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EP 2 623 670 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.2018 Patentblatt 2018/01 |
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Anmeldetag: 04.02.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Feste Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge
Ballastless railway track structure for rail vehicles
Voie sans ballast pour véhicules ferroviaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
03.02.2012 DE 102012100892
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.08.2013 Patentblatt 2013/32 |
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Patentinhaber: Ed. Züblin AG |
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70567 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Enoekl, Viktor
71144 Steinenbronn (DE)
- Widmann, Horst
72622 Nürtingen (DE)
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Vertreter: Wasmuth, Rolf et al |
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Patentanwälte
Dipl.Ing. W. Jackisch & Partner mbB
Menzelstrasse 40 70192 Stuttgart 70192 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CN-U- 201 648 876
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DE-A1-102008 001 438
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Feste Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Es sind verschiedene Konstruktionssysteme für die Feste Fahrbahn für schienengebundene
Fahrzeuge bekannt. Dabei gibt es im Wesentlichen drei grundsätzlich unterschiedliche
Konstruktionsarten, nämlich
- sogenannte "aufgelegte Bauarten", bei denen meist ein Gleisrost ohne Verbund auf einer
Tragplatte aus Asphalt oder Beton liegt,
- des Weiteren Konstruktionen, bestehend aus einer Ortbetonplatte, in der entweder Schwellen
oder Halbschwellen einbetoniert sind oder auf ihr Schienenbefestigungen direkt befestigt
sind, und
- schließlich Konstruktionen mit Fertigteilplatten, die unter Zwischenschaltung einer
Zwischenschicht aus Vergussmaterial auf dem Unterbau aufliegen.
[0003] Wichtig bei jeder Festen Fahrbahn ist das kontinuierliche Tragverhalten der Konstruktion.
[0004] Bei den aufgelegten Bauarten gibt es eine unendlich lange, durchlaufende Tragplatte,
auf der die Schwellen aufliegen. Die Tragplatte besteht entweder aus bewehrtem Beton
oder aus Asphalt. Diese Bauweise hat sich aufgrund verschiedener technischer Probleme
in der Ausführung wenig bewährt und wird kaum angewandt.
[0005] Bei der Festen Fahrbahn aus Ortbeton besteht diese ebenfalls aus einer unendlich
langen, durchlaufenden Tragplatte, in der die Schienenstützpunkte jedoch bereits integriert
sind. Außerhalb von Tunneln und Brücken, d.h. auf Erdkörper wird die Tragplatte in
der Regel direkt auf einer hydraulisch gefestigten Tragschicht gegossen und bildet
dann mit dieser einen festen Verbund. Diese Ausführung aus Ortbeton stellt eine sehr
wirtschaftliche Lösung dar und kommt daher häufig zum Einsatz. Ein Nachteil dieser
Bauweise ist, dass die Betonplatte infolge innerer Zwangsspannungen, verursacht durch
Schwinden des Betons sowie Temperaturänderungen, viele Risse aufweist, die bei einer
kontinuierlich durchlaufenden Platte physikalisch nicht zu vermeiden sind.
[0006] Bei den Fertigteilkonstruktionen gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Konstruktionsarten.
Bei der einen werden die Fertigteile unter Koppelung eines Teils ihrer Bewehrung untereinander
zu einer langen Kette verbunden und bilden so eine kontinuierliche Fahrbahnplatte.
Allerdings sind für die Koppelung besondere Bauteile erforderlich, und es muss ein
ausreichender Platz zwischen den Fertigteilplatten für die notwendigen Werkzeuge vorhanden
sein. Bei dieser Bauweise liegen die Fertigteile ebenfalls auf einer hydraulisch gefestigten
Tragschicht unter Zwischenschaltung einer nachträglich eingebrachten Vergussschicht.
Für die dauerhafte Lastabtragung ist auch hier der Verbund zwischen der Tragschicht
und der Fertigteilplatte erwünscht, dessen Herstellung bereitet jedoch in der Baupraxis
Probleme.
[0007] Bei der anderen Fertigteil-Konstruktionsart bleiben die einzelnen Fertigteilplatten
unverbunden. Gegen Horizontalverschiebung werden sie durch in der Unterkonstruktion
verankerte Konsolen oder Poller gehalten und kommen so ohne Verbund der Unterkonstruktion
aus. Die Fertigteile sind nur kurz und bekommen durch Zwangsspannungen keine Risse.
Dieses System ist eigentlich für die Anwendung im Tunnel oder auf Brücken konzipiert,
wo die tragende Unterkonstruktion in Form der Tunnelsohle bzw. Brückenplatte bereits
vorhanden ist. Auf freier Strecke benötigt dieses ungekoppelte System zusätzlich eine
eigene bewehrte Tragplatte, in der auch die notwendigen Haltekonsolen oder Poller
verankert sind. Der Gesamtaufbau wird dadurch auf Erdtrassen allerdings deutlich höher
als bei den Konkurrenzsystemen, mit den damit einhergehenden wirtschaftlichen Nachteilen.
Zur Übertragung der vertikalen Lasten zwischen der Fertigteilplatte und der darunter
liegenden Konstruktion wird auch bei diesem System eine Vergussschicht benötigt. Eine
Vergussschicht zwischen Fertigteilplatte und Tragplatte zum Ausgleich von Toleranzen
ist in jedem Fall notwendig.
[0008] Aus der
CN 201 648 876 U ist eine Fertigteil-Konstruktion bekannt, bei der die Fertigteilplatten rahmenförmige
Bewehrungselemente aufweisen, die an der Unterseite aus den Fertigteilplatten herausragen
und zur Verbindung der Fertigteilplatten mit einer auf einer Tragschicht aufgebrachten
Vergussschicht dienen. Die Längsrichtung der Bewehrungselemente erstreckt sich quer
zur Längsrichtung der Fertigteilplatten.
[0009] Aus der
DE 10 2008 001 438 A1 ist eine Feste Fahrbahn bekannt, die aus Ortbeton hergestellt ist, und in die bei
ihrer Herstellung durch temporäre Abschalung Scheinfugen eingebracht werden. Die Bewehrung
des Ortbetons verläuft über die Scheinfugen hinaus.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge
der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfacher herzustellen ist und bei der
Risse innerhalb der Fertigteilplatten vermieden werden.
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Feste Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung kombiniert die Vorteile von ungekoppelten
Einzelplatten mit den Vorteilen der Ortbetonplatten-Konstruktion. Ein Vorteil von
Einzelplatten wird allgemein darin gesehen, dass sie in der Regel keine Risse innerhalb
der Fertigteilplatte bekommen. Ungekoppelte Einzelplatten haben den Vorteil, dass
sie auf eine teure Kopplung verzichten.
[0012] Die erfindungsgemäße Konstruktion sieht vor, dass die Untergussschicht gleichzeitig
als kontinuierlich tragende Ortbeton-Tragplatte ausgebildet wird. Durch den Einsatz
der Fertigteilplatten wird eine saubere und dauerhafte Oberfläche der Festen Fahrbahn
sichergestellt und gleichzeitig werden die Risse kontrolliert in die Fuge zwischen
den Fertigteilplatten verlegt. Durch die Ausbildung der Untergussschicht gleichzeitig
als Tragplatte entfällt die sonst zusätzlich notwendige Vergussschicht, wodurch die
Bauhöhe der Fahrbahn und Arbeitsvorgänge bei der Herstellung reduziert werden. Die
erfindungsgemäße Konstruktion sieht darüber hinaus vor, auch auf eine aufwendige Ausbildung
von Konsolen oder Pollern zu verzichten und den Verbund zwischen Fertigteilplatte
und der Untergussschicht mittels einer Bewehrung herzustellen. Besonders vorteilhaft
wird dazu die bereits für den Transport notwendige Bewehrung der Fertigteilplatte
herangezogen.
[0013] Es ist vorgesehen, dass die weiteren in Längsrichtung der Fertigteilplatten verlaufenden
Bewehrungselemente stabförmige Bewehrungselemente sind. Es ist vorgesehen, dass die
stabförmigen Bewehrungselemente zumindest nahezu über die Länge der Fertigteilplatte
reichen. Die Bewehrungselemente, die aus der Fertigteilplatte herausstehen, sind V-förmige
Bügel, die jeweils paarweise angeordnet und so ausgerichtet sind, dass sie zwischen
ihren Spitzen die stabförmigen Bewehrungselemente aufnehmen. Es ist außerdem zweckmäßig,
dass zusätzlich zu den stabförmigen Bewehrungselementen quer zu diesen verlaufende
Bewehrungselemente vorgesehen sind, die gemeinsam ein Bewehrungsgitter bilden.
[0014] Es sind zusätzliche Längsstäbe parallel zu den stabförmigen Bewehrungselementen vorgesehen.
