| (19) |
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(11) |
EP 2 611 695 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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07.08.2019 Patentblatt 2019/32 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.06.2016 Patentblatt 2016/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.05.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/002502 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/028215 (08.03.2012 Gazette 2012/10) |
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| (54) |
VERFAHREN SOWIE VORRICHTUNG ZUM BEHANDELN VON BEHÄLTERN
METHOD AND DEVICE FOR TREATING CONTAINERS
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE TRAITEMENT DE CONTENANTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.09.2010 DE 102010044244
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.07.2013 Patentblatt 2013/28 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PRECKEL, Katrin
45892 Gelsenkirchen (DE)
- SCHACH, Martin
44799 Bochum (DE)
- KEIL, Gernot
55595 Braunweiler (DE)
- REINIGER, Markus
41238 Mönchengladbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Glück Kritzenberger Patentanwälte PartGmbB |
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Hermann-Köhl-Strasse 2a 93049 Regensburg 93049 Regensburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2010/034375 DE-A1-102008 054 110
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CH-A5- 595 248 US-A1- 2001 042 456
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1 sowie auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
[0002] "Behälter" sind im Sinne der Erfindung insbesondere Dosen, Flaschen, Tuben, Pouches
aus Metall, Glas und/oder Kunststoff, aber auch andere Packmittel, die zum Abfüllen
von flüssigen oder viskosen Produkten für ein Druckfüllen oder für ein druckloses
Füllen geeignet sind.
[0003] Unter "Behandeln von Behältern" sind im Sinne der Erfindung insbesondere das Bedrucken,
auch das digitale Bedrucken der Behälter an ihrer Behälteraußenfläche unter Verwendung
wenigstens einer Druckfarbe, vorzugsweise das mehrfarbige Bedrucken unter Verwendung
von Druckfarben unterschiedlicher Farbgebung, das Trocknen bzw. Aushärten der wenigstens
einen Druckfarbe, bevorzugt durch Vernetzen der wenigstens einen Druckfarbe sowie
das Entkeimen, Sterilisieren bzw. Desinfizieren der Behälter an wenigstens einem Behälterbereich
zu verstehen, an dem eine Entkeimung erforderlich ist, und zwar unter Berücksichtigung
des gesamten Verfahrensablaufs beispielsweise innerhalb einer Behälterabfüllanlage
und/oder unter Berücksichtigung des Zustandes der zu behandelnden Behälter und/oder
unter Berücksichtigung des Herstellungsverfahrens dieser Behälter, beispielsweise
aus Kunststoff, z.B. PET durch Blasformen.
[0004] Unter "Bedrucken" ist im Sinne der Erfindung ganz allgemein das Aufbringen eines
oder mehrerer Druckbilder oder Aufdrucke, insbesondere auch mehrfarbiger Druckbilder
oder Aufdrucke auf die jeweilige Behälteraußenfläche zu verstehen, und zwar unabhängig
von speziellen Druckverfahren. Bevorzugt erfolgt das Bedrucken unter Verwendung von,
dem Fachmann bekannten, nach dem Inkjet-Verfahren arbeitenden, Druckköpfen, die auch
in der
DE 10 2006 001 223 A1 beschrieben sind. Für das Bedrucken der Behälter wird eine Druckfarbe verwendet,
die durch Energieeintrag, d.h. durch Wärme und/oder UV-Strahlung und/oder Mikrowellen-Strahlung
und/oder Elektronenstrahlung vorzugsweise durch Vernetzen getrocknet bzw. ausgehärtet
wird.
Unter "nicht thermischer oder im Wesentlichen nicht thermischer Energiestrahlung"
ist im Sinne der vorliegenden Erfindung einer Energiestrahlung zu verstehen, die keine
oder im Wesentlichen keine Anteile an Wärme- oder Infrarot-Strahlung (IR-Strahlung)
enthält. In diesem Sinne sind nicht thermische oder im Wesentlichen nicht thermische
Energiestrahlung vor allem UV-Strahlung sowie Beta- oder Elektronen-Strahlung oder
Mikrowellen-Strahlung.
[0005] Der Ausdruck "im Wesentlichen" bedeutet im Sinne der Erfindung Abweichungen von jeweils
exakten Wert um +/- 10%, bevorzugt um +/- 5% und/oder Abweichungen in Form von für
die Funktion unbedeutenden Änderungen.
[0006] Bekannt ist das direkte Bedrucken von Flaschen oder anderen Behältern und dabei insbesondere
das direkte Bedrucken von Kunststoff- oder PET-Flaschen unmittelbar nach deren Herstellung
in einer Streck- oder Blasformmaschine aus vorerhitzten Vorformlingen (Preforms) und
das Trocknen oder Aushärten der jeweiligen Druckfarbe oder des Aufdrucks durch Beaufschlagung
der bedruckten Behälter mit UV-Strahlung, Elektronen-Strahlung, Mikrovrellen-Strahlung
oder Hitze-Strahlung bzw. Infrarot-Strahlung (
DE 10 2006 001 223 A1).
[0007] Aus der
WO 2010/034375 A1 ist es bekannt, bei der Bedruckung von Behältern UV-Licht einzusetzen, um die im
Ink-Jet-Verfahren applizierte Druckfarbe auf Behältern auszuhärten, welches gezielt
auf den Bereich der äußeren, bedruckten Behälteroberfläche gerichtet wird. Ebenfalls
ist es aus der
DE 10 2008 054 110 A1 bekannt, mittels fokussierter Elektronenstrahlbündel die innere Oberfläche von Behältern
zu sterilisieren.
[0008] Bekannt ist auch das Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter vor dem Befüllen mit
einem Füllgut durch Energieeinträg oder durch Behandlung mit einer Energiestrahlung,
nämlich mit UV-Strahlung, Elektronen-Strahlung, Elektronen-Strahlung, Mikrowellen-Strahlung
und Wärme-Strahlung bzw. Infrarot-Strahlung sowie durch Plasmaentladung.
[0009] Nachteilig bei der bekannten Technik ist, dass für das Trocknen oder Aushärten der
Aufdrucke und für das Entkeimen bzw. Sterilisieren der Behälter eigenständige, jeweils
aufwendige und kostspielige Verfahren und Vorrichtungen erforderlich sind.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Behandlung von Behältern aufzuzeigen,
bei dem das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe bzw. des jeweiligen
Aufdrucks sowie das Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter mit reduziertem Aufwand
möglich ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch
1 ausgebildet. Eine Vorrichtung zum Behandeln von Behältern ist Gegenstand des Patentanspruchs
11.
[0011] Eine Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass zumindest
das Trocknen der wenigstens einen auf den jeweiligen Behälter aufgebrachten Druckfarbe
bzw. des entsprechenden Aufdrucks sowie auch das Entkeimen oder Sterilisieren der
Behälter mit ein und derselben Art der Energiestrahlung, bevorzugt mit ein und derselben
Art der nicht thermischen oder im Wesentlichen nicht thermischen Energiestrahlung
und dabei vorzugsweise mit UV-Strahlung erfolgt.
[0012] Für das Sterilisieren wird der jeweils zu entkeimende Behälterbereich mit der Energiestrahlung
unmittelbar beaufschlagt. Grundsätzlich besteht dabei die Möglichkeit, lediglich den
Mündungs- oder Öffnungsbereich der Behälter durch Beaufschlagung mit der Energiestrahlung
zu sterilisieren, und zwar insbesondere dann, wenn die Behälter einer Anlage bereits
im sterilen Zustand zugeführt werden und durch das Handling innerhalb der Anlage lediglich
eine Kontaminierung des Behältermündungsbereichs zu befürchten ist. Bevorzugt erfolgt
aber eine komplette Entkeimung oder ein komplettes Sterilisieren der Behälter u.a.
an der gesamten Behälterinnenfläche sowie am Mündungsbereich. Auch bei Behältern aus
einem transparenten Werkstoff, z.B. Kunststoff (beispielsweise PET) erfolgt die Beaufschlagung
der zu sterilisierenden Behälterbereiche bevorzugt nicht durch die Wandung des Behälters
hindurch, um so bei möglichst geringer Strahlungsenergie eine optimale Entkeimung
oder Sterilisation zu erreichen.
[0013] Wird beispielsweise als Energiestrahlung UV-Strahlung verwendet, wie dies bei der
Erfindung bevorzugt der Fall ist, so bildet diese Strahlung mit den in der jeweiligen
Druckfarbe (Drucktinte) enthaltenen Photoinitiatoren Radikale, die dann für das Aushärten
der Druckfarbe eine Vernetzung der Monomere und/oder Oligomere dieser Farbe herbeiführen.
Durch die Beaufschlagung der zu sterilisierenden Behälterbereiche mit der UV-Strahlung
wird dort eine Schädigung der DNA oder RNA-Moleküle eventuell vorhandener Keime erreicht,
wodurch eine Zellteilung unterbunden und die angestrebte Entkeimung erreicht wird.
[0014] Beim erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt das Trocknen oder Aushärten der wenigstens
einen Druckfarbe sowie das Sterilisieren der Behälter an jeweils ein und derselben
Behandlungsstation, zumindest aber in ein und demselben Behandlungs- oder Arbeitsmodul
oder in ein und derselben, mehrere Behandlungsstationen aufweisenden Arbeitsmaschine
oder Arbeitsstation. Die Durchführung des Trocknungs- oder Aushärtprozesses der wenigstens
einen Druckfarbe und der Sterilisation der Behälter durch ein und dieselbe Art der
Energiestrahlung, vorzugsweise durch UV-Strahlung hat erhebliche Vorteile:
- Bei der Behältersterilisation kann auf Chemikalien verzichtet werden, sodass auch
keine Chemikalienrückstände in- und/oder auf den sterilisierten Behältern verbleiben.
- Bei der Trocknung oder Aushärtung der wenigstens einen Druckfarbe mit der Energiestrahlung,
vorzugsweise mit der UV-Strahlung, bilden sich keine flüchtigen organischen Bestandteile.
Weiterhin wird grundsätzlich auch keine die Behälter möglicherweise schädigende thermische
Energie benötigt, wenngleich ein gewisser Anteil an thermischer Energie zusätzlich
zu der Behandlung mit der UV-Strahlung oder einer anderen nicht thermischen Energiestrahlung
für die Verkürzung insbesondere des Trocknungs- oder Aushärtprozesses der wenigstens
einen Druckfarbe zweckmäßig sein kann.
- Weiterhin sind das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und die
Sterilisation der Behälter durch Energiestrahlung, insbesondere durch UV-Strahlung,
schnelle Prozesse, die es ermöglichen, die behandelten Oberflächen der Behälter in
Bruchteilen von Sekunden, allenfalls wenigen Sekunden optimal zu entkeimen und auch
die wenigstens eine Druckfarbe in Bruchteilen von Sekunden, allenfalls wenigen Sekunden
auszuhärten.
- Erfolgt das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und das Sterilisieren
der Behälter in einer gemeinsamen Behandlungsstation, wie dies bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, und dabei vorzugsweise auch zeitgleich,
so wird ein separater Sterilisationsprozess vermieden und die Kühlung der Quellen
für die Energiestrahlung, insbesondere die Kühlung von UV-Lampen und deren Ansteuerung
können zentral in einem Modul, beispielsweise in einem Modul der Abfülllinie, vorgesehen
sein.
- Bei Verwendung von UV-Strahlung wird mit dieser Strahlung nur in einem Teilbereich
einer Gesamtanlage gearbeitet. Nur dort bzw. nur an dem entsprechenden Behandlungsmodul
ist eine Abschirmung erforderlich, um eine UV-Strahlen-Belastung der Operatoren bzw.
des bedienenden Personals zu vermeiden.
- Werden für das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und für das
Sterilisieren der Behälter jeweils dieselben UV-Lampen oder Röhren verwendet, so können
diese in größeren Stückzahlen eingekauft werden, wodurch sich sowohl für den Hersteller
als auch für den Anwender einer Anlage erhebliche Kostenvorteile ergeben.
- Eine die Behälter schädigende Erwärmung findet nicht statt. Speziell bei Verwendung
einer UV-Strahlung können eventuell von der Strahlungsquelle erzeugte IR-Strahlungsanteile
ausgefiltert werden.
[0015] Als UV-Lampen können Niederdruck-Hg-Strahler, Mitteldruck-Hg-Strahler, Excimer-Strahler,
Exciplex-Strahler, Amalgamlampen, LED, Xenonlampen usw. eingesetzt werden. Die Behälter
werden während der Behandlung mit einem Transportsystem durch eine Behandlungsstrecke
bewegt und/oder um ihre Behälterachse gedreht oder geschwenkt.
[0016] Bevorzugt erfolgt eine Vorbehandlung der zu bedruckenden Behälteroberfläche, um zumindest
die Haftfestigkeit des Aufdrucks zu verbessern. Diese Vorbehandlung erfolgt vorzugsweise
mit UV-Strahlung, die mit einer Wellenlänge von etwa 170 bis 200 nm Stauerstoffmoleküle
der Umgebungsluft spaltet, und zwar unter Bildung von Ozon. Dieses wird dann von der
UV-Strahlung unter Bildung von hochreaktiven O*-Radikalen zersetzt, die dann ihrerseits
zu einer Spaltung oder Oxidation von organischen Molekülen an der Behälteroberfläche
führen. Weiterhin werden durch die UV-Bestrahlung auch andere Radikale, wie COO*.
*OH, CO* und COOH-* gebildet, die zu Symmetriestörungen der Kunststoffe führen, womit
sich insgesamt eine Erhöhung der Oberflächenenergie der Behälter aus Kunststoff ergibt
und damit eine Verbesserung der Festigkeit der Druckfarbe bzw. des Aufdrucks, erreicht
wird.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt das Trocknen oder Aushärten
der wenigstens einen Druckfarbe und/oder das Sterilisieren der Behälter unter Beaufschlagung
der Behälter mit einem Prozessgas oder mit einem Schutz- oder Inertgas, beispielsweise
mit N2, CO2, Ar, Kr, Xe oder mit einer Mischung hiervon. Dieses Prozessgas, mit dem
dann auch der Innenraum der Behälter gespült wird, dient beispielsweise auch zum Kühlen
der Behälter während der Behandlung und/oder ist soweit abgekühlt, dass die Temperatur
dieses Prozessgases niedriger ist als die Temperatur der zu behandelnden Behälter.
Hierdurch wird u.a. erreicht, dass sich das in die Behälter eingebrachte Prozessgas
während der Behandlung u.a. durch die von dem jeweiligen Behälter abgegebene Wärme
erwärmt und dadurch aus der Behältermündung teilweise ausströmt, wodurch ein Eindringen
von Sauerstoff, der eventuell das in die Behälter eingefüllte Füllgut schädigen könnte,
in den jeweiligen Behälter verhindert ist.
[0018] Wird der Behälter mit einem Schutz- oder Inertgas gefüllt und im Inneren durch Einbringen
eines UV-Strahlers desinfiziert, dann können sich diejenigen UV-Quanten bis zur Behälterwand
ausbreiten deren Energie ausreicht, um molekularen Sauerstoff, der bei einer Luftfüllung
im Inneren des Behälters vorhanden wäre, zu dissoziieren, andernfalls - also bei vorhandensein
von Sauerstoff - würden sich die Quanten nur wenige Zehntel Millimeter ausbreiten.
Diese Quanten gingen durch deren Verbrauch in Dissoziationsprozessen des dissoziierenden
Sauerstoffs für die Keiminaktivierung verloren. Eine Behälterfüllung mit Inertgas
führt also zu einer sehr effektiven Desinfektion, weil kurzwellige Quanten im Bereich
von 240 nm, um die es sich hier handelt eine effektivere Wirkung haben als Quanten
mit Wellenlängen von mehr als 240 nm. Die Effektivität der Quanten nimmt sogar mit
abnehmender Wellenlänge zu.
[0019] Als zusätzliche Verbesserung der Effektivität der Desinfektion und des Verfahrens
hat sich weiterhin gezeigt, dass die Inertgasfüllung gekühlt sein sollte, da der Sauerstoff
aus der unmittelbaren Behälterumgebung das Bestreben hat, wieder in den Behälter zu
diffundieren, da ein großes Konzentrationsgefälle des Sauerstoffpartialdruckes im
Bereich der Behälteröffnung vorliegt. Dieses Bestreben des Sauerstoffs in den Behälter
zu strömen kann solange unterdrückt werden, solange sich ein im Behälter befindliches
kühles Gas bis auf die Temperatur des Behälters aufwärmt, ausdehnt und langsam aus
dem Behälter strömt. Dieser Effekt ist sowohl für auf dem Kopf stehende als auch mit
nach oben weisender Öffnung nachgewiesen worden, wobei ein Gas, das etwa 10 K kälter
als der Behälter ist, die Gasdiffusion des Sauerstoffs für mehr als 10 Sekunden unterbindet.
Noch kältere Gasfüllungen haben noch bessere Wirkung.
[0020] Bevorzugt erfolgt das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und/oder
das Sterilisieren der Behälter in einer beispielsweise von dem vorgenannten Prozess-
oder Schutzgas gebildeten sauerstoffarmen SchutzgasAtmosphäre, d.h. innerhalb einer
diese sauerstoffarme Atmosphäre enthaltenden und gegenüber der Umgebung abgrenzenden,
von Blechen, Käfigen, Hauben usw. gebildeten Einhausung. Hierdurch ist u.a. die Verwendung
einer besonders wirksamen, kurzwelligen UV-Strahlung, beispielsweise einer UV-Strahlung
mit einer Wellenlänge im Bereich zwischen etwa 170 nm und 280 nm, vorzugsweise im
Bereich zwischen etwa 170 nm und 220 nm oder im Bereich von etwa 170 nm bis 200 nm
für das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und/oder für das Sterilisieren
der Behälter möglich, also die Verwendung einer UV-Strahlung die sich in Umgebungsluft
wegen des vorhandenen Sauerstoffs nur wenige Zehntel Millimeter ausbreiten kann. Das
Inert-Gas der sauerstoffarmen Schutzgasatmosphäre bildet somit ein Transmissionsgas,
welches die Verwendung der kurzwelligen UV-Strahlung ermöglicht.
[0021] Der Sauerstoffpartialdruck in der Schutzgasatmosphäre beträgt vorzugsweise maximal
0,5%, bevorzugt maximal 0,1% des Gesamtdruckes dieser Atmosphäre. Die Vorteile dieses
speziellen Verfahrens bestehen also darin, dass eine Absorption der UV-Strahlung an
02-Molekülen, dessen Intensität mit abnehmender Wellenlänge der UV-Strahlung zunimmt,
sowie auch eine Ozonbildung vermieden sind.
[0022] Bevorzugt erfolgt bei der Vorbehandlung der Behälteraußenfläche zur Verbesserung
der Haftfestigkeit der wenigstens einen Druckfarbe bzw. des Aufdrucks durch Erhöhung
der Oberflächenenergie zugleich auch eine Entkeimung bzw. Sterilisation der Behälteraußenwand.
[0023] Zum Halten und/oder Bewegen der Behälter während der Behandlung dienen Behälterträger
oder Behältergreifer. Diese werden erfindungsgemäß zusammen mit den Behältern durch
die Energiestrahlung ebenfalls entkeimt und/oder es erfolgt eine zusätzliche Entkeimung
der Behälterträger oder Behältergreifer nach deren Abkoppeln von den Behältern. Weiterhin
besteht auch die Möglichkeit, die Behälterträger oder Behältergreifer so auszuführen,
dass jeder Behälterträger oder Behältergreifer auch bei einer Behandlungsstrecke,
die aus mehreren in einer Transportrichtung der Behälter aufeinander folgenden Transportelementen
besteht, zumindest über die gesamte Behandlungsstrecke an dem jeweiligen Behälter
verbleibt und mit der jeweiligen Transportrichtung nur auf dem von dieser Einrichtung
gebildeten Teil des Transportweges verbunden ist. Jeder Behälterträger oder Behältergreifer
wird am Ende der Behandlung von dem betreffenden Behälter abgekoppelt und dann sterilisiert
an den Anfang der Behandlungsstrecke oder an den Anfang einer diese Behandlungsstrecke
aufweisenden Anlage zurückgeführt.
[0024] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter perspektivischer Darstellung eine Anlage zur Behandlung von Behältern
in Form von Flaschen (hier PET-Flaschen) in vereinfachter perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung den Transportweg des jeweiligen Behälters durch die Anlage
der Figur 1;
- Fig. 3
- in perspektivischer Einzeldarstellung eines der Behandlungsmodule der Anlage der Figur
1, und zwar zum beispielsweise zeitgleichen Aushärten des auf die jeweilige Flasche
aufgebrachten Aufdrucks sowie zum Sterilisieren der Flaschen im Bereich zumindest
ihrer Flaschenmündung;
- Fig. 4
- in schematischer, perspektivischer Einzeldarstellung eine der Behandlungspositionen
des Behandlungsmoduls der Figur 3;
- Fig. 5
- eine Darstellung ähnlich Figur 4, jedoch bei einer anderen Ausbildungsform des Behandlungsmoduls;
- Fig. 6
- in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eine Anlage zum Herstellen der Behälter
in Form von Flaschen aus Kunststoff, beispielsweise in Form von PET-Flaschen durch
Streck- oder Blasformen sowie zum anschließenden Behandeln der hergestellten Behälter;
- Fig. 7
- und 8 ein Zentrier- und Halteelement zur Verwendung bei der Vorrichtung der Figur
6 mit einem Vorformling bzw. mit einer teilweise dargestellten Flasche.
[0026] Die in der Figur 1 allgemein mit 1 bezeichnete Behandlungsstrecke dient zum Behandeln
von Behältern in Form von Flaschen 2, die der Anlage 1 über einen äußeren Transporteur
3 hängend, d.h. an einem unterhalb der jeweiligen Flaschenöffnung 2.1 ausgebildeten
Flansch oder Halsring 2.2 hängend gehalten, zugeführt werden, und zwar in einer durch
die Pfeile A angedeuteten Transportrichtung, in der die Flaschen 2 auch durch die
Behandlungsstrecke 1 auf einem wellen- oder mäanderförmigen Transportweg 4 bewegt
werden (Figur 2) und in der die behandelten Flaschen 2 die Behandlungsstrecke 1 an
einem Behälterauslass wiederum hängend an einem äußeren Transporteur 5 verlassen.
Über den äußeren Transporteur 5 werden die Flaschen 2 einer weiteren Verwendung zugeführt,
beispielsweise an eine Füllmaschine. Die Flaschen 2 werden beispielsweise in der dem
Fachmann bekannten Weise aus Vorformlingen durch Streck- oder Blasformen in einer
Blasformmaschine hergestellt, die in der Figur 1 nur schematisch mit dem Block 6 angedeutet
ist. Das Verfahren ist natürlich nicht auf PET-Flaschen beschränkt, sondern ist natürlich
ebenso für andere Kunststoffflaschen, wie bspw. PE-, PP- ,PLA-oder PHB-Flaschen anwendbar.
[0027] Die Behandlungsstrecke 1 ist bei der dargestellten Ausführungsform modular aufgebaut
und besteht aus mehreren Behandlungsmodulen, d.h. bei der dargestellten Ausführungsform
aus insgesamt acht Behandlungsmodulen 7.1 - 7.8, die in der Wertigkeit ihrer Bezugsziffern
in Transportrichtung A derart aufeinander folgend vorgesehen sind, dass die Flaschen
2 von Behandlungsmodul zu Behandlungsmodul weitergegeben werden und sich dabei auf
dem in der Figur 2 dargestellten Transportweg 4 bewegen.
[0028] Die Behandlungsmodule 7.1 - 7.8 bestehen jeweils aus einer identischen Grundeinheit
mit einem unteren Modul- oder Maschinengehäuse 8, auf dessen Oberseite jeweils ein
um eine vertikale Maschinenachse umlaufend antreibbarer Rotor 9 vorgesehen ist, an
dessen Umfang mehrere Behandlungsstationen gebildet sind, denen die Flaschen 2 an
einem Behältereinlauf des Behandlungsmoduls 7.1 - 7.8 übergeben und nach der dortigen
Behandlung, die auf einem Winkelbereich der Drehbewegung des jeweiligen Rotors 9 erfolgt,
einzeln an eine Behandlungsstation eines nachfolgenden Behandlungsmoduls 7.2 - 7.8
oder aber an den äußeren Transporteur 5 weiter geleitet werden. Die Rotoren 9 der
in Transportrichtung aufeinander folgenden Behandlungsmodule 7.1 - 7.8 sind durch
eine entsprechende Steuerung synchron und mit derselben Dreh- oder Winkelgeschwindigkeit
angetrieben, aber gegenläufig, wie dies mit den Pfeilen B und C in der Figur 1 angedeutet
ist.
[0029] Die Behandlungsstationen der Behandlungsmodule 7.1 - 7.8 sind durch entsprechende
Aggregate und/oder Funktionselemente, die in der Grundeinheit vorgesehen sind, der
jeweiligen Behandlung angepasst. Bei der in der Figur 1 dargestellten Ausführungsform
sind die Behandlungspositionen des Behandlungsmoduls 7.1 für eine nachstehend noch
näher beschriebene Vorbehandlung der Flaschen 2 ausgebildet. Die Behandlungsmodule
7.2 - 7.7 dienen als Druckmodule zum Bedrucken, vorzugsweise zum digitalen Bedrucken
der Flaschen 2 an ihrer Außenfläche, d.h. zum Aufbringen von mehrfarbigen Druckbildern
oder Aufdrucken auf die Außenfläche der Flaschen 2, bevorzugt auch an unterschiedlichen
Bereichen dieser Flaschenaußenfläche. Die Behandlungspositionen der Behandlungsmodule
7.2 - 7.7 sind dementsprechend mit in der Figur 1 nicht näher dargestellten Druckköpfen
ausgestattet, beispielsweise mit nach dem Ink-Jet-Verfahren arbeitenden und dem Fachmann
bekannten Druckköpfen.
[0030] Das Behandlungsmodul 7.8 dient als Trocknungs- und Sterilisationsmodul zum Trocknen
bzw. Aushärten der auf die Flaschen 2 aufgebrachten Aufdrucke bzw. der entsprechenden
Druckfarbe oder Drucktinte sowie zugleich auch zur Sterilisation der Flaschen 2 zumindest
an einem Teilbereich, an dem ein derartiges Sterilisieren aufgrund der Herstellung
der Flaschen 2 und/oder der für die Herstellung verwendeten Ausgangsmaterialien und/oder
des Handlings der Flaschen 2 nach ihrer Herstellung usw. erforderlich ist.
[0031] Bei der dargestellten Ausführungsform erfolgt sowohl das Aushärten des Aufdrucks,
als auch das Sterilisieren unter Verwendung von UV-Strahlung, und zwar jeweils mit
einem UV-Spektrum, welches in der eingangs beschriebenen Weise für das Aushärten der
Druckfarbe sowie auch für ein Abtöten von Keimen optimiert ist, beispielsweise mit
einem UV-Licht-Spektrum, welches ein deutlich ausgeprägtes Maximum bei einer Wellenlänge
von etwa 270 nm aufweist.
[0032] Das Behandlungsmodul 7.8 ist im Detail in der Figur 3 und 4 dargestellt. Die in diesen
Figuren mit 10 bezeichneten Behandlungsstationen umfassen jeweils einen gabel- oder
greiferartigen Behälterträger 11 für die hängende Halterung und Lagerung der Flasche
2 an ihrem Halsring 2.2. Über dem Behälterträger 11 und damit über der Öffnung 2.1
der an der Behandlungsstation 10 vorgesehenen Flasche 1 eine erste UV-Licht abstrahlende
Einrichtung 12 mit wenigstens einer UV-Lampe angeordnet, welche nach unten, d.h. auf
dem Bereich der Flaschenöffnung 2.1 gerichtet ist. Weiterhin ist eine zweite ein UV-Licht
abstrahlende Einrichtung 13 vorgesehen, die bezogen auf die Maschinenachse radial
innen liegend ist und welche auf die Umfangs- oder Mantelfläche der Flasche 2 abstrahlt.
Diese zweite abstrahlende Einrichtung 13 dient der Aushärtung oder Trocknung der Druckfarbe.
Weiterhin ist ein Drehteller 14 vorgesehen, der durch einen nicht dargestellten Antrieb
um seine vertikale Drehtellerachse drehbar ist und durch welchen die Flasche 2 in
Rotation versetzt wird.
[0033] Der Behälterträger 11, die Einrichtungen 12 und 13 und der Drehteller 14 sind an
einem Gehäuse 15 vorgesehen, an welchem beispielsweise die von dem Behälterträger
11 und der Einrichtung 12 gebildete Einheit gesteuert in vertikaler Richtung auf-
und ab bewegbar ist (Doppelpfeil D) und in welchem u.a. die zur Ansteuerung und/oder
Kühlung der UV-Lampen der Einrichtungen 12 und 13 notwendigen Komponenten untergebracht
sind. Weiterhin bilden der Behälterträger 11, die Einrichtungen 12 und 13, der Drehteller
14 und das Gehäuse 15 eine komplette Baueinheit 16, die als solche an dem Rotor 9
vorgesehen ist und die jeweils eine der Behandlungsstationen des Behandlungsmoduls
7.8 bildet.
[0034] Der Behälterträger 11 und die Einrichtung 12 sind am Übergabebereich zwischen den
Behandlungsmodulen 7.7 und 7.8 sowie auch am Übergabebereich zwischen dem Behandlungsmodul
7.8 und dem äußeren Transporteur 5 für ein problemloses Übernehmen bzw. Abgeben einer
Flasche 2 jeweils angehoben und während der Behandlung abgesenkt, sodass die betreffende
Flasche 2 dann mit ihrem der Flaschenöffnung 2.1 entfernt liegenden Flaschenboden
auf dem Drehteller 14 aufsteht und mit diesem um die vertikale Drehtellerachse bzw.
um die achsgleich mit dieser Achse angeordneten Flaschenachse gedreht wird, und zwar
insbesondere für eine Behandlung des gesamten Flaschenumfangs mit der von der Einrichtung
13 abgegebenen UV-Strahlung. Der Behälterträger 11 dient hierbei dann lediglich zur
Sicherung der aufrecht stehenden Flasche 2 gegen Umfallen.
[0035] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass die aus dem Behälterträger 11 und der Einrichtung
12 bestehende Einrichtung gesteuert auf- und ab bewegbar ist. Grundsätzlich besteht
auch die Möglichkeit, dass anstelle hiervon oder zusätzlich hierzu der Drehteller
14 gesteuert in vertikaler Richtung auf- und ab bewegt wird, um in der vorstehend
genannten Weise einerseits eine problemlose Übergabe und Abgabe der Flaschen 2 an
bzw. von der jeweiligen Behandlungsstation 10 und andererseits das Drehen der Flaschen
2 um ihre vertikale Flaschenachse während der Behandlung zu ermöglichen.
[0036] Da an den Behandlungsstationen 10 eine UV-Sterilisation der Flaschen 2 lediglich
im Bereich ihrer Flaschenmündung oder -öffnung 2.1 erfolgt, setzt diese Behandlung
voraus, dass die Flaschen 2 nach ihrer Herstellung im Wesentlichen steril sind bzw.
aus sterilen Vorformlingen geformt sind und allenfalls im Bereich ihrer Flaschenmündung
durch das weitere Handling auf dem Transportweg zur Behandlungstrecke 1 bzw. innerhalb
der Behandlungsstrecke 1 kontaminiert wurden.
[0037] Die Figur 5 zeigt in einer Darstellung ähnlich Figur 4 als weitere Ausführungsform
der Erfindung eine Behandlungsstation 10a, die sich von der Behandlungsstation 10
im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass die oberhalb des Behälterträgers 11 vorgesehene
UV-Licht oder -Strahlung aussendende Einrichtung 12a für eine Sterilisation zumindest
der gesamten Innenfläche der jeweiligen Flasche 2 ausgeführt ist und hierfür während
der Behandlung mit einer UV-Lampe oder mit einem mit der UV-Strahlung einer UV-Lampe
beaufschlagten Lichtleiter 17 während der Behandlung durch die Flaschenöffnung 2.1
in das Innere der zu behandelnden Flasche 2 hineinreicht. Auch bei dieser Ausführungsform
erfolgt das Sterilisieren der jeweiligen Flaschen 2 und das Aushärten bzw. Trocknen
des Druckbildes 2.4 an ein und derselben Behandlungsstation 10a des Behandlungsmoduls
7.8 und dabei bevorzugt zeitgleich.
[0038] Diese Ausführung der Behandlungsstation 10a trägt dem Umstand Rechnung, dass selbst
bei transparenten Flaschen 2, d.h. bei Herstellung der Flaschen 2 aus einem lichtdurchlässigen
oder glasklaren Werkstoff oder Kunststoff, beispielsweise PET, bei einer außerhalb
der Flasche 2 angeordneten, UV-Strahlung aussendenden Quelle eine so starke Absorption
der UV-Strahlung beim Durchdringen der Wandung der Flasche 2 erfolgt, dass zumindest
mit einer wirtschaftlichen vertretbaren UV-Leistung und innerhalb einer Behandlungsdauer,
die u.a. im Hinblick auf die notwendige Leistung der Behandlungsstrecke 1 vertretbar
ist, keine ausreichende Sterilisation möglich ist.
[0039] Das Behandlungsmodul 10a kann weiterhin auch so ausgeführt sein, dass sowohl eine
Sterilisation der Flaschen 2 an der Flascheninnenfläche, als auch eine intensive Sterilisation
an der Flaschenaußenfläche, insbesondere auch im Bereich der Flaschenöffnung 2.1 und
insbesondere mittels UV-Strahlung, erzielt wird.
[0040] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass durch Absenken des Behälterträger 11 oder
aber durch Anheben des Flaschentellers 14 eine Entkopplung der jeweiligen Flasche
2 von dem Behälterträger 11 erfolgt, um die Flasche 2 während der Behandlung um ihre
Flaschenachse drehen zu können. Selbstverständlich kann diese Entkopplung auch auf
andere Weise erreicht werden, beispielsweise dadurch, dass ein entsprechend ausgebildeter
Behälterträger die jeweilige Flasche 2 für das Drehen um ihre Flaschenachse während
der Behandlung freigibt. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, den Behälterträger
so auszubilden, dass er das Drehen der jeweiligen Flasche 2 während der Behandlung
bewirkt.
[0041] Das Behandlungsmodul 7.1 ist für eine Vorbehandlung der Flaschen 2 ausgebildet, und
zwar insbesondere für eine Vorbehandlung der Flaschen 2 an ihrer zu bedruckenden Oberfläche,
um dort eine verbesserte Haftung der Druckfarbe zu erzielen. Diese Vorbehandlung erfolgt
durch Bestrahlung der später zu bedruckenden Oberflächen mit UV-Strahlung. Die Verbesserung
der Haftung für die Druckfarbe ist dabei u.a. darauf zurück zu führen, dass die UV-Strahlung
insbesondere mit einer Wellenlänge von kleiner 240 nmSauerstoffmoleküle in der Nähe
der behandelten Oberflächen spaltet, was zur Bildung von Ozon führt, welches dann,
zusammen mit dem Sauerstoff, UV-Quanten mit Wellenlängen unter 240 nm absorbiert.
Hierdurch werden (zusätzlich zu Radikalen wie COO*, *OH, CO*, COOH*) an den Kunststoffketten
des Materials der -Flaschen 2 Radikale gebildet, die dort zu punktuellen Veränderungen
in der Symmetrie der Molekülstruktur führen, wodurch die Oberflächenenergie zunimmt
und damit die Haftfestigkeit sowie die Benetzbarkeit der zu bedruckenden Oberflächen
mit Druckfarbe verbessert werden. Bei dieser Vorbehandlung der Flaschen 2 mit der
UV-Strahlung erfolgt bevorzugt auch eine Sterilisation bzw. Entkeimung der Außenfläche
der Flaschen 2.
[0042] Für diese Vorbehandlung sind die Behandlungsstationen des Behandlungsmoduls 7.1 dann
beispielsweise ähnlich den Behandlungsstationen 10 bzw. 10a ausgebildet, allerdings
ohne die die UV-Strahlung abgebende Einrichtung 12 bzw. 12a.
[0043] Auch andere Behandlungsverfahren und dementsprechend ausgebildete Behandlungsstationen
für die Verbesserung der Haftfestigkeit und Benetzbarkeit der zu bedruckenden Oberflächen
der Flaschen 2 sind für das Behandlungsmodul 7.1 möglich. Beispielsweise Verfahren
und entsprechend ausgebildete Behandlungsstationen, bei denen durch Pyrolyse, beispielsweise
durch Flammenpyrolyse eine Oberflächensilikatisierung der Flaschen 2 zumindest an
den später zu bedruckenden Oberflächenbereichen erfolgt, und zwar derart, dass auf
der Außenfläche der jeweiligen Flasche 2 eine zwar dünne jedoch sehr dichte und festhaftende
Silikatschicht mit hoher Oberflächenenergie und damit mit hoher Haftfestigkeit für
die jeweilige Druckfarbe erzeugt wird. Erreicht wird dies beispielsweise durch Flammbehandlung
der Flaschen 2 unter Verwendung eines geeigneten Gases, beispielsweise Propan- und/oder
Butangas in Anwesenheit einer siliziumorganischen Verbindung (z.B. Silan).
[0044] Besonders vorteilhafte Ergebnisse lassen sich dann erreichen, wenn insbesondere die
UV-Sterilisation und das UV-Aushärten der Druckfarbe, d.h. die Behandlung der Flaschen
2 an den Behandlungsstationen 10 bzw. 10a des Behandlungsmoduls 7.8 in einer sauerstoffarmen,
sterilen Inertgas-Atmosphäre z.B. aus N2 und/oder CO2 und/oder He und/oder Ar und/oder
Kr und/oder Xe erfolgt. Es hat sich gezeigt, dass der Luftsauerstoff die Vernetzungsreaktion
bzw. das Aushärten der üblichen polymeren Druckfarben hemmt. Durch die Verwendung
einer sauerstoffarmen Schutz- oder Inertgas-Atmosphäre können die Aushärt- oder Trocknungszeiten
reduziert und das Durchtrocknen der Druckfarbe verbessert werden. Weiterhin wird bei
einer für die UV-Sterilisation optimalen kurzweiligeren UV-Strahlung mit einer Wellenlänge
deutlich unter 240 nm eine Ozonbildung vermieden. Außerdem wirkt das Inertgas der
Schutz- oder Inertgas-Atmosphäre als Transmissionsgas, welches es erlaubt, für eine
schnelle und hochqualitative UV-Sterilisation eine sehr kurzwellige UV-Strahlung zu
verwenden, beispielsweise eine UV-Strahlung im Wellenbereich von 170 bis 280 nm, vorzugsweise
im Bereich zwischen 170 bis 220 nm. In einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre wäre dies
nicht möglich, da sich dort eine UV-Strahlung mit einem im Bereich von 170 bis 200
nm allenfalls nur wenige 1/10 mm ausbreiten kann. Insbesondere bei einer UV-Strahlung
mit einer Wellenlänge von 200 nm sollte der Sauerstoffpartialdruck in der Schutzgas-
oder Inertgas-Atmosphäre allenfalls noch bei 0,5%, vorzugsweise bei 0,1% des Gesamtdruckes
liegen.
[0045] Bei Verwendung einer sauerstoffarmen Schutzgas- oder Sterilgasatmosphäre während
der UV-Sterilisation und der UV-Aushärtung sind die entsprechenden Behandlungsstationen
10 bzw. 10a in einer Einhausung aufgenommen, die mit dem Schutz- oder Inertgas vorzugsweise
mit einem gewissen Überdruck beaufschlagt ist, sodass sich an dem Einlass und Auslass
dieser Einhausung eine Inertgas-Strömung aus der Einhausung in die Umgebung einstellt,
die (Strömung) ein Eindringen von Sauerstoff in die Einhausung verhindert.
[0046] Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Oberfläche der Flaschen 2 und/oder den
Flascheninnenraum während der UV-Sterilisation und UV-Aushärtung mit einem vorzugsweise
gekühlten Prozessgas oder Inertgas zu beaufschlagen bzw. zu spülen. Hierdurch wird
u.a. die thermische Belastung der Flaschen 2 bei der UV-Sterilisation und der UV-Aushärtung
insbesondere auch durch emittierte Infrarot-Anteile minimiert. Ein weiterer wesentlicher
Vorteil ergibt sich dann, wenn das in die jeweilige Flasche 2 eingebrachte Inert-Prozessgas
eine Temperatur aufweist, die deutlich niedriger ist als die Temperatur der Flasche
2, sodass das Prozessgas in der Flasche 2 zunächst eine höhere Dichte aufweist, sich
dann langsam auf die Flaschentemperatur erwärmt und sich dabei ausdehnend teilweise
aus der Flasche 2 strömt, sodass ein Eindringen von Sauerstoff in die jeweilige Flasche
2 verhindert ist.
[0047] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass die UV-Sterilisation und UV-Aushärtung in
einem der Füllmaschine vorausgehenden Teil einer Gesamtanlage, nämlich in dem Behandlungsmodul
7.8 der Behandlungsstrecke 1 erfolgen. Anstelle hiervon oder zusätzlich hierzu besteht
auch die Möglichkeit, die UV-Sterilisation und/oder UV-Aushärtung bzw. wenigstens
eine entsprechende Behandlungsstation in eine Füllmaschine zu integrieren, beispielsweise
auch in der Form, dass in wenigstens einer Behandlungsstation dann eine UV-Sterilisation
oder Entkeimung auch des in die jeweilige Flasche 2 eingebrachten Füllgutes erfolgt,
wie dies insbesondere bei Mineral- oder Tafelwässern möglich ist.
[0048] Vorstehend wurde auch davon ausgegangen, dass die einzelnen Verfahrensschritte der
Vorbehandlung, des Bedruckens sowie der UV-Sterilisation und der UV-Aushärtung jeweils
in getrennten Bearbeitungsmodulen 7.1 - 7.8 erfolgen. Selbstverständlich besteht die
Möglichkeit, sämtliche Behandlungsschritte oder aber einige dieser Behandlungsschritte
in jeweils einer Arbeitsstation oder Arbeitsmaschine auszuführen. Weiterhin besteht
die Möglichkeit, insbesondere bei einem Mehrfarbenaufdruck in einem oder mehreren
zusätzlichen Arbeitsschritten jeweils ein Vortrocknen der Druckfarbe vorzunehmen,
bevor eine weitere Druckfarbe aufgebracht wird.
Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass die Flaschen 2 aufrecht stehend, d.h. mit
ihrer Flaschenöffnung 2.1 nach oben weisend und mit ihrer Flaschenachse in vertikaler
Richtung orientiert durch die Behandlungsstrecke 1 bewegt werden und in dieser Position
insbesondere auch die Behandlung in dem Behandlungsmodul 7.8 erfolgt. Grundsätzlich
ist aber auch eine Behandlung der Flaschen 2 in einer anderen Orientierung, beispielsweise
in einer Überkopf-Lage, d.h. mit der Flaschenöffnung 2.1 unten weisend möglich.
[0049] Die Figur 6 zeigt in sehr vereinfachter Funktionsdarstellung und in Draufsicht eine
Anlage 18 zum Herstellen der Flaschen 2 durch Blasformen und zum anschließenden Bedrucken
und UV-Sterilisieren sowie UV-Aushärten der Flaschen 2 bzw. des jeweiligen Aufdrucks
2.4. Die Anlage 18 umfasst u.a. eine Blasformmaschine 19 umlaufender Bauart, welche
eine Vielzahl von Blasformen 21 aufweist. Blasformmaschine 19 weist einen um eine
vertikale Maschinenachse antreibbaren Rotor 20 auf, wobei die Blasformen 21 am oder
auf dem Rotor 20 angeordnet sind. Den Blasformen 21 werden im bestimmungsgemäßen Betrieb
die aufgeheizten Vorformlinge über eine Vorheizstrecke 22 aufweisende Transportstrecke
zugeführt, die u.a. den Transporteur 23 und die beiden Transportsterne 24 und 25 aufweist.
[0050] Die mit der Blasformmaschine 19 hergestellten Flaschen 2 werden über einen Transportstern
26 an eine Behandlungsstrecke 27 weitergeleitet, die beispielsweise der Behandlungsstrecke
1 entspricht und auf der die Flaschen 2 an ihrer Flaschenaußenfläche vorbehandelt
und ggs. mit UV-Strahlung sterilisiert, bedruckt und anschließend auch einer UV-Sterilisation
und einer Aushärtung des jeweiligen Aufdrucks oder Druckbildes mit UV-Strahlung unterworfen
werden. Die so behandelten Flaschen 2 werden über einen Auslaufstern 28 und einen
äußeren Transporteur 29 einer Füllmaschine zugeführt. Der Transport der Flaschen 2
von der Blasformmaschine 19 an die Behandlungsstrecke 27, durch die Behandlungsstrecke
bzw. durch die verschiedenen Behandlungsmodule oder Arbeitsstationen dieser Behandlungsstrecke
sowie der Transport auf dem Transporteur 28 erfolgt in gewendeter Form, d.h. mit der
Flaschenöffnung 2.1 nach unten weisend.
[0051] Der grundsätzliche Unterschied der Behandlungsstrecke 27 gegenüber der Behandlungsstrecke
1 besteht darin, dass anstelle der Behälterträger 11, die bei der Behandlungsstrecke
1 jeweils fester Bestandteil der Behandlungsstationen 10 und 10a der einzelnen Behandlungsmodule
7.1 - 7.8 sind, bei der Anlage 18 Greifer oder Zentrier- und Halteelemente 30 (Figur
7 und 8) verwendet werden, an denen bereits die Vorformlinge 31 (Preforms) nach deren
Übergabe vom Transporteur 23 und anschließend auch die Flaschen 2 nach dem Blasformen
zentriert gehalten werden und mit denen Flaschen 2 bis an die diejenige Arbeitsstation
bzw. bis an dasjenige Behandlungsmodul bewegt werden, welches dem Behandlungsmodul
7.8 entspricht und in dem das UV-Sterilisieren der Flaschen 2 erfolgt. Erst nach der
Übergabe der jeweiligen Flasche 2 von der Arbeitsstation 7.8 an den Auslaufstern 28
erfolgt ein Lösen der jeweiligen Flasche 2 von dem Zentrier- und Halteelement 30,
welches dann in der Arbeitsstation 7.8 sterilisiert über eine in der Figur 6 mit den
Elementen 32 - 36 bezeichnete Transportstrecke an die Blasformmaschine 19 bzw. an
den Transportstern 24 zur Aufnahme eines weiteren Vorformlings 31 zurückgefördert
wird. Der grundsätzliche Vorteil besteht hierbei darin, dass jeder Vorformling 31
und damit auch jede Flasche 2 von Anfang an an ein und dem selben sterilisierten bzw.
entkeimten Zentrier- und Halteelemente 30 gehalten wird.
