[0001] Die Erfindung betrifft eine Tribüne mit einer Mehrzahl gestuft ansteigender Sitzplatzreihen
und/oder Stehplatzreihen, welche über mindestens eine den Höhenunterschied zwischen
den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen überbrückende Zuwegung zugänglich sind.
[0002] Tribünen der eingangs genannten Art werden üblicherweise verwendet, um einer Mehrzahl
von Benutzern die Betrachtung einer sportlichen oder kulturellen Darbietung zu ermöglichen,
wobei durch die gestufte Anordnung der Zuschauer ein besserer Blick auf das Geschehen
ermöglicht werden kann.
[0003] Aus der
DE 10 2004 045 403 B4 ist eine Tribüne der eingangs genannten Art bekannt. Diese weist eine Mehrzahl von
gestuft ansteigenden Sitzreihen auf. Die Besucher gelangen über einen Eingang auf
die Tribüne und können von dort über einen Stufengang, welcher den Höhenunterschied
zwischen den Reihen überbrückt, in die gewünschte Sitzreihe gelangen. Da die maximale
Höhe einer Stufe bzw. das Steigungsverhältnis aufgrund der Anatomie des Menschen begrenzt
ist und jede Stufe eine gewisse Auftrittsbreite nicht unterschreiten darf, ist die
Steigung dieses Stufenganges auf maximal etwa 36° begrenzt. Da der Stufengang im Wesentlichen
parallel mit den Sitzreihen ansteigt, ist auch die maximale Steigung der Tribüne auf
diesen Wert begrenzt.
[0004] Jedoch weist diese Ausgestaltung den Nachteil auf, dass mit zunehmender Höhe der
Sitzreihe auch der Abstand zum Ort des Geschehens ansteigt, um eine freie Sicht auf
das Spielfeld zu gewährleisten. Hierdurch kann das Geschehen von den oberen Reihen
nur unzureichend verfolgt werden. Weiterhin können sich insbesondere in hinteren bzw.
oberen Rängen Sichtbehinderungen im Nahbereich ergeben, sodass das Spielgeschehen
in einem an die Tribüne angrenzenden Bereich verdeckt und damit gar nicht mehr wahrnehmbar
ist.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Tribüne anzugeben, welche verbesserte
Sichtbedingungen und damit ein intensiveres und/oder unmittelbareres Erleben der jeweiligen
Darbietung für die Zuschauer bietet und sicher erschlossen werden kann.
[0006] Die
AT 007567 U1 betrifft eine Showarena, deren Grundrissform entweder oval/ellipsenförmig, quadratisch
oder rechteckig ist, wobei die einzelnen Tribünen bzw. die einzelnen Sitze nach oben
und nach unten bzw. nach links und nach rechts verschiebbar sind. Im Mittelpunkt steht
eine Hebebühne mit Kanzel, auf der ein Moderator stehen kann und die um die eigene
Achse drehbar ist.
[0007] Die
CH 311116 A betrifft eine Zuschauertribüne, die schräg ansteigend den Vorführungsraum allseitig
umgibt, für stehende und gehende Zuschauer, dadurch gekennzeichnet, dass vom oberen
Tribünenrand ausgehend wenigstens zwei durch Geländer voneinander getrennte Gänge
in zueinander gestaffelter Höhenlage nebeneinander in der Art einer mehrgängigen Kegelspirale
verlaufen und so angeordnet sind, dass die Zuschauer in wenigstens zwei Kolonnen den
Vorführungsraum mehrfach umwandern, bevor sie neben diesem zum Ausgang gelangen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tribüne gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird eine Tribüne mit gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder
Stehplatzreihen gemäß Anspruch 1 vorgeschlagen. Auf einer Stufe kann dabei genau eine
Reihe angeordnet sein, sodass jede Sitz- bzw. Stehplatzreihe einen Höhenunterschied
zur vorangehenden Sitz- bzw. Stehplatzreihe aufweist. In anderen Ausführungsformen
der Erfindung kann auf einer Stufe mehr als eine Reihe angeordnet sein, sodass jeweils
Gruppen von Sitz- bzw. Stehplatzreihen einen Höhenunterschied zueinander aufweisen.
Der Höhenunterschied zwischen zwei Sitz- bzw. Stehplatzreihen kann in einigen Ausführungsformen
der Erfindung zwischen etwa 10 cm und etwa 250 cm oder zwischen etwa 30 und etwa 200
cm oder zwischen etwa 45 und etwa 140 cm betragen.
[0010] Sofern in der nachfolgenden Beschreibung von Platzreihen die Rede ist, sollen damit
sowohl Sitzplatzreihen als auch Stehplatzreihen gemeint sein, sofern im Text nicht
ausdrücklich auf Sitz- bzw. Stehplätze Bezug genommen wird. Sitzplatzreihen unterscheiden
sich von Stehplatzreihen insoweit, dass die Sitzplatzreihen mit einzelnen oder miteinander
verbundenen, klappbaren oder starren Sitzgelegenheiten versehen sind. Zwischen zwei
aneinander grenzenden Sitz- bzw. Stehplatzreihen kann ein optionales Geländer angeordnet
sein, sodass es für den Benutzer einer solchen Reihe erschwert wird, unmittelbar ohne
Benutzung der Zuwegung in die darunterliegende Reihe zu gelangen. Bei großen Höhenunterschieden
zwischen den einzelnen Platzreihen kann ein solches Geländer auch aus Sicherheitsgründen
erforderlich werden.
[0011] Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, dass der Gradient der Platzreihen und der
Gradient der Zuwegung ein Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, wobei der
Gradient der Zuwegung eine Komponente aufweist, welche parallel zu den Sitzplatzreihen
und/oder Stehplatzreihen verläuft und in Richtung der Platzreihen zeigt. Anders als
bei bekannten Tribünen verläuft der Stufengang somit nicht mehr in dieselbe Richtung
wie die gestuft ansteigenden Platzreihen. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
bezeichnet der Gradient der Zuwegung die Richtung des steilsten Anstieges. Bei Stufengang
mit rechteckiger Auftrittsfläche verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante
bzw. Hinterkante der Stufen. Sofern Stufengänge bzw. Rampen nicht geradläufig angelegt
sind, ist auch der Gradientenverlauf nicht geradlinig. Selbstverständlich kann jedoch
in diesem Fall der Gradient an einer vorgebbaren Stelle als Richtung der Tangente
an den Gradientenverlauf angegeben werden.
[0012] In gleicher Weise bezeichnet der Gradient der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen
die Richtung des steilsten Anstieges der Platzreihen. Auch in diesem Fall verläuft
der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Platzreihen, wenn
diese einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen.
[0013] Aus diesen Definitionen wird sofort klar, dass bei bekannten Tribünen der Gradient
der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° einschließen,
d.h. die Gradienten verlaufen parallel bzw. die Platzreihe verläuft im rechten Winkel
zur Laufrichtung der Zuwegung. Die erfindungsgemäße Tribüne zeichnet sich dagegen
dadurch aus, dass der Gradient der Zuwegung und der Gradient der Sitzplatzreihen einen
Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, d.h. die Zuwegung weist eine in Richtung
der Platzreihen verlaufende Komponente auf.
[0014] Der Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, dass eine Zuwegung, welche nicht in
der Ebene der Platzreihen verläuft, eine von dieser Ebene abweichende Steigung aufweisen
kann. Insoweit kann eine vergleichsweise flache Zuwegung bereitgestellt werden, welche
mit einer steileren Tribüne kombiniert werden kann. In anderen Ausführungsformen der
Erfindung kann auch eine flache Tribüne mit einer steilen Zuwegung versehen werden,
um auf diese Weise eine platzsparende Erschließung der Tribüne zu ermöglichen. Je
weiter sich dabei der vom Gradient der Platzreihen und dem Gradient der Zuwegung eingeschlossene
Winkel dem rechten Winkel annähert, umso unterschiedlicher können beide Gradienten
bzw. Neigungswinkel ausgeführt sein.
[0015] In einigen Ausführungsformen der Erfindung können der Gradient der Platzreihen und
der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 40° bis etwa 90° einschließen. In
einigen Ausführungsformen der Erfindung können der Gradient der Platzreihen und der
Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 70° bis etwa 90° einschließen. Diese Bereiche
stellen sicher, dass die Zuwegung eine hinreichend große Komponente in Richtung der
Platzreihen aufweist und damit der Anstieg der Zuwegung soweit vom Anstieg der Platzreihen
entkoppelt werden kann, dass die Zuwegung auch bei steilen Rängen so flach wird, dass
sie vom Benutzer der Tribüne bequem zu begehen ist und eine sichere und rasche Entfluchtung
im Notfall ermöglicht wird.
[0016] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Tribüne zumindest einen ersten
Rang mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen aufweisen und zumindest
einen zweiten Rang mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder Stehplatzreihen aufweisen,
wobei jeder Rang mehr als etwa 100 oder mehr als etwa 200 Sitz- und/oder Stehplätze
aufweist. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann der zweite Rang oberhalb
des ersten Ranges angeordnet sein, d.h. in vertikaler Richtung versetzt. Jeder Rang
kann in einer Ausführungsform der Erfindung zumindest eine Platzreihe aufweisen. In
einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann jeder Rang eine Mehrzahl von Platzreihen
aufweisen. Zwei benachbarte Ränge können sich von zwei benachbarten Reihen durch einen
vergrößerten Abstand oder Höhenunterschied voneinander unterscheiden. Zwei benachbarte
Ränge können eine klare bauliche Trennung aufweisen. In einigen Ausführungsformen
der Erfindung können zwei unterschiedliche Ränge durch unterschiedliche Zugänge unterschieden
werden. Insoweit ist ein Rang eine Gruppe von Platzreihen, welche zumindest eine Reihe
enthält.
[0017] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Tribüne mehr als etwa 2000, mehr
als 3000 oder mehr als etwa 5000 Sitz- und/oder Stehplätze aufweisen. In einigen Ausführungsformen
der Erfindung können mehrere Tribünen zu einem Stadion kombiniert werden, welches
dementsprechend mehr als 5000, mehr als 10000, mehr als 30000 oder mehr als 40000
Besucher aufnehmen kann. Eine Mehrzahl von Tribünen kann statisch voneinander abhängig
oder unabhängig aufgebaut sein. Solche Großtribünen bzw. Großstadien leiden oftmals
unter dem Problem, dass für die große Anzahl von Besuchern eine große Anzahl von Platzreihen
vorgesehen werden muss, so dass bei entsprechend geringer Steigung der Tribünen der
Abstand zum Spielfeld bzw. der Bühne sehr groß wird.
[0018] Insofern profitieren besonders die Besucher in den hinteren Reihen davon, dass die
Tribüne steiler ausgeführt werden kann, so dass sich ein kürzerer Abstand und eine
insgesamt verbesserte Sicht auf das Geschehen ergibt. Eine sichere und angenehm zu
begehende Zuwegung für solch steile Tribünen, bei welchen die Steigung der gestuft
ansteigenden Platzreihen mehr als 37° beträgt, ist jedoch bisher unmöglich gewesen.
[0019] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden
Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen etwa 37° bis etwa 80° betragen. In anderen
Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen
und/oder Stehplatzreihen etwa 40° bis etwa 80° betragen. In anderen Ausführungsformen
der Erfindung kann die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder
Stehplatzreihen etwa 45° bis etwa 75° betragen. Diese Bereiche bieten dem Besucher
in den oberen Reihen ein neuartiges, bisher nicht bekanntes Erlebnis des Geschehens
auf dem an die Tribüne angrenzenden Spielfeld bzw. der Bühne. Dies liegt zum einen
in der geringeren Entfernung begründet als auch im Erleben der Steilheit, welche einen
freien Blick, ähnlich wie von einem Aussichtsturm aus, ermöglicht.
[0020] Obgleich die Tribüne somit wesentlich steiler ausgeführt werden kann als bisher,
kann die Zuwegung durch den anderen Verlauf eine geringe Steigung von etwa 36° oder
weniger aufweisen. In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Steigung der
Zuwegung sogar weniger als 32° betragen. Dies ermöglicht ein komfortables und angstfreies
Benutzen der Zuwegung, so dass auch große Zahlen von Benutzern diese zügig begehen
können, ohne einen Rückstau zu verursachen.
[0021] In einigen Ausführungsformen der Erfindung ist die Breite der Zuwegung von der untersten
Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe
konstant und bezieht sich in der Regel auf eine Mindestbreite, die im Bezug auf die
menschliche Anatomie begründet liegt. Hierdurch bleibt zudem das dem Benutzer gewohnte
Bild eines Stufenganges erhalten, so dass dieser angenehm und verzögerungsfrei begangen
werden kann.
[0022] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Breite der Zuwegung von der untersten
Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe
abnehmen. Eine solche Ausführungsform der Erfindung trägt dem Umstand Rechnung, dass
die Besucher einer oberen Platzreihe auch den Stufengang der darunter liegenden Platzreihen
benutzen müssen, um zu ihrem Platz zu gelangen. Insofern nimmt die Zahl der potentiellen
Benutzer des Stufenganges von unten nach oben stetig ab. Dementsprechend nimmt auch
die Kapazität des Stufengang aufgrund der abnehmenden Breite stetig ab und der zusätzliche
Raum kann für zusätzliche Sitz- oder Stehplätze oder Funktionsflächen genutzt werden.
[0023] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Breite der Zuwegung in Abhängigkeit
vom Mindestmaß für eine Entfluchtung bzw. von der Anzahl der zu entfluchtenden Personen
etwa 80 cm bis etwa 300 cm betragen. Es hat sich gezeigt, dass in Abhängigkeit der
Größe der jeweiligen Platzreihe diese Breite der Zuwegung hinreichend ist, um die
Besucherströme sicher über die Zuwegung zu lenken.
[0024] In einigen Ausführungsformen der Erfindung kann die Laufrichtung auf der Zuwegung
und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° bis etwa 60° einschließen.
In anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Laufrichtung auf der Zuwegung
und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° bis etwa 30° einschließen.
Dies bedeutet, dass die Zuwegung, etwa ein Stufengang, von den Besuchern schräg begangen
werden kann. Hierdurch kann sich in einigen Ausführungsformen der Erfindung eine weitere
Platzersparnis ergeben, welche durch weitere Sitz- oder Stehplätze oder Funktionsflächen
genutzt werden kann.
[0025] Ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens soll die Erfindung nachfolgend
anhand von Figuren näher erläutert werden. Dabei zeigt:
- Figur 1
- erläutert den Winkel bzw. die Richtung des Gradienten der Zuwegung
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines Ausschnittes aus einer Tribüne mit zwei Rängen.
- Figur 3
- zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung.
- Figur 4
- zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
- Figur 5
- zeigt die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Tribüne gemäß einer dritten Ausführungsform
der Erfindung.
[0026] Figur 1 erläutert, wie der Gradient der Platzreihen 15 und der Gradient der Zuwegung
125 ein Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen. Anders als bei bekannten Tribünen
verläuft der Stufengang somit nicht mehr in dieselbe Richtung wie die gestuft ansteigenden
Platzreihen. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Gradient der
Zuwegung die Richtung des steilsten Anstieges. Bei Stufengang mit rechteckiger Auftrittsfläche
verläuft der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Stufen.
Sofern Stufengänge bzw. Rampen nicht geradläufig angelegt sind, ist auch der Gradientenverlauf
nicht geradlinig. Selbstverständlich kann jedoch in diesem Fall der Gradient an einer
vorgebbaren Stelle als Richtung der Tangente an den Gradientenverlauf angegeben werden.
[0027] In gleicher Weise bezeichnet der Gradient der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen
die Richtung des steilsten Anstieges der Platzreihen. Auch in diesem Fall verläuft
der Gradient somit orthogonal zur Vorderkante bzw. Hinterkante der Platzreihen, wenn
diese einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen.
[0028] Aus diesen Definitionen wird sofort klar, dass bei bekannten Tribünen der Gradient
der Platzreihen und der Gradient der Zuwegung einen Winkel von etwa 0° einschließen,
d.h. die Gradienten verlaufen parallel bzw. die Platzreihe verläuft im rechten Winkel
zur Laufrichtung der Zuwegung. Die erfindungsgemäße Tribüne zeichnet sich dagegen
dadurch aus, dass der Gradient der Zuwegung und der Gradient der Sitzplatzreihen einen
Winkel von etwa 20° bis etwa 90° einschließen, d.h. die Zuwegung weist eine in Richtung
der Platzreihen verlaufende Komponente auf.
[0029] Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Tribüne 1 bzw. eine Darstellung
eines Ausschnittes aus einer größeren Tribüne 1. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist,
weist die Tribüne 1 zumindest einen unteren Rang 13 und zumindest einen oberen Rang
14 auf. Das Prinzip der Erfindung ist hierbei universell auf Sitz- und/oder Stehplatzreihen
anwendbar. Welche Art von Platzreihen die Ränge aufweisen, kann in Abhängigkeit des
jeweiligen Anwendungsfalles, d.h. in Abhängigkeit der Komforterwartung der Besucher
und der aufzunehmenden Besuchermenge festgelegt werden. Demnach kann die Tribüne 1
ausschließlich mit Stehplätzen, ausschließlich mit Sitzplätzen oder wie dargestellt
kombiniert mit Sitz- und Stehplätzen ausgestattet sein.
[0030] Jede Platzreihe weist einen Höhenunterschied y zur vorangegangenen Platzreihe auf.
Der Betrag des Höhenunterschiedes y kann in einigen Ausführungsformen der Erfindung
zwischen etwa 10 cm und etwa 250 cm oder zwischen etwa 30 und etwa 200 cm oder zwischen
etwa 45 und etwa 140 cm betragen. Der Betrag des Höhenunterschiedes y kann für die
untere Tribüne 13 und die obere Tribüne 14 identisch sein oder unterschiedlich gewählt
sein.
[0031] Weiterhin weist jede Platzreihe 135 oder 145 eine Tiefe x auf, innerhalb welcher
der jeweilige Sitz- oder Stehplatz angeordnet ist sowie die notwendigen Verkehrsflächen,
so dass die Besucher innerhalb einer Reihe an ihren Platz gelangen können. Die Steigung
α der Tribüne ergibt sich somit zu
α = arctan(
y/
x). Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steigung des oberen Ranges 14 größer
als die Steigung des unteren Ranges 13.
[0032] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Rang 13 in bekannter Weise durch eine
Zuwegung 12 erschlossen. Somit verläuft der Gradient der Zuwegung 12 parallel zum
Gradient der Platzreihen 135. Dies bedeutet, dass die Steigung der Zuwegung 12 nicht
geringer sein kann als die Steigung der Platzreihen 135.
[0033] Aufgrund der Anatomie des Menschen benötigt die Auftrittsfläche einer Stufe eines
Stufenganges eine Mindesttiefe. Meist liegt die Tiefe der Stufe nicht unter 26 cm.
Des Weiteren muss das Steigungsverhältnis auf einer durchschnittlichen Schrittlänge
des Menschen von ca. 61cm bis 64cm eingehalten werden. Daraus ergibt sich eine maximale
Höhe der Stufen 123 von 19 cm oder 20 cm. Dies entspricht einer maximalen Steigung
von 36,16 Grad welche im dargestellten Ausführungsbeispiel mit der Steigung des Ranges
13 identisch ist.
[0034] Die obere Tribüne 14 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Platzreihen 145
ausgestattet, welche jeweils den größeren Höhenunterschied y zueinander aufweisen
wie die Platzreihen 135. Da die Stehplatzreihen durch ihre vorgeschobene optimierte
Position einen steileren Sichtlinienwinkel zum am nächsten gelegenen Punkt des Geschehens
aufweisen, sind die Platzreihen im oberen Rang 14 steiler als im unteren Rang 13.
Mit einer konventionellen Zuwegung 12, welche anhand des unteren Ranges 13 erläutert
wurde, kann der Rang 14 nicht mehr erschlossen werden, da entweder der Auftritt der
Stufen 123 zu klein oder der Höhenunterschied zweier benachbarter Stufen zu groß wird.
Dies stellt neben einem Komfortverlust für die Besucher auch ein Sicherheitsrisiko
dar, da die Besucher auf einem solch steilen Stufengang leicht stolpern könnten und
eine schnelle Räumung der Tribüne im Notfall nicht mehr gewährleistet ist.
[0035] Der Gradient der erfindungsgemäße Zuwegung 12, welche anhand des oberen Ranges 14
erläutert wird, verläuft daher nicht parallel zum Gradient der Platzreihen 145, sondern
in etwa orthogonal. Hierdurch kann die Zuwegung 12 eine andere Steigung aufweisen
als die Platzreihen 145, so dass auch für die Erschließung einer sehr steilen Tribüne
eine komfortable und sichere Zuwegung 12 mit geringerer Steigung verwendet werden
kann.
[0036] Um in die Platzreihen 145 zu gelangen, gehen die Besucher zunächst über eine erste
Zuwegung 121 zu einem Podest 122. Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellte
Lage des Podestes 122 auf Höhe zwischen der ersten und der zweiten Platzreihe 145
optional ist. Das Podest 122 kann auch in größerer oder geringerer Höhe angeordnet
sein.
[0037] Vom Podest 122 verzweigen sich sechs Zuwegungen 12 in Richtung 17 der Platzreihen
145. Dabei werden durch je zwei Zuwegungen 12 die links vom Podest 122 gelegenen Platzreihen
erschlossen und durch je zwei Zuwegungen 12 die rechts vom Podest 122 gelegenen Platzreihen.
Weiterhin verlaufen zwei Zuwegungen 12 nach oben und zwei nach unten, so dass jeweils
alle Platzreihen vom Podest 122 aus erschlossen werden können, also sowohl die oberhalb
als auch die unterhalb gelegenen Platzreihen ebenso wie die rechts und die links gelegenen
Platzreihen. Bei einer anderen Lage des Podestes 122 können selbstverständlich einige
der dargestellten sechs Zuwegungen 12 entfallen und/oder auch höhengleiche Zuwegungen
hinzukommen.
[0038] Das in Figur 2 für einen Rang mit 8 Reihen dargestellte Prinzip kann auf größere
Ränge erweitert werden, indem der Rang mit mehreren Zuwegungen 12 und mehreren Podesten
122 erschlossen wird, welche jeweils eine Gruppe von Platzreihen erschließen.
[0039] Die Zuwegungen 12 verlaufen in etwa orthogonal zur Richtung der ersten Zuwegung 121.
Die Laufrichtung auf der Zuwegung 12 verläuft in diesem Fall in etwa in einem Winkel
von 20 Grad zum Gradienten der Zuwegung in Richtung der Platzreihen 145. Der Höhenunterschied
zwischen den Stehplatzreihen 145 wird also nicht in Richtung des Gradienten der Platzreihen
145 überwunden, sondern orthogonal dazu.
[0040] Das beispielhaft anhand von Figur 2 erläutete Erschließungsprinzip kann selbstverständlich
auch dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn der Gradient der Zuwegung 12 nicht exakt
orthogonal in Richtung der Platzlatzreihen 145 verläuft oder die Laufrichtung einen
anderen Winkel mit den Stehplatzreihen 145 einschließt. In diesem Fall kann der Gradient
der Stehplatzreihen 145 und der Gradient der Zuwegung 12 keinen rechten Winkel einschließen,
sondern einen anderen Winkel, welcher beispielsweise zwischen etwa 20° und etwa 90°,
etwa 45° und etwa 90° oder etwa 70° und etwa 90° liegen kann.
[0041] Selbstverständlich kann das beispielhaft anhand von Platzreihen 145 im Rang 14 erläuterte
Konstruktionsprinzip auch auf Platzreihen 135 im Rang 13 angewendet werden.
[0042] Figur 3 erläutert nochmals das erfindungsgemäße Konstruktionsprinzip in einer Aufsicht
auf einen Rang 14 mit neun Stehplatzreihen 145. Jede Stehplatzreihe weist einen Höhenunterschied
von y zur vorangegangenen Stehplatzreihe auf, so dass die oberste Stehplatzreihe einen
Höhenunterschied von 8y zur untersten Stehplatzreihe aufweist. Weiterhin weist jede
Stehplatzreihe 145 die Tiefe x auf, welche so bemessen ist, dass die Besucher komfortabel
auf den Stufenreihen stehen und gefahrlos aneinander passieren können. Die Länge der
Stehplatzreihen entlang der Längserstreckung bzw. in Richtung 17 der Platzreihen 145
ist so bemessen, dass jeder Besucher einen ausreichend großen Aufenthaltsbereich nutzen
kann. Beispielsweise kann die Ausdehnung 0,5 m oder 0,75 m pro Besucher betragen.
[0043] Der Höhenunterschied zwischen den Stehplatzreihen 145 kann als Gradient 15 bezeichnet
werden. Der Gradient gibt dabei die Richtung der Höhenänderung an. Bei rechteckigen
Stufen verläuft der Gradient 15 daher orthogonal zur Längserstreckung der jeweiligen
Stehplatzreihe 145.
[0044] Um die Besucher zu ihren Plätzen zu leiten, dient eine Zuwegung 12. Die Zuwegung
12 beginnt an einem im Wesentlichen ebenen Weg bzw. einem Podest 122. Die Zuwegung
12 überwindet den Höhenunterschied zwischen den einzelnen Stehplatzreihen 145 durch
eine Mehrzahl von Stufen 123. Auch die Zuwegung 12 weist somit einen Gradient 125
auf, welcher bei rechteckigen Stufen orthogonal zur jeweiligen Kante verläuft. Wie
Figur 3 erläutert, ist somit der Gradient 125 der Zuwegung 12 im Wesentlichen rechtwinklig
zum Gradient 15 der Platzreihen 145 angeordnet.
[0045] Die Zuwegung 12 ist im dargestellten Beispiel als Stufengang ausgebildet. Der Stufengang
kann mehr als 3, mehr als 6 oder mehr als 10 Stufen aufweisen.
[0046] Da die Besucher der oberen Reihen sämtliche Stufengänge nutzen müssen, welche auch
die Besucher der unteren Reihen besteigen müssen, nimmt die Breite der Zuwegung 12
von oben nach unten zu. Beispielhaft ist die Breite B
1 der ersten Stufe gezeigt und die Breite B
5 der zwölften Stufe. Es ist leicht ersichtlich, dass auf Höhe der zwölften Stufe eine
geringere Breite der Zuwegung 12 sinnvoll ist, da hier lediglich die Besucher der
sechsten, siebten, achten und neunten Reihe auf der Zuwegung 12 verkehren. Im Bereich
der ersten Stufe ist die Zuwegung hingegen breiter ausgeführt, da zusätzlich auch
die Besucher der zweiten, dritten, vierten und fünften Reihe auf der Zuwegung 12 verkehren.
Auf diese Weise kann einerseits der Durchsatz der Zuwegung 12 erhöht werden, ohne
jedoch unnötigen Raum zu beanspruchen, da die Zuwegung nur an den Stellen in voller
Breite ausgeführt ist, wo die Verkehrsströme maximal sind.
[0047] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Da die Ansicht und die verwendeten
Bezugszeichen mit der anhand von Figur 3 erläuterten ersten Ausführungsform identisch
ist, beschränkt sich die nachfolgende Beschreibung darauf, die wesentlichen Unterschiede
der zweiten Ausführungsform zu erläutern. Auch bei der Ausführungsform gemäß Figur
4 setzt eine Zuwegung 12 an einem Podest 122 an. Die Zuwegung 12 weist eine konstante
Breite über ihre gesamte Längserstreckung auf. Die Breite ist so bemessen, dass eine
hinreichend schnelle Räumung der Tribüne bzw. des Ranges 14 ermöglicht wird. Da die
oberen Stehplatzreihen 145 kürzer sind als die unteren Stehplatzreihen, nehmen die
Verkehrsströme von oben nach unten zu,
[0048] Auch im zweiten Ausführungsbeispiel verläuft der Gradient 125 der Zuwegung 12 in
etwa orthogonal zum Gradient 15 der Stehplatzreihen 145. Allerdings ist die Laufrichtung
16 der Besucher auf der Zuwegung 12 nicht parallel zum Gradient 125 der Zuwegung 12.
Vielmehr schließen die Laufrichtung 16 und der Gradient 125 einen Winkel zueinander
ein, im dargestellten Ausführungsbeispiel 38°. Dieser Winkel kann so gewählt sein,
dass die Zuwegung 12 noch bequem begehbar ist. Beispielsweise kann der Winkel zwischen
etwa 0° und etwa 60° betragen.
[0049] Anhand von Figur 5 wird eine dritte Ausführungsform der Erfindung erläutert. Auch
Figur 5 zeigt neun Stehplatzreihen 145 eines Ranges 14, wie anhand von Figur 3 erläutert.
Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen schließt der Gradient
125 der Zuwegung 12 mit dem Gradient 15 der Stehplatzreihen 145 einen Winkel ein,
welcher vom rechten Winkel verschieden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist
beispielhaft ein Winkel von 53° gewählt. Selbstverständlich kann dieser Winkel in
anderen Ausführungsformen der Erfindung auch andere Werte annehmen. Wesentlich für
die Erfindung ist lediglich, dass der Gradient 125 eine Komponente aufweist, welche
rechtwinklig zum Gradient 15 steht.
[0050] Die Besucher gelangen nun ebenfalls über ein Podest 122 zur Zuwegung 12. Über die
Stufen 123 der Zuwegung 12 folgen die Besucher im Wesentlichen der Richtung des Gradienten
125 bis zur gewünschten Stehplatzreihe 145. Dort verlassen sie die Zuwegung 12, um
auf ein zweites Podest 124 zu gelangen. Dieses befindet sich auf Höhe der jeweiligen
zugeordneten Stehplatzreihe 145, so dass die Besucher dieser Reihe nun ebenerdig bis
zu ihrem Platz folgen können. Auch die Zuwegung 12 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
weist eine konstante Breite B auf. Die gegenüber der ersten Ausführungsform der Erfindung
platzsparendere Ausführungsform kann dazu verwendet werden, Verkehrsflächen einzusparen
und dafür Funktionsflächen auf dem Rang 14 zu erweitern.
[0051] Bei allen beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung muss die Zuwegung 12 nicht
zwingend mit einem Stufengang 123 versehen sein. In anderen Ausführungsformen der
Erfindung kann die Zuwegung 12 auch eine stufenlose Rampe sein, welche beispielsweise
mit Rollstühlen oder Kinderwägen einfach befahren werden kann.
[0052] Sofern die Zuwegung 12 als Stufengang ausgebildet ist, kann dieser mehr als 3, mehr
als 6 oder mehr als 10 Stufen aufweisen.
[0053] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
beschränkt. Die vorstehende Beschreibung ist daher nicht als beschränkend, sondern
als erläuternd anzusehen.
[0054] Der Schutzumfang der Erfindung wird durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt.
1. Tribüne (1) mit einer Mehrzahl gestuft ansteigender Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen
(135/145), welche über mindestens eine den Höhenunterschied (y) zwischen den Sitzplatzreihen
und/oder Stehplatzreihen (135/145) überbrückende Zuwegung (12) zugänglich sind, wobei
der Gradient (15) der Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145) und der Gradient
(125) der Zuwegung (12) einen Winkel von 20° bis 90° einschließen,
wobei der Gradient der Zuwegung (12) eine Komponente aufweist, welche parallel zu
den Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass diese Komponente in Richtung der Platzreihen zeigt.
2. Tribüne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuwegung mehr als 3 Steigungen aufweist und/oder mehr als eine Platzreihe mit
einem zusammenhängenden Stufengang erschlossen ist.
3. Tribüne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Sitzplatzreihen (135) und/oder Stehplatzreihen (145) und der Gradient
der Zuwegung (12) einen Winkel von 45° bis 90° oder einen Winkel von 70° bis 90° einschließen.
4. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Platzreihen ungleich dem Gradienten der Zuwegung ist.
5. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gradient der Platzreihen größer als der Gradienten der Zuwegung ist.
6. Tribüne nach einem der Anspüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tribüne zumindest einen ersten Rang (13) mit einer Mehrzahl von Sitz- und/oder
Stehplatzreihen (135/145) und zumindest einen zweiten Rang (14) mit Mehrzahl von Sitz-
und/oder Stehplatzreihen (135/145) aufweist und ein Rang mehr als 100 oder mehr als
200 Sitz- und/oder Stehplätze aufweist.
7. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese mehr als 3000 oder mehr als 5000 Sitz- und/oder Stehplätze aufweist.
8. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der gestuft ansteigenden Sitzplatzreihen und/oder Stehplatzreihen (135/145)
37° bis 80°, oder 40° bis 80°, oder 45° bis 75° beträgt.
9. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Zuwegung (12) weniger als 37° oder weniger als 32° beträgt.
10. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Zuwegung (12) von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe
(135/145) zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) abnimmt.
11. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Zuwegung (12) von der untersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe
(135/145) zur obersten Sitzplatzreihe oder Stehplatzreihe (135/145) konstant bleibt.
12. Tribüne nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Zuwegung (12) 80 cm bis 300 cm beträgt.
13. Tribüne nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrichtung (16) der Zuwegung und der Gradient (12) der Zuwegung einen Winkel
von 0° bis 60° oder Winkel von 0° bis 30° einschließen.
1. Grandstand (1) with a plurality of rows of seatings (seating places) and/or rows of
standing places (135/145) which are arranged in a stepped sloping manner being accessible
via at least one access route (12) which bridges the height difference (y) between
the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145), wherein the gradient
(15) of the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145) and the gradient
(125) of the access route (12) form an angle of 20° to 90°,
wherein the gradient of the access route (12) comprises a component being arranged
in parallel orientation with respect to the rows of seatings and/or rows of standing
places, characterized in that this component is oriented into the direction of the rows of places.
2. Grandstand according to claim 1, characterized in that the access route comprises more than 3 risings and/or that more than one row of places
can be reached with one continuous step way.
3. Grandstand according to claim 1 or 2, characterized in that the gradient of the rows of seatings (135) and/or rows of standing places (145) and
the gradient of the access route (12) form an angle of 45° to 90° or an angle of 70°
to 90°.
4. Grandstand according to one of claims 1 to 3, characterized in that the gradient of the rows of places is different from the gradient of the access route.
5. Grandstand according to one of claims 1 to 4, characterized in that the gradient of the rows of places is higher than the gradient of the access route.
6. Grandstand according to one of claims 1 to 5, characterized in that the grandstand comprises at least one first stand (13) with a plurality of rows of
seatings and/or standing places (135/145) and at least one second stand (14) with
a plurality of rows of seatings and/or standing places (135/145) and that one stand
comprises more than 100 or more than 200 seatings and/or standing places.
7. Grandstand according to one of claims 1 to 6, characterized in that it comprises more than 3000 or more than 5000 seatings and/or standing places.
8. Grandstand according to one of claims 1 to 7, characterized in that the slope of the rows of seatings and/or rows of standing places (135/145) which
are arranged in a stepped sloping manner is 37° to 80° or 40° to 80° or 45° to 75°.
9. Grandstand according to one of claims 1 to 8, characterized in that the slope of the access route (12) is lower than 37° or lower than 32°.
10. Grandstand according to one of claims 1 to 9, characterized in that the width (B) of the access route (12) decreases from the lowest row of seatings
or row of standing places (135/145) to the highest row of seatings or row of standing
places (135/145).
11. Grandstand according to one of claims 1 to 9, characterized in that the width of the access route (12) is constant from the lowest row of seatings or
row of standing places (135/145) to the highest row of seatings or row of standing
places (135/145).
12. Grandstand according to claim 11, characterized in that the width of the access route (12) is 80 cm to 300 cm.
13. Grandstand according to one of claims 1 to 12, characterized in that the walking direction (16) of the access route and the gradient (12) of the access
route form an angle of 0° to 60° or an angle of 0° to 30°.
1. Tribune (1) avec une pluralité de rangées de places assises et/ou de rangées de places
debout (135/145) disposées en gradins ascendants, lesquelles sont accessibles via
au moins une voie d'accès (12) franchissant la différence de hauteur (y) entre les
rangées de places assises et/ou les rangées de places debout (135/145), le gradient
(15) des rangées de places assises et/ou des rangées de places debout (135/145) et
le gradient (125) de la voie d'accès (12) formant un angle de 20° à 90°,
le gradient de la voie d'accès (12) présentant une composante qui s'étend parallèlement
aux rangées de places assises et/ou aux rangées de places debout, caractérisée en ce que cette composante est orientée dans la direction des rangées de places.
2. Tribune selon la revendication 1, caractérisée en ce que la voie d'accès présente plus de 3 pentes et/ou plus d'une rangée de places est accessible
à l'aide d'un escalier continu.
3. Tribune selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places assises (135) et/ou des rangées de places debout
(145) et le gradient de la voie d'accès (12) forment un angle de 45° à 90° ou un angle
de 70° à 90°.
4. Tribune selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places est différent de celui de la voie d'accès.
5. Tribune selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le gradient des rangées de places est plus grand que celui de la voie d'accès.
6. Tribune selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la tribune présente au moins une première rangée (13) avec une pluralité de rangées
de places assises et/ou de places debout (135/145) et au moins une deuxième rangée
(14) avec une pluralité de rangées de places assises et/ou de places debout (135/145)
et une rangée présente plus de 100 ou plus de 200 places assises et/ou places debout.
7. Tribune selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que celle-ci présente plus de 3000 ou plus de 5000 places assises et/ou places debout.
8. Tribune selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la pente des rangées de places assises et/ou rangées de places debout disposées en
gradins (135/145) est de 37° à 80°, ou de 40° à 80°, ou de 45° à 75°.
9. Tribune selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la pente de la voie d'accès (12) est inférieure à 37° ou inférieure à 32°.
10. Tribune selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la largeur (B) de la voie d'accès (12) diminue de la rangée inférieure de places
assises ou de places debout (135/145) vers la rangée supérieure de places assises
ou de places debout (135/145).
11. Tribune selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la largeur de la voie d'accès (12) reste constante de la rangée inférieure de places
assises ou de places debout (135/145) vers la rangée supérieure de places assises
ou de places debout (135/145).
12. Tribune selon la revendication 11, caractérisée en ce que la largeur de la voie d'accès (12) est de 80 cm à 300 cm.
13. Tribune selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le sens de marche (16) de la voie d'accès et le gradient (12) de la voie d'accès
forment un angle de 0° à 60° ou un angle de 0° à 30°.