[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Metallbandes durch Gießwalzen,
bei dem zunächst in einer Gießmaschine eine Bramme mit nominaler Brammendicke durch
Ausbringen von Metall mit einer nominalen Gießgeschwindigkeit aus einer Kokille gegossen
wird, wobei die Bramme im Bereich einer Strangführung durch eine Anzahl von Rollen
einer Dickenreduktion unterzogen wird, wobei die Bramme anschließend in einem Ofen
definierter Länge temperiert wird, wobei die Bramme hinter dem Ofen in einer Walzstraße
gewalzt wird und wobei insbesondere die Bramme hinter der Gießmaschine und vor dem
Ofen in einem Vorwalzwerk einer Dickenreduktion auf eine nominale umgeformte Brammendicke
oder Vorbanddicke unterzogen wird.
[0002] Bei Gießwalzanlagen in Form von Dünnbrammenanlagen kann man zwischen Batch-Prozessen
und Endlos-Prozessen unterscheiden.
[0003] Bei Batch-Prozessen werden nach dem Gießen bzw. dem Gieß-Walzen die Brammen bzw.
Vorbänder so in Einzelbrammen bzw. Einzel-Vorbänder getrennt, dass nach dem Warmwalzen
Coils der gewünschten Größe entstehen.
[0004] Dünnbrammenanlagen arbeiten überwiegend als Brammenprozess. Für den Brammenprozess
ist es charakteristisch, dass die Konservierung der Energie und die erforderliche
Aufheizung der Bramme beispielsweise in einem Rollenherdofen erfolgt, der länger als
die maximale Brammenlänge ist. Damit kann man alle Brammen derart separieren, dass
sich in einem bestimmten Zeitraum die einzelne Bramme komplett im Ofen befindet, d.
h. weder im Gießmaschinenbereich noch im Walzbereich der Fertigstraße im Eingriff
ist. Typische Dicken der Brammen liegen zwischen 40 mm und 100 mm.
[0005] Im Unterschied hierzu arbeitet der sog. ISP-Prozess mit kleineren Zwischenbanddicken,
die typischerweise im Bereich zwischen 10 und 20 mm liegen. Die einzelnen Zwischenbänder
sind dabei immer entweder im Gießbereich oder im Walzbereich der Fertigstraße im Eingriff.
Die Zwischenpufferung der Vorbänder erfolgt mittels zweier beheizter Wickelöfen, die
die Temperatur der Vorbänder nach dem Wiederaufheizen konserviert.
[0006] Weiter bekannt ist der sog. ESP-Prozess. Hierbei handelt es sich um einen Endlosprozess,
der aus dem ISP-Prozess entstanden ist. Da der ESP-Prozess ohne thermischen Zwischenpuffer
auskommen muss, müssen alle Abstände zwischen den einzelnen Einrichtungen der Anlage
minimiert werden, um die ungeschützte Abstrahlung der Wärme der Zwischenbänder an
die Umgebung zu vermeiden. Damit ergeben sich zwangläufig kleine Abstände zwischen
den Einrichtungen. Die Vor- und Nachteile des ESP-Prozesses sind folgende:
[0007] Vorteilhaft ist, dass gleichbleibende Endlos-Walzbedingungen über mehrere Warmbänder
aufrecht erhalten werden können, was insbesondere für dünne Warmbänder sehr günstig
ist.
[0008] Nachteilig ist indes folgendes: Es ist schwierig, die Endwalztemperatur einzuhalten,
da die Walzgeschwindigkeit in der Fertigstraße unmittelbar an den Massenfluss aus
der Gießmaschine gekoppelt ist. Das gelingt nur durch eine gleich bleibende hohe Gießleistung
und durch Wiedererwärmung des Zwischenbandes auf sehr hohe Temperaturen nach dem Vorwalzen.
Weiterhin können nicht für alle Stahlgüten die erforderlichen Endwalztemperaturen
erreicht werden, so dass gewissen Güten nicht im Endlosbetrieb hergestellt werden
können. Dann ist es nachteilig, dass bei einem erforderlichen Walzenwechsel die Sequenz
komplett beendet werden muss. Bei Störungen beispielsweise im Gießbetrieb wird der
Endlosbetrieb unterbrochen, es muss dann auf Batch-Betrieb umgeschaltet werden. Wenn
im ESP-Prozess auf Batch-Betrieb umgestellt wird, sind bedingt durch die kleinen Abstände
zwischen der Gießanlage und der Fertigstraße nur sogenannte "Mini-Coils" herstellbar.
Da dies keine marktgängigen Produkte sind, ist deren wirtschaftliche Nutzung begrenzt.
Ihr spezifisches Coilgewicht liegt nur bei etwa 35% bis 40% der marktgängigen Coilgröße.
Um eine gleich bleibend hohe Gießleistung aufrecht zu erhalten, wird ein Hochleistungsstahlwerk
benötigt, das ebenfalls reproduzierbar auf hohem Niveau arbeiten kann bzw. muss. Störungen
im Stahlwerk führen auch unmittelbar dazu, dass vom Endlosbetrieb auf den Batch-Betrieb
umgeschaltet werden muss (zu niedrige Endwalztemperatur) mit der nachteiligen Folge,
dass nur "Mini-Coils" hergestellt werden können.
[0009] In der
DE 10 2008 020 412 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen eines Metallbandes durch Gießwalzen beschrieben,
bei dem zunächst in einer Gießmaschine eine Dünnbramme gegossen wird. Diese wird anschließend
in einer Walzstraße unter Nutzung der Primärhitze des Gießvorgangs gewalzt. In einer
ersten Betriebsart kann durch direkte Kopplung der Gießmaschine mit der mindestens
einen Walzstraße eine kontinuierliche Herstellung des Metallbandes erfolgen (Endloswalzen);
in einer zweiten Betriebsart kann durch Entkopplung der Gießmaschine von der mindestens
einen Walzstraße eine diskontinuierliche Herstellung des Metallbandes erfolgen (Batch-Betrieb).
Um die Flexibilität der Anlage zu erhöhen, ist vorgesehen, dass hinter der Gießmaschine
gegossene Brammen oder Vorbänder aus der Haupttransportlinie beim Fahren der diskontinuierlichen
Herstellung des Metallbandes herausgenommen, gespeichert und später wieder in die
Haupttransportlinie transportiert werden. Die herausgenommenen Brammen bzw. Vorbänder
können dabei vor dem Zurücktransport in die Haupttransportlinie auf eine gewünschte
Temperatur gebracht oder auf einer gewünschten Temperatur gehalten werden. Um bei
Störungen oder beim Walzenwechsel Gießunterbrechungen zu vermeiden, wird also ein
zusätzlicher Brammenspeicherbereich - zugänglich per Fähre - neben der Haupttransportlinie
geschaffen.
[0011] Hiermit ist es zwar möglich, die genannte Problematik zu lösen, das heißt ein Verfahren
zu betreiben, das die oben genannten Nachteile des ESP-Prozesses überwindet, allerdings
ist der vorrichtungstechnische Aufwand hoch und die Gießwalzvorrichtung entsprechend
kostenintensiv, d. h. die Zwischenspeicherung der Brammen ist nur mit hohem Aufwand
zu erreichen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
so fortzubilden, mit dem es möglich ist, ohne hohen Aufwand einerseits einen hinreichenden
Pufferspeicher für den Fall von Walzunterbrechungen, z. B. infolge eines Walzenwechsels,
zu schaffen, andererseits eine möglichst geringe Ofenlänge sicherzustellen, um im
Endlosbetrieb optimal arbeiten zu können. Es soll also ein kombinierter Endlos-/Batch-Prozess
bereit gestellt werden, der die obigen Nachteile des ESP-Prozesses mit kostengünstigen
Mitteln überwindet. Es sollen insbesondere zusätzliche Speicheröfen neben der Transportlinie
oder Ofenverlängerungen vermieden werden können.
[0013] Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur
temporären Minderung, insbesondere zur temporären Unterbrechung, der Zufuhr von Walzgut
in die Walzstraße eine Verminderung der Dickenreduktion der Bramme in dem Vorwalzwerk
erfolgt, wobei die Dickenreduktion der Bramme in dem Vorwalzwerk bis auf Null zurückgenommen
wird oder mindestens zwei der Maßnahmen in Kombination durchgeführt werden:
- a) Erhöhen der Brammendicke hinter der Gießmaschine durch Verminderung der Dickenreduktion
der Bramme im Bereich der Strangführung;
- b) Absenken der Gießgeschwindigkeit von der nominalen Gießgeschwindigkeit auf einen
verminderten Wert;
- c) Verminderung der Dickenreduktion der Bramme in dem Vorwalzwerk.
[0014] Im Zusammenwirken mit der Vornahme der temporären Minderung der Zufuhr von Walzgut
in den Ofen kann die Bramme an einer vor dem Ofen angeordneten Schere geschnitten
(getrennt) werden.
[0015] Die Einlaufgeschwindigkeit der Bramme in den Ofen wird vorzugswiese gegenüber dem
nominalen Wert um mindestens den Faktor 2 reduziert.
[0016] Die Dickenreduktion der Bramme im Bereich der Strangführung wird bevorzugt um bis
zu 40 mm zurückgenommen.
[0017] Die temporären Minderung, insbesondere die temporären Unterbrechung, der Zufuhr von
Walzgut in die Walzstraße kann vorgenommen werden, während in der Walzstraße ein Walzenwechsel
vorgenommen wird oder in der Walzstraße eine andere Produktionsverzögerung besteht.
[0018] Nach der Vornahme der temporären Minderung der Zufuhr von Walzgut in die Walzstraße
kann die Bramme im diskontinuierlichen Batch-Betrieb bearbeitet werden. Dies gilt
verfahrensbedingt für die erste Bramme nach einer Walzunterbrechung.
[0019] Die Bramme kann, solange eine temporäre Minderung der Zufuhr von Walzgut in die Walzstraße
nicht erfolgt, im Endloswalzen-Verfahren bearbeitet werden. Das Verfahren ist jedoch
für eine Walzstraße anwendbar, die im Endlosmodus oder auch im Batchmodus betrieben
wird.
[0020] Durch die obigen Maßnahmen a), b) bzw. c) kann eine solche Pufferzeit bzw. Walzunterbrechung
in der Walzstraße geschaffen bzw. ermöglicht werden, dass kein Gießabbruch in der
Gießmaschine erfolgen muss, wobei insbesondere ein kurzer Ofen zum Einsatz kommt.
[0021] Die Bramme kann weiterhin vor oder hinter dem Ofen einer Erwärmung mittels einer
Induktionsheizung unterzogen werden.
[0022] Die zur Durchführung des Verfahrens zum Einsatz kommende Gießwalzanlage, die eine
Gießmaschine, einen Ofen und eine dem Ofen nachgeschaltete Walzstraße umfasst, wobei
der Ofen eine Anzahl Heizelemente aufweist, um eine gegossene Bramme zu temperieren,
kann sich dadurch auszeichnen, dass der Ofen eine Gesamtlänge zwischen 30 und 120
m aufweist, wobei die Heizelemente des Ofens, insbesondere induktive Heizelemente,
aus der Transportlinie herausfahrbar angeordnet sind und wobei Isolationselemente
vorhanden sind, die bei Bedarf in den Bereich des Ofens statt der Heizelemente eingefahren
werden können.
[0023] Der Ofen ist bevorzugt als Rollenherdofen oder als Rollgangskapselung ausgebildet,
wobei er bevorzugt gedämmte Rollgangsrollen aufweist.
[0024] Vor dem Ofen und/oder hinter dem Ofen und/oder innerhalb des Ofens können Heizelemente
zur Erwärmung der Bramme angeordnet sein, insbesondere induktive Heizelemente.
[0025] Hinter der Gießmaschine können ein Vorwalzwerk oder mehrere Vorwalzwerke angeordnet
sein.
[0026] Das vorgeschlagene Verfahren erlaubt also das Maximieren der Brammenpuffermasse bzw.
Pufferzeit in einem Ofen (vorzugsweise in einem Rollenherdofen oder einem Hubbalkenofen)
durch das Erhöhen der Gießdicke im Vergleich mit der (nominalen) Produktionsdicke.
Weiterhin kann alternativ oder additiv ein Absenken der Gießgeschwindigkeit im Vergleich
mit der (nominalen) Produktionsgeschwindigkeit vorgesehen werden.
[0027] Das Verfahren sieht weiterhin alternativ oder additiv vor, dass eine Verminderung
der Abnahme in einem Inline-Vorgerüst bzw. -Vorgerüsten hinter der Gießanlage und
vor dem Ofen im Vergleich mit der (nominalen) Abnahme bei regulärer Produktion erfolgt.
[0028] Das Verfahren kann das Maximieren der Pufferzeit im Ofen vorsehen (in einer Anlage
für Batch- und Endloswalzungen von Warmband), bei dem die Einlaufgeschwindigkeit der
Brammen bzw. Vorbänder in den Ofen in der Pufferphase um mindestens den Faktor 2 gegenüber
der nominaler (normalen) Einlaufgeschwindigkeit im Falle der Normalproduktion verringert
wird.
[0029] Die Veränderung der Dickenabnahme am Inline-Vorgerüst liegt zwischen ε = 0% bis 70%.
Alternativ oder additiv kann ein Verstellen der Gießdicke durch LCR (Liquid Core Reduction)
von bevorzugt 0 bis 40 mm erfolgen, um die Brammensegmentlänge im Ofen bei vorzugsweise
gleichem Ringgewicht zu beeinflussen.
[0030] Analog zur Änderung der Ofeneintrittsdicke wird das Fertigband auf eine gewünschte
praktikable Fertigbanddicke mit verändert.
[0031] Das Verfahren schafft Pufferzeit für einen Walzenwechsel oder zum Überbrücken sonstiger
Produktionsverzögerungen.
[0032] Die Gießwalzanlage kann die kombinierte Batch- und Endloswalzung von Warmband erlauben.
Der Ofen - bevorzugt als Rollenherdofen ausgebildet - ist vorzugsweise zwischen 30
und 120 m lang. Der Einsatz eines Inline-Vorgerüsts ist bevorzugt, aber nicht zwingend.
[0033] Der Einsatz der Dickenveränderung in der Gießmaschine und im Inline-Gerüst zwecks
Pufferzeitsteigerung bzw. Ofenlängenverkürzung kann in einer 1-Strang-Gießwalzanlage,
aber auch in einer Mehr-Strang-Gießwalzanlage vorgesehen werden.
[0034] Zusätzlich kann Platz für eine Fähre vorgesehen werden, sowie eine zusätzlich logistisch
erforderliche Ofenlänge für das Handling im Falle eines 2-Strang-Betriebs.
[0035] Der Rollenherdofen kann als Temperaturhalteofen ausgeführt sein oder alternativ zur
Aufheizung der Brammen bzw. Zwischenbänder dienen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit,
vor und/oder hinter dem Rollenherdofen oder innerhalb desselben induktiv die Bramme
bzw. das Vorband aufzuheizen, um die Bramme auf eine Temperatur zwischen 1.050 °C
und 1.400 °C vor dem Zunderwäscher der Fertigstraße zu bringen.
[0036] In Sonderfällen ist auch teilweise oder statt eines Rollenherdofens eine Rollgangsabdeckung
(Rollgangskapselung) einsetzbar. Eine bevorzugt dahinter angeordnete Induktionsheizung
bringt das Vorband bzw. die Bramme vor der Walzstraße auf die gewünschte Eintrittstemperatur.
[0037] Die Induktionsheizungen können seitlich oder nach oben aus der Linie verschiebbar
oder heraushebbar sein, um bei dünnem Band heizen zu können und bei dickem Band die
Induktionsheizungen herausfahren zu können, um sie durch Isolationselemente (Dämmelemente,
Rollgangskapselung) zu ersetzen.
[0038] Mindestens eine induktive Heizung kann auch zwischen den Gerüsten der Fertigstraße
vorgesehen werden.
[0039] Es kann also trotz des Einsatzes eines kurzen Ofens eine Pufferzeit geschaffen bzw.
eine Walzunterbrechung in der Walzstraße realisiert werden (beispielsweise zum Wechseln
einer Walze in der Fertigstraße), ohne dass ein Gießabbruch in der Gießmaschine erfolgen
muss.
[0040] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Seitenansicht einer Gießwalzanlage gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- in der Darstellung nach Fig. 1 eine Gießwalzanlage gemäß einer alternativen Ausführungsform
und
- Fig. 3
- in der Darstellung nach Fig. 1 eine Gießwalzanlage gemäß einer weiteren alternativen
Ausführungsform.
[0041] In den Figuren 1 bis 3 ist jeweils eine Gießwalzanlage zu sehen, in der ein Metallband
1 hergestellt wird.
[0042] Hierfür wird zunächst in einer an sich bekannten Gießmaschine 2 eine Bramme 3, vorzugsweise
eine Dünnbramme mit der Dicke d, gegossen, indem schmelzflüssiges Metall aus einer
Kokille 4 mit einer Gießgeschwindigkeit v vertikal nach unten austritt. Der gegossene
Strang wird mittels einer Strangführung 5 von der Vertikalen in die Horizontale umgelenkt.
Gleichzeitig erfolgt eine Reduzierung der Dicke der gegossenen Bramme 3. Hierfür dienen
Rollen, die in der Strangführung 5 angeordnet sind und auf die Brammenoberfläche beidseitig
eine normale Kraft ausüben. Die Bramme 3 verlässt die Gießmaschine 2 mit der nominalen
Dicke d
0 und Geschwindigkeit v
0 in Bandförderrichtung F.
[0043] Unter den nominalen Werten für die Gießgeschwindigkeit v
0 und der Brammendicke d
0 sind diejenigen Werte zu verstehen, die bei der planmäßigen Produktion des Metallbandes
1 vorliegen.
[0044] Am Ende bzw. hinter der Gießmaschine 2 ist unmittelbar ein Inline-Vorgerüst 8 (Vorwalzwerk)
angeordnet, mit dem die Bramme 3 weiter dickenreduziert wird. Unmittelbar hinter dem
Vorgerüst 8 befindet sich eine Schere 9. Hinter der Schere 9 schließt sich ein Ofen
6 an, der beispielsweise als Rollenherdofen ausgebildet ist. An der Position des Ofens
6 ist auch optional die Anordnung einer Rollgangsabdeckung oder -kapselung bevorzugt
mit gedämmten Rollgangsrollen denkbar.
[0045] Hinter dem Ofen schließt sich eine Fertigstraße 7 an, in der das Band auf eine gewünschte
Enddicke gewalzt wird.
[0046] Die Gießwalzanlage weist noch diverse weitere Elemente auf, die in den drei Ausführungsbeispielen
dargestellt sind.
[0047] In Fig. 1 befindet sich hinter dem Ofen 6 eine Induktionsheizung 10. Diese Induktionsheizung
kann optional seitlich verschiebbar oder aus der Arbeitsposition heraushebbar angeordnet
sein. Bei dünnen Bändern kann das Band mittels der Induktionsheizung beheizt werden;
bei dickeren Brammen dann vorgesehen werden, dass die Induktionsheizung aus der Arbeitsposition
herausgefahren wird und durch Dämmelemente ersetzt wird, um die Wärmeabstrahlung von
der Bramme zu reduzieren.
[0048] Die beispielshaften sechs Walzgerüste der Fertigstraße 7 sind mit F1 bis F6 bezeichnet.
Innerhalb der Fertigstraße 7 können zwischen den Walzgerüsten weitere Induktionsheizungen
11 vorgesehen sein. Hinter der Fertigstraße 7 befinden sich eine Kühlstrecke 12 und
Haspeln 13. Ferner sind weitere Scheren 14 und 15 vorgesehen.
[0049] In Fig. 2 sei eine Wärmedämmhaube im Bereich der Kaltstrangentsorgung 16 hinter dem
Vorwalzwerk 8 bzw. der Schere 9 erwähnt. Sie kann mit einer schwenkbaren Wärmedämmhaube
und gedämmten Ofenrollen ausgestattet sein. Beim Anguss ist hier der Bandlauf beobachtbar
(Schwenken der Anstellung des Gerüsts).
[0050] Eine Induktionsheizung 10 ist hier vor dem Rollenherdofen 6 vorgesehen.
[0051] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist im Bereich des Ofens 6 keine Induktionsheizung
vorgesehen, indes ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Ofen 6 etwas länger ausgeführt.
[0052] Bei den gezeigten Anlagenvarianten - bevorzugt mit einem Inline-Vorgerüst 8, alternativ
aber auch mit mehreren dieser Vorgerüste - lassen sich die Zwischendicke bzw. die
Einlaufdicke in den Rollenherdofen 6 (z. B. zwischen 20 und 120 mm Brammendicke) flexibel
anpassen.
[0053] Um im Rollenherdofen 6 bei einer Walzunterbrechung und/oder im Falle eines Arbeitswalzenwechsels
einen Zeitpuffer zu erzeugen, wird durch flexibles Verändern der Dickenabnahme der
Bramme 3 am Inline-Vorgerüst 8 (Dickenabnahme ε = 0 bis 70%) und/oder durch Verstellen
der Gießdicke durch LCR (Liquid Core Reduction) im Bereich der Strangführung 5 (zwischen
0 und 40 mm) die Brammenlänge im Ofen beeinflusst. Ein Anheben der Zwischendicke vergrößert
die Ofenspeicherkapazität bzw. vermindert in vorteilhafter Weise die notwendige Ofenlänge.
[0054] Ist ein Walzenwechsel geplant, wird die am Vorgerüst 8 verformte Bramme 3 an der
Schere 9 geschöpft und dann für das folgende Brammensegment bzw. für folgende Segmente
die Zwischendicke gezielt angehoben, und zwar über die planmäßigen Nominalwerte (Produktionswerte).
Infolge der niedrigeren Transportgeschwindigkeit füllt sich daher der Ofen 6 langsamer.
Eine zusätzliche Verminderung der Gießgeschwindigkeit unterstützt diesen Effekt.
[0055] Wie sich die Längenverhältnisse der Bramme ändern, zeigt die nachfolgende Tabelle
(Beispiel für eine Bramme für maximales Ringgewicht 18 kg/mm):
| Bereich |
Dicke [mm] |
Länge eines Brammensegments [m] |
Bemerkung |
| Kokille |
110 |
21,5 |
Nominale (normale) Produktionsbedingung |
| Auslauf Gießmaschine |
80 |
29,6 |
nach LCR |
| Hinter Inline-Vorgerüst |
50 |
47,4 |
nach Dickenreduktion |
| Hinter Inline-Vorgerüst (erhöhte Dickenreduktion an LCR und Vorgerüst) |
35 |
67,7 |
Sonderfall bei kurzem Ofen: Bramme liegt zum Teil außerhalb des Ofens und passt zwischen
Schere 9 und Fertigstraßenzunderwäscher |
[0056] Wie schnell ein Rollenherdofen mit einer Länge von beispielsweise 60 m unter verschiedenen
Bedingungen (Gießgeschwindigkeit 3 oder 5 m/min) mit und ohne Abnahme am Vorgerüst
8) gefüllt wird, ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
| Dicke [mm] |
Transportgeschwindigkeit hinter dem Vorgerüst [m/min] |
Ofenfüllzeit [min] |
Randbedingungen |
| 50 |
11 |
5,5 |
Nominale (normale) Produktionsbedingung mit Dickenabnahme am Vorgerüst |
| |
|
|
Bedingungen zum Erzeugen eines Zeitpuffers: |
| 110 |
5 |
12,0 |
Keine Dickenabnahme |
| 110 |
3 |
20,0 |
Keine Dickenabnahme und reduzierte Gießgeschwindigkeit |
[0057] Die Pufferzeit ergibt sich aus der Ofenfüllzeit bei gegebenen Randbedingungen minus
der Walzzeit in der Fertigstraße für die zuvor erzeugte Bramme minus einer Abstandsreserve.
Vorzugsweise wird beim Walzen in der Fertigstraße vor dem Walzenwechsel so eine Enddicke
gewählt, dass sich eine hohe Einzugsgeschwindigkeit in die Fertigstraße ergibt.
[0058] Wird die Brammendicke - z. B. zwecks Erhöhung der Pufferzeit - angehoben, so wird
entsprechend die Fertigbanddicke ebenfalls auf eine gewünschte praktikable Fertigbanddicke
erhöht. Die Fertigstraße muss deshalb für Abnahmen von beispielsweise H = 110 → 5
mm und H = 50 → 1,0 mm vorbereitet sein. Hierzu sind die Ständerfenster ausreichend
zu bemessen, es ist ein großer Hub der Dickenanstellung (Langhubzylinder oder zusätzliche
mechanische Anstellung in den vorderen Gerüsten oder eine Keilanstellung) vorzusehen,
weiterhin sind die Motordrehzahlbereiche in der Fertigstraße entsprechend vorzusehen.
[0059] Der Rollenherdofen ist für die Betriebsweise und die maximalen und minimalen Dünnbrammendicken
von beispielsweise 120 bzw. 20 (25) mm ausgelegt und entsprechende Rollenabstände
und Durchmesser eingesetzt. Die Ofenlänge zwischen dem Vorgerüst 8 und der Fertigstraße
7 ist kurz und beträgt vorzugsweise zwischen 30 m und 120 m je nach geforderten Randbedingungen.
Somit ist die Ofenlänge kürzer als bei konventionellen CSP-Anlagen (wo sie zwischen
200 und 240 m beträgt). Der kürzere Ofen reduziert vorteilhafter Weise die Energieverluste.
[0060] Die Erwärmung der (umgeformten) Bramme 3 kann mit einem Rollenherdofen erfolgen oder
der Rollenherdofen wird als Temperaturhalteofen betrieben und durch induktive Heizungen
vor- und/oder hinter oder innerhalb des Rollenherdofens unterstützt (s. die drei Ausführungsbeispiele
gemäß Fig. 1 bis 3). Teile des Ofens oder der gesamte Ofen können auch alternativ
in Form einer Rollgangsabdeckung oder -kapselung mit gedämmten Rollgangsrollen ausgeführt
sein.
[0061] Die obige Fahrweise gilt für den Endlos- und den Batch-Betrieb bei einer 1-Strang-Anlage.
Um die Produktionskapazität der Fertigstraße besser ausnutzen zu können, kann es sinnvoll
sein, im Falle des Batch-Betriebs einen zweiten Gießstrang mit zu integrieren. Bei
einer 2-Strang-Anlage wird die obige Fahrweise des Batch-Betriebs auch an dem zweiten
Strang durchgeführt, um in Summe die Rollenherdofenlänge zu reduzieren. Hierfür kann
auch vorteilhafterweise eine flexible zweigeteilte Fähre vorgesehen werden. Die halbe
Parallelfähre transportiert die dicken Brammen und die ganze Doppelfähre ist für die
normalen dünneren, längeren Brammen vorgesehen. Das Ringgewicht der Brammen kann dabei
gleich sein.
[0062] Es sei bemerkt, dass als Bramme 3 die gegossene Bramme hinter der Gießmaschine 2
oder auch die umgeformte Bramme hinter dem Vorwalzwerk 8 verstanden wird.
Bezugszeichenliste:
[0063]
- 1
- Metallband
- 2
- Gießmaschine
- 3
- Bramme
- 4
- Kokille
- 5
- Strangführung
- 6
- Ofen
- 7
- Walzstraße (Fertigstraße)
- 8
- Vorwalzwerk (Inline-Vorgerüst)
- 9
- Schere
- 10
- Induktionsheizung
- 11
- Induktionsheizung
- 12
- Kühlstrecke
- 13
- Haspel
- 14
- Schere
- 15
- Schere
- 16
- Wärmedämmhaube im Bereich der Kaltstrangentsorgung
- d0
- nominale Brammendicke am Auslauf der Gießmaschine
- v0
- nominale Gießgeschwindigkeit am Auslauf der Gießmaschine
- d
- Brammendicke am Kokillenaustritt
- v
- Gießgeschwindigkeit am Kokillenaustritt
- F
- Brammen-, Vorband- oder Bandförderrichtung
1. Verfahren zum Herstellen eines Metallbandes (1) durch Gießwalzen, bei dem zunächst
in einer Gießmaschine (2) eine Bramme (3) mit nominaler Brammendicke (d) durch Ausbringen
von Metall mit einer nominalen Gießgeschwindigkeit (v) aus einer Kokille (4) gegossen
wird, wobei die Bramme (3) im Bereich einer Strangführung (5) durch eine Anzahl von
Rollen einer Dickenreduktion unterzogen wird, wobei die Bramme (3) anschließend in
einem Ofen (6) definierter Länge temperiert wird, wobei die Bramme (3) hinter dem
Ofen (6) in einer Walzstraße (7) gewalzt wird und wobei insbesondere die Bramme (3)
hinter der Gießmaschine (2) und vor dem Ofen (6) in einem Vorwalzwerk (8) einer Dickenreduktion
auf eine nominale umgeformte Brammendicke oder Vorbanddicke unterzogen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur temporären Minderung, insbesondere zur temporären Unterbrechung, der Zufuhr von
Walzgut in die Walzstraße (7) eine Verminderung der Dickenreduktion der Bramme (3)
in dem Vorwalzwerk (8) erfolgt, wobei die Dickenreduktion der Bramme (3) in dem Vorwalzwerk
(8) bis auf Null zurückgenommen wird oder mindestens zwei der Maßnahmen in Kombination
durchgeführt werden:
a) Erhöhen der Brammendicke (d0) hinter der Gießmaschine (2) durch Verminderung der Dickenreduktion der Bramme (3)
im Bereich der Strangführung (5);
b) Absenken der Gießgeschwindigkeit von der nominalen Gießgeschwindigkeit (v0) auf einen verminderten Wert;
c) Verminderung der Dickenreduktion der Bramme (3) in dem Vorwalzwerk (8).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Zusammenwirken mit der Vornahme der temporären Minderung der Zufuhr von Walzgut
in den Ofen (6) die Bramme (3) an einer vor dem Ofen (6) angeordneten Schere (9) geschnitten
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einlaufgeschwindigkeit der Bramme (3) in den Ofen (6) gegenüber dem nominalen
Wert um mindestens den Faktor 2 reduziert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dickenreduktion der Bramme (3) im Bereich der Strangführung (5) um bis zu 40
mm zurückgenommen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die temporären Minderung, insbesondere die temporären Unterbrechung, der Zufuhr von
Walzgut in die Walzstraße (7) vorgenommen wird, während in der Walzstraße (7) ein
Walzenwechsel vorgenommen wird oder in der Walzstraße (7) eine andere Produktionsverzögerung
besteht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Vornahme der temporären Minderung der Zufuhr von Walzgut in die Walzstraße
(7) die Bramme (3) im diskontinuierlichen Batch-Betrieb bearbeitet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bramme (3), solange eine temporäre Minderung der Zufuhr von Walzgut in die Walzstraße
(7) nicht erfolgt, im Endloswalzen-Verfahren bearbeitet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Maßnahmen a), b) bzw. c) gemäß Anspruch 1 eine solche Pufferzeit bzw. Walzunterbrechung
in der Walzstraße (7) geschaffen bzw. ermöglicht wird, dass kein Gießabbruch in der
Gießmaschine erfolgen muss, wobei insbesondere ein kurzer Ofen (6) zum Einsatz kommt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bramme (3) vor oder hinter dem Ofen (6) einer Erwärmung mittels einer Induktionsheizung
(10) unterzogen wird.
1. Method of producing a metal strip (1) by casting and rolling, in which initially a
slab (3) with nominal slab thickness (d) is cast in a casting machine (2) by extracting
metal at a nominal casting speed (v) from a mould (4), wherein the slab (3) in the
region of a strip guide (5) is subjected to a thickness reduction by a number of rollers,
wherein the slab (3) is subsequently subjected to temperature influencing in a furnace
(6) of defined length, wherein the slab (3) behind the furnace (6) is rolled in a
rolling train (7) and wherein, in particular, the slab (3) behind the casting machine
(2) and in front of the furnace (6) is subjected in a roughing mill (8) to a thickness
reduction to a nominal reshaped slab thickness or pre-strip thickness,
characterised in that
for temporary reduction, particularly for temporary interruption, of the feed of rolling
stock to the rolling train (7) a decrease of the thickness reduction of the slab (3)
in the roughing mill (8) is carried out, wherein the thickness reduction of the slab
(3) in the roughing mill (8) is taken back to zero, or at least two of the measures
in combination are carried out:
a) increasing the slab thickness (d0) behind the casting machine (2) by decreasing the thickness reduction of the slab
(3) in the region of the strip guide (5);
b) lowering the casting speed from the nominal casting speed (v0) to a decreased value;
c) decreasing the thickness reduction of the slab (3) in the roughing mill (8).
