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(11) |
EP 2 613 658 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2016 Patentblatt 2016/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.08.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/004007 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/031658 (15.03.2012 Gazette 2012/11) |
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| (54) |
HAFTVERSCHLUSSTEIL
ADHESIVE CLOSURE PIECE
ÉLÉMENT DE FERMETURE PAR CONTACT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.09.2010 DE 102010044660
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.07.2013 Patentblatt 2013/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Gottlieb Binder GmbH & Co. KG |
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71088 Holzgerlingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- TUMA, Jan
71083 Herrenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bartels, Martin Erich Arthur |
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Patentanwälte
Bartels und Partner
Lange Straße 51 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2005/087033 DE-A1-102008 027 860
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DE-A1-102006 024 014
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Haftverschlussteil mit den Merkmalen im Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] In
WO 03/099951 A2 werden Verfahren zur Oberflächenmodifizierung eines Objekts angegeben, um die Adhäsionsfähigkeit
des Objekts zu erhöhen, wobei die Oberfläche einer Strukturierung unterzogen wird,
so dass eine Vielzahl von Vorsprüngen gebildet wird, die jeweils mit einem Fußteil
und einem Kopfteil gebildet werden, wobei der Fußteil eine von der Oberfläche wegweisende
Stirnfläche aufweist. Dabei wird jeder Vorsprung mit einer derartigen Größe gebildet,
dass alle Stirnflächen die gleiche senkrechte Höhe über der Oberfläche besitzen und
eine gemeinsame, durch gegenseitige Abstände zwischen den Stirnflächen unterbrochene
Kontaktfläche bilden. Die Vorsprünge sind elastisch und relativ zur Oberfläche geneigt
und aus einem Material gefertigt, dessen Elastizitätsmodul sich in wenigstens einer
der Bezugsrichtungen verringert, die eine Längsrichtung jedes Vorsprungs vom Fußteil
zum Kopfteil und eine Querrichtung jedes Vorsprungs axial von der Mitte des Fußteils
nach außen umfassen. Teile der Kontaktfläche können mit einer geringeren Ablösekraft
ausgestaltet sein, um ein erstes Aufbrechen der Haftverbindung zu erleichtern, während
andere Teile eine stärkere Ablösekraft erfordern.
[0003] Kontaktflächen in der Größenordnung von 0,2 bis 0,5µm
2 ermöglichen eine Wechselwirkung mit einem korrespondierenden weiteren Bauteil (Zweit-oder
Drittbauteil), an dem das Haftverschlussteil festgelegt werden soll, über die sogenannten
Van-der-Waals-Wechselwirkung, welche in klassischer Weise als Untergruppe der Adhäsion
angesehen wird. Das bekannte Haftverschlussteil weist gute Verbindungseigenschaften
auf, ist jedoch an ein aufwendiges und entsprechend kostenintensives Herstellverfahren
gebunden. Aufgrund der relativ starren Anordnung zwischen dem typischerweise pilzförmigen
Kopfteil und dem Trägerteil über ausschließlich geneigt angeordnete Stielteile ist
noch Raum freigelassen für verbesserte Lösungen im Hinblick auf die Anhaft- und Ablöseeigenschaften
des Haftverschlussteils bzw. der einzelnen Verschlussteile.
[0004] Aus der
DE 10 2008 027 860 A1 geht ein Haftverschlussteil hervor, umfassend ein Trägerteil und darauf aufstehend
angeordnete Verschlussteile mindestens einer Art, die jeweils ein Kopfteil aufweisen,
das an seiner freien Stirnseite zumindest eine Kontaktfläche zur wieder lösbaren Anhaftung
an ein weiteres Bauteil aufgrund von Verhakung aufweist, wobei randseitig an zumindest
eines der Kopfteile anschließend mindestens ein Anschlussabschnitt vorhanden ist,
der über den Rand des genannten Kopfteils in mindestens einer Richtung derart vorsteht,
dass es zu einer Veränderung der Größe für das entsprechende Kopfteil kommt.
In der
DE 10 2006 024 014 A1 und der
WO 2005/087033 A1 werden weitere Haftverschlussteile offenbart, deren Köpfe rund ausgebildet sind und
die sich in der Dicke radial nach außen hin verjüngen können.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die
Anhaft- und Ablöseeigenschaften des Haftverschlussteils an einem Zweit- oder Drittbauteil
zu verbessern, wobei allzu große Belastungen und Beschädigungen der Verschlussteile
vermieden werden sollen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Haftverschlussteil mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 in seiner Gesamtheit.
[0007] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass mehrere, mindestens zwei, Anschlussabschnitte
regelmäßig am jeweiligen Kopfteil ausgebildet sind.
[0008] Dadurch, dass randseitig an mindestens eines der Kopfteile anschließend mindestens
ein Anschlussabschnitt vorhanden ist, der über den Rand des genannten Kopfteils in
mindestens einer Richtung derart vorsteht, dass es zu einer Veränderung der wirksamen
Größe der Kontaktfläche für das entsprechende Kopfteil kommt, wird die Kontaktfläche
des zumindest einen Kopfteils derart modifiziert, dass sie vergrößert oder verkleinert
ist und an dem mindestens einen Anschlussabschnitt zumindest eine Abrisskante definiert
wird, welche ein Ablösen der Kontaktfläche von einem Zweit- oder Drittbauteil erleichtert.
Zweckmäßigerweise führt der mindestens eine Anschlussabschnitt zu einer Vergrößerung
der entsprechenden Kontaktfläche, besonders bevorzugt steht die komplette Fläche des
mindestens einen Anschlussabschnitts als zusätzliche Kontaktfläche zur Verfügung.
[0009] Randseitiger Anschluss im Sinne der Erfindung meint, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt
in einem Randbereich an das jeweilige Kopfteil angebunden wird. Dies kann beispielsweise
ein stirnseitiger Randabschnitt der Kontaktfläche sein, jedoch auch ein unmittelbar
oder mittelbar an die Kontaktfläche anschließender Seitenabschnitt des jeweiligen
Kopfteils sein. Zweckmäßigerweise ist der mindestens eine Anschlussabschnitt in einem
stirnseitigen Randbereich an das jeweilige Kopfteil angebunden. Typischerweise ist
das entsprechende Kopfteil pilzförmig ausgebildet und verjüngt sich vom stirnseitigen
Randbereich in Richtung des Trägerteils, genauer in Richtung eines das jeweilige Kopfteil
mit dem Trägerteil verbindenden Stielteils.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Haftverschlussteils erstreckt
sich der mindestens eine Anschlussabschnitt in Richtung der Erstreckung der jeweiligen
Kontaktfläche. Bei dieser Anordnung führt der mindestens eine Anschlussabschnitt zu
einer Verbreiterung der jeweiligen Kontaktfläche in Richtung der jeweiligen Erstreckung,
besonders bevorzugt schließt sich der jeweilige Anschlussabschnitt in Erstreckungsrichtung
unmittelbar an die jeweilige Kontaktfläche an. Es ist jedoch auch denkbar, dass der
jeweilige Anschlussabschnitt von der Kontaktfläche beabstandet und/oder nicht an einen
unmittelbar an die jeweilige Kontaktfläche angrenzenden stirnseitigen Randbereich
des jeweiligen Kopfteils angebunden ist. Bei derartigen Ausgestaltungen entsteht eine
höhere Flexibilität der gesamten Kontaktfläche, da die stirnseitige Kontaktfläche
und der jeweilige Anschlussabschnitt in unterschiedlichen Winkellagen an ein Drittbauteil
angebunden und mit diesem eine Adhäsionsverbindung eingehen können. Zweckmäßigerweise
weist mindestens ein Anschlussabschnitt entlang seiner Erstreckung Bereiche unterschiedlicher
Breite und/oder Dicke auf, insbesondere eine zum freien Rand abnehmende Dicke. Auf
diese Weise entstehen am Rand des mindestens einen Anschlussabschnitts bzw. der jeweiligen
Kontaktfläche gute anleg- und ablösbare Randabschnitte vergleichbar einer dünnen Lippe.
Weiter ist es vorteilhaft, den mindestens einen Anschlussabschnitt aus dem gleichen
Material wie das jeweilige Kopfteil auszubilden, insbesondere an dieses anzuformen.
Zudem können der mindestens eine Anschlussabschnitt und/oder das entsprechende Kopfteil
ein eigenständiges, mit dem entsprechenden Kopfteil bzw. Verschlussteil verbindbares
Bauteil sein. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass die jeweiligen Anschlussabschnitte
und/oder Kopfteile unabhängig vom weiteren Haftverschlussteil gefertigt werden können
und entsprechend einem jeweiligen Einsatzzweck mit dem Verschlussteil verbunden bzw.
auf dieses aufgesetzt werden können. Zur Ausgestaltung bestimmter Eigenschaften der
Anschlussabschnitte kann ein anderes Material im Gegensatz zu den für die übrigen
Verschlussteile verwendeten Materialien gewählt werden, insbesondere ein Material
mit guten Elastizitäts- und Adhäsionseigenschaften.
[0011] Mindestens ein Anschlussabschnitt ist bevorzugt als Zahn, Zacke und/oder Lasche ausgebildet.
Die Zähne, Zacken und/oder Laschen können durch Anformung des mindestens einen Anschlussabschnittes
an das Kopfteil ausgebildet werden oder durch Einbringen von Einschnitten bzw. Ausnehmungen
am jeweiligen Kopfteil. Bei einer derartigen Ausbildung des mindestens einen Anschlussabschnitts
werden randseitig angeordnete Abrisskanten in definierter Weise festgelegt. Zweckmäßigerweise
weisen die Zähne, Zacken und/oder Laschen jeweils eine dreieckförmige Form auf. Weiter
kann mindestens ein Anschlussabschnitt kammartig und/oder wellenförmig ausgebildet
sein. Auch ein sinusförmiger Verlauf des freien Anschlussabschnittrandes ist denkbar.
Es können jeweils gleichartige oder unterschiedliche Anschlussabschnitte an einem
Kopfteil vorgesehen sein.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Figuren und der
nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung. Die in den Figuren gezeigten Merkmale sind
rein schematisch und nicht maßstäblich zu verstehen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Haftverschlussteil;
- Fig. 2a-2d
- jeweils eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäß modifiziertes Kopfteil;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch zwei in Fig. 1 gezeigte Verschlussteile; und
- Fig. 4
- eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Haftverschlussteils.
[0013] Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Haftverschlussteils 10 mit einem Trägerteil 12,
auf welchem Verschlussteile 20a-20i angeordnet sind, von welchen jeweils ein Kopfteil
14a-14i sichtbar ist. Die Kopfteile 14a-14i weisen jeweils randseitig angeordnete
Anschlussabschnitte 16a-16i auf und erhalten durch deren regelmäßige Anordnung einen
rosettenartigen Außenrand. Des weiteren ist jedes Kopfteil 14a-14i und das entsprechende
Verschlussteil 20a-20i rotationssymmetrisch zum jeweiligen Mittelpunkt 18a-18i ausgebildet.
Hieraus ergibt sich der Vorteil von in sämtliche radiale Richtungen gleichen Eigenschaften
des jeweiligen Kopfteils 14a-14i bzw. Verschlussteils 20a-20i. Die maximale radiale
Erstreckung d
a-d
i der jeweiligen Kopfteile 14a-14i beträgt jeweils ca. 40µm. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind in einem Flächenabschnitt von 200µm x 200µm ca. zwölf Verschlussteile 20a-20i
angeordnet. Aus der gleichförmigen Ausbildung und Anordnung der einzelnen Verschlussteile
20a-20i ergeben sich homogene Eigenschaften des Haftverschlussteils 10.
[0014] In Fig. 2a ist das Verschlussteil 20a bzw. das Kopfteil 14a vergrößert dargestellt.
An der gezeigten Stirnfläche legt das Kopfteil 14a eine Kontaktfläche 22a fest, welche
im Wesentlichen kreisförmig mit Durchmesser D
K ausgebildet ist, wie mit Kreislinie 26a angedeutet. Eine innere Kreislinie 26i deutet
die radiale Erstreckung Ds des Stielteils 24 an. Die Kontaktfläche 22a wird durch
die Anschlussabschnitte 16a vergrößert, welche als regelmäßig entlang der äußeren
Kreislinie 26a angeordnete Zähne 28 ausgebildet sind.
[0015] Eine alternative Ausgestaltung von an einem Kopfteil 14' angeordneten Anschlussabschnitten
16' ist in Fig. 2b gezeigt. Die Anschlussabschnitte 16' sind als sich abwechselnde
Zähne 28' und Laschen 32 ausgebildet. Die Zähne 28' sind jeweils dreieckförmig und
in radialer Richtung 30 spitz zulaufend ausgebildet und weisen gegenüber den rechteckförmigen
Laschen 32 eine größere Erstreckung in radialer Richtung 30 auf, hingegen entlang
der äußeren Kreislinie 26a eine geringere Erstreckung. Auch in der in Fig.2b gezeigten
Ausgestaltung führen die sich in radialer Richtung 30 unmittelbar an die Kontaktfläche
22' anschließenden Anschlussabschnitte 16' in Form der Zähne 18' und Laschen 32 zu
einer Kontaktflächenvergrößerung.
[0016] In Fig. 2c ist eine dem Verlauf eines N-Ecks, hier eines Sechsecks, folgende Randkontur
einer Kontaktfläche 22" gezeigt. An ein pilzförmiges Kopfteil 14" sind sechs gleichförmige
Anschlussabschnitte 16" in Form von dreieckförmigen Zähnen 28" angeformt, wodurch
die genannte sechseckförmige Randkontur der Kontaktfläche 22" ausgebildet wird.
[0017] Fig. 2d zeigt eine Kontaktfläche 22"', deren Größe durch sich an den Rand der dreieckförmigen
Kontaktfläche 22"' bzw. des Kopfteils 14" anschließende Laschen 32'" und Kammabschnitte
34 vergrößert wird. Die drei Kammabschnitte 34 sind entlang der Seiten des gleichseitigen
Dreiecks, die Laschen 32'" an den drei Ecken des gleichseitigen Dreiecks angeordnet.
Aus Fig. 2d gut erkennbar ist, dass die Form des Kopfteiles 14'" nicht auf einen Pilz,
d.h., eine runde Form beschränkt ist, sondern ebenfalls eine eckige Form aufweisen
kann.
[0018] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch die in Fig. 1 gezeigten Verschlussteile 20a,
20b des Haftverschlussteils 10. Die Verschlussteile 20a, 20b stehen im Wesentlichen
senkrecht auf dem Trägerteil 12 auf und die an den Kopfteilen 14a, 14b ausgebildeten
Kontaktflächen 22a, 22b erstrecken sich jeweils im Wesentlichen parallel zum Trägerteil
12 und darüber hinaus in einer vom Trägerteil 12 mit dem gleichen Abstand x
3 beabstandeten Ebene. Die beiden Verschlussteile 20a, 20b unterscheiden sich dadurch,
dass das Stielteil 24a vom Kopfteil 14a zum Trägerteil 12 verlaufend im Wesentlichen
die gleiche Dicke Ds aufweist, wohingegen das Stielteil 24b eine Verjüngung y
2 und eine Verbreiterung y
3 aufweist. Die am Kopfteil 14a randseitig sich anschließenden Anschlussabschnitte
16a erstrecken sich entsprechend der Kontaktfläche 22a in radialer Richtung 30 und
vergrößern in unmittelbarem Anschluss die Kontaktfläche 22a.
[0019] Im Gegensatz dazu sind die am Kopfteil 14b vorgesehenen Anschlussabschnitte 16b quer
zur radialen Richtung 30 und zur axialen Richtung 36 gerichtet. Die durch die Anschlussabschnitte
16b vergrößerte Kontaktfläche 22b weist stirnseitig in radialer Richtung 30 ausgerichtete
Flächenbereiche und quer zur Radialrichtung 30 ausgerichtete Flächenbereiche auf.
Aus Fig. 3 gut erkennbar ist, dass die jeweiligen Anschlussabschnitte 16a-16b dünnlippig
ausgebildet sind und eine zum freien Rand abnehmende Dicke aufweisen. Es sind aber
auch Lösungsvarianten denkbar, bei denen der jeweilige Anschlußabschnitt sich mit
gleichbleibender Dicke bzw. Materialstärke an den freien Außenrand des zuordenbaren
Kopfteils anschließt, ohne sich nach außen hin lippenartig zu verjüngen, was insoweit
zu einer vorteilhaften Abstützung der insoweit bereits erläuterten Abrißkante oder
Abrißlinie führt. Die gezeigte Rotationssymmetrie der Verschlussteile 20a und 20b
ist zweckmäßig hinsichtlich rotationsinvarianter Eigenschaften.
[0020] In Fig. 4 ist das Verfahren zur Herstellung des Haftverschlussteil 10 veranschaulicht.
Aus einem Extruderkopf 40 extrudiertes Kunststoffmaterial wird zwischen eine Druckwalze
42 und eine Formwalze 44 geführt. Die Druckwalze 42 bewegt sich in eine erste Bewegungsrichtung
46, die Formwalze 44 in eine der ersten Bewegungsrichtung 46 entgegensetzten zweiten
Bewegungsrichtung 48. Die Formwalze 44 ist mantelseitig mit einem Formsieb 50 versehen,
in welchem entsprechend der auszubildenden Verschlussteile 20 Formhohlräume 52 ausgebildet
sind. An einer Innenseite 54 sind die Formhohlräume 52 entsprechend den Kopfteilen
14a-14c und den an diesen vorgesehenen Anschlussabschnitten ausgebildet. Durch die
Rotationsbewegung der beiden Walzen 42, 44 wird das in einen von diesen ausgebildeten
Spalt eingeführte Kunststoffmaterial in die Formhohlräume 52 des Formsiebs 50 gedrückt
und auf der der Formwalze 44 zugeordneten Seite des Trägerteils 12 aus Kunststoffmaterial
Verschlussteile 20 ausgebildet. Nach Aushärten und Entformen bzw. Ausführen der Verschlussteile
20 aus den entsprechenden Formhohlräumen 52 steht ein unmittelbar einsatzbereites
Haftverschlussteil 10 umfassend ein Trägerteil 12 und darauf aufstehend angeordnete
Verschlussteile 20, 20' mit Kopfteilen 14,14' bereit. Das Formsieb 50 hat dann von
der freien Stirnseite her betrachtet Formausnehmungen, wie sie beispielhaft in der
Fig.1 für eine ausgeführte Kopfform des Endproduktes dargestellt sind. Anstelle eines
Extrusionsverfahrens unter bevorzugter Verwendung von thermoplastischen Kunststoffen
können auch Zwei- oder Mehrkomponentenmischungen unter Verwendung von Formkavitäten
verarbeitet werden, wie beispielsweise Polyvinylsiloxan.
[0021] In vorteilhafter Weise ist das Trägerteil 12 einstückig mit den Verschlussteilen
20, 20' ausgebildet. Des Weiteren kann das jeweilige Kunststoffmaterial mittels eines
Mikro-Replikationsverfahrens verarbeitet werden. Weitere Verfahren zur Herstellung
des Haftverschlussteils bzw. der Verschlussteile 20 sind neben dem Chill-, Roll-Verfahren,
Mikro- oder Nanolithographieverfahren, einschließlich des sogenannten Mikro-Printing.
Jedenfalls läßt sich die aufgezeigte Mikrostruktur auch mittels einer Art Kristallwachstum
erreichen. Im übrigen läßt sich das Verschlussmaterial auch aus dem Vollen generieren,
beispielsweise unter Einsatz von Mikro-Funkenerosion oder entsprechender Laserstrahlbearbeitung.
[0022] Erfindungsgemäß können zudem die Verschlussteile 20, 20a-20i gesondert gefertigt,
bevorratet und/oder transportiert werden und anforderungsgemäß mit einem entsprechenden
Trägerteil 12 verbunden bzw. auf diesem angeordnet werden. Insbesondere können Verschlussteile
unterschiedlicher Art, beispielsweise erfindungsgemäß modifizierte Adhäsionsverschlussteile,
Verhakungsteile und/oder Schlaufenteile, auf einem Trägerteil 12 angeordnet werden.
Je nach Anwendungsfall können weitere Funktionselemente am Trägerteil 12 vorgesehen
werden, insbesondere können die Verschlussteile auf einem oder auf beiden Seiten des
Trägerteils 12 angeordnet werden.
1. Haftverschlussteil (10) umfassend ein Trägerteil (12) und darauf aufstehend angeordnete
Verschlussteile (20, 20a-20i) mindestens einer Art, die jeweils ein Kopfteil (14a-14i,
14'-14"') aufweisen, das an seiner freien Stirnseite zumindest eine Kontaktfläche
(22a-22i, 22'-22"') zur wieder lösbaren Anhaftung an ein weiteres Bauteil mittels
Adhäsionskraft aufweist, wobei randseitig an zumindest eines der Kopfteile (14a-14i,
14'-14"') anschließend mindestens ein Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') vorhanden
ist, der über den Rand des genannten Kopfteils (14a-14i, 14'-14"') in mindestens einer
Richtung (30, 36) derart vorsteht, dass es zu einer Veränderung der Größe der Kontaktfläche
(22a-22i, 22'-22"') für das entsprechende Kopfteil (14a-14i, 14'-14"') kommt, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, mindestens zwei, Anschlussabschnitte (16a-16i, 16'-16"') regelmäßig am jeweiligen
Kopfteil (14a-14i, 14'-14"') ausgebildet sind.
2. Haftverschlussteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') zur Vergrößerung der entsprechenden
Kontaktfläche (22a-22i, 22'-22"') führt.
3. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') an einem stirnseitigen
Randbereich des jeweiligen Kopfteils (14a-14i, 14'-14"') vorgesehen, insbesondere
angeformt, ist.
4. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich mindestens ein Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') in Richtung (30) entlang
der Erstreckung der jeweiligen Kontaktfläche (22a-22i, 22'-22"') erstreckt bzw. gerichtet
ist.
5. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') gegenüber der Erstreckung der
jeweiligen Kontaktfläche (22a-22i, 22'-22"') geneigt, bevorzugt vom Trägerteil (12)
weg, gerichtet ist.
6. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') entlang seiner Erstreckung
Bereiche unterschiedlicher Breite und/oder Dicke aufweist, insbesondere eine zum freien
Rand abnehmende Dicke.
7. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') aus dem gleichen Material
wie das jeweilige Kopfteil (14a-14i, 14'-14"') ausgebildet, insbesondere an dieses
angeformt, ist.
8. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16"') und/oder das jeweilige
Kopfteil (14a-14i, 14'-14"') als eigenständiges, mit dem entsprechenden Kopfteil (14a-14i,
14'-14"') bzw. dem entsprechenden Verschlussteil (20, 20a-20i) verbindbares Bauteil
ausgebildet ist.
9. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anschlussabschnitt (16a-16i, 16'-16'") als Zahn (18-18"'), Zacke und/oder
Lasche (32, 32"') ausgebildet ist.
10. Haftverschlussteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anschlussabschnitt (34) kammartig und/oder wellenförmig ausgebildet
ist.
1. An adhesive closure part (10) comprising a backing part (12) and closure parts (20,
20a-20i) of at least one type that are arranged in an upright manner on said backing
part, and that in each instance has a head part (14a-14i, 14'-14"') that has on its
free end face at least one contact surface (22a-22i, 22'-22"') for adhering to another
component by means of an adhesive force in such a way that the contact surface can
be detached again, the edge of at least one of the head parts (14a-14i, 14'-14"')
having, connected thereto, at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') which
projects beyond the edge of said head part (14a-14i, 14'-14"') in at least one direction
(30, 36) in such a way that the result is a change in the size of the contact surface
(22a-22i, 22'-22"') for the corresponding head part (14a-14i, 14'-14"'), characterised in that a number of, at least two, connecting sections (16a-16i, 16'-16"') are formed at
regular intervals on the respective head part (14a-14i, 14'14"').
2. The adhesive closure part according to Claim 1, characterised in that the at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') results in an enlargement
of the corresponding contact surface (22a-22i, 22'-22"').
3. The adhesive closure part according to either of the preceding claims, characterised in that the at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') is provided, in particular
moulded onto, an end face-side edge region of the respective head part (14a-14i, 14'-14'').
4. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') extends or is oriented in the
direction (30) along the extension of the respective contact surface (22a-22i, 22'-22"').
5. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') is oriented inclined relative
to the extension of the respective contact surface (22a-22i, 22'-22'"), preferably
facing away from the backing part (12).
6. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that at least one connecting section (16a-16i, 16'-16'") has regions of varying width
and/or thickness, in particular a thickness that decreases in the direction of the
free edge, along the extension of the connecting section.
7. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that the at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') is made of the same material
as the respective head part (14a-14i) and, in particular, is moulded to said head
part.
8. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that the at least one connecting section (16a-16i, 16'-16'") and/or the respective head
part (14a-14i, 14'-14"') is designed as an independent component that can be connected
to the corresponding head part (14a-14i, 14'-14"') or to the corresponding closure
part (20, 20a-20i).
9. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that at least one connecting section (16a-16i, 16'-16"') is designed as a tooth (18-18"'),
a serration and/or a tab (32, 32"').
10. The adhesive closure part according to any of the preceding claims, characterised in that at least one connecting section (34) is designed in the manner of a comb and/or in
the shape of a wave.
1. Partie (10) de fermeture autoagrippante comprenant une partie (12) formant support
et des parties (20, 20a à 20i) de fermeture, qui s'y dressent, d'au moins un type,
qui ont respectivement une partie (14a à 14i, 14' à 14"') formant tête, laquelle a
sur son côté frontal libre au moins une surface (22a à 22i, 22' à 22"') de contact
pour l'accrochage, pouvant se redécrocher, sur une autre pièce au moyen d'une force
d'accrochage, dans laquelle il y a, à la suite du côté du bord d'au moins l'une des
parties (14a à 14i, 14' à 14"') formant tête, au moins un segment (16a à 16i, 16'
à 16"') d'extension, qui dépasse du bord de ladite partie (14a à 14i, 14' à 14"')
formant tête dans au moins une direction (30, 36), de manière à produire une modification
de la dimension de la surface (22a à 22i, 22' à 22"') de contact pour la partie (14a
à 14i, 14' à 14"') formant tête correspondante, caractérisée en ce que plusieurs, au moins deux, segments de (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension sont formés
régulièrement sur la partie (14a à 14i, 14' à 14"') respective.
2. Partie de fermeture autoagrippante suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension emporte un agrandissement
de la surface (22a à 22i, 22' à 22"') de contact correspondante.
3. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension est prévu sur une partie
de bord du côté frontal de la partie (14a à 14i, 14' à 14"') formant tête respective,
en y étant notamment formée.
4. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension s'étend ou est dirigé dans
la direction (30) suivant laquelle s'étend la surface (22a à 22i, 22' à 22"') de contact
respective.
5. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension est incliné par rapport à
l'étendue de la surface (22a à 22i, 22' à 22"') de contact respective, en s'éloignant
de préférence de la partie (12) formant support.
6. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension a, suivant son étendue, des
parties de largeur et/ou d'épaisseur différente, notamment une épaisseur diminuant
vers le bord libre.
7. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension est en la même matière
que la partie (14a à 14i, 14' à 14"') formant tête respective, en y étant notamment
formée.
8. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension et/ou la partie (14a à
14i, 14' à 14"') formant tête respective est constituée sous la forme d'une pièce
indépendante, pouvant être reliée à la partie (14a à 14i, 14' à 14"') formant tête
correspondante, ou à la partie (20, 20a à 20i) de fermeture correspondante.
9. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un segment (16a à 16i, 16' à 16"') d'extension est constitué sous la forme
d'une dent (18 à 18'), d'une pointe et/ou d'une attache (32, 32'").
10. Partie de fermeture autoagrippante suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un segment (34) d'extension est dentelé et/ou ondulé.
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