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(11) |
EP 2 604 559 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.2015 Patentblatt 2015/02 |
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Anmeldetag: 07.11.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schwertfalzwerk und Verfahren zur Falzvorbereitung
Knife fold unit and method for folding preparation
Plieuse à lame et procédé de préparation de pli
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.12.2011 DE 102011121690
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.2013 Patentblatt 2013/25 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen AG |
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69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Schreiber, Klaus-Peter
71679 Asperg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 475 334 DE-C- 931 656
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DE-A1- 2 842 226 US-A- 2 775 448
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwertfalzwerk mit den oberbegrifflichen Merkmalen von
Anspruch 1 und ein Verfahren zur Falzvorbereitung gemäß Anspruch 7.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Taschenfalzmaschinen und Schwertfalzmaschinen bekannt.
Die Kombination von Taschenfalzmaschinen mit Schwertfalzmaschinen ist als Kombifalzmaschine
geläufig. Dabei werden in Taschenfalzwerken Parallelbrüche und in den nachfolgenden
Schwertfalzwerken Kreuzbrüche gefalzt. Der Bogen durchläuft dabei in Durchlaufrichtung
der Kombifalzmaschine mindestens folgende Stationen: Anleger, Übergabetisch, Taschenfalzwerk,
Schwertfalzwerk, Ausleger.
[0003] Der Aufbau einer Taschenfalzmaschine mit einer Vielzahl von Taschenfalzwerken geht
aus der
DE 10 2004 041 471 A1 hervor. Ein jeweiliges Taschenfalzwerk besteht dabei aus einer Falztasche und drei
Falzwalzen, welche in zwei Falzwalzenpaaren angeordnet sind. Aus der
DE 29 40 360 A1 ist ein Einzelschwertfalzwerk zum Falzen von bedruckten und vorgefalzten Bogen bekannt.
In Kombifalzmaschinen werden Taschenfalzwerke und Schwertfalzwerke kombiniert. Dabei
werden in einer ersten Falzstation in Taschenfalzwerken Parallelbrüche und in einer
nachfolgenden Falzstation in Schwertfalzwerken Kreuzbrüche gefalzt. Die
DE 31 47 064 A1 und die
DE 10 2006 055 301 A1 zeigen Kombifalzmaschinen mit einer Mehrzahl von Taschenfalzwerken und nachranging
angeordneten Schwertfalzwerken.
[0004] Die
EP 1 475 334 A1 zeigt eine Falzmaschine mit einem Messerwellenpaar. Die Messerwellen sind parallel
zueinander zwischen zwei im Abstand zueinander angeordneten Seitenwänden der Falzmaschine
gelagert. Um gefalzte Papierbogen senkrecht zu einer Falzlinie, d. h. in Bogenlaufrichtung
schneiden, perforieren, krimpen, rillen, nuten oder pressen zu können, sind den Falzwalzen
eines Falzwerks Messerwellenpaare vor- bzw. nachgelagert. Nachfolgend werden die Begriffe
Rillen und Nuten synonym verwendet. Gemeint ist eine Materialschwächung des Bogenmaterials
durch Entfernen von Material wodurch der Querschnitt reduziert wird.
[0005] Bei den Messerwellen handelt es sich in der Regel um Messerwellenpaare, bei denen
die eine Messerwelle mit Werkzeugen und die andere Messerwelle mit Gegenwerkzeugen
bestückt sind. Die Werkzeuge sind auf Werkzeughaltern angebracht, welche auf die Messerwellen
aufschiebbar sind.
[0006] Eine derartige Vorbereitung von zu falzenden Bogen ist erforderlich, um an den Sollpositionen
der Falzbrüche eine Materialschwächung zu bewirken und somit sicherzustellen, dass
die Falzbrüche tatsächlich an der vorgesehenen Position ausgeführt werden. Besonders
bei dickeren Produkten kann es sonst zur Abweichung der Position der Falzbrüche kommen,
was in Falzprodukten von geringerer Qualität resultiert.
[0007] Die
US 2,775,448 A offenbart ein Schwertfalzwerk gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei Schwächungslinien
in den Falzbereichen von dickeren Falzprodukten eingebraucht sind.
[0008] Nachteilig an der Verwendung von Messerwellen ist zum einen deren aufwändige Einstellung
auf die richtige Position. Bei Auftragswechseln kann es erforderlich sein, die Messerwellen
aus den Falzmaschinen auszubauen, um zusätzliche Messerhalter auf die Messerwellen
aufschieben zu können.
[0009] Weiter nachteilig ist, dass bei in Taschenfalzstationen hergestellten sehr dicken
Produkten das nachfolgende Falzen im Schwertfalzwerk besonders schwierig ist, d.h.
es bei dem Falz leicht zu einer Abweichung von der Sollfalzlinie kommen kann. Erfolgt
im nächsten Schritt keine Buchweiterverarbeitung, d.h. bleibt die Falzkante sichtbar,
so können die bekannten Materialschwächungsverfahren nicht zum Einsatz gelangen, da
sie das Erscheinungsbild des Produktes wesentlich beeinträchtigen würden. Auch ist
deren Anwendung auf sehr dicke Produkte nur eingeschränkt möglich. Dieses Problem
tritt beispielsweise bei der Herstellung von Zeitungen mit einem Schwertfalz in einem
sogenannten Zeitungsfalzwerk auf.
Aufgabenstellung
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schwertfalzwerk zu schaffen und ein
Verfahren zur Falzvorbereitung zu beschreiben, wobei ein exakter Falzbruch auch bei
dicken Produkten ermöglicht wird und die Probleme des Standes der Technik zumindest
reduziert werden.
[0011] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Schwertfalzwerk mit den Merkmalen von Anspruch
1 und durch ein Verfahren zur Falzvorbereitung mit den Merkmalen von Anspruch 7.
[0012] Das erfindungsgemäße Schwertfalzwerk dient dem Falzen von bogenförmigen Elementen
und ist geeignet zur Verwendung in einer Bogenfalzmaschine. Das Schwertfalzwerk besitzt
eine Transporteinrichtung, einen Vorderkantenanschlag, ein Falzschwert und ein Falzwalzenpaar,
wobei das bogenförmige Element von der Transporteinrichtung in Transportrichtung unter
das Falzschwert und gegen den Vorderkantenanschlag transportierbar ist. Das Falzschwert
ist nicht als Parallelfalzschwert ausgeführt, sondern - wie allgemein üblich - parallel
zur Bogentransportrichtung orientiert. Im Zusammenwirken von Falzschwert und Falzwalzen
erfolgt die Bildung eines Falzbruchs im Wesentlichen parallel zur Bogentransportrichtung
im bogenförmigen Element. Erfindungsgemäß ist im Bereich des Vorderkantenanschlags
eine Einkerbeinrichtung mit einem Kerbelement vorgesehen zum Einbringen einer Kerbe
in die Vorderkante des bogenförmigen Elements. Das Einbringen dieser Kerbe, alternativ
auch zu bezeichnen als kleinen Rückenschnitt, bzw. kleinen Trennschnitt, hat den Vorteil,
dass die erforderlichen Kräfte für die Falzbildung in dem bogenförmigen Element durch
das Falzschwert und das Falzwalzenpaar wesentlich verringert werden. Zusätzlich wird
eine ungewollte Faltenbildung im Bereich des Rückens des gefalzten bogenförmigen Elements
stark reduziert. Das Einbringen der Kerbe kann somit sowohl die Belastungen des Falzschwertes
und dessen Antrieb und damit deren Verschleiß verringern als auch die Qualität des
Falzbruchs wesentlich steigern.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schwertfalzwerks ist das
Kerbelement als Kreismesser ausgeführt. Alternativ kann das Kerbelement auch als Doppelkreismesser
ausgeführt sein, d.h. als parallele Anordnung von zwei Kreismessern. Zur Anpassung
an die Dicke des bogenförmigen Elements kann der Abstand zwischen beiden Kreismessern
des Doppelkreismessers einstellbar sein. Das Einbringen von zwei Kerben durch das
Doppelkreismesser in das bogenförmige Element könnte die ungewollte Faltenbildung
am Rücken des gefalzten bogenförmigen Elements weiter verringern.
[0014] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Ausführung besitzt die Einkerbeinrichtung
einen Antrieb für das Kreismesser bzw. das Doppelkreismesser, welcher insbesondere
als Elektromotor ausgeführt ist.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Schwertfalzwerks besitzt die Einkerbeinrichtung
einen Aktuator zum Verbringen des Kerbelements von einer Warteposition in eine Wirkposition
und umgekehrt, wobei der Aktuator insbesondere als Pneumatikzylinder ausgeführt ist.
Die Verwendung des Aktuators ermöglicht es, dass die Kerbe erst dann in das bogenförmige
Element eingebracht wird, wenn dieses bereits am Vorderkantenanschlag anliegt, das
Kerbelement also nicht permanent und damit störend in die Transportbahn des bogenförmigen
Elements hineinragt.
[0016] In Weiterbildung eines solchen Schwertfalzwerks ist ein Detektor zur Bestimmung der
Ankunft der bogenförmigen Elemente an dem Vorderkantenanschlag vorgesehen. Das Schwertfalzwerk
besitzt eine Steuereinheit, wobei zumindest der Detektor und der Aktuator über Datenleitungen
mit der Steuereinheit verbunden sind, so dass ein Messimpuls des Detektors den Aktuator
-gegebenenfalls zeitversetzt - auslösen kann.
[0017] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Falzvorbereitung eines bogenförmigen
Elements in einem Schwertfalzwerk, insbesondere einem wie obenstehend beschriebenen
Schwertfalzwerk, mit nachfolgenden Schritten:
In einem ersten Schritt erfolgt das Ausrichten des bogenförmigen Elements mit seiner
Vorderkante an einem Vorderkantenanschlag. Daraufhin wird im nächsten Schritt ein
Kerbelement in seine Wirkposition eingefahren. Damit wird durch das Kerbelement eine
Kerbe in der Vorderkante des bogenförmigen Elements erzeugt. In einem abschließenden
Schritt wird das Kerbelement wieder von seiner Wirkposition in seine Warteposition
ausgefahren.
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, nämlich dann, wenn
das Kerbelement als Kreismesser ausgeführt ist, führt dieses zumindest während dem
Einfahren und während dem Erzeugen der Kerbe eine Rotationsbewegung aus.
[0019] In einer ebenfalls vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
während dem Ausrichten des bogenförmigen Elements die Ankunft des bogenförmigen Elements
im Bereich des Vorderkantenanschlags detektiert, woraufhin ein Aktuator angesteuert
wird, um das Kerbelement in seine Wirkposition einzufahren.
[0020] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch eine Bogenfalzmaschine mit einem wie
obenstehend beschriebenen Schwertfalzwerk zur Durchführung des vorstehend beschriebenen
Verfahrens.
[0021] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0022] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführunsgbeispiel
[0023] Die Erfindung soll an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert
werden. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 eine Falzmaschine mit einem erfindungsgemäßen Schwertfalzwerk in einer Übersichtsdarstellung
Fig. 2 das erfindungsgemäße Schwertfalzwerk in einer Detaildarstellung
Fig. 3 ein Falzprodukt mit Kerbe vor der Erzeugung des Kreuzbruches durch das Falzschwert
[0024] Einander entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
Fig. 1 zeigt eine Konfiguration einer Bogenfalzmaschine, nämlich einer Kombifalzmaschine
100. Die Kombifalzmaschine 100 ist mit mehreren Taschenfalzwerken und einem Schwertfalzwerk
110 ausgestattet, wobei das Schwertfalzwerk 110 ein Falzschwert 111 und darunter angeordnete
Falzwalzen 112 aufweist. Stromabwärtig des Falzschwertes 111 befindet sich eine Einkerbeinrichtung
10. Durch das Erzeugen von Parallelfalzen in den Taschenfalzwerken wird aus dem Bogen
1 ein dickes Falzprodukt 1. Um dieses Falzprodukt 1 im Schwertfalzwerk 110 einfacher
falzen zu können, d.h. einen sogenannten Kreuzbruch zu erzeugen, ist die Einkerbeinrichtung
10 vorgesehen.
Fig. 2 zeigt das erfindungsgemäße Schwertfalzwerk 110 in einer Detaildarstellung,
wobei das Falzschwert 111 und die Falzwalzen 112 zur besseren Übersichtlichkeit weggelassen
wurden. Ein durch vorhergehendes Falzen erzeugtes Falzprodukt 1 wird in Transportrichtung
T von zwei Transportbändern 2 gegen einen Vorderkantenanschlag 4 transportiert. Von
dem nicht dargestellten Falzschwert 111 und den nicht dargestellten Falzwalzen 112
soll an der gestrichelt dargestellten Falzlinie 3 ein Falzbruch erzeugt werden. Zur
Vorbereitung dieses Falzbruchs wird in der Vorderkante 1.1, d.h. der stromabwärtigen
Kante des Falzprodukts 1 eine Kerbe 9 erzeugt. Dazu ist eine Einkerbeinrichtung 10
mit einem Kreismesser 8 vorgesehen.
[0025] Die Ankunft des Falzprodukts 1 im Bereich des Vorderkantenanschlags 4 wird von einem
Bogenankunftsdetektor 11 detektiert und an eine Steuereinheit 12 gemeldet. Die Steuereinheit
12 steuert einen als Pneumatikzylinder ausgeführten Aktuator 6 an, so dass das Kreismesser
8 von einer nicht dargestellten Warteposition in seine dargestellt Wirkposition verschwenkt
wird. Dazu führt der Pneumatikzylinder 6 eine Hubbewegung h durch, welche das Kreismesser
8 um die Drehachse A schwenkt. Die Steuereinheit 12 steuert auch einen Elektromotor
5 an, welcher über einen Riementrieb das Kreismesser 8 antreibt. Dabei kann das Rotationsmesser
8 entweder nur dann in eine Rotationsbewegung r versetzt werden, wenn dieses eine
Kerbe 9 erzeugt, oder kann eine permanente Rotationsbewegung r durchführen. Sobald
die Kerbe 9 erzeugt ist, wird das Rotationsmesser 8 von dem Pneumatikzylinder 6 wieder
zurück in die Wartestellung verschwenkt.
[0026] In einer nicht näher dargestellten Ausführungsform des Schwertfalzwerks 110 wird
das Signal des Bogenankunftsbogendetektors 11 von der Steuereinheit 12 auch für die
Ansteuerung des nicht dargestellten Antriebs des Falzschwertes 111 verwendet, um so
zum richtigen Zeitpunkt den Schwerthub auszulösen. Der Schwerthub kann dabei erfolgen,
sobald das Kreismesser 8 von seiner Wirk- wieder in seine Wartestellung verfahren
ist.
[0027] In Fig. 3 ist das Ergebnis des Einkerbvorgangs dargestellt. In dem Falzprodukt 1
wurde an dessen Vorderkante 1.1 ein kleiner Einschnitt, nämlich eine Kerbe 9, erzeugt.
Nach erfolgtem Schwertfalz wird das Erscheinungsbild des Falzprodukts 1 aufgrund der
geringen Größe der Kerbe 9 kaum beeinträchtigt und dieser vernachlässigbare Nachteil
wird durch einen qualitativ besseren Falzbruch an der Falzlinie 3 bei Weitem ausgeglichen.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Bogen / Falzprodukt
- 1.1
- Vorderkante
- 2
- Transportband
- 3
- Falzlinie
- 4
- Vorderkantenanschlag
- 5
- Motor
- 6
- Aktuator (Pneumatikzylinder)
- 7
- Lager
- 8
- Kreismesser und Position für Doppelkreismesser
- 9
- Kerbe/Trennschnitt
- 10
- Einkerbeinrichtung
- 11
- Bogenankunftsdetektor
- 12
- Steuereinheit
- 100
- Falzmaschine
- 110
- Schwertfalzwerk
- 111
- Falzschwert
- 112
- Falzwalzen
- r
- Rotationsbewegung Kreismesser
- h
- Hubbewegung
- A
- Drehachse
- T
- Transportrichtung
1. Schwertfalzwerk (110) zum Falzen von bogenförmigen Elementen (1) in einer Bogenfalzmaschine
(100) mit einer Transporteinrichtung (2), einem Vorderkantenanschlag (4), einem Falzschwert
(111) und einem Falzwalzenpaar (112),
wobei das bogenförmige Element (1) von der Transporteinrichtung (2) in Transportrichtung
(T) unter das Falzschwert (111) und gegen den Vorderkantenanschlag (4) transportierbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Vorderkantenanschlags (4) eine Einkerbeinrichtung (10) mit einem Kerbelement
(8) vorgesehen ist zum Einbringen einer Kerbe (9) in die Vorderkante (1.1) des bogenförmigen
Elements (1).
2. Schwertfalzwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kerbelement (8) als Kreismesser ausgeführt ist.
3. Schwertfalzwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kerbelement (8) als Doppelkreismesser ausgeführt ist.
4. Schwertfalzwerk nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einkerbeinrichtung (10) einen Antrieb (5) für das Kreismesser (8) bzw. Doppelkreismesser
(8) besitzt, welcher insbesondere als Elektromotor ausgeführt ist.
5. Schwertfalzwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einkerbeinrichtung (10) einen Aktuator (6) besitzt zum Verbringen des Kerbelements
(8) von einer Warteposition in eine Wirkposition und umgekehrt, wobei der Aktuator
(6) insbesondere als Pneumatikzylinder ausgeführt ist.
6. Schwertfalzwerk nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schwertfalzwerk (110) einen Detektor (11) zur Bestimmung der Ankunft der bogenförmigen
Elemente (1) an dem Vorderkantenanschlag (4) und eine Steuereinheit (12) besitzt,
wobei zumindest der Detektor (11) und der Aktuator (6) über Datenleitungen mit der
Steuereinheit (12) verbunden sind.
7. Verfahren zur Falzvorbereitung eines bogenförmigen Elements (1) in einem Schwertfalzwerk
(110), insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit nachfolgenden Schritten:
a) Ausrichten des bogenförmigen Elements (1) mit seiner Vorderkante (1.1) an einem
Vorderkantenanschlag (4) ) in einem Schwertfalzwerk (110)
b) Einfahren eines Kerbelements (8) in seine Wirkposition
c) Erzeugen einer Kerbe (9) in der Vorderkante (1.1) des bogenförmigen Elements (1)
durch das Kerbelement (8)
d) Ausfahren des Kerbelements (8) in seine Warteposition
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kerbelement (8) als Kreismesser ausgeführt ist, welches zumindest während der
Schritte b) und c) eine Rotationsbewegung (r) ausführt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass während Schritt a) die Ankunft des bogenförmigen Elements (1) detektiert wird, woraufhin
ein Aktuator (6) angesteuert wird zur Ausführung von Schritt b).
10. Bogenfalzmaschine (100) mit einem Schwertfalzwerk (110) nach einem der Ansprüche 1
bis 6 zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 7 bis 9.
1. Knife folding unit (110) for folding sheet-shaped elements (1) in a sheet folding
machine (100) including a transport device (2), a front edge stop (4), a folding knife
(111) and a pair of folding rollers (112),
wherein the sheet-shaped element (1) is transportable by the transport device (2)
in a direction of transport (T) underneath the folding knife (111) and against the
front edge stop (4),
characterized in
that in the region of the front edge stop (4), a notching device (10) including a notching
element (8) is provided to create a notch (9) in the front edge (1.1) of the sheet-shaped
element (1).
2. Knife folding unit according to Claim 1,
characterized in
that the notching element (8) is a circular knife.
3. Knife folding unit according to Claim 1,
characterized in
that the notching element (8) is a twin circular knife.
4. Knife folding unit according to Claim 2 or 3,
characterized in
that the notching device (10) includes a drive (5) for the circular knife (8) or twin
circular knife (8), the drive in particular embodied as an electric motor.
5. Knife folding unit according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the notching device (10) includes an actuator (6) for moving the notching element
(8) from a stand-by position to an operating position and vice versa, the actuator
(6) in particular embodied as a pneumatic cylinder.
6. Knife folding unit according to Claim 5,
characterized in
that the knife folding unit (110) has a detector (11) for detecting the arrival of the
sheet-shaped elements (1) against the front edge stop (4) and a control unit (12),
at least the detector (11) and the actuator (6) connected to the control unit (12)
by data links.
7. Method for preparing the folding process of a sheet-shaped element (1) in a knife
folding unit (110), in particular according to any one of the preceding claims, comprising
the following steps of
a) aligning the front edge (1.1) of the sheet-shaped element (1) against a front edge
stop (4) in a knife folding unit (110)
b) moving a notching element (8) into its operating position
c) creating a notch (9) in the front edge (1.1) of the sheet-shaped element (1) by
means of the notching element (8)
d) moving the notching element (8) into its stand-by position
8. Method according to claim 7,
characterized in
that the notching element (8) is a circular knife that carries out a rotary movement (r)
at least during steps b) and c).
9. Method according to claim 7 or 8,
characterized in
that during step a), the arrival of the sheet-shaped element (1) is detected, whereupon
an actuator (6) is actuated to carry out step b).
10. Sheet folding machine (100) including a knife folding unit (110) according to any
one of claims 1 to 6 for carrying out the method according to any one of claims 7
to 9.
1. Unité de pliage à couteaux (110) pour plier des éléments en forme de feuille (1) dans
une machine de pliage de feuille (100) avec un dispositif de transport (2), une butée
de bord avant (4), une plieuse à couteaux (111) et une paire de rouleaux de pliage
(112),
ledit élément en forme de feuille (1) étant transportable par le dispositif de transport
(2) dans la direction de transport (T) au-dessous de la plieuse à couteaux (111) et
contre la butée de bord avant (4),
caractérisé en ce que
dans la région de la butée de bord avant (4), il est prévu un dispositif à encoche
(10) avec un élément à encoche (8), pour l'introduction d'une encoche (9) dans le
bord avant (1.1) de l'élément en forme de feuille (1).
2. Unité de pliage à couteau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément à encoche (8) est conçu comme un couteau circulaire.
3. Unité de pliage à couteau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément à encoche (8) est réalisé sous forme d'un couteau circulaire double.
4. Unité de pliage à couteau selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
le dispositif à encoche (10) possède un entraînement (5) pour le couteau circulaire
(8) ou le couteau circulaire double (8), qui est en particulier conçu comme un moteur
électrique.
5. Unité de pliage à couteau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif à encoche (10) présente un actionneur (6) pour amener l'élément à encoche
(8) d'une position d'attente à une position d'action et vice versa, l'actionneur (6)
étant réalisé en particulier conçu comme un vérin pneumatique.
6. Unité de pliage à couteau selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
l'unité de pliage à couteau (110) comprend un détecteur (11) destiné à déterminer
l'arrivée des éléments en forme de feuille (1) à la butée de bord avant (4) et une
unité de commande (12), au moins le détecteur (11) et l'actionneur (6) étant reliés
par l'intermédiaire de lignes de données à l'unité de commande (12).
7. Procédé pour la préparation du pliage d'un élément en forme de feuille (1) dans une
unité de pliage à couteau de pliage (110), en particulier selon l'une des revendications
précédentes, comprenant les étapes suivantes :
a) Orientation de l'élément en forme de feuille (1) avec son bord avant (1.1) sur
une butée de bord avant (4) dans une unité de pliage à couteau (110)
b) Amenée d'un élément à encoche (8) dans sa position active,
c) Génération d'une encoche (9) dans le bord avant (1.1) de l'élément en forme de
feuille (1) à travers l'élément à encoche (8)
d) Sortie de l'élément à encoches (8) dans sa position d'attente,
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'élément à encoches (8) est conçu comme un couteau circulaire, qui exécute un mouvement
de rotation (r) pendant au moins les étapes b) et c).
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
lors de l'étape a), l'arrivée de l'élément en forme de feuille (1) est détectée, après
quoi un actionneur (6) est entraîné pour effectuer l'étape b).
10. Machine de pliage de feuille (100) ayant une unité de pliage à couteau (110) selon
l'une quelconque des revendications 1 à 6, pour la mise en oeuvre du procédé selon
l'une quelconque des revendications 7 à 9.
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