[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] In gewerblichen Wäschereien werden Waschmaschinen mit größeren Wäscheposten mechanisch
be- und entladen. Bei den Waschmaschinen kann es sich um sogenannte Durchlaufwaschmaschinen
handeln, die über eine um eine vorzugsweise horizontale Längsmittelachse drehend antreibbare
Trommel verfügt. In der länglichen Trommel mit aufeinanderfolgenden Kammern wird die
Wäsche im Durchlauf gewaschen und gegebenenfalls weiteren Behandlungen unterzogen.
Dazu wird die Wäsche während der Nassbehandlung in Längsrichtung (Durchlaufrichtung
genannt) durch die Trommel hindurchtransportiert. Nach dem Waschen und gegebenenfalls
Spülen wird die Wäsche aus der Trommel entladen und in eine nachfolgende Entwässerungseinrichtung
überführt. In der Entwässerungseinrichtung wird die gewaschene Wäsche von einem Großteil
der darin noch gebundenen Behandlungsflüssigkeit (gebundene Flotte) befreit. Gegebenenfalls
kann auch das Spülen in der Entwässerungseinrichtung stattfinden.
[0003] In gewerblichen Wäschereien werden auch Waschmaschinen in einer nur eine einzige
Kammer aufweisenden (kurzen) Trommel eingesetzt. Das Be- und Entladen der Waschmaschine
kann sowohl von der gleichen Stirnseite als auch von unterschiedlichen Stirnseiten
erfolgen. Das Entwässern und/oder Spülen der in der Waschmaschine gewaschenen Wäsche
kann in einer separaten Entwässerungseinrichtung erfolgen, bei sogenannten Wasch-Schleuder-Waschmaschinen
aber auch in der Trommel, in der auch das Waschen stattfindet. Ein Umladen von der
Waschmaschine in die Entwässerungseinrichtung kann dann entfallen.
[0004] Beim Be- und Entladen der Waschmaschine oder auch beim Umladen gewaschener Wäsche
von der Waschmaschine in die Entwässerungseinrichtung können vielfältige Störungen
auftreten. Beispielsweise kann es geschehen, dass der Be- und Entladevorgang der Waschmaschine
noch nicht vollständig abgeschlossen ist, wenn die Waschmaschine oder die nachfolgende
Entwässerungseinrichtung in Gang gesetzt wird. Das kann zu Beschädigungen der Wäsche
führen. Des Weiteren sind je nach Wäscheart, insbesondere je nach Farbe der Wäsche,
unterschiedliche Waschprogramme erforderlich. Insbesondere Weißwäsche und Buntwäsche
müssen getrennt voneinander mit unterschiedlichen Waschprogrammen gewaschen werden.
Ansonsten kommt es beim Waschen zu Verfärbungen, insbesondere weißer Wäsche. Schließlich
kann es beim Entladen der Waschmaschine zu Verblockungen der Wäsche kommen. Es wird
dann nicht der gesamte Wäscheposten entladen, was vielfach unbemerkt bleibt und zu
Störungen beim nachfolgenden Betrieb der Waschmaschine führen kann.
[0005] Aus der
EP 0 544 599 B1 ist eine Durchlaufwaschmaschine mit einer drehend antreibbaren Trommel bekannt. In
der Trommel sind mehrere aufeinanderfolgende Behandlungskammern gebildet. Der Transfer
der Wäsche von einer Behandlungskammer zur anderen wird durch in jede Behandlungskammer
eingeführte optische Fasern und eine diesen zugeordnete CCD-Kamera überwacht.
[0006] Aus der
EP 2 113 606 A2 ist es bekannt, beim Sortieren, Vereinzeln und/oder Übergeben von Wäschestücken die
Farbe bzw. Struktur derselben durch eine Bilderkennung zu ermitteln.
[0007] Die
DE 26 44 943 A1 offenbart ein Verfahren zum maschinellen Aussortieren gewaschener und vereinzelter
Wäschestücke. Hier ist eine Messleiste mit einer Reihe von Fotozellen vorgesehen.
Beim Entlangbewegen des jeweiligen Wäschestücks an der Messleiste werden in Abhängigkeit
von der Gestalt des jeweiligen Wäschestücks einzelne Fotozellen abgedeckt. Die von
den abgedeckten Fotozellen erhaltenen Signale werden in einer Matrix zusammengestellt
und diese Matrix mit einer Bildbibliothek verglichen, um so die Gestalt des jeweiligen
Wäschestücks feststellen zu können.
[0008] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur einfachen und zuverlässigen Überwachung der Nassbehandlung von insbesondere Wäsche
zu schaffen.
[0009] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Demnach wird beim Be- und/oder Entladen der Wäschestücke wenigstens eine bildgebende
Einrichtung eingesetzt. Dadurch kann vor allem der Be- und/oder Entladevorgang der
Durchlaufwaschmaschine und gegebenenfalls auch der Entwässerungseinrichtung überwacht
werden. Durch die bildgebende Einrichtung wird nicht nur das Vorhandensein von Wäsche
detektiert, sondern es kann auch eine visuelle bzw. bildliche Wäscheerkennung, vorzugsweise
als Bilderkennung, stattfinden. Das führt zu einer sehr viel zuverlässigeren Überwachung
und Erkennung der Wäsche, als das mit den bisher verwendeten Sensoren möglich war.
Es wird von der bildgebenden Einrichtung, die auch als Bilderkennungseinrichtung oder
bilderzeugende Einrichtung bezeichnet werden kann, die Wäsche visuell mindestens beim
Be- und/oder Entladen der Waschmaschine erfasst, indem von der mindestens einen bildgebenden
Einrichtung die Wäsche vor und/oder hinter der Trommel der Waschmaschine und gegebenenfalls
vor der Entwässerungseinrichtung bildlich erfasst wird.
[0010] Es werden somit von der bildgebenden Einrichtung Bilder erzeugt, die durch eine entsprechende
elektronische Auswertung Rückschlüsse auf den Be- und/oder Entladevorgang zulassen.
Bevorzugt wird von der bildgebenden Einrichtung die Art der Wäsche insbesondere beim
Be- und/oder Entladen der Waschmaschine bzw. der Trommel derselben ermittelt. Dabei
handelt es sich vorzugsweise um die Farbe und/oder Struktur der Wäsche. Dadurch sind
Rückschlüsse auf die Wäscheart und/oder darauf, ob es sich um Buntwäsche oder Weißwäsche
handelt, möglich. Hiernach kann das erforderliche Waschprogramm automatisch eingestellt
werden oder eine Überwachung erfolgen, ob eine Bedienungsperson das richtige Waschprogramm
ausgewählt hat. Außerdem können von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung
aufgenommene Einzelbilder, Bildfolgen oder Bildsequenzen zur Qualitätskontrolle oder
Qualitätsüberwachung abgespeichert werden.
[0011] Üblicherweise befindet sich vor der Trommel eine Beladerutsche und hinter der Trommel
eine Entladerutsche. Dann wird zweckmäßigerweise die Wäsche, die über die Beladerutsche
in die Trommel gelangt und/oder die Wäsche, die über die Entladerutsche aus der Trommel
entladen wird, laufend, vorzugsweise kontinuierlich, oder in gewissen Zeitabständen
visuell und/oder bildlich erfasst. Hierdurch können Rückschlüsse auf den Belade- und/oder
Entladeverlauf gezogen werden.
[0012] Das Verfahren kann so weitergebildet sein, dass von der mindestens einen bildgebenden
Einrichtung ein beladeseitiger Anfangsbereich und/oder ein entladeseitiger Endbereich
der Trommel erfasst werden. Die jeweilige bildgebende Einrichtung blickt dann quasi
auf oder in den Anfangsbereich und/oder Endbereich der Trommel. Hierdurch kann festgestellt
werden, wie sich die Wäsche im Beladebereich und/oder Entladebereich verhält. Beispielsweise
kann erkannt werden, ob Wäscheverblockungen im Belade- bzw. Entladebereich vorhanden
sind. Durch Beobachtung des Entladebereichs der Trommel ist feststellbar, ob der jeweilige
Wäscheposten vollständig aus der Trommel, insbesondere der letzten Kammer derselben,
entladen ist.
[0013] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, das Beladen der
Entwässerungseinrichtung auch durch mindestens eine bildgebende Einrichtung zu erfassen.
Dadurch ist feststellbar, ob die gesamte aus der Durchlaufwaschmaschine zu entladende
Wäsche in die Entwässerungseinrichtung überführt ist. So kann sichergestellt werden,
dass nicht einzelne Wäschestücke nur teilweise in die Entwässerungseinrichtung gelangt
sind, was beim Start der Entwässerungseinrichtung eine Zerstörung derselben zur Folge
hätte. Vorzugsweise wird zur Erfassung der Beladung der Entwässerungseinrichtung dieselbe
bildgebende Einrichtung benutzt, die auch zum Erfassen des Entladevorgangs der Durchlaufwaschmaschine
eingesetzt wird. Dazu kann die bildgebende Einrichtung so ausgebildet sein, dass sie
sowohl das Entladen der Waschmaschine als auch das Beladen der Entwässerungseinrichtung
erfasst. Denkbar ist es aber auch, die bildgebende Einrichtung gesteuert zu verschwenken,
so dass sie entweder auf den hinteren Entladebereich der Waschmaschine oder den Anfangsbereich
der Entwässerungspresse gerichtet ist und entsprechende Bilder erzeugt. In analoger
Weise kann auch die bildgebende Einrichtung am Beladeende der Waschmaschine so gesteuert
werden, dass sie Bilder von unterschiedlichen Bereichen vor der Waschmaschine erzeugt,
beispielsweise den Bereich der Beladerutsche oder die erste Behandlungskammer der
Trommel der Waschmaschine. Gegebenenfalls kann das Verfahren so weitergebildet sein,
dass die Erfassung der Wäsche durch die mindestens bildgebende Einrichtung in Abhängigkeit
von einem das Vorhandensein von Wäsche detektierenden Sensor startet und/oder gestoppt
wird. Auf diese Weise ist es möglich, die jeweilige bildgebende Einrichtung nur bei
Bedarf in Betrieb zu nehmen oder eine Umschaltung zwischen unterschiedlichen bildgebenden
Einrichtungen, insbesondere am Anfang und am Ende der Trommel, vorzunehmen.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden von der mindestens einen
bildgebenden Einrichtung die einzelnen Bilder, Bildfolgen oder auch einen Film ergebende
Bildsequenzen aufgenommen bzw. erzeugt. Vorteilhafterweise werden solche Bilder, Bildfolgen
oder Filme beispielsweise in einer Datenbank abgespeichert. Die abgespeicherten Bilder
oder Filme können zur Dokumentation des Be- und/oder Entladevorgangs oder auch des
Waschvorgangs dienen. Die abgespeicherten Bilder oder Filme können dann bei eventuellen
Reklamationen zur Ursachenforschung herangezogen werden bzw. zur Qualitätsüberwachung
oder Qualitätssicherung dienen. Auch ist es denkbar, die von der mindestens einen
bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder oder Bildfolgen bzw. Bildsequenzen (Filme)
durch rechnergestützte Bildauswertungen mit zuvor abgespeicherten Bildern oder Filmen
zu vergleichen und bei Abweichungen beispielsweise die Bedienungsstation darüber zu
informieren, damit erforderlichenfalls Gegenmaßnahme ergriffen werden können.
Vorzugsweise ist vorgesehen, anhand der von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung
erfassten Informationen, wie zum Beispiel Bilder der Wäsche, ein geeignetes und erforderliches
Waschprogramm zu bestimmen. Vorzugsweise wird automatisch das entsprechende Waschprogramm
ausgewählt und eingestellt und/oder die manuelle Einstellung des Waschprogramms durch
die Bedienungsperson überprüft. Hierzu werden die Farbe und/oder Struktur bzw. Gewebeart
der Wäsche herangezogen. Wenn die Farbe der Wäsche herangezogen wird, handelt es sich
bei der bildgebenden Einrichtung idealerweise um eine solche, die farbige Bilder erfasst
und erzeugt. Damit kann zum Beispiel vermieden werden, dass Weißwäsche wie Buntwäsche
behandelt wird. Auch ist es erkennbar, ob ein Wäscheposten nicht nur Weißwäsche enthält,
sondern auch Buntwäsche oder umgekehrt.
[0015] Es ist denkbar, dass es verfahrensmäßig vorgesehen ist, von der mindestens einen
bildgebenden Einrichtung insbesondere beim Entladen der Trommel der Waschmaschine
den Fluss der Wäschestücke zu erfassen. Dadurch lassen sich eventuelle beim Entladen
auftretende Verblockungen oder andere Unregelmäßigkeiten im Endbereich der Trommel
feststellen und automatisch oder bedienergeführt entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet
werden.
[0016] Für das Entladen ist es bei einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen,
nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne, in der die bildgebende Einrichtung keine
entladene Wäsche mehr erfasst, automatisch die Entwässerungseinrichtung zu starten.
Dieser Vorgehensweise liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich die gesamte entladene
Wäsche in der Entwässerungseinrichtung befinden muss, wenn über einen bestimmten Zeitraum
hinweg die bildgebende Einrichtung keine Wäschestücke festgestellt hat. Die Zeitspanne
wird so gewählt, dass sie größer ist als gelegentliche Unterbrechungen des Wäscheflusses
beim Entladen der Waschmaschine. Wenn über einen längeren Zeitraum hinweg keine Wäsche
die Entladerutsche passiert, kann von einem vollständigen Entladen des Wäschepostens
ausgegangen werden. Nach dieser Zeitspanne müssen auch die letzten Wäschestücke in
die Entwässerungseinrichtung eingeladen worden sein, so dass die Entwässerungseinrichtung
gestartet werden kann, ohne dass die Gefahr der Beschädigung einzelner Wäschestücke
besteht.
[0017] Denkbar ist eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens, bei der anhand der von der
jeweiligen bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder oder Bildfolgen durch einen
automatischen Vergleich durch beispielsweise elektronische Bildverarbeitung mit vorher
aufgenommenen Bildern oder Bildfolgen festgestellt wird, ob der Be- und/oder Entladevorgang
begonnen hat bzw. beendet ist. Es werden so durch Abweichungen der zu unterschiedlichen
Zeitpunkten aufgenommenen Bilder, Bildfolgen oder Bildsequenzen festgestellt, ob Abweichungen
vorhanden sind. Aus solchen Abweichungen kann nicht nur der Beginn oder das Ende des
Be- und Entladevorgangs bestimmt werden, auch andere Informationen lassen sich daraus
ableiten, zum Beispiel Verblockungen im Inneren der Trommel.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht es vor, mit über einen
bestimmten Zeitraum von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung erfassten Bildern
eine automatische indirekte Wäschemengeermittlung vorzunehmen. Die von der jeweiligen
bildgebenden Einrichtung gelieferten Bilder lassen insbesondere dann, wenn sie über
einen bestimmten Zeitraum betrachtet ausgewertet werden, eine rechnerische Wäschemengeermittlung
zu. Daraus sind Rückschlüsse möglich, ob der ganze Wäscheposten aus der Waschmaschine
entladen worden ist und es lassen sich außerdem Wäscheposten mit einer bestimmten
Menge Wäsche beim Beladen der Waschmaschine bilden. Auch Betriebsstörungen, beispielsweise
Verblockungen der Wäsche am Anfang bzw. am Ende der Trommel der Waschmaschine, können
so festgestellt werden. Analog kann auch beim Beladen der Entwässerungseinrichtung
und/oder beim Entladen der Waschmaschine vorgegangen werden, um automatisch zu ermitteln,
ob der gesamte Wäscheposten aus der letzten Behandlungskammer entladen wurde.
[0019] Schließlich ist es vorgesehen, als bildgebende Einrichtung bevorzugt eine Kamera,
beispielsweise eine Digitalkamera, zu verwenden. Insbesondere handelt es sich dabei
um eine Farbkamera oder digitale Farbkamera. Obwohl auch Schwarz/Weiß-Kameras durch
Hell-/Dunkelunterscheidung die Ermittlung der Farbe der Wäsche zulassen, sind Farbkameras,
vor allem digitale Farbkameras, geeigneter, weil damit auch festgestellt werden kann,
welche Farbe die jeweiligen Wäschestücke haben.
[0020] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer gewerblichen Waschmaschine mit einer darauf
folgenden Entwässerungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Beladeendes der Waschmaschine der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine alternative Ansicht des Beladeendes gemäß der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung eines Entladeendes der Waschmaschine mit der nachfolgenden
Entwässerungseinrichtung, und
- Fig. 5
- das Entladeende der Waschmaschine gemäß der Fig. 4 mit einer nachfolgenden anderen
Entwässerungseinrichtung.
Die Figuren zeigen unterschiedliche Vorrichtung zum Waschen und Entwässern von Wäsche.
Solche Vorrichtungen werden üblicherweise als Waschstraßen bezeichnet. Die Waschmaschine
dient zum postenweisen Waschen der Wäsche.
[0021] Bei den in den Figuren gezeigten Waschmaschinen, gemäß der Erfindung, handelt es
sich um sogenannte Durchlaufwaschmaschinen 10, die üblicherweise in gewerblichen Wäschereien
eingesetzt werden. Bei den Entwässerungseinrichtungen kann es sich um eine Entwässerungspresse
11 (Fig. 1 bis 4) oder eine Wäschezentrifuge 12 (Schleuder) handeln.
[0022] Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über eine längliche Trommel 13 mit einem zylindrischen
Trommelmantel. Die Trommel 13 ist um eine horizontale Längsmittelachse 14 drehend
antreibbar. Je nach Betriebsart wird die Trommel 13 in unterschiedlichen Richtungen
angetrieben. Zum Entladen wird die Trommel 13 in einer anderen Richtung angetrieben
als zum Waschen.
[0023] Die Trommel 13 der Durchlaufwaschmaschine 10 ist unterteilt in verschiedene entlang
der Längsmittelachse 14 aufeinanderfolgende Behandlungskammern 15. Die Wäsche durchläuft
postenweise die in Behandlungsrichtung 16 aufeinanderfolgenden Behandlungskammern
15. Beim Entladen eines Wäschepostens aus der letzten Behandlungskammer 15 erfolgt
gleichzeitig ein Umladen der Wäsche aus einer Behandlungskammer 15 in die nächste
Behandlungskammer 15. Ein oder mehrere Behandlungskammern 15 bilden unterschiedliche
Behandlungszonen in der Trommel 13, insbesondere eine Vorwaschzone, eine in Behandlungsrichtung
16 darauffolgende Klarwaschzone und gegebenenfalls eine Spülzone und/oder Nachbehandlungszone.
Die Behandlungskammern 15 können gleich, aber auch unterschiedlich groß sein. Auch
kann die Anzahl der Behandlungskammern 15 in der Trommel 13 beliebig sein, insbesondere
von der gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10 mit neuen Behandlungskammern 15 abweichen.
[0024] Einem (in der Fig. 1 linken) Eingabeende 17 der Trommel 13 der Durchlaufwaschmaschine
10 ist ein Beladetrichter 18 vorgeordnet. Über den Beladetrichter 18 wird die Trommel
13 der Durchlaufwaschmaschine 10, und zwar die in Behandlungsrichtung 16 gesehen erste
Behandlungskammer 15, durch ihre eine Öffnung aufweisende Stirnwandung 19 beladen.
Dem dem gegenüberliegenden Ausgabeende 20 der Trommel 13 zugeordneten Entladeende
20 ist eine Entladerutsche 21 zugeordnet. Die Entladerutsche 21 ist so ausgebildet,
dass von dieser die Wäsche direkt in die der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordnete
Entwässerungspresse 11 gelangen kann. Somit wird die Entwässerungspresse 11 über die
Entladerutsche 21 der Durchlaufwaschmaschine 10 beladen.
[0025] Die Fig. 2 und 3 zeigen eine dem Beladeende 17 zugeordnete bildgebende Einrichtung.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die bildgebende Einrichtung derart vor dem Beladeende
17 angeordnet, dass sie dem Beladetrichter 18 zugeordnet ist, und zwar in Behandlungsrichtung
16 gesehen oberhalb und etwas vor dem Beladetrichter 18. Die bildgebende Einrichtung
ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als eine Kamera 22 ausgebildet. Hierbei handelt
es sich bevorzugt um eine Digitalkamera. Insbesondere wird als Kamera 22 eine digitale
Farbkamera verwendet. Eine Bildachse 23 der Kamera 22 verläuft im gezeigten Ausführungsbeispiel
unter einem Winkel von 30° bis 60° zur Vertikalen, und zwar so, dass die Bildachse
23 mittig auf den Beladetrichter 18 und/oder die Öffnung in der Stirnwandung 19 des
Beladeendes 17 der Trommel 13 gerichtet ist (Fig. 2 und 3). Die Kamera 22 verfügt
zweckmäßigerweise über eine solche Brennweite, dass sie das gesamte Innere des Beladetrichters
18 und mindestens einen Großteil der Öffnung in der Stirnwandung 19 der Trommel 13
erfassen kann.
[0026] Die Wäsche, wovon in den Fig. 2 und 3 ein einzelnes Wäschestück 24 andeutungsweise
gezeigt ist, wird postenweise von oben in den Beladetrichter 18 eingegeben. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel ist ein geöffneter Wäschesack 25 oberhalb des Beladetrichters
18 dargestellt, aus dem die Wäschestücke 24 des Wäschepostens nach und nach in den
Beladetrichter 18 abgeworfen werden und von dort vorzugsweise unter Zugabe von Einschwemm-
bzw. Vorwaschflüssigkeit in die erste Behandlungskammer 15 des Beladeendes 17 der
Trommel 13 eingeschwemmt werden. Mit der Kamera 22 wird beim Beladevorgang der Durchlaufwaschmaschine
10 eine visuelle Waschpostenerkennung vorgenommen. Mit der Kamera 22 kann auch mindestens
ein Teil des Inneren der ersten Behandlungskammer 15 des Beladeendes 17 der Trommel
13 beobachtet werden.
[0027] Eine weitere Kamera 26 ist dem Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 zugeordnet.
Diese Kamera 26 kann genauso ausgebildet sein wie die Kamera 22 am Beladeende 17.
Die Kamera 26 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel oberhalb der Entladerutsche 21
angeordnet, und zwar bevorzugt mittig oberhalb der Entladerutsche 21. Die optische
Achse oder Bildachse 27 der Kamera 26 ist in Behandlungsrichtung 16 gesehen leicht
schräggerichtet, und zwar unter einem Winkel zwischen 10° und 45° in Blickrichtung
der Kamera 26 zur Entwässerungspresse 10 hin.
[0028] Eine oder auch beide Kameras 22, 26 können sowohl ortsfest unter einem bestimmten
Winkel schräggerichtet oberhalb des Beladetrichters 18 und der Entladerutsche 21 angeordnet
sein. Es ist auch denkbar, die Kamera 22 und/oder 26 verschwenkbar oder verschiebbar
oberhalb der Entladerutsche 21 und/oder des Beladetrichters 18 anzuordnen. Die Kameras
22 und/oder 26 können außerdem eine veränderliche Brennweite (Zoomobjektiv) aufweisen,
um wahlweise einen größeren oder kleineren Bereich zu erfassen bzw. abzubilden.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis
4 der Zeichnung näher erläutert:
Durch die Kamera 22 wird der Beladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 beobachtet,
indem eine visuelle Wäscheerkennung erfolgt. Die Kamera 22 kann auch dazu dienen,
durch die Öffnung in der Stirnwandung 19 das Innere der ersten Kammer 15 beim Vorwaschen
zu beobachten. Die Kamera 26 am Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 dient
dazu, das Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 zu beobachten. Die Kamera 26 kann
auch dazu dienen, das Beladen der Entwässerungspresse 11 zu beobachten. Das erfindungsgemäße
Verfahren lässt sich auch realisieren durch nur mindestens eine Kamera 22 am Beladeende
17 der Durchlaufwaschmaschine 10 oder mindestens eine Kamera 26 nur am Entladeende
20 der Durchlaufwaschmaschine 10.
[0030] Bei den Kameras 22 und 26 handelt es sich um bildgebende Einrichtungen, die ein einzelnes
Wäschestück 24 oder auch mehrere zusammenhängende Wäschestücke 24 erfassen, und zwar
das Vorhandensein mindestens eines Wäschestücks 24 im Bereich des Beladetrichters
18 bzw. der Entladerutsche 21, die Ermittlung der Gestalt eines Wäschestücks 24 sowie
der Art des Wäschestücks 24, und zwar Rückschlüsse auf das Gewebe zulassende Struktur
und/oder die Farbe des Wäschestücks 24. Bevorzugt wird mindestens die Farbe des jeweiligen
Wäschestücks 24 von der mindestens einen Kamera 22 beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine
10 ermittelt. Die Kamera 26 zwischen der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Entwässerungspresse
11 braucht die Art des Wäschestücks 24, insbesondere die Farbe und/oder Struktur desselben,
nicht zu ermitteln. Am Entladeende 24 der Durchlaufwaschmaschine 10 reicht die Ermittlung
des Vorhandenseins mindestens eines Wäschestücks auf oder in der Entladerutsche 21
aus.
[0031] Bei den vorzugsweise gleich ausgebildeten Kameras 22, 26 handelt es sich um bildgebende
Einrichtungen, die im Gegensatz zu Lichtschranken und auch Sensoren Bilder, vorzugsweise
Farbbilder, vom Wäschestück 24 oder mehreren Wäschestücken 24 ermittelt. Es kann sich
hierbei um eine Digitalkamera, insbesondere eine digitale Farbkamera, handeln, womit
visuell der Be- und/oder Entladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 und gegebenenfalls
der Entwässerungspresse 11 beobachtbar ist.
[0032] Die Fig. 2 und 3 zeigen die visuelle Erfassung der Wäschestücke 24, die aus einem
unten offenen Wäschesack 25 von oben in den Beladetrichter 18 fallen. Die Wäschestücke
24 können dem Beladetrichter 18 aber auch auf jede andere Weise zugeführt werden.
Es werden einzelne Wäschestücke 24 oder eine Gruppe mehrerer Wäschestücke 24 gleichzeitig
ermittelt. Die Fig. 2 und 3 zeigen ein einzelnes aus dem Wäschesack 25 kommendes Wäschestück
24, das von der Kamera 22 erfasst wird. Die Kamera 22 macht ein Bild vom Wäschestück
24. Das jeweilige Bild wird (symbolisch links in der Fig. 2 und 3 dargestellt) jeweils
elektronisch abgespeichert. Im elektronischen Datenspeicher sind somit Bilder einzelner
Wäschestücke 24 und/oder gleichzeitig mehrerer Wäschestücke 24 abgespeichert. Nach
Beendigung des Beladevorgangs sind alle während des Beladevorgangs von der Kamera
22 aufgenommenen Bilder der Wäschestücks 24 als Bildfolge oder auch als ein Film elektronisch
abgespeichert. Es entsteht so eine Datenbank jedes Beladevorgangs. Diese Datenbank
kann zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden oder bei Reklamationen zum Nachweis
der ordnungsgemäßen Behandlung der Wäsche dienen.
[0033] Die Kamera 22 kann erkennen, ob die Durchlaufwaschmaschine 10 mit weißen Wäschestücken
24 (Fig. 2) oder bunten Wäschestücken (Fig. 3) beladen wird. Dementsprechend können
die von der Kamera 22 aufgenommenen Bilder zur automatischen Wahl des Waschprogramms,
nämlich für Buntwäsche oder für Weißwäsche, dienen. Alternativ können die von der
Kamera 22 beim Beladevorgang aufgenommenen Bilder der Wäsche 24 dazu dienen, das von
der Bedienungsperson eingestellte Waschprogramm, nämlich Buntwäsche oder Weißwäsche,
zu kontrollieren. Stellt sich eine Abweichung heraus, gibt eine Steuerung, die auf
die beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine 10 aufgenommenen Fotos der Wäschestücks
24 zurückgreift, ein Warnsignal. Genauso kann ein Warnsignal von der Steuerung abgegeben
werden, wenn sich im Wäschesack 25, indem sich eigentlich weiße Wäsche befinden soll,
unter anderem bunte Wäschestücke 24 befinden, so dass es bei einer Weißwäsche zu Verfärbungen
der weißen Wäsche kommen kann.
[0034] Die dem Beladeende 17 der Durchlaufwaschmaschine 10 zugeordnete Kamera 22 kann auch
den Wäschefluss beim Beladen der Durchlaufwaschmaschine 10 kontrollieren und veranschaulichen.
Es können so auch Verstopfungen erkannt werden. Außerdem lässt sich feststellen, wenn
der Beladetrichter 18 leer und somit der Beladevorgang abgeschlossen ist.
[0035] Nach Abschluss des Beladevorgangs kann mit der Kamera 22 durch die Öffnung in der
Stirnwandung 19 der ersten Behandlungskammer 15 das Innere derselben mit den Wäschestücken
24 beobachtet werden. Es ist so eine vorzugsweise ständige oder kontinuierliche Kontrolle
der Waschmechanik in der ersten Behandlungskammer 15 zum Vorwaschen der Wäsche möglich.
[0036] Um das Innere der ersten Behandlungskammer 15 besser beobachten zu können, kann es
vorgesehen sein, die Kamera 22 in der Neigung und/oder Position zu verstellen. Diese
Verstellung kann automatisch erfolgen, wenn die Kamera 22 das Ende des Beladevorgangs
bei leerem Beladetrichter 18 erkennt. Die Kamera 22 wird dann so in ihrer Position
verändert, dass sie Bilder vom Inneren der ersten Kammer 15 aufnehmen kann. Stellt
die Kamera 22 fest, dass der in der ersten Behandlungskammer 15 gewaschene Wäscheposten
in die darauffolgende Behandlungskammer 15 umgeladen ist, also die erste Behandlungskammer
15 wieder mit einem nachfolgenden Wäscheposten beladen werden kann, erfolgt ein automatisches
Zurückbewegen der Kamera 22 in die Ausgangsstellung zur Überwachung des Beladevorgangs
und insbesondere zur Aufnahme von Bildern der Wäschestücks 24 des nächsten Wäschepostens.
[0037] Die Fig. 4 verdeutlicht den Entladevorgang der Durchlaufwaschmaschine 10 und das
Beladen der Entwässerungspresse 11. Dabei wird der die letzte Behandlungskammer 15
verlassende Wäscheposten über die Entladerutsche 21 der Entwässerungspresse 11 zugeführt.
Es kommt dabei zu einem Umladen des Wäschepostens. Dieses Umladen wird durch die Kamera
26 zwischen dem Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Entwässerungspresse
11 beobachtet.
[0038] Beim Entladen kommt es darauf an, dass alle Wäschestücke 24 des Wäschepostens vollständig
in die Entwässerungspresse 11 gelangen. Insbesondere muss vermieden werden, dass sich
die Wäschestücke 24 in der letzten Kammer 15 der Durchlaufwaschmaschine 10 verblocken,
was zu keinem vollständigen Entladen führen würde.
[0039] Durch die von der Kamera 26 beim Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 in regelmäßigen
Zeitabständen oder kontinuierlich aufgenommenen Bilder kann durch eine elektronische
Auswertung eine Wäschemengenerkennung erfolgen, die Rückschlüsse darauf zulässt, ob
die letzte Behandlungskammer 15 vollständig entladen ist oder nicht. Sollte das nicht
der Fall sein, wird ein entsprechendes Signal an die Bedienungsperson gegeben. Wenn
die Wäschemengenerkennung ergibt, dass der Wäscheposten entladen ist und/oder die
Kamera 26 feststellt, dass die Entladerutsche 21 über eine bestimmte Zeitdauer hinweg
leer ist, deutet das auf eine Beendigung des Entladevorgangs hin.
[0040] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Kamera 26, wenn sie das Ende des Entladevorgangs
feststellt, auch überprüft, ob alle Wäschestücke 25 sich vollständig innerhalb der
Wäschepresse 11 befinden.
[0041] Die Entwässerungspresse 11 wird zweckmäßigerweise erst dann eingeschaltet wird, wenn
die von der Kamera 26 aufgenommenen Bilder der Wäsche ergeben, dass eine bestimmte
Zeit lang kein Wäschestück 24 mehr aus der letzten Behandlungskammer 15 der Durchlaufwaschmaschine
10 entladen worden ist und sich kein Wäschestück 24 mehr in der Entladerutsche 21
befindet, vor allem alle Wäschestücke 25 des Wäschepostens sich vollständig in der
Entwässerungspresse 11 befinden.
[0042] Die Überwachung und visuelle Identifizierung der Wäschestücke 24 beim Beladen und
Entladen der Durchlaufwaschmaschine 10 bzw. der Entwässerungspresse 11 können von
den Kameras 22 und 26 simultan erfolgen. Es ist aber auch denkbar, dass eine Umschaltung
von der Kamera 22 auf die Kamera 26 erfolgt, wenn der Belade- und der Entladevorgang
nicht zeitgleich ablaufen. Dann können der Be- und Entladevorgang separat beobachtet
werden. Die Umschaltung wird vorzugsweise durch eine Bildauswertung dann vorgenommen,
wenn bei einem Vergleich der aufeinanderfolgend von der gleichen Kamera 22 und 26
aufgenommenen Bilder der Wäsche keine Bildabweichungen mehr festgestellt werden.
[0043] Die Fig. 5 zeigt das Entladen der Wäsche aus der Durchlaufwaschmaschine 10 in eine
nachfolgende Wäschezentrifuge 12. Hier ist mindestens eine Kamera 26 zwischen dem
Entladeende 20 der Durchlaufwaschmaschine 10 und der Wäschezentrifuge 12 angeordnet,
und zwar schräg von oben in die Entladerutsche 10 weisend. Über die Entladerutsche
21 gelangt die Wäsche aus der letzten Behandlungskammer 15 der Durchlaufwaschmaschine
15 schwerkraftbedingt in die Trommel der Wäschezentrifuge 12. Die Kamera 26 führt
bei der der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordneten Wäschezentrifuge 12 die gleichen
Beobachtungen durch wie bei der der Durchlaufwaschmaschine 10 nachgeordneten Entwässerungspresse
11 der Fig. 1 bis 4. Insofern ist das erfindungsgemäße Verfahren beim Entladen der
Wäsche in die Wäschezentrifuge 12 das Gleiche wie beim Entladen der Wäsche in die
Entwässerungspresse 11. Außerdem ist bei diesem Ausführungsbeispiel (Fig. 5) vor der
Durchlaufwaschmaschine 10 auch mindestens eine Kammer 22 angeordnet.
Bezugszeichenliste:
[0044]
- 10
- Durchlaufwaschmaschine
- 11
- Entwässerungspresse
- 12
- Wäschezentrifuge
- 13
- Trommel
- 14
- Längsmittelachse
- 15
- Behandlungskammer
- 16
- Behandlungsrichtung
- 17
- Beladeende
- 18
- Beladetrichter
- 19
- Stirnwandung
- 20
- Entladeende
- 21
- Entladerutsche
- 22
- Kamera
- 23
- Bildachse
- 24
- Wäschestück
- 25
- Wäschesack
- 26
- Kamera
- 27
- Bildachse
1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche, wobei die Wäsche in eine drehend antreibbare
Trommel (13) einer Durchlaufwaschmaschine (10) geladen, in der Trommel (13) mindestens
gewaschen und aus der Trommel (13) anschließend entladen wird, wobei vorzugsweise
die aus der Trommel (13) entladene Wäsche einer Entwässerungseinrichtung zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überwachung vor allem des Be- oder Entladevorgangs der Durchlaufwaschmaschine
(10) mindestens beim Be- und/ oder Entladen der Wäsche wenigstens eine bildgebende
Einrichtung eingesetzt wird, wobei von der bildgebenden Einrichtung die Wäsche visuell
mindestens beim Be- und/oder Entladen vor und/oder hinter der Trommel (13) erfasst
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der bildgebenden Einrichtung die Wäsche visuell hinsichtlich der Farbe und/oder
Struktur erfasst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung ein Beladeende (17) und/ oder ein
Entladeende (20) der Trommel (13) erfasst wird, insbesondere hinsichtlich des Verhaltens
der Wäsche im Bereich des Beladeendes (17) und/oder des Entladeendes (20).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beladen der Entwässerungseinrichtung durch eine bildgebende Einrichtung erfasst
wird, vorzugsweise diejenige bildgebende Einrichtung verwendet wird, womit auch das
Entladen der Trommel (13) der Waschmaschine erfasst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Wäsche durch die mindestens eine bildgebende Einrichtung in Abhängigkeit
von einem das Vorhandensein von Wäsche detektierenden Sensor gestartet und/oder gestoppt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung aufgenommene Bilder oder Bildfolgen
der erfassten Wäsche abgespeichert werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung erfassten Bilder der
Wäsche, vorzugsweise der sich aus den Bildern ergebenden Farbe der Wäsche, ein entsprechendes
Waschprogramm bestimmt und automatisch eingestellt wird und/oder eine manuelle Einstellung
des Waschprogramms überprüft wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung beim Entladen der Trommel (13)
der Durchlaufwaschmaschine (10) der Fluss der Wäsche beim Entladen erfasst wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne, in der die bildgebende Einrichtung keine
entladende Wäsche mehr erfasst, automatisch der Entladevorgang beendet und/ oder der
Betrieb der Entwässerungseinrichtung gestartet wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung erstellten Bilder durch einen
Vergleich mehrerer aufeinanderfolgender Bilder festgestellt wird, ob der Be- und/
oder Entladevorgang begonnen hat und/oder beendet ist.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Auswertung der von über einen bestimmten Zeitraum von der jeweiligen bildgebenden
Einrichtung erfassten Bilder eine indirekte Wäschemengenbestimmung vorgenommen wird,
insbesondere zur Feststellung von Verblockungen der Wäsche in der Trommel (13) der
Durchlaufwaschmaschine (10).
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der jeweiligen bildgebenden Einrichtung aufgenommenen Bilder elektronisch
bearbeitet und/oder ausgewertet werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als bildgebende Einrichtung mindestens eine Kamera (22, 26), vorzugsweise eine Farbkamera
und/oder Digitalkamera, verwendet wird.
1. Method for the wet treatment of laundry, wherein the laundry is loaded into a rotatingly
drivable drum (13) of a washing machine (10), at least washed in the drum (13) and
subsequently unloaded out of the drum (13), wherein preferably the laundry unloaded
out of the drum (13) is supplied to a draining device, characterized in that for monitoring in particular the loading or unloading operation of the washing machine
(10) at least during the loading and/or unloading of the laundry at least one image-generating
device is used, wherein the laundry is detected visually at least during the loading
and/or unloading in front of and/or behind the drum (13) by the image-generating device.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the laundry is detected visually with regard to the colour and/or structure by the
image-generating device.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that a loading end (17) and/or an unloading end (20) of the drum (13) is detected by the
at least one image-generating device, in particular with regard to the behaviour of
the laundry in the region of the loading end (17) and/or of the unloading end (20).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the loading of the draining device is detected by means of an image-generating device,
that image-generating device which also detects the unloading of the drum (13) of
the washing machine preferably being used.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the detecting of the laundry by means of the at least one image-generating device
is started and/or stopped in dependence on a sensor which detects the presence of
laundry.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that images or image frames of the detected laundry taken by the at least one image-generating
device are stored.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that by way of the images of the laundry detected by the at least one image-generating
device, preferably of the colour of the laundry produced from the images, a corresponding
wash programme is determined and automatically set up and/or a manual setting up of
the wash programme is checked.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the flow of the laundry during unloading is detected by the at least one image-generating
device when unloading the drum (13) of the washing machine (10).
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after expiry of a certain interval in which the image-generating device no longer
detects any unloading laundry, the unloading operation is automatically terminated
and/or the operation of the draining device is started.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that by way of the images taken by the respective image-generating device, through a comparison
of several consecutive images it is ascertained whether the loading and/or unloading
operation has started and/or has finished.
11. Method according to one of the preceding claims, characterized in that through an evaluation of the images detected by the respective image-generating device
over a certain period, a quantity of the laundry is determined indirectly, in particular
for establishing blockages of the laundry in the drum (13) of the washing machine
(10).
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the images taken by the respective image-generating device are processed and/or evaluated
in an electronic manner.
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one camera (22, 26), preferably a colour camera and/or digital camera, is
used as the image-generating device.
1. Procédé de traitement humide de linge, dans lequel le linge est chargé dans un tambour
(13), pouvant être entraîné en rotation, d'une machine à laver de type tunnel (10),
est au moins lavé dans le tambour (13) et est ensuite déchargé du tambour (13), le
linge déchargé du tambour (13) étant de préférence amené à un dispositif d'égouttage,
caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de formation d'image est mis en œuvre pour surveiller notamment
l'opération de chargement ou de déchargement de la machine à laver de type tunnel
(10) au moins au moment du chargement et/ou du déchargement du linge, le dispositif
de formation d'image saisissant le linge visuellement au moins au moment du chargement
et/ou du déchargement devant et/ou derrière le tambour (13).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de formation d'image saisit le linge visuellement en ce qui concerne
la couleur et/ou la texture.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de formation d'image saisit une fin de chargement (17)
et/ou une fin de déchargement (20) du tambour (13), en particulier en ce qui concerne
le comportement du linge au niveau de la fin du chargement (17) et/ou de la fin du
déchargement (20).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le chargement du dispositif d'égouttage est saisi par un dispositif de formation
d'image, de préférence en ce que le dispositif de formation d'image est utilisé qui saisit également le déchargement
du tambour (13) de la machine à laver.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fait de saisir le linge par ledit au moins un dispositif de formation d'image
est démarré et/ou arrêté en fonction d'un capteur détectant la présence de linge.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images ou séquences d'images du linge saisi, enregistrées par ledit au moins
un dispositif de formation d'image, sont stockées.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'aide des images du linge saisies par ledit au moins un dispositif de formation
d'image, de préférence à l'aide de la couleur du linge résultant des images, un programme
de lavage adéquat est déterminé et réglé automatiquement et/ou un réglage manuel du
programme de lavage est vérifié.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit au moins un dispositif de formation d'image saisit le flux du linge au déchargement
lorsque le tambour (13) de la machine à laver de type tunnel (10) est déchargé.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après écoulement d'un laps de temps déterminé pendant lequel le dispositif de formation
d'image ne saisit plus de linge déchargé, l'opération de déchargement se termine automatiquement
et/ou l'exploitation du dispositif d'égouttage démarre.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'aide des images produites par le dispositif de formation d'image respectif, une
comparaison de plusieurs images successives permet de déterminer si l'opération de
chargement et/ou de déchargement a commencé et/ou est terminée.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une évaluation des images saisies pendant une période de temps déterminée par le dispositif
de formation d'image respectif permet d'effectuer une détermination indirecte de la
quantité de linge, en particulier pour constater des blocages du linge dans le tambour
(13) de la machine à laver de type tunnel (10).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les images enregistrées par le dispositif de formation d'image respectif sont traitées
et/ou évaluées de manière électronique.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une caméra (22, 26), de préférence une caméra couleur et/ou une caméra numérique,
est utilisée comme dispositif de formation d'image.