[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse zur
Durchführung durch eine Gehäusewand und Montage in der Gehäusewand und mit mindestens
einer Stromschiene, die sich in Längsrichtung der Leiteranschlussklemme erstreckt,
wobei an den einander gegenüberliegenden Endbereichen der Stromschienen Leiterklemmanschlüsse
vorgesehen sind und das Isolierstoffgehäuse zu den Leiterklemmanschlüssen führende
Leitereinführungsöffnungen hat.
[0002] Derartige Leiteranschlussklemmen mit einander gegenüberliegenden Leiterklemmanschlüssen,
die jeweils über eine sich in Längsrichtung der Leiteranschlussklemme erstreckende
Stromschiene miteinander verbunden sind, werden insbesondere in Form von Wanddurchführungsklemmen
zum Einsetzen an die Gehäusewand genutzt. Derartige Leiteranschlussklemmen müssen
oftmals mit elektronischen Bauelementen, wie z. B. Entstörkondensatoren, Drosseln
o. ä. versehen werden.
[0003] Aus der
EP 0 507 062 A2 ist eine Steckerleiste mit mehreren in ein Isolierstoffgehäuse eingebauten Steckerstiften
bekannt. Zur Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen ist die Steckerleiste
mit einem Abschirmblech und zur Unterdrückung von leitungsgebundenen elektrischen
Störeinflüssen mit Chipkondensatoren versehen. Die Chipkondensatoren sind auf einer
direkt in die Steckerleiste eingefügte Leiterplatte montiert.
[0004] In vergleichbarer Weise ist aus der
EP 0 411 807 B1 ein elektrischer Verbinder mit einem mit einer Erdungsplatte und Anschlüssen des
Verbinders elektrisch verbundenen Kondensators bekannt. Der mindestens eine Kondensator
ist über L-förmige Verbinder mit Kontaktstiften des elektrischen Verbinders, z. B.
durch Verlöten elektrisch leitend verbunden.
[0005] US 4,804,332 offenbart einen hiermit vergleichbaren elektrischen Verbinder in Form eines Steckers
mit darin integrierten Filterelementen. Die Filterelemente sind über Kontaktfahnen
mit Kontaktstiften des Steckverbinders verlötet.
[0006] EP 1 415 370 B1 offenbart eine Anschlussbuchse mit einem isolierenden Gehäuse, das eine Vielzahl
elektronischer Bauteile aufnehmende Hohlräume und in dem Gehäuse angeordnete leitende
Anschlusskontakte sowie eine Erdungsplatte hat. In den Hohlräumen sind leitende Federn
zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes mit der Erdungsplatte angeordnet.
[0007] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte Leiteranschlussklemme
der eingangs genannten Art zu schaffen.
[0008] Die Aufgabe wird mit der Leiteranschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Bei der Leiteranschlussklemme der eingangs genannten Art wird vorgeschlagen, dass
in das Isolierstoffgehäuse im Bereich zwischen einem Paar einander gegenüberliegender
Endbereichen mindestens eine geschlossene Aufnahmekammer zur Aufnahme eines elektronischen
Bauelementes eingebracht ist und mindestens eine Stromschiene von der Aufnahmekammer
aus zugänglich ist.
[0010] Mindestens eine Stromschiene ist von der Aufnahmekammer aus zugänglich und die mindestens
eine Stromschiene hat ein zweites Kontaktelement, das zum Kontaktieren eines Anschlusskontaktes
eines in der Aufnahmekammer aufnehmbaren elektronischen Bauelementes ausgebildet ist.
Alternativ oder zusätzlich (in Kombination) hierzu ist im Anstand zur Stromschiene
mindestens ein erstes Kontaktelement in dem Isolierstoffgehäuse aufgenommen und von
einer zugeordneten Aufnahmekammer aus zugänglich ist, wobei das mindestens ein erstes
Kontaktelement zum Kontaktieren eines Anschlusskontaktes eines in der Aufnahmekammer
aufnehmbaren elektronischen Bauelementes ausgebildet ist.
[0011] Die jeweils von einem Leiterklemmanschluss zum gegenüberliegenden Leiterklemmanschluss
sich erstreckenden Stromschienen sind von einer Aufnahmekammer für ein elektronisches
Bauelement aus zugänglich, so dass ein Anschlusskontakt, beispielsweise in Form eines
Kontaktbeins mit Hilfe eines zweiten Kontaktelementes der Stromschiene direkt mit
der Stromschiene und/oder im Abstand zur Stromschiene, z.B. im oberen Bereich über
ein erstes Kontaktelement vorzugsweise mit einer angrenzenden Gehäusewand oder durch
Querbrückung mit anderen ersten Kontaktelementen kontaktierbar ist. Dies hat den Vorteil,
dass der Impedanzweg durch die direkte Anbindung der Anschlusskontakte an die Stromschiene
über das mit der Stromschiene zusammenwirkende Kontaktelement bzw. an die Gehäusewand
über das erste Kontaktelement signifikant minimiert wird.
[0012] Zudem wird durch die zwischen den einander gegenüberliegenden Leiterklemmanschlüssen
angeordnete und an die Stromschiene angrenzende Aufnahmekammer ein kompakter Aufbau
der Leiteranschlussklemme erreicht. Mit Hilfe der Federklemmelemente ist zudem ein
einfaches, langzeitstabiles und zuverlässiges elektrisches Kontaktieren von Anschlusskontakten
eines elektronischen Bauelementes möglich. Das elektronische Bauelement kann im Fehlerfall
auch schnell und einfach ausgetauscht werden.
[0013] Durch das mindestens eine erste Kontaktelement an der Oberseite der Leiteranschlussklemmen
gegenüberliegend zur Stromschiene ist es möglich, dass das elektronische Bauelement
hochkant quer zur Längs- und Breitenrichtung der Leiteranschlussklemme in den Anschlussraum
eingebracht und an der unteren Seite mit der Stromschiene und an der oberen Seite
mit dem ersten Kontaktelement kontaktiert wird.
[0014] Als erste und/oder zweite Kontaktelemente sind bevorzugt Federklemmelemente einsetzbar,
die ein einfaches und schnelles Anklemmen elektronische Bauelemente bei platzsparendem
und preiswertem Aufbau ermöglichen. Insbesondere ist ein nachträgliches Einsetzen
eines ersten Federkontaktelementes in ein bereits mit einem elektronischen Bauelement
bestücktes Isolierstoffgehäuse und Kontaktieren eines dort befindlichen Anschlusskontaktes
möglich.
[0015] Das zweite Kontaktelement kann Teil der Stromschiene sein, z.B. integral damit gefertigt,
oder eine von der Stromschiene separates Teil sein.
[0016] Das Isolierstoffgehäuse kann einteilig sein. Vorzugsweise ist die Leiteranschlussklemme
jedoch aus mehrteiligen, in der Art von Reihenklemmen neben direkt nebeneinander angeordneten
separaten Isolierstoffgehäuseteilen zusammengesetzt. Jedes Isolierstoffgehäuseteil
nimmt vorzugsweise jeweils eine Stromschiene auf und hat eine seitlich offene Aufnahmekammer.
Damit kann ein elektronisches Bauelement zunächst von der Seite in die Aufnahmekammer
des Isolierstoffgehäuseteiles eingesetzt und mit einer zugeordneten Stromschiene des
Isolierstoffgehäuseteils kontaktiert werden. Anschließend werden dann die Isolierstoffgehäuseteile
mit ggf. daran befindlichen elektronischen Bauelementen zu einer kompakten Leiteranschlussklemme
zusammengesetzt. Vorteilhaft ist es, wenn mindestens eine Stromschiene eine die zugeordnete
Aufnahmekammer begrenzende Bodenfläche bildet. Damit wird für das elektronische Bauelement
eine stabile Auflage bereitgestellt, so dass das elektronische Bauelement auf der
Stromschiene ruht. Denkbar ist, dass das elektronische Bauelement an dieser Stromschiene
auch mechanisch befestigt wird.
[0017] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Stromschienen im Bereich der zugeordneten
Aufnahmekammer, insbesondere im Bereich der Anbindung des Anschlusskontaktes, gekröpft
oder abgewinkelt sind und in die Aufnahmekammer hineinragen. Damit kann auf einfache
Weise eine Anpassung der Klemmposition für den Anschlusskontakt des elektronischen
Bauelementes, d. h. ein Höhenausgleich realisiert werden. Der Impedanzweg wird durch
das direkte Anklemmen des Anschlusskontaktes an die Stromschiene reduziert und kann
durch den Höhenausgleich weiter minimiert werden.
[0018] Das Anklemmen eines Kontaktbeines als Anschlusskontakt an die Stromschiene erfolgt
in besonders vorteilhafter Weise dadurch, dass das mindestens eine Federklemmelement
im Bereich der Aufnahmekammer zum Anklemmen eines Kontaktbeins als Federklammer ausgeführt
ist, die auf eine zugeordnete Stromschiene aufgesteckt wird. Die Federklammer hat
hierbei zwei einander gegenüberliegende Klemmabschnitte und einen die Klemmabschnitte
verbindenden Federbogen. Die Klemmabschnitte sind durch Federkraft aufeinander zu
bewegbar. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Stromschiene mit darauf aufliegendem
Kontaktbein in der Art einer Klammer von den einander gegenüberliegenden Klemmabschnitten
der Federklammer eingespannt wird.
[0019] Eine solche Federklammer ist einfach, preiswert und raumsparend im Bereich der Aufnahmekammer
zu integrieren und ermöglicht eine langzeitstabile elektrische Kontaktierung eines
elektronischen Bauelementes.
[0020] Zum Fixieren eines Kontaktbeins in einer definierten Kontaktposition und Bereitstellung
einer vorgegebenen Kontaktfläche für das Kontaktbein ist es vorteilhaft, wenn die
mindestens eine Stromschiene angrenzend an einen zugeordneten Anschlusskontakt, insbesondere
Federklemmelement, eine Anlagewand hat, die auf das zugeordnete Kontaktelement derart
ausgerichtet ist, dass das Kontaktelement einen kontaktierten (z.B. angeklemmten)
Anschlusskontakt eines elektronischen Bauelementes gegen diese Anlagewand drückt.
Eine solche Anlagewand kann beispielsweise durch Einbringen eines Versatzes in die
Stromschiene realisiert werden.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das mindestens eine erste Kontaktelement
aus der Oberseite des Isolierstoffgehäuses herausragen und von der Außenseite des
Isolierstoffgehäuses zugänglich sein. Dann lässt sich von der Außenseite der Leiteranschlussklemme
eine gewünschte elektrische Kontaktierung mittels Brückern, elektrischen Leitern oder
ähnliches erreichen.
[0022] Die Leiteranschlussklemme hat in einer bevorzugten Ausführungsform an der Außenseite
des Isolierstoffgehäuses mindestens einen vorstehenden Wandablageabschnitt zur Anlage
an der Gehäusewand. Nach Einsetzen des Isolierstoffgehäuses in die Gehäusewand, liegt
der Wandanlageabschnitt somit an der Gehäusewand an. Die Leiteranschlussklemme kann
dann auf dem Wandanlageabschnitt gegenüberliegenden Seite mit Hilfe mindestens eines
Rastelementes verrastet werden. Ein solches Rastelement kann beispielsweise ein separater
auf die Leiteranschlussklemme aufgerasteter Rastbügel sein. Dann liegt die Gehäusewand
zwischen diesem Rastbügel und dem Wandanlageabschnitt.
[0023] Bei einer solchen Durchführungsklemme ist es besonders vorteilhaft, wenn das mindestens
eine erste Kontaktelement als Federklammer mit zwei einander gegenüberliegenden und
durch Federkraft aufeinander zu bewegbaren Klemmabschnitten zum Anklemmen eines Kontaktbeins
und mit einem, die Klemmabschnitte verbindbaren Federbogen ausgebildet ist. Der obere,
von der Stromschiene entferntere Klemmabschnitt ragt dabei mit einer zwischen Federbogen
und freiem Ende des oberen Klemmabschnitts angeordneten Biegung aus der Oberseite
des Isolierstoffgehäuses heraus. Die Federklammer liegt dann mit der Biegung in dem
in einer Gehäusewand eingesetzten Zustand der Leiteranschlussklemme unter Federkraft
an der Gehäusewand an. Die Gehäusewand wird somit zur Kontaktierung der ersten Kontaktelemente
und der daran angeklemmten Anschlusskontakte der elektronischen Bauelemente genutzt.
Damit lässt sich auf zuverlässige und einfache Weise eine Schaltung zur elektromagnetischen
Verträglichkeit (EMV) realisieren. Die oberen Anschlusskontakte der elektronischen
Bauelemente kommen im Bereich des Durchbruchs des Isolierstoffgehäuses zu liegen,
so dass der Impedanzweg vorteilhaft verkürzt ist.
[0024] Beim Einsetzen der Leiteranschlussklemme in eine Gehäusewandöffnung wird die Leiteranschlussklemme
mit Hilfe des an der Gehäusewand anliegenden Klemmabschnitts des federnden mindestens
einen ersten Kontaktelementes in der Gehäusewand fixiert. Der wesentliche Vorteil
ergibt sich jedoch dadurch, dass der an der Gehäusewand anliegende Klemmabschnitt
durch diese Gehäusewand nach unten in Richtung Innenraum der Leiteranschlussklemme
verlagert wird und somit die auf den angeklemmten Anschlusskontakt aufgebrachte Federkraft
erhöht wird. Wenn die Leiteranschlussklemme noch nicht in die Gehäusewandöffnung eingesetzt
ist, ist das mindestens eine erste Kontaktelement nur durch die eigene Federkraft
vorgespannt, so dass ein im Wesentlichen kraftfreies bzw. kraftarmes Einlegen des
Anschlusskontaktes ermöglicht wird. Während des Einsetzens der Leiteranschlussklemme
in einen Gehäusewanddurchbruch erfolgt dann eine automatische Kontaktierung des oberen
Kontaktelementes mit dem zugeordneten Anschlusskontakt.
[0025] In einer alternativen Ausführungsform kann das mindestens eine erste Kontaktelement
mindestens einen Gabel-Klemmkontakt mit jeweils zwei durch einen Klemmschlitz zur
Aufnahme eines Anschlusskontaktes (z.B. in Form eines Kontaktbeins) voneinander beabstandeten
Gabelzungen haben. Auch ein solcher Klemmkontakt ermöglicht ein einfaches und zuverlässiges
Anklemmen eines Anschlusskontaktes eines elektronischen Bauelementes, das in die Aufnahmekammer
des Isolierstoffgehäuses eingebracht wird. Zudem wird ein nachträgliches Bestücken
(Aufsetzen) des Klemmkontaktes auf einen Anschlusskontakt eines vorher in der Aufnahmekammer
aufgenommenen elektronischen Bauelementes ermöglicht.
[0026] Optional sind gleichermaßen andere Kontaktarten für das untere und obere Kontaktelement,
wie Käfigzugfeder, U-förmig gebogene, direkt steckbare und in eine Leitereinführungsöffnung
einer Stromschiene eingesetzte Klemmfeder, Schraub-Klemm-Anschluss, Schneid-Klemm-Kontakt
oder ähnliches denkbar.
[0027] Auch bei der Nutzung eines Klemmkontaktes für das erste Kontaktelement ist eine elektrische
Kontaktierung der Gehäusewand möglich. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn sich an die
Gabelzungen mit dem zwischen liegenden Klemmschlitz ein Federelement derart anschließt,
dass ein Federkontaktabschnitt des Federelementes aus der Oberseite des Isolierstoffgehäuses
herausragt und der Federkontaktabschnitt im in einer Gehäusewand eingesetzten Zustand
der Leiteranschlussklemme unter Federkraft an der Gehäusewand anliegt.
[0028] Ein solches Federelement kann beispielsweise eine sich vom Klemmkontaktbereich weg
erstreckende Federzunge sein. Diese Federzunge kann nicht gebogen sein. Besonders
vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Federzunge mit dem freien Ende wieder in etwa
in dieselbe Richtung wie der Klemmkontakt gebogen ist. Damit wird eine Einführschräge
bereitgestellt. Ein Verhaken des ersten Kontaktelementes an der Gehäusewand beim Einsetzen
bzw. neben der Leiteranschlussklemme wird auf diese Weise unterbunden.
[0029] Die ersten Kontaktelemente sind vorzugsweise derart verschaltet, dass mindestens
zwei in Breitenrichtung der Leiteranschlussklemme direkt oder indirekt nebeneinander
aufgereihte erste Kontaktelemente elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Dies
kann entweder über die Gehäusewand, durch mit den ersten Kontaktelementen verbindbaren
elektrischen Leitern oder mit Hilfe von Strombrückerelementen erfolgen. Für den Fall
des Einsetzens von Strombrückerelementen haben die ersten Kontaktelemente vorzugsweise
Kontaktöffnungen zur Aufnahme und Kontaktierung solcher Strombrückerelemente. Die
Strombrückerelemente können hierbei beispielsweise wie von Brückern bekannt mittels
Federzungen in den Kontaktöffnungen verrastet werden.
[0030] Die an den einander gegenüberliegenden Seiten der jeweiligen Stromschiene vorhandenen
Klemmanschlüsse sind vorzugsweise als Federklemmanschlüsse ausgebildet. Solche Federklemmanschlüsse
können in Direktstecktechnik, z. B. mit Hilfe einer U-förmigen Stromfeder, die in
eine Leiterdurchführungsöffnung der Stromschiene eingesetzt ist, mit Hilfe einer Käfigzugfeder,
einer Schraubenfeder, einem Schneid-Klemm-Anschluss oder ähnliches realisiert sein.
Zur Betätigung eines solchen Federklemmanschlusses kann ein Hebel oder Drücker in
das Betätigungselement in das Isolierstoffgehäuse eingebaut sein. Denkbar ist aber
auch, dass neben den Leitereinführungsöffnungen jeweils Betätigungsöffnungen in das
Isolierstoffgehäuse eingebracht sind.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme;
- Figur 2 -
- Seiten-Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 1;
- Figur 3 -
- Querschnittsansicht der Leiteranschlussklemme aus Figuren 1 und 2 im Bereich der Anbindung
von Anschlusskontakten eines elektronischen Bauelementes;
- Figur 4 -
- perspektivische Ansicht der in einer Gehäusewand eingesetzten Leiteranschlussklemme
aus Figuren 1 bis 3;
- Figur 5 -
- perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme;
- Figur 6 -
- Seiten-Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 5;
- Figur 7 -
- Querschnittsansicht der Leiteranschlussklemme aus Figuren 5 und 6 im Bereich der Anbindung
von Anschlusskontakten elektronischer Bauelemente;
- Figur 8 -
- perspektivische Ansicht von miteinander verbundenen oberen Kontaktelementen der Leiteranschlussklemme
aus Figur 7;
- Figur 9 -
- Querschnittsansicht der Leiteranschlussklemme aus Figuren 5 und 6 im Bereich der Anbindung
von Anschlusskontakten mit mehreren separaten ersten Kontaktelementen;
- Figur 10 -
- perspektivische Ansicht von separaten ersten Kontaktelementen der Leiteranschlussklemme
aus Figur 9;
- Figur 11 -
- Teilschnittsansicht einer Gehäusewand mit einer dahinterliegenden dritten Ausführungsform
von ersten Kontaktelementen;
- Figur 12 -
- Längsschnittansicht der Gehäusewand mit den ersten Kontaktelementen gemäß Figur 11
;
- Figur 13 -
- Draufsicht-Schnittansicht auf die Gehäusewand mit den ersten Kontaktelementen aus
Figuren 11 und 12;
- Figur 14 -
- perspektivische Ansicht eines ersten Kontaktelementes aus Figuren 11 bis 13.
[0032] Figur 1 lässt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 erkennen. Die Leiteranschlussklemme 1 ist mit einem mehrteiligen Isolierstoffgehäuse
2 ausgeführt. Hierbei sind in der Art einer Reihenklemme scheibenförmige Isolierstoffgehäuseteile
2a, 2b, 2c, 2d, 2e vorgesehen, die angrenzend aneinander und parallel zueinander angeordnet
und miteinander verbunden sind. An einander gegenüberliegenden Seiten, das ist an
der Vorderseite 3 und der Rückseite 4 sind Leitereinführungsöffnungen 5 sowie benachbart
hierzu Betätigungsöffnungen 6 in das Isolierstoffgehäuse 2 eingebracht. Diese Leitereinführungsöffnungen
5 und Betätigungsöffnungen 6 führen zu nicht erkennbaren Federklemmanschlüssen im
Innenraum des Isolierstoffgehäuses 2.
[0033] Weiterhin ist erkennbar, dass an der Oberseite des Isolierstoffgehäuses 2 mehrere
erste Kontaktelemente 7 durch Öffnungen im Isolierstoffgehäuse 2 hindurchgeführt sind
und in dem Ausführungsbeispiel von der Oberfläche des Isolierstoffgehäuses 2 an der
Oberseite nach oben herausragen. Beim Einschieben der als Durchführungsklemme ausgebildeten
Leiteranschlussklemme 1 durch eine Gehäusewandöffnung ist es dann möglich, dass eine
die Gehäusewandöffnung begrenzende Gehäusewandkante auf diesen ersten Kontaktelementen
7 aufliegt und damit eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den ersten Kontaktelementen
7 und der Gehäusewand hergestellt wird.
[0034] Das Isolierstoffgehäuse 2 hat einen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die
Leiteranschlussklemme 1 vollständig umlaufenden Wandanlageabschnitt 8. Beim Einschieben
der Leiteranschlussklemme 1 in eine Gehäusewandöffnung kann der Wandanlageabschnitt
8 zur Anlage an die Gehäusewand angrenzend an die Gehäuseöffnung gebracht werden.
Um die Leiteranschlussklemme 1 in der Gehäusewand zu sichern, wird auf der dem Wandanlageabschnitt
8 gegenüberliegenden Seite mit dazwischen liegender Gehäusewand ein Rastelement 9
z. B. in Form einer federelastischen Spange auf das Isolierstoffgehäuse 2 aufgesetzt
und mit diesem geeignet verrastet.
[0035] Figur 2 lässt eine Querschnittsansicht durch die Leiteranschlussklemme 1 aus Figur
1 erkennen. Deutlich wird, dass die Leiteranschlussklemme 1 in die Gehäusewandöffnung
10 einer Gehäusewand 11 eingesetzt ist. Die Leiteranschlussklemme 1 liegt mit dem
Wandanlageabschnitt 8 an der Gehäusewand 11 an und ist auf der dem Wandanlageabschnitt
8 gegenüberliegenden Seite mit dem Rastelement 9 an der Gehäusewand 11 festgelegt.
[0036] Erkennbar ist auch, dass die Gehäusewandkante 12 der Gehäusewand 11, die die Gehäusewandöffnung
10 begrenzt, auf einer Biegung 13 eines ersten Klemmelementes 7 aufliegt. Das erste
Kontaktelement 7 ist als Federklammer (Federklemmelement) mit einem unteren Klemmschenkel
14, einem sich daran anschließenden Federbogen 15 und einem oberen Federschenkel 16
ausgebildet. Die Biegung 13 befindet sich zwischen dem Federbogen 15 und dem oberen
Klemmschenkel 16. Deutlich wird, dass die freien Enden der unteren und oberen Klemmschenkel
14, 16 annähernd parallel zueinander ausgerichtet und zum Anklemmen eines dazwischen
einsetzbaren oberen Anschlusskontakte 17a eines elektronischen Bauelementes 18 vorgesehen
sind. Durch das Einklemmen des ersten Kontaktelementes 7 in die Gehäusewand 11 durch
die unmittelbar anliegende konisch zulaufende Gehäusewandkante 12 wird eine sichere
Kontaktierung des oberen Anschlusskontaktes 17a und der Gehäusewand 11 erreicht.
[0037] In den Ausführungsbeispielen sind die Anschlusskontakte 17a, 17b als Kontaktbeine
ausgeführt. Denkbar sind aber auch andere Varianten von Anschlusskontakten, wie z.B.
einfache Anschlussflächen, die nicht beidseits durch Federklammern, sondern z.B. einseitig
durch Druckfedern kontaktiert werden, oder Anschlussfahnen o.ä..
[0038] Das elektronische Bauelement 18 ist in eine Aufnahmekammer 19 eingebaut, die in das
Isolierstoffgehäuse 2 eingebracht ist.
[0039] Das Isolierstoffgehäuse 2 hat weiterhin eine Anzahl von Stromschienen 20, die auf
einer gemeinsamen Ebene hintereinander angeordnet sind. An den jeweils gegenüberliegenden
Endbereichen der Stromschiene 20 sind Leiterklemmanschlüsse 21 vorgesehen, die in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel als direkt steckbare Federklemmanschlüsse ausgeführt
sind. Hierzu ist in den Endbereichen der Stromschiene 20 jeweils eine Leitereinführungsöffnung
mit diese mindestens teilweise umgebendem Lochkragen 22 und einer in diese Leitereinführungsöffnung
der Stromschiene 20 eingesetzten U-förmig gebogenen Klemmfeder 23 gebildet.
[0040] Zum Öffnen des Federklemmanschlusse 21 und Lösen eines durch die Leitereinführungsöffnung
5 hindurch geführten und an die Klemmfeder 23 angeklemmten elektrischen Leiter ist
eine Betätigungsöffnung 6 vorgesehen, die zu einer zugeordneten Klemmfeder 23 führt.
[0041] Denkbar sind allerdings auch Ausführungsformen, bei denen die Klemmfeder 23 in dieser
U-förmigen Art oder z. B. als Käfigzugfeder mit Hilfe eines Betätigungshebels betätigt
wird. Der Betätigungshebel würde dann in an sich bekannter Weise in das Isolierstoffgehäuse
einschwenkbar gelagert eingebaut sein.
[0042] Deutlich wird, dass im Bereich zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Leiterklemmanschlüssen
21 eine Klemmstelle zum Anklemmen eines unteren Anschlusskontaktes 17b vorgesehen
ist. Hierzu ist ein zweites Kontaktelement 24 in Form eines Federklemmelementes von
der Seitenkante quer zur Längsrichtung L der Stromschiene 20 auf die Stromschiene
20 aufgesetzt. Das zweite Kontaktelement 24 ist ebenfalls U-förmig gebogen und hat
einen unteren Anlageschenkel 25, ein an sich daran anschließenden (nicht sichtbaren)
Federbogen und einen sich mindestens in einem Teilbereich annähernd parallel zum Anlageschenkel
25 erstreckenden Klemmschenkel 26. Der Klemmschenkel 26 ist derart gebogen, dass ein
unterer Anschlusskontakt 17b eines elektronischen Bauelementes 18 auf der Stromschiene
20 aufliegend mit Hilfe des Klemmschenkels 26 gegen die Stromschiene 20 gedrückt und
dort mechanisch gehalten und elektrisch kontaktiert wird.
[0043] Zur Lagefixierung des zweiten Kontaktelementes 24 auf der Stromschiene 20 kann die
Stromschiene 20 eine Fixieröffnung 27 haben. Diese Fixieröffnung 27 muss nicht notwendigerweise
beidseitig offen (Durchgangsbohrung) sein, sondern kann auch als Vertiefung (Mulde
oder Sackbohrung) ausgeführt sein. An dem Anlageschenkel 25 des zweiten Kontaktelementes
24 ist eine in Richtung Klemmschenkel 26 ragende Fixiernase 28 zum Eintauchen in die
Fixieröffnung 27 vorgesehen.
[0044] Weiterhin wird deutlich, dass die Stromschiene 20 in Richtung des unteren Anschlusskontaktes
17b hin gekröpft bzw. gebogen ist, um einen Höhenausgleich zur direkten Anbindung
des unteren Anschlusskontaktes 17b an die Stromschiene zu schaffen.
[0045] Figur 3 lässt eine Querschnittsansicht der Leiteranschlussklemme 1 aus Figuren 1
und 2 im Bereich der Anbindung der Anschlusskontakte 17a, 17b der elektronischen Bauelemente
18 erkennen. Dabei wird deutlich, dass die unteren Anschlusskontakte 17b von dem Klemmschenkel
26 auf die Stromschiene 20 durch Federkraft des zweiten Kontaktelementes 24 gedrückt
werden. Erkennbar ist auch, dass das zweite Kontaktelement 24 in Art einer U-förmig
gebogenen Blattfeder mit dem an der Unterseite der Stromschiene 20 aufliegenden Anlageschenkel
25, dem sich daran anschließenden Federbogen 29 und dem sich an den Federbogen 29
anschließenden Klemmschenkel 26 gebildet ist. Das freie Ende 30 des Klemmschenkels
26 ist nach oben gebogen, um eine Einlaufschräge zum Einführen eines Anschlusskontaktes
17b bereitzustellen.
[0046] Erkennbar ist weiterhin, dass die Stromschienen 20 Anlagewände A haben. Die Anlagewände
A sind durch Umformen, z.B. Prägen, der Stromschienen 20 im Anbindungsbereich für
die Anschlusskontakte 17b ausgebildet. Die Anlagewände A bilden eine definierte Kontaktanlage
bzw. Anschlag für die Anschlusskontakte 17b, die mit Hilfe der Klemmschenkel 26 gegen
die zugeordnete Anlagewand A gedrückt und damit elektrisch leitend mit der Stromschiene
20 kontaktiert werden.
[0047] Deutlich wird aus der Schnittansicht der Figur 3 auch, dass die Leiteranschlussklemme
1 aus mehreren Isolierstoffgehäuseteilen 2a, 2b, 2c, 2d, 2e zusammengesetzt sind.
Die Isolierstoffgehäuseteile 2a, 2b, 2c, 2d, 2e sind in der Art einer Reihenklemme
scheibenförmig ausgeführt und direkt angrenzend aneinander, in Breitenrichtung B nebeneinander
angeordnet und miteinander verbunden.
[0048] In dem Isolierstoffgehäuse 2 sind Aufnahmekammern 19 für elektronische Bauelemente
18 gebildet. Hierzu sind von der Seite der einzelnen Isolierstoffgehäuseteile 2a,
2b, 2c, 2d und 2e zugängliche Vertiefungen in die Isolierstoffgehäuseteile 2a bis
2e eingebracht. Damit kann zunächst ein elektronisches Bauelement 18 in die Vertiefung
eines solchen Isolierstoffgehäuseteiles 2a bis 2e eingebracht und mit der jeweils
daran angeordneten Stromschiene mit Hilfe des darauf aufgesetzten zweiten Kontaktelementes
24 bzw. mit dem ersten Klemmelement 7 elektrisch leitend kontaktiert werden. Anschließend
wird die angrenzende Isolierstoffgehäusehälfte 2a bis 2e auf die zugeordnete benachbarte
Isolierstoffgehäusehälfte 2a bis 2e aufgesetzt und damit die Aufnahmekammer 19 geschlossen.
Die Aufnahmekammern 19 sind hinreichend groß ausgeführt, um eine Aufnahme von elektronischen
Bauelementen 18 unterschiedlicher Größe zu ermöglichen.
[0049] Die Isolierstoffgehäusehälften 2a bis 2e können in an sich bekannter Weise z. B.
mit Hilfe von vorstehenden Rastnasen und korrespondierenden Rastvertiefungen miteinander
verrastet und optional oder zusätzlich hierzu miteinander verschraubt werden. Denkbar
ist aber auch ein Verkleben oder sonstiges nicht lösbares Verbinden der Isolierstoffgehäuseteile
2a bis 2b miteinander nach Einbau der gewünschten elektronischen Bauelemente 18 in
die Aufnahmekammern 19.
[0050] Figur 4 lässt eine perspektivische Ansicht der Leiteranschlussklammer aus Figuren
1 bis 3 erkennen. Dabei wird deutlich, dass die Leiteranschlussklemme 1 in Form einer
Durchführungsklemme durch die Gehäusewandöffnung an der Gehäusewand 11 geführt ist.
Erkennbar ist auch, dass die Leiteranschlussklemme 1 mit einer ringsum laufenden Wandanlageabschnitt
8 an der Gehäusewand 11 anliegt, um so ein weiteres Einschieben der Leiteranschlussklemme
1 in Längsrichtung L der Leiteranschlussklemme 1 zu verhindern. Auf der dem Wandanlageabschnitt
8 gegenüberliegenden Seite mit zwischen liegender Gehäusewand 11 ist ein Rastelement
9 in der Art einer Spange auf das Isolierstoffgehäuse 2 aufgesetzt und mit diesem
verrastet. Damit wird ein ungewolltes Entnehmen der Leiteranschlussklemme 1 aus der
Gehäusewand 11 verhindert.
[0051] Figur 5 lässt eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 erkennen. Der Aufbau entspricht im Wesentlichen der vorher beschriebenen Ausführungsform
gemäß Figuren 1 bis 4. Er unterscheidet sich jedoch in der Ausführung der ersten Kontaktelemente
7. Diese ersten Kontaktelemente 7 ragen zwar auch mit einer Biegung 13 aus einer Öffnung
an der Oberseite des Isolierstoffgehäuses 2 aus diesem heraus. Bei dieser Ausführungsform
sind die ersten Kontaktelemente 7 aber nicht als Federklemmelemente ausgebildet, sondern
haben Gabelkontakt-Klemmanschlüsse, was nachfolgend deutlicher wird.
[0052] Figur 6 lässt eine Querschnittsansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 5 erkennen.
Hierbei wird deutlich, dass der Aufbau im Wesentlichen der Leiteranschlussklemme 1
aus Figuren 1 bis 4 entspricht, so dass auf das oben Gesagt verwiesen wird.
[0053] Ein Unterschied stellt jedoch die Ausführungsform der ersten Kontaktelemente 7 dar.
Erkennbar ist, dass ein Gabel-Klemmkontakt 31 mit seinem freien Ende in Richtung Stromschiene
20 quer zur Längsrichtung L der Stromschiene 20 und quer zur Breitenrichtung B ragt.
Ein oberer Anschlusskontakt 17a eines elektronischen Bauelementes 18 wird dann in
einen zwischen zwei Gabelzungen liegenden Klemmschlitz des Gabel-Klemmkontaktes 31
eingeführt und mit den Gabelzungen elektrisch leitend kontaktiert.
[0054] An den Gabel-Klemmkontakt 31 schließt sich ein Federelement 32 an, das mit einer
Biegung 13 aus der Oberseite des Isolierstoffgehäuses 2 herausragt und hierfür durch
eine Öffnung im Isolierstoffgehäuse 20 hindurch tritt. Das Federelement 32 kann als
einfacher sich nahezu geradlinig erstreckender Materiallappen oder wie dargestellt
in Form einer gebogenen Feder ausgebildet sein. Die dargestellte Ausführungsform mit
einem federartig gebogenen Federelement 32, bei dem sich an die obere Biegung 13 ein
Federbogen 33 und ein Auflageschenkel 34 anschließt, hat den Vorteil, dass eine sichere
elektrische Kontaktierung der Gehäusewand 11 durch zwischen der Biegung 13 und dem
auf dem Isolierstoffgehäuse 2 aufliegenden Auflageschenkel 34 ausgeübte Federkraft
erreicht wird.
[0055] Das Gabel-Klemmelement 31 kann nachträglich in das Isolierstoffgehäuse 2 eingesetzt
werden, um einen oberen Anschlusskontakt 17a eines bereits in eine zugeordnete Aufnahmekammer
19 befindliches elektronischen Bauelementes 18 zu kontaktieren. Hierzu hat das Isoliergehäuse
2 an der Oberseite Schlitze S, in die die oberen Kontaktelemente 7 eingeführt werden.
[0056] Figur 7 lässt eine Querschnittsansicht der Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 der Figuren 5 und 6 im Bereich der Anbindung der Anschlusskontakte 17a, 17b der
elektrischen Bauelemente 18 erkennen. Die Gestaltung der Stromschienen 20 mit darauf
aufgestecktem zweiten Kontaktelement entspricht der ersten Ausführungsform gemäß Figur
3, so dass auf das dort Gesagte verwiesen wird.
[0057] Die ersten Kontaktelemente 7 sind hingegen entsprechend Figur 6 mit Gabel-Klemmkontakten
31 ausgestattet. Die Gabel-Klemmkontakte 31 haben jeweils zwei unter Belassung eines
Klemmschlitzes 35 voneinander beabstandete Gabelzungen 36a, 36b. Der Klemmschlitz
35 ist zum freien Ende hin konisch verbreitert, um auf diese Weise eine Einführschräge
für ein zugeordnetes Kontaktbein 17a bereitzustellen. In einem Klemmabschnitt des
Klemmschlitzes 35 wird ein zugeordneter Anschlusskontakt 17a eines elektronischen
Bauelementes 18 zwischen den Gabelzungen 36a, 36b eingeklemmt und elektrisch leitend
verbunden.
[0058] Erkennbar ist, dass die ersten Kontaktelemente 7 miteinander über Querstege 37 elektrisch
leitend verbunden sind. Die ersten Kontaktelemente 7 und die Querstege 37 sind vorzugsweise
integral aus einem Blechelement gefertigt. Dieses integrale Kontaktstück bestehend
aus mehreren auf einer Ebene nebeneinander mit zwischenliegenden Querstegen 37 angeordneten
ersten Kontaktelementen 7 wird in das Isolierstoffgehäuse 2 der Leiteranschlussklemme
eingebaut.
[0059] Figur 9 lässt eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme
1 im Anbindungsbereich der Anschlusskontakte 17a, 17b der elektronischen Bauelemente
18 erkennen. Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Figur 7 und 8 sind die ersten
Kontaktelemente 7 einzeln ausgebildet und in Querrichtung nicht miteinander verbunden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier separate erste Kontaktelemente
7 unabhängig voneinander in das Isolierstoffgehäuse 2 der Leiteranschlussklemme 1
eingebaut.
[0060] Die übrige Ausgestaltung der Leiteranschlussklemme 1 entspricht den vorher beschriebenen
Ausführungsbeispielen, so dass auf die diesbezüglichen Erläuterungen verwiesen wird.
[0061] Figur 10 lässt eine perspektivische Ansicht der vier separaten, nebeneinander auf
einer Ebene angeordneten ersten Kontaktelemente 7 erkennen. Wie bei dem vorher beschriebenen
Ausführungsbeispiel schließen sich an die Gabel-Klemmkontakte 31 Federelemente 32
in Form eines U-förmig gebogenen Federarms an, deren obere Biegung 13 wie vorher erläutert
aus dem Isolierstoffgehäuse 2 herausragt. Auf diese Weise kann das erste Kontaktelement
7 mit einer Gehäusewand 11 elektrisch leitend kontaktiert werden. Diesbezüglich wird
auf die Erläuterungen zu Figur 6 verwiesen.
[0062] Figur 11 lässt eine Teilschnittansicht auf eine Gehäusewand 11 mit mehreren nebeneinander
angeordneten Nuten 38 und darin eingeführten ersten Kontaktelementen 7 ohne Leiteranschlussklemme
erkennen. Die ersten Kontaktelemente 7 sind vorgesehen, um nachträglich in Schlitze
S an der Oberseite eines Isolierstoffgehäuses 2 einer Leiteranschlussklemme 1 eingesetzt
zu werden.
[0063] Erkennbar ist, dass die ersten Kontaktelemente 7 U-förmig gebogen sind und einen
oberen Verbindungssteg 39 haben, an dessen Enden einander gegenüberliegend mit einer
90° Biegung Gabel-Klemmkontakte 31 nach unten ragen. Die Gabel-Klemmkontakte haben
jeweils in vorher beschriebener Weise zwei voneinander beabstandete Gabelzungen 36a,
36b, die einen Klemmschlitz 35 zum Anklemmen eines Kontaktbeins eines elektronischen
Bauelementes bereitstellen.
[0064] Erkennbar ist, dass die ersten Kontaktelemente 7 mit ihrem oberen Bereich in die
Nut 38 eingeführt sind und mit den Seitenkanten des oberen Verbindungssteges 39 die
Seitenwände der Nut 38 elektrisch leitend kontaktiert.
[0065] Auch hier sind die ersten Kontaktelemente 7 als Gabel-Klemmkontakte ausgeführt, deren
Gabelzungen 36a, 36b unter Belassung jeweils eines Klemmschlitzes 35 in einer Aufnahmekammer
19 für elektronische Bauelemente hineinragen. Im oberen Bereich können diese ersten
Kontaktelemente 7 mit Hilfe eines sich quer in Breitenrichtung der Leiteranschlussklemme
1 erstreckenden Stromschienenstücks elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
Mit Hilfe dieses Stromschienenstücks 38 werden die ersten Kontaktelemente 7 zu dem
mechanisch im Isolierstoffgehäuse 2 der Leiteranschlussklemme 1 erhalten.
[0066] Figur 12 lässt eine Längsschnittansicht der Leiteranschlussklemme 1 im Teilschnitt
im Bereich der ersten Kontaktelemente 7 erkennen. Hierbei wird deutlich, dass die
ersten Kontaktelemente 7 U-förmig gebogen sind und einen oberen Verbindungssteg 39
haben, an dessen Enden einander gegenüberliegend mit einer 90° Biegung Gabel-Klemmkontakte
31 nach unten ragen.
[0067] Figur 13 lässt eine Draufsicht auf die ersten Klemmelemente 7 gemäß Figur 11 und
12 erkennen. Dabei wird deutlich, dass der obere Verbindungssteg 39 der ersten Kontaktelemente
7 jeweils Öffnungen 40 haben, mit denen die Federklemmwirkung der Seitenkanten des
oberen Verbindungsstegs 39 beim Einklemmen in eine Nut 38 verstärken. Deutlich erkennbar
ist, dass die Seitenkanten des oberen Verbindungssteges 39 an den Seitenwänden der
zugeordneten Nut 38 anliegen und diese damit elektrisch leitend kontaktieren.
[0068] Figur 14 lässt eine perspektivische Ansicht eines ersten Kontaktelementes 7 in der
Ausführungsform der Figur 13 erkennen. Deutlich wird, dass an dem oberen Verbindungsstück
39 eine ovalförmige Öffnung 40 eingebracht ist und zwei Gabelkontakte 31 parallel
zueinander angeordnet sind und von dem einander gegenüberliegenden Enden des oberen
Verbindungssteges 39 in die gleiche Richtung voneinander nach unten abragen.
1. Leiteranschlussklemme (1) mit einem Isolierstoffgehäuse (2) zur Durchführung durch
eine Gehäusewand (11) und Montage in der Gehäusewand (11) und mit mindestens einer
Stromschiene (20), die sich in Längsrichtung (L) der Leiteranschlussklemme (1) erstreckt,
wobei an den einander gegenüberliegenden Endbereichen der Stromschiene (20) Leiterklemmanschlüsse
(21) vorgesehen sind und das Isolierstoffgehäuse (2) zu den Leiterklemmanschlüssen
(21) führende Leitereinführungsöffnungen (5) hat,
dadurch gekennzeichnet, dass in das Isolierstoffgehäuse (2) im Bereich zwischen einem Paar einander gegenüberliegender
Endbereiche mindestens eine geschlossene Aufnahmekammer (19) zur Aufnahme eines elektronischen
Bauelementes (18) eingebracht ist, wobei
- mindestens eine Stromschiene (20) von der Aufnahmekammer (19) aus zugänglich ist
und die mindestens eine Stromschiene (20) ein zweites Kontaktelement (24) hat, das
zum Kontaktieren eines Anschlusskontaktes (17b) eines in der Aufnahmekammer (19) aufnehmbaren
elektronischen Bauelementes (18) ausgebildet ist,
und/oder
- im Abstand zur Stromschiene (20) mindestens ein erstes Kontaktelement (7) in dem
Isolierstoffgehäuse (2) aufgenommen und von einer zugeordneten Aufnahmekammer (19)
aus zugänglich ist, wobei das mindestens eine erste Kontaktelement (7) zum Kontaktieren
eines Anschlusskontaktes (17a) eines in der Aufnahmekammer (19) aufnehmbaren elektronischen
Bauelementes (18) ausgebildet ist.
2. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stromschiene (20) eine die zugeordnete Aufnahmekammer (19) begrenzende
Bodenfläche bildet.
3. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienen (20) im Bereich der zugeordneten Aufnahmekammer (19) gekröpft oder
abgewinkelt sind.
4. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zweite Kontaktelement (24) als eine auf eine zugeordnete Stromschiene
(20) aufgesteckte Federklammer mit zwei einander gegenüberliegenden und durch Federkraft
aufeinander zu bewegbaren Schenkeln (25, 26) und einem die Schenkel (25, 26) verbindenden
Federbogen (29) zum Anklemmen eines als Kontaktbeins ausgeführten Anschlusskontaktes
(17b) ausgebildet ist.
5. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Stromschiene (20) angrenzend an ein zugeordnetes zweites Kontaktelement
(24) eine Anlagewand (A) hat, die auf das zugeordnete Federklemmelement (24) derart
ausgerichtet ist, dass das zweite Kontaktelement (24) einen kontaktierten Anschlusskontakt
(17b) eines elektronischen Bauelementes (18) gegen die Anlagewand (A) drückt.
6. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine erste Kontaktelement (7) aus der Oberseite des Isolierstoffgehäuses
(2) herausragt und von der Außenseite des Isolierstoffgehäuses (2) zugänglich ist.
7. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite des Isolierstoffgehäuses (2) mindestens ein vorstehender Wandanlageabschnitt
(8) zur Anlage an der Gehäusewand (11) vorgesehen ist.
8. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine erste Kontaktelement (7) als Federklammer mit zwei einander gegenüberliegenden
und durch Federkraft aufeinander zu bewegbaren Schenkeln (14, 16) zum Anklemmen eines
als Kontaktbein ausgeführten Anschlusskontaktes (17a) und mit einem die Schenkel (14,
16) verbindbaren Federbogen (15) ausgebildet ist, wobei der obere, von der Stromschiene
(20) entferntere Klemmschenkel (16) mit einer zwischen Federbogen (15) und freiem
Ende des oberen Klemmschenkels (16) angeordneten Biegung (13) aus der Oberseite des
Isolierstoffgehäuses (2) herausragt, wobei die Federklammer mit der Biegung (13) im
in eine Gehäusewand (11) eingesetzten Zustand der Leiteranschlussklemme (1) unter
Federkraft an der Gehäusewand (11) anliegt.
9. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine erste Kontaktelement (7) einen Klemmkontakt (31) mit zwei durch
einen Klemmschlitz (35) zur Aufnahme eines Kontaktbeins (17a) voneinander beabstandeten
Gabelzungen (36a, 36b) hat.
10. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Gabelzungen (36a, 36b) mit dem zwischen liegenden Klemmschlitz (35) ein
Federelement derart anschließt, dass ein Federkontaktabschnitt des Federelementes
aus der Oberseite des Isolierstoffgehäuses (2) herausragt und der Federkontaktabschnitt
im in eine Gehäusewand (11) eingesetzten Zustand der Leiteranschlussklemme (1) unter
Federkraft an der Gehäusewand (11) anliegt.
11. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in Breitenrichtung (B) der Leiteranschlussklemme (1) direkt oder
indirekt benachbart voneinander aufgereihte erste Kontaktelemente (7) elektrisch leitend
miteinander verbunden sind.
12. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterklemmanschlüsse (21) als Federklemmanschlüsse ausgeführt sind.
13. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (2) aus mehreren einzelnen scheibenförmigen Isolierstoffgehäuseteilen
(2a, 2b, 2c, 2d, 2e) gebildet ist, wobei die Isolierstoffgehäuseteile (2a, 2b, 2c,
2d, 2e) jeweils eine seitlich offene Aufnahmekammer (19) haben, in die ein elektronisches
Bauelement (18) von der Seite einsetzbar und mit einer Stromschiene (20) in der Aufnahmekammer
(19) kontaktierbar ist, wobei die scheibenförmigen Isolierstoffgehäuseteile (2a, 2b,
2c, 2d, 2e) angrenzend aneinander und parallel zueinander anzuordnen und miteinander
verbindbar sind, um geschlossene Aufnahmekammern (19) zu bilden.