TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochstromschaltanordnung nach dem
einleitenden Teil von Patentanspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Eine Hochstromschaltanordnung ist in einem der Energieversorgung dienenden Hochspannungsnetz
in eine Stromverbindung eingebaut, die einen Generator mit einem Transformator verbindet.
Diese Schaltanordnung kann grosse Dauerströme führen und hohe Kurzschlussströme unterbrechen.
Daher weist sie einen als Generatorschalter bezeichneten Stromkreisunterbrecher mit
einer Leistungsschaltstelle auf, in der bei einem Schaltvorgang ein Schaltstück grosser
Masse stark beschleunigt wird. Die dazu erforderliche Energie wird mit einem starken,
viel Platz beanspruchenden Antrieb erzeugt.
[0003] Eine Hochstromschaltanordnung der vorgenannten Art ist in der Firmenschrift Generator
Circuit-Breaker Systems HECS, HEC7/8 der Fa. ABB Schweiz AG, Zürich/Schweiz beschrieben.
Bei dieser Hochstromschaltanordnung sind auf einem Polrahmen drei einphasig gekapselte
Schalterpole eines Generatorschalters angeordnet. Jeder dieser Schalterpole enthält
eine als kastenförmiges Gehäuse ausgebildete Kapselung, die zumindest eine Leistungsschaltstelle
aufnimmt, aber auch zusätzliche Schalter, wie Trenner, Erder und Anfahrschalter, und
zusätzliche Komponenten, wie Messwandler oder Überspannungsableiter, aufnehmen kann.
Das Gehäuse weist zwei auf einander gegenüberliegenden Seitenwänden angebrachte Öffnungen
auf, durch die nach Einbau in eine berührungsgeschützte dreiphasige Generatorableitung
jeweils einer der drei Phasenleiter der Generatorableitung geführt ist. Quer zur Führungsrichtung
der Phasenleiter ist neben dem Polrahmen ein Antrieb angeordnet, der über ein Getriebe
auf die drei Leistungsschaltstellen wirkt.
[0004] EP 1 284 491 B1 beschreibt einen dreiphasigen Generatorschalter, dessen drei Leistungsschaltstellen
unmittelbar, d. h. ohne Berührungsschutz, auf einem einzigen Polrahmen angeordnet
sind. Unterhalb der Leistungsschaltstellen ist am Polrahmen ein Antrieb befestigt,
der über ein Getriebe auf alle drei Schaltstellen wirkt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Hochstromschaltanordnung zum Einbau in eine Generatorableitung zu schaffen, die
sich durch einen geringen Platzbedarf auszeichnet und die zugleich in einfacher Weise
gefertigt und in die Ableitung eingebaut werden kann.
[0006] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Hochstromschaltanordnung bereitgestellt
zum Einbau in eine zwischen einem Generator und einem Transformator angeordnete ausgeführte
Generatorableitung. Diese Hochstromschaltanordnung enthält einen auf einer Standfläche
positionierbaren, Polrahmen, einen am Polrahmen befestigten Schalterpol eines Generatorschalters
und einen am Polrahmen befestigten Antrieb. Der Schalterpol weist ein der Führung
und Unterbrechung hoher Ströme dienendes und eine Leistungsschaltstelle enthaltendes
Aktivteil auf mit zwei in axialer Richtung mit Abstand voneinander gehaltenen Stromanschlüssen
zur elektrisch leitenden Integration des Aktivteils beim Einbau der Hochstromschaltanordnung
in den Leiterzug eines hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung.
Der Antrieb ist an einer ersten zweier quer zur Achse ausgerichteter Stirnseiten des
Polrahmens angeordnet. Ein Kraft vom Antrieb auf die Leistungsschaltstelle übertragendes
Getriebe ist durch die erste Stirnseite des Polrahmens hindurch an das Aktivteil geführt.
[0007] Da bei der Hochstromschaltanordnung nach der Erfindung nun kein Platz seitlich der
Generatorableitung resp. der Hochstromschaltanordnung benötigt wird, können bei einer
mehrphasigen Hochstromschaltanordnung die einzelnen Schalterpole raumsparend nebeneinander
aufgestellt werden. Zudem können nun die Schalterpole in wirtschaftlich vorteilhafter
Weise baugleich ausgebildet sein.
[0008] Bei einer Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung ist der Antrieb unterhalb
des Stromanschlusses angebracht. Er befindet sich daher nach Einbau der Hochstromschaltanordnung
in die Generatorableitung unter dem Stromleiter der Generatorableitung. Er benötigt
daher keinen zusätzlichen Platz auf der Standfläche und ist damit einfach zugänglich,
beispielsweise im Fall einer Wartung.
[0009] Enthält die Hochstromschaltanordnung ein das Aktivteil aufnehmendes, kastenförmigen
Gehäuse mit zwei Gehäuseöffnungen, die in Seiten des Gehäuses eingeformt sind, welche
einander gegenüberliegen, und durch welche der hochspannungsführender Stromleiter
der Generatorableitung führbar ist, dann befindet sich der Antrieb unterhalb einer
ersten der beiden Gehäuseöffnungen und ist das Getriebe an das im Inneren des Gehäuses
angeordnete Aktivteil geführt. Wegen der dann berührungsgeschützten Ausführung von
Hochstromschaltanordnung und Generatorableitung kann dann der Antrieb während des
Betriebs der Generatorableitung überprüft werden.
[0010] Um die Montage und Wartung der Hochstromschaltanordnung zu erleichtern, kann zumindest
ein Teil des Bodens des Gehäuses lösbar mit dem Polrahmen verbunden sein und kann
dieser Teil eine Montageöffnung verschliessen, die nach Aufstellen der Hochstromschaltanordnung
und Öffnen der Montageöffnung von der Standfläche aus den Zugang ins Innere des Gehäuses
ermöglicht. Hierbei können in den Polrahmen eingeformte Standbeine den Zugang zur
Montageöffnung erleichtern, da sie den Abstand zwischen Standfläche und Montageöffnung
vergrössern. Der vergrösserten Abstand verbessert zugleich die Zufuhr von Frischluft,
die zur Kühlung des bei Betrieb der Hochstromschaltanordnung erwärmten Aktivteils
verwendet werden kann. Die Kühlwirkung der zwischen Standfläche und Gehäuseboden zugeführten
Frischluft ist besonders gross, wenn der Gehäuseboden rasterförmig gelocht ist. Die
Frischluft kann daher von unten ins Gehäuse eintreten und im Inneren des Gehäuses
Wärme aufnehmen. Die erwärmte Luft kann über Öffnungen, die in der Decke des Gehäuses
angeordnet sind, infolge thermischer Konvektion aus dem Gehäuse entfernt werden.
[0011] Eine gegen Beschädigungen geschützte und dennoch leicht zugängliche Kraftübertragung
vom Antrieb auf die Leistungsschaltstelle kann erreicht werden, wenn das Getriebe
einen an einem feststehenden Drehpunkt schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Umlenkhebel
aufweist sowie zwei Schubstangen, von denen die erste mit einem erste Ende an einen
ersten Arm des Umlenkhebels und mit einem zweiten Ende an einen Hebel angelenkt ist,
der starr mit einer von unten an die Leistungsschaltstelle geführten Isolierwelle
verbunden ist, und von denen die zweite mit einem erste Ende an den zweiten Arm des
Umlenkhebels und mit einem zweiten Ende an ein axial verschiebbar durch den Polrahmen
hindurch geführtes Antriebselement des Getriebes angelenkt ist.
[0012] Da nach Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung die beiden
Stirnseiten des Polrahmens praktisch vollständig unter der berührungsgeschützten Generatorableitung
liegen, werden keine zusätzliche Standfläche und zusätzlicher Platz für Montage- und
Wartungsarbeiten benötigt, wenn an der ersten Stirnseite des Polrahmens mindestens
ein weiterer Antriebe angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem im Gehäuse angeordneten,
als Trenn- Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten
Schaltgerät verbunden ist.
[0013] Bei bestimmten Standorten der Hochstromschaltanordnung kann es vorteilhaft sein,
wenn auf einer der ersten Stirnseite gegenüberliegenden zweiten Stirnseite des Polrahmens
der vorgenannte mindestens eine weiterer Antrieb angeordnet ist.
[0014] Ist die Hochstromschaltanordnung mehrphasig ausgebildet, so ist es aus Gründen einer
auf der baugleichen Ausbildung der Schalterpole basierenden Fertigung und einer dementsprechend
vereinfachten Montage häufig am wirtschaftlichsten, wenn der Polrahmen lediglich einen
einzigen (einphasig gekapselten) Schalterpol trägt.
[0015] Je nach Anforderung an die Hochstromschaltanordnung kann es vorteilhaft sein, wenn
der Polrahmen mindestens zwei Schalterpole trägt. Es kann dann an einer der beiden
Stirnseiten des Polrahmen ein einziger Antrieb angeordnet sein, der über ein einziges
Getriebe Kraft auf die Schalterpole überträgt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0016] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig.1
- in isometrischer Darstellung eine dreiphasig ausgebildete Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung
nach der Erfindung, und
- Fig.2
- eine Ansicht eines der Phase R zugeordneten Schalterpols der Hochstromschaltanordnung
gemäss Fig. 1 von unten nach teilweisem Entfernen einer Bodenabdeckung.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0017] Die in Fig.1 dargestellte dreiphasige Hochstromschaltanordnung insbesondere dargestellte
Generatorschaltanordnung ist einphasig gekapselt ausgebildet und enthält drei weitgehend
identisch ausgeführte gekapselte Schalterpole R, S, T eines Generatorschalters GS.
Diese Anordnung kann in eine berührungsgeschützte Generatorableitung GA eingebaut
werden, die von einem Generator G an einen Hochspannungstransformator TR geführt ist.
In Fig.1 ist lediglich für die Phase T der im allgemeinen als Metallrohr ausgebildete
und einen zentral im Rohr geführten Phasenleiter umgebende Berührungsschutz der Generatorableitung
GA dargestellt.
[0018] Da die drei Schalterpole des Generatorschalters weitgehend identisch ausgebildet
sind, wird lediglich einer der Schalterpole, nämlich der Schalterpol R genauer beschrieben.
Dieser Schalterpol sitzt fest auf einem von den übrigen Schalterpolen S und T getrennten,
rechteckig ausgebildeten metallenen Polrahmen 10 auf. Der Schalterpol enthält ein
aus Fig.2 ersichtliches, längs einer Achse A erstrecktes Aktivteil 20, das mit Hilfe
eines aus Fig.2 ersichtlichen Stützisolators 21 an einer in den Polrahmen 10 integrierten
Traverse befestigt ist und das dem Führen und Unterbrechen hoher Ströme dient. Nach
Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung GA bildet dieses Aktivteil
einen Abschnitt des zur Führung hoher Ströme geeigneten Stromleiters der Generatorableitung
GA. Zudem enthält dieses Aktivteil eine nicht ersichtliche, mechanisch betätigbare
Leistungsschaltstelle, die einen den Generator G und den Transformator TR enthaltenden
Stromkreis öffnen oder schliessen kann, sowie zwei aus Fig.2 ersichtliche Stromanschlüsse
23, 24. Diese beiden Stromanschlüsse sind in axialer Richtung mit Abstand voneinander
gehalten und dienen der elektrisch leitenden Integration des Aktivteils 20 beim Einbau
der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug des hochspannungsführenden Stromleiters
der Generatorableitung GA.
[0019] Das Aktivteil ist in einem den Berührungsschutz der Hochstromschaltanordnung sicherstellenden,
kastenförmigen, im allgemeinen aus Metallblech geformten Gehäuse 30 angeordnet. Dieses
Gehäuse ist auf dem Polrahmen 10 befestigt und weist zwei Öffnungen auf. Diese Öffnungen
sind in Seiten des Gehäuses 30 eingeformt, welche einander gegenüberliegen und im
wesentlichen senkrecht zur Achse A ausgerichtet sind. In die nach vorne weisende Seite
31 ist eine erste 32 der beiden Öffnungen eingeformt. Diese Öffnung dient der Durchführung
eines mit dem Transformator TR verbindbaren Abschnitts der nicht dargestellten Phase
R der Generatorableitung. Die nicht ersichtliche andere der zwei Öffnungen dient der
Durchführung eines mit dem Generator G verbindbaren Abschnitts der nicht dargestellten
Phase des hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung GA.
[0020] Beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung GA werden die
Aktivteile 20 der auf den Polrahmen 10 ruhenden Schalterpole R, S und T phasenweise
mit den ins Gehäuse 30 geführten Abschnitten des Stromleiters der Generatorableitung
GA verbunden. Berührungsschutz wird durch die in Fig.1 lediglich für die Phase T dargestellten
beiden Abschnitte des Metallrohrs und das Gehäuse 30 erreicht, welches etwa durch
Schweissen mit den beiden Rohrabschnitten elektrisch leitend verbunden wird, und welches
wie die beiden Rohrabschnitte im allgemeinen mit Luft gefüllt ist.
[0021] Zur Betätigung der Schaltstelle ist ein mechanischer Antrieb 40 vorgesehen, der an
einer dem Transformator TR zugewandten Stirnseite 11 des Polrahmens 10 unterhalb der
Öffnung 32 angeordnet ist. Dieser Antrieb ist mit einem aus Fig.2 ersichtlichen Getriebe
50 verbunden, welches durch die Stirnseite 11 des Polrahmens 10 hindurch an das Aktivteil
20 und damit zur Leistungsschaltstelle geführt ist. Das Getriebe weist einen an einem
feststehenden Drehpunkt 51 schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Umlenkhebel 52 auf sowie
zwei Schubstangen 53 und 54. Die Schubstange 53 ist mit einem Ende an einen Arm des
Umlenkhebels 52 und mit dem anderen Ende an einen Hebel 55 angelenkt, der starr mit
einer von unten ins Aktivteil 20 geführten, die Leistungsschaltstelle des Aktivteils
steuernden Isolierwelle 22 verbunden ist. Die Schubstange 54 ist mit einem ihrer beiden
Ende an den anderen Arm des Umlenkhebels 52 und mit ihrem zweiten Ende an ein parallel
zur Achse A verschiebbares, durch die Stirnseite 11 des Polrahmens 10 hindurch geführtes
Antriebselement 56 des Getriebes 50 angelenkt.
[0022] Aus Fig.2 ist ersichtlich, dass das Innere des Gehäuses 30 durch rasterförmig gelochte,
im allgemeinen metallene Abdeckplatten abgeschlossen ist, welche den Boden 33 des
Gehäuse 30 bilden. Die Abdeckplatten sind lösbar mit der Unterseite des Polrahmens
10 verbunden und stellen den Berührungsschutz auf der Unterseite des Schalterpols
R sicher.
[0023] Bei Betrieb der Hochstromschaltanordnung erwärmt sich ein das Aktivteil 20 enthaltender
und im Gehäuse 30 angeordneter Abschnitt des Stromleiters der Generatorableitung GA.
Die Lochrasterung gewährleistet, dass kühle Luft von unten, d.h. zwischen einer Standfläche
SF und dem Gehäuseboden 33, ins Innere des Gehäuses 30 eintreten und für eine Kühlung
des Stromleiters sorgen kann. Da die gelochten Abdeckplatten lösbar mit dem Polrahmen
10 verbunden sind, verschliessen sie zugleich eine Montageöffnung 34. Nach Aufstellen
der Hochstromschaltanordnung auf der Standfläche SF und Entfernen eines Teils der
Abdeckplatten resp. eines Teils des Gehäusebodens 33 ermöglicht die Montageöffnung
von der Standfläche SF aus den Zugang ins Innere des Gehäuses 30. Aus Fig.1 ersichtliche,
in den Polrahmen 10 eingeformte Standbeine 12 verbessern den Zugang zur Montageöffnung
34.
[0024] Da der Antrieb 40 unterhalb der Öffnung 32 und damit auch unterhalb der berührungsgeschützten
Generatorableitung GA angeordnet ist, benötigt er keinen zusätzlichen Platz auf der
Standfläche SF und kann wegen der berührungsgeschützten Ausführung von Hochstromschaltanordnung
und Generatorableitung GA während des Betriebs der Generatorableitung überprüft werden.
Da nun kein Platz seitlich der Generatorableitung resp. der Hochstromschaltanordnung
benötigt wird, können die einzelnem Schalterpole R, S, T eng nebeneinander aufgestellt
werden. Zudem können nun die einzelnen Schalterpole in wirtschaftlich vorteilhafter
Weise identisch ausgebildet sein.
[0025] Aus den Figuren 1 und 2 ist ersichtlich, dass an der Stirnseite 11 des Polrahmens
10 drei weitere Antriebe 41 angebracht sind. Diese Antriebe 41 sind jeweils über ein
nicht dargestelltes Getriebe kraftschlüssig mit einem im Gehäuse angeordneten, als
Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät
verbunden, das neben dem die Leistungsschaltstelle enthaltenden Aktivteil 20 im Gehäuse
30 des Schalterpols R angeordnet ist. Da auch diese Antriebe während des Betriebs
der Hochstromschaltanordnung unterhalb der berührungsgeschützten Generatorableitung
GA liegen, beanspruchen auch diese Antriebe keine zusätzliche Standfläche S und können
während des Betriebs der Hochstromschaltanordnung überprüft und gegebenenfalls auch
gewartet werden.
[0026] Je nach Zugänglichkeit der Hochstromschaltanordnung kann der Antrieb 40 resp. können
die Antriebe 40 und 41 auch auf der dem Generator G zugewandten Stirnseite des Polrahmens
10 angeordnet sein.
[0027] Weist die Hochstromschaltanordnung neben dem Antrieb 40 auch mindestens einen der
Antriebe 41 auf, so kann an einer der beiden Stirnseiten des Polrahmens 10 der Antrieb
40 und an der (dieser Stirnseite gegenüberliegenden) anderen Stirnseite der mindestens
eine Antrieb 41 angeordnet sein.
[0028] Ist die Hochstromschaltanordnung mehrphasig ausgebildet, so ist es im allgemeinen
am wirtschaftlichsten, wenn der Polrahmen 10 lediglich einen einzigen (einphasig gekapselten)
Schalterpol R, S oder T trägt. Die Schalterpole und die jedem der Schalterpole zugeordneten
Antriebe und Getriebe können dann in kostengünstiger Weise baugleich gefertigt und
dementsprechend einfacher Weise montiert und gewartet werden.
[0029] Je nach Anforderung an die Hochstromschaltanordnung kann es gegebenenfalls vorteilhaft
sein, wenn der Polrahmen 10 mindestens zwei Schalterpole R, S, T trägt. Bei einer
solchen Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung kann dann an einer, z. B. 11,
der beiden Stirnseiten des Polrahmen 10 ein einziger Antrieb vorgesehen sein, der
über ein einziges Getriebe Kraft auf die mindestens zwei Schalterpole überträgt.
[0030] Für bestimmten Anwendungen kann die Hochstromschaltanordnung auch ohne Berührungsschutz
ausgebildet sein. Auch bei dieser Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung nach
der Erfindung wird für den Antrieb nach Einbau in die Generatorableitung keine zusätzliche
Standfläche benötigt, da sich dann ja der Antrieb ebenfalls unmittelbar unter Generatorableitung
befindet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0031]
- A
- Achse
- G
- Generator
- GA
- Generatorableitung
- GS
- Generatorschalter
- R, S, T
- Stromphasen, den Stromphasen zugeordnete Schalterpole,
- SF
- Standfläche
- TR
- Transformator
- 10
- Polrahmen
- 11
- Stirnfläche
- 12
- Standbeine
- 20
- Aktivteil
- 21
- Stützisolator
- 22
- Isolierwelle
- 23, 24
- Stromanschlüsse
- 30
- Gehäuse
- 31
- Gehäuseseite
- 32
- Öffnung des Gehäuses
- 33
- Gehäuseboden
- 34
- Montageöffnung
- 40
- Antrieb
- 41
- Antriebe
- 50
- Getriebe
- 51
- Drehpunkt
- 52
- zweiarmiger Umlenkhebel
- 53, 54
- Schubstangen
- 55
- Hebel
- 56
- Antriebselement
1. Hochstromschaltanordnung zum Einbau in eine zwischen einem Generator (G) und einem
Transformator (TR) angeordnete ausgeführte Generatorableitung (GA) mit einem auf einer
Standfläche (SF) positionierbaren, Polrahmen (10), einem am Polrahmen befestigten
Schalterpol (R, S, T) eines Generatorschalters (GA) und einem am Polrahmen (10) befestigten
Antrieb (40), bei der der Schalterpol (R, S, T) ein der Führung und Unterbrechung
hoher Ströme dienendes, längs einer Achse (A) ausgerichtetes und eine Leistungsschaltstelle
enthaltendes Aktivteil (20) aufweist mit zwei in axialer Richtung mit Abstand voneinander
gehaltenen Stromanschlüssen (23, 24) zur elektrisch leitenden Integration des Aktivteils
(20) beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug eines hochspannungsführenden
Stromleiters der Generatorableitung (GA), dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (40) an einer ersten (31) zweier quer zur Achse (A) ausgerichteter Stirnseiten
des Polrahmens (10) angeordnet ist, und dass ein Kraft vom Antrieb (40) auf die Leistungsschaltstelle
übertragendes Getriebe (50) durch die erste Stirnseite (31) des Polrahmens (10) hindurch
an das Aktivteil (20) geführt ist.
2. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb (40) unterhalb eines ersten der beiden Stromanschlüsse (23, 24)
des Aktivteils (20) befindet.
3. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit einem das Aktivteil (20) aufnehmenden,
kastenförmigen Gehäuse (30), welches zwei Gehäuseöffnungen (32) aufweist, die in Seiten
(31) des Gehäuses (30) eingeformt sind, welche einander gegenüberliegen und durch
welche der hochspannungsführende Stromleiter der Generatorableitung (GA) führbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb (40) unterhalb einer ersten der beiden Gehäuseöffnungen (32) befindet,
und dass das Getriebe (50) an das im Inneren des Gehäuses (30) angeordnete Aktivteil
(20) geführt ist.
4. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Bodens (33) des Gehäuses (30) lösbar mit dem Polrahmen (10)
verbunden ist und eine Montageöffnung (34) verschliesst, die nach Aufstellen der Hochstromschaltanordnung
und Öffnen der Montageöffnung (34) von der Standfläche (SF) aus den Zugang ins Innere
des Gehäuses (30) ermöglicht.
5. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Polrahmen (10) Standbeine (12) aufweist.
6. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseboden (33) rasterförmig gelocht ist.
7. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (50) einen an einem feststehenden Drehpunkt (51) schwenkbar gelagerten,
zweiarmigen Umlenkhebel (52) aufweist sowie zwei Schubstangen (53, 54), von denen
die erste (53) mit einem erste Ende an einen ersten Arm des Umlenkhebels 52) und mit
einem zweiten Ende an einen Hebel (54) angelenkt ist, der starr mit einer von unten
an die Leistungsschaltstelle geführten Isolierwelle (22) verbunden ist, und von denen
die zweite (54) mit einem erste Ende an den zweiten Arm des Umlenkhebels (52) und
mit einem zweiten Ende an ein axial verschiebbar durch den Polrahmen (10) hindurch
geführtes Antriebselement (56) des Getriebes (50) angelenkt ist.
8. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Stirnseite (11) des Polrahmens (15) mindestens ein weiterer Antrieb
(41) angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem im Gehäuse (30) angeordneten, als
Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät
verbunden ist.
9. Hochstromanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der ersten Stirnseite (11) gegenüberliegenden zweiten Stirnseite des Polrahmens
(15) mindestens ein weiterer Antrieb (41) angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem
im Gehäuse (30) angeordneten, als Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung
ausgebildeten Schaltgerät verbunden ist.
10. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 mit mindestens zwei einphasig
gekapselten Schalterpolen (R, S, T), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Polrahmen (10) vorgesehen sind, von denen jeder jeweils einen der
Schalterpol (R, S, T) und jeweils einen Antrieb (40) trägt.
11. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 mit mindestens zwei einphasig
gekapselten Schalterpolen (R, S, T), dadurch gekennzeichnet, dass der Polrahmen (15) die mindestens zwei Schalterpole (R, S, T) trägt.
12. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (40) über ein einziges Getriebe (50) Kraft auf die mindestens zwei Schalterpole
(R, S, T) überträgt.