[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät und ein Verfahren zum Betreiben eines
Gargerätes mit wenigstens einem Garraum und wenigstens einer den Garraum verschließenden
Tür. Der Garraum kann mit wenigstens einer thermischen Heizquelle beheizt werden.
Es ist weiterhin eine Mikrowellenheizquelle vorgesehen.
[0002] Bei der Zubereitung eines Lebensmittels kann ein Benutzer auf verschiedenste Garsysteme
zurückgreifen, die die Zubereitung von Speisen mit unterschiedlichen Garmethoden ermöglichen.
Bei einem Gargerät mit einem Garraum kann ein Benutzer zum Beispiel zwischen Ober-
und Unterhitze, einer Grillfunktion, Umluftbetrieb, Gasbetrieb, Garung über Dampf
und Mikrowellenbetrieb wählen und so für das entsprechende Gericht die geeignetste
Garmethode auswählen.
[0003] Die für das Garergebnis scheinbar vorteilhafteste Garmethode ist aber oft nicht die
Methode mit der besten Energieeffizienz. Wird eine Krustenbildung oder eine Bräunung
an dem Lebensmittel gewünscht, werden meist Ober- und Unterhitze oder der Umluftbetrieb
gewählt. Der Wirkungsgrad von thermischen Heizquellen ist aber beispielsweise geringer
als der Wirkungsgrad einer Mikrowellenheizquelle. Dies liegt daran, dass bei der Verwendung
einer thermischen Heizquelle zunächst der Garraum auf die gewünschte Temperatur gebracht
werden muss und dass die zum Garen genutzte heiße Luft das Lebensmittel nur von außen
erreicht. Vorteilhaft bei thermischen Heizquellen ist ein optimales Garergebnis, nachteilig
ist jedoch ist der relativ hohe Energieverbrauch.
[0004] Eine Mikrowellenheizquelle hingegen hat einen besseren Wirkungsgrad, da die Energie
der Mikrowellen sofort zur Verfügung steht und das Lebensmittel von innen her garen.
Allerdings ist mit einer Mikrowelle nicht jedes Garergebnis optimal erreichbar. Beispielsweise
ist über den Mikrowellenbetrieb eine angenehme Bräunung und/oder Krustenbildung nicht
möglich. Eine Mikrowelle eignet sich hauptsächlich zum Aufwärmen von Speisen.
[0005] Es sind Gargeräte bekannt geworden, die über Ober- und Unterhitze und auch eine Mikrowellenheizquelle
verfügen. Dann kann bei Bedarf über Ober- und Unterhitze ein angenehmes Garergebnis
erzielt werden oder es kann die Mikrowelle zum Aufwärmen von Speisen eingesetzt werden.
Denkbar ist es auch, beide Heizquellen gleichzeitig zu betreiben. Ein erheblicher
Nachteil dabei ist aber, dass komplizierte manuelle Einstellungen nötig sind und der
Benutzer nicht weiß, welche Einstellungen zu einem gewünschten Ergebnis führen.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Gargerät und ein Verfahren
zum Betreiben eines Gargerätes zur Verfügung zu stellen, welches ein ansprechendes
Garergebnis mit einem hohen Wirkungsgrad hat.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs
10. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile
und Merkmale ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und der Beschreibung zu
dem Ausführungsbeispiel.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Betreiben eines Gargerätes mit wenigstens
einem Garraum und wenigstens einer den Garraum verschließenden Tür. Dabei sind zum
Beheizen des Garraumes wenigstens eine thermische Heizquelle und wenigstens eine Mikrowellenheizquelle
vorgesehen sind, die von wenigstens einer Regeleinrichtung angesteuert werden. Zum
Beheizen des Garraumes wird die wenigstens eine thermische Heizquelle von der Regeleinrichtung
angesteuert. Zusätzlich wird bei im Wesentlichen jedem Garprozess die Mikrowellenheizquelle
von der Regeleinrichtung zugeschaltet, um den Garprozess zu unterstützen.
[0009] Dabei ist unter einer thermischen Heizquelle jede Heizquelle zu verstehen, durch
die der Garraum aufgeheizt wird und ein zu garendes Lebensmittel von außen her gegart
wird. Zu dieser Art von Heizquelle gehören insbesondere Ober- und Unterhitze, Umluftbetrieb,
eine Grillfunktion, Gasbeheizung und die Garung mittels Dampf oder eine Kombination
dieser Heizquellen.
