen
besonders leicht nachvollziehbar für einen Monteur gewährleistet, so dass auch hier
eine besonders nutzerfreundliche Montage gegeben ist.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Querschnittform des Haltebalkens zumindest
in dem zum Eingriff in den Aufnahmenrahmen vorgesehenen Teilbereich an die Formgebung
des Aufnahmerahmens angepasst ist, insbesondere zum passgenauen Einführen in den Aufnahmerahmen
ausgebildet ist. Auch hier kann somit die bereits oben angesprochene positionssichere
und spielfreie Montage gewährleistet werden.
[0017] Es kann vorgesehen sein, dass die Querschnittform des Haltebalkens eckig, insbesondere
viereckig, beispielsweise rechteckig oder quadratisch ausgebildet ist. In diesem Zusammenhang
ist dann ebenfalls vorteilhaft, wenn der Aufnahmerahmen die analoge Formgebung aufweist.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Haltebalken eine eckenfreie Querschnittsform
aufweist und somit beispielsweise rund oder oval gestaltet ist.
[0018] Ebenso kann eine Freiform als Querschnittform gebildet sein. Durch die Querschnittformgebung
kann auch in spezifischer Weise eine Codierung der Haltebalken gebildet werden, so
dass in komplementärer Ausgestaltung mit dem Aufnahmerahmen auch eine Fehlmontage
vermieden werden kann.
[0019] Insbesondere ist es vorgesehen, dass der Haltebalken einstückig mit dem Türprofil
ausgebildet ist, so dass auch hier eine bauteilreduzierte Ausgestaltung geschaffen
ist. Darüber hinaus ist eine sehr positionssichere Anordnung des Haltebalkens am Türprofil
dauerhaft erreicht, die bei einer Montage eines separaten Haltebalkens an dem Türprofil
gegebenenfalls nicht zuverlässig gewährleistet werden kann. Darüber hinaus ist eine
zusätzliche separate Montage des Haltebalkens am Türprofil nicht erforderlich.
[0020] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Aufnahmerahmen mit seiner Öffnung zu seiner
Längsseitenwand des Türprofils hin angeordnet ist und eine Einschubrichtung des Türprofils
in den Aufnahmenrahmen mit dem Haltebalken senkrecht zur Längsachse des Türprofils
ist. Die bereits oben angesprochene Positionssicherung des Türprofils in Richtung
seiner Längsachse ist dadurch besonders begünstigt.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das vordere freie Ende des Haltebalkens maximal
bündig oder zurückversetzt zur Längsseitenwand ausgebildet ist. Ein über die Längsseitenwand
zur Seite nach außen hin Überstehen des Haltebalkens ist dadurch vermieden, so dass
kein unnötiger Bauraum für den Haltebalken benötigt ist.
[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Haltebalken geradlinig ausgebildet ist. Eine
besonders leichtgängige Montage und Einführung in den Aufnahmerahmen ist dadurch erreicht.
[0023] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich der Haltebalken, insbesondere mit seiner Längsachse,
senkrecht zur Längsachse des Türprofils erstreckt. Dies ist dahingehend besonders
vorteilhaft, da somit eine Einschubrichtung bei der Montage des Türprofils am Aufnahmerahmen
bzw. Aufnahmerahmen gewährleistet ist, die senkrecht zur Längsachse des Türprofils
orientiert ist. Insbesondere ist diese Einschubrichtung dann auch in einer Ebene,
die parallel zur Ebene der Außenscheibe orientiert ist, angeordnet.
[0024] Vorteilhaft ist es, dass der Aufnahmerahmen auf die Innenseite der Außenscheibe aufgeklebt
ist. Da der Aufnahmerahmen ein im Vergleich zum Türprofil relativ kleines Bauteil
ist, kann gerade eine derartige Befestigung schnell und aufwandsarm und mit wenig
Klebstoff erzeugt werden.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass der Haltebalken in dem Aufnahmerahmen im montierten
Zustand verrastet angeordnet ist. Durch eine derartige Spezifikation kann in besonders
vorteilhafter Weise neben der bereits erreichten Positionsfixierung in Richtung der
Längsachse des Türprofils und in einer dazu senkrechten Richtung, die auch senkrecht
zur Außenscheibe steht, die Positionsfixierung auch in der dritten Raumrichtung, nämlich
in Richtung der Längsachse des Haltebalkens erreicht werden. Insbesondere ist mit
der Verrastung ein Lösen der Bauteile in Fügerichtung verhindert.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Aufnahmerahmen auf einem Aufnahmeteil ausgebildet
ist, welches insbesondere plattenartig ausgebildet ist. Dadurch wird eine flachbauende
und möglichst großflächig an der Innenseite der Türscheibe anliegende Ausgestaltung
ermöglicht.
[0027] Vorzugsweise ist das Aufnahmeteil dann an die Innenseite der Türscheibe angebracht,
insbesondere angeklebt.
[0028] Vorzugsweise ist an dem Aufnahmeteil ein Positionierelement angeordnet. Dadurch kann
eine Positionssicherung des Türprofils beim Anbringen an dem Aufnahmerahmen in Richtung
der Längsachse des Türprofils erfolgen. Das Positionierelement ist insbesondere beabstandet
zum Aufnahmerahmen angeordnet. Es ist insbesondere schwertartig ausgebildet und ragt
von dem Aufnahmeteil nach oben.
[0029] Vorzugsweise weist das Türprofil eine schlitzartige Aufnahme für das Positionierelement
an der Längsseitenwand auf, an der der Haltebalken ausgebildet ist.
[0030] Darüber hinaus ist durch eine derartige Verrastung auch eine zerstörungsfrei reversible
Montage und Demontage problemlos möglich, die auch einfach und schnell bewerkstelligt
werden kann.
[0031] Vorzugsweise ist diesbezüglich vorgesehen, dass an dem Haltebalken beispielsweise
ein Rastelement angeordnet ist, welches als Rastlasche oder überstehende Rastnase
konzipiert sein kann. In komplementärer Ausgestaltung kann dann in dem Aufnahmerahmen
zumindest an einer Seitenwand eine Aussparung als Rastaufnahme ausgebildet sein.
[0032] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass an dem Aufnahmerahmen ein weiteres Funktionsteil,
insbesondere beispielsweise ein Türscharnier und/oder ein Randabschlusselement und/oder
ein Designteil, befestigt ist. Dadurch kann eine Multifunktionalität des Aufnahmerahmens
generiert werden.
[0033] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Haushaltsgerät, insbesondere einen Backofen,
mit einer Tür gemäß der Erfindung oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon.
[0034] Vorzugsweise ist die Tür zum Verschließen eines Garraums des Haushaltsgeräts vorgesehen,
wobei sie sowohl seitlich als auch unten angeschlagen positioniert sein kann.
[0035] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren eines Türprofils
an eine Innenseite einer Außenscheibe einer Tür eines Haushaltsgeräts. Das Türprofil
wird in eine einen Winkel, insbesondere senkrecht zur Längsachse des Türprofils gerichteten
Montagerichtung mit einem an dem Türprofil angeordneten Haltebalken in einen an der
Innenseite der Außenscheibe angeordneten Aufnahmerahmen zum Halten des Türprofils
an der Außenscheibe eingeführt.
[0036] Durch das seitliche Aufschieben des Türprofils kann eine eindeutige Fixierung von
diesem mit der Außenscheibe in den wichtigsten Raumrichtungen erreicht werden, nämlich
der Längsrichtung des Türprofils und insbesondere auch senkrecht dazu, wobei diesbezüglich
die beiden Raumrichtungen eine Ebene aufspannen, die parallel zur Ebene der Außenscheibe
sich erstreckt. Die Hauptbelastungen, welche für eine Backofentür relevant sind, belasten
den Aufbau in die diesbezüglich senkrechte dritte Raumrichtung dazu, die dann dazu
auch senkrecht auf der Ebene der Außenscheibe orientiert ist. Die Entkopplung von
der Fügerichtung und von der Belastungsrichtung hat weitere Potentiale durch mögliche
Optimierungen der Bauteilgeometrie zur Folge. Durch eine optimierte Gestaltung der
Anbindungsbauteile kann auch eine bestmögliche Festlegung der Türprofile in Richtung
der Längsachse des Türprofils gewährleistet werden. Ein genauer Ausschnitt im Türprofil,
der den Haltebalken darstellt, wird auf eine ausgeformte Lasche bzw. einen Halterahmen,
aufgeschoben. Zur Variantenreduzierung ist es vorteilhaft, diese Aufnahmerahmen mehrfach
im Aufbau einer Backofentür verwenden zu können und diesem wie bereits oben angesprochen,
weitere Funktionalitäten zu zuordnen, in dem er als Anbindung oder Aufnahme für weitere
Funktionsteile dient. Durch die Erfindung kann ein seitlicher Versatz der Designspalte
oder eine toleranzbedingte Verkleinerung der Funktionsspalte, wie z. B. Lüftungsquerschnitte
verhindert werden. Außerdem kann durch die Verwendung von gleichen kleinen Halterahmen,
die insbesondere aufgeklebt werden, welche wiederum viele Funktionen integrieren können,
eine variantenoptimierte Konstruktion erfolgen. Dies birgt auch Kostenvorteile durch
Montageersparnisse und geringen Korrekturaufwand, um kritische Maße abzubilden.
[0037] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen, sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0038] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haushaltsgeräts;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Tür;
- Fig. 3
- einen Teilausschnitt der Tür gemäß Fig. 2 mit teilweise demontierten Bauteilen; und
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung der Ausführungen in Fig. 3.
[0039] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0040] In Fig. 1 ist in einer schematischen Darstellung ein als Backofen 1 ausgebildetes
Haushaltsgerät gezeigt. Der Backofen 1 umfasst einen Garraum 2, der durch Wände einer
Muffel 3 begrenzt ist. Die Muffel 3 weist frontseitig eine Beschickungsöffnung auf,
die durch eine Tür 4 verschließbar ist.
[0041] Im Hinblick auf Anzahl und Position lediglich beispielhaft dargestellt umfasst der
Backofen 1 Kochzonen 5, 6, 7 und 8. Darüber hinaus sind ebenfalls im Hinblick auf
Anzahl und Position lediglich beispielhaft dargestellt eine Anzeigeeinheit 9 und Bedienelemente
10 und 11 einer Bedienvorrichtung vorgesehen.
[0042] Im Ausführungsbeispiel ist die Tür 4 unten angeschlagen und um eine untenliegende
horizontale Achse verschwenkbar.
[0043] In Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung der Tür 4 im zusammengesetzten Zustand
gezeigt. Im Ausführungsbeispiel umfasst die Tür 4 eine Frontplatte, die als Außenscheibe
12 ausgebildet ist und zumindest bereichsweise aus Glas, insbesondere vollständig
aus Glas ausgebildet ist. Die Außenscheibe 12 ist im Hinblick auf den Aufbau der Tür
4 dem Garraum 2 abgewandt angeordnet.
[0044] Darüber hinaus umfasst die Tür 4 eine beabstandet und parallel zur Außenscheibe 12
angeordnete Innenscheibe 13. Auch diese ist ebenfalls vorzugsweise aus Glas ausgebildet
und gemäß der Darstellung in Fig. 2 im Ausführungsbeispiel mit kleineren Ausmaßen
konzipiert als die Außenscheibe 12.
[0045] Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest eine weitere dritte Platte in Form einer
Scheibe vorhanden ist, die dann als Zwischenscheibe konzipiert ist und zwischen der
Außenscheibe 12 und der Innenscheibe 13, die dem Garraum 2 zugewandt ist, angeordnet
ist.
[0046] Im Ausführungsbeispiel sind die Außenscheibe 12 und die Innenscheibe 13 durch ein
erstes Türprofil 14 und ein zweites Türprofil 15 miteinander verbunden. Die Türprofile
14 und 15 sind längliche und geradlinige Träger, die an der Außenscheibe 12 befestigt
sind. Zur Befestigung wird nachfolgend die Fig. 3 gezeigt.
[0047] An einer Innenseite 16 der Außenscheibe 12 sind im Ausführungsbeispiel zwei Halterungen
bzw. Aufnahmeteile 17 und 18, die jeweils einen Aufnahmerahmen 19 und 20 aufweisen,
befestigt, insbesondere an der Innenseite 16 angeklebt. Diese Aufnahmeteile 17 und
18 und insbesondere die Aufnahmerahmen 19 und 20 sind relativ kleine Teile, die somit
sehr gewichtssparend ausgebildet sind und leicht montierbar sind. Sie sind beabstandet
zueinander angeordnet und auf einer Geraden, die insbesondere parallel zu einem Seitenrand
12a der Außenscheibe 12 verläuft angeordnet. Es kann auch vorgesehen sein, dass die
Aufnahmerahmen 19 und 20 mit unterschiedlichen Abständen zum Seitenrand 1a und somit
versetzt angeordnet sind.
[0048] In Fig. 3 ist der Einfachheit halber und der Übersichtlichkeit dienend lediglich
der Bereich der Außenscheibe 12 gezeigt, an der dann auch das Türprofil 14 angeordnet
wird. Die Ausgestaltung, Konstruktion und Montage des Türprofils 15 an der Innenseite
16 ist analog.
[0049] Wie aus der Darstellung in Fig. 3 zu erkennen ist, sind die Aufnahmerahmen 19 und
20 rechteckig ausgebildet und erstrecken sich in einer Ebene, die senkrecht zur Ebene,
in der sich die Außenscheibe 12 erstreckt, orientiert sind. Insbesondere ist diese
im Ausführungsbeispiel die x-z-Ebene.
[0050] Die Aufnahmerahmen 19 und 20 sind darüber hinaus so orientiert, dass ihre Öffnungen
21 und 22 senkrecht zur Verbindungsgeraden zwischen dem Aufnahmerahmen 19 und 20 orientiert
sind und somit insbesondere in x-Richtung offen und zugänglich sind.
[0051] Das Türprofil 14 weist an einer vertikalen Längsseitenwand 23, die einem seitlichen
Rand 12a der Außenscheibe 12 abgewandt ist, zur Seite hin offene Vertiefungen 24 und
25 auf. In diesen Vertiefungen 24 und 25 ist jeweils ein Haltebalken 26 bzw. 27 einstückig
ausgebildet, so dass das Türprofil 14 einstückig mit diesen Haltebalken 26 und 27
konzipiert ist.
[0052] Die Haltebalken 26 und 27 sind im Ausführungsbeispiel im Querschnitt rechteckförmig
und somit an die Formgebung der Öffnungen 21 und 22 der Aufnahmerahmen 19 und 20 angepasst.
[0053] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Geometrie der Haltebalken 26 und 27 zum passgenauen
Einführen in die Öffnungen 21 und 22 der Aufnahmerahmen 19 und 20 ausgestaltet sind.
[0054] Darüber hinaus ist vorgesehen, dass ein Freiraum 28 (Fig. 4), der zwischen einem
Haltebalken 26 bzw. 27 und den eine Vertiefung 24 bzw. 25 begrenzenden Wänden so dimensioniert
ist, dass ein Aufnahmerahmen 19 bzw. 20 darin eingeschoben bzw. versenkt werden kann.
Vorzugsweise ist der Freiraum 28 auch so gestaltbar, dass ein passgenaues Aufnehmen
eines Aufnahmerahmens 19 bzw. 20 ermöglicht ist.
[0055] Wie darüber hinaus aus der Darstellung in Fig. 3 zu erkennen ist, erstreckt sich
eine Längsachse A des Haltebalkens 26 in x-Richtung und somit senkrecht zur Längsachse
B des Türprofils 14. In entsprechender Weise ist auch der Haltebalken 27 orientiert.
[0056] Insbesondere ist auch vorgesehen, dass an zumindest einem Haltebalken 26 und/oder
27 zumindest ein in Fig. 3 nicht gezeigtes Rastelement angeordnet ist. Dieses kann
im montierten Endzustand des Türprofils 4 an den Aufnahmeteilen 17 und 18 in Rastaufnahmen
eingreifen. Beispielhaft ist eine Rastaufnahme 29 am Aufnahmerahmen 19 in Fig. 3 gezeigt.
Dabei ist eine Aussparung bzw. ein Loch in einer vertikalen Begrenzungswand des Aufnahmerahmens
19 ausgebildet, in welches dann das Rastelement am Haltebalken 26 einschnappen bzw.
verrasten kann. Analoges kann dann zusätzlich oder anstatt dazu am Aufnahmerahmen
20 und am Haltebalken 27 vorgesehen sein.
[0057] Es kann auch vorgesehen sein, dass an der Stelle der Rastaufnahme 29 eine Aufnahme
für ein Scharnier oder ein anderes Funktionsteil ausgebildet ist. Die Verrastung kann
dann an anderer Stelle ausgebildet sein. Beispielsweise kann dann einen verrastende
Umgreifung des dem Haltebalken 26 abgewandten Rands des Aufnahmerahmens 19 erfolgen.
Es kann auch eine Fixierung des Türprofils 14 bzw.15 dahingehend erfolgen, dass die
senkrechten Wände des Aufnahmerahmens 19 oder 20 mit dem Türprofil 14 bzw. 15 verschnappen
bzw. verrasten.
[0058] Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, ist auf jedem Aufnahmeteil 17, 18 neben einem jeweiligen
Aufnahmerahmen 19, 20 beabstandet dazu ein Positionierelement 30 ausgebildet. Diese
sind nach oben stehenden Plattenteile. Sie werden beim Zusammensetzen der Teile in
Schlitze 31 in der Längsseitenwand 23 eingeführt. Dadurch wird das Türprofil 14 in
Richtung seiner Längsachse A fixiert. Die Schlitze 31 sind beabstandet zu den Vertiefungen
24, 25 ausgebildet.
[0059] In Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung der Ausgestaltungen in Fig. 3 entlang der Schnittlinie
IV-IV gezeigt. Die Darstellungen in Fig. 3 und 4 zeigen den demontierten Zustand.
In Fig. 4 ist zu erkennen, dass sich eine Stirnseite bzw. ein vorderes freies Ende
30 des Haltebalkens 26 in x-Richtung nicht über die Längsseitenwand 23 hinauserstreckt,
sondern beispielhaft damit bündig ist.
[0060] Ausgehend von dem Zustand in Fig. 3 und 4 wird zur Montage des Türprofils 14 dieses
in eine Einschubrichtung, die sich in x-Richtung orientiert, seitlich auf die Aufnahmerahmen
19 und 20 aufgeschoben bzw. eingesteckt, so dass die Haltebalken 26 und 27 sich zumindest
teilweise in die Öffnungen 21 und 22 hineinerstrecken. Die Montagerichtung bzw. Einschubrichtung
erfolgt somit in x-Richtung und somit in einer Ebene, die sich parallel zur Ebene
der Außenscheibe 12 erstreckt und die x-z-Ebene darstellt.
[0061] Im Nachfolgenden kann dann die Innenscheibe 13 auf die Oberseiten der bereits an
der Außenscheibe 12 montierten Türprofile 14 und 15 angeordnet werden, beispielsweise
angeklebt werden.
[0062] Alternativ könnte auch vorgesehen sein, dass die Türprofile 14 und 15 auch entsprechende
weitere Haltebalken aufweisen, die analog zu den Haltebalken 26 und 27 ausgebildet
und orientiert sind, so dass die Montage der Innenscheibe 13 an den Türprofilen 14
und 15 analog erfolgt. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist es dann vorteilhaft,
wenn zunächst ein Türprofil, beispielsweise das Türprofil 14 an der Außenscheibe 12
montiert wird, nachfolgend die Innenscheibe 13, an der auf der der Außenscheibe 12
zugewandten Seite ebenfalls entsprechende Halterungen 17 und 18 ausgebildet sind,
eingeschoben und gegebenenfalls verrastet wird. Im Nachfolgenden kann dann auf der
gegenüberliegenden Seite das Türprofil 15 angebracht werden und somit gleichzeitig
ein Verbinden des Türprofils 15 mit der Außenscheibe 12 und der Türinnenscheibe 13
durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Backofen
- 2
- Garraum
- 3
- Muffel
- 4
- Tür
- 5, 6, 7, 8
- Kochzonen
- 9
- Anzeigeeinheit
- 10, 11
- Bedienelemente
- 12
- Außenscheibe
- 12a
- Seitenrand
- 13
- Innenscheibe
- 14, 15
- Türprofil
- 16
- Innenseite
- 17, 18
- Aufnahmeteile
- 19, 20
- Aufnahmerahmen
- 21,22
- Öffnungen
- 23
- Längsseitenwand
- 24, 25
- Vertiefung
- 26, 27
- Haltebalken
- 28
- Freiraum
- 29
- Rastaufnahme
- 30
- Ende
- 31
- Positionierelemente
- 32
- Schlitze
1. Tür (4) für ein Haushaltsgerät (1), mit einer Außenscheibe (12), an deren Innenseite
(16) zumindest ein längliches Türprofil (14, 15) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite (16) zumindest ein Aufnahmerahmen (19, 20) angeordnet ist, in welchen
sich im montierten Zustand des Türprofils (14, 15) ein an dem Türprofil (14, 15) angeordneter
Haltebalken (26, 27) zur Halterung des Türprofils (14, 15) an der Außenscheibe (12)
hinein erstreckt.
2. Tür (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebalken in (26, 27) einer an einer Längsseitenwand (23) des Türprofils (14,
15) ausgebildeten Vertiefung (24, 25) angeordnet ist.
3. Tür nach (4) Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebalken (26, 27) zumindest bereichsweise im montierten Zustand des Türprofils
(14, 15) an dem Aufnahmerahmen (19, 20) in der Vertiefung (24, 25) aufgenommen ist.
4. Tür nach (4) Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Freiraum (28) zwischen dem Haltebalken (26, 27) und den die Vertiefung (24, 25)
begrenzenden Wänden zur passgenauen Aufnahmen von Wänden des Aufnahmerahmens (19,
20) ausgebildet ist.
5. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittform des Haltebalkens (26, 27) zumindest in dem zum Eingriff in den
Aufnahmerahmen (19, 20) vorgesehenen Teilbereich an die Formgebung des Aufnahmerahmens
(19, 20) angepasst ist, insbesondere zum passgenauen Einführen in den Aufnahmerahmen
(19, 20) ausgebildet ist.
6. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmerahmen (19, 20) mit seiner Öffnung (21, 22) zu einem Seitenrand (12a)
der Außenscheibe (12) hin zeigend angeordnet ist.
7. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorderes freies Ende (30) des Haltebalkens (26, 27) maximal bündig oder zurückversetzt
zur Längsseitenwand (23) ausgebildet ist.
8. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmerahmen (19, 20) eckig, insbesondere viereckig, ausgebildet ist.
9. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebalken (26, 27) geradlinig ausgebildet ist.
10. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Haltebalken (26, 27) senkrecht zur Längsachse (B) des Türprofils (14, 15)
und parallel zur Außenscheibe (12) erstreckt.
11. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmerahmen (19, 20) auf die Innenseite (16) aufgeklebt ist.
12. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Positionierelement (30) benachbart zu einem Aufnahmerahmen (19, 20)
angeordnet ist, insbesondere auf einem Aufnahmeteil (17, 18) mit einem Aufnahmerahmen
(19, 20) angeordnet ist.
13. Tür (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aufnahmerahmen (19, 20) ein weiteres Funktionsteil, insbesondere ein Türscharnier
und/oder ein Randabschlussteil und/oder ein Designteil, befestigt ist.
14. Haushaltsgerät, insbesondere Backofen (1), mit einer Tür (4) nach der vorhergehenden
Ansprüche.
15. Verfahren zum Montieren eines Türprofils (14, 15) an eine Innenseite (16) einer Außenscheibe
(12) einer Tür (4) eines Haushaltsgeräts (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Türprofil (14, 15) in einer parallel zur Ebene der Außenscheibe (12), und insbesondere
senkrecht zur Längsachse (B) des Türprofils (14, 15), gerichteten Montagerichtung
mit einem an dem Türprofil (14, 15) angeordneten Haltebalken (26, 27) in einen an
der Innenseite (16) der Außenscheibe (12) angeordneten Aufnahmerahmen (19, 20) zum
Halten des Türprofils (14, 15) an der Außenscheibe (12) eingeführt wird.