[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft generell Dichtbänder, wie sie im Sanitärbereich
beim Setzen von Dusch-, Badewannen oder ähnlichen Einbaugegenständen Verwendung finden.
Ein solches Dichtband, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ist aus
EP 1 041 215 A2 bekannt.
[0002] Die kritischen Bereiche bei solchen Einbausituationen hinsichtlich der Dichtigkeit
und der Haltbarkeit sind in der Regel die Eckbereiche.
[0003] Für das Abdichten dieser Eckbereiche wird üblicherweise, so wie an den Längskanten
des Einbaugegenstandes auch, ein Dichtband verwendet, das entsprechend um den Eckbereich
gelegt bzw. geklebt wird. Dieses Dichtband weist in der Regel eine erste Klebe- bzw.
Dichtfläche für eine Abbordung des Einbaugegenstandes und eine zweite Klebe- bzw.
Dichtfläche für eine Anschlusswand oder einen Boden auf.
[0004] Auch wenn das Material, aus dem das Dichtband gefertigt ist, sehr elastisch und anschmiegsam
ist, so richtet es sich - wenn auch nur in nahezu mikroskopischem Bereich - aufgrund
seiner Elastizität bogenförmig aus der Eckkante wieder auf, die von einer linken und
einer rechten Anschlusswand oder von einer Anschlusswand und einem Boden gebildet
ist. Insbesondere dann, wenn die Ecke des Einbaugegenstandes nicht äusserst exakt
in die Eckkante eingepasst ist.
[0005] Solche möglichst exakt auszuführenden Anpassungsarbeiten lassen jedoch die Kosten
steigen. Der Monteur ist versucht, für diese Anpassungsarbeiten das Dichtband mit
einem Messer einzuschneiden. Damit jedoch baut er ein früher oder später auftretendes
Undichtigkeits-Problem von vornherein mit ein.
[0006] Ein weiterer Nachteil ist, dass solche Dichtbänder lediglich zwei Flächen abdecken.
Ein nahtloses bzw. fugenfreies Abdichten einer dritten Fläche, die grundsätzlich eine
Ecke erst bildet, führt unweigerlich zu einem Stückwerk, bei dem der Monteur einen
Schnitt setzen müsste. Dieses ist jedoch wegen dem obig beschriebenen voreingebauten
Undichtigkeits-Problem unerwünscht. Das Gebrauchsmuster
DE G 86 02 797.2 beschreibt eine rahmenartige Schornsteineinfassung, bei der Eckbereiche gefaltet
werden können. Solche Einfassungen werden üblicherweise aus weichem Blech gefertigt
und sind lediglich auf die Dachziegeln lose aufgelegt.
[0007] In der Veröffentlichungsschrift
EP 1 041 215 A2 hingegen wird, ebenfalls für eine Schornsteineinfassung, ein plastisch verformbares
Abdeckmaterial beschrieben, das mittels Butylkautschuk angeklebt wird. Es ist gleichzeitig
so flexibel und ohne Rückstellkräfte so dehnbar, dass es auch bei Minustemperaturen
mühelos über die Fuge zwischen Schornstein und Dach und die Wölbungen der Dachziegeln
geklebt werden kann. Um es leichter anbringen zu können, bedecken einzelne Schutzfolienbahnen
den Butylkautschuk.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die obig aufgeführten Nachteile zu beseitigen
und ein Dichtband zu stellen, das in den gefährdeten Eckbereichen eine optimale Dichtigkeit
bietet und zudem keine Anpassungsarbeiten vor Ort am Montageort mehr erforderlich
macht. Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dichtband zu stellen, das je nach
Bedarf für unterschiedliche Einbausituationen verwendbar ist.
[0009] Die Lösung der Aufgabe besteht zunächst in der Konzeption und Realisation eines Dichtbandes
mit dem Merkmalen des Anspruchs 1, das neben den herkömmlichen Streifen mindestens
einen Bereich ausbildet, der unterschiedlich faltbar ist und so das Dichtband für
unterschiedliche Einbausituationen anwendbar macht.
[0010] Eine Basis-Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren Dichtbandes
bildet somit für das Einsetzen oder Ankleben in eine Wandecke mit einer linken und
einer rechten Anschlusswand einen linken unteren Streifen für das Anbringen an eine
linke Seite des Einbaugegenstandes, einen rechten unteren Streifen für das Anbringen
an einer rechten Seite des Einbaugegenstandes, einen linken oberen Streifen für das
Anbringen an der linken Anschlusswand und einen rechten oberen Streifen für das Anbringen
an der rechten Anschlusswand aus. Da, wo diese vier Streifen zusammentreffen, befindet
sich ein Zentrum. Dieses Zentrum ist im montierten Zustand des Dichtbandes idealerweise
an der Ecke des Einbaugegenstandes positioniert, die durch seine linke, sein rechte
Seite und eine Oberfläche gebildet ist. Erfindungsgemäss weist nun das faltbare Dichtband
in seiner Basis-Ausgestaltungsvariante zusätzlich zu den vier beschriebenen Streifen
einen faltbaren Bereich auf, der von diesem Zentrum aus an einer inneren Kante des
linken oberen Streifens und gleichzeitig an einer inneren Kante des rechten oberen
Streifens anschliesst. Der faltbare Bereich ist somit - wenn man das Dichtband doppellagig
auslegt, gefaltet entlang einer Faltkante, die durch das Zentrum geht und annähernd
kongruent oder mindestens parallel zu den beiden inneren Kanten verläuft - ein doppellagiges
Dreieck.
[0011] Das gesamte Dichtband-Material kann so weich und flexibel gewählt sein, dass es beliebig
faltbar ist, vorzugsweise annähernd plastisch. Der Monteur setzt oder klebt die beiden
unteren Streifen an den Einbaugegenstand und passt anschliessend die oberen Streifen
durch Falten in die Ecke ein. Hierfür können Klebeflächen direkt auf dem Dichtband
vorgesehen sein oder die Streifen werden mit einer klebenden Dichtschlämme überstrichen.
[0012] Des Weiteren ist es möglich, die Streifen des Dichtbandes aus einem relativ unflexiblen
und widerstandsfähigen Material auszugestalten, beispielsweise als Formstück voll
oder teilweise aus Kunststoff oder Metall, aber den faltbaren Bereich aus einem weichen,
annähernd plastisch faltbaren Material. Die unterschiedlichen Materialien können miteinander
verklebt oder verschweisst sein.
[0013] Sei es, ob das Dichtband aus einem oder aus unterschiedlichen Materialien besteht,
kann der faltbare Bereich, aber optional zusätzlich auch die vier oben beschriebenen
Streifen, Falze aufweisen. Diese Falze können im Querschnitt rund oder eckig, erhaben
oder nicht erhaben sein und durch Verkleben, Verschweissen oder Pressen erzeugt sein,
Letzteres vorzugsweise thermisch unterstützt. In einer bevorzugten Ausgestaltungsform
sind die Falze jedoch eine konkave Kerbe - durchgehend oder unterbrochen - quasi in
Form einer Soll-Biege- oder vielmehr Soll-Faltstelle. Diese Falze definieren bzw.
verbessern somit die Faltbarkeit, das Dichtband bzw. der faltbare Bereich lässt sich
jedoch auch ohne Falze gut falten, insbesondere bei Auswahl eines gut und beliebig
faltbaren Materials.
[0014] Es ist weiterhin gemäss einer weiterführenden optionalen Ausgestaltungsvariante eines
erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils möglich, die Falze zwar dicht, aber
gleichzeitig als Abrisskanten, also als Soll-Reissstelle auszugestalten. Dieses erfolgt
durch Empirie und einer entsprechenden Auswahl der materialdicke der Falze. Um unnötige
Überlappungen des faltbaren Bereichs zu vermeiden, kann somit überschüssiges Faltmaterial
abgerissen werden. Die Abrisskanten können vorzugsweise vor Ort neu verschweisst oder
verklebt werden.
[0015] Durch das Auffalten des faltbaren Bereiches entsteht ein Dichtband, das sich in mindestens
drei Ebenen erstreckt. Die Basis-Ausgestaltungsvariante kann jedoch auch nur in zwei
Ebenen appliziert werden, wobei dann der faltbare Bereich zu einer Seite geklappt
wird. Für diesen Fall ist es optional vorgesehen, dass derjenige Bereich des oberen
Streifens, der von dem zur Seite geklappten faltbaren Bereich überlappt wird, eine
Aussparung aufweist. Optional ist die Materialdicke dieser Aussparung vorzugsweise
annähernd so gewählt, dass sie zusammen mit der doppellagigen Materialdicke des faltbaren
und weggeklappten Bereichs annähernd die Materialdicke der oberen Streifen ergibt.
Auf diese Weise ist ein vertiefter Aufnahmebereich für den weggeklappten faltbaren
Bereich geschaffen und das Dichtband weist im montierten Zustand keine so grossen
Unterschiede in der Materialdicke auf, die wiederum zu Undichtigkeiten führen können.
[0016] Die beschriebenen Falze können aus dem Zentrum heraus in einem oder mehreren beliebigen
Winkeln angeordnet sein. Weiterhin optional können Falze auch aus dem Zentrum heraus
zwischen den beschriebenen vier Streifen vorgesehen sein. Des Weiteren können weitere
Falze, nicht nur aus dem Zentrum heraus, an den vier Streifen angeordnet sein, beispielsweise
parallel zu deren Rändern oder aber auch schräg, beispielsweise einem erwünschten
Gefälle des Einbaugegenstandes entsprechend.
[0017] Eine weitere Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
bildet durch das Auffalten des Faltbereiches nicht nur drei Ebenen, sondern vier oder
mehr. Der Faltbereich ergibt im montierten Zustand eine Stufe mit unterschiedlich
hohen Ebenen, die zueinander parallel ausgerichtet sein können, aber auch jeweils
schräg.
[0018] Ein auf diese Weise realisiertes erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil weist
an der Vorderseiten der unteren Streifen Klebeflächen auf. Vorzugsweise kann das Abdichtungsprofil
an den Vorderseiten oder an den Rückseiten oder sowohl an den Vorderseiten, als auch
an den Rückseiten der jeweiligen Flächen vollflächig oder partiell Klebestreifen aufweisen,
die vorzugsweise mit abziehbaren Schutzstreifen ausgestattet sind, beispielsweise
mit (Glanz-) Papierstreifen.
[0019] Das Material, das die einzelnen Flächen bildet, im Folgenden Trägermaterial genannt,
kann bei allen Flächen des faltbaren Abdichtungsprofils das gleiche sein, aber auch
von unterschiedlicher Härte und Elastizität gewählt sein. Grundsätzlich handelt es
sich vorzugsweise um eine Kunststoff- bzw. Schaumstoff-Folie oder eine Gewebe-Struktur,
die lose sein kann, beschichtet, oder aber auch in Kunst-, Schaumstoff oder Harz eingegossen
oder verwebt sein kann. Es kommen auch netzartige Gewebe-Strukturen in Betracht, die
mittels einer Dichtschlämme aufgetragen werden. Das Trägermaterial kann aber auch
aus einem Kevlar-, einem Carbonfaser-Gewebe oder Metall bestehen.
[0020] Das faltbare Abdichtungsprofil oder eine Dichtlippe des faltbaren Abdichtungsprofils
können des Weiteren mittels einem Wulst, vorzugsweise an den unteren Streifen angeordnet,
in einer Nut des Einbaugegenstandes gefasst oder in so eine eingegossen sein.
[0021] Ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil kann an beliebigen Eckkanten,
die es ausbildet, ein Eckausgleichs-Profil aufweisen, wie es in einer Anmeldung der
gleichen Anmelderin erstmalig am 09.07.2010 in dem österreichischen Gebrauchsmuster
AT GM 437/2010, umgewandelt in österreichisches Patent
AT A 8017/2011, offenbart worden ist.
[0022] Ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil kann statt Eckkanten zwischen
seinen Flächen teilweise oder ausschliesslich auch abgerundete Kanten ausbilden, die
einer bestimmten Abrundung einer Abbordung eines Einbaugegenstandes entsprechen oder
einer entsprechenden Einbausituation. Weiterhin können die Flächen selbst Abrundungen
oder Ausbuchtungen aufweisen, sowie selbst ein einstückig ausgegossenes Eckausgleichs-Profil
oder beliebig geformte Ausgleichs-Profile. All diese Formen werden vorzugsweise thermisch
ausgeformt und sind des Weiteren vorzugsweise vor Ort am Montageort thermisch oder/und
plastisch verform- und anpassbar.
[0023] Des Weiteren kann ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil einen vollflächig
oder aber auch nur partiell aufgeklebten Schnittschutz oder einen vollflächig oder
aber auch nur partiell in das Trägermaterial eingegossenen Schnittschutz aufweisen.
Ein solcher Schnittschutz ist in einer weiteren Anmeldung der gleichen Anmelderin
erstmalig ebenfalls am 09.07.2010 in dem österreichischen Gebrauchsmuster AT GM 438/2010,
umgewandelt in österreichisches Patent
AT A 8018/2011, offenbart worden und kann beispielsweise eine dünne Metallfolie, ein widerstandsfähiges,
schnittfestes Gewebe (z.B. Cordura®, Kevlar oder Carbon) oder ein entsprechendes Gitter
sein.
[0024] Das Trägermaterial kann des Weiteren eine Sandwich-Struktur aufweisen, die vollflächig
oder aber auch nur partiell realisiert ist.
[0025] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, für typische, wiederkehrende und von den
Abmessungen her identischen oder ähnlichen Einbausituationen ein vorgefertigtes faltbares
Abdichtungsprofil zu stellen. Es kommen linke, rechte oder gespiegelte Ausgestaltungsvarianten
in Betracht. Oder, falls erforderlich, kann ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil
nach Kundenwunsch einzelangefertigt werden. Grundsätzlich sind alle erdenklichen Abmessungen
realisierbar, beispielsweise durch Formgiessen, Verkleben oder Verschweissen.
[0026] Ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil kann als Eckprofil ausgeformt
sein, an das Dichtbänder vorzugsweise nicht auftragend (die Gesamt-Materialdicke nicht
erhöhend) anschliessbar sind, oder das faltbare Abdichtungsprofil bildet einen kompletten
einstückigen Abdichtungsprofil-Rahmen.
[0027] Die Flächen bzw. Streifen eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils sind
hinsichtlich ihrer Form in der jeweiligen Ebene frei gestaltbar. Sie können quadratisch,
rechteckig, dreieckig, trapez- oder rhombenförmig oder aber auch kreis-, halbkreisförmig
oder oval sein. Einzelne Flächen können sich in ihren Abmessungen verjüngend bzw.
schräg auslaufend ausgestaltet sein, sodass sich das faltbare Abdichtungsprofil einem
erwünschten Gefälle des Unterbodens oder/und des Einbaugegenstandes anpasst.
[0028] Eine Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
weist eine vorzugsweise flexible Dichtlippe auf, die an einer der Flächen des faltbaren
Abdichtungsprofils angeschlossen ist und dem Unterlegen oder Überlappen eines bestimmten
Einbaubereichs dient.
[0029] Eine weitere Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
weist Flächen auf, die als Schutzstreifen oder als Montagehilfe dienen und nach erfolgter
Montage entlang einer Perforation abreissbar sind.
[0030] Derjenige Abschnitt so einer Fläche, die so eine Perforation aufweist und nachdem
Abreissen übrigbleibt, kann gleichzeitig als Fugen-Hinterfüllprofil ausgestaltet sein.
Ein derartiges Fugen-Hinterfüllprofil erleichtert das Anbringen einer abschliessenden
Silikon-Dichtfuge und ist beispielsweise in dem Europäischen Patent
EP 0 748 179 B1 gezeigt, das am 23.12.1995 ebenfalls von der gleichen Anmelderin angemeldet worden
ist. Oder es ist an einer beliebigen Fläche eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
von Haus aus ein Fugen-Hinterfüllprofil vorgesehen, ohne Perforation.
[0031] Die Klebeflächen sind vorzugsweise mit einem Schallschutzstreifen aus schallabsorbierendem
Material unterfüttert. Eine ähnlich gute Schallschutzwirkung kann optional auch dadurch
erreicht werden, indem der Klebstoff an den Klebeflächen eine dickflüssige Konsistenz
aufweist, die eine ca. ein bis mehrere Millimeter ergebende Schicht ergibt.
[0032] Ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil ist optional an beliebigen Flächen
mit einem oder mehreren Kapillarschutz-Streifen ausstattbar.
[0033] Die vorliegende Anmeldung offenbart ein Verfahren zur Anordnung eines erfindungsgemässen
faltbaren Abdichtungsprofils, mit dem Merkmalen des Anspruchs 16, mit folgenden grundsätzlichen
Verfahrensschritten:
a) - Setzen des Abdichtungsprofils auf einen Unterboden und an eine Anschlusswand
oder auf einen Unterboden und an mehrere Anschlusswände oder an mehrere Anschlusswände;
b) - Auf- und/oder Zuklappen eines Faltbereichs;
c) - Befreien von Klebeflächen von einem Schutzstreifen;
d) - Andrücken der Klebeflächen mittels einer Rolle;
e) - Setzen des Einbaugegenstandes;
f) - Verlegen von Platten oder Fliesen;
g) - Abreissen eines Schutzstreifens entlang einer Perforation;
h) - Verfugen mittels einer Abschluss-Silikonfuge.
[0034] Die Verfahrensschritte a) und e) können auch vertauscht sein, d.h., es kann das faltbare
Abdichtungsprofil auch zuerst an den Eckseiten des Einbaugegenstandes gesetzt oder
angeklebt werden, dann zusammen mit dem Einbaugegenstand in das Eck gestellt werden,
um somit erst dann die oberen Streifen und den Faltbereich an den Anschlusswänden
anzubringen.
[0035] Ein erfindungsgemässes Abdichtungsprofil bringt folgende Vorteile:
- In den gefährdeten Eckbereichen wird eine sichere Dichtigkeit erreicht, die mindestens
drei Flächen nahtlos bzw. fugenfrei abdeckt.
- Der Monteur ist zu keinen aufwändigen und schlechte Dichtigkeits-Ergebnisse liefernde
Anpassungsarbeiten gezwungen, sondern hat eine Lösung selbst für komplizierteste Einbausituationen.
- Die Abdichtungsprofile sind vorgefertigt und benötigen eine kurze Einbauzeit.
- Das Abdichtungsprofil ist vor Ort am Montageort plastisch falt-, verform- und anpassbar.
- Das Abdichtungsprofil kann mindestens ein Eckausgleichs-Profil aufweisen.
- Das Abdichtungsprofil kann mindestens einen Schnittschutz aufweisen.
- Das Abdichtungsprofil kann mindestens eine Schalldämmung aufweisen.
- Das Abdichtungsprofil kann mindestens eine Montagehilfe bzw. einen Schutzstreifen
aufweisen, der an einer Perforation abreissbar ist.
- Das Abdichtungsprofil kann mindestens ein Fugen-Hinterfüllprofil aufweisen.
[0036] Die offenbarten unterschiedlichen Ausgestaltungsvarianten eines erfindungsgemässen
faltbaren Abdichtungsprofils sind miteinander kombinierbar. So sind beispielsweise
die Ausgestaltungsvarianten ohne Falze mit denjenigen mit Falzen miteinander kombinierbar,
sowie die Ausgestaltungsvariante, bei der das gesamte Trägermaterial gleicher Härte
ist, mit derjenigen Ausgestaltungsvariante, bei der die Faltbereiche oder Teile hiervon
unterschiedlicher Härte sind. D.h., dass ein erfindungsgemässes faltbares Abdichtungsprofil
je nach Einbausituation einen harten, starren Teil und einen weicheren, flexibleren
Teil aufweisen kann. Des Weiteren sind die bisher genannten Ausgestaltungsvarianten
mit denjenigen aus unterschiedlichen Materialien kombinierbar. Weiterhin sind die
Ausgestaltungsvarianten, bei denen alle Flächen flexibel ausgestaltet sind, mit denjenigen
kombinierbar, bei denen an einem festen Profil eine oder mehrere flexible Klebeflächen
angeordnet sind. Alle diese genannten Ausgestaltungsvarianten wiederum sind einzeln
und reziprok mit derjenigen Ausgestaltungsvariante kombinierbar, bei der ein separates
Eckausgleichs-Profil angeordnet ist, sowie mit derjenigen Ausgestaltungsvariante,
bei der die Flächen selbst einstückig ein Eckausgleichs-Profil oder Ausbuchtungen
ausformen. Alle diese Ausgestaltungsvarianten wiederum sind mit den Schnittschutz-Ausgestaltungsvarianten
kombinierbar, sowie auch reziprok mit denjenigen Ausgestaltungsvarianten, die eine
Perforation bzw. ein Fugen-Hinterfüllprofil aufweisen.
[0037] Weitere oder vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
bilden die Gegenstände der abhängigen Ansprüche.
[0038] Die Bezugszeichenliste ist Bestandteil der Offenbarung.
[0039] Anhand von Figuren wird die Erfindung symbolisch und beispielhaft näher erläutert.
Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Sie stellen schematische
und beispielhafte Darstellungen dar und sind nicht massstabsgetreu, auch in der Relation
der einzelnen Bestandteile zueinander nicht. Gleiche Bezugszeichen bedeuten das gleiche
Bauteil, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche
Bauteile an.
[0040] Es zeigen dabei
Fig. 1 eine erste und einfachste Basis-Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen
faltbaren Abdichtungsprofils in ungefaltetem und nicht montierten Zustand;
Fig. 2 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1 in einer
ersten Faltposition, die zwei Ebenen ergibt, in denen sich das faltbare Abdichtungsprofil
erstreckt;
Fig. 3 eine erste erfindungsgemässe Ausgestaltungsvariante eines faltbaren Abdichtungsprofils
mit einem Faltbereich in einer zweiten Faltposition, die ebenfalls zwei Ebenen ergibt,
in denen sich das faltbare Abdichtungsprofil erstreckt;
Fig. 4 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1 in einer
dritten Faltposition, die drei Ebenen ergibt, in denen sich das faltbare Abdichtungsprofil
erstreckt;
Fig. 5 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1 in einer
vierten Faltposition, die ebenfalls drei Ebenen ergibt, in denen sich das faltbare
Abdichtungsprofil erstreckt;
Fig. 6 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1 in einer
fünften Faltposition, die ebenfalls drei Ebenen ergibt, in denen sich das faltbare
Abdichtungsprofil erstreckt;
Fig. 7 eine weitere Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils
mit zwei Faltbereichen, wobei sich vier Ebenen ergeben, in denen sich das faltbare
Abdichtungsprofil erstreckt;
Fig. 8 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1, ergänzt
um ein Eckausgleichs-Profil und
Fig. 9 die erfindungsgemässe Basis-Ausgestaltungsvariante aus der Fig. 1, ergänzt
um einen Schnittschutz.
[0041] In der Fig. 1 ist eine erste und einfachste Basis-Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen
faltbaren Abdichtungsprofils 100 schematisch und perspektivisch im nicht montierten
und ungefalteten Zustand dargestellt. Das faltbare Abdichtungsprofil 100 ist vorbereitet,
um in einer Ecke 1 eingesetzt zu werden, die aus einer linken Anschlusswand 300a,
einer rechten Anschlusswand 300b und einem Boden 400 gebildet ist. Je nach der Höhe
eines Einbaugegenstandes 200 kann das faltbare Abdichtungsprofil 100 aber auch nur
in einer Eckkante 2 zum Einsatz kommen, die nur aus der linken Anschlusswand 300a
und der rechten Anschlusswand 300b gebildet ist.
[0042] Das faltbare Abdichtungsprofil 100 umfasst einen linken unteren Streifen 3, der an
einer Frontseite 4 eine Klebefläche 5 aufweist. Diese Klebefläche 5 klebt im montierten
Zustand des faltbaren Abdichtungsprofils 100 an einer linken Abbordung 18a des Einbaugegenstandes
200. Des Weiteren weist das faltbare Abdichtungsprofil 100 einen rechten unteren Streifen
6 auf, der an einer Frontseite 7 ebenfalls eine Klebefläche 8 aufweist. Diese Klebefläche
8 klebt im montierten Zustand des faltbaren Abdichtungsprofils 100 an einer rechten
Abbordung 18b des Einbaugegenstandes 200. Der linke untere Streifen 3 und der rechte
untere Streifen 6 sind mittels eines Falzes 9 verbunden, der vorzugsweise konkav ausgeformt
ist.
[0043] An dem linken unteren Streifen 3 schliesst ein linker oberer Streifen 10 an, der
an einer Rückseite 11 vorzugsweise eine Klebefläche 12 aufweist. Mittels dieser Klebefläche
12 ist das faltbare Abdichtungsprofil 100 im montierten Zustand an der linken Anschlusswand
300a angeklebt. Der linke untere Streifen 3 und der linke obere Streifen 10 sind mittels
eines Falzes 16 verbunden, der vorzugsweise ebenfalls konkav ausgeformt ist. An dem
rechten unteren Streifen 6 schliesst mittels eines Falzes 17 ein rechter oberer Streifen
13 an, der an einer Rückseite 14 vorzugsweise eine Klebefläche 15 aufweist. Mittels
dieser Klebefläche 15 ist das faltbare Abdichtungsprofil 100 im montierten Zustand
an der rechten Anschlusswand 300b angeklebt.
[0044] Das faltbare Abdichtungsprofil 100 umfasst des Weiteren einen Faltbereich 500, der
in einem abgewickelten, planen Zustand ein doppellagiges Dreieck ergeben würde. Der
Faltbereich 500 ist definiert durch Falze 19a-19c, die vorzugsweise ebenfalls konkav
ausgeformt sind. Die Falze 16, 17 und 19a-19c treffen sich in einem Zentrum 20 und
ergeben Soll-Faltstellen, an denen das faltbare Abdichtungsprofil 100 leichter - quasi
vordefiniert - faltbar ist, vorzugsweise annähernd plastisch, bei gleichzeitig gewährleisteter
Dichtigkeit.
[0045] Die Fig. 2 zeigt in einer schematischen und perspektivischen Darstellung das faltbare
Abdichtungsprofil 100 aus der Fig. 1 in einer ersten Faltposition, bei welcher der
linke untere Streifen 3 und der rechte untere Streifen 6 in einem Winkel W
1 angeordnet sind, der annähernd 90 Grad beträgt. Dadurch liegt der untere Streifen
3 in einer Ebene E
1 und der rechte untere Streifen 6 in einer Ebene E
2, wobei die Ebenen E
1 und E
2 demzufolge ebenfalls annähernd in einem rechten Winkel zueinander stehen. Der linke
obere Streifen 10 liegt in Verlängerung des linken unteren Streifens 3 ebenfalls in
der Ebene E
1 und der rechte obere Streifen 13 in Verlängerung des rechten unteren Streifens 6
in der Ebene E
2.
[0046] Es wäre auch möglich, einen Winkel W
2, der in der gezeigten Darstellung annähernd 180 Grad beträgt, annähernd 90-grädig
zu wählen und dann dementsprechend den Winkel W
1 annähernd 180-grädig.
[0047] Der Faltbereich 500 ist in die Ebene E
2 in eine Faltposition P
1 weggeklappt.
[0048] In der Fig. 3 ist eine erste erfindungsgemässe Ausgestaltungsvariante eines faltbaren
Abdichtungsprofils 100a schematisch und perspektivisch dargestellt, die einen linken
unteren Streifen 3a mit einer Frontseite 4a und einer hierauf angeordneten Klebefläche
5a aufweist, sowie einen rechten unteren Streifen 6a mit einer Frontseite 7a und einer
hierauf angeordneten Klebefläche 8a. Der linke untere Streifen 3a und der rechte untere
Streifen 6a sind durch einen Falz 9a verbunden und stehen in einem Winkel W
1', der annähernd recht ist. Der linke untere Streifen 3a und der rechte untere Streifen
6a liegen somit jeweils in einer Ebene E
1' und einer Ebene E
2', die ebenfalls annähernd rechtwinklig zueinander angeordnet sind. In der Ebene E
1', in Verlängerung zu dem linken unteren Streifen 3a, also in einem Winkel W
2' von annähernd 180 Grad, ist ein linker oberer Streifen 10a angeordnet, verbunden
mit einem Falz 16a und eine Rückseite 11a aufweisend, an der eine Klebefläche 12a
angeordnet ist. In der Ebene E
2', in Verlängerung zu dem rechten unteren Streifen 6a verbindet ein Falz 17a daran
einen rechten oberen Streifen 13a, der ebenfalls eine Rückseite 14a und eine daran
angeordnete Klebefläche 15a aufweist.
[0049] Das faltbare Abdichtungsprofil 100a weist des Weiteren einen Faltbereich 500a auf,
der in die Ebene E
1' in eine Faltposition P
2 weggeklappt ist. Darüber hinaus weist das faltbare Abdichtungsprofil 100a je eine
Aussparung 21a und 21b auf, sodass der Faltbereich 500a - je nachdem, ob er wie dargestellt
in die Ebene E
1' oder in die Ebene E
2' weggeklappt ist - eine Gesamtdicke D des faltbaren Abdichtungsprofils 100a nicht
wesentlich erhöht.
[0050] Die Fig. 4 zeigt in einer schematischen und perspektivischen Darstellung das faltbare
Abdichtungsprofil 100 aus den Figuren 1 und 2 mit dem Faltbereich 500 in einer Faltposition
P
3. Der Faltbereich 500 liegt nun ebenfalls in der Ebene E
1, allerdings in Verlängerung des linken oberen Streifens 10 und der rechte obere Streifen
13 hierzu in einem annähernd rechten Winkel W
3. Das faltbare Abdichtungsprofil 100 erstreckt sich somit mittels dieser Faltposition
P
3 nicht nur in den Ebenen E
1 und E
2, sondern auch in einer dritten Ebene E
3.
[0051] In der Fig. 5 ist schematisch und perspektivisch das faltbare Abdichtungsprofil 100
aus den Figuren 1, 2 und 4 dargestellt, dieses Mal allerdings mit dem Faltbereich
500 in einer Faltposition P
4, in Verlängerung des rechten oberen Streifens 13. Der linke untere Streifen 3 liegt
somit nach wie vor in der Ebene E
1, der rechte untere Streifen 6, der rechte obere Streifen 13 und der Faltbereich 500
in der Ebene E
2 und der linke obere Streifen 10 in einer annähernd horizontalen Ebene E
3'.
[0052] Die Fig. 6 zeigt schematisch und perspektivisch erneut das faltbare Abdichtungsprofil
100 aus den Figuren 1, 2, 4 und 5, dieses Mal allerdings mit dem Faltbereich 500 in
einer Faltposition P
5, die bewirkt, dass der linke untere Streifen 3 nach wie vor in der Ebene E
1 liegt, der rechte untere Streifen 6 nach wie vor in der Ebene E
2, aber sowohl der linke obere Streifen 10, als auch der Faltbereich 500 und auch der
rechte obere Streifen 13 in der Ebene E
3.
[0053] In der Fig. 7 ist eine weitere Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemässen faltbaren
Abdichtungsprofils 100b schematisch und perspektivisch dargestellt. Diese zeichnet
sich dadurch aus, dass zu bisher analog offenbarten Falzen 9b, 16b, 17b und 19a"-19c"
zwei weitere Falze 22a und 22b hinzukommen. Dadurch ist neben einem wie bisher analog
gezeigten Faltbereich 500b in einer Faltposition P
6 ein weiterer Faltbereich 500c definiert und es können somit ein linker oberer Streifen
10b, aber auch ein linker unterer Streifen 3b nach Wahl zwei unterschiedliche Faltpositionen
P
7 und P
8 einnehmen, wobei die Faltposition P
7 dargestellt ist und die Faltposition P
8 der Fig. 6 entsprechen würde.
[0054] Ansonsten weist das faltbare Abdichtungsprofil 100b wie bisher offenbart einen rechten
unteren Streifen 6b, einen rechten oberen Streifen 13b, sowie ein Zentrum 20b auf,
in dem die Falze 9b, 16b, 17b und 19a"-19c" zusammenlaufen. Die Überlappung, die sich
im Bereich des Falzes 9b ergibt, kann auch umgekehrt angeordnet sein, d.h., dass nicht
wie dargestellt der linke untere Streifen 3b den rechten unteren Streifen 6b überlappt,
sondern der rechte untere Streifen 6b den linken unteren Streifen 3b.
[0055] Die Fig. 8 zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines faltbaren
Abdichtungsprofils 100c, das der Basis-Ausgestaltungsvariante 100 aus der Fig. 1 entspricht,
jedoch mit einem separaten Eckausgleichs-Profil 23 ergänzt ist. Das faltbare Abdichtungsprofil
100c weist wie bisher offenbart einen linken unteren Streifen 3c mit einem daran angrenzenden
linken oberen Streifen 10c, sowie einen rechten unteren Streifen 6c und einen daran
angrenzenden rechten oberen Streifen 13c auf. Zwischen dem linken oberen Streifen
10c und dem rechten oberen Streifen 13c befindet sich ein Faltbereich 500c.
[0056] Das Eckausgleichs-Profil 23 ist vorzugsweise mit einer linken Rückseite 24a an dem
linken unteren Streifen 3c angeklebt und mit einer rechten Rückseite 24b an dem rechten
unteren Streifen 6c. Das Eckausgleichs-Profil 23 weist des Weiteren eine Vorderseite
25 auf, die abgerundet ist und vorzugsweise selber als Klebefläche ausgestaltet ist.
Das Eckausgleichs-Profil 23 kann sich über die gesamte Höhe der unteren Streifen 3c
und 6c erstrecken, aber auch nur über einen Teil.
[0057] In der Fig. 9 ist schematisch und perspektivisch eine weitere Ausgestaltungsvariante
eines erfindungsgemässen faltbaren Abdichtungsprofils 100d dargestellt, das wie bisher
auch im Wesentlichen einen linken unteren Streifen 3d mit einem daran angrenzenden
linken oberen Streifen 10d, sowie einen rechten unteren Streifen 6d mit einem daran
angrenzenden rechten oberen Streifen 13d umfasst. Zwischen dem linken oberen Streifen
10d und dem rechten oberen Streifen 13d ist ebenfalls wie bisher offenbart ein Faltbereich
500d angeordnet. Das faltbare Abdichtungsprofil 100d zeichnet sich dadurch aus, dass
beispielsweise an den proximalen Hälften der jeweiligen unteren Streifen 3d und 6d,
sowie der oberen Streifen 10d und 13d ein Schnittschutz 26 in bevorzugter Form einer
dünnen Metallfolie, eines widerstandsfähigen, schnittfesten Gewebes oder Gitters angeklebt
oder vorzugsweise eingegossen ist.
Bezugszeichenliste
[0058]
1 - Ecke
2 - Eckkante
3, 3a-3d - linker unterer Streifen
4, 4a - Frontseite von 3
5, 5a - Klebefläche
6, 6a-6d - rechter unterer Streifen
7, 7a - Frontseite von 6
8, 8a - Klebefläche
9, 9a, 9b - Falz, Kerbe
10, 10a-10d - linker oberer Streifen
11, 11a - Rückseite von 10
12, 12a - Klebefläche
13, 13a-13d - rechter oberer Streifen
14, 14a - Rückseite von 13
15, 15a - Klebefläche
16, 16a, 16b - Falz, Kerbe
17, 17a, 17b - Falz, Kerbe
18a - linke Abbordung von 200
18b - rechte Abbordung von 200
19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c" - Falz, Kerbe
20, 20a, 20b - Zentrum
21a, 21b - Aussparung
22a, 22b - Falz, Kerbe
23 - Eckausgleichs-Profil
24a - linke Rückseite von 23
24b - rechte Rückseite von 23
25 - abgerundete Vorderseite von 23
26 - Schnittschutz
100, 100a-100d - faltbares Abdichtungsprofil
200 - Einbaugegenstand
300a - linke Anschlusswand
300b - rechte Anschlusswand
400 - Boden
500, 500a-500d - Faltbereich
D - Gesamtdicke von 100a
E1-E3, E1'-E3' - Ebene
P1-P8 - Faltposition
W1-W3, W1', W2' - Winkel
1. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) für eine Abdichtung im Sanitärbereich zwischen
einem Einbaugegenstand (200) und mindestens einer Anschlusswand (300a, 300b) oder
zwischen dem Einbaugegenstand (200) und einem Boden (400) eines Nassbereiches und
mindestens einer Anschlusswand (300a, 300b), dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) einen linken unteren Streifen (3, 3a-3d) mit
einem daran angrenzenden linken oberen Streifen (10, 10a-10d), einen rechten unteren
Streifen (6, 6a-6d) mit einem daran angrenzenden rechten oberen Streifen (13, 13a-13d)
und einen zwischen dem linken oberen Streifen (10, 10a-10d) und dem rechten oberen
Streifen (13, 13a-13d) angeordneten Faltbereich (500, 500a-500d) umfasst, der in unterschiedliche
Faltpositionen (P1-P8) faltbar ist und wobei mindestens an dem linken unteren Streifen (3, 3a-3d) und an
dem rechten unteren Streifen (6, 6a-6d) Klebeflächen (5, 5a; 8, 8a) angeordnet sind,
mit denen das Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) im montierten Zustand an einer Abbordung
(18a, 18b) des Einbaugegenstandes (200) angeklebt ist.
2. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte Material des Abdichtungsprofils (100, 100a-100d) aus einem plastisch
faltbaren Material gebildet ist.
3. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem linken oberen Streifen (10, 10a-10d) und an dem rechten oberen Streifen (13,
13a-13d) Klebeflächen (12, 12a; 15, 15a) angeordnet sind.
4. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder
3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) ein starres Formstück umfasst.
5. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltbereich (500) und/oder die Streifen (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13,
13a-13d) Falze (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c";
22a, 22b) aufweisen.
6. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Falze (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c";
22a, 22b) als Abrisskanten ausgestaltet sind.
7. Abdichtungsprofil (100a) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltbereich (500a) Aussparungen (21a, 21b) für die Aufnahme überlappenden Faltmaterials
aufweist.
8. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den unteren Streifen (3, 3a-3d; 6, 6a-6d) ein Wulst angeordnet ist, der in eine
Nut des Einbaugegenstandes (200) einsetzbar ist.
9. Abdichtungsprofil (100c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtungsprofil (100c) ein Eckausgleichs-Profil (23) aufweist.
10. Abdichtungsprofil (100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtungsprofil (100d) einen Schnittschutz (26) aufweist.
11. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Abdichtungsprofils (100, 100a-100d) mindestens teilweise eine Sandwich-Struktur
ist.
12. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) ein Schutzstreifen angeordnet ist, der
bei der Montage des Abdichtungsprofils (100, 100a-100d) auf eine Oberfläche des Einbaugegenstandes
(200) anordenbar ist und nach erfolgter Montage des Abdichtungsprofils (100, 100a-100d)
entlang einer Perforation in dem Schutzstreifen abreissbar ist.
13. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation in dem Schutzstreifen so angeordnet ist, dass von dem Schutzstreifen
ein Hinterfüllprofil übrigbleibt.
14. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Streifen (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) mindestens ein Schallschutz-Streifen
angeordnet ist.
15. Abdichtungsprofil (100, 100a-100d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Streifen (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) mindestens ein Kapillarschutz-Streifen
angeordnet ist.
16. Verfahren zur Montage eines Abdichtungsprofils (100, 100a-100d) für eine Abdichtung
im Sanitärbereich, mit einem Faltbereich (500) und Klebeflächen (5, 5a; 8, 8a) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass folgende Verfahrensschritte ausgeführt werden:
a) - Setzen des Abdichtungsprofils (100, 100a-100d) auf einen Unterboden (400) und
an eine Anschlusswand (300a, 300b) oder auf einen Unterboden (400) und an mehrere
Anschlusswände (300a, 300b) oder an mehrere Anschlusswände (300a, 300b);
b) - Auf- und/oder Zuklappen des Faltbereichs (500);
c) - Befreien der Klebeflächen (5, 5a; 8, 8a) von einem Schutzstreifen;
d) - Andrücken der Klebeflächen (5, 5a; 8, 8a) mittels einer Rolle;
e) - Setzen des Einbaugegenstandes (200);
f) - Verlegen von Platten oder Fliesen;
g) - Abreissen eines Schutzstreifens entlang einer Perforation;
h) - Verfugen mittels einer Abschluss-Silikonfuge.
1. Sealing profile (100, 100a-100d) for sealing in the sanitary field between a built-in
object (200) and at least one connection wall (300a, 300b) or between the built-in
object (200) and a floor (400) of a wet area and at least one connection wall (300a,
300b), characterized in that the sealing profile (100, 100a-100d) comprises a left lower strip (3, 3a-3d) with
an adjoining left upper strip (10, 10a-10d), a right lower strip (6, 6a-6d) with an
adjoining right upper strip (13, 13a-13d) thereon, and a folding area (500, 500a-500d)
arranged between the left upper strip (10, 10a-10d) and the right upper strip (13,
13a-13d), which can be folded into different folding positions (P1-P8) and wherein at least on the left lower strip (3, 3a-3d) and on the right lower strip
(6, 6a-6d) adhesive surfaces (5, 5a; 8, 8a) are provided, with which the sealing profile
(100, 100a-100d) is glued in the assembled state on an edge (18a, 18b) of the built-in
object (200).
2. Sealing profile (100, 100a-100d) according to claim 1, characterized in that the entire material of the sealing profile (100, 100a-100d) is formed from a ductile
foldable material.
3. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that on the left upper strip (10, 10a-10d) and on the right upper strip (13, 13a-13d)
adhesive surfaces (12, 12a; 15, 15a) are arranged.
4. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims 1 or 3,
characterized in that the sealing profile (100, 100a-100d) comprises a rigid formed piece.
5. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that the folding area (500) and/or the strips (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d)
have folds (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c";
22a, 22b).
6. Sealing profile (100, 100a-100d) according to claim 5, characterized in that the folds (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c";
22a, 22b) are designed as tear-off edges.
7. Sealing profile (100a) according to one of the preceding claims, characterized in that the folding area (500a) has recesses (21a, 21b) for receiving overlapping folding
materials.
8. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that on the lower strip (3, 3a-3d; 6, 6a-6d) a bulge is arranged, which can be inserted
into a groove of the built-in object (200).
9. Sealing profile (100c) according to one of the preceding claims, characterized in that the sealing profile (100c) comprises a corner adjustment profile (23).
10. Sealing profile (100d) according to one of the preceding claims, characterized in that the sealing profile (100d) has a cut protection (26).
11. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that the material of the sealing profile (100, 100a-100d) is at least partially a sandwich
structure.
12. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that on the sealing profile (100, 100a-100d) a protective strip is arranged, which, during
the mounting of the sealing profile (100, 100a-100d) is arrangeable on a surface of
the built-in object (200) and, after the sealing profile (100, 100a-100d) has been
mounted, can be torn off along a perforation in the protective strip.
13. Sealing profile (100, 100a-100d) according to claim 12, characterized in that the perforation in the protective strip is arranged in such a manner that a backfill
profile remains of the protective strip.
14. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that on the strips (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) at least one sound protection
strip is arranged.
15. Sealing profile (100, 100a-100d) according to one of the preceding claims, characterized in that on the strips (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) at least one capillar
protection strip is arranged.
16. Procedure for mounting a sealing profile (100, 100a-100d) for a sealing in the sanitary
field, having a folding area (500) and adhesive surfaces (5, 5a; 8, 8a) according
to one of the preceding claims,
characterized in that the following procedure steps are carried out:
a) - placing the sealing profile (100, 100a-100d) on a subfloor (400) and on a connecting
wall (300a, 300b) or on a subfloor (400) and on several connecting walls (300a, 300b)
or on several connecting walls (300a, 300b);
b) - opening and/or closing the folding area (500);
c) - removing a protective strip from the adhesive surfaces (5, 5a; 8, 8a);
d) - pressing on the adhesive surfaces (5, 5a; 8, 8a) by means of a roller;
e) - placing the built-in object (200);
f) - installing of slabs or tiles;
g) - tearing off a protective strip along a perforation;
h) - jointing by means of a final silicone joint.
1. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) pour une étanchéité dans le domaine sanitaire
entre un objet de montage (200) et au moins une paroi de raccordement (300a, 300b)
ou entre l'objet de montage (200) et un sol (400) d'une zone humide et au moins une
paroi de raccordement (300a, 300b), caractérisé en ce que le profil d'étanchéité (100, 100a-100d) comprend une bande inférieure gauche (3,
3a-3d) avec une bande supérieure gauche adjacente (10, 10a-10d), une bande inférieure
droite (6, 6a-6d) avec une bande supérieure droite adjacente (13, 13a-13d) et une
zone de pliage (500, 500a-500d) disposée entre la bande supérieure gauche (10, 10a-10d)
et la bande supérieure droite (13, 13a-13d), qui peut être plié dans différentes positions
de pliage (P1-P8) et là où au moins sur la bande inférieure gauche (3, 3a-3d) et sur la bande inférieure
droite (6, 6a-6d) sont disposée des surfaces adhésives (5, 5a; 8, 8a), avec lesquelles
le profilé d'étanchéité (100, 100a-100d) est collé à l'état monté à un bord (18a,
18b) de l' objet de montage (200).
2. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon la revendication 1, caractérisé en ce que tout le matériau du profil d'étanchéité (100, 100a-100d) est constitué d'un matériau
plastiquement pliable.
3. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la bande supérieure gauche (10, 10a-10d) et sur la bande supérieure droite (13,
13a-13d) sont disposées des surfaces adhésives (12, 12a; 15, 15a).
4. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes 1
ou 3, caractérisé en ce que le profil d'étanchéité (100, 100a-100d) comprend une pièce façonnée rigide.
5. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de pliage (500) et/ou les bandes (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d)
présentent des pliures (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c',
19a"-19c"; 22a, 22b).
6. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les pliures (9, 9a, 9b; 16, 16a, 16b; 17, 17a, 17b; 19a-19c, 19a'-19c', 19a"-19c";
22a, 22b) sont conçues comme des bords arrachables.
7. Profil d'étanchéité (100a) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de pliage (500a) présente des échancrures (21a, 21b) pour le logement d'un
matériau pliable se chevauchant.
8. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la bande inférieure (3, 3a-3d; 6, 6a-6d) est disposé une proéminence, qui est
insérable dans une rainure de l'objet de montage (200).
9. Profil d'étanchéité (100c) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profil d'étanchéité (100c) présente un profilé d'ajustement d'angle (23).
10. Profil d'étanchéité (100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profil d'étanchéité (100d) présente une protection contre les coupures (26).
11. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau du profil d'étanchéité (100, 100a-100d) est au moins partiellement une
structure sandwich.
12. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur le profil d'étanchéité (100, 100a-100d) est disposée une bande de protection
qui, lorsque le montage du profil d'étanchéité (100, 100a-100d) est arrangeable sur
une surface de l'objet de montage (200) et après le montage complet du profil d'étanchéité
(100, 100a-100d) est détachable le long d'une perforation dans la bande de protection.
13. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon la revendication 12, caractérisé en ce que la perforation de la bande de protection est disposée de telle sorte que de la bande
de protection reste un profil de remblai.
14. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur les bandes (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) est disposée au moins
une bande de protection phonique.
15. Profil d'étanchéité (100, 100a-100d) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur les bandes (3, 3a-3d; 6, 6a-6d; 10, 10a-10d; 13, 13a-13d) est disposée au moins
une bande de protection capillaire.
16. Procédé de montage d'un profil d'étanchéité (100, 100a-100d) pour une étanchéité dans
le domaine sanitaire, avec une zone de pliage (500) et des surfaces adhésives (5,
5a; 8, 8a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les étapes suivantes sont exécutées:
a) - pose du profil d'étanchéité (100, 100a-100d) sur un sol en bas (400) et à une
paroi de raccordement (300a, 300b) ou sur un sol en bas (400) et à plusieurs parois
de raccordement (300a, 300b) ou à plusieurs parois de raccordement (300a, 300b);
b) - ouverture et/ou fermeture de la zone de pliage (500);
c) - enlèvement de la surfaces adhésives (5, 5a; 8, 8a) d'une bande de protection;
d) - pressage des surfaces adhésives (5, 5a; 8, 8a) au moyen d'un rouleau;
e) - mise de l'objet de montage (200);
f) - pose de dalles ou de carreaux;
g) - détachement d'une bande de protection le long d'une perforation;
h) - jointoiement au moyen d'un joint final en silicone.