[0001] Die Erfindung betrifft einen außen liegenden Ziehgriff für Kraftfahrzeugtüren. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Türaußengriffvorrichtung mit einem an der Türinnenseite
befestigbaren Griffträger und einer an der Türaußenseite aufliegende Griffeinheit,
die einen endseitig schwenkbar an dem Griffträger gelagerten Betätigungshebel und
ein mit dem Griffträger gekoppeltes Turmelement umfasst, wobei ein mit dem Turmelement
nach Art einer Bajonettverbindung zusammenwirkendes Verriegelungsmittel zwischen einer
eine Bewegung des Turmelements freigebenden Entriegelungsstellung und einer die Bewegung
des Turmelements blockierenden Verriegelungsstellung drehbar an dem Griffträger angeordnet
ist und ein Manipulationselement vorgesehen ist, mit dessen Hilfe das Verriegelungsmittel
wenigstens zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung drehbar
und zumindest in der Verriegelungsstellung arretierbar ist.
[0002] Eine Türaußengriffvorrichtung der Eingangs bezeichneten Art ist zum Beispiel aus
der
EP 1 473 423 A2 bekannt.
[0003] Bei bekannten Türaußengriffvorrichtungen für eine Seitentür eines Kraftfahrzeugs
ist ein Verriegelungsmittel zur drehfesten Verbindung von Griffträger und Turmelement
vorgesehen, wobei das Verriegelungsmittel Bestandteil des Griffträgers ist. Eine Türaußengriffvorrichtung
dieser Art ist beispielsweise aus der
EP 1 574 638 A1 bekannt, bei der ein U-förmiger Bügel als Verriegelungsmittel verwendet wird. Der
Bügel ist mit seinen beiden U-Schenkeln in seitlichen Führungen des Griffträgers verschieblich,
wobei an dem Steg des Bügels, der die beiden Schenkel verbindet, eine Gewindeaufnahme
für ein in Form eines Gewindestifts ausgebildetes Manipulationselement vorgesehen
ist. Der Kopf des Gewindestifts weist ins Bügelinnere, während das zur Betätigung
des Gewindestifts dienende Ende seitlich aus dem Griffträger hervorsteht. Ein Zugang
zu dem zur Betätigung dienenden Ende des Gewindestifts ist durch eine seitliche Öffnung
im Falzbereich der Kraftfahrzeugtür möglich. Beim Betätigen des Gewindestifts stößt
der Kopf des Gewindestifts an eine Seitenwand des in eine Durchgangsöffnung des Griffträgers
hindurch gesteckten Turmelements und bewegt beim Verschrauben den U-förmigen Bügel
in Richtung des Türfalzes. Am freien Ende der beiden Schenkel sind Vorsprünge ausgebildet,
die bei dem Verschrauben in entsprechende Aussparungen des Turmelements eingreifen,
wodurch das Turmelement im Griffträger arretiert und fixiert wird.
[0004] Bei dieser bekannten Türaußengriffvorrichtung ist der Betätigungshebel an einem Ende
des Griffträgers schwenkbar gelagert. Die Fixierung des Turmelements an dem Griffträger
erfolgt an dem anderen Ende des Griffträgers. Bei dieser Ausgestaltung ist das die
Fixierung von Turmelement und Griffträger aufweisende Ende des Griffträgers zur Erleichterung
der Montage in Nähe des Falzbereichs angeordnet, wohingegen das die Schwenklagerung
des Betätigungshebels aufweisende Ende des Griffträgers entfernter in Bezug auf eine
Zugangsmöglichkeit zu diesem Ende angeordnet ist. Daher wird eine solche Türaußengriffvorrichtung
überwiegend derart eingebaut, dass das Turmelement zur bequemen Fixierung mit dem
Griffträger in Nähe des einen kurzen Zugangsweges zum Gewindestift implizierenden
Falzbereichs angeordnet ist. Zwar wird auch ein Einbau der Türaußengriffvorrichtung
realisiert, bei dem das die Schwenklagerung aufweisende Ende des Griffträgers in Nähe
des Falzbereiches angeordnet ist. Allerdings führt diese Anordnung dazu, dass Adapterstücke
für das Werkzeug zur Verschraubung des Gewindestifts benötigt werden, um die durch
die Einbauanordnung zusätzlich vorhandene Distanz zwischen dem Werkzeug und dem Gewindestift
zu überwinden. Daher muss bei der Montage der Türaußengriffvorrichtung erhöhte Sorgfalt
und Geschicklichkeit aufgewandt werden, um das Werkzeug mit dem Adapterstück genau
zu positionieren, was die Montagedauer sowie die Produktionskosten erhöht und zusätzlich
die Gefahr einer fehlerhaften Montage in sich birgt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf konstruktiv einfache Weise und kostengünstig
eine zuverlässige Türaußengriffvorrichtung zu entwickeln, die sich zur Montage und
Demontage des Turmelements bequem und schnell handhaben lässt, die eine zuverlässige
Fixierung des Turmelements am Griffträger ermöglicht und die darüber hinaus die aus
dem Stand der Technik bekannten Probleme löst.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Türaußengriffvorrichtung der Eingangs
bezeichneten Art dadurch gelöst, dass der Griffträger zumindest zwei Eingriffsteile
aufweist, in welchen das eine Manipulationselement verstellbar aufnehmbar ist, und
dass zu jedem der zumindest zwei Eingriffsteile jeweils ein im Griffträger ausgebildeter
Zugangsraum ausgebildet ist, über welchen ein ungehinderter Zugang zu dem aufgenommenen
Manipulationselement möglich ist. Vorzugsweise erstrecken sich die jeweiligen Zugangsräume
von Endseiten des Trägers bis zu den am Griffträger ausgebildeten Eingriffsteilen.
[0007] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Durch die erfindungsgemäßen Merkmale des mit dem Turmelement nach Art einer Bajonettverbindung
zusammenwirkenden Verriegelungsmittels wird das Turmelement lösbar mit dem Griffträger
verbunden, so dass insgesamt die Türaußengriffvorrichtung rasch und einwandfrei an
der Fahrzeugtür montiert und für den Fall eines defekten Schließzylinders zumindest
das Turmelement leicht demontiert werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Gestaltung
wird in vorteilhafter und auf konstruktiv einfache Weise eine sichere und lösbare
Fixierung des Turmelements am Griffträger erzielt. Der Griffträger umfasst wenigstens
zwei Eingriffsteile mit jeweiligen Zugangsräumen, wobei bei der Montage der Türauβengriffvorrichtung
nur ein Manipulationselement verwendet wird. Mit welchem der zumindest zwei Eingriffsteile
das eine Manipulationselement zusammenwirkt, ist in Abhängigkeit von der Einbauanordnung
der Türaußengriffvorrichtung zu entscheiden, wobei das für die Montage günstiger zugängliche
Eingriffsteil mit dem einen Manipulationselement ausgestattet wird. Diese Auswahlmöglichkeit
erhöht die Flexibilität der Einbauanordnung der Türauβengriffvorrichtung. Es sind
nun auch um 180° gedrehte Einbauanordnungen der Türaußengriffvorrichtung möglich,
bei denen am gut zugänglichen Falzbereich der Kraftfahrzeugtür das die Schwenklagerung
aufweisende Ende des Griffträgers angeordnet ist. Dieses Ende des Griffträgers ist
erfindungsgemäß im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
mit Hilfe des entsprechenden Zugangsraumes bequem vom Falzbereich zugänglich, so dass
die Verstellung des Manipulationselements ohne erhöhten Aufwand erfolgt. Dadurch kann
die Türaußengriffvorrichtung ohne aufwendigeren Montageaufwand unabhängig von ihrer
Einbaulage verwendet werden.
[0009] Zur Realisierung einer kompakten Bauweise der erfindungsgemäßen Türaußengriffvorrichtung
ist es von besonderem Vorteil, wenn die zumindest zwei Eingriffsteile an unterschiedlichen
Umfangspositionen des Verriegelungsmittels um dieses herum angeordnet sind und die
Zugänge zu den zumindest zwei Eingriffsteilen aus entgegengesetzten Richtungen erfolgen.
Dadurch ist ein ungehinderter Zugang zu jedem der zumindest zwei Eingriffsteile sichergestellt.
[0010] In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, dass zur Drehung des Verriegelungsmittels
in die Verriegelungsstellung die Verstellung des Manipulationselements bei Aufnahme
in einem ersten der zumindest zwei Eingriffsteile in eine erste Richtung erfolgt und
die Verstellung des Manipulationselements bei Aufnahme in einem zweiten der zumindest
zwei Eingriffsteile in eine zweite Richtung erfolgt, die der ersten Richtung entgegengesetzt
ist, wobei die Drehrichtung des Verriegelungsmittels bei Verstellung des Manipulationselements
in die erste und zweite Richtung identisch ist. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil
auf, dass bei der Montage und Demontage der erfindungsgemäßen Türaußengriffvorrichtung
bzw. des Turmelements an dem Griffträger das Manipulationselement immer eine identische
Relativbewegung in Bezug auf den Griffträger ausführt. Erfolgt beispielsweise ein
Zugang zu dem ersten Eingriffsteil von einem ersten Längsende des Griffträgers aus
und wird das in dem ersten Eingriffsteil aufgenommene Manipulationselement zur Montage
vom ersten Längsende weg bewegt, so würde bei einem Zugang zu dem zweiten Eingriffsteil
vom zweiten Längsende des Griffträgers aus das in dem zweiten Eingriffsteil aufgenommene
Manipulationselement vom zweiten Längsende weg bewegt werden, um das Turmelement an
dem Griffträger zu fixieren. In beiden Fällen würde die identische Relativbewegung
weg vom jeweiligen Längsende zu einer Fixierung führen, wobei die Drehrichtung des
Verriegelungsmittels ebenfalls in beiden Fällen identisch wäre. Es müsste somit bei
der Montage und Demontage nicht darauf geachtet werden, welcher Zugangsraum zum Zugang
zum Manipulationselement verwendet wird, denn eine identische Relativbewegung des
Manipulationselements führt für die zumindest zwei Zugangsräume immer zu einer Drehung
des Verriegelungsmittels entweder in die Verriegelungsstellung oder in die Entriegelungsstellung.
[0011] Diesbezüglich ist es dann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung von besonderem
Vorteil, wenn das Manipulationselement eine Schraube ist und die zumindest zwei Eingriffsteile
jeweils ein Innengewinde aufweisen, das mit der Schraube in Eingriff bringbar ist.
Bei wie vorstehend näher erläutert entgegengesetzter Verstellrichtung bzw. bei identischer
Relativbewegung des Manipulationselements hätte diese Ausgestaltung auch den Vorteil,
dass die Drehrichtung des Manipulationselements zur Verriegelung oder Freigabe des
Turmelements unabhängig davon ist, mit welchem der zumindest zwei Eingriffsteile das
Manipulationselement zusammen wirkt. Dadurch ist es möglich, dass zur Verriegelung
oder Entriegelung des Verriegelungsmittels das Manipulationselement immer in die gleiche
Richtung gedreht werden muss, unabhängig davon, mit welchem Eingriffsteil das Manipulationselement
in Eingriff steht.
[0012] Zur Erhöhung einer kompakten Bauweise ist in weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Türaußengriffvorrichtung vorgesehen, dass das Verriegelungsmittel zumindest einen
radial nach außen gerichteten Kragen mit einer Ausnehmung aufweist, in die das Manipulationselement
zur Drehung des Verriegelungsmittels zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung
eingreift.
[0013] Eine kostengünstige und konstruktiv einfache Möglichkeit, durch die eine bajonettartige
Verbindung zwischen dem Verriegelungsmittel und dem Turmelement geschaffen wird, besteht
ferner darin, dass das Verriegelungsmittel das Turmelement zumindest abschnittsweise
umfangsmäßig umgibt und die Bajonettverbindung von zumindest zwei parallel zueinander
angeordneten und sich abschnittweise in Umfangsrichtung des Turmelements radial nach
außen erstreckenden Eingriffsansätzen des Turmelements und zumindest einem radial
nach innen gerichteten Verriegelungssteg des Verriegelungsmittels gebildet wird, wobei
in der Verriegelungsstellung der Verriegelungssteg zwischen den parallel zueinander
angeordneten Eingriffsansätzen angeordnet ist.
[0014] Um zu vermeiden, dass zur Verstellung des Manipulationselements Adapter- und Verlängerungsteile
verwendet werden müssen, sieht die Erfindung in Weiterbildung vor, dass das Manipulationselement
bei Aufnahme in einem der zumindest zwei Eingriffsteile über ein am Griffträger angebrachtes
Distanzstück verstellbar ist. Das Distanzstück ist mit dem Manipulationselement gekoppelt
und überträgt eine von einem Werkzeug aufgebrachte Manipulationskraft auf das Manipulationselement.
Dadurch kann auch ein nicht direkt mit dem Werkzeug betätigbares Manipulationselement
bewegt werden.
[0015] Schließlich ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Griffträger an
seinen Längsenden jeweils einen Montagetrichter zur Einbringung und Ausrichtung eines
Werkzeuges zur Handhabung des Manipulationselements oder des Distanzstückes aufweist.
Das zur Betätigung des Manipulationselements notwendige Werkzeug, wie beispielsweise
ein Schraubendreher, kann dadurch auf einfache Weise eingesetzt werden, ohne dass
das Werkzeug durch besondere Geschicklichkeit gezielt in Position gebracht werden
müsste.
[0016] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.
[0017] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung, in der
beispielhaft ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung für zwei Anwendungsfälle
dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 einen Ausschnitt eines Türblechs einer Kraftfahrzeugtür,
Figur 2 eine Einzelteildarstellung einer Griffeinheit,
Figur 3 die Griffeinheit nach Anbringung auf der Türaußenseite des Türblechs,
Figur 4 einen auf der Türinnenseite angebrachten Griffträger,
Figur 5 einen vergrößerten Ausschnitt des in Figur 4 dargestellten Griffträgers,
Figur 6 eine Ansicht des Griffträgers nach Montage mit der Griffeinheit,
Figur 7 ein erfindungsgemäßes Verriegelungsmittel in zwei seitlichen Perspektivansichten,
Figur 8 ein Turmelement in perspektivischer Ansicht,
Figur 9 das Verriegelungsmittel in einer Entriegelungsstellung gemäß eines ersten
Anwendungsfalls,
Figur 10 das Verriegelungsmittel in einer Verriegelungsstellung gemäß des ersten Anwendungsfalls,
Figur 11 das Verriegelungsmittel in der Entriegelungsstellung gemäß eines zweiten
Anwendungsfalls und
Figur 12 das Verriegelungsmittel in der Verriegelungsstellung gemäß des zweiten Anwendungsfalls.
[0018] In Figur 1 ist ein Ausschnitt eines Türblechs 1 einer Kraftfahrzeugtür dargestellt,
wobei die Ansicht die Türaußenseite 2 zeigt. In dem Türblech 1 ist eine Türgriffmulde
3 ausgeformt, in die eine in Figur 2 im Detail dargestellte Griffeinheit 4 einer Türaußengriffvorrichtung
bei der Montage eingesetzt wird. Die in dem Ausführungsbeispiel dargestellte Griffeinheit
4 umfasst einen nach Art eines Ziehgriffs ausgebildeten Betätigungshebel 5, ein sich
an dem Betätigungshebel 5 in dessen Längsrichtung seitlich anschließendes Turmelement
6, ein mit dem Turmelement 6 koppelbares Zusatzgehäuse bzw. Aufnahmegehäuse 7 und
eine das Turmelement 6 und das Aufnahmegehäuse 7 nach außen hin abdeckende Kappe 8.
An einem ersten Längsende 9 des Betätigungshebels 5 ist ein Lageransatz 10 angeformt,
der bei der Montage der Türaußengriffvorrichtung durch eine erste Durchgangsöffnung
11 des Türblechs 1 hindurch gesteckt und dort schwenkbar hinter der Türaußenseite
2 gelagert ist. Die endseitige Schwenklagerung des Betätigungshebels 5 erlaubt ein
Aufschwenken des Betätigungshebels um eine vertikale Achse. An dem anderen bzw. zweiten
Längsende 12 des Betätigungshebels 5 ist ein Betätigungsfinger 13 angebracht, der
sich nach Montage der Türaußengriffvorrichtung durch eine zweite im Türblech 1 ausgebildete
Durchgangsöffnung 14 hindurch erstreckt und der Betätigung eines Schlosses dient.
In Verlängerung des Betätigungshebels 5 schließt sich an dessen zweiten Längsende
12 das zylinderförmig ausgebildete Turmelement 6 an, das in der dargestellten Ausführungsform
einen Schließzylinder 15 aufnimmt, der einen Zugang zum Fahrzeug mittels eines mechanischen
Notschlüssels ermöglicht. Ferner ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel auf der
dem Betätigungshebel 5 abgewandten Seite des Turmelements 6 das mit dem Turmelement
6 koppelbare Aufnahmegehäuse 7 angeordnet, in welchem beispielsweise ein Infrarötempfänger
oder ein elektronisches Bauteil zur Fernbetätigung der Türaußengriffvorrichtung untergebracht
sein kann. Die komplette Griffeinheit 4 ist in Figur 3 nach ihrer Montage auf der
Türaußenseite 2 des Türblechs 1 dargestellt, wobei die Griffeinheit 4 in der in dem
Türblech 1 geformten Türgriffmulde 3 angeordnet ist, so dass die Hand eines Benutzers
zur Betätigung der Türaußengriffvorrichtung in die Türgriffmulde 3 eingreifen bzw.
den Betätigungshebel 5 hintergreifen und den nach Art eines Ziehgriffs ausgebildeten
Betätigungshebel 5 nach außen ziehen bzw. betätigen kann, um die Fahrzeugtür zu öffnen.
Bei dieser Ausgestaltung kann der Betätigungshebel 5 mittels des im Turmelement 6
eingelagerten Schließzylinders 15 blockiert werden. Alternativ kann statt eines einen
Schließzylinder aufnehmenden Turmelements auch eine schließzylinderfreie Turmattrappe
verwendet werden.
[0019] Zur Anbringung der Griffeinheit 4 an dem Türblech 1 umfasst die erfindungsgemäße
Türaußengriffvorrichtung ferner einen Griffträger 16, der in den Figuren 4, 5 und
6 in verschiedenen Ansichten dargestellt ist. Der Griffträger 16 ist mittels nicht
näher gezeigter Schraubverbindungen an der Türinnenseite 17 des Türblechs 1 befestigt.
Dabei zeigt die Figur 4 eine Gesamtansicht des auf der Türinnenseite 17 angebrachten
Griffträgers 16, bevor die Griffeinheit 4 auf der Türaußenseite 2 angeordnet ist,
und die Figur 5 einen vergrößerten Ausschnitt des in Figur 4 gezeigten Griffträgers
16. Im Gegensatz dazu zeigt Figur 6 den Griffträger 16 mit der auf der Türaußenseite
2 angebrachten Griffeinheit 4. Der Griffträger 16 ist aus Materialeinsparungsgründen
überwiegend aus einer Rahmenstruktur gebildet, die an einem ersten Längsende 18 einen
Aufnahmeraum 19 aufweist, welcher den Lageransatz 10 des Betätigungshebels 5 aufnimmt
und schwankbar lagert. Der Aufnahmeraum 19 ist entsprechend der zweiten Durchgangsöffnung
14 auf der Türinnenseite 17 angeordnet, so dass der Lageransatz 10 des Betätigungshebels
5 durch das Türblech 1 hindurch an dem Griffträger 16 lagerbar ist.
[0020] Im Bereich des anderen bzw. zweiten Längsendes 20 des Griffträgers 16 ist ein Verriegelungsmechanismus
für die lösbare Fixierung von Turmelement 6 und Griffträger 16 angeordnet, der nach
Art einer Bajonettverbindung ausgebildet ist. An dem zweiten Längsende 20 weist der
Griffträger 16 ein Funktionsteil 38 auf, welches neben der Fixierung des Turmelements
entsprechende Aufnahmen und Freiräume für mechanische und elektronische Komponenten
der Türaußengriffvorrichtung aufweist. Bei Montage der Türaußengriffvorrichtung wird
das Turmelement 6 von der Türaußenseite 2 aus durch die erste Durchgangsöffnung 11
des Türblechs 1 hindurch in den an der Türinnenseite 17 befestigten Griffträger 16
in eine komplementär zu einer definierten Querschnittsfläche des Turmelements 6 ausgebildeten
und im Wesentlichen kreisförmigen Öffnung 21 eingeschoben, wobei zusätzliche diametral
zueinander ausgebildete Aussparungen 22 die Öffnung 21 abschnittsweise vergrößern.
Während bei Montage der Türaußengriffvorrichtung das Turmelement 6 durch die Öffnung
21 hindurch gesteckt wird, werden in die Aussparungen 22 entsprechend komplementär
ausgebildete Eingriffsansätze 23 des Turmelements 6 eingebracht, die näher in Figur
8 dargestellt sind. Die in die Aussparungen 22 eingebrachten Eingriffsansätze 23 bewirken,
dass das Turmelement 6 drehfest mit dem Griffträger 16 gekoppelt ist. Diese Kopplung
verhindert jedoch nur eine relative Drehung zwischen dem Turmelement 6 und dem Griffträger
16. Um eine Bewegung des Turmelements 6 in dessen Längsrichtung bzw. quer zum Griffträger
16 zu unterbinden, damit das Turmelement 6 nicht von außen aus dem Griffträger herausgezogen
werden kann, ist eine besondere Kopplung des Turmelements 6 mit einem Verriegelungsmittel
24 vorgesehen. Das in Figur 7 in zwei verschiedenen Seitenansichten dargestellte Verriegelungsmittel
24 ist C-förmig ausgebildet und weist zwei radial nach innen gerichtete Verriegelungsstege
25 auf, die im Wesentlichen umfangsmäßig diametral gegenüber liegend angeordnet sind.
Die Verriegelungsstege 25 des Verriegelungsmittels 24 wirken mit dem Turmelement 6
nach Art einer Bajonettverbindung zusammen. Im eingebauten Zustand der Türaußengriffvorrichtung
ist das Verriegelungsmittel 24 über das Turmelement 6 geschoben und umgibt zumindest
einen Teil des Umfangs des Turmelements 6, wie beispielsweise aus Figur 6 ersichtlich
ist. Dabei ist das Verriegelungsmittel 24 zwischen einer eine Bewegung des Turmelements
6 freigebenden Entriegelungsstellung und einer die Bewegung des Turmelements 6 blockierenden
Verriegelungsstellung drehbar um das drehfest mit dem Griffträger 16 gekoppelte Turmelement
6 angeordnet, wie nachstehend noch näher beschrieben wird. Zur Aufnahme des Verriegelungsmittels
24 an dem Griffträger 16 weist dieser auf seiner der Türinnenseite 17 abgewandten
Seite im Bereich der Öffnung 21 einen entsprechenden Raum auf, in welchem das Verriegelungsmittel
24 drehbar untergebracht ist.
[0021] Zur Drehung zwischen der Entriegelungs- und Verriegelungsstellung weist das Verriegelungsmittel
24 wenigstens zwei radial nach außen gerichtete Kragen 26 mit jeweils einer Ausnehmung
27 auf, wie in Figur 7 dargestellt ist. In eine der Ausnehmungen 27 greift zur Drehung
des Verriegelungsmittels 24 ein in den Figuren 6 und 9 bis 12 gezeigtes Manipulationselement
28 ein. Das Manipulationselement 28 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in
Form einer Schraube oder eines Gewindestifts ausgeführt und wirkt mit einem von zwei
am Funktionsteil 38 des Griffträgers 16 ausgebildeten Eingriffsteilen 29 und 30 zusammen.
In Figur 6 wirkt das Manipulationselement 28 mit dem als ersten bezeichneten Eingriffsteil
30 zusammen, dass im Wesentlichen diametral zu dem als zweiten bezeichneten Eingriffsteil
29 um das Verriegelungsmittel 24 herum angeordnet ist. Entsprechend der Ausgestaltung
des Manipulationselements 28 weisen die beiden Eingriffsteile 29 und 30 ein Innengewinde
auf, das mit dem Manipulationselement 28 in Eingriff bringbar ist, so dass das Manipulationselement
28 in den Eingriffsteilen 29 und 30 in Längsrichtung des Griffträgers 16 bewegbar
und verstellbar aufnehmbar ist. Mit Hilfe des Manipulationselements 24 ist somit das
Verriegelungsmittel 24 wenigstens zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung
drehbar und zumindest in der Verriegelungsstellung arretierbar.
[0022] Die beiden Eingriffsteile 29, 30 sind wie vorstehend erwähnt an unterschiedlichen
Umfangspositionen des Verriegelungsmittels 24 umfangsmäßig um dieses herum angeordnet.
Ein Zugang zu den beiden Eingriffsteilen 29, 30 und damit zu dem im entsprechenden
Eingriffsteil 29, 30 aufgenommenen Manipulationsteil 28 erfolgt aus entgegengesetzten
Richtungen. Das erste Eingriffsteil 30 ist vom zweiten Längsende 20 des Griffträgers
16 aus über einen im Griffträger 16 ausgebildeten Zugangsraum 32 zugänglich, wohingegen
das zweite Eingriffsteil 29 vom ersten Längsende 18 des Griffträgers 16 aus über einen
weiteren, am Griffträger 16 ausgebildeten Zugangsraum 31 zugänglich ist. Die in Figur
5 dargestellten Zugangsräume 31 und 32 ermöglichen einen ungehinderten Zugang zu dem
im entsprechenden Eingriffsteil 29, 30 aufgenommenen Manipulationselement 28.
[0023] Um das Turmelement 6 an dem Griffträger 16 zu fixieren, wird das Manipulationselement
28 beispielsweise von dem Eingriffsteil 29 (wie in Figur 6 dargestellt) oder von dem
Eingriffsteil 30 aufgenommen. Zur Fixierung wird dann das Verriegelungsmittel 24 mit
Hilfe des Manipulationselements 28 gedreht, wozu zum Beispiel ein Schraubendreher
zur Verstellung des Manipulationselements 28 verwendet werden kann. Bei der Verstellung
greift ein endseitig an dem Manipulationselement 28 angeformter Kopf 33 (siehe Figuren
9 bis 12) in die entsprechende Ausnehmung 27 des Verriegelungsmittels 24 ein, so dass
bei einer Bewegung des Manipulationselements 28 das Verriegelungsmittel 24 gedreht
wird. Zur Erleichterung der Montage kann ein in den Figuren 6, 9 und 10 dargestelltes
Distanzstück 34 am Griffträger 16 angebracht und drehbar gelagert sein, durch welches
die Verstellung des in dem zweiten Eingriffsteil 29 aufgenommenen Manipulationselements
28 erleichtert wird. Ferner ist zur Erleichterung der Montage vorgesehen, dass der
Griffträger 16 an den Endseiten der Zugangsräume 31 und 32 jeweilige Montagetrichter
35 und 36 aufweist, die zur Einbringung und Ausrichtung eines Werkzeuges zur Handhabung
des Manipulationselements 28 oder des Distanzstückes 34 dienen, wie in den Figuren
4 und 6 gezeigt ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Schraubendreher mit Hilfe
der Montagetrichter 35 und 36 sehr genau auf bequeme Weise positioniert werden, um
mit dem Manipulationselement in Eingriff gebracht zu werden.
[0024] Hinsichtlich der Bajonettverbindung von Turmelement 6 und Verriegelungsmittel 24
weist das Turmelement 6 zwei weitere Eingriffsansätze 37 auf, die sich ebenso wie
die Eingriffsansätze 23 radial nach außen von der Umfangsfläche des zylinderförmigen
Turmelements 6 erstrecken, wie in Figur 8 gezeigt ist. Die Eingriffsansätze 37 sind
diametral auf dem äußeren Umfang des Turmelements 6 ausgebildet und parallel beabstandet
zu den Eingriffsansätzen 23 angeordnet, so dass zwischen den Eingriffsansätzen 23
und 37 ein Freiraum gebildet ist, in den der Verriegelungssteg 25 des Verriegelungsmittels
24 in der Verriegelungsstellung eingebracht und angeordnet ist. Durch diese Anordnung
wird eine Bewegung des Turmelements 6 in dessen Längsrichtung bzw. quer zum Griffträger
16 verhindert, was nachstehend mit Bezug auf die Figuren 9 bis 12 anhand zweier Anwendungsfälle
näher erläutert wird.
[0025] In den Figuren 9 und 10 ist der erste Anwendungsfall und in den Figuren 11 und 12
der zweite Anwendungsfall für die erfindungsgemäße Türaußengriffvorrichtung dargestellt.
Aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit sind in diesen Figuren lediglich die
für die Bajonettverbindung, die für die Verstellung des Manipulationselements 28 und
die für die Drehung des Verriegelungsmittels 24 wesentlichen Teile der Türaußengriffvorrichtung
dargestellt.
[0026] Bei dem in den Figuren 9 und 10 dargestellten Anwendungsfall ist das Manipulationselement
28 in dem Eingriffsteil 29 des Griffträgers 16 aufgenommen. Dabei entspricht die in
Figur 9 dargestellte Anordnung von Manipulationselement 28 und Verriegelungsmittel
24 der Entriegelungsstellung, in welcher die im Wesentlichen diametral an dem Verriegelungsmittel
24 ausgebildeten und radial nach außen gerichteten Verriegelungsstege 25 außerhalb
des zwischen den Eingriffsansätzen 23 und 37 ausgebildeten Freiraums angeordnet sind.
Der Wechsel aus der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung erfolgt mittels
einer Bewegung des Manipulationselements 28. Zur Überbrückung der Distanz zwischen
dem in dem Eingriffsteil 29 aufgenommenen Manipulationselement 28 und dem Längsende
18 des Griffträgers 16, an welchem der Zugang für ein Werkzeug erfolgt, wird das Distanzstück
34 verwendet, welches mit dem Manipulationselement 28 gekoppelt ist und sich in dem
Zugangsraum 31 erstreckt. Das Distanzstück 34 ist in den Griffträger 16 integrierbar
und sorgt dafür, dass ein Werkzeug mit reduzierter bzw. normaler Länge verwendet werden
kann und nicht auf ein Adapterstück zur Überbrückung der zusätzlichen Distanz zurückgegriffen
werden muss. Mit Hilfe des Distanzstücks 34 ist das Manipulationselement 28 beispielsweise
mittels eines Schraubendrehers bewegbar, indem der Schraubendreher in den Montagetrichter
36 eingeführt und anschließend mit dem Distanzstück 34 in Eingriff gebracht wird,
bevor durch Drehung des Schraubendrehers das Manipulationselement 28 über das Distanzstück
34 in dem mit einem Innengewinde versehenen Eingriffsteil 29 bewegt wird. Die Bewegung
erfolgt hierbei in Pfeilrichtung A, d.h. in Längsrichtung des Zugangsraumes 31 und
in Richtung des Längsendes 18 des Griffträgers 16. Der Kopf 33 des Manipulationselements
28 ist in der Aussparung 27 des Verriegelungsmittels 24 angeordnet, so dass bei einer
Bewegung des Manipulationselements 28 in Pfeilrichtung A der in der Ausnehmung 27
angeordnete Kopf 33 gegen den Kragen 26 des Verriegelungsmittels 24 drückt. Hierbei
wird dann das Verriegelungsmittel 24 um das mit dem Griffträger 16 drehfest gekoppelte
Turmelement 6 im Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeiles C gedreht. Bei dieser Drehung
gelangen die Verriegelungsstege 25 des Verriegelungsmittels 24 in die jeweiligen Freiräume,
die zwischen den parallel und beabstandet zueinander angeordneten Eingriffsansätzen
23 und 37 ausgebildet sind. Damit befindet sich das Verriegelungsmittel 24 in der
Verriegelungsstellung, in welcher das Turmelement 6 gegen eine Bewegung in Richtung
seiner Längsachse bzw. quer zum Griffträger 16 fixiert ist. Auf diese Weise kann auf
einfache und bequeme Weise an dem ersten Längsende 18 des Griffträgers 16 ein entsprechendes
Werkzeug ohne große Mühe zur Verstellung des Manipulationselements 28 und zur Drehung
des Verriegelungsmittels 24 eingesetzt werden, wobei der Zugriff auf das Manipulationselement
28 mittels des Distanzstücks 34 über den Zugangsraum 31 erfolgt. Die Gewindeverbindung
zwischen dem Manipulationselement 28 und dem Eingriffsteil 30 sorgt im Wesentlichen
dafür, dass das Verriegelungsmittel 24 in der Verriegelungsstellung arretiert bleibt.
[0027] In den Figuren 11 und 12 ist ein zweiter Anwendungsfall dargestellt. Dieser unterscheidet
sich von dem ersten Anwendungsfall dadurch, dass das Manipulationselement 28 nun nicht
mehr mit dem ersten Eingriffsteil 30, sondern mit dem zweiten Eingriffsteil 29 gekoppelt
ist. Dadurch erfolgt der Zugang zu dem zweiten Eingriffsteil 29 zur Verstellung des
Manipulationselements 28 von dem zweiten Längsende 20 des Griffträgers 16 aus über
den Zugangsraum 32. Um das Verriegelungsmittel 24 aus der in Figur 11 gezeigten Entriegelungsstellung
in die in Figur 12 dargestellte Verriegelungsstellung zu drehen, wird das Werkzeug
bzw. der Schraubendreher vom zweiten Längsende 20 des Griffträgers 16 aus in den Montagetrichter
35 eingebracht und anschließend mit dem Manipulationselement 28 in Eingriff gebracht.
Durch die Bewegung des Manipulationselements 28 in Richtung des Pfeils B, d.h. in
Richtung des ersten Längsendes 18 oder Montagetrichters 35 des Griffträgers 16, drückt
der in der Ausnehmung 27 angeordnete Kopf 33 des Manipulationselements 28 gegen den
Kragen 26 und dreht dadurch das Verriegelungsmittel 24 um das mit dem Griffträger
16 drehfest gekoppelte Turmelement 6 in Richtung des Pfeils C. Auch bei dieser Drehung
gelangen die Verriegelungsstege 25 des Verriegelungsmittels 24 in die jeweiligen Freiräume,
die zwischen den Eingriffsansätzen 23 und 37 ausgebildet sind. Damit befindet sich
das Verriegelungsmittel 24 in der Verriegelungsstellung, in welcher das Turmelement
6 gegen eine Bewegung in Richtung seiner Längsachse bzw. quer zum Griffträger 16 fixiert
ist.
[0028] Entsprechend der dargestellten Anwendungsfälle erfolgt die Drehung des Verriegelungsmittels
24 aus der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung im Uhrzeigersinn in
Pfeilrichtung C, wobei die Verstellung des Manipulationselements 28 bei Aufnahme in
dem ersten Eingriffsteil 30 in eine erste Richtung, d.h. in Richtung des ersten Längsendes
18 des Griffträgers 16 bzw. in Richtung des Pfeils B, wohingegen die Verstellung des
Manipulationselements 28 bei Aufnahme in dem zweiten Eingriffsteil 29 in eine zweite
Richtung, d.h. in Richtung des zweiten Längsendes 18 des Griffträgers 16 bzw. in Richtung
des Pfeils, erfolgt, die der ersten Richtung entgegengesetzt ist. Trotz entgegengesetzter
Bewegungsrichtungen des Manipulationselements 27 bei dessen Verstellung ist bei beiden
Anwendungsfällen die Drehrichtung (Pfeil C) des Verriegelungsmittels 24 identisch.
[0029] Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, dass sowohl die Montage als auch
die Demontage der beschriebenen Türaußengriffvorrichtung bequem von einem Falzbereich
einer Kraftfahrzeugtür oder einer dementsprechenden Öffnung aus erfolgen kann. Zu
diesem Zweck wird dann eine der beiden Eingriffsteile 29, 30 ausgewählt, welches am
bequemsten vom Falzbereich aus zugänglich ist.
[0030] Die vorstehend beschriebene Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebene
und dargestellte Ausführungsform beschränkt. An den in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsformen können zahlreiche, dem Fachmann entsprechend der beabsichtigten
Anwendung naheliegende Abänderungen vorgenommen werden, ohne dass dadurch der Bereich
der Erfindung verlassen wird, wobei der Bereich der Erfindung nur durch die Ansprüche
definiert ist.
1. Türaußengriffvorrichtung mit einem an der Türinnenseite (17) befestigbaren Griffträger
(16) und einer an der Türaußenseite (2) aufliegenden Griffeinheit (4), die einen endseitig
schwenkbar an dem Griffträger (16) gelagerten Betätigungshebel (5) und ein mit dem
Griffträger (16) gekoppeltes Turmelement (6) umfasst, wobei
ein mit dem Turmelement (6) nach Art einer Bajonettverbindung zusammenwirkendes Verriegelungsmittel
(24) zwischen einer eine Bewegung des Turmelements (6) freigebenden Entriegelungsstellung
und einer die Bewegung des Turmelements (6) blockierenden Verriegelungsstellung drehbar
an dem Griffträger (16) angeordnet ist und
ein Manipulationselement (28) vorgesehen ist, mit dessen Hilfe das Verriegelungsmittel
(24) wenigstens zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung drehbar
und zumindest in der Verriegelungsstellung arretierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Griffträger (16) zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) aufweist, in welchen
das eine Manipulationselement (28) verstellbar aufnehmbar ist, und
dass zu jedem der zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) jeweils ein im Griffträger (16)
ausgebildeter Zugangsraum (31, 32) ausgebildet ist, über welchen ein ungehinderter
Zugang zu dem aufgenommenen Manipulationselement (28) möglich ist.
2. Türaußengriffvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die zumindest zwei Eingriffsteile
(29, 30) an unterschiedlichen Umfangspositionen des Verriegelungsmittels (24) um dieses
herum angeordnet sind und die Zugänge zu den zumindest zwei Eingriffsteilen (29, 30)
aus entgegengesetzten Richtungen erfolgen.
3. Türaußengriffvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Drehung des Verriegelungsmittels
(24) in die Verriegelungsstellung die Verstellung des Manipulationselements (28) bei
Aufnahme in einem ersten der zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) in eine erste
Richtung (B) erfolgt und die Verstellung des Manipulationselements (28) bei Aufnahme
in einem zweiten der zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) in eine zweite Richtung
(A) erfolgt, die der ersten Richtung (B) entgegengesetzt ist, wobei die Drehrichtung
(C) des Verriegelungsmittels (24) bei Verstellung des Manipulationselements (28) in
die erste und zweite Richtung (A, B) identisch ist.
4. Türaußengriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verriegelungsmittel
(24) zumindest einen radial nach außen gerichteten Kragen (26) mit einer Ausnehmung
(27) aufweist, in die das Manipulationselement (28) zur Drehung des Verriegelungsmittels
(24) zwischen der Entriegelungsstellung und der Verriegelungsstellung eingreift.
5. Türaußengriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verriegelungsmittel
(24) das Turmelement (6) zumindest abschnittsweise umfangsmäßig umgibt und die Bajonettverbindung
von zumindest zwei parallel zueinander angeordneten und sich abschnittweise in Umfangsrichtung
des Turmelements (6) radial nach außen erstreckenden Eingriffsansätzen (23, 37) des
Turmelements (6) und zumindest einem radial nach innen gerichteten Verriegelungssteg
(25) des Verriegelungsmittels (24) gebildet wird, wobei in der Verriegelungsstellung
der Verriegelungssteg (25) zwischen den parallel zueinander angeordneten Eingriffsansätzen
(23, 37) angeordnet ist.
6. Türaußengriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Manipulationselement
(28) eine Schraube ist und die zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) jeweils ein
Innengewinde aufweisen, das mit der Schraube in Eingriff bringbar ist.
7. Türaußengriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Manipulationselement
(28) bei Aufnahme in wenigstens einem der zumindest zwei Eingriffsteile (29, 30) über
ein am Griffträger (16) angebrachtes Distanzstück (34) verstellbar ist.
8. Türaußengriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Griffträger
(16) an seinen Längsenden (18, 20) jeweils einen Montagetrichter (35, 36) zur Einbringung
und Ausrichtung eines Werkzeuges zur Handhabung des Manipulationselements (28) oder
des Distanzstückes (34) aufweist.
1. An outside door handle device that has a handle carrier (16) that can be fastened
to the inside of the door (17) and handle unit (4) resting on the outside side of
the door (2), which handle unit comprises an actuating lever (5) pivotably mounted
at the end side of the handle carrier (16) and a tower element (6) coupled to the
handle carrier (16), wherein
a locking means (24) interacting with the tower element (6) in the manner of a bayonet
connection is arranged on the handle carrier (16) so as to be rotatable between a
release position releasing a movement of the tower element (6) and a locking position
blocking the movement of the tower element (6), and
a manipulation element (28) is provided by means of which the locking means (24) can
be rotated at least between the release position and the locking position and can
be locked at least in the locking position,
characterized in
that the handle carrier (16) has at least two engagement parts (29, 30) in which the one
manipulation element (28) can be accommodated in an adjustable manner, and
that for each of the at least two engagement parts (29, 30) in each case one access space
(31, 32) is formed in the handle carrier (16), via which access space unhindered access
to the accommodated manipulation element (28) is enabled.
2. The outside door handle device according to claim 1, wherein the at least two engagement
parts (29, 30) are arranged at different circumferential positions of locking means
(24) and around the same, and accesses to the at least two engagement parts (29, 30)
take place from opposite directions.
3. The outside door handle device according to claim 1 or claim 2, wherein for rotating
the locking means (24) into the locking position, adjusting the manipulation element
(28) when being accommodated in a first of the at least two engagement parts (29,
30) is carried out in a first direction (B), and adjusting the manipulation element
(28) when being accommodated in a second of the at least two engagement parts (29,
30) is carried out in a second direction (A) that runs opposite the first direction
(B), wherein the direction of rotation (C) of the locking means when adjusting the
manipulation element (28) in the first and second directions (A, B) is identical.
4. The outside door handle device according to any one of the preceding claims, wherein
the locking means (24) has at least one collar (26) that is oriented radially outwards
and has a recess (27) in which the manipulation element (28) engages for rotating
the locking means (24) between the release position and the locking position.
5. The outside door handle device according to any one of the preceding claims, wherein
the locking means (24) surrounds the tower element (6) circumferentially at least
in certain section, and the bayonet connection is formed by at least two engagement
projections (23, 37) of the tower element (6), which engagement projections are arranged
parallel to one another and extend in certain sections radially outward in the circumferential
direction of the tower element (6), and at least one inwardly oriented locking web
(25) of the locking means (24), wherein in the locking position, the locking web (25)
is arranged between engagement projections (23, 37) that are arranged parallel to
one another.
6. The outside door handle device according to any one of the preceding claims, wherein
the manipulation element (28) is a screw and the at least two engagement parts (29,
30) each have an internal thread that can be brought into engagement with the screw.
7. The outside door handle device according to any one of the preceding claims, wherein
the manipulation element (28) when being accommodated in the at least one of the at
least two engagement parts (29, 30) can be adjusted via a spacer (34) that is attached
to the handle carrier (16).
8. The outside door handle device according to any one of the preceding claims, wherein
the handle carrier (16) has at its longitudinal ends (18, 20) in each case one assembly
funnel (35, 36) for inserting and aligning a tool for handling the manipulation element
(28) or the spacer (34).
1. Dispositif de poignée extérieure de porte avec un porte-poignée (16) qui peut être
fixé au côté intérieur de la porte (17) et une unité de poignée (4) reposant sur le
côté extérieur de la porte (2), qui comprend un levier d'actionnement (5) monté pivotable
en extrémité sur le porte-poignée (16) et un élément en forme de tour (6) couplé au
porte-poignée (16) pour lequel
un moyen de verrouillage (24) interagissant à la manière d'une liaison à baïonnette
avec l'élément en forme de tour (6) est monté sur le porte-poignée (16) de manière
à pouvoir tourner entre une position de déverrouillage qui libére un mouvement de
l'élément en forme de tour (6) et une position de verrouillage qui bloque le mouvement
de l'élément en forme de tour (6) et
un élément de manipulation (28) est prévu avec l'aide duquel le moyen de verrouillage
(24) peut être tourné au moins entre la position de déverrouillage et la position
de verrouillage et peut être bloqué au moins dans la position de verrouillage,
caractérisé en ce que le porte-poignée (16) comporte au moins deux parties de prise (29, 30) dans lesquelles
ledit élément de manipulation (28) peut être logé de manière mobile et
en ce que pour chacune desdites au moins deux parties de prise (29, 30) un espace d'accès (31,
32) qui permet un accès sans entrave à l'élément de manipulation (28) logé, est à
chaque fois formé dans le porte-poignée (16).
2. Dispositif de poignée extérieure de porte selon la revendication 1 pour lequel les
au moins deux parties de prise (29, 30) sont disposées à des positions périphériques
différentes du moyen de verrouillage (24) autour de celui-ci et les accès aux au moins
deux parties de prise (29, 30) ont lieu à partir des directions opposées.
3. Dispositif de poignée extérieure de porte selon la revendication 1 ou 2 pour lequel
pour faire tourner le moyen de verrouillage (24) dans la position de verrouillage,
le déplacement de l'élément de manipulation (28) a lieu dans une première direction
(B) lors de la réception dans une première des au moins deux parties de prise (29,
30) et le déplacement de l'élément de manipulation (28) a lieu dans une deuxième direction
(A) lors de la réception dans une deuxième des au moins deux parties de prise (29,
30) qui est opposée à la première direction (B), la direction de rotation (C) du moyen
de verrouillage (24) étant identique dans la première et deuxième direction (A, B).
lors du déplacement de l'élément de manipulation (28).
4. Dispositif de poignée extérieure de porte selon une quelconque des revendications
précédentes pour lequel le moyen de verrouillage (24) comporte au moins un col (26)
radialement dirigé vers l'extérieur avec un évidement (27) dans lequel l'élément de
manipulation (28) se met en prise pour la rotation du moyen de verrouillage (24) entre
la position de déverrouillage et la position de verrouillage.
5. Dispositif de poignée extérieure de porte selon une quelconque des revendications
précédentes pour lequel le moyen de verrouillage (24) entoure l'élément en forme de
tour (6) de façon périphérique au moins par tronçons et la liaison à baïonnette est
formée d'au moins deux tétons de prise disposés parallèlement l'un par rapport à l'autre
et s'étendant radialement vers l'extérieur par tronçons dans le sens périphérique
de l'élément en forme de tour (6) et d'au moins une nervure de verrouillage (25) du
moyen de verrouillage (24) dirigée radialement vers l'intérieur, la nervure de verrouillage
(25) dans la position de verrouillage étant montée entre les tétons de prise (23,
27) disposés parallèlement l'un par rapport à l'autre.
6. Dispositif de poignée extérieure de porte selon une quelconque des revendications
précédentes pour lequel l'élément de manipulation (28) est une vis et lesdites au
moins deux parties de prise (29, 30) comportent respectivement un filetage intérieur
qui peut être mis en prise avec la vis.
7. Dispositif de poignée extérieure de porte selon une quelconque des revendications
précédentes pour lequel l'élément de manipulation (28) est mobile lors de la réception
dans au moins une desdites au moins deux parties de prise (29, 30) sur une pièce entretoise
(34) montée sur le porte-poignée (16).
8. Dispositif de poignée extérieure de porte selon une quelconque des revendications
précédentes pour lequel le porte-poignée (16) comporte à ses extrémités longitudinales
(18, 20) à chaque fois un entonnoir de montage (35, 36) pour mettre en place et orienter
un outil pour manipuler l'élément de manipulation (28) ou la pièce entretoise (34).