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EP 2 614 864 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.2015 Patentblatt 2015/17 |
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Anmeldetag: 23.07.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Anlage zur Bearbeitung von Laufflächen an Skiern und Snowboards
Assembly for treating the soles of skis and snowboards
Dispositif de traitement de surfaces de glisse de skis et snowboards
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.01.2012 CH 452012
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.07.2013 Patentblatt 2013/29 |
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Patentinhaber: Spühl AG |
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9300 Wittenbach (CH) |
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Erfinder: |
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- Reut, Mario
8576 Mauren (CH)
- Patrick Jung
9000 St. Gallen (CH)
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Vertreter: Kraus & Weisert
Patentanwälte PartGmbB |
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Thomas-Wimmer-Ring 15 80539 München 80539 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 671 189 FR-A- 1 594 036
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DE-C1- 19 830 251 FR-A1- 2 789 339
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Anlage zur Bearbeitung von Laufflächen an Skiern
und Snowboards gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Die Laufflächen von Skiern und Snowboards zusammengefasst kurz Skier genannt werden
auf harten Pisten und insbesondere in schneearmen Gebieten mechanisch sehr strapaziert
und dadurch die Laufeigenschaften negativ beeinflusst bzw. der Reibwiderstand vergrössert.
Bei Hochleistungsskiern sind die Laufflächen nicht völlig glatt sondern sie weisen
meist eine Struktur in Gestalt von Rillen oder anderen Einprägungen auf, die einerseits
durch Abnutzung durch die harten Eiskristalle des Schnees hervorgerufen wird oder
eben durch Beschädigungen anderer Art. Um dem Ski wieder die ursprünglichen Eigenschaften
zu verleihen oder diesen an spezielle Verhältnisse anzupassen (Weichschnee oder Hartschnee)
sind Vorrichtungen bekannt, welche durch einen Schleifvorgang und anschliessendes
Bearbeiten die ursprüngliche Struktur wieder aufbringen oder eine Struktur auf Wunsch
des Skiläufers erzeugen. Zusammen mit der Strukturierung der Lauffläche müssen auch
die Stahlkanten nachgeschliffen werden und/oder der Winkel der Aussenkante zur Unterseite
verändert werden.
[0003] Seit vielen Jahren sind dazu unterschiedliche Vorrichtungen auf dem Markt, bei denen
die Skier an einem Ende der Vorrichtung eingelegt und dann über verschiedene Bearbeitungsstationen
geführt werden. Solche Anlagen eignen sich für die Verarbeitung von tausenden von
Skiern pro Jahr, nicht jedoch für kleinere Betriebe wie Sportgeschäfte, Servicestationen,
etc. Einfache bekannte Vorrichtungen sind in der Lage, die Lauffläche zu schleifen,
und gleichzeitig werden durch die Schleifscheiben die Stahlkanten an deren Unterseite
plan zu den Laufflächen geschliffen. Grössere Anlagen sind auch ausgerüstet, dass
die Seitenkanten in einen festen Winkel neu geschliffen werden. Dabei müssen die Vorrichtungen
die Konturen der heute meist sehr taillierten Skiern erfassen und entlang diesen müssen
die Schleifscheiben geführt werden. Dokument
FR-A-1 594 036 beschreibt eine Anlage gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Anlage zu schaffen,
mit der alle Bearbeitungsschritte auf kleinem Raum möglich sind und dabei eine optimale
Lauffläche erzeugt wird, bei der sowohl die Lauffläche als auch die seitlichen Kanten
an die jeweiligen Erfordernisse anpassbar sind.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Anlage gemäss den Merkmalen des Patentanspruches
1. Vorteilhafte Ausgestaltung der Anlage sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
[0006] Es gelingt durch das Festhalten eines Skis mit nach unten gerichteter Lauffläche
oder Sohle im Zentrum eines Maschinenrahmes und einem die Bearbeitungswerkzeuge aufnehmenden
Wagen, der unter dem festgehaltenem Ski hindurchläuft, die Bearbeitung in sehr engen
und damit belagschonenden Toleranzen zu bearbeiten. Der Ski ist dabei dauernd auf
einer Vielzahl von Tragrollen abgestützt und behält während der Bearbeitung die für
diese notwendige plane Ausrichtung. Mit den im Maschinenrahmen verfahrbaren Tragrollen
können diese in sehr kurzen gegenseitigen Abständen den Ski tragen und es können dadurch
Durchbiegungen der Skis beim Anpressen der Bearbeitungswerkzeuge vermieden werden.
Die Positionierung des Skis im Maschinenrahmen erfolgt auf teils fest angeordneten
und teils bewegten Tragrollen, so dass der Ski stets exakt ausgerichtet liegt, wenn
die Bearbeitungswerkzeuge unter dem Ski vorbeigeführt werden. Die Bearbeitungswerkzeuge
werden durch Distanzsensoren in eingestelltem Abstand an den Ski heran und entlang
der Sohle und den meist gekrümmten Seitenflanken geführt. Um eine optimale Oberfläche
der Bearbeitungswerkzeuge beibehalten zu können, werden diese mit einem Abziehelement,
zum Beispiel mit einem Diamanten, der am Maschinenrahmen geführt befestigt ist, in
zeitlich wählbaren Abständen neu abgezogen oder/und es werden Muster auf den Schleifscheiben
erzeugt, um entsprechende Schliffe bzw. Strukturen auf den Laufflächen der Skier zu
erhalten. Das Abziehelement wird vorzugsweise aus einer durchgehenden Bohrung mit
Kühlwasser beaufschlagt und so der Verschleiss und die Wäremeentwicklung verringert.
Im Bereich des unteren Scheitels der Schleifscheiben werden diese mit einem exakt
auf die Schleifscheibenoberflächen gerichteten Wasserstrahl gereinigt, d.h. es wird
der Schleifstaub und allfälliger Ausbruch kontinuierlich aus den Schleifscheiben entfernt,
bevor letztere wieder in Kontakt mit dem Ski gelangt. Um Fehler durch Unwucht, insbesondere
der Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe, mit welcher der Belag bearbeitet wird,
zu vermeiden, können Mittel zum Erkennen und/oder zum Beheben der Unwucht vorgesehen
sein.
[0007] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht der Anlage nach dem Einlegen eines Skis,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Anlage während der Bearbeitung des Skis,
- Figur 3
- einen Horizontalschnitt durch die Anlage entlang Linie III-III in Figur 1,
- Figur 4
- eine vergrösserte Darstellung des Bereichs A in Figur 3,
- Figur 5
- eine Seitenansicht der Ständer- und Tragrollen wie sie in Figur 1 auf der linken Seite
ersichtlich sind,
- Figur 6
- eine Ansicht eines Ständers und einer Tragrolle sowie der Klemmelemente,
- Figur 7
- eine Ansicht einer Reinigungsdüse unter der Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe
und
- Figur 8
- eine Seitenansicht der Abziehvorrichtung für die Schleifscheiben.
[0008] In den Figuren ist mit Bezugszeichen 1 eine Anlage zur Bearbeitung von Laufflächen
an Skiern und Snowboards, kurz Skiern 5, dargestellt. Die Anlage 1 umfasst einen Maschinenrahmen
3, der mit Rahmenstützen 7 auf dem Boden des Raums abgestützt ist. Im zentralen Teil
des einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Maschinenrahmens 3 sind nach unten
wirkende pneumatische oder hydraulische Presszylinder 9 an einem geeignet ausgebildeten
Sockel 11 angeordnet. Die Presszylinder 9 dienen dazu, den Ski 5 auf unter diesem
liegende Tragrollen 13 zu drücken und zwar derart, dass der Ski 5 bzw. dessen Sohle
21 aus seiner bombierten Gestalt in eine gestreckte, absolut lineare Lage gedrückt
wird. Die Tragrollen 13 sind auf Drehwellen an Ständern 15 frei drehbar gelagert.
Die Ständer 15 weisen an ihren unteren Enden eine Verbreiterung 15' auf, an der paarweise
Laufrollen 16 gelagert sind, die auf zwei parallel verlaufenden Schienen 18 im Maschinenrahmen
3 geführt werden. Im Bereich der Schienen 18 verläuft ein Band oder Zahnriemen 17.
Die einzelnen Ständer 15 mit den darüber gelagerten Tragrollen 13 sind mit geeigneten
Klemmmechanismen 20 mit den Zahnriemen 17 verbind- und wieder lösbar ausgebildet.
[0009] Ebenfalls, jedoch fest verbunden mit dem Zahnriemen 17, ist ein Wagen 19 angeordnet,
auf welchem die Bearbeitungswerkzeuge für die Bearbeitung der Sohle 21 und der Kanten
23 des eingespannten Skis 5 angeordnet sind.
[0010] In Figur 2 auf der rechten Seite des Wagens 19 sind z.B. zwei weitere Ständer 15
mit Tragrollen 13 angeordnet und - im Gegensatz zu den beiden Ständern 15 mit Tragrollen
13 auf der linken Seite - sind diese auf der rechten Seite des Wagens 19 zusammengeschoben.
[0011] Auch an am Wagen 19 sind Tragrollen 13 befestigt und somit mit dem Wagen 19 verfahrbar.
Der Wagen 19 wird getragen von Rollen (nicht dargestellt), die z.B. auf den gleichen
Schienen 18 abwälzen wie die Ständer 15 für die Tragrollen 13. Auch die beiden auf
der linken Seite des Wagens 19 befindlichen Ständer 15 sind mit Klemmmitteln 20 versehen,
mit denen eine temporäre Verbindung zum Zahnriemen 17 herstellbar ist. Die Ansteuerung
der Klemmmittel 20 erfolgt über flexible Steuer- und Stromkabel.
[0012] Auf dem Wagen 19 ist auf der linken Seite eine Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe
25 mit einem Antriebsmotor angeordnet. Auf der rechten Seite des Wagens 19 sind an
fliegenden Wellen mit je einem Antriebsmotor Tuning-Schleifscheiben 27 angeordnet.
Zwischen der Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe 25 und der Tuning-Schleifscheibe
27 sind wiederum an antreibbaren Wellenstummeln Topfschleifscheiben 29 am Wagen 19
befestigt.
[0013] Die Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe 25 und die Tuning-Schleifscheiben 27
sind höhenverstellbar gelagert und können mit einer vorgebbaren Kraft an die Sohle
21 bzw. die Kanten 23 des Skis 5 herangefahren und angepresst werden. Die beiden Tuning-Schleifscheiben
27 können zudem in axialer Richtung in eine optimale Position verfahren werden, um
den gesamten Verlauf der Kanten 23, der bei modernen Skiern 5 bekanntlich nicht linear,
sondern bogenförmig ist, abdecken zu können. Dasselbe gilt für die beiden Topfschleifscheiben
29, welche gleichzeitig an die Aussenkanten, d.h. im Wesentlichen rechtwinklig zur
Sohle 21 verlaufenden Kanten 23 heranführbar und pneumatisch anpressbar sind. Im Weiteren
können die Drehachsen der Tuning-Schleifscheiben 27 aus der Horizontalen in einen
spitzen Winkel geschwenkt werden. Dies ermöglicht es, den Winkel zwischen der unteren
Kantenfläche in der Sohlenebene zu den seitlichen Flächen der Kanten 23 zu verändern.
[0014] Mit einer programmierbaren Steuerung können die Funktionen der verschiedenen Schleifscheiben
25, 27 und 29 sowie deren Höhen- bzw. Seitenlagen bei der Bearbeitung eines Skis 5
einzeln oder gemeinsam gesteuert werden. Das seitliche Zufahren der quer zum Ski 5
erfolgt gesteuert durch Distanzsensoren, so dass die Kontur des Skis 5 nicht bekannt
sein muss, sondern jeder beliebige Ski 5, auch Neukreationen, in der Anlage 1 bearbeitet
werden können. Vereinfacht wird diese Möglichkeit auch dadurch, dass die Spitze 31
des Skis 5 stets an einer festgelegten Stelle liegt, die beispielsweise durch eine
bogenförmige Aufnahme 33 gebildet wird (vgl. Figur 3).
[0015] Zur Pflege bzw. Wartung der Oberflächen der Schleifscheiben 25, 27 und 29 kann am
Maschinenrahmen 3 mindestens ein Abrichtelement, z.B. ein Diamant 35, auf einer Abrichtvorrichtung
36 angeordnet sein, der sich einerseits von oben auf den Mantel der Gleitflächen-
und Struktur-Schleifscheibe 25 und die Mäntel der Tuning-Schleifscheiben 27 absenken
und parallel zu deren Drehachsen oder der Oberflächen verschieben lässt. In einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Abrichtvorrichtung 36, weisen die Diamanten
35 zur schneidenden Spitze hin mindestens eine Bohrung zum Hindurchführen von Kühlwasser
auf. Damit wird einerseits eine optimale Kühlung des Diamanten 35 erreicht und andererseits
dessen Standzeit vergrössert. Mit dem Diamanten 35 können nicht nur im gewünschten
Winkel liegende und glatte Oberflächen an den Schleifscheiben erzeugt werden, sondern
es können auch Rillen in den Oberflächen der Schleifscheiben eingelassen werden, welche
ein spezielles Schleifbild auf der Sohle 21 des bearbeiteten Skis 5 erzeugen.
[0016] Im Bereich der unteren Scheitel S
u der Schleifscheiben können Düsen 37 zum Hindurchführen von Wasser zur Reinigung der
Schleifscheibenoberflächen angeordnet sein. Die Düsen 37 sind direkt und in geeignetem
Winkel zu den Mantelflächen der Schleifscheiben ausgerichtet, derart, dass Schleifstaub
und Ausbruch aus deren Oberfläche entfernt werden kann. Bei jeder Drehung der Schleifscheiben
wird diese folglich gereinigt und ist sauber und nicht zugesetzt, so dass der Schleifeffekt
stets gleichbleibend ist.
[0017] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Anlage 1 kurz erläutert.
[0018] Nach dem Auflegen eines Skis 5 auf die rechts des Wagens 19 befindlichen Tragrollen
13 und dem Heranschieben der Skispitze 31 an die Aufnahme 33 wird der Ski 5 durch
die Presszylinder 9 von oben auf die Tragrollen 13 gepresst und dadurch deren Sohle
21 plan ausgerichtet ist. Der Ski 5 wird dadurch in seiner eingespannten Position
festgehalten.
[0019] Anschliessend beginnt der Wagen 19 aus seiner Parkstellung (linke Seite im Maschinenrahmen
3) nach rechts zu fahren. Er wird dabei durch den seitlich angeordneten Zahnriemen
17 spielfrei geführt. Als erstes gelangt die Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe
25 in Kontakt im Bereich der Spitze des Skis 5 mit der Sohle 21 und wird von den nicht
dargestellten Anpressmitteln mit vorgegebener und geregelter Anpresskraft an die Sohle
21 angepresst. Die beiden anderen Schleifscheiben 29 und 27 sind bei diesem ersten
Durchgang, bei dem der Wagen 19 aus seiner linken Position in eine rechte Position
fährt, nicht in Kontakt mit dem Ski 5.
[0020] Beim Fahren des Wagens 19 gelangt auch die links von der Tuning-Schleifscheibe 27
liegende Tragrolle 13 unter den Ski 5 und stützt diesen. Bei der weiteren Bewegung
nach rechts gelangen auch die übrigen Tragrollen 13 am Wagen 19 und diejenigen links
des Wagens 19 unter die Sohle 21 des Skis 5 und die beiden zu Beginn den Ski 5 tragenden
Tragrollen 13 (rechts vom Wagen 19) verlassen nach rechts die Sohle 21 des Skis 5
und werden zusammengestossen. Während sich der Wagen 19 zur rechten Seite bewegt,
werden die beiden zuvor auf der linken Seite des Wagens 19 angeordneten eng nebeneinanderliegenden
Tragrollen 13 mit den Zahnriemen 17 gekoppelt und mitgeschleppt und an vorgegebenen
Positionen wieder abgekoppelt, um den Ski 5 auch in der jetzigen Position zu stützen.
Während eines Arbeitsdurchgangs des Wagens 19 von links nach rechts wird der Ski folglich
dauernd von mehreren Rollen 13 gestützt, jedoch nicht immer von den gleichen Tragrollen
13.
[0021] Bei der Rückkehr des Wagens 19 von seiner Position auf der rechten Seite kommen die
beiden Schleifscheiben 29 und 27, d.h. die Tuning-Schleifscheibe 27, welche die Kantenunterseite
bearbeitet, und die Topfschleifscheibe 29, welche die Kantenaussenfläche bearbeitet,
in Eingriff, nachdem zuvor durch die Steuerung bzw. die Sensoren die Schleifscheiben
in die richtige Position gebracht haben. Selbstverständlich kann - falls notwendig
- auch die Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe 25 beim Zurückfahren wiederum
die Sohle 21 bearbeiten. Beim Zurückfahren werden wie zuvor die Tragrollen 13 auf
der linken Seite nun die Tragrollen 13 auf der rechten Seite des Wagens 19 durch die
Klemmelemente 20 mit dem Zahnriemen 17 verbunden, so dass der Ski 5 stets und in etwa
gleichbleibenden Abständen von unten gestützt ist, derart, dass die vertikale Lage
der Sohle 21 des Skis 5 stets exakt in der räumlich gleichen Stellung verharrt. Selbstverständlich
können durch Distanzsensoren die Lagen der Tragrollen 13 derart bezüglich des Skis
5 eingestellt werden, dass unabhängig von der Länge des Skis letzterer stets in regelmässigen
Abständen unterstützt wird.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung können in den seitlichen
Lagern, insbesondere der Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe 25, Mittel 39 angeordnet
sein, um eine Unwucht festzustellen, die durch Abnutzung der Schleifscheibe 25 auftreten
kann. Nach dem Feststellen einer Unwucht können entweder Auswuchtgewichte an geeigneter
Stelle der Schleifscheibe 25 angebracht werden oder bereits montierte Auswuchtgewichte
entsprechend verschoben und neu fixiert werden.
[0023] Die Notwendigkeit einer Abrichtung der Oberflächen der Schleifscheiben kann in festen
zeitlichen Abständen, in Abhängigkeit der Anzahl der bearbeiteten Skier 5 oder über
Sensoren ausgelöst werden, welche Unregelmässigkeiten feststellen.
[0024] Am Wagen 19 können - falls erwünscht - auch zusätzlich zu den Schleifscheiben Prägevorrichtungen
angeordnet werden, welche in die Sohle 21 des Skis 5 geeignete Strukturen einprägen.
Dies kann mit geheizten Prägewalzen oder durch Heizen und nachfolgendes Prägen der
erweichten Oberfläche erfolgen.
1. Anlage (1) zur Bearbeitung von Laufflächen (21) und den Kanten (23) an Skiern (5)
und Snowboards, umfassend einen Maschinenrahmen (3) zum Befestigen der Bearbeitungswerkzeuge
und der Halteelemente für die Skier (5) oder Snowboards während der Bearbeitung von
deren Laufflächen (21 und Kanten (23), wobei die Skier (5) oder Snowboards während
der Bearbeitung von den Halteelementen ortsfest gehalten werden und die Bearbeitungswerkzeuge
auf einem Wagen (19) in Längsrichtung der Skier (5) im Maschinenrahmen (3) verfahrbar
sind, wobei am Wagen (19) eine die Sohle (21) zu bearbeiten bestimmte, von einem Motor
antreibbare Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe (25) angeordnet ist, und wobei
am Wagen (19) zwei die Aussenflächen der Kanten (23) zu bearbeiten bestimmte Schleifscheiben
(29) angeordnet sind, von denen mindestens eine axial bezüglich der anderen verschiebbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die, die Aussenflächen der Kanten (23) zu bearbeiten bestimmte Schleifscheibentopfscheiben
sind,
- am Wagen (19) zwei die Kantenunterseite zu bearbeiten bestimmte Tuning-Schleifscheiben
(27) angeordnet sind, von denen mindestens eine axial bezüglich der anderen verschiebbar
ist und dass
- Mittel zum Bestimmen des Abstands der mindestens einen Tuning-Schleifscheibe (27)
und der mindestens einen Topfschleifscheibe (29) zum Ski (5) und zum Steuern von deren
Axialvorschub angeordnet sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente für die Skier (5) quer zur Fahrtrichtung des Wagens (19) angeordnete
Tragrollen (13) umfasst, welche Tragrollen (13) teils auf dem Wagen (19) seitlich
und parallel zu den Bearbeitungswerkzeugen gelagert und teils auf Ständern (15) vor
und hinter dem Wagen (19) auf dem Maschinenrahmen (3) verfahrbar sind.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständer (15) mit den Tragrollen (13) durch ein flexibles Band oder einen Zahnriemen
(17) verschiebbar sind, wobei die Ständer (15) ein- und auskuppelbar vom Band oder
Zahnriemen (17) mitnehmbar sind.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Skier (5) mit oben am Maschinenrahmen (3) befestigten Niederhaltern (9) auf die
Tragrollen (13) anpressbar sind, bis deren Sohle (21) in einer Ebene ausgerichtet
liegt.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifscheiben (25,27) von unten an die Sohle (21) des Skis (5) heranfahrbar
und an dieser mit einstellbarer und geregelter Kraft anpressbar sind.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Topfschleifscheibe (29) und eine Tuning-Schleifscheibe (27) gesteuert
durch einen Distanzsensor seitlich an die eine Kante (23) zuführbar und der Kontur
der Kante (23) nachführbar ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Drehachsen der Topfschleifscheibe (29) und/oder der Tuning-Schleifscheibe
(27) zur Horizontalen manuell oder motorisch ein- und verstellbar ist.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Profilieren oder Abrichten der Schleifscheiben (25,27,29) am Maschinenrahmen
(3) ein oder mehrere Abrichtelemente oder -diamanten (35) zu den Schleifscheiben (25,27,29)
zustellbar angeordnet sind und dass zur Kühlung des mindestens einen Abrichtelements
(35) dieses mindestens eine axial zu dessen Längsausdehnung verlaufende Bohrung zum
Hindurchführen eines Kühlmittels aufweist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Reinigung der Schleifscheiben (25,27) von Schleifstaub und Ausbrüchen im Bereich
des jeweils unteren Scheitels Su auf die Oberflächen der Schleifscheiben (25,27) gerichtete Druckwasserdüsen (37)
angeordnet sind.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen- und Struktur-Schleifscheibe (25) an den beidseitigen Lagerstellen
mit Mitteln (39) zum Erkennen einer Unwucht und/oder zum Anbringen von Auswuchtmassen
und/oder zum Verschieben von Auswuchtmassen am Umfang der Schleifscheibe (25) angeordnet
sind.
1. Assembly for machining running surfaces (21) and the edges (23) on skis (5) and snowboards,
comprising a machine frame (3) for securing the machining tools and the holding elements
for the skis (5) or snowboards during the machining of their running surfaces (21)
and edges (23), wherein the skis (5) or snowboards during the machining are held stationary
by the holding elements and the machining tools are movable in the machine frame on
a carriage (19) in the longitudinal direction of the skis (5),
wherein a motor-driven sliding surface- and structure-grinding wheel (25) is arranged
on the carriage (19) and designed to machine the bottom (21), and
wherein two grinding wheels (23) designed to machine the outer surfaces of the edges
(23) are arranged on the carriage (19), of which at least one is axially displaceable
relative to the other one,
characterized in that
the grinding wheels (23) designed to machine the outer surfaces of the edges (23)
are cup grinding wheels,
two tuning grinding wheels (27) designed to machine the edge underside are arranged
on the carriage (19), of which at least one is axially displaceable relative to the
other one, and
means for determining the distance of the at least one tuning grinding wheel (27)
and the at least one cup grinding wheel (29) to the ski (5) and for controlling their
axial feed are provided.
2. The assembly according to claim 1, characterized in that the holding elements for the skis (5) comprise carrier rollers (13) that are arranged
transversely to the direction of travel of the carriage (19), which carrier rollers
(13) are partly mounted on the carriage (19) laterally and parallel to the machining
tools, and partly are displaceable on stands (15) in front of and behind the carriage
(19) on the machine frame (3).
3. The assembly according to claim 2, characterized in that the stands (15) with the carrier rollers (13) are displaceable by a flexible band
or cogged belt (17), wherein the stands (15) can be entrained because they can be
coupled to and uncoupled from the band or cogged belt (17).
4. The assembly according to any one of claims 1-3, characterized in that the skis (5) can be pressed by hold-down devices (9) attached on top of the machine
frame (3) against the carrier rollers (13) until their bottom (21) lies in a plane.
5. The assembly according to any one of claims 1-4, characterized in that the grinding wheels (25, 27) can be brought up from below and pressed, with adjustable
and controlled force, to the bottom (21) of the ski (5).
6. The assembly according to any one of claims 1-5, characterized in that at least one grinding cup wheel (29) and one tuning grinding wheel (27), controlled
by a distance sensor, can be driven to said one edge (23) and can be readjusted by
the contour of the edge.
7. The assembly according to any one of claims 1-6, characterized in that the position of the rotational axes of the grinding cup wheel (29) and/or the tuning
grinding wheel (27) to the horizontal is adjustable manually or by a motor.
8. The assembly according to any one of claims 1-7, characterized in that for profiling or scraping of the grinding wheels (25, 27, 29), on the machine frame
(3) there is arranged one or more scraping elements or diamonds (35), to which the
grinding wheels (25, 27, 29) can be driven, and that, for cooling the at least one
scraping element (35), the same comprises at least one bore extending axially through
said scraping element to its longitudinal extension for passing a coolant.
9. The assembly according to any one of claims 1-8, characterized in that for cleaning the grinding wheels (25, 27) of abrasive dust and any debris, pressure
water nozzles (37) are arranged in the area of each lower apex Su of the grinding wheels (25, 27), said nozzles are directed to the surfaces of the
grinding wheels (25, 27).
10. The assembly according to any one of claims 1-9, characterized in that the sliding surface- and structure-grinding wheel (25) is arranged at the two-sided
bearing points with means (39) for detecting an unbalance and/or for applying counterbalancing
weights and/or for shifting of counterbalancing weights on the periphery of the grinding
wheel (25).
1. Installation (1) de traitement de surfaces de glisse (21) et des arêtes (23) sur des
skis (5) et snowboards, comprenant un bâti de machine (3) pour la fixation des outils
de traitement et des éléments de retenue pour les skis (5) ou snowboards pendant le
traitement de leurs surfaces de glisse (21) et arêtes (23), les skis (5) ou snowboards
étant maintenus fixement pendant le traitement par les éléments de retenue et les
outils de traitement étant déplaçables sur un chariot (19) dans le sens longitudinal
des skis (5) dans le bâti de machine (3), une meule de surface de glissement et de
structure (25) pouvant être entraînée par un moteur, destinée à traiter la semelle
(21) étant agencée sur le chariot (19) et deux meules (29) destinées à traiter les
surfaces extérieures des arêtes (23) étant agencées sur le chariot (19), dont au moins
une est mobile axialement par rapport à l'autre,
caractérisée en ce que
- les meules destinées à traiter les surfaces extérieures des arêtes (23) sont des
meules boisseau,
- deux meules de réglage (27) destinées à traiter le côté inférieur d'arête sont agencées
sur le chariot (19), dont au moins une est mobile axialement par rapport à l'autre,
et en ce que
- des moyens pour déterminer la distance de l'au moins une meule de réglage (27) et
de l'au moins une meule boisseau (29) par rapport au ski (5) et pour commander leur
avance axiale sont agencés.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de retenue pour les skis (5) comportent des rouleaux porteurs (13) agencés
transversalement au sens de la marche du chariot (19), lesquels rouleaux porteurs
(13) sont logés en partie sur le chariot (19) latéralement et parallèlement aux outils
de traitement et sont mobiles en partie sur des supports (15) devant et derrière le
chariot (19) sur le bâti de machine (3).
3. Installation selon la revendication 2, caractérisée en ce que les supports (15) sont déplaçables avec les rouleaux porteurs (13) par une bande
flexible ou une courroie dentée (17), les supports (15) pouvant être entraînés de
manière couplable et découplable de la bande ou de la courroie dentée (17).
4. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les skis (5) peuvent être pressés avec des serre-flans (9) fixés en haut sur le bâti
de machine (3) sur les rouleaux porteurs (13) jusqu'à ce que leur semelle (21) se
trouve orientée dans un plan.
5. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les meules (25, 27) peuvent être approchées par le bas de la semelle (21) du ski
(5) et peuvent être pressées contre celle-ci avec une force réglable et régulée.
6. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins une meule boisseau (29) et une meule de réglage (27) peuvent être amenées
par commande d'un capteur de distance latéralement sur une arête (23) et peuvent être
guidées selon le contour de l'arête (23).
7. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la position des axes de rotation de la meule boisseau (29) et/ou de la meule de réglage
(27) peut être réglée et ajustée manuellement ou par voie motorisée par rapport à
l'horizontale.
8. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'un ou plusieurs éléments ou diamants de dressage (35) sont agencés de manière à pouvoir
avancer par rapport aux meules (25, 27, 29) pour le profilage ou le dressage des meules
(25, 27, 29) sur le bâti de machine (3) et en ce que, pour le refroidissement de l'au moins un élément de dressage (35), celui-ci présente
au moins un perçage s'étendant axialement à son extension longitudinal pour le passage
d'un moyen de refroidissement.
9. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que des buses d'eau sous pression (37) dirigées sur les surfaces des meules (25, 27)
sont agencées pour le nettoyage des meules (25, 27) de la poussière de meulage et
des projections dans la zone du sommet Su respectivement inférieur.
10. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les meules de surface de glissement et de structure (25) sont agencées sur les points
d'appui bilatéraux avec des moyens (39) pour la détection d'un défaut d'équilibrage
et/ou pour le montage de masses d'équilibrage et/ou pour le déplacement de masses
d'équilibrage sur la périphérie de la meule (25).
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