(19)
(11) EP 2 623 690 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.04.2018  Patentblatt  2018/14

(21) Anmeldenummer: 12153956.3

(22) Anmeldetag:  03.02.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04H 3/12(2006.01)

(54)

Tribüne

Tribune

Tribune


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.08.2013  Patentblatt  2013/32

(73) Patentinhaber: INTER+-POL Freie Forschungs- u. Entwicklungsges. f. unfassb. Formate, exper. Proj.,ungesehene Filme dicke u. dünne Bücher, grenzenl. Räume, ....mbH
20095 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Rühmann, Lars
    20146 Hamburg (DE)
  • Pape, Timothy
    10437 Berlin (DE)
  • Schierwater, Tim
    22605 Hamburg (DE)
  • Höfler, Mark
    12049 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Andrae | Westendorp Patentanwälte Partnerschaft 
Uhlandstraße 2
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
AT-U1- 7 567
CH-A- 311 116
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Tribüne mit einer Mehrzahl gestuft ansteigender Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen, welche über mindestens eine den Höhenunterschied zwischen den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen überbrückende Zuwegung zugänglich sind.

    [0002] Tribünen der eingangs genannten Art werden üblicherweise verwendet, um einer Mehrzahl von Benutzern die Betrachtung einer sportlichen oder kulturellen Darbietung zu ermöglichen, wobei durch die gestufte Anordnung der Zuschauer ein besserer Blick auf das Geschehen ermöglicht werden kann.

    [0003] Aus der DE 10 2004 045 403 B4 ist eine Tribüne der eingangs genannten Art bekannt. Diese weist eine Mehrzahl von gestuft ansteigenden Sitzreihen auf. Die Besucher gelangen über einen Eingang auf die Tribüne und können von dort über einen Stufengang, welcher den Höhenunterschied zwischen den Reihen überbrückt, in die gewünschte Sitzreihe gelangen. Da die maximale Höhe einer Stufe bzw. das Steigungsverhältnis aufgrund der Anatomie des Menschen begrenzt ist und jede Stufe eine gewisse Auftrittsbreite nicht unterschreiten darf, ist die Steigung dieses Stufenganges auf maximal etwa 36° begrenzt. Da der Stufengang im Wesentlichen parallel mit den Sitzreihen ansteigt, ist auch die maximale Steigung der Tribüne auf diesen Wert begrenzt.

    [0004] Jedoch weist diese Ausgestaltung den Nachteil auf, dass mit zunehmender Höhe der Sitzreihe auch der Abstand zum Ort des Geschehens ansteigt, um eine freie Sicht auf das Spielfeld zu gewährleisten. Hierdurch kann das Geschehen von den oberen Reihen nur unzureichend verfolgt werden. Weiterhin können sich insbesondere in hinteren bzw. oberen Rängen Sichtbehinderungen im Nahbereich ergeben, sodass das Spielgeschehen in einem an die Tribüne angrenzenden Bereich verdeckt und damit gar nicht mehr wahrnehmbar ist.

    [0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Tribüne anzugeben, welche verbesserte Sichtbedingungen und damit ein intensiveres und/oder unmittelbareres Erleben der jeweiligen Darbietung für die Zuschauer bietet und sicher erschlossen werden kann.

    [0006] Die AT 007567 U1 betrifft eine Showarena, deren Grundrissform entweder oval/ellipsenförmig, quadratisch oder rechteckig ist, wobei die einzelnen Tribünen bzw. die einzelnen Sitze nach oben und nach unten bzw. nach links und nach rechts verschiebbar sind. Im Mittelpunkt steht eine Hebebühne mit Kanzel, auf der ein Moderator stehen kann und die um die eigene Achse drehbar ist.

    [0007] Die CH 311116 A betrifft eine Zuschauertribüne, die schräg ansteigend den Vorführungsraum allseitig umgibt, für stehende und gehende Zuschauer, dadurch gekennzeichnet, dass vom oberen Tribünenrand ausgehend wenigstens zwei durch Geländer voneinander getrennte Gänge in zueinander gestaffelter Höhenlage nebeneinander in der Art einer mehrgängigen Kegelspirale verlaufen und so angeordnet sind, dass die Zuschauer in wenigstens zwei Kolonnen den Vorführungsraum mehrfach umwandern, bevor sie neben diesem zum Ausgang gelangen.

    [0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tribüne gemäß Anspruch 1 gelöst.

    [0009] Erfindungsgemäß wird eine Tribüne mit gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen. Auf einer Stufe kann dabei genau eine Reihe angeordnet sein, sodass jede Sitz- bzw. Stehplatzreihe einen Höhenunterschied zur vorangehenden Sitz- bzw. Stehplatzreihe aufweist. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann auf einer Stufe mehr als eine Reihe angeordnet sein, sodass jeweils Gruppen von Sitz- bzw. Stehplatzreihen einen Höhenunterschied zueinander aufweisen. Der Höhenunterschied zwischen zwei Sitz- bzw. Stehplatzreihen kann in einigen Ausführungsformen der Erfindung zwischen etwa 10 cm und etwa 250 cm oder zwischen etwa 30 und etwa 200 cm oder zwischen etwa 45 und etwa 140 cm betragen.

    [0010] Sofern in der nachfolgenden Beschreibung von Platzreihen die Rede ist, sollen damit sowohl Sitzplatzreihen als auch Stehplatzreihen gemeint sein, sofern im Text nicht ausdrücklich auf Sitz- bzw. Stehplätze Bezug genommen wird. Sitzplatzreihen unterscheiden sich von Stehplatzreihen insoweit, dass die Sitzplatzreihen mit einzelnen oder miteinander verbundenen, klappbaren oder starren Sitzgelegenheiten versehen sind. Zwischen zwei aneinander grenzenden Sitz- bzw. Stehplatzreihen kann ein optionales Geländer angeordnet sein, sodass es für den Benutzer einer solchen Reihe erschwert wird, unmittelbar ohne Benutzung der Zuwegung in die darunterliegende Reihe zu gelangen. Bei großen Höhenunterschieden zwischen den einzelnen Platzreihen kann ein solches Geländer auch aus Sicherheitsgründen erforderlich werden.

    [0011] Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, dass der Gradient der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung ein Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, wobei der Gradient der Zuwegung eine Komponente aufweist, welche parallel zu den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen verläuft und in Richtung der Platzreihen zeigt. Anders als bei bekannten Tribünen verläuft der Stufengang somit nicht mehr in dieselbe Richtung wie die gestuft ansteigenden Platzreihen. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Gradient der Zuwegung die Richtung des steilsten Anstieges. Bei Stufengang mit rechteckiger Auftrittsfläche verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Stufen. Sofern Stufengänge bzw. Rampen nicht geradläufig angelegt sind, ist auch der Gradientenverlauf nicht geradlinig. Selbstverständlich kann jedoch in diesem Fall der Gradient an einer vorgebbaren Stelle als Richtung der Tangente an den Gradientenverlauf angegeben werden.

    [0012] In gleicher Weise bezeichnet der Gradient der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen die Richtung des steilsten Anstieges der Platzreihen. Auch in diesem Fall verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Platzreihen, wenn diese einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen.

    [0013] Aus diesen Definitionen wird sofort klar, dass bei bekannten Tribünen der Gradient der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° einschließen, d.h. die Gradienten verlaufen parallel bzw. die Platzreihe verläuft im rechten Winkel zur Laufrichtung der Zuwegung. Die erfindungsgemäße Tribüne zeichnet sich dagegen dadurch aus, dass der Gradient der Zuwegung und der Gradient der Sitzplatzreihen einen Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, d.h. die Zuwegung weist eine in Richtung der Platzreihen verlaufende Komponente auf.

    [0014] Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, dass eine Zuwegung, welche nicht in der Ebene der Platzreihen verläuft, eine von dieser Ebene abweichende Steigung aufweisen kann. Insoweit kann eine vergleichsweise flache Zuwegung bereitgestellt werden, welche mit einer steileren Tribüne kombiniert werden kann. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann auch eine flache Tribüne mit einer steilen Zuwegung versehen werden, um auf diese Weise eine platzsparende Erschließung der Tribüne zu ermöglichen. Je weiter sich dabei der vom Gradient der Platzreihen und dem Gradient der Zuwegung eingeschlossene Winkel dem rechten Winkel annähert, umso unterschiedlicher können beide Gradienten bzw. Neigungswinkel ausgeführt sein.

    [0015] In einigen Ausführungsformen der Erfindung können der Gradient der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 40° bis etwa 90° einschließen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung können der Gradient der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 70° bis etwa 90° einschließen. Diese Bereiche stellen sicher, dass die Zuwegung eine hinreichend große Komponente in Richtung der Platzreihen aufweist und damit der Anstieg der Zuwegung soweit vom Anstieg der Platzreihen entkoppelt werden kann, dass die Zuwegung auch bei steilen Rängen so flach wird, dass sie vom Benutzer der Tribüne bequem zu begehen ist und eine sichere und rasche Entfluchtung im Notfall ermöglicht wird.

    [0016] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Tribüne zumindest einen ersten Rang mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen aufweisen und zumindest einen zweiten Rang mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen aufweisen, wobei jeder Rang mehr als etwa 100 oder mehr als etwa 200 Sitz- und/oder Stehplätze aufweist. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der zweite Rang oberhalb des ersten Ranges angeordnet sein, d.h. in vertikaler Richtung versetzt. Jeder Rang kann in einer Ausführungsform der Erfindung zumindest eine Platzreihe aufweisen. In einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann jeder Rang eine Mehrzahl von Platzreihen aufweisen. Zwei benachbarte Ränge können sich von zwei benachbarten Reihen durch einen vergrößerten Abstand oder Höhenunterschied voneinander unterscheiden. Zwei benachbarte Ränge können eine klare bauliche Trennung aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung können zwei unterschiedliche Ränge durch unterschiedliche Zugänge unterschieden werden. Insoweit ist ein Rang eine Gruppe von Platzreihen, welche zumindest eine Reihe enthält.

    [0017] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Tribüne mehr als etwa 2000, mehr als 3000 oder mehr als etwa 5000 Sitz- und/oder Stehplätze aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung können mehrere Tribünen zu einem Stadion kombiniert werden, welches dementsprechend mehr als 5000, mehr als 10000, mehr als 30000 oder mehr als 40000 Besucher aufnehmen kann. Eine Mehrzahl von Tribünen kann statisch voneinander abhängig oder unabhängig aufgebaut sein. Solche Großtribünen bzw. Großstadien leiden oftmals unter dem Problem, dass für die große Anzahl von Besuchern eine große Anzahl von Platzreihen vorgesehen werden muss, so dass bei entsprechend geringer Steigung der Tribünen der Abstand zum Spielfeld bzw. der Bühne sehr groß wird.

    [0018] Insofern profitieren besonders die Besucher in den hinteren Reihen davon, dass die Tribüne steiler ausgeführt werden kann, so dass sich ein kürzerer Abstand und eine insgesamt verbesserte Sicht auf das Geschehen ergibt. Eine sichere und angenehm zu begehende Zuwegung für solch steile Tribünen, bei welchen die Steigung der gestuft ansteigenden Platzreihen mehr als 37° beträgt, ist jedoch bisher unmöglich gewesen.

    [0019] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen etwa 37° bis etwa 80° betragen. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen etwa 40° bis etwa 80° betragen. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen etwa 45° bis etwa 75° betragen. Diese Bereiche bieten dem Besucher in den oberen Reihen ein neuartiges, bisher nicht bekanntes Erlebnis des Geschehens auf dem an die Tribüne angrenzenden Spielfeld bzw. der Bühne. Dies liegt zum einen in der geringeren Entfernung begründet als auch im Erleben der Steilheit, welche einen freien Blick, ähnlich wie von einem Aussichtsturm aus, ermöglicht.

    [0020] Obgleich die Tribüne somit wesentlich steiler ausgeführt werden kann als bisher, kann die Zuwegung durch den anderen Verlauf eine geringe Steigung von etwa 36° oder weniger aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der Zuwegung sogar weniger als 32° betragen. Dies ermöglicht ein komfortables und angstfreies Benutzen der Zuwegung, so dass auch große Zahlen von Benutzern diese zügig begehen können, ohne einen Rückstau zu verursachen.

    [0021] In einigen Ausführungsformen der Erfindung ist die Breite der Zuwegung von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe konstant und bezieht sich in der Regel auf eine Mindestbreite, die im Bezug auf die menschliche Anatomie begründet liegt. Hierdurch bleibt zudem das dem Benutzer gewohnte Bild eines Stufenganges erhalten, so dass dieser angenehm und verzögerungsfrei begangen werden kann.

    [0022] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Breite der Zuwegung von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe abnehmen. Eine solche Ausführungsform der Erfindung trägt dem Umstand Rechnung, dass die Besucher einer oberen Platzreihe auch den Stufengang der darunter liegenden Platzreihen benutzen müssen, um zu ihrem Platz zu gelangen. Insofern nimmt die Zahl der potentiellen Benutzer des Stufenganges von unten nach oben stetig ab. Dementsprechend nimmt auch die Kapazität des Stufengang aufgrund der abnehmenden Breite stetig ab und der zusätzliche Raum kann für zusätzliche Sitz- oder Stehplätze oder Funktionsflächen genutzt werden.

    [0023] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Breite der Zuwegung in Abhängigkeit vom Mindestmaß für eine Entfluchtung bzw. von der Anzahl der zu entfluchtenden Personen etwa 80 cm bis etwa 300 cm betragen. Es hat sich gezeigt, dass in Abhängigkeit der Größe der jeweiligen Platzreihe diese Breite der Zuwegung hinreichend ist, um die Besucherströme sicher über die Zuwegung zu lenken.

    [0024] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Laufrichtung auf der Zuwegung und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° bis etwa 60° einschließen. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Laufrichtung auf der Zuwegung und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° bis etwa 30° einschließen. Dies bedeutet, dass die Zuwegung, etwa ein Stufengang, von den Besuchern schräg begangen werden kann. Hierdurch kann sich in einigen Ausführungsformen der Erfindung eine weitere Platzersparnis ergeben, welche durch weitere Sitz- oder Stehplätze oder Funktionsflächen genutzt werden kann.

    [0025] Ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens soll die Erfindung nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert werden. Dabei zeigt:
    Figur 1
    erläutert den Winkel bzw. die Richtung des Gradienten der Zuwegung
    Figur 2
    eine perspektivische Darstellung eines Ausschnittes aus einer Tribüne mit zwei Rängen.
    Figur 3
    zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung.
    Figur 4
    zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
    Figur 5
    zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.


    [0026] Figur 1 erläutert, wie der Gradient der Platzreihen 15 und der Gradient der Zuwegung 125 ein Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen. Anders als bei bekannten Tribünen verläuft der Stufengang somit nicht mehr in dieselbe Richtung wie die gestuft ansteigenden Platzreihen. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Gradient der Zuwegung die Richtung des steilsten Anstieges. Bei Stufengang mit rechteckiger Auftrittsfläche verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Stufen. Sofern Stufengänge bzw. Rampen nicht geradläufig angelegt sind, ist auch der Gradientenverlauf nicht geradlinig. Selbstverständlich kann jedoch in diesem Fall der Gradient an einer vorgebbaren Stelle als Richtung der Tangente an den Gradientenverlauf angegeben werden.

    [0027] In gleicher Weise bezeichnet der Gradient der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen die Richtung des steilsten Anstieges der Platzreihen. Auch in diesem Fall verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Platzreihen, wenn diese einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen.

    [0028] Aus diesen Definitionen wird sofort klar, dass bei bekannten Tribünen der Gradient der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° einschließen, d.h. die Gradienten verlaufen parallel bzw. die Platzreihe verläuft im rechten Winkel zur Laufrichtung der Zuwegung. Die erfindungsgemäße Tribüne zeichnet sich dagegen dadurch aus, dass der Gradient der Zuwegung und der Gradient der Sitzplatzreihen einen Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, d.h. die Zuwegung weist eine in Richtung der Platzreihen verlaufende Komponente auf.

    [0029] Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Tribüne 1 bzw. eine Darstellung eines Ausschnittes aus einer größeren Tribüne 1. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, weist die Tribüne 1 zumindest einen unteren Rang 13 und zumindest einen oberen Rang 14 auf. Das Prinzip der Erfindung ist hierbei universell auf Sitz- und/oder Stehplatzreihen anwendbar. Welche Art von Platzreihen die Ränge aufweisen, kann in Abhängigkeit des jeweiligen Anwendungsfalles, d.h. in Abhängigkeit der Komforterwartung der Besucher und der aufzunehmenden Besuchermenge festgelegt werden. Demnach kann die Tribüne 1 ausschließlich mit Stehplätzen, ausschließlich mit Sitzplätzen oder wie dargestellt kombiniert mit Sitz- und Stehplätzen ausgestattet sein.

    [0030] Jede Platzreihe weist einen Höhenunterschied y zur vorangegangenen Platzreihe auf. Der Betrag des Höhenunterschiedes y kann in einigen Ausführungsformen der Erfindung zwischen etwa 10 cm und etwa 250 cm oder zwischen etwa 30 und etwa 200 cm oder zwischen etwa 45 und etwa 140 cm betragen. Der Betrag des Höhenunterschiedes y kann für die untere Tribüne 13 und die obere Tribüne 14 identisch sein oder unterschiedlich gewählt sein.

    [0031] Weiterhin weist jede Platzreihe 135 oder 145 eine Tiefe x auf, innerhalb welcher der jeweilige Sitz- oder Stehplatz angeordnet ist sowie die notwendigen Verkehrsflächen, so dass die Besucher innerhalb einer Reihe an ihren Platz gelangen können. Die Steigung α der Tribüne ergibt sich somit zu α = arctan(y/x). Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steigung des oberen Ranges 14 größer als die Steigung des unteren Ranges 13.

    [0032] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rang 13 in bekannter Weise durch eine Zuwegung 12 erschlossen. Somit verläuft der Gradient der Zuwegung 12 parallel zum Gradient der Platzreihen 135. Dies bedeutet, dass die Steigung der Zuwegung 12 nicht geringer sein kann als die Steigung der Platzreihen 135.

    [0033] Aufgrund der Anatomie des Menschen benötigt die Auftrittsfläche einer Stufe eines Stufenganges eine Mindesttiefe. Meist liegt die Tiefe der Stufe nicht unter 26 cm. Des Weiteren muss das Steigungsverhältnis auf einer durchschnittlichen Schrittlänge des Menschen von ca. 61cm bis 64cm eingehalten werden. Daraus ergibt sich eine maximale Höhe der Stufen 123 von 19 cm oder 20 cm. Dies entspricht einer maximalen Steigung von 36,16 Grad welche im dargestellten Ausführungsbeispiel mit der Steigung des Ranges 13 identisch ist.