Es ist vorgesehen, dass die stabförmigen Bewehrungselemente an einem Ende der Fertigteilplatte
über diese hervorragen, so dass ein vorstehender Abschnitt gebildet ist, der unter
die nächstfolgende Fertigteilplatte ragt. In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass Längsstäbe an einem Ende der Fertigteilplatte über diese hervorragen, so dass
ein vorstehender Abschnitt gebildet ist, der unter die nächstfolgende Fertigteilplatte
ragt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind an der Oberseite der Fertigteilplatten
Schienenstützen einstückig angeformt. Da diese Schienenstützen beim Gießen der Fertigteilplatte
hergestellt werden, entfällt eine spätere Montage von Schienenstützen. Vorzugsweise
beträgt die Länge der Fertigteilplatte 3,9 m bis 5,2 m. Die Breite der Fertigteilplatte
beträgt zweckmäßigerweise 2,4 m bis 2,6 m. Die Untergussschicht besteht vorzugsweise
aus einem selbstverdichtenden Beton, wodurch Lufteinschlüsse in der Untergussschicht
vermieden werden. Die Dicke der Untergussschicht beträgt vorzugsweise 15 cm bis 20
cm, und die Dicke der Fertigteilplatte ist maximal 13 cm und vorzugsweise 7 cm bis
10 cm.
[0016] Die Herstellung der Festen Fahrbahn nach der Erfindung sieht im Einzelnen folgendes
vor:
- Herstellung von möglichst dünnen und leichten Fertigteilplatten, die bereits die Schienenstützpunkte
entsprechend den verwendeten Schienenbefestigungen aufweisen.
- Die Fertigteilplatten werden ähnlich hergestellt wie sogenannte Filigranplatten, d.h.
es werden zur Unterstützung der Plattensteifigkeit für den Transport aus dem Beton
herausragende Bewehrungselemente verwendet, die die statische Bauhöhe der Platten
vergrößern.
- Vorteilhafterweise wird die Bewehrung der Ortbetontragplatte bzw. der Untergussschicht
bereits im Werk auf der aus dem Fertigteil herausragenden Bewehrung befestigt.
- Die Fertigteile werden auf die Baustelle transportiert und auf der zuvor erstellten,
hydraulisch gefestigten Tragschicht ausgelegt und in die geometrisch korrekte Endlage
justiert. Für letzteres werden justierbare, wiederverwendbare Unterstützungen verwendet.
- Die Bewehrung für die Ortbetonplatte wird, soweit es notwendig ist, komplettiert.
- Nach dem Ausrichten der Fertigteilplatte werden an beiden Seiten Schalungen gestellt
und die Fertigteilplatten durch Einfüllen der Vergussmasse unterbetoniert.
- Das Einfüllen des Betons wird vorzugsweise durch Betonieröffnungen in den Fertigteilplatten
vorgenommen.
[0017] An der Fuge zwischen den Fertigteilen ist die Gesamtkonstruktionshöhe der am Ende
monolithisch tragenden Fahrbahn etwa nur so dick wie die Verguss- bzw. Tragschicht,
d.h. deutlich dünner als im Bereich der Fertigteilplatten. Es entsteht daher dort
automatisch eine Scheinfuge, an der später die Fahrbahn unter Zwangsspannung aus Schwinden
und Temperatur reißt. Für ein kontinuierliches Tragverhalten an der Scheinfuge wird
entweder die Tragbewehrung der Untergussschicht verlängert, so dass diese unter die
nächste Fertigteilplatte reicht, oder es werden spezielle Dübel eingelegt.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Feste Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine einzelne Fertigteilplatte als Tragplatte für ein Gleis bildende
Schienen,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer Fertigteilplatte für eine Feste Fahrbahn,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Fertigteilplatte gemäß Fig. 3 schräg von unten,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf eine umgedreht liegende Fertigteilplatte gemäß Fig.
3 mit an einem Ende verlängerter Bewehrung.
[0019] In der Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Feste Fahrbahn für schienengebundene
Fahrzeuge dargestellt. Die Feste Fahrbahn 1 besteht im Wesentlichen aus einer Fertigteilplatte
2 und einer Untergussschicht 3, wobei die Feste Fahrbahn 1 auf einer Tragschicht 4
angeordnet ist, bei der es sich vorzugsweise um eine hydraulisch gefestigte Tragschicht
4 handelt. Die Tragschicht 4 kann auch der Betonboden einer Tunnelröhre oder eines
Brückenbauwerks sein. Die Fertigteilplatte 2 besteht aus Beton mit darin angeordneten
Bewehrungselementen 5, die auf der Unterseite der Fertigteilplatte hervorstehen. An
der Oberseite der Fertigteilplatte 2 sind an dieser Schienenstützen 6 einstückig angeformt,
wobei jede der Schienestützen 6 dazu dient, eine Schiene zu tragen, die auf der Schienenstütze
befestigt wird. An den Bewehrungselementen 5 sind stabförmige Bewehrungselemente 7'
befestigt und an diesen weitere Bewehrungselemente 7, 7", von denen das einzige in
Fig. 1 gezeigte Bewehrungselement 7 in Querrichtung der Fahrbahn 1 verläuft und die
Bewehrungselemente 7' sowie 7" orthogonal dazu, also in Längsrichtung der Fahrbahn.
Die aus der Fertigteilplatte 2 herausragenden Bewehrungselemente 5 und die daran direkt
befestigten Bewehrungselemente , 7' sowie die an diesen befestigten Bewehrungselemente
7 und 7" sind vollständig in die aus einem Ortbeton bestehende Untergussschicht 3
eingebettet. Auf diese Weise bildet die Untergussschicht 3 zusammen mit der Fertigteilplatte
2 eine Tragplatte der Festen Fahrbahn 1. Die Fertigteilplatte 2 weist eine Dicke d
von vorzugsweise 7 cm bis 10 cm auf, und die Untergussschicht 3 hat vorzugsweise eine
Dicke D von 15 cm bis 20 cm.
[0020] In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine einzelne Fertigteilplatte 2 gezeigt, die gemäß
Beschreibung zu Fig. 1 aus Beton besteht, mit darin enthaltenen Bewehrungselementen
8, die in Längsrichtung der Fertigteilplatte 2 verlaufen und in Fig. 2 gestrichelt
dargestellt sind, da diese in der Draufsicht unsichtbar sind. Diese Bewehrungselemente
8 erstrecken sich über die Länge L der Fertigteilplatte 2. Mit B ist die Breite der
Fertigteilplatte 2 bezeichnet. Auf der Oberseite der Fertigteilplatte 2 sind in regelmäßiger
Anordnung die Schienenstützen 6 angeordnet, auf denen die Schienen montiert werden.
In jeder Schienenstütze 6 sind zwei Öffnungen 9 vorgesehen, durch die Dübel zur Befestigung
der Schiene in die Fertigteilplatte 2 ragen.
[0021] Die Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung der Fertigteilplatte 2, auf der
die Schienenstützen 6 einstückig angeformt sind. Die Schienenstützen 6 sind mit den
Öffnungen 9 für die Befestigungsdübel zur Befestigung der Schienen versehen. Am vorderen
Ende der Fertigteilplatte 2 sind die Bewehrungselemente 7' erkennbar, die sich unterhalb
der Fertigteilplatte 2 befinden, um in die Untergussschicht eingebettet zu werden,
wie in Fig. 1 dargestellt.
[0022] Die Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Fertigteilplatte 2 schräg von unten,
wobei an der Unterseite die Bewehrungselemente 5 hervorstehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Bewehrungselemente 5 V-förmige Bügel, die jeweils paarweise und so gerichtet
sind, dass sie zwischen ihren Spitzen die stabförmigen Bewehrungselemente 7' aufnehmen
und mit diesen verschweißt sind. Diese Bewehrungselemente 7' verlaufen in Längsrichtung
der Fertigteilplatte 2.
[0023] In Fig. 5 ist die Fertigteilplatte 2 umgedreht liegend dargestellt, es handelt sich
dabei um die Lage in der die Fertigteilplatte produziert wird. Dadurch erhält die
Oberseite mit den Schienenstützen eine saubere und dauerhafte Oberfläche der Festen
Fahrbahn. In diesem Ausführungsbeispiel sind zusätzlich zur Anzahl stabförmiger Bewehrungselemente
7', die mit den Bewehrungselementen 5 verbunden sind, noch zusätzliche Längsstäbe
7" vorgesehen, wobei die Bewehrungselemente 7', 7" an einem Ende der Fertigteilplatte
2 über diese hervorragen, so dass ein vorstehender Abschnitt 10 gebildet ist. Dieser
Abschnitt 10 dient dazu, unter die nächstfolgende Fertigteilplatte zu ragen, damit
die Bewehrung in der in Fig. 1 gezeigten Untergussschicht keine Lücke im Bereich zwischen
zwei Fertigteilplatten aufweist. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 sind zusätzlich
noch quer zur Längsrichtung der Fertigteilplatte 2, den stabförmigen Bewehrungselementen
7' und Längsstäben 7" verlaufende Bewehrungselemente 7 vorgesehen, so dass ein Bewehrungsgitter
11 gebildet ist.
1. Feste Fahrbahn für schienengebundene Fahrzeuge, wobei die Fahrbahn (1) schotterlos
ist und aus Fertigteilplatten (2, 2') mit dazwischen befindlichen Fugen (13) sowie
einer zwischen einer Tragschicht (4) und den Fertigteilplatten (2, 2') angeordneten
Untergussschicht (3) besteht, wobei in den Fertigteilplatten (2, 2') gehaltene Bewehrungselemente
(5) vorgesehen sind, die an der Unterseite der Fertigteilplatten (2, 2') aus diesen
herausragen, dadurch gekennzeichnet, dass an den Bewehrungselementen (5) in Längsrichtung der Fertigteilplatten (2, 2') verlaufende
weitere Bewehrungselemente (7') befestigt sind, dass die herausragenden Bewehrungselemente
(5) sowie die in Längsrichtung verlaufenden Bewehrungselemente (7') in die Untergussschicht
(3) eingebettet sind, so dass die Untergussschicht (3) zusammen mit den Fertigteilplatten
(2, 2') eine Tragplatte der Fahrbahn (1) bilden, dass die weiteren in Längsrichtung
der Fertigteilplatte (2, 2') verlaufenden Bewehrungselemente stabförmige Bewehrungselemente
(7') sind, die zumindest nahezu über die Länge (L) der Fertigteilplatte reichen, dass
die Bewehrungselemente (5) V-förmige Bügel sind, die jeweils paarweise angeordnet
und so gerichtet sind, dass sie zwischen ihren Spitzen die stabförmigen Bewehrungselemente
(7') aufnehmen, und dass die stabförmigen Bewehrungselemente (7') an einem Ende der
Fertigteilplatte (2) über diese hervorragen, so dass ein vorstehender Abschnitt (10)
gebildet ist, der unter die nächstfolgende Fertigteilplatte (2) ragt.
2. Fahrbahn nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den stabförmigen Bewehrungselementen (7') quer zu diesen verlaufende
Bewehrungselemente (7) vorgesehen sind, die gemeinsam ein Bewehrungsgitter (11) bilden.
3. Fahrbahn nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Längsstäbe (7") parallel zu den Bewehrungselementen (7') vorgesehen sind.
4. Fahrbahn nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (7") an einem Ende der Fertigteilplatte (2) über diese hervorragen,
so dass ein vorstehender Abschnitt (10) gebildet ist, der unter die nächstfolgende
Fertigteilplatte (2) ragt.
5. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Fertigteilplatten (2, 2') Schienenstützen (6) einstückig angeformt
sind.
6. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Fertigteilplatte (2, 2') 3,9 m bis 5,2 m beträgt.
7. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Fertigteilplatte (2, 2') 2,4 m bis 2,6 m beträgt.
8. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Untergussschicht (3) aus einem selbstverdichtenden Beton besteht.
9. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (D) der Untergussschicht (3) 15 cm bis 20 cm beträgt.
10. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (d) der Fertigteilplatte (2, 2') maximal 13 cm, vorzugsweise 7 cm bis 10
cm beträgt.
1. Ballastless track structure for rail vehicles, wherein the track structure (1) is
ballastless and consists of precast slabs (2, 2') with gaps (13) provided in-between
and of an undercast layer (3) located between a base course (4) and the precast slabs
(2, 2'), wherein reinforcing elements (5) held in the precast slabs (2, 2') and projecting
from the underside of the precast slabs (2, 2') are provided,
characterised in that further reinforcing elements (7') extending in the longitudinal direction of the
precast slabs (2, 2') are attached to the reinforcing elements (5), in that the projecting reinforcing elements (5) and the reinforcing elements (7') extending
in the longitudinal direction are embedded in the undercast layer (3), so that the
undercast layer (3) together with the precast slabs (2, 2') forms a supporting plate
of the track structure (1), in that the further reinforcing elements extending in the longitudinal direction of the precast
slabs (2, 2') are rod-shaped reinforcing elements (7') which extend at least almost
along the length (L) of the precast slab, in that the reinforcing elements (5) are V-shaped bows which are arranged in pairs and oriented
such that they hold the rod-shaped reinforcing elements (7') between their tips, and
in that the rod-shaped reinforcing elements (7') project beyond the precast slab (2) at one
end thereof, so that a projecting section (10) is formed, which projects under the
next precast slab (2).
2. Track structure according to claim 1,
characterised in that, in addition to the rod-shaped reinforcing elements (7'), there are provided reinforcing
elements (7), which extend transversely thereto and together form a reinforcing grid
(11).
3. Track structure according to claim 1 or 2,
characterised in that additional longitudinal rods (7") extending parallel to the reinforcing elements
(7') are provided.
4. Track structure according to claim 3,
characterised in that the longitudinal rods (7") project beyond the precast slab (2) at one end thereof,
so that a projecting section (10) is formed, which projects under the next precast
slab (2).
5. Track structure according to any of claims 1 to 4,
characterised in that rail supports (6) are integrally formed on the top side of the precast slabs (2,
2').
6. Track structure according to any of claims 1 to 5,
characterised in that the length of the precast slab (2, 2') is 3.9 m to 5.2 m.
7. Track structure according to any of claims 1 to 6,
characterised in that the width of the precast slab (2, 2') is 2.4 m to 2.6 m.
8. Track structure according to any of claims 1 to 7,
characterised in that the undercast layer (3) consists of a self-compacting concrete.
9. Track structure according to any of claims 1 to 8,
characterised in that the thickness (D) of the undercast layer (3) is 15 cm to 20 cm.
10. Track structure according to any of claims 1 to 9,
characterised in that the thickness (d) of the precast slab (2, 2') is no more than 13 cm, preferably 7
cm to 10 cm.
1. Voie fixe pour véhicules ferroviaires, la voie fixe (1) étant sans ballast et se composant
de plaques préfabriquées (2, 2') avec des joints (13) qui se trouvent entre celles-ci,
et d'une sous-couche (3) disposée entre une couche porteuse (4) et les plaques préfabriquées
(2, 2'), étant précisé qu'il est prévu des éléments d'armature (5) qui sont fixés
dans les plaques préfabriquées (2, 2') et qui dépassent desdites plaques préfabriquées
(2, 2') sur le côté inférieur de celles-ci,
caractérisée en ce que des éléments d'armature supplémentaires (7') qui s'étendent dans le sens longitudinal
des plaques préfabriquées (2, 2') sont fixés aux éléments d'armature (5), en ce que les éléments d'armature (5) qui dépassent et les éléments d'armature (7') qui s'étendent
dans le sens longitudinal sont encastrés dans la sous-couche (3), de sorte que ladite
sous-couche (3) forme avec les plaques préfabriquées (2, 2') une plaque porteuse de
la voie (1), en ce que les éléments d'armature supplémentaires qui s'étendent dans le sens longitudinal
de la plaque préfabriquée (2, 2') sont des éléments d'armature en forme de barres
(7') qui s'étendent au moins approximativement sur la longueur (L) de la plaque préfabriquée,
en ce que les éléments d'armature (5) sont des pièces en V qui sont disposées par paires et
qui sont dirigées de manière à recevoir entre leurs pointes les éléments d'armature
en forme de barres (7'), et en ce que les éléments d'armature en forme de barres (7') dépassent de la plaque préfabriquée
(2), à une extrémité de celle-ci, ce qui forme une section saillante (10) qui dépasse
sous la plaque préfabriquée (2) suivante.
2. Voie selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'il est prévu, en plus des éléments d'armature en forme de barres (7'), des éléments
d'armature (7), transversaux par rapport à ceux-ci, qui forment ensemble une grille
d'armature (11).
3. Voie selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce qu'il est prévu, en supplément, des barres longitudinales (7") parallèles aux éléments
d'armature (7').
4. Voie selon la revendication 3,
caractérisée en ce que les barres longitudinales (7') dépassent de la plaque préfabriquée (2), à une extrémité
de celle-ci, ce qui forme une section saillante (10) qui dépasse sous la plaque préfabriquée
(2) suivante.
5. Voie selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que des supports de rails (6) sont rapportés d'une seule pièce sur le côté supérieur
des plaques préfabriquées (2, 2').
6. Voie selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la longueur de la plaque préfabriquée (2, 2') est de 3,9 m à 5,2 m.
7. Voie selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que la largeur de la plaque préfabriquée (2, 2') est de 2,4 m à 2,6 m.
8. Voie selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que la sous-couche (3) se compose d'un béton auto-compactant.
9. Voie selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que l'épaisseur (D) de la sous-couche (3) est de 15 cm à 20 cm.
10. Voie selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que l'épaisseur (d) de la plaque préfabriquée (2, 2') est au maximum de 13 cm, de préférence
de 7 cm à 10 cm.
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