[0001] Die Erfindung betrifft eine Form zur maschinellen Herstellung von Betonformsteinen,
bei welcher in wenigstens einem Formnest wenigstens ein Formkern angeordnet ist.
[0002] Für die maschinelle Herstellung von Betonformsteinen sind typischerweise Formen aus
Stahl im Einsatz, welche wenigstens ein durch Seitenwände begrenztes Formnest aufweisen,
dessen Kontur die Kontur der herzustellenden Steine bestimmt. Solche Formen umfassen
häufig mehrere seitliche benachbarte Formnester. Die Formnester sind oben und unten
offen. Durch Aufsetzen der Form auf eine ebene horizontale Unterlage können die unteren
Öffnungen verschlossen und die Formnester durch die oberen Öffnungen mit fließfähigem
Betongemenge befüllt werden. Durch Druckeinwirkung einer durch die oberen Öffnungen
eingeführten Druckplattenanordnung und vorteilhafterweise durch Rüttelanregung der
Unterlage wird das Betongemenge zu formstabilen Betonformkörpern verfestigt, welche
durch die unteren Öffnungen der Formnester aus diesen entformt werden.
[0003] Bei großvolumigen Betonformsteinen, wie insbesondere sogenannten Hohlblocksteinen,
werden zur Verringerung des Gewichts und des Materialeinsatzes und/oder zur Wärmeisolation
Aussparungen im Steinvolumen erzeugt, indem in den Formnestern ein oder mehrere Formkerne
angeordnet sind. Die Formkerne sind an Kernhalterleisten, welche die Formnester horizontal
überspannen, in von den Seitenwänden der Formnester beabstandeten Positionen gehalten.
Die Formkerne sind typischerweise als Blechhohlkörper ausgeführt.
[0004] Die Formkerne sind gebräuchlicherweise an die Kernhalterleisten angeschweißt, wie
z. B. aus der
DE102004005045A1 bekannt, was aber häufig zu Brüchen der Kernhalterleisten, insbesondere während der
Rüttelphasen der Produktionszyklen, führt und dann den Austausch der Kernhalterleiste
einschließlich aller daran angeschweißter Formkerne erforderlich macht.
[0005] Zur Verringerung der Gefahr eines Bruches der Kernhalterleisten ist in der
WO2007/101869A2 vorgeschlagen, den Formkern nicht direkt an die Kernhalterleisten anzuschweißen,
sondern die Kernhalterleisten über schmale Stege nach unten in mit dem Formkern verschweißte
oder mit Streben des Formkerns verschraubte Anschlussplatten fortzusetzen. In demselben
Dokument sind auch Beispiele zur Verschraubung der Kernhalterleiste oder der Anschlussplatte
mit am Formkern angeschweißten Halteplatten beschrieben. Darüber hinaus offenbart
die
WO 2007/101869 A2 den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Die Befestigung eines Formkerns mittels Schrauben an der Kernhalterleiste ist auch
in der
DE102008000458A1 unter Zwischenschaltung eines Kunststoff-Gusskörpers beschrieben, wobei die Werkzeugansätze
der Schrauben an Seitenflächen des Formkerns zugänglich sind. In der
FR2365418A1 ist eine Formkernanordnung beschrieben, bei welcher die Verbindung zwischen Formkern
und Kernhalterleiste über Spannhülsen erfolgte, welche in Bohrungen der Kernhalterleiste
und in durchgehende Öffnungen im oberen Bereich des Formkerns eingepresst sind.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Form zur Herstellung
von Betonformsteinen anzugeben, welche eine vorteilhafte Formkernanordnung mit lösbarer
Verbindung zwischen Formkern und Kernhalterleiste enthält.
[0008] Die Erfindung ist im unabhängigen Anspruch beschrieben. Die abhängigen Ansprüche
enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Die an sich aus dem Stand der Technik bekannte lösbare Verbindung eines Formkerns
mit einer Kernhalterleiste mittels quer zur Kernhalterleiste durch diese hindurch
geführter Verbindungselemente, welche sowohl die Kernhalterleiste als auch beidseitig
seitlich der Kernhalterleiste liegende Halteplatten des Formkerns durchgreifen, erweist
sich als vorteilhaft hinsichtlich einer gegenüber Schweißverbindungen stark reduzierten
Gefahr eines Bruches der Kernhalterleiste und ermöglicht bei Beschädigung einer Kernhalterleiste
oder eines Formkerns den Austausch nur der beschädigten Komponente. Die Richtung,
in welcher die Verbindungselemente die Halteplatten und die Kernhalterleiste durch
fluchtende Öffnungen durchgreifen, sei nachfolgend als Achsrichtung der Verbindungselemente
bezeichnet. Die Verbindungselemente sind vorzugsweise als Schraubelemente mit einem
Gewinde ausgeführt, welche an wenigstens einem, vorzugsweise beiden in Achsrichtung
entgegengesetzt liegenden Enden einen Werkzeugansatz aufweisen. Unter Schraubelementen
seien hierbei sowohl Schrauben mit Außengewinde als auch Elemente mit Innengewinde
nach Art von Schraubenmuttern verstanden, wobei vorzugsweise ein Verbindungselement
jeweils aus der Kombination einer Schraube mit einer Mutter besteht.
[0010] Die Verbindungselemente sind durch den wenigstens einen seitlich der Kernhalterleiste
auf der dieser abgewandten Seite der Halteplatte liegenden Hohlraum in Halteplatten
und Kernhalterleiste einsetzbar bzw. aus diesen entnehmbar und für Werkzeuge zum Einsetzen
bzw. Entnehmen zugänglich, wobei dieser wenigstens eine Hohlraum nach oben durch eine
lösbar an einem Grundkörper des Formkerns befestigbare Deckelanordnung abdeckbar ist.
Bei von dem Grundkörper gelöster Deckelanordnung sind die in dem wenigstens einen
Hohlraum endenden Enden der Verbindungselemente mit Werkzeugen erreichbar. Vorzugsweise
ist beidseitig der Kernhalterleiste jeweils ein solcher Hohlraum vorhanden. In bevorzugter
Ausführung sind genau zwei Befestigungselemente vorgesehen, welche in Längsrichtung
der Kernhalterleiste voneinander beabstandet sind und gegen die Außenseiten des Formkerns
in Richtung dessen Mitte versetzt liegen.
[0011] Als unterer Abschnitt eines Grundkörpers des Formkerns sei ein die Form der Aussparung
im Betonformstein bestimmenden Teils des Formkerns bezeichnet, welcher die dem Betongemenge
im Formnest zuweisende Außenfläche bildet. Typischerweise enthält ein solcher Grundkörper
auch einen oberen Abschnitt mit vertikal verlaufenden Außenflächen, an welchen Druckplatten
während des Verfestigungsvorgangs entlang nach unten bewegt werden, wogegen der untere,
die Form der Aussparung im Betonformstein bestimmende Abschnitt des Grundkörpers typischerweise
leicht konisch sich nach unten verjüngt, um das Lösen des verfestigten Betonformsteins
von dem Formkern zu begünstigen. Grundkörper und Deckelanordnung mit Befestigungselementen
bilden dann den Formkern. Es sind auch Kerne mit in vertikaler Richtung gleichbleibendem
Querschnitt sowie nach unten offene, auf der Unterlage aufstehende Kerne bekannt.
[0012] Die mit dem Betongemenge im Formnest in Kontakt tretende seitliche Außenfläche des
Grundkörpers kann insbesondere auch in Verlängerung der Verbindungselemente in deren
Achsrichtungen, welche typischerweise im Bereich des genannten oberen Abschnitts liegen,
ununterbrochen durchgehend geschlossen sein. Der Werkzeugzugang zu den Verbindungselementen
erfolgt bei vom Grundkörper gelöster Deckelanordnung durch die obere Öffnung des Hohlraums,
wobei die Werkzeuganwendung durch den geringen vertikalen Abstand der Verbindungselemente
von der oberen Hohlraumöffnung, welche zudem einen großen Querschnitt aufweisen kann,
besonders einfach ist. Die Oberseite der Deckelanordnung liegt nicht höher als die
Oberkante der Kernhalterleiste und typischerweise in einer Ebene mit dieser Oberkante
der Kernhalterleiste.
[0013] Die Halteplatten sind vorteilhafterweise mit dem Grundkörper verschweißt und gehen
vorzugsweise in Längsrichtung der Kernhalterleiste zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden
des Grundkörpers ununterbrochen durch. Eine Verschweißung der vertikalen Endkanten
der Halteplatten an deren in Längsrichtung entgegengesetzten Enden mit den Seitenwänden
des Grundkörpers dichtet vorteilhafterweise an diesen Stellen auch den Hohlraum gegen
das Eindringen von Bestandteilen des Betongemenges ab.
[0014] Die Deckelanordnung kann bei zwei beidseitig der Kernhalterleiste liegenden Hohlräumen
einen über die dann vorteilhafterweise abgesenkte Oberkante der Kernhalterleiste durchgehenden
Deckel aufweisen. Vorzugsweise sind aber zwei getrennte Deckel in der Deckelanordnung
vorgesehen, welche jeweils einen der Hohlräume abdecken und jeweils separat an dem
Grundkörper lösbar befestigbar sind.
[0015] Die Befestigung eines Deckels an dem Grundkörper erfolgt vorteilhafterweise mittels
wenigstens einer Schraube, welche die über dem Hohlraum liegende Deckelfläche durchgreift
und in ein Gegengewinde innerhalb des Grundkörpers eingreift. Vorteilhafterweise ist
das Gegengewinde an einer Gegenplatte ausgebildet, welche vertikal von dem Deckel
beabstandet ist und vorzugsweise tiefer liegt als die Verbindungselemente. Vorteilhafterweise
liegt die Gegenplatte im Bereich der Unterkante der Kernhalterleiste, insbesondere
um ein geringes Maß gegen diese nach unten versetzt.
[0016] Vorteilhafterweise kann die Gegenplatte den Hohlraum nach unten begrenzen. In bevorzugter
Ausführungsform bildet eine Gegenplatte mit einer Halteplatte einteilig einen aus
einem ebenen Blechzuschnitt durch Umformung hergestellten Blechwinkel.
[0017] Die Befestigungsschrauben sind vorteilhafterweise in die Deckelfläche eingesenkt.
Die Befestigungsschrauben verlaufen vorzugsweise im Wesentlichen vertikal. Zwischen
Deckel und Gegenplatte ist wenigstens ein Distanzelement eingefügt, welches einen
definierten Vertikalabstand zwischen Deckel und Gegenplatte einstellt und den Deckel
vertikal gegen die Gegenplatte abstützt. Vorzugsweise sind mehrere solche Distanzelemente
vorhanden, welche insbesondere als die Befestigungsschrauben umgebende Distanzhülsen
ausgeführt sein können. Der Deckel kann vertikal auch an der Oberkante der Halteplatte
und/oder an den Oberkanten der Seitenwände des Grundkörpers abgestützt sein. Vorteilhafterweise
ist der Deckel horizontal mit seiner der Kernhalterleiste abgewandten Kante an der
Innenseite der Oberkante des Grundkörpers abgestützt.
[0018] Ein Formnest kann durch mehr als eine Kernhalterleiste überspannt sein, wobei die
mehreren Kernhalterleisten dann vorzugsweise in an sich bekannter Art parallel verlaufen.
Formkerne können, insbesondere für großvolumige Betonformsteine, an zwei oder mehr
Kernhalterleisten gehalten sein, wobei dann den einzelnen Kernhalterleisten jeweils
eigene Halteplatten zugeordnet sind und die Kernhalterleisten über separate Verschraubungen
mit den zugeordneten Halteplatten verbunden sind.
[0019] Die Richtungs- und Positionsangaben ober, unten, horizontal, vertikal und ähnliche
sind als auf die reguläre Betriebsposition der Form bezogen zu sehen, in welcher diese
mit ihrer unteren Begrenzungsebene auf eine horizontale Auflage aufgesetzt ist.
[0020] Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Schrägansicht eines Formkerns an einer Kernhalterleiste,
- Fig. 2
- die Anordnung nach Fig. 1 nach Abnahme der Formkerndeckel,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Schrägansicht auf einen Formkern an zwei Kernhalterleisten,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Abwandlung zu Fig. 5,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Ausführung mit magnetischer Deckelbefestigung,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch einen Formkern der Fig. 9
[0021] Fig. 1 zeigt in Ansicht von schräg oben einen an einer Kernhalterleiste KL gehaltenen
Formkern FK. Ein einen unteren Abschnitt KU und einen oberen Abschnitt KO aufweisender
Grundkörper des Formkerns FK ragt in bekannter Weise in ein Formnest einer Form zur
Herstellung von Betonformsteinen, beispielsweise Hohlblocksteinen. Die Form und das
Formnest sind der Übersichtlichkeit halber nicht mit dargestellt. Der Grundkörper
kann vorteilhafterweise in gebräuchlicher Art durch zwei Halbschalen aufgebaut sein,
welche entlang einer Fuge TF aneinanderstoßen und vorzugsweise miteinander verschweißt
sind. Die Fuge TF liegt dabei in einer y-z-Ebene eines miteingezeichneten xyz-Koordinatensystems,
dessen Koordinaten x und y in regulärer Betriebsstellung der Form horizontal verlaufen,
sodass die z-Richtung die Vertikalrichtung angibt. Die Fuge TF zwischen zwei Halbschalen
kann auch innerhalb des Grundkörpers des Formkerns anders verlaufen.
[0022] Der Grundkörper des Formkerns bildet einen hohlen Blechkern, welcher vorzugsweise
aus zwei Halbschalen besteht. Die beiden Halbschalen sind vorteilhafterweise jeweils
aus einem einteiligen ebenen Blechzuschnitt durch Abkanten einzelner Blechabschnitte
relativ zueinander oder durch Tiefziehen eines Bleches herstellbar. Der untere Abschnitt
KU des Grundkörpers bestimmt im Wesentlichen die Aussparung im herzustellenden Betonformstein
und ist im dargestellten Beispiel typischerweise über den größten Teil seiner Vertikalerstreckung
leicht sich nach unten verjüngend ausgeführt und in seinem unteren Bereich schneller
zur Mitte zulaufend ausgebildet. Der obere Abschnitt KO des Grundkörpers bildet mit
seiner Außenfläche eine zylindrische Mantelfläche mit vertikaler Zylinderachse. Während
der Verfestigung von in ein Formnest bis zur Oberseite des Formkerns eingefülltem
Betongemenge verschieben sich Druckplatten entlang dieses oberen Abschnitts KO vertikal
nach unten.
[0023] Der durch den Grundkörper gebildete Blechhohlkörper des Formkerns FK ist nach oben
durch zwei Deckelplatten D1, D2 abgeschlossen, welche in noch zu beschreibender Weise
mittels Befestigungsschrauben an Komponenten des Grundkörpers befestigt sind. Die
Deckelplatten D1, D2 verlaufen mit engem Spalt, welcher auch durch zusätzliche Dichtmittel
abgedichtet sein kann, entlang der Oberkante OG des oberen Abschnitts KO des Grundkörpers.
Die Deckelplatten D1, D2 sind als Teile einer Deckelanordnung in ihrer in Fig. 1 dargestellten
Position stabilisiert, wofür Möglichkeiten gegeben sind. Schraubenköpfe SK der Befestigungsschrauben
sind in Senkkopf-Form ausgeführt und liegen im Wesentlichen bündig in einer x-y-Ebene
mit den oberen Flächen der Deckelplatten D1, D2.
[0024] Die Kernhalterleiste KL ist durch seitliche Aussparungen KA in dem oberen Abschnitt
KO des Grundkörpers des Formkerns hindurchgeführt. Die Oberkante OL der Kernhalterleiste
liegt vorzugsweise in der x-y-Ebene der Oberseiten der Deckelplatten D1, D2, kann
in Sonderfällen aber auch über diese hinausragen.
[0025] In Fig. 2 ist eine Ansicht von schräg oben auf die Anordnung nach Fig. 1 gezeigt,
wobei aber die Deckelplatten D1, D2 entfernt sind und der Blick in zwei Hohlräume
H1, H2 auf gegenüberliegenden Seiten der Kernhalterleiste KL frei ist. In Fig. 2 erkennbar
sind zwei Halteplatten HP1, HP2, welche auf entgegengesetzten Seiten der Kernhalterleiste
KL angeordnet sind und an den Seitenflächen der Kernhalterleiste KL anliegen oder
von diesen durch einen schmalen Spalt beabstandet sind. Die Halteplatten HP1, HP2
sind Bestandteile des Formkerns und sind mit der Kernhalterleiste über Verbindungselemente
verbunden, welche vorzugsweise wie skizziert als Schraubenelemente ausgeführt sind.
Die Schraubenachsen der Schraubenelemente verlaufen in yRichtung. Die Schraubenelemente
durchgreifen in y-Richtung fluchtende Öffnungen in den Halteplatten HP1, HP2 und in
der Kernhalterleiste KL, wobei die Schraubenelemente selbst oder über zusätzliche
Hülsen weitgehend spielfrei in den genannten fluchtenden Öffnungen einliegen. Die
Schraubenelemente können insbesondere einen Schaft mit einem Schraubenkopf und einem
dem Schraubenkopf abgewandten Schraubgewinde sowie eine Schraubenmutter HM aufweisen.
Schraubenköpfe und Schraubenmuttern weisen jeweils Werkzeugansätze, beispielsweise
Sechskant-Umrisse als gegenüberliegende Enden der Verbindungselemente auf. Die Enden
der Verbindungselemente mit den Werkzeugansätzen ragen in die seitlich der Kernhalterleiste
vorliegenden Hohlräume H1, H2 und sind in dem in Fig. 2 dargestellten Zustand der
Formkernanordnung bei abgenommenen Deckelplatten leicht von oben zugänglich und hierbei
zur Verbindung des Grundkörpers des Formkerns mit der Kernhalterleiste KL einsetzbar
bzw. zum Lösen des Grundkörpers von der Kernhalterleiste entfernbar.
[0026] Die Hohlräume H1, H2 sind im skizzierten bevorzugten Beispielsfall in vertikaler
Richtung nach unten begrenzt durch Gegenplatten GP1, GP2, welche im Wesentlichen den
gesamten Innenquerschnitt des Grundkörpers seitlich der Kernhalterleiste ausfüllen.
Die Gegenplatten müssen nicht über ihre gesamten Außenkanten in den Hohlraum eingepasst
sein und können auch nur punktuell an mehreren Positionen an den Wandinnenseiten der
Seitenwände des Kerns abgestützt und mit diesen verbunden sein. Die Gegenplatten GP1,
GP2 enthalten Gegengewinde GG, wobei diese Gegengewinde GG vorzugsweise in Schraubenmuttern
ausgebildet sind, welche in Bohrungen der Gegenplatten GP1, GP2 von unten eingesetzt
und dort sicher gehalten sind, beispielsweise auch eingeschweißt sein können. Die
Gegengewinde können bei ausreichender Dicke der Gegenplatten auch direkt als Gewindebohrungen
in den Gegenplatten ausgeführt sein.
[0027] In bevorzugter Ausführung ist die Halteplatte HP1 mit der Gegenplatte GP1 einteilig
in Form eines Blechwinkels verbunden und insbesondere aus einem ebenen Blechzuschnitt
durch Abkanten herstellbar. Die in x-Richtung entgegengesetzten vertikalen Endkanten
der Halteplatte HP1 sind vorteilhafterweise mit den Seitenwänden des oberen Abschnitts
KO des Grundkörpers verschweißt. In entsprechender Weise ist die Gegenplatte GP1 entlang
ihrer Kanten mit dem Grundkörper verschweißt, wobei die vertikale Position der Gegenplatte
GP1 vorteilhafterweise ungefähr im Bereich der unteren Kante UK der Kernhalterleiste
liegt. Halteplatte HP2 und Gegenplatte GP2 sind in entsprechender Weise als ein einheitlicher
abgewinkelter Blechkörper ausgeführt und mit dem Grundkörper verschweißt.
[0028] Fig. 3 zeigt die Anordnung nach Fig. 1 in Draufsicht auf die Deckelplatten D1, D2,
d. h. mit Blickrichtung entgegen der z-Richtung. Verdeckte Teile der Formkernanordnung
sind mit unterbrochenen Linien angedeutet, insbesondere die Halteplatten HP1, HP2
und die Schraubenelemente mit Schrauben HS, Schraubenkopf WS und Schraubenmutter HM.
[0029] Fig. 4 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der gestuften Schnittlinie A-A der Fig.
3. Aus der Schnittdarstellung ist ersichtlich, dass die Kernhalterleiste KL sowohl
bei ihrer Oberkante OL als auch bei ihrer Unterkante UL gegenüber einem rechteckigen
Querschnitt durch Anfasungen abgeschrägt ist. Eine solche Querschnittsform von Kernhalterleisten
ist an sich bekannt.
[0030] Die Halteplatten HP1, HP2 liegen eng an den Seitenflächen der Kernhalterleiste an
und sind ebenso wie die Kernhalterleiste von Schrauben HS als Verbindungselementen
durchgriffen. Durch die Verschraubung sind die Positionen von Halteplatten und Kernhalterleiste
in alle Richtungen fixiert, wobei aber durch zumindest begrenzte Drehbarkeit von Kernhalterleiste
und/oder Halteplatten relativ zu den Achsen der Verbindungselemente noch eine dynamische
vertikale Durchbiegung der Kernhalterleiste, insbesondere im Rüttelbetrieb, möglich
ist. Die Halteplatten sind vorteilhafterweise mittels der Schrauben HS gegen die Seitenflächen
der Kernhalterleiste verspannt und dadurch auch reibschlüssig mit dieser verbunden.
Durch die beiden in x-Richtung beabstandet angeordneten Verbindungselemente ist zugleich
ein Verkippen des Formkerns zuverlässig gesperrt.
[0031] Die Schraubenmuttern HM und die Schraubenköpfe WS der Schraubenelemente als Verbindungselemente
liegen in Hohlräumen H1, H2, welche beidseitig seitlich der Kernhalterleiste vorliegen
und welche nach oben durch die Deckelplatten D1 bzw. D2 abgeschlossen sind. Nach unten
sind die Hohlräume H1, H2 durch die Gegenplatten GP1, GP2 begrenzt, an welchen Schraubenmuttern
BM mit Gegengewinde zu Befestigungsschrauben BS angeordnet sind. Seitlich nach außen
sind die Hohlräume H1, H2 durch die Seitenwände des oberen Abschnitts KO des Grundkörpers
des Formkerns abgeschlossen. Die Schraubenköpfe SK der Befestigungsschrauben BS sind
in Senkkopf-Form ausgeführt und in konische Vertiefungen der Deckelplatten D1, D2
eingesenkt, sodass keine über die Oberseiten der Deckelplatten überstehenden Bauteile
vorliegen.
[0032] Die Deckelplatten D1, D2 liegen im skizzierten Beispielsfall mit ihren der Kernhalterleiste
KL zuweisenden Kanten an Seitenflächen der Kernhalterleiste an und sind in die durch
die Oberkante OG des oberen Abschnitts KO gebildete Kontur der oberen Öffnungen der
Hohlräume so eingepasst, dass die in y-Richtung der Kernhalterleiste KL abgewandten
Kanten der Deckelplatten sowie die in x-Richtung entgegengesetzt liegenden Kanten
der Deckelplatten eng an den Innenseiten der Seitenwände des oberen und/oder unteren
Abschnitts KO, KU anliegen und die Deckelplatten D1, D2 daher in Zusammenwirken mit
dem Anliegen an Seitenflächen der Kernhalterleiste KL horizontal in definierter Position
gehalten sind. Im skizzierten Beispiel liegen die Deckelplatten D1, D2 mit ihren der
Kernhalterleiste KL zuweisenden Kanten auf der Oberkante der Halteplatten HP1, HP2
auf und sind zusätzlich, in y-Richtung von den Halteplatten HP1, HP2 beabstandet,
durch Distanzelemente in Form von Distanzhülsen HU, welche die Schrauben BS umgeben,
vertikal gegen die Gegenplatten GP1, GP2 abgestützt und so auch in vertikaler Richtung
in definierter Position gehalten. Anzahl und Anordnung der Befestigungsschrauben BS
können im Einzelfall variieren. Die Deckelplatten D1, D2 können auch entlang ihrer
Umrisskanten eine gefräste Stufe aufweisen, mit welcher sie an Oberkanten von Halteplatten
und/oder Seitenwänden des oberen Abschnitts KO des Grundkörpers des Formkerns anliegen
und so eine vertikale und/oder horizontale Fixierung der Deckelplatten erreicht wird.
