| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 603 360 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.07.2015 Patentblatt 2015/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.2011 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2011/003915 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2012/019736 (16.02.2012 Gazette 2012/07) |
|
| (54) |
SCHNEIDEMASCHINE
SLICER
TRANCHEUSE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.08.2010 DE 102010034299
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.06.2013 Patentblatt 2013/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Bizerba GmbH & Co. KG |
|
72336 Balingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KLINGLER, Holger
72401 Haigerloch (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Wagner, Jürgen |
|
Bizerba GmbH & Co. KG
Patentabteilung CEO-T/P
Wilhelm-Krautstrasse 65 72336 Balingen 72336 Balingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2009/062854 US-A- 4 520 703
|
DE-A1- 3 304 218
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidemaschine nach den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0003] In der Praxis werden solche Schneidemaschinen verwendet, um beispielsweise im Frischeverkauf
Lebensmittel wie Wurst oder Fisch aufzuschneiden. Dabei werden sie Schneidemaschinen
von einem Elektromotor angetrieben, der auf die vorhandene Netzspannung abgestimmt
ist. Darüber hinaus kann sich bei einem Dauerlauf der Schneidemaschinen infolge von
Erwärmung des Motors eine zu hohe Wärmelast entwickeln, die insbesondere bei Lebensmitteln,
die bei kühlen Temperaturen verarbeitet werden sollen, nicht gewollt ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Schneidemaschine zu schaffen, deren
Antrieb eine geringe Wärmeentwicklung aufweist und an unterschiedlichste Stromnetze
anschließbar ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schneidemaschine mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Der Schneidmotor, der das Schneidmesser antreibt, wird über ein Steuergerät mittels
pulsweitenmodulierter Steuersignale angesteuert. Ein Mikrocontroller generiert die
Steuersignale, sendet diese an eine Motorendstufe die eine Leistungsverstärkung der
Signale vornimmt und diese an den Schneidmotor weiterleitet. Bei der Pulsweitenmodulation
wird die Frequenz und/oder die Pulsbreite der Steuersignale variiert. Ebenso kann
die Amplitude der Steuersignale eingestellt werden. Der Mikrocontroller, der einen
Mikroprozessor und/oder einen Signalprozessor aufweisen kann, generiert die Steuersignale.
Die Steuersignale können dabei unabhängig von der Versorgungsspannung oder Netzspannung
generiert werden, so dass die Schneidemaschine ohne Änderungen an unterschiedlichsten
Stromnetzen rund um den Globus eingesetzt werden kann. Die Steuersignale werden von
dem Steuergerät vorzugsweise abhängig vom Lastzustand des Motors generiert, so dass
die Leitungsaufnahme des Motors dem Lastzustand angepasst wird. Damit wird die Blindleistung
des Schneidmotors reduziert und so die Wärmeentwicklung verringert. Als Motor für
den Antrieb des Schneidmessers kann insbesondere ein Asynchronmotor oder auch ein
Gleichstrommotor verwendet werden. Für die Anpassung an unterschiedlichste Netzversorgungsspannungen
oder Frequenzen kann das Steuergerät einen vorzugsweise gesteuerten Frequenzumrichter
aufweisen.
[0007] In einer Ausführung ist vorgesehen, dass das vollständige Steuergerät, insbesondere
der Mikrocontroller und die Motorendstufe bzw. mehrere Motorendstufen in einem separaten
Gehäuse aufgenommen sind. Das separate Steuergerätegehäuse kann dicht, insbesondere
spritzwasserdicht ausgeführt sein. Schneidemaschinen müssen der Hygiene wegen oft
gereinigt werden, wobei Wasser und Reinigungsmittel zum Einsatz kommen. Das dicht
geschlossene Steuergerätegehäuse schützt die empfindliche Elektronik vor mechanischen
Einflüssen wie Reinigungswasser oder Reinigungsmittel.
[0008] Um dennoch entstehende Abwärme gut aus dem geschlossenen Steuergerätegehäuse ableiten
zu können ist vorgesehen, dass zumindest eine Außenwand des Steuergerätegehäuses als
Kühlfläche ausgebildet ist. Diese Kühlfläche kann mit einer Außenwand des Maschinengehäuses
der Schneidemaschine fluchtend abschließen oder von innen an einer wärmeleitenden
Außenwand des Maschinengehäuses direkt, d. h. in wärmeleitendem Kontakt, anliegen.
Optisch und funktionell vorteilhaft kann die Kühlfläche mit einer Unterseite des Maschinengehäuse
fluchtend angeordnet sein.
[0009] Um eine gute Steuerung oder Regelung des Schneidmotors, oder soweit vorhanden auch
weiterer Motoren zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass das Steuergerät wenigstens
ein virtuelles Motorenmodell aufweist, welches ermöglicht über entsprechende Parameter
das Antriebsverhalten des Motors an eine bestimmte Lastsituation anzupassen. Die Anpassung
erfolgt, indem zu einem bestimmten Betriebspunkt die optimalen Blindstromkomponenten
oder die Wirkstromkomponenten anhand des Motorenmodells bestimmt und die passenden
Steuersignale generiert werden.
[0010] Von Vorteil ist, wenn das Motorenmodell als Algorithmus eines mathematischen oder
physikalischen Modells in dem Steuergerät implementiert ist, und das Steuergerät anhand
dieses Algorithmus die passenden Steuersignale berechnet. Alternativ können auch in
einer Tabelle oder einer Matrix entsprechende Motorkennwerte abgespeichert sein und
das Steuergerät bestimmt anhand der Tabelle die passenden Steuersignale.
[0011] Es ist vorgesehen, dass das Motorenmodell oder die Motorenmodelle in einem elektronisch
wiederbeschreibbaren Speicher, bspw. einem Flashspeicher oder einem Festplattenspeicher
gespeichert sind und ausgetauscht werden können. So kann die Antriebscharakteristik
der Schneidemaschine jederzeit verändert bzw. angepasst werden.
[0012] In einer Ausführung kann vorgesehen sein, dass das Steuergerät den Schneidmotor anhand
vorgegebener Antriebskurven steuert. So kann ein Startvorgang und/oder ein Bremsvorgang
des Schneidmessers anhand einer definierten Startkurve oder Bremskurve erfolgen. Damit
ist es möglich, nach dem Starten des Antriebs bzw. Schneidmotors anhand der Startkurve
möglichst rasch die Solldrehzahl zu erreichen oder bei dem Abschalten des Antriebs
bzw. Schneidmotors das Schneidmesser möglichst schnell bis zum Stillstand abzubremsen.
[0013] Um insbesondere in längeren Schneidpausen einen unnötigen Betrieb der Schneidemaschine
zu vermeiden kann vorgesehen sein, dass das Steuergerät einen Leerlauf des Schneidmotors
anhand der Stromaufnahme und/oder der Blind- und Wirkstromkomponenten detektiert und
den Schneidmotor nach einer bestimmten, vorzugsweise einstellbaren, Zeitspanne im
Leerlauf abschaltet. Ein manuelles Abschalten des Antriebs kann somit entfallen. Auch
wenn ein Bediener die Schneidmaschine aus Versehen nicht abschaltet, ist dies kein
Nachteil, da sich diese automatisch nach Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne ausschaltet.
Es wird einerseits Strom gespart und andererseits wird das Verletzungsrisiko reduziert,
indem das Schneidmesser bei unbeaufsichtigter Schneidmaschine nicht rotiert.
[0014] Das Schneidmesser einer Schneidemaschine muss regelmäßig nachgeschliffen werden,
um ein gutes Schneideergebnis zu erhalten. Die Betriebszuverlässigkeit der Schneidemaschine
kann gesteigert werden, indem das Steuergerät den Zeitpunkt zum Schleifen des Schneidmessers
automatisch bestimmt. Dazu kann das Steuergerät die Leistungsaufnahme während des
Schneidebetriebs des Schneidmotors über die Zeit aufsummieren und nach Erreichen einer
bestimmten Schwelle eine Wartungsanzeige aktivieren. Der Schneidebetrieb wird dabei
vorzugsweise über die Stromaufnahme des Schneidmotors bestimmt, wobei eine Stromaufnahme
oberhalb einer einstellbaren Schwelle als Schneidbetrieb gewertet wird. So kann nach
einer bestimmten Betriebsdauer im Schneidbetrieb das Steuergerät die Wartungsanzeige
automatisch aktivieren. Alternativ kann das Steuergerät anstatt über die Leistungsaufnahme
aufzusummieren, auch die Zeit über die Betriebsdauer des Schneidmessers im Schneidbetrieb
aufsummiert werden, um den Wartungszeitpunkt zu bestimmen.
[0015] Von Vorteil ist, wenn das Steuergerät einen Schleifvorgang des Schneidmessers über
den Verlauf der Leistungsaufnahme des Schneidmotors automatisch detektiert und die
Wartungsanzeige nach erfolgtem Schleifvorgang selbsttätig zurücksetzt. Beim Schleifen
des Schneidmessers entsteht ein typisches Profil der Leistungsaufnahme, welches das
Steuergerät detektiert und so den Schleifvorgang erkennt. Ein sich über die Zeit langsam
entwickelnder Verschleiß des Antriebssystem der Schneidmaschine, beispielsweise durch
verschlissene Lager, kann erkannt werden, indem das Steuergerät die Leistungsaufnahme
des Schneidmotors im Leerlauf über die Zeit hinweg periodisch abspeichert und durch
einen Vergleich der einzelnen Werte untereinander den ansteigenden Verschleiß detektiert
und automatisch ein Wartungssignal aktiviert. Eine langsam ansteigende Leistungsaufnahme
ist dabei ein Indikator für einen zunehmenden Verschleiß.
[0016] Es kann z. B. vorgesehen sein, dass das Steuergerät die Leerlauf-Leistungsaufnahme
des Schneidmotors bei jedem Einschaltvorgang misst und in einem Speicher fortlaufend
abspeichert. Der Speicher kann dabei als Ringspeicher ausgebildet sein, der so bemessen
ist, dass die Messungen über eine gewisse Zeitspanne hinweg von z. B. 6 Monaten oder
bis hin zu 3 Jahren fortlaufend gespeichert werden. Nach Ablauf der Zeitspanne wird
der jeweils älteste Wert automatisch mit einem aktuellen Messwert überschrieben.
[0017] Eine Anwendung der Schneidemaschine ist in der Lebensmittelindustrie oder im Einzelhandel
vorgesehen um Lebensmittel wie z. B. Wurst, Fleisch, Fisch, Käse oder Gemüse Scheibenweise
aufzuschneiden.
[0018] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und der
dazugehörenden Beschreibung beschrieben.
[0019] Es zeigen,
- Figur 1:
- Eine schematische Ansicht der Schneidemaschine;
- Figur 2:
- Eine Prinzipdarstellung der Steuerung der Schneidemaschine;
[0020] In der
Figur 1 ist eine Schneidemaschine 1 zum Schneiden von Lebensmittel dargestellt. Die Schneidemaschine
1 weist ein Gehäuse 13 auf, an dem ein kreisförmiges Schneidmesser 11 und ein motorisch
hin- und herbeweglicher Schlitten 2 gelagert ist. Der Schlitten bildet eine Auflage
für das Schneidgut. Über an der Unterseite des Maschinengehäuses angebrachte Füße
18 kann die Schneidemaschine auf einem ebenen Untergrund aufgestellt werden.
[0021] Die Unterseite des Gehäuses 13 ist über eine abnehmbare Bodenwanne 19 spritzwasserdicht
abgedeckt. Hinter der Bodenwanne ist innerhalb des Gehäuses 13 ein Bauraum angeordnet,
in dem ein Schlittenmotor 42 zum Antrieb des über den Schlittenfuß 23 gehalterten
Schlittens 2 und ein Steuergerät 3 in einem eigenen, abgedichteten Steuergerätegehäuse
32 aufgenommen sind. Das Steuergerätegehäuse 32 weist an seiner Unterseite eine Kühlfläche
37 auf, die in eine Öffnung der Bodenwanne 19 dichtend eingreift und Abwärme des Steuergerätes
3 nach unten abführt. Die Kühlfläche 37 ist fluchtend mit der Unterseite der Bodenwanne
19 angeordnet und gibt die Wärme über eine metallische Oberfläche, beispielsweise
aus Aluminium oder Kupfer, an die Umgebung ab.
[0022] Das Maschinengehäuse 13 weist weiter eine Anschlagplatte 12 als Schnittstärkeneinstellung
für die zu schneidenden Lebensmittelscheiben auf. Die Anschlagplatte 12 verläuft parallel
zu dem Scheidmesser 11, bzw. der durch das Schneidmesser definierten Schneidebene
und bildet einen Anschlag für die auf den Schlitten 2 aufgelegten Lebensmittel. Über
einen Drehknopf 17 kann die Anschlagplatte 12 parallel zu der durch das Schneidmesser
11 definierten Schneidebene verstellt werden, um die Schnittstärke und damit die Scheibendicke
der abgetrennten Lebensmittelscheiben einzustellen.
[0023] Ein Motorturm 14 haltert einen Schneidmotor 41, der das Schneidmesser 11 antreibt
und dadurch in Rotation versetzt. Über ein an dem Motorturm 14 angeordnetes Bedienfeld
15 kann die Schneidemaschine 1 bedient werden. Das Schneidmesser 11 weist an seinem
Umfang eine Schneide auf, die von einem fest mit dem Gehäuse 13 verbundenen Messerschutzring
16 abgedeckt ist. Als Unfallschutz umfasst der Messerschutzring 22 die Schneide C-förmig
und lässt nur einen kleinen vorderen Bereich der Schneide zum Schneiden frei.
[0024] In der
Figur 2 ist eine schematische Übersicht der Steuerungsvorrichtung 3 dargestellt. Über eine
Netzleitung 31 ist die Steuerungsvorrichtung mit einem Stromnetz verbunden. Das Steuergerätegehäuse
32 beinhaltet einen Mikrocontroller, sowie Motorendstufen 34a, 34b und 34c sowie Filter
zur Unterdrückung von Störstrahlen 35a, 35b, 35c. Der Mikrocontroller umfasst einen
Mikroprozessor und Speicherbausteine, insbesondere einen nichtflüchtigen Flashspeicher.
[0025] Die Steuerungsvorrichtung 3 steuert drei Motoren an, einen Schneidmotor 41, einen
Schlittenmotor 42 und einen Abschlägermotor 43. Jeder Motor besitzt seinen eigenen
Signalpfad. Exemplarisch für den Schneidmotor verläuft dieser ausgehend von dem Mikrocontroller
33 über eine Motorendstufe 34a, ein Filter 35a hin zum Schneidmotor 41. Der eine Mikrocontroller
33 steuert alle Motoren an. Das hat den Vorteil, dass zusätzliche Vorrichtungen zur
Synchronisation der Antriebe entfallen können, da der Mikrocontroller 33 den Schlittenmotor
42 und den Abschlägermotor 43 steuert und diese Antriebe somit direkt miteinender
synchronisieren kann, ohne dass zusätzliche Kommunikationspfade notwendig sind. Die
Verkabelung zwischen dem Steuergerätegehäuse 32 und den Motoren ist abgeschirmt ausgeführt,
um eine Abstrahlung von Störsignalen weitgehend zu unterdrücken. Über eine Schnittstelle
ist die Steuerungsvorrichtung 3 mit einer Bedien- und Anzeigeeinheit 15 verbunden,
über die die Schneidemaschine bedient werden kann.
1. Schneidemaschine zum Abtrennen von Scheiben von strangförmigen Lebensmitteln, mit
einem Maschinengehäuse (13), das ein über einen elektrischen Schneidmotor (41) angetriebenes
Schneidmesser (11) und ein Steuergerät (3) haltert, wobei das Steuergerät (3) den
Schneidmotor (41) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) den Schneidmotor (41) mittels Pulsweitenmodulation ansteuert,
indem das Steuergerät einen Mikrocontroller (33) und eine Motorendstufe (34a) aufweist
und der Mikrocontroller pulsweitenmodulierte Steuersignale generiert indem er die
Amplitude und/oder Frequenz und/oder Pulsbreite der Steuersignale variiert und diese
der Motorendstufe (34a) zuführt, die die Steuersignale verstärkt und an den Schneidmotor
weiterleitet.
2. Schneidemaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mikrocontroller (33) zusammen mit der Motorendstufe (34a, 34b, 34c) in einem
gemeinsamen Steuergerätegehäuse (32) untergebracht ist, wobei das Steuergerätegehäuse
(32) spritzwasserdicht ausgeführt und innerhalb des Maschinengehäuses (13) der Schneidemaschine
austauschbar gehaltert ist.
3. Schneidemaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Außenwand des Steuergerätegehäuses (32) als Kühlfläche (37) ausgebildet und
an der Außenseite, insbesondere der Unterseite, des Maschinengehäuses (13) angeordnet
ist.
4. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) eine zwischen Motorendstufe (34a) und Schneidmotor (41) angeordnete
Filterschaltung (35a) zum Unterdrücken von elektromagnetischen Störungen aufweist.
5. Schneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidemaschine zusätzlich zu dem Schneidmotor (41) noch einen oder mehr Elektromotoren
(42, 43) aufweist, insbesondere einen Schlittenmotor (42) und/oder einen Abschlägermotor
(43) und/oder einen Transportvorrichtungsmotor und der eine Mikrocontroller (33) zusätzlich
zu der Schneidmotorendstufe (34a) noch eine oder mehr Motorendstufen (34b, 34c) ansteuert,
insbesondere eine Schlittenmotorendstufe (34b) und/oder eine Transportvorrichtungsendstufe
und/oder eine Abschlägermotorendstufe (34c).
6. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der eine Mikrocontroller (33) und die zwei oder mehr Motorendstufen (34a, 34b, 34c)
in dem einen Steuergerätegehäuse aufgenommen sind.
7. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) für den Schneidmotor (41) oder die Elektromotoren (42, 43) ein
Motorenmodell oder mehrere Motorenmodelle aufweist und den Betriebspunkt, insbesondere
die Drehzahl und/oder das Drehmoment und/oder die Leistungsaufnahme, des Schneidmotors
(41) oder der Elektromotoren (42, 43) regelt, indem es jeweils die für einen gewünschten
Betriebspunkt von dem Schneidmotor (41) oder einem Elektromotor (42, 43) aufgenommenen
momentanen Blind- und Wirkstromkomponenten anhand des Motorenmodells anpasst.
8. Schneidemaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) ein Motorenmodell als Algorithmus aufweist und die für einen
gewünschten Betriebspunkt erforderlichen Blind- und Wirkstromkomponenten anhand des
Algorithmus berechnet, oder dass das Steuergerät (3) ein Motorenmodell als Tabelle
mit Motorkennwerten aufweist und die für einen gewünschten Betriebspunkt erforderlichen
Blind- und Wirkstromkomponenten anhand dieser Tabelle ermittelt.
9. Schneidemaschine nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) das Motorenmodell bzw. die Motorenmodelle in einem nichtflüchtigen,
wiederbeschreibbaren Speicher abspeichert und das Motorenmodell bzw. die Motorenmodelle
austauschbar oder veränderbar sind.
10. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) das Start und oder Bremsverhalten des Schneidmotors (41) und/oder
der Elektromotoren (42, 43) anhand einer vorzugsweise einstellbaren Startkurve oder
Bremskurve steuert oder regelt.
11. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) einen Leerlauf des Schneidmotors (41) anhand der Stromaufnahme
und/oder der Blind- und Wirkstromkomponenten detektiert und den Schneidmotor (41)
nach einer bestimmten, vorzugsweise einstellbaren, Zeitspanne im Leerlauf abschaltet.
12. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) einen Wartungszeitpunkt zum Schleifen des Schneidmessers bestimmt,
indem es die Leistungsaufnahme des Schneidmotors (41) im Schneidbetrieb über die Zeit
aufsummiert ,oder die gesamte Betriebsdauer im Schneidbetrieb bestimmt, und nach Erreichen
einer bestimmten Schwelle eine Wartungsanzeige aktiviert.
13. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) einen Schleifvorgang des Schneidmessers über den Verlauf der
Leistungsaufnahme des Schneidmotors (41) detektiert und die Wartungsanzeige selbsttätig
zurücksetzt.
14. Schneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuergerät (3) einen Speicher aufweist, in dem es die Leistungsaufnahme des
Schneidmotors (41) im Leerlauf über die Zeit abspeichert und durch einen Vergleich
der einzelnen Werte einen möglichen Verschleiß detektiert und ein Wartungssignal aktiviert.
1. Cutting machine for cutting slices of elongate food products, having a machine housing
(13) which holds a cutting blade (11), which is driven by means of an electric cutting
motor (41), and a control device (3), wherein the control device (3) actuates the
cutting motor (41),
characterized
in that the control device (3) actuates the cutting motor (41) by means of pulse-width modulation
by the control device having a microcontroller (33) and a motor output stage (34a),
and the microcontroller generating pulse-width-modulated control signals by varying
the amplitude and/or frequency and/or pulse width of the control signals and supplying
these to the motor output stage (34a) which amplifies the control signals and forwards
the said control signals to the cutting motor.
2. Cutting machine according to Claim 1,
characterized
in that the microcontroller (33), together with the motor output stage (34a, 34b, 34c), is
accommodated in a common control device housing (32), wherein the control device housing
(32) is of splash-proof design and is held in an replaceable manner within the machine
housing (13) of the cutting machine.
3. Cutting machine according to Claim 2,
characterized
in that an outer wall of the control device housing (32) is in the form of a cooling surface
(37) and is arranged on the outer face, in particular the bottom face, of the machine
housing (13).
4. Cutting machine according to one of Claims 1 to 3,
characterized
in that the control device (3) has a filter circuit (35a), which is arranged between the
motor output stage (34a) and the cutting motor (41), for suppressing electromagnetic
interference.
5. Cutting machine according to one of Claims 1 to 4,
characterized
in that the cutting machine has, in addition to the cutting motor (41), one or more further
electric motors (42, 43), in particular a carriage motor (42) and/or a picker motor
(43) and/or a transportation apparatus motor, and the one microcontroller (33) actuates,
in addition to the cutting motor output stage (34a), one or more further motor output
stages (34b, 34c), in particular a carriage motor output stage (34b) and/or a transportation
apparatus output stage and/or a picker motor output stage (34c).
6. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the one microcontroller (33) and the two or more motor output stages (34a, 34b, 34c)
are accommodated in the one control device housing.
7. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) for the cutting motor (41) or the electric motors (42, 43)
has one motor model or several motor models and regulates the operating point, in
particular the rotation speed and/or the torque and/or the power consumption, of the
cutting motor (41) or of the electric motors (42, 43) by in each case adjusting the
instantaneous rated and effective current components which are recorded for a desired
operating point of the cutting motor (41) or an electric motor (42, 43) on the basis
of the motor model.
8. Cutting machine according to Claim 7,
characterized
in that the control device (3) has a motor model in the form of an algorithm, and the rated
and effective current components which are required for a desired operating point
are calculated on the basis of the algorithm, or in that the control device (3) has
a motor model in the form of a table with characteristic motor values and ascertains
the rated and effective current components which are required for a desired operating
point on the basis of the said table.
9. Cutting machine according to Claim 7 or 8,
characterized
in that the control device (3) stores the motor model or the motor models in a non-volatile,
rewritable memory, and the motor model or the motor models can be replaced or changed.
10. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) controls or regulates the starting and/or braking behaviour
of the cutting motor (41) and/or the electric motors (42, 43) on the basis of a preferably
adjustable starting curve or braking curve.
11. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) detects idling of the cutting motor (41) on the basis of the
current consumption and/or of the rated and effective current components, and switches
off the cutting motor (41) after a certain, preferably adjustable, period of time
at idling.
12. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) determines a waiting instant for sharpening the cutting blade
by adding up the power consumption of the cutting motor (41) in the cutting mode over
time, or determining the total operating period in the cutting mode, and activating
a waiting indicator after a certain threshold is reached.
13. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) detects a sharpening process of the cutting blade by means
of the profile of the power consumption of the cutting motor (41) and automatically
resets the waiting indicator.
14. Cutting machine according to one of the preceding claims,
characterized
in that the control device (3) has a memory in which it stores the power consumption of the
cutting motor (41) at idling over time and, by comparing the individual values, detects
possible wear and activates a waiting signal.
1. Trancheuse pour sectionner des tranches d'aliments en forme de boudin, comprenant
un boîtier de machine (13), qui retient une lame de coupe (11) entraînée par le biais
d'un moteur de coupe électrique (41) et un appareil de commande (3), l'appareil de
commande (3) commandant le moteur de coupe (41),
caractérisée en ce que
l'appareil de commande (3) commande le moteur de coupe (41) au moyen d'une modulation
de largeur d'impulsions, par le fait que l'appareil de commande présente un microcontrôleur
(33) et un étage final de moteur (34a), et le microcontrôleur génère des signaux de
commande modulés en largeur d'impulsions en ce qu'il fait varier l'amplitude et/ou la fréquence et/ou la largeur d'impulsion des signaux
de commande et achemine ceux-ci à l'étage final de moteur (34a), qui amplifie les
signaux de commande et les transfère au moteur de coupe.
2. Trancheuse selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que le microcontrôleur (33), conjointement avec l'étage final de moteur (34a, 34b, 34c),
est monté dans un boîtier d'appareil de commande commun (32), le boîtier d'appareil
de commande (32) étant réalisé de manière étanche aux éclaboussures et étant retenu
de manière remplaçable à l'intérieur du boîtier de machine (13) de la trancheuse.
3. Trancheuse selon la revendication 2,
caractérisée
en ce qu'une paroi extérieure du boîtier d'appareil de commande (32) est réalisée sous forme
de surface de refroidissement (37) et est disposée sur le côté extérieur, en particulier
le côté inférieur, du boîtier de machine (13).
4. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) présente un circuit de filtrage (35a) disposé entre l'étage
final de moteur (34a) et le moteur de coupe (41) pour supprimer les perturbations
électromagnétiques.
5. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée
en ce que la trancheuse présente en plus du moteur de coupe (41) encore un ou plusieurs moteurs
électriques (42, 43), en particulier un moteur de chariot (42) et/ou un moteur de
secoueur (43) et/ou un moteur de dispositif de transport, et ledit un microcontrôleur
(33) commande, en plus de l'étage final de moteur de coupe (34a), encore un ou plusieurs
étages finaux de moteur (34b, 34c), en particulier un étage final de moteur de chariot
(34b) et/ou un étage final de dispositif de transport et/ou un étage final de moteur
de secoueur (34c).
6. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que ledit un microcontrôleur (33) et les deux ou plus de deux étages finaux de moteur
(34a, 34b, 34c) sont reçus dans ledit un boîtier d'appareil de commande.
7. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) pour le moteur de coupe (41) ou les moteurs électriques
(42, 43) présente un modèle de moteur ou plusieurs modèles de moteur et régule le
point de fonctionnement, notamment la vitesse de rotation et/ou le couple et/ou la
consommation de puissance, du moteur de coupe (41) ou des moteurs électriques (42,
43), par le fait qu'il adapte à chaque fois les composantes nominales et efficaces
instantanées du courant qui sont enregistrées pour un point de fonctionnement souhaité
du moteur de coupe (41) ou d'un moteur électrique (42, 43) à l'aide du modèle de moteur.
8. Trancheuse selon la revendication 7,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) présente un modèle de moteur en tant qu'algorithme et
les composantes nominales et efficaces du courant nécessaires pour un point de fonctionnement
souhaité sont calculées à l'aide de l'algorithme ou en ce que l'appareil de commande
(3) présente un modèle de moteur en tant que tableau avec des valeurs caractéristiques
de moteur et détermine les composantes nominales et efficaces du courant nécessaires
pour un point de fonctionnement souhaité à l'aide de ce tableau.
9. Trancheuse selon la revendication 7 ou 8, caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) mémorise le modèle de moteur ou les modèles de moteur
dans une mémoire non volatile réinscriptible et le modèle de moteur ou les modèles
de moteur sont remplaçables ou modifiables.
10. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) commande ou régule le comportement de démarrage et/ou
de freinage du moteur de coupe (41) et/ou des moteurs électriques (42, 43) à l'aide
d'une courbe de démarrage ou d'une courbe de freinage de préférence ajustable.
11. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) détecte une marche à vide du moteur de coupe (41) à l'aide
de la consommation de courant et/ou des composantes nominales et efficaces du courant
et arrête le moteur de coupe (41) après une période de temps déterminée, de préférence
ajustable, en marche à vide.
12. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) détermine un instant d'entretien pour le meulage de la
lame de coupe, en totalisant au cours du temps la consommation de puissance du moteur
de coupe (41) pendant le mode de fonctionnement de coupe, ou détermine la durée de
fonctionnement totale pendant le mode de fonctionnement de coupe, et après avoir atteint
un seuil déterminé, active un indicateur d'entretien.
13. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) détecte une opération de meulage de la lame de coupe par
le biais de l'allure de la consommation de puissance du moteur de coupe (41) et réinitialise
automatiquement l'indicateur d'attente.
14. Trancheuse selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'appareil de commande (3) présente une mémoire dans laquelle il mémorise la consommation
de puissance du moteur de coupe (41) en marche à vide en fonction du temps et détecte
une usure possible par une comparaison des valeurs individuelles et active un signal
d'entretien.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente