[0001] Die Erfindung betrifft einen gattungsgemäßen Behälter mit Deckel und mit einem Behälterinnenraum,
welcher eine vertikale Höhe aufweist, sowie mit einem in dem Behälterinnenraum angeordneten
Einsatz, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Behälter werden mit verschiedensten Gütern befüllt, teilweise auch mit Füllgütern,
welche flüchtige Bestandteile aufweisen, mit Füllgütern welche dynamische Eigenschaften
aufweisen, welche mit Volumenveränderungen einhergehen wie thixotrope Eigenschaften
usw. Ein solches Füllgut ist beispielsweise Emulsionsbitumen, also eine Bitumenemulsion
zumeist auf Wasserbasis. Das Abfüllen solcher Zusammensetzungen ist jedoch keinesfalls
trivial, wie dies dem ersten Anschein nach sein mag.
[0003] So befindet sich oberhalb des Füllgutes aus befüllungstechnischen Gründen zumeist
noch ein Freiraum. Dies führt dazu, dass bei Lagerung des Füllgutes wie Emulsionsbitumen
in dem Behälter sich flüchtige Bestandteile desselben in dem Freiraum anreichern.
Hierdurch wird die Zusammensetzung des Füllgutes nachteilig beeinflusst, im Falle
von z.B. Emulsionsbitumen führt dies zu einer Erhöhung dessen Viskosität bis hin zu
einer oberflächlichen Hautbildung, welche eine ordnungsgemäße Verarbeitung erschwert
oder nicht mehr hohen Qualitätsanforderungen genügt. Aus diesem Grunde wird die Oberfläche
der abgefüllten Bitumenemulsion in dem Behälter oftmals mit einer Folie bedeckt. Die
Folie muss hierbei sehr sorgfältig manuell an die Innenkontur der Behälterwand angepasst
werden, was zeitaufwändig ist und oftmals nur unzureichend realisiert wird. Dies führt
dann an diesen Stellen zu einer unerwünschten Hautbildung bzw. sonstigen Veränderungen
des Füllgutes, welche zu vermeiden ist, um das jeweilige Gewerk, z. B. eine Dachabdeckung,
fachgerecht herzustellen. Bei bestimmten Füllgütern ist dann zudem zusätzlich die
Anordnung eines Einsatzes in dem Behälterinnenraum erforderlich, welcher z.B. eine
mit dem Füllgut zu verarbeitende Härterzusammensetzung aufnimmt, wobei der Einsatz
an einer umlaufenden, nach innen gewölbten Sicke des Behälters aufgesetzt wird. Der
Einsatz besteht hierbei wie der Behälter aus Metall. Die Befüllung des Behälters mit
den genannten Arbeitsschritten ist letztlich sehr zeit- und kostenaufwendig.
[0004] Weiterhin ist dafür Sorge zu tragen, dass Behälter mit Füllgütern mit flüchtigen
Bestandteilen in einer Abfüllanlage schnell und sicher befüllt werden können, wobei
das Füllgut einen möglichst geringen Anteil an flüchtigen Bestandteilen in den oberhalb
des Füllgutes angeordneten Freiraum des Behälterinneren abgeben soll. Dies gilt auch
dann, wenn das Füllgut wie insbesondere Emulsionsbitumen seine Füllhöhe nach der ordnungsgemäßen
Befüllung des Behälters ändert, z.B. bei einem sich Setzen bzw. Ablagern oder Schrumpfen
des Füllgutes, z.B. aufgrund von dynamischen Eigenschaften desselben wie thixotropen
Eigenschaften usw.. In einen Behälter frisch eingefüllter Emulsionsbitumen hat daher
ein größeres Volumen als nach einer gewissen Ablagerungszeit, d.h. wenn das Füllgut
seine endgültige Füllhöhe eingenommen hat (bei gleichem Gewicht). Auch unter diesen
Gegebenheiten soll jedoch sichergestellt sein, dass das Füllgut wie insbesondere Emulsionsbitumen
bei der Lagerung in dem Behälter sich nicht oberflächlich unerwünscht verändert, insbesondere
nicht unter Hautbildung. Insbesondere beim Abfüllen der Behälter in einer Abfüllstation
ist jedoch das bisherige Verfahren, das manuelle Einlegen einer Folie und die Anordnung
des Einsatzes mit Härter in dem oberen Behälterraum, sehr zeitaufwendig und damit
teuer.
[0005] Die
US 2007/0215624 A1 beschreibt einen Behälter mit Deckel und Einsatz, wobei der Einsatz einen äußeren
Rand aufweist, welcher an den Innenumfang des Behälters angepasst ist. Um gegenüber
diesem abzudichten. Der Einsatz ist vermittels an der Behälterinnenseite angeordneter
Rippen in dem Behälter auf verschiedenen Höhen anordenbar.
[0006] Die
GB 2306429 A beschreibt einen Behälter mit Deckel und Einsatz, wobei der Einsatz aus einem flexiblen
Material besteht und in verschiedenen Höhen an der Behälterinnenwand positionierbar
ist.
[0007] Die
US 2004/0226955 A1 beschreibt einen Einsatz zur Abdeckung einer Füllgutoberfläche in einem Behälter,
wobei der Einsatz einen umlaufenden Flansch aufweist, welcher gelenkig mit dem Einsatzkorpus
verbunden ist, wobei ein Umfangskante des Flansches an der Behälterinnenwand anliegen
kann.
[0008] Die
DE 10 2006 041351 A1 beschreibt einen luftdichten Deckel mit Umkehrmembran, welcher in dem Behälter höhenverstellbar
ist.
[0009] Die
DE 847678 beschreibt ein Gefäß für Einmachzwecke mit Abdeckvorrichtung, wobei die Behälterinnenwand
nach innen vorragende Anschläge aufweist, um die Abdeckvorrichtung gegen Verschiebung
in Höhenrichtung zu sichern.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Behälter mit Deckel
und Einsatz zu schaffen, welcher insbesondere eine Aufnahme von Emulsionsbitumen oder
ähnlichen Füllgütern, welche sich nach der Abfüllung setzen und die Füllhöhe verändern
(bei gleichem Füllgewicht) und gegebenenfalls oberflächensensitive Eigenschaften aufweisen,
derart ermöglicht, dass auch bei unterschiedlichen Füllhöhen des Behälters und bei
schneller Verarbeitung des Füllgutes eine oberflächliche Veränderung des Füllgutes
möglichst weitgehend unterbunden wird, und wobei der Einsatz auch bei einem in diesen
eingelegten Objektes mit hohem Gewicht stabil verbleibt.
[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den Gegenstand nach Anspruch 1 gelöst. Durch
die Sicherung des Befestigungsbereiches des Einsatzes nach radial innen vermittels
der Sicherungsmittel wird verhindert, dass der Befestigungsbereich mit dem korrespondierenden
Befestigungsbereich der Behälterinnenwand außer Eingriff kommt und der Einsatz aufgrund
eines in diesen eingelegten Objektes bzw. Gegenstandes mit hohem Gewicht wie Härterkomponente,
Verarbeitungsgerät usw. instabil wird, beispielsweise verkippt oder deformiert wird,
so dass das Gewicht in das Füllgut gelangen kann.
[0012] Bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Vorzugsweise greifen die Sicherungsmittel sichernd an einem Vorsprung des Einsatzes
an.
[0014] Vorzugsweise sind die Sicherungsmittel als Vorsprung ausgebildet, welcher in eine
Ausnehmung des Einsatzes sichernd eingreifen, oder durch die Sicherungsmittel wird
eine Ausnehmung bereitgestellt, in welche ein Vorsprung des Einsatzes sichernd eingreift.
[0015] Durch die Ausbildung des Behälters mit Deckel, bei welchem in dem Behälterinnenraum
ein Einsatz angeordnet ist, welcher den Behälterinnenraum in einem unteren und oberen
Teil trennt, und (1) welcher in dem Behälterinnenraum höhenverstellbar angeordnet
ist, und/oder (2) welcher mit seinem Randbereich an die Umfangskontur des Behälterinnenraumes
angepasst ist und den Behälterinnenraum abdichtend in einen unteren und oberen Teil
trennt, , wobei der Einsatz in einer vorgegebenen Höhe in dem Behälterinnenraum an
der Behälterwand festgelegt oder festlegbar ist, kann durch den vorzugsweise an die
Umfangskontur des Behälterinnenraumes eingepassten Einsatz der oberhalb des Füllgutes
befindliche Behälterinnenraum von dem Füllgut abgetrennt werden, wobei die Abtrennung
gegenüber der Behälterinnenwand abdichtend erfolgen kann, ein Entweichen von flüchtigen
Bestandteilen des Füllgutes in den Behälterinnenraum und unerwünschte Veränderungen
des Füllgutes an dessen Oberfläche wie Hautbildung werden somit durch den Einsatz
zumindest weitestgehend verhindert. Auf das Auflegen einer separaten Folie auf die
Füllgutoberfläche kann somit zumeist gänzlich verzichtet werden. Dies wird bereits
dadurch erzielt, dass der Einsatz bis auf die Füllgutoberfläche abgesenkt werden kann,
also die Füllgutoberfläche unmittelbar abdeckt, so dass eine Verflüchtigung von Bestandteilen
oder Aushärtung an Luft oder oberflächliche Oxidation verhindert wird. Durch die Anpassung
des Einsatzes an die Umfangskontur des Behälterinnenraumes kann der Außenrand des
Einsatzes vollumfänglich abdichtend an der Behälterinnenwand anliegen und/oder an
der Behälterinnenwand festgeklemmt bzw. festgesetzt sein. Der Außenrand des Einsatzes,
welcher als Abdichtbereich ausgebildet sein kann, liegt hierbei vorzugsweise vollumfänglich
gleichmäßig an der Behälterinnenwand an, besonders bevorzugt mit gleichmäßiger Andruckkraft
und/oder gleichmäßiger geometrischer Ausgestaltung hinsichtlich des Profils des Anlagebereichs.
Ungleichmäßigkeiten in dem Abdichtbereich oder dem Anlagebereich des Außenrandes des
Einsatzes an der Behälterinnenwand, insbesondere Materialaufwerfungen wie z.B. in
Form von Wellungen des Randbereiches des Einsatzes, welche zu Undichtigkeiten führen
können, werden hierdurch zuverlässig vermieden. Die Form des Außenrandes oder Abdichtbereiches
des Einsatzes entspricht somit vorzugsweise der Querschnittsform der Behälterinnenwand
in einer Höhe des Behälters, welche die Füllhöhe des Füllgutes sein kann (dies bezieht
sich darauf, dass der Einsatz dann mit seinem Boden auf dem Füllgut aufliegt), oder
beabstandet um die Höhe einer an dem Einsatz vorgesehenen Schürze. Dies kann sich
auf das frisch eingefüllte Füllgut oder vorzugsweise auf das gesetzte Füllgut beziehen.
[0016] Der Außenrand des Einsatzes kann zumindest in einer Behälterhöhe kongruent mit der
Querschnittsform der Behälterinnenwand übereinstimmen, also auch ohne Deformationen
wie Kompression bzw. Elongation des Randbereiches. Der Außenrand des Einsatzes kann
kongruent mit der Querschnittsform der Behälterinnenwand übereinstimmen, wenn der
Einsatz, zumindest sein Bodenbereich, auf Füllguthöhe angeordnet ist. Dies kann jeweils
gelten für den Abdichtbereich des Einsatzes und den korrespondierenden Anlagebereich
des Behälters.
[0017] Der umlaufende Außenrand oder Abdichtbereich des Einsatzes ist vorzugsweise in einer
Ebene angeordnet, welche bei eingesetztem Einsatz senkrecht zur Hauptachse bzw. Längsrichtung
des Behälters steht. Der Boden oder mittlere Bereich des Einsatzes ist vorzugsweise
planar ausgebildet, dessen Unterseite (zum Füllgut hin gerichtet) kann glatt und vorsprungsfrei
sein. Der Boden des Einsatzes ist vorzugsweise durchgehend und durchbrechungsfrei
ausgebildet, dies bezieht vorzugsweise auch auf den Bereich des Einsatzes, welcher
in Einbaulage auf Höhe und unterhalb eines Abdichtbereiches des Einsatzes gegenüber
der Behälterinnenwand angeordnet ist.
[0018] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von einer derartigen Eigensteifigkeit, dass dieser
unter Eigengewicht bei Schwerkrafteinwirkung formstabil ist. Hierdurch kann der Einsatz
einfach gehandhabt werden, insbesondere in dem Behälter vollumfänglich mit der Behälterinnenwand
zur Anlage gebracht werden und/oder vertikal in dem Behälter verschoben werden, z.B.
um ihn auf der Oberseite des Füllgutes aufzusetzen. Die bestimmte vertikale Höhe kann
die Füllguthöhe sein, entsprechend dann der Höhe des Einsatzbodens. Hierdurch ist
auf einfache Weise eine zuverlässige Abtrennung von oberem und unterem Raum des Behälterinneren
möglich. Dennoch kann der Einsatz eine gewisse Flexibilität bei manueller Kraftausübung
aufweisen. Beispielsweise kann der Rand des Einsatzes elastisch deformierbar ausgebildet
sein, insbesondere unter Bedingungen wie sie vorliegen, wenn der Einsatz manuell in
vertikaler Richtung abwärts in den Behälter eingeführt wird.
[0019] Der Einsatz kann somit derart ausgebildet und an die Umfangskontur der Behälterinnenwand
angepasst sein, dass durch Einschieben des Einsatzes in vertikaler Richtung dieser
auf einer vertikalen Höhe einen Sitz an der Behälterinnenwand findet, wobei der Einsatz
ohne Unterstützung (z.B. durch das Füllgut) freihängend in dem Behälterinnenraum angeordnet
sein kann, gegebenenfalls unter vollumfänglicher Abdichtung gegenüber der Behälterinnenwand
und/oder ohne Deformation des Randbereiches des Einsatzes. Dies kann bei befülltem
oder nicht befülltem Behälter gegeben sein. Vorzugsweise ist dies ohne Angriff des
Einsatzes an der Behälteroberkante gegeben, der Einsatz kann also ausschließlich an
der Behälterinnenseite festgelegt sein. Vorzugsweise ist der Einsatz um einen gewissen
Betrag in der Vertikalen in eine zweite (tiefer im Behälter liegende) Position verschiebbar,
in welcher der Einsatz ebenfalls (vorzugsweise vollumfänglich) an der Behälterinnenwand
anliegt. In der ersten und zweiten vertikalen Position und bei der Verschiebung zwischen
diesen kann der Einsatz permanent gegenüber der Behälterinnenwand abdichten.
[0020] Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Behälter der Einsatz in seiner Sollposition,
insbesondere bei Auflage auf dem Füllgut, unterhalb des Deckels angeordnet, so dass
dieser mit dem Randbereich des bestimmungsgemäß aufgesetzten Deckels oder mit dem
Deckel insgesamt nicht in Berührung kommt. Dies kann gelten bei einem isoliert angeordneten
Behälter oder bei einem Behälter mit weiteren auf diesen aufgestapelten Behältern.
Allgemein kann der Einsatz beabstandet von der Behälteroberkante an der Innenwand
des Behälters abdichtend anliegen und/oder an dieser festgelegt sein. Das Gebinde
aus Behälter und Deckel kann hierdurch wahlweise mit oder ohne Einsatz verwendet und
bestimmungsgemäß dicht verschlossen werden, insbesondere ohne Änderung des Abdicht-
und/oder Befestigungsbereiches des Deckels an dem Behälter. Die Anordnungshöhe des
Einsatzes innerhalb des Behälters kann hierdurch auch bei unterschiedlichen Füllvolumina
einfach an die Füllhöhe des Füllgutes angepasst werden. Der Einsatz ist somit gegenüber
der Behälterwandung höhenverstellbar ausgeführt, vorzugsweise unter fortwährender
vollumfänglicher Abdichtung gegenüber dieser bei Anwendung in unterschiedlichen Höhen.
[0021] Besonders bevorzugt ist der Einsatz derart ausgebildet, dass dieser an der Behälterinnenwand
anliegend um ≥ 0,3 cm oder ≥ 0,5-0,75 cm vertikal verschiebbar ist, vorzugsweise um
≥ 1,1-1,6 cm oder ≥ 2-3 cm, beispielsweise ≥ 4-5 cm, gegebenenfalls ≤ 10-15 cm oder
≤ 20 cm. Hierdurch kann auch dann, wenn das Füllgut sich nach dessen Einfüllung in
den Behälter setzt, also ohne Entnahme von Füllgut die Füllhöhe verringert wird, die
Lage des Einsatzes an die tatsächliche Füllhöhe angepasst werden, um den freien Raum
zwischen Füllgut und Einsatz zu minimieren. Bei diesem Höhenversatz kann der Einsatz
fortwährend gegenüber der Behälterwand abdichtend ausgeführt sein. Der Bereich der
Behälterinnenwand, über dessen Höhe der Einsatz, vorzugsweise gegenüber der Wand abdichtend,
vertikal verschiebbar ist, ist vorzugsweise frei von einem radialem Versatz oder Stufenabsatz
und verjüngt sich vorzugsweise mit zumindest im Wesentlichen konstanten Konuswinkel
zum Behälterboden hin. Die Behälterwand kann einen Winkel (insbesondere Konuswinkel)
von ≥ 0,1-0,2 Grad oder ≥ 0,5-1 Grad oder auch ≥ 2-3 Grad oder ≥ 5-10 Grad zu der
Behälterhauptachse 8 aufweisen, vorzugsweise einen Winkel von ≤ 20-30 Grad oder ≤
10-15 Grad oder ≤ 4-7 Grad, was allgemein im Rahmen der Erfindung gelten kann. Der
Konuswinkel des Behälters kann umfänglich zumindest im Wesentlichen konstant sein.
Der Behälter ist vorzugsweise mit baugleichen Behältern ineinander stapelbar.
[0022] Vorzugsweise ist der Einsatz an die Querschnittsform der Behälterinnenwand in einer
Höhe des Behälters angepasst und mit deren Umfangskontur kongruent, welche ≤ 20-25
% oder ≤ 10-15% oder ≤ 5% oder nur ≤ 2-3,5 % in Bezug auf die Behälterhöhe von der
Behälteroberkante entfernt ist. Die Behälterhöhe, in welcher der Einsatz an die Behälterinnenwand
angepasst ist, kann gegebenenfalls ≥ 1 bis 2 % oder ≥ 3 bis 4 %, gegebenenfalls auch
≥ 5 bis 10 % von der Behälteroberkante beabstandet sein.
[0023] Vorzugsweise weist der Außenrand des Einsatzes einen sich zumindest teilweise in
vertikaler Richtung erstreckenden Flansch auf, welcher z.B. als hochgezogener Rand
des Einsatzes ausgebildet sein kann. Ein Teilbereich des Flansches kann einen Abdichtbereich
des Einsatzes mit der Behälterinnenwand bereitstellen, vorzugsweise ein Teilbereich
des Flansches, welcher vertikal beabstandet ist von dem zentralen (mittleren) Bereich
bzw. Boden des Einsatzes, und vorzugsweise oberhalb des Einsatzbodens angeordnet ist.
Hierdurch kann der Außenrand des Einsatzes sich an die Behälterinnenwand anpassen,
auch wenn der Einsatz in unterschiedlichen Höhen an dem Behälter angeordnet ist. Eine
gewisse Deformation des Abdichtbereichs des Einsatzes ist hierdurch ohne eine (zu
starke) Deformation des Flansches und/oder des Bodens des Einsatzes möglich, wenn
der Einsatz tiefer in den Behälter eingeschoben ist, als die Position, in welcher
der Abdichtbereich kongruent mit der Umfangskontur der Behälterinnenwand ist.
[0024] Der Abdichtbereich des Einsatzes kann elastisch deformierbar ausgebildet sein, z.B.
in Form einer radial vorstehenden Dichtlippe, welche an einem Korpus oder Flansch
des Einsatzes angeordnet sein kann. Die Dichtlippe kann eine deutlich geringere Materialstärke
aufweisen als der Einsatzboden, z.B. ≤ 25-50% oder ≤ 10-20% derselben. Die Dichtlippe
oder allgemein der Abdichtbereich kann gegebenenfalls zugleich als Klemmorgan zur
Festlegung des Einsatzes an der Behälterinnenwand ausgebildet sein, also hierfür eine
ausreichende Steifigkeit aufweisen, insbesondere wenn der Einsatz nur unter Eigengewicht
belastet ist. Der Abdichtbereich kann auch als kompressibel deformierbarer Bereich
z.B. in Form eines Schaumstoffes ausgeführt sein. Das Abdichtelement ist vorzugsweise
einstückig an dem Einsatz angeformt, so dass es sich bei vertikaler Verschiebung des
Einsatzes nicht löst.
[0025] Allgemein kann der Randbereich des Einsatzes derart ausgebildet, dass dieser eine
geringere Reibungs- oder Klemmkraft gegenüber der Behälterwand aufweist als die Kohäsionskraft
des Einsatzes gegenüber dem Füllgut, wenn der Einsatz auf der Füllgutoberseite aufsitzt.
Bei Schwund des Füllgutes kann sich der Einsatz dann selbsttätig mit der Füllgutoberfläche
tiefer in das Behälterinnere einziehen, so dass eine zusätzliche vertikale Druckausübung,
z. B. manuell oder mittels eines Druckorgans, entbehrlich ist.
[0026] Allgemein im Rahmen der Erfindung kann der an der Behälterinnenwand anliegende Abdichtbereich
des Einsatzes eine größere Flexibilität aufweisen, als ein radial einwärts zu diesem
angeordneter Bereich des Einsatzes (an welchen der Abdichtbereich unmittelbar angeformt
sein kann), wie z.B. ein Korpus oder der Flansch des Einsatzes oder ein Bereich, welcher
den Flansch und/oder Einsatzboden stabilisieren kann, wie z.B. ein Stufenabsatz, ein
mit einer Versteifungsrippe versehener Bereich, ein Dickstellenbereich oder dergleichen.
Der zentrale Bereich des Einsatzes, z. B. im Bereich der Behälterhauptachse, kann
gegenüber dem Versteifungsbereich wiederum eine höhere Flexibilität aufweisen.
[0027] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Einsatz in einer vorgegebenen
Höhe in dem Behälterinnenraum an der Behälterwand festgelegt bzw. festlegbar. Hierzu
können der Einsatz und/oder die Behälterwand mindestens zwei Vorsprünge aufweisen,
welche sich in Richtung auf das jeweils andere Bauteil (d. h. Einsatz oder Behälterwand)
hin erstrecken und an diesem angreifen, so dass der Einsatz mittels der Vorsprünge
in einer vorgegebenen Höhe an dem Behälter gehaltert bzw. halterbar ist. Es können
hierbei beispielsweise drei, vier oder mehr Vorsprünge an Einsatz und/oder Behälterwand
angeordnet sein, welche über den Umfang von Einsatz und/oder Behälterwand verteilt
angeordnet sind. Vorteilhafterweise sind diese Vorsprünge in den Eckbereichen des
Behälters angeordnet. Gegebenenfalls können auch nur zwei Vorsprünge vorgesehen sein,
welche dann vorzugsweise eine größere horizontale Erstreckung aufweisen, beispielsweise
über mehr als die halbe oder zumindest in etwa die gesamte Breite der Behälterwand,
wobei diese Vorsprünge einander gegenüberliegend an dem Einsatz und/oder der Behälterwand
angeordnet sein können. Die Vorsprünge können insbesondere steg- oder leistenförmig
ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Vorsprünge an zumindest vier Behälterwandbereichen,
welche paarweise einander gegenüber liegen können, angeordnet und/oder an den Eckbereichen
bzw. Bereichen größerer Krümmung des Behälters. Gegebenenfalls kann der Einsatz auch
einen umlaufenden Vorsprung bzw. Absatz aufweisen, welcher von einem Bereich der Behälterwand
unterstützt wird, oder der Einsatz weist einen umlaufenden Rand auf, welcher auf einen
innen liegenden Absatz der Behälterwand aufgesetzt ist, in diesem Fall kann der umlaufende
Rand des Einsatzes als umlaufender Vorsprung angesehen werden, welcher ebenfalls mindestens
zwei Vorsprungsbereiche aufweist, um den Einsatz in einer vorbestimmten Höhe festzulegen.
Dadurch, dass der Einsatz in einer definierten Höhe an der Behälterwand festgelegt
wird, wird verhindert, dass auch bei Anordnung eines Gewichtes in dem Einsatz, z.B.
einem Härter oder Verarbeitungsgerät, unter widrigen Transportbedingungen, beispielsweise
beim Tragen des Behälters, wobei der Behälter nicht horizontal ausgerichtet ist, der
Einsatz bzw. das in diesem angeordnete Gewicht in das Füllgut einsinkt. Durch die
Vorsprünge wird somit verhindert, dass der Einsatz in dem Behälter umkippt und dadurch
beispielsweise das eingesetzte Gewicht in das Füllgut eintauchen kann. Alternativ
können hierzu - wenn auch weniger bevorzugt - an der Behälterinnenwand auch mehrere
radial einwärts vorstehende und voneinander in Umfangsrichtung beabstandete Vorsprünge
oder Absätze (oder jeweils ein radial einwärts vorstehender umlaufender Vorsprung
oder Absatz) vorgesehen sein, auf welche(n) der Einsatz aufsetzbar ist, so dass der
Einsatz selber nicht mit Vorsprüngen versehen sein muss. Diese Ausführungsform ist
jedoch formungstechnisch und in ihrer Handhabung weniger bevorzugt.
[0028] Besonders bevorzugt weist die Behälterwand mindestens zwei, drei, vier oder mehr
sich nach außen ausbauchende Einbuchtungen auf, in welche an dem Einsatz angeordnete
Vorsprünge eingreifen und hierdurch den Einsatz in einer definierten Höhe an der Behälterwand
haltern können. Die Einbuchtungen können taschenförmig ausgebildet sein. Die Einbuchtungen
können den Behälterinnenraum radial nach außen erweitern. Durch die Einbuchtungen
an der Behälterwand ist somit nach wie vor eine behinderungsfreie Homogenisierung
des Füllgutes durch geeignete Werkzeuge wie einen Rührer möglich. Weiterhin kann hierdurch
der Einsatz sicher an der Behälterwand gehaltert werden. Weiterhin wird hierdurch
ermöglicht, den Behälter gegebenenfalls mit unterschiedlichen Einsätzen zu verwenden,
beispielsweise in Abhängigkeit von der Viskosität des Füllgutes. So kann beispielsweise
anstelle eines in einer vorgegebenen Höhe mittels der Vorsprünge an der Behälterwand
festgelegten Einsatzes alternativ ein Einsatz in dem Behälter angeordnet werden, welcher
nicht durch Vorsprünge gehaltert wird und beispielsweise auf der Füllgutoberfläche
aufsitzen kann, wobei dieser Einsatz tiefer als der erstgenannte Einsatz mit Vorsprüngen
in dem Behälter eingesetzt sein kann. Es können somit einem vorgegebenen Behälter
mindestens zwei verschiedene Einsätze zugeordnet sein, wobei einer der Einsätze mittels
Vorsprüngen in einer vorgegebenen Höhe an der Behälterwand festlegbar ist, ein anderer
Einsatz dem gegenüber in unterschiedlichen Höhen in den Behälter einsetzbar ist, wie
er beispielsweise vorstehend beschrieben ist. Es versteht sich, dass beide Einsätze
vollumfänglich abdichtend an der Behälterwand anliegen können.
[0029] Bei dem mit Vorsprüngen versehenen Einsatz können die Vorsprünge oberhalb, unterhalb
oder auf Höhe einer umlaufenden Dichtung des Einsatzes angeordnet sein. Die Vorsprünge
können somit nach einer Ausführungsform abdichtend an der Behälterinnenwand anliegen
und Teil der umlaufenden Abdichtung sein. Gegebenenfalls kann sich der Einsatz auch
unterhalb der Vorsprünge erstrecken und eine vollumfänglich umlaufende Dichtung des
Einsatzes unterhalb der Vorsprünge angeordnet sein. Gegebenenfalls kann die umlaufende
Dichtung des Einsatzes auch oberhalb der Vorsprünge des Einsatzes angeordnet sein,
wobei die Dichtung dann vorzugsweise ebenfalls in die Taschen der Behälterwand eingreift,
um auch hier eine Abdichtung des darunter liegenden Aufnahmeraumes des Füllgutes auszubilden.
[0030] Der mittels der Vorsprünge in einer vorgegebenen Höhe an der Behälterinnenwand festgelegte
Einsatz kann beabstandet von der Füllgutoberfläche angeordnet sein, wobei insbesondere
der Einsatzboden, gegebenenfalls über dessen gesamte Flächenerstreckung, von der Füllgutoberfläche
beabstandet sein kann.
[0031] Weiterhin kann durch den Flansch ein von dem Füllgut getrennter Aufnahmeraum bereitgestellt
werden, z. B. für andere Komponenten, welche mit dem Füllgut zu verarbeiten sind,
z. B. eine Härterzusammensetzung und/oder ein Zubereitungsgerät zur Verarbeitung des
Füllgutes. Der Abdichtbereich des Flansches gegenüber der Behälterinnenwand kann im
mittleren Bereich oder im oberen Bereich der vertikalen Erstreckung des Flansches
angeordnet sein. Der Flansch kann einen oder mehrere vertikal voneinander beabstandete,
vollumfänglich umlaufende Abdichtbereiche gegenüber der Behälterinnenwand aufweisen.
[0032] Der Flansch kann einen radialen Versatz, vorzugsweise Stufenabsatz, aufweisen, welcher
den Flansch stabilisiert. Die folgenden Ausführungen in Bezug auf den Stufenabsatz
können gegebenenfalls auch in Bezug auf einen Absatz oder radialen Versatz allgemein
gelten. Der Stufenabsatz kann radial beabstandet von der Behälterinnenwand angeordnet
sein, so dass durch diesen einerseits eine gewisse Steifigkeit des Einsatzes erzeugt
wird, andererseits eine gewisse Flexibilität des oberen Randes des Flansches ermöglicht
ist. Es kann zumindest ein Abdichtbereich des Flansches im Bereich von oder auf Höhe
eines Stufenabsatzes des Flansches angeordnet bzw. durch einen der Behälterinnenwand
zugewandten Bereich des Stufenabsatzes gebildet werden. Der Stufenabsatz kann eine
zum Behälterinneren hin nach unten hin abfallende Stufe aufweisen, also der vertikal
untere Bereich der Stufe von der Behälterinnenwand (stärker) radial einwärts beabstandet
sein als der vertikal höhere Bereich des Flansches. Beim tieferen Einschieben des
Einsatzes in den Behälter kann somit durch den oberen Bereich des Flansches eine gewisse
Hebelwirkung auf den unteren Flanschbereich ausgeübt und dieser hierdurch stärker
an die Behälterinnenwand angepresst werden, wodurch die Dichtigkeit des Einsatzes
erhöht wird.
[0033] Der Abdichtbereich kann im Bereich von ± ≤ 1/3 oder ± ≤ 1/4, ggf. im Bereich von
± ≤ 1/5 oder ± ≤ 1/8 von dem Versatz oder dem Stufenabsatz vertikal beabstandet sein.
Der Abdichtbereich des Einsatzes kann vertikal von dem Boden und/oder der Einsatzoberkante
beabstandet sein, jeweils unabhängig voneinander vorzugsweise um größer/gleich der
2-3-fachen oder größer/gleich der 5-10-fachen Wandstärke der Einsatzbodens, im speziellen
jeweils ≥ 1/8-1/5 oder ≥ 1/4-1/3 oder ≥ 1/2 der vertikalen Erstreckung des Flansches.
Der vertikale Abstand kann sich jeweils auf den zentralen Bereich des Einsatzbodens,
welcher von der Behälterhauptachse durchsetzt wird, beziehen.
[0034] Die Oberkante des Einsatzes und/oder der Einsatz auf Höhe des Einsatzbodens können
unabhängig voneinander von der Behälterinnenwand radial beabstandet sein. Der mittlere
Bereich des Einsatzes kann einen oder den alleinigen Anlagebereich des Einsatzes an
die Behälterinnenwand ausbilden, der (ggf. alleinige) Anlagebereich kann unabhängig
voneinander im Bereich von ± ≤ 1/3 oder ± ≤ 1/4, ggf. im Bereich von ± ≤ 1/5 oder
± ≤ 1/8 der mittleren Höhe des Flansches angeordnet sein, ggf. im Bereich von ± ≤
40-45% der Flanschhöhe um die mittlere Flanschhöhe.
[0035] Der Boden des Einsatzes erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte oder zumindest
nahezu gesamte Querschnittsfläche des Behälterinnenraumes, gegebenenfalls kann zwischen
Einsatz und Behälterinnenwand auf Höhe des Einsatzbodens ein geringer radialer Freiraum
verbleiben, allerdings vorzugsweise so, dass eine Hautbildung an der Füllgutoberfläche
vermieden wird oder verarbeitungstechnisch noch akzeptabel ist, beispielsweise im
Bereich von ≤ 7 bis 10 mm oder ≤ 3 bis 5 mm oder ≤ 1 bis 2 mm oder ≤ 0,3 bis 0,6 mm,
gegebenenfalls auch ≤ 0,1 bis 0,2 mm.
[0036] Der Flansch oder hochgezogene Randbereich des Einsatzes kann mehrere in Umfangsrichtung
voneinander beabstandeten Versteifungsrippen aufweisen, welche sich zumindest im Wesentlichen
in vertikaler Richtung erstrecken können. Die Versteifungsrippen setzen vorzugsweise
an einem Stufenabsatz des Einsatzes an oder erstrecken sich über diesen in vertikaler
Richtung hinaus. Die Versteifungsrippen können an der Oberseite des Stufenabsatzes
und/oder an der Innenseite des sich vertikal an diesen anschließenden Bereich des
Flansches angeformt sein. Die Versteifungsrippen sind vorzugsweise an der radial inneren
Seite des Flansches und/oder oberseitig an dem Boden des Einsatzes angeformt, die
Versteifungsrippen können sich bis zum Boden des Einsatzes erstrecken. Die Versteifungsrippen
können gleichmäßig oder vorzugsweise ungleichmäßig über den Umfang des Einsatzes verteilt
angeordnet sein, so kann die Dichte der Rippen an schwächer gekrümmten Umfangsbereichen
des Einsatzes, z. B. im mittleren Bereich der Seiten, größer sein als in Bereichen
größerer Krümmung, z. B. in den Eckbereichen des Einsatzes. Hierdurch weist der Einsatz
beim Einschieben in den Behälter einerseits eine ausreichende Flexibilität anderseits
aber auch ausreichende Steifigkeit auf, um bei Anordnung in unterschiedlichen Höhen
jeweils optimal abdichtend an der Behälterinnenwand anliegen zu können.
[0037] Vorteilhafterweise ist der Einsatz mit einer Handhabe, z.B. in Form einer Griffausnehmung,
zum Herausziehen des Einsatzes aus dem Behälter versehen. Diese Handhabe kann am Boden
oder mittleren Bereich des Einsatzes oder am Flansch angeordnet sein. Vorzugsweise
weist der Flansch oberhalb des umlaufenden Abdichtbereiches gegenüber der Behälterinnenwand
eine Handhabe auf, welche als Griffausnehmung oder -einbuchtung ausgeführt sein kann,
so dass der Einsatz unterhalb des Abdichtbereichs geschlossen ausgebildet sei kann.
Durch diese Handhabe kann der Flansch einfach und ohne Werkzeuge aus dem Behälter
entnommen werden, auch wenn der Einsatz durch starke Kohäsionskräfte an dem Füllgut
anhaftet. Andererseits kann hierdurch der Abdicht- und Bodenbereich des Einsatzes
optimal an Behälterinnenwand und Füllgut angepasst sein. Die Handhabe ist vorzugsweise
vertikal beabstandet von dem Boden des Einsatzes angeordnet, so dass auch auf Höhe
der Handhabe der Flasche von dem Boden nach oben gezogen ist.
[0038] Besonders bevorzugt ist die Handhabe bei in dem Behälter bestimmungsgemäß eingesetztem
Einsatz an einem Eckbereich des Behälters angeordnet. Dieser Eckbereich des Behälters
kann mit einem Originalitätsverschluss und/oder einer Öffnungshilfe zum Anheben des
Deckels ausgestattet oder benachbart zu diesem angeordnet sein. Originalitätsverschluss
und/oder Öffnungshilfe können ggf. an einem zu der Handhabe benachbarten Eckbereich
des Behälters vorgesehen sein. Hierdurch ist eine besonders einfache Handhabung des
Behälters gegeben, da bei Öffnung des Deckels unter Handhabung des Originalitätsverschlusses
und/oder der Öffnungshilfe die Griffausnehmung oder Handhabe des Einsatzes unmittelbar
dem Benutzer zugewandt ist und hierdurch einfach betätigt werden kann.
[0039] Behälter und/oder Einsatz können aus einem Kunststoffmaterial bestehen. Der Einsatz
kann in seinem mittleren Bereich und/oder seinem Randbereich, insbesondere auch im
Bereich eines in vertikaler Richtung erstreckenden Flansches, eine Materialstärke
von ≥ 0,1 bis 0,15 mm oder ≥ 0,2 bis 0,3 mm, vorzugsweise aber ≥ 0,4 bis 0,5 mm, besonders
bevorzugt ≥ 0,7 bis 1 mm aufweisen. Die Wandstärke des Einsatzes kann ≤ 2,5 bis 3
mm oder ≤ 1,8 bis 2 mm betragen, beispielsweise auch ≤ 1 bis 1,5 mm. Hierdurch kann
der Einsatz mit ausreichend hoher Formstabilität hergestellt werden, was für die Bereitstellung
eines optimalen Dichtbereiches gegenüber der Behälterinnenwand, insbesondere auch
dann, wenn der Einsatz auf verschiedener vertikaler Höhe angeordnet wird, von wesentlicher
Bedeutung ist, dennoch ausreichend flexibel sein.
[0040] Der Einsatz kann oberhalb des Bodens einen Aufnahmeraum aufweisen, welcher außenseitig
von dem Flansch umschlossen sein kann, und in welchem Zubehör und/oder Hilfsmittel
zur Be-/Verarbeitung des Füllgutes aufgenommen sein können, wie z.B. ein Werkzeug
und/oder ein chemischer Härter für das Füllgut. Der Einsatz kann unabhängig hiervon
derart ausgeführt sein, dass er bei Aufnahme des Zubehörs/Hilfsmittels oder eines
anderen Gewichtes formstabil ist, z.B. freihängend in dem Behälterinnenraum nicht
tiefer in den Behälter einsinkt (z.B. bei Behälter ohne Füllgut oder vertikal beabstandet
vom Füllgut, wobei der Einsatz nicht in seiner tiefsten Einschubposition ist). Dies
kann freihängend bei einer Gewichtsbelastung von ≤ 10-20 g oder ≥ 50-100 g oder ≥
250-500 g der Fall sein, z.B. ≤ 500-1.000 g oder ≤ 150-250 g oder ≤ 50-100 g oder
auch oder ≤ 10-20 g.
[0041] Der Einsatz kann derart ausgebildet sein dass dieser oder das aufgelegte Gewicht
bei auf der Füllgutoberfläche aufliegendem Einsatz nicht in das Füllgut einsinkt.
Hierzu kann der Einsatz eine ausreichend hohe Eigensteifigkeit aufweisen und/oder
der Rand des Einsatzes kann geeignet ausgebildet sein, z.B. ausreichend weit hochgezogen
sein und/oder ausreichend eng seitlich an der Behälterinnenwand anliegen. Dies kann
bei einer Gewichtsbelastung von ≥ 100-200 g oder ≥ 500-1000 g oder vorzugsweise ≥
1500-2000 g oder ≥ 2500-3000 g ie der Fall sein, die Gewichtsbelastung kann z.B. ≤
15-25 kg oder ≤ 8-10 kg oder ≤ 4-6 kg, gegebenenfalls ≤ 2-3 kg.
[0042] Der erfindungsgemäße Behälter kann weiterhin eine umlaufende Schürze aufweisen, welche
im Bereich des oberen Behälterrandes angeformt ist. Die Schürze kann einen sich im
Wesentlichen horizontal erstreckenden Bereich aufweisen und/oder einen sich im Wesentlichen
vertikal erstreckenden Bereich. Die Schürze kann im Bereich des oberen Behälterrandes
oder an dem oberen Behälterrand angeformt sein. Als besonders bevorzugt hat es sich
erwiesen, wenn die Schürze eine Rinne aufweist, welche den Deckelrand eines bestimmungsgemäß
befestigten Deckels aufnimmt, vorzugsweise vollumfänglich, gegebenenfalls bis auf
einen mit einem Originalitätsverschluss versehenen Bereich, oder teilumfänglich, gegebenenfalls
mit über den Behälterumfang verteilt angeordneten Bereichen. Der Deckelrand kann hierdurch
radial einwärts und/oder radial auswärts an den Seitenwänden der Rinne fixiert werden
oder zumindest eine Deformation des Deckelrandes von der Schürze begrenzt werden.
Der Deckelrand kann radial innenseitig und/oder radial außenseitig an den Seitenwänden
der Rinne anliegen. Die Schürze kann radial nach innen und/oder radial nach außen
von der Rinnen einen sich im Wesentlichen horizontal an diese anschließenden umlaufenden
Bereich aufweisen, welcher jeweils an dem oberen Randbereich der Rinnen angeformt
sein kann. Der Deckelrand kann an dem Grund der Rinne aufsetzen oder von diesem geringfügig
beabstandet sein. Hierdurch ist es ermöglicht, dass die Schürze eine vergleichsweise
große Radialerstreckung aufweist und somit den Behälter insbesondere bei einem Rührvorgang
zur Homogenisierung des Füllgutes stabilisiert. Insbesondere kann der Behälter beim
Rührvorgang durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Schürze manuell oder maschinell
fixiert bzw. festgehalten werden. Zudem sind hierdurch die Behälter auch bei hohem
Behältergewicht unter Wahrung einer hohen Dichtigkeit zwischen Behälter und Deckel
stapelbar.
[0043] Vorzugsweise weist der Deckel eine Handhabe zum manuellen Abheben des Deckels auf,
welche zumindest im wesentlichen horizontal von dem Deckel absteht, wobei der Behälter
besonders bevorzugt eine mit einer Rinne versehene Schürze aufweist, in welche der
Deckelrand eingreift. Hierdurch kann auch bei größerer Breite der Schürze der Deckel
leicht manuell gelöst werden. Die Handhabe kann oberhalb der Schürze angeordnet sein
und ggf. oberseitig auf der Schürze aufliegen oder geringfügig von dieser vertikal
beabstandet sei z. B. um ≤ 3-5 oder ≤ 1-2 Materialstärken der Handhabe. Der Handhabe
radial außen vorgelagert kann ein Originalitätsverschluss des Behälters angeordnet
sein, welcher die Handhabe nach außen hin abdeckt und sich vorzugsweise vertikal über
diese hinaus erstreckt.
[0044] Vorzugsweise ist die zumindest teilweise umlaufende Schürze des Behälters, welche
im Bereich des oder an dem oberen Behälterrand angeformt ist, mit einer Aufhängung
für einen Tragbügel versehen, und/oder mit einem Handeingriffsbereich, welcher einen
manuellen Eingriff in die Schürze ermöglicht. Hierdurch kann der Behälter festgehalten
werden, beispielsweise bei dem Rührvorgang zur Homogenisierung des Füllgutes, oder
getragen werden. Der Handeingriffsbereich ist somit in dem umlaufenden Flansch des
Behälters integriert. Durch manuellen Eingriff in den Handeingriffsbereich kann der
Behälter manuell angehoben werden, was die Verarbeitung des Füllgutes erleichtert.
Besonders bevorzugt ist die Tragbügelaufhängung an dem Handeingriffsbereich, beispielsweise
im mittleren Bereich desselben, angeordnet. Der Handeingriffsbereich ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass zumindest ein Fingerglied einer Bedienperson vollständig
in den Handeingriffsbereich eingreifen kann. Der Handeingriffsbereich kann hierzu
eine Weite in radialer Richtung von ≥ 8 bis 10 mm oder ≥ 15 bis 20 mm aufweisen. Der
Handeingriffsbereich ist vorzugsweise verstärkt ausgebildet, so dass auch der Bereich
um die Tragbügelaufhängung verstärkt ist.
[0045] Von der Erfindung ist auch ein Behälter mit umfasst, wie im Rahmen der Erfindung
beschrieben, welcher mit einem Füllgut, welches insbesondere flüchtige Bestandteile
aufweisen kann, zumindest teilweise oder bis zur befüllungstechnisch maximalen Füllhöhe
befüllt ist. Vorzugsweise ist der Einsatz auf der Füllgutoberfläche aufgesetzt oder
von dieser nur geringfügig beabstandet. Eine geringfügige Beabstandung kann vorliegen,
wenn der Einsatz ≤ 7,5-10 % oder ≤ 3-5 % oder ≤ 1-2%, vorzugsweise ≤ 0,5-0,75 % oder
≤ 0,15-0,3 % der Behälterhöhe von der Füllgutoberfläche beabstandet ist. Die vertikale
Beabstandung des Einsatzes von der Füllgutoberfläche kann beispielsweise ≤ 10-15 cm
oder ≤ 5-7 cm betragen, vorzugsweise ≤ 2 bis 3 cm oder ≤ 0,5 bis 1 cm, insbesondere
auch ≤ 0,15-0,3 mm. Hierdurch wird das sich oberhalb des Füllgutes anschließende,
mit diesem im Gasaustausch stehende Behältervolumen minimiert, so dass unerwünschte
Veränderungen des Füllgutes durch Ausgasen flüchtiger Bestandteile minimiert werden.
[0046] Das Füllgut kann insbesondere ein Emulsionsbitumen oder eine Emulsion oder Dispersion
eines anderen Abdichtmittels, insbesondere für den Baubereich sein, oder beispielsweise
ein Kunststoffharz. Das Füllgut kann pastös oder dickflüssig sein, vorzugsweise unter
Schwerkrafteinwirkung bei 20°C noch fließfähig sein, aber nicht hierauf beschränkt
und beispielsweise auch ein Pulver. Das Füllgut kann eine newtonsche oder insbesondere
nicht-newtonsche Flüssigkeit bzw. Zusammensetzung sein. Das Füllgut ist nicht hierauf
beschränkt, es kann z.B. auch ein Bauputz (z.B. Mauerputz) wie z.B. ein Farbputz sein,
Kunststoffharz (z.B. Epoxyharz) ein anderes Baumaterial bzw. Beschichtungsmaterial
wie z.B. ein Estrich (insbesondere Flüssigestrich), aber z.B. auch ein Lebensmittel.
In dem Einsatz kann allgemein eine zusammen mit dem Füllgut (zumeist Hauptbestandteil)
einsetzbare zweite Komponente vorhanden sein, z.B. auch ein Abtönmittel, eine andere
Lebensmittelkomponente oder dergleichen, welche kurz vor dem Verbrauch des Füllgutes
mit diesem zu vermischen oder in Kombination mit diesem einsetzbar sein kann (2-Komonentensystem).
[0047] Das Füllgut kann eine dynamische Viskosität von ≥ 200-500 mPas oder auch ≥ 1.000-2.000
mPas oder ≥ 5.000 mPas aufweisen, insbesondere auch ≥ 10.000-25.000 mPas oder ≥ 50.000
mPas, im speziellen ≥ 1x10
5-5x10
5 mPas, gegebenenfalls auch ≥ 10
6-10
7 mPas. Das Füllgut insgesamt kann noch fließfähig sein, insbesondere bei einer Temperatur
von 20° oder 40° oder 60° Celsius. Die Viskosität des Füllgutes kann ≤ 10
9-10
10 mPas oder ggf. auch bis zu 10
12-10
14 mPas oder darüber hinaus betragen, insbesondere ≤ 10
6-10
8 mPas oder ≤ 10
4-10
5 mPas.
[0048] Besonders bevorzugt ist der Behälter als zumindest im Wesentlichen rechteckiger Behälter,
einschließlich Quadratbehälter, mit vorzugsweise einem Eckradius ≥ 50 mm und/oder
≤ 600 mm ausgeführt. Insbesondere kann der Eckradius ≥ 60-70 mm betragen, vorzugsweise
≥ 80 mm. Der Eckradius kann vorzugsweise ≤ 150-20015 mm, besonders bevorzugt ≤ 125
bis 150 mm betragen, gegebenenfalls auch ≤ 300-400 mm. Gegebenenfalls kann der Eckradius
auch ≤ 600-800 mm sein. Insgesamt liegt hierdurch ein Behälter vor, bei welchem auch
ein hochviskoses Füllgut wie beispielsweise Bitumen (z.B. Emulsionsbitumen) mittels
eines Rührwerkzeuges besonders effektiv homogenisiert werden kann. Es hat sich hierbei
herausgestellt, dass aufgrund der sehr hohen Viskosität und gegebenenfalls thixotropen
Eigenschaften des Füllgutes bei den genannten Eckradien eine besonders gute Homogenisierung
erfolgt, z.B. beim Einrühren des Härters. Dies wird darauf zurückgeführt, dass bei
den oben beschriebenen Eckradien auch bei sehr hochviskosen Materialien noch ein geeigneter
Materialfluss auch im Bereich der Eckradien erfolgen kann, um auch dort angeordnete
Teilvolumina des Füllgutes ausreichend zu homogenisieren, wobei aufgrund der hohen
Viskosität des Füllgutes einer Erhöhung der Rührgeschwindigkeit Grenzen gesetzt sind.
Andererseits weist ein derartiger Behälter eine Form auf, welche sich deutlich von
einer Rundform unterscheidet, so dass der insgesamt gegebene Stellplatz der Behälter,
z.B. auf einer Palette, sehr gut ausgenutzt werden kann.
[0049] Die Seitenwände des erfindungsgemäßen Behälters insbesondere mit den oben genannten
Eckradien, können nach außen gewölbt ausgebildet sein, insbesondere kann der mittlere
Bereich der Seitenwände die Form eines Kreisumfangsabschnittes aufweisen. Die Kreisbögen
der Seitenwände, insbesondere im mittleren Bereich der Seitenwände, können jeweils
stetig in die Kreisbögen der Eckbereiche übergehen. Die mittleren Bereiche der Seitenwände
werden von den Hauptebenen des Behälters, welche Spiegelebenen des Behälterkorpus
darstellen können, durchsetzt. Vorzugsweise sind die Eckbereiche und die Seitenwände
durch jeweils einen Kreisbogen zu beschreiben, die vorzugsweise jeweils stetig ineinander
übergehen. Die benachbarten Seitenwände können jeweils den gleichen oder einen verschiedenen
Krümungsradius aufweisen. Der gesamte Behälterumfang kann somit gegebenenfalls durch
nur 2 oder nur 3 verschiedene Krümmungsradien definiert werden.
[0050] Das Verhältnis der Krümmungsradien der mittleren Bereiche der Seitenwände zu den
Eckradien beträgt vorzugsweise ≥ 2-3, vorzugsweise ≥ 5-7 oder besonders bevorzugt
≥ 10-12 oder ≥ 15-20 oder auch ≥ 30-50 oder ≥ 50-100. Das Verhältnis kann ≤ 200-500,
≤ 75-100 oder ≤ 30-50, gegebenenfalls auch ≤ 20-25 oder ≤ 10-15 sein, wobei der Eckradius
kleiner als der Seitenradius des Behälters ist.
[0051] Das Verhältnis von Länge und Breite des Behälters kann ≤ 1:1,75 oder ≤ 1:1,5, gegebenenfalls
auch ≤ 1:1,35 oder ≤ 1:1,25 betragen, gegebenenfalls ≤ 1:1,20, ≤ 1:1,15 oder ≤ 1:1,1.
Der Behälter kann im Wesentlichen ein Quadratbehälter sein. Es hat sich überraschenderweise
herausgestellt, dass durch kleinere Verhältnisse, z.B. ≤ 1:1,35 oder ≤ 1:1,15, ein
gleichmäßigerer Materialfluss beim Rührvorgang resultiert, welcher auch besser die
Eckbereiche erfasst um somit auch die erforderliche Homogenisierungszeit verringert.
[0052] Der Behälter kann ein Behältervolumen von ≥ 10 bis 15 l oder beispielsweise auch
≥ 20 bis 25 l aufweisen, gegebenenfalls kann das Behältervolumen auch ≥ 0,5-1 l oder
≥ 2-5 l betragen, ohne hierauf beschränkt zu sein. Das Behältervolumen kann ≤ 50 bis
75 l betragen.
[0053] Ein Verfahren zum Befüllen eines Behälters kann derart erfolgen, dass nach Befüllen
des Behälters mit Füllgut, vorzugsweise bis zur bestimmungsgemäßen Füllguthöhe, ein
erfindungsgemäßer Einsatz, in den Behälter eingeführt und mit der Füllgutoberfläche
zum Aufsetzen gebracht wird, so dass dieser mit der Füllgutoberfläche in Kontakt kommt.
Anschließend kann der Behälter mit einem Deckel originalverschlossen werden. Vorzugsweise
wird der Einsatz derart auf die Füllgutoberfläche aufgesetzt, dass der Einsatzboden
flächig, insbesondere vollflächig mit dem Füllgut in Kontakt ist, jeweils in Bezug
auf die Fläche des Einsatzbodens. Gegebenenfalls kann randseitig an dem Einsatzboden
ein Spalt zwischen Einsatzboden und Behälterinnenwand verbleiben, z.B. in Form einer
zwischen Einsatz und Behälterwand umlaufenden, nach unten offenen Rinnen. Vorzugsweise
ist der Einsatz derart ausgebildet, dass dieser - gegebenenfalls unter Belastung durch
ein auf den Einsatz aufgelegtes Zusatzgewicht oder ohne Zusatzgewicht - bei einem
Schwund oder sich Setzen des Füllgutes unter Kohäsion an der Füllgutoberfläche mit
dem sich setzenden Füllgut (tiefer) in den Behälter hineingezogen wird, vorzugsweise
unter fortwährender Abdichtung des Einsatzes zum oberen Behälterraum hin. Vorzugsweise
wird das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt, dass nach Einsetzen des Einsatzes
in den mit Füllgut befüllten Behälter der Einsatz gewichtsbelastet wird, und zwar
derart, dass der Einsatzboden mit der Füllgutoberfläche in Kontakt kommt, vorzugsweise
flächig oder vollflächig in Bezug auf den Einsatzboden. Die Gewichtsbelastung erfolgt
vorzugsweise bevor der Einsatz mit seinem Boden in Kontakt mit der Füllgutoberfläche
gebracht wird, beispielsweise dadurch, dass Einsatz und Gewicht (z.B. Zugabe) unmittelbar
nacheinander in dem Behälter plaziert werden. Das Gewicht kann derart bemessen sein,
dass der Einsatz unter dem Gewicht tiefer in den Behälter einsinkt, bis zum Kontakt
mit der Füllgutoberfläche, wodurch die Befüllung mit besonders geringem Zeitaufwand
erfolgen kann. Das tiefere Einsinken des Einsatzes kann sich darauf beziehen, dass
der Einsatz zeitlich nach Beaufschlagung mit dem Gewicht weiter in den Behälter einsinkt
und/oder darauf, dass der Einsatz mit Gewichtsbelastung tiefer in den Behälter einsinkt
als ohne Gewichtsbelastung. Gegebenenfalls kann das Belasten mit dem Zusatzgewicht
auch erst nach Aufsetzen des Einsatzes auf der Füllgutoberfläche erfolgen. Das Zusatzgewicht
(z.B. Hilfsmitte und/oder Zubehörteil) kann nach Verschließen des Einsatzes in dem
Behälter verbleiben, wenn der Behälter originalverschlossen wird. Das Gebinde kann
auch bereits originalverschlossen werden, bevor der Einsatz (vorzugsweise gewichtsbelastet)
auf die Füllgutoberfläche abgesunken ist, vorzugsweise zwecks Befüllungskontrolle
danach. Das tiefere Einsinken kann gegebenenfalls durch vertikale Druckausübung mittels
eines externen Druckorgans unterstützt werden, vorzugsweise erfolgt eine derartige
Unterstützung nicht oder ist nicht zwingend notwendig. Das Gewicht kann auch auf den
Einsatz aufgelegt werden, nachdem der Einsatz mit der Füllgutoberfläche in Kontakt
gebracht wurde. Einsatz und Gewicht sind so bemessen, dass bei Schwund oder sich Setzen
des Füllgutes der Einsatzboden in Kontakt mit der Füllgutoberfläche bleibt und der
Behälter sich tiefer in den Behälter einzieht. Das Gewicht kann ein Zubehör und/oder
Hilfsmittel, insbesondere chemische Zusammensetzung wie ein chemischer Härter zur
Verarbeitung des Füllgutes sein. Das Gewicht kann wie oben beschrieben bemessen sein.
Wird der Einsatz durch ein Gewicht belastet, so kann der Behälter kann mit dem Deckel
originalverschlossen werden, bevor der Einsatz mit der Füllgutoberfläche in Kontakt
gebracht wird. Allgemein im Rahmen der Erfindung kann der Abdichtbereich oder die
Dichtlippe so flexibel bzw. elastisch deformierbar ausgeführt sein, dass beim Absenken
der Einsatzes auf die Füllgutoberfläche im unteren Behälterraum eingeschlossene Luft
unter Deformation des Abdichtbereiches in den oberen Behälterraum entweichen kann.
[0054] Allgemein kann durch Einsetzen des erfindungsgemäßen Einsatzes auf die Anordnung
einer separaten Folie oder anderen Zwischenlage zwischen Füllgutoberfläche und Einsatz
verzichtet werden. Der Behälter kann ohne eine nach innen vorstehende Sicke, welche
umlaufend oder mehrere umfänglich getrennte Abschnitte aufweisen kann, und auf welche
der Einsatz im Behälterinneren aufsitzt, ausgebildet sein. Die Behälterinnenwand,
zumindest über die Höhe, über welche der Einsatz vertikal verschiebbar ist, ist daher
vorzugsweise glatt und vorsprungsfrei ausgeführt.
[0055] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft beschrieben und anhand eines Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung eines Behälters mit Einsatz in einer ersten Höhe (Fig.
1a) und in einer zweiten Höhe (Fig. 1b),
- Fig. 2
- eine perspektivische Aufrissdarstellung mit aufgesetztem Deckel und aufgestapeltem
Behälter,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Behälters mit Einsatz,
- Fig. 4
- eine Aufrissdarstellung des Behälters mit Deckel von unten,
- Fig. 5
- eine perspektivische Detailansicht,
- Fig. 6
- ein Stapelschema der Behälter,
- Fig. 7
- eine perspektivische Detailansicht mit Originalitätsverschluss,
- Fig.8-10
- Behälter und Einsatz einer weiteren Ausführungsform mit Behälter in perspektivischer
Darstellung (Figur 8), Behälter mit eingesetztem Einsatz in Schnittdarstellung (Figur
9) und perspektivische Darstellung des Einsatzes (Figur 10)
- Fig. 11,12
- erfindungsgemäßer Behälter mit Einsatz Abwandlung (Figur 11) und in einer Detailansicht
der Behälterinnenwand (Figur 12).
[0056] Das Ausführungsbeispiel zeigt einen Behälter 1 mit Deckel 2 und einem Behälterinnenraum
3, wobei der Behälter eine vertikale Höhe h aufweist. Der Behälter ist angepasst,
um Füllgüter 1b mit flüchtigen Bestandteilen wie z.B. Emulsionsbitumen aufzunehmen,
oder enthält solche. Um ein Verflüchtigen der flüchtigen Bestandteile und damit unter
Umständen eine Haut- oder Filmbildung auf der Füllgutoberfläche zu verhindern, ist
erfindungsgemäß ein Einsatz 10 vorgesehen, welcher in dem Behälterinnenraum 3 abgesenkt
in unterschiedlichen Höhen h1, h2 (h1 ≠ h2), also unterschiedlichen Abständen zum
Behälterboden, positionierbar ist, wobei der Einsatzboden auf der Füllgutoberfläche
aufliegen kann, so dass der Behälterinnenraum in einen oberen und einen unteren Teil
3a, 3b abgetrennt ist, wobei in dem unteren Teil das Füllgut vorliegen kann. Die Höhe
bezieht sich auf einen einheitlichen Referenzpunkt des Einsatzes, z.B. den Einsatzboden
oder die Einsatzoberkante. Hierdurch kann auch bei einem Schwund des Füllgutes, welches
sich beispielsweise nach dem Einfüllen setzen kann, ausgeglichen werden, so dass der
Einsatz zuverlässig auf der Oberfläche des Füllgutes auflegbar ist bzw. nach dem Setzen
oder einer sonstigen Änderung der Füllhöhe (vorzugsweise ohne Füllgutentnahme) durch
vertikales Verschieben an der Füllgutoberfläche anliegend positionierbar ist, so dass
eine Filmbildung des Füllgutes, z. B. aufgrund Verlust flüchtiger Bestandteile, wirksam
verhindert ist. Der Einsatz ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass dies auch bei
einem Behälter ermöglicht ist, welcher zu seinem Boden hin konisch zuläuft und verjüngt,
z.B. mit einem Winkel von ca. 2 Grad zur Behälterhauptachse 1a, und in baugleiche
Behälter einstapelbar ist. Der Einsatz kann vollumfänglich abdichtend an die Behälterinnenwand
5 anlegbar sein.
[0057] Der Einsatz kann in seinem mittleren Bereich einen Boden 11 aufweisen, welcher unterseitig
im Wesentlichen planar und durchgehend ausgebildet sein kann. Hierdurch ist der Einsatz
auf einfache Weise vollflächig an die Füllgutoberfläche anlegbar. Kleinere Erhebungen
des Einsatzes wie z.B. in Form von Rillen, welche als eine Versteifung des Bodenbereichs
dienen können, können gegebenenfalls vorhanden sein. Vorzugsweise ist der Boden des
Einsatzes frei von nach unten weisenden Vorsprüngen wie Versteifungsrippen oder dergleichen,
und unterseitig glatt. Die Unterseite des Einsatzbodens kann glatt sein. Der Einsatz
10 kann einen Flansch 12 aufweisen, welcher sich vorzugsweise zumindest teilweise
oder vollständig oberhalb des Bodens 11 erstreckt. Allgemein weist der Einsatz einen
umlaufenden Anlagebereich 13 gegenüber der Behälterinnenwand 5 auf, welcher vorzugsweise
als umlaufender Abdichtbereich 13a gegenüber der Behälterinnenwand ausgeführt sein
kann z.B. in Form einer Dichtlippe (siehe Fig. 2). Der Anlage- und/oder Abdichtbereich
kann auf Höhe des Bodens des Einsatzes und/oder am oberen Bereich des Flansches, z.
B. an der Oberkante 14 des Flansches, und/oder im mittleren Bereich 15 des Flansches
und/oder allgemein an einem Stufenabsatz des Flansches angeordnet sein, welcher hier
ungefähr auf halber Höhe desselben angeordnet ist. Allgemein kann der Einsatz auch
zwei oder mehr vertikal voneinander beabstandete Anlage- und/oder Abdichtbereiche
gegenüber der Behälterinnenwand aufweisen. Diese können zumindest in bestimmten Anordnungshöhen
des Einsatzes in dem Behälter gleichzeitig vollumfänglich mit der Behälterinnenwand
zur Anlage kommen, oder es können bei verschiedenen Einschubtiefen des Einsatzes in
dem Behälterinnenraum verschiedene Anlage/ Abdichtbereiche mit der Behälterinnenwand
zur Anlage kommen.
[0058] Der Einsatz ist in vertikaler Richtung zumindest über einen Teil der Höhe Δ h des
Behälterinnenraumes verschiebbar ausgebildet (siehe Fig. 1), und zwar vorzugsweise
derart, dass der in unterschiedlichen vertikalen Höhen h1, h2 angeordnete Einsatz
stets an der Behälterinnenwand anliegt, vorzugsweise vollumfänglich, im speziellen
gegenüber dieser vollumfänglich abdichtend. Der Einsatz kann somit von der Behälteroberkante
6 vertikal beabstandet sein, insbesondere dessen Befestigungs- und/ oder Anlagebereich.
Der Einsatz kann derart ausgebildet sein, dass dieser durch Einsetzen in den Behälter
unter Eigengewicht an der Innenwand 5 des Behälters festgelegt ist, vorzugsweise ausschließlich
an der Behälterinnenwand, wobei der Abdichtbereich als Festlegungsbereich dienen kann.
Der Einsatz ist, vorzugsweise unter fortwährender Anlage und/oder Abdichtung gegenüber
der Behälterinnenwand, gegenüber der Behälterwandung höhenverstellbar ausgebildet,
beispielsweise im Bereich von 0,5-5 cm.
[0059] Der Einsatz weist eine derartige Eigensteifigkeit auf, dass er unter Schwerkrafteinwirkung
formstabil ist, und/oder derart, dass der in den Behälterinnenraum eingesetzte Einsatz,
vorzugsweise ohne Unterstützung durch andere Hilfsmittel oder durch das Füllgut, an
der Behälterinnenwand anliegend seine Sollposition nicht verändert.
[0060] Der umlaufende Außenrand 16 des Einsatzes, welcher hier beispielhaft durch den Abdichtbereich
13a ausgebildet ist, ist an die Querschnittsform der Behälterinnenwand angepasst und
also mit dieser kongruent. Der Anlage/Abdichtbereich des Einsatzes, z.B. einer Abdichtlippe
oder ein Bereich des Flansches, kann gegenüber den angrenzenden Bereichen radial nach
außen vorstehen. Beispielsweise kann hierzu der Abdichtbereich außenseitig an dem
Flansch angeformt sein. Der Abdichtbereich kann beim Einschieben in den Behälter deformierbar
sein, z.B. sich in Art eines Schirmes (also z. B. unter Ausbildung Konus verengen)
zusammenziehen oder kompressibel ausgeführt sein, z.B. durch Verwendung eines geschäumten
Kunststoffes. Vorzugsweise bestehen Abdichtbereich einerseits und Boden und/oder Flansch
des Einsatzes aus demselben Material. Hierdurch kann der Außenrand des Einsatzes unter
fortwährender Abdichtung sich an die Behälterinnenwand anpassen, auch wenn der Einsatz
in unterschiedlichen Höhen an dem Behälter angeordnet ist, und der Einsatzboden kann
vergleichsweise stabil ausgeführt sein. Der Abdichtbereich 13a des Einsatzes ist hier
vorzugsweise beabstandet von der Oberkante 12 des Flansches angeordnet. Der Außenrand
11a des Einsatzbodens ist in radialer Richtung geringfügig von der Behälterinnenwand
um den Spalt 11b beabstandet, wobei der Einsatz unter Eigengewicht an der Behälterinnenwand
festgelegt sein kann.
[0061] Der Randbereich des Einsatzes kann einen umlaufenden Stufenabsatz 19 oder allgemein
radialen Versatz aufweisen (Fig. 2), mit einem sich axial oberhalb und axial unterhalb
desselben erstreckenden Flanschbereich 19a, 19b, welche (unabhängig voneinander) jeweils
zur Behälterhauptachse 1a einen kleineren Winkel einschließen können als die Behälterwand,
z.B. zur Achse 1a parallel verlaufen. Auch beim Einschieben in den Behälter kommt
dann nur der Abdichtbereich mit der Behälterinnenwand zur Anlage. Der Stufenabsatz
ist hier an dem Flansch 12 angeordnet, beispielsweise im mittleren Bereich 15 desselben.
[0062] Der in dem Behälter eingesetzte Einsatz 10 bildet an seinem Randbereich eine nach
unten, zum Aufnahmeraum des Füllgutes hin offene Rinne 17 aus, welche zwischen Flansch
12 und Behälterinnenwand 5 angeordnet ist. Die Rinne ist zum oberen Behälterraum 3a
hin vorzugsweise geschlossen. Wird der Einsatz gegen das vorzugsweise pastöse oder
flüssige, insbesondere dickflüssige, Füllgut gedrückt, so kann der Einsatzboden vollflächig
an die Füllgutoberfläche angelegt werden, auch wenn in dem Raum zwischen Füllgut und
Einsatz ein gewisses Luftvolumen eingeschlossen ist. Das Füllgut kann hierbei teilweise
in die Rinne 17 eindringen, insbesondere wenn der Einsatz mit einem Gewicht beschwert
wird, z.B. durch eine mit dem Füllgut zu verarbeitende Komponente wie einen chemischen
Härter oder ein Werkzeug. Die vertikale Erstreckung der Rinne ist vorzugsweise derart
bemessen, dass unter Belastung des Einsatzes mit einem Zusatzgewicht das Füllgut unterhalb
des Bodens bzw. der Oberkante der Rinne angeordnet ist oder ohne Druck an dieser anliegt.
Die Rinne 17 kann nach oben hin von dem Abdichtungsbereich 13a bzw. der Dichtlippe
abgeschlossen werden. Dies kann allgemein im Rahmen der Erfindung gelten.
[0063] Die Steifigkeit des Einsatzes und die Ausdehnung des Bodenbereichs (entsprechend
der Auflagefläche des Einsatzbodens auf dem Füllgut) ist vorzugsweise derart bemessen,
dass auch bei einem auf den Einsatz wirkenden Gewicht von ≥ 100-200g oder ≥ 500-1000
g, vorzugsweise ≥ 2 - 3 kg oder, vorzugsweise ≤ 12-15 kg oder ≤ 7-10 kg der Einsatz
nicht derart weit in das Füllgut eindringt, dass das Füllgut an dem Einsatz seitlich
vorbei in den oberen Raum 3a eindringt.
[0064] Der Außenrand, insbesondere der Flansch 12, im Speziellen der Stufenabsatz 19, kann
mit mehreren in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Versteifungsrippen 18 stabilisiert
sein (Fig. 2). Hierdurch wird einerseits die Eigensteifigkeit des Einsatzes erhöht,
gegebenenfalls auch im Bereich des Anlage/Abdichtbereiches 13a. Der Einsatz ist stapelbar
ausgebildet, so dass die gestapelten Einsätze teilweise ineinander einnisten. Die
Versteifungsrippen sind hier ungleichmäßig über den Umfang des Einsatzes verteilt
angeordnet, an den Eckbereiche des Einsatzes sind hier keine Rippen 18 angeordnet
oder in geringerer Dichte als in den mittleren Seitenbereichen.
[0065] Um den Einsatz leichter aus dem Behälter entnehmen zu können, ist der Einsatz, vorzugsweise
der Flansch 10 desselben, mit einer Handhabe 30, beispielsweise in Form einer Griffausnehmung
oder auch einer Lasche, versehen. Dies hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt,
da der auf dem Füllgut aufgesetzte Einsatz oftmals durch Kohäsionskräfte an einem
Herausziehen gehindert ist. Die Handhabe 30 kann oberhalb des Abdichtbereiches des
Einsatzes angeordnet sein oder aber der Bereich der Griffausnehmung ist seinerseits
gegenüber der Behälterinnenwand abgedichtet, beispielsweise durch einen radial zur
Behälterinnenwand hin vorstehenden Abdichtbereich. Die Handhabe oder Griffausnehmung
ist durch einen Teil des Flansches von dem Boden des Einsatzes in der Höhe getrennt.
[0066] Der Einsatz kann derart an dem Behälter positioniert sein, dass die Handhabe 30 an
einem Eckbereich 31 des Behälters angeordnet ist, welcher mit einem Originalitätsverschluss
32 und/oder einer Öffnungshilfe zum zumindest teilweise Anheben des Deckels ausgestattet
ist oder an einem zu dem Originalitätsverschluss und/oder der Öffnungshilfe benachbarten
Eckbereich 31 des Behälters (siehe Fig. 3). Hierdurch ist eine einfache Handhabung
des Behälters möglich, da nach Anheben des Deckels dem Benutzer unmittelbar die Handhabe
zum Zugriff gegenüberliegt.
[0067] Der Behälter ist vorzugsweise allgemein nichtrund und/oder nichtelliptisch ausgeführt,
hier im Wesentlichen als Quadratbehälter, wobei die Seitenwände 32 in ihrem mittleren
Bereich 33 nach außen ausbauchen können. Die Eckbereiche 31 des Behälters sind mit
jeweils einem Eckradius versehen, welcher stetig in die Seitenwand übergehen kann.
Der Eckradius weist hier einen Durchmesser von 100 bis 120 mm auf. Der Radius des
mittleren Seitenwandbereiches 33 ist ca. 12 mal größer als der Eckradius. Hierdurch
können auch hochviskose Füllgüter in dem Behältergut durch ein Rührwerk homogenisiert
werden. Allgemein im Rahmen der Erfindung kann der Eck- bzw. Seitenwandradius (Mittelbereich)
an der Behälteroberkante oder an der Ursprungskontur des Behälters an dem Behälterboden
(an der Innenwand des Behälters) bestimmt werden. In den Figuren sind die Übergänge
zwischen Eck- und Seitenwandbereich jeweils durch vertikale Linien symbolisiert.
[0068] Der Behälter weist weiterhin eine umlaufende Schürze 40 auf, welche im Bereich der
Behälteroberkante 6 angeformt ist (Fig. 2, 5). Die Schürze weist eine Rinne 41 auf,
in welche der Deckelrand 2a eingreift und so radial einwärts und auswärts lagegesichert
ist. Die Schürze 40 ist weiterhin mit einer Aufhängung 43 für einen Tragbügel versehen,
z.B. in Form von gegenüberliegenden Eingriffsöffnungen für die Tragbügelenden. Alternativ
oder zusätzlich weist die Schürze einen Handeingriffsbereich 45 zum manuellen Eingriff
in die Schürze auf, welcher vollständig in der Schürze integriert ist. Hierdurch ist
ein Tragen des Behälters (insbesondere beidhändig, auch um eine unerwünschte Bewegung
eines fließfähigen Füllgutes zu vermeiden) und/oder gegebenenfalls ein manuelles Festhalten
des Behälters beim Rührvorgang erleichtert. Die Tragbügelaufhängung ist hier an dem
Handeingriffsbereich 45 vorgesehen. Der Handeingriffsbereich kann gegebenenfalls auch
an einem anderen Umfangsbereich der Schürze ausgebildet sein. Der Handeingriffsbereich
ist stabilisiert ausgebildet, und damit zugleich auch die Tragbügelaufhängung. Der
untere Bereich 46 der Schürze und Eingriffsbereich ist radial nach außen bogenförmig
ausgebildet, um so einen flächigen manuellen Angriffsbereich auszubilden. Der Handeingriffsbereich
ist beidseitig mit Stegen 47 an der Behälteraußenwand angeformt.
[0069] Der Deckel 2 des Behälters weist eine Handhabe 50 zum manuellen Abheben des Deckels
auf (Fig. 7), welche zumindest im Wesentlichen horizontal von dem Deckel abstehen
kann. Die Handhabe 50 bzw. Lasche kann auf der Oberseite 40a der Schürze 40 aufliegen.
Der Handhabe vorgelagert kann ein Originalitätsverschluss 32, z.B. in Form einer Abreißlasche,
vorgesehen sein, sowie eine Eingriffmulde unterhalb der Deckelhandhabe. Hierdurch
ist auch bei breiter Schürze der Deckel leicht anhebbar.
[0070] An der Unterseite der Schürze 40 kann eine Vielzahl von Versteifungsstegen 42 angeformt
sein, welche sich beidseitig der Rinne erstrecken können. Diese Versteifungsstege
können im Handeingriffsbereich eine geringere Höhe aufweisen, als in übrigen Umfangsbereichen
des Behälters (Stege 42a). Diese Stege können nach unten von der Schürze vorstehen,
so dass die Unterkante 42a der Stege bei ineinander eingestapelten Behältern mit der
Behälteroberkante oder dem oberen Behälterbereich zur Anlage kommt und ein weiteres
Einsinken des eingestapelten Behälters verhindert (Fig. 6). Hierdurch wird bei einem
Behälterstapel ein manueller Eingriff in den Handeingriffsbereich erleichtert.
[0071] Der Deckel 2 weist einen mittleren Bereich bzw. Boden 2b auf, wobei der Einsatz unterhalb
des Deckelbodens angeordnet ist, gegebenenfalls kann jedoch auch ein nach oben vorstehender
Randbereich des Einsatzes zwischen dem inneren Flansch 2c des Deckels (Fig. 2) und
der Behälterinnenwand angeordnet sein und/oder der Einsatz kann beabstandet von der
Behälterwand an dem Deckel anliegen, z.B. unterseitig an diesem. Der Einsatz bzw.
zumindest dessen Befestigungsbereich an dem Behälter kann vollständig unterhalb des
Befestigungsbereichs des Deckels an dem Behälter angeordnet sein.
[0072] Ist der Behälter mit einem Füllgut 1b zumindest teilweise oder befüllungstechnisch
vollständig befüllt, so kann der Einsatz 10 auf der Füllgutoberfläche aufliegen oder
von dieser nur geringfügig beabstandet ist. Das Füllgut kann eine dynamische Viskosität
von ca. 10
5-10
6 mPas aufweisen. Insbesondere ist das Füllgut ein Emulsionsbitumen. Nach Einfüllen
des Füllgutes kann der Einsatz in den Behälter eingesetzt werden, z. B. bis zur Anlage
an die Füllgutoberfläche Nach Einsetzen des Einsatzes in den Behälter kann ein Zubehörteil
oder ein Hilfsmittel wie ein chemischer Härter in dem Einsatz positioniert werden,
und zwar, wenn er Einsatz auf der Füllgutoberfläche aufsitzt (oder ggf. auch wenn
der Einsatz von dieser noch beabstandet ist). Durch Belastung des Einsatzes mit dem
Zusatzgewicht wird der Einsatz abgesenkt und mit der Füllgutoberfläche zur Anlage
gebracht. Der Boden des Einsatzes kann vorzugsweise vollflächig auf dem Füllgut aufliegen.
Bei Schwund des Füllgutes wird der ausreichend formstabile Einsatz (vorzugsweise unter
Wahrung seiner Form, abgesehen evt. von Deformationen im Abdichtbereich) in Abdeckung
mit der Füllgutoberfläche gehalten.
[0073] Die Figuren 8 bis 10 zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Behälters mit Einsatz. Die Unterschiede zu dem Behälter mit Einsatz gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 bis 7 werden im Folgenden beschrieben, im Übrigen sei hiermit vollinhaltlich
auf die weiteren Ausführungen zu dem Erfindungsgegenstand, einschließlich des Ausführungsbeispiels
nach den Figuren 1 bis 7, Bezug genommen, welche auch hier entsprechend gelten können.
[0074] Der Behälter 80 weist nach diesem Ausführungsbeispiel mindestens zwei oder drei,
vorzugsweise vier taschenförmige Einbuchtungen 81 auf, welche als Ausbauchungen der
Behälterwand 82 ausgebildet sein können, gegebenenfalls können die Taschen 81 auch
als Bereiche dünnerer Wandstärke ausgebildet sein. Der Einsatz 84 ist mit radial nach
außen vorstehenden Vorsprüngen 85 versehen, welche in die Einbuchtungen 81 eingreifen
können, um den Behälter in einer vorgegebenen Höhe im Behälterinnenraum festlegen
zu können. Die Vorsprünge 85 des Einsatzes liegen dann auf den Bodenbereichen 86 der
Einbuchtungen auf. Die Einbuchtungen 81 erstrecken sich so weit in Richtung zur oberen
Behälterkante 80a, gegebenenfalls bis zu dieser, so dass der Einsatz allein durch
vertikales Absenken in den Behälter eingeführt werden kann, bis der Einsatz 84 formschlüssig
an der Behälterwand in einer vorgegebenen Höhe festgelegt ist, z.B. bis die Vorsprünge
85 auf den Bodenbereichen 86 der Einbuchtungen aufsetzen. Die Taschen bzw. Einbuchtungen
81 sind hier in den Eckbereichen 87 bzw. Bereichen größter Umfangskrümmung der Behälterwand
angeordnet. Die Vorsprünge 85 greifen derart in die Einbuchtungen ein, dass diese
den Einsatz gegen Verdrehung gesichert in dem Behälterinnenraum festlegen. Die Vorsprünge
des Einsatzes (und/oder der Behälterwand) sind derart stabil ausgebildet, dass der
Einsatz auch ein Gewicht aufnehmen kann, beispielsweise ein Behältnis mit einer Härterkomponente
für das Füllgut wie z. B. eine Bitumenzusammensetzung. Die Einbuchtungen 81 können
sich zum Behälterboden hin verjüngen, so dass der horizontal ausgerichtete Einsatz
selbstzentrierend durch die Behälteröffnung vertikal abwärts in den Behälter eingeführt
und abgesenkt werden kann. Gegebenenfalls kann der Einsatz mit einer gewissen Verrastung
an der Behälterinnenwand 82a festgelegt sein, oftmals ist dies jedoch nicht notwendig.
Die Einbuchtungen 81 weisen eine derartige vertikale Tiefe auf und die Vorsprünge
sind an dem Einsatz derart positioniert, dass der Boden 88 des Einsatzes (vorzugsweise
nur geringfügig) von der Füllgutoberfläche beabstandet ist oder nahezu auf dieser
aufliegen kann. Insgesamt kann hierdurch der Einsatz auch bei widrigen Transportbedingungen
und Belastung mit einem Gewicht zuverlässig verkippungssicher an der Behälterinnenwand
82a festgelegt werden.
[0075] Wie in Figur 10 dargestellt, können die Vorsprünge 85 auf Höhe der umlaufenden Dichtlippe
89 des Einsatzes angeordnet sein, so dass die Unterseiten der Vorsprünge abdichtend
an der Behälterinnenwand 82a anliegen und somit den unterhalb des Einsatzes angeordneten
Behälterinnenraum gegenüber dem oberhalb desselben angeordneten Bereich des Behälterinnenraumes
abdichten. Gegebenenfalls können die Vorsprünge auch oberhalb einer umlaufenden Dichtung
oder Dichtlippe 89 des Einsatzes angeordnet sein, wobei im Rahmen der Erfindung "umlaufend"
stets im Sinne von "vollumfänglich umlaufend" zu verstehen ist.
[0076] Durch die Vorsprünge 85 wird auch bei Anordnung eines Gewichtes auf dem Einsatz ein
verkippen des Einsatzes gegenüber dem Behälter sicher verhindert, auch wenn der Behälter
nicht horizontal ausgerichtet transportiert wird, beispielsweise bei manuellem Tragen
desselben.
[0077] Dem Behälter 80 kann ein weiterer Einsatz 10 nach dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1-7 zugeordnet sein, welcher alternativ zu dem Einsatz 80 in dem Behälter angeordnet
sein kann. Der Einsatz 10 ist dann so weit in den Behälter 80 einführbar, dass der
Abdichtbereich 13a des Einsatzes 10 unterhalb der taschenförmigen Einbuchtungen mit
der Behälterinnenwand 82a abdichtend zur Anlage kommt, z.B. auf Höhe des Anlagebereiches
82b der Behälterinnenwand im Dichtsitz.
[0078] Die Figuren 11, 12 zeigen einen erfindungsgemäßen Behälter mit Einsatz in Abwandlung
des Behälters nach den Figuren 8-10, sie sind jedoch allgemein im Rahmen der Erfindung
vorteilhaft realisierbar, also auch bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1-7. Hiernach
sind an der Behälterinnenwand oder ggf. zusätzlich oder alternativ an der Deckelinnenseite
Sicherungsmittel 81a vorgesehen sind, welche mit einem Befestigungsbereich 85 des
Einsatzes, diesen Befestigungsbereich radial einwärts lagesichernd, zusammenwirken.
[0079] Durch diese Sicherung des Befestigungsbereiches des Einsatzes nach radial innen wird
verhindert, dass der Befestigungsbereich mit dem korrespondierenden Befestigungsbereich
der Behälterinnenwand außer Eingriff kommt und der Einsatz aufgrund eines in diesen
eingelegten Objektes bzw. Gegenstandes mit hohem Gewicht wie Härterkomponente, Verarbeitungsgerät
usw. instabil wird, beispielsweise verkippt oder deformiert wird, so dass das Gewicht
in das Füllgut gelangen kann. Die Sicherungsmittel können insbesondere sichernd an
einem Vorsprung des Einsatzes angreifen, insbesondere an einem oder vorzugsweise 2
oder mehr Vorsprüngen 85, besonders bevorzugt an sämtlichen Vorsprüngen 85 des Einsatzes,
welche in taschenförmige Einbuchtungen der Behälterinnenwand eingreifen. Insbesondere
können die Sicherungsmittel formschlüssig an dem Befestigungsbereich des Einsatzes
angreifen, um diesen radial einwärts in seiner Lage zu sichern. Die Sicherungsmittel
können jeweils als Vorsprung, insbesondere als axial nach oben vorstehender Vorsprung
ausgebildet sein, welcher in eine Ausnehmung des Einsatzes sichernd eingreift, oder
in Umkehrung wird durch die Sicherungsmittel eine Ausnehmung bereitgestellt, in welche
ein Vorsprung wie z.B. ein Sicherungszapfen des Einsatzes sichern eingreift. Insbesondere
können die Sicherungsmittel an dem Bodenbereich der taschenförmigen Einbuchtungen
angeordnet sein. Die Anordnung der Sicherungsmittel hat sich beim Transport der Behälter
als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Einsatz mit einem (hohen) Gewicht beaufschlagt
ist, und/oder bei höheren Umgebungstemperaturen, wenn der Behälter eine gewisse thermische
Ausdehnung erfährt, um den Einsatz in horizontaler Anordnung in dem Behälter in seiner
Lage zu sichern. An der taschenförmigen Einbuchtung bzw. in Verlängerung zu dieser
können ferner behälteraußenseitig Stapelstege 86 angeordnet sein, welche einerseits
die Stapelung der Behälter ineinander erleichtern, andererseits die taschenförmigen
Einbuchtungen und Sicherungsmittel 81a stabilisieren.
1. Behälter mit Deckel und mit einem Behälterinnenraum, welcher eine vertikale Höhe aufweist,
wobei in dem Behälterinnenraum ein Einsatz (10) angeordnet ist, welcher mit seinem
Randbereich (10a) an die Umfangskontur des Behälterinnenraumes angepasst ist und den
Behälterinnenraum abdichtend in einen unteren und oberen Teil trennt und welcher (i)
um einen gewissen Betrag in der Vertikalen in eine zweite, tiefer im Behälter liegende
Position verschiebbar ist, in welcher der Einsatz ebenfalls vollumfänglich an der
Behälterinnenwand anliegt und in der ersten und der zweiten vertikalen Position und
bei der Verschiebung zwischen diesen permanent gegenüber der Behälterinnenwand abdichtet,
und/oder (ii) dass der Einsatz in einer vorgegebenen Höhe in dem Behälterinnenraum
an der Behälterwand festgelegt oder festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Behälterinnenwand oder an der Deckelinnenseite Sicherungsmittel (81a) vorgesehen
sind, welche mit einem Befestigungsbereich (85) des Einsatzes, diesen Befestigungsbereich
radial einwärts lagesichernd, zusammenwirken.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsmittel sichernd an einem Vorsprung des Einsatzes angreifen.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsmittel als Vorsprung ausgebildet sein, welcher in eine Ausnehmung des
Einsatzes sichernd eingreifen, oder durch die Sicherungsmittel eine Ausnehmung bereitgestellt
wird, in welche ein Vorsprung des Einsatzes sichernd eingreift.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (10) einen Befestigungsbereich (13a) zur Festlegung desselben an der
Innenwand des Behälters aufweist, welcher beabstandet von der Behälteroberkante an
der Innenwand des Behälters anliegt oder abdichtend anliegt.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz einen umlaufenden, sich zumindest in etwa in vertikaler Richtung erstreckenden
Flansch aufweist, wobei der Flansch einen an die Behälterinnenwand anlegbaren Außenrand
aufweist, welcher an die Querschnittsform der Behälterinnenwand angepasst ist und/oder
gegenüber dieser abdichtet.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Behälter eingesetzte Einsatz an seinem Randbereich eine nach unten, zum
Aufnahmeraum des Füllgutes hin offene Rinne oder Spalt ausbildet, welche/welcher zwischen
Flansch und Behälterinnenwand angeordnet ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (10) und/oder die Behälterwand (5) mindestens zwei Vorsprünge (85) aufweisen,
welche sich in Richtung auf das jeweils andere Bauteil von Einsatz und Behälterwand
erstrecken und an diesem angreifen, so dass der Einsatz (10) mittels der Vorsprünge
(85) in einer vorgegebenen Höhe an dem Behälter gehaltert ist, und dass die Vorsprünge
über den Umfang von Einsatz und/oder Behälterwand verteilt angeordnet sind.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterwand (5) mindestens zwei sich nach außen hin erstreckende taschenförmige
Einbuchtungen (81) aufweist, in welche an dem Einsatz angeordnete Vorsprünge (85)
eingreifen und den Einsatz in der Höhe an der Behälterwand festlegen.
9. Behälter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (85) an dem Einsatz unterhalb oder auf Höhe einer umlaufenden Dichtung
des Einsatzes angeordnet sind.
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz mit einer Handhabe, versehen ist und dass (i) die Handhabe in Form einer
Griffausnehmung oder -einbuchtung des Flansches, zum Herausziehen des Einsatzes aus
dem Behälter ausgebildet ist und/oder dass (ii) die Handhabe an einem Eckbereich des
Behälters, welcher mit einem Originalitätsverschluss und/oder einer Öffnungshilfe
ausgestattet ist, angeordnet ist oder an einem zu diesem benachbarten Eckbereich des
Behälters.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz einen umlaufenden flexiblen, an die Behälterinnenwand abdichtend anlegbaren
Randbereich (13) und sich radial einwärts an diesen anschließenden, versteiften Bereich,
insbesondere Flansch, aufweist.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter als zumindest im Wesentlichen rechteckiger Behälter mit einem Eckradius
von ≥ 40mm und/oder ≤ 600mm ausgeführt ist.
13. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine außenseitig umlaufende Schürze (40) aufweist, welche im Bereich
des oberen Behälterrandes angeformt ist, und dass der Deckelrand in eine an der Schürze
(40) vorgesehene Rinne (41) eingreift.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass (i) der Deckel eine Handhabe zum manuellen Abheben des Deckels aufweist, welche zumindest
im Wesentlichen horizontal von dem Deckel absteht und auf einer außenseitig umlaufenden
Schürze (40), welche im Bereich des oberen Behälterrandes angeformt ist, aufliegt,
und dass der Handhabe außenseitig vorgelagert, die Handhabe zumindest teilweise abdeckend,
ein Originalitätsverschluss angeordnet ist, und/oder dass der Behälter eine zumindest
teilweise umlaufende Schürze (40) aufweist, die im Bereich des oberen Behälterrandes
angeformt ist, und dass die Schürze mit einem Handeingriffsbereich (45) zum manuellen
Eingriff in die Schürze, ein manuelles Tragen des Behälters ermöglichend, ausgestattet
ist.
15. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter zumindest teilweise mit einem Bitumen oder Kunstharz befüllt ist.
1. Container having a lid and a container inner space, which has a vertical height, wherein
in said container inner space an insert (10) is arranged which is adapted with its
rim portion (10a) to the peripheral contour of the container inner space and separates
the container inner space in a sealing manner between a lower and an upper part, and
which can (i) be vertically displaced by a certain amount to a second, lower position
in the container, in which position the insert also fully bears against the container
inner wall and permanently seals against the container inner wall in the first and
the second vertical positions and during the displacement between the same, and/or
that (ii) the insert is fixed or can be fixed to the container wall at a predefined
level in the container inner space, characterized in that sealing means (81 a) are provided on the container inner wall or on the lid inner
face which cooperate with a fixing area (85) of the insert while securing the position
of this fixing area radially inwardly.
2. Container according to claim 1, characterized in that the securing means engage on a projection of the insert in a securing manner.
3. Container according to claim 1 or 2, characterized in that the securing means are constructed as a projection which engages in a recess of the
insert in a securing manner, or a recess is provided by the securing means which is
engaged by a projection of the insert in a securing manner.
4. Container according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the insert (10) has a fixing area (13a) for fixing it to the inner wall of the container
which bears against or sealingly bears against the inner wall of the container in
a manner spaced from the container upper edge.
5. Container according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the insert has a peripheral flange which at least approximately extends in the vertical
direction, the flange having an outer rim that can be applied against the container
inner wall, said outer rim being adapted to the cross sectional shape of the container
inner wall and/or sealing against this wall.
6. Container according to claim 5, characterized in that the insert placed in the container forms on its rim portion a channel or gap which
is open downwardly towards the receiving space of the filling material, the channel
or gap being arranged between the flange and the container inner wall.
7. Container according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the insert (10) and/or the container inner wall (5) comprise at least two projections
(85) which each extend towards and engage at the respective other component of the
insert and the container wall so that the insert (10) is supported against the container
at a predefined height by means of the projections (85), and that the projections
are arranged distributed over the circumference of the insert and/or the container
wall.
8. Container according to claim 7, characterized in that the container wall (5) includes at least two outwardly extending pocket-like indentations
(81), which are engaged by projections (85) arranged on the insert and which fix the
insert in height against the container wall.
9. Container according to claim 7 or 8, characterized in that the projections (85) are arranged on the insert below or at the level of a peripheral
seal of the insert.
10. Container according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the insert is provided with a handle and (i) the handle is designed in the form of
a handle recess or indentation of the flange, for withdrawal of the insert from the
container, and/or that (ii) the handle is arranged on a corner region of the container
which is equipped with a tamper-evident closure and/or an opening aid, or on a corner
region of the container adjacent to that corner region.
11. Container according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the insert has a peripheral flexible rim portion (13) that can be applied against
the container inner wall in a sealing manner, and a stiffened portion, in particular
a flange, which joins said rim portion radially inwardly.
12. Container according to one of the claims 1 to 11, characterized in that the container is designed as an at least substantially rectangular container with
a corner radius of ≥ 40 mm and/or ≤ 600 mm.
13. Container according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the container has an outer peripheral skirt (40), which is integrally molded in the
region of the upper container rim, and that the lid rim engages in a channel (41)
provided on the skirt (40).
14. Container according to one of the claims 1 to 13, characterized in that (i) the lid has a handle for manually lifting the lid, which handle protrudes at
least substantially horizontally from the lid and rests on an outer peripheral skirt
(40) which is integrally molded in the region of the upper container rim, and that
a tamper-evident closure is arranged in front of the handle on the outside thereof
while covering the handle at least partially, and/or that the container has an at
least partially peripheral skirt (40) which is integrally molded in the region of
the upper container rim, and that the skirt is equipped with a hand opening portion
(45) for manually engaging the skirt so as to enable the container to be transported
manually.
15. Container according to one of the claims 1 to 14, characterized in that the container is at least partially filled with bitumen or artificial resin.
1. Contenant avec couvercle et avec un espace intérieur du contenant qui présente une
hauteur verticale, dans l'espace intérieur du contenant étant disposé un insert (10)
qui est adapté avec sa partie périphérique (10a) au contour périphérique de l'espace
intérieur du contenant et qui sépare l'espace intérieur du contenant de manière étanche
en une partie inférieure et une partie supérieure et qui (i) peut être déplacé verticalement
d'une certaine valeur vers une deuxième position plus basse dans laquelle l'insert
s'applique aussi pleinement contre la paroi interne du contenant et se trouve constamment
dans l'état étanche par rapport à la paroi interne du contenant dans la première et
la deuxième positions verticales et lors du déplacement entre ces positions, et/ou
(ii) ledit insert étant ou pouvant être fixé à la paroi de contenant dans l'espace
intérieur du contenant à un niveau prédéfini, caractérisé en ce que des moyens de sécurité (81 a) sont prévus à la paroi intérieure du contenant ou à
la face intérieure du couvercle, moyens de sécurité qui coopèrent avec une zone de
fixation (85) de l'insert en sécurisant la position de cette zone de fixation radialement
vers l'intérieur.
2. Contenant selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de sécurité engagent une partie saillante de l'insert de manière sécurisante.
3. Contenant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de sécurité sont réalisés sous la forme d'une partie saillante qui engage
de manière sécurisante dans une évidement de l'insert ou en ce qu'il est fournie une évidement par les moyens de sécurité dans laquelle évidement engage
de manière sécurisante une partie saillante de l'insert.
4. Contenant selon l'une des rèvendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'insert (10) comporte une zone de fixation (13a) pour la fixation de celui-ci à
la paroi intérieur du contenant, zone de fixation qui s'applique ou s'applique de
manière étanche contre la paroi intérieur du contenant de manière écartée du bord
supérieur du contenant.
5. Contenant selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'insert présente une bride périphérique qui s'étend au moins à peu près dans la
direction verticale, la bride présentant un bord extérieur qui peut s'appliquer contre
la paroi interne du contenant, le bord extérieur étant adapté à la forme en coupe
transversale de la paroi intérieure et/ou étant scellé par rapport à celle-ci.
6. Contenant selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'insert placé dans le contenant forme, sur sa zone de bord, un canal ou une fente
ouverts vers le bas et vers l'espace de réception du matériau de remplissage, canal
ou fente qui sont arrangés entre la bride et la paroi intérieure du contenant.
7. Contenant selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'insert (10) et/ou la paroi de contenant (5) comportent au moins deux parties saillantes
(85) s'étendant vers l'autre composant respectif de l'insert et de la paroi de contenant
et engageant à celui-ci / celle-ci de sorte que l'insert (10) est supporté sur le
contenant à un niveau prédéfini au moyen desdites parties saillantes (85) et que les
parties saillantes sont reparties sur la circonférence de l'insert et/ou de la paroi
de contenant.
8. Contenant selon la revendication 7, caractérisé en ce que la paroi de contenant (5) comporte au moins deux creux (81) en forme de poche s'étendant
vers l'extérieur dans lesquels engagent des parties saillantes (85) arrangées sur
l'insert en fixant l'insert à son niveau sur la paroi de contenant.
9. Contenant selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les parties saillantes (85) sont disposées au-dessous ou au niveau d'un joint d'étanchéité
périphérique de l'insert.
10. Contenant selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'insert est muni d'un moyen de maniement et que (i) le moyen de maniement est réalisé
sous la forme d'un évidement formant poignée ou d'un creux formant poignée de la bride,
pour enlever l'insert hors du contenant, et/ou que (ii) le moyen de maniement est
disposé sur une zone d'angle du contenant muni d'une fermeture inviolable et/ou d'une
aide à l'ouverture, ou sur une zone d'angle du contenant adjacente à celle-ci.
11. Contenant selon l'une des revendications 1 à 10, c a ra c t é r i s é en ce que l'insert présente une zone de bord (13) périphérique flexible qui peut
s'appliquer de manière étanche contre la paroi intérieure de contenant, et une partie
rigidifiée, en particulier une bride, joignant ladite zone de bord radialement vers
l'intérieur.
12. Contenant selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le contenant est réalisé sous la forme d'un contenant au moins sensiblement rectangulaire
avec un rayon d'angle de ≥ 40 mm et/ou ≤ 600 mm.
13. Contenant selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le contenant comporte une jupe périphérique côté extérieure (40) qui est moulée dans
la zone du bord supérieur du contenant et que le bord de couvercle engage dans une
rainure (41) prévue dans la jupe (40).
14. Contenant selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que (i) le couvercle présente un moyen de maniement pour enlever le couvercle manuellement,
le moyen de maniement faisant saillie du couvercle sensiblement verticalement et restant
sur une jupe périphérique extérieure (40) qui est moulée dans la zone du bord supérieur
du contenant, et qu'une fermeture inviolable est disposée côté extérieur du moyen
de maniement en chevauchant le moyen de maniement au moins en partie, et/ou que le
contenant présente une jupe (40) au moins partiellement périphérique qui est moulée
dans la zone du bord supérieur du contenant, et que la jupe est muni d'une zone de
renfoncement de poignée (45) pour engager la main dans la jupe, en permettant le contenant
d'être transporté manuellement.
15. Contenant selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le contenant est rempli de bitume ou de résine synthétique, au moins en partie.