[0001] Die Erfindung betrifft eine Sprinkleranlage sowie ein Verfahren zum Verhindern eines
Einfrierens von Wasser in Leitungen einer Sprinkleranlage.
[0002] Sprinkleranlagen finden in der Industrie immer größere Verwendung, da die Versicherer
den Einbau einer solchen Brandschutzvorrichtung mit einem Nachlass bei der Brandschutzprämie
belohnen und sich so die Kosten für den Einbau schnell amortisieren.
[0003] Allerdings dürfen die meisten Sprinkleranlagen nur in beheizten Räumen verwendet
werden. Falls die Räume nicht beheizbar sind, z.B. in Lagerhäusern in Kühlzellen,
besteht die Gefahr, dass die wasserführenden Leitungen einfrieren und somit ein ordnungsgemäßer
Brandschutz nach gängigen Richtlinien nicht mehr zu gewährleisten ist.
[0004] Um dieses zu verhindern, wird bei mit Wasser gefüllten Leitungen der vom Frost gefährdete
Bereich mit einer Rohrbegleitheizung versehen. Diese funktioniert nach folgendem Prinzip:
Parallel zum frostgefährdeten Rohrnetz werden jeweils zwei Heizbänder mit Temperaturfühlern
im unteren Drittel des Rohres angebracht und dieses anschließend isoliert. Fällt die
Temperatur unter den vorgegeben Grenzwert, werden die Heizbänder durch eine automatische
Steuerung mit Strom versorgt und erzeugen Wärme.
[0005] Nachteilig an dieser Methodik sind der hohe Arbeits- und Kostenaufwand, da mehrere
hundert Meter Rohrleitung mit Heizbändern versehen werden müssen. Ebenfalls negativ
wirkt sich der hohe Wartungsaufwand für so eine Heizung aus, da die Isolation zuerst
geöffnet und anschließend wieder ordnungsgemäß geschlossen werden muss.
[0006] Das Patent
US 7 221 281 B1 offenbart eine Vorrichtung zur Detektion eines Flusses sowie zur Messung und Regelung
des Flusses. Die Vorrichtung umfasst einen Fluss-Sensor mit einem Einlass und einem
Auslass, eine Zufuhrleitung und eine Rückführungsleitung. Die Leitungen für Zufuhr
und Rückführung sind über mit Sprinklern und Wärmetauschern versehene Leitungen miteinander
verbunden. Wasser wird als Durchflussmedium eingesetzt. Das Wasser kann sowohl über
ein Ventil aus einem Vorrat als auch aus dem zurückgeführten Wasser mit Unterstützung
einer Pumpe in die Sprinkler- und Wärmetauscherleitungen zugeführt werden.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Sprinkleranlage für frostgefährdete
Einsatzbereiche zur Verfügung zu stellen.
[0008] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine Sprinkleranlage gemäß Anspruch 1 sowie
durch ein Verfahren zum Verhindern eines Einfrierens von Wasser in Leitungen einer
Sprinkleranlage gemäß Anspruch 12 gelöst.
[0009] Die erfindungsgemäße Sprinkleranlage umfasst eine erste Hauptleitung, eine zweite
Hauptleitung, eine Anzahl von Strangleitungen, wobei jede Strangleitung die erste
Hauptleitung mit der zweiten Hauptleitung fluidisch verbindet, und wobei an jeder
Strangleitung mindestens ein Sprinklerkopf angebracht ist, sowie eine Sprinklerventilstation,
die an die erste Hauptleitung angeschlossen ist. Des weiteren umfasst die Sprinkleranlage
eine Umwälzeinheit, mindestens eine Vorlaufleitung, die einen Ausgang der Umwälzeinheit
mit mindestens einem Teilmengenzuführpunkt der ersten Hauptleitung fluidisch verbindet,
und mindestens eine Rücklaufleitung, die mindestens einen Teilmengenabgabepunkt der
zweiten Hauptleitung mit einem Eingang der Umwälzeinheit fluidisch verbindet. Weiterhin
umfasst die erfindungsgemäße Sprinkleranlage einen Temperatursensor, der die momentane
Wassertemperatur des
[0010] Wassers in der Sprinkleranlage erfasst, außerdem eine Steuereinheit, welche dazu
ausgelegt ist, die gemessene Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage mit
einem Temperaturgrenzwert zu vergleichen und bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts
die Umwälzeinheit zu aktivieren.
[0011] Mit Hilfe der mindestens einen Vorlaufleitung, der Umwälzeinheit und der mindestens
einen Rücklaufleitung kann dem in der Sprinkleranlage befindlichen Wasser eine gewisse
Bewegung aufgeprägt werden. Bei den bisher bekannten Sprinkleranlagen befand sich
das Wasser in Ruhe, solange alle Sprinklerköpfe geschlossen waren. Bei der erfindungsgemäßen
Lösung dagegen wird das Wasser mittels der Umwälzeinheit in eine stetige Bewegung
versetzt. Durch die so aufgeprägte Bewegung wird ein Einfrieren des in der Sprinkleranlage
befindlichen Wassers verhindert. Dadurch kann die erfindungsgemäße Sprinkleranlage
auch in frostgefährdeten Bereichen betrieben werden. Mit Hilfe des Temperatursensors
und der Steuereinheit wird die Umwälzeinheit in situationsadäquater Weise aktiviert,
nur wenn die Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage einen kritischen
Grenzwert unterschreitet und ein Einfrieren des Wassers in der Anlage droht. Der Betrieb
der erfindungsgemäße Sprinkleranlage erfolgt dadurch sowohl energie- als auch kostensparend.
Durch den erfindungsgemäßen Gefrierschutz, der mittels eines zusätzlichen Umwälzkreislaufs
realisiert wird, wird die Funktionsfähigkeit der
[0012] Sprinkleranlage im Brandfall nicht beeinträchtigt, es wird vielmehr auch bei sehr
niedrigen Temperaturen eine ordnungsgemäße Funktion der Anlage gewährleistet.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Umwälzeinheit, die mindestens
eine Vorlaufleitung und die mindestens eine Rücklaufleitung dazu ausgelegt, dem Wasser
in den Strangleitungen jeweils eine Strömung aufzuprägen. Durch eine gleichmäßig verteilte
Strömung in allen Rohrleitungen der Sprinkleranlage wird ein Einfrieren zuverlässig
verhindert.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform führt die Umwälzeinheit über die mindestens
eine Vorlaufleitung der ersten Hauptleitung und den Strangleitungen Wasser zu und
führt zugleich von der zweiten Hauptleitung über die mindestens eine Rücklaufleitung
Wasser ab, wobei dem Wasser in den Strangleitungen jeweils eine Strömung aufgeprägt
wird.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Umwälzeinheit, die mindestens
eine Vorlaufleitung, der mindestens eine Teilmengenzuführpunkt, der mindestens eine
Teilmengenabgabepunkt und die mindestens eine Rücklaufleitung dazu ausgelegt, dem
Wasser in jeder Strangleitung einen in etwa gleichen Fluss aufzuprägen.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform erfolgt eine Zufuhr von Wasser über die
mindestens eine Vorlaufleitung und den mindestens einen Teilmengenzuführpunkt und
eine Ableitung von Wasser über den mindestens einen Teilmengenabgabepunkt und die
mindestens eine Rücklaufleitung, wobei dem Wasser in jeder Strangleitung ein in etwa
gleicher Fluss aufgeprägt wird.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein erstes Ende jeder Strangleitung
mit der ersten Hauptleitung und ein zweites Ende jeder Strangleitung mit der zweiten
Hauptleitung verbunden. Jede Strangleitungen erstreckt sich also von der ersten Hauptleitung
zur zweiten Hauptleitung.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Umwälzeinheit dazu ausgelegt, an
dem mindestens einen Teilmengenabgabepunkt der zweiten Hauptleitung einen vorgegebenen
Fluss über die mindestens eine Rücklaufleitung abzuführen.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform wird an dem mindestens einen Teilmengenabgabepunkt
der zweiten Hauptleitung über die mindestens eine Rücklaufleitung ein vorgegebener
Fluss mittels der Umwälzeinheit abgeführt.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Umwälzeinheit dazu ausgelegt, über
die mindestens eine Vorlaufleitung an dem mindestens einen Teilmengenzuführpunkt der
ersten Hauptleitung einen vorgegebenen Fluss einzuspeisen.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform wird über die mindestens eine Vorlaufleitung
an dem mindestens einen Teilmengenzuführpunkt der ersten Hauptleitung ein vorgegebener
Fluss mittels der Umwälzeinheit eingespeist.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Sprinkleranlage mindestens eine
zusätzliche Hauptleitung sowie eine Anzahl von zusätzlichen Strangleitungen auf, wobei
die zusätzlichen Strangleitungen die mindestens eine zusätzliche Hauptleitung fluidisch
mit mindestens einer der anderen Hauptleitungen verbinden. Bei umfangreicheren Sprinkleranlagen
sind mehr als zwei Hauptleitungen vorgesehen, um größere Bereiche schützen zu können.
