(19)
(11) EP 2 608 430 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.06.2013  Patentblatt  2013/26

(21) Anmeldenummer: 12008357.1

(22) Anmeldetag:  15.12.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04H 20/63(2008.01)
H04B 1/10(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 19.12.2011 ES 201101348
19.12.2011 ES 201101218

(71) Anmelder: Televés, S.A.
15706 Santiago de Compostela (ES)

(72) Erfinder:
  • Blanco Queiro, Manuel Elisardo
    E-15706 Santiago de Compostela (ES)

(74) Vertreter: Dosterschill, Peter 
Patentanwalt, Fichtenstrasse 11
85570 Ottenhofen
85570 Ottenhofen (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen


(57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen, wobei die Vorrichtung einen Eingang (IN) und einen Ausgang (OUT) aufweist sowie wenigstens ein erstes Filter (3), wobei die Vorrichtung in der Weise ausgestaltet ist, dass ein filtriertes Eingangssignal (I2) zu dem Ausgang (OUT) der Vorrichtung geleitet wird, wobei das filtrierte Eingangssignal (12) ein erstes Signal (121), das in einem ersten Frequenzbereich angeordnet ist, und ein zweites Signal (122), das in einem zweiten Frequenzbereich angeordnet ist, umfasst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Vergleichsschaltung (5) aufweist, die dem ersten Filter (3) nachgeschaltet ist, dass die Vergleichsschaltung (5) in der Weise ausgestaltet ist, dass sie einen Pegelvergleich zwischen dem Pegel des zweiten Signals (122) und einem Bezugspegel (VRef) durchführt, und dass sie in Abhängigkeit des Ergebnisses des Pegelvergleichs den Weg des zweiten Signals (122) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung freigibt oder blockiert.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen, insbesondere für Fernsehantennen, Radioantennen und/oder Datenantennen in SMATV / MATV - Netzen.

[0002] Die SMATV/MATV-Netze weisen im Wesentlichen ein Signalaufnahmesystem auf, sowie eine Kopfeinheit und ein Verteilnetz.

[0003] Das Signalaufnahmesystem besteht aus diversen Antennen, die Telekommunikationssignale empfangen und die im Allgemeinen außerhalb eines Gebäudes in dessen höchstem Bereich angeordnet sind und im Allgemeinen schwer zugänglich sind.

[0004] Die Antennen des Signalaufnahmesystems weisen üblicherweise Vorrichtungen auf, die mit den Ausgängen der Antennen verbunden oder in diesen integriert sind und die die Verstärkung der empfangenen Signale ermöglichen, so dass der Qualitätsgrad dieser Signale verbessert wird. So werden die Signale der Kopfeinheit übergeben und/oder direkt verteilt, im Fall individueller Installationen, dies in besseren Bedingungen.

[0005] Auch sind verschiedene Typen von Vorrichtungen bekannt, die direkt mit der Antenne verbunden sind und die dazu dienen, den Pegel des von der Antenne empfangenen Signals zu verstärken und Verluste zu kompensieren, die in Koaxialkabeln entstanden sind.

[0006] Diese Vorrichtungen sind außerhalb des Gebäudes in der unmittelbaren Nähe der Antenne angeordnet, so dass sie schwer zugänglich sind, wenn Änderungen an den Vorrichtungen vorgenommen werden oder wenn sie ersetzt werden.

[0007] Diese Vorrichtungen weisen einige feste Eigenschaften auf, die nicht modifiziert werden können (Gewinn, Bandbreite, Ausgangspegel, usw.), obwohl in vielen Fällen die Eigenschaften der zu empfangenen Signale variieren, sei es durch die Einführung neuer Dienste, sei es durch eine Änderung von Signalparametern, einschließlich des Auftretens neuer bzw. neuartiger störender Signale.

[0008] Dies ist zum Beispiel der Fall bei den Signalen, die den neuen Diensten entsprechen, die mit Long Term Evolution (im Folgenden LTE) bezeichnet werden.

[0009] Aufgrund der Aufteilung des UHF-Frequenzbandes für Fernsehen und Daten des so genannten Internets der 4. Generation nehmen die Signale des terrestrischen Digitalfernsehens des UHF-Bandes die Kanäle 21 bis 60 (470 bis 790 MHz) ein und die LTE-Signale nehmen die Kanäle 61 bis 69 (791 bis 862 MHz) ein. Daher werden die Fernsehübertragungseinheiten im Band von 791 bis 862 MHz, Kanäle 61 bis 69 abgeschaltet und dieses Band wird für die LTE-Signale benutzt. Dieser Vorgang ist unter dem Begriff Digital Dividende (englisch: digital dividend) bekannt.

[0010] So wird die künftige Benutzung des Frequenzbandes von 791 bis 862 MHz (Kanäle 61 bis 69 des Fernsehbandes) für Dienste des mobilen Internets und Systeme des drahtlosen Breitbandzugangs zweifelsohne das Auftreten einer Mehrzahl von Störungen in den Fernsehkanälen bewirken, die diesem Frequenzband benachbart sind und wahrscheinlich auch bei weiteren Kanälen, die nicht benachbart sind, in Abhängigkeit des Pegels des gewünschten Signals und des störenden Signals sowie der verwendeten Verstärkungssysteme. So ist es vorab nicht voraussagbar, an welchen Orten und in welchen MATV /SMATV-Installationen bzw. in welchen ihrer Komponenten Störungen als Folge der Einführung neuer LTE-Dienste auftreten werden.

[0011] Andererseits ist zu berücksichtigen, dass zur Zeit die Kanäle 61 bis 69 (791 bis 862 MHz) für Fernsehdienste benutzt werden.

[0012] Dies führt zu der Problematik, dass es nicht möglich ist, vorab Vorrichtungen zu installieren, um die störenden Signale zu eliminieren, die dem neuen LTE-Dienst (Band 791-862 MHz, Kanäle 61 bis 69 ) in den bestehenden Installationen oder in den neuen MATV/SMATV-Diensten entsprechen an denjenigen Orten, die für Signale des LTE-Dienstes in Frage kommen (Abdeckung des LTE-Dienstes), da zur Zeit dieses Band (791-862 MHz, Kanäle 61 bis 69) ) noch für die Fernsehdienste benutzt wird.

[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, insbesondere für Fernseh-, Radio- und/oder Datenantennen in SMATV/MATV-Netzen, die störende Hochfrequenzsignale automatisch eliminiert, insbesondere solche, die durch die LTE-Dienste eingeführt werden.

[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nur dann aktiviert und die störenden Hochfrequenzsignale werden eliminiert, insbesondere diejenigen, die durch die LTE-Dienste erzeugt werden, wenn das Auftreten dieser störenden Signale detektiert wird, wobei die Fernsehdienste aufrechterhalten werden.

[0015] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung, insbesondere für Fernseh-, Radio- und/oder Datenantennen gelöst, die in den Patentansprüchen definiert ist.

[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung eliminiert die störenden Signale, die zum Zeitpunkt der Installation der Vorrichtung existieren, sowie störende Signale, die nach der Installation auftreten, ohne dass der Benutzer und/oder der Installateur tätig werden müsste.

[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in dem eigentlichen Antennengehäuse anordnet, oder mit der Antenne über ein Installationskoaxialkabel verbunden; die Vorrichtung detektiert bzw. stellt das Auftreten von störenden Signalen des Typs LTE fest sowie die Leistung (Pegel), mit der sie empfangen werden.

[0018] Sobald das Auftreten und die Leistung dieser störenden Signale festgestellt ist, ändert die erfindungsgemäße Vorrichtung den Frequenzrahmen der zu empfangenen Signale. Dieser Frequenzrahmen entspricht dem Frequenzrahmen der Telekommunikationssignale, die wunschgemäß empfangen werden sollen. Alle übrigen Signale, die sich nicht in diesem Frequenzrahmen befinden, werden zurückgewiesen.

[0019] Um dies zu bewerkstelligen, extrahiert die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Muster der möglichen störenden Signale am Eingang der Vorrichtung und ermittelt das Auftreten dieser Signale und deren Leistung.

[0020] Die erfinderische Lösung hat eine besondere Bedeutung in Situationen des Übergangs auf Übertragungseinrichtungen für LTE-Signale, da die erfinderische Lösung eine Verzögerung der Installation von MATV / SMATV-Systemen durch den Benutzer bzw. den Installateur vermeidet.

[0021] Außerdem eliminiert die Installation dieser Vorrichtung vor Einführung der LTE-Dienste nicht den Dienst des terrestrischen Fernsehens, während dieser das Band von 791 bis 862 MHz, Kanäle 61 bis 69, belegt.

[0022] Mit der Erfindung wird eine Vielzahl von Vorteilen erzielt.

[0023] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen weist diese einen Eingang und einen Ausgang auf, weiter weist sie wenigstens ein erstes Filter auf, wobei die Vorrichtung in der Weise ausgestaltet ist, dass ein filtriertes Eingangssignal zu dem Ausgang geleitet wird, wobei das filtrierte Eingangssignal ein erstes Signal, das in einem ersten Frequenzbereich (470 bis 790 MHz, Kanäle 21 bis 60) angeordnet ist, und ein zweites Signal, das in einem zweiten Frequenzbereich (791 bis 862 MHz, Kanäle 61 bis 69) angeordnet ist, umfasst.

[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Vergleichsschaltung ("Komparator") /einen Entscheider (5) auf, die dem ersten Filter nachgeschaltet ist. Die Vergleichsschaltung (der Entscheider) ist in der Weise ausgestaltet, dass sie einen Vergleich zwischen dem Pegel des zweiten Signals und einem Bezugspegel durchführt, und dass sie weiterhin in Abhängigkeit des Ergebnisses des Pegelvergleichs den Weg des zweiten Signals zum Ausgang freigibt oder blockiert.

[0025] Damit wird der Vorteil erzielt, dass das zweite Signal, das im zweiten Frequenzbereich (791 bis 869 MHz, Kanäle 61 bis 69) angeordnet ist, wenn sein Pegel oberhalb eines Bezugspegels liegt, am Ausgang der Vorrichtung eliminiert ist.

[0026] Damit werden Störungen der Signale zwischen 791 bis 869 MHz (LTE-Signale) auf die Signale von 470 bis 790 MHz, die für Fernseh-Dienste bestimmt sind, vermieden.

[0027] In dem Fall, dass der Pegel des zweiten Signals, das in dem zweiten Frequenzbereich (791 bis 869 MHz, Kanäle 61 bis 69) liegt, nicht oberhalb des Bezugpegels liegt, blockiert der Komparator/Entscheider nicht die Durchschaltung des zweiten Signals zu dem Ausgang, das zweite Signal wird zum Ausgang der Schaltung durchgeschaltet. Dieser Fall berücksichtigt das Nichtvorhandensein störender LTE-Signale und die Möglichkeit, dass sich im Frequenzbereich von 791 bis 869 MHz (Kanäle 61 bis 69) Fernsehsignale vorliegen. Im letztgenannten Fall ermöglicht die Vorrichtung die Durchschaltung des kompletten Signals bzw. des Signalspektrums von 470 MHz bis 869 MHz (Kanäle 21 bis 69) gegenüber dem ersten Fall, der nur die Durchschaltung des Signals zwischen 470 und 790 MHz (Kanäle 21 bis 60) ermöglicht.

[0028] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Verstärker aufweist.

[0029] Damit wird der Vorteil erzielt, dass am Ausgang der Vorrichtung Signale vorliegen, die in das Verteilernetz eingespeist werden können. Dieser Verstärker kann auch außerhalb der Vorrichtung angeordnet sein.

[0030] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärker außerhalb der Vorrichtung angeordnet ist.

[0031] Damit wird der Vorteil erzielt, dass eine Standardbenutzung der Vorrichtung für verschiedene Typen von Verstärkern geschaffen wird.

[0032] Im Folgenden wird beispielhaft, nicht einschränkend, eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen, insbesondere für Fernseh-Radio- und/oder Datenantennen in SMATV/MATV-Netzen anhand der Zeichnung beschrieben.

[0033] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild der Vorrichtung gemäß der Erfindung;

[0034] Wie in Figur 1 dargestellt, weist die Vorrichtung gemäß der Erfindung ein Eingangsfilter 1 am UHF-Eingang (470-862 MHz, Kanäle 21 bis 69) auf, ein Dämpfungsglied/Isolator 2, ein weiteres Filter ("erstes Filter") 3, bestehend aus einem Hochpaß (791-862 MHz, Kanäle 61 bis 69), eine Leistungsmeßvorrichtung (ein Detektor) 4, eine Vergleichsschaltung/Entscheider 5, einen Schalter 6, der vorzugsweise aus zwei Schalterkomponenten mit jeweils einem Steuereingang besteht, einen zwischen beiden Schalterkomponenten angeordneten Tiefpaß 7 (470-790 MHz. Kanäle 21 bis 60) und einen Signalverstärker 8, der innerhalb oder außerhalb der Vorrichtung angeordnet sein kann.

[0035] Die Steuereingänge der beiden vorzugsweise identischen Schalterkomponenten des Schalters 6 sind mit dem Ausgang der Vergleichsschaltung 5 verbunden, so dass die beiden Schalterkomponenten von dem Ausgangssignal Vc der Vergleichsschaltung 5 gesteuert werden.

[0036] Die beiden Schaltungskomponenten sind zum einen direkt miteinander verbunden (Verbindungsleitung oben in Figur 1) und zum anderen ist zwischen ihnen ein Filter, insbesondere ein Tiefpaßfilter 7 geschaltet.

[0037] Wie in Figur 1 dargestellt, wird das Eingangssignal 11, das von einer Signalaufnahmevorrichtung (Telekommunikationsantenne oder ähnliches) stammt, über einen Stecker am Eingang IN in die erfindungsgemäße Vorrichtung eingeführt. Dieses Eingangssignal 11 besteht unter anderem aus Signalen des terrestrischen Digitalfernsehens und gegebenenfalls aus Signalen des Typs LTE. Aufgrund der Aufteilung des UHF-Frequenzbandes in Fernsehsignale und Daten der sogenannten vierten Internetgeneration (Digitale Dividende), nehmen die Signale des terrestrischen Digitalfernsehens die Kanäle des UHF-Bandes 21 bis 60 (470 bis 790 MHz = "erster Frequenzbereich FR1") ein und die LTE-Signale nehmen die Kanäle des UHF-Bandes 61 bis 69 (791 a 862 MHz = "zweiter Frequenzbereich FR2") ein.

[0038] Das Eingangssignal I1 wird durch das UHF-Eingangsfilter 1 (470 a 862 MHz, Kanäle 21 bis 69) geschaltet, so dass an seinem Ausgang das filtrierte Eingangssignal I2 (Fernsehsignale und gegebenenfalls LTE-Signale) erhalten werden. Im Anschluss daran wird mittels des Dämpfungsgliedes/ Isolator 2 ein Muster I3 (Fernsehsignale I31 und gegebenenfalls LTE-Signale I32) des Signals 12, das am Ausgang des Eingangsfilters 1 anliegt, extrahiert. Die Extraktion dieses Musters I3 des Signals 12 wird durchgeführt, ohne Verluste im Signal I2 einzuführen, womit vermieden wird, dass die Qualität des Signals I2 reduziert wird, das in die Schalter 6 eingeführt wird.. Grundsätzlich ist I3 (I31 und I32) gleich 12 (I21 und 122), allerdings in gedämpfter Form, wobei I31 dem gedämpften Signal I21 entspricht und wobei I32 dem gedämpften Signal 122 entspricht.

[0039] Hat I22 z.B. einen Pegel von 60 db, so hat I32 einen Pegel von z.B. 30 oder 40 db.

[0040] Das Signal 13 (= I31 und I32) am Ausgang des Dämpfungsgliedes/lsolators 2 wird an ein erstes Filter 3 geführt, das durch einen Hochpaß (791 bis 862 MHz, Kanäle 61 bis 69) gebildet ist, der die Aufgabe hat, das Signal I32 auszuwählen, das in dieser Bandbreite angeordnet ist und das Fernsehsignale umfaßt, dies vor der Einführung der LTE-Dienste, oder LTE-Signale nach der Einführung dieser Dienste. Am Ausgang dieses Filters 3 wird das Signal 132 gemessen und/oder detektiert mittels der Meßeinrichtung (des Leistungsdetektors) 4. Der von der Meßeinrichtung (dem Leistungsdetektor) 4 gemessene oder detektierte Pegel VDetec wird mit einem vorbestimmten Bezugspegel VRef verglichen. Der vorbestimmte Bezugspegel ist der Pegel der maximalen Leistung der möglichen LTE-Störsignale, die gegebenenfalls im Signal I2 vorhanden sind; dieser Pegel ist der Pegel, diesen Pegel kann ein Verstärker 8 an seinem Eingang annehmen, ohne dass die entsprechenden Signale des digitalen Fernsehens gestört werden, die im Signal I2 vorhanden sind.

[0041] Der Vergleich wird in dem Vergleicher/Entscheider 5 durchgeführt, und entsprechend der Vergleichsspannung Vc, die sich am Ausgang des Vergleichers/Entscheiders 5 ergibt, werden die Signalschalter 6 aktiviert.

[0042] Wenn der Bezugspegel VRef größer ist als der detektierte Pegel VDetec würden die möglichen LTE-Signale des Signals I2 die Fernsehsignale dieses Signals I2 nicht stören und folglich werden die Schalter 6, gesteuert durch die Spannung Vc, das Signal I2 ( 470 bis 862 MHz, Kanäle 21 bis 69) direkt zum Signalverstärker 8 durchschalten.

[0043] In dem Fall, dass der Bezugspegel VRef kleiner ist als der detektierte Pegel VDetec, würden die Signale LTE des Signals I2 die Fernsehsignale dieses Signals 12 stören, und folglich werden die Schalter 6, gesteuert durch die Spannung Vc, dieses Signal 12 zu einem Tiefpaßfilter 7 (470 bis 790 MHz. Kanäle 21 bis 60) umleiten. Dieses Tiefpaßfilter 7 eliminiert die Signale 122, die sich in dem Frequenzband der UHF-Kanäle 61 bis 69 (791 bis 862 MHz) befinden, das heißt die LTE-Signale, die stören und nur die Fernsehsignale 121 (470 bis 790 MHz, Kanäle 21 bis 60) des Signals I2 werden in den Verstärker 8 eingeführt und in diesem verstärkt und später werden sie dem Ausgang OUT der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführt.

[0044] Auf diese Art und Weise arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Situation, in der keine störenden LTE-Signale vorliegen (Pegel Vdetec des störenden Signals LTE liegt unter dem Bezugspegel), in der Weise, dass das Signal (470 bis 862 MHz, Kanäle 21 bis 69) direkt dem Verstärker 8 zugeführt wird, um es dort zu verstärken und später dem Ausgang OUT zuzuführen.

[0045] In dem gegenteiligen Fall, bei dem die störenden LTE-Signal mit einem Pegel vorliegen, der über einer Leistung liegt, die in der Lage ist, die Fernsehsignale zu stören (Pegel Vdetec des störenden LTE-Signals liegt oberhalb eines Referenzpegels Vref) arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Weise, dass das Signal 12 (470 bis 862 MHz, Kanäle 21 bis 69) über den Tiefpaß 7 (470 bis 790 MHz, Kanäle 21 bis 60) durchgeschaltet wird. Dieser Tiefpaß 7 eliminiert die Signale, die im Frequenzband der UHF-Kanäle 61 bis 69 (791 bis a 862 MHz), das heißt die störenden LTE-Signale und nur die Fernsehsignale (470 bis 790 MHz, Kanäle 21 bis 60) des Signals I2 werden in den Verstärker 8 eingeführt und dort verstärkt und später dem Ausgang OUT der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführt.

[0046] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung ist in der Weise ausgestaltet, dass in Abhängigkeit der von der Vergleichsschaltung 5 gebildeten Ausgangsspannung Vc entweder das Signal 12 (= I21 und I22) an den Ausgang OUT der Vorrichtung geleitet wird (1. Fall: VDetec is kleiner als (gleich wie) VRef) oder das Signal I21 an den Ausgang OUT der Vorrichtung geleitet wird (2. Fall: VDetec ist größer als VRef).

[0047] Im vorgenannten 1. Fall wird I2 (= I21 und I22) direkt dem Verstärker 8 bzw. dem Ausgang OUT der Vorrichtung zugeführt und im vorgenannten 2. Fall wird I2 (= I21 und I22) über den Tiefpaßfilter 7 geführt, wobei dieses Filter 7 das Signal I22 eliminiert, so dass nur das Signal I21 zum Verstärker 8 bzw. zum Ausgang OUT der Vorrichtung gelangt. Im 1. Fall wird der Weg von 122 zum Verstärker 8 bzw. zum Ausgang OUT der Vorrichtung freigegeben und im 2. Fall wird der Weg von 122 zum Verstärker 8 bzw. zum Ausgang OUT der Vorrichtung blockiert.

[0048] Der 1. Fall betrifft auch den Status, in dem noch keine LTE-Signale verwendet werden; der 2. Fall betrifft den Status, in dem I21 aus TV-Signalen besteht und 122 aus LTE-Signalen.

[0049] Zusammenfassend ist die vorstehend beschriebene Vorrichtung wie folgt ausgestaltet:

Die Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen weist einen Eingang (IN) und einen Ausgang (OUT) sowie wenigstens ein erstes Filter (3) auf. Die Vorrichtung ist in der Weise ausgestaltet, dass ein filtriertes Eingangssignal (I2) zu dem Ausgang (OUT) der Vorrichtung geleitet wird, wobei das filtrierte Eingangssignal (I2) ein erstes Signal (I21), das in einem ersten Frequenzbereich (FR1) angeordnet ist, und ein zweites Signal (I22), das in einem zweiten Frequenzbereich (FR2) angeordnet ist, umfasst.

Die Vorrichtung weist eine Vergleichsschaltung (5) auf, die dem ersten Filter (3) nachgeschaltet ist.

Die Vergleichsschaltung (5) ist in der Weise ausgestaltet, dass sie einen Pegelvergleich zwischen dem Pegel des zweiten Signals (I22 bzw. I32) und einem Bezugspegel (VRef) durchführt, und dass sie in Abhängigkeit des Ergebnisses des Pegelvergleichs den Weg des zweiten Signals (122) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung freigibt oder blockiert.



[0050] Die Vergleichsschaltung (5) ist weiter in der Weise ausgestaltet, dass sie in Abhängigkeit des Pegelvergleichs ein Ausgangssignal (Vc) bildet. Die Vorrichtung weist einen Schalter (6) auf, der in der Weise ausgestaltet ist, dass er in Abhängigkeit des Ausgangssignals (Vc) der Vergleichsschaltung (5) den Weg des zweiten Signals (I22) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung freigibt oder das zweite Signal (I22) über einen Tiefpaß (7) führt, dessen Ausgangssignal das erste Signal (I21) darstellt, das mittels des Schalters (6) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung geführt wird.

[0051] Vorzugsweise besteht der Schalter (6) aus zwei Schalterkomponenten mit jeweils einem Steuereingang, der mit dem Ausgang der Vergleichsschaltung (5) verbunden ist. Vorzugsweise sind die Schalterkomponenten identisch.

Bezugszeichenliste



[0052] 
1
Filter am UHF-Eingang
2
Dämpfungsglied/Isolator
3
Erstes Filter
4
Leistungsmeßvorrichtung /Detektor
5
Vergleichsschaltung/Entscheider
6
Schalter
7
Filter; Tiefpass-, Hochpass- oder Bandpassfilter
8
Verstärker
IN
Eingang; Eingangsstecker/Verbindungselement
OUT
Ausgang; Ausgangsstecker/Verbindungselement
I1
Hochfrequenzsignal am Eingang der Vorrichtung
12
Filtriertes Eingangssignal: Hochfrequenzsignal (470-862 MHz, Kanäle 21 bis 69), bestehend aus I21 und I22
I21
Hochfrequenzsignal einer Frequenz von 470 bis 790 MHz (FR1), Kanäle 21 bis 60, ausschließlich Fernsehsignale
I22
Hochfrequenzsignal einer Frequenz von 791 bis 862 MHz (FR2), Kanäle 61 bis 69,
  • vor Einführung der Digitalen Dividende: ausschließlich Signale des terrestrischen Digitalfernsehens
  • nach Einführung der digitalen Dividende: ausschließlich LTE-Signale
I3
Muster des Signals I2
I31
121 in gedämpfter Form
132
I22 in gedämpfter Form
FR1
Erster Frequenzbereich
FR2
Zweiter Frequenzbereich



Ansprüche

1. Vorrichtung zur Verarbeitung von Hochfrequenzsignalen,

- wobei die Vorrichtung einen Eingang (IN) und einen Ausgang (OUT) aufweist sowie wenigstens ein erstes Filter (3),

- wobei die Vorrichtung in der Weise ausgestaltet ist, dass ein filtriertes Eingangssignal (I2) zu dem Ausgang (OUT) der Vorrichtung geleitet wird,

- wobei das filtrierte Eingangssignal (I2) ein erstes Signal (I21), das in einem ersten Frequenzbereich (FR1) angeordnet ist, und ein zweites Signal (I22), das in einem zweiten Frequenzbereich (FR2) angeordnet ist, umfasst,
dadurch gekennzeichnet,

- dass die Vorrichtung eine Vergleichsschaltung (5) aufweist, die dem ersten Filter (3) nachgeschaltet ist,

- dass die Vergleichsschaltung (5) in der Weise ausgestaltet ist, dass die Vergleichsschaltung (5) einen Pegelvergleich zwischen dem Pegel des zweiten Signals (I22) und einem Bezugspegel (VRef) durchführt, und

- dass die Vergleichsschaltung (5) in Abhängigkeit des Ergebnisses des Pegelvergleichs den Weg des zweiten Signals (I22) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung freigibt oder blockiert.


 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Vergleichsschaltung (5) in der Weise ausgestaltet ist, dass sie in Abhängigkeit des Pegelvergleichs ein Ausgangssignal (Vc) bildet,

- dass die Vorrichtung einen Schalter (6) aufweist, der in der Weise ausgestaltet ist, dass er in Abhängigkeit des Ausgangssignals (Vc) der Vergleichsschaltung (5) den Weg des zweiten Signals (I22) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung freigibt oder das zweite Signal (122) über einen Tiefpaß (7) führt, dessen Ausgangssignal das erste Signal (I21) darstellt, das mittels des Schalters (6) zum Ausgang (OUT) der Vorrichtung geführt wird.


 
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) aus zwei Schalterkomponenten mit jeweils einem Steuereingang besteht, der mit dem Ausgang der Vergleichsschaltung (5) verbunden ist.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalterkomponenten identisch sind.
 
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Frequenzbereich (FR1) den Bereich von etwa 470 bis 790 MHz umfasst und/oder dass der zweite Frequenzbereich (FR2) den Bereich von etwa 792 bis 862 MHz umfasst.
 
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Verstärker (8) aufweist.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärker (8) außerhalb der Vorrichtung angeordnet ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht