[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckluft-Wartungsgerät, das über folgende Bestandteile
verfügt:
- ein elektrisch betätigbares Einschaltventil, das einen mit einer Druckluftquelle verbindbaren
Speiseeingang, einen mit der Atmosphäre verbundenen Entlüftungsausgang und einen Arbeitsausgang
aufweist und das in eine den Arbeitsausgang mit dem Speiseeingang verbindende Arbeitsstellung
sowie in eine den Arbeitsausgang mit dem Entlüftungsausgang verbindende Entlüftungsstellung
schaltbar ist,
- einen mit einer externen Verbrauchereinrichtung verbindbaren Geräteauslass, der über
einen Auslasskanal mit dem Arbeitsausgang des Einschaltventils verbunden ist,
- einen zur Messung des in dem Auslasskanal herrschenden Auslassdruckes geeigneten Drucksensor
und/oder einen zur Messung des in dem Auslasskanal auftretenden Auslassdurchflusses
geeigneten Durchflusssensor,
- und eine interne elektronische Steuereinheit, die mit dem Einschaltventil sowie mit
dem Drucksensor und/oder dem Durchflusssensor signaltechnisch verbunden ist und die
in einem Überwachungsmodus betreibbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine zur Steuerung einer Verbrauchereinrichtung geeignete
Verbrauchersteuervorrichtung, die mit mindestens einem Druckluft-Wartungsgerät der
vorgenannten Art und einer daran angeschlossenen oder anschließbaren elektronischen
Steuereinrichtung ausgestattet ist.
[0003] Ein in dem vorgenannten Sinne ausgebildeter Stand der Technik ist aus der
DE 19746179 C2 bekannt. Dabei handelt es sich um eine Druckluftwartungseinheit, die fluidisch an
eine mit Druckluft zu versorgende Verbrauchereinrichtung anschließbar ist. Die Druckluftwartungseinheit
setzt sich aus mehreren Modulen zusammen, die in beliebiger Reihenfolge und Zahl aneinandergereiht
werden können. Ein Modul der bekannten Druckluftwartungseinheit ist als Überwachungsmodul
ausgebildet, das eine elektronische Zentraleinheit aufweist und über eine entsprechende
Schnittstelle an ein externes Bussystem anschließbar ist. Das Überwachungsmodul kann
mit Anzeige- und Bedienungselementen versehen sein oder kann alternativ hierzu eine
Diagnose- und Bedienungsschnittstelle für eine externe Anzeige- und Bedienungsvorrichtung
aufweisen. An die Zentraleinheit im Überwachungsmodul ist ein zur Druckerfassung dienender
Drucksensor angeschlossen. Als weiteres Modul der Druckluftwartungseinheit kann ein
Durchflussmessermodul zur Messung des Luftdurchsatzes vorhanden sein. Schließlich
enthält die bekannte Druckluftwartungseinheit ein mit einem Einschaltventil ausgestattetes
Schaltventilmodul, mit dessen Hilfe die eingangsseitig zugeführte Druckluft entweder
durchgelassen oder abgesperrt werden kann. Häufig verfügen Einschaltventile auch über
eine Dreiwegefunktion, so dass sie bei abgesperrter Druckluft eine Entlüftungsstellung
einnehmen, in der der Arbeitsausgang mit der Atmosphäre verbunden ist, so dass der
sich an den Arbeitsausgang anschließende Auslasskanal einschließlich der daran angeschlossenen
Verbrauchereinrichtung entlüftet wird.
[0004] Aus der
DE 102004005982 B3 ist eine Druckluftwartungsvorrichtung bekannt, die sich aus mehreren Modulen zusammensetzt,
unter denen sich beispielsweise ein Einschaltventil, ein Durchflussmesser, ein Steuermodul
oder ein Überwachungsmodul befindet. Auch Sensoreinrichtungen zur Druckerfassung oder
zur Durchflusserfassung können vorhanden sein.
[0005] Die
DE 10355250 A1 beschreibt ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung zur Leckage-Ermittlung bei
einer mit einem Arbeitszylinder ausgestatteten Arbeitseinrichtung. Die Vorrichtung
enthält einen Drucksensor, der den Druck des Druckmediums erfasst, wobei aufgrund
der Druckschwankungen ein Verlust des Druckmediums ermittelt wird. Zusätzlich erfasst
ein in den Zuführleitungen angeordneter Volumenstromsensor den Volumenstrom des fließenden
Druckmediums, wobei aufgrund einer physikalischen Gleichung der Druckmesswert und
der Volumenstrommesswert in eine bestimmte Beziehung zueinander gebracht werden, um
darauf basierend die auftretende Leckage zu ermitteln.
[0006] Aus der
WO 95/19589 A1 ist es bekannt, eine Überwachungsvorrichtung zur Überwachung zyklisch arbeitender
Systeme einzusetzen.
[0007] Druckluft-Wartungsgeräte der eingangs genannten Art sind im Allgemeinen mit Einschaltventilen
ausgestattet, die über zwei mögliche Schaltstellungen verfügen. Eine erste Schaltstellung
ist als Arbeitsstellung konzipiert und stellt eine Verbindung des Speiseeinganges
mit dem Arbeitsausgang und somit zu einer angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung
her. In der zweiten Schaltstellung ist der Speiseeingang vom Arbeitsausgang abgetrennt.
Handelt es sich bei der zweiten Schaltstellung um eine Entlüftungsstellung, wird zugleich
der Auslasskanal mit der daran angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung entlüftet.
Andere Arten von Einschaltventilen sperren den Auslasskanal in der zweiten Schaltstellung
vollständig ab, so dass keine Entlüftung möglich ist. Die Entlüftungsfunktion ist
jedoch ein wichtiger Aspekt bei der Druckluftversorgung einer angeschlossenen Verbrauchereinrichtung.
[0008] Nachteilig bei bisherigen Druckluft-Wartungsgeräten, deren Einschaltventil über eine
Entlüftungsstellung verfügt, ist der Umstand, dass bei einem Betriebsstillstand der
angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung ein unnötiger Luftverbrauch zu verzeichnen
ist. Bleibt nämlich das Einschaltventil in der Arbeitsstellung, wird trotz nicht betriebener
Verbrauchereinrichtung ständig Druckluft unter hohem Druck in den Auslasskanal gepresst,
die zum Teil aufgrund unvermeidbarer Leckage verloren geht. Wird das Einschaltventil
hingegen in die Entlüftungsstellung geschaltet, findet ein vollständiges Entleeren
des Auslasskanals und der daran angeschlossenen Verbrauchereinrichtung statt, so dass
bei neuerlichem Betriebsbeginn der Verbrauchereinrichtung das entleerte Kanalsystem
zuerst wieder komplett befüllt werden muss. Aus energetischer Sicht sind derartige
Begleitumstände beim Ansteuern externer Verbraucher nicht mehr zeitgemäß.
[0009] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen zu treffen, die einen energetisch
günstigen Betrieb von mit Druckluft betriebenen Verbrauchereinrichtungen ermöglichen.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Druckluft-Wartungsgerät der eingangs genannten
Art vorgesehen,
- dass das Einschaltventil über eine 3/3-Ventilfunktionalität verfügt und zusätzlich
in eine Absperrstellung schaltbar ist, in der sein mit dem Geräteauslass verbundener
Arbeitsausgang von sowohl dem Speiseeingang als auch dem Entlüftungsausgang abgetrennt
ist,
- dass die interne elektronische Steuereinheit während der Absperrstellung und/oder
während der Arbeitsstellung alternativ zu dem Überwachungsmodus in einem Einlernmodus
betreibbar ist, in dem während der Absperrstellung ein zeitabhängiger Druckabfall
des Auslassdruckes und/oder während der Arbeitsstellung ein zeitabhängiges Durchflussprofil
des Auslassdurchflusses ermittelbar und in Form von Referenzinformationen in Speichermitteln
der internen elektronischen Steuereinheit abspeicherbar sind,
- dass die interne elektronische Steuereinheit über Vergleichermittel verfügt, durch
die während des Überwachungsmodus von dem Drucksensor und/oder dem Durchflusssensor
gelieferte Ist-Informationen mit den zugehörigen Referenzinformationen vergleichbar
sind,
- und dass die interne elektronische Steuereinheit über Ausgabemittel verfügt, die in
Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis der Vergleichermittel ein elektrisches Diagnosesignal
ausgeben können.
[0011] Die Aufgabe wird außerdem gelöst bei einer Verbrauchersteuervorrichtung, die über
ein derart ausgestaltetes Druckluft-Wartungsgerät und eine daran angeschlossene oder
anschließbare externe elektronische Steuereinrichtung verfügt.
[0012] Der erfinderische Gedanke schließt ein, dass das Druckluft-Wartungsgerät mit sowohl
einem Drucksensor als auch einem Durchflusssensor ausgestattet ist oder aber - je
nach Art der gewünschten Überwachung - nur einen Drucksensor oder nur einen Durchflusssensor
aufweist.
[0013] Der Begriff "Durchfluss" wird stellvertretend und zur Vereinfachung für die an sich
korrekten Begriffe wie "Volumenstrom", "Strömungsrate" oder "Durchflussrate" verwendet
und bezeichnet eine Strömungsmenge pro Zeiteinheit.
[0014] Eine besondere Maßnahme der Erfindung besteht darin, dass das über eine Dreiwegefunktion
verfügende Einschaltventil als 3/3-Wegeventil ausgebildet ist und insgesamt drei alternative
Schaltstellungen einnehmen kann. Hierbei ist von Vorteil, dass außer der standardmäßig
möglichen Arbeitsstellung wahlweise eine Entlüftungsstellung oder eine Absperrstellung
realisierbar ist, um die im Auslasskanal und der daran angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung
befindliche Druckluft wahlweise entweder komplett abzulassen oder - während vorübergehender
Betriebspausen der externen Verbrauchereinrichtung - als geschlossenes Volumen einzusperren.
Ohne auf die Vorteile einer Entlüftungsmöglichkeit zu verzichten, kann somit während
eines vorübergehenden Stillstandes von beispielsweise einer als Verbrauchereinrichtung
fungierenden Maschine sowohl eine übermäßige Leckage als auch ein unnötiges Entleeren
des auslassseitigen Kanalsystems vermieden werden. Dies ermöglicht einen energetisch
effizienten Betrieb.
[0015] Einen weiteren Beitrag zur Effizienzsteigerung liefert die wahlweise in einem Einlernmodus
oder in einem Überwachungsmodus betreibbare interne elektronische Steuereinheit. Letztere
ermöglicht die Ausgabe eines beliebig verwertbaren elektrischen Diagnosesignals, wenn
durch den internen Drucksensor und/oder Durchflusssensor des Druckluft-Wartungsgerätes
Druckluftzustände ermittelt werden, die von den im Normalbetrieb erwarteten beziehungsweise
tolerierbaren Werten abweichen. Abweichende Betriebszustände können beispielsweise
auf Leckage oder auf Funktionsstörungen von Komponenten einer angeschlossenen externen
Verbrauchereinrichtung beruhen. Eine besonders effektive Überwachung wird dadurch
ermöglicht, dass die interne elektronische Steuereinrichtung - insbesondere in Verbindung
mit der Erstinbetriebnahme einer angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung -
in einem Einlernmodus betreibbar ist, um individuell Referenzinformationen in Bezug
auf Druck und/oder Durchfluss aufzuzeichnen, die im anschließenden Betrieb während
eines Überwachungsmodus der internen elektronischen Steuereinheit zum Vergleich mit
aktuell gemessenen Ist-Informationen herangezogen werden können. Die Überwachungsfunktionalität
des Druckluft-Wartungsgerätes kann somit sehr flexibel an den jeweiligen Anwendungsfall
angepasst werden.
[0016] Unter Verwendung des Drucksensors besteht insbesondere die Möglichkeit, während der
Absperrstellung des Einschaltventils den Druckabfall des Auslassdruckes zu überwachen
und durch Vergleich mit den geteachten Referenzinformationen gegebenenfalls ein Alarmsignal
bei zu schnellem Druckabfall auszugeben. Auf diese Weise ist eine Leckage-Überwachung
der beispielsweise von einer Maschine gebildeten externen Verbrauchereinrichtung möglich.
[0017] Mit Hilfe der von einem Durchflusssensor gelieferten Informationen können bei in
Arbeitsstellung befindlichem Einschaltventil Rückschlüsse auf einen erhöhten Luftverbrauch
der angeschlossenen externen Verbrauchereinrichtung gezogen werden, beispielsweise
als Pauschalinformation bezogen auf einen gesamten Betriebszyklus der Verbrauchereinrichtung
oder auch bezogen auf bestimmte Teilzyklen des Betriebszyklus. Vorzugsweise ist das
Druckluft-Wartungsgerät in Form einer selbsttragenden Baueinheit ausgebildet, in der
sämtliche ihrer Komponenten integriert sind, so dass eine äußerst kompakte und einfach
in vorhandene Druckluftnetze integrierbare Druckluftwartungseinheit vorliegt.
[0018] Wenn das Druckluft-Wartungsgerät mit einem Durchflusssensor ausgestattet ist, der
die Strömungsrate auf der Basis ermittelter Druckwerte bestimmt, insbesondere auf
der Basis ermittelter Druckdifferenzen, kann ein zu dem Durchflusssensor gehörender
Drucksensor gleichzeitig auch als Drucksensor zur Erfassung des im Auslasskanal herrschenden
Auslassdruckes genutzt werden. Ein separater Drucksensor erübrigt sich dann.
[0019] Das Druckluft-Wartungsgerät ist zweckmäßigerweise unmittelbar mit optischen Anzeigemitteln
und/oder mit akustischen Warnmitteln ausgestattet, die auf der Basis eines durch die
Ausgabemittel erzeugten elektrischen Diagnosesignals betätigbar sind, um unmittelbar
vor Ort auf problematische Betriebszustände hinzuweisen.
[0020] Zweckmäßigerweise ist das Druckluft-Wartungsgerät so ausgebildet, dass das von ihm
erzeugte elektrische Diagnosesignal extern verarbeitet werden kann. Zu diesem Zweck
kann das Druckluft-Wartungsgerät mit mindestens einer Kommunikationsschnittstelle
ausgestattet sein, an die sich eine insbesondere als übergeordnete Steuerung fungierende
externe elektronische Steuereinrichtung und/oder ein elektronisches Informationsauslesegerät
und/oder mindestens eine weitere externe elektronische Einrichtung anschließen lässt.
Beispielsweise können zwei Kommunikationsschnittstellen vorhanden sein, von denen
die eine zur Kommunikation mit der externen elektronischen Steuereinrichtung nutzbar
ist, während die andere als Diagnoseschnittstelle zur Verbindung mit dem Informationsauslesegerät
verwendet werden kann. Die jeweilige Kommunikationsschnittstelle ist vorzugsweise
elektromechanischer Art, was eine sehr sichere Signalübertragung ermöglicht, insbesondere
über ein daran anschließbares elektrisches Kabel. Vorzugsweise ist mindestens eine
der Kommunikationsschnittstellen als Busschnittstelle konzipiert, um das Anschließen
eines zu einer externen elektronischen Steuereinrichtung führenden externen Busses
zu ermöglichen, wobei beliebige Busstandards anwendbar sind.
[0021] Bei einer alternativen Ausführungsform ist mindestens eine Kommunikationsschnittstelle
zur drahtlosen Signalübertragung ausgestattet, insbesondere zur Störungsmeldung über
ein Mobilfunknetz und/oder für sonstigen drahtlosen Netzwerkanschluss.
[0022] Besonders vorteilhaft ist eine dahingehende Auslegung der mindestens einen Kommunikationsschnittstelle,
dass eine bidirektionale Signalübertragung möglich ist.
[0023] Mindestens eine Kommunikationsschnittstelle kann zur Eingabe und/oder Ausgabe binärer
und/oder analoger Signale ausgebildet sein. Eine solche Kommunikationsschnittstelle
ist insbesondere zusätzlich zu einer als Busschnittstelle ausgebildeten Kommunikationsschnittstelle
vorhanden.
[0024] Die Umschaltbefehle für das Einschaltventil werden zweckmäßigerweise von außen her
in das Druckluft-Wartungsgerät zugeführt und stammen von der angeschlossenen externen
elektronischen Steuereinrichtung. Die interne elektronische Steuereinheit hat in diesem
Fall lediglich als Übermittler von Umschaltsignalen zu fungieren, ohne selbige noch
spezifisch zu verarbeiten. Dies reduziert die Belastung des mindestens einen zu der
internen elektronischen Steuereinrichtung gehörenden Mikroprozessors.
[0025] Zur Aktivierung und/oder Parametrisierung des Einlernmodus ist das Druckluft-Wartungsgerät
zweckmäßigerweise mit geeigneten Eingabemitteln ausgestattet. Solche Eingabemittel
bestehen beispielsweise aus mindestens einer Taste und/oder mindestens einem Schalter,
die außen am Gehäuse des Druckluft-Wartungsgerätes leicht zugänglich angeordnet sind.
Zusätzlich oder alternativ können auch Möglichkeiten vorgesehen sein, um das Einlernen
beziehungsweise Teachen rein elektrisch vornehmen zu können, beispielsweise über ein
spezielles Bediengerät oder durch eine in der Regel mit dem Druckluft-Wartungsgerät
kommunizierende externe elektronische Steuereinrichtung, zu welchem Zweck das Druckluft-Wartungsgerät
über mindestens eine elektrische Schnittstelle verfügen kann, die insbesondere von
einer der schon erwähnten Kommunikationsschnittstellen gebildet sein kann.
[0026] Die während des Überwachungsmodus der internen elektronischen Steuereinheit benötigten
Ist-Informationen werden zweckmäßigerweise im gleichen Zeitintervall aufgezeichnet
wie zuvor die Referenzinformationen während des Einlernmodus.
[0027] Während des Überwachungsmodus zeichnet die interne elektronische Steuereinrichtung
die Ist-Information je nach Betriebsweise lediglich einmal oder mehrmals oder mehrmals
regelmäßig auf.
[0028] Das elektrische Diagnosesignal kann außer zur reinen Betriebsüberwachung auch noch
zur Initiierung bestimmter, insbesondere sicherheitsrelevanter Aktionen genutzt werden.
So kann das Druckluft-Wartungsgerät beispielsweise ausgebildet sein, um in Abhängigkeit
vom Vergleichsergebnis der Vergleichermittel einen Umschaltvorgang des Einschaltventils
hervorzurufen. Beispielsweise kann ein Umschalten des Einschaltventils in die Absperrstellung
hervorgerufen werden, wenn während der Arbeitsstellung über einen längeren Zeitraum
hinweg kein nennenswerter Durchfluss in dem Auslasskanal detektiert wird.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
Die einzige Figur (Figur 1) zeigt in schematischer Darstellung einen bevorzugten Aufbau
der erfindungsgemäßen Verbrauchersteuervorrichtung mit einem darin integrierten erfindungsgemäßen
Druckluft-Wartungsgerät eines besonders zweckmäßigen Aufbaus.
[0030] Die in ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Verbrauchersteuervorrichtung
enthält als Hauptkomponente mindestens ein vorzugsweise in Form einer selbsttragenden
Baueinheit ausgebildetes Druckluft-Wartungsgerät 2. Dieses Druckluft-Wartungsgerät
2 kann bei Bedarf zusammen mit anderen Wartungsmodulen, von denen eines bei 3 strichpunktiert
angedeutet ist, zu einer Druckluft-Aufbereitungsvorrichtung 4 zusammengefasst werden.
Als mindestens ein weiteres Wartungsmodul kommt beispielsweise ein Druckregelmodul,
ein Filtermodul und/oder ein Lufttrocknungsmodul in Frage.
[0031] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 verfügt über ein vereinfacht als Rahmen illustriertes
Gerätegehäuse 5, das die weiteren Komponenten des Druckluft-Wartungsgerätes 2 trägt
und/oder umschließt.
[0032] Außen an dem Gerätegehäuse 5 befindet sich ein Geräteeinlass 6, ein Geräteauslass
7 und ein Entlüftungsauslass 8. Der Geräteeinlass 6 ist ausgebildet, um über eine
als Speiseleitung 12 bezeichnete Fluidleitung mit einer Druckluftquelle P verbunden
zu werden. Abgebildet ist der an den Geräteeinlass 6 angeschlossene Zustand einer
solchen Druckluftquelle P.
[0033] Der Geräteauslass 7 ist ausgebildet, um eine zu einer externen Verbrauchereinrichtung
A führende, als Arbeitsleitung 13 bezeichnete Fluidleitung anschließen zu können.
Gezeigt ist ein Zustand, in dem eine Verbrauchereinrichtung A - beispielsweise eine
über mehrere fluidbetätigte Arbeitskomponenten verfügende Maschine - an den Geräteauslass
7 angeschlossen ist.
[0034] Der Entlüftungsauslass 8 kommuniziert mit der Atmosphäre R. Hierzu ist an den Entlüftungsauslass
8 zweckmäßigerweise ein nicht weiter abgebildeter Schalldämpfer angeschlossen. Auch
eine gefasste Abluftabfuhr mittels einer anschließbaren Fluidleitung ist möglich.
[0035] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 verfügt über ein elektrisch betätigbares, aufgrund
seiner Funktion als "Einschaltventil" 14 bezeichnetes Mehrwegeventil. Das Einschaltventil
14 ist zweckmäßigerweise im Innern des Gerätegehäuses 5 untergebracht. Es verfügt
über eine 3/3-Ventilfunktionalität, hat also drei Wege beziehungsweise Anschlüsse
und drei mögliche Schaltstellungen. Exemplarisch ist es in Gestalt einer einzigen
Ventileinheit realisiert, wobei es jedoch auch durch geeignete Verschaltung mehrerer
Ventileinheiten niedrigerer Funktionalität verwirklicht werden könnte. Vorzugsweise
handelt es sich bei dem Einschaltventil 14 um ein elektropneumatisch vorgesteuertes
Ventil, jedoch könnte es auch als direkt elektrisch betätigbares Ventil ausgebildet
sein.
[0036] Das Einschaltventil 14 hat eine exemplarisch als Mittelstellung konzipierte erste
Schaltstellung, die aus der Zeichnung ersichtlich ist. Ausgehend hiervon kann es durch
wahlweise Aktivierung jeweils eines von zwei elektrisch betätigbaren Ventilantrieben
15a, 15b wahlweise in eine zweite Schaltstellung oder eine dritte Schaltstellung umgeschaltet
werden. Die zweite und dritte Schaltstellung bleibt jeweils so lange bestehen, wie
der zugeordnete Ventilantrieb 15a, 15b elektrisch aktiviert ist. Bei dem elektrischen
Ventilantrieb 15a, 15b handelt es sich insbesondere um eine Elektromagneteinrichtung,
wobei allerdings auch andere Arten elektrischer Antriebsmittel verwendbar sind.
[0037] Die drei Anschlüsse des Einschaltventils 14 bilden einen Speiseeingang 16, einen
Arbeitsausgang 17 und einen Entlüftungsausgang 18. Der Speiseeingang 16 ist ständig
mit dem Geräteeinlass 6 verbunden oder bildet diesen unmittelbar. Der Arbeitsausgang
17 ist ständig mit dem Entlüftungsauslass 18 verbunden oder bildet diesen unmittelbar.
Der Arbeitsausgang 17 steht über einen internen Auslasskanal 22 des Druckluft-Wartungsgerätes
2 mit dem Geräteauslass 7 in Verbindung. Der Auslasskanal 22 verläuft zweckmäßigerweise
im Innern des Gerätegehäuses 5.
[0038] Das Einschaltventil 14 kann eine Absperrstellung einnehmen, die exemplarisch der
im unbetätigten Zustand vorliegenden Mittelstellung entspricht. Hierbei ist der Arbeitsausgang
17 von sowohl dem Speiseeingang 16 als auch dem Entlüftungsausgang 18 abgetrennt.
Auf diese Weise ist der Auslasskanal 22 abgesperrt und das darin sowie in der Arbeitsleitung
13 und dem sich daran anschließenden Kanalsystem der Verbrauchereinrichtung A befindliche
Fluidvolumen ist eingesperrt.
[0039] Die beiden anderen möglichen Schaltstellungen des Einschaltventils 14 definieren
eine Arbeitsstellung und eine Entlüftungsstellung. In der Arbeitsstellung ist der
Arbeitsausgang 17 mit dem Speiseeingang 16 verbunden und gleichzeitig vom Entlüftungsausgang
18 abgetrennt. In der Entlüftungsstellung ist der Arbeitsausgang 17 mit dem Entlüftungsausgang
18 verbunden und gleichzeitig vom Speiseeingang 16 abgetrennt. Somit wird der Auslasskanal
22 und mit diesem die angeschlossene Verbrauchereinrichtung A in der Arbeitsstellung
des Einschaltventils 14 mit Druckluft aus der Druckluftquelle P versorgt und in der
Entlüftungsstellung zur Atmosphäre hin entlüftet.
[0040] Das Einschaltventil 14 wird während der Betriebszeiten der angeschlossenen Verbrauchereinrichtung
A in der Arbeitsstellung gehalten. Während dieser Betriebszeiten arbeitet die Verbrauchereinrichtung
A einen vorgegebenen Betriebszyklus einmalig oder periodisch ab. Der Ablauf dieses
Betriebszyklus wird durch eine externe elektronische Steuereinrichtung 23 gesteuert,
die in nicht weiter abgebildeter Weise in steuerungstechnischer Hinsicht mit der Verbrauchereinrichtung
A kommuniziert.
[0041] Soll die Verbrauchereinrichtung A für einen längeren Zeitraum nicht betrieben werden,
beispielsweise während Betriebspausen am Wochenende, kann das Einschaltventil 14 in
die Entlütungsstellung geschaltet werden, so dass die Verbrauchereinrichtung A entlüftet
wird und keine Gefahrensituationen entstehen können.
[0042] Während nur kurzzeitiger Betriebspausen der Verbrauchereinrichtung A lässt sich das
Einschaltventil 14 in der Absperrstellung positionieren. Dadurch bleibt das in der
Verbrauchereinrichtung A vorhandene Luftvolumen erhalten und steht für die neuerliche
Betriebsaufnahme wieder zur Verfügung. Man erspart sich somit ein erneutes komplettes
Befüllen der Verbrauchereinrichtung A mit Druckluft.
[0043] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 ist mit einem Drucksensor 24 und mit einem Durchflusssensor
25 ausgestattet. Beide Sensoren 24, 25 befinden sich zweckmäßigerweise im Innern des
Gerätegehäuses 5. Außerdem kommunizieren beide Sensoren 24, 25 mit dem Auslasskanal
22, wobei exemplarisch der Drucksensor 24 an den Auslasskanal 22 angeschlossen und
der Durchflusssensor 25 in den Verlauf des Auslasskanals 22 eingeschaltet ist.
[0044] Der Drucksensor 24 ist in der Lage, den im Auslasskanal 22 herrschenden Druck zu
messen, wobei dieser Druck im Folgenden als Auslassdruck bezeichnet sei. Der Durchflusssensor
25 ist in der Lage, die aktuelle Strömungsrate der durch den Auslasskanal 22 hindurchströmenden
Druckluft, also den Durchfluss dieser Druckluft, zu ermitteln. Im Folgenden sei dieser
gemessene Durchfluss als Auslassdurchfluss bezeichnet.
[0045] Wenn das Messprinzip des Durchflusssensors 25 auf einer Druckerfassung basiert, kann
auch ein zum Durchflusssensor 25 gehörender Drucksensor die Funktion des vorgenannten
Drucksensors 24 übernehmen, so dass ein eigenständiger Drucksensor 24 eingespart werden
kann.
[0046] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 enthält eine bevorzugt im Innern des Gerätegehäuses
5 untergebrachte interne elektronische Steuereinheit 26, die mit mindestens einem
Mikroprozessor beziehungsweise Mikrocontroller ausgestattet ist. Zur Vereinfachung
sei sie im Folgenden auch nur als "interne Steuereinheit 26" bezeichnet.
[0047] Die interne Steuereinheit 26 ist über interne elektrische Signalleitungen 27 des
Druckluft-Wartungsgerätes 2 mit den Ventilantrieben 15a, 15b des Einschaltventils
14, mit dem Drucksensor 24 und mit dem Durchflusssensor 25 signaltechnisch verbunden.
Die interne Steuereinheit 26 kann elektrische Druckmesswerte und Durchflussmesswerte
vom Drucksensor 24 beziehungsweise vom Durchflusssensor 25 empfangen und kann elektrische
Betätigungssignale an das Einschaltventil 14 ausgeben.
[0048] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 ist mit einer im Folgenden zur besseren Unterscheidung
als erste Kommunikationsschnittstelle 28 bezeichneten elektrischen Schnittstelle ausgestattet,
die eine signaltechnische Kommunikation zwischen der internen Steuereinheit 26 und
der externen elektronischen Steuereinrichtung 23 ermöglicht. Die erste Kommunikationsschnittstelle
28 ist insbesondere an einer Außenseite des Gerätegehäuses 5 angeordnet und zweckmäßigerweise
über interne elektrische Leiter 32 mit der internen Steuereinheit 26 verbunden. Vorzugsweise
ist die erste Kommunikationsschnittstelle 28 von elektromechanischer Art und insbesondere
als Steckanschlusseinrichtung konzipiert, so dass sich ein nur schematisch angedeutetes
externes Signalkabel 33 insbesondere lösbar anschließen lässt, das eine Verbindung
zu der externen elektronischen Steuereinrichtung 23 ermöglicht.
[0049] Alternativ kann die erste Kommunikationsschnittstelle 28 auch als drahtlos arbeitende
Schnittstelle konzipiert sein, um insbesondere über Funksignale mit der externen elektronischen
Steuereinrichtung 23 kommunizieren zu können.
[0050] Bei der ersten Kommunikationsschnittstelle 28 handelt es sich vorzugsweise um eine
Busschnittstelle, die in der Lage ist, serielle Bussignale zwischen der internen Steuereinheit
26 und der externen elektronischen Steuereinrichtung 23 zu übertragen. Das externe
Signalkabel 33 kann ebenso wie die internen elektrischen Leiter 32 in Form eines seriellen
Bussystems realisiert sein.
[0051] Die interne Steuereinheit 26 verfügt über elektronische Speichermittel 34, über Vergleichermittel
35 und über Ausgabemittel 36. In den Speichermitteln 34 lassen sich Druckwerte des
vom Drucksensor 24 gemessenen Auslassdruckes und Durchflusswerte des vom Durchflusssensor
25 gemessenen Auslassdurchflusses als Referenzinformationen und vorzugsweise auch
als Ist-Informationen abspeichern. Die Vergleichermittel 35 sind in der Lage, gespeicherte
Referenzinformationen mit insbesondere ebenfalls zwischengespeicherten oder auch mit
unmittelbar gemessenen Ist-Informationen zu vergleichen. Die Ausgabemittel 36 sind
in der Lage, in Abhängigkeit von dem durch die Vergleichermittel 35 ermittelten Vergleichsergebnis
ein elektrisches Diagnosesignal auszugeben.
[0052] Vorzugsweise geben die Ausgabemittel 36 der internen Steuereinheit 26 das elektrische
Diagnosesignal an die erste Kommnikationsschnittstelle 28 aus, von wo aus es zur bedarfsgemäßen
weiteren Verarbeitung an die externe elektronische Steuereinrichtung 23 übermittelbar
ist.
[0053] Das elektrische Diagnosesignal kann auch optischen Anzeigemitteln 37 des Druckluft-Wartungsgerätes
2 zugeleitet werden, um sie in beliebiger Weise zu visualisieren.
[0054] Es ist ferner möglich, dass das Druckluft-Wartungsgerät 2 mit nur gestrichelt angedeuteten
akustischen Warnmitteln 38 ausgestattet ist, beispielsweise ein Summer, so dass bei
Empfang eines entsprechenden Diagnosesignals vor Ort ein akustisches Warnsignal ausgegeben
werden kann.
[0055] Die interne Steuereinheit 26 ist in einem Überwachungsmodus betreibbar, in dem sie
von dem Drucksensor 24 und/oder von dem Durchflusssensor 25 stammende Messsignale
als Ist-Informationen empfangen und verarbeiten kann. Auf diese Weise empfängt die
interne Steuereinheit 26 zeitabhängig aktuelle Werte des Auslassdruckes und/oder des
Auslassdurchflusses als Ist-Informationen. Die interne Steuereinheit 26 kann ausgebildet
sein, um diese Ist-Informationen an der ersten Kommunikationsschnittstelle 28 und/oder
an den optischen Anzeigemitteln 37 elektrisch oder visuell auszugeben.
[0056] In vorteilhafter Weise kann die interne Steuereinheit 26 alternativ zu dem Überwachungsmodus
auch in einem Einlernmodus betrieben werden, der auch als Teach-Modus bezeichnet werden
kann. Im Rahmen dieses Einlernmodus kann die interne Steuereinheit 26 die schon angedeuteten
Referenzinformationen aufnehmen und zur weiteren Verarbeitung in den Speichermitteln
34 abspeichern.
[0057] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 ist zweckmäßigerweise mit Eingabemitteln 42 ausgestattet,
die zur bedarfsgemäßen Aktivierung des Einlernmodus dienen. Es kann auch vorgesehen
sein, dass durch diese Eingabemittel 42 ein bedarfsgemäßes Umschalten zwischen dem
Einlernmodus und dem Überwachungsmodus möglich ist. Vorzugsweise ist die interne Steuereinheit
26 mit einem internen Steuerprogramm ausgestattet, das für ein selbsttätiges Umschalten
in den Überwachungsmodus sorgt, wenn die Einlernphase abgeschlossen ist.
[0058] Der Einlernmodus ist zweckmäßigerweise sowohl in der Absperrstellung als auch in
der Arbeitsstellung des Einschaltventils 14 aktivierbar. Bei während der Absperrstellung
aktiviertem Einlernmodus wird ein zeitabhängiger Druckabfall des im Auslasskanal 22
herrschenden Auslassdruckes aufgenommen und als erste Referenzinformation 43 in den
Speichermitteln 34 abgelegt. Dies geschieht beispielsweise durch zweimaliges Drücken
bzw. Betätigen einer Taste bzw. eines Schalters 42a der Eingabemittel 42 in einem
beliebigen zeitlichen Abstand. Die interne Steuereinheit 26 nimmt dann den Druckabfall
des Auslassdruckes über der Zeit auf und bildet eine beim Ausführungsbeispiel als
Gerade illustrierte Referenzkurve 43a. Allerdings spielt der Kurvenverlauf bei der
späteren Auswertung keine Rolle, da letztlich nur der absolute Wert des Druckabfalls
(p1-p2) während des gemessenen Zeitintervalls (t2-t1) von Bedeutung ist.
[0059] Durch Ausführen des Einlernmodus während der Arbeitsstellung des Einschaltventils
14 lässt sich ein bei Bezugsziffer 44a angedeutetes zeitabhängiges Durchflussprofil
Q(t) des im Auslasskanal 22 herrschenden Auslassdurchflusses ermitteln und in Form
zweiter Referenzinformationen 44 in ebenfalls den Speichermitteln 34 der internen
Steuereinheit 26 abspeichern. Dies erfolgt bei laufendem Betrieb der angeschlossenen
Verbrauchereinrichtung A, wobei das die zweiten Referenzinformationen 44 bildende
Durchflussprofil 44a vorzugsweise die Zeitdauer eines gesamten Bearbeitungszyklus
der Verbrauchereinrichtung A abdeckt. Die zweiten Referenzinformationen 44 sind folglich
als Kurve vorstellbar, die den momentanen Auslassdurchfluss zu jedem Zeitpunkt während
eines typischen Bearbeitungszyklus wiedergibt.
[0060] Im späteren Normalbetrieb der Verbrauchersteuervorrichtung 1 kann die im Überwachungsmodus
arbeitende interne Steuereinheit 26 aus einem Vergleich zwischen gemessenen Ist-Informationen
mit den zugeordneten ersten oder zweiten Referenzinformationen 43, 44 ein elektrisches
Diagnosesignal generieren, das Aufschluss über die energetische Situation der angeschlossenen
Verbrauchereinrichtung A liefert.
[0061] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 bietet insbesondere die Möglichkeit, bei in Absperrstellung
befindlichem Einschaltventil 14 eine Leckage-Überwachung vorzunehmen. Hierzu werden
durch die interne Steuereinheit 26 während der Absperrstellung des Einschaltventils
14 von dem Drucksensor 24 gelieferte Ist-Informationen aufgezeichnet und mit den während
des Einlernmodus aufgezeichneten und abgespeicherten ersten Referenzinformationen
43 verglichen. Das Zeitmessintervall für die Aufnahme der Ist-Informationen ist hierbei
gleichgroß wie dasjenige bei der Aufnahme der ersten Referenzinformationen 43, was
über ein in der internen Steuereinheit 26 enthaltenes Steuerprogramm überwacht und
gesteuert wird. Nach Möglichkeit sollte die Istdruckmessung auch bei einem zumindest
annähernd gleichgroßen Ausgangswert des Auslassdruckes wie bei der Referenzdruckmessung
stattfinden, was ebenfalls durch die interne Steuereinheit 26 überwacht wird. Auf
diese Weise ist gewährleistet, dass die zu vergleichenden Informationen auch dem gleichen
Betriebszustand zugerechnet werden können.
[0062] Die interne Steuereinheit 26 veranlasst über die Ausgabemittel 36 beispielsweise
dann die Ausgabe eines Diagnosesignals, wenn der im Überwachungsmodus ermittelte Druckabfall
des Auslassdruckes den während des Einlernmodus aufgenommenen Referenzwert um einen
vorgegebenen Toleranzwert unterschreitet.
[0063] Das Messen der Ist-Informationen kann an den Umschaltvorgang des Einschaltventils
14 gekoppelt sein. So kann das Aufnehmen der Ist-Informationen beispielsweise zeitgleich
mit oder um einen vorbestimmten Zeitraum zeitverzögert nach der Ausgabe eines Umschaltsignals
erfolgen, das von der internen Steuereinheit 26 an das Einschaltventil 14 gesendet
wird.
[0064] Auch bei der Überwachung des Ausgangsdurchflusses kann die Ausgabe eines für das
Einschaltventil 14 bestimmten Umschaltsignals der internen Steuereinheit 26 als Initiator
für die Aufzeichnung von Durchfluss-Ist-Informationen verwendet werden.
[0065] Ebenso wie bei der Überwachung des Auslassdruckes kann auch bei der Überwachung des
Ausgangsdurchflusses eine nur einmalige oder aber eine mehrmalige Aufzeichnung von
Ist-Informationen stattfinden, wobei eine mehrmalige Aufzeichnung von Ist-Informationen
insbesondere in zeitlicher Regelmäßigkeit stattfinden kann.
[0066] Das Druckluft-Wartungsgerät 2 eröffnet vorzugsweise alternativ oder zusätzlich die
Möglichkeit, ein von der angeschlossenen elektronischen Steuereinrichtung 23 geliefertes
Triggersignal als Initiator für den Aufzeichnungsvorgang der Ist-Informationen zugrunde
zu legen. Diese Triggerfunktion der externen elektronischen Steuereinrichtung 23 ist
vor allem bei der Durchflussüberwachung besonders vorteilhaft, weil hierdurch die
Möglichkeit besteht, den Betriebszyklus der Verbrauchereinrichtung A nicht nur pauschal
zu überwachen, sondern auch eine individuelle Überwachung eines oder mehrerer Teilzyklen
des gesamten Betriebszyklus durchzuführen.
[0067] Die Durchflussüberwachung findet bei in die Arbeitsstellung umgeschaltetem Einschaltventil
14 statt. In dieser Arbeitsstellung strömt normalerweise Druckluft aus der Druckluftquelle
P zur Verbrauchereinrichtung A und betätigt dort eine oder mehrere mittels Fluidkraft
aktivierbare Arbeitskomponenten der Verbrauchereinrichtung A. Eine oder mehrere dieser
Arbeitskomponenten sind beispielsweise pneumatische Antriebe. Durch einen Vergleich
der während des Überwachungsmodus erfassten Auslassdurchfluss-Ist-Informationen mit
den zugeordneten zweiten Referenzinformationen 44 lässt sich sehr einfach überwachen,
ob während des Betriebszyklus oder während bestimmter Phasen beziehungsweise Teilzyklen
des Betriebszyklus ein erhöhter Luftverbrauch auftritt, was ein Anzeichen für Funktionsstörungen
oder fehlerhafte Arbeitskomponenten ist.
[0068] Auch bei der Durchflussüberwachung ist die interne Steuereinheit 26 insbesondere
so ausgebildet, dass sie ein elektrisches Diagnosesignal dann ausgibt, wenn eine ermittelte
Ist-Information um einen vorgegebenen Toleranzwert von der zugeordneten und während
des Einlernmodus aufgezeichneten zweiten Referenzinformation 44 abweicht. Die Toleranzwerte
sind im Falle der Durchflussüberwachung zweckmäßigerweise in Form von Toleranzbändern
45a, 45b in der internen Steuereinheit 26 hinterlegt, die die Kennlinie 44a der zweiten
Referenzinformationen 44 oberhalb und unterhalb flankieren.
[0069] Die bei der Generierung des Diagnosesignals zu berücksichtigenden Toleranzwerte sind
vorzugsweise individuell in die interne Steuereinheit 26 eingebbar. Der Nutzer des
Druckluft-Wartungsgerätes 2 kann somit die Toleranzwerte und mithin die Ausgabe des
Diagnosesignals individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Zur Eingabe der Toleranzwerte
können insbesondere die schon erwähnten Eingabemittel 42 genutzt werden, also beispielsweise
eine Anordnung von Tasten und/oder Schaltern 42a und/oder - zur elektronischen Eingabe
- eine beispielsweise von der ersten Kommunikationsschnittstelle 28 gebildete elektrische
Schnittstelle, an die zweckmäßigerweise ein Bediengerät und/oder ein Personalcomputer
(PC) angeschlossen werden kann.
[0070] Die Eingabe der Toleranzwerte erfolgt zweckmäßigerweise während des Einlernmodus.
Allerdings kann das Druckluft-Wartungsgerät 2 auch die Möglichkeit bieten, die Toleranzwerte
im laufenden Überwachungsmodus zu verändern, um veränderten Betriebsumständen flexibel
Rechnung tragen zu können.
[0071] Zweckmäßigerweise ist der Einlernmodus durch Eingabemittel 42 individuell parametrierbar.
Die Parametrierung kann unmittelbar am Druckluft-Wartungsgerät 2 durch Aktivierung
von Tasten und/oder Schaltern 42a vorgenommen werden oder durch die externe elektronische
Steuereinrichtung 23 unter Vermittlung der seriellen Busverbindung 33. Durch die Parametrierung
kann beispielsweise vorgegeben werden, wie häufig während der dafür relevanten Betriebsstellung
des Einschaltventils 14 Ist-Informationen in der internen Steuereinheit 26 ausgewertet
werden. Auch die Veränderung der Toleranzwerte, beispielsweise die Veränderung der
Bandbreite der Toleranzbänder 45a, 45b, lässt sich unter den Begriff der Parametrierung
subsumieren.
[0072] Beim Ausführungsbeispiel ist das Druckluft-Wartungsgerät 2 mit einer weiteren, zweiten
Kommunikationsschnittstelle 29 ausgestattet, die als Diagnoseschnittstelle nutzbar
ist und an der insbesondere ein elektronisches Informationsauslesegerät 46 der Verbrauchersteuervorrichtung
1 zumindest zeitweilig anschließbar ist. Ein solches Informationsauslesegerät 46 ermöglicht
beispielsweise das Auslesen gemessener Ist-Informationen, insbesondere in Verbindung
mit den zugeordneten Referenzinformationen, so dass sich beispielsweise in Verbindung
mit der Durchflussüberwachung zeitgleich oder auch noch nachträglich verifizieren
lässt, an welcher Stelle des aufgezeichneten Referenzprofils eine Unregelmäßigkeit
aufgetreten ist.
[0073] Die interne Steuereinheit 26 ist zweckmäßigerweise derart ausgelegt oder zumindest
programmierbar, dass sie in Abhängigkeit von dem durch die Vergleichermittel 35 festgestellten
Vergleichsergebnis mindestens eine weitere Aktion zusätzlich zur Ausgabe eines Diagnosesignals
veranlassen kann. Beim Ausführungsbeispiel besteht eine solche Zusatzfunktion im Hervorrufen
eines Umschaltvorganges des Einschaltventils 14. Selbiges wird beispielsweise dann
aus der Arbeitsstellung in die Absperrstellung umgeschaltet, wenn während eines längeren
Zeitraumes, der insbesondere frei parametrierbar ist, in dem Auslasskanal 22 kein
oder zumindest kein nennenswerter Auslassdurchfluss vorhanden ist. Alternativ kann
auch vorgesehen sein, dass das elektrische Diagnosesignal direkt einen Umschaltvorgang
des Einschaltventils 14 hervorruft.
[0074] Während in den vorgenannten Fällen die Ausgabe eines für das Einschaltventil 14 bestimmten
Umschaltsignals durch die interne Steuereinheit 26 initiierbar ist, wird die Schaltstellung
des Einschaltventils 14 im Übrigen zweckmäßigerweise ausschließlich durch die externe
elektronische Steuereinrichtung 23 befehligt, die hierzu die notwendigen Umschaltsignale
über die erste Kommunikationsschnittstelle 28 in die interne Steuereinheit 26 einspeist.
Letztere fungiert hierbei als bloßer Übermittler der Umschaltsignale an das Einschaltventil
14, ohne die von der externen elektronischen Steuereinrichtung 23 erhaltenen Umschaltsignale
nochmals in irgendeiner Form zu verarbeiten. Auf diese Weise wird die Prozessorbelastung
des in der internen Steuereinheit 26 enthaltenen Mikroprozessors möglichst gering
gehalten.
[0075] Es versteht sich, dass das Druckluft-Wartungsgerät 2 mit beliebigen weiteren elektrischen
Schnittstellen ausgestattet sein kann. Auf diese Weise kann eine beliebige Anzahl
von Schaltausgängen zur Verfügung gestellt werden, die Ausgabe von Analogwerten ist
möglich, oder auch eine Konfiguration mittels eines anschließbaren Personalcomputers.
Die Anbindung der vorzugsweise vorhandenen externen elektronischen Steuereinrichtung
23 erfolgt wie erwähnt zweckmäßigerweise in serieller Signalübertragungstechnik durch
einen geeigneten Bus, der unter anderem auch dem sogenannten IO-Link-Standard entsprechen
kann.
[0076] Ein Vorteil des Druckluft-Wartungsgerätes 2 liegt in seiner einfachen Inbetriebnahme.
Im Prinzip genügt es, das Druckluft-Wartungsgerät 2 in ein vorhandenes Druckluftsystem
einzubauen und es anschließend einzulernen beziehungsweise zu teachen. Dann ist es
betriebsbereit.
[0077] Weitere besondere Vorteile der beispielhaft geschilderten Anordnung bestehen darin,
dass die angeschlossene Verbraucheranordnung A ohne Entlüftung ihrer Zuleitung 22,
13 in pneumatischer Hinsicht absperrbar ist, so dass bei vorübergehenden Stillstandszeiten
keine Energieverschwendung auftritt. Gleichwohl besteht durch die Drei-Stellungs-Funktionalität
des Einschaltventils 14 bei Bedarf die Möglichkeit, die angeschlossene Verbrauchereinrichtung
A zu entlüften. Der vorhandene Drucksensor 24 vergleicht den Druckabfall im Auslasskanal
22 nach dem Absperren mit einem geteachten Sollverlauf beziehungsweise Referenzverlauf
und gibt bei zu schnellem Druckabfall ein Diagnosesignal. Auf diese Weise ist eine
Leckage-Überwachung der Verbrauchereinrichtung A möglich.
[0078] Während des normalen Betriebes, wenn das Einschaltventil 14 die Arbeitsstellung einnimmt,
kann der Verlauf des im Auslasskanal 22 gemessenen Durchflusswertes überwacht werden,
um bei Abweichungen gegenüber dem geteachten Soll-Wert wiederum ein Diagnosesignal
auszugeben. Auf diese Weise ist eine Verbrauchsüberwachung der Verbrauchereinrichtung
A möglich.
[0079] Wenn das Druckluft-Wartungsgerät 2 als Baueinheit realisiert ist, verfügt es über
kompakte Abmessungen und vereinigt viele Funktionen auf wenig Raum.
[0080] Abschließend ist noch zu erwähnen, dass das Druckluft-Wartungsgerät 2 auch mit verringerter
Überwachungsfunktionalität ausgestattet sein kann, indem entweder nur der Auslassdruck
oder nur der Auslassdurchfluss überwachbar ist. In diesen Fällen kann auf entweder
den Durchflusssensor 25 oder den Drucksensor 24 in der Regel verzichtet werden. Die
duale Implementierung beider Überwachungsmaßnahmen in ein und dasselbe Druckluft-Wartungsgerät
2 ist jedoch besonders vorteilhaft, weil sie eine besonders effektive Überwachung
energierelevanter Parameter gewährleistet.
1. Druckluft-Wartungsgerät, das über folgende Bestandteile verfügt:
- ein elektrisch betätigbares Einschaltventil (14), das einen mit einer Druckluftquelle
verbindbaren Speiseeingang (16), einen mit der Atmosphäre verbundenen Entlüftungsausgang
(18) und einen Arbeitsausgang (17) aufweist und das in eine den Arbeitsausgang (17)
mit dem Speiseeingang (16) verbindende Arbeitsstellung sowie in eine den Arbeitsausgang
(17) mit dem Entlüftungsausgang (18) verbindende Entlüftungsstellung schaltbar ist,
- einen mit einer externen Verbrauchereinrichtung (A) verbindbaren Geräteauslass (7),
der über einen Auslasskanal (22) mit dem Arbeitsausgang (17) des Einschaltventils
(14) verbunden ist,
- einen zur Messung des in dem Auslasskanal (22) herrschenden Auslassdruckes geeigneten
Drucksensor (24) und/oder einen zur Messung des in dem Auslasskanal (22) auftretenden
Auslassdurchflusses geeigneten Durchflusssensor (25),
- und eine interne elektronische Steuereinheit (26), die mit dem Einschaltventil (14)
sowie mit dem Drucksensor (24) und/oder dem Durchflusssensor (25) signaltechnisch
verbunden ist und die in einem Überwachungsmodus betreibbar ist, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Einschaltventil (14) über eine 3/3-Ventilfunktionalität verfügt und zusätzlich
in eine Absperrstellung schaltbar ist, in der sein mit dem Geräteauslass (7) verbundener
Arbeitsausgang (17) von sowohl dem Speiseeingang (16) als auch dem Entlüftungsausgang
(18)abgetrennt ist,
- dass die interne elektronische Steuereinheit (26) während der Absperrstellung und/oder
während der Arbeitsstellung alternativ zu dem Überwachungsmodus in einem Einlernmodus
betreibbar ist, in dem während der Absperrstellung ein zeitabhängiger Druckabfall
des Auslassdruckes und/oder während der Arbeitsstellung ein zeitabhängiges Durchflussprofil
des Auslassdurchflusses ermittelbar und in Form von Referenzinformationen (43, 44)
in Speichermitteln (34) der internen elektronischen Steuereinheit (26) abspeicherbar
sind,
- dass die interne elektronische Steuereinheit (26) über Vergleichermittel (35) verfügt,
durch die während des Überwachungsmodus von dem Drucksensor (24) und/oder dem Durchflusssensor
(25) gelieferte Ist-Informationen mit den zugehörigen Referenzinformationen (43, 44)
vergleichbar sind,
- und dass die interne elektronische Steuereinheit (26) über Ausgabemittel (36) verfügt, die
in Abhängigkeit vom Vegleichsergebnis der Vergleichermittel (35) ein elektrisches
Diagnosesignal ausgeben können.
2. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form einer Baueinheit ausgebildet ist.
3. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mit auf der Basis des elektrischen Diagnosesignals aktivierbaren optischen Anzeigemitteln
(34) und/oder akustischen Warnmitteln (38) ausgestattet ist.
4. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es über mindestens eine mit der internen elektronischen Steuereinheit (26) verbundene
Kommunikationsschnittstelle (28, 29) verfügt, an die zur Kommunikation mit der internen
elektronischen Steuereinheit (26) eine externe elektronische Einrichtung anschließbar
ist, insbesondere eine externe elektronische Steuereinrichtung (23) und/oder ein elektronisches
Informationsauslesegerät (46) und/oder mindestens eine sonstige elektronische Einrichtung,
wobei zweckmäßigerweise mindestens eine Kommunikationsschnittstelle (28, 29) als Busschnittstelle
konzipiert ist.
5. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kommunikationsschnittstelle (28, 29) elektromechanischer Art ist
und/oder dass mindestens eine Kommunikationsschnittstelle (28, 29) zur drahtlosen
Signalübertragung ausgebildet ist.
6. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die interne elektronische Steuereinheit (26) ausgebildet ist, um das elektrische
Diagnosesignal an mindestens eine Kommunikationsschnittstelle (28) des Druckluft-Wartungsgeräts
(2) zu übermitteln, und/oder dass die interne elektronische Steuereinheit (26) als
Übermittler interne elektronische einer an eine Kommunikationsschnittstelle (28) angeschlossenen
externen elektronischen Steuereinrichtung (23) an das Einschaltventil (14) ausgebildet
ist, insbesondere derart, dass über die Kommunikationsschnittstelle (28) eingespeiste
Umschaltsignale ohne Verarbeitung durch die interne elektronische Steuereinheit (26)
direkt an das Einschaltventil (14) weiterleitbar sind.
7. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es mit Eingabemitteln (42) zur Aktivierung und/oder Parametrisierung des Einlernmodus
ausgestattet ist, wobei die Eingabemittel (42) zweckmäßigerweise mindestens eine Taste
(42a) und/oder mindestens einen Schalter (42a) und/oder mindestens eine elektrische
Schnittstelle (28) enthalten.
8. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzeichnung der Ist-Informationen in einem gleichen Zeitintervall wie die Aufzeichnung
der zugeordneten Referenzinformationen stattfindet.
9. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des Überwachungsmodus ein für das Einschaltventil (14) bestimmtes, von der
internen elektronischen Steuereinheit (26) generiertes und ausgegebenes Umschaltsignal
oder ein von einer externen elektronischen Steuereinrichtung (23) geliefertes Triggersignal
als Initiator für die Aufzeichnung von Ist-Informationen fungiert.
10. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ist-Informationen, beginnend mit der Ausgabe eines für das Einschaltventil (14)
bestimmten Umschaltsignals oder diesbezüglich um einen vorgegebenen Zeitraum zeitlich
verzögert, durch die interne elektronische Steuereinheit (26) aufzeichenbar sind.
11. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass beginnend mit oder zeitverzögert nach der Ausgabe eines das Einschaltventil (14)
in die Absperrstellung schaltenden Umschaltsignals Ist-Informationen des Drucksensors
(24) aufgezeichnet werden, um durch anschließenden Vergleich mit den zugehörigen Referenzinformationen
(43) insbesondere eine Leckage-Überwachung zu ermöglichen.
12. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass beginnend mit oder zeitverzögert nach der Ausgabe eines das Einschaltventil (14)
in die Arbeitsstellung schaltenden Umschaltsignals einmalig oder mehrmals Ist-Informationen
des Durchflusssensors (25) aufgezeichnet werden, um durch anschließenden Vergleich
mit den zugehörigen Referenzinformationen (44) insbesondere eine Luftverbrauchsüberwachung
zu ermöglichen.
13. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der internen elektronischen Steuereinheit (26) Toleranzwerte abgespeichert oder
abspeicherbar sind, die bei der Erzeugung des auszugebenden elektrischen Diagnosesignals
berücksichtigt werden, wobei die Toleranzwerte in der Form mindestens eines Toleranzbandes
vorliegen können.
14. Druckluft-Wartungsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Toleranzwerte, insbesondere mittels vorhandener Eingabemittel (42) des Druckluft-Wartungsgerätes
(2) und/oder über mindestens eine elektrische Schnittstelle (28, 29) des Druckluft-Wartungsgerätes
(2), individuell und frei wählbar eingebbar sind.
15. Druckluft-Wartungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die interne elektronische Steuereinheit (26) ausgebildet ist, um in Abhängigkeit
vom Vergleichsergebnis der Vergleichermittel (35) einen Umschaltvorgang des Einschaltventils
(14) hervorzurufen.
16. Verbrauchersteuervorrichtung mit mindestens einem Druckluft-Wartungsgerät (2) nach
einem der Ansprüche 1 bis 15 und einer daran angeschlossenen oder anschließbaren externen
elektronischen Steuereinrichtung (23).
1. Compressed air maintenance apparatus, comprising the following components:
- an electrically actuated switch-on valve (14), which has a feed inlet (16) connectable
to a compressed air source, a venting outlet (18) connected to the atmosphere and
a working outlet (17), and which can be switched into a working position connecting
the working outlet (17) to the feed inlet (16) and into a venting position connecting
the working outlet (17) to the venting outlet (18),
- an apparatus outlet (7), which can be connected to an external user device (A) and
which is connected to the working outlet (17) of the switch-on valve (14) via an outlet
passage (22),
- a pressure sensor (24) suitable for measuring the outlet pressure prevailing in
the outlet passage (22) and/or a flow sensor (25) suitable for measuring the outlet
flow in the outlet passage (22),
- and an internal electronic control unit (26), which is connected in terms of signal
technology to the switch-on valve (14) and to the pressure sensor (24) and/or to the
flow sensor (25) and which can be operated in a monitoring mode,
characterised in that
- the switch-on valve (14) has a 3/3-valve functionality and can in addition be switched
into a blocking position, in which its working outlet (17) connected to the apparatus
outlet (7) is disconnected both from the feed inlet (16) and from the vent outlet
(18),
- in that the internal electronic control unit (26) can, in the blocking position and/or in
the working position, as an alternative to the monitoring mode be operated in a learning
mode, in which, in the blocking position, a time-dependent pressure drop of the outlet
pressure and/or, in the working position, a time-dependent flow profile of the outlet
flow can be determined and stored in the form of reference information (43, 44) in
storage means of the internal electronic control unit (26),
- in that the internal electronic control unit (26) is provided with comparator means (35),
by means of which the actual information supplied in the monitoring mode by the pressure
sensor (24) and/or by the flow sensor (25) can be compared to the associated reference
information (43, 44),
- and in that the internal electronic control unit (26) is provided with outputting means (36),
which can output an electric diagnostic signal as a function of the comparison result
of the comparator means (35).
2. Compressed air maintenance apparatus according to claim 1, characterised in that it is designed in the form of an assembly.
3. Compressed air maintenance apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that it is provided with visual display means (34) and/or audible warning means (38) which
can be activated on the basis of the electric diagnostic signal.
4. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 3, characterised in that it comprises at least one communication interface (28, 29), which is connected to
the internal electronic control unit (26) and which, for communication with the internal
electronic control unit (26), can be connected to an external electronic device, in
particular an external electronic control device (23) and/or an electronic data reading
device (46) and/or at least one other electronic device, at least one communication
interface (28, 29) being expediently designed as a bus interface.
5. Compressed air maintenance apparatus according to claim 4, characterised in that at least one communication interface (28, 29) is of the electromechanical type, and/or
in that at least one communication interface (28, 29) is designed for wireless signal transmission.
6. Compressed air maintenance apparatus according to claim 4 or 5, characterised in that the internal electronic control unit (26) is designed for transmitting the electric
diagnostic signal to at least one communication interface (28) of the compressed air
maintenance apparatus (2), and/or in that the internal electronic control unit (26) is designed as a transmitter of switch-over
signals from an external electronic control device (23) connected to a communication
interface (28) to the switch-on valve (14), in particular in such a way that switch-over
signals fed in via the communication interface (28) can be directly transferred to
the switch-on valve (14) without being processed by the internal electronic control
unit (26).
7. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 6, characterised in that it is equipped with inputting means (42) for activating and/or parameterising the
learning mode, wherein the inputting means (42) expediently comprise at least one
key (42a) and/or at least one switch (42a) and/or at least one electric interface
(28).
8. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 7, characterised in that the actual information is recorded in a same time interval as the associated reference
information.
9. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 8, characterised in that, in the monitoring mode, a switch-over signal designed for the switch-on valve (14)
and generated and output by the internal electronic control unit (26) and/or a trigger
signal supplied by an external electronic control device (23) acts as an initiator
for the recording of actual information.
10. Compressed air maintenance apparatus according to claim 9, characterised in that the actual information, starting with the output of a switch-over signal for the
switch-on valve (14) or with a predetermined time delay, can be recorded by the internal
electronic control unit (26).
11. Compressed air maintenance apparatus according to claim 9 or 10, characterised in that actual information of the pressure sensor (24) is, starting with the output of a
switch-over signal switching the switch-on valve (14) into the blocking position or
with a time delay, recorded, in order to facilitate a leakage monitoring process in
particular by a subsequent comparison to the associated reference information (43).
12. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 9 to 11, characterised in that actual information of the flow sensor (25) is, starting with the output of a switch-over
signal switching the switch-on valve (14) into the working position or with a time
delay, recorded once or repeatedly, in order to facilitate an air consumption monitoring
process in particular by a subsequent comparison to the associated reference information
(44).
13. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 12, characterised in that tolerance values which are taken into account in the generation of the electric diagnostic
signal to be output are or can be stored in the internal electronic control unit (26),
wherein the tolerance values can be available in the form of at least one tolerance
band.
14. Compressed air maintenance apparatus according to claim 13, characterised in that the tolerance values can be input individually and in a freely selectable manner,
in particular by means of existing inputting means (42) of the compressed air maintenance
apparatus (2) and/or via at least one electric interface of the compressed air maintenance
apparatus (2).
15. Compressed air maintenance apparatus according to any of claims 1 to 14, characterised in that the internal electronic control unit (26) is designed to initiate a switch-over action
of the switch-on valve (14) in response to the comparison result of the comparator
means (35).
16. User control device with at least one compressed air maintenance apparatus (2) according
to any of claims 1 to 15 and with an external electronic control device (23) connected
or connectable thereto.
1. Appareil d'entretien à air comprimé, qui dispose des composants qui suivent:
- d'une soupape de mise en service (14) à actionnement électrique, qui présente une
entrée d'alimentation (16) pouvant être reliée à une source d'air comprimé, une sortie
d'aération (18) reliée à l'atmosphère et une sortie de travail (17) et qui peut être
commutée dans une position de travail reliant la sortie de travail (17) à l'entrée
d'alimentation (16) ainsi que dans une position d'aération reliant la sortie de travail
(17) à la sortie d'aération (18),
- d'une sortie d'appareil (7) pouvant être reliée à un système consommateur (A) externe,
laquelle sortie d'appareil est reliée, par l'intermédiaire d'un canal de sortie (22),
à la sortie de travail (17) de la soupape de mise en service (14),
- d'un capteur de pression (24) adapté afin de mesurer la pression de sortie régnant
dans le canal de sortie (22) et/ou un capteur de débit (25) adapté afin de mesurer
le débit de sortie apparaissant dans le canal de sortie (22),
- et d'une unité de commande (26) électronique interne, qui est reliée à la soupape
de mise en service (14) ainsi qu'au capteur de pression (24) et/ou au capteur de débit
(25) selon une technique relevant des signaux et qui peut fonctionner dans un mode
de surveillance,
caractérisé en ce
- que la soupape de mise en service (14) dispose d'une fonctionnalité de distributeur à
3/3 voies et peut être commutée en supplément dans une position de fermeture, dans
laquelle sa sortie de travail (17) reliée à la sortie de l'appareil (7) est isolée
aussi bien de l'entrée d'alimentation (16) que de la sortie d'aération (18),
- en ce que l'unité de commande (26) électronique interne peut fonctionner, en variante
par rapport au mode de surveillance, dans la position de fermeture et/ou dans la position
de travail, dans un mode de programmation, dans lequel, dans la position de fermeture,
une chute de pression, dépendant du temps, de la pression de sortie et/ou, dans la
position de travail, un profil de débit, dépendant du temps, du débit de sortie peuvent
être déterminés et peuvent être stockés, sous la forme d'informations de référence
(43, 44), dans des moyens de stockage (34) de l'unité de commande (26) électronique
interne,
- en ce que l'unité de commande (26) électronique interne dispose de moyens de comparaison
(35), par lesquels, des informations réelles délivrées au cours du mode de surveillance
par le capteur de pression (24) et/ou par le capteur de débit (25) peuvent être comparées
aux informations de référence (43, 44) associées,
- en ce que l'unité de commande (26) électronique interne dispose de moyens d'émission
(36), qui peuvent émettre, en fonction du résultat de la comparaison des moyens de
comparaison (35), un signal de diagnostic électrique.
2. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est réalisé sous la forme d'une unité modulaire.
3. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est équipé de moyens d'affichage (34) optiques et/ou de moyens d'alerte (38) acoustiques
pouvant être activés sur la base du signal de diagnostic électrique.
4. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce qu'il dispose d'au moins une interface de communication (28, 29) reliée à l'unité de
commande (26) électronique interne, à laquelle un système électronique externe, en
particulier un système de commande (23) électronique externe et/ou un appareil de
lecture d'informations (46) électronique et/ou au moins un autre système électronique,
peut être raccordé aux fins de la communication avec l'unité de commande (26) électronique
interne, sachant qu'au moins une interface de communication (28, 29) est mise au point
de manière appropriée en tant qu'interface de bus.
5. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins une interface de communication (28, 29) est de type électromécanique, et/ou
en ce qu'au moins une interface de communication (28, 29) est réalisée aux fins de la transmission
de signal sans fil.
6. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'unité de commande (26) électronique interne est réalisée afin de transmettre le
signal de diagnostic électrique à au moins une interface de communication (28) de
l'appareil d'entretien à air comprimé (2), et/ou
en ce que l'unité de commande (26) électronique interne est réalisée sous la forme d'un transmetteur
de signaux de commutation provenant d'un système de commande (23) électronique externe
raccordé à une interface de communication (28) à la soupape de mise en service (14),
en particulier de telle manière que des signaux de commutation injectés par l'intermédiaire
de l'interface de communication (28) peuvent être transférés sans traitement par l'unité
de commande (26) électronique interne directement à la soupape de mise en service
(14).
7. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
6, caractérisé en ce qu'il est équipé de moyens de saisie (42) servant à activer et/ou à paramétrer le mode
de programmation, sachant que les moyens de saisie (42) contiennent de manière appropriée
au moins une touche (42a) et/ou au moins un commutateur (42a) et/ou au moins une interface
(28) électrique.
8. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
7, caractérisé en ce que l'enregistrement des informations réelles a lieu dans un laps de temps identique
à celui de l'enregistrement des informations de référence associées.
9. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
8, caractérisé en ce qu'un signal de commutation défini pour la soupape de mise en service (14), généré et
émis par l'unité de commande (26) électronique interne ou un signal de déclenchement
délivré par un système de commande (23) électronique externe font office d'élément
de lancement de l'enregistrement des informations réelles lors du mode de surveillance.
10. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les informations réelles peuvent être enregistrées par l'unité de commande (26) électronique
interne dès l'émission d'un signal de commutation déterminé pour la soupape de mise
en service (14), ou, à cet égard, avec un décalage dans le temps d'un laps de temps
spécifié.
11. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que des informations réelles du capteur de pression (24) sont enregistrées dès l'émission
d'un signal de commutation commutant la soupape de mise en service (14) dans la position
de fermeture ou avec un décalage dans le temps après l'émission de ce dernier afin
de permettre en particulier une surveillance des fuites par la comparaison desdites
informations réelles, qui suit leur enregistrement, avec les informations de référence
(43) associées.
12. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 9 à
11, caractérisé en ce que des informations réelles du capteur de débit (25) sont enregistrées une fois ou à
plusieurs reprises dès l'émission d'un signal de commutation commutant la soupape
de mise en service (14) dans la position de travail ou avec un décalage dans le temps
après l'émission de ce dernier afin de permettre en particulier une surveillance de
la consommation d'air par la comparaison desdites informations réelles, qui suit leur
enregistrement, avec les informations de référence (44) associées.
13. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
12, caractérisé en ce que des valeurs de tolérance sont enregistrées ou peuvent être enregistrées dans l'unité
de commande (26) électronique interne, lesquelles sont prises en considération lors
de la production du signal de diagnostic électrique à émettre, sachant que les valeurs
de tolérance peuvent se présenter sous la forme d'au moins une bande de tolérance.
14. Appareil d'entretien à air comprimé selon la revendication 13, caractérisé en ce que les valeurs de tolérance peuvent être saisies au choix individuellement et librement
en particulier au moyen de moyens de saisie (42) disponibles de l'appareil d'entretien
à air comprimé (2) et/ou par l'intermédiaire d'une interface (28, 29) électrique de
l'appareil d'entretien à air comprimé (2).
15. Appareil d'entretien à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à
14, caractérisé en ce que l'unité de commande (26) électronique interne est réalisée afin d'entraîner une opération
de commutation de la soupape de mise en service (14) en fonction du résultat de la
comparaison des moyens de comparaison (35).
16. Dispositif de commande de consommateur comprenant au moins un appareil d'entretien
à air comprimé (2) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 15 et
comprenant un système de commande (23) électronique externe raccordé ou pouvant être
raccordé audit appareil d'entretien à air comprimé.