[0010] Ein derart ausgestaltetes Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes biete viele Vorteile.
Ein erheblicher Vorteil ist, dass die Effizienz bzw. der Wirkungsgrad eines solchen
Kombigerätes bzw. Kombigargerätes steigt. Durch regelmäßige Kombination von Mikrowellenbetrieb
mit einer anderen thermischen Betriebsart wird vermieden, dass ein Benutzer von einem
energetisch vorteilhaften Kombinationsbetrieb absieht, da ihm das Einstellen eventuell
zu umständlich ist. Dabei kombiniert das erfindungsgemäße Verfahren die Vorteile der
einzelnen Betriebsarten. Es wird ein ansprechendes Garergebnis, zum Beispiel eine
schöne Kruste, erreicht, wobei die Garzeit durch die Kombination mit der Mikrowellenheizquelle
verkürzt werden kann.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Betrieb einer thermischen Heizquelle
im Wesentlichen immer mit der Mikrowellenheizquelle kombiniert, wodurch ein Benutzer
den Kombinationsbetrieb nicht mehr von Hand einstellen muss. Dadurch können Garprozesse
verkürzt werden, wodurch die Effizienz des Gargerätes steigt.
[0012] Bevorzugt steuert die Regeleinrichtung die Mikrowellenheizquelle leistungsreduziert
an. Dadurch wird ein Kombinationsbetrieb möglich, der das gleiche Garergebnis im Vergleich
zum reinen Betrieb mit einer thermischen Heizquelle aufweist, da die Mikrowellenheizquelle
den Garprozess nur unterstützt.
[0013] Unter dem leistungsreduzierten Betreiben der Mikrowellenheizquelle wird ein Betrieb
verstanden, bei dem der Garvorgang merklich unterstütz wird. Dabei sollte der Anteil
der Mikrowellenheizquelle am gesamten Garprozess nicht weniger als 5% betragen. Die
mittlere Leistung sollte weiterhin nicht unter 5% der Maximalleistung der Mikrowellenheizquelle
liegen.
[0014] Dazu wird die Mikrowellenheizquelle besonders bevorzugt getaktet betrieben. Durch
das getaktete An- und Ausschalten der Mikrowellenheizquelle kann die mittlere Leistung
der Mikrowellenheizquelle eingestellt werden.
[0015] In vorteilhaften Ausgestaltungen kann die Leistung der Mikrowellenheizquelle geregelt
werden. So kann direkt auf einen Garvorgang Einfluss genommen werden. Dazu können
Sensoren im Garraum vorgesehen sein. Es kann aber auch zum Beispiel ein Temperaturfühler
im Gargut vorgesehen sein. Dann kann die Regeleinrichtung die Leistung der Mikrowellenheizquelle
entsprechend anpassen.
[0016] Zweckmäßig wird die Leistung der Mikrowellenheizquelle über den Verlauf des Garprozesses
verändert. Zu Beginn eines Garprozesses kann es vorteilhaft sein, die Mikrowellenheizquelle
mit 100% Leistung zu betreiben. Im Verlauf des Garprozesses, insbesondere zum Ende
des Garvorgangs, kann es in manchen Fällen für ein optimales Garergebnis bzw. für
zum Beispiel eine gewünschte Krustenbildung vorteilhaft sein, die Mikrowellenleistung
auf zum Beispiel 25% zu reduzieren. Auch andere Leistungen oder Leistungsverläufe
können je nach Garvorgang vorteilhaft sein.
[0017] Es ist zum Beispiel auch bevorzugt, dass die Mikrowellenheizquelle nur in der Aufheizphase
zugeschaltet wird. Dann kann das Gargut schnell auf Temperatur gebracht werden. Ein
anschließendes Garen mit der thermischen Heizquelle alleine führt dann zu einem nahezu
identischen Garergebnis im Vergleich zum Solobetrieb mit thermischer Heizquelle.
[0018] In bevorzugten Weiterbildungen wird die Leistung der Mikrowellenheizquelle an die
Leistung der thermischen Heizquelle angeglichen. So können ungünstige Einflüsse der
Mikrowellenheizquelle auf empfindliche Lebensmittel vermieden werden. Wird der Garraum
mit der thermischen Heizquelle zum Beispiel nur auf 80°C aufgeheizt, könnte die Mikrowellenheizquelle
im Maximum mit beispielsweise 50% Leistung betrieben werden. Ist eine Garraumtemperatur
von 250°C vorgesehen, könnte die Mikrowellenheizquelle unter Umständen auch im Maximum
mit 100% betrieben werden.
[0019] Dabei hängt der Leistungsverlauf der Mikrowellenheizquelle bevorzugt von dem zu garendenden
Lebensmittel ab und wird dementsprechend eingestellt.
[0020] Besonders bevorzugt ist die Ansteuerung der Mikrowellenheizquelle in wenigstens einem
Automatikprogramm vorgegeben. Dann könnte ein Benutzer sehr einfach optimale Voreinstellungen
der kombinierten Betriebsart wählen. So werden eine noch bessere Effizienz und ein
besonders gutes Garergebnis erzielt.
[0021] Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst wenigstens einen Garraum und wenigstens eine
den Garraum verschließende Tür. Der Garraum ist mit wenigstens einer thermischen Heizquelle
und mit wenigstens einer Mikrowellenheizquelle beheizbar. Es ist wenigstens eine Regeleinrichtung
vorgesehen, die dazu geeignet und ausgebildet ist, die wenigstens eine thermische
Heizquelle und die Mikrowellenheizquelle gleichzeitig vorzugsweise über den gesamten
Garprozess anzusteuern.
[0022] Auch das erfindungsgemäße Gargerät hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass eine regelmäßige Kombination von thermischer Heizquelle und Mikrowellenheizquelle
zur Verfügung gestellt wird. Dadurch wird einem Benutzer automatisch eine sehr effiziente
Betriebsart mit einem besonders guten Wirkungsgrad zur Verfügung gestellt.
[0023] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass der Betrieb einer thermischen Heizquelle
bei jedem Garvorgang mit der Mikrowellenheizquelle kombiniert wird, um einen effektiven
Betrieb zu sichern. Es ist aber auch möglich, dass in speziellen Programmen oder bei
Wartungsfunktionen oder dergleichen nur die Mikrowellenheizquelle oder die thermische
Heizquelle eingesetzt wird. Möglich ist es auch, dass bei bestimmten Garprogrammen
oder Betriebsarten über einen gewissen Zeitanteil des Garvorgangs nur die Mikrowellenheizquelle
oder die thermische Heizquelle eingesetzt wird.
[0024] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert wird.
[0025] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1:
- eine stark schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätes, das als Einbaugerät
ausgeführt sein kann;
- Fig. 2:
- die stark schematische Darstellung des Temperaturverlaufs des Garraumes und der beispielhafte
Leistungsverlauf der Mikrowellenheizquelle;
- Fig. 3:
- die stark schematische Darstellung des Temperaturverlaufs an einem Lebensmittel während
des Garvorgangs mit und ohne unterstützende Mikrowellenheizquelle; und
- Fig. 4:
- eine stark schematische Ansicht in den Garraum eines erfindungsgemäßen Gargerätes,
wobei der kombinierte Betrieb rein schematisch dargestellt ist.
[0026] In Figur 1 ist in einer stark vereinfachten perspektivischen Ansicht ein Gargerät
1 dargestellt, welches hier als Kombigerät 100 ausgeführt ist. Dabei umfasst das Kombigerät
100 eine Mikrowellenheizquelle 4 und eine thermische Heizquelle 5, welche hier nicht
näher dargestellt sind. Die thermische Heizquelle 5 wird hier als Umluftbetrieb zur
Verfügung gestellt. Es können aber auch andere thermische Heizquellen, wie zum Beispiel
Ober-/Unterhitze, Gasbetrieb, Dampf oder eine Grillfunktion zusätzlich oder statt
des Umluftbetriebs vorgesehen sein.
[0027] Das Kombigargerät 100 weist ein Gehäuse 7 auf, an dem ein Garraum 2 vorgesehen ist,
welcher mit einer Tür 3 verschließbar ist. Bei geöffneter Tür 3 kann ein Gargut in
den Garraum 2 eingebracht werden. Die Tür 3 umfasst ein Sichtfenster 8, durch das
der Garvorgang auch bei geschlossener Tür 3 optisch überprüft werden kann. Dabei ist
das Sichtfenster 8 derart ausgebildet, dass die beim Mikrowellenbetrieb vorherrschende
Strahlung nicht aus dem Garraum 2 austreten kann.
[0028] Zur Steuerung des Gargerätes 1 ist eine Bedienblende 9 vorgesehen, die hier nicht
näher dargestellte Bedienelemente 10 und auch eine Anzeigeeinrichtung 11, wie zum
Beispiel ein Display 12, umfassen kann.
[0029] Weiterhin ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine Regeleinrichtung 6 vorgesehen,
welche die thermische Heizquelle 4 und die Mikrowellenheizquelle 5 ansteuert. Wenn
im Garraum Sensoren vorgesehen sind oder zum Beispiel ein Temperaturspieß benutzt
wird, kann die Regeleinrichtung 6 den Leistungsverlauf der Mikrowellenheizquelle 5
während des Betriebs in Abhängigkeit von den von den Sensoren und/oder dem Temperaturspieß
bereitgestellten Messwerten entsprechend nachregeln.
[0030] Figur 2 zeigt einen Graphen 14, der beispielhaft den Temperaturverlauf 13 eines Garvorgangs
im Garraum 2 über der Zeit stark schematisch darstellt. Dabei wird deutlich, dass
die angewählte Garraumtemperatur, hier 200°C, erst nach einer gewissen Zeitspanne
t1 durch die thermische Heizquelle erreicht wird. Diese Aufheizphase kann nur schlecht
oder manchmal sogar gar nicht für den Garprozess verwendet werden. Oftmals wird das
Gargut sogar erst nach Erreichen der gewünschten Temperatur in den Garraum 2 eingebracht.
[0031] Im Graphen 14 ist zusätzlich die Verwendung der Mikrowellenheizquelle 5 gemäß des
erfindungsgemäßen Verfahrens beispielhaft eingezeichnet. Der Leistungsverlauf 15 über
der Zeit zeigt, dass die Mikrowellenheizquelle 5 in dem hier gezeigten Garvorgang
die thermische Heizquelle 4 während der Aufheizphase mit 100% Leistung unterstützt.
So findet schon ein effektiver Garprozess an dem Gargut statt, obwohl die gewünschte
Garraumtemperatur noch nicht erreicht ist.
[0032] Wenn die thermische Heizquelle 4 die Solltemperatur am Ende der Zeitspanne t1 erreicht
hat, kann die Leistung der Mikrowellenheizquelle 5 reduziert bzw. über weite Strecken
des Garvorgangs eventuell sogar ganz ausgestellt werden. In dem hier gezeigten Beispiel
wird die Leistung zunächst auf ca. 30% verringert. Im späteren Verlauf unterstützt
die Mikrowellenheizquelle die thermische Heizquelle nur noch mit ca. 15%.
[0033] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Mikrowellenheizquelle je nach Lebensmittel
und Garvorgang mit einer vorteilhaften Leistung unterstützend mit einer thermischen
Heizquelle 4 kombiniert werden. Durch den Kombibetrieb und ein vorteilhaftes Einsetzen
der Mikrowellenheizquelle 5 während des Garvorgangs kann die Garzeit verkürzt werden,
ohne dass das Garergebnis sich wesentlich verändert. Somit steigt die Effizienz des
Gargerätes 1.
[0034] In dem in Figur 3 gezeigten Graphen 15 sind beispielhaft die Temperaturverläufe 16,
17 zweier Garvorgänge über der Zeit aufgetragen. Dabei sind die Temperaturverläufe
stark schematisch dargestellt. Der gestrichelte Temperaturverlauf 16 zeigt die Änderung
der Temperatur während des Garvorgangs im Solobetrieb mit Ober- und Unterhitze. Der
als durchgehende Linie dargestellte Temperaturverlauf 17 zeigt den kombinierten Betrieb
mit einer Mikrowellenheizquelle 5. Es ist leicht ersichtlich, dass die Temperatur
des Lebensmittels schneller steigt und der Garvorgang somit kürzer wird. Dadurch wird
eine Energieeinsparung von bis zu 30% möglich. Je nach Anwendung und Garvorgang kann
allerdings auch eine größere oder auch eine kleinere Energieeinsparung möglich sein.
[0035] In Figur 4 der Betrieb eines erfindungsgemäßen Gargerätes 1 mit der thermischen Heizquelle
4 in Kombination mit der Mikrowellenheizquelle 5 rein schematisch dargestellt. Dabei
sind drei Einschubebenen 20 zu erkennen, wobei in die unterste Einschubebene ein Träger
19 eingeschoben ist. Auf dem Träger 19 befindet sich ein Gargut 21, das im kombinierten
Betrieb gegart werden soll.
[0036] Die thermische Heizquelle 4 ist hier schematisch als Heißluftheizquelle 22 dargestellt,
die die durch die Heizquelle 4 erzeugte Hitze mittels eines Lüfters 23 gleichmäßig
im Garraum 2 verteilt. Diese Verteilung der Wärme wird durch die gebogenen Pfeile
an der Heizquelle 4 angedeutet. So kann das Gargut 21 von außen erhitzt werden, wodurch
ein optimales Garergebnis, hier eine Krustenbildung, erreicht wird. Es können aber
auch andere thermische Heizquellen, wie zum Beispiel Ober-/Unterhitze, Gasbetrieb,
Dampf oder eine Grillfunktion zusätzlich oder statt der Heißluftheizquelle 22 vorgesehen
sein.
[0037] Das Gargut 21 wird zusätzlich durch die unterstützend betriebene Mikrowellenheizquelle
4 von innen her gegart. Dabei sind die Mikrowellen durch die gestrichelten Pfeile
angedeutet. Durch das teilweise oder auch während des gesamten Garvorgangs Ansteuern
der Mikrowellenheizquelle kann der Garvorgang unter Umständen erheblich verkürzt werden.
[0038] Es liegt weiter im Rahmen des Könnens eines Fachmanns, die beschriebenen Ausführungsbeispiele
in nicht dargestellter Weise abzuwandeln, um die beschriebenen Effekte zu erzielen,
ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Tür
- 4
- thermische Heizquelle
- 5
- Mikrowellenheizquelle
- 6
- Regeleinrichtung
- 7
- Gehäuse
- 8
- Sichtfenster
- 9
- Bedienblende
- 10
- Bedienelement
- 11
- Anzeigeeinrichtung
- 12
- Display
- 13
- Temperaturverlauf
- 14
- Graph
- 15
- Leistungsverlauf
- 16
- Graph
- 17
- Temperaturverlauf
- 18
- Temperaturverlauf
- 19
- Träger
- 20
- Einschubebene
- 21
- Gargut
- 22
- Heißluftheizquelle
- 23
- Lüfter
- 100
- Kombigerät
- t1
- Zeitspanne
1. Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes (1) mit wenigstens einem Garraum (2) und
wenigstens einer den Garraum (2) verschließenden Tür (3), wobei zum Beheizen des Garraumes
(2) wenigstens eine thermische Heizquelle (4) und wenigstens eine Mikrowellenheizquelle
(5) vorgesehen sind, die von wenigstens einer Regeleinrichtung (6) angesteuert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Beheizen des Garraumes (2) wenigstens eine thermische Heizquelle (4) von der
Regeleinrichtung (6) angesteuert wird und dass zusätzlich zumindest während einer
Aufheizphase die Mikrowellenheizquelle (5) den Garprozess unterstützend von der Regeleinrichtung
(6) bei im Wesentlichen jedem Garprozess zugeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung die Mikrowellenheizquelle leistungsreduziert ansteuert.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenheizquelle (5) getaktet betrieben wird, um die Leistung einzustellen.
4. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistung der Mikrowellenheizquelle (5) geregelt wird, wobei hierzu insbesondere
wenigstens ein Sensor im Garraum und/oder ein Temperaturfühler im Gargut vorgesehen
ist und die Leistung der Mikrowellenheizquelle (5) in Abhängigkeit von den von dem
Sensoren und/oder dem Temperaturfühler bereitgestellten Messwerten geregelt wird.
5. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistung der Mikrowellenheizquelle (5) über den Verlauf des Garprozesses verändert
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenheizquelle (5) nur in der Aufheizphase zugeschaltet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistung der Mikrowellenheizquelle (5) an die Leistung der thermischen Heizquelle
(4) angeglichen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der Mikrowellenheizquelle (5) in wenigstens einem Automatikprogramm
vorgegeben ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leistungsverlauf der Mikrowellenheizquelle (5) von dem zu garendenden Lebensmittel
abhängt.
10. Gargerät (1) mit wenigstens einem Garraum (2) und wenigstens einer den Garraum (2)
verschließenden Tür (3), wobei der Garraum (2) mit wenigstens einer thermischen Heizquelle
(4) und mit wenigstens einer Mikrowellenheizquelle (5) beheizbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Regeleinrichtung (6) vorgesehen ist, die dazu geeignet und ausgebildet
ist, die wenigstens eine thermische Heizquelle (4) und die Mikrowellenheizquelle (5)
gleichzeitig zumindest während einer Aufheizphase des Garprozesses anzusteuern.