[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken,
welche vorzugsweise Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Eine solche Vorrichtung und ein solches Verfahren sind zuletzt aus der Veröffentlichung
der Patentanmeldung
WO 2010/054955 der Anmelderin bekannt geworden. Die Enden oder zumindest ein Ende der Schlauchstücke
werden dabei um 90 Grad umgefaltet. Die entstandene Falzlinie wird anschließend durch
eine Prägeeinrichtung in das Schlauchmaterial eingeprägt, so dass die Rückstellkraft
reduziert wird und die nachfolgende Bodenöffnung und Bodenbildung insgesamt störungsfreier
erfolgen und letztendlich die Böden auch der gewünschten Form entsprechen.
[0003] Die auf diese Art gefertigten Säcke erfüllen die genannten Anforderungen voll und
ganz. Jedoch ist ein weiteres Problem zutage getreten. Bei Abwurftests von solchen
Säcken, die zusätzlich befüllt wären, sind die Säcke genau an der Falzlinie aufgeplatzt.
[0004] Daraus entstand die Aufgabe, die Vorrichtung und das Verfahren zur Herstellung von
Säcken derart zu verbessern, dass das Aufplatzen befüllter Säcke vermieden wird.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung nach dem Anspruch 1 und ein Verfahren
nach dem Anspruch 11.
[0006] Demnach ist eine Umlegeeinrichtung vorgesehen, mit welcher sich Bereiche beider Wandungen
eines Endes um mehr als 90 Grad um die Bodenfalzkante umlegen lassen. Diese Einrichtung
dient dazu, das Ende des Schlauchstücks um die Falzkante auf sich zurückzufalten.
Wenn das Schlauchstück diese Einrichtung durchlaufen hat, wirken ein Prägeelement
und ein Gegenelement auf das Ende des Schlauchstücks ein, wobei diese beiden Elemente
mit derselben Wandung des Schlauchstücks in berührendem Kontakt stehen. Dabei wirken
die beiden Elemente jedoch auf die beiden unterschiedlichen Seiten der Falzlinie ein.
Auf diese Weise werden die Schlauchstückenden in den Bereichen der Falzlinien um 180
Grad umgefaltet und gegeneinander gedrückt, so dass die Falzlinie stärker ausgebildet
wird. Das Umlegen mittels der Umlegeeinrichtung kann dazu dienen, das Schlauchstückende
bereits um nahezu 180 Grad umzulegen, so dass das Schlauchstückende ohne Störungen
in den Bereich zwischen Prägeelement und Gegenelement einläuft.
[0007] Der vorliegenden Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, dass das Prägeelement gemäß
der
WO 2010/054955 mit seiner recht scharfen Kante das Gewebe stark geschädigt hat, so dass dieses den
Belastungen bei Abwürfen nicht mehr standhalten konnte und gerissen ist. Die Prägeeinrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung wirkt lediglich durch Aufbringen eines starken Drucks
auf die Falzlinie ein. Dabei liegen Prägeelement und Gegenelement mit einer gegenüber
der scharfen Kante deutlich größeren Fläche an dem Schlauchstück an, so dass eine
Schädigung und damit eine Schwächung des Gewebes vermieden werden. In Bezug auf die
ordnungsgemäße Herstellung von formatgerechten Säcken sind keine Nachteile erkennbar
geworden, wozu die genannte Umlegeeinrichtung wesentlich beiträgt.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfassen das Prägeelement und das
zugeordnete Gegenelement Rollen. In deren Rollenspalt läuft demnach das Schlauchstückende
ein, wobei die Falzlinie bevorzugt mittig der Rollen verläuft.
[0009] Zweckmäßig ist es, die Außenoberflächen des Prägeelements und des Gegenelements mit
einer elastischen Beschichtung zu versehen, um ein Verrutschen oder Verschieben des
Sackmaterials während des Prägevorgang zu vermeiden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist dem Prägeelement und/oder dem Gegenelement
ein Antrieb zugeordnet, mit welchem das genannte Element oder die beiden genannten
Elemente mit einer Umfangsgeschwindigkeit antreibbar sind, die größer ist als die
Transportgeschwindigkeit der Schlauchstücke. Diese etwas größere Geschwindigkeit wird
dabei als "Voreilung" bezeichnet. Der Antrieb kann dabei ein eigenständiger Motor
für das Prägeelement und/oder das Gegenelement sein, der mit dem Hauptantrieb der
Vorrichtung synchronisiert sein kann. Selbstverständlich können beide Elemente von
jeweils einem eigenen Antrieb angetrieben sein. Der Antrieb kann aber auch durch den
Hauptantrieb der Maschine erfolgen, der vorzugsweise auch die Transporteinrichtung
für die Schlauchstücke antreibt. Zwischen dem Antrieb und den genannten Elementen
ist dann ein Übersetzungsgetriebe vorzusehen. Die Voreilung dient dazu, das Schlauchstück
in Transportrichtung stramm zu ziehen, damit keine Knitterfalten auftreten und diese
womöglich in das Schlauchmaterial eingeprägt werden.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn nur einem der Elemente ein Antrieb zugeordnet
ist und das andere Element durch Reibschluss antreibbar ist. Bevorzugt wird der Antrieb
auf das Gegenelement. Prägeelement und Gegenelement können zur Herstellung des Reibschlusses
an ihren Oberflächen mit O-Ringen versehen sein, die gegenüber den Umfangsflächen
erhaben sind.
[0012] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist das Prägeelement oder das Gegenelement
mit einer Kraftbeaufschlagungseinrichtung gegen das andere Element anstellbar. Das
mit einer Kraft beaufschlagbare Element ist vorzugsweise das Prägeelement. Das anstellbare
Element ist bevorzugt in einem Ende eines Hebelarms gelagert, auf dessen anderes Ende
die Kraftbeaufschlagungseinrichtung wirkt. Die Kraftbeaufschlagungseinrichtung kann
ein Federelement, eine Kolbenzylindereinheit oder eine einfache Masse, die unter dem
Einfluss der Schwerkraft steht, umfassen. Durch eine geeignete Wahl der Kraft kann
die Falzlinie ausreichend stark eingeprägt werden, ohne dass das Gewebe beschädigt
wird.
[0013] Um die Falzkante festzulegen, bevor die Prägeeinrichtung auf die Falzkante wirkt,
ist ein Falzelement vorgesehen, das über eine die Falzkante festlegende Arbeitskante
verfügt. Diese Arbeitskante verläuft parallel zur Transportrichtung der Schlauchstücke.
Neben dem Falzelement ist ein weiteres Führungselement als Bestandteil der Umlegeeinrichtung
vorgesehen, mit welchem das Ende des Schlauchstücks um die Arbeitskante des Falzelements
herum umschlagbar ist. Auf diese Weise kann das Ende des Schlauchstücks bereits größtenteils
auf sich selbst zurückgefaltet werden. Das Falzelement erstreckt sich dabei keilförmig
bis zur Falzkante des Schlauchstücks. Das Führungselement hingegen ist zur Transportrichtung
der Schlauchstücke geneigt angeordnet, wobei es im Verlauf des Transports mit dem
Falzelement überlappt.
[0014] Von großem Vorteil ist weiterhin, wenn dem Falzelement ein Zugelement zugeordnet
ist, mit welchem bewirkt wird, dass das Schlauchstückmaterial gegen die Arbeitskante
des Falzelements gezogen wird, so dass die Falzkante an der vorgegebenen Position
des Schlauchstücks entsteht. Das Zugelement kann eine Rolle sein, deren Drehachse
sowohl gegen die Erstreckungsrichtung des Schlauchstücks als auch gegen die Transportebene
desselben geneigt ist. Das Zugelement kann mit einer Kraft beaufschlagt sein, so dass
es gegen das Falzelement gedrückt wird.
[0015] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung
hervor.
[0016] Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Prinzipskizze einer Vorrichtung zur Herstellung von Gewebesäcken
- Fig. 2
- Perspektivische Ansicht einer Bodenöffnungsstation in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
- Fig. 3
- Ansicht III - III aus der Figur 2
- Fig. 4
- Ansicht IV - IV aus der Figur 3
- Fig. 5
- Ansicht V - V aus der Figur 3
- Fig. 6
- Ansicht VI - VI aus der Figur 3
- Fig. 7
- Ansicht VII - VII aus der Figur 3
- Fig. 8
- Ansicht VIII - VIII aus der Figur 3
- Fig. 9
- Ansicht IX - IX aus der Figur 3
[0017] Die Fig. 1 zeigt schematisch einzelne Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauches
zu Säcken, wie sie in Sackherstellungsvorrichtung 1 erfolgen.
[0018] Zunächst wird der Gewebeschlauch 2 der Sackherstellungsvorrichtung 1 zugeführt. Dies
geschieht vorteilhafterweise durch Abwickeln des einen Wickel 3 bildenden Gewebeschlauches
in einer Abwicklungseinrichtung 4. Anschließend kann der Schlauch 2 die so genannte
Öffnung in der Öffnungsstation 5 erfahren. Dabei wird der Gewebeschlauch um ein Innenwerkzeug
herum geführt, welches die beiden Lagen voneinander trennt, so dass sich die Lagen,
falls sie bei einem der Herstellungsschritte des Schlauches miteinander verklebt wurden,
trennen. Nur bei getrennten Lagen kann sichergestellt werden, dass die folgenden Produktionsschritte
ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Im Anschluss werden die voneinander getrennten
Materiallagen des Schlauches wieder aufeinander gelegt.
[0019] Der Gewebeschlauch wird nun der Querschneideeinrichtung 6 zugeführt, die den Gewebeschlauch
in einzelne Schlauchstücke vereinzelt.
[0020] Anschließend erfolgt eine Änderung der ursprünglichen Transportrichtung z, in der
der Schlauch bzw. die Schlauchstücke in Richtung ihrer Längsachsen transportiert wurden,
in die neue Transportrichtung x, so dass die Schlauchstücke nun nicht mehr in Richtung
z ihrer Schlauchlängsachse (im Folgenden auch Erstreckungsrichtung der Schlauchstücke
genannt), sondern quer hierzu transportiert werden, so dass die Enden der Schlauchstücke
zwecks Anformung der Böden seitlich erreichbar sind.
[0021] In der folgenden Station, der Bodenöffnungsstation 8, werden beide Enden eines jeden
Schlauchstücks geöffnet und die so genannten Bodenrechtecke gelegt. In der darauf
folgenden Ventilstation 9 wird auf eines der beiden offenen Enden ein Ventil aufgelegt
und befestigt. Die offenen Böden werden nun in der Bodenschließstation 10 geschlossen,
wobei zwei Laschen aufeinander gelegt werden und miteinander dauerhaft, beispielsweise
durch Verschweißen, verbunden werden. Den Abschluss des eigentlichen Sackherstellprozesses
bildet das Aufbringen je eines Bodendeckblattes auf die Böden in der Deckblattstation
11. Dazu können die Deckblätter ebenfalls aufgeschweißt werden. Die fertigen Säcke
werden anschließend auf dem Sackstapel 12 abgelegt und von dort auf nicht näher beschriebene
Weise abtransportiert.
[0022] Die Fig. 2 zeigt Details einer Bodenöffnungsstation 8 in einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung Die Schlauchstücke 13 werden mittels einer in den folgenden Figuren angedeuteten
Transportvorrichtung in Richtung x auf der Oberfläche einer Auflage 14, beispielsweise
auf der Oberfläche eines Tisches, flach liegend, also im Wesentlichen horizontal,
transportiert. Der Transport erfolgt vorzugsweise mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit,
also in einem kontinuierlichen Transport. Um ein Ende 15 des Schlauchstücks zu öffnen,
wird dieses Ende zunächst aus der horizontalen Lage in eine vertikale Position gebracht.
Um dieses Falten zu ermöglichen, muss das Schlauchstück mit einer Gegenlage beaufschlagt
sein.
[0023] Dazu wird das Schlauchstück 13 unter ein die Gegenlage darstellendes Falzelement
16 eingefädelt. Dieses Falzelement 16 ist fest am Maschinengestell oder an der Auflage
befestigt. Das bedeutet, dass die Schlauchstücke 13 sich relativ zu dem Falzelement
bewegen. Um zu verhindern, dass die Schlauchstücke an dem Falzelement 16 hängen bleiben,
ist unter dem Falzband eine zusätzliche Transporteinrichtung, beispielsweise ein Transportband
30, vorgesehen (siehe Figuren 6 bis 9). Im Bereich des Falzelements 16 können eine
oder mehrere Rollen vorgesehen sein, um das jeweilige Schlauchstück an das Transportband
30 andrücken zu können. Ist das Schlauchstück 13 eingefädelt, wird es anschließend
an einem Leitelement 17, beispielsweise einem Leitblech vorbei geführt. Dieses Leitblech
ist so geformt, dass das Ende 15 des Schlauchstücks 13 jenseits der Falzlinie 27 (welche
die Bodenmittenlinie darstellt) sukzessive in eine vertikale Position gebracht wird.
[0024] Anschließend gelangt das Schlauchstück 13 zur eigentlichen Bodenöffnungsvorrichtung
18, die in dieser Figur nur schematisch dargestellt ist. Auf dem Weg zur Bodenöffnungsstation
durchläuft das Schlauchstück die Prägeeinrichtung 26. Hier wird das Ende 15 des Schlauchstücks
13 von einem oder mehreren Führungselementen 25 weiter umgeschlagen, so dass es auf
das Schlauchstück zurück gefaltet wird. Das Zurückfalten betrifft vor allem den Bereich
in der Nähe der Falzlinie, während die weiteren Bereiche in einer vertikalen Position
verbleiben können. Dieses ist besonders vorteilhaft, da sich für die Bodenöffnung
das gesamte Ende wieder in einer vertikalen Position befinden muss. Nachdem das Zurückfalten
erfolgt ist, passiert das Schlauchstück 13 das Rollenpaar, welches aus einem Prägeelement
28 und einem Gegenelement 29 gebildet wird.
[0025] In der Bodenöffnungsvorrichtung 18 sind zwei Saugerbalken vorgesehen, die beidseits
des hochgeklappten Endes angreifen und in bzw. gegen die Richtung z geführt werden,
so dass die Materiallagen voneinander getrennt werden. Das Innere des Endes 15 des
Schlauchstücks 13 ist nun zugänglich. In diesen Innenraum greifen nun Spreizelemente
ein, die die Materiallagen weiter auseinander drücken, bis diese wieder horizontal
liegen. Diese Situation ist anhand des geöffneten Bodens 19 dargestellt.
[0026] Das Öffnen des zweiten Endes 15' des Schlauchstücks 13 erfolgt auf gleiche Weise.
Insbesondere ist die Prägeeinrichtung gleich ausgebildet. Die Bearbeitung des zweiten
Endes 15' erfolgt jedoch versetzt zur Bearbeitung des ersten Endes 15. Das erste Ende
wird bereits in der Bodenöffnungsvorrichtung 18 geöffnet, während das zweite Ende
15' unter das Falzband 16' geführt wird. Mittels dem Leitelement 17' und der Bodenöffnungsvorrichtung
18' wird der geöffnete Boden 19' auf die zuvor beschriebene Art und Weise erzeugt.
Bevor das Schlauchstück 13 die zweite Bodenöffnungsvorrichtung 18' erreicht, durchläuft
es die Prägeeinrichtung 26'. Eine versetzte Anordnung der Bauteile ist vorteilhaft,
wenn Säcke mit sehr kleinen Bodenmittenabständen A produziert werden sollen. Dabei
können auch die Prägeeinrichtungen 26, 26' versetzt zueinander angeordnet sein. Eine
mögliche Anordnung wäre, dass die (zweite) Prägeeinrichtung 26' gegenüber der (ersten)
Bodenöffnungsvorrichtung 18 angeordnet ist.
[0027] Bei Verlassen der Bodenöffnungsstation 8 liegt das Schlauchstück mit geöffneten Böden
19, 19' vor, wobei alle Bestandteile der geöffneten Böden im Wesentlichen in der Ebene
der Auflage 14 liegen.
[0028] Ein besonderer Aspekt der Bodenöffnungsstation 8 ist darin zu sehen, dass jede Bodenöffnungsvorrichtung
18, 18' durch einen eigenen Antrieb mit Drehmoment versorgt wird. Dies ist durch den
Motor 22 an der Bodenöffnungsvorrichtung 18 veranschaulicht. Der entsprechende Motor
an der Bodenöffnungsvorrichtung 18' ist in der dargestellten Ansicht nicht sichtbar.
Der Motor einer Bodenöffnungsvorrichtung 18, 18' versorgt vor allem die Saugleisten
mit einem Antriebsmoment, so dass diese die Materiallagen voneinander weg bewegen
können. Auch werden die Spreizelemente von diesem Motor mit Drehmoment versorgt. Diese
Antriebe der Bodenöffnungsvorrichtungen 18, 18' können über ein Getriebe jeweils eine
oder beide Rollen 28, 29 der Prägeeinrichtungen 26, 26', antreiben.
[0029] Den Abschluss der Bodenöffnungsvorrichtungen 18, 18' bilden die Anpresswalzen 23,
23', welche dem Zweck dienen, die frisch geöffneten Böden zu verpressen und damit
in ihrer Lage zu fixieren. Die im Rahmen der Bodenöffnung entstandenen Knickkanten
werden dabei weiter ausgestrichen und bilden dann richtige Falzkanten, so dass die
Tendenz der Böden abnimmt, sich wieder aufzurichten. Als Gegendruckelement zu den
Anpresswalzen 23, 23' dienen entweder die Auflage 14 oder die Gegendruckwalzen 24,
24'. Die Anpresswalzen 23, 23' sind in der Figur 2 in Transportrichtung x gesehen
in gleicher Höhe angeordnet. Diese Walzen 23, 23' können aber auch versetzt zueinander
angeordnet sein, damit auch die geöffneten Böden unmittelbar nach dem Öffnungsvorgang
auf die beschriebene Weise verpresst werden können.
[0030] Die Figur 3 zeigt nun die Ansicht III - III aus der Figur 2 und damit Einzelheiten
der Prägeeinrichtung 26. In dieser Ansicht wurde allerdings aus Gründen der besseren
Übersichtlichkeit auf die Darstellung von Schlauchstücken verzichtet. In dieser Ansicht
sind zunächst die Auflage 14, das Falzelement 16 und das Leitelement 17 zu sehen.
In dem Bereich, in dem das Leitelement 17 das Ende des Schlauchstücks 13 in eine vertikale
Position gebracht hat, ist ein weiteres Führungsstück 31 angeordnet, welches ein Zurückstellen
des Endes des Schlauchstücks im Bereich seiner Falzkante verhindert. Im weiteren Verlauf
des Transportes der Schlauchstücke in Transportrichtung x ist das Führungselement
25 auf dem Führungsstück 31 befestigt, was beispielsweise mittels Schrauben erfolgen
kann. Dem Führungselement 25 schließt sich eine Zugrolle 32 an, mit welcher das Ende
des Schlauchstücks im Wesentlichen in die Erstreckungsrichtung der Schlauchstücke
z gezogen werden, damit diese die Arbeitskante 33 des Falzelements 16 berühren. Wäre
diese Berührung nicht sichergestellt, könnte das positionsgenaue Einbringen der Falzkanten
nicht gewährleistet werden. Die Drehachse der Zugrolle ist geneigt. Dabei umfasst
sie eine Komponente in -x-Richtung, in z-Richtung und auch in y-Richtung. Die Umfangsfläche
liegt dabei parallel zu der schrägen Fläche 34 des Falzelements 16 (siehe Figur 6).
[0031] Nachdem die Falzkante 27 des Schlauchstücks 13 auf die beschriebene Weise festgelegt
wurde, läuft das Schlauchstück 13 in den Spalt zwischen der Prägerolle 28 und der
Gegenrolle 29 ein. Die Gegenrolle 29 wird über ein Zugelement, beispielsweise über
einen Zahnriemen 35, von einem Antrieb mit Voreilung angetrieben. Der Zahnriemen 35
überträgt seine Antriebskraft auf ein Zahnrad 41, welches fest mit der Rolle 29 verbunden
ist. auf Die Prägerolle 28 drückt mit einer definierten Kraft gegen die Umfangsfläche
der Gegenrolle 29. Dazu ist die Prägerolle 28 frei drehbar in einem Ende eines Hebelarms
36 gelagert. Der Hebelarm 36 wiederum ist drehbar in einer gestellfesten Stütze 37
gelagert. Das zweite Ende des Hebelarms 36 ist mit einer Kolbenzylindereinheit 38
verbunden, welche eine Kraft, die durch den Pfeil F dargestellt wird, aufbringt. Die
Kolbenzylindereinheit kann mit Druckluft betrieben werden, wobei der Luftdruck etwa
3 bar betragen kann. Aufgrund der genannten Krafteinwirkung kann die Falzlinie 27
ausreichend gut eingeprägt werden, ohne dass das Material der Schlauchstücke 13 beschädigt
wird.
[0032] Die Prägerolle 28 wird vorteilhafterweise ebenfalls angetrieben, was anhand der Figur
4 näher erläutert wird. Wäre dies nicht der Fall, müsste diese von einem Schlauchstück
13 zunächst beschleunigt werden, was jedoch Beschädigungen dieses Schlauchstücks zur
Folge haben könnte. Der Antrieb der Prägerolle 28 erfolgt jedoch über einen Reibschluss
mit der Gegenrolle 29. Beide Rollen 28 und 29 weisen dazu an ihrem Außenumfang jeweils
einen O-Ring 39 und 40 auf, die aufeinander abrollen. Die O-Ringe sind so angeordnet,
dass sie mit dem Schlauchstück 13 nicht in Kontakt treten (siehe Figur 9). Wenn sich
ein Schlauchstück 13 in dem Rollenspalt befindet, wie dies in der Figur 9 gezeigt
ist, kann der Kontakt zwischen den O-Ringen aufgehoben sein. In diesem Moment wird
die Prägerolle 28 durch das Schlauchstück 13 bewegt. Die Übertragung eines leichten
Drehmoments durch das Schlauchstück 13 auf die Rolle 28 zur Kompensation des Rollwiderstandes
ist im Gegensatz zur Beschleunigung einer stehenden Rolle 28 unproblematisch und führt
zu keinen nennenswerten Beschädigungen des Schlauchstücks 13.
[0033] Die Figur 5 zeigt die Ansicht IV - IV aus der Figur 3. In dieser Figur ist das schräg
zur Transportrichtung x angeordnete Führungselement 25 zu erkennen, welches im Verlauf
der Transportrichtung x das Falzelement 16 überlappt. Auch die Zugrolle 32 sowie deren
Anordnung im Raum sind deutlich erkennbar.
[0034] Die Figuren 6 bis 9 zeigen nun verschiedene, in der Figur 3 gezeigte Ansichten, wobei
nun jeweils das Schlauchstück 13 dargestellt ist. Mit diesen Figuren wird die Funktionsabfolge
zur Prägung der Falzlinie 27 veranschaulicht. Die Figur 6 zeigt noch das horizontal
angeordnete Ende 15 des Schlauchstücks 13, nachdem es unter das Falzelement 16 eingefädelt
wurde. In gestrichelter Darstellung ist die Kante 42 des Schlauchstücks 13 zu erkennen,
an welcher die obere Wandung 43 und die untere Wandung 44 miteinander verbunden sind.
[0035] Das Schlauchstück 13 wird mittels der Transporteinrichtung 45 transportiert, welche
beispielsweise das Schlauchstück 13 zwischen zwei mit Transportgeschwindigkeit umlaufende
Transportriemen 46 und 47 umfasst. Zur Unterstützung des ordnungsgemäßen Vorschubs
des Schlauchstücks 13 im Bereich des Falzelementes 16 kann hier ein weiteres Transportband
30 vorgesehen sein. Es ist die keilförmige Ausformung des Falzelements 16 erkennbar,
welches an seiner dünnsten Stelle die Arbeitskante 33 umfasst, die die Lage der späteren
Falzkante 27 festlegt. Die Lage der Falzkante wird durch die unterbrochene Linie 48
gezeigt. Das Schlauchstück 13 befindet sich bereits im Bereich des Leitelements 17.
[0036] In der Figur 7 wurde das Ende 15 des Schlauchstücks 13 durch das Leitelement 17 in
eine vertikale Position verbracht und damit um die Falzkante 27 geknickt.
[0037] Die Figur 8 zeigt die Situation, in der das Führungselement 25 auf das Ende 15 des
Schlauchstücks 13 eingewirkt und weiter um die Arbeitskante 33 des Falzelements 16
umgelegt hat. Der Winkel, um den das Ende umgelegt wird, beträgt mehr als 90 Grad,
vorzugsweise mehr als 135, insbesondere mehr als 150 Grad. Zu sehen ist weiterhin
das Führungsstück 31, welches ein Rollen der Falzkante 27 an außen, also entgegen
der Richtung z, verhindert. Bereiche des Endes 15 können dabei mittels nicht dargestellter
Führungseinrichtungen in vertikaler Position gehalten werden.
[0038] Die abschließende Figur 9 zeigt das Einwirken der Prägerolle 28 und der Gegenrolle
29 auf die Wandung 44 des Schlauchstücks 13. Die Prägerolle 28 berührt dabei die Wandung
44, welche hier als Bestandteil des Endes 15 des Schlauchstücks 13 angesehen werden
kann, während die Gegenrolle auf die Wandung 44 des Schlauchstücks 13 wirkt. Zwischen
diesen beiden Wirkbereichen ist die Falzkant 27 angeordnet. Die Wandung 43 wird von
den Rollen 28, 29 nicht berührt.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Sackherstellungsvorrichtung |
| 2 |
Gewebeschlauch |
| 3 |
Wickel |
| 4 |
Abwicklungseinrichtung |
| 5 |
Öffnungsstation |
| 6 |
Querschneideeinrichtung |
| 7 |
|
| 8 |
Bodenöffnungsstation |
| 9 |
Ventilstation |
| 10 |
Bodenschließstation |
| 11 |
Deckblattstation |
| 12 |
Sackstapel |
| 13 |
Schlauchstück |
| 14 |
Auflage |
| 15 15' |
Schlauchstückende |
| 16 16' |
Falzelement |
| 17 17' |
Leitelement |
| 18 18' |
Bodenöffnungsvorrichtung |
| 19 19' |
Geöffneter Boden |
| 20 |
|
| 21 |
|
| 22 |
Motor |
| 23 23' |
Anpresswalze |
| 24 24' |
Gegendruckwalze |
| 25 |
Führungselement |
| 26 26' |
Prägeeinrichtung |
| 27 |
Falzlinie |
| 28 |
Prägeelement |
| 29 |
Gegenelement |
| 30 |
Transportband |
| 31 |
Führungsstück |
| 32 |
Zugrolle |
| 33 |
Arbeitskante |
| 34 |
Schräge Fläche des Falzelements 16 |
| 35 |
Zahnriemen |
| 36 |
Hebelarm |
| 37 |
Gestellfeste Stütze |
| 38 |
Kolbenzylindereinheit |
| 39 |
O-Ring |
| 40 |
O-Ring |
| 41 |
Zahnrad |
| 42 |
Kante des Schlauchstücks 13 |
| 43 |
Obere Wandung |
| 44 |
Untere Wandung |
| 45 |
Transporteinrichtung |
| 46 |
Transportriemen |
| 47 |
Transportriemen |
| |
|
| A |
Bodenmittenabstand |
| F |
Darstellung Kraft |
| x |
Transportrichtung |
| y |
|
| Z |
Schlauchlängsachse |
1. Vorrichtung (1) zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken, welche vorzugsweise
Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen und zwei übereinander liegende Wandungen
(43, 44) umfassen, wobei in der Vorrichtung (1) zumindest die folgenden Einrichtungen
vorgesehen sind:
- eine Transporteinrichtung (45), mit welcher die Schlauchstücke in einer Transportrichtung
(x), die quer zur Erstreckungsrichtung (z) der Schlauchstücke verläuft, zu Bearbeitungsstationen
(8, 9, 10, 11) transportierbar ist,
- eine Bodenöffnungsstation (8), mit welcher durch Umlegen von Bereichen zumindest
einer Wandung des Schlauchstücks um Bodenfalzkanten an wenigstens einem Ende eines
Schlauchstücks offene Endabschnitte erzeugbar sind,
- eine Zulegestation" mit welcher durch Umlegen von Teilen der Wandungen und/oder
Laschen um weitere Falzkanten die offenen Bodenrechtecke zu Böden zulegbar sind,
- eine Prägeeinrichtung (26, 26'), mit welcher wenigstens ein Teil der Bodenfalzkante
und/oder der weiteren Falzkanten in die Schlauchstücke einprägbar sind und welche
ein Prägeelement (28) und ein zugeordnetes GegenElement (29) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine Umlegeeinrichtung vorgesehen ist, mit welcher Bereiche beider Wandungen um mehr
als 90 Grad um die Bodenfalzkanten umlegbar sind, und
- dass das Prägeelement (28) und das zugeordnete Gegenelement (29) der Umlegeeinrichtung
nachgeordnet sind, wobei die umgelegten Wandungen derart zwischen Prägeelement (28)
und Gegenelement (29) einbringbar sind, dass sie mit derselben Wandung des Schlauchstücks
in berührendem Kontakt stehen.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
Prägeelement (28) und zugeordnetes Gegenelement (29) Rollen sind.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenoberfläche des Prägeelements (28) und des Gegenelement (29) mit einer elastischen
Beschichtung versehen sind.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Prägeelement (28) und/oder dem Gegenelement (29) ein Antrieb zugeordnet ist, mit
welchem das Element oder die Elemente mit einer Umfangsgeschwindigkeit antreibbar
sind, welche größer ist als die Transportgeschwindigkeit der Schlauchstücke.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Prägeelement (28) oder das Gegenelement (29) durch das jeweils andere Element
durch Reibschluss antreibbar ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Prägeelement (28) oder das Gegenelement (29) mit einer Kraftbeaufschlagungsvorrichtung
gegen das andere Element anstellbar ist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bodenfalzkante durch mindestens ein Falzelement (16, 16') festlegbar ist, dessen
Arbeitskante parallel zur Transportrichtung (x) der Schlauchstücke verläuft.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Führungselement (25) vorgesehen ist, mit welchem die Wandungen des
Schlauchstücks um die Arbeitskante des Falzelements (16, 16') herum umschlagbar sind.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Falzelement (16, 16') ein Zugelement (32) zugeordnet ist, welches derart auf die
Wandungen des Schlauchstücks wirkt, dass diese eng an dem Falzelement (16, 16') anliegen.
10. Vorrichtung (1) nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zugelement (32) eine Rolle umfasst, deren Drehachse sowohl gegen die Transportebene
(x-y) als auch gegen die Erstreckungsrichtung der Schlauchstücke geneigt ist.
11. Verfahren zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken, welche vorzugsweise Gewebe
aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen und zwei übereinander liegende Wandungen
(43, 44) umfassen, wobei zumindest die folgenden Schritte vorgesehen sind:
Transport der Schlauchstücke in einer Transportrichtung (x), die quer zur Erstreckungsrichtung
(z) der Schlauchstücke verläuft, mittels einer Transporteinrichtung zu Bearbeitungsstationen
(8, 9, 10, 11),
Erzeugen von offenen Endabschnitten durch Umlegen von Bereichen zumindest einer Wandung
des Schlauchstücks um eine Bodenfalzkante an wenigstens einem Ende eines Schlauchstücks
mittels einer Bodenöffnungsstation (8),
Zulegen der offenen Bodenrechtecke zu Böden mittels einer Zulegestation durch Umlegen
von Teilen der Wandungen und/oder Laschen um weitere Falzkanten,
Einprägen wenigstens von Teilen der Bodenfalzkante und/oder der weiteren Falzkanten
in die Schlauchstücke mit einer Prägeeinrichtung (26, 26'), welche ein Prägeelement
(28) und ein zugeordnetes Gegenelement (29) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit einer Umlegeeinrichtung Bereiche beider Wandungen um mehr als 90 Grad um die
Bodenfalzkanten umgelegt werden, und
dass das Prägeelement (28) und das zugeordnete Gegenelement (29) mit derselben Wandung
des Schlauchstücks in berührenden Kontakt gebracht werden.
1. Apparatus (1) for producing bags from flexible-tube pieces which comprise preferably
woven fabric made of drawn plastics strips and are made up of two walls (43, 44) located
one above the other, wherein the apparatus (1) has at least the following devices
provided in it:
- a transporting device (45), by means of which the flexible-tube pieces can be transported
to processing stations (8, 9, 10, 11) in a transporting direction (x), which runs
transversely to the direction (z) in which the flexible-tube pieces extend,
- a bottom-opening station (8), by means of which open end portions can be produced
by virtue of regions of at least one wall of the flexible-tube piece being folded
over around bottom-folding edges at at least one end of a flexible-tube piece,
- a closing-up station, by means of which the open bottom rectangles can be closed
up to form bottoms by virtue of parts of the walls and/or flaps being folded over
around further folding edges,
- a stamping device (26, 26'), by means of which at least part of the bottom-folding
edge and/or of the further folding edges can be stamped into the flexible-tube pieces,
and which comprises a stamping element (28) and an associated mating Element (29),
characterized
- in that a folding-over device is provided, by means of which regions of the two walls can
be folded over by more than 90 degrees around the bottom-folding edges, and
- in that the stamping element (28) and the associated mating element (29) are arranged downstream
of the folding-over device, wherein the folded-over walls can be introduced between
the stamping element (28) and mating element (29) such that the latter are in contact
with the same wall of the flexible-tube piece.
2. Apparatus (1) according to Claim 1,
characterized in that
the stamping element (28) and associated mating element (29) are rollers.
3. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the outer surface of the stamping element (28) and that of the mating element (29)
are provided with an elastic coaling.
4. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the stamping element (28) and/or the mating element (29) are assigned a drive, by
means of which the element or the elements can be driven at a circumferential speed
which is greater than the speed at which the flexible-tube pieces are transported.
5. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the stamping element (28) or the mating element (29) can be driven by the respectively
other element by way of a friction fit.
6. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the stamping element (28) or the mating element (29) can be positioned against the
other element by way of a force-exerting mechanism.
7. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the bottom-folding edge can be defined by at least one folding element (16, 16'),
of which the operating edge runs parallel to the transporting direction (x) of the
flexible-tube pieces.
8. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
at least one guide element (25) is provided, by means of which the walls of the flexible-tube
piece can be folded over around the operating edge of the folding element (16, 16').
9. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the folding element (16, 16') is assigned a pulling element (32), which acts on the
walls of the flexible-tube piece such that said walls butt closely against the folding
element (16, 16').
10. Apparatus (1) according to the preceding claim,
characterized in that
the pulling element (32) comprises a roller, of which the axis of rotation is inclined
both in relation to the transporting plane (x-y) and in relation to the direction
in which the flexible-tube pieces extend.
11. Method for producing bags from flexible-tube pieces which comprise preferably woven
fabric made of drawn plastics strips and are made up of two walls (43, 44) located
one above the other, wherein at least the following steps are provided:
using a transporting device to transport the flexible-tube pieces to processing stations
(8, 9, 10, 11) in a transporting direction (x), which runs transversely to the direction
(z) in which the flexible-tube pieces extent,
using a bottom-opening station (8) to produce open end portions by virtue of regions
of at least one wall of the flexible-tube piece being folded over around a bottom-folding
edge at at least one end of a flexible-tube piece,
using a closing-up station to chose up the open bottom rectangles to form bottoms
by virtue of parts of the walls and/or flaps being folded over around further folding
edges,
using a stamping device (26, 26'), which comprises a stamping element (28) and an
associated mating element (29), to stamp at least parts of the bottom-folding edge
and/or of the further folding edges into the flexible-tube pieces,
characterized
in that a folding-over device is used to fold over regions of the two walls by more than
90 degrees around the bottom-folding edges, and
in that the stamping element (28) and the associated mating element (29) are brought into
contact with the same wall of the flexible-tube piece.
1. Dispositif (1) pour produire des sacs à partir de pièces tubulaires comprenant de
préférence une tissu en bandes de matière plastique étirées et deux parois (43, 44)
se chevauchant, au moins les dispositifs suivants étant prévus dans le dispositif
(1) :
- un dispositif de transport (45) à l'aide duquel les pièces tubulaires peuvent être
transportées jusqu'aux stations de traitement (8, 9, 10, 11) dans une direction de
transport (x) s'étendant transversalement à la direction d'extension (z) des pièces
tubulaires ;
- une station d'ouverture de fond (8) à l'aide de laquelle des sections d'extrémité
ouvertes peuvent être produites par rabattement de zones d'au moins une paroi de la
pièce tubulaire autour d'arêtes de pliage de fond au niveau d'au moins une extrémité
d'une pièce tubulaire ;
- une station de formage à l'aide de laquelle les rectangles de fond ouverts peuvent
être formés en fonds par rabattement des parties des parois et/ou des brides autour
des arêtes de pliage supplémentaires ;
- un dispositif de marquage (26, 26') à l'aide duquel au moins une partie de l'arête
de pliage de fond et/ou des arêtes de pliage supplémentaires peuvent être marquées
dans les pièces tubulaires et comprenant un élément de marquage (28) et un contre-élément
(29) associé ;
caractérisé en ce que :
- un dispositif de rabattement est prévu à l'aide duquel les zones des deux parois
peuvent être rabattues de plus de 90 degrés autour des arêtes de pliage de fond ;
et
- l'élément de marquage (28) et le contre-élément (29) associé ; du dispositif de
rabattement sont placés en aval, les parois formées pouvant être amenées de telle
sorte entre l'élément de marquage (28) et le contre-élément (29) qu'elles sont en
contact affleurant avec la même paroi de la pièce tubulaire.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de marquage (28) et le contre-élément (29) associé sont des rouleaux.
3. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface extérieure de l'élément de marquage (28) et du contre-élément (29) sont
pourvues d'un revêtement élastique.
4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un entraînement est associé à l'élément de marquage (28) et/ou au contre-élément (29),
l'élément ou les éléments étant entraînés à l'aide dudit entrainement à une vitesse
circonférentielle supérieure à la vitesse de transport des pièces tubulaires.
5. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de marquage (28) ou le contre-élément (29) est entraîné par complémentarité
de frottements par le respectivement autre élément.
6. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de marquage (28) ou le contre-élément (29) peuvent être placés contre l'autre
élément au moyen d'un dispositif d'application de force.
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arête de pliage de fond peut être fixée par au moins un élément de pliage (16,
16') dont l'arête active s'étend parallèlement à la direction de transport (x) des
pièces tubulaires.
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de guidage (25) est prévu à l'aide duquel les parois de la pièce
tubulaire peuvent être rabattues autour des arêtes actives de l'élément de pliage
(16, 16').
9. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément de traction (32) est associé ; à l'élément de pliage (16, 16'), ledit élément
agissant de telle sorte sur les parois de la pièce tubulaire que celles-ci reposent
étroitement contre l'élément de pliage (16, 16').
10. Dispositif (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'élément de traction (32) comprend un rouleau dont l'axe de rotation est incliné
tant par rapport au plan de transport (x-y) que par rapport à la direction d'extension
des pièces tubulaires.
11. Procédé pour produire des sacs à partir de pièces tubulaires comprenant de préférence
un tissu en bandes de matière plastique étirées et deux parois (43, 44) se chevauchant,
au moins les étapes suivantes prévues :
- transport des pièces tubulaires jusqu'aux stations de traitement (8, 9, 10, 11)
dans une direction de transport (x) s'étendant transversalement à la direction d'extension
(z) des pièces tubulaires, à l'aide d'un dispositif de transport ;
- production de sections d'extrémité ouvertes par rabattement de zones d'au moins
une paroi de la pièce tubulaire autour d'une arêtes de pliage de fond au niveau d'au
moins une extrémité d'une pièce tubulaire, à l'aide d'une station d'ouverture de fond
(8) ;
- formage des rectangles de fond ouverts en fonds par rabattement des parties des
parois et/ou des brides autour des arêtes de pliage supplémentaires, à l'aide d'une
station de formage ;
- marquage d'au moins des parties de l'arête de pliage de fond et/ou des arêtes de
pliage supplémentaires dans les pièces tubulaires, à l'aide d'un dispositif de marquage
(26, 26') comprenant un élément de marquage (28) et un contre-élément (29) associé
;
caractérisé en ce que,
- les zones des deux parois peuvent être rabattues de plus de 90 degrés autour des
arêtes de pliage de fond à l'aide d'un dispositif de rabattement ; et
- l'élément de marquage (28) et le contre-élément (29) associé du dispositif de rabattement
sont amenés en contact affleurant avec la même paroi de la pièce tubulaire.