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EP 2 604 430 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.2017 Patentblatt 2017/21 |
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Anmeldetag: 22.11.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Flexodruckverfahren
Flexographic printing process
Procédé d'impression flexographique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
16.12.2011 DE 102011121320
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.2013 Patentblatt 2013/25 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen AG |
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69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmitt-Lewen Dr., Martin
69118 Heidelberg (DE)
- Haas, Martin
64283 Darmstadt (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 895 858 EP-A2- 1 184 170
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EP-A2- 0 884 175
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Vorliegende Erfindung betrifft ein Flexodruckverfahren.
[0002] Flexodruckverfahren können auch mit Druckmaschinen durchgeführt werden, die sonst
für den Offsetdruck verwendet werden, wie z.B. der in
US 7,934,450 B2 beschriebenen. Hierfür werden diese Offsetdruckmaschinen umgerüstet.
[0003] In
EP 0 895 858 B1 ist ein Flexodruckverfahren beschrieben, bei welchem auf den Druckformzylinder einer
Offsetdruckmaschine anstelle der Offsetdruckform eine Flexodruckform aufgespannt wird.
Das Feuchtwerk der Offsetdruckmaschine ist entfernt worden und anstelle einer Übertragungswalze
des Feuchtwerks ist eine Rasterwalze in die Lagerstelle der Übertragungswalze eingesetzt.
Die Rasterwalze dient der Aniloxeinfärbung beim Flexodruck.
[0004] Nachteilig hieran ist die komplizierte Umrüstung.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flexodruckverfahren anzugeben, welches
sich mittels einer weniger komplizierten Umrüstung auf einer Offsetdruckmaschine durchführen
lässt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Flexodruckverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bei dem erfindungsgemäßen Flexodruckverfahren wird ein Beschichtungsfluid
von einer Rasterwalze direkt auf eine gummielastische Umfangsoberfläche eines Transferzylinders
übertragen, wird das Beschichtungsfluid von der gummielastischen Umfangsoberfläche
direkt auf eine nicht-gummielastische Umfangsoberfläche eines ersten Zylinders übertragen,
wird das Beschichtungsfluid von der nicht-gummielastischen Umfangsoberfläche direkt
auf eine Flexodruckform auf einem zweiten Zylinder übertragen und wird das Beschichtungsfluid
von der Flexodruckform direkt auf den Bedruckstoff übertragen.
[0008] Das erfindungsgemäße Flexodruckverfahren lässt sich ohne komplizierte Montageprozesse
auf einer Offsetdruckmaschine implementieren. Es kann eine Offsetdruckmaschine verwendet
werden, deren Feuchtwerk nicht ausgebaut zu werden braucht und für den Flexodruck
lediglich deaktiviert zu werden braucht. Besonders vorteilhaft ist, dass eine Anilox-Offsetdruckmaschine
verwendet werden kann, deren Rasterwalze und / oder Rakelsystem sowohl zum Dosieren
der Offset-Druckfarbe beim Offsetdruck als auch zum Dosieren des Beschichtungsfluids
- z. B. eine Flexo-Druckfarbe oder ein Flexolack - beim Flexodruck multifunktional
verwendet werden kann. Sehr unaufwändig ist auch die Umrüstung der Zylinder. Beispielsweise
kann beim Umrüsten vom Offsetdruck auf den Flexodruck von dem ersten Zylinder eine
druckbildtragende Offsetdruckplatte abgenommen und an deren Stelle ein druckbildloser
Zylinderaufzug aufgespannt werden und kann von dem zweiten Zylinder ein Gummituch
abgenommen und an dessen Stelle eine Flexodruckplatte aufgespannt werden.
[0009] Der druckbildlose Zylinderaufzug ist viereckig und kann eine gekrümmte Platte oder
ein gekrümmter Bogen aus Kunststoff oder Metall sein und kann durch eine vollflächig
farbführende, druckbildlose Offset-Druckplatte gebildet werden. Eine solche druckbildlose
Offset-Druckplatte hat im Gegensatz zu einer druckbildtragenden Offset-Druckplatte
keine nicht-druckenden Stellen. Die Flexodruckplatte kann durch ein präpariertes Gummituch
gebildet werden. Bei der Präparation des Gummituches wird um die verbleibenden, druckenden
Stempelflächen herum die übrige Gummischicht zumindest teilweise weggeschnitten und
abgeschält. Die Flexodruckplatte kann auch eine vollflächige Druckform sein, z. B.
in Form eines (nicht präparierten) Gummituchs.
[0010] Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
der dazugehörigen Zeichnungen.
[0011] In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine Druckmaschine in einem ersten Rüstzustand für den Flexodruck und
- Figur 2
- die Druckmaschine aus Figur 1 in einem zweiten Rüstzustand für den Offsetdruck.
[0012] Figur 1 zeigt eine Druckmaschine mit einer Rasterwalze 1. An der Rasterwalze 1 liegt
ein Transferzylinder 2 an, an welchem ein erster Zylinder 3 anliegt. An dem ersten
Zylinder 3 liegt ein zweiter Zylinder 4 an, der zusammen mit einem Gegendruckzylinder
5 einen Druckspalt bildet. An der Rasterwalze 1 liegt ein Rakelsystem 6 an, in welchem
ein Beschichtungsfluid 7 gespeichert ist. Das Rakelsystem 6 ist eine Kammerrakel und
das Beschichtungsfluid ist eine Flexo-Druckfarbe. Das Beschichtungsfluid kann eine
UV-Farbe sein und kann Perlglanzpigmente oder andere Spezialpigmente (z. B. Deckweiß,
Metallicpigmente, Flüssigkristalle, Magneteffektpigmente, thermochrome Farben) enthalten.
Das Beschichtungsfluid kann auch ein elektrischer Leiter sein oder einen solchen als
Spezialpigmente enthalten, z. B. um damit elektrische Schaltungen, z. B. RFID, zu
drucken. In Drehrichtung der Rasterwalze 1 gesehen nach dem Transferzylinder 2 und
vor dem Rakelsystem 6 liegen ein oder zwei Walzen 8 an der Rasterwalze 1 an. Der Transferzylinder
2 hat eine gummielastische Umfangsoberfläche 9 und der erste Zylinder 3 hat eine nicht-gummielastische
Umfangsoberfläche 10. Die nicht-gummielastische Umfangsoberfläche 10 ist härter als
die vergleichsweise weiche gummielastische Umfangsoberfläche 9 und kann metallisch
sein.
Die nicht-gummielastische Umfangsoberfläche 10 wird durch eine druckbildlose Offset-Druckplatte
gebildet, die auf dem ersten Zylinder 3 aufgespannt ist. Auf dem zweiten Zylinder
4 ist eine Flexodruckform 11 aufgespannt, von welcher das Beschichtungsfluid im Druckspalt
auf den Bedruckstoff 12 übertragen wird. Zum Aufspannen der Offset-Druckplatte und
der Flexodruckform 11 dienende Spannkanäle und darin sitzende Spanneinrichtungen der
Zylinder 3, 4 sind aus Gründen zeichnerischer Vereinfachung nicht dargestellt. Der
Bedruckstoff 12 kann eine Papierbahn oder ein Papierbogen oder ein Kartonbogen oder
eine Folie sein. In dem in Figur 1 dargestellten ersten Rüstzustand 17 arbeitet die
Druckmaschine im Flexodruckbetrieb.
[0013] Figur 2 zeigt die Druckmaschine aus Figur 1 nach ihrer Umrüstung für den Offsetdruck.
In diesem zweiten Rüstzustand 18 befindet sich auf dem ersten Zylinder 3 eine druckbildtragende
bzw. bebilderte Offsetdruckform 15 und befindet sich auf dem zweiten Zylinder 4 ein
Gummituch 16. In dem Rakelsystem 6 befindet sich eine Offsetdruckfarbe 14, welche
nach dem Entfernen des Beschichtungsfluids aus dem Rakelsystem 6 in letzteres beim
Umrüsten eingefüllt worden ist. Vorteilhafterweise kann ein und dasselbe Rakelsystem
6 sowohl zum Speichern des Beschichtungsfluids 7 beim Flexodruck (vgl. Figur 1) als
auch zum Speichern der Offsetdruckfarbe 14 beim Offsetdruck verwendet werden. Gemäß
einer zeichnerisch nicht dargestellten Variante wird die Rasterwalze 1 sowohl im Flexodruck
als auch im Offsetdruck verwendet. Bei der zeichnerisch dargestellten Variante wird
die für den Flexodruck verwendete Rasterwalze 1 (vgl. Figur 1) beim Umrüsten der Druckmaschine
auf den Offsetdruck durch eine für den Offsetdruck zu verwendende Rasterwalze 13 ersetzt.
Ein erstes Raster 19 (vgl. Figur 1) der Rasterwalze 1 und ein zweites Raster 20 der
anderen Rasterwalze 13 unterscheiden sich voneinander, z. B. bezüglich ihrer Füllvolumina
oder ihrer Rasterstruktur. Der Wechsel der Rasterwalzen 1, 13 ist sehr unaufwändig,
da die dafür notwendigen Einrichtungen ohnehin vorhanden sind. Bei Aniloxfarbwerken
muss die Rasterwalze aus verschiedenen Gründen sowieso gewechselt werden, unabhängig
davon, ob es sich bei dem Aniloxfarbwerk um das einer reinen Offsetdruckmaschine,
einer reinen Flexodruckmaschine oder einer Offset-/FlexoDruckmaschine handelt. Der
Rasterwalzenwechsel ist z. B. erforderlich, um Druckaufträgen mit unterschiedlicher
Beschichtungsdicke gerecht zu werden oder um die Rasterwalze außerhalb der Druckmaschine
reinigen zu können.
[0014] Aus den gleichen Bezugszeichen ist ersichtlich, dass die in Figur 2 dargestellte
Druckmaschinenkonfiguration im Übrigen jener aus Figur 1 entspricht.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Rasterwalze
- 2
- Transferzylinder
- 3
- erster Zylinder
- 4
- zweiter Zylinder
- 5
- Gegendruckzylinder
- 6
- Rakelsystem
- 7
- Beschichtungsfluid
- 8
- Walze
- 9
- gummielastische Umfangsoberfläche
- 10
- nicht-gummielastische Umfangsoberfläche
- 11
- Flexodruckform
- 12
- Bedruckstoff
- 13
- Rasterwalze
- 14
- Offsetdruckfarbe
- 15
- Offsetdruckform
- 16
- Gummituch
- 17
- erster Rüstzustand
- 18
- zweiter Rüstzustand
- 19
- erstes Raster
- 20
- zweites Raster
1. Flexodruckverfahren, wobei ein Beschichtungsfluid
- von einer Rasterwalze (1) direkt auf eine gummielastische Umfangsoberfläche (9)
eines Transferzylinders (2) übertragen wird,
- von der gummielastischen Umfangsoberfläche (9) direkt auf eine nicht-gummielastische
Umfangsoberfläche (10) eines ersten Zylinders (3) übertragen wird,
- von der nicht-gummielastischen Umfangsoberfläche (10) direkt auf eine Flexodruckform
(11) auf einem zweiten Zylinder (4) übertragen wird, und
- von der Flexodruckform (11) direkt auf den Bedruckstoff (12) übertragen wird
2. Flexodruckverfahren nach Anspruch 1,
wobei die nicht-gummielastische Umfangsoberfläche (10) durch einen auf den ersten
Zylinder (3) aufgespannten Zylinderaufzug gebildet wird.
3. Flexodruckverfahren nach Anspruch 2,
wobei der Zylinderaufzug durch eine Offset-Druckplatte gebildet wird.
4. Flexodruckverfahren nach Anspruch 3,
wobei die Offset-Druckplatte druckbildlos ist.
1. Flexographic printing method wherein a coating fluid
- is directly transferred from a screen roller (1) to a rubber-elastic circumferential
surface (9) of a transfer cylinder (2),
- is directly transferred from the rubber-elastic circumferential surface (9) to a
non-rubber-elastic circumferential surface (10) of a first cylinder (3),
- is directly transferred from the non-rubber-elastic circumferential surface (10)
to a flexographic printing forme (11) on a second cylinder (4), and
- is directly transferred from the flexographic printing forme (11) to the printing
material (12).
2. Flexographic printing method according to claim 1,
wherein the non-rubber-elastic circumferential surface (10) is formed by a cylinder
cover mounted on the first cylinder (3).
3. Flexographic printing method according to claim 2,
wherein the cylinder cover is formed by an offset printing plate.
4. Flexographic printing method according to claim 3,
wherein the offset printing plate is without a print image.
1. Procédé d'impression flexographique, un fluide de revêtement
- étant transféré directement d'un rouleau à trame (1) à une surface périphérique
élastique (9) en caoutchouc par un cylindre de transfert (2),
- étant transféré directement depuis la surface périphérique élastique (10) à une
surface périphérique non élastique (10) par un premier cylindre (3)
- étant transféré directement depuis une surface périphérique non élastique (10) par
un second cylindre (4)
- étant transféré directement depuis le cliché flexographique (11) directement sur
la pression d'impression (12).
2. Procédé d'impression flexographique selon la revendication 1,
la surface périphérique non élastique (10) étant formée par une montée de cylindre
tendue sur le premier cylindre (3).
3. Procédé d'impression flexographique selon la revendication 2, l'habillage de cylindre
étant formé par une plaque d'impression Offset.
4. Procédé d'impression flexographique selon la revendication 3,
la plaque de pression Offset étant sans image d'impression.

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