An Fugen zwischen einzelnen Platten und/oder Wänden des Formkerns können Dichtmittel
eingefügt sein, um das Eindringen von Bestandteilen des Betongemenges in Hohlräume
des Formkerns zu verhindern.
[0033] In Fig. 5 ist in Ansicht von schräg oben analog zu der Darstellung nach Fig. 2 ein
Formkern KD dargestellt, welcher an zwei parallel verlaufenden Kernhalterleisten LL
und LR gehalten ist. Die Kernhalterleisten LL, LR verlaufen vorzugsweise parallel
und sind in y-Richtung voneinander beabstandet und an getrennten Aussparungen KA der
Seitenwände des Formkerns durch diese hindurch geführt.
[0034] Auf den der jeweils anderen Kernhalterleiste abgewandten Seiten der Kernhalterleisten
LL, LR sind in zu dem vorangegangenen Beispiel analoger Weise Halteplatten HPL bzw.
HPR angeordnet, welche mit den Innenflächen der Seitenwände des Formkerns KD verschweißt
sind und an welchen die Kernhalterleisten mittels Halteschrauben HS gehalten sind.
Die Halteplatten HPL und HPR bilden jeweils mit Gegenplatten GL bzw. GR einteilige
abgewinkelte Platten. Die Gegenplatten GL, GR sind punktuell oder umlaufend an ihren
den Innenwänden des Formkerns KD zuweisenden Kanten mit dem Formkern KD verschweißt
und weisen in der bereits beschriebenen Art Gegengewinde GG zur Aufnahme von Befestigungsschrauben
auf.
[0035] Auf der der Kernhalterleiste LR zugewandten Seite der Kernhalterleiste LL ist eine
Halteplatte HML und in entsprechender Weise auf der der Kernhalterleiste LL zugewandten
Seite der Kernhalterleiste LR eine Halteplatte HMR angeordnet, welche vorzugsweise
gleichfalls mit den Innenwänden des Kerns KD verschweißt sind. Zwischen den Halteplatten
HML und HMR und von der Oberkante der Kernhalterleisten nach unten versetzt verläuft
eine Gegenplatte GM, welche in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform einteilig
mit den Halteplatten HML und HMR ausgeführt ist und eine nach oben offene U-Form bildet.
Die Gegenplatte GM weist wiederum Gegengewinde auf. Halteplatten HML, HMR und Gegenplatte
GM sind vorteilhafterweise durch Abkanten eines ebenen Blechzuschnitts herstellbar.
[0036] In zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel analoger Ausführung sind in den Kernhalterleisten
und den Halteplatten Durchbrüche ausgebildet, durch welche Halteschrauben HS hindurchgeführt
sind. Die Werkzeugansätze WS der Halteschrauben und der zugehörigen Haltemuttern HM
sind in dem in Fig. 5 dargestellten Zustand des Formkerns, in welchem die Hohlräume
oberhalb der Gegenplatten GL, GM und GR nicht abgedeckt sind, leicht zugänglich. Die
Verschraubung erfolgt in zu dem vorangegangenen ausführlich beschriebenen Beispiel
analoger Weise.
[0037] Fig. 6 zeigt einen Schnitt in einer y-z-Ebene durch den Formkern KD, wobei in der
Darstellung nach Fig. 6 analog zur Darstellung nach Fig. 4 Deckelplatten über den
genannten Hohlräumen angebracht sind. Die Unterkante des Kernhalters weist einen gestuften
Verlauf auf, was darauf zurück zu führen ist, dass die Halteschrauben HS und die Gegengewinde
GS nicht in gemeinsamen y-z-Ebenen liegen und die Schnittfläche für die Fig. 6 in
x-Richtung gestuft verlaufend gewählt ist und hierdurch die Schnitte in den unteren
geneigten Begrenzungsflächen des Formkerns in unterschiedlichen Höhen erscheinen.
[0038] Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Hohlräume oberhalb der Gegenplatten GL, GM und
GR jeweils durch eigene Deckelplatten DL, DM und DR abgedeckt sind. Die Deckelplatten
sind wiederum in zu bereits beschriebener Weise mittels Befestigungsschrauben BS auf
dem Formkern befestigt und durch Distanzhülsen HU in definiertem Vertikalabstand von
den Gegenplatten gehalten. An den Unterseiten der Gegenplatten sind in dem skizzierten
Beispiel wiederum Muttern BM angeschweißt, welche die Gegengewinde zu den Befestigungsschrauben
BS bilden.
[0039] Fig. 7 zeigt eine Abwandlung zu der Ausführungsform nach Fig. 5, indem in diesem
Beispiel zwischen den beiden beabstandeten Kernhalterleisten LL, LR anstelle der Halteplatten
HML, HMR und der Gegenplatte GM ein Mittendeckel vorgesehen ist, welcher eine Deckelplatte
GD und von dieser nach unten abgewinkelte Seitenplatten SL und SR besitzt und eine
nach unten offene U-Form bildet. Die Seitenplatten SL, SR weisen zu den Durchbrüchen
in der Kernhalterleiste fluchtende Öffnungen auf und tragen an ihren den Kernhalterleisten
abgewandten Innenflächen angeschweißte Muttern SM. Eine Befestigung der Kernhalterleisten
an den Halteplatten erfolgt durch Einschrauben von Halteschrauben HS in die an die
Innenflächen der Seitenplatten SL angeschweißten Muttern SM.
[0040] In Fig. 7 sind der Mittendeckel und die Kernhalterleiste teilweise ausgeschnitten
dargestellt, wodurch der Blick in die bei montiertem Mittendeckel dem Benutzer nicht
zugängliche Seite der Seitenplatte SL freigegeben ist. Die Schraubverbindung zwischen
Kernhalterleisten LL, LR und Formkern KD ist dennoch lösbar, da die Werkzeugansätze
WS der Halteschrauben HS in den Hohlräumen über den Deckelplatten GL, GR unverändert
zugänglich sind.
[0041] Der Mittendeckel GD ist in dieser Ausführung vorzugsweise nicht mit dem Formkern
KD verschweißt.
[0042] Fig. 9 zeigt eine Formkernanordnung mit drei Formkernen an einer zwischen zwei Leistenhaltern
LH durchgehenden Kernhalterleiste KL. Die Leistenhalter LH sind außerhalb des Steinfeldes
der Form in an sich bekannter Weise angeordnet und verspannen die Kernhalterleiste
an den äußeren Formnestwänden gegen dort vorliegende Wandaussparungen nach unten.
Die Befestigung der Kerne an der Kernhalterleiste erfolge wie in den Beispielen nach
Fig. 1 bis Fig. 4 mittels durch Halteplatten HP des Kerns und durch fluchtende Bohrungen
der Kernhalterleiste hindurchgeführte und mittels Muttern HM verspannte Halteschrauben
HS. In gleichfalls zu den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis Fig. 4 entsprechender
Weise seien innerhalb des Kerns Gegenplatten GM vorgesehen. Die genannten Komponenten
sind in dem ohne die Deckelanordnung dargestellten linken der drei Kerne der Fig.
9 erkennbar.
[0043] Eine Befestigung von Deckelplatten DM erfolge in diesem Beispiel des linken der drei
Kerne mittels einer Magnetanordnung mit zwei Permanentmagneten MA, welche unterhalb
der Deckelplatten DM angeordnet sind und die Deckelplatten DM, welche aus weichmagnetischem
Material bestehen, über Magnetkräfte an dem Grundkörper des Kerns halten. Die Permanentmagnete
MA können hierfür an den Seitenwänden des Oberteils KO des Grundkörpers des Formkerns
befestigt sein. Vorzugsweise sind die Permanentmagnete MA aber wie skizziert an gegebenenfalls
vorhandenen Gegenplatten GM des Grundkörpers des Kerns befestigt. Die Permanentmagnete
MA können mit den Gegenplatten GM oder den Deckelplatten verschraubt sein, sind aber
vorzugsweise allein durch Magnetkräfte an den dafür weichmagnetisch ausgebildeten
Gegenplatten GM und Deckelplatten gehalten sein und sind vorteilhafterweise durch
zusätzliche Mittel gegen horizontale Verschiebungen in den Ebenen der Gegenplatten
fixiert. Die Fixierung kann durch zusätzliche Schablonen zwischen Gegenplatten und
Deckplatten erfolgen. Vorzugsweise erfolgt eine horizontale Fixierung durch Ausbildung
von Vertiefungen in Gegenplatten oder Deckplatten.
[0044] Die Permanentmagnetanordnungen enthalten vorteilhafterweise auf jeder Seite der Kernhalterleiste
wenigstens zwei voneinander beabstandete Magnete, welche dabei entgegen gesetzte Polausrichtungen
N bzw. S aufweisen können, so dass die Deckelplatten DM und die Gegenplatten GM jeweils
magnetische Brücken eines gesamten geschlossenen Magnetkreises bilden. In dem ohne
Deckelplatten dargestellten linken Kern ist eine Magnetanordnung mit zwei Magneten
MAje Deckelplatte dargestellt.
[0045] Bei dem mittleren Kern sind in bevorzugter Ausführungsform Positionen von vier Magneten
MQ1 bis MQ4 unter den Deckelplatten DM mit ununterbrochenen Linien dargestellt. Die
vier Magnete sind vorteilhafterweise in den Eckbereichen der Deckelplatten angeordnet.
Vorzugsweise weisen paarweise diagonal gegenüber liegende Magnete MQ1, MQ3 bzw. MQ2,
MQ4 gleiche Polausrichtungen und die beiden Paare entgegen gesetzte Polausrichtungen
auf, was durch Polbezeichnungen N und S veranschaulicht ist.
[0046] Bei einer am rechten der drei Kerne angedeuteten Ausführung mit drei Magneten M1,
M2, M3 auf jeder Seite der Kernhalterleiste unter jeder Deckelplatte DM sind vorteilhafterweise
zwei der drei Magnete gleich gepolt und der dritte, entgegen gesetzte gepolte Magnet
ist dann vorteilhafterweise stärker als die beiden anderen Magnete.
[0047] In horizontaler Richtung können die Deckelplatten DM vorteilhafterweise ähnlich zu
den bereits zu den vorangehenden Ausführungsbeispielen beschriebenen Weise formschlüssig
festgelegt sein. Zum Abfangen von Kippmomenten können bei der Verwendung von wenigstens
drei Magneten je Deckelplatte vorteilhafterweise zwei Magnete im Bereich der äußeren
Ecken des Kernquerschnitts angeordnet sein, wie durch die unterbrochenen Linien für
die durch die Deckelplatten verdeckten Magnetpole im mittleren und rechten der drei
Formkerne angedeutet ist. Insbesondere bei der bevorzugten Ausführungsform mit vier
in den Eckbereichen unter den Deckelplatten angeordneten Magneten ist die jeweilige
Deckelplatte vorteilhafterweise senkrecht zur Plattenfläche allein an den Magneten
MQ1 bis MQ4 abgestützt und liegt nicht auf der Oberkante der zugeordneten Halteplatte
HP auf. hierdurch ist eine hohe magnetische Haltekraft und eine zuverlässig mechanische
Abstützung auch bei geringen eventuellen Höhentoleranzen der Magnete gewährleistet.
