[0001] Die Erfindung betrifft ein Hohlprofil für einen Rahmen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Rahmenteil für einen Rahmen mit einem derartigen Hohlprofil
und einer in das Hohlprofil eingeführten Armierung. Ferner betrifft die Erfindung
einen Fensterrahmen und einen Rahmen für eine Tür mit jeweils wenigstens drei oder
vier derartiger Rahmenteile.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Die meisten Typen bekannter Hohlprofile für einen Rahmen, insbesondere einen Fensterrahmen
oder für Rahmen einer Tür, weisen zur Erhöhung der Stabilität bzw. der Festigkeit
des Hohlprofils eine Armierung bzw. einen Armierungskörper, beispielsweise aus Stahl,
auf, der in einer zusammenhängenden Haupthohlkammer des Hohlprofils eingebracht ist.
Dabei erstreckt sich die Armierung über eine großen Teil der Gesamtbreite des Hohlprofils
(bis zu etwa 60 Prozent). Das Vorsehen einer derartigen vergleichsweise breiten Armierung
in einer Haupthohlkammer, die sich in der Regel annähernd über die gesamte Länge des
Hohlprofils erstreckt, ist jedoch nicht bei allen bekannten Hohlprofilen vorgesehen.
Dies gilt insbesondere für Hohlprofile, die zur Verbesserung der Wärmeisolierung bzw.
zur Verringerung des Wärmedurchgangskoeffizienten (auch kurz U-Wert genannt) mit einer
Mehrzahl von Hohlkammern versehen sind, so dass hier das Vorsehen einer vergleichsweise
breiten Haupthohlkammer mit einer wesentlichen Verschlechterung der Wärmeisolierung
verbunden wäre.
Zugrundeliegende Aufgabe
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hohlprofil für einen Rahmen
anzugeben, das mit einer Armierung verstärkbar ist und gegenüber bekannten Hohlkörpern,
die mit einer Armierung verstärkt werden können, im unverstärkten Zustand wesentlich
verbesserte Wärmeisolierungseigenschaften aufweist. Darüber hinaus soll im Bedarfsfall
(große Abmessung des aus dem erfindungsgemäßen Hohlprofil herzustellenden Tür bzw.
des aus dem erfindungsgemäßen Hohlprofil herzustellenden Fensters) in das erfindungsgemäße
Hohlprofil eine Armierung eingeführt werden können.
Erfindungsgemäße Lösung
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Hohlprofil für einen Rahmen mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist in der Haupthohlkammer wenigstens ein Wandelement angeordnet,
das sich im Querschnitt des Hohlprofils in einer Erstreckungsrichtung von einem ersten
Bereich der Innenfläche hin zu einem zweiten Bereich der Innenfläche erstreckt, welcher
von dem ersten Bereich beabstandet ist, wobei die Erstreckungsrichtung und die Dickenrichtung
einen Winkel einschließen, wenn der Rahmen in der Öffnung eingebaut ist. Das Wandelement
weist zwei entgegengesetzte Enden auf, wobei ein erstes der beiden Enden mit dem ersten
Bereich verbunden ist, und wobei das zweite der beiden Enden dem zweiten Bereich zugewandt
und von diesem beabstandet ist, und wobei wenigstens ein Teilbereich der Armierung
in Längsrichtung des Hohlprofils zwischen dem zweiten Ende und dem zweiten Bereich
in die Haupthohlkammer einführbar ist.
[0006] Der Rahmen ist für den Einbau in eine Öffnung einer Wandung vorgesehen bzw. in die
Öffnung der Wandung einbaubar.
[0007] Durch Vorsehen des wenigstens einen Wandelements kann im eingebauten Zustand - also
wenn der Rahmen und damit auch das Hohlprofil in der Öffnung eingebaut ist - eine
durch Konvektion und/oder Wärmestrahlung verursachte Wärmeübertragung zwischen den
beiden Profilseiten, die in einer Dickenrichtung der Wandung gestaffelt bzw. aufeinanderfolgend
angeordnet sind, wesentlich reduziert werden, einhergehend mit gegenüber bekannten
Lösungen wesentlich verbesserten Wärmeisolierungseigenschaften bzw. einem wesentlich
verringerten Wärmedurchgangskoeffizienten des Hohlprofils, welches vorzugsweise ein
extrudiertes Hohlprofil ist.
[0008] Dadurch, dass die Erstreckungsrichtung und die Dickenrichtung, in welcher die Profilseiten
gestaffelt bzw. aufeinanderfolgend angeordnet sind, einen Winkel einschließen, wenn
der Rahmen in der Öffnung eingebaut ist, stellt das Wandelement insbesondere ein Hindernis
für die Wärmeübertagung durch Konvention von einer Profilseite zu der andern Profilseite
in einer Wärmestromrichtung dar, die parallel zur Dickenrichtung ist bzw. eine zur
Dickenrichtung parallele Komponente aufweist. Der Wärmestrom wiederum ist eine Folge
eines entsprechenden Temperaturgefälles bzw. Temperaturgradienten in einer Richtung,
die parallel zur Dickenrichtung ist bzw. eine zur Dickenrichtung parallele Komponente
aufweist.
[0009] Bei einem Hohlprofil für einen Fensterrahmen oder für einen Rahmen einer Tür wird
eine der Profilseiten oft auch Außenseite, Kaltseite oder Wetterseite und die andere
der beiden Profilseiten Innenseite, Warmseite oder Raumseite genannt, je nachdem welche
der Profilseiten im eingebauten Zustand dem Außenbereich oder dem Innenbereich zugewandt
ist.
[0010] Das zweite der beiden Enden ist dem zweiten Bereich zugewandt und von diesem beabstandet,
so dass wenigstens ein Teilbereich der Armierung in Längsrichtung des Hohlprofils
zwischen dem zweiten Ende und dem zweiten Bereich in die Haupthohlkammer einführbar
ist.
[0011] Durch die vorgesehene Beabstandung des zweiten Endes von dem zweiten Bereich ist
es möglich, das Hohlprofil durch Einführen der Armierung sehr wirksam zu armieren
bzw. zu verstärken. Das Wandelement bzw. die Wandelemente teilt die Haupthohlkammer
in Teilkammern auf, einhergehend mit der sehr wirksamen Reduzierung der Wärmübertragung,
insbesondere durch Konvektion. Insgesamt gesehen weist somit das erfindungsgemäße
Hohlprofil - welches vorzugsweise wenigstens teilweise oder zur Gänze aus einem Kunststoffmaterial
besteht - gegenüber bekannten Hohlprofilen, die mit einer Armierung verstärkt sind,
infolge des Vorsehens des Wandelements bzw. der Wandelemente wesentlich verbesserte
Wärmeisolierungseigenschaften auf, und zwar ohne hierfür auf eine Armierung bzw. einen
Armierungskörper, welcher eine sehr wirksame Armierung bzw. Verstärkung des Hohlprofils
bereitstellt, verzichten zu müssen, wie es bei bekannten Lösungen mit vergleichbaren
Wärmeisolierungseigenschaften erforderlich wäre.
[0012] Der zweite Bereich ist vorzugsweise dem ersten Bereich zugewandt. Ferner schließen
die Erstreckungsrichtung und die Dickenrichtung vorzugsweise einen rechten Winkel
bzw. einen ungefähr rechten Winkel ein. Wenn die Erstreckungsrichtung und die Dickenrichtung
einen rechten Winkel einschließen, kann insbesondere die Wärmeübertragung durch Konvention
deutlich reduziert werden.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das zweite Ende einen Abstand zu dem
zweiten Bereich auf, der höchstens das 0,2-fache des Abstands des ersten Bereichs
zu dem zweiten Bereich beträgt. Durch Vorsehen dieses Abstands kann eine hinreichend
dicke Armierung bzw. ein Teilbereich der hinreichend dicken Armierung in Längsrichtung
des Hohlprofils zwischen dem zweiten Ende und dem zweiten Bereich in die Haupthohlkammer
eingeführt werden und zugleich eine wirksame Reduzierung der Wärmeübertragung zwischen
den Profilseiten bereitgestellt werden, da sich das Wandelement im Querschnitt des
Hohlprofils in der Erstreckungsrichtung über wenigstens dem 0,8-fachen des Abstands
des ersten Bereichs zu dem zweiten Bereich erstreckt.
[0014] Bei einer praktischen Ausführungsform ist eine Mehrzahl von wenigstens zwei oder
wenigstens drei oder wenigstens vier im Querschnitt des Hohlprofils voneinander beabstandeten
Wandelementen vorgesehen. Durch Vorsehen einer Mehrzahl der Wandelemente kann die
Haupthohlkammer in mehrere durch die Wandelemente voneinander getrennte Teilkammern
aufgeteilt werden, einhergehend mit einer wirksamen Verbesserung der Wärmeisolierungseigenschaften.
[0015] Bei einer weiteren praktischen Ausführungsform sind die zweiten Enden von wenigstens
zwei benachbarten Wandelementen durch einen Steg miteinander verbunden, wobei ein
Federelement, das an einem dem Steg zugewandten Bereich der Innenfläche oder dem Steg
angebracht ist, dafür vorgesehen ist, einen Abschnitt der Armierung zum klemmenden
Halten zwischen dem Steg und dem Federelement oder zwischen dem zugewandten Bereich
und dem Federelement durch Federkraft gegen den Steg oder den zugewandten Bereich
zu drücken, wenn der Abschnitt der Armierung zwischen dem Steg und dem Federelement
oder zwischen dem zugewandten Bereich und dem Federelement in die Haupthohlkammer
eingeführt ist. Diese weitere praktische Ausführungsform ermöglicht auf praktische
Weise ein klemmendes Halten der Armierung in der Haupthohlkammer nach dem Einführen
in die Haupthohlkammer. Auf diese Weise kann ein bevorzugt durch Extrusion hergestelltes
Hohlprofil mit einer Armierung verstärkt werden durch einfaches Einführen der Armierung
in die Haupthohlkammer, wobei das Federelement auf praktische Weise ein klemmendes
Halten ermöglicht ohne hierfür aufwendige Befestigungsmittel bzw. Haltemittel vorsehen
zu müssen.
[0016] Das Hohlprofil kann bevorzugt wenigstens teilweise oder vollständig aus Polyvinylchlorid
(PVC) bestehen. Alternativ kann auch glasfaserverstärktes PVC eingesetzt werden. PVC
kann gut eingefärbt bzw. gefärbt werden und nimmt kaum Wasser auf. Ferner ist PVC
sehr resistent gegenüber Alkohol, Öl, Säuren, Laugen und Benzin. Auch das Wandelement
kann wenigstens teilweise oder zu Gänze aus Polyvinylchlorid bestehen.
[0017] Das Wandelement ist vorzugsweise stoffschlüssig mit Hohlprofil verbunden oder vorzugsweise
einstückig mit dem Hohlprofil ausgebildet. Insbesondere kann das Wandelement mit dem
Hohlprofil coextrudiert sein. Das Wandelement kann bevorzugt wenigstens teilweise
oder vollständig aus Polyvinylchlorid (PVC) bestehen. Alternativ kann auch glasfaserverstärktes
PVC eingesetzt werden.
[0018] Besonders bevorzugt erstreckt sich das Wandelement wenigstens abschnittsweise in
Längsrichtung des Hohlprofils, vorzugsweise annähernd über die gesamte Länge des Hohlprofils.
Mit einem sich vorzugsweise über die annähernd gesamte Länge des Hohlprofils erstreckendem
Wandelement können die verbesserten Wärmeisolierungseigenschaften vorteilhaft entlang
der gesamten Länge des Hohlprofils realisiert werden. In diesem Zusammenhang bedeutet
der Begriff "annähernd", dass sich die Armierung über mindestens 85 %, insbesondere
über mindestens 90 % und vorzugsweise über mindestens 95 % der gesamten Länge des
erfindungsgemäßen Hohlprofils erstreckt. Dabei ist es bevorzugt, wenn in den Ecken
des aus dem erfindungsgemäßen Hohlprofil hergestellten Rahmens keine Armierung vorhanden
ist.
[0019] Die Erfindung betrifft auch ein Rahmenteil für einen Rahmen, mit einem erfindungsgemäßen
Hohlprofil und einer in die Haupthohlkammer des Hohlprofils eingeführten bzw. in der
Haupthohlkammer aufgenommenen Armierung, wobei wenigstens ein Teilbereich der Armierung
zwischen dem zweiten Ende und dem zweiten Bereich angeordnet ist. Vorzugsweise entspricht
hierbei der Abstand des zweiten Endes zu dem zweiten Bereich der Dicke des Teilbereichs
bzw. im Wesentlichen der Dicke des Teilbereichs. Dies hat zur Folge, dass der Teilbereich
der Armierung an das zweite Ende angrenzt bzw. nur ein geringer Zwischenraum verbleibt
und der Teilbereich zusammen mit dem Wandelement ein sich vom dem ersten Bereich bis
zu dem zweiten Bereich erstreckende Wandung ausbildet, was zur Erzielung einer sehr
hohen Wärmedämmung bzw. sehr guter Wärmeisolierungseigenschaften führt. Die Armierung,
die vorzugsweise in Form eines Profilkörpers ausgebildet sein kann, kann insbesondere
wenigstens teilweise oder vollständig aus Stahl oder einem metallischen Material bestehen.
Bevorzugt ist die Armierung in Form eines einseitig offenen Profilkörpers ausgebildet.
Die Armierung weist vorzugsweise eine Breite bzw. eine maximale Quererstreckung auf,
die wenigstens 20%, insbesondere wenigstens 30 % und vorzugsweise wenigstens 40 %
der Breite bzw. der maximalen Quererstreckung des Hohlprofils beträgt, was zur Bildung
eines sehr stabilen Rahmens beiträgt.
[0020] Die Erfindung betrifft ferner auch einen Fensterrahmen und einen Rahmen für eine
Tür mit jeweils wenigstens drei oder wenigstens vier Rahmenteilen. Der Fensterrahmen
kann hierbei insbesondere ein Blendrahmen oder ein Flügelrahmen eines Fensters sein.
Der Rahmen für eine Tür kann hierbei der Türrahmen der Tür bzw. die Zarge der Tür
oder der Flügel der Tür sein. Der Rahmen kann auch ein Türblatt-Rahmen bzw. Türflügel-Rahmen
der Tür sein.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0021] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Hohlprofils,
- Fig. 2
- einen Querschnitt eines Rahmenteils, umfassend das Hohlprofil gem. Fig. 1 und eine
in die Haupthohlkammer des Hohlprofils eingeführte Armierung,
- Fig. 3
- einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Hohlprofils,
und
- Fig. 4
- einen Querschnitt eines Rahmenteils, umfassend das Hohlprofil gem. Fig. 3 und eine
in die Haupthohlkammer des Hohlprofils eingeführte Armierung.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hohlprofils
10 für einen Rahmen ist ein Hohlprofil 10 für einen Blendrahmen eines Fensters, der
für den Einbau in eine Öffnung 15 einer Wandung 11 vorgesehen ist bzw. in die Öffnung
15 der Wandung 11 einbaubar ist. Von der Wandung 11 ist in der Fig. 1 bis 4 nur ein
Teilbereich eines an die untere Seite der Öffnung 15 angrenzenden Abschnitts der Wandung
11 sehr schematisch veranschaulicht.
[0023] Das Hohlprofil 10 weist zwei voneinander abgewandte Profilseiten 12, 14 auf, wobei
eine der Profilseiten 12 (in den Fig. 1 bis 4 jeweils die linke Profilseite) die sogenannte
Wetterseite 12 (auch Außenseite oder Kaltseite genannt) ist und die andere der beiden
Profilseiten 14 (in den Fig. 1 bis 4 jeweils die rechte Profilseite) die sogenannte
Raumseite 14 (auch Innenseite oder Warmseite genannt) ist.
[0024] Die Profilseiten 12 sind in einer Dickenrichtung der Wandung 11, die in den Fig.
1 bis 4 jeweils durch einen Pfeil schematisch veranschaulicht ist, gestaffelt bzw.
aufeinanderfolgend angeordnet, wenn der aus dem Hohlprofil 10 hergestellte Blendrahmen
in der Öffnung 15 eingebaut ist.
[0025] Das Hohlprofil 10 weist eine sich in Längsrichtung des Hohlprofils 10 erstreckende
zusammenhängende Haupthohlkammer 16 auf, in welche eine Armierung aufnehmbar ist,
wobei die Haupthohlkammer 16 von einer Innenfläche 18 begrenzt ist. In der Haupthohlkammer
16 sind drei voneinander beabstandete Wandelemente 20 angeordnet. Jedes Wandelement
20 erstreckt sich im hier dargestellten Querschnitt des Hohlprofils 10 in einer Erstreckungsrichtung
von einem ersten Bereich 22 der Innenfläche 18 hin zu einem zweiten Bereich 24 der
Innenfläche 18, welcher von dem ersten Bereich 22 beabstandet und diesem zugewandt
ist (in Fig. 1 nur für ein Wandelement 20 durch die entsprechenden Bezugszeichen näher
veranschaulicht). Die Erstreckungsrichtungen (in Fig. 1 durch drei parallel Pfeile
symbolisiert) der Wandelemente 20 sind bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
parallel zueinander ausgerichtet, wobei jede Erstreckungsrichtung mit der Dickenrichtung
einen rechten Winkel einschließt, wenn der Blendrahmen in der Öffnung 15 eingebaut
ist.
[0026] Jedes Wandelement 20 weist zwei einander entgegengesetzte Enden 26, 28 auf, wobei
ein erstes Ende 26 der beiden Enden mit dem ersten Bereich 22 verbunden ist, und wobei
das zweite Ende 28 der beiden Enden dem zweiten Bereich 24 zugewandt und von diesem
beabstandet ist (in Fig. 1 nur für ein Wandelement 20 durch die entsprechenden Bezugszeichen
näher veranschaulicht). Drei Teilbereiche 30 einer Armierung 34 sind in Längsrichtung
des Hohlprofils 10 zwischen den zweiten Enden 28 und den zweiten Bereichen 24 in die
Haupthohlkammer 16 zur Ausbildung eines erfindungsgemäßen Rahmenteils 32 einführbar,
welches im Querschnitt in Fig. 2 dargestellt ist. Die in Form eines einseitig offenen
Profilkörpers bzw. Profils ausgebildete Armierung 34 ist im Querschnitt im wesentlichen
U-förmig ausgebildet. Alternativ kann auch eine Armierung mit einem im wesentlichen
C-förmigen oder G-förmigen Querschnitt vorgesehen sein.
[0027] Der Abstand der zweiten Enden 28 zu den zweiten Bereichen 24 der Innenfläche 18 entspricht
im wesentlichen der Dicke des Teilbereichs 30, so dass die Teilbereiche 30 der Armierung
34 jeweils an das zweite Ende 28 angrenzen bzw. nur ein geringer Zwischenraum verbleibt
und jeder Teilbereich 30 zusammen mit dem entsprechenden Wandelement 20 ein sich vom
dem jeweiligen ersten Bereich 22 bis zu dem jeweiligen zweiten Bereich 24 der Innenfläche
18 erstreckende Wandung ausbildet, einhergehend mit der Schaffung einer sehr hohen
Wärmedämmung durch vorteilhafte Aufteilung der Haupthohlkammer 16 in voneinander getrennte
Teilkammern 36, wodurch insbesondere eine Wärmeübertragung durch Konvention aber auch
durch Wärmestrahlung deutlich reduziert werden kann.
[0028] Dadurch, dass die Erstreckungsrichtungen und die Dickenrichtung einen rechten Winkel
einschließen, wenn der Rahmen in der Öffnung 15 eingebaut ist, stellt jedes Wandelement
20 insbesondere für die Wärmeübertagung durch Konvention von einer Profilseite (12
oder 14) zu der anderen Profilseite (14 oder 12) ein Hindernis dar, wobei die Wärmestromrichtung
parallel zur Dickenrichtung sein kann bzw. eine zur Dickenrichtung parallele Komponente
aufweisen kann. Der Wärmestrom wiederum ist eine Folge eines entsprechenden Temperaturgefälles
bzw. Temperaturgradienten in einer Richtung, die parallel zur Dickenrichtung ist bzw.
eine zur Dickenrichtung parallele Komponente aufweist.
[0029] Bei dem in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Hohlprofils 10 sind zwei Wandelemente 20 vorgesehen, deren zweite Enden 28 durch einen
Steg 38 miteinander verbunden sind, wobei ein Federelement 40, das an einem dem Steg
38 zugewandten Bereich 42 der Innenfläche 18 angebracht ist, dafür gesehen ist, einen
Abschnitt 44 der Armierung 34 bzw. einen Armierungsbereich 44 der Armierung 34 zum
klemmenden Halten zwischen dem Steg 38 und dem Federelement 40 durch Federkraft gegen
den Steg 38 zu drücken, wenn der Abschnitt 44 der Armierung 34 bzw. der Armierungsbereich
44 der Armierung 34 zwischen dem Steg 38 und dem Federelement 40 in die Haupthohlkammer
16 eingeführt ist, wie in Fig. 4 veranschaulicht, die das durch Einführen der Armierung
34 in die Haupthohlkammer 16 ausgebildete Rahmenteil 32 zeigt.
[0030] Die vorliegende Erfindung wurde exemplarisch unter Bezugnahme auf Hohlprofile 10
für den Blendrahmen eines Fensters beschrieben. Es versteht sich, dass die vorliegende
Erfindung auch auf Hohlprofile für Flügelrahmen eines Fensters oder einer Tür sowie
für Blendrahmen oder Zargen oder einer Tür entsprechend anwendbar ist.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10
- Hohlprofil
- 11
- Wandung
- 12
- Profilseite
- 14
- Profilseite
- 15
- Öffnung
- 16
- Haupthohlkammer
- 18
- Innenfläche
- 20
- Wandelement
- 22
- erster Bereich
- 24
- zweiter Bereich
- 26
- erstes Ende
- 28
- zweites Ende
- 30
- Teilbereich
- 32
- Rahmenteil
- 34
- Armierung
- 36
- Teilkammer
- 38
- Steg
- 40
- Federelement
- 42
- zugewandter Bereich
- 44
- Armierungsabschnitt
1. Hohlprofil (10) für einen Rahmen, der für den Einbau in eine Öffnung (15) einer Wandung
(11) vorgesehen ist,
wobei das Hohlprofil (10) zwei voneinander abgewandte Profilseiten (12, 14) aufweist,
die in einer Dickenrichtung der Wandung (11) gestaffelt angeordnet sind, wenn der
Rahmen in der Öffnung (15) eingebaut ist,
wobei das Hohlprofil (10) wenigstens eine sich in Längsrichtung des Hohlprofils (10)
erstreckende zusammenhängende Haupthohlkammer (16) aufweist, in welche eine Armierung
(34) aufnehmbar ist, wobei die Haupthohlkammer (16) von einer Innenfläche (18) begrenzt
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Haupthohlkammer (16) wenigstens ein Wandelement (20) angeordnet ist, das sich
im Querschnitt des Hohlprofils (10) in einer Erstreckungsrichtung von einem ersten
Bereich (22) der Innenfläche (18) hin zu einem zweiten Bereich (24) der Innenfläche
(18) erstreckt, welcher von dem ersten Bereich (22) beabstandet ist,
wobei die Erstreckungsrichtung und die Dickenrichtung einen Winkel einschließen, wenn
der Rahmen in der Öffnung (15) eingebaut ist,
wobei das Wandelement (20) zwei entgegengesetzte Enden (26, 28) aufweist, wobei ein
erstes (26) der beiden Enden mit dem ersten Bereich (22) verbunden ist, und wobei
das zweite (28) der beiden Enden dem zweiten Bereich (24) zugewandt und von diesem
beabstandet ist,
und wobei wenigstens ein Teilbereich (30) der Armierung (34) in Längsrichtung des
Hohlprofils (10) zwischen dem zweiten Ende (28) und dem zweiten Bereich (24) in die
Haupthohlkammer (16) einführbar ist.
2. Hohlprofil (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (24) dem ersten Bereich (22) zugewandt ist.
3. Hohlprofil (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (28) einen Abstand zu dem zweiten Bereich (24) aufweist, der höchstens
das 0,2-fache des Abstands des ersten Bereichs (22) zu dem zweiten Bereich (24) beträgt.
4. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil ein extrudiertes Hohlprofil (10) ist.
5. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von wenigstens zwei oder wenigstens drei oder wenigstens vier im Querschnitt
des Hohlprofils (10) voneinander beabstandeten Wandelementen (20) vorgesehen ist.
6. Hohlprofil (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Enden (28) von wenigstens zwei benachbarten Wandelementen (20) durch
einen Steg (38) miteinander verbunden sind, wobei ein Federelement (40), das an einem
dem Steg (38) zugewandten Bereich (42) der Innenfläche (18) oder dem Steg (38) angebracht
ist, dafür vorgesehen ist, einen Abschnitt (44) der Armierung (34) zum klemmenden
Halten zwischen dem Steg (38) und dem Federelement (40) oder zwischen dem zugewandten
Bereich (42) und dem Federelement (40) durch Federkraft gegen den Steg (38) oder den
zugewandten Bereich (42) zu drücken, wenn der Abschnitt (44) der Armierung (34) zwischen
dem Steg (38) und dem Federelement (40) oder zwischen dem zugewandten Bereich (42)
und dem Federelement (40) in die Haupthohlkammer (16) eingeführt ist.
7. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (10) wenigstens teilweise oder vollständig aus Polyvinylchlorid (PVC)
besteht.
8. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (20) wenigstens teilweise oder vollständig aus Polyvinylchlorid (PVC)
besteht.
9. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (20) stoffschlüssig mit Hohlprofil (10) verbunden ist.
10. Hohlprofil (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (20) sich wenigstens abschnittsweise in Längsrichtung des Hohlprofils
(10), vorzugsweise über die gesamte Länge des Hohlprofils (10) erstreckt.
11. Rahmenteil (32) für einen Rahmen, mit einem Hohlprofil (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 10 und einer in die Haupthohlkammer (16) des Hohlprofils (10) eingeführten Armierung
(34), wobei wenigstens ein Teilbereich (30) der Armierung (34) zwischen dem zweiten
Ende (28) und dem zweiten Bereich (24) angeordnet ist.
12. Rahmenteil (32) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des zweiten Endes (28) zu dem zweiten Bereich (24) im wesentlichen der
Dicke des Teilbereichs (30) entspricht.
13. Fensterrahmen mit wenigstens drei oder wenigstens vier Rahmenteilen (32) nach einem
der Ansprüche 11 und 12.
14. Rahmen für eine Tür mit wenigstens drei oder wenigstens vier Rahmenteilen (32) nach
einem der Ansprüche 11 und 12.