[0001] Die Erfindung betrifft ein Tiefdruckwerk mit den oberbegrifflichen Merkmalen von
Anspruch 1 und eine Schmalbahn-Rollendruckmaschine mit den Merkmalen von Anspruch
10.
Stand der Technik
[0002] Bei Druckmaschinen zum Bedrucken von Etiketten und Faltschachteln ist in zunehmendem
Maße eine große Flexibilität gewünscht, um möglichst viele verschiedenartige Druckaufträge,
insbesondere unter Erzeugung von speziellen optischen Effekten durch das gedruckte
Bild oder den gedruckten Text, durchführen zu können. Zur Herstellung von Etiketten
und Faltschachteln werden besonders häufig Druckmaschinen verwendet, die eine schmale
Bahn eines Bedruckstoffs bearbeiten und eine Anzahl von Verbindungsplattformen oder
Schnittstellen aufweisen, an denen jeweils eine Funktionseinheit oder ein Verfahrensmodul
zum Drucken mit einem bestimmten Druckverfahren lösbar aufgenommen werden kann. Beispielsweise
ist eine Ausführungsform einer derartigen Druckmaschine im Dokument
US 4,384,522 beschrieben. Die einzelnen Funktionseinheiten können dabei mit voneinander verschiedenen
Druckverfahren arbeiten.
[0003] Eine geläufig eingesetzte Konfiguration eines Tiefdruckwerks ist beispielsweise im
Dokument
DE 42 42 582 C2 gezeigt. Die Mantelfläche eines Tiefdruckformzylinders, auch weiter unten vereinfacht
als Formzylinder oder Druckzylinder bezeichnet, taucht wenigstens teilweise in eine
mit Tiefdruckfarbe gefüllte Farbwanne ein, die unterhalb des Tiefdruckformzylinders
angeordnet ist. Bei Rotation des Tiefdruckzylinders um seine Symmetrieachse füllen
sich die die Wanne passierenden Vertiefungen in der Mantelfläche mit Tiefdruckfarbe.
Überschüssige Farbe wird durch wenigstens ein gegen die Mantelfläche angestelltes
Rakel abgestreift. In einem im oberen Winkelsektor des Tiefdruckformzylinders liegenden
Druckspalt wird die Tiefdruckfarbe auf einen Bedruckstoff übertragen, welcher mittels
eines Gegendruckzylinders, nachfolgend auch als Presseur bezeichnet, auf die eingefärbte
Mantelfläche des Tiefdruckformzylinders gedrückt wird.
[0004] Um zu verhindern, dass vom Tiefdruckformzylinder unkontrolliert Farbe auf den Bedruckstoff
gespritzt wird, aufgrund der Rotation des Tiefdruckformzylinders, sind aus dem Stand
der Technik diverse Spritzschutzvorrichtungen bekannt:
[0005] Die
DE 10 2004 056 631 B3 zeigt einen Spritzschutz mit Abstreifer, welcher jeweils im Übergangsbereich vom
Tiefdruckzylinder zur Achse, auf welcher der Tiefdruckzylinder gelagert ist, angeordnet
ist. Sich von der rotierenden Achse ablösende Farbtropfen können dabei von der Spritzschutzeinrichtung
größtenteils abgefangen werden.
[0006] Die
DE 10 2004 056 539 B3 zeigt eine weitere Spritzschutzeinrichtung, welche gegen den Tiefdruckzylinder selbst,
d.h. an dessen Mantelfläche, angestellt wird. Die Spritzschutzeinrichtung besitzt
dazu eine Spritzblende, welche Stege aufweist, so dass die Auflagefläche auf dem Druckzylinder
reduziert werden kann.
[0007] Die
DE 72 30 810 U1 offenbart eine mehrteilige Spritzschutzeinrichtung. Sie besitzt sowohl einen rohrförmigen
Mantel, welcher über die rotierende Zylinderachse geschoben werden kann, als auch
Spritzschutzbleche, welche über den rotierenden Tiefdruckzylinder hinausragen und
dort Farbtropfen abfangen können. Damit die Spritzschutzeinrichtung in ihrer Position
gehalten wird, ist diese fest mit dem Maschinengestell, d.h. einer Seitenwand, verbunden.
[0008] Nachteilig an den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen zum Verhindern von
Farbspritzern ist einerseits, dass diese nur bedingt die Ursache, nämlich das Wegschleudern
von Farbtropfen durch die Zylinderachse, verhindern, sondern vielmehr bloß versuchen,
die Folgen durch Einsetzen von Auffangblechen zu begrenzen. Des Weiteren ist die Montage
bzw. Demontage der Spritzschutzeinrichtungen arbeitsaufwändig, da diese vor jedem
Wechsel des Druckzylinders entfernt und nach erfolgtem Druckzylinderwechsel wieder
eingesetzt werden müssen.
Aufgabenstellung
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Tiefdruckwerk mit einer Spritzschutzeinrichtung
zu schaffen, wobei sowohl ein besserer Spritzschutz garantiert wird als auch eine
einfachere Handhabbarkeit des Spritzschutzes gewährleistet ist.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Tiefdruckwerk mit den Merkmalen von Anspruch
1 und durch eine Schmalbahn-Rollendruckmaschine mit den Merkmalen von Anspruch 10.
[0011] Das erfindungsgemäße Tiefdruckwerk dient dem Bedrucken eines Bedruckstoffes in einer
Druckmaschine und besitzt zumindest einen Druckzylinder, auch als Tiefdruckformzylinder
bezeichnet, eine Farbauftragseinrichtung und einen Gegendruckzylinder, auch als Presseur
bezeichnet. Der Druckzylinder besitzt an seinen beiden Enden Achszapfen zur Lagerung
des Druckzylinders, wobei im Bereich eines jeweiligen Achszapfens je eine Spritzschutzeinrichtung
angebracht ist, zum Verhindern von Farbspritzern, welche aufgrund der Rotationsbewegung
des Druckzylinders und der Achszapfen entstehen. Erfindungsgemäß besitzt das Tiefdruckwerk
einen Spanndorn mit zwei Spannbereichen und ein auf den Druckzylinder gespanntes Tiefdrucksleeve,
wobei das Tiefdrucksleeve an seinen Enden jeweils von je einem Spannbereich des Spanndorns
fixiert wird. Auf dem Spanndorn ist ein einer jeweiligen Spritzschutzeinrichtung zugeordnetes
Spannelement, insbesondere eine Spannmuffe, angeordnet zur Übertragung einer Spannkraft
auf die Spritzschutzeinrichtung, um die Spritzschutzeinrichtung gegen den Tiefdrucksleeve
zu pressen und die Spritzschutzeinrichtung in ihrer Arbeitsposition zu halten. Durch
Einsatz des Spannelements wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass für das Positionieren
und Befestigen der Spritzschutzeinrichtungen in ihren Arbeitspositionen keine zusätzlichen
Handgriffe erforderlich sind.
[0012] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Ausführungsform sind die jeweilige
Spritzschutzeinrichtung und der Tiefdrucksleeve relativ zueinander verdrehbar und
somit verdrehbar gelagert. In anderen Worten: während der Tiefdruckzylinder eine Rotationsbewegung
ausführt, steht die Spritzschutzeinrichtung still und rotiert nicht, so dass von der
Spritzschutzeinrichtung keine Farbtropfen weggeschleudert werden können. Weiter vorteilhaft
ist es, wenn die Spritzschutzeinrichtung auf einen jeweiligen Achszapfen aufschiebbar
gestaltet ist, da dann auch vom Achszapfen keine Farbtropfen weggeschleudert werden
können.
[0013] In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tiefdruckwerks ist die jeweilige
Spritzschutzeinrichtung an einem jeweiligen Ende des Tiefdrucksleeve mit diesem lösbar
verbunden, um bei einem erforderlichen Wechsel des Tiefdrucksleeves das Tiefdrucksleeve
zusammen mit den beiden Spritzschutzen gemeinsam entnehmen bzw. wieder einsetzen zu
können. Durch die einfache Entnahmemöglichkeit der Spritzschutzeinrichtungen wird
somit eine schnelle Reinigungsmöglichkeit geschaffen.
[0014] In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tiefdruckwerks ist ein jeweiliges
Spannelement formschlüssig mit einer jeweiligen Spritzschutzeinrichtung verbunden
und ein jeweiliges Spannelement ist mittels mindestens einem Verbindungselement, insbesondere
durch Verschraubung, mit einer Lagerplatte des Spanndorns verbunden. Damit ist sichergestellt,
dass die Spritzschutzeinrichtung nicht die Rotationsbewegungen des Tiefdrucksleeve
ausführt, sondern - wie gleichermaßen auch die Lagerplatte und die Seitenwände des
Tiefdruckwerks - feststeht.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung ist einer jeweiligen Spritzschutzeinrichtung eine
Buchse zugeordnet, wobei die Buchse auf den Spanndorn aufschiebbar ist und mit einem
Ende des Tiefdrucksleeve und/oder mit dem Spanndorn verdrehfest verbunden ist. Die
Buchse kann dabei von einem der Spannbereiche des Spanndorns gespannt werden. Die
Spritzschutzeinrichtung ist drehbeweglich auf der Buchse angeordnet und weist insbesondere
ein Wälzlager auf, beispielsweise ein Nadellager, zur Lagerung der Spritzschutzeinrichtung
auf der Buchse. Durch diese Ausführung wird ermöglicht, dass die Buchse zusammen mit
dem Tiefdrucksleeve von dem Spanndorn gespannt werden kann und gemeinsam mit dem Tiefdrucksleeve
eine Rotationsbewegung ausführt, während die Spritzschutzeinrichtung selbst diese
Rotationsbewegung nicht ausführt und vielmehr fest steht.
[0016] Weiter vorteilhaft ist es, wenn zwischen Tiefdrucksleeve und Buchse und / oder zwischen
Buchse und Spritzschutzeinrichtung jeweils mindestens eine Dichtung bzw. Dichtungskombination
vorgesehen ist, so dass keine Farbe in die Spritzschutzeinrichtung eindringen kann.
[0017] In vorteilhafter Weiterbildung besitzt eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung eine
Außenbuchse, wobei insbesondere der Außendurchmesser der Außenbuchse in etwa dem Außendurchmesser
von üblicherweise verwendeten Tiefdrucksleeves entspricht. Gemäß einer ersten Ausführungsvariante
besitzt eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung ein insbesondere saugfähiges Gewebe
und eine Spanneinrichtung zum Aufspannen des Gewebes auf einen Abschnitt der Mantelfläche
des Tiefdrucksleeve.
Eine jeweilige Spanneinrichtung kann dazu zwei Spannarme aufweisen, welche verdrehfest
auf der Außenbuchse angeordnet und mit einer Feder gegeneinander verspannt sind, wobei
mit einem jeweiligen Spannarm ein Klemmmechanismus zum Klemmen des Gewebes verbunden
ist.
In einer zweiten Ausführungsvariante besitzt eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung
ein insbesondere saugfähiges Gewebe und mindestens einen Haltedorn zum Halten des
Gewebes auf einem Abschnitt der Mantelfläche des Tiefdrucksleeve, wobei insbesondere
die Position des Haltedorns auf dem Umfang der Außenbuchse veränderlich ist. In einer
möglichen Ausführungsform besitzt der Haltedorn eine geriffelte Mantelfläche und in
dem Gewebe pro Haltedorn eine geriffelte Mantelfläche und in dem Gewebe ist pro Haltedorn
je ein Loch vorgesehen, so dass das Gewebe mit seinen Löchern über den mindestens
einen Haltedorn gestülpt werden kann.
[0018] In einer anderen vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tiefdruckwerks
weist die Spritzschutzeinrichtung einen gegen die Stirnfläche des Tiefdrucksleeve
anstellbaren Abstreifer auf, für Tiefdrucksleeves, deren Außendurchmesser größer ist
als der Außendurchmesser der Außenbuchse. Dadurch wird sichergestellt, dass sich auf
der Stirnfläche des Tiefdrucksleeve befindliche Farbe nicht während der Rotationsbewegung
des Tiefdrucksleeve von diesem ablösen kann, sondern bereits vorher abgestreift wird.
[0019] Die Erfindung betrifft auch eine Schmalbahn-Rollendruckmaschine mit mindestens einem
wie obenstehend beschriebenen Tiefdruckwerk, insbesondere zum Drucken von Faltschachteln
und Etiketten.
[0020] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0021] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0022] Die Erfindung soll an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert
werden. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Tiefdruckwerks
Fig. 2: ein Tiefdrucksleeve mit Spritzschutzeinrichtung
Fig. 3: die Spritzschutzeinrichtung in einer Detaildarstellung
Fig. 4a: eine Draufsicht auf einen Umfangsabstreifer
Fig. 4b: eine Ansicht des Umfangsabstreifers
Fig. 5: eine alternative Spanneinrichtung zum Aufspannen eines Spritzschutzgewebes
[0023] Einander entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Tiefdruckwerks 100 mit einem
Tiefdrucksleeve 2 einer Spritzschutzeinrichtung 4 und einem Spanndorn 1. Von dem Spanndorn
1, welcher in einer in dem nicht dargestellten Maschinengestell gelagerten Lagerplatte
1.1 gelagert ist, wird sowohl eine Spritzschutzeinrichtung 4 als auch ein Ende des
Tiefdrucksleeve 2 gehalten. Mögliche Ausgestaltungen des Spanndorns 1 sind dem Fachmann
dabei hinreichend bekannt. Zwischen der Lagerplatte 1.1 und der Spritzschutzeinrichtung
4 ist auf dem Spanndorn 1 ein Spannelement 5 angeordnet, welches sich mit Federn 11
gegen die Lagerplatte 1.1 abstützt und die Spritzschutzeinrichtung 4 gegen die Stirnfläche
des Tiefdrucksleeve 2 presst. Im Kontaktbereich der Spritzschutzeinrichtung 4 mit
dem Spannelement 5 ist eine formschlüssige Verbindung 12 vorgesehen, welche sicherstellt,
dass die Spritzschutzeinrichtung 4 wie auch das Spannelement 5 fest steht und nicht
rotiert. Dazu ist weiterhin zwischen der nicht rotierenden Außenbuchse 9 der Spritzschutzeinrichtung
4 und der Innenbuchse 14 ein Wälzlager 8, beispielsweise ein Nadellager, vorgesehen.
Die Innenbuchse 14 ist über Bolzen 6 verdrehfest mit dem Tiefdrucksleeve 2 verbunden.
Durch diese Anordnung ist sichergestellt, dass zwar die Innenbuchse 14 gemeinsam mit
dem Tiefdrucksleeve 2 rotiert, die Außenbuchse 9 jedoch hingegen fest steht und somit
ein rotationsbedingtes Wegschleudern von Farbtropfen durch die Außenbuchse 9 vermieden
wird.
[0025] In Fig. 2 ist die Spritzschutzeinrichtung 4 vergrößert dargestellt und soll nachfolgend
näher beschrieben werden. Zwischen der Stirnseite des Tiefdrucksleeve 2 und der Innenbuchse
14 ist als Dichtung ein O-Ring 13 angeordnet. Zwischen der Innenbuchse 14 und der
Außenbuchse 9 wird eine Dichtungskombination 7 eingesetzt, welche ein Eindringen von
Farbe in das Wälzlager 8 verhindert. Mit der Außenbuchse 9 verbunden ist ein Ring
19, welcher dem Halten eines Spritzschutzgewebes 17 dient. Das Spritzschutzgewebe
17, beispielsweise ein Lappen, liegt im Randbereich der Mantelfläche des Tiefdrucksleeve
2 auf und kann, wenn das Gewebe 17 saugfähig ausgeführt ist, in diesen Bereich des
Tiefdrucksleeve 2 auftretende Farbtropfen aufsaugen.
[0026] Wie ein Befestigen des Gewebes 17 an dem Ring 19 erfolgt ist in Fig. 3 dargestellt.
Mit dem Ring 19 verbunden sind Haltedorne 20, deren Mantelfläche eine geriffelte Oberfläche
besitzt. Das Gewebe 17 besitzt zwei Löcher, wobei der Durchmesser der Löcher dem Durchmesser
der Haltedorne 20 entspricht und wobei der Abstand der Löcher dem Abstand der Haltedorne
20 entspricht. Somit wird es ermöglicht, dass das Gewebe 17 mit seinen Löchern über
die Haltedorne 20 gestülpt werden kann. Da die Haltedorne 20 in Abhängigkeit der Rakelposition
eines Rakels 3.1 (nicht dargestellt) störend sein können, ist der Ring 19 drehbar
auf der Außenbuchse 9 angeordnet. Um den Ring 19 verschieben zu können, wird die Arretierung
des Rings 19 auf der Außenbuchse 9 mittels des Rastbolzen 18 gelöst. Nach erfolgter
Verschiebung und Neupositionierung des Rings 19 wird der Rastbolzen 18 erneut betätigt
und die Arretierung des Rings 19 auf der Außenbuchse 9 wieder hergestellt.
[0027] Eine alternative Einrichtung zum Aufspannen eines Gewebes 17 auf einen Abschnitt
der Mantelfläche des Tiefdrucksleeve 2 ist in Fig. 5 dargestellt. Die dort gezeigte
Einrichtung besitzt zwei Spannarme 10, welche jeweils einen Klemmmechanismus 16 zum
Klemmen des Gewebes 17 aufweisen. Ein jeweiliger Spannarm 10 ist dabei mit einem Ring
25 verbunden, wobei der Ring 25 auf die Außenbuchse 9 aufgeschoben ist. Die beiden
Ringe 25 können auf der Außenbuchse 9 relativ zueinander verdreht werden. Mittels
einer Zugfeder 15 sind die beiden Spannarme 10 miteinander verbunden, so dass die
Spannarme 10 auseinander gespreizt werden sodass das Gewebe 17 auf die Mantelfläche
des Tiefdrucksleeve 2 aufgespannt wird.
[0028] In den Figuren 4a und 4b ist die Situation dargestellt, wenn ein Tiefdrucksleeve
2 eingesetzt wird, dessen Außendurchmesser wesentlich größer ist als der Außendurchmesser
der Außenbuchse 9. Um zu verhindern, dass an der Stirnfläche des Tiefdrucksleeve 2
aus der Farbwanne 3 Farbe 200 in die Nähe einer Bedruckstoffbahn 1000 transportiert
wird, besitzt die Spritzschutzeinrichtung 4 einen Abstreifer 21. Der Abstreifer 21
ist dabei an einer Aufschiebebuchse 23 befestigt und oberhalb der Rakel 3.1 angeordnet.
Der Abstreifer 21 wird mittels Spannfedern 22 permanent mit leichtem Druck an die
Stirnfläche des Tiefdrucksleeves 2 angepresst. Die vom Abstreifer 21 abgestreifte
Farbe 200 kann somit wieder unmittelbar zurück in die Farbwanne 3 tropfen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Spanndorn
- 1.1
- Lagerplatte
- 2
- Tiefdrucksleeve
- 3
- Farbwanne
- 3.1
- Rakel
- 4
- Spritzschutzeinrichtung
- 5
- Spannelement
- 6
- Bolzen
- 7
- Dichtungskombination
- 8
- Nadellager
- 9
- Außenbuchse
- 10
- Spannarm für Lappen
- 11
- Federn
- 12
- Formschluss
- 13
- O-Ring-Dichtung
- 14
- Buchse
- 15
- Zugfeder
- 16
- Klemmmechanismus zum Klemmen des Lappen
- 17
- Gewebe (Lappen)
- 18
- Griff mit Arretierfunktion (Rastbolzen)
- 19
- Ring
- 20
- Haltedorn
- 21
- Abstreifer
- 22
- Spannfedern
- 23
- Aufschiebebuchse
- 24
- Presseur
- 25
- Ring
- 100
- Tiefdruckwerk
- 200
- Farbe
- 1000
- Bedruckstoff
1. Tiefdruckwerk (100) zum Bedrucken eines Bedruckstoffes (1000) in einer Druckmaschine,
mit einem Druckzylinder (2), einer Farbauftragseinrichtung (3, 3.1) und einem Gegendruckzylinder
(24), wobei der Druckzylinder (2) an seinen beiden Enden über Achszapfen (1) zur Lagerung
des Druckzylinders (2) verfügt und wobei im Bereich eines jeweiligen Achszapfens (1)
je eine Spritzschutzeinrichtung (4) angebracht ist zum Verhindern von Farbspritzern,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Tiefdruckwerk (100) ein auf den Druckzylinder gespanntes Tiefdrucksleeve (2)
und einen Spanndorn (1) zum Fixieren des Tiefdrucksleeves (2) besitzt und,
dass auf dem Spanndorn (1) ein Spannelement (5), insbesondere eine Spannmuffe, angeordnet
ist zur Übertragung einer Spannkraft auf die Spritzschutzeinrichtung (4).
2. Tiefdruckwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) und der Tiefdrucksleeve (2) relativ zueinander
verdrehbar sind.
3. Tiefdruckwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) an einem jeweiligen Ende des Tiefdrucksleeves
(2) mit diesem lösbar verbunden ist.
4. Tiefdruckwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliges Spannelment (5) formschlüssig mit einer jeweiligen Spritzschutzeinrichtung
und mittels mindestens einem Verbindungselement mit einer Lagerplatte (1.1) eines
jeweiligen Spanndorns (1) verbunden ist.
5. Tiefdruckwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass einer jeweiligen Spritzschutzeinrichtung (4) eine Buchse (14) zugeordnet ist, wobei
die Buchse (14) mit einem Ende des Tiefdrucksleeves und/oder dem Spanndorn (1) verdrehfest
verbunden ist und wobei die Spritzschutzeinrichtung (4) drehbeweglich auf der Buchse
(14) angeordnet ist und wobei die Spritzschutzeinrichtung (4) insbesondere ein Wälzlager
(8) aufweist zur Lagerung der Spritzschutzeinrichtung (4) auf der Buchse (14).
6. Tiefdruckwerk nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Tiefdrucksleeve (2) und Buchse (14) und / oder zwischen Buchse (14) und
Spritzschutzeinrichtung (4) jeweils mindestens eine Dichtung (7, 13) vorgesehen ist.
7. Tiefdruckwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) eine Außenbuchse (9) besitzt, wobei insbesondere
der Außendurchmesser der Außenbuchse (9) in etwa dem Außendurchmesser des Tiefdrucksleeves
(2) entspricht und
eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) ein Gewebe (17) und eine Spanneinrichtung
(10, 11) zum Aufspannen des Gewebes (17) auf einen Abschnitt der Mantelfläche des
Tiefdrucksleeves (2) besitzt und, dass insbesondere eine jeweilige Spanneinrichtung
zwei Spannarme (10) aufweist, welche verdrehbar auf der Außenbuchse (9) angeordnet
und mit einer Feder (11) gegeneinander verspannt sind.
8. Tiefdruckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) eine Außenbuchse (9) besitzt, wobei insbesondere
der Außendurchmesser der Außenbuchse (9) in etwa dem Außendurchmesser des Tiefdrucksleeves
(2) entspricht und,
dass eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) ein Gewebe (17) und mindestens einen Haltedorn
(20) zum Halten des Gewebes (17) auf einem Abschnitt der Mantelfläche des Tiefdrucksleeves
(2) besitzt, wobei insbesondere die Position des Haltedorns (20) auf dem Umfang der
Außenbuchse (9) veränderlich ist.
9. Tiefdruckwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Spritzschutzeinrichtung (4) eine Außenbuchse (9) besitzt, wobei insbesondere
der Außendurchmesser der Außenbuchse (9) in etwa dem Außendurchmesser des Tiefdrucksleeves
(2) entspricht und,
dass die Spritzschutzeinrichtung (4) ein gegen die Stirnfläche des Tiefdrucksleeves (2)
anstellbaren Abstreifer (21) aufweist für Tiefdrucksleeves (2) deren Außendurchmesser
größer ist als der Außendurchmesser der Außenbuchse (9).
10. Schmalbahn-Rollendruckmaschine mit mindestens einem Tiefdruckwerk (100) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.