2. Method according to claim 1, characterised in that in co-operation with carrying out the temporary reduction of the feed of rolling
stock to the furnace (6) the slab (3) is cut at shears (9) arranged in front of the
furnace (6).
3. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the entry speed of the slab (3) into the furnace (6) is reduced relative to the nominal
value by at least the factor 2.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the thickness reduction of the slab (3) in the region of the strip guide (5) is taken
back by up to 40 millimetres.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the temporary reduction, particularly the temporary interruption, of the feed of
rolling stock to the rolling train (7) is carried out while a roll change is carried
out in the rolling train (7) or another delay in production is present in the rolling
train (7).
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that after carrying out the temporary reduction of the feed of rolling stock to the rolling
train (7) the slab (3) is processed in discontinuous batch operation.
7. Method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the slab (3) is processed in the endless rolling method as long as a temporary reduction
of the feed of rolling stock to the rolling train (7) does not take place.
8. Method according to any one of claims 1 to 7, characterised in that through the measures a), b) and c) according to claim 1 such a buffer time or rolling
interruption in the rolling train (7) is created or made possible that it is not necessary
to break off casting in the casting machine, in which case, in particular, a short
furnace (6) is used.
9. Method according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the slab (3) is subjected to a heating by way of induction heating means (10) in
front of or behind the furnace (6).
1. Procédé pour la production d'une bande métallique (1) par coulée-laminage, dans lequel
on coule d'abord dans une machine de coulée (2), une brame (3) possédant une épaisseur
de brame nominale (d) par évacuation de métal à une vitesse de coulée nominale (v)
à partir d'une lingotière (4) ; dans lequel la brame (3) est soumise, dans la zone
d'un guidage de barre (5), à une réduction de l'épaisseur via un certain nombre de
cylindres ; dans lequel la brame (3) est ensuite soumise à un traitement thermique
dans un four (6) de longueur définie ; dans lequel la brame (3) est laminée derrière
le four (6) dans un train de laminoir (7) ; et dans lequel, en particulier, la brame
(3) est soumise, derrière la machine de coulée (2) et avant le four (6), dans un train
ébaucheur (8), à une réduction de l'épaisseur pour obtenir une épaisseur de brame
nominale transformée ou une épaisseur d'ébauche ;
caractérisé en ce que
pour la réduction temporaire, en particulier pour l'interruption temporaire de l'alimentation
d'un produit de laminage dans le train de laminoir (7), on procède à une diminution
de la réduction de l'épaisseur de la brame (3) dans le train ébaucheur (8) ; dans
lequel la réduction d'épaisseur de la brame (3) dans le train ébaucheur (8) est retenue
sauf jusqu'à zéro, ou bien au moins deux des mesures ci-après sont mises en oeuvre
en combinaison :
a) une augmentation de l'épaisseur de la brame (d0) derrière la machine de coulée (2) par diminution de la réduction de l'épaisseur
de la brame (3) dans la zone du guidage de barre (5) ;
b) une diminution de la vitesse de coulée depuis la vitesse de coulée nominale (v0) jusqu'à une valeur réduite ;
c) une diminution de la réduction de l'épaisseur de la brame (3) dans le train ébaucheur
(8).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, en collaboration avec la mise en oeuvre de la réduction temporaire de l'alimentation
du produit de laminage dans le four (6), la brame (3) est découpée à une cisaille
(9) disposée avant le four (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vitesse d'entrée de la brame (3) dans le four (6) est réduite, par rapport à la
valeur nominale, au moins du facteur 2.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que la réduction de l'épaisseur de la brame (3), dans la zone de guidage de barre (5),
est retenue jusqu'à 40 mm.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la réduction temporaire, en particulier l'interruption temporaire de l'alimentation
du produit de laminage dans le train de laminoir (7) est mise en oeuvre tandis que
l'on procède à un remplacement de cylindre dans le train de laminoir (7) ou dans le
cas d'un autre ajournement de la production dans le train de laminoir (7).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que, après la mise en oeuvre de la réduction temporaire de l'alimentation du produit
de laminage dans le train de laminoir (7), la brame (3) fait l'objet d'un traitement
par lot en discontinu.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la brame (3), aussi longtemps qu'une réduction temporaire de l'alimentation du produit
de laminage dans le train de laminoir (7) n'a pas lieu, est soumise à un traitement
dans le procédé de laminage sans fin.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que, via les mesures a), b) respectivement c) selon la revendication 1, on crée, respectivement
on rend possible un temps de mise en tampon, respectivement une interruption du laminage
dans le train de laminoir (7), tel qu'on ne doit pas procéder à une interruption de
la coulée dans la machine de coulée ; dans lequel en particulier il est fait usage
d'un four plus court (6).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que la brame (3), avant ou après le four (6), est soumise à un réchauffement au moyen
d'un chauffage par induction (10).