    [0034] Die obere Tribüne 14 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Platzreihen 145 ausgestattet, welche jeweils den größeren Höhenunterschied y zueinander aufweisen wie die Platzreihen 135. Da die Stehplatzreihen durch ihre vorgeschobene optimierte Position einen steileren Sichtlinienwinkel zum am nächsten gelegenen Punkt des Geschehens aufweisen, sind die Platzreihen im oberen Rang 14 steiler als im unteren Rang 13. Mit einer konventionellen Zuwegung 12, welche anhand des unteren Ranges 13 erläutert wurde, kann der Rang 14 nicht mehr erschlossen werden, da entweder der Auftritt der Stufen 123 zu klein oder der Höhenunterschied zweier benachbarter Stufen zu groß wird. Dies stellt neben einem Komfortverlust für die Besucher auch ein Sicherheitsrisiko dar, da die Besucher auf einem solch steilen Stufengang leicht stolpern könnten und eine schnelle Räumung der Tribüne im Notfall nicht mehr gewährleistet ist.

    [0035] Der Gradient der erfindungsgemäße Zuwegung 12, welche anhand des oberen Ranges 14 erläutert wird, verläuft daher nicht parallel zum Gradient der Platzreihen 145, sondern in etwa orthogonal. Hierdurch kann die Zuwegung 12 eine andere Steigung aufweisen als die Platzreihen 145, so dass auch für die Erschließung einer sehr steilen Tribüne eine komfortable und sichere Zuwegung 12 mit geringerer Steigung verwendet werden kann.

    [0036] Um in die Platzreihen 145 zu gelangen, gehen die Besucher zunächst über eine erste Zuwegung 121 zu einem Podest 122. Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellte Lage des Podestes 122 auf Höhe zwischen der ersten und der zweiten Platzreihe 145 optional ist. Das Podest 122 kann auch in größerer oder geringerer Höhe angeordnet sein.

    [0037] Vom Podest 122 verzweigen sich sechs Zuwegungen 12 in Richtung 17 der Platzreihen 145. Dabei werden durch je zwei Zuwegungen 12 die links vom Podest 122 gelegenen Platzreihen erschlossen und durch je zwei Zuwegungen 12 die rechts vom Podest 122 gelegenen Platzreihen. Weiterhin verlaufen zwei Zuwegungen 12 nach oben und zwei nach unten, so dass jeweils alle Platzreihen vom Podest 122 aus erschlossen werden können, also sowohl die oberhalb als auch die unterhalb gelegenen Platzreihen ebenso wie die rechts und die links gelegenen Platzreihen. Bei einer anderen Lage des Podestes 122 können selbstverständlich einige der dargestellten sechs Zuwegungen 12 entfallen und/oder auch höhengleiche Zuwegungen hinzukommen.

    [0038] Das in Figur 2 für einen Rang mit 8 Reihen dargestellte Prinzip kann auf größere Ränge erweitert werden, indem der Rang mit mehreren Zuwegungen 12 und mehreren Podesten 122 erschlossen wird, welche jeweils eine Gruppe von Platzreihen erschließen.

    [0039] Die Zuwegungen 12 verlaufen in etwa orthogonal zur Richtung der ersten Zuwegung 121. Die Laufrichtung auf der Zuwegung 12 verläuft in diesem Fall in etwa in einem Winkel von 20 Grad zum Gradienten der Zuwegung in Richtung der Platzreihen 145. Der Höhenunterschied zwischen den Stehplatzreihen 145 wird also nicht in Richtung des Gradienten der Platzreihen 145 überwunden, sondern orthogonal dazu.

    [0040] Das beispielhaft anhand von Figur 2 erläutete Erschließungsprinzip kann selbstverständlich auch dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn der Gradient der Zuwegung 12 nicht exakt orthogonal in Richtung der Platzlatzreihen 145 verläuft oder die Laufrichtung einen anderen Winkel mit den Stehplatzreihen 145 einschließt. In diesem Fall kann der Gradient der Stehplatzreihen 145 und der Gradient der Zuwegung 12 keinen rechten Winkel einschließen, sondern einen anderen Winkel, welcher beispielsweise zwischen etwa 20° und etwa 90°, etwa 45° und etwa 90° oder etwa 70° und etwa 90° liegen kann.

    [0041] Selbstverständlich kann das beispielhaft anhand von Platzreihen 145 im Rang 14 erläuterte Konstruktionsprinzip auch auf Platzreihen 135 im Rang 13 angewendet werden.

    [0042] Figur 3 erläutert nochmals das erfindungsgemäße Konstruktionsprinzip in einer Aufsicht auf einen Rang 14 mit neun Stehplatzreihen 145. Jede Stehplatzreihe weist einen Höhenunterschied von y zur vorangegangenen Stehplatzreihe auf, so dass die oberste Stehplatzreihe einen Höhenunterschied von 8y zur untersten Stehplatzreihe aufweist. Weiterhin weist jede Stehplatzreihe 145 die Tiefe x auf, welche so bemessen ist, dass die Besucher komfortabel auf den Stufenreihen stehen und gefahrlos aneinander passieren können. Die Länge der Stehplatzreihen entlang der Längserstreckung bzw. in Richtung 17 der Platzreihen 145 ist so bemessen, dass jeder Besucher einen ausreichend großen Aufenthaltsbereich nutzen kann. Beispielsweise kann die Ausdehnung 0,5 m oder 0,75 m pro Besucher betragen.

    [0043] Der Höhenunterschied zwischen den Stehplatzreihen 145 kann als Gradient 15 bezeichnet werden. Der Gradient gibt dabei die Richtung der Höhenänderung an. Bei rechteckigen Stufen verläuft der Gradient 15 daher orthogonal zur Längserstreckung der jeweiligen Stehplatzreihe 145.

    [0044] Um die Besucher zu ihren Plätzen zu leiten, dient eine Zuwegung 12. Die Zuwegung 12 beginnt an einem im Wesentlichen ebenen Weg bzw. einem Podest 122. Die Zuwegung 12 überwindet den Höhenunterschied zwischen den einzelnen Stehplatzreihen 145 durch eine Mehrzahl von Stufen 123. Auch die Zuwegung 12 weist somit einen Gradient 125 auf, welcher bei rechteckigen Stufen orthogonal zur jeweiligen Kante verläuft. Wie Figur 3 erläutert, ist somit der Gradient 125 der Zuwegung 12 im Wesentlichen rechtwinklig zum Gradient 15 der Platzreihen 145 angeordnet.

    [0045] Die Zuwegung 12 ist im dargestellten Beispiel als Stufengang ausgebildet. Der Stufengang kann mehr als 3, mehr als 6 oder mehr als 10 Stufen aufweisen.

    [0046] Da die Besucher der oberen Reihen sämtliche Stufengänge nutzen müssen, welche auch die Besucher der unteren Reihen besteigen müssen, nimmt die Breite der Zuwegung 12 von oben nach unten zu. Beispielhaft ist die Breite B1 der ersten Stufe gezeigt und die Breite B5 der zwölften Stufe. Es ist leicht ersichtlich, dass auf Höhe der zwölften Stufe eine geringere Breite der Zuwegung 12 sinnvoll ist, da hier lediglich die Besucher der sechsten, siebten, achten und neunten Reihe auf der Zuwegung 12 verkehren. Im Bereich der ersten Stufe ist die Zuwegung hingegen breiter ausgeführt, da zusätzlich auch die Besucher der zweiten, dritten, vierten und fünften Reihe auf der Zuwegung 12 verkehren. Auf diese Weise kann einerseits der Durchsatz der Zuwegung 12 erhöht werden, ohne jedoch unnötigen Raum zu beanspruchen, da die Zuwegung nur an den Stellen in voller Breite ausgeführt ist, wo die Verkehrsströme maximal sind.

    [0047] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Da die Ansicht und die verwendeten Bezugszeichen mit der anhand von Figur 3 erläuterten ersten Ausführungsform identisch ist, beschränkt sich die nachfolgende Beschreibung darauf, die wesentlichen Unterschiede der zweiten Ausführungsform zu erläutern. Auch bei der Ausführungsform gemäß Figur 4 setzt eine Zuwegung 12 an einem Podest 122 an. Die Zuwegung 12 weist eine konstante Breite über ihre gesamte Längserstreckung auf. Die Breite ist so bemessen, dass eine hinreichend schnelle Räumung der Tribüne bzw. des Ranges 14 ermöglicht wird. Da die oberen Stehplatzreihen 145 kürzer sind als die unteren Stehplatzreihen, nehmen die Verkehrsströme von oben nach unten zu,

    [0048] Auch im zweiten Ausführungsbeispiel verläuft der Gradient 125 der Zuwegung 12 in etwa orthogonal zum Gradient 15 der Stehplatzreihen 145. Allerdings ist die Laufrichtung 16 der Besucher auf der Zuwegung 12 nicht parallel zum Gradient 125 der Zuwegung 12. Vielmehr schließen die Laufrichtung 16 und der Gradient 125 einen Winkel zueinander ein, im dargestellten Ausführungsbeispiel 38°. Dieser Winkel kann so gewählt sein, dass die Zuwegung 12 noch bequem begehbar ist. Beispielsweise kann der Winkel zwischen etwa 0° und etwa 60° betragen.

    [0049] Anhand von Figur 5 wird eine dritte Ausführungsform der Erfindung erläutert. Auch Figur 5 zeigt neun Stehplatzreihen 145 eines Ranges 14, wie anhand von Figur 3 erläutert. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen schließt der Gradient 125 der Zuwegung 12 mit dem Gradient 15 der Stehplatzreihen 145 einen Winkel ein, welcher vom rechten Winkel verschieden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist beispielhaft ein Winkel von 53° gewählt. Selbstverständlich kann dieser Winkel in anderen Ausführungsformen der Erfindung auch andere Werte annehmen. Wesentlich für die Erfindung ist lediglich, dass der Gradient 125 eine Komponente aufweist, welche rechtwinklig zum Gradient 15 steht.

    [0050] Die Besucher gelangen nun ebenfalls über ein Podest 122 zur Zuwegung 12. Über die Stufen 123 der Zuwegung 12 folgen die Besucher im Wesentlichen der Richtung des Gradienten 125 bis zur gewünschten Stehplatzreihe 145. Dort verlassen sie die Zuwegung 12, um auf ein zweites Podest 124 zu gelangen. Dieses befindet sich auf Höhe der jeweiligen zugeordneten Stehplatzreihe 145, so dass die Besucher dieser Reihe nun ebenerdig bis zu ihrem Platz folgen können. Auch die Zuwegung 12 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel weist eine konstante Breite B auf. Die gegenüber der ersten Ausführungsform der Erfindung platzsparendere Ausführungsform kann dazu verwendet werden, Verkehrsflächen einzusparen und dafür Funktionsflächen auf dem Rang 14 zu erweitern.

    [0051] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung muss die Zuwegung 12 nicht zwingend mit einem Stufengang 123 versehen sein. In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Zuwegung 12 auch eine stufenlose Rampe sein, welche beispielsweise mit Rollstühlen oder Kinderwägen einfach befahren werden kann.

    [0052] Sofern die Zuwegung 12 als Stufengang ausgebildet ist, kann dieser mehr als 3, mehr als 6 oder mehr als 10 Stufen aufweisen.

    [0053] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Die vorstehende Beschreibung ist daher nicht als beschränkend, sondern als erläuternd anzusehen.

    [0054] Der Schutzumfang der Erfindung wird durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt.


    Ansprüche

    1. Tribüne (1) mit einer Mehrzahl gestuft ansteigender Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145), welche über mindestens eine den Höhenunterschied (y) zwischen den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145) überbrückende Zuwegung (12) zugänglich sind, wobei der Gradient (15) der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145) und der Gradient (125) der Zuwegung (12) einen Winkel von 20° bis 90° einschließen,
    wobei der Gradient der Zuwegung (12) eine Komponente aufweist, welche parallel zu den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass diese Komponente in Richtung der Platzreihen zeigt.
     
    2. Tribüne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuwegung mehr als 3 Steigungen aufweist und/oder mehr als eine Platzreihe mit einem zusammenhängenden Stufengang erschlossen ist.
     
    3. Tribüne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Sitzplatzreihen (135) und/oder Stehplatzreihen (145) und der Gradient der Zuwegung (12) einen Winkel von 45° bis 90° oder einen Winkel von 70° bis 90° einschließen.
     
    4. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Platzreihen ungleich dem Gradienten der Zuwegung ist.
     
    5. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Platzreihen größer als der Gradienten der Zuwegung ist.
     
    6. Tribüne nach einem der Anspüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tribüne zumindest einen ersten Rang (13) mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen (135/145) und zumindest einen zweiten Rang (14) mit Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen (135/145) aufweist und ein Rang mehr als 100 oder mehr als 200 Sitz- und/oder Stehplätze aufweist.
     
    7. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese mehr als 3000 oder mehr als 5000 Sitz- und/oder Stehplätze aufweist.
     
    8. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145) 37° bis 80°, oder 40° bis 80°, oder 45° bis 75° beträgt.
     
    9. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Zuwegung (12) weniger als 37° oder weniger als 32° beträgt.
     
    10. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Zuwegung (12) von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) abnimmt.
     
    11. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Zuwegung (12) von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) konstant bleibt.
     
    12. Tribüne nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Zuwegung (12) 80 cm bis 300 cm beträgt.
     
    13. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrichtung (16) der Zuwegung und der Gradient (12) der Zuwegung einen Winkel von 0° bis 60° oder Winkel von 0° bis 30° einschließen.
     


    Claims

    1. Grandstand (1) with a plurality of rows of seatings (seating places) and/or rows of standing places (135/145) which are arranged in a stepped sloping manner being accessible via at least one access route (12) which bridges the height difference (y) between the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145), wherein the gradient (15) of the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145) and the gradient (125) of the access route (12) form an angle of 20° to 90°,
    wherein the gradient of the access route (12) comprises a component being arranged in parallel orientation with respect to the rows of seatings and/or rows of standing places, characterized in that this component is oriented into the direction of the rows of places.
     
    2. Grandstand according to claim 1, characterized in that the access route comprises more than 3 risings and/or that more than one row of places can be reached with one continuous step way.
     
    3. Grandstand according to claim 1 or 2, characterized in that the gradient of the rows of seatings (135) and/or rows of standing places (145) and the gradient of the access route (12) form an angle of 45° to 90° or an angle of 70° to 90°.
     
    4. Grandstand according to one of claims 1 to 3, characterized in that the gradient of the rows of places is different from the gradient of the access route.
     
    5. Grandstand according to one of claims 1 to 4, characterized in that the gradient of the rows of places is higher than the gradient of the access route.
     
    6. Grandstand according to one of claims 1 to 5, characterized in that the grandstand comprises at least one first stand (13) with a plurality of rows of seatings and/or standing places (135/145) and at least one second stand (14) with a plurality of rows of seatings and/or standing places (135/145) and that one stand comprises more than 100 or more than 200 seatings and/or standing places.
     
    7. Grandstand according to one of claims 1 to 6, characterized in that it comprises more than 3000 or more than 5000 seatings and/or standing places.
     
    8. Grandstand according to one of claims 1 to 7, characterized in that the slope of the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145) which are arranged in a stepped sloping manner is 37° to 80° or 40° to 80° or 45° to 75°.
     
    9. Grandstand according to one of claims 1 to 8, characterized in that the slope of the access route (12) is lower than 37° or lower than 32°.
     
    10. Grandstand according to one of claims 1 to 9, characterized in that the width (B) of the access route (12) decreases from the lowest row of seatings or row of standing places (135/145) to the highest row of seatings or row of standing places (135/145).
     
    11. Grandstand according to one of claims 1 to 9, characterized in that the width of the access route (12) is constant from the lowest row of seatings or row of standing places (135/145) to the highest row of seatings or row of standing places (135/145).
     
    12. Grandstand according to claim 11, characterized in that the width of the access route (12) is 80 cm to 300 cm.
     
    13. Grandstand according to one of claims 1 to 12, characterized in that the walking direction (16) of the access route and the gradient (12) of the access route form an angle of 0° to 60° or an angle of 0° to 30°.
     


    Revendications

    1. Tribune (1) avec une pluralité de rangées de places assises et/ou de rangées de places debout (135/145) disposées en gradins ascendants, lesquelles sont accessibles via au moins une voie d'accès (12) franchissant la différence de hauteur (y) entre les rangées de places assises et/ou les rangées de places debout (135/145), le gradient (15) des rangées de places assises et/ou des rangées de places debout (135/145) et le gradient (125) de la voie d'accès (12) formant un angle de 20° à 90°,
    le gradient de la voie d'accès (12) présentant une composante qui s'étend parallèlement aux rangées de places assises et/ou aux rangées de places debout, caractérisée en ce que cette composante est orientée dans la direction des rangées de places.
     
    2. Tribune selon la revendication 1, caractérisée en ce que la voie d'accès présente plus de 3 pentes et/ou plus d'une rangée de places est accessible à l'aide d'un escalier continu.
     
    3. Tribune selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places assises (135) et/ou des rangées de places debout (145) et le gradient de la voie d'accès (12) forment un angle de 45° à 90° ou un angle de 70° à 90°.
     
    4. Tribune selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places est différent de celui de la voie d'accès.
     
    5. Tribune selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places est plus grand que celui de la voie d'accès.
     
    6. Tribune selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la tribune présente au moins une première rangée (13) avec une pluralité de rangées de places assises et/ou de places debout (135/145) et au moins une deuxième rangée (14) avec une pluralité de rangées de places assises et/ou de places debout (135/145) et une rangée présente plus de 100 ou plus de 200 places assises et/ou places debout.
     
    7. Tribune selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que celle-ci présente plus de 3000 ou plus de 5000 places assises et/ou places debout.
     
    8. Tribune selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la pente des rangées de places assises et/ou rangées de places debout disposées en gradins (135/145) est de 37° à 80°, ou de 40° à 80°, ou de 45° à 75°.
     
    9. Tribune selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la pente de la voie d'accès (12) est inférieure à 37° ou inférieure à 32°.
     
    10. Tribune selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la largeur (B) de la voie d'accès (12) diminue de la rangée inférieure de places assises ou de places debout (135/145) vers la rangée supérieure de places assises ou de places debout (135/145).
     
    11. Tribune selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la largeur de la voie d'accès (12) reste constante de la rangée inférieure de places assises ou de places debout (135/145) vers la rangée supérieure de places assises ou de places debout (135/145).
     
    12. Tribune selon la revendication 11, caractérisée en ce que la largeur de la voie d'accès (12) est de 80 cm à 300 cm.
     
    13. Tribune selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le sens de marche (16) de la voie d'accès et le gradient (12) de la voie d'accès forment un angle de 0° à 60° ou un angle de 0° à 30°.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente