[0001] Die Erfindung betrifft ein Autofrettage-Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Metallrohren,
wobei der Innenraum eines Metallrohres mit einem hohen Druck bzw. Innendruck von mindestens
700 bar beaufschlagt wird.
[0002] Derartige Verfahren sind aus der Praxis in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt.
Dabei wird ein Metallrohr mit einem hohen Druck, der oberhalb des späteren Betriebsdrucks
liegt, beaufschlagt. Die bei Autofrettage-Verfahren eingesetzten Drücke liegen üblicherweise
im Bereich von mehreren tausend bar. Aufgrund der Einwirkung eines solchen hohen Druckes
wird das Metall der inneren Wandbereiche des Metallrohres plastifiziert. Daraus resultieren
innere Spannungen in der Rohrwandung, die den später im Betrieb einwirkenden Kräften
aufgrund innerer Drücke entgegenwirken. Bei der Autofrettage-Behandlung wird der Druck
in der Regel mit Hilfe einer Flüssigkeit bzw. mit Hilfe einer Flüssigkeit niedriger
Kompressibilität, wie beispielsweise mit Hydraulik-Ölen oder ionischen Flüssigkeiten,
aufgebracht. Dazu wird ein Metallrohr an beiden Enden verschlossen und mit der Flüssigkeit
befüllt. Anschließend erfolgt der Druckaufbau durch Pumpen bis zum jeweiligen Enddruck.
Mit steigendem Druck bildet sich, von der Innenoberfläche des Rohres ausgehend, die
Plastifizierung aus. Bislang wird zur Kontrolle der Autofrettage-Behandlung der sich
aufbauende bzw. der sich erhöhende Druck gemessen. Die bisher verwendeten Autofrettage-Verfahren
weisen zunächst den Nachteil auf, dass das Ausmaß des Autofrettierens bzw. der Grad
der Plastifizierung des Rohres nicht hinreichend präzise und funktionssicher kontrolliert
werden kann. Dadurch resultieren nicht selten fehlerhafte Rohre bzw. Rohre mit nicht
zufriedenstellenden Materialeigenschaften. Weiterhin haftet vielen bekannten Autofrettage-Verfahren
der Nachteil an, dass - nicht zuletzt wegen der unzureichenden Präzision bei der Kontrolle
des Prozesses - verhältnismäßig viele Rohre beschädigt werden und somit der Ausschuss
relativ hoch ist oder Rohre unzureichend vorgespannt sind und damit die Betriebsfestigkeit
über die Lebensdauer gefährdet ist.
[0003] Aus
WO 2010/018721 A1 ist ein Autofrettage-Verfahren für gebogene Metallrohren bekannt. Hier wird der aufgebrachte
Druck gemessen sowie der Außendurchmesser eines geraden Keils des Rohres. Die Parameter
des Autofrettage-Verfahrens sollen genau gemessen werden. Der aufgebrachte Druck soll
in Abhängigkeit von den Materialeigenschaften so reguliert werden, dass keine Beschädigungen
an dem Rohr verursacht werden. Bei diesem bekannten Verfahren ist der Grad der Plastifizierung
der Rohrwandung aber nur schwierig feststellbar.
[0004] Dementsprechend liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Autofrettage-Verfahren
der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem die vorstehend geschilderten Nachteile
vermieden werden können.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung ein Autofrettage-Verfahren
zur Festigkeitssteigerung von Metallrohren, wobei ein bereits zumindest einer ersten
Autofrettage-Behandlung unterzogenes Metallrohr zumindest einer zweiten Autofrettage-Behandlung
unterzogen wird und wobei zumindest bei der zweiten Autofrettage-Behandlung der Innenraum
eines Metallrohres mit einem hohen Druck bzw. Innendruck von mindestens 700 bar -
vorzugsweise von mindestens 3.000 bar - beaufschlagt wird, so dass ausgehend von der
Innenoberfläche des Metallrohres eine Plastifizierung des Metalls bzw. der Metallwandung
stattfindet,
wobei der Druck bzw. Innendruck während der Autofrettage-Behandlung erhöht wird, wobei
weiterhin der während der Behandlung zunehmende Außendurchmesser d
a des Rohres gemessen wird und wobei der Druck anschließend wieder verringert wird
und wobei mittels der Messung des Außendurchmessers d
a des Metallrohres bei der zweiten Autofrettage-Behandlung das Ausmaß der ersten Autofrettage-Behandlung
bzw. der Grad der Plastifizierung der Rohrwandung bei der ersten Autofrettage-Behandlung
ermittelt wird. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Druckerhöhung bei Erreichen
eines kritischen Außendurchmessers d
ak des Rohres beendet wird und der Druck danach wieder verringert wird.
[0006] Bei den Metallrohren handelt es sich insbesondere um Stahlrohre. Diese Stahlrohre
können mit einer Beschichtung bzw. können mit Beschichtungen versehen sein. - Bei
der erfindungsgemäßen Autofrettage-Behandlung wird der Druck zweckmäßigerweise von
0 bis auf den Enddruck gesteigert, der dem kritischen Außendurchmesser d
ak entspricht. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass nach Erreichen des Enddruckes
dieser Enddruck kurzzeitig konstant gehalten wird, beispielsweise mehrere zehn Sekunden
lang.
[0007] Bei dem kritischen Außendurchmesser d
ak handelt es sich um einen Erfahrungswert, der durch entsprechende Vorversuche festgelegt
wird. Der kritische Außendurchmesser d
ak hängt ab von dem Material der Rohrwandung, von der Dicke der Rohrwandung und auch
vom ursprünglichen Außendurchmesser des Rohres. Zweckmäßigerweise wird in Vorversuchen
für ein bestimmtes Metallrohr der kritische Außendurchmesser d
ak bestimmt, bei dem die gewünschte Plastifizierung des Metallrohres erreicht wird und
bei dem insbesondere noch keine Beschädigung des Metallrohres, beispielsweise durch
Bersten bzw. Platzen auftritt.
[0008] Erfindungsgemäß wird der Außendurchmesser d
a des Rohres bzw. werden die Änderungen des Außendurchmessers d
a gemessen bzw. bestimmt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Messung
des Außendurchmessers d
a kontinuierlich. Empfohlenermaßen wird der Außendurchmesser d
a mittels eines laser-interferometrischen Verfahrens gemessen. Grundsätzlich kommen
für die Messung des Außendurchmessers d
a der Metallrohre alle Messverfahren infrage, die eine Messung von Änderungen des Außendurchmessers
d
a im Bereich von 0 bis zu 50 µm erlauben. Vorzugsweise wird der Außendurchmesser d
a mit einer berührungsfreien Meßmethode bestimmt. Prinzipiell können aber auch nicht-berührungsfreie
Meßmethoden eingesetzt werden.
[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass neben dem Außendurchmesser d
a des Rohres auch der aufgebrachte Druck bzw. Innendruck gemessen wird. Zweckmäßigerweise
erfolgt eine kontinuierliche Messung des Druckes. Nach dieser bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden also sowohl der aufgebaute Druck bzw. Änderungen des Druckes
als auch der Außendurchmesser d
a bzw. Änderungen des Außendurchmessers d
a gemessen. - Die Abhängigkeit des Außendurchmessers d
a vom aufgebrachten Druck wird für ein bestimmtes Metallrohr bzw. für einen bestimmten
Rohrtyp in Vorversuchen bestimmt. Dabei kann festgestellt werden, in welchem Toleranzbereich
das Verhältnis Außendurchmesser d
a / Druck bei fehlerfreien Metallrohren liegen muss. Bei weiteren Messungen an Metallrohren
dieses Typs können dann bei Abweichungen von dem Toleranzbereich Materialfehler in
der Rohrwandung festgestellt werden. So können auf einfache und wenig aufwendige Weise
fehlerhafte Rohre erkannt werden und dem Produktionsprozess entzogen werden. Diese
Ausführungsform erlaubt somit eine effektive Qualitätskontrolle während der Autofrettage-Behandlung.
[0010] Erfindungsgemäß wird ein bereits zumindest einer ersten Autofrettage-Behandlung unterzogenes
Metallrohr zumindest einer zweiten Autofrettage-Behandlung unterzogen und mittels
der Messung des Außendurchmessers d
a des Rohres bei der zweiten Autofrettage-Behandlung wird das Ausmaß der ersten Autofrettage-Behandlung
bzw. der Grad der Plastifizierung der Rohrwandung bei der ersten Autofrettage-Behandlung
ermittelt bzw. kontrolliert. Bei der ersten Autofrettage-Behandlung kann es sich um
eine Autofrettage-Behandlung nach dem Stand der Technik handeln. Mit Hilfe der zweiten
Autofrettage-Behandlung kann erkannt werden, inwieweit das Metallrohr bereits einer
Autofrettage-Behandlung unterzogen wurde und ob der Grad der Plastifizierung entsprechend
bzw. wunschgemäß erfolgte. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann somit zur Kontrolle von Metallrohren, die bereits einem Autofrettage-Verfahren
unterlagen, herangezogen werden. Die Ausführungsform wird weiter unten noch näher
erläutert.
[0011] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Druck bzw. Innendruck in dem Metallrohr
mittels einer Flüssigkeit aufgebaut wird. Zweckmäßigerweise handelt es sich dabei
um eine Flüssigkeit niedriger Kompressibilität, vorzugsweise um eine hydraulische
Flüssigkeit, beispielsweise um ein Hydraulik-Öl. Empfohlenermaßen wird das Metallrohr
an beiden Enden verschlossen und der Aufbau des Innendrucks erfolgt mit Hilfe zumindest
einer Pumpe.
[0012] Zweckmäßigerweise erfolgt die Beaufschlagung der Innenoberfläche des Rohres mit einem
Druck bzw. Innendruck von 700 bis 15.000 bar, vorzugsweise von 2.500 bis 9.000 bar
und besonders bevorzugt von 2.800 bis 8.500 bar. Eine empfohlene Ausführungsform ist
dadurch gekennzeichnet, dass der aufgebrachte Druck bzw. Innendruck im Bereich zwischen
5.000 und 8.500 bar liegt. - Vorzugsweise erfolgt die Druckerhöhung bzw. der Druckaufbau
über einen Zeitraum von 2 bis 25 s, vorzugsweise 2 bis 20 s und bevorzugt 2 bis 10
s. Nach Erreichen des Enddruckes wird dieser zweckmäßigerweise kurzzeitig konstant
gehalten, insbesondere 3 bis 40 s konstant gehalten.
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Druck bzw. Innendruck mit der Maßgabe gesteigert wird, dass eine Plastifizierung
der inneren Wandungsbereiche des Rohres entsprechend einem Plastifizierungsradius
r
p erreicht wird, wobei dieser Plastifizierungsradius r
p 50 bis 92 %, vorzugsweise 70 bis 92 % und bevorzugt 75 bis 92 % des Außenradius r
a des Rohres beträgt. Die Radien werden dabei von der Mitte bzw. von der Längsmittelachse
des Rohres aus gemessen. Wie bereits dargelegt, beginnt die Plastifizierung an der
Innenoberfläche des Metallrohres und pflanzt sich bei weiterer Druckerhöhung nach
außen hin fort. Der Plastifizierungsradius r
p gibt das Ausmaß der Plastifizierung in radialer Richtung des Rohres an. - Die Plastifizierung
des Metalls beginnt im Übrigen bei einem Innendruck p
1 von:

[0014] Bei einem Druck p
2 von

wäre theoretisch die gesamte Rohrwandung (100 %) plastifiziert. σ
F steht im Übrigen für die Spannung, bei der die elastischen Eigenschaften des Materials
in Fließeigenschaften übergehen. r
i ist der Innenradius des Metallrohres und r
a ist der Außenradius des Metallrohres.
[0015] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass gerade und/oder gebogene Metallrohre oder
Metallrohre mit zumindest einem gebogenen Rohrabschnitt mit dem erfindungsgemäßen
Autofrettage-Verfahren behandelt werden. Insbesondere bei gebogenen Rohren oder bei
gebogenen Rohrabschnitten hat sich das erfindungsgemäße Verfahren besonders bewährt.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit dem erfindungsgemäßen Autofrettage-Verfahren
eine besonders präzise und funktionssichere Kontrolle des Plastifizierungsgrades möglich
ist. Dabei zeichnet sich das Verfahren durch Einfachheit und geringen Aufwand aus.
Bei gleichzeitiger Messung von Außendurchmesser und Druck können im Übrigen auf sehr
einfache Weise Materialfehler bzw. fehlerhafte Rohre erkannt werden und dem Produktionsprozess
entzogen werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist problemlos eine Kontrolle
bereits autofrettierter Rohre möglich. Hervorzuheben ist weiterhin, dass die erfindungsgemäßen
Maßnahmen mit relativ geringen Kosten realisiert werden können. Im Vergleich zu aus
dem Stand der Technik bekannten Autofrettage-Verfahren werden bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren deutlich weniger Rohre beschädigt und das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet
sich somit durch einen vorteilhaft geringen Ausschuss aus.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren behandeltes Metallrohr
mit zwei unterschiedlichen Plastifizierungsgraden und
- Fig. 2.
- die Änderung des Druckes und die Änderung des Außendurchmessers da eines Metallrohres während der erfindungsgemäßen Autofrettage-Behandlung.
[0018] Die Erfindung betrifft ein Autofrettage-Verfahren zur Steigerung der Festigkeit von
Metallrohren 1. Der Innenraum 2 des Metallrohres 1 wird mit einem hohen Innendruck
p beaufschlagt und dieser Druck bzw. Innendruck p wird während der Autofrettage-Behandlung
erhöht. Im Ausführungsbeispiel wird der Innendruck p von 0 bis etwa 5.500 bar erhöht
(s. Fig. 2). Aufgrund dieser Druckerhöhung findet ausgehend von der Innenoberfläche
3 des Metallrohres 1 eine Plastifizierung des Metalls bzw. der Metallwandung statt.
Die plastifizierten Innenbereiche der Rohrwandung des Metallrohres 1 sind in den Fig.
1a und 1 b durch eine Kreuzschraffur gekennzeichnet.
[0019] Erfindungsgemäß wird während der Autofrettage-Behandlung der zunehmende Außendurchmesser
d
a des Metallrohres 1 gemessen (Fig. 2). Erfindungsgemäß wird weiterhin die Druckerhöhung
nach Erreichen eines kritischen Außendurchmessers da
k beendet (Fig. 1b) und der Druck wird danach wieder verringert (Fig. 2). Die Figuren
1 a und 1 b zeigen ein mit dem erfindungsgemäßen Autofrettage-Verfahren behandeltes
Metallrohr 1 mit zwei unterschiedlichen Plastifizierungsgraden. In dem Zustand des
Metallrohres 1 gemäß Fig. 1b ist nach Druckerhöhung der kritische Außendurchmesser
d
ak erreicht worden sowie der gewünschte maximale Plastifizierungsgrad. Der Plastifizierungsgrad
kann durch den Plastifizierungsradius r
p angegeben werden. Im Zustand des Metallrohres 1 gemäß Fig. 1b mag der Plastifizierungsradius
r
p 90 % des Außenradius r
a des Metallrohres 1 betragen. r
i steht im Übrigen für den Innenradius des Metallrohres 1. Alle Radien werden von der
Mitte M des Metallrohres 1 aus gemessen.
[0020] Fig. 2 zeigt den Druckaufbau bzw. den Verlauf des Druckes p und den Verlauf bzw.
die Änderung des Außendurchmessers d
a während der erfindungsgemäßen Autofrettage-Behandlung. Erfindungsgemäß wird eine
erste Autofrettage-Behandlung sowie gleichsam zur Kontrolle eine zweite Autofrettage-Behandlung
durchgeführt. Der Fig. 2 ist entnehmbar, dass sich bei Druckbeaufschlagung eines Metallrohres
1 die Änderungen im Außendurchmesser d
a in einen elastischen Anteil E und einen plastischen Anteil P aufteilen lassen. Im
Hinblick darauf kann mit der zweiten Autofrettage-Behandlung (rechte Seite von Fig.
2) kontrolliert werden, inwieweit das Metallrohr 1 bereits einer Autofrettage-Behandlung
unterzogen wurde und ob der Grad der Plastifizierung entsprechend bzw. wunschgemäß
erfolgt ist. Somit ist eine Kontrolle von Metallrohren 1 möglich die bereits einer
Autofrettage-Behandlung unterzogen wurden.
1. Autofrettage-Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Metallrohren (1), wobei ein bereits
zumindest einer ersten Autofrettage-Behandlung unterzogenes Metallrohr (1) zumindest
einer zweiten Autofrettage-Behandlung unterzogen wird, wobei zumindest bei der zweiten
Autofrettage-Behandlung der Innenraum (2) eines Metallrohres (1) mit einem hohen Druck
bzw. Innendruck p von mindestens 700 bar beaufschlagt wird, so dass ausgehend von
der Innenoberfläche (3) des Metallrohres (1) eine Plastifizierung des Metalls bzw.
der Metallwandung stattfindet,
wobei der Druck bzw. Innendruck p während der Behandlung erhöht wird, wobei weiterhin
der während der Behandlung zunehmende Außendurchmesser da des Rohres gemessen wird und wobei der Druck anschließend wieder verringert wird
und wobei mittels der Messung des Außendurchmessers da des Metallrohres (2) bei der zweiten Autofrettage-Behandlung das Ausmaß der ersten
Autofrettage-Behandlung bzw. der Grad der Plastifizierung der Rohrwandung bei der
ersten Autofrettage-Behandlung ermittelt wird.
2. Autofrettage-Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Druckerhöhung bei Erreichen eines
kritischen Außendurchmessers dak beendet wird und der Druck danach wieder verringert wird.
3. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei neben dem Außendurchmesser
da des Metallrohres (1) auch der aufgebrachte Druck bzw. Innendruck p gemessen wird.
4. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Druck bzw. Innendruck
p in dem Metallrohr (1) mittels einer Flüssigkeit aufgebaut wird.
5. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Beaufschlagung
der Innenoberfläche (3) des Metallrohres (1) mit einem Druck bzw. Innendruck p von
700 bis 15.000 bar, vorzugsweise von 2.500 bis 9.000 bar und besonders bevorzugt von
2.800 bis 8.500 bar durchgeführt wird.
6. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Druckerhöhung bzw.
der Druckaufbau über einen Zeitraum von 2 bis 25 s, vorzugsweise 2 bis 20 s und bevorzugt
2 bis 10 s erfolgt.
7. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Druck p mit der
Maßgabe gesteigert wird, dass eine Plastifizierung der inneren Wandungsbereiche des
Metallrohres (1) entsprechend einem Plastifizierungsradius rp erreicht wird, wobei dieser Plastifizierungsradius rp 50 bis 92 %, vorzugsweise 70 bis 92 % und bevorzugt 75 bis 92 % des Außenradius ra des Metallrohres (1) beträgt.
8. Autofrettage-Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei gebogene Rohre oder
Rohre mit zumindest einem gebogenen Rohrabschnitt behandelt werden.
1. An autofrettage method for increasing the strength of metal pipes (1), wherein a metal
pipe (1) that has already been subjected to at least one first autofrettage treatment
is subjected to at least one second autofrettage treatment, wherein at least during
the second autofrettage treatment, the interior (2) of a metal pipe (1) is pressurized
with high pressure or internal pressure p of at least 700 bar so that starting from
the inner surface (3) of the metal pipe (1), plasticization of the metal or the metal
wall takes place,
wherein the pressure or inner pressure p is increased during the treatment, wherein
furthermore the outer diameter da of the pipe increasing during the treatment is measured, and wherein the pressure
is subsequently reduced again,
and wherein by means of the measurement of the outer diameter da of the metal pipe (2) during the second autofrettage treatment, the extent of the
first autofrettage treatment or the degree of plasticization of the pipe wall during
the first autofrettage treatment is determined.
2. The autofrettage method according to claim 1, wherein the pressure increase is terminated
upon reaching a critical outer diameter dak, and the pressure is reduced again thereafter.
3. The autofrettage method according to any one of the claims 1 or 2, wherein in addition
to the outer diameter da of the metal pipe (1), the applied pressure or inner pressure p is also measured.
4. The autofrettage method according to any one of the claims 1 to 3, wherein the pressure
or inner pressure p in the metal pipe (1) is built up by means of a liquid.
5. The autofrettage method according to any one of the claims 1 to 4, wherein pressurizing
the inner surface (3) of the metal pipe (1) is carried out with a pressure or inner
pressure p of from 700 to 15,000 bar, preferably of from 2,500 to 9,000 bar, and particularly
preferably of from 2,800 to 8,500 bar.
6. The autofrettage method according to any one of the claims 1 to 5, wherein pressure
increase or pressure built-up takes place over a period of 2 to 25 s, preferably 2
to 20 s, and preferred 2 to 10 s.
7. The autofrettage method according to any one of the claims 1 to 6, wherein the pressure
p is increased with the requirement that plasticization of the inner wall regions
of the metal pipe (1) is achieved according to a plasticization radius rp, wherein
said plasticization radius rp is 50 to 92%, preferably 70 to 92% and preferred 75
to 92% of the outer radius ra of the metal pipe (1).
8. The autofrettage method according to any one of the claims 1 to 7, wherein bent pipes
or pipes having at least one bent pipe section are treated.
1. Procédé d'autofrettage pour augmenter la résistance de tubes métalliques (1), dans
lequel un tube métallique (1) déjà au moins soumis à un premier traitement d'autofrettage
est soumis à au moins un deuxième traitement d'autofrettage, pour lequel au moins
pour le deuxième traitement d'autofrettage, l'espace intérieur (2) d'un tube métallique
(1) est sollicité par une pression ou pression intérieur 'p' élevée d'au moins 700
bars de sorte qu'une plastification du métal ou de la paroi métallique a lieu à partir
de la surface intérieure (3) du tube métallique (1),
dans lequel la pression ou pression intérieur 'p' est augmentée pendant le traitement,
dans lequel en outre le diamètre extérieur da du tube augmentant pendant le traitement est mesuré et dans lequel la pression est
ensuite à nouveau réduite
et dans lequel on détermine au moyen de la mesure du diamètre extérieur da du tube métallique (2) lors du deuxième traitement d'autofrettage, la dimension du
premier traitement d'autofrettage ou le degré de plastification de la paroi tubulaire
lors du premier traitement d'autofrettage.
2. Procédé d'autofrettage selon la revendication 1, dans lequel l'augmentation de la
pression se termine en atteignant un diamètre extérieur dak critique et la pression est à nouveau réduite par la suite.
3. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel,
en plus du diamètre extérieur da du tube métallique (1), on mesure également la pression ou pression intérieure 'p'
appliquée.
4. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
la pression ou pression intérieure 'p' dans le tube métallique (1) est établie au
moyen d'un liquide.
5. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
la sollicitation de la surface intérieur (3) du tube métallique (1) a lieu avec une
pression ou pression intérieure 'p' de 700 à 15 000 bars, de préférence de 2 500 à
9 000 bars et de façon particulièrement préférée de 2 800 à 8 500 bars.
6. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel
l'augmentation de la pression ou l'établissement de la pression a lieu sur une période
de temps de 2 à 25 s, de préférence 2 à 20 s et de façon préférée 2 à 10 s.
7. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel
la pression 'p' est augmentée dans la proportion faisant en sorte qu'on obtient une
plastification des zones de paroi internes du tube métallique (1) correspondant à
un rayon de plastification rp, pour lequel le rayon de plastification rp est de 50
à 92, de préférence 70 à 92% et de façon préférée 75 à 92% du rayon extérieur ra du tube métallique (1).
8. Procédé d'autofrettage selon une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel
on traite des tubes coudés ou des tubes avec au moins une section de tube coudée.