[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fensterflügelprofil mit Federelement für die
Montage von Klotzbrücken oder dergleichen.
[0002] Unterschiedliche Fensterflügelprofile sind einschlägig bekannt. Solche Profile weisen
insbesondere in ihrem Falzbereich Funktionsträger auf, die durch eine spezielle Geometrie
ausgeformt werden, um zusätzliche Komponenten am Fensterflügelprofil zu befestigen.
Die zusätzlichen Komponenten können dabei z.B. zusätzliche Falzleisten, Verstärkungselemente,
Teilprofile aus einem anderen Werkstoff als das Grundprofil, Glashalteleisten oder
Tragleisten umfassen.
[0003] So wird in
DE 10 2006 042 423 A1 ein Fensterrahmenprofil aus Kunststoff vorgestellt, bei dem sich der Falzbereich
für den Einbau von verschiedenen, dass Grundprofil funktional ergänzende Profilkomponenten
eignet. Dazu weist das Rahmenprofil eine Falzgeometrie auf, die verschiedenen Verbindungsprofilelemente,
wie Vorsprünge, Kammern, Hinterschneidungen etc. auf, die dazu dienen, die zusätzlichen
Profilkomponenten formschlüssig am Grundprofil festzulegen.
[0004] Nachteilig an dieser Ausführung ist, dass die Profilkomponenten, die formschlüssig
befestigt werden, vor dem Konfektionieren von Profilabschnitten zu kompletten Rahmen
in das Grundprofil eingeschoben werden müssen.
[0005] In der
DE 10 2004 027 281 B4 wird ein Fensterelement beschreiben, dass eine Glasleiste aus Holz aufweist, die
die Verglasung auf dem Falzbereich des Grundrahmenprofils positioniert. Dabei weist
die Glasleiste Rastmittel auf, die mit Rastaufnahmemittel, die in einer Rahmenleiste
eingelassen sind, korrespondieren. Die Rahmenleiste wird so durch die Glasleiste gehalten.
Über eine Befestigung der hier als Lagerelemente bezeichneten Klotzbrücken, bzw. Tragklötzen
ist hingegen nichts offenbart.
[0006] In der
DE 2 261 090 A wird ein Bausatz aus aufeinander angepassten Profilen zur Herstellung von Blend-
und Flügelrahmen für Fenster, Türen oder dergleichen offenbart. Ein Führungsprofil
für einen Rollladen ist dabei an ein Rahmengrundprofil über eine druckknopfartige
Schnappverbindung verbindbar. Darüber hinaus ist eine Abdeckleiste vorgesehen, die
über eine Hinterschneidung des Grundprofils festgelegt werden kann. Über eine Befestigung
der hier als Lagerelemente bezeichneten Klotzbrücken, bzw. Tragklötzen ist hingegen
nichts offenbart.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Fensterflügelprofil zu schaffen,
dass die Möglichkeit bietet, Klotzbrücken, die zur Aufnahme und Positionierung von
Trageklötzen dienen, auf einfache Weise am Fensterflügelelement lösbar zu befestigen,
so dass die Trageklötze stets konform zu einschlägigen Verklotzungsrichtlinien für
Verglasungen vor dem Verglasen in den Falzbereich des Fensterflügelprofils eingelegt
werden können.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Klotzbrücken durch wenigstens
ein Federelement auf dem Fensterflügelprofil vorzugsweise kraft- und formschlüssig
in der vorgesehenen Position festgelegt werden.
[0009] Dabei ist der Begriff "Federelement" nicht einschränkend, im Sinne der physikalischen
Federbauformen, sondern allgemein zu verstehen und umfasst insbesondere auch Werkstofffedern.
[0010] Durch eine optimale Position für die Trageklötze wird in besonders vorteilhafter
Weise dafür gesorgt, dass die Verklotzung der Verglasung stets so angeordnet wird,
dass das Gewicht der Verglasung im Fensterflügel so verteilt wird, dass der Fensterflügel
die Glasscheibe sicher trägt und der Fensterflügel in seiner Gangbarkeit nicht beeinträchtigt
wird, der Fensterflügel in seiner bestimmungsgemäßen Position im Fensterelement bleibt
und nicht im Blendrahmen klemmt.
[0011] Darüber hinaus ist so besonders vorteilhaft und sicher gewährleistet, dass die Verglasung
an keiner Stelle direkten Kontakt zum Fensterrahmenprofil hat. Außerdem kann die Montage
der Verglasung zeitsparender und ggf. auch automatisierbar erfolgen.
[0012] Dazu weist der Falzbereich eines erfindungsgemäßen Fensterflügelprofils verschiedene
Höhenniveaus auf, die zur Aufnahme einer festzulegenden Klotzbrücke bzw. zur Aufnahme
von Federelementen zur kraft- und formschlüssigen Festlegung der Klotzbrücke dienen.
[0013] Das erfindungsgemäße Fensterflügelprofil weist darüber hinaus eine Hinterschneidung
auf, die zur konturkongruenten Aufnahme von Federelementen zur kraft- und formschlüssigen
Festlegung von Klotzbrücken dient.
[0014] Ein wesentlicher Funktionsträger des erfindungsgemäßen Fensterflügelprofils ist die
Haltedichtung, die ebenfalls eine Federfunktion aufweist und an der eine Klotzbrücke
festgelegt werden kann. Zur Unterstützung der Federfunktion kann die Haltedichtung
zusätzlich mit einem Hohlraum versehen sein. Die Dichtlippe der erfindungsgemäßen
Haltedichtung weist oberhalb des erfindungsgemäßen Federelementes eine Sollverformungsstelle
auf, durch die die Haltedichtung bei Bedarf einfach gekürzt werden kann.
[0015] Die Haltedichtung ist dabei aus einem im Vergleich zum Fensterflügelprofil weichen
und elastischen Kunststoffwerkstoff -vorzugsweise Weich-PVC- hergestellt und ist stoffschlüssig
-vorzugsweise durch Ko-Extrusion- mit dem erfindungsgemäßen Fensterflügelprofil verbunden.
Sofern das Fensterflügelprofil aus einem metallischen Werkstoff hergestellt ist, wird
die Haltedichtung in einer entsprechenden Haltenut im Fensterflügelprofil befestigt.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausführungen des Nutverschlussprofils sind den Nebenansprüchen
zu entnehmen.
[0017] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Fensterprofils mit Federelement sind in
den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1:
- die Vordereinsicht eines Fensterflügels mit Verglasung und Klotzungsbrücken sowie
Öffnungssymbolen, in diesem Fall für einen kombinierten Dreh- und Kippflügel.