Um auch in einem derartigen System für eine gleichmäßige Durchströmung zu sorgen,
können beispielsweise weitere Vorlauf- und Rücklaufleitungen vorgesehen werden. Darüber
hinaus können beispielsweise Bypassleitungen vorgesehen werden.
[0023] Gemäß der Erfindung umfasst die Sprinkleranlage eine Steuereinheit zur Steuerung
der Umwälzeinheit.
[0024] Gemäß der Erfindung umfasst die Sprinkleranlage mindestens einen Temperatursensor,
der die momentane Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage erfasst. Die
momentane Wassertemperatur hängt unmittelbar von der Umgebungstemperatur der Sprinkleranlage
ab. Wenn die Umgebungstemperatur so tief abfällt, dass ein Einfrieren des Wassers
in der Sprinkleranlage droht, dann kann dies anhand der vom Temperatursensor erfassten
Wassertemperatur erkannt werden.
[0025] Gemäß der Erfindung ist die Steuereinheit dazu ausgelegt, eine gemessene Wassertemperatur
des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert zu vergleichen und
bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzeinheit zu aktivieren. Bei den
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dient die von der Umwälzeinheit in den
Rohren der Sprinkleranlage hervorgerufene Wasserströmung einzig und allein zu dem
Zweck, ein Einfrieren des Wassers in den Rohren der Sprinkleranlage zu verhindern.
Ein Einfrieren des Wassers droht nur bei entsprechend niedrigen Außentemperaturen,
welche entsprechend tiefe Wassertemperaturen zur Folge haben. Durch Vergleichen der
vom Temperatursensor erfassten Wassertemperatur mit einem vorgegebenen Grenzwert kann
ermittelt werden, wann ein Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage konkret droht.
Anstatt die Umwälzeinheit ständig laufen zu lassen, wird bei dieser Ausführungsform
die Umwälzeinheit selektiv nur dann eingeschaltet, wenn ein Einfrieren des Wassers
in der Sprinkleranlage konkret droht. Bei dieser Ausführungsform wird die Umwälzeinheit
nur bei tiefen Temperaturen eingeschaltet, um so die Betriebskosten der Sprinkleranlage
niedrig zu halten.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Umwälzeinheit eine Umwälzpumpe.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Umwälzpumpe dazu ausgelegt, eine
vorgegebene Menge von Wasser pro Zeiteinheit zu fördern.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Umwälzpumpe eine Förderleistung
auf, die in etwa einer pro Strangleitung benötigten Förderleistung multipliziert mit
der Anzahl der Strangleitungen entspricht. Dabei wird die von der Umwälzpumpe hervorgerufene
Strömung so bemessen, dass ein Einfrieren des Wassers zuverlässig verhindert wird.
Gemäß den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dient der Umwälzkreislauf nicht
zum Realisieren einer zusätzlichen Beheizung oder Kühlung der Gebäudeabschnitte, in
denen die Sprinkleranlage installiert ist. Das Umwälzen des Wassers dient lediglich
dazu, das Wasser in der Sprinkleranlage am Einfrieren zu hindern. Je nach gewünschtem
Betriebstemperaturbereich kann hierzu bereits eine relativ geringe Förderleistung
ausreichend sein.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuereinheit dazu ausgelegt, eine
gemessene Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert
zu vergleichen und bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzpumpe einzuschalten.
Durch eine derartige Steuerung der Umwälzpumpe wird die Umwälzeinheit selektiv nur
dann eingeschaltet, wenn ein Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage konkret
droht.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Umwälzeinheit ein Heizelement,
das dazu ausgelegt ist, das von der Umwälzeinheit geförderte Wasser zu erwärmen. Durch
das Heizelement kann das im Umwälzkreislauf geförderte Wasser erwärmt werden. Zusätzlich
zu der Bewegung des Wassers wird das im Umwälzkreislauf umlaufende Wasser auch erwärmt.
Dadurch wird das Einfrieren durch zwei verschiedene Maßnahmen verhindert. Im Ergebnis
kann die Sprinkleranlage dadurch auch bei noch niedrigeren Umgebungstemperaturen betrieben
werden. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuereinheit dazu ausgelegt,
eine gemessene Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert
zu vergleichen und bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzpumpe und
das Heizelement einzuschalten. Bei dieser Ausführungsform werden die Umwälzpumpe und
das Heizelement selektiv nur dann eingeschaltet, wenn die Wassertemperatur so niedrig
ist, dass ein Einfrieren des Wassers droht.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuereinheit dazu ausgelegt, eine
gemessene Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem ersten Temperaturgrenzwert
und mit einem zweiten Temperaturgrenzwert zu vergleichen, wobei der zweite Temperaturgrenzwert
unter dem ersten Temperaturgrenzwert liegt, bei Unterschreiten des ersten Temperaturgrenzwerts
die Umwälzpumpe einzuschalten, und bei Unterschreiten des zweiten Temperaturgrenzwerts
zusätzlich auch das Heizelement einzuschalten. Durch diese zweistufige Steuerung von
Umwälzpumpe und Heizelement kann ein Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage
in einem weiten Bereich von Umgebungstemperaturen, insbesondere auch bei sehr niedrigen
Temperaturen, zuverlässig verhindert werden.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuereinheit dazu ausgelegt, die
Umwälzeinheit in regelmäßigen zeitlichen Abständen für eine vorgegebene Zeitperiode
einzuschalten.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Anzahl der Teilmengenzuführpunkte
und die Anordnung des mindestens einen Teilmengenzuführpunkts entlang der ersten Hauptleitung
sowie die Anzahl der Teilmengenabgabepunkte und die Anordnung des mindestens einen
Teilmengenabgabepunkts entlang der zweiten Hauptleitung so gewählt, dass dem Wasser
in jeder Strangleitung ein in etwa gleicher Fluss aufgeprägt wird.
[0034] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens eines von
- Anzahl der Teilmengenzuführpunkte,
- Anordnung des mindestens einen Teilmengenzuführpunkts entlang der ersten Hauptleitung,
- Durchmesser der an dem mindestens einen Teilmengenzuführpunkt angeschlossenen Vorlaufleitungen,
- Anzahl der Teilmengenabgabepunkte,
- Anordnung des mindestens einen Teilmengenabgabepunkts entlang der zweiten Hauptleitung,
- Durchmesser der an den mindestens einen Teilmengenabgabepunkt angeschlossenen Rücklaufleitungen
so gewählt, dass dem Wasser in jeder Strangleitung ein in etwa gleicher Fluss aufgeprägt
wird.
[0035] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die erste Hauptleitung einen einzigen
in der Mitte der ersten Hauptleitung angeordneten Teilmengenzuführpunkt auf, an dem
der gesamte von der Umwälzeinheit geförderte Fluss eingespeist wird.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens eines von
- Anzahl der Teilmengenabgabepunkte,
- Anordnung des mindestens einen Teilmengenabgabepunkts entlang der zweiten Hauptleitung,
- Durchmesser der an den mindestens einen Teilmengenabgabepunkt angeschlossenen Rücklaufleitungen
so gewählt, dass dem Wasser in jeder Strangleitung ein in etwa gleicher Fluss aufgeprägt
wird.
[0037] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind mindestens zwei Teilmengenabgabepunkte
entlang der zweiten Hauptleitung vorgesehen.
[0038] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Teilmengenabgabepunkte jeweils
am äußeren Bereich der zweiten Hauptleitung angeordnet.
[0039] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weisen Teilmengenabgabepunkte am äußeren
Bereich der zweiten Hauptleitung einen kleineren Durchmesser auf als Teilmengenabgabepunkte
im Zentrum der zweiten Hauptleitung.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Verhindern eines Einfrierens von Wasser
in Leitungen einer Sprinkleranlage, wobei die Sprinkleranlage eine erste Hauptleitung,
eine zweite Hauptleitung, eine Sprinklerstation sowie eine Anzahl von Strangleitungen
umfasst, wobei jede Strangleitung die erste Hauptleitung mit der zweiten Hauptleitung
fluidisch verbindet, wobei an jeder Strangleitung mindestens ein Sprinklerkopf angebracht
ist, und wobei die Sprinklerventilstation an die erste Hauptleitung angeschlossen
ist. Das Verfahren umfasst das Abführen eines Flusses an mindestens einem Teilmengenabgabepunkt
der zweiten Hauptleitung, das Einspeisen eines entsprechenden Flusses an mindestens
einem Teilmengenzuführpunkt der ersten Hauptleitung, und das Aufprägen von Strömungen
auf das in den Strangleitungen befindliche Wasser.
[0041] Nachfolgend wird die Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
weiter beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sprinkleranlage mit einem zusätzlichen Umwälzkreislauf;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Umwälzeinheit mit einer Umwälzpumpe umd einem Heizaggregat;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sprinkleranlage;
Fig. 4A eine erste Tabelle mit Ergebnissen einer hydraulischen Berechnung zu der in
Fig. 3 gezeigten Sprinkleranlage; und
Fig. 4A eine zweite Tabelle mit weiteren Ergebnissen der hydraulischen Berechnung
zu der in Fig. 3 gezeigten Sprinkleranlage.
[0042] Fig. 1 zeigt eine Überblicksdarstellung einer erfindungsgemäßen Sprinkleranlage,
welche beispielsweise in Lagerhäusern, Fabrikhallen, Geschäftsräumen etc. eingesetzt
werden kann. Die Sprinkleranlage umfasst eine vordere Hauptleitung 1 und eine hintere
Hauptleitung 2. Die vordere Hauptleitung 1 ist über eine Vielzahl von nebeneinander
angeordneten Strangleitungen 3 bis 10 mit der hinteren Hauptleitung 2 fluidisch verbunden.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel umfasst die Sprinkleranlage acht Strangleitungen.
Abhängig von der individuellen Auslegung der jeweiligen Sprinkleranlage kann eine
beliebige andere Anzahl von Strangleitungen vorgesehen sein. Jede der Strangleitungen
3 bis 10 ist am vorderen Ende mit einem ersten Anschlusspunkt an der vorderen Hauptleitung
1 verbunden, während das hintere Ende mit einem zweiten Anschlusspunkt an der hinteren
Hauptleitung 2 verbunden ist. Insofern erstreckt sich jede der Strangleitungen 3 bis
10 von einem ersten Anschlusspunkt an der vorderen Hauptleitung 1 zu einem zweiten
Anschlusspunkt an der hinteren Hauptleitung 2.
[0043] An die Strangleitungen 3 bis 10 sind Sprinklerköpfe 11 angeschlossen, aus denen im
Brandfall das Löschwasser austritt, um den beginnenden Brand in der Entstehungsphase
löschen zu können. Dabei ist an jede der Strangleitungen 3 bis 10 jeweils mindestens
ein Sprinklerkopf 11 angeschlossen. Die Sprinklerköpfe 11 werden dabei an der Raumdecke
oder im oberen Bereich der Seitenwände der zu schützenden Räumlichkeiten angebracht.
Jeder Sprinklerkopf 11 ist mit einer Glasampulle verschlossen, die mit einer gefärbten
Spezialflüssigkeit gefüllt ist. Außerdem enthält die Glasampulle eine Luftblase. Bei
einem Feuer erwärmt sich die Flüssigkeit in der Glasampulle und dehnt sich aus. Wenn
die Auslösetemperatur der Glasampulle überschritten wird, platzt die Ampulle. Dadurch
wird die Austrittsdüse des Sprinklerkopfes geöffnet, und Wasser kann aus dem Sprinklerrohrnetz
austreten. Dabei hängt die Auslösetemperatur der Glasampulle von der Größe der eingeschlossenen
Luftblase ab und wird durch die Farbe der Ampullenflüssigkeit gekennzeichnet. Im Durchschnitt
liegt die Auslösetemperatur ca. 30° über der zu erwartenden Raumtemperatur. Bei einem
Brand öffnen nur die Sprinklerköpfe, deren Ampullen die Auslösetemperatur erreicht
oder überschritten haben.
[0044] Im Brandfall wird das benötigte Wasser durch eine Sprinklerventilstation 12 zur Verfügung
gestellt, die über eine Rohrleitung 13 mit der vorderen Hauptleitung 1 verbunden ist.
Die Sprinklerventilstation 12 umfasst ein Rückschlagventil 14, einen Druckmesser 15
sowie eine Sprinklerpumpe 16, die mit einem Wasserbassin 17 verbunden ist.
[0045] Solange sämtliche Sprinklerköpfe 11 geschlossen sind und keine der Ampullen geplatzt
ist, befindet sich das Wasser im Rohrnetz der Sprinkleranlage unter einem konstanten
Druck von beispielsweise 10 bar. Sobald eine oder mehrere der Ampullen platzen, beginnt
aus den betroffenen Sprinklerköpfen Wasser auszutreten. Als Folge davon kommt es zu
einem deutlichen Druckabfall im Rohrleitungsnetz der Sprinkleranlage. Dieser Druckabfall
wird vom Druckmesser 15 erkannt. Sobald der Systemdruck unter einen vorgegebenen Grenzwert
von beispielsweise 8 bar abfällt, wird durch die Sprinklerventilstation 12 ein Alarm
ausgelöst, außerdem wird die Feuerwehr benachrichtigt. Darüber hinaus wird die Sprinklerpumpe
16 aktiviert. Bei der Sprinklerpumpe 16 handelt es sich um eine leistungsstarke dieselgetriebene
Pumpe, die beispielsweise für eine Leistung in der Größenordnung von 100 kW ausgelegt
sein kann. Dies bedeutet, dass die Sprinklerpumpe 16 größenordnungsmäßig etwa 12000
bis 20000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Wenn man annimmt, dass im Brandfall
aus jedem geöffneten Sprinklerkopf eine Menge von 900 bis 1000 Liter Wasser pro Minute
austreten, dann bedeutet dies, dass eine dergestalt ausgelegte Sprinklerpumpe 16 im
Brandfall etwa 12 bis 20 geöffnete Sprinklerköpfe ausreichend mit Wasser versorgen
kann. Das mit der Sprinklerpumpe 16 verbundene Wasserbassin 17 hat ein Volumen von
beispielsweise 1 Million Liter Wasser. Dadurch ist sichergestellt, dass ein auftretender
Brand über einen hinreichend langen Zeitraum hinweg mit der Sprinkleranlage bekämpft
werden kann. Für die jeweilige Auslegung der Sprinklerventilstation 12 gibt es detaillierte
Vorschriften, in denen für jede Brandschutzklasse gesondert festgelegt ist, welche
Mindestanforderungen die Sprinklerventilstation 12 erfüllen muss.
[0046] Im Folgenden soll angenommen werden, dass infolge eines Brandes am Sprinklerkopf
18 die Grenztemperatur der Ampulle von Sprinklerkopf 18 überschritten wird und die
Ampulle platzt. Am Sprinklerkopf 18 beginnt dann Wasser auszutreten. Infolge des daraus
resultierenden Druckabfalls im Gesamtsystem wird auf Seiten der Sprinklerstation 12
die Sprinklerpumpe 16 eingeschaltet. Das von der Sprinklerpumpe 16 geförderte Wasser
wird über die Rohrleitung 13 der vorderen Hauptleitung 1 zugeführt, und zwar am vorderen
Ende. Das andere Ende der vorderen Hauptleitung 1 ist durch ein Endstück 19 verschlossen.
Bei der hinteren Hauptleitung 2 sind beide Enden durch Endstücke 20 und 21 verschlossen.
Das von der Sprinklerpumpe 16 geförderte Wasser gelangt deshalb auf zwei verschiedenen
Flusspfaden zur Austrittsstelle am geöffneten Sprinklerkopf 18. Zum einen gelangt
ein Teil des Wassers, das über die Rohrleitung 13 eingespeist wird, über die Strangleitung
6 direkt zum geöffneten Sprinklerkopf 18. Dieser Flusspfad ist durch den Pfeil 22
veranschaulicht. Der restliche Teil des über die Rohrleitung 13 eingespeisten Wassers
gelangt über die nicht betroffenen Strangleitungen 3 bis 5 sowie 7 bis 10 zur hinteren
Hauptleitung 2 und von dort weiter zur Anschlussstelle der betroffenen Strangleitung
6. Über diese Anschlussstelle wird das Wasser von hinten in die Strangleitung 6 eingespeist.
Der geöffnete Sprinklerkopf 18 wird daher auch von der hinteren Hauptleitung 2 aus
mit Wasser beschickt. Dieser zweite Flusspfad ist durch den Pfeil 23 veranschaulicht.
Ein Sprinklerkopf, dessen Ampulle im Brandfall platzt, wird daher stets von beiden
Seiten der jeweiligen Strangleitung aus mit Wasser beschickt. Auch wenn bei einem
größeren Brand mehrere Ampullen platzen und mehrere Sprinklerköpfe geöffnet werden,
wird jeder der geöffneten Sprinklerköpfe von beiden Seiten her mit Wasser beschickt.
[0047] Aus der bisherigen Darstellung ergibt sich, dass das Löschwasser im Brandfall hauptsächlich
über die Rohrleitung 13, über die vordere Hauptleitung 1 und über die hintere Hauptleitung
2 transportiert wird. Diese Leitungen weisen daher einen relativ großen Rohrdurchmesser
von beispielsweise 150 mm auf. Dagegen weisen die Strangleitungen 3 bis 10 einen etwas
geringeren Innendurchmesser von beispielsweise 65 mm auf.
[0048] Beim Betrieb einer Sprinkleranlage der in Fig. 1 gezeigten Art muss verhindert werden,
dass das im Sprinklersystem befindliche Wasser an irgendeiner Stelle des Sprinklersystems
einfriert. Bei einem Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage ist ein ordnungsgemäßer
Brandschutz nach gängigen Richtlinien nicht mehr gewährleistet. Insofern dürfen die
meisten Sprinkleranlagen nur in beheizten Räumen verwendet werden.
[0049] Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird ein Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage
mittels eines zusätzlichen Umwälzkreislaufs verhindert, der das Wasser im Rohrleitungsnetz
der Sprinkleranlage in Bewegung versetzt. Der Umwälzkreislauf umfasst eine Umwälzeinheit
24, die mit einer Umwälzpumpe ausgestattet ist. Durch die Umwälzeinheit 24 wird dem
in den Rohrleitungen der Sprinkleranlage befindlichen Wasser eine Strömung aufprägt.
Zur Verhinderung des Einfrierens des in den Rohrleitungen befindlichen Wassers wird
der Effekt ausgenutzt, dass bewegtes Wasser weniger leicht gefriert als stehendes
Wasser. Um ein Einfrieren des Wassers zu verhindern, wird dem Wasser mittels des zusätzlichen
Umwälzkreislaufs gezielt eine Strömung aufgeprägt. Durch die so verursachte Strömung
des Wassers im Rohrleitungsnetz kann zumindest in einem bestimmten Temperaturbereich
ein Einfrieren des Wassers zuverlässig verhindert werden. Zusätzlich kann die Umwälzeinheit
24 auch ein Heizaggregat umfassen, welches das aus dem Rohrleitungsnetz der Sprinkleranlage
entnommene Wasser aufheizt, bevor das Wasser wieder in das Rohrleitungsnetz eingespeist
wird.
[0050] Zur Realisierung des erfindungsgemäßen Umwälzkreislaufs werden entlang der hinteren
Hauptleitung 2 eine bestimmte Anzahl von Teilmengenabgabepunkten festgelegt. An diesen
Teilmengenabgabepunkten wird Wasser aus dem Sprinklersystem entnommen. Bei dem in
Fig. 1 gezeigten Beispiel sind an der hinteren Hauptleitung 2 zwei Teilmengenabgabepunkte
25 und 26 vorgesehen. Der erste Teilmengenabgabepunkt 25 ist über eine erste Rücklaufleitung
27 mit einer Gesamtrücklaufleitung 28 verbunden. Der zweite Teilmengenabgabepunkt
(26) ist über eine zweite Rücklaufleitung 29 mit der Gesamtrücklaufleitung 28 verbunden.
Über die Gesamtrücklaufleitung 28 wird das an den Teilmengenabgabepunkten 25 und 26
entnommene Wasser dem Eingang der Umwälzeinheit 24 zugeführt.
[0051] Die Umwälzpumpe der Umwälzeinheit 24 ist dazu ausgelegt, eine bestimmte Menge von
Wasser pro Zeiteinheit zu fördern und am Ausgang der Umwälzeinheit 24 zur Verfügung
zu stellen. Die Förderleistung der Umwälzpumpe ist dabei vorzugsweise so dimensioniert,
dass in jeder der Strangleitungen 3 bis 10 eine Strömung von beispielsweise 40 bis
50 l/min hervorgerufen wird. Eine derartige Strömung ist bereits ausreichend, um ein
Einfrieren des in den Rohren befindlichen Wassers zu verhindern. Dabei sollte nach
Möglichkeit jeder der Strangleitungen eine in etwa gleiche Strömung aufgeprägt werden.
Die Förderleistung der Umwälzpumpe ergibt sich dann aus der Multiplikation der Anzahl
der Strangleitungen mit der pro Strangleitung gewünschten Strömung. Bei dem in Fig.
1 gezeigten Beispiel ergibt sich, dass die Förderleistung der Umwälzpumpe beispielsweise
etwa 320 l/min bis 400 l/min betragen sollte. Zusätzlich zu der eben beschriebenen
Umwälzpumpe kann die Umwälzeinheit 24 ein Heizaggregat aufweisen, welche das geförderte
Wasser je nach Bedarf erwärmt.
[0052] Das von der Umwälzpumpe geförderte Wasser gelangt über den Ausgang der Umwälzeinheit
24 in die Vorlaufleitung 30. Über die Vorlaufleitung 30 wird das Wasser zu mindestens
einem Teilmengenzuführpunkt geleitet, der entlang der vorderen Hauptleitung 1 angeordnet
ist. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist genau ein Teilmengenzuführpunkt 31 vorgesehen,
der in der Mitte der vorderen Hauptleitung 1 zwischen den Strangleitungen 6 und 7
angeordnet ist. An diesem Teilmengenzuführpunkt 31 wird die gesamte von der Umwälzeinheit
24 geförderte Menge an Wasser eingespeist. Wenn die Umwälzeinheit 24 eingeschaltet
ist, wird daher an dem Teilmengenzuführpunkt 31 eine bestimmte Menge Wasser pro Zeiteinheit
eingespeist, während an den beiden Teilmengenabgabepunkten 25 und 26 eine entsprechende
Menge Wasser pro Zeiteinheit entnommen wird. Dadurch wird dem in den Strangleitungen
3 bis 10 befindlichen Wasser eine Strömung in Richtung von der vorderen Hauptleitung
1 hin zur hinteren Hauptleitung 2 aufgeprägt. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel
ist der Teilmengenzuführpunkt 31 etwa in der Mitte der vorderen Hauptleitung 1 angeordnet,
während die beiden Teilmengenabgabepunkte 25 und 26 jeweils an den äußeren Enden der
hinteren Hauptleitung 2 angeordnet sind. Aus dieser Anordnung des Teilmengenzuführpunkts
31 und der Teilmengenabgabepunkte 25 und 26 ergibt sich eine in etwa gleiche Strömung
in sämtlichen Strangleitungen 3 bis 10.
[0053] Bei der Auslegung eines erfindungsgemäßen Sprinklersystems kann durch die Anzahl
und die Anordnung der Teilmengenzuführpunkte und Teilmengenabführpunkte sowie durch
die geeignete Wahl der Durchmesser der Vorlauf- und Rücklaufleitungen dafür gesorgt
werden, dass eine möglichst gleichmäßige Durchströmung sämtlicher Strangleitungen
des Systems erzielt wird. Anders gesagt sollte jede erfindungsgemäße Sprinkleranlage
so ausgelegt werden, dass dem Wasser in sämtlichen Strangleitungen in etwa die gleiche
Strömung aufgeprägt wird.
[0054] Es ist nicht notwendig, dass die Umwälzeinheit 24 ständig in Betrieb ist. Entsprechend
der Erfindung wird die Umwälzeinheit 24 nur dann eingeschaltet, wenn die Temperatur
des Wassers in der Sprinkleranlage unter einen gewissen Grenzwert fällt. Zur Steuerung
der Umwälzeinheit 24 sind ein oder mehrere Temperatursensoren innerhalb des Rohrleitungsnetzes
der Sprinkleranlage vorgesehen. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist ein erster
Temperatursensor 32 innerhalb der ersten Rücklaufleitung 27 angebracht, und ein zweiter
Temperatursensor 33 ist innerhalb der zweiten Rücklaufleitung 29 angebracht. Die beiden
Temperatursensoren 32, 33 sind über Verbindungsleitungen 34, 35 mit einer Steuereinheit
36 verbunden. Die Steuereinheit 36 steuert die Umwälzeinheit 24 in Abhängigkeit von
der gemessenen Temperatur. Dazu vergleicht die Steuereinheit 36 die von den Temperatursensoren
32, 33 gemessene Temperatur mit einem vorgegebenen Grenzwert. Sobald der vorgegebene
Grenzwert unterschritten wird, wird die Umwälzpumpe der Umwälzeinheit 24 von der Steuereinheit
36 eingeschaltet, damit ein Einfrieren des Wassers in der Sprinkleranlage verhindert
wird. Sobald die gemessene Temperatur den vorgegebenen Grenzwert übersteigt, wird
die Umwälzpumpe wieder ausgeschaltet.
[0055] Mit Hilfe der Temperatursensoren kann die Wassertemperatur in der Sprinkleranlage
erfasst werden. Anhand der gemessenen Temperatur kann festgestellt werden, wann ein
Einfrieren des in der Sprinkleranlage befindlichen Wassers konkret droht. Hierzu wird
der gemessene Temperaturwert mit einem vorgegebenen Grenzwert verglichen. Nur wenn
der vorgegebene Grenzwert unterschritten ist und somit ein Einfrieren des Wassers
in den Rohrleitungen konkret droht, wird die Umwälzpumpe der Umwälzeinheit 24 von
der Steuereinheit 36 eingeschaltet. Durch eine derartige Steuerung der Umwälzpumpe
wird erreicht, dass nur dann selektiv eine Strömung im Wasser der Sprinkleranlage
erzeugt wird, wenn ein Einfrieren des Wassers in den Rohren konkret droht. Durch eine
derartige Steuerung der Umwälzpumpe werden die Betriebskosten für die Umwälzpumpe
begrenzt.
[0056] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Umwälzeinheit
24 zusätzlich zur Umwälzpumpe ein Heizaggregat zum Aufheizen des durch die Umwälzeinheit
24 geförderten Wassers. Dieses Heizaggregat wird ebenfalls von der Steuereinheit 36
gesteuert. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei Unterschreiten der vorgegebenen
Grenztemperatur zusammen mit der Umwälzpumpe auch das Heizaggregat eingeschaltet wird.
Dadurch wird erreicht, dass die Umwälzpumpe und das Heizaggregat nur dann aktiv sind,
wenn dies zur Verhinderung des Einfrierens auch wirklich erforderlich ist.
[0057] Alternativ dazu können zwei verschiedene Grenztemperaturen festgelegt werden, eine
erste höhere Grenztemperatur, die den Einschaltzeitpunkt der Umwälzpumpe festlegt,
und eine zweite niedrigere Grenztemperatur, die den Einschaltzeitpunkt für das Heizaggregat
definiert. Sobald die aktuell gemessene Temperatur die erste Grenztemperatur unterschreitet,
wird die Umwälzpumpe eingeschaltet, um dem Wasser in den Strangleitungen eine Strömung
aufzuprägen. Dabei wird das Heizaggregat zunächst noch nicht eingeschaltet. Erst wenn
die gemessene Temperatur auch die zweite Grenztemperatur unterschreitet, wird zusätzlich
zur Umwälzpumpe auch das Heizaggregat eingeschaltet, um das in der Sprinkleranlage
befindliche Wasser aufzuwärmen. Sobald die gemessene Temperatur die zweite Grenztemperatur
wieder überschreitet, wird das Heizaggregat ausgeschaltet, und wenn die gemessene
Temperatur dann auch die erste Grenztemperatur überschreitet, wird auch die Umwälzpumpe
ausgeschaltet. Durch dieses gestufte Vorgehen wird das Einfrieren des in der Sprinkleranlage
befindlichen Wassers zuverlässig verhindert.
[0058] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Umwälzeinheit 37, welche beispielsweise in Form
eines Schaltschranks realisiert sein kann. Das von der Sprinkleranlage kommende Wasser
gelangt über eine Rücklaufleitung 38 zum Eingang 39 der Umwälzeinheit 37. Dort ist
eine elektrisch betriebene Umwälzpumpe 40 vorgesehen. Für eine Sprinkleranlage mit
etwa zehn Strangleitungen kann beispielsweise eine Umwälzpumpe 40 mit einer Anschlussleistung
von ca. 6 kW eingesetzt werden, welche größenordnungsmäßig etwa 400 bis 500 Liter
Wasser pro Minute fördert. Der Ausgang der Umwälzpumpe 40 ist mit dem Eingang eines
Durchlauferhitzers 41 verbunden. Bei dem Durchlauferhitzer 41 kann es sich z.B. um
einen elektrisch betriebenen Durchlauferhitzer handeln, der mit einer Heizschlange
42 ausgestattet ist. Zum Erwärmen einer Menge von 400 bis 500 Liter Wasser pro Minute
kann beispielsweise ein Durchlauferhitzer mit einer Leistung von 7 kW eingesetzt werden.
Der Ausgang des Durchlauferhitzers 41 ist mit dem Ausgang 43 der Umwälzeinheit verbunden.
Am Ausgang 43 der Umwälzeinheit ist eine Vorlaufleitung 44 angeschlossen, die das
von der Umwälzpumpe 40 geförderte Wasser zur Sprinkleranlage zurückführt.
[0059] Anders als bei Lösungen des Stands der Technik dienen bei den Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung die Umwälzpumpe 40 und der Durchlauferhitzer 41 nicht dazu,
die Sprinkleranlage zusätzlich zur Beheizung, Kühlung oder Klimatisierung der von
der Sprinkleranlage abgedeckten Räumlichkeiten zu verwenden. Die Umwälzpumpe 40 und
der Durchlauferhitzer 41 sind allein zu dem Zweck vorgesehen, ein Einfrieren von Wasser
in den Rohrleitungen der Sprinkleranlage zu verhindern. Da es nicht um Heizung oder
Kühlung der Raumluft, sondern nur um das Verhindern des Einfrierens des in den Rohrleitungen
befindlichen Wassers geht, können die Umwälzpumpe 40 und der Durchlauferhitzer 41
für vergleichsweise geringe Leistungen ausgelegt werden.
[0060] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sprinkleranlage
gezeigt, und in den Tabellen von Fig. 4A und Fig. 4B sind Ergebnisse einer hydraulischen
Berechnung dargestellt, die für die in Fig. 3 gezeigte Sprinkleranlage durchgeführt
wurde.
[0061] Die Sprinkleranlage von Fig. 3 umfasst zehn Strangleitungen 45 bis 54, die sich jeweils
von einer vorderen Hauptleitung 55 zu einer hinteren Hauptleitung 56 erstrecken. Die
vorderen Enden der Strangleitungen 45 bis 54 sind jeweils an die vordere Hauptleitung
55 angeschlossen, während die hinteren Enden der Strangleitungen jeweils mit der hinteren
Hauptleitung 56 verbunden sind.
[0062] Der zum Aufprägen einer Strömung benötigte Fluss wird durch eine Umwälzeinheit 57
zur Verfügung gestellt, welche über eine Vorlaufleitung 58 mit der vorderen Hauptleitung
55 verbunden ist. Die Vorlaufleitung 58 ist am Teilmengenzuführpunkt 59 an die vorderen
Hauptleitung 55 angeschlossen. Der Teilmengenzuführpunkt 59 befindet sich in der Mitte
der vorderen Hauptleitung 55 zwischen den beiden Strangleitungen 49 und 50. Die vordere
Hauptleitung 55 wird dadurch in insgesamt zehn Abschnitte 55-1 bis 55-10 unterteilt,
die in Fig. 3 gekennzeichnet sind.
[0063] Auf Seiten der hinteren Hauptleitung 56 wird Wasser aus dem Sprinklersystem abgezogen
und der Umwälzeinheit zugeführt. Hierfür sind an den äußeren Enden der hinteren Hauptleitung
56 zwei Teilmengenabgabepunkte 60 und 61 vorgesehen. Bei Berücksichtigung der beiden
Teilmengenabgabepunkte 60 und 61 wird die hintere Hauptleitung 56 in insgesamt elf
Abschnitte 56-1 bis 56-11 unterteilt. Diese elf Teilabschnitte der hinteren Hauptleitung
56 sind in Fig. 3 gekennzeichnet. An den ersten Teilmengenabgabepunkt 60 ist eine
erste Rücklaufleitung 62 angeschlossen, die den ersten Teilmengenabgabepunkt 60 mit
der Gesamtrücklaufleitung 63 verbindet. Entsprechend ist an den zweiten Teilmengenabgabepunkt
61 eine zweite Rücklaufleitung 64 angeschlossen, die den zweiten Teilmengenabgabepunkt
61 mit der Gesamtrücklaufleitung 63 verbindet. Über die Gesamtrücklaufleitung 63 wird
das aus dem Sprinklersystem entnommene Wasser dem Eingang der Umwälzeinheit 57 zugeführt.
[0064] In den Tabellen von Fig. 4A und Fig. 4B sind die in Fig. 3 gezeigten Rohrleitungen
der Reihe nach aufgeführt, wobei für jeden Rohrleitungsabschnitt eine eigene Zeile
vorgesehen ist. In den ersten beiden Spalten wird zu jedem Rohrleitungsabschnitt der
Innendurchmesser in mm sowie die Rohrlänge des betreffenden Abschnitts in m angegeben.
In den darauffolgenden drei Spalten ist für jeden Rohrleitungsabschnitt der Anfangsdruck
p
ANF, der Druckverlust Δp über dem jeweiligen Rohrleitungsabschnitt sowie der Enddruck
p
END angegeben, wobei sämtliche Druckwerte in bar angegeben sind. Diese Druckwerte sowie
sämtliche anderen in Fig. 4A und 4B aufgeführten hydraulischen Parameter wurden mit
Hilfe eines Softwareprogramms zur Berechnung hydraulischer Systeme ausgehend von den
hydraulischen Restriktionen der verschiedenen Rohrleitungsabschnitte ermittelt. Es
ist erkennbar, dass über die Vorlaufleitung 58 hinweg ein relativ starker Druckabfall
von ca. 0,5906 bar erfolgt. Dies liegt daran, dass der hydraulische Widerstand der
Vorlaufleitung 58 relativ hoch ist. Zwischen den verschiedenen Abschnitten der vorderen
Hauptleitung 55 gibt es so gut wie keine Druckunterschiede. Die Betrachtung der Strangleitungen
ergibt, dass der Druckabfall über jeder der Strangleitungen nur ca. 0,0123 bar beträgt.
Durch die Parallelschaltung der zehn Strangleitungen 45 bis 54 ergibt sich insgesamt
ein relativ niedriger hydraulischer Widerstand.
[0065] Wie aus der Tabelle in Fig. 4B erkennbar ist, kommt es auch über die verschiedenen
Teilabschnitte der hinteren Hauptleitung 56 hinweg nicht zu merklichen Druckunterschieden.
Ein etwas größerer Druckabfall von etwa 0,1057 bar entsteht über der ersten Rücklaufleitung
62 und über der zweiten Rücklaufleitung 64. Der mit Abstand größte Druckabfall entsteht
jedoch über der Gesamtrücklaufleitung 63. Infolge des relativ geringen Innendurchmessers
von 50 mm und der relativ großen Länge von 124,00 m entsteht hier ein relativ großer
hydraulischer Widerstand, was zu einem Druckabfall von ca. 2,8280 bar führt.
[0066] Wenn man den Anfangsdruck von 1,063 bar und die verschiedenen Druckverluste über
den Umwälzkreislauf hinweg zusammenaddiert, so resultiert daraus ein Druck von ca.
4,600 bar. Dieser Wert ist für die Auslegung der Umwälzpumpe von Bedeutung. Die Umwälzpumpe
muss so ausgelegt sein, dass sie gegen einen Druck von 4,600 bar arbeitend ein Fördervolumen
von ca. 400 bis 500 Liter pro Minute zur Verfügung stellen kann. Mit Hilfe einer sogenannten
Pumpenkurve lässt sich zu einer vorgegebenen Fördermenge und zu einem vorgegebenen
Druck eine geeignete Umwälzpumpe ermitteln.
[0067] In der jeweils sechsten Spalte von Fig. 4A und Fig. 4B ist der Fluss Q
STRANG in Liter pro Minute angegeben, der den einzelnen Rohrleitungsabschnitten durch den
erfindungsgemäßen Umwälzkreislauf aufgeprägt wird. Diese Flussraten sind auch in Fig.
3 eingezeichnet. Insgesamt wird dem Sprinklersystem über die Vorlaufleitung 58 ein
Fluss von ca. 428,9 Liter pro Minute zugeführt. Dieser Fluss, der am Teilmengenzuführpunkt
59 in das Sprinklersystem eingespeist wird, ist durch den Pfeil 65 veranschaulicht.
Innerhalb der vorderen Hauptleitung 55 teilt sich der zugeführte Fluss auf in einen
Fluss von ca. 214,4 Liter pro Minute nach rechts (vergleiche Pfeile 66) und einen
Fluss von ca. 214,5 Liter pro Minute nach links (vergleiche Pfeile 67). Der in der
Hauptleitung 55 nach rechts fließende Fluss, der durch die Pfeile 66 veranschaulicht
ist, fällt über die Abschnitte 55-5, 55-4, ... 55-1 hinweg kontinuierlich ab, weil
jede der Strangleitungen 45 bis 49 einen Fluss von ca. 42,9 Liter pro Minute abtransportiert.
Auch der nach links gerichtete Fluss in der Hauptleitung 55, der durch die Pfeile
67 repräsentiert wird, fällt in Richtung der Abschnitte 55-6, 55-7, ... 55-10 hinweg
kontinuierlich ab, weil jede der Strangleitungen 50 bis 54 einen Fluss von ca. 42,9
Liter pro Minute abtransportiert. Ein derartiger Fluss ist ausreichend, um in einem
gewissen Temperaturbereich ein Einfrieren des Wassers in den Rohrleitungen zu verhindern.
[0068] Auf Seiten der hinteren Hauptleitung 56 sind die beiden Teilmengenabführpunkte 60
und 61 jeweils an den äußeren Enden der hinteren Hauptleitung 56 angeordnet, deshalb
ergibt sich ein völlig anderer Verlauf der Flussraten als bei der vorderen Hauptleitung
55. Die Flussraten Q
STRANG in den verschiedenen Abschnitten der hinteren Hauptleitung 56 sind in der Tabelle
von Fig. 4B aufgelistet. Die über die Strangleitungen 50 bis 54 transportierten Flüsse
werden nach links zum ersten Teilmengenabführpunkt 60 hin abgeführt. Insofern ergibt
sich auf der linken Seite in Richtung der Hauptleitungsabschnitte 56-6 bis 56-11 ein
Anstieg der Flussrate, der durch die Pfeile 68 veranschaulicht wird. Am ersten Teilmengenabgabepunkt
60 ergibt sich ein Fluss von ca. 214,5 Liter pro Minute, der über die erste Rücklaufleitung
62 abtransportiert wird.
[0069] Dagegen werden die Flüsse, die über die Strangleitungen 45 bis 49 transportiert werden,
nach rechts in Richtung zum zweiten Teilmengenabführpunkt 61 hin abgeführt. Insofern
ergibt sich auf der rechten Seite in Richtung der Hauptleitungsabschnitte 56-6 bis
56-1 ein Anstieg der Flussrate, der durch die Pfeile 69 veranschaulicht wird. Am zweiten
Teilmengenabgabepunkt 61 ergibt sich ein Fluss von ca. 214,4 Liter pro Minute, der
über die zweite Rücklaufleitung 64 abtransportiert wird.
[0070] Der in der ersten Rücklaufleitung 62 abtransportierte Fluss wird mit dem in der zweiten
Rücklaufleitung 64 abtransportierten Fluss zusammengeführt und in der Gesamtrücklaufleitung
63 zur Umwälzeinheit 57 zurücktransportiert. Insofern ergibt sich in der Gesamtrücklaufleitung
63 ein Fluss von ca. 428,9 Liter pro Minute. Dieser Fluss in der Gesamtrücklaufleitung
63 wird durch den Pfeil 70 repräsentiert. Der Fluss in der Gesamtrücklaufleitung 63,
der vom Sprinklersystem abgeführt wird, entspricht dem Fluss in der Vorlaufleitung
58, der dem Sprinklersystem zugeführt wird.
[0071] Aus den in Fig. 4A gezeigten Berechnungen ergibt sich, dass jeder der Strangleitungen
45 bis 54 ein in etwa gleicher Fluss von ca. 42,9 Liter pro Minute aufgeprägt wird.
Dies entspricht etwa einem Zehntel des über die Vorlaufleitung 58 zugeführten Flusses.
Insofern gelingt es bei dem in Fig. 3 gezeigten Beispiel einer Sprinkleranlage, den
zugeführten Fluss möglichst gleichmäßig auf die verschiedenen Strangleitungen 45 bis
54 aufzuteilen.
[0072] Generell lässt sich für ein vorgegebenes Sprinklersystem ein zugehöriger erfindungsgemäßer
Umwälzkreislauf konzipieren, der so ausgelegt ist, dass in jeder Strangleitung eine
in etwa gleiche Flussrate hervorgerufen wird. Um dies zu erreichen, kann die Anzahl
und die Anordnung der entlang der vorderen Hauptleitung angeordneten Teilmengenzuführpunkte
variiert werden. Darüber hinaus können auch die Durchmesser der mit den einzelnen
Teilmengenzuführpunkten verbundenen Vorlaufleitungen variiert werden. Beispielsweise
können für die verschiedenen Teilmengenzuführpunkte Vorlaufleitungen mit unterschiedlichen
Durchmessern vorgesehen werden.
[0073] Ähnliche Variationsmöglichkeiten existieren auf Seiten der hinteren Hauptleitung.
Auch hier kann die Anzahl und die Anordnung der entlang der hinteren Hauptleitung
angeordneten Teilmengenabführpunkte variiert werden. Darüber hinaus können die Durchmesser
der Rücklaufleitungen, die mit den verschiedenen Teilmengenabführpunkten verbunden
sind, unterschiedlich gewählt werden. Beispielsweise können Rücklaufleitungen zu Teilmengenabführpunkten
an den äußeren Rändern der hinteren Hauptleitung einen anderen Durchmesser aufweisen
als Rücklaufleitungen zu Teilmengenabführpunkten im Zentrum der hinteren Hauptleitung.
Es gibt also eine Fülle von Variationsmöglichkeiten, um ein gewünschtes Strömungsprofil
zu erzielen.
[0074] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Teilmengenzufuhr an einem einzigen,
in der Mitte der vorderen Hauptleitung angeordneten Teilmengenzuführpunkt erfolgt.
In diesem Fall gibt es auf Seiten der vorderen Hauptleitung keine Variationsmöglichkeiten.
Zum Einstellen eines für jede Strangleitung in etwa gleichen Flusses werden daher
die Anzahl und die Anordnung der entlang der hinteren Hauptleitung angeordneten Teilmengenabführpunkte
variiert. Dabei können auch die Durchmesser der Rücklaufleitungen, die den einzelnen
Teilmengenabführpunkten zugeordnet sind, variiert werden. Beispielsweise kann es sinnvoll
sein, die Durchmesser von Rücklaufleitungen zu Teilmengenabführpunkten im Zentrum
der hinteren Hauptleitung und die Durchmesser von Rücklaufleitungen zu Teilmengenabführpunkten
an den äußeren Rändern der hinteren Hauptleitung unterschiedlich zu wählen. Beispielsweise
können die Rücklaufleitungen von Teilmengenabführpunkten im Zentrum der hinteren Hauptleitung
etwas dicker ausgebildet werden als die Rücklaufleitungen von Teilmengenabführpunkten
an den äußeren Rändern der hinteren Hauptleitung.
[0075] Durch Variation der Anzahl und der Lage der Teilmengenabführpunkte sowie der Durchmesser
der zugehörigen Rücklaufleitungen lässt sich in der Regel ein gewünschtes Strömungsprofil
erzielen. Eine optimale Auslegung kann mit Hilfe von Softwaresimulationen gefunden
werden, welche zu einer vorgegebenen Anordnung von Teilmengenzuführpunkten und Teilmengenabführpunkten
einen zugehörigen Flussverlauf in der Sprinkleranlage berechnen.
1. Eine Sprinkleranlage, welche aufweist
- eine erste Hauptleitung (1),
- eine zweite Hauptleitung (2),
- eine Anzahl von Strangleitungen (3-10), wobei jede Strangleitung die erste Hauptleitung
(1) mit der zweiten Hauptleitung (2) fluidisch verbindet, und wobei an jeder Strangleitung
(3-10) mindestens ein Sprinklerkopf (11) angebracht ist,
- eine Sprinklerventilstation (12), die an die erste Hauptleitung (1) angeschlossen
ist,
- eine Umwälzeinheit (24),
- mindestens eine Vorlaufleitung (30), die einen Ausgang der Umwälzeinheit (24) mit
mindestens einem Teilmengenzuführpunkt (31) der ersten Hauptleitung (1) fluidisch
verbindet, und
- mindestens eine Rücklaufleitung (27, 28, 29), die mindestens einen Teilmengenabgabepunkt
(25, 26) der zweiten Hauptleitung (2) mit einem Eingang der Umwälzeinheit (24) fluidisch
verbindet, wobei die Sprinkleranlage mindestens einen Temperatursensor (32, 33) und
eine Steuereinheit (36) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens ein Temperatursensor (32, 33) die momentane Wassertemperatur des Wassers
in der Sprinkleranlage erfasst, und dass die Steuereinheit (36) dazu ausgelegt ist,
die gemessene Wassertemperatur des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert
zu vergleichen und bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzeinheit (24)
zu aktivieren.
2. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens eines von:
- ein erstes Ende jeder Strangleitung (3-10) ist mit der ersten Hauptleitung (1) und
ein zweites Ende jeder Strangleitung (3-10) ist mit der zweiten Hauptleitung (2) verbunden;
- die Sprinkleranlage weist mindestens eine zusätzliche Hauptleitung sowie eine Anzahl
von zusätzlichen Strangleitungen auf, wobei die zusätzlichen Strangleitungen die mindestens
eine zusätzliche Hauptleitung fluidisch mit mindestens einer der anderen Hauptleitungen
verbinden.
3. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens eines von:
- die Umwälzeinheit (24) führt über die mindestens eine Vorlaufleitung (30) der ersten
Hauptleitung (1) und den Strangleitungen (3-10) Wasser zu und führt zugleich von der
zweiten Hauptleitung (2) über die mindestens eine Rücklaufleitung (27-29) Wasser ab,
wobei dem Wasser in den Strangleitungen (3-10) jeweils eine Strömung aufgeprägt wird;
- eine Zufuhr von Wasser erfolgt über die mindestens eine Vorlaufleitung (30) und
den mindestens einen Teilmengenzuführpunkt (31) und eine Ableitung von Wasser erfolgt
über den mindestens einen Teilmengenabgabepunkt (25, 26) und die mindestens eine Rücklaufleitung
(27-29), wobei dem Wasser in jeder Strangleitung (3-10) ein in etwa gleicher Fluss
aufgeprägt wird;
- an dem mindestens einen Teilmengenabgabepunkt (25, 26) der zweiten Hauptleitung
(2) wird über die mindestens eine Rücklaufleitung (27-29) ein vorgegebener Fluss mittels
der Umwälzeinheit (24) abgeführt;
- über die mindestens eine Vorlaufleitung (30) wird an dem mindestens einen Teilmengenzuführpunkt
(31) der ersten Hauptleitung (1) ein vorgegebener Fluss mittels der Umwälzeinheit
(24) eingespeist.
4. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens eines von:
- die Umwälzeinheit (24) umfasst eine Umwälzpumpe;
- die Umwälzeinheit (24) umfasst eine Umwälzpumpe, die dazu ausgelegt ist, eine vorgegebene
Menge von Wasser pro Zeiteinheit zu fördern;
- die Umwälzeinheit (24) umfasst eine Umwälzpumpe, welche eine Förderleistung aufweist,
die in etwa einer pro Strangleitung benötigten Förderleistung multipliziert mit der
Anzahl der Strangleitungen entspricht.
5. Sprinkleranlage nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Steuereinheit (36), welche dazu ausgelegt ist, eine gemessene Wassertemperatur
des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert zu vergleichen und
bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzpumpe einzuschalten.
6. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälzeinheit (24) ein Heizelement umfasst, das dazu ausgelegt ist, das von der
Umwälzeinheit (24) geförderte Wasser zu erwärmen.
7. Sprinkleranlage nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Steuereinheit (36), welche dazu ausgelegt ist, eine gemessene Wassertemperatur
des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem Temperaturgrenzwert zu vergleichen und
bei Unterschreiten des Temperaturgrenzwerts die Umwälzpumpe und das Heizelement einzuschalten.
8. Sprinkleranlage nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Steuereinheit (36), welche dazu ausgelegt ist, eine gemessene Wassertemperatur
des Wassers in der Sprinkleranlage mit einem ersten Temperaturgrenzwert und mit einem
zweiten Temperaturgrenzwert zu vergleichen, wobei der zweite Temperaturgrenzwert unter
dem ersten Temperaturgrenzwert liegt, bei Unterschreiten des ersten Temperaturgrenzwerts
die Umwälzpumpe einzuschalten, und bei Unterschreiten des zweiten Temperaturgrenzwerts
zusätzlich auch das Heizelement einzuschalten.
9. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hauptleitung (1) einen einzigen in der Mitte der ersten Hauptleitung angeordneten
Teilmengenzuführpunkt (31) aufweist, an dem der gesamte von der Umwälzeinheit (24)
geförderte Fluss eingespeist wird.
10. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens eines von:
- entlang der zweiten Hauptleitung (2) sind mindestens zwei Teilmengenabgabepunkte
(25, 26) vorgesehen;
- die Teilmengenabgabepunkte (25, 26) sind jeweils am äußeren Bereich der zweiten
Hauptleitung (2) vorgesehen.
11. Sprinkleranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Teilmengenabgabepunkte am äußeren Bereich der zweiten Hauptleitung (2) einen kleineren
Durchmesser aufweisen als Teilmengenabgabepunkte im Zentrum der zweiten Hauptleitung.
12. Ein Verfahren zum Verhindern eines Einfrierens von Wasser in Leitungen einer Sprinkleranlage
nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Verfahren aufweist:
- Abführen eines Flusses an mindestens einem Teilmengenabgabepunkt (25, 26) der zweiten
Hauptleitung (2);
- Einspeisen eines entsprechenden Flusses an mindestens einem Teilmengenzuführpunkt
(31) der ersten Hauptleitung (1);
- Aufprägen von Strömungen auf das in den Strangleitungen (3-10) befindliche Wasser.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wasser in jeder Strangleitung in etwa der gleiche Fluss aufgeprägt wird.
1. A sprinkler system comprising
- a first main line (1),
- a second main line (2),
- a number of string lines (3-10), each string line fluidically connecting the first
main line (1) to the second main line (2), and wherein at least one sprinkler head
(11) is attached to each string line (3-10),
- a sprinkler valve station (12) connected to the first main line (1),
- a circulating unit (24);
- at least one flow line (30) fluidically connecting an outlet of the circulating
unit (24) to at least one partial quantity supply point (31) of the first main line
(1), and
- at least one return line (27, 28, 29) which fluidically connects at least one partial
quantity discharge point (25, 26) of the second main line (2) with an inlet of the
circulation unit (24)
wherein the sprinkler system comprises at least one temperature sensor (32, 33) and
a control unit (36)
characterized in that
the at least one temperature sensor (32, 33) detects the instantaneous water temperature
of the water in the sprinkler system, and that a control unit (36) is designed to
compare the measured water temperature of the water in the sprinkler system with a
temperature limit value and to activate the circulation unit (24), if the temperature
falls below the temperature limit value.
2. Sprinkler system according to claim 1,
characterized by at least one of:
- a first end of each string line (3-10) is connected to the first main line (1) and
a second end of each string line (3-10) is connected to the second main line (2);
- the sprinkler system comprises at least one additional main line and a number of
additional string lines, the additional string lines fluidically connecting the at
least one additional main line to at least one of the other main lines.
3. Sprinkler system according to any of the preceding claims,
characterized by at least one of:
- the circulation unit (24) supplies water via the at least one flow line (30) to
the first main line (1) and the string lines (3-10) and at the same time discharges
water from the second main line (2) via the at least one return line (27-29), wherein
a flow is imparted on the water in the string lines (3-10) in each case;
- water is supplied via the at least one flow line (30) and the at least one partial
quantity supply point (31), and water is discharged via the at least one partial quantity
discharge point (25, 26) and the at least one return line (27-29), wherein a flow
which is approximately equal is imparted on the water in each string line (3-10);
- at the at least one partial quantity discharge point (25, 26) of the second main
line (2) a predetermined flow is discharged via the at least one return line (27-29)
by means of the circulation unit (24);
- a predetermined flow is fed in by means of the circulating unit (24) at the at least
one partial quantity supply point (31) of the first main line (1) via the at least
one flow line (30).
4. Sprinkler system according to one of the preceding claims,
characterized by at least one of:
- the recirculation unit (24) comprises a recirculation pump;
- the circulating unit (24) comprises a circulating pump adapted to deliver a predetermined
quantity of water per unit time;
- the circulating unit (24) comprises a circulating pump which has a discharge rate
which approximately corresponds to a discharge rate required per string line multiplied
by the number of string lines.
5. Sprinkler system according to claim 4,
characterized by
a control unit (36) which is adapted to compare a measured water temperature of the
water in the sprinkler system with a temperature limit value and to switch on the
circulation pump, if the temperature falls below the temperature limit value.
6. Sprinkler system according to any of the preceding claims,
characterized in that
the circulating unit (24) comprises a heating element adapted to heat the water delivered
by the circulating unit (24).
7. Sprinkler system according to claim 6,
characterized by
a control unit (36) which is adapted to compare a measured water temperature of the
water in the sprinkler system with a temperature limit value and to switch on the
circulation pump and the heating element, if the temperature falls below the temperature
limit value.
8. Sprinkler system according to claim 6,
characterized by
the control unit (36) which is adapted to compare a measured water temperature of
the water in the sprinkler system with a first temperature limit value and with a
second temperature limit value, the second temperature limit value being below the
first temperature limit value, to switch on the circulation pump, if the temperature
falls below the first temperature limit value, and to switch on the heating element
additionally, if the temperature falls below the second temperature limit value.
9. Sprinkler system according to any of the preceding claims,
characterized in that
the first main line (1) has a single partial quantity supply point (31) located in
the middle of the first main line, at which the entire flow delivered by the circulation
unit (24) is fed in.
10. Sprinkler system according to any of the preceding claims,
characterized by
at least one of:
- at least two partial quantity discharge points (25, 26) are provided along the second
main line (2);
- the partial discharge points (25, 26) are each provided at the outer portion of
the second main line (2).
11. Sprinkler system according to any of the preceding claims,
characterized in that
partial quantity discharge points (25, 26) at the outer portion of the second main
line (2) have a smaller diameter than partial quantity discharge points (25, 26) in
the center of the second main line (2).
12. A method for preventing freezing of water in pipes of a sprinkler system according
to any one of claims 1 to 11, said method comprising:
- discharging a flow at at least one partial quantity discharge point (25, 26) of
the second main line (2);
- feeding a corresponding flow at at least one partial quantity supply point (31)
of the first main line (1);
- imparting flows on the water in the string lines (3-10).
13. Method according to claim 12,
characterized in that
approximately the same flow is imparted on the water in each string line (3-10).
1. Installation de gicleurs, comportant
- une première conduite principale (1),
- une seconde conduite principale (2),
- une pluralité de branches (3-10), chaque branche reliant fluidiquement la première
conduite principale (1) à la seconde conduite principale (2), et au moins une tête
de gicleur (11) étant montée sur chaque branche (3-10),
- une station de valve de gicleur (12) reliée à la première conduite principale (1),
- une unité de circulation (24),
- au moins une conduite de départ (30) reliant fluidiquement une sortie de l'unité
de circulation (24) à au moins un point d'amenée de quantité partielle (31) de la
première conduite principale (1), et
- au moins une conduite de reflux (27, 28, 29) reliant fluidiquement au moins un point
de distribution de quantité partielle (25, 26) de la seconde conduite principale (2)
à une entrée de l'unité de circulation (24), l'installation de gicleurs comportant
au moins un capteur de température (32, 33) et une unité de commande (36), caractérisée en ce que l'au moins un capteur de température (32, 33) détecte la température de l'eau actuelle
dans l'installation de gicleurs, et en ce que l'unité de commande (36) est conçue pour comparer la température de l'eau mesurée
dans l'installation de gicleurs avec une valeur limite de température et pour activer
l'unité de circulation (24) lorsque la température descend en-dessous de la valeur
limite.
2. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée au moins en ce que :
- une première extrémité de chaque branche (3-10) est reliée à la première conduite
principale (1) et une seconde extrémité de chaque branche (3-10) est reliée à la seconde
conduite principale (2) ;
- l'installation de gicleurs comporte au moins une conduite principale supplémentaire
et une pluralité de branches supplémentaires, les branches supplémentaires reliant
fluidiquement l'au moins une conduite principale supplémentaire à au moins l'une des
autres conduites principales.
3. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée au moins en ce que :
- l'unité de circulation (24) fournit de l'eau via l'au moins une conduite de départ
(30) à la première conduite principale (1) et aux branches (3-10) et évacue en même
temps de l'eau de la seconde conduite principale (2) via l'au moins une conduite de
reflux (27-29), un courant étant respectivement imprimé à l'eau dans les branches
(3-10) ;
- l'eau est fournie via l'au moins une conduite de départ (30) et l'au moins un point
d'amenée de quantité partielle (31) et l'eau est évacuée via l'au moins un point de
distribution de quantité partielle (25, 26) et l'au moins une conduite de reflux (27-29),
un flux à peu près équivalent étant imprimé à l'eau dans chaque branche (3-10) ;
- un flux prédéfini est évacué au moyen de l'unité de circulation (24) au niveau de
l'au moins un point de distribution de quantité partielle (25, 26) de la seconde conduite
principale (2) via l'au moins une conduite de reflux (27-29) ;
- un flux prédéfini est alimenté au moyen de l'unité de circulation (24) au niveau
de l'au moins un point d'amenée de quantité partielle (31) de la première conduite
principale (1) via l'au moins une conduite de départ (30).
4. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée au moins en ce que :
- l'unité de circulation (24) comprend une pompe de circulation ;
- l'unité de circulation (24) comprend une pompe de circulation conçue pour transporter
une quantité prédéterminée d'eau par unité de temps ;
- l'unité de circulation (24) comprend une pompe de circulation, qui a un débit correspondant
approximativement au débit requis par branche multiplié par le nombre de branches.
5. Installation de gicleurs selon la revendication 4, caractérisée par l'unité de commande (36), laquelle est conçue pour comparer la température de l'eau
mesurée dans l'installation de gicleurs avec une valeur limite de température et pour
mettre en marche l'unité de circulation lorsque la température descend en-dessous
de la valeur limite.
6. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de circulation (24) comprend un élément chauffant, qui est conçu pour chauffer
l'eau transportée par l'unité de circulation (24).
7. Installation de gicleurs selon la revendication 6, caractérisée par l'unité de commande (36), laquelle est conçue pour comparer la température de l'eau
mesurée dans l'installation de gicleurs avec une valeur limite de température et pour
mettre en marche l'unité de circulation et l'élément chauffant lorsque la température
descend en-dessous de la valeur limite.
8. Installation de gicleurs selon la revendication 6, caractérisée par l'unité de commande (36),
laquelle est conçue pour comparer la température de l'eau mesurée dans l'installation
de gicleurs avec une première valeur limite de température et avec une seconde valeur
limite de température, la seconde valeur limite de température étant inférieure à
la première valeur limite de température, pour mettre en marche la pompe de circulation
lorsque la température descend en-dessous de la première valeur limite, et pour mettre
en marche en plus l'élément chauffant lorsque la température descend en-dessous de
la seconde valeur limite.
9. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première conduite principale (1) comporte un seul point d'amenée de quantité partielle
(31) disposé au centre de la première conduite principale, au niveau duquel la totalité
du flux transporté par l'unité de circulation (24) est alimentée.
10. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée au moins en ce que :
- au moins deux points de distribution de quantité partielle (25, 26) sont prévus
le long de la seconde conduite principale (2) ;
- les points de distribution de quantité partielle (25, 26) sont prévus chacun sur
la zone extérieure de la seconde conduite principale (2).
11. Installation de gicleurs selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les points de distribution de quantité partielle sur la zone extérieure de la seconde
conduite principale (2) ont un diamètre plus petit que les points d'amenée de quantité
partielle au centre de la seconde conduite principale.
12. Procédé pour empêcher l'eau de geler dans les conduites d'une installation de gicleurs
selon l'une des revendications 1 à 11, le procédé comprenant :
- l'évacuation d'un flux à au moins un point de distribution de quantité partielle
(25, 26) de la seconde conduite principale (2) ;
- l'alimentation d'un flux correspondant à au moins un point d'amenée de quantité
partielle (31) de la première conduite principale (1) ;
- l'application de courants à l'eau se trouvant dans les branches (3-10).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'approximativement le même flux est imprimé à l'eau dans chaque branche.