[0048] Anstelle von Magneten mit linear entgegen gesetzt angeordneten und ausgerichteten
Magnetpolen und den Gegenplatten als magnetischen Rückschlüsse können auch Magnetanordnungen
mit U-förmig gebogenen Magneten vorgesehen sein, welche an den Gegenplatten oder den
Deckeln befestigt und magnetisch an dem jeweils anderen Teil gehalten sind.
[0049] Fig. 10 zeigt einen oberen Bereich einer bevorzugten Ausführung eines Kerns mit vier
Magneten in der Anordnung wie bei dem mittleren Kern der Fig. 9 in hinter der Seitenwand
geschnittener Seitenansicht. Die dabei sichtbaren Magnete MQ1, MQ4 sind gegen durch
z. B. Rüttelbewegungen verursachte Verschiebungen in den horizontalen Plattenflächen
von Deckelplatten DM und Gegenplatten GM fixiert, indem in wenigstens einer der beiden
Platten, vorzugsweise in der Gegenplatte GM Vertiefungen FB ausgebildet sind, in welche
die Magnete eingesetzt sind. Eine Fixierung gegen Verschiebungen ist auch durch andere
mechanische Mittel möglich. Die Deckelplatten sind gegen seitliche horizontale Verschiebungen
durch spielarme Einpassung zwischen die Innenwände des Kernoberteils und die Kernhalterleiste
gesichert. Vorteilhafterweise ragen die Oberseiten der Deckelplatten nicht oder nur
wenig über die Oberkanten der Wände des Kernoberteils KO hinaus. Die Oberseiten der
Deckelplatten können in vorteilhafter Ausführung auch um ein geringes Maß gegen die
Oberkanten der Innenwände des Kernoberteils abgesenkt sein.
[0050] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar. Insbesondere sind
einzelne Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele, soweit nicht offensichtlich
ausgeschlossen, gegeneinander austauschbar.
1. Form zur Herstellung von Betonformsteinen mit wenigstens einem Formnest und wenigstens
einem innerhalb des Formnests angeordneten und an wenigstens einer das Formnest horizontal
überspannenden Kernhalterleiste gehaltenen Formkern, (FK)
wobei
a. der Formkern (FK) mittels quer zur Längsrichtung (x) der Kernhalterleiste (KL)
gerichteter lösbarer Verbindungselemente (HS) mit der Kernhalterleiste (KL) verbunden
ist,
b. beidseitig der Kernhalterleiste (KL) Halteplatten (HP1, HP2) des Formkerns (FK)
angeordnet sind,
c. die Verbindungselemente (HS) Kernhalterleiste (KL) und Halteplatten (HP1, HP2)
durchgreifen,
d. die Verbindungselemente (HS) in wenigstens einem seitlich der Kernhalterleiste
liegenden Hohlraum (H1, H2) enden (WS, HM),
e. der wenigstens eine Hohlraum (H1, H2) durch eine an einem Grundkörper (KO, KU)
lösbar befestigte Deckelanordnung (D1, D2) abgedeckt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Gegenplatte (GP1, GP2) vertikal im Bereich der Unterkante (UL) der
Kernhalterleiste (KL) angeordnet ist, die die Deckelanordnung (DM) über wenigstens
ein Distanzelement (HU) in definiertem Vertikalabstand von den Gegenplatten (GP1,
GP2) hält.
2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (KO, KU) des Formkerns (FK) unten geschlossen ist.
3. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (KO, KU) als Blechkörper ausgeführt ist.
4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelanordnung (D1, D2) an dem Grundkörper (KO, KU) mittels Schrauben (BS) befestigt
ist.
5. Form nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (BS) durch die Deckelfläche der Deckelanordnung (D1, D2) im Wesentlichen
vertikal zu Gegengewinden (GG) innerhalb des Grundkörpers (KO, KU) führen.
6. Form nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegengewinde (GG) an wenigstens einer von der Deckelanordnung vertikal beabstandeten
Gegenplatte (GP1, GP2) angeordnet sind.
7. Form nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Deckelanordnung (D1, D2) und der Gegenplatte (GP1, GP2) mehrere Distanzelemente
(HU) angeordnet sind.
8. Form nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Distanzelemente die Schrauben (BS) umgebende Hülsen (HU) eingesetzt sind.
9. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gegenplatten (GP1, GP2) vorgesehen sind, welche jeweils einteilig mit je einer
Halteplatte (HP1, HP2) als abgewinkelter Blechzuschnitt ausgebildet sind.
10. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelanordnung (D1, D2) wenigstens zwei Deckelplatten (D1, D2) enthält, welche
einander gegenüberliegend zu beiden Seiten der Kernhalterleiste (KL) angeordnet sind.
11. Form nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatten (D1, D2) mit ihren der Kernhalterleiste abgewandten Kanten an der
Innenseite der Oberkante (OG) des Grundkörpers (KO, KU) anliegen.
12. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenflächen des Formkerns (FK) an den Durchstoßpunkten der Verlängerungen der
Längsachsen der Verbindungselemente (HS) ununterbrochen durchgehend ausgebildet sind.
13. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkern (KD) an wenigstens zwei Kernhalterleisten (LL, LR) gehalten ist.
14. Form nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernhalterleisten (LL, LR) voneinander beabstandet und parallel zueinander verlaufen.
1. Mould for producing moulded concrete blocks having at least one mould cavity and at
least one mould core (FK) which is arranged inside the mould cavity and is held on
at least one core holder strip which horizontally spans the mould cavity,
wherein
a. the mould core (FK) is connected to the core holder strip (KL) by means of releasable
connecting elements (HS) directed transversely with respect to the longitudinal direction
(x) of the core holder strip (KL),
b. holding plates (HP1, HP2) of the mould core (FK) are arranged on both sides of
the core holder strip (KL),
c. the connecting elements (HS) engage through the core holder strip (KL) and holding
plates (HP1, HP2),
d. the connecting elements (HS) terminate (WS, HM) in at least one hollow space (H1,
H2) situated to the side of the core holder strip,
e. the at least one hollow space (H1, H2) is covered by a cover arrangement (D1, D2)
fastened releasably to a basic body (KO, KU),
characterized in that at least one counter plate (GP1, GP2) is arranged vertically in the region of the
lower edge (UL) of the core holder strip (KL) and holds the cover arrangement (DM)
at a defined vertical spacing from the counter plates (GP1, GP2) via at least one
spacer element (HU).
2. Mould according to Claim 1, characterized in that the basic body (KO, KU) of the mould core (FK) is closed at the bottom.
3. Mould according to Claim 1 or 2, characterized in that the basic body (KO, KU) is constructed as a sheet metal body.
4. Mould according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the cover arrangement (D1, D2) is fastened to the basic body (KO, KU) by means of
screws (BS).
5. Mould according to Claim 4, characterized in that screws (BS) lead through the cover surface of the cover arrangement (D1, D2) substantially
vertically to mating threads (GG) within the basic body (KO, KU).
6. Mould according to Claim 5, characterized in that the mating threads (GG) are arranged on at least one counter plate (GP1, GP2) spaced
vertically from the cover arrangement.
7. Mould according to Claim 6, characterized in that a plurality of spacer elements (HU) are arranged between the cover arrangement (D1,
D2) and the counter plate (GP1, GP2).
8. Mould according to Claim 7, characterized in that sleeves (HU) surrounding the screws (BS) are used as spacer elements.
9. Mould according to one of Claims 1 to 8, characterized in that there are provided two counter plates (GP1, GP2) which are in each case formed in
one part with a respective holding plate (HP1, HP2) as an angled sheet metal blank.
10. Mould according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the cover arrangement (D1, D2) comprises at least two cover plates (D1, D2) which
are arranged opposite to one another on both sides of the core holder strip (KL).
11. Mould according to Claim 10, characterized in that the cover plates (D1, D2) bear against the inner side of the upper edge (OG) of the
basic body (KO, KU) by way of their edges which are remote from the core holder strip.
12. Mould according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the outer surfaces of the mould core (FK) are designed to be continuous in an uninterrupted
manner at the piercing points of the extensions of the longitudinal axes of the connecting
elements (HS).
13. Mould according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the mould core (KD) is held on at least two core holder strips (LL, LR).
14. Mould according to Claim 13, characterized in that the core holder strips (LL, LR) are spaced from one another and extend parallel to
one another.
1. Moule pour la fabrication de briques moulées en béton comportant au moins une cavité
de moulage et au moins un noyau de moulage (FK) disposé à l'intérieur de la cavité
de moulage et attaché à au moins une règle porte-noyau enjambant horizontalement la
cavité de moulage, dans lequel
a. le noyau de moulage (FK) est assemblé à la règle porte-noyau (KL) au moyen d'éléments
d'assemblage amovibles (HS) orientés transversalement à la direction longitudinale
(x) de la règle porte-noyau (KL),
b. des plaques de fixation (HP1, HP2) du noyau de moulage (FK) sont disposées de part
et d'autre de la règle porte-noyau (KL),
c. les éléments d'assemblage (HS) transpercent la règle porte-noyau (KL) et les plaques
de fixation (HP1, HP2),
d. les éléments d'assemblage (HS) se terminent (WS, HM) dans au moins une cavité (H1,
H2) située à côté de la règle porte-noyau,
e. ladite au moins une cavité (H1, H2) est couverte par un dispositif de couvercle
(D1, D2) fixé de façon amovible à un corps de base (KO, KU),
caractérisé en ce qu'au moins une contre-plaque (GP1, GP2) est disposée verticalement dans la région du
bord inférieur (UL) de la règle porte-noyau (KL), qui maintient le dispositif de couvercle
(DM) à une distance verticale définie des contre-plaques (GP1, GP2) au moyen d'au
moins un élément d'écartement (HU).
2. Moule selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base (KO, KU) du noyau de moulage (FK) est fermé dans le bas.
3. Moule selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps de base (KO, KU) est constitué par un corps en tôle.
4. Moule selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de couvercle (D1, D2) est fixé au corps de base (KO, KU) au moyen de
vis (BS).
5. Moule selon la revendication 4, caractérisé en ce que les vis (BS) conduisent à travers la face de couvercle du dispositif de couvercle
(D1, D2) essentiellement verticalement à des filets opposés (GG) à l'intérieur du
corps de base (KO, KU).
6. Moule selon la revendication 5, caractérisé en ce que les filets opposés (GG) sont disposés sur au moins une contre-plaque (GP1, GP2) verticalement
espacée du dispositif de couvercle.
7. Moule selon la revendication 6, caractérisé en ce que plusieurs éléments d'écartement (HU) sont disposés entre le dispositif de couvercle
(D1, D2) et la contre-plaque (GP1, GP2).
8. Moule selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on utilise comme éléments d'écartement des douilles (HU) entourant les vis (BS).
9. Moule selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est prévu deux contre-plaques (GP1, GP2), qui sont réalisées respectivement en
une seule pièce avec une plaque de fixation respective (HP1, HP2) sous la forme d'un
coupon de tôle plié.
10. Moule selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de couvercle (D1, D2) comprend au moins deux plaques de couvercle (D1,
D2), qui sont disposées en face l'une de l'autre de part et d'autre de la règle porte-noyau
(KL).
11. Moule selon la revendication 10, caractérisé en ce que les plaques de couvercle (D1, D2) sont appliquées par leurs bords situés à l'opposé
de la règle porte-noyau (KL) sur le côté intérieur du bord supérieur (OG) du corps
de base (KO, KU).
12. Moule selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les faces extérieures du noyau de moulage (FK) sont formées de façon continue ininterrompue
aux points de percée des prolongements des axes longitudinaux des éléments d'assemblage
(HS).
13. Moule selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le noyau de moulage (KD) est attaché à au moins deux règles porte-noyau (LL, LR).
14. Moule selon la revendication 13, caractérisé en ce que les règles porte-noyau (LL, LR) s'étendent à distance l'une de l'autre et parallèlement
l'une à l'autre.