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(11) |
EP 2 603 667 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.2016 Patentblatt 2016/47 |
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Anmeldetag: 09.08.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2011/075189 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/019604 (16.02.2012 Gazette 2012/07) |
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| (54) |
KOLBENMASCHINE
PISTON MACHINE
MACHINE À PISTONS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.08.2010 DE 102010036977
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.2013 Patentblatt 2013/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Rapp, Manfred Max |
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12163 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Rapp, Manfred Max
12163 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner mbB |
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Patent- und Rechtsanwälte
Joachimsthaler Straße 12 10719 Berlin 10719 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 256 776 DE-A1- 3 511 001 DE-A1-102008 040 574 US-A1- 2007 204 831 US-A1- 2009 081 061
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DE-A1- 2 256 776 DE-A1-102008 040 574 US-A1- 2007 204 831 US-A1- 2009 081 061
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kolbenmaschine, die ein Gehäuse mit im Wesentlichen kreissektorförmigem
(kreiszylindersegmentförmigem) Hohlraum und an den schrägen Seitenwänden vorgesehenen
ersten und zweiten Ein- und Auslassventilen sowie eine verschwenkbare, variable Arbeitsräume
begrenzende Doppelkolbenplatte umfasst, die mit einem im Gehäuse gelagerten Drehzylinder
verbunden ist und über einen in einer Pleuelschlaufe geführten Kurbelwellenzapfen
angetrieben ist.
[0002] Eine Kolbenmaschine der oben erwähnten Art ist aus der
DE 10 2008 040574 A1 bekannt. Die in einem etwa kreissektorförmigen Gehäuse angeordnete Doppelkolbenplatte
ist mittels eines an dieser ausgebildeten Drehzylinders verschwenkbar gelagert und
teilt das Gehäuse in zwei voneinander getrennte, jeweils mit Ein- und Auslassventilen
versehene Arbeitskammern. Der Antrieb der Doppelkalbenplatte erfolgt durch eine mit
dem Drehzylinder verbundene, als Pleuelschlaufe ausgebildete Pleuelstange, in deren
Führungsnut ein Kurbelwellenzapfen einer Kurbelwelle eingreift. Die Pleuelschlaufe
kann in eine 180°-Winkellage oder in einer 0°-Winkellage oder auch in einer anderen
Winkellage zu der Doppelkolbenplatte angeordnet sein. Gleichermaßen ist es möglich,
dass die Pleuelschlaufe unmittelbar in eine Stirnseite einer dicker ausgebildeten
Doppelkolbenplatte integriert ist, um so eine besonders kompakte Bauweise der Kolbenmaschine
erreichen zu können. Darüber hinaus ist es möglich, am Umfang von ein und demselben
Drehzylinder zwei oder mehrere Doppelkolbenplatten anzubringen, die die jeweils ein
kreissektorförmiges Gehäuseteil in jeweils zwei Arbeitskammern trennen. Des Weiteren
können auch mehrere Gehäuseteile mit in diesen verschwenkbar gelagerten Doppelkolbenplatten
hintereinander angeordnet sein. In beiden Fällen kann der Antrieb über nur eine einzige
- separat angeordnete oder in die Doppelkolbenplatte integrierte - Pleuelschlaufe
erfolgen, um so eine effektive und platzsparende Bauweise mit einer Vielzahl von Arbeitskammern
zu gewährleisten.
[0004] Von dieser kann
DE 22 56 776 A1 als nächstliegender Stand der Technik betrachtet werden. Es offenbart eine Kolbenmaschine
mit zwei Doppelkolbenplatten, welche jeweils eine äußere Arbeitskammer zusammen mit
dem Gehäuse sowie eine innere Arbeitskammer zwischen den Doppelkolbenplatten aufweist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenmaschine der eingan erwähnten
Art so weiterzuentwickeln, dass sie in kompakter, platzsparender Bauweise mit größerer
Effektivität betrieben werden kann.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einer gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1 ausgebildeten Kolbenmaschine gelöst.