- Figur 2a:
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Profils für die Montage von Klotzungsbrücken
- Figur 2b:
- eine Ausschnittsvergrößerung der Schnittdarstellung in Figur 2a, die insbesondere
die Montageebene der Klotzbrücke detaillierter zeigt
- Figur 2c:
- eine Ausschnittsvergrößerung der Dichtlippe des Profils aus Figur 2b mit einer eingearbeiteten
Verschwächung, die die Funktion einer Sollverformungsstelle übernimmt und einer Dichtlippenfußgeometrie,
die eine Federfunktion übernimmt
- Figur 3a:
- eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Profils für die Montage von Klotzbrücken
- Figur 3b:
- eine Ausschnittsvergrößerung der Schnittdarstellung in Figur 3a, die insbesondere
die Montageebene der Klotzbrücke detaillierter zeigt
- Figur 3c:
- eine Ausschnittsvergrößerung der Dichtlippe des Profils aus Figur 3b mit einer eingearbeiteten
Verschwächung, die die Funktion einer Sollverformungsstelle übernimmt und einer Dichtlippenfußgeometrie,
die eine Federfunktion übernimmt
- Figur 4a:
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßem Fensterflügelprofils nach Figur 2a,
2b, 2c oder 3a, 3b, 3c und einer weiteren Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Klotzbrücke mit montiertem Tragklotz und eingestellter Verglasung mit dreischeibigem
Aufbau
- Figur 4b:
- eine Schnittdarstellung nach Fig. 4a mit montierter Klotzbrücke, jedoch ohne Tragklotz
und Verglasung
- Figur 4c:
- eine räumliche Darstellung nach Fig. 4b mit montierter Klotzbrücke, jedoch ohne Tragklotz
und Verglasung
- Figur 4d:
- eine Schnittdarstellung nach Fig. 4a mit montierter Klotzbrücke und montiertem Tragklotz,
jedoch ohne Verglasung
- Figur 4e:
- eine räumliche Darstellung nach Fig. 4d mit montierter Klotzbrücke und montiertem
Tragklotz, jedoch ohne Verglasung
- Figur 4f:
- Eine Ausschnittsvergrößerung nach Fig. 4a, 4b und 4d die das Detail der Federelemente
an der Klotzbrücke sowie die konturkongruente Anformung der Federelemente an die Kontur
der Hinterschneidung des Fensterflügelprofils zeigt.
- Figur 5a bis 5d:
- jeweils Schnittdarstellungen von Ausführungsvarianten eines erfindungsgemäßen Federelements
- Figur 5e bis 5h:
- jeweils Schnittdarstellungen von Ausführungsvarianten einer erfindungsgemäßen Haltedichtung
mit integriertem Federelement
[0019] Figur 1 zeigt einen kombinierten Dreh- und Kippfensterflügel 1 mit Verglasung 2 und
montierter Verklotzung 3 der Verglasung 2. Die Verklotzung 3 ist hier gemäß einschlägiger
Verglasungsvorschriften jeweils an den Randbereichen der Seitenkanten der Verglasung
2, jedoch mit entsprechendem Abstand von den Eckbereichen der Verglasung 2 vorgenommen
worden, um das Gewicht der Verglasung 2 so zu verteilen, dass der Fensterflügel 1
optimal trägt, der Fensterflügel 1 in seiner Gangbarkeit nicht beeinträchtigt wird,
so dass der Fensterflügel 1 stets in der richtigen Position im Fensterelement bleibt
und die Kanten der Verglasung 2 an keiner Stelle direkten Kontakt zum Fensterflügel
1 haben.
[0020] Die Figuren 2a, 2b und 2c zeigen Darstellungen einer Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Fensterflügelprofils 4 für die Montage von Klotzungsbrücken.
[0021] Das Fensterflügelprofil 4 ist als einstückiges, in sich vollständig geschlossenes,
hohles Profil ausgebildet und weist einen Grundquerschnitt auf, der durch ein auf
der Seite liegendes "Z" beschreibbar ist. Das Fensterflügelprofil 4 ist vorzugsweise
aus einem harten Kunststoff, wie z.B. PVC durch Extrusion hergestellt. Es können jedoch
auch andere, metallische Werkstoffe, wie z. B. Aluminium für die Herstellung eines
erfindungsgemäßen Fensterflügelprofils 4 verwendet werden. Das Fensterflügelprofil
4 ist sinnvollerweise zur Einsparung von Werkstoff nicht massiv ausgeführt, sondern
ist in seinem Hohlraum 5 durch eine Reihe von Versteifungstreben 6 durchzogen.
[0022] Weiterhin weist das Fensterflügelprofil 4 mehrere T-förmige Nuten auf. Die Nut 7
im Bereich der oberen Innenseite des Fensterflügelprofils 4 nimmt eine äußere Falzdichtung
8 auf, mit der der äußere Spalt zwischen Verglasung 2 (nicht dargestellt) und Fensterflügelprofil
4 abgedichtet wird. Die Nut 9 an der unteren Innenseite des Fensterflügelprofils 4
dichtet den Spalt zwischen Fensterflügelprofil und Blendrahmenprofil (nicht dargestellt)
ab.
[0023] Eine weitere, schwalbenschwanzförmige Funktionsnut 10 befindet sich im Falzbereich
11 des Fensterflügelprofils 4 und dient zur formschlüssigen Festlegung einer Klotzbrücke
20 (nicht dargestellt).
[0024] Der Falzbereich 11 des Fensterflügelprofils 4 ist als abgestufte Ebene mit drei unterschiedlichen
Höhenniveaus I, II, III ausgeführt, wobei der Bereich, der für die Lagerung der Verglasung
2 (nur in Fig. 1, nicht in Fig. 2 dargestellt) dient, zwei unterschiedliche Höhenniveaus
I und II aufweist.
[0025] Durch die unterschiedlichen Höhenniveaus im Falzbereich 11 des Fensterflügelprofils
wird die Möglichkeit geschaffen, eine Klotzbrücke 20 (hier nicht dargestellt, siehe
aber Fig. 4) so bauraumsparend montieren zu können, dass sie - wenn auf dem einen
der Höhenniveaus II montiert wird (das weiter von der Verglasung entfernt liegt) dennoch
im Zusammenspiel mit dem Fensterflügelprofil eine durchgehende Ebene mit Höhenniveau
I bildet, so dass ein durchgehende, plane und stabile Auflagefläche für die Verwendung
von Trageklötzen 21 (nicht dargestellt) zur Verklotzung der Verglasung 2 (nicht dargestellt)
geschaffen wird, die die Anforderungen der einschlägigen Verglasungsvorschriften in
besonders vorteilhafter Weise erfüllt. Die Dicke des Klotzbrücke ist deshalb vorzugsweise
gleich der Dicke des Überstandes des Niveaus III über dem Niveau II.
[0026] Darüber hinaus kann die Glasfalzhöhe -also der Abstand zwischen Fensterflügelprofil
und Verglasung- besonders klein gewählt werden (2 - 8 mm, bevorzugt 3 - 5 mm) wodurch
sich die Wärmedämmeigenschaften des Fensters insgesamt verbessern.
[0027] Der Bereich des Höhenniveaus III weist einen Befestigungssteg 12 auf, der bündig
mit dem Höhenniveau II verläuft und in den Raum oberhalb des Höhenniveaus III hineinragt.
Das Höhenniveau III ist über einen Übergangsradius 13 in Form einer Hinterschneidung
14 in Richtung der Außenseite 15 des Fensterflügelprofils 4 in die vertikal nach oben
führende Erstreckungsrichtung des Fensterflügelprofils 4 weitergeführt. So das sich
insgesamt ein Konturzug ergibt, der an einen Freistich erinnert, wie er aus der Zerspanungstechnik
einschlägig bekannt ist.
[0028] Im Übergangsbereich zwischen Höhenniveau I und II ist eine Haltedichtung 16 an dem
Fensterflügelprofil 4 angeordnet, die vorzugsweise mit dem Fensterflügelprofil 4 stoffschlüssig
verbunden ist. Damit die Haltedichtung 16 ihre Funktion erfüllen kann, wird für die
Haltedichtung 16 vorzugsweise ein Kunststoffwerkstoff mit gummi-elastischen Eigenschaften
gewählt. Es können aber für eine erfindungsgemäße Haltedichtung 16 auch andere geeignete
Werkstoffe gewählt werden, wesentlich sind dabei die elastischen Eigenschaften. Die
stoffschlüssige Verbindung zwischen Haltedichtung 16 und Fensterflügelprofil 4 -sofern
das Fensterflügelprofil aus Kunststoff hergestellt wird- kann dabei in besonders vorteilhafter
Weise durch Ko-Extrusion erfolgen. Es sind aber auch andere Fügetechnologien zur Herstellung
einer stoffschlüssigen Verbindung beider Elemente im Sinne der vorliegenden Erfindung
denkbar. Sofern das Fensterflügelprofil 4 aus einem metallischen Werkstoff hergestellt
ist, wird die Haltedichtung 16 in einer entsprechenden Haltenut (nicht dargestellt)
im Fensterflügelprofil 4 befestigt.
[0029] Im Fußbereich der Haltedichtung 16 ist die Haltedichtung 16 so gestaltet, dass sich
eine filmscharnierartige Sollverformungsstelle 17 ergibt. Darüber hinaus weist dieser
Bereich durch die Verringerung des Querschnitts eine verringerte Steifigkeit im Vergleich
zu einem massiv gestalteten Fußbereich auf, so dass sich für den Fußbereich der Haltedichtung
16 im Zusammenspiel mit einem gummi-elastischen Werkstoff eine zusätzliche Federfunktion
des Fußbereichs ergibt. Der Fußbereich der Haltedichtung 16 ist also mit einem integrierten
Federelement 18 ausgestattet.
[0030] Der Übergangsbereich zwischen den Höhenniveaus I und II ist im Wesentlichen in Bezug
auf die Ebene der Höhenniveaus I und II als ein senkrecht-vertikale verlaufender Absatz
gestaltet. Der Absatz wirkt somit für das Federelement 18 als festes Widerlager W,
über das die im Wesentlichen horizontal zum Absatz wirkenden Federkräfte kompensiert
bzw. abgestützt werden.
[0031] Die Figuren 3a, b und 3c zeigen Darstellungen einer weiteren Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen Fensterflügelprofils 4 für die Montage von Klotzungsbrücken.
[0032] Der wesentliche Unterschied zur Ausführungsvariante nach Figur 2a, 2b und 2c liegt
bei der Ausführungsvariante nach Fig. 3a, 3b und 3c in der konstruktiven Gestaltung
des Fußbereichs der Haltedichtung 16. Der Fußbereich der Haltedichtung 16 ist bei
dieser Ausführungsvariante erfindungsgemäß so gestaltet, dass die Funktion der Sollverformungsstelle
17 und der Federelements 18 durch zwei separate Funktionsträger realisiert ist.
[0033] Durch die Funktionsseparation kann das Federelement 18 konstruktiv mit einem Hohlraum
19 versehen werden, so dass sich das Verformungsvermögen des Federelements 18 durch
eine solche geometrische Gestaltung in besonders vorteilhafter Weise verbessert.
[0034] Die bevorzugte Wirkrichtung des Federelementes 18 ist horizontal, bzw. parallel zu
den Höhenniveaus I und II, besonders bevorzugt unterhalb des Höhenniveaus I.
[0035] In den Figuren 4a bis 4f ist eine Ausführungsvariante einer Klotzbrücke 20 in Verbindung
mit einer Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Fensterflügelprofils 4 sowie
Trageklötzen 21 und der eingestellten Verglasung 2 dargestellt.
Die Klotzbrücke 20 weist dabei eine solche Dicke auf, dass sie betragsmäßig den Unterschied
zwischen Höhenniveau I und Höhenniveau II ausgleicht, so dass sich eine gemeinsame
Ebene zwischen Höhenniveau I und der Oberseite der montierten Klotzbrücke 20 ergibt,
auf die Trageklötzen 21 aufgelegt werden können.
[0036] Die Breite ist bei dieser erfindungsgemäßen Ausführungsvariante so bemessen, dass
durch die Klotzbrücke 20 die gesamte Fläche des Höheniveaus II des Falzbereichs 11
auf dem Fensterflügelprofil 4 abdeckt wird, so dass die Klotzbrücke zusätzlich zu
den beiden Federelementen 23, 24 an der Klotzbrücke auch durch dass Federelement 18
der Haltedichtung 16 festgelegt wird. Es ergibt sich so eine Einspannung in beiden
translatorisch horizontalen Richtungen, so dass eine besonders vorteilhafte und sichere
Festlegung der Klotzbrücke 20 auf dem Fensterflügelprofil erfolgt.
[0037] An der Haltedichtung 16 wird dabei im Bereich der zu montierenden Klotzbrücke 20
die Dichtlippe bevorzugt an der Sollverformungsstelle 17 abgetrennt, so dass nur das
Federelement 18 verbleibt. Dies kann manuell mit einfachen Handschneidwerkzeugen oder
aber alternativ automatisiert erfolgen. Alternativ kann auch eine Variante der Haltedichtung
16 verwendet werden, die lediglich aus dem Federelement 18, ggf. mit integriertem
Befestigungssteg 12 besteht, so dass die eigentliche Dichtungsfunktion in diesem Fall
entfällt.
[0038] Zur sicheren Festlegung der Klotzbrücke 20 an das Fensterflügelprofil 4 sind an der
zur Außenseite 15 des Fensterflügelprofils 4 zeigenden Seite der Klotzbrücke 20 im
Querschnitt hakenförmige Federelemente 22 angebracht. Die unteren Federelemente 23
der Klotzbrücke 20 umgreifen im montierten Zustand den Befestigungssteg 12, so dass
die Klotzbrücke in beiden vertikalen Richtungen zur Verglasung hin (bezogen auf die
Darstellung der Fig.) translatorisch festgelegt ist. Die (vorzugsweise in der Fig.
Horizontalen) seitlichen Federelemente 24 schmiegen sich im montierten Zustand der
Klotzbrücke 20 unter Spannung konturkongruent in die Hinterschneidung 14, so dass
die Klotzbrücke 20 im Zusammenspiel mit den unteren Federelementen 23 auch in beiden
horizontalen Richtungen translatorisch sowie rotatorisch um einen gedachten Drehpunkt
an der Spitze des Befestigungsstegs 12 festgelegt ist und somit sicher auf dem Fensterflügelprofil
4 positioniert ist. Die Darstellung der Fig. Ist eine bevorzugte Ausrichtung. Am fertigen
Fenster sind Angaben wie vertikal und horizontal jeweils auf die Lage der Darstellung
der Fig. Zu beziehen.
[0039] Der Befestigungssteg 12 nimmt dabei bevorzugt in auf die horizontale Ebene der Höhenniveaus
I II, III) bezogen senkrecht-vertikaler Richtung wirkende Kräfte auf, bzw. ermöglicht
eine besonders sichere Festlegung einer Klotzbrücke 20.
[0040] Zur Positionierung von Trageklötzen 21 befinden sich auf der Seite der seitlichen
Federelemente 24 vertikal nach oben erstreckende Anschlagnasen 25, an denen die Trageklötze
21 angelegt werden können.
[0041] Die Fig. 5a bis 5d zeigen erfindungsgemäße Ausführungsvarianten der Haltedichtung
16.
[0042] Die Fig. 5a und 5b zeigen erfindungsgemäße Ausführungsvarianten der Haltedichtung
16, die in Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen Klotzbrücke 20 nach Fig. 5a bis
5d eingesetzt werden. Bei diesen Ausführungsvarianten ist die Haltedichtung 16 auf
das Federelement 18 reduziert, wobei beide Ausführungsvarianten einen in das Federelement
18 integrierten Befestigungssteg 12a aufweisen. Die Ausführungsvariante nach Fig.
5b weist zudem einen Hohlraum 19 auf, der die Verformbarkeit des Federelements 18
insbesondere in Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Klotzbrücke 20 nach Fig. 4a
bis 4f verbessert. Beide Ausführungsvarianten sind für Fensterflügelprofile vorgesehen,
die abweichend von Fig. 2a bis 2b, 3a bis 3b, 4b und 4d nur zwei Höhenniveaus -in
diesem Falle die Höhenniveaus I und III- aufweisen, so dass eine Klotzbrücke 20 direkt
auf dem Höhenniveau I zu liegen kommt.
[0043] Die Fig. 5c und 5d zeigen erfindungsgemäße Ausführungsvarianten der Haltedichtung
16, die in Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen Klotzbrücke 20 nach Fig. 4a bis
4f eingesetzt werden. Bei diesen Ausführungsvarianten ist die Haltedichtung 16 auf
das Federelement 18 reduziert, wobei beide Ausführungsvarianten einen in das Federelement
18 integrierten Befestigungssteg 12a aufweisen. Die Ausführungsvariante nach Fig.
5d weist zudem einen Hohlraum 19 auf, der die Verformbarkeit des Federelements 18
insbesondere in Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Klotzbrücke 20 nach Fig. 4a
bis 4f verbessert.
[0044] Durch das Fehlen der Dichtlippe muss diese nicht abschnittsweise abgetrennt werden,
so dass sich eine besonders einfache, zeitsparende und deshalb vorteilhafte Montage
der Klotzbrücke 20 ergibt.
[0045] Die Fig. 5e und 5f zeigen erfindungsgemäße Ausführungsvarianten der Haltedichtung
16, die in Zusammenhang mit einer Klotzbrücke 20 nach Fig. 4a bis 4f eingesetzt werden.
Zur Verwendung der Haltedichtung 16 gemäß Fig. 4a bis 4f wird die Dichtlippe der Haltedichtung
16 im Bereich der Klotzbrücke 20 entfernt, so dass lediglich der Bereich des Federelements
18 am Fensterflügelprofil 4 verbleibt.
[0046] Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsvariante nach Fig. 5e sind die Funktionen des
Federelements 18 und der Sollverformungsstelle 17 durch eine entsprechende Schwächung
des Fußes der Haltedichtung16, die fertigungstechnisch besonders einfach zu realisieren
ist, zusammenfassend realisiert, während bei der erfindungsgemäßen Ausführungsvariante
nach Fig. 5f das Federelement 18 und die Sollverformungsstelle 17 durch eine filmscharnierartige
Ausführung der Sollverformungsstelle 17 in zwei separate Funktionsträger aufgeteilt
sind.
[0047] Die Fig. 5g und 5h zeigen weitere erfindungsgemäße Ausführungsvarianten der Haltedichtung
16, die in Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen Klotzbrücke 20 nach Fig. 4a bis
4f eingesetzt werden.
[0048] Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsvariante nach Fig. 5g sind neben den Funktionen
des Federelementes 18 und der Sollverformungsstelle 17 auch die Funktion des Befestigungsstegs
12a in die Haltedichtung integriert. Die erfindungsgemäße Ausführungsvariante nach
Fig. 5h weist dazu zusätzlich noch einen Hohlraum 19 im Federelement 18 auf.
[0049] Die Federelemente 18 nach Fig. 5a bis 5h sind bevorzugt so ausgelegt, dass sie in
horizontaler, bzw. in einer parallel zu den Höhenniveaus I, II, III liegenden Wirkrichtung
den größten Federweg aufweisen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1.
- Fensterflügel
- 2.
- Verglasung
- 3.
- Verklotzung
- 4.
- Fensterflügelprofil
- 5.
- Hohlraum
- 6.
- Versteifungsstreben
- 7.
- T-Nut an der oberen Innenseite
- 8.
- Äußere Falzdichtung
- 9.
- T-Nut an der unteren Innenseite
- 10.
- Funktionsnut
- 11.
- Falzbereich
- 12.
- Befestigungssteg am Fensterflügelprofil
- 12a
- Befestigungssteg an der Haltedichtung
- 13.
- Radius
- 14.
- Hinterschneidung
- 15.
- Außenseite des Profils
- 16.
- Haltedichtung
- 17.
- Sollverformungsstelle
- 18.
- Federelement
- 19.
- Hohlraum
- 20.
- Klotzbrücke
- 21.
- Trageklotz
- 22.
- Federelemente
- 23.
- unteres Federelement
- 24.
- seitliches Federelement
- 25.
- Anschlagnase
1. Fensterflügelprofil (4) zur Aufnahme von einer oder mehreren Klotzbrücken (20), Trageklötzen
(21) und Verglasung (2), dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine oder mehreren Klotzbrücken (20) durch wenigstens eines oder mehrere
Federelemente (18) auf dem Fensterflügelprofil (4) vorzugsweise kraft- und formschlüssig
in der vorgesehenen Position festgelegt ist/sind.
2. Fensterflügelprofil (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das der Falzbereich (11) des Fensterflügelprofils verschiedene Höhenniveaus (I, II,
III) aufweist.
3. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzbereich (11) des Fensterflügelprofils (4) mindestens zwei unterschiedliche
Höhenniveaus (I, II, III) aufweist.
4. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Höhenniveau (I, II, III) so ausgebildet ist, dass es in Verbindung
mit einer in dieses Höhenniveau (I, II, III) einbaubare Klotzbrücke (20) mit dem von
der Außenseite des Profils 15 am weitesten weg befindlichen Höhenniveaus (I, II, III)
des Falzbereichs (11) eine durchgehende Ebene bildet.
5. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich des Höhenniveaus, dass zur Aufnahme einer Klotzbrücke (20) vorgesehen
ist, ein Befestigungssteg (12) befindet, der auf der von der Außenseite des Profils
(15) weg zeigenden Seite des Höhenniveaus (I, II, III), das für die Aufnahme einer
Klotzbrücke vorgesehen ist, angeordnet ist.
6. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das am nächsten zur Außenseite des Profils (15) liegende Höhenniveau (I, II, III)
in Bezug auf die Ebene des oder der anderen Höhenniveaus (I, II, III) tiefer liegt.
7. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich des Höhenniveaus (I, II, III), das am nächsten zur Außenseite des
Profils (15) liegt, senkrecht zur Ebene dieses Höhenniveaus (I, II, III) eine Hinterschneidung
(14) befindet.
8. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fensterflügelprofil (4) aus einem harten und festen Kunststoff, insbesondere
Hart-PVC, oder aus einem metallischen Werkstoff, insbesondere aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung, hergestellt ist.
9. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fensterflügelprofil eine Haltedichtung (16) aufweist, die sich auf dem Höhenniveau
(I, II, III), das für die Aufnahme einer Klotzbrücke (20) vorgesehen ist, befindet.
10. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fensterflügelprofil eine Haltedichtung (16) aufweist, die sich auf dem Höhenniveau
(I, II, III), das für die Aufnahme einer Klotzbrücke (20) vorgesehen ist befindet
und an den in Bezug auf die vertikale Richtung dazu höher gelegenen Höhenniveau (I,
II, III) angrenzt, wobei vorzugsweise die Haltedichtung (16) im Vergleich zum Werkstoff
des Fensterflügelprofils (4) aus einem weichen und elastischen Kunststoff, insbesondere
aus Weich-PVC hergestellt ist.
11. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fensterflügelprofil (4) stoffschlüssig mit der Haltedichtung (16) verbunden ist,
wobei vorzugsweise die stoffschlüssige Verbindung zwischen Fensterflügelprofil (4)
und Haltedichtung (16) durch Ko-Extrusion hergestellt ist.
12. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltedichtung (16) ein Federelement (18) aufweist.
13. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltedichtung (16) eine Sollverformungsstelle (17) aufweist.
14. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltedichtung (16) im Bereich des Federelementes (18) einen Hohlraum (20) aufweist.
15. Fensterflügelprofil (4) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltedichtung (16) einen Befestigungssteg (12a) aufweist.