[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät mit wenigstens einem Ballastkörper, sowie
ein Verfahren zum Betrieb eines derartigen Haushaltsgerätes.
[0002] Unter einem Ballastkörper ist ein Massenkörper zu verstehen, der in dem Haushaltsgerät
vorgesehen ist, um dem Haushaltsgerät oder einer Baueinheit des Haushaltsgerätes zusätzliche
Masse zu verleihen. In Haushaltsgeräten können Ballastkörper vorgesehen sein, um beispielsweise
Schwingungen von bewegten, insbesondere rotierenden und mit einer Unwucht behafteten
Baueinheiten zu verringern.
[0003] So ist aus der
WO 2007104628 A1 eine Waschmaschine mit einem Laugenbehälter und einer darin drehbar gelagerten Trommel
bekannt, wobei an dem Laugenbehälter Ballastkörper angebracht sind. Die Ballastkörper
bestehen teilweise aus Beton und vergrößern die träge Masse des Laugenbehälters. Durch
die größere Masse des Laugenbehälters sind die Ausschläge der mechanischen Schwingungen
des Laugenbehälters beim Schleudern verringert.
[0004] Aus der
WO 2009/068382 A1 ist eine Geschirrspülmaschine mit eine Ballastkörper bekannt. Zur Erhöhung der Standsicherheit
sind bei dieser Geschirrspülmaschine ein oder mehrere Ballastkörper vorgesehen, die
als Gegengewicht gegen ein Kippen z.B. beim Öffnen der Tür dienen. Die Ballastkörper
sind dort als Betongewicht im Bodenbereich der Geschirrspülmaschine positioniert.
[0005] Es besteht das Bedürfnis, Haushaltsgeräte wenigstens zeitweise unabhängig vom Stromversorgungsnetz
betreiben zu können. Allerdings beanspruchen die dazu erforderlichen Energiespeicher
Bauraum und erhöhen das Gewicht des Gerätes. Zudem haben größere Haushaltsgeräte,
meist einen hohen Energiebedarf. Um diesen vollständig aus Akkumulatoren zu decken,
wären entweder Akkumulatoren mit hoher Energiedichte erforderlich, die sehr teuer
sind, oder große Akkumulatoren die entsprechend viel Bauraum beanspruchen.
[0006] Beispielsweise sind zum Betrieb einer Waschmaschine bei einer Waschtemperatur von
60°C und einer Beladung von 8kg Wäsche ca. 1,4 kWh elektrischer Energie notwendig.
Zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer sollten diese nicht unter ca. 50% entladen werden.
Damit wäre ein elektrischer Energiespeicher mit einer Kapazität von etwa 3kWh erforderlich.
Heutige Lithium-Ionen-Akkumulatoren weisen Energiedichten von ca. 95-190 Wh/kg bzw.
250-500 Wh/l auf. Für eine Kapazität von 3 kWh ergeben sich Akkumulatoren mit einem
Gewicht zwischen 15 und 30 kg und einem Volumen Zwischen 6 und 12 l. Eine moderne
Waschmaschine bietet aber intern nur ein Volumen von ca. 10 l an verfügbaren Platz
für alle zusätzlichen Komponenten. Die Abschätzung zeigt, außerdem daß Waschmaschinen,
die heute schon um die 80 - 90 kg wiegen, mit zusätzlichen Akkus ca. 120 kg wiegen
würden.
[0007] Die Erfindung schafft bei einem Haushaltsgerät der eingangs genannten Art, eine zusätzliche
elektrische Energieversorgung.
[0008] Dazu ist bei einem Haushaltgerät mit wenigstens einem Ballastkörper, zumindest ein
Ballastkörper wenigstens teilweise als Akkuballastkörper ausgebildet. Das bedeutet,
daß ein Ballastkörper, der im Stand der Technik von einem schweren Massenkörper gebildet
ist, und zwar üblicherweise als Formteil aus Beton, ist erfindungsgemäß vollständig
oder teilweise durch einen Akkumulator ersetzt oder mit einem Akkumulator versehen,
indem beispielsweise ein Akkumulator in den Ballastkörper eingebettet ist. Wenn wenigstens
ein Teil der Ballastkörper als Akkuballastkörper ausgebildet ist, ist das Haushaltsgerät
mit einem Energiespeicher ausgestattet, ohne daß für den Energiespeicher zusätzlich
Bauraum beansprucht ist. Da die Massendichte von Akkumulatoren, je nach Technologie
(z.B. Li-Ion 2,5-2,7 kg/dm
3), in der Größenordnung von der Massendichte des Beton, aus dem üblicherweise Ballastkörper
hergestellt werden (3-4 kg/dm
3), liegt, läßt sich der Ballastkörper weitgehend durch Akkumulatoren ersetzen, ohne
daß dafür mehr Bauraum benötigt würde. Vielmehr steht der Bauraum für andere Baugruppen
zur Verfügung oder kann frei bleiben um z.B. eine Luftzirkulation zur Kühlung zu ermöglichen.
[0009] Vorteilhafterweise ist der wenigstens ein Akkuballastkörper in der Nähe eines starken
Verbrauchers vorgesehen. Ein starker Verbraucher ist eine elektrische Einrichtung,
die zumindest zeitweise einen im Vergleich zu den anderen Verbrauchern des Haushaltsgerätes
höhere Leistungsaufnahme hat. Wenn ein Akkuballastkörper räumlich in der Nähe zu einem
solchen starken Verbraucher untergebracht ist, können die elektrischen Verbindungen
zwischen dem Akkuballastkörper und dem Verbraucher kürzer ausgeführt sein. Kürzere
Leitungen können aber bei gleicher Belastung mit einem geringeren Querschnitt versehen
sein. Damit kann zum einen bei der Herstellung Material eingespart werden. Zum anderen
sind die elektrischen Verluste im Betrieb geringer.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Haushaltsgerät ein
Schwingsystem auf, an dem wenigstens ein Akkuballastkörper vorgesehen ist. Unter einem
Schwingsystem wird bei Haushaltsgeräten eine Baueinheit verstanden, die schwingungsfähig
im Gehäuse des Haushaltsgerätes gelagert ist und einen aktiven Teil und einen passiven
Teil aufweist. Das Schwingsystem kann beispielsweise bei einer Waschmaschine als passiven
Teil einen Laugenbehälter und einen daran angebrachten Antriebsmotor aufweisen. Als
aktiver Teil ist in dem Laugenbehälter drehbar eine Trommel gelagert, die von dem
Antriebsmotor in Drehung versetzt werden kann. Wenn sich in der Trommel Wäsche befindet,
die bezüglich der Drehachse der Trommel ungleichmäßig verteilt ist, hat dies eine
Unwucht des aktiven Teils zufolge. Diese Unwucht führt dazu, daß das Schwingsystem
gegenüber dem Gehäuse in Schwingungen versetzt wird, wenn sich die Trommel dreht.
Die Amplitude dieser Schwingungen hängt unter anderem von dem Verhältnis der Massen
von aktivem und passivem Teil ab. Die Schwingungen sind unerwünscht, da sie die Standsicherheit
des Haushaltsgerätes beeinträchtigen und Geräuschemission verursachen können. Um die
Ausschläge des Schwingsystems zu verringern, sind in bekannter Weise Ballastkörper
vorgesehen, welche die Masse des passiven Teils vergrößern.
[0011] Wenn am Schwingsystem ein Akkuballastkörper vorgesehen ist, der eine zusätzliche
Energiequelle darstellt, kann ein ebenfalls am Schwingsystem angebrachter Verbraucher
aus dieser versorgt werden, ohne daß bei der Leitungsführung zwischen Akkuballastkörper
und Verbraucher die Schwingungsamplitude des Schwingsystems zu berücksichtigen ist.
Damit kann zum einen Leitungslänge gespart werden. Zum anderen erübrigen sich besondere
Maßnahmen die für bewegte Leitungen erforderlich wären, z.B. Schutz gegen Durchscheuern
der Isolation.
[0012] Besonders vorteilhaft kann im Haushaltsgerät eine Heizeinrichtung vorgesehen sind.
Diese Heizeinrichtung kann vollständig, teilweise oder zeitweise aus einem Akkuballastkörper
versorgt werden. Eine Heizeinrichtung stellt oft den stärksten elektrischen Verbraucher
in einem Haushaltsgerät dar. Ein besonders hoher Energiebedarf beim Einschalten oder
beim Betrieb der Heizeinrichtung kann vorteilhaft aus der zusätzlichen Energiequelle
gedeckt werden, um eine dauernde oder kurzzeitige Überbelastung des Stromversorgungsnetzes
zu vermeiden oder wenigstens zu verringern.
[0013] In einem Verfahren zum Betrieb eines erfindungsgemäßen Haushaltsgerätes wird das
Haushaltsgerät in einem Stromversorgungsnetz mit erweiterten Funktionen (Smart-Grid)
betrieben. Ein Smart-Grid kann Informationen über Schwachlastzeiten, d.h. Zeiträume
zu denen bereitgestellt wird, bereitstellen. In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
das Haushaltsgerät so betrieben, daß die Akkuballastkörper in den Schwachlastzeiten
aufgeladen werden. Dann kann in einem späteren Zeitraum, in dem elektrische Energie
vom Versorgungsunternehmen nur zu höheren Tarifen angeboten wird, das Haushaltsgerät
vollständig oder wenigstens zum Teil mit elektrischer Energie aus zusätzlichen Energiequelle
in Form der Akkuballastkörper betrieben werden.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens kann elektrische Energie aus
dem Akkuballastkörper auch in das externe Stromversorgungsnetz oder in ein hausinternes
Netz eingespeist werden, sodaß der Akkuballastkörper als Energiespeicher in einem
Smart-Grid dient.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird aus dem Akkuballastkörper
Energie entnommen um einen Energiebedarf des Haushaltsgeräts zu decken. Auf diese
Weise kann das Haushaltsgerät teilweise oder vollständig unabhängig vom Stromversorgungsnetz
betrieben werden. So kann das Haushaltsgerät etwa in Betriebszuständen die wenig Energie
erfordern, netzunabhängig betrieben werden. Dies kann beispielsweise beim Betrieb
einer Waschmaschine ohne Heizen der Fall sein, oder bei einem Einweichvorgang, bei
dem nur die Steuerung in Betrieb sein muß und eventuell gelegentlich der Trommelantriebsmotor.
In anderen Betriebszuständen, die viel Energie erfordern, kann das Haushaltsgerät
dagegen teilweise oder auch vollständig aus dem Netz betrieben werden.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird aus dem Akkuballastkörper
Energie entnommen um einen kurzzeitigen Energiebedarf des Haushaltsgeräts zu decken.
Dadurch kann bei netzabhängigen Haushaltsgeräten wenigstens zeitweise zusätzliche
elektrische Energie zur Verfügung gestellt werden. Mit Hilfe dieser zusätzlichen elektrischen
Energie kann beispielsweise ein Netzausfall überbrückt werden. Dies ist dann besonders
vorteilhaft, wenn eine Netzunterbrechung zu einer Fehlfunktion, zu einem undefinierten
oder sicherheitsrelevanten Zustand des Haushaltsgerätes führen könnte. Auf diese Weise
können während des Netzausfalls insbesondere die Steuerung des Haushaltsgeräts oder
wenigstens Teile davon, und/oder Antriebsaggregate, die gerade in Betrieb sind weiterversorgt
werden.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens wird aus dem Akkuballastkörper
Energie entnommen um einen zusätzlichen Energiebedarf des Haushaltsgeräts zu decken.
Auf diese Weise kann mit Hilfe des Akkuballastkörpers als zusätzlicher elektrischen
Energiequelle wenigstens zeitweise ein erhöhter Bedarf an elektrischer Energie gedeckt
werden, der alleine aus dem Stromnetz nicht befriedigt werden könnte, weil beispielsweise
die Absicherung des Netzes zu schwach ist oder statt eines dreiphasigen Netzanschlusses
nur ein einphasiger Anschluß zur Verfügung steht. Ein erhöhter Bedarf an elektrischer
Energie kann beispielsweise dann vorliegen, wenn ein Motor angelassen oder mit hoher
Drehzahl betrieben werden soll, etwa beim Schleudergang einer Waschmaschine, oder
wenn eine elektrische Heizeinrichtung betrieben werden soll. Gemäß der Erfindung entnimmt
die Steuereinrichtung dem Akkuballastkörper gespeicherte elektrische Energie und stellt
diese dem Verbraucher zur Verfügung. Auf diese Weise stellt die Erfindung sicher,
daß trotz des unzureichenden Netzanschlusses der Betrieb des Verbrauchers mit dem
erhöhten Energiebedarf verbessert, beispielsweise durch eine kürzere Aufheizzeit bei
Betrieb der Heizung mit höherer Leistung, oder überhaupt möglich ist, etwa beim Anlassen
des Motors oder im Schleudergang der Waschmaschine.
[0018] Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät und das Verfahren zum Betrieb desselben bieten
außerdem die Möglichkeit, das Gerät in ein Netz mit lokaler regenerativer Energiegewinnung,
z.B. Solarstrom- oder Windkraftanlage einzubinden um vorteilhaft Akkuballastkörper
aufzuladen, wenn regenerativ gewonnene Energie zur Verfügung steht, und mit dieser
Energie das Haushaltsgerät zu einem späteren Zeitraum zu betreiben.
[0019] Gemäß eines weiteren Aspektes der Erfindung kann geräteintern gewonnene elektrische
Energie, zum Beispiel aus der Rückspeisung bei gebremsten elektrischen Antrieben,
in dem Akkuballastkörper gespeichert werden.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0021] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Weiterbildungen sind nachfolgend ausführlich
beschreiben unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren, in denen zeigt:
Fig. 1 einen schematischem Querschnitt durch ein Haushaltsgerät gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 2 einen schematischem Querschnitt durch ein Haushaltsgerät gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung.
[0022] Dargestellt ist in Figur 1 in einem schematischen Querschnitt ein Haushaltsgerät
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, verkörpert in Form einer Waschmaschine
10, mit einem quaderförmigen Gehäuse 12. In dem Gehäuse 12 ist ein Laugenbehälter
14 auf Federbeinen 16 schwingfähig gelagert. In dem Laugenbehälter 14 ist eine Wäschetrommel
18 um eine horizontale Achse drehbar gelagert. An dem Laugenbehälter 14 ist ein elektrischer
Antriebsmotor 20 angebracht, der in bekannter Weise über einen Riemen 22 die Wäschetrommel
18 antreibt. In dem Laugenbehälter ist weiterhin ein elektrisches Heizelement 23 vorgesehen,
mit dem eine im Laugenbehälter eingefüllte Waschlauge erwärmt werden kann. Die Einrichtungen
zum Einfüllen und Abpumpen der Waschlauge sind allgemein bekannt und nicht erfindungswesentlich.
Sie sind daher in der Darstellung der Figuren zur besseren Übersicht weggelassen.
[0023] Die Wäschetrommel 18 und der Laugenbehälter 14 haben eine gemeinsame Beschickungsöffnung
24, durch die eine Wäschebeladung 26 in die Wäschetrommel 18 eingeführt bzw. aus ihr
entnommen werden kann. Die Beschickungsöffnung 24 ist über eine Faltenbalgmanschette
28 zum Innenraum des Gehäuses 12 hin abgedichtet und kann durch eine Tür 30 frontseitig
geschlossen werden.
[0024] Der Laugenbehälter 14 und der Antriebsmotor 20 bilden einen passiven Teil, die Wäschetrommel
18, gegebenenfalls mit der Wäschebeladung 26, einen aktiven Teil eines Schwingsystems.
Abhängig von der Massenverteilung der Wäschebeladung 26 weist der aktive Teil des
Schwingsystems eine Unwucht auf. Diese Unwucht verursacht eine unerwünschte Schwingung
des Schwingsystems, wenn die Wäschetrommel 18 von dem Antriebsmotor 20 in Drehung
versetzt wird. Um die Amplitude der unerwünschten Schwingung zu verringern, ist das
Schwingsystem zusätzlich mit einem Ballastkörper 32 ausgestattet, der in der gezeigten
Ausführungsform an einer Stirnseite 34 des Laugenbehälters angebracht ist und die
Beschickungsöffnung 24 ringförmig umgibt. Durch den Ballastkörper 32 ist damit die
Masse des passiven Teils des Schwingsystems vergrößert.
[0025] Gemäß der Erfindung ist der Ballastkörper 32 teilweise oder vollständig als Akkuballastkörper
ausgebildet. Der Ballastkörper ist über eine elektrische Leitung 36 mit dem Heizelement
23 verbunden, sodaß das Heizelement 23 aus dem Ballastkörper 32 auf kurzem Wege mit
elektrischer Energie versorgt werden kann. Die Tatsache, daß das Heizelement 23 als
Hauptverbraucher ebenso wie der Ballastkörper 32 am Schwingsystem, insbesondere am
selben Bauteil, nämlich an dem Laugenbehälter 14 sitzt, führt zu einer vereinfachten
Kabelführung, da kein Ausgleich für die Schwingwege des Schwingsystems zu berücksichtigen
ist. Selbstverständlich könnte auch der Antriebsmotor 20 aus dem Ballastkörper 32
mit elektrischer Energie versorgt werden, entweder direkt durch eine Anschlußleitung
zu einem Ballastkörper mit Akkumulator oder über eine Motorsteuereinrichtung, die
aus dem Ballastkörper versorgt wird.
[0026] Weitere Ballastkörper, die beispielhaft in Figur 1 mit gestrichelten Linien angedeutet
sind, können an anderen Stellen in der Waschmaschine 10 untergebracht sein. In derzeit
üblichen Waschmaschinen sind an verschiedenen Stellen Ballastkörper mit einer Gesamtmasse
von ca. 20 kg eingesetzt. Beispielsweise könnte insbesondere ein Topballastkörper
32' an der Oberseite des Laugenbehälters 14 vorgesehen sein. Ein Topballastkörper
weist in einer Waschmaschine in der Regel eine Masse von ca. 10 kg auf, um eine Gegengewicht
zu einem Antriebsmotor zu bilden. Außerdem könnten Ballastkörper 32" an einer Rückwand
des Laugenbehälters 14 vorgesehen sein. Weitere Ballastkörper 32'" können beispielsweise
an einer Bodenplatte des Gehäuses 12 vorgesehen sein, die zur Verbesserung der Standfestigkeit
beitragen. Die Ballastkörper 32'" können bevorzugt in der Nähe einer Steuereinrichtung
38 angeordnet sein, sodaß eine Versorgung der Steuereinrichtung 38 über kurze Leitungen
möglich ist. Alle der Ballastkörper können vorteilhaft als Akkuballastkörper ausgebildet
sein, sodaß es möglich ist, eine beträchtliche Speicherkapazität für elektrische Energie
zur Verfügung zu stellen ohne daß wesentlicher Verlust an Bauraum oder zusätzliches
Transportgewicht in Kauf zu nehmen wären.
[0027] In Figur 2 ist in einem schematischen Querschnitt, ein Haushaltsgerät gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Verkörpert ist das Haushaltsgerät
in dieser Ausführungsform in Form einer Geschirrspülmaschine 110 mit einem quaderförmigen
Gehäuse 112, das einen, von einem Spülbehälter 114 gebildeten Spülraum 116 umschließt.
In dem Spülraum ist ein ausziehbarer Geschirrkorb 117 untergebracht. Das Gehäuse 112
ist mit einer Schwenktüre 118 versehen, die geöffnet werden kann, um den Geschirrkorb
117 ausziehen und beladen zu können. Im Spülraum befindet sich des weiteren, hier
beispielhaft dargestellt, eine Sprühvorrichtung 120, die mit einer Antriebsvorrichtung
122 verbunden ist, welche in bekannter Weise die Sprühvorrichtung 120 antreiben und
mit heißem Wasser versorgen kann. Die Antriebsvorrichtung 122 ist in einem Bodenraum
124 untergebracht und kann typischerweise eine Pumpe und eine Heizung, in Weiterbildungen
einen Antriebsmotor und/oder weitere Aggregate aufweisen, die mit elektrischer Energie
versorgt werden müssen. Erfindungsgemäß ist in dem Bodenraum 124 ein Ballastkörper
132 vorgesehen. Der Ballastkörper 132 dient insbesondere dazu, die Standfestigkeit
der Spülmaschine 110 zu erhalten, wenn durch die geöffnete Schwenktüre 118 und den
ausgezogenen Geschirrkorb 117 ein Kippmoment auf das Gehäuse 112 hervorgerufen ist.
Der Ballastkörper 126 ist erfindungsgemäß als Akkumulator ausgebildet, aus dem z.B.
vorteilhaft die Antriebsvorrichtung 122 wenigstens zeitweise mit elektrischer Energie
versorgt werden kann.
[0028] Der Ballastkörper 132 oder weitere, auch zusätzliche Ballastkörper können auch an
anderen Stellen im oder am Gehäuse 112 untergebracht sein, beispielsweise im Bereich
einer Rückwand 128.
[0029] Durch die erfindungsgemäßen Ballastkörper wird sowohl die Standfestigkeit der Spülmaschine
110 gewährleistet, wie auch eine vorteilhafte Möglichkeit geschaffen, die Antriebsvorrichtung
und/oder gegebenenfalls weitere elektrische Einrichtungen, wie Ablaufsteuerung, Bedieneinheit
etc. der Spülmaschine mit elektrischer Energie zu versorgen.
[0030] Auch Haushaltskleingeräte können mit einem oder mehreren Akkuballastkörpern ausgestattet
sein, beispielsweise um Vibrationen, verursacht durch den Antrieb, zu verringern und
so die Handhabung zu erleichtern oder das Betriebsgeräusch zu mindern. Akkuballastkörper
können aber auch so angeordnet sein, daß sie die Standfestigkeit des Haushaltsgeräts
erhöhen. Die Erfindung bietet den Vorteil daß das Gerät autark und damit kabellos
betrieben werden kann, ohne daß die Handhabung wegen zu hoher Masse unkomfortabel
ist. Des weiteren treffen auch alle Vorteile der verschiedenen obengenannten erfindungsgemäßen
Ausgestaltungen auf Haushaltskleingeräte zu.
1. Haushaltgerät (10; 110) mit wenigstens einem Ballastkörper (32, 32', 32", 32"'; 132),
bei dem zumindest ein Ballastkörper wenigstens teilweise als Akkuballastkörper ausgebildet
ist.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, bei dem wenigstens ein Akkuballastkörper in der Nähe
eines starken Verbrauchers (23; 122) vorgesehen ist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Haushaltsgerät ein Schwingsystem
(14, 18, 20, 32, 32', 32") aufweist, an dem wenigstens ein Akkuballastkörper vorgesehen
ist.
4. Haushaltsgerät nach Anspruch 3, wobei das Schwingsystem mit einem Topballastkörper
(32') versehen ist, der wenigstens teilweise als Akkuballastkörper ausgebildet ist.
5. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haushaltsgerät eine
Bodengruppe (124) aufweist, die mit einem Akkuballastkörper (132) versehen ist.
6. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Heizeinrichtung
(23) vorgesehen ist.
7. Verfahren zum Betrieb eines Haushaltsgeräts nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem das Haushaltsgerät in einem Smart-Grid betrieben wird.
8. Verfahren zum Betrieb eines Haushaltsgeräts nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem aus dem Akkuballastkörper Energie entnommen wird, um einen Energiebedarf des
Haushaltsgeräts zu decken.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, bei dem aus dem Akkuballastkörper Energie entnommen
wird, um einen kurzzeitigen Energiebedarf des Haushaltsgeräts zu decken.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem aus dem Akkuballastkörper Energie
entnommen wird, um einen zusätzlichen Energiebedarf des Haushaltsgeräts zu decken.