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(11) |
EP 2 619 360 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.09.2014 Patentblatt 2014/37 |
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Anmeldetag: 16.09.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2011/000216 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/037696 (29.03.2012 Gazette 2012/13) |
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ZANGENAGGREGAT FÜR EINE KÄMMMASCHINE
CLAMPING ASSEMBLY FOR A COMBING MACHINE
ENSEMBLE PORTE-PINCES POUR PEIGNEUSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.09.2010 CH 15382010
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.2013 Patentblatt 2013/31 |
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Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG |
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8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- PEULEN, Jacques
CH-8630 Rüti (CH)
- WILL, Michael
CH-8406 Winterthur (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Zangenaggregat für eine Kämmmaschine mit einem
Zangenrahmen und einer unteren Zangenplatte, die an ihrem hinteren Ende am Zangenrahmen
befestigt ist und an ihrem vorderen, freien Ende eine Zangenlippe aufweist, die mit
einer Zangenlippe einer oberen Zangenplatte eine Klemmstelle bilden kann, wobei die
obere Zangenplatte schwenkbar am Zangenrahmen befestigt ist und mit einer oberhalb
der unteren Zangenplatte drehbar gelagerten Speisewalze
[0002] Eine derartige Vorrichtung eines hin und her schwingenden Zangenaggregates (kurz
"Zange" genannt) einer Kämmmaschine ist z. B. in der
EP-1 449 944 B1 gezeigt und beschrieben worden. In dem gezeigten Beispiel ist z. B. ein Kämmsegment
gezeigt, das sich etwa mit 90° über den Umfang des Rundkammes erstreckt. Beim nach
vorne schwenken der Zange in Richtung der nachfolgenden Abreisswalzen über die unterhalb
der Zange angelenkten Schwenkarme nähert sich durch die vorhandene Schwenkgeometrie
die untere Zangenplatte dem Hüllkreis der Kämmgarnitur des Kämmsegmentes. Bei der
Verwendung eines 90° Kämmsegmentes hatte diese Annäherung zwischen der unteren Zangenplatte
und dem Hüllkreis der Kämmgarnitur keine negativen Auswirkungen, zum sich bei der
beschriebenen Annäherung das Kämmsegment schon durch die Drehung des Rundkammes schon
ausserhalb des Schwenkbereiches befand, in welchem sich die untere Zangenplatte bei
der Vorwärtsbewegung bewegt. Wird jedoch eine Erhöhung der Kämmwirkung gefordert,
so ist es notwendig, die Kämmfläche (Anzahl der Garniturspitzen) zu vergrössern, was
eine Verlängerung des Kämmsegmentes (z. B. von 90° auf 130°) auf dem Umfang des Rundkammes
mit sich bringt. Mit einem solchen längeren Kämmsegment kommt es jedoch zu Kollisionen
bei der Vorwärtsbewegung der Zange zwischen der Unterkante der unteren Zangenplatte
und der Kämmgarnitur des Kämmsegmentes das sich der verlängerte Abschnitt des Kämmsegmentes
noch innerhalb des Schwenkbereiches der unteren Zangenplatte befindet. Wird die Zange
zur Umgehung dieser Kollision lediglich höher gesetzt (d.h. der Abstand zwischen der
Drehachse des Rundkammes und der unteren Zangenplatte vergrössert), dann vergrössert
sich auch der Abstand zwischen dem Zangenklemmpunkt und dem Hüllkreis der Kämmgarnitur.
Damit wird eine kürzere Länge (als bisher) des, beim Kämmprozess aus der geschlossenen
Zange herausragenden Faserbartes ausgekämmt und somit wieder die Kämmwirkung verringert.
[0003] Die Erfindung stellt sich nunmehr die Aufgabe, ein Zangenaggregat vorzuschlagen,
welches die beschriebenen Nachteile bekannter Ausführungen vermeidet und Kollisionen
zwischen dem Zangenaggregat und der Kämmgarnitur vermeidet auch beim Einsatz von längeren
Kämmgarnituren, wobei der Abstand zwischen dem Zangenklemmpunkt und dem Hüllkreis
der Kämmgarnitur auf einem Mindestmass belassen werden sollte.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, die untere Fläche der unteren Zangenplatte
im Abstand zur vorderen Stirnfläche ihres freien Endes stufenförmig in Richtung der
Speisewalze abzusetzen. Durch den vorgeschlagenen stufenförmigen Absatz vergrössert
sich der Abstand der unteren Fläche der Zangenplatte zum Hüllkreis der Kämmgarnitur
insbesondere im hinteren Bereich der Zangenplatte, womit die beschriebenen Kollisionen
ausgeschlossen werden. Durch die stufenförmige Ausführung kann die Zangenplatte in
geringem Abstand zu ihrer Zangenlippe einen zusätzlichen Freiraum für die Bewegungsbahn
der verlängerten Kämmgarnitur schaffen, ohne dass die Kämmwirkung eingeschränkt wird.
[0005] Dabei wird vorgeschlagen, dass der stufenförmige Absatz eine Höhe zwischen 2 mm und
5 mm (vorzugsweise 3 mm) aufweist und sich über den grössten Teil der Länge der unteren
Zangenplatte in Richtung ihrer Befestigung erstreckt. Die Höhe ist von der unteren
Begrenzung der unteren Zangenplatte im Bereich der Zangenlippe gemessen, wo die untere
Fläche der Zangenplatte noch nicht abgesetzt ist.
[0006] Des weiteren wird vorgeschlagen, dass der Abstand von der vorderen Stirnfläche bis
zum Beginn des stufenförmigen Absatzes zwischen 2 mm und 6 mm (vorzugsweise 4 mm)
beträgt.
[0007] Vorteilhafterweise kann die Übergangsfläche des stufenförmigen Absatzes unter einem
stumpfen Winkel in Bezug auf die Grundfläche des stufenförmigen Absatzes verlaufen.
Dies erhöht einerseits die Stabilität der unteren Zangenplatte und ist Form des Hüllkreises
der Kämmgarnitur angepasst.
[0008] Zur Erzielung einer kompakten Bauweise und zur Beibehaltung vorteilhafter geometrischer
Verhältnisse wird vorgeschlagen, dass die, der Speisewalze zugekehrte obere Fläche
der unteren Zangenplatte eine muldenförmige Vertiefung aufweist.
[0009] Das heisst in diesem Bereich der muldenförmigen Vertiefung ist kein zusätzliches
Muldenblech notwendig.
[0010] Um das zugeführte Fasermaterial (z. B. eine Watte oder Faserbänder) ohne Unterbruch
im Bereich der Speisewalze zu führen wird weiter vorgeschlagen, dass am Zangenrahmen
ein, dem Umfangsbereich der Speisewalze zugeordnetes Führungsblech befestigt ist,
dessen dem Umfangsbereich der Speisewalze gegenüberliegende muldenförmige Fläche an
die muldenförmige Vertiefung der unteren Zangenplatte angrenzt und mit dieser zusammen
einen Speisekanal bildet.
[0011] Um den Abstand zwischen der Klemmstelle der Speisewalze und der Klemmstelle der nachfolgenden
Abreiswalzen variieren zu können (Ecartement) wird weiter vorgeschlagen, dass zwischen
der muldenförmigen Vertiefung und der Zangenlippe austauschbare Führungsmittel befestigt
sind. Dabei können diese Führungsmittel Führungsstäbe sein, welche sich quer zur Förderrichtung
des Fasermaterials erstrecken. Insbesondere soll das erfindungsgemässe Zangenaggregat
bei einer Kämmmaschine vorgesehen sein mit einem unterhalb des Zangenaggregates drehbar
gelagerten Rundkammes, welcher auf einem Teilbereich seines Umfanges ein Kammsegment
mit einer Kämmgarnitur aufweist, wobei sich die Kämmgarnitur über einen Umfangsbereich
des Rundkammes erstreckt, der zwischen 110° und 150° liegt. Vorzugsweise kann der
Umfangsbereich der Kämmgarnitur 130° betragen.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung werden in einem nachfolgenden Ausführungsbeispiel
näher aufgezeigt und beschrieben.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäss ausgebildeten Zangenaggregates
mit einem Rundkamm
- Fig. 2
- eine vergrösserte Teilansicht nach Fig.1
[0014] Figur 1 zeigt ein bekanntes Zangenaggregat 1 (kurz "Zange" genannt), das über die
Schwenkarme (auch Kurbelarme genannt) 2, 3 schwenkbeweglich gelagert ist. Dabei sind
zwei Schwenkarme 2 jeweils seitlich eines Rundkammes 4 auf dessen Rundkammwelle 5
schwenkbar gelagert. Das andere Ende der Schwenkarme 2 ist drehbeweglich auf einem
Zangenrahmen 8 befestigt. Der hintere Schwenkarm 3 (es können auch zwei vorhanden
sein) ist auf einer Zangenwelle 10 drehfest gelagert. Das gegenüberliegende freie
Ende des Schwenkarmes 3 ist über eine Welle 9 drehbeweglich mit dem Zangenrahmen 8
verbunden. Der Rundkamm 4 (teilweise auch Kämmzylinder genannt) weist auf einem Teilbereich
seines Umfanges ein Kammsegment 7 mit einer Kämmgarnitur 6 auf.
[0015] Die Zange 1 besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einer mit dem Zangenrahmen
8 über Schrauben 13 fest verbundenen unteren Zangenplatte 12 und einer oberen Zangenplatte
14 (teilweise auch Zangenmesser genannt), welche an zwei Schwenkarmen 15, 15' befestigt
ist. Diese Schwenkarme sind über eine Schwenkachse 16 schwenkbar am Zangenrahmen 8
angebracht. Die Bewegung der Schwenkarme 15, 15' erfolgt während eines Kammspieles
über nicht gezeigte, bekannte Federarme, die an einem Excenter (nicht gezeigt) und
den Schwenkarmen angelenkt sind. In Materialflussrichtung F gesehen ist hinter der
Zange 1 ein Abreisszylinderpaar 24 drehbar gelagert. Schematisch angedeutet ist ein
Fixkamm 11, welcher über nicht gezeigte Befestigungsmittel am Zangenrahmen 8 angebracht
ist. Auf die Funktion des Fixkammes 11 wird hier nicht näher eingegangen, zumal diese
aus dem bekannten Stand der Technik hinreichend bekannt ist.
[0016] Innerhalb der Zange 1 ist eine Speisewalze 27 über eine Welle 28 drehbar gelagert,
welche mit einem nicht näher gezeigten Antrieb verbunden ist, über den die Speisewalze
in eine diskontinuierliche Drehbewegung versetzt wird, um die zugeführte Watte W schrittweise
zu transportieren. Die Speisewalze 27 ist über die Welle 28 an ihren beiden Enden
über nicht näher gezeigte Lager in Lageraufnahmen des Zangenrahmens 8 drehbar gelagert.
Der Antrieb der Speisewalze 27 kann über einen bekannten Klinkenantrieb erfolgen,
der von der Bewegung der oberen Zangenplatte 14 gesteuert wird. Der Antrieb der Speisewalze
27 kann im Vor- oder Rücklauf der Zange oder auch anteilig im Vor- und Rücklauf erfolgen.
[0017] Fig. 2 zeigt einen vergrösserten Teilabschnitt der Zange 1 nach Fig.1 mit einer Zangenlippe
30, die am freien Ende der unteren Zangenplatte 12 angebracht ist. Unterhalb der Speisewalze
27 weist die Zangenplatte 12 eine muldenförmige Vertiefung auf, die eine Speisemulde
26 bildet. Die Speisemulde wirkt mit der Speisewalze 27 zusammen, um die Watte W in
dem gebildeten Speisekanal 25 in Richtung der vorderen Zangenlippe 30 zu transportieren.
[0018] Um die Watte W dem Speisekanal 25 zuzuführen, ist zusätzlich ein Muldenblech 20 über
Schrauben 23 am Zangenrahmen 8 befestigt. Dabei weist das Muldenblech 20 einen bogenförmigen
Abschnitt 21 auf, welcher dem Umfang der Speisewalze 27 gegenüberliegt und mit diesem
einen Zuführspalt bildet, über welchen die Watte dem Speisekanal 25 zugeführt wird.
Das Ende dieses bogenförmigen Abschnittes 21 schliesst dabei direkt an den Beginn
der Speisemulde 26 an. Somit wird gewährleistet, dass die Watte W auf einer annähernd
geschlossenen Führungsfläche unterhalb der Speisewalze 27 geführt wird. Das Muldenblech
20 weist einen geraden Abschnitt 22 auf, über welches es mittels schematisch dargestellten
Schrauben 23 an dem Zangenrahmen 8 befestigt ist.
[0019] Wie insbesondere aus Figur 2 zu entnehmen ist, wird das hintere Ende 17 der unteren
Zangenplatte 12 über schematisch dargestellte Schrauben 13 am Zangenrahmen 8 befestigt.
In einem Abstand a, ausgehend von der vorderen Stirnfläche 31 der unteren Zangenplatte
12, ist ein stufenförmiger Absatz 19 vorgesehen, welcher in Bezug auf eine untere
Begrenzungsfläche 33 eine Höhe h aufweist, die sich im Bereich zwischen 2 mm und 5
mm sich bewegen kann. Im Bereich des Absatzes 19 verläuft die Übergangsfläche 35 unter
einem stumpfen Winkel Y in Bezug auf die abgesetzte Stufenfläche 34.
[0020] Schematisch dargestellt ist ebenfalls in Figur 2 eine Achse 18, über welche der Schwenkarm
2 schwenkbeweglich am Zangenrahmen 8 angebracht ist.
[0021] In der in Figur 2 dargestellten Position ist die Zange 1 geschlossen und bildet eine
Klemmstelle 29 für die auszukämmende Watte W. Das über die Klemmstelle 29 aus der
Zange 1 herausragende Ende der Watte W wird allgemein als Faserbart FB bezeichnet.
[0022] Wie aus der Darstellung der Figur 1 zu entnehmen, durchkämmt die Kämmgarnitur 6 den
Faserbart FB, um nicht geklemmte Bestandteile (z. B. Kurzfasern) auszukämmen.
[0023] Zur Bildung der Klemmstelle 29 liegt die obere Zangenplatte 14 mit ihrer Zangenlippe
32 auf der Zangenlippe 30 der unteren Zangenplatte 12 auf.
[0024] Zwischen der Speisemulde 26 und der Zangenlippe 30 ist oberhalb der unteren Zangenplatte
12 ein (oder mehrere) Führungsstab 38 über Schrauben 39 befestigt, welcher sich quer
zur Förderrichtung F der Zange 1 erstreckt. Mit diesem Führungsstab 38 ist es möglich,
die Wegstrecke für die Watte W zwischen der Speisemulde 26 und der Klemmstelle 29
zu variieren. D. h., je nach Höhe des jeweilig verwendeten Führungsstabes kann diese
Wegstrecke verkleinert oder erhöht werden. Über diese Einstellmöglichkeit kann das
Ecartement auf das entsprechend zu verarbeitende Fasermaterial eingestellt werden.
[0025] In Figur 1 wird in gestrichelter Darstellung die Position der unteren Zangenplatte
12 in einer vorderen Lage gezeigt, in welcher sie sich auf die nachfolgenden Abreisszylinder
24 zubewegt. Wie ebenfalls gestrichelt dargestellt, hat sich in dieser Position der
Rundkamm 4 noch nicht so weit gedreht, dass die Kämmgarnitur 6 vollständig aus dem
Schwenkbereich der unteren Zangenplatte entfernt hat. D. h., das hintere Teil (gestrichelt
angedeutet) der Kämmgarnitur 6 befindet sich aufgrund ihrer grösseren Länge immer
noch im Bereich direkt unterhalb der unteren Zangenplatte 12. D. h., der Hüllkreis
HK der Kämmgarnitur 6 schneidet sich mit der gestrichelt angedeuteten Ebene E, in
welcher die untere Fläche 33 der Zangenplatte 12 im Bereich der Zangenlippe 30 liegt.
Durch den erfindungsgemäss vorgeschlagenen stufenförmigen Absatz 19, welcher sich
über den grössten Teil der Länge L der Zangenplatte 12 erstreckt, wird diese Kollision
verhindert und ein problemloses Passieren der verlängerten Kämmgarnitur 6 gewährleistet.
[0026] Mit der vorgeschlagenen erfindungsgemässen Ausbildung der unteren Zangenplatte 12
ist es möglich unter Beibehaltung der bewerten geometrischen Verhältnisse des Zangenaggregates
1 auch längere Kämmgarnituren 6 zu verwenden, ohne dass es zu Kollisionen zwischen
der Zange und der verlängerten Garnituren kommen.
1. Zangenaggregat (1) für eine Kämmmaschine mit einem Zangenrahmen (8) und einer unteren
Zangenplatte (12), die an ihrem hinteren Ende (17) am Zangenrahmen (8) befestigt ist
und an ihrem vorderen, freien Ende eine Zangenlippe (30) aufweist, die mit einer Zangenlippe
(32) einer oberen Zangenplatte (14) eine Klemmstelle (29) bilden kann, wobei die obere
Zangenplatte (14) schwenkbar am Zangenrahmen (8) befestigt ist und mit einer oberhalb
der unteren Zangenplatte (12) drehbar gelagerten Speisewalze (27), dadurch gekennzeichnet, dass die untere Fläche (33) der unteren Zangenplatte (12) im Abstand (a) zur vorderen
Stirnfläche (31) ihres freien Endes stufenförmig in Richtung der Speisewalze (27)
abgesetzt ist.
2. Zangenaggregat (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der stufenförmige Absatz (19) eine Höhe (h) zwischen 2 mm und 5 mm aufweist und sich
über den grössten Teil der Länge (L) der unteren Zangenplatte (12) in Richtung ihrer
Befestigung (13) erstreckt.
3. Zangenaggregat (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) von der vorderen Stirnfläche (31) bis zum Beginn des stufenförmigen
Absatzes (19) zwischen 2 mm und 6 mm beträgt.
4. Zangenaggregat (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsfläche (35) des stufenförmigen Absatzes (19) unter einem stumpfen Winkel
(y) in Bezug auf die Grundfläche (34) des stufenförmigen Absatzes verläuft.
5. Zangenaggregat (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die, der Speisewalze zugekehrte obere Fläche der unteren Zangenplatte eine muldenförmige
Vertiefung aufweist.
6. Zangenaggregat (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Zangenrahmen (8) ein, dem Umfangsbereich der Speisewalze (27) zugeordnetes Führungsblech
(20) befestigt ist, dessen dem Umfangsbereich der Speisewalze gegenüberliegende muldenförmige
Fläche (21) an die muldenförmige Vertiefung (26) der unteren Zangenplatte (12) angrenzt
und mit dieser zusammen einen Speisekanal (25) bildet.
7. Zangenaggregat (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der muldenförmigen Vertiefung (26) und der Zangenlippe (30) der unteren
Zangenplatte austauschbare Führungsmittel (38) befestigt sind.
8. Zangenaggregat (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel Führungsstäbe (38) sind, welche sich quer zur Förderrichtung (F)
des Fasermaterials (W) erstrecken.
9. Kämmmaschine mit einem Zangenaggregat (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem
unterhalb des Zangenaggregates (1) drehbar gelagerten Rundkammes (4), welcher auf
einem Teilbereich seines Umfanges ein Kammsegment (7) mit einer Kämmgarnitur (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kämmgarnitur (6) sich über einen Umfangswinkel (x) des Rundkammes (4) zwischen
110° und 150° erstreckt.
10. Kämmmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangswinkel (x) der Kämmgarnitur (6) ca 130° beträgt.
1. A nipper aggregate (1) for a combing machine comprising a nipper frame (8) and a lower
nipper plate (12) which is fastened at its rear end (17) to the nipper frame (8) and
has at its free front end a nipper lip (30) which, together with a nipper lip (32)
of an upper nipper plate (14), can form a clamping point (29), wherein the upper nipper
plate (14) is pivotably fastened on the nipper frame (8), and further comprising a
feeding roller (27) which is rotatably mounted above the lower nipper plate (12),
characterized in that the lower surface (33) of the lower nipper plate (12) is offset at a distance (a)
from the front face (31) of its free end in a stepped manner in the direction toward
the feeding roller (27).
2. The nipper aggregate (1) according to claim 1, characterized in that the stepped offset (19) has a height (h) between 2 mm and 5 mm and extends over the
majority of the length (L) of the lower nipper plate (12) in the direction of the
fastening (13) of the latter.
3. The nipper aggregate (1) according to claim 2, characterized in that the distance (a) from the front face (31) to the beginning of the stepped offset
(19) ranges between 2 mm and 6 mm.
4. The nipper aggregate (1) according to any one of the claims 1 to 2, characterized in that the transition surface (35) of the stepped offset (19) runs at an obtuse angle (y)
with regard to the base surface (34) of the stepped offset.
5. The nipper aggregate (1) according to any one of the claims 1 to 4, characterized in that the upper surface of the lower nipper plate, which upper surface faces toward the
feeding roller, has a trough-shaped indentation.
6. The nipper aggregate (1) according to claim 5, characterized in that on the nipper frame (8) a guide plate (20) is fastened, which guide plate is allocated
to the circumferential region of the feeding roller (27), and the trough-shaped surface
(21) of the guide plate, which surface is opposite the circumferential region of the
feeding roller, adjoins the trough-shaped indentation (26) of the lower nipper plate
(12) and together with said trough-shaped indentation, forms a feeding channel (25).
7. The nipper aggregate (1) according to any one of the claim 5 to 6, characterized In that between the trough-shaped indentation (26) and the nipper lip (30) of the lower nipper
plate , exchangeable guiding means (38) are fastened.
8. The nipper aggregate (1) according to claim 7, characterized in that the guiding means are guide rods (38) which extend transverse to the conveying direction
(F) of the fiber material (W).
9. A combing machine comprising a nipper aggregate (1) according to any one of the claims
1 to 8, with a circular comb (4) rotatably mounted below the nipper aggregate (1),
which circular comb has a comb segment (7) with a combing clothing (6) on a partial
region of its circumference, characterized in that the combing clothing (6) extends over an circumferential angle (X) of the circular
comb (4) between 110° and 150°.
10. The combing machine according to claim 9, characterized in that the circumferential angle (x) of the combing clothing (6) Is about 130°.
1. Agrégat de pince (1) pour une peigneuse, avec un châssis de pince (8) et une plaque
de pince inférieure (12) fixée au châssis de pince (8) par son extrémité arrière (17)
et comportant une lèvre de pince (30) à son extrémité avant libre, laquelle peut former
un point de serrage (29) avec une lèvre de pince (32) d'une plaque de pince supérieure
(14), dans lequel la plaque de pince supérieure (14) est fixée de façon pivotante
au châssis de pince (8), et avec rouleau d'alimentation (27) monté de façon rotative
au-dessus de la plaque de pince Inférieure (12), caractérisé en ce que la surface inférieure (33) de la plaque de pince inférieure (12) est en retrait en
formant gradin dans la direction du rouleau d'alimentation (27) dans l'espacement
(a) par rapport à la surface frontale avant (31) de son extrémité libre.
2. Agrégat de pince (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décrochement en gradin (19) présente une hauteur (h) entre 2 mm et 5 mm et s'étend
sur la majeure partie de la longueur (L) de la plaque de pince inférieure (12) dans
la direction de sa fixation (13).
3. Agrégat de pince (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'espacement (a) entre la surface frontale avant (31) et le début du décrochement
en gradin (19) mesure entre 2 mm et 6 mm.
4. Agrégat de pince (1) selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que la surface de transition (35) du décrochement en gradin (19) s'étend sous un angle
obtus (y) par rapport à la surface de base (34) du décrochement en gradin.
5. Agrégat de pince (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la surface supérieure de la plaque de pince inférieure qui est tournée vers le rouleau
d'alimentation comporte un renfoncement en forme de creux.
6. Agrégat de pince (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une tôle de guidage (20) attribuée à la région périphérique du rouleau d'alimentation
(27), dont la surface en forme de creux (21) opposée à la région périphérique du rouleau
d'alimentation est adjacente au renfoncement en forme de creux (26) de la plaque de
pince inférieure (12) et forme un canal d'alimentation (25) avec celui-ci, est fixée
au châssis de pince (8).
7. Agrégat de pince (1) selon l'une des revendications 5 à 6, caractérisé en ce que des moyens de guidage interchangeables (38) sont fixés entre le renfoncement en forme
de creux (26) et la lèvre de pince (30) de la plaque de pince inférieure.
8. Agrégat de pince (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que les moyens de guidage sont des tiges de guidage (38) s'étendant perpendiculairement
à la direction de transport (F) de la matière fibreuse (W).
9. Peigneuse avec un agrégat de pince (1) selon l'une des revendications 1 à 8, avec
un peigne circulaire (4) monté de façon rotative en dessous du agrégat de pince, lequel
comporte un segment de peigne (7) avec une garniture de peigne (6) sur une région
partielle de son pourtour, caractérisée en ce que la garniture de peigne (6) s'étend sur un angle circonférentiel (x) du peigne circulaire
(4) compris entre 110° et 150°.
10. Peigneuse selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'angle circonférentiel (x) de la garniture de peigne (6) mesure environ 130°.

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