[0052] Jedes Zentrier- und Halteelemente 30 ist so ausgebildet, dass ein gesteuertes Schwenken
oder Drehen der jeweiligen Flasche 2 um die Flaschenachse bei ihrer Behandlung möglich
ist, insbesondere auch beim UV-Sterilisieren oder UV-Aushärten. Hierfür ist jedes
Zentrier- und Halteelemente 30 mit einem Stellantrieb versehen oder an einen solchen
der jeweiligen Behandlungsstation ankoppelbar.
[0053] Die Zentrier- und Halteelemente 30 sind so ausgebildet, dass die jeweilige Flasche
2 im Bereich ihrer Flaschenmündung 2.1 z.B. durch Klemmen bzw. mit Klemmbacken gehalten
wird.
[0054] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Behandlungsstrecke
- 2
- Flasche
- 2.1
- Flaschenöffnung
- 2.2
- Halsring
- 2.3
- Aufdruck
- 3
- äußerer Transporteur
- 4
- Transportweg durch die Behandlungsstrecke 1
- 5
- äußerer Transporteur
- 6
- Blasformmaschine
- 7.1 - 7.8
- Behandlungsmodul
- 8
- Maschinengehäuse oder -gestell
- 9
- Rotor
- 10, 10a
- Behandlungsstation
- 11
- Behälterträger
- 12, 13
- UV-Strahlung abgebende Einrichtung
- 14
- Drehteller
- 15
- Gehäuse
- 16, 16a
- Baueinheit
- 17
- UV-Lampe oder Lichtleiter
- 18
- Anlage
- 19
- Blasformmaschine
- 20
- Rotor
- 21
- Blasform
- 22
- Vorheizstrecke oder Preform-Ofen
- 23
- Transporteur
- 24, 25, 26
- Transportstern
- 27
- Behandlungsstrecke
- 28
- Flaschenauslass
- 29
- äußerer Transporteur
- 30
- Greifer oder Zentrier- und Halteelement
- 31
- Vorformling oder Prefrom
- 32 - 36
- Transportstrecke
- A
- Transportrichtung
- B, C
- Drehrichtung des Rotors 9
- D
- Hubbewegung des Behälterträgers 11
1. Verfahren zum Behandeln von Behältern (2), bei dem die Behälter (2) an wenigstens
einer Behandlungsstation an ihrer Behälteraußenfläche unter Verwendung wenigstens
einer Druckfarbe oder Drucktinte mit wenigstens einem Aufdruck (2.3) versehen werden
und an einer Behandlungsstation (10, 10a) ein Trocknen oder Aushärten der Druckfarbe
durch Bestrahlen der Behälter (2) mit einer Energiestrahlung, vorzugsweise mit einer
nicht thermischen oder im Wesentlichen nicht thermischen Energiestrahlung erfolgt,
wobei die Behälter (2) während der Behandlung zumindest zeitweise an Zentrier- und
Halteelementen oder Behälterträgern (11, 30) gehalten werden, dadurch gekennzeichnet,
dass mit derselben Art der Energiestrahlung, die zum Trocknen oder Aushärten der Druckfarbe
dient, auch ein Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter (2) an wenigstens einem
Behälterbereich, nämlich an einem Bereich einer Behälteröffnung (2.1) und/oder an
einer Behälterinnenfläche erfolgt, wobei die Zentrier- und Halteelemente oder Behälterträger
(11, 30) beim Sterilisieren der Behälter (2) oder aber zusätzlich vor oder nach dem
Verbinden mit den Behältern sterilisiert werden, vorzugsweise mit der auch für das
Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und/oder das Sterilisieren
der Behälter verwendeten Energiestrahlung und wobei das Trocknen oder Aushärten der
wenigstens einen Druckfarbe sowie das Sterilisieren der Behälter (2) in ein und demselben
Verfahrensschritt oder an ein und derselben Behandlungsstation (10, 10a)erfolgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht thermische oder im Wesentlichen nicht thermische Energiestrahlung eine
Elektronenstrahlung, eine Mikrowellenstrahlung oder vorzugsweise eine UV-Strahlung,
beispielsweise eine UV-Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich zwischen 170 und
280 nm, vorzugsweise im Bereich zwischen 170 bis 220 nm ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe sowie vor dem Sterilisieren
der Behälter (2) ein Vortrocknen oder Voraushärten der wenigstens einen Druckfarbe
erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und das Sterilisieren der Behälter
(2) mit der Energiestrahlung vor und/oder nach einem Füllen der Behälter (2) mit einem
Füllgut erfolgt, und zwar innerhalb einer Behälter-Abfülllinie.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Bedrucken der Behälter (2) diese zumindest an den zu bedruckenden Bereichen
ihrer Behälteraußenfläche zur Verbesserung der Haftfestigkeit der wenigstens einen
Druckfarbe vorbehandelt werden, beispielsweise durch Bestrahlung mit einer Energiestrahlung,
vorzugsweise mit der auch für das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe
und für das Sterilisieren der Behälter (2) verwendeten Energiestrahlung, und/oder
dass vor dem Bedrucken der Behälter (2) diese zumindest an den zu bedruckenden Bereichen
ihrer Behälteraußenfläche zur Verbesserung der Haftfestigkeit der wenigstens einen
Druckfarbe durch eine Oberflächensilikatisierung vorbehandelt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (2) bei dem Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe
und/oder bei der Vorbehandlung an ihrer Behälteraußenfläche entkeimt oder sterilisiert
werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und/oder das Sterilisieren
der Behälter (2) mit der Energiestrahlung unter Beaufschlagung und/oder unter Spülen
der Behälter (2) mit einem Schutz- oder Inert-Gas, beispielsweise mit N2, CO2, He,
Ar, Kr, Xe oder mit einer Mischung wenigstens zweier dieser Komponenten erfolgt, wobei
das Schutz- oder Inertgas beispielsweise gekühlt ist, vorzugsweise auf eine Temperatur
unterhalb der Temperatur der zu behandelnden Behälter (2).
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe und/oder das
Sterilisieren der Behälter (2) mit der Energiestrahlung in einer sauerstoffarmen Schutzgas-
oder Inertgas-Atmosphäre erfolgt, beispielsweise in einer sauerstoffarmen Schutzgas-
oder Inertgas-Atmosphäre mit einem Sauerstoffpartialdruck, der maximal etwa 0,5%,
bevorzugt maximal 0,1% des Gesamtdruckes der Schutzgas- oder Inertgas-Atmosphäre ausmacht,
wobei die Schutzgas- oder Inertgas-Atmosphäre beispielsweise von N2, CO2, Ar, KR,
Xe oder einer Mischung wenigstens zweier dieser Komponenten gebildet ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (2) während der Vorbehandlung und/oder während des Trocknens oder Aushärtens
der wenigstens einen Druckfarbe und/oder während des Sterilisierens mit wenigstens
einem Transportelement (9) auf einem Transportweg (4) einer Behandlungsstrecke (1,
27) bewegt und/oder um ihre Behälterachse gedreht oder geschwenkt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrier- und Halteelemente oder Behälterträger (30) nach Freigabe der Behälter
(2) am Ende einer Behandlungsstrecke (1, 27) von einem die Behandlungsstrecke bildenden
Transportsystem oder von Transportelementen (9) abgekoppelt und als selbstständige
Einheiten an einen Eingang der Behandlungsstrecke oder einer diese Behandlungsstrecke
(27) aufweisenden Anlage zurückgeführt werden.
11. Vorrichtung zum Behandeln von Behältern (2), mit einer Behandlungs- oder Transportstrecke
(1, 27) für die Behälter (2), mit wenigstens einer ersten Behandlungsstation an der
Behandlungs- oder Transportstrecke (1, 27) zum Bedrucken, vorzugsweise zum digitalen
Bedrucken der Behälter (2) an ihrer Behälteraußenfläche unter Verwendung wenigstens
einer Druckfarbe oder Drucktinte; sowie mit wenigstens einer zweiten Behandlungsstation
(10, 10a) an der Transportstrecke (1, 27) zum Trocknen oder Aushärten der Druckfarbe
durch Bestrahlen der Behälter (2) mit einer Energiestrahlung, vorzugsweise mit einer
nicht thermischen oder im Wesentlichen nicht thermischen Energiestrahlung, wobei die
Behälter (2) während der Behandlung zumindest zeitweise an Zentrier- und Halteelementen
oder Behälterträgern (11, 30) gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass an der Behandlungs- oder Transportstrecke (1, 27) wenigstens eine Einrichtung (12,
12a, 13) für ein Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter (2) an wenigstens einem
Behälterbereich, nämlich an einem Bereich einer Behälteröffnung (2.1) und/oder an
einer Behälterinnenfläche durch Beaufschlagung der Behälter (2) mit derselben Art
der Energiestrahlung vorgesehen ist, mit der das Trocknen oder Aushärten der Druckfarbe
erfolgt, wobei die Zentrier- und Halteelemente oder Behälterträger (11, 30) beim Sterilisieren
der Behälter (2) oder aber zusätzlich vor oder nach dem Verbinden mit den Behältern
sterilisiert werden, vorzugsweise mit der auch für das Trocknen oder Aushärten der
wenigstens einen Druckfarbe und/oder das Sterilisieren der Behälter verwendeten Energiestrahlung
und wobei das Trocknen oder Aushärten der wenigstens einen Druckfarbe sowie das Sterilisieren
der Behälter (2) an ein und derselben Behandlungsstation (10, 10a)erfolgen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Behandlungs- oder Transportstrecke (1, 27) wenigstens eine weitere Behandlungsstation
zum Vortrocknen oder Voraushärten der wenigstens einen Druckfarbe oder Drucktinte
und/oder zur Vorbehandlung der Behälter (2) vor dem Bedrucken zumindest an den zu
bedruckenden Bereichen ihrer Behälteraußenfläche zur Verbesserung der Haftfestigkeit
der Druckfarbe, beispielsweise durch Bestrahlung mit einer Energiestrahlung, vorzugsweise
mit der auch für das Trocknen oder Aushärten der Druckfarbe und für das Sterilisieren
der Behälter (2) verwendeten Energiestrahlungsart, und/oder durch Aufbringen einer
Haftschicht und/oder durch eine Oberflächensilikatisierung.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11,oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine weitere Behandlungsstation (10, 10a) und/oder die Einrichtung
(12, 12a, 13) für das Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter (2) und/oder die wenigstens
eine weitere Behandlungsstation zum Vortrocknen oder Voraushärten der wenigstens einen
Druckfarbe oder Drucktinte und/oder zur Vorbehandlung der Behälter (2) zur Abgabe
einer Elektronenstrahlung, einer Mikrowellenstrahlung oder vorzugsweise einer UV-Strahlung,
beispielsweise eine UV-Strahlung mit einer Wellenlänge im Bereich zwischen 170 und
280 nm, vorzugsweise im Bereich zwischen 170 bis 220 nm ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zweiten Behandlungsstation (10, 10a) mit der wenigstens einen
Einrichtung (12, 12a, 13) für das Entkeimen oder Sterilisieren der Behälter (2) innerhalb
einer Behälterdruck - und/oder Behälterfüllmaschine oder -anlage vorgesehen ist.
1. Method for treating containers (2), wherein the containers (2) are provided in at
least one treatment station with at least one imprint (2.3) on their outer container
surface, with the use of at least one printing colouring agent or ink, and at a treatment
station (10, 10a) drying or hardening of the printing colouring agent takes place
by irradiation of the containers (2) with an energy radiation, preferably with a non-thermal
or essentially non-thermal energy radiation, wherein the containers (2) are held during
the treatment at least temporarily at centring and holding elements or container carriers
(11, 30), characterised in that
with the same type of energy radiation which serves to dry or harden the printing
ink, a bactericidal treatment or sterilisation of the containers (2) also takes place
in at least one container region, namely in a region of a container opening (2.1)
and/or at a container inner surface, wherein the centring and holding elements or
container carriers (11, 30) are sterilised during the sterilising of the containers
(2), or, additionally, before or after the connecting to the containers, preferably
with the energy radiation which is also used for the drying or hardening of the at
least one colouring agent and/or the sterilising of the containers, and wherein the
drying or hardening of the at least one printing colouring agent and the sterilising
of the containers (2) takes place in one and the same method step or at one and the
same treatment station (10, 10a).
2. Method according to claim 1, characterised in that the non-thermal or essentially non-thermal energy radiation is an electron radiation,
a microwave radiation, or preferably a UV radiation, for example a UV radiation with
a wavelength in the range between 170 and 280 nm, and preferably in the range between
170 to 220 nm.
3. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, before the drying or hardening of the at least one printing colouring agent and
before the sterilising of the containers (2), a pre-drying or pre-hardening of the
at least one printing colouring agent takes place.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the hardening of the at least one printing colouring agent and the sterilising of
the containers (2) takes place with the energy radiation before and/or after a filling
of the containers (2) with a filling product, and specifically inside a container
filling line.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, before the printing of the containers (2), they are pre-treated at least at the
regions which are to be treated of their container outer surfaces, in order to improve
the adherence of the at least one printing colouring agent, for example by irradiation
with an energy radiation, preferably with the energy radiation which is also used
for the drying or hardening of the at least one printing colouring agent and for the
sterilising of the containers (2), and/or that, before the printing of the containers
(2), these are pre-treated at least at the regions which are to be printed of their
container outer surface in order to improve the adherence of the at least one printing
colouring agent by means of a surface silication.
6. Method according to claim 6, characterised in that the containers (2) are subjected to a bactericidal or sterilisation treatment during
the drying or hardening of the at least one printing colouring agent and/or during
the pre-treatment on their container outer surface.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the drying or hardening of the at least one printing colouring agent and/or the sterilising
of the containers (2) takes place with the energy radiation under the imposition on
and/or under the flushing of the containers (2) with a protective or inert gas, for
example with N2, CO2, He, Ar, Kr, Xe, or with a mixture of at least two of these components, wherein the
protective or inert gas is, for example, cooled, preferably to a temperature below
the temperature of the containers (2) which are to be treated.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that at least the drying or hardening of the at least one printing colouring agent and/or
the sterilising of the containers (2) takes place with the energy radiation in a low-oxygen
protective gas or inert gas atmosphere, for example in a low-oxygen protective gas
or inert gas atmosphere with an oxygen partial pressure which makes up a maximum of
some 0.5%, preferably a maximum of 0.1% of the total pressure of the protective gas
or inert gas atmosphere, wherein the protective gas or inert gas atmosphere is formed,
for example, from N2, CO2, Ar, KR, Xe, or a mixture of at least two of these components.
9. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the containers (2), during the pre-treatment and/or the drying or hardening of the
at least one printing colouring agent and/or during the sterilising, are moved with
at least one transport element (9) on the transport path (4) of a treatment section
(1, 27) and/or are rotated or pivoted about their container axis.
10. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the centring and holding elements (30), after releasing the containers (2) at the
end of a treatment section (1, 27), are decoupled from a transport system forming
the treatment section or from transport elements (9), and as independent elements
are conveyed back to an inlet of the treatment section or to a system which comprises
this treatment section (27).
11. Device for treating containers (2), with a treatment or transport section (1, 27)
for the containers (2), with at least one first treatment station at the treatment
or transport section (1, 27) for the printing, preferably for the digital printing,
of the containers (2) on their container outer surfaces, with the use of at least
one printing colouring agent or printing ink, as well as with at least one second
treatment station (10, 10a) on the transport section (1, 27) for the drying or hardening
of the printing colouring agent by the irradiation of the containers (2) with an energy
radiation, preferably with a non-thermal or essentially non-thermal energy radiation,
wherein the containers (2) are held during the treatment at least temporarily at centring
and holding elements or container carriers (11, 30),
characterised in that at least one device (12, 12a, 13) is provided at the treatment or transport section
(1, 27) for a bactericidal treatment or sterilising of the containers (2) in at least
one container region, namely at a region of a container opening (2.1) and/or at a
container inner surface, by imposition on the containers (2) of the same type of energy
radiation with which the drying or hardening of the printing colouring agent takes
place, wherein the centring and holding elements or container carriers (11, 30) are
sterilised during the sterilising of the containers (2), or, additionally, before
or after the connecting to the containers, preferably with the energy radiation which
is also used for the drying or hardening of the at least one printing colouring agent
and/or for the sterilising of the containers, and wherein the drying or hardening
of the at least one printing colouring agent and the sterilising of the containers
(2) take place at one and the same treatment station (10, 10a).
12. Device according to claim 11, characterised in that, at the treatment or transport section (1, 27), at least one further treatment station
is provided for the pre-drying or pre-hardening of the at least one printing colouring
agent or printing ink, and/or for the pre-treatment of the containers (2) before the
printing at least at the regions which are to be printed of their container outer
surfaces, in order in order to improve the adherence of the at least one printing
colouring agent, for example by irradiation with an energy radiation, preferably with
the energy radiation which is also used for the drying or hardening of the at least
one printing colouring agent and for the sterilising of the containers (2), and/or
by the application of an adhesive layer and/or by a surface silication.
13. Device according to any one of the preceding claims 11 or 12, characterised in that the at least one further treatment station (10, 10a) and/or the device (12, 12a,
13) is configured for the bactericidal treatment or sterilising of the containers
(2) and/or the at least one further treatment station is configured for the pre-drying
or pre-hardening of the at least one printing colouring agent or printing ink, and/or,
for the pre-treatment of the containers (2), for the emission of an electron radiation,
a microwave radiation, or preferably a UV radiation, with a wavelength in the range
between 170 and 280 nm, and preferably in the range between 170 to 220 nm.
14. Device according to any one of the preceding claims 11 to 13, characterised in that the at least one second treatment station (10, 10a) is provided with the at least
one device (12, 12a, 13) for the bactericidal treatment or sterilising of the containers
(2) inside a container printing machine and/or container filling machine or system.
1. Procédé servant à traiter des contenants (2), dans le cadre duquel les contenants
(2) au niveau au moins d'une station de traitement sont pourvus, au niveau de leur
face extérieure de contenant, d'au moins une impression (2.3) en utilisant au moins
une couleur d'impression ou encre d'impression et un séchage ou un durcissement de
la couleur d'impression est effectué, au niveau d'une station de traitement (10, 10a),
par l'exposition des contenants (2) à un rayonnement d'énergie, de préférence à un
rayonnement d'énergie non thermique ou essentiellement non thermique, sachant que
les contenants (2) sont maintenus au cours du traitement au moins par intermittence
au niveau d'éléments de centrage et de maintien ou au niveau de supports de contenant
(11, 30),
caractérisé en ce
qu'une désinfection ou une stérilisation des contenants (2) est également effectuée,
à l'aide du même type de rayonnement d'énergie, qui sert au séchage ou au durcissement
de la couleur d'impression, au niveau au moins d'une zone de contenant, à savoir au
niveau d'une zone d'un orifice de contenant (2.1) et/ou au niveau d'une face intérieure
de contenant, sachant que les éléments de centrage et de maintien ou les supports
de contenant (11, 30) sont stérilisés lors de la stérilisation des contenants (2)
ou, toutefois, en supplément avant ou après l'assemblage aux contenants, de préférence
à l'aide du rayonnement d'énergie utilisé également en vue du séchage ou du durcissement
de la couleur d'impression au moins au nombre d'une et/ou en vue de la stérilisation
des contenants et sachant que le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression
au moins au nombre de une ainsi que la stérilisation des contenants (2) sont effectués
lors d'une seule et même étape de procédé ou au niveau d'une seule et même station
de traitement (10, 10a).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rayonnement d'énergie non thermique ou essentiellement non thermique est un rayonnement
d'électrons, un rayonnement de micro-ondes ou de préférence un rayonnement UV, par
exemple un rayonnement UV présentant une longueur d'onde située dans la plage comprise
entre 170 et 280 nm, de préférence dans la plage allant de 170 à 220 nm.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un séchage préalable ou un durcissement préalable de la couleur d'impression au moins
au nombre de une est effectué avant le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression
au moins au nombre de une ainsi qu'avant la stérilisation des contenants (2).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le durcissement de la couleur d'impression au moins au nombre de une et la stérilisation
des contenants (2) sont effectués à l'aide du rayonnement d'énergie avant et/ou après
un remplissage de contenants (2) avec un produit de remplissage, à savoir à l'intérieur
de la ligne de transvasement de contenants.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant l'impression des contenants (2), ces derniers sont traités au préalable au moins
au niveau des zones à imprimer de leur face extérieure de contenant afin d'améliorer
l'adhérence de la couleur d'impression au moins au nombre de une, par exemple par
l'exposition à un rayonnement d'énergie, de préférence au rayonnement d'énergie utilisé
également en vue du séchage ou du durcissement de la couleur d'impression au moins
au nombre de une et en vue de la stérilisation des contenants (2), et/ou en ce qu'avant l'impression des contenants (2), ces derniers sont traités au préalable par
une silicatation de surfaces au moins au niveau des zones à imprimer de leur face
extérieure de contenant afin d'améliorer l'adhérence de la couleur d'impression au
moins au nombre de une.
6. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les contenants (2) sont désinfectés ou stérilisés lors du séchage ou du durcissement
de la couleur d'impression au moins au nombre de une et/ou lors du traitement préalable
au niveau de leur face extérieure de contenant.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression au moins au nombre de une
et/ou la stérilisation des contenants (2) sont effectués à l'aide du rayonnement d'énergie
en exposant et/ou en rinçant les contenants (2) à l'action de et/ou avec un gaz de
protection ou un gaz inerte, par exemple du N2, du CO2, du He, du Ar, du Kr, du Xe
ou à l'action de et/ou avec un mélange d'au moins deux desdits composants, sachant
que le gaz de protection ou le gaz inerte est par exemple refroidi, de préférence
à une température inférieure à la température des contenants (2) à traiter.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression au moins au nombre
de une et/ou la stérilisation des contenants (2) sont effectués à l'aide du rayonnement
d'énergie dans une atmosphère de gaz de protection ou de gaz inerte pauvre en oxygène,
par exemple dans une atmosphère de gaz de protection ou de gaz inerte pauvre en oxygène
présentant une pression partielle d'oxygène, qui représente au maximum environ 0,5
%, de manière préférée au maximum 0,1 % de la pression totale de l'atmosphère de gaz
de protection ou de gaz inerte, sachant que l'atmosphère de gaz de protection ou de
gaz inerte est formée par exemple de N2, CO2, Ar, KR, Xe ou d'un mélange au moins
de deux desdits composants.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les contenants (2) sont déplacés au cours du traitement préalable et/ou au cours
du séchage ou du durcissement de la couleur d'impression au moins au nombre de une
et/ou au cours de la stérilisation, à l'aide au moins d'un élément de transport (9)
sur un trajet de transport (4) d'une ligne de traitement (1, 27) et/ou sont tournés
ou pivotés autour de leur axe de contenant.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de centrage et de maintien ou les supports de contenant (30) sont découplés,
après la libération des contenants (2), au niveau de l'extrémité d'une ligne de traitement
(1, 27), d'un système de transport formant la ligne de traitement ou d'éléments de
transport (9) et sont ramenés en tant qu'unités autonomes au niveau d'une entrée de
la ligne de traitement ou d'une installation présentant ladite ligne de traitement
(27).
11. Dispositif servant à traiter des contenants (2), comprenant une ligne de traitement
ou de transport (1, 27) pour les contenants (2), comprenant au moins une première
station de traitement au niveau de la ligne de traitement ou de transport (1, 27)
servant à l'impression, de préférence servant à l'impression numérique des contenants
(2) au niveau de leur face extérieure de contenant en utilisant au moins une couleur
d'impression ou encre d'impression, comprenant également au moins une deuxième station
de traitement (10, 10a) au niveau de la ligne de transport (1, 27) servant à sécher
ou à durcir la couleur d'impression par l'exposition des contenants (2) à un rayonnement
d'énergie, de préférence à un rayonnement d'énergie non thermique ou essentiellement
non thermique, sachant que les contenants (2) sont maintenus au cours du traitement
au moins par intermittence au niveau d'éléments de centrage et de maintien ou au niveau
de supports de contenant (11, 30), caractérisé en ce qu'au moins un système (12, 12a, 13) en vue d'une désinfection ou d'une stérilisation
des contenants (2) au niveau au moins d'une zone de contenant à savoir au niveau d'une
zone d'un orifice de contenant (2.1) et/ou au niveau d'une face intérieure de contenant
en soumettant les contenants (2) à l'action du même type de rayonnement d'énergie
est prévu au niveau de la ligne de traitement ou de transport (1, 27), à l'aide duquel
rayonnement d'énergie le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression est
effectué, sachant que les éléments de centrage et de maintien ou les supports de contenant
(11, 30) sont stérilisés lors de la stérilisation des contenants (2) ou toutefois
en supplément avant ou après l'assemblage aux contenants, de préférence à l'aide du
rayonnement d'énergie utilisé également en vue du séchage ou du durcissement de la
couleur d'impression au moins au nombre de une et/ou en vue de la stérilisation des
contenants et sachant que le séchage ou le durcissement de la couleur d'impression
au moins au nombre de une ainsi que la stérilisation des contenants (2) sont effectués
au niveau d'une seule et même station de traitement (10, 10a).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'est prévue, au niveau de la ligne de traitement ou de transport (1, 27), au moins
une autre station de traitement servant à sécher au préalable ou à durcir au préalable
la couleur d'impression ou encre d'impression au moins au nombre de une et/ou servant
à traiter au préalable les contenants (2) avant l'impression au moins au niveau des
zones à imprimer de leur face extérieure de contenant afin d'améliorer l'adhérence
de la couleur d'impression par exemple par l'exposition à un rayonnement d'énergie,
de préférence au type de rayonnement d'énergie utilisé également en vue du séchage
ou du durcissement de la couleur d'impression et en vue de la stérilisation des contenants
(2) et/ou par l'application d'une couche adhésive et/ou par silicatation de surfaces.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 11 ou 12, caractérisé en ce que l'autre station de traitement (10, 10a) au moins au nombre d'une et/ou le système
(12, 12a, 13) sont réalisés en vue de la désinfection ou de la stérilisation des contenants
(2), et/ou en ce que l'autre station de traitement au moins au nombre de une servant à sécher au préalable
ou à durcir au préalable la couleur d'impression ou encre d'impression au moins au
nombre de une et/ou servant à traiter au préalable les contenants (2) est réalisée
afin d'émettre un rayonnement d'électrons, un rayonnement de micro-ondes ou de préférence
un rayonnement UV, par exemple un rayonnement UV présentant une longueur d'onde située
dans la plage comprise entre 170 et 280 nm, de préférence dans la plage allant de
170 à 220 nm.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 11 à 13, caractérisé en ce que la deuxième station de traitement (10, 10a) au moins au nombre de une comprenant
le système (12, 12a, 13) au moins au nombre de un est prévue en vue de la désinfection
ou de la stérilisation des contenants (2) à l'intérieur d'une machine ou d'une installation
d'impression de contenants et/ou de remplissage de contenants.
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