[0001] Die Erfindung betrifft einen beutellosen Staubsauger mit einem Staubbehälter. Beutellose
Staubsauger sind an sich bekannt. Diese arbeiten mit einem Fliehkraftabscheider und
das äußere Gehäuse eines solchen mitunter auch als Zyklon bezeichneten Fliehkraftabscheiders
fungiert in dem beutellosen Staubsauger als Staubbehälter. In diesem Staubbehälter
wird der aufgesaugte Staub zu einem großen Teil gesammelt. Während des Betriebs verschmutzen
allerdings die innenliegenden Flächen des Staubbehälters, insbesondere durch dort
niedergeschlagenen Feinstaub.
[0002] Solche beutellosen Staubsauger sind also insofern verbesserungsfähig, als ein transparent
ausgeführter Staubbehälter im Verlauf des Betriebs mitunter aufgrund von aufgesaugtem
Staub, insbesondere Feinstaub, ein unhygienisches Erscheinungsbild erhält, wenn sich
der Staub an den Innenflächen des Staubbehälters niederschlägt. Umgekehrt kann der
Staubbehälter aber auch nicht intransparent ausgeführt werden, weil dann keine einfache
optische Füllstandskontrolle durch den Bediener mehr möglich ist.
[0003] In der
GB 2 441 174 A wird ein Staubsauger vorgeschlagen, dessen Staubbehälter zur Vermeidung einer dauerhaften
Sichtbarkeit des im Staubbehälter befindlichen Staubs und zur Vermeidung eines damit
einhergehenden optisch ungünstigen Eindrucks zum Teil reflektierend und zum Teil durchsichtig
ausgeführt ist. Der Staubbehälter soll dann bei einer Betrachtung von außen und bei
normalen Lichtverhältnissen reflektierend und damit undurchsichtig sein. Zur Kontrolle
des Saugvorgangs und des Füllgrads wird beim Saugbetrieb eine Beleuchtung des Staubbehälters
aktiviert, die das Innere des Staubbehälters beleuchtet, das damit auch von außen
sichtbar sein soll.
[0004] Während bei der
GB 2 441 174 A die Beleuchtung des Innenraums des Staubbehälters mit im Staubsaugergehäuse angebrachten
und in Richtung auf den Staubbehälter ausgerichteten Leuchtmitteln erfolgen soll,
schlägt die
DE 10 2007 011 457 A eine besondere Ausführungsform zur Beleuchtung des Innenraums des Staubbehälters
vor, nämlich ein elektrolumineszentes Material oder eine elektrolumineszente Folie,
aus dem ein rückwärtiger Abschnitt des Staubbehälters ganz oder teilweise gefertigt
bzw. mit der der rückwärtige Abschnitt des Staubbehälters ganz oder teilweise beschichtet
ist.
[0005] Bei einer von der Erfindung ausgehenden Recherche wurde die
DE 20 2010 006 456 U ermittelt. Dort wird exemplarisch ein Staubsaugerroboter als Gerät mit einem in umgebungsabhängiger
Farbe leuchtenden Gehäuse beschrieben. Dafür soll der Saugroboter mit einem Gehäuse
ausgestattet werden, das zumindest in Teilen optisch transmissiv und transparent ist,
so dass in den transmissiven Teil eingekoppeltes Licht sich dort ausbreitet und bei
Betrachten der Außenfläche sichtbar ist.
[0006] Die Erfindung stellt sich somit das Problem, eine weitere Ausführungsform eines Staubsaugers
anzugeben, bei dem der Inhalt eines vom dem Staubsauger umfassten Staubbehälters bedarfsweise
sichtbar gemacht werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen beutellosen Staubsauger mit einem
Staubbehälter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Dabei ist bei einem
beutellosen, einen Staubbehälter umfassenden Staubsauger der eingangs genannten Art,
insbesondere einem beutellosen Staubsauger mit einem Staubbehälter, einem Zwischenfilter,
einem Abluftfilter, einem Saugergebläse und einer Steuerung für den Staubsauger, vorgesehen,
dass der Staubbehälter ganz oder teilweise aus einem chromogenen Material gefertigt
oder mit einem solchen Material beschichtet und damit in seiner Transparenz beeinflussbar
ist. Der hier und im Folgenden verwendete Ausdruck "in seiner Transparenz beeinflussbar"
meint dabei, dass das Material selbst seine optischen Eigenschaften gesteuert zwischen
transparent (durchsichtig oder im Wesentlichen durchsichtig) und intransparent/undurchsichtig
oder im Wesentlichen undurchsichtig) wechselt.
[0008] Indem der Staubbehälter aufgrund von dessen Materialeigenschaften in seiner Transparenz
beeinflussbar ist, ist bei einem transparenten Zustand des Staubbehälters oder einem
transparenten Zustand von Abschnitten des Staubbehälters weiterhin eine optische Füllstandskontrolle
durch den Benutzer möglich. Bei einem intransparenten Zustand stört Staub, der sich
an den Innenflächen des Staubbehälters niederschlägt, nicht und ein ansonsten etwa
als unhygienisch empfundener Eindruck des Staubbehälters oder des Staubsaugers wird
vermieden.
[0009] Als chromogenes Material für den Staubbehälter oder zur Beschichtung des Staubbehälters
kommt ein chromogenes Funktionspolymer in Betracht. Chromogenes Material ist sorgfältig
von lumineszierendem Material und dem Effekt der Elektrolumineszenz (auf dem der in
der
DE 10 2007 011 457 A vorgeschlagene Ansatz basiert) zu unterscheiden. Bei einer Sonderform eines chromogenen
Materials in Form von elektrochromem Material verändert sich beim Anlegen einer elektrischen
Spannung dessen Transparenz, also dessen Lichtdurchlässigkeit. Bei Elektrolumineszenz
wird beim Anlegen einer elektrischen Spannung Licht emittiert. Die Ausnutzung des
Effekts der Elektrolumineszenz ist damit im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln
nur eine alternative Möglichkeit zur Beleuchtung des Innenraums eines Staubbehälters,
bewirkt aber keinerlei Änderung der Transparenz des Staubbehälters aufgrund von dessen
Materialeigenschaften.
[0010] Beim hier vorgeschlagenen Ansatz werden aufgrund der Verwendung von chromogenem,
insbesondere elektrochromem Material die Materialeigenschaften des Staubsammelbehälters
selbst für eine Beeinflussung von dessen Transparenz ausgenutzt. Dies ist auch sorgfältig
zu unterscheiden von einer Änderung der Möglichkeiten, in einen Raum, also zum Beispiel
einen Staubbehälter, hineinzusehen, wenn dessen Inneres heller als die Umgebung des
Betrachters ist. Der letztgenannte Effekt, auf dem der Ansatz in der
GB 2 441 174 A basiert, ist allgemein bekannt und kann bei Wohnräumen genauso wie bei Schaufenstern
und dergleichen beobachtet werden. Mit der Helligkeit des Inneren eines jeweils betrachteten
Raums sinkt die optische Wahrnehmbarkeit einer den Raum definierenden Grenzfläche,
also zum Beispiel einer Scheibe oder hier der Wandung eines Staubbehälters. Die optischen
Eigenschaften der Grenzfläche werden dabei allerdings - im Gegensatz zu der hier vorgeschlagenen
Verwendung von chromogenem, insbesondere elektrochromem Material - nicht verändert.
[0011] Die Transparenz des Staubbehälters lässt sich nach dem hier vorgeschlagenen Ansatz
beeinflussen, indem dieser in seiner Gesamtheit oder zumindest in Abschnitten, die
dann wie ein Fenster oder dergleichen wirken, aus einem chromogenen Material, insbesondere
einem chromogenen Funktionspolymer, gefertigt ist. Alternativ kommt auch in Betracht,
den Staubbehälter zum Beispiel aus einem Kunststoff zu fertigen, wobei in dem Staubbehälter
dann zumindest abschnittsweise durchsichtige Bereiche gebildet sind. Zumindest diese
durchsichtigen Bereiche lassen sich auch mit einem chromogenen Material, insbesondere
einem chromogenen Funktionspolymer, beschichten, zum Beispiel indem eine solche Beschichtung
dauerhaft aufgetragen oder in Form einer Klebefolie oder dergleichen aufgebracht wird.
Alle beschriebenen Varianten und auch solche Varianten, die für den Fachmann anhand
der hier vorgestellten Ausführungsformen entnehmbar sind, werden im Folgenden und
ohne Verzicht auf eine weitergehende Allgemeingültigkeit als Beeinflussbarkeit der
Transparenz des Staubbehälters bezeichnet, und zwar unabhängig davon, ob dies für
den Staubbehälter insgesamt oder nur abschnittsweise oder durch Beeinflussung des
Materials, aus dem der Staubbehälter gefertigt ist, oder durch Beeinflussung einer
auf eine Innen- oder Außenoberfläche des Staubbehälters aufgetragenen Beschichtung
erfolgt.
[0012] Bei einer ebenfalls von der Erfindung ausgehenden Recherche wurde die
US 5,589,958 und die darauf Bezug nehmende
DE 10 2005 027 572 B ermittelt. Aus der
US 5,589,958 ist die Verwendung von elektrochromem Material für Frontelemente von Einbauküchen
bekannt, so dass nach dem dort beschriebenen Ansatz durch eine entsprechende Ansteuerung
des elektrochromen Materials ein Blick in das Innere eines Küchenschranks oder auch
eines Kühlschranks möglich sein soll, ohne dessen Tür öffnen zu müssen. In der
DE 10 2005 027 572 B ist ein Geschirrspüler mit Glasflächen beschrieben, deren optische Eigenschaften
schaltbar veränderbar sind, um Bedienelemente bedarfsweise sichtbar zu machen. Dafür
sind bei dem Geschirrspüler eine äußere, transparente Glasschicht, eine darunter liegende,
schaltbare Glasschicht mit insbesondere elektrochromen Eigenschaften und wiederum
darunter eine innere Glasschicht vorgesehen. Auf der Rückseite der inneren Glasschicht
angebrachte Bedienelemente werden nur dann sichtbar, wenn die schaltbare Glasschicht
entsprechend angesteuert wird. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit, Bedienelemente
des Geschirrspülers genau dann sichtbar zu machen, wenn aufgrund eines beispielsweise
von einem Näherungsschalter erhältlichen Signals davon ausgegangen werden kann, dass
ein Benutzer Bedienhandlungen an dem Geschirrspüler vornehmen will.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen. Dabei verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen
Unteranspruches hin. Sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen,
gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche
zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer
näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen,
dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden
ist.
[0014] Bei einer besonderen Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers ist vorgesehen,
dass das chromogene Material ein elektrochromes Material ist und der Staubbehälter
Elektroden zur Aktivierung des elektrochromen Materials aufweist. Elektrochromes Material
hat den Vorteil, dass dessen Transparenz durch einen Stromfluss und/oder ein äußeres
elektromagnetischen Feld beeinflussbar ist. Auf diese Weise lässt sich die Transparenz
des Staubbehälters besonders leicht und unproblematisch beeinflussen.
[0015] Bei einer weiteren Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers ist vorgesehen, dass
der Staubbehälter aus dem Staubsauger entnehmbar ist und die dem Staubbehälter zugeordneten
Elektroden beim Kombinieren des Staubbehälters mit dem Staubsauger mit einem Stromkreis
zur Aktivierung des elektrochromen Materials verbindbar sind. Bei dieser Ausführungsform
bleibt der Staubbehälter weiterhin zu Reinigungszwecken oder dergleichen aus dem Staubsauger
entnehmbar. Indem zum Beispiel im Anschluss an eine Reinigung des Staubbehälters beim
Wiedereinsetzen des Staubbehälters in den Staubsauger, also beim Kombinieren des Staubbehälters
mit dem Staubsauger, die dem Staubbehälter zugeordneten Elektroden mit einem Stromkreis
zur Aktivierung des elektrochromen Materials selbsttätig verbunden werden, ist der
Benutzer des Staubsaugers nicht damit belastet, etwa selbst für den Anschluss der
Elektroden und die Wirksamkeit des Stromkreises zur Aktivierung des elektrochromen
Materials zu sorgen. Ein Staubbehälter für einen beutellosen Staubsauger wird üblicherweise
in einer Zwangsführung oder einer Arretierung im Staubsauger gehalten, damit im Betrieb
kein Staub austritt und die Saugleistung erbracht werden kann. Damit ergeben sich
definierte Positionen für den Staubbehälter in Bezug auf den umgebenden Innenraum
des Staubsaugers. Diese definierten Positionen können dafür genutzt werden, auf einer
Außenfläche des Staubsaugers Kontaktstellen zur Kontaktierung der Elektroden vorzusehen.
Beim Kombinieren des Staubbehälters mit dem Staubsauger lassen sich solche Kontaktstellen
leicht mit entsprechenden, dem Innenraum des Staubsaugers zugeordneten Kontaktelementen,
zum Beispiel Federkontakten oder dergleichen, kontaktieren.
[0016] Bei einer besonderen Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers ist vorgesehen,
dass der Stromkreis zur Aktivierung des elektrochromen Materials über ein Bedienelement
des Staubsaugers beeinflussbar ist. Dann kann der Benutzer wählen, ob der Staubbehälter
transparent oder intransparent sein soll. Als besonderer Ort für ein derartiges Bedienelement
zur Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters kommt eine Bedieneinrichtung
an einem Handgriff des Staubsaugers in Betracht, speziell wenn der beutellose Staubsauger
als sogenannter Stabstaubsauger, als Bodenstaubsauger oder als Tischstaubsauger ausgeführt
ist.
[0017] Wenn die Bedieneinrichtung einen Schalter als Bedienelement zur Beeinflussung des
Stromkreises zur Aktivierung des elektrochromen Materials umfasst, ist mit den beiden
Schaltstellungen eines solchen Schalters eine Transparenz bzw. Intransparenz des elektrochromen
Materials assoziiert. Der Benutzer kann also den Zustand des Staubbehälters leicht
wählen und ändern. Als Alternative zu einem Schalter kommt ein Taster oder dergleichen
in Betracht. Bei einer Betätigung eines Tasters kann vorgesehen sein, dass das elektrochrome
Material nur während der Betätigungsdauer des Tasters im Hinblick auf eine Transparenz
des Staubbehälters aktiviert ist. Bei einer besonderen Ausführungsform kommt auch
in Betracht, dass eine kurzzeitige Betätigung des Tasters ausreicht und die Aktivierung
des elektrochromen Materials im Hinblick auf eine Transparenz des Staubbehälters dann
automatisch für eine vorgegebene oder vorgebbare Dauer erfolgt.
[0018] Eine weitere Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers zeichnet sich dadurch aus,
dass die Aktivierung des elektrochromen Materials automatisch und zu vorgegebenen
oder vorgebbaren Zeitpunkten, insbesondere zu vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitpunkten
für eine vorgegebene oder vorgebbare Dauer, erfolgt. Als Zeitpunkt für eine Aktivierung
des elektrochromen Materials im Hinblick auf eine Transparenz des Staubbehälters kommt
zum Beispiel der Einschaltzeitpunkt des Staubsaugers in Betracht, weil dann mitunter
notwendig ist, zu prüfen, ob der beabsichtigte Saugvorgang noch ausgeführt werden
kann oder ob vorher eine Entleerung des Staubbehälters erforderlich ist. Alternativ
oder zusätzlich kommt als Zeitpunkt für eine solche Aktivierung des elektrochromen
Materials auch der Zeitpunkt des Ausschaltens des beutellosen Staubsaugers in Betracht,
weil es sinnvoll sein kann, den Staubbehälter nach Gebrauch des Staubsaugers zu entleeren,
wenn dessen Füllgrad dies nahe legt. Zusätzlich oder alternativ kommt auch in Betracht,
dass die Aktivierung des elektrochromen Materials während des Betriebs des beutellosen
Staubsaugers automatisch, zum Beispiel zu äquidistanten Zeitpunkten, erfolgt, so dass
der Benutzer das Saugergebnis anhand des fortschreitenden Füllgrades des Staubbehälters
beurteilen kann.
[0019] Der hier um im Folgenden beschriebene Ansatz kommt grundsätzlich für jede denkbare
Ausführungsform eines Staubsaugers in Betracht, also für Bodenstaubsauger, Stabstaubsauger,
Tisch- oder Handstaubsauger, usw. Da speziell bei Tisch- oder Handstaubsaugern zumeist
aus Platz- und/oder Kostengründen auf aufwendige Messmethoden zur Beurteilung des
Staubraumfüllstandes verzichtet werden muss, ist hier eine Möglichkeit zur optischen
Füllstandskontrolle besonders relevant. Solche Staubsauger werden aber auch in Wohnräumen
aufbewahrt, z.B. in Küche, Wohn- oder Esszimmer, so dass hier die dauerhafte Wahrnehmbarkeit
des eingesaugten Schmutzes besonders störend sein kann. Deshalb kommt der hier vorgeschlagene
Ansatz, wenn auch nicht ausschließlich, so doch ganz besonders für solche Staubsauger
in Betracht.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente
sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Das oder jedes Ausführungsbeispiel
ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der
vorliegenden Offenbarung Abänderungen und Modifikationen möglich, die zum Beispiel
durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen
oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder der
Zeichnung enthaltenen Merkmalen oder Verfahrensschritten für den Fachmann im Hinblick
auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem
neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten bzw. Verfahrensschrittfolgen führen.
[0021] Es zeigen
- Figur 1
- einen beutellosen Staubsauger,
- Figur 2
- einen beutellosen Staubsauger gemäß Figur 1 mit einem in seiner Transparenz beeinflussbaren
Staubbehälter,
- Figur 3
- eine Bedieneinrichtung für einen Staubsauger gemäß Figur 2,
- Figur 4
- einen beutellosen Staubsauger in Form eines Tischstaubsaugers mit einem in seiner
Transparenz beeinflussbaren Staubbehälter,
- Figur 5
- ein Ausführungsbeispiel für eine Staubsaugersteuerung und
- Figur 6
- ein Beispiel für eine mögliche zeitliche Korrelation zwischen einem Aufdimmen einer
Spannungsversorgung eines Leuchtmittels zur Beleuchtung eines Innenraums des Staubbehälters
und einer Spannungsversorgung für ein elektrochromes Material des Staubbehälters.
[0022] Figur 1 zeigt einen im Stand der Technik bekannten beutellosen Staubsauger 10 in
einer Ausführungsform als Bodenstaubsauger. Dieser weist einen in der Fachterminologie
mitunter auch als Zyklon 12 bezeichneten Fliehkraftabscheider (Staubbehälter 12) auf.
Diesem ist in Richtung des sich im Betrieb einstellenden Saugluftstroms ein Zwischenfilter
14 (Feinstaubfilter) und ein Abluftfilter 16 nachgeordnet. Zur Erzeugung des Saugluftstroms
ist in an sich bekannter Art und Weise ein Gebläse 18 vorgesehen. Zur Steuerung des
beutellosen Staubsaugers 10 ist eine Staubsaugersteuerung 20 vorgesehen. Diese umfasst
zum Beispiel einen Mikrocontroller und einen Speicher. Der Benutzer des beutellosen
Staubsaugers 10 kann auf dessen Betriebsart Einfluss nehmen, indem an einer Bedieneinrichtung
oder dergleichen (Figur 3) Einstellungen vorgenommen werden, die durch die Staubsaugersteuerung
20 ausgewertet werden und zum Beispiel die Drehzahl des Gebläses 18 und damit die
Saugleistung beeinflussen.
[0023] Bei im Stand der Technik bekannten beutellosen Staubsaugern 10 wird der Staubbehälter
12 ganz oder überwiegend aus einem transparenten Polymer gefertigt, um dem Benutzer
einerseits einen Blick in den Staubbehälter 12 zu ermöglichen und andererseits die
Funktion des Zyklons mit dem sich in dem Staubbehälter 12 ausbildenden Zyklonwirbel,
der den aufgesaugten Staub in Rotation versetzt, sichtbar zu machen. Bei einzelnen
beutellosen Staubsaugern 10 werden auch Staubbehälter 12 verwendet, die aus einem
intransparenten Polymer gefertigt sind.
[0024] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform eines beutellosen Staubsaugers 10 gemäß der Erfindung.
In der Darstellung in Figur 2 nicht sichtbar ist, dass der Staubbehälter 12 ganz oder
teilweise aus einem chromogenen Funktionspolymer, nämlich hier einem elektrochromen
Material, gefertigt oder mit einem solchen Material beschichtet ist und der Staubbehälter
12 damit in seiner Transparenz beeinflussbar ist. Auf diese Weise lassen sich veränderbare
optische Eigenschaften, nämlich vornehmlich eine veränderbare Transparenz oder auch
Farbänderungen und damit eine Beeinflussung der Transparenz, realisieren.
[0025] Dem Staubbehälter 12 sind dabei bei dem hier als elektrochrom angenommenen chromogenen
Material des Staubbehälters 12 Elektroden 22 zugeordnet, die zur Aktivierung des elektrochromen
Materials, aus dem der Staubbehälter 12 ganz oder teilweise gefertigt ist oder mit
dem der Staubbehälter 12 ganz oder abschnittsweise beschichtet ist, wirksam sind.
Die Elektroden 22 stehen mit der Staubsaugersteuerung 20 in Wirkverbindung, indem
die Elektroden 22 Bestandteil eines nicht näher dargestellten und von der Staubsaugersteuerung
20 ausgehenden oder zumindest durch die Staubsaugersteuerung 20 beeinflussbaren Stromkreises
sind. Als elektrochromes Material kommen speziell elektrochrome Polymere in Betracht,
bei denen sich die Transparenz des Polymers durch das Anlegen eines elektrischen Feldes/einer
elektrischen Spannung verändern lässt, wie sich dies zwischen zwei beabstandet voneinander
angeordneten Elektroden 22, wie in Figur 2 dargestellt, einstellt. Das elektrische
Feld beziehungsweise die Spannung zwischen den Elektroden 22 ist mittels der Staubsaugersteuerung
20 schaltbar in dem Sinne, dass die Elektroden 22 und der Stromkreis, in den diese
eingebunden sind, zur Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters 12 wirksam
sind.
[0026] Figur 3 zeigt eine für eine Einwirkung auf die Staubsaugersteuerung 20 vorgesehene
Bedieneinrichtung 24. Diese umfasst (von links nach rechts) neben an sich bekannten
Bedienelementen zur Aktivierung eines Kabeleinzugs, zur Saugleistungseinstellung und
zum Ein- und Ausschalten des Staubsaugers 10 (Ein-/Aus-Schalter 26) ein Bedienelement
28, mit dem die Transparenz des Staubbehälters 12 beeinflussbar ist. Bei einem solchen
Bedienelement 28 in Form eines Tasters oder eines Druckschalters mit zwei Schaltstellungen
wird bei Betätigen des Bedienelements 28 der oben erwähnte Stromkreis geschlossen
oder ein Mittel zum Schließen dieses Stromkreises aktiviert, so dass sich zwischen
den Elektroden 22 ein elektrisches Feld einstellt oder ein bestehendes elektrisches
Feld ausgeschaltet wird.
[0027] Wenn das Bedienelement 28 als Taster ausgeführt ist, kann bei dessen Betätigung ein
Zeitzähler (nicht dargestellt) gestartet werden, der das elektrische Feld/die elektrische
Spannung nach Ablauf des Zählers und damit nach Verstreichen einer definierten Zeitspanne
wieder abschaltet, um den Staubbehälter 12 zurück in den intransparenten Zustand zu
versetzen. So kann nur während einer kurzen Zeit in den Staubbehälter 12 geschaut
werden, um beispielsweise den Füllstand/Beladungszustand zu kontrollieren. Wenn das
Bedienelement 28 als Schalter ausgeführt ist, besteht für den Benutzer eine einfache
Möglichkeit, zu entscheiden, ob der Staubbehälter 12 transparent oder intransparent
geschaltet sein soll. Es liegt somit im Ermessen des Benutzers, welchen Transparenzzustand
er wählt. Diese Variante lässt sich auch mit dem Ablauf eines Zählers oder einer sonst
in geeigneter Weise definierten Zeitdauer kombinieren, so dass der Staubbehälter 12
zum Beispiel jedes Mal beim Wechseln der Schaltstellung eines als Bedienelement 28
fungierenden Schalters während des Ablaufs der jeweils geeignet definierten Zeitdauer
transparent geschaltet wird.
[0028] Weiter kommt in Betracht, das elektrische Feld unmittelbar, insbesondere nur unmittelbar
nach dem Einschalten des beutellosen Staubsaugers 10 über die Elektroden 22 an den
Staubbehälter 12 anzulegen und dieses nach Ablauf einer definierten Zeit, zum Beispiel
zwei Minuten, wieder abzuschalten. So besitzt der Benutzer die Möglichkeit, sofort
nach dem Einschalten des beutellosen Staubsaugers 10 den Füllstand/den Beladungszustand
des Staubbehälters 12 zu überprüfen. Das in Figur 3 gezeigte Bedienelement 28 kann
zusätzlich oder alternativ zu einer Positionierung in oder an einer Bedieneinrichtung
24, die üblicherweise an der Außenseite des Saugergehäuses des beutellosen Staubsaugers
10 angebracht ist, auch an einem Handgriff oder dergleichen, zum Beispiel einem Griffelement
eines Saugschlauchs bei einer Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers 10 als
Bodenstaubsauger, angeordnet sein. Dann fungiert das Bedienelement 28 gleichsam als
Fernbedienung für die Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters 12.
[0029] Bei einer besonderen Ausführungsform des beutellosen Staubsaugers 10 in Figur 2 weist
dieser ein oder mehrere, dem Staubbehälter 12 zugeordnete Leuchtmittel auf, die synchron
mit der Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters 12 aktivierbar sind. Das
oder jedes derartige Leuchtmittel, zum Beispiel wegen des geringen Leistungsbedarfs
eine LED oder mehrere LEDs, befinden sich dabei außerhalb des Staubbehälters 12 und
beleuchten diesen während der transparenten Phase. So wird dem Benutzer ein optimaler
Einblick in den Staubbehälter 12 ermöglicht. Dies wird weiter unten mit weiteren Details
für eine Ausführungsform eines beutellosen Staubsaugers 10 als Tischstaubsauger erläutert.
[0030] Die Transparenz des Staubbehälters 12 kann stufenlos oder zumindest im Wesentlichen
stufenlos, nämlich in unterschiedlichen Transparenzgraden, durch ein variables elektrisches
Feld/eine variable elektrische Spannung über die Staubsaugersteuerung 20 eingestellt
werden. Der Grad der Transparenz kann dabei zum Beispiel füllgradabhängig gesteuert
werden, so dass ein hoher Füllgrad beispielsweise mit einer vollständigen Transparenz
einhergeht. Als Füllgradsensor kommt beispielsweise ein im Staubbehälter 12 befindlicher
optischer Niveausensor zum Einsatz.
[0031] Die Darstellung in Figur 4 zeigt schematisch vereinfacht einen Staubsauger 10, welcher
als Tischstaubsauger ausgebildet ist. Der Staubsauger 10 umfasst einen vom restlichen
Gehäuse des Staubsaugers 10 abtrennbaren Staubbehälter 12, einen Handgriff 30, einen
Ein-/Aus-Schalter 26, eine Lade-/Betriebsanzeige 32, einen Saugmund 34 und eine Staubrückhalteklappe
36, die in Saugluftströmungsrichtung zwischen dem Saugmund 34 und dem Staubbehälter
12 angeordnet ist.
[0032] Der Staubbehälter 12 ist größtenteils blickdicht und umfasst zumindest ein in seiner
Transparenz beeinflussbares Sichtfenster 38. Das Sichtfenster 38 ist hier an einer
Seite des Staubsaugers 10 angeordnet, es kann jedoch auch an einer anderen Stelle
des Staubbehälters 12 angeordnet sein, die dazu geeignet ist, dem Bediener möglichst
komfortabel Einsicht in den Staubbehälter 12 zu gewähren. Auch kann auf der anderen,
in die Zeichnungsebene hinein zeigenden Seite des Staubbehälters 12 ein ähnliches
Sichtfenster 38 angeordnet sein. Die Form des Sichtfensters 38 beschränkt sich keinesfalls
auf die hier gezeigte Form und als Form des Sichtfensters 38 kann jede beliebige Form
gewählt werden. Auch die Größe des Sichtfensters 38 im Vergleich zum Staubbehälter
12 ist nicht auf die hier gezeigte Größe beschränkt. Das Sichtfenster 38 kann z.B.
auch ein von einer Seite des Staubbehälters 12 zur anderen Seite des Staubbehälters
12 durchgängiges Sichtfenster (nicht dargestellt) sein. Auch der gesamte Staubbehälter
12 kann aus einem in seiner Transparenz beeinflussbaren Material sein. Ein solcher
Staubbehälter 12 und ein Staubbehälter 12 mit einem solchen Sichtfenster 38 sind ebenfalls
Beispiele für einen ganz oder teilweise aus einem chromogenen Material gefertigten
oder damit beschichteten Staubbehälter 12. Durch das elektrochrome Material, welches
bei Anlegen eines elektrischen Felds oder bei einem Stromfluss seine optischen Eigenschaften
z.B. von undurchsichtig nach durchsichtig ändern kann, wird auch das Sichtfenster
38 in seiner Transparenz beeinflussbar. Auf diese Weise kann die Einsicht in den Staubbehälter
12, d.h. das Sichtbarmachen des Inhalts des Staubbehälters 12, zu unterschiedlichen
Zeiten und/oder Zuständen und/oder auf Anforderung durch den Bediener ermöglicht werden.
[0033] Im Vergleich zu der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform besteht die Besonderheit
der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform des Staubsaugers 10 vor allem darin, dass
zur Beleuchtung eines Innenraums des Staubbehälters 12 zumindest ein Leuchtmittel
40, z.B. eine oder mehrere LEDs, vorgesehen ist. Mit dem Leuchtmittel 40 kann der
Innenraum des Staubbehälters 12 beleuchtet werden, so dass dessen Inhalt durch das
dafür entsprechend in seiner Transparenz beeinflusste, also durchsichtig geschaltete
Sichtfenster 38 besser sichtbar wird. Eine Aktivierung des Leuchtmittels 40 geht also
stets mit einer entsprechenden Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters 12
einher. Das Leuchtmittel 40 kann z.B. während des Saugbetriebs kontinuierlich oder
in regelmäßigen Abständen aktiviert werden. Dazu umfasst der Staubsauger 10 eine Staubsaugersteuerung
20, mit der das Leuchtmittel 40 und das elektrochrome Material des Sichtfensters 38
angesteuert werden. Das Leuchtmittel 40 kann z.B. mit dem Ein-/Aus-Schalter 26 des
Staubsaugers 10 beim Einschalten des Staubsaugers 10 aktiviert werden.
[0034] Das Leuchtmittel 40 kann außerhalb des Staubbehälters 12 im Gehäuse des Staubsaugers
10 angeordnet sein. Es ist dann eine transparente Abtrennung zwischen dem Leuchtmittel
40 und dem Staubbehälter 12 vorgesehen, durch die das Leuchtmittel 40 das Innere des
Staubbehälters 12 beleuchten kann. Das Leuchtmittel 40 kann alternativ auch im Staubbehälter
12 angeordnet sein. Dann umfasst der Staubbehälter 12 ein elektrisches Kontaktmittel
(nicht dargestellt), mit dem das Leuchtmittel 40 elektrisch mit einer im Gehäuse des
Staubsaugers 10 angebrachten Kontaktstelle kontaktierbar und so mit der Staubsaugersteuerung
20 verbindbar ist. Das elektrische Kontaktmittel ist vorzugsweise so ausgeführt, dass
beim Trennen des Staubbehälters 12 vom Gehäuse des Staubsaugers 10, z. B. zum Leeren
des Staubbehälters 12, der elektrische Kontakt getrennt wird und bei Wiedereinsetzen
des Staubbehälters 12 der elektrische Kontakt unmittelbar wiederhergestellt wird.
[0035] Alternativ oder zusätzlich zur Aktivierung während des Saugbetriebs kann das Leuchtmittel
40 und das elektrochrome Material auch aktiviert werden, wenn der Staubsauger 10 nicht
in Betrieb ist. Der Bediener muss den Staubsauger 10 dann nicht extra starten, wenn
er nur den Füllstand des Staubbehälters 12 kontrollieren will. Dazu kann der Staubsauger
10 z.B. einen zusätzlichen Schaltknopf (in Figur 4 nicht dargestellt; vgl. Bedienelement
28 in Figur 3) umfassen, der nur das elektrochrome Material des Staubbehälters 12
und die Beleuchtung durch das Leuchtmittel 40 aktiviert. Die Staubsaugersteuerung
20 kann auch derart ausgeführt sein, dass die Beleuchtung und das elektrochrome Material
am Ende des Saugbetriebs für einen vorgegebenen Zeitraum automatisch aktiviert werden,
so dass der Bediener dann entscheiden kann, ob der Staubbehälter 12 geleert werden
muss. Des Weiteren kann die Staubsaugersteuerung 20 so ausgeführt sein, dass das elektrochrome
Material und die Beleuchtung nur zu vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitpunkten und
-dauern aktiviert werden. Auch eine Kombination der oben genannten Möglichkeiten,
mit denen die Beleuchtung aktiviert werden kann, ist denkbar.
[0036] Figur 5 zeigt schematisch vereinfacht eine mögliche Ausführungsform einer Staubsaugersteuerung
20 für den Staubsauger 10. Die hier dargestellte Staubsaugersteuerung 20 kann über
den Ein-/Aus-Schalter 26 des Staubsaugers 10 aus Figur 3 oder den Ein-/Aus-Schalter
26 oder das Bedienelement 28 des Staubsaugers 10 aus Figur 2 angesteuert werden. Die
Staubsaugersteuerung 20 umfasst einen Mikroprozessor 42 und einen Speicher 44, in
den ein Steuerungsprogramm 46 geladen ist. Das Leuchtmittel 40 und/oder das aus einem
elektrochromen Material bestehende oder damit beschichtete Sichtfenster 38 kann bzw.
können mit der Staubsaugersteuerung 20 als Reaktion auf eine Betätigung des Ein-/Aus-Schalters
26 oder des Bedienelements 28 und/oder in Abhängigkeit von im Steuerungsprogramm 46
festgelegten oder dort abrufbaren Zeitpunkten und -dauern angesteuert werden.
[0037] Bei einer Kombination der Beleuchtung des Innenraums des Staubbehälters 12 mit einer
Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters 12 kann mithilfe der Staubsaugersteuerung
20 die Beleuchtung gleichzeitig oder in einer vorgegebenen oder vorgebbaren zeitlichen
Korrelation zur Aktivierung des elektrochromen Materials erfolgen. Zusätzlich oder
alternativ kann des Weiteren die Spannungsversorgung für das Leuchtmittel 40 und/oder
die Spannungsversorgung zur Aktivierung des elektrochromen Materials auf- und/oder
abgedimmt werden.
[0038] Figur 6 zeigt ein Beispiel für eine zeitliche Korrelation zwischen einem Aufdimmen
einer Spannungsversorgung für ein elektrochromes Material des Staubbehälters 12 (durchgehende
Linie) und einem Aufdimmen einer Spannungsversorgung für eine Beleuchtung des Innenraums
des Staubbehälters 12 (gestrichelte Linie). Auf der Abszisse ist die Zeit aufgetragen.
Auf der Ordinate ist ein Zustand der Spannungsversorgung für das elektrochrome Material
bzw. für die Beleuchtung aufgetragen. Dabei liegt bei "0" keine Spannung an dem elektrochromen
Material an und die Beleuchtung ist komplett ausgeschaltet. Zum Zeitpunkt "X" erreicht
die Spannungsversorgung für das elektrochrome Material den Zustand "1", in dem das
elektrochrome Material mit maximaler Spannung beaufschlagt wird, so dass es seine
maximale Transparenz erreicht. Die Spannungsversorgung für die Beleuchtung erreicht
zu einem späteren Zeitpunkt "Y" den Zustand "1", in dem die Beleuchtung die größtmögliche
Helligkeit erreicht. Das Aufdimmen der jeweiligen Spannungsversorgung wird durch das
geradlinige Ansteigen über einen vorgegebenen Zeitraum zwischen den Zuständen der
Spannungsversorgung verdeutlicht. Selbstverständlich kann das Ansteigen auch nichtlinear,
sondern z.B. quadratisch, exponentiell oder in jeder anderen geeigneten Weise erfolgen.
Zwischen dem Einschalten und Aufdimmen der Spannungsversorgung für das elektrochrome
Material (durchgehende Linie) und dem Einschalten und Aufdimmen der Spannungsversorgung
für die Beleuchtung (gestrichelte Linie) liegt ein vorgegebener zeitlicher Abstand,
der z.B. im Steuerungsprogramm 46 (Figur 5) festgelegt ist. In dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel wird die Beleuchtung erst aktiviert, wenn das elektrochrome Material
schon zu einem gewissen Grad, z.B. zu etwa 50%, transparent ist. Wenn das Aufdimmen
der Spannungsversorgung für die Beleuchtung, wie in Figur 6 gezeigt, in der gleichen
Geschwindigkeit wie das Aufdimmen der Spannungsversorgung für das elektrochrome Material
erfolgt, wird die Spannungsversorgung für die Beleuchtung noch aufgedimmt, wenn das
elektrochrome Material seine maximale Transparenz erreicht hat. Das entsprechende
Hellerwerden der Beleuchtung kann dann vom Bediener deutlich wahrgenommen werden.
Alternativ kann die Spannungsversorgung für die Beleuchtung auch schneller aufgedimmt
werden als die Spannungsversorgung für das elektrochrome Material, z.B. so, dass der
Zustand "1" für beide Spannungsversorgungen zeitgleich erreicht wird. Für ein Abdimmen
der Spannungsversorgung für die Beleuchtung und das elektrochrome Material ist ein
korrespondierender Spannungsverlauf denkbar, bei dem die Spannungen vom Zustand "1"
auf den Zustand "0" kontinuierlich fallen.
[0039] Um die Innenoberfläche des Staubbehälters 12 gegen Abrasion durch die sich in Bewegung
befindlichen Staubpartikel zu schützen, speziell wenn der Staubbehälter 12 insgesamt
aus einem chromogenen oder elektrochromen Material gefertigt ist oder sich eine solche
Beschichtung auf der Innenoberfläche des Staubbehälters 12 befindet, wird das chromogene
/ elektrochrome Material durch die Beimischung von Additiven gleichzeitig kratzfest
ausgeführt.
[0040] Es versteht sich, dass zur Ausführung des Staubbehälters 12 als in seiner Transparenz
beeinflussbarer Staubbehälter 12 auch chromogene Gläser, insbesondere elektrochrome
Gläser, Verwendung finden können. Bei einer solchen Ausführungsvariante kommt ein
schichtartiger Aufbau des Staubbehälters 12 in Betracht, wobei sich eine elektrochrome
Glasschicht zwischen einem die Innenoberfläche des Staubbehälters 12 bildenden kratzfesten
Glaskörper und einem zweiten, außen liegenden Glaskörper mit herkömmlichen Materialeigenschaften
befindet.
[0041] Insgesamt kann mit dem hier vorgeschlagenen beutellosen Staubsauger 10 mit dem in
seiner Transparenz beeinflussbaren Staubbehälter 12 ein speziell im Betrieb hochwertig
anmutender beutelloser Staubsauger 10 geschaffen werden.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 10
- beutelloser Staubsauger
- 12
- Zyklon, Staubbehälter
- 14
- Zwischenfilter (Feinstaubfilter)
- 16
- Abluftfilter
- 18
- Gebläse
- 20
- Staubsaugersteuerung
- 22
- Elektroden
- 24
- Bedieneinrichtung
- 26
- Ein-/Aus-Schalter
- 28
- Bedienelement
- 30
- Handgriff
- 32
- Lade-/Betriebsanzeige
- 34
- Saugmund
- 36
- Staubrückhalteklappe
- 38
- Sichtfenster
- 40
- Leuchtmittel
- 42
- Mikroprozessor
- 44
- Speicher
- 46
- Steuerungsprogramm
1. Beutelloser Staubsauger (10) mit einem ganz oder teilweise aus einem chromogenen Material
gefertigten und damit in seiner Transparenz beeinflussbaren Staubbehälter (12).
2. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 1, wobei das chromogene Material ein elektrochromes
Material ist und der Staubbehälter (12) Elektroden (22) zur Aktivierung des elektrochromen
Materials aufweist.
3. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 2, wobei der Staubbehälter (12) aus dem
Staubsauger (10) entnehmbar ist und die dem Staubbehälter (12) zugeordneten Elektroden
(22) beim Kombinieren des Staubbehälters (12) mit dem Staubsauger (10) mit einem Stromkreis
zur Aktivierung des elektrochromen Materials verbindbar sind.
4. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 3, wobei der Stromkreis über eine Bedieneinrichtung
(24) des Staubsaugers (10) beeinflussbar ist.
5. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 4, wobei die Bedieneinrichtung (24) an
einem Handgriff des Staubsaugers (10) angeordnet ist.
6. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Bedieneinrichtung (24)
einen Schalter (26) zur Beeinflussung des Stromkreises umfasst.
7. Beutelloser Staubsauger (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei die Aktivierung
des elektrochromen Materials automatisch und zu vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitpunkten
für eine vorgegebene oder vorgebbare Dauer erfolgt.
8. Beutelloser Staubsauger (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Transparenz
des Staubbehälters (12) stufenlos oder zumindest im Wesentlichen stufenlos beeinflussbar
ist.
9. Beutelloser Staubsauger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei synchron mit
der Beeinflussung der Transparenz des Staubbehälters (12) ein oder mehrere, dem Staubbehälter
(12) zugeordnete Leuchtmittel (40) aktivierbar sind.
10. Beutelloser Staubsauger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit Mitteln zum Auf-
und/oder Abdimmen einer Spannungsversorgung für das elektrochrome Material sowie zum
Auf- und/oder Abdimmen einer Spannungsversorgung für das oder jedes Leuchtmittel (40).
11. Beutelloser Staubsauger (10) nach Anspruch 10, mit einer vorgegebenen oder vorgebbaren
zeitlichen Korrelation zwischen dem Aufdimmen der Spannungsversorgung für das elektrochrome
Material und dem Aufdimmen der Spannungsversorgung für das oder jedes Leuchtmittel
(40) und/oder dem Abdimmen der Spannungsversorgung für das oder jedes Leuchtmittel
(40) und dem Abdimmen der Spannungsversorgung für das elektrochrome Material.
1. Bagless vacuum cleaner (10) comprising a dust container (12) which is made of a chromogenic
material either completely or in part, allowing the transparency of said container
to be controlled as a result.
2. Bagless vacuum cleaner (10) according to claim 1, wherein the chromogenic material
is an electrochromic material and the dust container (12) has electrodes (22) for
activating the electrochromic material.
3. Bagless vacuum cleaner (10) according to claim 2, wherein the dust container (12)
can be removed from the vacuum cleaner (10) and the electrodes (22) assigned to the
dust container (12) can be connected to an electric circuit when the dust container
(12) is joined to the vacuum cleaner (10) in order to activate the electrochromic
material.
4. Bagless vacuum cleaner (10) according to claim 3, wherein the electric circuit can
be controlled via an operating device (24) on the vacuum cleaner (10).
5. Bagless vacuum cleaner (10) according to claim 4, wherein the operating device (24)
is arranged on a handle of the vacuum cleaner (10).
6. Bagless vacuum cleaner (10) according to either claim 4 or claim 5, wherein the operating
device (24) comprises a switch (26) for controlling the electric circuit.
7. Bagless vacuum cleaner (10) according to any of claims 2 to 6, wherein the electrochromic
material is activated automatically and at predetermined or predeterminable times
for a predetermined or predeterminable length of time.
8. Bagless vacuum cleaner (10) according to any of the preceding claims, wherein the
transparency of the dust container (12) can be continuously controlled or at least
substantially continuously controlled.
9. Bagless vacuum cleaner (10) according to any of claims 1 to 8, wherein one or more
illumination means (40) assigned to the dust container (12) can be activated at the
same time as the transparency of the dust container (12) is controlled.
10. Bagless vacuum cleaner (10) according to any of claims 1 to 9, comprising means for
increasing and/or decreasing a power supply for the electrochromic material and for
increasing or decreasing a power supply for the or each illumination means (40).
11. Bagless vacuum cleaner (10) according to claim 10, comprising a predetermined or predeterminable
temporal correlation between increasing the power supply for the electrochromic material
and increasing the power supply for the or each illumination means (40) and/or between
decreasing the power supply for the or each illumination means (40) and decreasing
the power supply for the electrochromic material.
1. Aspirateur sans sac (10) avec un réceptacle à poussières (12) fabriqué totalement
ou partiellement en matériau chromogène et dont la transparence peut ainsi être influencée.
2. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 1, dans lequel le matériau chromogène
est un matériau électrochromique et le réceptacle à poussières (12) présente des électrodes
(22) pour l'activation du matériau électrochromique.
3. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 2, dans lequel le réceptacle à poussières
(12) peut être enlevé de l'aspirateur (10), et les électrodes (22) affectées au réceptacle
à poussières (12) peut, lors de la combinaison du réceptacle à poussières (12) avec
l'aspirateur (10), être connectées à un circuit électrique pour l'activation du matériau
électrochromique.
4. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 3, dans lequel le circuit électrique
peut être influencé par le biais d'un dispositif de commande (24) de l'aspirateur
(10).
5. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 4, dans lequel le dispositif de commande
(24) est disposé sur une poignée de l'aspirateur (10).
6. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 4 ou 5, dans lequel le dispositif
de commande (24) comprend un commutateur (26) pour influencer le circuit électrique.
7. Aspirateur sans sac (10) selon l'une des revendications 2 à 6, dans lequel l'activation
du matériau électrochromique s'effectue automatiquement et à des moments prédéfinis
ou pouvant être prédéfinis pendant une durée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie.
8. Aspirateur sans sac (10) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la
transparence du réceptacle à poussières (12) peut être influencée de façon progressive
ou au moins essentiellement de façon progressive.
9. Aspirateur sans sac (10) selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel un ou plusieurs
moyens lumineux (40) affectés au réceptacle à poussières (12) peut être activés de
façon synchrone avec l'influence exercée sur la transparence du réceptacle à poussières
(12).
10. Aspirateur sans sac (10) selon l'une des revendications 1 à 9, avec des moyens pour
l'augmentation et/ou la réduction d'une alimentation en tension pour le matériau électrochromique
ainsi que pour l'augmentation et/ou la réduction d'une alimentation en tension pour
le moyen lumineux (40) ou pour chaque moyen lumineux.
11. Aspirateur sans sac (10) selon la revendication 10, avec une corrélation temporelle
prédéfinie ou pouvant être prédéfinie entre l'augmentation de l'alimentation en tension
pour le matériau électrochromique et l'augmentation de l'alimentation en tension pour
le moyen lumineux (40) ou pour chaque moyen lumineux et/ou entre la réduction de l'alimentation
en tension pour le moyen lumineux (40) ou pour chaque moyen lumineux et la réduction
de l'alimentation en tension pour le matériau électrochromique.