[0001] Die Erfindung betrifft einen Schleifteller nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
wie er beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster
20 2009 000 880.0 bekannt ist. Schleifteller dieser Art werden an typischerweise rotierenden Arbeitsmaschinen
wie etwa Bohr- oder Schleifmaschinen angebracht, um eine Arbeitsmittelscheibe abzustützen,
die mit dem Schleifteller konzentrisch oder auch exzentrisch umlaufend bewegt werden
soll.
[0002] Die Arbeitsmittelscheibe ist dabei grundsätzlich als Verschleißartikel mit möglichst
geringem Materialaufwand und dementsprechend geringer eigener Steifigkeit ausgelegt.
Die Abstützung der Arbeitsmittelscheibe durch den Schleifteller sieht zwar regelmäßig
eine Nachgiebigkeit zur Anpassung an die zu bearbeitenden Obertlächen vor, die durch
einen Belag in Form eines elastisch verformbaren Kissens vorzusehen ist. Darüberhinaus
ist aber eine insgesamt steife Ausführungsform des Schleiftellers gefordert, um die
Schleif- oder Polierbewegungen kontrolliert auszuführen und vor allem auch bei schwerer
Arbeitsbelastung Verformungen auszuschließen, die den Schleifteller in Kontakt mit
der treibenden Maschine bringen könnten.
[0003] Dem Steifigkeitserfordernis steht der Bedarf an einer leichten Konstruktion gegenüber,
die die Handhabung bei den Arbeitsbewegungen erleichtert und die bei Exzenterschleifmaschinen
Gewichtsgrenzen einhält, die mit Rücksicht auf einen Massenausgleich bei den Exzenter-
und Schwingsystem nicht überschritten werden dürfen.
[0004] Eine andere Bauform eines Schleiftellers ist aus der
DE 10 2010 012 007A1 bekannt, nach der die Fertigung von Absaugkanälen im Schleifteller vereinfacht werden
soll. Diese Bauform verzichtet auf einen Deckel und sieht zwischen einer mit dem oberseitigen
Antriebsanschluss versehenen Stützplatte und einem elastisch verformbaren Kissen ein
hohles Luftführungsteil aus Kunststoff vor, das vor dem Anschäumen des Kissens unter
dem Stützteller angebracht wird. Hierbei sind das verformbare Kissen und die Stützplatte
nur noch am Rand unmittelbar verbunden, während die statischen und dynamischen Arbeitsbelastungen
vorwiegend durch das Luftführungsteil geleitet werden. Dies führt zu geringerer Steifigkeit
und/oder zu einer massiven und schweren Bauweise.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es hiernach, einen Schleifteller zu schaffen, der einerseits
zu großer Eigensteifigkeit und andererseits zu geringem Gewicht weiterentwickelt ist,
aber in herkömmlicher Weise robust und einfach einzusetzen und auch in Serienfertigung
herzustellen ist.
[0006] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe von einem Schleifteller nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 ausgehend mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Mit einer Weiterentwicklung des Schleiftellers in Form eines mittragenden Deckels
als belastbarem Strukturteil, das zumindest am Außenrand fest mit der Stützplatte
und zwischen Stützplatte und Deckel mit vorwiegend radial verlaufenden Streben die
ganz oder stellenweise fest verbunden sind, entsteht ein steifes räumliches Gebilde,
das gleichwohl durch die Hohlraumstrukturen zwischen Deckel und Stützplatte leicht
auszuführen ist. Eine solche Struktur eignet sich dazu, die von einem oberseitigen
Antriebsanschluss aufgezwungene Dreh- oder Exzenterbewegungen in das elastisch verformbare
Kissen flächig einzuleiten und auch den hauptsächlich belasteten Randbereichen des
Schleiftellers zuzuführen. Es ist aber auch geeignet, randseitige Aufdruckkräfte des
Schleiftellers steif, d. h. mit geringen Verformungen, an den Antriebsanschluss weiterzugeben.
Die relativ leichte und steife Bauform des Schleiftellers ist mechanisch belastbar,
handlich und in Exzentersystemen bewegbar.
[0007] Während bei dem zum Stand der Technik in Betracht gezogenen Schleifteller nach
DE 20 2009 000 880.0 der Deckel ausdrücklich keinen besonderen mechanischen Belastungen ausgesetzt sein
soll und lediglich über stelzenartige Distanzelemente in passende Löcher der Stützplatte
eingerastet wird, ist er hier in das Festigkeits- und Steifigkeitskonzept des Schleiftellers
eingebunden und am Rand, aber auch in der Fläche tragend an die Stützplatte angeschlossen.
Dieser entscheidende Entwicklungsschritt zu einer belastbaren Gesamtstruktur erlaubt
es gleichwohl, die schon beim Stand der Technik eingesetzten Fertigungsweisen fortzuführen.
Insbesondere lassen sich Stützplatte und Deckel in einem formgebenden Verfahren, etwa
als Spitzgussteil, aus Kunststoff präzise und fertigen und auch zusammenfügen. Stützplatte
und/oder Deckel können als Spritzgussteil mit einer Faserverstärkung ausgeführt werden,
die von den Fasern, etwa Glasfasern oder Kohlestofffasern, eine erhöhte Festigkeit
erhalten. Noch höhere Festigkeiten lassen sich in Form kunstharzgebundener Glasfasermatten
("Fiberglas") oder Kohlenstofffasermatten erzielen, die gleichfalls präzise in Formen
gefertigt werden können und dabei auch schon die zur Verbindung von Stützplatte und
Deckel vorgesehenen Verbindungsbereiche exakt ausbilden.
[0008] Vorteilhafterweise sind Deckel und Stützplatte miteinander und mit den Stegen materialschlüssig
zu verbinden. Dazu können mit bekannten Mitteln Verschweißungen oder Verklebungen
vorgesehen werden. Zusätzlich oder alternativ sind aber auch für die feste Verbindung
von Deckel und Stützplatte Befestigungselemente wie etwa Verschraubungen, Vernietungen
und dergleichen einsetzbar, die bei hinreichend enger Verteilung der Befestigungspunkte
gleichfalls die Vorteile einer geschlossenen festen Kastenstruktur liefern.
[0009] Vorteilhaft sind die Stege zu einer Seite hin einstückig mit dem Deckel oder mit
der Stützplatte ausgeformt, so dass die Stege nicht mehr als Einzelelemente oder gesondertes
Abstands- und Verbindungssystem zu behandeln ist.
[0010] Neben den Stegen kommt aber auch einer festen Verbindung von Deckel und Stützplatte
am Rand ein erheblicher Beitrag zur Festigkeit und Steifigkeit zu. Dabei kann der
Deckel ringförmig ausgebildet sein und sowohl am Innenumfang wie auch am Außenumfang
mit der Stützplatte verschweißt oder verklebt werden. Eine solche Verklebung kann
auch durch einen Formschluss unterstützt werden, wenn etwa der Deckel an seinem Außenumfang
bündig in den Stützteller eingelassen ist und in enger Passung radial mit einer Außenkante
gegen eine Innenkante des Stütztellers anliegt. Die gleiche Formanpassung kann bei
einem ringförmigen Deckel an dessen Innenrand vorgesehen werden. Es versteht sich,
dass ein solcher zusätzlicher Formschluss noch durch einen komplexen Eingriff von
ringförmigen Stegen und ringförmigen Nuten ergänzt sein könnte.
[0011] Die zwischen Deckel und Stützteller in Höhe der Stege ausgebildeten Hohlräume können
mit einem leichten aber festen Material ausgefüllt werden, das etwa in Form eines
Kunststoff-Hartschaums in einer vorkonfektionierten Weise einzulegen und zu einzukleben
ist, vorzugsweise aber in einem Ausschäumvorgang in einer Druckform eingebracht und
aufgeschäumt wird, so dass es die Hohlräume ausfüllt und sich gleichzeitig mit Deckel,
Stützplatte und Stegen verklebt. Ein in dieser Hinsicht erprobtes Material liegt beispielsweise
in Form eines Polyurethan-Schaums vor.
[0012] Bei der gegebenen Struktur des Schleiftellers in einer besonders leichten Bauweise
laufen die auf den Schleifteller aufgebrachten Dreh- und Liegebelastungen im oberseitigen
Antriebsanschluss zusammen, der bewusst herkömmlich in die Stützplatte und damit in
das unten liegende und mit dem Kissen verbundene Bauteil zu legen ist. Dieses gewährleistet
insbesondere, dass eine Überlastung des Stütztellers im Gebrauch und eine damit verbundene
Zerstörung der Struktur die Verbindung zwischen Antriebsanschluss und Stützplatte
aufrechterhält. Ein sich bei Zerstörung etwa ablösender Deckel würde zwischen Stützteller
und Antriebsmaschine zumindest in loser Form gehalten bleiben. Eine Ablösung des elastisch
verformbaren Kissens und des Arbeitsmittels ist demgegenüber regelmäßig schon von
deren geringem Gewicht her ungefährlich.
[0013] Der Antriebsanschluss kann in einer Schraubenform ausgeführt sein oder einen Einspannzapfen
aufweisen. Im einfachsten Fall besteht der Antriebsanschluss in einer Ringscheibe,
die randseitig in die Stützplatte eingebettet ist und den Durchgriff von Einspannmitteln
ermöglicht. Der Antriebsanschluss ist vorzugsweise als Metallelement, insbesondere
als Stahlelement vorzusehen, um die gewünschte Festigkeit zu erzielen.
[0014] Zwei Ausführungsbeispiele zur Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden
nachfolgend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- Ansicht eines Schleiftellers schräg von oben,
- Fig. 2
- Ansicht des Schleiftellers gemäß Fig. 1 schräg von unten,
- Fig. 3
- Schnittbildliche Ansicht des Schleiftellers nach Fig. 1 und 2 (Schnitt nach Linie
III-III in Fig: 4),
- Fig. 4
- Draufsicht auf den Schleifteller nach Fig. 1 bis 3,
- Fig. 5
- Querschnitt durch eine Stützplatte mit Deckel zum Schleifteller nach Fig. 1 bis 4
(Schnitt nach Linie V-V in Fig. 6),
- Fig. 6
- Draufsicht auf die Stützplatte mit Deckel aus Fig. 5,
- Fig. 7
- Stützplatte aus Fig. 5 und 6 ohne Deckel im Querschnitt (Schnitt nach Linie VII-VII
in Fig. 8),
- Fig. 8
- Draufsicht auf die Stützplatte nach Fig. 7,
- Fig. 9
- Schrägansicht der Stützplatte nach Fig. 7 und 8 schräg von oben,
- Fig. 10
- Schrägansicht der Stützplatte nach Fig. 9 schräg von unten,
- Fig. 11
- Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform des Schleiftellers nach Fig. 1
bis 10 (Schnitt nach Linie XI-XI in Fig. 12),
- Fig. 12
- Draufsicht auf den Schleifteller nach Fig. 11,
- Fig. 13
- Querschnitt durch ein Füllelement zum Schleifteller nach Fig. 11 und 12 (Schnitt nach
Linie XIII-XIII in Fig. 14) und
- Fig. 14
- Draufsicht auf das Füllelement nach Fig. 13.
[0015] Ein in den Fig. 1 bis 4 insgesamt mit 1 gekennzeichneter Schleifteller ist im Wesentlichen
rund und plattenförmig ausgebildet und oberseitig mit einem Antriebsanschluss 2 zum
Einspannen in eine Bohrmaschine oder dergleichen versehen, um den Schleifteller 1
zu einem - ggf. exzentrisch geführten - Umlauf anzutreiben. Oberseitig ist der Schleifteller
mit einer Stützplatte 3 und mit einem Deckel 4 in einer möglichst leichten aber gleichwohl
steifen Ausführung versehen, unter der ein Kissen 5 aus einem nachgiebigen Material,
insbesondere einem elastischen Kunststoffschaum angeordnet ist, das seinerseits eine
Unterfläche 6 mit einem Haftbelag in Form einer klettartig oder dauerhaft kleberartig
haftenden Oberfläche versehen ist. In den Grundzügen ist der Schleifteller herkömmlicher
Art. Allerdings zeigt schon die schnittbildliche Darstellung in Fig. 3, dass die Stützplatte
3 und der Deckel 4 in einer besonderen Weise konstruktiv gestaltet und zusammengefügt
sind.
[0016] Diese konstruktive Gestaltung ist anhand der Fig. 5 dargestellt, bei der das Kissen
5 fehlt, welches für die nachgiebige Anpassung des Arbeitsmittels an die zu bearbeitende
Oberfläche elastisch ausgestaltet ist, während die dargestellten Beuteile mit der
Stützplatte 3, dem Deckel 4 und dem Antriebsanschluss 2 eine starre Einheit hoher
Festigkeit, dabei aber geringen Gewichts, bilden. Die Stützplatte 3 ist dabei nur
ein Teil eines Stützkörpers im Verbund mit dem Deckel 4, der mit der Stützplatte 3
auf einer ganzen Reihe von Konturlinien fest verbunden ist.
[0017] Wie die Fig. 7 bis 10 in Bezug auf die Stützplatte 3 - ohne Deckel 4 - zeigen, ist
diese als dünnwandiges Schalenteil ausgebildet, welches um einen zentralen Nabenbereich
7, in dem auch der Antriebsanschluss 2 verankert ist, zur Versteifung mit Hilfe einer
dichteren Rippenstruktur massiver ausgebildet ist und nach außen hin in einen dünnwandigen
Schalenring 8 übergeht, der unterseitig eine glatte Auflagefläche 9 für das Kissen
5 bietet, radial nach innen mit einer konischen Ringwandung 10 und radial nach außen
mit einer Umfangswandung 11 in Form von Ringwandungen aufragt. Zwischen diesen Ringwandungen
verlaufen radial gerichtete Stege 12 - im vorliegenden Fall in Sektorabständen von
45°, die einstückig mit der Stützplatte 3 geformt sind und oberseitig um ein Dickenmaß
des Deckels 4 unterhalb der Oberkante der Umfangswandung 11 und auch der Ringwandung
10 enden, so dass der Deckel 4 oberflächenbündig eingelassen werden kann. Dabei wird
der Deckel 4 so bemessen, dass er formschlüssig gegen eine nach außen weisende Kante
13 des Stütztellers 3 und - auf der radial außenliegenden Seite - gegen eine Innenkante
14 innerhalb des Umfangsrandes andrückt. Zu einer festen Verbindung ist aber vor allem
vorgesehen, dass der Deckel 4 auf oberen Stirnkanten 15 der Stege 12 aufliegt und
mit diesen dort verklebt oder verschweißt ist. Eine entsprechende feste Verbindung,
vorzugsweise durch Materialschluss wie Verkleben oder Verschweißen, ist auch im Bereich
der Kanten 13 und 14 vorgesehen. Grundsätzlich könnte eine ähnlich feste Verbindung
auch mit punktuellen Schweißstellen oder mit Hilfe von punktuell eingesetzten Befestigungsmitteln
wie Schrauben oder Nieten erzielt werden. Eine homogene Festigkeitsstruktur ist aber
im Bereich der Kunststoffmaterialen vorzugsweise durch Verschweißen oder Verkleben
zu erzielen. Der ringförmige Außenbereich der Stützplatte 3 mit dem Deckel 4 ist leicht
und bildet gleichwohl eine steife und feste Konstruktion nach Art von Kastenstrukturen.
[0018] Der innenliegende Nabenbereich 7 ist, wie die Fig. 10 zeigt, werkstoffgerecht bei
einer Kunststoffkonstruktion, durch eine dichte Struktur von miteinander vernetzten
Rippen massiver Gestalt gestaltet, um dort auch den Antriebsanschluss 2 einzubetten.
Der Antriebsanschluss 2 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach Art eine Wellenstumpfes
ausgebildet ist, der dann in einen plattenförmigen Verankerungsbereich 16 größeren
Durchmessers übergeht, mit dem der Antriebsanschluss 2 schon bei der Fertigung der
Stützplatte 3 eingebettet wird. Der Antriebsanschluss 2 ist vorzugsweise der höheren
Bruchsicherheit wegen in Metall, typischerweise Stahl, ausgeführt. Statt eines in
einem Bohrfutter einspannbaren Wellenstumpfes können andere Formen des Antriebsanschlusses
vorgesehen werden, um, je nach den Vorgaben des Antriebs- oder Anschlusssystems, eine
einfache Verwendung zu gewährleisten. In einem elementaren Fall kann der Antriebsanschluss
in einer Ringscheibe bestehen, die im Bereich einer Durchgangsbohrung in der Mitte
der Stützplatte eingebettet ist und ein Einspennen über eine Verbindungsschraube oder
über maschinenseitige Anschlussteile ermöglicht.
[0019] Als tragende Konstruktionsteile sind sowohl die Stützplatte 3 wie auch der Deckel
4 aus einem festen Kunststoffmaterial bzw. aus einem Faserverbundwerkstoff aus Glas-
und/oder Kohlenstofffasern und einer Kunststoffmatrix gebildet. Ein thermoplastisches
Material ermöglicht dabei ein Verschweißen ohne Zusatzstoffe wie etwa ein Ultraschallschweißen
der Anlagebereiche zwischen Stützplatte 3 und Deckel 4 oder zumindest an einer dichten
Folge von Verbindungspunkten. Ansonsten sind Verbindungen durch hochfeste Verklebungen
auch bei duoplastischem Kunststoffmaterial möglich, wenn etwa eine Struktur aus Fasermatten
durch Kunstharz gebunden ist. Eine Formgebung in einer vorgegebenen festen Form für
Spritzgussteile wie auch für Verbundmaterialien erlaubt es, die Verbindungsbereiche
zwischen Stützplatte und Deckel fügetechnisch exakt vorzugeben und den Strukturverbund
dadurch zu versteifen.
[0020] Eine modifizierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stütztellers ist in Fig.
11 und 12 dargestellt, wobei sich ein Stützteller 20 aus den gleichen strukturellen
Bauelementen wie der Stützteller 1 zusammensetzt, so dass übereinstimmende Teile auch
mit den selben Bezugszeichen versehen sind. Allerdings ist hier in den Hohlräumen
zwischen Stützteller 3 und Deckel 4 eine Verfüllung mit einem leichten aber steifen
Material, insbesondere einem Kunststoffhartschaum vorgesehen. Diese Verfüllung kann
mit vorgefertigten Füllkörpern 21 erfolgen, wie sie in Fig. 13 und 14 dargestellt
sind. In der Grundform handelt es sich im eine ringförmige Scheibe, in der auch noch
Räume für die radial verlaufenden Stege in Form von Schlitzen 22 ausgespart sind.
Sofern die Stege 12 der Stützplatte 3 stellenweise mit Randausnehmnungen versehen
sind, kann der Füllkörper 21 zusammenhängend ausgebildet sein, sonst zerfällt der
Füllkörper 21 in mehrere einzelne sektorförmige Füllkörperteile.
[0021] Ein solcher Füllkörper kann in die Zwischenräume zwischen Stützplatte 3 und Deckel
4 eingeklebt werden und trägt dann über die Klebeflächen zur Gesamtversteifung bei.
Der Stützkörper kann aber auch "in situ" aus einem aufschäumbaren Material erstellt
sein, dass erst nach dem Zusammenfügen von Stützplatte 3 und Deckel 4 aufgeschäumt
wird. Ein solches Material ist insbesondere in Form eines Polyurethan-Hartschaums
geeignet und auch gebräuchlich und haftet flächig klebend an den umgrenzenden Oberflächen
an.
1. Schleifteller (1, 20) für eine insbesondere rotierende Oberflächenfeinbearbeitung
mit einem zur Verbindung mit einer rotierenden Antriebsmaschine vorgesehenen oberseitigen
Antriebsanschluss (2) an einer Stützplatte (3), die auf einem elastisch verformbaren
Kissen (5) sitzt, das unterseitig mit einem Arbeitsmittel belegt oder mit einem Haftbelag
(6) zum lösbaren Anbringen einer Arbeitsmittelscheibe versehen ist, wobei die Stützplatte
(3) mit einem mit axialem Zwischenabstand angeordneten Deckel (4) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) als mechanisch belastbares Strukturteil ausgeführt und zumindest an
einem Außenrand (14) fest mit der Stützplatte (3) verbunden ist und dass zwischen
der Stützplatte (3) und dem Deckel (4) vorwiegend radial verlaufende Stege (12) angeordnet
und sowohl mit der Stützplatte (3) und als auch mit dem Deckel (4) zumindest stellenweise
fest verbunden sind.
2. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) und die Stützplatte (3) miteinander und mit den Stegen (12) materialschlüssig
verbunden sind.
3. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (12) mit dem Deckel (4) und/oder der Stützplatte (3) verschweißt oder verklebt
sind.
4. Schleifteller (1, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (12) mit dem Deckel (4) und/oder der Stützplatte (3) mit Befestigungselementen
verbunden sind.
5. Schleifteller (1, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (12) einseitig mit dem Deckel (4) oder der Stützplatte (3) einstückig geformt
sind.
6. Schleifteller (1, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) ringförmig mit einem Innenumfang und einem Außenumfang ausgebildet
ist und sowohl am Innenumfang (13) wie auch am Außenumfang (14) mit der Stützplatte
(3) verschweißt oder verklebt ist.
7. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) an seinem Außenumfang bündig in den Stützteller eingelassen ist und
in enger Passung radial mit einer Außenkante gegen eine Innenkante (14) des Stütztellers
anliegt.
8. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) am Innenumfang radial gegen eine nach außen weisende Kante (13) des
Stütztellers (3) anliegt.
9. Schleifteller (1, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Deckel (4) und Stützteller (3) in Höhe der Stege (12) gebildete Hohlräume
mit Füllkörpern (21) aus einem festen aber leichten Material ausgefüllt sind.
10. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkörper (21) aus einem Kunststoffhartschaum gebildet sind.
11. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffhartschaum als Ausschäummaterial mit fester Haftung an Deckel und Stützkörper
eingelagert ist.
12. Schleifteller (1, 20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausschäummaterial ein Polyurethan-Schaum ist.
13. Schleifteller (1, 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsanschluss (2) zumindest ein Anschlusselement aus höherfestem Material,
insbesondere Metall, umfasst, das zumindest umfangsseitig in die Stützplatte (3) eingebettet
ist.