[0001] Die Erfindung betrifft einen Hochfrequenz-Signalkombinierer.
[0002] Gängige Hochfrequenz-Signalkombinierer, beispielsweise Wilkinson-, Geysel- oder 3dB-Koppler,
sind typischerweise nur über wenige Oktaven verwendbar und weisen deshalb keine ausreichende
Bandbreite auf. Bei den bei tiefen Frequenzen zum Einsatz kommenden Hybridkopplern
und Ringhybriden tritt zusätzlich eine Impedanztransformation in Höhe von 2:1 in jeder
Kopplungsstufe auf, die einen zusätzlichen hochohmigen und damit verlustreichen Transformator
erforderlich macht.
[0003] Aus der
US 6,407,648 B1 ist ein Brückenkoppler bekannt, der diese Nachteile teilweise überwindet und folgende
Eigenschaften aufweist:
- keine Impedanztransformation erforderlich,
- geringe Verluste aufgrund von kurzen Leitungslängen,
- niedrige Phasenverzerrungen zwischen den einzelnen Eingängen und dem Ausgang aufgrund
von kurzen Leitungslängen und
- entkoppelte Eingänge.
[0004] Der Brückenkoppler aus der
US 6,407,648 B1 ist aber nachteilig auf die Kopplung von insgesamt nur vier Hochfrequenzsignalen
begrenzt.
[0005] Dokument
GB 2 279 504 A lehrt eine Methode zur Kombination mehrerer Hochfrequenzsignale unterschiedlicher
Frequenzen mittels Hybrid-Leistungskombinierer, wobei ein Hybrid-Leistungskombinierer
je zwei Eingänge und zwei Ausgänge aufweist, die alle dieselbe Impedanz haben. Gemäß
GB 2 279 504 A besteht der Hybrid-Leistungskombinierer aus einem Zweig-Leitungskoppler, der wiederum
aus einer Kombination von Reihen- und Parallel-Übertragungsleitungsabschnitten besteht,
wobei diese Übertragungsleitungen als Mikrostreifen realisiert sind oder mittels einem
Hybrid-Ringkoppler gebildet sind.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen breitbandigen und verlustarmen Hochfrequenz-Signalkombinierer
zu entwickeln, der eine Vielzahl von Hochfrequenzsignalen kombinieren kann.
[0007] Die Erfindungsaufgabe wird durch einen erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierer
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
in den jeweiligen abhängigen Patentansprüchen aufgeführt.
[0008] Der erfindungsgemäße Hochfrequenz-Signalkombinierer wird in bevorzugten Ausführungsformen
und Untervarianten im Folgenden anhand der Zeichnung im Detail erläutert. Die Figuren
der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1A
- ein erstes Schaltungsdiagramm einer Entkopplungsbrücke nach dem Stand der Technik,
- Fig. 1B
- ein zweites Schaltungsdiagramm einer bisher üblichen Entkopplungsbrücke,
- Fig. 2A
- ein erstes Schaltungsdiagramm einer bisher üblichen Kopplungsbrücke,
- Fig. 2B
- ein zweites Schaltungsdiagramm einer bisher üblichen Kopplungsbrücke,
- Fig. 3
- ein Schaltdiagramm eines bisher üblichen Hochfrequenz-Signalkombinierers,
- Fig. 4A
- ein Schaltdiagramm einer Entkopplungsbrücke bei Einspeisung mit zwei Hochfrequenzsignalen,
- Fig. 4B
- ein Schaltdiagramm einer Entkopplungsbrücke bei Einspeisung mit einem Hochfrequenzsignal,
- Fig. 5A
- ein Schaltdiagramm einer Kopplungsbrücke bei Einspeisung mit vier Hochfrequenzsignalen,
- Fig. 5B
- ein Schaltdiagramm einer Kopplungsbrücke bei Einspeisung mit zwei Hochfrequenzsignalen,
- Fig. 6
- ein Schaltdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer Kopplungsbrücke eines erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Signalkombinierers,
- Fig. 7A
- ein Schaltdiagramm einer ersten Ausführungsform einer Entkopplungsbrücke eines erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Signalkombinierers,
- Fig. 7B
- ein Schaltdiagramm einer zweiten Ausführungsform einer Entkopplungsbrücke eines erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Signalkombinierers,
- Fig. 8A
- ein Schaltdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Hochfrequenz-Signalkombinierers
mit Entkopplungsbrücke,
- Fig. 8B
- ein Schaltdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierers
und
- Fig. 9
- ein Schaltdiagramm eines vereinfachten Ausführungsbeispiels eines Hochfrequenz-Signalkombinierers.
[0009] Bevor die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierers im
Detail erläutert wird, wird im Folgenden die für das Verständnis der Funktionsweise
des erfinderischen Hochfrequenz-Signalkombinierers erforderliche Funktionsweise des
Hochfrequenz-Signalkombinierers nach dem Stand der Technik, wie er beispielsweise
in der Fig. 1 der
US 6,407,648 B1 dargestellt ist, vorgestellt:
Der Hochfrequenz-Signalkombinierer nach dem Stand der Technik gemäß Fig. 3, der insgesamt
vier eingangsseitige erste Hochfrequenzsignale IN1, IN2, IN3, IN4 zu einem ausgangsseitigen
zweiten Hochfrequenzsignal OUT5 kombiniert, besteht aus zwei Entkopplungsbrücken 1,
in denen jeweils zwei der insgesamt vier eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale
IN1, IN2, IN3, IN4 mittels Splittung und Kombination in jeweils zwei ausgangsseitige
erste Hochfrequenzsignale OUT1, OUT2, OUT3, OUT4 von jeweils identischer Leistung
transformiert werden, und einer nachgeschalteten Kopplungsbrücke 3, in der die vier
ausgangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale OUT1, OUT2, OUT3, OUT4 mit jeweils identischer
Leistung an den Ausgängen 12', 12" der beiden Entkopplungsbrücken 1 verlustfrei zu
einem einzigen ausgangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignal OUT5 transformiert werden.
[0010] Eine Entkopplungsbrücke dieses Hochfrequenz-Signalkombinierers mit den beiden eingangsseitigen
ersten Hochfrequenzsignalen IN1 und IN2 und den beiden ausgangsseitigen ersten Hochfrequenzsignalen
OUT1 und OUT2, die der Entkopplungsbrücke bestehend aus den Widerständen 82 und 86
bzw. 84 und 88 in Fig. 1 der
US 6,407,648 B1 entspricht, ist in Fig. 1A dargestellt. Die Darstellung einer Entkopplungsbrücke
in Fig. 1A kann in eine dazu äquivalente Darstellung einer Entkopplungsbrücke in Fig.
1B überführt werden.
[0011] Zu erkennen sind in der Darstellung einer Entkopplungsbrücke gemäß Fig. 1B die zugehörigen
gestrichelt dargestellten Brückenzweige 11, 11', 11", 11''' und die zugehörigen mit
durchgezogener Linie dargestellten Brückendiagonalen 14. Die mit den Anschlüssen 12,
12''' der eingangsseitigen ersten Hochfrequenzleitungen in direkter Verbindung stehenden
Brückenzweige repräsentieren die Einkoppelzweige. Die in den zugehörigen Brückenzweigen
jeweils vorgesehene und ebenfalls gestrichelt dargestellte Impedanz entspricht der
Eingangsimpedanz und damit dem Wellenwiderstand Z
0 der zugehörigen eingangsseitigen ersten Hochfrequenzleitung. Die mit den ausgangsseitigen
Hochfrequenzleitungen in Verbindung stehenden Brückenzweige repräsentieren die Auskoppelzweige.
Die in den zugehörigen Brückenzweigen jeweils vorgesehene und ebenfalls gestrichelt
dargestellte Impedanz entspricht der Eingangsimpedanz und damit dem Wellenwiderstand
Z
0 der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung, die bei idealer Anpassung der Lastimpedanz
Z
Last entspricht.
[0012] In den beiden Brückendiagonalen 14 sind jeweils Lastausgleichswiderstände Z
LAW vorgesehen. Die Brückenknoten der Entkopplungsbrücke sind jeweils mit den Innenleitern
oder den Außenleitern von zwei ein eingangsseitiges und ein ausgangsseitiges Hochfrequenzsignal
IN1, IN2, OUT1, OUT2 jeweils führenden Hochfrequenzleitungen verbunden. Funktionsbedingt
ist nur ein einziger Brückenknoten 15 - ein mit Außenleitern von Hochfrequenzleitungen
verbundener Brückenknoten - auf Massepotential gelegt.
[0013] Die Funktionsweise einer Entkopplungsbrücke geht aus den beiden in Fig. 4A und 4B
jeweils dargestellten Betriebsfällen hervor.
[0014] In dem in Fig. 4A dargestellten Betriebsfall werden beide eingangsseitigen ersten
Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 von den jeweiligen Eingangsbeschaltungen über die
Innenleiter der eingangsseitigen Hochfrequenzleitungen in die Entkopplungsbrücke eingespeist.
Die beiden eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 werden in der Entkopplungsbrücke,
wie in Fig. 4A mit gerichteten Stromflusslinien dargestellt ist, jeweils in zwei Teilströme
gesplittet.
[0015] Der eine Teilstrom der beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 fließt
jeweils über den Innenleiter der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung, die Lastimpedanz
Z
LAST, dem Außenleiter der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung, dem in Fig. 4A vertikal
dargestellten Lastausgleichswiderstand Z
LAW und dem Außenleiter der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung in die jeweiligen Eingangsbeschaltungen
zurück. Der Stromfluss dieses Teilstromes über den Innenleiter der ausgangsseitigen
Hochfrequenzleitung, die Lastimpedanz Z
LAST und den Außenleiter der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung wird in Fig. 4A vereinfacht
über die im zugehörigen Brückenzweig vorhandene Impedanz dargestellt, die dem Wellenwiderstand
Z
0 der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung entspricht.
[0016] Der andere Teilstrom der beiden eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale IN1 und
IN2 fließt über den in Fig. 4A horizontal dargestellten Lastausgleichswiderstand Z
LAW, den Außenleiter der jeweils anderen ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung, der Lastimpedanz
Z
LAST, dem Außenleiter der jeweils anderen ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung zur Masse
ab. Der Stromfluss dieses Teilstromes über den Innenleiter der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung,
die Lastimpedanz Z
LAST und den Außenleiter der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung wird in Fig. 4A wiederum
vereinfacht über die im zugehörigen Brückenzweig vorhandene Impedanz dargestellt,
die dem Wellenwiderstand Z
0 der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung entspricht.
[0017] Für den Fall, dass die Leistungen der beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale
IN1 und IN2 jeweils identisch sind, sind auch die beiden zugehörigen Teilströme durch
den vertikalen und horizontalen Lastausgleichswiderstand Z
LAW identisch. Da die zu den beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale IN1 und IN2
gehörigen Teilströme im vertikalen und horizontalen Lastausgleichswiderstand Z
LAW jeweils entgegengesetzt gerichtet sind, fließt durch den vertikalen und horizontalen
Lastausgleichswiderstand Z
LAW in Summe kein Strom und somit tritt auch kein Verlust in den beiden Lastausgleichswiderständen
Z
LAW auf. Da die beiden Lastwiderstände Z
LAST und die beiden Lastausgleichswiderstände Z
LAW identisch sind und dem Systemwellenwiderstand Z
0 der Entkopplungsbrücke entsprechen, erhalten die beiden Lastwiderstände Z
LAST von den beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignalen IN1 und IN2 jeweils einen gleich
hohen Teilstrom, der jeweils dem halben Strom der beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale
IN1 und IN2 entspricht. Den beiden Lastimpedanzen Z
LAST wird folglich eine identische Leistung zugeführt, die der Summe aus den Strömen der
beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 entspricht.
[0018] Weichen die Leistungen der beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale IN1 und IN2
voneinander ab, so kompensieren sich die beiden Teilströme im vertikalen und horizontalen
Lastausgleichswiderstand Z
LAW nicht und es fließt in Summe ein Strom durch den vertikalen und horizontalen Lastausgleichswiderstand
Z
LAW, dessen Stromrichtung durch das eingangsseitige Hochfrequenzsignal IN1 bzw. IN2 mit
der höheren Leistung bestimmt wird. Aufgrund des Stromflusses durch den vertikalen
und horizontalen Lastausgleichswiderstand Z
LAW erhalten die beiden Lastimpedanzen Z
LAST zwar eine identische Leistung, die aber gegenüber dem Fall einer Einspeisung identischer
Leistungen durch die beiden eingangsseitigen Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 aufgrund
des Verlusts in den beiden Lastausgleichswiderständen Z
LAW reduziert ist.
[0019] In dem in Fig. 4B dargestellten Betriebsfall wird nur ein einziges eingangsseitiges
erstes Hochfrequenzsignal, nämlich das eingangsseitige erste Hochfrequenzsignal IN1
von seiner Eingangsbeschaltung über den Innenleiter der zugehörigen eingangsseitigen
Hochfrequenzleitung in die Entkopplungsbrücke eingespeist. Die beiden Lastimpedanzen
Z
LAST erhalten jeweils nur einen Teilstrom, der dem halben Strom des aktiven eingangsseitigen
ersten Hochfrequenzsignals IN1 entspricht. Die beiden Lastimpedanzen und die beiden
Lastausgleichswiderstände erhalten jeweils ein Viertel der durch das eingangsseitige
erste Hochfrequenzsignal IN1 eingespeisten Leistung.
[0020] Eine Kopplungsbrücke des Hochfrequenz-Signalkombinierers nach dem Stand der Technik
mit den eingangsseitigen Hochfrequenzsignalen IN5, IN6, IN7 und IN8 und dem ausgangsseitigen
Hochfrequenzsignal OUT5, die der Kopplungsbrücke bestehend aus dem Widerstand 90 in
Fig. 1 der
US 6,407,648 B1 entspricht, ist in Fig. 2A dargestellt. Die Darstellung einer Kopplungsbrücke in
Fig. 2A kann in eine dazu äquivalente Darstellung einer Kopplungsbrücke in Fig. 2B
überführt werden.
[0021] Zu erkennen sind in der Darstellung einer Kopplungsbrücke gemäß Fig. 2B die zugehörigen
gestrichelt dargestellten Brückenzweige 4, 4', 4", 4''' und die zugehörige mit durchgezogener
Linie dargestellte Brückendiagonale 17. Die mit den eingangsseitigen Hochfrequenzleitungen
in Verbindung stehenden Brückenzweige repräsentieren die Einkoppelzweige. Die in den
zugehörigen Brückenzweigen jeweils vorgesehenen und ebenfalls gestrichelt dargestellten
Impedanzen entsprechen bei eingangsseitiger Anpassung der Eingangsimpedanz und damit
dem Wellenwiderstand Z
0 der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung. Der Auskoppelzweig, der in Fig. 2B nicht
dargestellt ist, befindet sich in der Brückendiagonale zwischen dem mit dem Innenleiter
der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung OUT5 verbundenen Brückenknoten und dem auf
Massepotential liegenden Brückenknoten 15.
[0022] In der zwischen den Innenleitern der vier eingangsseitigen Hochfrequenzleitungen
befindlichen, in Fig. 2B vertikal dargestellten Brückendiagonale ist ein Lastausgleichswiderstand
Z
LAW vorgesehen. In der in Fig. 2B nicht dargestellten horizontalen Brückendiagonale,
die den Auskoppelzweig bildet, befindet sich zwischen dem mit dem Innenleiter der
ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung OUT5 verbundenen Brückenknoten 15 und dem auf
Massepotential liegenden Brückenknoten die Lastimpedanz Z
LAST, die bei optimaler ausgangsseitiger Anpassung dem Wellenwiderstand Z
0 der ausgangsseitigen Hochfrequenzleitung und damit dem Systemwellenwiderstand der
Kopplungsbrücke entspricht Z
0.
[0023] Die Brückenknoten der Kopplungsbrücke sind jeweils mit den Innenleitern oder den
Außenleitern der vier eingangsseitige zweiten Hochfrequenzsignale IN5, IN6, IN7, IN8
jeweils führenden Hochfrequenzleitungen verbunden. Funktionsbedingt ist nur ein einziger
Brückenknoten 15 - ein mit den Außenleitern der Hochfrequenzleitungen verbundener
Brückenknoten - auf Massepotential gelegt.
[0024] Die Funktionsweise einer Entkopplungsbrücke geht aus den beiden in Fig. 5A und 5B
jeweils dargestellten Betriebsfällen hervor:
In dem in Fig. 5A dargestellten Betriebsfall werden alle vier eingangsseitigen zweiten
Hochfrequenzsignale IN5, IN6, IN7 und IN8 über die Innenleiter der eingangsseitigen
Hochfrequenzleitungen in die Kopplungsbrücke eingespeist. Während die beiden eingangsseitigen
zweiten Hochfrequenzsignale IN5 und IN6 aufgrund der direkten Verbindung in die Brückendiagonale
mit der Lastimpedanz Z
LAST eingespeist werden, werden die beiden eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignale
IN7 und IN8 in die jeweiligen Außenleiter der zu den eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignale
IN5 und IN6 gehörigen Hochfrequenzleitungen gespeist. Die in die Außenleiter der zu
den eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignale IN5 und IN6 gehörigen Hochfrequenzleitungen
gespeisten eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale IN7 und IN8 werden über die
nachgeschalteten Entkopplungsbrücken und über die Innenleiter der zu den eingangsseitigen
zweiten Hochfrequenzsignalen IN5 und IN6 gehörigen Hochfrequenzleitungen wiederum
in die Kopplungsbrücke zurückgeführt und über die Lastimpedanz Z
LAST an den Brückenknoten 15 mit Massepotential geleitet. Dieser Stromfluss kann, wie
in Fig. 5A dargestellt ist, durch einen Stromfluss über eine Impedanz mit dem Wellenwiderstand
Z
0 der zum eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignal IN5 bzw. IN6 gehörigen Hochfrequenzleitung
im Brückenzweig zwischen dem Brückenknoten, der mit dem Innenleiter der zum jeweiligen
eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignal IN7 und IN8 gehörigen Hochfrequenzleitung
verbunden ist, und dem Brückenknoten mit Massepotential dargestellt werden.
[0025] Im Hinblick auf eine optimale Entkopplung der vier Eingangsleistungen, müssen die
Eingangsleistungen insbesondere in jeweils gegenüber liegenden Brückenzweigen identisch
sein (idealerweise an allen vier Eingängen identisch sein). In diesem Fall ist als
Voraussetzung einer optimalen Entkopplung der vier Eingangsleistungen die Summe der
beiden Spannungen U
1 und U
3 identisch zur Summe der beiden Spannungen U
2 und U
4.
[0026] Fällt ein Paar von Eingangsleistungen gegenüber dem anderen Paar von Eingangsleistungen
ab, werden die Potentiale in den Brückenknoten, die mit dem Lastausgleichswiderstand
Z
LAW verbunden sind und bei identischen Eingangsleistungen aller vier Eingänge der halben
Ausgangsspannung entsprechen, verschoben.
[0027] In dem in Fig. 5B dargestellten Betriebsfall werden in den gegenüberliegenden und
zu den eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignalen IN5 und IN8 gehörigen Hochfrequenzleitungen
keine Leistungen eingespeist. Das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN7 fließt
direkt über die Lastimpedanz Z
LAST zur Masse ab. Das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN6 wird aufgrund eines
Spannungsabfalls über den in Fig. 5B horizontal dargestellten Lastausgleichswiderstand
Z
LAW - entspricht der Spannung U
2 am Anschluss der das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN6 führenden Hochfrequenzleitung
- geleitet und über den Außenleiter der das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal
IN7 führenden Hochfrequenzleitung, die vorgelagerte Entkopplungsschaltung, den Innenleiter
der das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN7 führenden Hochfrequenzleitung
und die Lastimpedanz Z
LAST nach Masse geführt.
[0028] Führt man zwei eingangsseitige erste Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 bzw. IN3 und
IN4 jeweils einem ersten Brückenkoppler 1, der als Entkopplungsbrücke gemäß Fig. 1A
bzw. 1B realisiert ist, zu und speist die zugehörigen ausgangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale
OUT1 und OUT2 bzw. OUT3 und OUT4 über Hochfrequenzleitungen als eingangsseitige zweite
Hochfrequenzsignale in die vier Eingangsanschlüsse eines zweiten Brückenkoppler 3
ein, der als Kopplungsbrücke gemäß Fig. 2A realisiert ist, so kann man am Ausgangsanschluss
der Kopplungsbrücke 9 ein ausgangsseitiges zweites Hochfrequenzsignal OUT5 abgreifen,
das aus der Kombination der den einzelnen Entkopplungsbrücken zugeführten eingangsseitigen
ersten Hochfrequenzsignalen IN1, IN2, IN3 und IN4 besteht.
[0029] Auf diese Weise entsteht der in Fig. 3 dargestellte Hochfrequenz-Signalkombinierer.
Sind die Eingangsleistungen der vier eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale IN1,
IN2, IN3 und IN4 jeweils identisch, so ergeben sich keine Verlustleistungen an den
Lastausgleichswiderständen der Entkopplungsbrücken 1 und die Leistung des am Ausgangsanschluss
der Kopplungsbrücke 3 anliegenden ausgangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignals OUT5
entspricht der Summe der Eingangsleistungen der an den Eingangsanschlüssen der Entkopplungsbrücke
anliegenden eingangsseitigen ersten Hochfrequenzsignale IN1, IN2, IN3 und IN4.
[0030] Diejenigen Hochfrequenzleitungen, die mit dem einen Anschluss an Brückenzweigen von
Entkopplungsbrücken ohne Verbindung zu einer Masse und mit dem anderen Anschluss an
einem Anschluss mit Massepotential oder einem beliebigen anderen Potential angeschlossen
sind, weisen ein Spannungspotential am Außenleiter zwischen ihren beiden Anschlüssen
auf, der zu einer unerwünschten Mantelwelle auf dem Außenleiter führt. Zur Dämpfung
dieser Mantelwellen ist die jeweilige Hochfrequenzleitung im Bereich ihres Anschlusses,
der mit einem Brückenzweig einer Entkopplungsbrücke ohne Masseverbindung verbunden
ist, mit einem ringförmigen Kern 16 umgeben.
[0031] In Fig. 7A ist eine erste Ausführungsform einer Entkopplungsbrücke 1' dargestellt,
bei der in den diagonal gegenüber liegenden Brückenzweigen 11' und 11" jeweils zwei
parallel verschaltete Anschlüsse 13' für jeweils eine ausgangsseitige Hochfrequenzleitung
vorgesehen sind. Die ausgangsseitigen Hochfrequenzleitungen weisen jeweils den doppelten
Wellenwiderstand gegenüber dem Wellenwiderstand der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung
auf, um eine symmetrische Entkopplungsbrücke zu verwirklichen.
[0032] In Fig. 7B ist eine zweite Ausführungsform einer Entkopplungsbrücke 1" dargestellt,
bei der in den diagonal gegenüber liegenden Brückenzweigen 11' und 11"' jeweils zwei
seriell verschaltete Anschlüsse 13" für jeweils eine ausgangsseitige Hochfrequenzleitung
vorgesehen sind. Die ausgangsseitigen Hochfrequenzleitungen weisen jeweils den halben
Wellenwiderstand gegenüber dem Wellenwiderstand der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung
auf, um eine symmetrische Entkopplungsbrücke zu verwirklichen.
[0033] Mit diesen beiden Ausführungsformen einer Entkopplungsbrücke lassen sich also zwei
eingangsseitige erste Hochfrequenzsignale IN1, IN2 in vier ausgangsseitige erste Hochfrequenzsignale
OUT1', OUT2', OUT3', OUT4' bzw. OUT1", OUT2", OUT3", OUT4" mit jeweils identischer
Leistung splitten. Aus Fig. 8A geht ein Hochfrequenz-Signalkombinierer hervor, bei
dem die vier Eingänge einer Kopplungsbrücke mit den vier Ausgängen einer ersten Ausführungsform
einer einzigen Entkopplungsbrücke, gemäß Fig. 7A verbunden sind.
[0034] In Fig. 6 ist eine Kopplungsbrücke 3' dargestellt, die für einen erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Signalkombinierer geeignet ist, und die aus einer ursprünglichen Kopplungsbrücke
hervorgeht und insgesamt 16 Anschlüsse 9 für eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignale
vorsieht:
Hierzu bildet jeder Brückenzweig 4, 4', 4", 4''' der ursprünglichen Kopplungsbrücke
eine Brückendiagonale einer Unter-Kopplungsbrücke. In der zu dieser Brückendiagonalen
orthogonalen Brückendiagonalen 10, 10', 10", 10''', jeder Unter-Kopplungsbrücke ist
ein Lastausgleichswiderstand R2, R3, R4, R5 vorgesehen. Jeweils zwei Brückenknoten
jeder Unter-Kopplungsbrücke sind mit einem Brückenknoten A, B, C, D der ursprünglichen
Kopplungsbrücke verbunden. Jeweils ein Brückenknoten E jeder Unter-Kopplungsbrücke
ist zu einem gemeinsamen Punkt "sternförmig" zusammengeführt. Schließlich bildet jeweils
ein Brückenknoten F, G, H, I jeder Unter-Kopplungsbrücke die vier diagonalen Eckpunkte
des erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierers. In den einzelnen Brückenzweigen
der vier Unter-Kopplungsbrücken ist jeweils ein Anschluss 9 für ein eingangsseitiges
zweites Hochfrequenzsignal vorgesehen. Um eine Rückwirkungsfreiheit der einzelnen
Eingänge des erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierers zu erzielen, müssen
die Leistungen in gegenüberliegenden, d.h. parallelen Brückenzweigen einer Unter-Kopplungsbrücke
und in gegenüberliegenden, d.h. parallelen Brückenzweigen von jeweils diagonal gegenüber
liegenden Unter-Kopplungsbrücken jeweils identisch sein. In diesem Fall ist der Spannungsabfall
in den einzelnen Brückendiagonalen des ursprünglichen Hochfrequenz-Signalkombinierers,
der von den Spannungen in den beiden an die jeweilige Brückendiagonale angrenzenden
Brückendreiecken erzeugt wird, immer gleich.
[0035] Eine korrekte Funktion der Kopplungsbrücke wird durch identische Impedanzen in den
Brückenzweigen und Brückendiagonalen (Lastimpedanz Z
LAST und Lastausgleichswiderstand Z
LAW) erzielt, die dem Wellenwiderstand Z
0 der angeschlossenen Hochfrequenzleitungen entsprechen.
[0036] Die Kopplungsbrücke lässt sich nach diesem Prinzip beliebig kaskadieren, wobei in
jeder Kaskadierungsstufe jeweils eine um den Faktor vier höhere Anzahl von Eingängen
für eingangsseitige Hochfrequenzsignale entsteht.
[0037] In Fig. 8B ist die einzige Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hochfrequenz-Signalkombinierers
dargestellt, der eine Kopplungsbrücke 3' aufweist, deren 16 Hochfrequenzeingänge jeweils
mit eingangsseitigen zweiten Hochfrequenzsignalen gespeist werden, die von vier Entkopplungsbrücken
1' mit jeweils vier Ausgängen 13' erzeugt werden, wobei die vier Ausgänge 13' der
einzelnen Entkopplungsbrücken 1' durch jeweils zwei parallel geschaltete Ausgänge
13' in zwei Brückenzweigen 11', 11''' der Entkopplungsbrücke 1' gebildet werden (erste
Ausführungsform einer Entkopplungsbrücke). Alternativ können auch Entkopplungsbrücken
1" der zweiten Ausführungsform verwendet werden. Bezüglich der Verwendung von Bezugszeichen
für die Kopplungsbrücke 3', sei auf Fig. 6 verwiesen, welche im Detail eine Kopplungsbrücke
3' zeigt. Bezüglich der Verwendung von Bezugszeichen für die Entkopplungsbrücken 1',
sei auf Fig. 7A verwiesen, welche im Detail eine Entkopplungsbrücke 1' zeigt. Aus
Gründen der Übersichtlichkeit wurde Fig. 8B nicht detailliert beschriftet.
[0038] In Fig. 9 ist ein vereinfachter Hochfrequenz-Signalkombinierer dargestellt. Hierbei
werden jeweils zwei eingangsseitige Hochfrequenzsignale IN1 und IN2 bzw. IN3 und IN4
in jeweils zwei identischen Signalkombinierern 18 zu jeweils einem ausgangsseitigen
Hochfrequenzsignal OUT1 bzw. OUT2 kombiniert. Diese ausgangsseitigen Hochfrequenzsignale
OUT1 und OUT2 werden den beiden Eingängen einer Entkopplungsbrücke 1 gemäß Fig. 1A
bzw. 1B zugeführt.
[0039] Die beiden ausgangsseitigen Hochfrequenzsignale der Entkopplungsbrücke 1 werden den
beiden Eingängen einer Kopplungsbrücke 18 zugeführt. Diese Kopplungsbrücke 18 weist
anstelle von vier Eingängen wie im Fall einer Kopplungsbrücke 3 gemäß Fig. 2A bzw.
2B lediglich zwei Eingänge auf. Sie geht aber aus dieser Kopplungsbrücke 3 gemäß Fig.
2A bzw. 2B hervor, indem der Innenleiter bzw. der Außenleiter der in Fig. 2A bzw.
2B das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN5 führenden Hochfrequenzleitung
mit dem Innenleiter bzw. dem Außenleiter der das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal
IN6 führenden Hochfrequenzleitung zum Innenleiter bzw. Außenleiter einer gemeinsamen
Hochfrequenzleitung und der Innenleiter bzw. der Außenleiter der das eingangsseitige
zweite Hochfrequenzsignal IN7 führenden Hochfrequenzleitung mit dem Innenleiter bzw.
dem Außenleiter der das eingangsseitige zweite Hochfrequenzsignal IN8 führenden Hochfrequenzleitung
zum Innenleiter bzw. Außenleiter einer gemeinsamen Hochfrequenzleitung zusammengefasst
werden. Auf diese Weise verschwinden die Brückenzweige und die Brückendiagonale mit
dem Lastausgleichwiderstand Z
LAW der ursprünglichen Kopplungsbrücke 3.
[0040] Durch die Zusammenfassung zweier ursprünglich parallel geschalteter Eingangsanschlüsse
in der Kopplungsbrücke 19, enthält die Entkopplungsbrücke 1, wie in Fig. 9 dargestellt
ist, auch keine zwei parallel geschalteten zugehörigen Ausgangsanschlüsse, sondern
ledig einen Ausgangsanschluss, der aber gegenüber dem Eingangsanschluss der Entkopplungsbrücke
1 aufgrund der Zusammenfassung zweier paralleler Hochfrequenzleitungen und damit zweier
paralleler Ausgangsanschlüsse eine doppelte Eingangsimpedanz aufweist. Die beiden
gemeinsamen Hochfrequenzleitungen zwischen Entkopplungs- und Kopplungsbrücke, die
aus der Zusammenfassung zweier einzelner Hochfrequenzleitungen hervorgehen, weisen
ebenfalls einen doppelten Wellenwiderstand gegenüber dem Wellenwiderstand der einzelnen
Hochfrequenzleitungen auf.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungen des erfindungsgemäßen
Hochfrequenz-Signalkombinierers beschränkt. Von der Erfindung sind auch andere Verschaltungen
von Ausgangsanschlüssen in den Brückenzweigen der Entkopplungsbrücken, beispielsweise
in Entkopplungsbrücken angeordnete Ausgangsanschlüsse, mit abgedeckt.
1. Hochfrequenz-Signalkombinierer mit vier Entkopplungsbrücken (1'; 1") zur Transformation
von jeweils zwei eingangsseitigen Hochfrequenzsignalen (IN1, IN2) in jeweils vier
Hochfreqüenzsignale (OUT1, OUT2, OUT3, OUT4) mit jeweils zumindest nahezu identischer
Leistung, und
mit einer Kopplungsbrücke (3') zur Addition der insgesamt 16 Hochfrequenzsignalen
(OUT1, OUT2, OUT3, OUT4,...) der vier Entkopplungsbrücken (1'; 1"),
wobei jede Entkopplungsbrücke (1'; 1") aus vier Brückenzweigen (11, 11', 11", 11''')
besteht,
wobei jede Entkopplungsbrücke (1'; 1") zur Einspeisung der jeweils zwei eingangsseitigen
Hochfrequenzsignalen (IN1, IN2) jeweils einen Anschluss (12) in einem diametral gegenüber
liegenden Brückenzweig (11, 11''') der Entkopplungsbrücke (1'; 1'') hat, für den jeweils
eine eingangsseitige Hochfrequenzleitung vorgesehen ist, und
wobei zur Ausgabe'von vier Hochfrequenzsignalen (OUT1', OUT2', OUT3', OUT4') in jeweils
diametral gegenüber liegenden weiteren Brückenzweigen (11', 11") der Entkopplungsbrücke
(1'; 1") jeweils zwei parallele oder serielle Anschlüsse (13', 13") für jeweils eine
ausgangsseitige Hochfrequenzleitung vorgesehen sind,
wobei jede Hochfrequenzleitung einen Innenleiter und einen Außenleiter enthält,
wobei jede Entkopplungsbrücke vier Brückenknoten enthält, wobei in zwei Brückenknoten
jeweils ein Innenleiter der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung (12) und jeweils
ein Innenleiter der zwei parallel oder seriell geschalteten ausgangsseitigen Hochfrequenzleitungen
(13', 13") in einem Brückenkrioten verbunden sind, und wobei in zwei weiteren Brückenknoten
jeweils ein Außenleiter der eingangsseitigen Hochfrequenzleitung (12) und jeweils
ein Außenleiter der zwei parallel oder seriell geschalteten ausgangsseitigen Hochfrequenzleitungen
(13', 13") in einem Brückenknoten verbunden sind, wobei ein einziger mit den Außenleitern
verbundener Brückenknoten (15) auf Massepotential gelegt ist, wobei jeweils zwei diagonal
gegenüber liegende Brückenknoten eine Brückendiagonale (14) bilden, wobei in jeder
Brückendiagonalen (14) jeweils ein Lastausgleichswiderstand (ZLAW) vorgesehen ist,
und wobei jede mit der Entkopplungsbrücke verbundene Hochfrequenzleitung jeweils einen
ringförmigen Kern (16) zur Mantelwellenentkopplung aufweist;
wobei die Kopplungsbrücke (3') vier Brückenzweige. (4, 4', 4", 4''') enthält, wobei
jeder Brückenzweig (4, 4', 4", 4''') jeweils durch eine Brückendiagonale aus jeweils
einer von vier Unter-Kopplungsbrücken gebildet ist,
wobei in den orthogonal zu den aus den Brückenzweigen (4, 4', 4", 4''') gebildeten
Brückendiagonalen (10, 10', 10", 10''') jeder Unter-Kopplungsbrücke jeweils ein Lastausgleichswiderstand
der jeweiligen Unter-Kopplungsbrücke (R2, R3, R4, R5) vorgesehen ist,
wobei jeweils zwei Brückenknoten jeder Unter-Kopplungsbrücke in einem Brückenknoten
(A, B, C, D) der Kopplungsbrücke (3') verbunden sind, wobei jeweils ein Brückenknoten
(F, G, H, I) jeder Unter-Kopplungsbrücke die vier diagonalen Eckpunkte des Hochfrequenz-Signalkombinierers
bilden,
wobei in den einzelnen Brückenzweigen der vier Unter-Kopplungsbrücken jeweils ein
Anschluss (9) für ein Hochfrequenzsignal der Entkopplungsbrücken vorgesehen ist,
wobei die Entkopplungsbrücken (1'; 1") so ausgebildet sind, dass die Leistungen in
den parallel angeordneten Brückenzweigen jeder Unter-Kopplungsbrücke und parallel
angeordneten Brückenzweigen von jeweils diagonal gegenüberliegenden Unter-Kopplungsbrücken
jeweils identisch sind,
wobei in einer Brückendiagonale der Kopplungsbrücke (3') an den damit verbundenen
Brückenknoten (A, D) ein Anschluss zur Ausgabe eines Summensignals aus den 16 Eingangssignalen
vorgesehen ist, und
wobei in einer orthogonal zu der Brückendiagonale zur Ausgabe eines Summensignals
angeordneten Brückendiagonal der Kopplungsbrücke (3') ein Lastausgleichswiderstand
der Kopplungsbrücke (R1) vorgesehen ist.
2. Hochfrequenz-Signalkombinierer nach Anspruch 1,
wobei der Lastausgleichswiderstand (R1, R2, R3, R4, R5) der Unterkopplungsbrücken
und/oder der Kopplungsbrücke (3') eine zur Systemimpedanz des Hochfrequenz-Signalkombinierers
identische Impedanz hat.
3. Hochfrequenz-Signalkombinierer nach Anspruch 1 oder
wobei die an den jeweils zwei parallelen
Anschlüssen (13', 13'') in jeweils diametral gegenüber liegenden Brückenzweigen (11',
11") der Entkopplungsbrücke angeschlossenen Hochfrequenzleitungen jeweils eine zur
Systemimpedanz des Hochfrequenz-Signalkombinierers doppelten Wellenwiderstand haben.
4. Hochfrequenz-Signalkombinierer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Lastausgleichswiderstände (ZLAW) der Entkopplungsbrücken (1'; 1'') eine
zur Systemimpedanz des Hochfrequenz-Signalkombinierers identische Impedanz haben.
1. A high-frequency signal combiner comprising four bridge decouplers (1'; 1") in order
to transform in each case two input-end, high-frequency signals (IN1, IN2) into in
each case four high-frequency signals (OUT1, OUT2, OUT3, OUT4), each having at least
approximately identical power, and
a bridge coupler (3') in order to add the total of 16 high-frequency signals (OUT1,
OUT2, OUT3, OUT4,...) of the four bridge decouplers (1'; 1"),
wherein each bridge decoupler (1'; 1") consists of four bridge branches (11; 11',
11", 11'''),
wherein each bridge decoupler (1'; 1") has in each case a connection (12) in a diametrically
opposed bridge branch (11, 11''') of the bridge decoupler (1'; 1") in order to feed
the respective two input-end high-frequency signals (IN1, IN2), for which in each
case one input-end high-frequency line is provided, and
wherein in each case two parallel or serial connections (13', 13'') are provided in
order to output four high-frequency signals (OUT1', OUT2', OUT3', OUT4'), in each
case in diametrically opposing further bridge branches (11', 11") of the bridge decoupler
(1'; 1") in each case for an output-end high-frequency line,
wherein each high-frequency line contains an inner conductor and an outer conductor,
wherein each bridge decoupler contains four bridge nodes, wherein in two bridge nodes
in each case an inner conductor of the input-end high-frequency line (12) and in each
case an inner conductor of the two parallel or serial switched output-end high-frequency
lines (13', 13") are connected in a bridge node, and wherein in two further bridge
nodes in each case an outer conductor of the input-end high-frequency line (12) and
in each case an outer conductor of the two parallel or serial switched output-end
high-frequency lines (13', 13'') are connected in a bridge node, wherein a single
bridge node (15) connected to the outer conductors is placed to ground potential,
wherein in each case two diagonally opposed bridge nodes form a bridge diagonal (14),
wherein in each bridge diagonal (14) in each case one load balancing resistor (ZLAW)
is provided, and wherein each high-frequency line connected to the bridge decoupler
has in each case an annular core (16) for sheath wave decoupling;
wherein the bridge coupler (3') contains four bridge branches (4, 4', 4", 4"'), wherein
each bridge branch (4, 4', 4", 4''') in each case is formed by a bridge diagonal of
in each case one of four sub-bridge couplers,
wherein in the bridge diagonals (10, 10', 10", 10''') formed orthogonally from the
bridge branches (4, 4', 4", 4''') of each sub-bridge coupler in each case one load
balancing resistor of the respective sub-bridge coupler (R2, R3, R4, R5) is provided,
wherein in each case two bridge nodes of each sub-bridge coupler are connected in
a bridge node (A, B, C, D) of the bridge coupler (3'), wherein in each case one bridge
node (F, G, H, I) of each sub-bridge coupler forms the four diagonal corner points
of the high-frequency signal combiner,
wherein in the individual bridge branches of the four sub-bridge couplers in each
case one connection (9) is provided for a high-frequency signal of the bridge decouplers,
wherein the bridge decouplers (1', 1") are embodied such that the outputs in the parallel
arranged bridge branches of each sub-bridge coupler and parallel arranged bridge branches
of in each case diagonally opposed sub-bridge couplers are in each case identical,
wherein in a bridge diagonal of the bridge coupler (3') a connection is provided at
the connected bridge nodes (A, D) in order to output a sum signal from the 16 input
signals, and
wherein in a bridge diagonal of the bridge coupler (3') arranged orthogonally to the
bridge diagonal in order to output a sum signal, a load balancing resistor of the
bridge coupler (R1) is provided.
2. The high-frequency signal combiner according to claim 1,
wherein the load balancing resistor (R1, R2, R3, R4, R5) of the sub-bridge couplers
and/or of the bridge couplers (3') has an impedance identical to the system impedance
of the high-frequency signal combiner.
3. The high-frequency signal combiner according to claim 1 or 2,
wherein the high-frequency lines connected to the respective two parallel connections
(13' 13") in each case in diametrically opposed bridge branches (11', 11") of the
bridge decoupler have in each case a wave impedance doubled relative to the system
impedance of the high-frequency signal combiner.
4. The high-frequency signal combiner according to any of claims 1 to 3,
wherein the load balancing resistors (ZLAW) of the bridge decouplers (1'; 1") have
an impedance identical to the system impedance of the high-frequency signal combiner.
1. Combineur de signaux haute fréquence avec quatre ponts de découplage (1' ; 1") pour
la transformation de respectivement deux signaux haute fréquence côté entrée (IN1,
IN2) en respectivement quatre signaux haute fréquence (OUT1, OUT2, OUT3, OUT4) avec
respectivement une puissance au moins presque identique, et
avec un pont de couplage (3') pour l'addition des au total 16 signaux haute fréquence
(OUT1, OUT2, OUT3, OUT4, ...) des quatre ponts de découplage (1' ; 1"),
dans lequel chaque pont de découplage (1' ; 1") est constitué de quatre branches de
pont (11, 11', 11", 11'''),
dans lequel chaque pont de découplage (1' ; 1") présente pour l'injection des respectivement
deux signaux haute fréquence côté entrée (IN1, IN2) respectivement un raccordement
(12) dans une branche de pont (11, 11''') diamétralement opposée du pont de découplage
(1' ; 1"), pour lequel respectivement une ligne haute fréquence côté entrée est prévue,
et
dans lequel pour l'émission de quatre signaux haute fréquence (OUT1', OUT2', OUT3',
OUT4'), respectivement deux raccordements (13', 13'') parallèles ou en série pour
respectivement une ligne haute fréquence côté sortie sont prévus dans d'autres branches
de pont (11', 11") respectivement diamétralement opposées du pont de découplage (1'
; 1"),
dans lequel chaque ligne haute fréquence contient un conducteur intérieur et un conducteur
extérieur,
dans lequel chaque pont de découplage contient quatre nœuds de pont, dans lequel dans
deux nœuds de pont respectivement un conducteur intérieur de la ligne haute fréquence
côté entrée (12) et respectivement un conducteur intérieur des lignes haute fréquence
côté sortie (13', 13'') montées en parallèle ou en série sont reliés dans un nœud
de pont, et dans lequel dans deux autres nœuds de pont respectivement un conducteur
extérieur de la ligne haute fréquence côté entrée (12) et respectivement un conducteur
extérieur des lignes haute fréquence côté sortie (13', 13'') montées en parallèle
ou en série sont reliées dans un nœud de pont, dans lequel un seul nœud de pont (15)
relié aux conducteurs extérieurs est placé au potentiel de masse, dans lequel respectivement
deux nœuds de pont diagonalement opposés forment une diagonale de pont (14), dans
lequel respectivement une résistance d'équilibrage de charge (ZLAW) est prévue dans
chaque diagonale de pont (14), et dans lequel chaque ligne haute fréquence reliée
au pont de découplage présente respectivement une âme annulaire (16) pour le découplage
d'une onde d'enveloppe ;
dans lequel le pont de couplage (3') contient quatre branches de pont (4, 4', 4",
4"'), dans lequel chaque branche de pont (4, 4', 4", 4''') est formée respectivement
par une diagonale de pont composée de respectivement un de quatre sous-ponts de couplage,
dans lequel respectivement une résistance d'équilibrage de charge du sous-pont de
couplage (R2, R3, R4, R5) respectif est prévue dans les diagonales de pont (10, 10',
10", 10''') de chaque sous-pont de couplage perpendiculairement aux formées des branches
de pont (4, 4', 4", 4"'),
dans lequel respectivement deux nœuds de pont de chaque sous-pont de couplage sont
reliés dans un nœud de pont (A, B, C, D) du pont de couplage (3'), dans lequel respectivement
un nœud de pont (F, G, H, I) de chaque sous-pont de couplage forme les quatre sommets
diagonaux du combineur de signaux haute fréquence,
dans lequel respectivement un raccordement (9) pour un signal haute fréquence des
ponts de découplage est prévu dans les branches de pont individuelles des quatre sous-ponts
de couplage,
dans lequel les ponts de découplage (1' ; 1") sont réalisés de sorte que les puissances
dans les branches de pont disposées parallèlement de chaque sous-pont de couplage
et branches de pont disposées parallèlement de sous-ponts de couplage respectivement
diagonalement opposés sont respectivement identiques,
dans lequel un raccordement pour l'émission d'un signal de somme composé des 16 signaux
d'entrée est prévu dans une diagonale de pont du pont de couplage (3') sur les nœuds
de pont (A, D) reliés à celui-ci, et
dans lequel une résistance d'équilibrage de charge du pont de couplage (R1) est prévue
dans une diagonale de pont du pont de couplage (3') disposée perpendiculairement à
la diagonale de pont pour l'émission d'un signal de somme.
2. Combineur de signaux haute fréquence selon la revendication 1,
dans lequel la résistance d'équilibrage de charge (R1, R2, R3, R4, R5) des sous-ponts
de couplage et/ou du pont de couplage (3') présente une impédance identique à l'impédance
de système du combineur de signaux haute fréquence.
3. Combineur de signaux haute fréquence selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel les lignes haute fréquence raccordées aux respectivement deux raccordements
(13', 13'') parallèles dans des branches de pont (11', 11") respectivement diamétralement
opposées du pont de découplage présentent respectivement une impédance caractéristique
doublée par rapport à l'impédance de système du combineur de signaux haute fréquence.
4. Combineur de signaux haute fréquence selon l'une quelconque des revendications 1 à
3,
dans lequel les résistances d'équilibrage de charge (ZLAW) des ponts de découplage
(1' ; 1") présentent une impédance identique à l'impédance de système du combineur
de signaux haute fréquence.