[0007] Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Der Kern der Erfindung besteht in der Ausbildung einer mit Doppelkolbenplatten betriebenen
Kolbenmaschine, aus mindestens zwei jeweils kreissektorförmigen (kreiszylindersegmentförmigen),
jedoch um 180° gedreht aneinandergefügten, einen gemeinsamen Hohlraum umschließenden
Gehäuseteilen mit jedem Gehäuseteil separat zugeordneten, jeweils in entgegen gesetzter
Richtung synchron angetriebenen, parallel zueinander ausgerichteten Doppelkolbenplatten,
die mit der jeweils benachbarten, Ein- und Auslassventile aufweisenden schrägen Seitenwand
des Gehäuses eine erste und zweite äußere Arbeitskammer und zwischen den Doppelkolbenplatten
liegende innere Arbeitskammern mit in einer Gehäuserückwand in Höhe einer gedachten
Trennlinie X zwischen zwei benachbarten Gehäuseteilen ausgebildeten Ein- und Auslassventilen
definieren. Das Volumen einer inneren Arbeitskammer entspricht dem gemeinsamen Volumen
der beiden äußeren Arbeitskammern.
[0009] Die so ausgebildete Kolbenmaschine, die als Pumpe, Verdichter oder Expansionsmotor
oder als Kombination aus diesen betrieben werden kann, zeichnet sich durch variable,
effiziente Einsatzmöglichkeiten, ein geringes Totvolumen und einen entsprechend hohen
Wirkungsgrad, einen kompakten und platzsparenden, mit geringem Bauteilaufwand verbundenen
Aufbau sowie einen aufgrund des gegenläufigen synchronen Antriebs der um 180° zueinander
versetzt angeordneten Doppelkolbenplatten optimalen Massenausgleich bei rundem Lauf
und entsprechend langer Lebensdauer aus.
[0010] In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Doppelkolbenplatten über eine gemeinsame
Antriebswelle und separate Kurbelwellen mit auf eine Pleuelschlaufe wirkenden Kurbelwellenzapfen
angetrieben, wobei die Kurbelwellen zur Erzeugung einer synchronen und entgegengesetzt
gerichteten Schwenkbewegung der Doppelkolbenplatten über ein Zahnradgetriebe miteinander
verbunden sind.
[0011] Die zur Kraftübertragung auf die Doppelkolbenplatte vorgesehene Pleuelschlaufe (Kolbenschlaufe)
ist integraler Bestandteil der jeweiligen Doppelkolbenplatte, indem der Kurbelwellenzapfen
der jeweiligen Kurbelwelle in eine in einer Stirnseite der Doppelkolbenplatte ausgebildete
Führungsnut eingreift und mit dieser eine Kolbenschlaufe bildet.
[0012] In weiterer Ausbildung der Erfindung kann an einem mit der jeweiligen Doppelkolbenplatte
verbundenen, jeweils in dem kreissektorförmigen Gehäuseteil abdichtend gelagerten
Drehzylinder eine weitere, zusätzliche Doppelkolbenplatte angebracht sein, die sich
in einem an das betreffende Gehäuseteile anschließenden Zusatzgehäuseteil mit kreissektorförmig
ausgebildetem Arbeitsraum befindet, um eine oder mehrere mit Ein- und Auslassventilen
ausgebildete Zusatzarbeitskammern zu definieren. Die weiteren zusätzlichen Doppelkolbenplatten
können - bei entsprechend angepasstem Volumen der Zusatzgehäuseteile - eine gegenüber
den Doppelkolbenplatten gleiche oder unterschiedliche Länge aufweisen.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht der in Fig. 4 dargestellten Kolbenmaschine mit zwei in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordneten, über eine integrale Pleuelschlaufe direkt angetriebenen, in
einer Ausgangsstellung an gegenüberliegenden Seitenwänden befindlichen Doppelkolbenplatten;
- Fig. 2
- die Kolbenmaschine nach Fig. 1 in einer Zwischenstellung der beiden Doppelkolbenplatten
zum Zeitpunkt der Ausbildung von zwei äußeren Arbeitskammern und einer mittleren Arbeitskammer;
- Fig. 3
- die Kolbenmaschine nach Fig. 1 in einer mittigen Endstellung der beiden Doppelkolbenplatten
an einer gedachten Trennlinie;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der mit dem Antrieb dargestellten Kolbenmaschine im Schnitt;
- Fig. 5
- eine noch andere, erweiterte Ausführungsform der Kolbenmaschine nach Fig. 1 mit in
einer 180°Winkellage versetzt am Drehzylinder vorgesehenen, in einem weiteren Gehäuseteil
angeordneten weiteren Doppelkolbenplatten; und
- Fig. 6
- eine Schnittansicht einer Kolbenmaschine mit drei in einem gemeinsamen Gehäuse angeordneten
Doppelkolbenplatten.
[0014] Gemäß den Figuren 1 bis 3 sind die beiden Doppelkalbenplatten 1 und 2 mit einem im
Gehäuse 3 um eine Drehachse 4 über Lager 5 drehbar gelagerten Drehzylinder 6 verbunden
und weisen an einer Stirnseite eine Führungsnut 7 auf, in die der Kurbelwellenzapfen
8 einer mit einer Antriebswelle 9 verbundenen Kurbelwelle 10 eingreift. Die Führungsnut
7 fungiert als Pleuelschlaufe oder Kolbenschlaufe, die somit integraler Bestandteil
der Doppelkolbenplatte 1, 2 ist. Die beiden mit der jeweiligen Doppelkolbenplatte
1, 2 in Wirkverbindung stehenden Kurbelwellen 10 sind, wie Fig. 4 zeigt, über ein
Zahnradgetriebe 26 miteinander verbunden, so dass die Doppelkolbenplatten 1, 2 synchron
und in jeweils entgegen gesetzter Richtung angetrieben und in den in Form eines Kreiszylindersegments
(Kreissektor, Tortenstück) ausgebildeten Gehäuseteilen 3a, 3b bewegt werden können.
[0015] Das einstückig ausgebildete Gehäuse 3 umfasst - angedeutet durch eine strichlierte
Trennlinie X - zwei, jedoch um 180° gedreht aneinandergefügte Gehäuseteile 3a, 3b
mit jeweils im Wesentlichen kreissektorförmigem Querschnitt, in denen einmal an der
oberen Gehäusewand 11 und einmal an der unteren Gehäusewand 12 die Drehzylinder 6
der Doppelkolbenplatten 1 und 2 gelagert sind. Das Gehäuse 3 bzw. der von dem Gehäuse
umschlossene Hohlraum hat die Form von zwei gleich großen, entgegengesetzt nebeneinander
liegenden Kreissektoren (Tortenstückform). Das Gehäuse 3 umfasst weiterhin eine Gehäuserückwand
13 und einen Gehäusedeckel 14 sowie eine erste Seitenwand 15 und eine zweite Seitenwand
16. Die beiden in jeder Position parallel zueinander ausgerichteten Doppelkolbenplatten
1, 2 liegen in der Ausgangsstellung (Fig. 1) an der jeweiligen Seitenwand 15, 16 und
stoßen in der Endstellung (Fig. 3) an der Trennlinie X nahezu aneinander. In den beiden
Seitenwänden 15, 16 und in der Gehäuserückwand 13 in Höhe der Trennlinie X sind Einlassventile
18a, 18b, 18c und Auslassventile 19a, 19b 19c angeordnet. Durch eine synchrone, aber
entgegengesetzt gerichtete Drehbewegung der beiden Kurbelwellenzapfen 8 gemäß Pfeil
17a, 17b werden die beiden Doppelkolbenplatten 1, 2 bis nahe an die Trennlinie X aufeinander
zu bewegt und bis nahe an die Seitenwände 15, 16 voneinander weg bewegt.
[0016] Die so ausgebildete Kolbenmaschine kann als Verdichter, als Pumpe oder als Motor
betrieben werden. Beispielsweise bei der Funktion als Pumpe wird ein in der inneren
großen Arbeitskammer A3 (Fig.3) zwischen den beiden Doppelkolbenplatten 1, 2 befindliches,
zuvor über das Einlassventil 18c angesaugtes Fördermedium während der Schwenkbewegung
der Doppelkolbenplatten 1, 2 in Richtung der Trennlinie X gemäß Fig. 2 und 3 wieder
aus der Arbeitskammer A3 ausgestoßen. Während dieser Schwenkbewegung (Ausstoßen) wird
gleichzeitig über die Einlassventile 18a, 18b ein Fördermedium in die beiden äußeren
(kleinen), sich jeweils zwischen den Doppelkolbenplatten 1 und 2 und den Seitenwänden
15 und 16 bildenden Arbeitskammern A1 und A2 gesaugt. Bei der anschließenden Bewegung
der beiden Doppelkolbenplatten 1, 2 in Richtung der Seitenwände 15, 16 wird das zuvor
in den Arbeitskammern A1, A2 angesaugte Fördermedium durch die Auslassventile 19a,
19b ausgestoßen und gleichzeitig wird Fördermedium über das Einlassventil 18c in die
große Arbeitskammer A3 gesaugt. Auf diese Weise ist mit zwei zusammenwirkenden Doppelkalbenplatten
1, 2 und drei Arbeitskammern A1, A2 und A3 in ein und demselben Gehäuse 3 ein effektiver
Förderbetrieb gewährleistet. Das Maximalvolumen der beiden kleinen äußeren Arbeitskammern
A1 und A2 entspricht dem Maximalvolumen der großen, inneren Arbeitskammer A3. Mit
gleichermaßen hoher Effektivität kann die oben beschriebene Kolbenmaschine auch als
Verdichter oder als Expansionsmotor oder als Kombination von diesen betrieben werden.
Beispielsweise kann die mittlere - große - Arbeitskammer A3 als Expansionsmotor arbeiten,
während die beiden äußeren - kleinen - Arbeitskammern A1 und A2 als Verdichter oder
als Pumpe arbeiten und von dem Expansionsmotor angetrieben werden. Beim Einsatz der
beschriebenen Kolbenpumpe als Verdichter könnten die innere Arbeitskammer A3 und eine
äußere (linke) Arbeitskammer A1 als erste Verdichterstufe und die andere äußere Arbeitskammer
A2 als zweite Verdichterstufe betrieben werden.
[0017] Fig. 5 zeigt noch eine Ausführungsvariante der zuvor in den Figuren 1 bis 4 am Beispiel
einer Kolbenpumpe beschriebenen Kolbenmaschine. Danach ist das Gehäuse 3 jeweils im
Bereich der hier abdichtend gelagerten Drehzylinder 6 durch ein Zusatzgehäuseteil
3d, 3e mit im Wesentlichen kreissektorförmigem Arbeitsraum erweitert. In dem Zusatzgehäuseteil
3d, 3e, in dessen Seitenwänden 22, 23 jeweils ein Einlassventil 24a, 24b und ein Auslassventil
25a, 25b vorgesehen sind, ist jeweils eine mit dem jeweiligen Drehzylinder 6 verbundene
weitere Doppelkolbenplatte 20, 21 angeordnet, die gleichzeitig mit der ersten und
zweiten Doppelkolbenplatte 1, 2 angetrieben werden. Dadurch entstehen vier Zusatzarbeitskammern
A5, A6 und A7, A8, die ebenfalls als Pumpe oder Verdichter oder Expansionsmotor arbeiten
können. In jedem Fall ist in der Ausführungsform nach Fig. 5 eine Vielzahl vorteilhafter
Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Die weiteren Doppelkolbenplatten 20, 21 haben in
der Ausführungsform gemäß Fig. 5 die gleiche Länge wie die ersten und zweiten Doppelkolbenplatten
1, 2. Jedoch kann die Länge dieser zusätzlichen Doppelkolbenplatten 20, 21 auch von
der Länge der ersten und zweiten Doppelkolbenplatten 1, 2 abweichen. Das heißt, die
zusätzlichen Doppelkolbenplatten können kürzer oder länger als die ersten und zweiten
Doppelkolbenplatten sein oder eine mit diesen übereinstimmende Länge aufweisen. Mit
kürzeren Doppelkolbenplatten 20, 21 und entsprechend kleineren Volumina der Zusatzarbeitskammern
könnte die anhand der Fig. 5 beschriebene Kolbenmaschine beispielsweise sehr gut als
Mehrstufenkompressor oder mehrstufige Vakuumpumpe betrieben werden.
[0018] Wie Fig. 6 zeigt, ist die anhand der Figuren 1 bis 4 mit zwei kreissektorförmigen
Gehäuseteilen 3a, 3b und zwei in diesen angeordneten Doppelkolbenplatten 1, 2 beschriebene
Kolbenmaschine durch weitere nebeneinander, jedoch um 180° gedreht zueinander angeordnete
Gehäuseteile mit Doppelkolbenplatten beliebig erweiterbar. Die Kolbenpumpegemäß Fig.
6 weist drei Gehäuseteile 3a, 3b und 3c mit in diesen parallel zueinander synchron
verschwenkbaren, aber jeweils in entgegen gesetzter Richtung direkt angetriebenen
Doppelkolbenplatten 1, 2, 27 auf, wobei zwei äußere(kleine) Arbeitskammern A1, A2
und zwei innere (große) Arbeitskammern A3, A4 gleicher Größe gebildet werden. Der
Antrieb erfolgt in der gleichen Weise wie oben anhand der Figuren 1 bis 4 beschrieben.
Selbstverständlich kann auch diese erweiterte Ausführungsvariante, wie anhand der
Fig. 5 dargestellt, mit Zusatzgehäuseteilen und entsprechenden zweiflügligen Doppelkolbenplatten
ausgebildet sein. Die so ausgeführte Kolbenmaschine kann wiederum als mehrstufiger
Kompressor, Pumpe oder Motor oder als eine Kombination aus diesen angewendet werden.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- erste Doppelkolbenplatte
- 2
- zweite Doppelkolbenplatte
- 3
- Gehäuse
- 3a/b/c
- erste bis dritte Gehäuseteile
- 3d, 3e
- Zusatzgehäuseteile
- 4
- Drehachse
- 5
- Lager
- 6
- Drehzylinder
- 7
- Führungsnut (Pleuel-/Kolbenschlaufe)
- 8
- Kurbelwellenzapfen
- 9
- Antriebswelle
- 10
- Kurbelwelle
- 11
- obere Gehäusewand
- 12
- untere Gehäusewand
- 13
- Gehäuserückwand
- 14
- Gehäusedeckel
- 15
- erste (linke) Seitenwand
- 16
- zweite (rechte) Seitenwand
- 17a, 17b
- Drehrichtung von 8
- 18a/b/c/d
- Einlassventile in 15, 16, 13
- 19a/b/c/d
- Auslassventile in 15, 16, 13
- 20
- zusätzliche Doppelkolbenplatte
- 21
- zusätzliche Doppelkolbenplatte
- 22
- linke Seitenwand von 3c, 3d
- 23
- rechte Seitenwand von 3c, 3d
- 24a, 24b
- Einlassventile in 22, 23
- 25a, 25b
- Auslassventile in 22, 23
- 26
- Zahnradgetriebe
- 27
- dritte Doppelkolbenplatte
- X
- Trennlinie zwischen 3a und 3b
- A1, A2
- kleine äußere Arbeitskammer
- A3, A4
- große, innere Arbeitskammern
- A5,A6,A7,A8
- Zusatzarbeitskammern
1. Kolbenmaschine, die ein Gehäuse mit im Wesentlichen kreissektorförmigem Hohlraum und
an den schrägen Seitenwänden vorgesehenen ersten und zweiten Ein- und Auslassventilen
(18a, 19a; 18b, 19b) sowie mindestens zwei verschwenkbare, variable Arbeitsräume begrenzende
Doppelkolbenplatten umfasst,
wobei das Gehäuse (3) aus zwei oder mehreren jeweils kreissektorförmigen, einstückig
aneinandergefügten, einen gemeinsamen Hohlraum bildenden Gehäuseteilen (3a, 3b, 3c)
mit jedem Gehäuseteil zugeordneten, jeweils in entgegen gesetzter Richtung synchron
angetriebenen, jeweils mit einem im Gehäuse gelagerten Drehzylinder (6) verbundenen
Doppelkolbenplatten (1, 2, 27) gebildet ist, die mit der jeweils benachbarten schrägen
Seitenwand (15, 16) jeweils eine äußere Arbeitskammer (A1, A2) und zwischen den Doppelkolbenplatten
(1, 2, 27) jeweils eine innere Arbeitskammer (A3, A4) mit in Höhe einer gedachten
Trennlinie X zwischen den aneinander grenzenden Gehäuseteilen (3a, 3b, 3c) ausgebildeten
dritten und vierten Ein- und Auslassventilen (18c, 19c; 18d, 19d) definieren,
dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelkolbenplatten (1, 2, 27) parallel zueinander angeordnet sind und jeweils
über einen in einer Pleuelschlaufe geführten Kurbelwellenzapfen (8) angetrieben sind,
der in eine in einer Stirnseite der jeweiligen Doppelkolbenplatte (1, 2, 27) ausgebildete
Führungsnut (7) eingreift, und dass die einen gemeinsamen Hohlraum bildenden Gehäuseteile
(3a, 3b, 3c) und die Doppelkolbenplatten (1, 2, 27) jeweils um 180° zueinander gedreht
angeordnet sind, wobei die dritten und vierten Ein- und Auslassventile (18c, 19c;
18d, 19d) in einer Gehäuserückwand (13) ausgebildet sind.
2. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das addierte Volumen der beiden äußeren Arbeitskammern (A1, A2) etwa dem Volumen
der inneren Arbeitskammer (A3, A4) entspricht, wobei das Volumen der äußeren Arbeitskammern
(A1, A2) und das Volumen der inneren Arbeitskammern (A3, A4) gleich groß ist.
3. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelkolbenplatten (1, 2, 27) über eine gemeinsame Antriebswelle (9) und zwei
oder mehrere separate Kurbelwellen (10) mit auf eine Pleuelschlaufe wirkenden Kurbelwellenzapfen
(8) angetrieben sind, wobei die Kurbelwellen (10) zur Erzeugung einer synchronen und
entgegengesetzt gerichteten, parallelen Schwenkbewegung der Doppelkolbenplatten (1,
2, 27) über ein Zahnradgetriebe (26) miteinander verbunden sind.
4. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem der im Gehäuse (3a, 3b, 3c) abdichtend gelagerten Drehzylinder
(6) mindestens eine weitere Doppelkolbenplatte (20, 21) angebracht ist, die sich in
einem an die Gehäuseteile (3a, 3b, 3c) anschließenden Zusatzgehäuseteil (3d, 3e) mit
jeweils kreissektorförmig ausgebildetem Arbeitsraum befindet und weitere, mit Ein-
und Auslassventilen (24a, 25a; 24b, 25b) ausgebildete Zusatzarbeitskammern (A5, A6
; A7, A8) definiert.
5. Kolbenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine weitere Doppelkolbenplatte (20, 21) eine gegenüber den Doppelkolbenplatten
(1, 2, 27) gleiche oder unterschiedliche Länge aufweist, wobei das Volumen der Zusatzarbeitskammern
(A5 - A8) von dem der äußeren Arbeitskammern (A1, A2) abweicht oder jeweils identisch
ist.
6. Kolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Pumpe und/oder Verdichter und/oder Expansionsmotor betreibbar ist.
7. Kolbenmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Maschinen in Scheibenform hintereinander angeordnet sind.
1. A piston engine, comprising a housing having a substantially sector-shaped cavity,
first and second inlet and outlet valves (18a, 19a; 18b, 19b) provided on the oblique
side walls, and at least two pivotable double piston plates delimiting variable working
chambers,
the housing (3) being formed of two or more housing parts (3a, 3b, 3b) that are each
sector-shaped, joined to each other in one piece and form a shared cavity and have
double piston plates (1, 2, 27), which are assigned to each housing part, driven synchronously
in opposite directions and each connected to a rotary cylinder (6) mounted in the
housing and which, together with the respective neighboring oblique side wall (15,
16), each form an outer working chamber (A1, A2) and, between the double piston plates
(1, 2, 27), each form an inner working chamber (A3, A4), comprising third and fourth
inlet and outlet valves (18c, 19c; 18d, 19d) formed at the level of an imaginary separating
line X between the mutually adjoining housing parts (3a, 3b, 3c),
characterized in that the double piston plates (1, 2, 27) are disposed parallel to one another and are
each driven by way of a crankpin (8) that is guided in a connecting rod loop and engages
in a guide groove (7) formed in an end face of the respective double piston plate
(1, 2, 27), and the housing parts (3a, 3b, 3c) forming a shared cavity and the double
piston plates (1, 2, 27) are each turned 180º with respect to one another, the third
and fourth inlet and outlet valves (18c, 19c; 18d, 19d) being formed in a housing
back wall (13).
2. The piston engine according to claim 1, characterized in that the added volume of the two outer working chambers (A1, A2) approximately corresponds
to the volume of the inner working chambers (A3, A4), the volume of the outer working
chambers (A1, A2) and the volume of the inner working chambers (A3, A4) being equal
in size.
3. The piston engine according to claim 1, characterized in that the double piston plates (1, 1, 27) are driven by way of a shared drive shaft (9)
and two or more separate crankshafts (10) having crankpins (8) acting on a connecting
rod loop, the crankshafts (10) being connected to one another by way of a gear mechanism
(26) to generate a synchronous, parallel pivoting motion of the double piston plates
(1, 2, 27) in opposite directions.
4. The piston engine according to claim 1, characterized in that at least one further double piston plate (20, 21) is attached to at least one rotary
cylinder (6) sealingly mounted in the housing (3a, 3b, 3c), the further double piston
plate being located in an additional housing part (3d, 3d) that adjoins the housing
parts (3a, 3b, 3c) and has a respective sector-shaped working chamber and defines
further additional working chambers (A5, A6; A7, A8) designed with inlet and outlet
valves (24a, 25a; 24b, 25b).
5. The piston engine according to claim 4, characterized in that the at least one further double piston plate (20, 21) has a length that is the same
or different compared to the double piston plates (1, 2, 27), the volume of the additional
working chambers (A5 to A8) deviating from or being identical to that of the respective
outer working chambers (A1, A2).
6. The piston engine according to any one of the preceding claims, characterized by being operable as a pump and/or as a compressor and/or as an expansion engine.
7. The piston engine according to any one of the preceding claims, characterized in that multiple engines are disposed consecutively in a disk-shaped manner.
1. Machine à piston qui comprend un carter avec des premières et deuxièmes soupapes d'entrée
et de sortie (18a, 19a ; 18b, 19b) prévues dans un espace creux en forme essentiellement
de secteur circulaire et sur des parois latérales inclinées, ainsi qu'au moins deux
plaques à double piston pouvant être pivotées, délimitant des chambres de travail
variables,
où le carter (3) est formé de deux ou plusieurs parties de carter (3a, 3b, 3c), respectivement
en forme de secteurs circulaires, jointes ensemble pour faire une pièce unique, formant
un espace creux commun avec chaque partie de carter, respectivement entraînées de
manière synchrone en direction opposée, respectivement dotées de plaques à double
piston (1, 2, 27) reliées avec un cylindre de rotation (6) logé dans le carter, qui
définissent avec la paroi latérale (15, 16) inclinée voisine respectivement un chambre
de travail (A1, A2) extérieure et, entre les plaques de piston double (1, 2, 27),
respectivement un chambre de travail intérieure (A3, A4),avec les troisièmes et quatrièmes
soupapes d'entrée et de sortie (18c, 19c ; 18d, 19d) formées à hauteur d'une ligne
de séparation virtuelle X entre les parties de carters (3a, 3b, 3c) limitrophes les
unes des autres,
caractérisée en ce que les plaques à double piston (1, 2, 27) sont disposées parallèles les unes aux autres
et sont entraînées respectivement par un maneton de vilebrequin (8) guidé dans un
trou oblong de bielle, le maneton étant en prise dans une rainure de guidage (7) formée
dans une face frontale de la plaque à double piston (1, 2, 27) correspondante, et
que les parties de carter (3a, 3b, 3c) formant ensemble l'espace creux commun et les
plaques à double piston (1, 2, 27) sont disposés respectivement l'une par rapport
à l'autre avec une rotation de 180 °, les troisièmes et quatrièmes soupapes d'entrée
et de sortie (18c, 19c ; 18d, 19d) étant conçues dans une paroi arrière de carter
(13).
2. Machine à piston selon la revendication 1, caractérisée en ce que le volume additionné des deux chambres de travail extérieures (A1, A2) correspond
à peu près au volume des deux chambres de travail intérieures (A3, A4), où le volume
des chambres de travail extérieures (A1, A2) et le volume des chambres de travail
intérieures (A3, A4) sont de taille identique.
3. Machine à piston selon la revendication 1, caractérisée en ce que les plaques à double piston (1, 2, 27) sont entraînées par l'intermédiaire d'un arbre
d'entraînement (9) commun et deux ou plusieurs vilebrequins (10) séparés sont entraînés
avec des manetons de vilebrequin (8) agissant sur un trou oblong de bielle, les vilebrequins
(10) étant reliés ensemble pour la création d'un mouvement de pivotement parallèle,
synchrone et orienté en sens contraire des plaques à double piston (1, 2, 27) par
l'intermédiaire d'un engrenage (26).
4. Machine à piston selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une autre plaque à double piston (20, 21) est rapportée sur au moins un des
cylindres de rotation (6) logé de manière étanche dans le carter (3a, 3b, 3c), qui
se trouve dans une partie de carter auxiliaire (3d, 3e) faisant suite aux parties
de carter (3a, 3b, 3c), avec respectivement un chambre de travail en forme de secteur
circulaire et définit d'autres chambres de travail auxiliaires (A5, A6 ; A7, A8) formées
avec des soupapes d'entrée et de sortie (24a, 25a ; 24b, 25b).
5. Machine à piston selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'au moins une autre plaque à double piston (20, 21) présente une longueur identique
ou différente par rapport aux plaques à double piston (1, 2, 27), où le volume des
chambres de travail auxiliaires (A5 à A8) déviant ou est étant respectivement identique
à celui des chambres de travail extérieures (A1, A2).
6. Machine à piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'elle peut travailler comme un pompe, et/ou un compresseur, et/ou un moteur à expansion.
7. Machine à piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs machines sont disposées les unes derrière les autres en forme de disque.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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