(19)
(11) EP 2 605 260 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.06.2013  Patentblatt  2013/25

(21) Anmeldenummer: 11193493.1

(22) Anmeldetag:  14.12.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01H 33/42(2006.01)
H01H 3/46(2006.01)
H01H 33/00(2006.01)
H02B 13/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(71) Anmelder: ABB Technology AG
8050 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Zehnder, Lukas
    5405 Baden-Dättwil (CH)
  • Nohl, Andreas
    8248 Uhwiesen (CH)
  • Wyder, Hans
    8127 Forch (CH)
  • Manz, Erwin
    79787 Lauchringen (DE)
  • Mauroux, Jean-Claude
    CH-5502 Hunzenschwil (CH)
  • Sigrist, Werner
    8185 Winkel (CH)
  • Steding, Guenter
    79807 Lottstetten (DE)
  • Schmidt, Alexander
    8050 Zürich (CH)

(74) Vertreter: ABB Patent Attorneys 
C/o ABB Schweiz AG Intellectual Property (CH-LI/IP) Brown Boveri Strasse 6
5400 Baden
5400 Baden (CH)

   


(54) Hochstromschaltanordnung


(57) Hochstromschaltanordnung ist zum Einbau in eine zwischen einem Generator (G) und einem Transformator (TR) angeordnete Generatorableitung (GA) vorgesehen. Diese Anordnung enthält einen auf einer Standfläche (S) positionierbaren, Polrahmen (10), einen am Polrahmen befestigten Schalterpol (R, S, T) eines Generatorschalters (GS) und einen am Polrahmen befestigten Antrieb (40). Der Schalterpol weist ein der Führung und Unterbrechung hoher Ströme dienendes, längs einer Achse (A) ausgerichtetes und eine Leistungsschaltstelle enthaltendes Aktivteil (20) auf mit zwei in axialer Richtung mit Abstand voneinander gehaltenen Stromanschlüssen (23, 24) zur elektrisch leitenden Integration des Aktivteils (20) beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug eines hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung,
Um den Platzbedarf kleinzuhalten und um zugleich eine einfache Fertigung und Wartung dieser Hochstromschaltanordnung zu ermöglichen, ist der Antrieb an einer ersten (11) zweier quer zur Achse (A) ausgerichteter Stirnseiten des Polrahmens (10) angeordnet und ist ein Kraft vom Antrieb (40) auf die Leistungsschaltstelle übertragendes Getriebe (50) durch die erste Stirnseite (31) des Polrahmens (10) hindurch an das Aktivteil (20) geführt.




Beschreibung

TECHNISCHES GEBIET



[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hochstromschaltanordnung nach dem einleitenden Teil von Patentanspruch 1.

STAND DER TECHNIK



[0002] Eine Hochstromschaltanordnung ist in einem der Energieversorgung dienenden Hochspannungsnetz in eine Stromverbindung eingebaut, die einen Generator mit einem Transformator verbindet. Diese Schaltanordnung kann grosse Dauerströme führen und hohe Kurzschlussströme unterbrechen. Daher weist sie einen als Generatorschalter bezeichneten Stromkreisunterbrecher mit einer Leistungsschaltstelle auf, in der bei einem Schaltvorgang ein Schaltstück grosser Masse stark beschleunigt wird. Die dazu erforderliche Energie wird mit einem starken, viel Platz beanspruchenden Antrieb erzeugt.

[0003] Eine Hochstromschaltanordnung der vorgenannten Art ist in der Firmenschrift Generator Circuit-Breaker Systems HECS, HEC7/8 der Fa. ABB Schweiz AG, Zürich/Schweiz beschrieben. Bei dieser Hochstromschaltanordnung sind auf einem Polrahmen drei einphasig gekapselte Schalterpole eines Generatorschalters angeordnet. Jeder dieser Schalterpole enthält eine als kastenförmiges Gehäuse ausgebildete Kapselung, die zumindest eine Leistungsschaltstelle aufnimmt, aber auch zusätzliche Schalter, wie Trenner, Erder und Anfahrschalter, und zusätzliche Komponenten, wie Messwandler oder Überspannungsableiter, aufnehmen kann. Das Gehäuse weist zwei auf einander gegenüberliegenden Seitenwänden angebrachte Öffnungen auf, durch die nach Einbau in eine berührungsgeschützte dreiphasige Generatorableitung jeweils einer der drei Phasenleiter der Generatorableitung geführt ist. Quer zur Führungsrichtung der Phasenleiter ist neben dem Polrahmen ein Antrieb angeordnet, der über ein Getriebe auf die drei Leistungsschaltstellen wirkt.

[0004] EP 1 284 491 B1 beschreibt einen dreiphasigen Generatorschalter, dessen drei Leistungsschaltstellen unmittelbar, d. h. ohne Berührungsschutz, auf einem einzigen Polrahmen angeordnet sind. Unterhalb der Leistungsschaltstellen ist am Polrahmen ein Antrieb befestigt, der über ein Getriebe auf alle drei Schaltstellen wirkt.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



[0005] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hochstromschaltanordnung zum Einbau in eine Generatorableitung zu schaffen, die sich durch einen geringen Platzbedarf auszeichnet und die zugleich in einfacher Weise gefertigt und in die Ableitung eingebaut werden kann.

[0006] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Hochstromschaltanordnung bereitgestellt zum Einbau in eine zwischen einem Generator und einem Transformator angeordnete ausgeführte Generatorableitung. Diese Hochstromschaltanordnung enthält einen auf einer Standfläche positionierbaren, Polrahmen, einen am Polrahmen befestigten Schalterpol eines Generatorschalters und einen am Polrahmen befestigten Antrieb. Der Schalterpol weist ein der Führung und Unterbrechung hoher Ströme dienendes und eine Leistungsschaltstelle enthaltendes Aktivteil auf mit zwei in axialer Richtung mit Abstand voneinander gehaltenen Stromanschlüssen zur elektrisch leitenden Integration des Aktivteils beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug eines hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung. Der Antrieb ist an einer ersten zweier quer zur Achse ausgerichteter Stirnseiten des Polrahmens angeordnet. Ein Kraft vom Antrieb auf die Leistungsschaltstelle übertragendes Getriebe ist durch die erste Stirnseite des Polrahmens hindurch an das Aktivteil geführt.

[0007] Da bei der Hochstromschaltanordnung nach der Erfindung nun kein Platz seitlich der Generatorableitung resp. der Hochstromschaltanordnung benötigt wird, können bei einer mehrphasigen Hochstromschaltanordnung die einzelnen Schalterpole raumsparend nebeneinander aufgestellt werden. Zudem können nun die Schalterpole in wirtschaftlich vorteilhafter Weise baugleich ausgebildet sein.

[0008] Bei einer Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung ist der Antrieb unterhalb des Stromanschlusses angebracht. Er befindet sich daher nach Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung unter dem Stromleiter der Generatorableitung. Er benötigt daher keinen zusätzlichen Platz auf der Standfläche und ist damit einfach zugänglich, beispielsweise im Fall einer Wartung.

[0009] Enthält die Hochstromschaltanordnung ein das Aktivteil aufnehmendes, kastenförmigen Gehäuse mit zwei Gehäuseöffnungen, die in Seiten des Gehäuses eingeformt sind, welche einander gegenüberliegen, und durch welche der hochspannungsführender Stromleiter der Generatorableitung führbar ist, dann befindet sich der Antrieb unterhalb einer ersten der beiden Gehäuseöffnungen und ist das Getriebe an das im Inneren des Gehäuses angeordnete Aktivteil geführt. Wegen der dann berührungsgeschützten Ausführung von Hochstromschaltanordnung und Generatorableitung kann dann der Antrieb während des Betriebs der Generatorableitung überprüft werden.

[0010] Um die Montage und Wartung der Hochstromschaltanordnung zu erleichtern, kann zumindest ein Teil des Bodens des Gehäuses lösbar mit dem Polrahmen verbunden sein und kann dieser Teil eine Montageöffnung verschliessen, die nach Aufstellen der Hochstromschaltanordnung und Öffnen der Montageöffnung von der Standfläche aus den Zugang ins Innere des Gehäuses ermöglicht. Hierbei können in den Polrahmen eingeformte Standbeine den Zugang zur Montageöffnung erleichtern, da sie den Abstand zwischen Standfläche und Montageöffnung vergrössern. Der vergrösserten Abstand verbessert zugleich die Zufuhr von Frischluft, die zur Kühlung des bei Betrieb der Hochstromschaltanordnung erwärmten Aktivteils verwendet werden kann. Die Kühlwirkung der zwischen Standfläche und Gehäuseboden zugeführten Frischluft ist besonders gross, wenn der Gehäuseboden rasterförmig gelocht ist. Die Frischluft kann daher von unten ins Gehäuse eintreten und im Inneren des Gehäuses Wärme aufnehmen. Die erwärmte Luft kann über Öffnungen, die in der Decke des Gehäuses angeordnet sind, infolge thermischer Konvektion aus dem Gehäuse entfernt werden.

[0011] Eine gegen Beschädigungen geschützte und dennoch leicht zugängliche Kraftübertragung vom Antrieb auf die Leistungsschaltstelle kann erreicht werden, wenn das Getriebe einen an einem feststehenden Drehpunkt schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Umlenkhebel aufweist sowie zwei Schubstangen, von denen die erste mit einem erste Ende an einen ersten Arm des Umlenkhebels und mit einem zweiten Ende an einen Hebel angelenkt ist, der starr mit einer von unten an die Leistungsschaltstelle geführten Isolierwelle verbunden ist, und von denen die zweite mit einem erste Ende an den zweiten Arm des Umlenkhebels und mit einem zweiten Ende an ein axial verschiebbar durch den Polrahmen hindurch geführtes Antriebselement des Getriebes angelenkt ist.

[0012] Da nach Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung die beiden Stirnseiten des Polrahmens praktisch vollständig unter der berührungsgeschützten Generatorableitung liegen, werden keine zusätzliche Standfläche und zusätzlicher Platz für Montage- und Wartungsarbeiten benötigt, wenn an der ersten Stirnseite des Polrahmens mindestens ein weiterer Antriebe angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem im Gehäuse angeordneten, als Trenn- Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät verbunden ist.

[0013] Bei bestimmten Standorten der Hochstromschaltanordnung kann es vorteilhaft sein, wenn auf einer der ersten Stirnseite gegenüberliegenden zweiten Stirnseite des Polrahmens der vorgenannte mindestens eine weiterer Antrieb angeordnet ist.

[0014] Ist die Hochstromschaltanordnung mehrphasig ausgebildet, so ist es aus Gründen einer auf der baugleichen Ausbildung der Schalterpole basierenden Fertigung und einer dementsprechend vereinfachten Montage häufig am wirtschaftlichsten, wenn der Polrahmen lediglich einen einzigen (einphasig gekapselten) Schalterpol trägt.

[0015] Je nach Anforderung an die Hochstromschaltanordnung kann es vorteilhaft sein, wenn der Polrahmen mindestens zwei Schalterpole trägt. Es kann dann an einer der beiden Stirnseiten des Polrahmen ein einziger Antrieb angeordnet sein, der über ein einziges Getriebe Kraft auf die Schalterpole überträgt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



[0016] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig.1
in isometrischer Darstellung eine dreiphasig ausgebildete Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung nach der Erfindung, und
Fig.2
eine Ansicht eines der Phase R zugeordneten Schalterpols der Hochstromschaltanordnung gemäss Fig. 1 von unten nach teilweisem Entfernen einer Bodenabdeckung.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



[0017] Die in Fig.1 dargestellte dreiphasige Hochstromschaltanordnung insbesondere dargestellte Generatorschaltanordnung ist einphasig gekapselt ausgebildet und enthält drei weitgehend identisch ausgeführte gekapselte Schalterpole R, S, T eines Generatorschalters GS. Diese Anordnung kann in eine berührungsgeschützte Generatorableitung GA eingebaut werden, die von einem Generator G an einen Hochspannungstransformator TR geführt ist. In Fig.1 ist lediglich für die Phase T der im allgemeinen als Metallrohr ausgebildete und einen zentral im Rohr geführten Phasenleiter umgebende Berührungsschutz der Generatorableitung GA dargestellt.

[0018] Da die drei Schalterpole des Generatorschalters weitgehend identisch ausgebildet sind, wird lediglich einer der Schalterpole, nämlich der Schalterpol R genauer beschrieben. Dieser Schalterpol sitzt fest auf einem von den übrigen Schalterpolen S und T getrennten, rechteckig ausgebildeten metallenen Polrahmen 10 auf. Der Schalterpol enthält ein aus Fig.2 ersichtliches, längs einer Achse A erstrecktes Aktivteil 20, das mit Hilfe eines aus Fig.2 ersichtlichen Stützisolators 21 an einer in den Polrahmen 10 integrierten Traverse befestigt ist und das dem Führen und Unterbrechen hoher Ströme dient. Nach Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung GA bildet dieses Aktivteil einen Abschnitt des zur Führung hoher Ströme geeigneten Stromleiters der Generatorableitung GA. Zudem enthält dieses Aktivteil eine nicht ersichtliche, mechanisch betätigbare Leistungsschaltstelle, die einen den Generator G und den Transformator TR enthaltenden Stromkreis öffnen oder schliessen kann, sowie zwei aus Fig.2 ersichtliche Stromanschlüsse 23, 24. Diese beiden Stromanschlüsse sind in axialer Richtung mit Abstand voneinander gehalten und dienen der elektrisch leitenden Integration des Aktivteils 20 beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug des hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung GA.

[0019] Das Aktivteil ist in einem den Berührungsschutz der Hochstromschaltanordnung sicherstellenden, kastenförmigen, im allgemeinen aus Metallblech geformten Gehäuse 30 angeordnet. Dieses Gehäuse ist auf dem Polrahmen 10 befestigt und weist zwei Öffnungen auf. Diese Öffnungen sind in Seiten des Gehäuses 30 eingeformt, welche einander gegenüberliegen und im wesentlichen senkrecht zur Achse A ausgerichtet sind. In die nach vorne weisende Seite 31 ist eine erste 32 der beiden Öffnungen eingeformt. Diese Öffnung dient der Durchführung eines mit dem Transformator TR verbindbaren Abschnitts der nicht dargestellten Phase R der Generatorableitung. Die nicht ersichtliche andere der zwei Öffnungen dient der Durchführung eines mit dem Generator G verbindbaren Abschnitts der nicht dargestellten Phase des hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung GA.

[0020] Beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in die Generatorableitung GA werden die Aktivteile 20 der auf den Polrahmen 10 ruhenden Schalterpole R, S und T phasenweise mit den ins Gehäuse 30 geführten Abschnitten des Stromleiters der Generatorableitung GA verbunden. Berührungsschutz wird durch die in Fig.1 lediglich für die Phase T dargestellten beiden Abschnitte des Metallrohrs und das Gehäuse 30 erreicht, welches etwa durch Schweissen mit den beiden Rohrabschnitten elektrisch leitend verbunden wird, und welches wie die beiden Rohrabschnitte im allgemeinen mit Luft gefüllt ist.

[0021] Zur Betätigung der Schaltstelle ist ein mechanischer Antrieb 40 vorgesehen, der an einer dem Transformator TR zugewandten Stirnseite 11 des Polrahmens 10 unterhalb der Öffnung 32 angeordnet ist. Dieser Antrieb ist mit einem aus Fig.2 ersichtlichen Getriebe 50 verbunden, welches durch die Stirnseite 11 des Polrahmens 10 hindurch an das Aktivteil 20 und damit zur Leistungsschaltstelle geführt ist. Das Getriebe weist einen an einem feststehenden Drehpunkt 51 schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Umlenkhebel 52 auf sowie zwei Schubstangen 53 und 54. Die Schubstange 53 ist mit einem Ende an einen Arm des Umlenkhebels 52 und mit dem anderen Ende an einen Hebel 55 angelenkt, der starr mit einer von unten ins Aktivteil 20 geführten, die Leistungsschaltstelle des Aktivteils steuernden Isolierwelle 22 verbunden ist. Die Schubstange 54 ist mit einem ihrer beiden Ende an den anderen Arm des Umlenkhebels 52 und mit ihrem zweiten Ende an ein parallel zur Achse A verschiebbares, durch die Stirnseite 11 des Polrahmens 10 hindurch geführtes Antriebselement 56 des Getriebes 50 angelenkt.

[0022] Aus Fig.2 ist ersichtlich, dass das Innere des Gehäuses 30 durch rasterförmig gelochte, im allgemeinen metallene Abdeckplatten abgeschlossen ist, welche den Boden 33 des Gehäuse 30 bilden. Die Abdeckplatten sind lösbar mit der Unterseite des Polrahmens 10 verbunden und stellen den Berührungsschutz auf der Unterseite des Schalterpols R sicher.

[0023] Bei Betrieb der Hochstromschaltanordnung erwärmt sich ein das Aktivteil 20 enthaltender und im Gehäuse 30 angeordneter Abschnitt des Stromleiters der Generatorableitung GA. Die Lochrasterung gewährleistet, dass kühle Luft von unten, d.h. zwischen einer Standfläche SF und dem Gehäuseboden 33, ins Innere des Gehäuses 30 eintreten und für eine Kühlung des Stromleiters sorgen kann. Da die gelochten Abdeckplatten lösbar mit dem Polrahmen 10 verbunden sind, verschliessen sie zugleich eine Montageöffnung 34. Nach Aufstellen der Hochstromschaltanordnung auf der Standfläche SF und Entfernen eines Teils der Abdeckplatten resp. eines Teils des Gehäusebodens 33 ermöglicht die Montageöffnung von der Standfläche SF aus den Zugang ins Innere des Gehäuses 30. Aus Fig.1 ersichtliche, in den Polrahmen 10 eingeformte Standbeine 12 verbessern den Zugang zur Montageöffnung 34.

[0024] Da der Antrieb 40 unterhalb der Öffnung 32 und damit auch unterhalb der berührungsgeschützten Generatorableitung GA angeordnet ist, benötigt er keinen zusätzlichen Platz auf der Standfläche SF und kann wegen der berührungsgeschützten Ausführung von Hochstromschaltanordnung und Generatorableitung GA während des Betriebs der Generatorableitung überprüft werden. Da nun kein Platz seitlich der Generatorableitung resp. der Hochstromschaltanordnung benötigt wird, können die einzelnem Schalterpole R, S, T eng nebeneinander aufgestellt werden. Zudem können nun die einzelnen Schalterpole in wirtschaftlich vorteilhafter Weise identisch ausgebildet sein.

[0025] Aus den Figuren 1 und 2 ist ersichtlich, dass an der Stirnseite 11 des Polrahmens 10 drei weitere Antriebe 41 angebracht sind. Diese Antriebe 41 sind jeweils über ein nicht dargestelltes Getriebe kraftschlüssig mit einem im Gehäuse angeordneten, als Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät verbunden, das neben dem die Leistungsschaltstelle enthaltenden Aktivteil 20 im Gehäuse 30 des Schalterpols R angeordnet ist. Da auch diese Antriebe während des Betriebs der Hochstromschaltanordnung unterhalb der berührungsgeschützten Generatorableitung GA liegen, beanspruchen auch diese Antriebe keine zusätzliche Standfläche S und können während des Betriebs der Hochstromschaltanordnung überprüft und gegebenenfalls auch gewartet werden.

[0026] Je nach Zugänglichkeit der Hochstromschaltanordnung kann der Antrieb 40 resp. können die Antriebe 40 und 41 auch auf der dem Generator G zugewandten Stirnseite des Polrahmens 10 angeordnet sein.

[0027] Weist die Hochstromschaltanordnung neben dem Antrieb 40 auch mindestens einen der Antriebe 41 auf, so kann an einer der beiden Stirnseiten des Polrahmens 10 der Antrieb 40 und an der (dieser Stirnseite gegenüberliegenden) anderen Stirnseite der mindestens eine Antrieb 41 angeordnet sein.

[0028] Ist die Hochstromschaltanordnung mehrphasig ausgebildet, so ist es im allgemeinen am wirtschaftlichsten, wenn der Polrahmen 10 lediglich einen einzigen (einphasig gekapselten) Schalterpol R, S oder T trägt. Die Schalterpole und die jedem der Schalterpole zugeordneten Antriebe und Getriebe können dann in kostengünstiger Weise baugleich gefertigt und dementsprechend einfacher Weise montiert und gewartet werden.

[0029] Je nach Anforderung an die Hochstromschaltanordnung kann es gegebenenfalls vorteilhaft sein, wenn der Polrahmen 10 mindestens zwei Schalterpole R, S, T trägt. Bei einer solchen Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung kann dann an einer, z. B. 11, der beiden Stirnseiten des Polrahmen 10 ein einziger Antrieb vorgesehen sein, der über ein einziges Getriebe Kraft auf die mindestens zwei Schalterpole überträgt.

[0030] Für bestimmten Anwendungen kann die Hochstromschaltanordnung auch ohne Berührungsschutz ausgebildet sein. Auch bei dieser Ausführungsform der Hochstromschaltanordnung nach der Erfindung wird für den Antrieb nach Einbau in die Generatorableitung keine zusätzliche Standfläche benötigt, da sich dann ja der Antrieb ebenfalls unmittelbar unter Generatorableitung befindet.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0031] 
A
Achse
G
Generator
GA
Generatorableitung
GS
Generatorschalter
R, S, T
Stromphasen, den Stromphasen zugeordnete Schalterpole,
SF
Standfläche
TR
Transformator
10
Polrahmen
11
Stirnfläche
12
Standbeine
20
Aktivteil
21
Stützisolator
22
Isolierwelle
23, 24
Stromanschlüsse
30
Gehäuse
31
Gehäuseseite
32
Öffnung des Gehäuses
33
Gehäuseboden
34
Montageöffnung
40
Antrieb
41
Antriebe
50
Getriebe
51
Drehpunkt
52
zweiarmiger Umlenkhebel
53, 54
Schubstangen
55
Hebel
56
Antriebselement



Ansprüche

1. Hochstromschaltanordnung zum Einbau in eine zwischen einem Generator (G) und einem Transformator (TR) angeordnete ausgeführte Generatorableitung (GA) mit einem auf einer Standfläche (SF) positionierbaren, Polrahmen (10), einem am Polrahmen befestigten Schalterpol (R, S, T) eines Generatorschalters (GA) und einem am Polrahmen (10) befestigten Antrieb (40), bei der der Schalterpol (R, S, T) ein der Führung und Unterbrechung hoher Ströme dienendes, längs einer Achse (A) ausgerichtetes und eine Leistungsschaltstelle enthaltendes Aktivteil (20) aufweist mit zwei in axialer Richtung mit Abstand voneinander gehaltenen Stromanschlüssen (23, 24) zur elektrisch leitenden Integration des Aktivteils (20) beim Einbau der Hochstromschaltanordnung in den Leiterzug eines hochspannungsführenden Stromleiters der Generatorableitung (GA), dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (40) an einer ersten (31) zweier quer zur Achse (A) ausgerichteter Stirnseiten des Polrahmens (10) angeordnet ist, und dass ein Kraft vom Antrieb (40) auf die Leistungsschaltstelle übertragendes Getriebe (50) durch die erste Stirnseite (31) des Polrahmens (10) hindurch an das Aktivteil (20) geführt ist.
 
2. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb (40) unterhalb eines ersten der beiden Stromanschlüsse (23, 24) des Aktivteils (20) befindet.
 
3. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit einem das Aktivteil (20) aufnehmenden, kastenförmigen Gehäuse (30), welches zwei Gehäuseöffnungen (32) aufweist, die in Seiten (31) des Gehäuses (30) eingeformt sind, welche einander gegenüberliegen und durch welche der hochspannungsführende Stromleiter der Generatorableitung (GA) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb (40) unterhalb einer ersten der beiden Gehäuseöffnungen (32) befindet, und dass das Getriebe (50) an das im Inneren des Gehäuses (30) angeordnete Aktivteil (20) geführt ist.
 
4. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Bodens (33) des Gehäuses (30) lösbar mit dem Polrahmen (10) verbunden ist und eine Montageöffnung (34) verschliesst, die nach Aufstellen der Hochstromschaltanordnung und Öffnen der Montageöffnung (34) von der Standfläche (SF) aus den Zugang ins Innere des Gehäuses (30) ermöglicht.
 
5. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Polrahmen (10) Standbeine (12) aufweist.
 
6. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseboden (33) rasterförmig gelocht ist.
 
7. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (50) einen an einem feststehenden Drehpunkt (51) schwenkbar gelagerten, zweiarmigen Umlenkhebel (52) aufweist sowie zwei Schubstangen (53, 54), von denen die erste (53) mit einem erste Ende an einen ersten Arm des Umlenkhebels 52) und mit einem zweiten Ende an einen Hebel (54) angelenkt ist, der starr mit einer von unten an die Leistungsschaltstelle geführten Isolierwelle (22) verbunden ist, und von denen die zweite (54) mit einem erste Ende an den zweiten Arm des Umlenkhebels (52) und mit einem zweiten Ende an ein axial verschiebbar durch den Polrahmen (10) hindurch geführtes Antriebselement (56) des Getriebes (50) angelenkt ist.
 
8. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Stirnseite (11) des Polrahmens (15) mindestens ein weiterer Antrieb (41) angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem im Gehäuse (30) angeordneten, als Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät verbunden ist.
 
9. Hochstromanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der ersten Stirnseite (11) gegenüberliegenden zweiten Stirnseite des Polrahmens (15) mindestens ein weiterer Antrieb (41) angeordnet ist, der kraftschlüssig mit einem im Gehäuse (30) angeordneten, als Trenn-, Erdungs- oder Anfahrschalter der Hochstromschaltanordnung ausgebildeten Schaltgerät verbunden ist.
 
10. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 mit mindestens zwei einphasig gekapselten Schalterpolen (R, S, T), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Polrahmen (10) vorgesehen sind, von denen jeder jeweils einen der Schalterpol (R, S, T) und jeweils einen Antrieb (40) trägt.
 
11. Hochstromschaltanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9 mit mindestens zwei einphasig gekapselten Schalterpolen (R, S, T), dadurch gekennzeichnet, dass der Polrahmen (15) die mindestens zwei Schalterpole (R, S, T) trägt.
 
12. Hochstromschaltanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (40) über ein einziges Getriebe (50) Kraft auf die mindestens zwei Schalterpole (R, S, T) überträgt.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente