(19)
(11) EP 2 623 661 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.11.2020  Patentblatt  2020/45

(21) Anmeldenummer: 13000438.5

(22) Anmeldetag:  30.01.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 93/00(2006.01)
D06F 31/00(2006.01)
D06F 95/00(2006.01)
D06F 34/18(2020.01)

(54)

Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche

Method for wet treatment of laundry

Procédé de traitement humide de linge


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 01.02.2012 DE 102012001830

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.08.2013  Patentblatt  2013/32

(73) Patentinhaber: Herbert Kannegiesser GmbH
32602 Vlotho (DE)

(72) Erfinder:
  • Bringewatt, Wilhelm
    32457 Porta Westfalica (DE)
  • Heinz, Engelbert
    32602 Vlotho (DE)

(74) Vertreter: Möller, Friedrich et al
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Hollerallee 73
28209 Bremen
28209 Bremen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 544 599
EP-A2- 2 113 606
DE-A1- 2 644 943
EP-A2- 1 942 223
WO-A1-2008/000812
US-A1- 2008 276 964
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] In gewerblichen Wäschereien werden Waschmaschinen mit größeren Wäscheposten mechanisch be- und entladen. Bei den Waschmaschinen kann es sich um sogenannte Durchlaufwaschmaschinen handeln, die über eine um eine vorzugsweise horizontale Längsmittelachse drehend antreibbare Trommel verfügt. In der länglichen Trommel mit aufeinanderfolgenden Kammern wird die Wäsche im Durchlauf gewaschen und gegebenenfalls weiteren Behandlungen unterzogen. Dazu wird die Wäsche während der Nassbehandlung in Längsrichtung (Durchlaufrichtung genannt) durch die Trommel hindurchtransportiert. Nach dem Waschen und gegebenenfalls Spülen wird die Wäsche aus der Trommel entladen und in eine nachfolgende Entwässerungseinrichtung überführt. In der Entwässerungseinrichtung wird die gewaschene Wäsche von einem Großteil der darin noch gebundenen Behandlungsflüssigkeit (gebundene Flotte) befreit. Gegebenenfalls kann auch das Spülen in der Entwässerungseinrichtung stattfinden.

    [0003] In gewerblichen Wäschereien werden auch Waschmaschinen in einer nur eine einzige Kammer aufweisenden (kurzen) Trommel eingesetzt. Das Be- und Entladen der Waschmaschine kann sowohl von der gleichen Stirnseite als auch von unterschiedlichen Stirnseiten erfolgen. Das Entwässern und/oder Spülen der in der Waschmaschine gewaschenen Wäsche kann in einer separaten Entwässerungseinrichtung erfolgen, bei sogenannten Wasch-Schleuder-Waschmaschinen aber auch in der Trommel, in der auch das Waschen stattfindet. Ein Umladen von der Waschmaschine in die Entwässerungseinrichtung kann dann entfallen.

    [0004] Beim Be- und Entladen der Waschmaschine oder auch beim Umladen gewaschener Wäsche von der Waschmaschine in die Entwässerungseinrichtung können vielfältige Störungen auftreten. Beispielsweise kann es geschehen, dass der Be- und Entladevorgang der Waschmaschine noch nicht vollständig abgeschlossen ist, wenn die Waschmaschine oder die nachfolgende Entwässerungseinrichtung in Gang gesetzt wird. Das kann zu Beschädigungen der Wäsche führen. Des Weiteren sind je nach Wäscheart, insbesondere je nach Farbe der Wäsche, unterschiedliche Waschprogramme erforderlich. Insbesondere Weißwäsche und Buntwäsche müssen getrennt voneinander mit unterschiedlichen Waschprogrammen gewaschen werden. Ansonsten kommt es beim Waschen zu Verfärbungen, insbesondere weißer Wäsche. Schließlich kann es beim Entladen der Waschmaschine zu Verblockungen der Wäsche kommen. Es wird dann nicht der gesamte Wäscheposten entladen, was vielfach unbemerkt bleibt und zu Störungen beim nachfolgenden Betrieb der Waschmaschine führen kann.

    [0005] Aus der EP 0 544 599 B1 ist eine Durchlaufwaschmaschine mit einer drehend antreibbaren Trommel bekannt. In der Trommel sind mehrere aufeinanderfolgende Behandlungskammern gebildet. Der Transfer der Wäsche von einer Behandlungskammer zur anderen wird durch in jede Behandlungskammer eingeführte optische Fasern und eine diesen zugeordnete CCD-Kamera überwacht.

    [0006] Aus der EP 2 113 606 A2 ist es bekannt, beim Sortieren, Vereinzeln und/oder Übergeben von Wäschestücken die Farbe bzw. Struktur derselben durch eine Bilderkennung zu ermitteln.

    [0007] Die DE 26 44 943 A1 offenbart ein Verfahren zum maschinellen Aussortieren gewaschener und vereinzelter Wäschestücke. Hier ist eine Messleiste mit einer Reihe von Fotozellen vorgesehen. Beim Entlangbewegen des jeweiligen Wäschestücks an der Messleiste werden in Abhängigkeit von der Gestalt des jeweiligen Wäschestücks einzelne Fotozellen abgedeckt. Die von den abgedeckten Fotozellen erhaltenen Signale werden in einer Matrix zusammengestellt und diese Matrix mit einer Bildbibliothek verglichen, um so die Gestalt des jeweiligen Wäschestücks feststellen zu können.

    [0008] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur einfachen und zuverlässigen Überwachung der Nassbehandlung von insbesondere Wäsche zu schaffen.

    [0009] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf. Demnach wird beim Be- und/oder Entladen der Wäschestücke wenigstens eine bildgebende Einrichtung eingesetzt. Dadurch kann vor allem der Be- und/oder Entladevorgang der Durchlaufwaschmaschine und gegebenenfalls auch der Entwässerungseinrichtung überwacht werden. Durch die bildgebende Einrichtung wird nicht nur das Vorhandensein von Wäsche detektiert, sondern es kann auch eine visuelle bzw. bildliche Wäscheerkennung, vorzugsweise als Bilderkennung, stattfinden. Das führt zu einer sehr viel zuverlässigeren Überwachung und Erkennung der Wäsche, als das mit den bisher verwendeten Sensoren möglich war. Es wird von der bildgebenden Einrichtung, die auch als Bilderkennungseinrichtung oder bilderzeugende Einrichtung bezeichnet werden kann, die Wäsche visuell mindestens beim Be- und/oder Entladen der Waschmaschine erfasst, indem von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung die Wäsche vor und/oder hinter der Trommel der Waschmaschine und gegebenenfalls vor der Entwässerungseinrichtung bildlich erfasst wird.

    [0010] Es werden somit von der bildgebenden Einrichtung Bilder erzeugt, die durch eine entsprechende elektronische Auswertung Rückschlüsse auf den Be- und/oder Entladevorgang zulassen. Bevorzugt wird von der bildgebenden Einrichtung die Art der Wäsche insbesondere beim Be- und/oder Entladen der Waschmaschine bzw. der Trommel derselben ermittelt. Dabei handelt es sich vorzugsweise um die Farbe und/oder Struktur der Wäsche. Dadurch sind Rückschlüsse auf die Wäscheart und/oder darauf, ob es sich um Buntwäsche oder Weißwäsche handelt, möglich. Hiernach kann das erforderliche Waschprogramm automatisch eingestellt werden oder eine Überwachung erfolgen, ob eine Bedienungsperson das richtige Waschprogramm ausgewählt hat. Außerdem können von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung aufgenommene Einzelbilder, Bildfolgen oder Bildsequenzen zur Qualitätskontrolle oder Qualitätsüberwachung abgespeichert werden.

    [0011] Üblicherweise befindet sich vor der Trommel eine Beladerutsche und hinter der Trommel eine Entladerutsche. Dann wird zweckmäßigerweise die Wäsche, die über die Beladerutsche in die Trommel gelangt und/oder die Wäsche, die über die Entladerutsche aus der Trommel entladen wird, laufend, vorzugsweise kontinuierlich, oder in gewissen Zeitabständen visuell und/oder bildlich erfasst. Hierdurch können Rückschlüsse auf den Belade- und/oder Entladeverlauf gezogen werden.

    [0012] Das Verfahren kann so weitergebildet sein, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung ein beladeseitiger Anfangsbereich und/oder ein entladeseitiger Endbereich der Trommel erfasst werden. Die jeweilige bildgebende Einrichtung blickt dann quasi auf oder in den Anfangsbereich und/oder Endbereich der Trommel. Hierdurch kann festgestellt werden, wie sich die Wäsche im Beladebereich und/oder Entladebereich verhält. Beispielsweise kann erkannt werden, ob Wäscheverblockungen im Belade- bzw. Entladebereich vorhanden sind. Durch Beobachtung des Entladebereichs der Trommel ist feststellbar, ob der jeweilige Wäscheposten vollständig aus der Trommel, insbesondere der letzten Kammer derselben, entladen ist.

    [0013] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, das Beladen der Entwässerungseinrichtung auch durch mindestens eine bildgebende Einrichtung zu erfassen. Dadurch ist feststellbar, ob die gesamte aus der Durchlaufwaschmaschine zu entladende Wäsche in die Entwässerungseinrichtung überführt ist. So kann sichergestellt werden, dass nicht einzelne Wäschestücke nur teilweise in die Entwässerungseinrichtung gelangt sind, was beim Start der Entwässerungseinrichtung eine Zerstörung derselben zur Folge hätte. Vorzugsweise wird zur Erfassung der Beladung der Entwässerungseinrichtung dieselbe bildgebende Einrichtung benutzt, die auch zum Erfassen des Entladevorgangs der Durchlaufwaschmaschine eingesetzt wird. Dazu kann die bildgebende Einrichtung so ausgebildet sein, dass sie sowohl das Entladen der Waschmaschine als auch das Beladen der Entwässerungseinrichtung erfasst. Denkbar ist es aber auch, die bildgebende Einrichtung gesteuert zu verschwenken, so dass sie entweder auf den hinteren Entladebereich der Waschmaschine oder den Anfangsbereich der Entwässerungspresse gerichtet ist und entsprechende Bilder erzeugt. In analoger Weise kann auch die bildgebende Einrichtung am Beladeende der Waschmaschine so gesteuert werden, dass sie Bilder von unterschiedlichen Bereichen vor der Waschmaschine erzeugt, beispielsweise den Bereich der Beladerutsche oder die erste Behandlungskammer der Trommel der Waschmaschine. Gegebenenfalls kann das Verfahren so weitergebildet sein, dass die Erfassung der Wäsche durch die mindestens bildgebende Einrichtung in Abhängigkeit von einem das Vorhandensein von Wäsche detektierenden Sensor startet und/oder gestoppt wird. Auf diese Weise ist es möglich, die jeweilige bildgebende Einrichtung nur bei Bedarf in Betrieb zu nehmen oder eine Umschaltung zwischen unterschiedlichen bildgebenden Einrichtungen, insbesondere am Anfang und am Ende der Trommel, vorzunehmen.

    [0014] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung die einzelnen Bilder, Bildfolgen oder auch einen Film ergebende Bildsequenzen aufgenommen bzw. erzeugt. Vorteilhafterweise werden solche Bilder, Bildfolgen oder Filme beispielsweise in einer Datenbank abgespeichert. Die abgespeicherten Bilder oder Filme können zur Dokumentation des Be- und/oder Entladevorgangs oder auch des Waschvorgangs dienen. Die abgespeicherten Bilder oder Filme können dann bei eventuellen Reklamationen zur Ursachenforschung herangezogen werden bzw. zur Qualitätsüberwachung oder Qualitätssicherung dienen. Auch ist es denkbar, die von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder oder Bildfolgen bzw. Bildsequenzen (Filme) durch rechnergestützte Bildauswertungen mit zuvor abgespeicherten Bildern oder Filmen zu vergleichen und bei Abweichungen beispielsweise die Bedienungsstation darüber zu informieren, damit erforderlichenfalls Gegenmaßnahme ergriffen werden können.
    Vorzugsweise ist vorgesehen, anhand der von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung erfassten Informationen, wie zum Beispiel Bilder der Wäsche, ein geeignetes und erforderliches Waschprogramm zu bestimmen. Vorzugsweise wird automatisch das entsprechende Waschprogramm ausgewählt und eingestellt und/oder die manuelle Einstellung des Waschprogramms durch die Bedienungsperson überprüft. Hierzu werden die Farbe und/oder Struktur bzw. Gewebeart der Wäsche herangezogen. Wenn die Farbe der Wäsche herangezogen wird, handelt es sich bei der bildgebenden Einrichtung idealerweise um eine solche, die farbige Bilder erfasst und erzeugt. Damit kann zum Beispiel vermieden werden, dass Weißwäsche wie Buntwäsche behandelt wird. Auch ist es erkennbar, ob ein Wäscheposten nicht nur Weißwäsche enthält, sondern auch Buntwäsche oder umgekehrt.

    [0015] Es ist denkbar, dass es verfahrensmäßig vorgesehen ist, von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung insbesondere beim Entladen der Trommel der Waschmaschine den Fluss der Wäschestücke zu erfassen. Dadurch lassen sich eventuelle beim Entladen auftretende Verblockungen oder andere Unregelmäßigkeiten im Endbereich der Trommel feststellen und automatisch oder bedienergeführt entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

    [0016] Für das Entladen ist es bei einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen, nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne, in der die bildgebende Einrichtung keine entladene Wäsche mehr erfasst, automatisch die Entwässerungseinrichtung zu starten. Dieser Vorgehensweise liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich die gesamte entladene Wäsche in der Entwässerungseinrichtung befinden muss, wenn über einen bestimmten Zeitraum hinweg die bildgebende Einrichtung keine Wäschestücke festgestellt hat. Die Zeitspanne wird so gewählt, dass sie größer ist als gelegentliche Unterbrechungen des Wäscheflusses beim Entladen der Waschmaschine. Wenn über einen längeren Zeitraum hinweg keine Wäsche die Entladerutsche passiert, kann von einem vollständigen Entladen des Wäschepostens ausgegangen werden. Nach dieser Zeitspanne müssen auch die letzten Wäschestücke in die Entwässerungseinrichtung eingeladen worden sein, so dass die Entwässerungseinrichtung gestartet werden kann, ohne dass die Gefahr der Beschädigung einzelner Wäschestücke besteht.

    [0017] Denkbar ist eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens, bei der anhand der von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder oder Bildfolgen durch einen automatischen Vergleich durch beispielsweise elektronische Bildverarbeitung mit vorher aufgenommenen Bildern oder Bildfolgen festgestellt wird, ob der Be- und/oder Entladevorgang begonnen hat bzw. beendet ist. Es werden so durch Abweichungen der zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommenen Bilder, Bildfolgen oder Bildsequenzen festgestellt, ob Abweichungen vorhanden sind. Aus solchen Abweichungen kann nicht nur der Beginn oder das Ende des Be- und Entladevorgangs bestimmt werden, auch andere Informationen lassen sich daraus ableiten, zum Beispiel Verblockungen im Inneren der Trommel.

    [0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, mit über einen bestimmten Zeitraum von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung erfassten Bildern eine automatische indirekte Wäschemengeermittlung vorzunehmen. Die von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung gelieferten Bilder lassen insbesondere dann, wenn sie über einen bestimmten Zeitraum betrachtet ausgewertet werden, eine rechnerische Wäschemengeermittlung zu. Daraus sind Rückschlüsse möglich, ob der ganze Wäscheposten aus der Waschmaschine entladen worden ist und es lassen sich außerdem Wäscheposten mit einer bestimmten Menge Wäsche beim Beladen der Waschmaschine bilden. Auch Betriebsstörungen, beispielsweise Verblockungen der Wäsche am Anfang bzw. am Ende der Trommel der Waschmaschine, können so festgestellt werden. Analog kann auch beim Beladen der Entwässerungseinrichtung und/oder beim Entladen der Waschmaschine vorgegangen werden, um automatisch zu ermitteln, ob der gesamte Wäscheposten aus der letzten Behandlungskammer entladen wurde.

    [0019] Schließlich ist es vorgesehen, als bildgebende Einrichtung bevorzugt eine Kamera, beispielsweise eine Digitalkamera, zu verwenden. Insbesondere handelt es sich dabei um eine Farbkamera oder digitale Farbkamera. Obwohl auch Schwarz/Weiß-Kameras durch Hell-/Dunkelunterscheidung die Ermittlung der Farbe der Wäsche zulassen, sind Farbkameras, vor allem digitale Farbkameras, geeigneter, weil damit auch festgestellt werden kann, welche Farbe die jeweiligen Wäschestücke haben.

    [0020] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht einer gewerblichen Waschmaschine mit einer darauf folgenden Entwässerungseinrichtung,
    Fig. 2
    eine vergrößerte Darstellung eines Beladeendes der Waschmaschine der Fig. 1,
    Fig. 3
    eine alternative Ansicht des Beladeendes gemäß der Fig. 2,
    Fig. 4
    eine vergrößerte Darstellung eines Entladeendes der Waschmaschine mit der nachfolgenden Entwässerungseinrichtung, und
    Fig. 5
    das Entladeende der Waschmaschine gemäß der Fig. 4 mit einer nachfolgenden anderen Entwässerungseinrichtung.
    Die Figuren zeigen unterschiedliche Vorrichtung zum Waschen und Entwässern von Wäsche. Solche Vorrichtungen werden üblicherweise als Waschstraßen bezeichnet. Die Waschmaschine dient zum postenweisen Waschen der Wäsche.

    [0021] Bei den in den Figuren gezeigten Waschmaschinen, gemäß der Erfindung, handelt es sich um sogenannte Durchlaufwaschmaschinen 10, die üblicherweise in gewerblichen Wäschereien eingesetzt werden. Bei den Entwässerungseinrichtungen kann es sich um eine Entwässerungspresse 11 (Fig. 1 bis 4) oder eine Wäschezentrifuge 12 (Schleuder) handeln.

    [0022] Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über eine längliche Trommel 13 mit einem zylindrischen Trommelmantel. Die Trommel 13 ist um eine horizontale Längsmittelachse 14 drehend antreibbar. Je nach Betriebsart wird die Trommel 13 in unterschiedlichen Richtungen angetrieben. Zum Entladen wird die Trommel 13 in einer anderen Richtung angetrieben als zum Waschen.

    [0023] Die Trommel 13 der Durchlaufwaschmaschine 10 ist unterteilt in verschiedene entlang der Längsmittelachse 14 aufeinanderfolgende Behandlungskammern 15. Die Wäsche durchläuft postenweise die in Behandlungsrichtung 16 aufeinanderfolgenden Behandlungskammern 15. Beim Entladen eines Wäschepostens aus der letzten Behandlungskammer 15 erfolgt gleichzeitig ein Umladen der Wäsche aus einer Behandlungskammer 15 in die nächste Behandlungskammer 15. Ein oder mehrere Behandlungskammern 15 bilden unterschiedliche Behandlungszonen in der Trommel 13, insbesondere eine Vorwaschzone, eine in Behandlungsrichtung 16 darauffolgende Klarwaschzone und gegebenenfalls eine Spülzone und/oder Nachbehandlungszone. Die Behandlungskammern 15 können gleich, aber auch unterschiedlich groß sein. Auch kann die Anzahl der Behandlungskammern 15 in der Trommel 13 beliebig sein, insbesondere von der gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10 mit neuen Behandlungskammern 15 abweichen.

    [0024] Einem (in der Fig. 1 linken) Eingabeende 17 der Trommel 13 der Durchlaufwaschmaschine 10 ist ein Beladetrichter 18 vorgeordnet. Über den Beladetrichter 18 wird die Trommel 13 der Durchlaufwaschmaschine 10, und zwar die in Behandlungsrichtung 16 gesehen erste Behandlungskammer 15, durch ihre eine Öffnung aufweisende Stirnwandung 19 beladen. Dem dem gegenüberliegenden Ausgabeende 20 der Trommel 13 zugeordneten Entladeende 20 ist eine Entladerutsche 21 zugeordnet. Die Entladerutsche 21 ist so ausgebildet, dass von dieser die Wäsche direkt in die der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordnete Entwässerungspresse 11 gelangen kann. Somit wird die Entwässerungspresse 11 über die Entladerutsche 21 der Durchlaufwaschmaschine 10 beladen.

    [0025] Die Fig. 2 und 3 zeigen eine dem Beladeende 17 zugeordnete bildgebende Einrichtung. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die bildgebende Einrichtung derart vor dem Beladeende 17 angeordnet, dass sie dem Beladetrichter 18 zugeordnet ist, und zwar in Behandlungsrichtung 16 gesehen oberhalb und etwas vor dem Beladetrichter 18. Die bildgebende Einrichtung ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als eine Kamera 22 ausgebildet. Hierbei handelt es sich bevorzugt um eine Digitalkamera. Insbesondere wird als Kamera 22 eine digitale Farbkamera verwendet. Eine Bildachse 23 der Kamera 22 verläuft im gezeigten Ausführungsbeispiel unter einem Winkel von 30° bis 60° zur Vertikalen, und zwar so, dass die Bildachse 23 mittig auf den Beladetrichter 18 und/oder die Öffnung in der Stirnwandung 19 des Beladeendes 17 der Trommel 13 gerichtet ist (Fig. 2 und 3). Die Kamera 22 verfügt zweckmäßigerweise über eine solche Brennweite, dass sie das gesamte Innere des Beladetrichters 18 und mindestens einen Großteil der Öffnung in der Stirnwandung 19 der Trommel 13 erfassen kann.

    [0026] Die Wäsche, wovon in den Fig. 2 und 3 ein einzelnes Wäschestück 24 andeutungsweise gezeigt ist, wird postenweise von oben in den Beladetrichter 18 eingegeben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein geöffneter Wäschesack 25 oberhalb des Beladetrichters 18 dargestellt, aus dem die Wäschestücke 24 des Wäschepostens nach und nach in den Beladetrichter 18 abgeworfen werden und von dort vorzugsweise unter Zugabe von Einschwemm- bzw. Vorwaschflüssigkeit in die erste Behandlungskammer 15 des Beladeendes 17 der Trommel 13 eingeschwemmt werden. Mit der Kamera 22 wird beim Beladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 eine visuelle Waschpostenerkennung vorgenommen. Mit der Kamera 22 kann auch mindestens ein Teil des Inneren der ersten Behandlungskammer 15 des Beladeendes 17 der Trommel 13 beobachtet werden.

    [0027] Eine weitere Kamera 26 ist dem Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 zugeordnet. Diese Kamera 26 kann genauso ausgebildet sein wie die Kamera 22 am Beladeende 17. Die Kamera 26 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel oberhalb der Entladerutsche 21 angeordnet, und zwar bevorzugt mittig oberhalb der Entladerutsche 21. Die optische Achse oder Bildachse 27 der Kamera 26 ist in Behandlungsrichtung 16 gesehen leicht schräggerichtet, und zwar unter einem Winkel zwischen 10° und 45° in Blickrichtung der Kamera 26 zur Entwässerungspresse 10 hin.

    [0028] Eine oder auch beide Kameras 22, 26 können sowohl ortsfest unter einem bestimmten Winkel schräggerichtet oberhalb des Beladetrichters 18 und der Entladerutsche 21 angeordnet sein. Es ist auch denkbar, die Kamera 22 und/oder 26 verschwenkbar oder verschiebbar oberhalb der Entladerutsche 21 und/oder des Beladetrichters 18 anzuordnen. Die Kameras 22 und/oder 26 können außerdem eine veränderliche Brennweite (Zoomobjektiv) aufweisen, um wahlweise einen größeren oder kleineren Bereich zu erfassen bzw. abzubilden.

    [0029] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 der Zeichnung näher erläutert:
    Durch die Kamera 22 wird der Beladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 beobachtet, indem eine visuelle Wäscheerkennung erfolgt. Die Kamera 22 kann auch dazu dienen, durch die Öffnung in der Stirnwandung 19 das Innere der ersten Kammer 15 beim Vorwaschen zu beobachten. Die Kamera 26 am Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 dient dazu, das Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 zu beobachten. Die Kamera 26 kann auch dazu dienen, das Beladen der Entwässerungspresse 11 zu beobachten. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich auch realisieren durch nur mindestens eine Kamera 22 am Beladeende 17 der Durchlaufwaschmaschine 10 oder mindestens eine Kamera 26 nur am Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10.

    [0030] Bei den Kameras 22 und 26 handelt es sich um bildgebende Einrichtungen, die ein einzelnes Wäschestück 24 oder auch mehrere zusammenhängende Wäschestücke 24 erfassen, und zwar das Vorhandensein mindestens eines Wäschestücks 24 im Bereich des Beladetrichters 18 bzw. der Entladerutsche 21, die Ermittlung der Gestalt eines Wäschestücks 24 sowie der Art des Wäschestücks 24, und zwar Rückschlüsse auf das Gewebe zulassende Struktur und/oder die Farbe des Wäschestücks 24. Bevorzugt wird mindestens die Farbe des jeweiligen Wäschestücks 24 von der mindestens einen Kamera 22 beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine 10 ermittelt. Die Kamera 26 zwischen der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Entwässerungspresse 11 braucht die Art des Wäschestücks 24, insbesondere die Farbe und/oder Struktur desselben, nicht zu ermitteln. Am Entladeende 24 der Durchlaufwaschmaschine 10 reicht die Ermittlung des Vorhandenseins mindestens eines Wäschestücks auf oder in der Entladerutsche 21 aus.

    [0031] Bei den vorzugsweise gleich ausgebildeten Kameras 22, 26 handelt es sich um bildgebende Einrichtungen, die im Gegensatz zu Lichtschranken und auch Sensoren Bilder, vorzugsweise Farbbilder, vom Wäschestück 24 oder mehreren Wäschestücken 24 ermittelt. Es kann sich hierbei um eine Digitalkamera, insbesondere eine digitale Farbkamera, handeln, womit visuell der Be- und/oder Entladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 und gegebenenfalls der Entwässerungspresse 11 beobachtbar ist.

    [0032] Die Fig. 2 und 3 zeigen die visuelle Erfassung der Wäschestücke 24, die aus einem unten offenen Wäschesack 25 von oben in den Beladetrichter 18 fallen. Die Wäschestücke 24 können dem Beladetrichter 18 aber auch auf jede andere Weise zugeführt werden. Es werden einzelne Wäschestücke 24 oder eine Gruppe mehrerer Wäschestücke 24 gleichzeitig ermittelt. Die Fig. 2 und 3 zeigen ein einzelnes aus dem Wäschesack 25 kommendes Wäschestück 24, das von der Kamera 22 erfasst wird. Die Kamera 22 macht ein Bild vom Wäschestück 24. Das jeweilige Bild wird (symbolisch links in der Fig. 2 und 3 dargestellt) jeweils elektronisch abgespeichert. Im elektronischen Datenspeicher sind somit Bilder einzelner Wäschestücke 24 und/oder gleichzeitig mehrerer Wäschestücke 24 abgespeichert. Nach Beendigung des Beladevorgangs sind alle während des Beladevorgangs von der Kamera 22 aufgenommenen Bilder der Wäschestücks 24 als Bildfolge oder auch als ein Film elektronisch abgespeichert. Es entsteht so eine Datenbank jedes Beladevorgangs. Diese Datenbank kann zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden oder bei Reklamationen zum Nachweis der ordnungsgemäßen Behandlung der Wäsche dienen.

    [0033] Die Kamera 22 kann erkennen, ob die Durchlaufwaschmaschine 10 mit weißen Wäschestücken 24 (Fig. 2) oder bunten Wäschestücken (Fig. 3) beladen wird. Dementsprechend können die von der Kamera 22 aufgenommenen Bilder zur automatischen Wahl des Waschprogramms, nämlich für Buntwäsche oder für Weißwäsche, dienen. Alternativ können die von der Kamera 22 beim Beladevorgang aufgenommenen Bilder der Wäsche 24 dazu dienen, das von der Bedienungsperson eingestellte Waschprogramm, nämlich Buntwäsche oder Weißwäsche, zu kontrollieren. Stellt sich eine Abweichung heraus, gibt eine Steuerung, die auf die beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine 10 aufgenommenen Fotos der Wäschestücks 24 zurückgreift, ein Warnsignal. Genauso kann ein Warnsignal von der Steuerung abgegeben werden, wenn sich im Wäschesack 25, indem sich eigentlich weiße Wäsche befinden soll, unter anderem bunte Wäschestücke 24 befinden, so dass es bei einer Weißwäsche zu Verfärbungen der weißen Wäsche kommen kann.

    [0034] Die dem Beladeende 17 der Durchlaufwaschmaschine 10 zugeordnete Kamera 22 kann auch den Wäschefluss beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine 10 kontrollieren und veranschaulichen. Es können so auch Verstopfungen erkannt werden. Außerdem lässt sich feststellen, wenn der Beladetrichter 18 leer und somit der Beladevorgang abgeschlossen ist.

    [0035] Nach Abschluss des Beladevorgangs kann mit der Kamera 22 durch die Öffnung in der Stirnwandung 19 der ersten Behandlungskammer 15 das Innere derselben mit den Wäschestücken 24 beobachtet werden. Es ist so eine vorzugsweise ständige oder kontinuierliche Kontrolle der Waschmechanik in der ersten Behandlungskammer 15 zum Vorwaschen der Wäsche möglich.

    [0036] Um das Innere der ersten Behandlungskammer 15 besser beobachten zu können, kann es vorgesehen sein, die Kamera 22 in der Neigung und/oder Position zu verstellen. Diese Verstellung kann automatisch erfolgen, wenn die Kamera 22 das Ende des Beladevorgangs bei leerem Beladetrichter 18 erkennt. Die Kamera 22 wird dann so in ihrer Position verändert, dass sie Bilder vom Inneren der ersten Kammer 15 aufnehmen kann. Stellt die Kamera 22 fest, dass der in der ersten Behandlungskammer 15 gewaschene Wäscheposten in die darauffolgende Behandlungskammer 15 umgeladen ist, also die erste Behandlungskammer 15 wieder mit einem nachfolgenden Wäscheposten beladen werden kann, erfolgt ein automatisches Zurückbewegen der Kamera 22 in die Ausgangsstellung zur Überwachung des Beladevorgangs und insbesondere zur Aufnahme von Bildern der Wäschestücks 24 des nächsten Wäschepostens.

    [0037] Die Fig. 4 verdeutlicht den Entladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 und das Beladen der Entwässerungspresse 11. Dabei wird der die letzte Behandlungskammer 15 verlassende Wäscheposten über die Entladerutsche 21 der Entwässerungspresse 11 zugeführt. Es kommt dabei zu einem Umladen des Wäschepostens. Dieses Umladen wird durch die Kamera 26 zwischen dem Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Entwässerungspresse 11 beobachtet.

    [0038] Beim Entladen kommt es darauf an, dass alle Wäschestücke 24 des Wäschepostens vollständig in die Entwässerungspresse 11 gelangen. Insbesondere muss vermieden werden, dass sich die Wäschestücke 24 in der letzten Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10 verblocken, was zu keinem vollständigen Entladen führen würde.

    [0039] Durch die von der Kamera 26 beim Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 in regelmäßigen Zeitabständen oder kontinuierlich aufgenommenen Bilder kann durch eine elektronische Auswertung eine Wäschemengenerkennung erfolgen, die Rückschlüsse darauf zulässt, ob die letzte Behandlungskammer 15 vollständig entladen ist oder nicht. Sollte das nicht der Fall sein, wird ein entsprechendes Signal an die Bedienungsperson gegeben. Wenn die Wäschemengenerkennung ergibt, dass der Wäscheposten entladen ist und/oder die Kamera 26 feststellt, dass die Entladerutsche 21 über eine bestimmte Zeitdauer hinweg leer ist, deutet das auf eine Beendigung des Entladevorgangs hin.

    [0040] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Kamera 26, wenn sie das Ende des Entladevorgangs feststellt, auch überprüft, ob alle Wäschestücke 25 sich vollständig innerhalb der Wäschepresse 11 befinden.

    [0041] Die Entwässerungspresse 11 wird zweckmäßigerweise erst dann eingeschaltet wird, wenn die von der Kamera 26 aufgenommenen Bilder der Wäsche ergeben, dass eine bestimmte Zeit lang kein Wäschestück 24 mehr aus der letzten Behandlungskammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10 entladen worden ist und sich kein Wäschestück 24 mehr in der Entladerutsche 21 befindet, vor allem alle Wäschestücke 25 des Wäschepostens sich vollständig in der Entwässerungspresse 11 befinden.

    [0042] Die Überwachung und visuelle Identifizierung der Wäschestücke 24 beim Beladen und Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 bzw. der Entwässerungspresse 11 können von den Kameras 22 und 26 simultan erfolgen. Es ist aber auch denkbar, dass eine Umschaltung von der Kamera 22 auf die Kamera 26 erfolgt, wenn der Belade- und der Entladevorgang nicht zeitgleich ablaufen. Dann können der Be- und Entladevorgang separat beobachtet werden. Die Umschaltung wird vorzugsweise durch eine Bildauswertung dann vorgenommen, wenn bei einem Vergleich der aufeinanderfolgend von der gleichen Kamera 22 und 26 aufgenommenen Bilder der Wäsche keine Bildabweichungen mehr festgestellt werden.

    [0043] Die Fig. 5 zeigt das Entladen der Wäsche aus der Durchlaufwaschmaschine 10 in eine nachfolgende Wäschezentrifuge 12. Hier ist mindestens eine Kamera 26 zwischen dem Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Wäschezentrifuge 12 angeordnet, und zwar schräg von oben in die Entladerutsche 10 weisend. Über die Entladerutsche 21 gelangt die Wäsche aus der letzten Behandlungskammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 15 schwerkraftbedingt in die Trommel der Wäschezentrifuge 12. Die Kamera 26 führt bei der der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordneten Wäschezentrifuge 12 die gleichen Beobachtungen durch wie bei der der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordneten Entwässerungspresse 11 der Fig. 1 bis 4. Insofern ist das erfindungsgemäße Verfahren beim Entladen der Wäsche in die Wäschezentrifuge 12 das Gleiche wie beim Entladen der Wäsche in die Entwässerungspresse 11. Außerdem ist bei diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 5) vor der Durchlaufwaschmaschine 10 auch mindestens eine Kammer 22 angeordnet.

    Bezugszeichenliste:



    [0044] 
    10
    Durchlaufwaschmaschine
    11
    Entwässerungspresse
    12
    Wäschezentrifuge
    13
    Trommel
    14
    Längsmittelachse
    15
    Behandlungskammer
    16
    Behandlungsrichtung
    17
    Beladeende
    18
    Beladetrichter
    19
    Stirnwandung
    20
    Entladeende
    21
    Entladerutsche
    22
    Kamera
    23
    Bildachse
    24
    Wäschestück
    25
    Wäschesack
    26
    Kamera
    27
    Bildachse



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche, wobei die Wäsche in eine drehend antreibbare Trommel (13) einer Durchlaufwaschmaschine (10) geladen, in der Trommel (13) mindestens gewaschen und aus der Trommel (13) anschließend entladen wird, wobei vorzugsweise die aus der Trommel (13) entladene Wäsche einer Entwässerungseinrichtung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überwachung vor allem des Be- oder Entladevorgangs der Durchlaufwaschmaschine (10) mindestens beim Be- und/ oder Entladen der Wäsche wenigstens eine bildgebende Einrichtung eingesetzt wird, wobei von der bildgebenden Einrichtung die Wäsche visuell mindestens beim Be- und/oder Entladen vor und/oder hinter der Trommel (13) erfasst wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der bildgebenden Einrichtung die Wäsche visuell hinsichtlich der Farbe und/oder Struktur erfasst wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung ein Beladeende (17) und/ oder ein Entladeende (20) der Trommel (13) erfasst wird, insbesondere hinsichtlich des Verhaltens der Wäsche im Bereich des Beladeendes (17) und/oder des Entladeendes (20).
     
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beladen der Entwässerungseinrichtung durch eine bildgebende Einrichtung erfasst wird, vorzugsweise diejenige bildgebende Einrichtung verwendet wird, womit auch das Entladen der Trommel (13) der Waschmaschine erfasst wird.
     
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Wäsche durch die mindestens eine bildgebende Einrichtung in Abhängigkeit von einem das Vorhandensein von Wäsche detektierenden Sensor gestartet und/oder gestoppt wird.
     
    6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung aufgenommene Bilder oder Bildfolgen der erfassten Wäsche abgespeichert werden.
     
    7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung erfassten Bilder der Wäsche, vorzugsweise der sich aus den Bildern ergebenden Farbe der Wäsche, ein entsprechendes Waschprogramm bestimmt und automatisch eingestellt wird und/oder eine manuelle Einstellung des Waschprogramms überprüft wird.
     
    8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung beim Entladen der Trommel (13) der Durchlaufwaschmaschine (10) der Fluss der Wäsche beim Entladen erfasst wird.
     
    9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne, in der die bildgebende Einrichtung keine entladende Wäsche mehr erfasst, automatisch der Entladevorgang beendet und/ oder der Betrieb der Entwässerungseinrichtung gestartet wird.
     
    10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung erstellten Bilder durch einen Vergleich mehrerer aufeinanderfolgender Bilder festgestellt wird, ob der Be- und/ oder Entladevorgang begonnen hat und/oder beendet ist.
     
    11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Auswertung der von über einen bestimmten Zeitraum von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung erfassten Bilder eine indirekte Wäschemengenbestimmung vorgenommen wird, insbesondere zur Feststellung von Verblockungen der Wäsche in der Trommel (13) der Durchlaufwaschmaschine (10).
     
    12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder elektronisch bearbeitet und/oder ausgewertet werden.
     
    13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als bildgebende Einrichtung mindestens eine Kamera (22, 26), vorzugsweise eine Farbkamera und/oder Digitalkamera, verwendet wird.
     


    Claims

    1. Method for the wet treatment of laundry, wherein the laundry is loaded into a rotatingly drivable drum (13) of a washing machine (10), at least washed in the drum (13) and subsequently unloaded out of the drum (13), wherein preferably the laundry unloaded out of the drum (13) is supplied to a draining device, characterized in that for monitoring in particular the loading or unloading operation of the washing machine (10) at least during the loading and/or unloading of the laundry at least one image-generating device is used, wherein the laundry is detected visually at least during the loading and/or unloading in front of and/or behind the drum (13) by the image-generating device.
     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that the laundry is detected visually with regard to the colour and/or structure by the image-generating device.
     
    3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that a loading end (17) and/or an unloading end (20) of the drum (13) is detected by the at least one image-generating device, in particular with regard to the behaviour of the laundry in the region of the loading end (17) and/or of the unloading end (20).
     
    4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the loading of the draining device is detected by means of an image-generating device, that image-generating device which also detects the unloading of the drum (13) of the washing machine preferably being used.
     
    5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the detecting of the laundry by means of the at least one image-generating device is started and/or stopped in dependence on a sensor which detects the presence of laundry.
     
    6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that images or image frames of the detected laundry taken by the at least one image-generating device are stored.
     
    7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that by way of the images of the laundry detected by the at least one image-generating device, preferably of the colour of the laundry produced from the images, a corresponding wash programme is determined and automatically set up and/or a manual setting up of the wash programme is checked.
     
    8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the flow of the laundry during unloading is detected by the at least one image-generating device when unloading the drum (13) of the washing machine (10).
     
    9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after expiry of a certain interval in which the image-generating device no longer detects any unloading laundry, the unloading operation is automatically terminated and/or the operation of the draining device is started.
     
    10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that by way of the images taken by the respective image-generating device, through a comparison of several consecutive images it is ascertained whether the loading and/or unloading operation has started and/or has finished.
     
    11. Method according to one of the preceding claims, characterized in that through an evaluation of the images detected by the respective image-generating device over a certain period, a quantity of the laundry is determined indirectly, in particular for establishing blockages of the laundry in the drum (13) of the washing machine (10).
     
    12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the images taken by the respective image-generating device are processed and/or evaluated in an electronic manner.
     
    13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one camera (22, 26), preferably a colour camera and/or digital camera, is used as the image-generating device.
     


    Revendications

    1. Procédé de traitement humide de linge, dans lequel le linge est chargé dans un tambour (13), pouvant être entraîné en rotation, d'une machine à laver de type tunnel (10), est au moins lavé dans le tambour (13) et est ensuite déchargé du tambour (13), le linge déchargé du tambour (13) étant de préférence amené à un dispositif d'égouttage, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de formation d'image est mis en œuvre pour surveiller notamment l'opération de chargement ou de déchargement de la machine à laver de type tunnel (10) au moins au moment du chargement et/ou du déchargement du linge, le dispositif de formation d'image saisissant le linge visuellement au moins au moment du chargement et/ou du déchargement devant et/ou derrière le tambour (13).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de formation d'image saisit le linge visuellement en ce qui concerne la couleur et/ou la texture.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de formation d'image saisit une fin de chargement (17) et/ou une fin de déchargement (20) du tambour (13), en particulier en ce qui concerne le comportement du linge au niveau de la fin du chargement (17) et/ou de la fin du déchargement (20).
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chargement du dispositif d'égouttage est saisi par un dispositif de formation d'image, de préférence en ce que le dispositif de formation d'image est utilisé qui saisit également le déchargement du tambour (13) de la machine à laver.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fait de saisir le linge par ledit au moins un dispositif de formation d'image est démarré et/ou arrêté en fonction d'un capteur détectant la présence de linge.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images ou séquences d'images du linge saisi, enregistrées par ledit au moins un dispositif de formation d'image, sont stockées.
     
    7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'aide des images du linge saisies par ledit au moins un dispositif de formation d'image, de préférence à l'aide de la couleur du linge résultant des images, un programme de lavage adéquat est déterminé et réglé automatiquement et/ou un réglage manuel du programme de lavage est vérifié.
     
    8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de formation d'image saisit le flux du linge au déchargement lorsque le tambour (13) de la machine à laver de type tunnel (10) est déchargé.
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après écoulement d'un laps de temps déterminé pendant lequel le dispositif de formation d'image ne saisit plus de linge déchargé, l'opération de déchargement se termine automatiquement et/ou l'exploitation du dispositif d'égouttage démarre.
     
    10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'aide des images produites par le dispositif de formation d'image respectif, une comparaison de plusieurs images successives permet de déterminer si l'opération de chargement et/ou de déchargement a commencé et/ou est terminée.
     
    11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une évaluation des images saisies pendant une période de temps déterminée par le dispositif de formation d'image respectif permet d'effectuer une détermination indirecte de la quantité de linge, en particulier pour constater des blocages du linge dans le tambour (13) de la machine à laver de type tunnel (10).
     
    12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images enregistrées par le dispositif de formation d'image respectif sont traitées et/ou évaluées de manière électronique.
     
    13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une caméra (22, 26), de préférence une caméra couleur et/ou une caméra numérique, est utilisée comme dispositif de formation d'image.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente