| (19) |
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(11) |
EP 2 627 481 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.03.2015 Patentblatt 2015/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.10.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/067530 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/049079 (19.04.2012 Gazette 2012/16) |
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| (54) |
DREHMOMENTÜBERTRAGUNGSEINRICHTUNG INSBESONDERE IN FORM EINES SPANNFUTTERS FÜR BITS
TORQUE TRANSMISSION DEVICE, IN PARTICULAR IN THE FORM OF A CHUCK FOR A BIT
DISPOSITIF DE TRANSMISSION DE COUPLE DE ROTATION EN PARTICULIER SOUS LA FORME D'UN
MANDRIN DE SERRAGE POUR MECHES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.10.2010 DE 102010038211
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.2013 Patentblatt 2013/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Wera - Werk Hermann Werner GmbH & Co. KG |
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42349 Wuppertal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PISTOR, Oliver
42349 Wuppertal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grundmann, Dirk |
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Rieder & Partner
Patentanwälte - Rechtsanwalt
Corneliusstrasse 45 42329 Wuppertal 42329 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 637 285 EP-A2- 2 130 648 DE-A1- 4 143 218 DE-U1- 20 001 865
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EP-A2- 2 098 336 EP-B1- 0 988 134 DE-A1- 19 932 369
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Drehmomentübertragungseinrichtung gemäß Gattungsbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
[0002] Aus der
DE 20001865 U1 ist eine Drehmomentübertragungseinrichtung vorbekannt, die mehrere hintereinander
angeordnete Torsionszonen unterschiedlicher Torsionssteifigkeit besitzt. Es ist eine
Anschlagbegrenzung des Torsionsstabes vorgesehen. Ein Sechskant-Außenprofilabschnitt
steckt mit einem Untermaß in einem Sechskant-Innenprofil. Es ist ein zumindest einseitiges
Bewegungsspiel vorgesehen.
[0003] Aus der
EP 0 988 134 B1 ist ein Spannfutter für Bits oder dergleichen bekannt. Das Spannfutter besitzt ein
mehrteiliges Hülsenteil, welches auf einer Abtriebsseite eine einen Sechskantquerschnitt
aufweisende Einstecköffnung aufweist, in die ein Außensechskantabschnitt eines Schraubendreherbits
derart eingesteckt werden kann, dass die Kreuzschlitzarbeitsspitze des Schraubendreherbits
über die Abtriebsseite des Hülsenteils herausragt. In einem sich an die Einstecköffnung
anschließenden Abschnitt der Höhlung des Hülsenteils ist ein sechskantförmiger Fesselungsabschnitt
eines Antriebsschaftes eingesteckt. Der Antriebsschaft besitzt einen eine Ringkehle
aufweisenden Anschlussabschnitt, mit dem der Antriebsschaft in ein Futter eines Elektroschraubers
eingesteckt werden kann. Dieser Mehrkantabschnitt bildet einen Anschlagabschnitt aus.
Zwischen Anschlagabschnitt und Fesselungsabschnitt befindet sich eine vollständig
in der Antriebshöhle des Hülsenteils liegende Torsionszone. Der Drehwinkel, um den
der Torsionsabschnitt gedreht werden kann, ist anschlagbegrenzt. Zur Anschlagbegrenzung
sind dort zwei Hülsenteile vorgesehen.
[0004] Die
DE 10 2008 005 831 A1 beschreibt einen Schlagschrauber, bei dem eine Drehmomentbelastung der Abtriebswelle
einen Energiespeicher auflädt. Bei dem Energiespeicher handelt es sich um eine Druckfeder,
die als Folge einer Drehmomentbelastung und einer Relativverdrehung gespannt wird.
Der Energiespeicher kann mit einer Energie aufgeladen werden. Er entlädt sich schlagartig,
wobei eine Schwungmasse beschleunigt wird, die in Drehrichtung gegen einen von der
Antriebswelle ausgebildeten Amboss schlägt. Die im Energiespeicher gespeicherte Energie
wird somit in Form kurzer, hoher Drehmomentspitzen aufweisenden Pulsen in die Abtriebswelle
des Schlagschraubers eingeleitet.
[0005] Steckt im Futter des Schlagschraubers ein Schraubendreherbit, wie er bspw. in der
WO 2010/054169 A1 beschrieben ist, so wird der Energiepuls in den Antriebsabschnitt des Bits eingeleitet.
Der dort beschriebene Bit besitzt eine Torsionszone, die sich unter Zwischenspeicherung
der Energie verdrehen kann.
[0006] Die
WO 99/11436 zeigt ein Kraftübertragungsprofil mit ineinandergreifenden Mehrkantprofilen, wobei
ein Außenmehrkantprofil geringfügig gegenüber einem Innenmehrkantprofil gedreht werden
kann, welches auf ein Bewegungsspiel zurückführbar ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen anzugeben, mit denen eine gegenüber
dem Stand der Technik gebrauchsvorteilhafter angegebene Drehmomentübertragungseinrichtung
fertigbar ist.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. Bei der
Fertigung wird der Antriebsschaft in die zur Antriebsseite hin offene Antriebshöhlung
eingesteckt. Er wird derart verdreht, dass die Mehrkantecken des Fesselungsabschnittes
in Orientierungsaussparungen eintreten. Die erfindungsgemäß weitergebildete Drehmomentübertragungseinrichtung
lässt sich mit einem Drehschrauber verwenden, wobei dort vorgesehen ist, dass die
auf den Antriebsschaft abgegebenen Energiepulse derart im Torsionsabschnitt zwischengespeichert
werden, dass die Höhe der Drehmomentspitzen, die an die Antriebsseite weitergegeben
werden, vermindert werden. Der Verdrehwinkel in Schraubenfestdrehrichtung ist größer
als in Schraubenlösungsrichtung. Bevorzugt ist der Verdrehwinkel in Schraubenlöserichtung
gleich Null oder nahezu Null. Dies hat bei der Verwendung einer derartigen Drehmomentübertragungsvorrichtung
an einem Schlagschrauber den Vorteil, dass beim Festdrehen der Schraube die in hoher
Frequenz hintereinander in den Antriebsschaft eingeleiteten Energiepulse zeitlich
gestreckt werden, so dass die Drehmomentspitzen abgebaut werden. Andererseits ist
die Drehmomentübertragungseinrichtung aber in der Lage, bei einer Drehung in Gegenrichtung,
also in Schraubenlöserichtung, einen zumindest ersten hohen Drehschlag auf die Abtriebsseite
zu übertragen. Dadurch ist es möglich, einerseits Schrauben festzudrehen, ohne dass
insbesondere in der Endphase der Einschraubbewegung in die Drehmomentübertragungseinrichtung
eingeleitete hohe Drehmomentspitzen auf den Bit und die Schraube übertragen werden,
gleichwohl aber zum Lösen der Schrauben eine hohe Drehmomentspitze zur Verfügung steht,
bei der in der Regel ein einziger Drehschlag ausreicht, um eine festsitzende Schraube
zu lösen. In einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Anschlagabschnitt ein Mehrkantaußenquerschnittsprofil
auf, das derart in einem querschnittsgrößeren Mehrkantinnenquerschnittsprofil der
Antriebshöhlung einliegt, dass der Torsionsabschnitt nur um einen vorbestimmten Drehwinkel
anschlagbegrenzt verwindbar ist, wobei die Mehrkantprofilabschnitte im drehmomentunbeaufschlagten
Zustand gegeneinander winkelversetzt liegen. Der Winkelversatz der beiden Mehrkantprofile
ist dabei so gewählt, dass im drehmomentunbeaufschlagten Zustand eine Mehrkantkante
des Mehrkantaußenquerschnittsprofils an einer Mehrkantfläche des Mehrkantinnenquerschnittsprofils
anliegt. Bei den beiden Mehrkantquerschnittsprofilen handelt es sich bevorzugt um
Profile mit einem Querschnitt in Gestalt eines regelmäßigen Sechseckes. Die Umrisskontur
des Sechskantinnenquerschnittsprofils des Hülsenteils ist geringfügig größer als das
Sechskantaußenquerschnittsprofil des Antriebsschaftes. Der Fesselungsabschnitt des
Antriebsschaftes, der von einem Endabschnitt des Antriebsschaftes ausgebildet ist,
steckt drehfest und axialfest in einem Abschnitt der Antriebshöhlung des Hülsenteils.
Der diesbezügliche Abschnitt des Hülsenteils kann von einer kreiszylinderförmigen
Höhlung gebildet sein, in die bei der Fertigung der Drehmomentübertragungsvorrichtung
der insbesondere einen Sechskantgrundriss aufweisende Fesselungsabschnitt eingepresst
ist. An den Fesselungsabschnitt schließt sich unter Ausbildung eines Übergangsabschnittes
ein Torsionsabschnitt an. Der Torsionsabschnitt wird von einem kreiszylinderförmigen
Abschnitt des Antriebsschaftes ausgebildet, der eine minimale Länge und einen maximalen
Durchmesser aufweist. Die Länge sollte mindestens 15 mm betragen. Der Durchmesser
sollte nicht mehr als 6 mm, bevorzugt nicht mehr als 5 mm betragen. Er sollte aber
auch nicht weniger als 4 mm betragen. Über einen weiteren Übergangsabschnitt schließt
sich an den Torsionsabschnitt ein Anschlagabschnitt an, der von dem oben erwähnten
Mehrkantaußenquerschnittsprofil ausgebildet ist, das mit einem Drehspiel im Mehrkantinnenquerschnittsprofil
des Hülsenteils liegt. Die Mehrkantkanten des Fesselungsabschnittes fluchten mit den
Mehrkantkanten der Anschlagzone. Wenn im drehmomentunbeaufschlagten Zustand die Mehrkantkanten
des Mehrkantaußenquerschnittsprofils an den Mehrkantflächen des Mehrkantinnenquerschnittsprofils
anliegen, kann der Torsionsabschnitt nur in einer Drehrichtung der Drehmomentübertragungsvorrichtung
tordieren, d.h. verwunden werden. Wird der Drehung des Antriebsschaftes abtriebsseitig
eine Drehmomentbelastung entgegen gesetzt, wie sie bspw. beim Einschrauben einer Holzschraube
in Holz auftritt, so kann sich der Torsionsabschnitt anschlagbegrenzt verwinden. Dabei
verdreht sich das Mehrkantaußenquerschnittsprofil im Mehrkantinnenquerschnittsprofil
zunächst gegenüber dem Fesselungsabschnitt um einen ersten Winkelbetrag bis die Mehrkantflächen
des Mehrkantaußenquerschnittsprofils parallel verlaufen zu den Mehrkantflächen des
Mehrkantinnenquerschnittsprofils. Eine Steigerung des Drehmoments führt zu einer weiteren
Verdrehung des Mehrkantaußenquerschnittsprofils gegenüber dem Mehrkantinnenquerschnittsprofil,
bis die Anschlagstellung erreicht ist, in der die Mehrkantkanten des Mehrkantaußenquerschnittsprofils
an den Mehrkantflächen des Mehrkantinnenquerschnittsprofils anliegen. Ist diese Stellung,
etwa nach einem Gesamtverdrehwinkel von 20° erreicht, besitzt der Torsionsabschnitt
seine größte Torsionsspannung. Der Torsionsabschnitt hat in dieser Stellung die größte
Energie gespeichert. Die Fertigung der Drehmomentübertragungsvorrichtung erfolgt durch
die Fertigung zweier Halbzeuge, nämlich einem Hülsenteil und einem Antriebsschaft.
Das Hülsenteil besitzt zwischen Einstecköffnung für den Mehrkantabschnitt eines Bits
und dem Mehrkantinnenquerschnittsprofil einen durchmesservergrößerten Höhlungsmittelabschnitt
und einen sich in Richtung auf die Einstecköffnung daran anschließenden Einpressabschnitt,
der eine Kreiszylinderinnenkontur aufweist. Im gestuften Übergangsbereich des Mittelabschnitts
zur Einpresszone sind Orientierungsaussparungen vorgesehen, die in gleichmäßiger Umfangsverteilung
angeordnet sind. Die Orientierungsaussparungen entsprechen Eckwinkeln eines Sechskantprofils.
Die Eckwinkel sind um etwa 10° winkelversetzt zu den Mehrkantecken des Mehrkantinnenquerschnittsprofils.
Ein zweites Halbzeug bildet der Antriebsschaft Es handelt sich dabei um einen Sechskantquerschnittsprofilstab,
der an seinem abtriebsseitigen Ende einen kreisförmigen Führungsabschnitt aufweist,
mit dem der Antriebsschaft in die Einpresszone eingesteckt werden kann. An diesen
eine Kreisscheibe ausbildenden Führungsabschnitt schließt sich eine Umfangsnut an.
An die Umfangsnut schließt sich der Fesselungsabschnitt an, der das volle Mehrkantaußenquerschnittsprofil
in Form eines Sechskantprofils aufweist. Im Bereich zwischen Fesselungsabschnitt und
Anschlagabschnitt ist durch Materialverminderung ein Torsionsabschnitt geformt. Dem
Torsionsabschnitt schließt sich wieder das volle Sechskantaußenquerschnittsprofil
bis zu einer Ringkehle an, die im Futter des Antriebswerkzeugs steckt und in die dort
eine Rastkugel eines Futters eines Antriebswerkzeuges eingreifen kann. Zur Fertigung
der Drehmomentübertragungsvorrichtung wird der Antriebsschaft mit dem Führungsabschnitt
voran durch die antriebsseitige Mehrkantöffnung des Hülsenteils eingesteckt, bis der
Führungsabschnitt in die Einpresszone eintritt. Die Mehrkantkanten des Fesselungsabschnitts
finden die Orientierungsaussparungen, die derart winkelversetzt gegenüber dem Mehrkantinnenquerschnittsprofil
sind, dass im gefundenen Zustand die Mehrkantkanten des Mehrkantaußenquerschnittsprofils
an den Mehrkantflächen des Mehrkantinnenquerschnittsprofils anliegen. In diesem Zustand
wird der Antriebsschaft durch Aufbringen einer Axialkraft in den Hülsenteil eingepresst,
wobei die Mehrkantkanten des Fesselungsabschnittes die Einpresshöhlung verformen.
Im eingepressten Zustand bildet die Stirnfläche des Führungsabschnittes eine Anlagefläche
für die Stirnfläche des Sechskantabschnittes des Bits. Für die axiale Fesselung des
Bits in der Einstecköffnung besitzt letztere eine Innenringnut, in der ein Federring
einliegt, der sich auf einer Schulter oder in einer Eckaussparung des Bits abstützt
und somit eine axiale Fesselung bewirkt. Die Torsionszone ist so dimensioniert, dass
sie in schnellerer Folge aufeinander auf den Antriebsschaft ausgeübte Drehschläge
in eine Verformung umsetzen kann. Sie relaxiert in 10 ms - 20 ms, so dass mehrere
tausend Schläge pro Minute wirksam gedämpft werden können.
[0009] In einer Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass der Antriebsschaft einen zweiten
Torsionsabschnitt aufweist. Der erste Torsionsabschnitt kann aus Stahl mit einer Werkstoffhärte
von 44 HRC bis 62 HRC gefertigt sein, so dass zur Aufbringung der maximalen anschlagbegrenzten
Verdrehung des Torsionsabschnittes ein Drehmoment von 20 Nm erforderlich ist. Der
zweite Torsionsabschnitt, der zwischen dem Antriebsende des Antriebsschaftes und dem
Hülsenteil liegt besitzt einen größeren Durchmesser, der bspw. größer als 5,5 mm ist,
als der erste Torsionsabschnitt, der innerhalb der Antriebshöhlung des Hülsenteils
angeordnet ist. Die Länge des zweiten Torsionsabschnitts ist geringer als die Länge
des ersten Torsionsabschnittes und kann weniger als 10 mm betragen. Ferner erweist
es sich als vorteilhaft, wenn die Materialhärte des zweiten Torsionsabschnittes größer
ist als die Materialhärte des ersten Torsionsabschnittes und insbesondere mehr als
55 HRC bzw. 62 HRC beträgt. Der zweite Torsionsabschnitt kann sich ohne eine Anschlagsbegrenzung
verdrehen.
[0010] Die erfindungsgemäße Drehmomentübertragungseinrichtung wird in vorteilhafter Weise
in Kombination mit einem Schlagschrauber und einem Kreuzschlitzschraubendrehereinsatz
verwendet Das Antriebsende des Antriebsschaftes steckt dabei drehfest im Futter des
Drehschlagschraubers. Der Drehschlagschrauber besitzt ein Schlagwerk, welches in Form
von Drehschlägen Energiepulse abgibt Diese Energiepulse werden im Torsionsabschnitt
zwischengespeichert und zeitlich gestreckt an den Kreuzschlitzbit abgegeben, so dass
die Drehmomentspitzen geglättet worden sind. Als besonders vorteilhaft wird dabei
angesehen, wenn sich der etwa einen Durchmesser von 5 mm und eine Länge von etwa 15
mm aufweisende Torsionsabschnitt bei einem statischen Drehmoment von 20 Nm um 20°
bis in eine Anschlagstellung verdreht.
[0011] Eine Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Hülsenteil
1 eine Werkzeugangriffsprofilierung aufweist. Die Werkzeugangriffsprofilierung ist
insbesondere als Sechskantabschnitt ausgebildet, an dessen Sechskantflächen ein Maulschlüssel
oder ein Ringschlüssel angreifen kann, um auf den Hülsenabschnitt unter Umgehung des
Antriebsschaftes große Drehmomente aufzubringen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn festsitzende Schrauben gelöst oder angezogen werden sollen und ein von einem
Akkumulator betriebenes Antriebswerkzeug aufgrund entleertem Akkumulator nicht das
erforderliche Drehmoment aufbringen kann. Die Mehrkantzone befindet sich bevorzugt
außen an dem von der Einstecköffnung wegweisenden Ende des Hülsenteils.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den beigefügten Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen erläutert Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Schnitt gemäß der Linie II - II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt gemäß der Linie III - III in Fig. 2 im nicht drehmomentbeaufschlagten
Zustand,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, wobei zufolge eines auf den Antriebsschaft 2 aufgebrachten
Drehmoments ein Mehrkantaußenquerschnittsprofilabschnitt 20 des Antriebsschaftes 2
gegenüber einem Mehrkantinnenquerschnittsprofilabschnitt 9 des Hülsenteils 1 derart
um einen Drehwinkel α von 10° verdreht ist, dass die Mehrkantaußenflächen 20" parallel
zu den Mehrkantinnenflächen 10 verlaufen,
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Fig. 4, wobei das auf den Antriebsschaft 2 ausgeübte Drehmoment
oberhalb von 20 Nm liegt, so dass die Mehrkantkanten des Mehrkantaußenquerschnittsprofils
20 an den Mehrkantflächen des Mehrkantinnenquerschnittsprofils 9 anliegen,
- Fig. 6
- einen Schnitt gemäß der Linie VI - VI in Fig. 2 durch den Fesselungsabschnitt,
- Fig. 7
- einen Schnitt gemäß der Linie VII - VII in Fig. 2 durch die Einstecköffnung,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt durch das Hülsenteil ohne darin einsteckendem Antriebsschaft,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung des gemäß Fig. 8 geschnittenen Hülsenteils,
- Fig. 10
- einen Schnitt gemäß der Linie X - X in Fig. 8 durch Orientierungsaussparungen 7 der
Einpresszone 6,
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung des nicht in das Hülsenteil 1 eingesteckten Antriebsschaftes
2,
- Fig. 12
- die Seitenansicht eines Antriebsschaftes 2 eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 13
- eine perspektivische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels.
[0013] Die in den Figuren 1 bis 7 dargestellte Drehmomentübertragungseinrichtung besteht
im Wesentlichen aus dem in den Figuren 8 bis 10 dargestellten Hülsenteil 1, in welches
entweder das in der Fig. 11 oder das in der Fig. 12 dargestellte Antriebsteil 2 in
Form eines Antriebsschaftes 2 eingesteckt ist.
[0014] Das Hülsenteil 1 besteht aus Metall und ist im Wesentlichen ein zylindrischer Hohlkörper.
Die Höhlung des Hohlkörpers besteht zunächst aus einer Einstecköffnung 4, die ein
¼-Zoll-Innensechskantprofil aufweist, in das ein Innensechskantprofilabschnitt 25
eines Schraubendrehers 3 eingesteckt werden kann. Das Innensechskantprofil 4 besitzt
eine Innenringnut 5, in der ein Federring 13 steckt, der sich bei in die Einstecköffnung
4 eingestecktem Sechskantabschnitt 25 des Schraubendrehereinsatzes 3 an eine Schulter
26 anlegt, um dadurch ein Herausziehen des Schraubendrehereinsatzes 3 aus der Einstecköffnung
4 zu vermeiden.
[0015] Der Schraubendreherbit 3 besitzt einen sich an den Sechskantabschnitt 25 anschließenden,
im Wesentlichen kreiszylinderförmigen Schaft 24, der sich um einen gewissen Verwindungswinkel
gegenüber einer Kreuzschlitzspitze 23 des Schraubendrehereinsatzes 3 verwinden kann.
[0016] An die Einstecköffnung 4 des Hülsenteils 1 schließt sich eine Einpresszone 6 an,
die im Rohzustand einen kreisförmigen Grundriss aufweist.
[0017] An die Einpresszone 6 schließt sich ein durchmesservergrößerter Mittelabschnitt 8
an, der Teil einer Antriebshöhlung ist Zwischen Mittelabschnitt 8 und Einpresszone
6 entsteht eine Stufe. Im Stufenbereich besitzt die Einpresszone 6 in gleichmäßiger
Winkelverteilung angeordnete Orientierungsaussparungen 7. Die Orientierungsaussparungen
7 sind hexagonal angeordnete Eckaussparungen.
[0018] An den Mittelabschnitt 8 schließt sich bis zur Antriebsseite 12 eine Sechskantöffnung
an. Diese Sechskantöffnung bildet ein Mehrkantinnenquerschnittsprofil 9 aus.
[0019] Der in den Figuren 2 und 11 dargestellte Antriebsschaft 2 ist aus einem länglichen
Sechskantstahlprofil gefertigt Durch einen zerspanenden Arbeitsschritt bspw. durch
eine Drehbearbeitung wird das abtriebsseitige Ende des Sechskantstabes zu einem Führungsabschnitt
14 umgeformt Der Führungsabschnitt 14 wird von einem kreisscheibenförmigen Endabschnitt
ausgebildet, wobei der Durchmesser des Führungsabschnittes 14 im Wesentlichen dem
Durchmesser der Einpresszone 6 entspricht. Dem Führungsabschnitt 14 schließt sich
eine Ringnut 15 an. An die Ringnut 15 schließt sich ein den Grundriss eines regelmäßigen
Sechskants ausbildender Fesselungsabschnitt 16 an.
[0020] Zwischen dem Fesselungsabschnitt 16 und dem antriebsseitigen Ende des Antriebsschaftes
2 und insbesondere einem Anschlagabschnitt befindet sich ein Torsionsabschnitt 18.
Unter Ausbildung eines Übergangsabschnittes 17 und eines Übergangsabschnittes 19 wird
durch Materialabtrag ein zylinderförmiger Torsionsabschnitt 18 mit einer Länge L von
etwa 15,5 mm und einem Durchmesser von etwa 4,5 mm oder 4,7 mm gefertigt. Die Materialhärte
des Torsionsabschnittes 18 beträgt 44 HRC bis 55 HRC.
[0021] Die Querschnittskontur des Mehrkantaußenquerschnittsprofils 20 entspricht der Querschnittskontur
des Fesselungsabschnittes 16. Die vom Mehrkantaußenquerschnittsprofil 20 gebildete
Anschlagzone geht stufenlos in den Antriebsschaft über, der eine Ringkehle 21 ausbildet,
an die sich ein Endabschnitt 22 anschließt.
[0022] Bei der Fertigung der Drehmomentübertragungseinrichtung wird der Antriebsschaft 2
mit dem Führungsabschnitt 14 voran in die zur Antriebsseite 12 hin offene Mehrkanthöhlung,
die vom Mehrkantinnenquerschnittsprofil 9 ausgebildet ist, eingesteckt, bis der Führungsabschnitt
14 in der Einpresszone 6 liegt. Sodann wird der Antriebsschaft 2 gegenüber dem Hülsenteil
1 derart verdreht, dass die Mehrkantecken des Fesselungsabschnittes 16 in die Orientierungsaussparungen
7 eintreten.
[0023] Da der Abstand zweier gegenüberliegender Mehrkantflächen des Mehrkantinnenquerschnittsprofils
9 größer ist als der Abstand zweier sich gegenüberliegender Mehrkantflächen des Mehrkantaußenquerschnittsprofils
20, kann sich das Mehrkantaußenquerschnittsprofil 20 gegenüber dem Mehrkantinnenquerschnittsprofil
9 in die in der Fig. 3 dargestellten Stellung verdrehen, in der alle Mehrkantkanten
20' des Mehrkantaußenquerschnittsprofils 20 jeweils an einer Mehrkantfläche 10 des
Mehrkantinnenquerschnittsprofils 9 anliegen. In dieser Stellung treten die Mehrkantkanten
des Fesselungsabschnittes 16 in die Orientierungsaussparungen 7 ein. Durch Erhöhung
des axialen Drucks wird der Fesselungsabschnitt 16 in die Einpresszone 6 eingepresst.
[0024] Im fertigen Zustand bildet die Stirnseite des Führungsabschnittes 14 den Boden einer
Vertiefung. An dem Boden liegt die Stirnseite des Sechskantabschnittes 25 des Bits
3 an.
[0025] Wird auf das in den Figuren dargestellte Futter ein Drehmoment in Linksrichtung aufgebracht,
so wird der Torsionsabschnitt 18 nicht verdreht, da das Drehmoment über die Mehrkantkanten
20' in die Mehrkantflächen 10 eingeleitet wird.
[0026] Wird hingegen auf den Antriebsschaft 2 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn aufgebracht,
also in Rechtsrichtung, so können sich die Mehrkantkanten 20' von den Mehrkantflächen
10 lösen, bspw. bis in die in Fig. 4 dargestellte Stellung.
[0027] Der Torsionsabschnitt 18 kann insgesamt um 20° gedreht werden, bis die in Fig. 5
dargestellte Anschlagstellung erreicht ist, in der die Mehrkantkanten 20' des Mehrkantaußenquerschnittsprofils
an den Mehrkantflächen 10 des Mehrkantinnenquerschnittsprofils 9 anliegen. Die Mehrkantkanten
20' bilden somit Anschläge und die Mehrkantflächen 10 Anschlagflächen.
[0028] Das in der Fig. 12 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel besitzt einen zusätzlichen
Torsionsabschnitt 18', der außerhalb des Hülsenteils 1 liegt Der Durchmesser des zweiten
Torsionsabschnittes 18' beträgt etwa 5 bis 6 mm. Die Länge des zweiten Torsionsabschnittes
ist geringer als die Länge des ersten Torsionsabschnittes und beträgt weniger als
7 mm.
[0029] Der zweite Torsionsabschnitt 18' tritt im Wesentlichen nur dann in Wirkung, wenn
der erste Torsionsabschnitt 18 bereits bis in die Anschlagstellung verdreht worden
ist.
[0030] Wird das in den Zeichnungen dargestellte Futter mit einem Drehschlagschrauber verwendet,
wie er bspw. in der
DE 10 2008 005 831 A1 beschrieben ist, so werden die vom Drehschlagschrauber gelieferten hohen Drehmomentspitzen,
die mehr als 100 Nm betragen, auf geringere Drehmomentspitzen vermindert, deren Maximalwerte
20 Nm betragen. Die vom Drehschlagschrauber gelieferten Energiepulse werden über den
Torsionsabschnitt 18 auf einen Kreuzschlitzbit 3 übertragen, wobei die Pulslänge zeitlich
gestreckt wird und die Drehmomentspitzen vermindert werden.
[0031] Das in der Fig. 13 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen
dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei hier das Hülsenteil 1 im Bereich des Antriebsschaftes
2 einen Sechskantabschnitt 27 aufweist. Es handelt sich dabei um ein Sechskantaußenprofil
mit einer gängigen Schlüsselweite, so dass - wie in der Fig. 13 dargestellt - am Sechskantabschnitt
27 ein Maulschlüssel angreifen kann, um auf das Hülsenteil 1 ein hohes Drehmoment
aufzubringen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn festsitzende Schrauben
gelöst werden sollen oder Schrauben fest angezogen werden sollen.
[0032] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Hülsenteil |
27 |
Sechskantabschnitt |
| 2 |
Antriebsschaft |
|
|
| 3 |
Schraubendrehereinsatz |
|
|
| 4 |
Einstecköffnung, Mehrkantöffnung |
|
|
| 5 |
Ringnut |
|
|
| 6 |
Einpresszone |
|
|
| 7 |
Orientierungsaussparung |
|
|
| 8 |
Mittelabschnitt |
|
|
| 9 |
Mehrkantinnenquerschnittsprofil |
|
|
| 10 |
Anschlagfläche |
|
|
| 11 |
Abtriebsseite |
|
|
| 12 |
Antriebsseite |
|
|
| 13 |
Federring |
|
|
| 14 |
Führungsabschnitt |
|
|
| 15 |
Umfangsnut |
|
|
| 16 |
Fesselungsabschnitt |
|
|
| 17 |
Übergangsabschnitt |
|
|
| 18 |
Torsionsabschnitt |
|
|
| 19 |
Übergangsabschnitt |
|
|
| 20 |
Mehrkantaußenquerschnittsprofil |
|
|
| 21 |
Kehle |
|
|
| 22 |
Endabschnitt |
|
|
| 23 |
Kreuzschlitzspitze |
|
|
| 24 |
Schaft |
|
|
| 25 |
Sechskantabschnitt |
|
|
| 26 |
Schulter |
|
|
1. Drehmomentübertragungseinrichtung mit einem Hülsenteil (1), das auf seiner Abtriebsseite
(11) eine einen unrunden, insbesondere einen Mehrkantquerschnitt aufweisende Einstecköffnung
(4) für einen Schraubendrehereinsatz (3) und auf seiner Antriebsseite (12) einen Antriebsschaft
(2) aufweist, der mit einem Fesselungsabschnitt (16), einem Anschlagabschnitt (20',
20") und einem dazwischenliegenden, bei einer Drehmomentbeaufschlagung sich verwindenden
Torsionsabschnitt (18) in einer Antriebshöhlung (6, 8, 9) des Hülsenteils (1) angeordnet
ist, wobei der Fesselungsabschnitt (16) dreh- und axialfest in einer Einpresszone
(6) des Hülsenteils (1) eingepresst ist, und wobei einhergehend mit einer Verwindung
des Torsionsabschnittes (18) der Anschlagabschnitt (20', 20") gegenüber dem Fesselungsabschnitt
(16) verdrehbar ist, wobei der Anschlagabschnitt (20', 20") ein Mehrkant-Außenquerschnittsprofil
(20) aufweist, das derart in einem querschnittsgrößeren Mehrkant-Innenquerschnittsprofil
(9) der Antriebshöhlung (6, 8, 9) einliegt, dass der Torsionsabschnitt (18) nur um
einen vorbestimmten Drehwinkel in Schraubenfestdrehrichtung bzw. in Schraubenlöserichtung
anschlagbegrenzt verwindbar ist, gekennzeichnet durch einen Winkelversatz des Mehrkant-Innenquerschnittsprofils (9) zum Mehrkant-Außenquerschnittsprofil
(20) in drehmomentunbeaufschlagtem Zustand , so dass der Verdrehwinkel des Anschlagabschnitts
(20', 20") in Schraubenfestdrehrichtung größer ist als in Schraubenlöserichtung, wobei
die Einpresszone (6) dem Winkelversatz entsprechend winkelversetzt zu den Mehrkant-Innenecken
(10') des Mehrkant-Innenquerschnittsprofils (9) angeordneten Orientierungsaussparung
(7) aufweist, in welche beim Einpressen des Antriebsschaftes (2) in das Hülsenteil
(1) Mehrkantecken des Fesselungsabschnittes (16) eintreten.
2. Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrehwinkel des Anschlagabschnitts (20', 20") in Schraubenlöserichtung Null
oder nahezu Null ist.
3. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrkantkanten (20') des Mehrkantaußenquerschnittsprofils (20) im drehmomentunbeaufschlagten
Zustand an den Mehrkantflächen (10) des Mehrkantinnenquerschnittsprofils (9) anliegen.
4. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fesselungsabschnitt (16) und das Mehrkantaußenquerschnittsprofil (20) im Wesentlichen
gleich gestaltete Sechskantaußenprofilabschnitte sind.
5. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Mehrkantaußenquerschnittsprofil (20) bei einer Drehmomentbeaufschlagung
des Antriebsschaftes (2) gegenüber dem Fesselungsabschnitt (16) zunächst um einen
Winkel (α) bis in eine Mittelstellung verdreht, in welcher der Mehrkantflächenabschnitt
(20") des Mehrkantaußenquerschnittsprofils (20) im Wesentlichen parallel verläuft
zu einer vom Mehrkantinnenquerschnittsprofil (9) ausgebildeten Anschlagfläche (10)
und dass die maximale Verdrehung des Torsionsabschnittes (18) erreicht ist, wenn eine
Mehrkantkante (20') des Mehrkantaußenquerschnittsprofils (20) die Anschlagfläche (10)
des Mehrkantinnenquerschnittsprofils berührt.
6. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der anschlagbegrenzte Verdrehwinkel des Torsionsabschnittes (18) etwa 20° beträgt,
wobei das zum Erreichen der Anschlagstellung erforderliche Drehmoment 20 Nm beträgt.
7. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L) des Torsionsabschnitts bei mindestens 15 mm liegt.
8. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (D) des Torsionsabschnittes (18) einen Wert von mindestens 4 mm und
maximal 5 mm hat.
9. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Materialhärte des Torsionsabschnittes (18) von 44 HRC bis 62 HRC.
10. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelanordnung der Orientierungsaussparungen (7) gegenüber den Mehrkantinnenecken
(10') des Mehrkantinnenquerschnittsprofils (9) versetzt liegen.
11. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen in Einpressrichtung vor dem ein Mehrkantprofil aufweisenden Fesselungsabschnitt
(16) angeordneten, ein Kreisprofil aufweisenden Führungsabschnitt (14), wobei der
Durchmesser des Führungsabschnittes (14) geringfügig kleiner ist als der Durchmesser
der einen kreisförmigen Grundriss aufweisenden Einpresszone (6).
12. Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsschaft (2) mehrere Torsionsabschnitte (18,18') aufweist, wobei ein zweiter
Torsionsabschnitt (18') eine größere Drehsteifigkeit aufweist als der innerhalb der
Antriebshöhlung steckende erste Torsionsabschnitt (18).
13. Verfahren zur Herstellung einer Drehmomentübertragungseinrichtung gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsschaft (2) mit dem Fesselungsabschnitt (16) voran durch die antriebsseitige
Mehrkantöffnung (9) des Hülsenteils (1) eingesteckt wird, bis ein Führungsabschnitt
(14) des Fesselungsabschnittes (16) in die Einpresszone (6) eintritt, der Antriebsschaft
(2) gegenüber dem Hülsenteil (1) derart verdreht wird, dass die Mehrkantecken des
Fesselungsabschnittes (16) in die Orientierungsaussparungen (7) eintreten und anschließend
der Antriebsschaft (2) durch Aufbringen einer Axialkraft in dem Hülsenteil (1) eingepresst
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (14) ein Kreisprofil aufweist, dessen Durchmesser geringfügig
kleiner ist als der Durchmesser der einen kreisförmigen Grundriss aufweisenden Einpresszone
(6).
1. Torque transmission device having a sleeve part (1) which comprises on its output
side (11) an insertion opening (4), having a non-round, in particular polygonal, cross
section, for a screwdriver insert (3), and comprises on its drive end (12) a drive
shank (2) which is arranged in a drive cavity (6, 8, 9) of the sleeve part (1) together
with a gripping portion (16), a stop portion (20', 20") and a torsion portion (18)
which is located therebetween and turns when torque is applied, the gripping portion
(16) being pressed into a press-in region (6) of the sleeve part (1) so as to be rotationally
and axially fixed, and the stop portion (20', 20") being rotatable relative to the
gripping portion (16) accompanied by turning of the torsion portion (18), the stop
portion (20', 20") having a polygonal outer cross-sectional profile (20) which is
inserted into a larger polygonal inner cross-sectional profile (9) of the drive cavity
(6, 8, 9), such that the torsion portion (18) can only be turned by a predetermined
angle of rotation in the rotational screw-tightening direction or in the screw-loosening
direction in a manner which is limited by a stop, characterised by an angular offset of the polygonal inner cross-sectional profile (9) from the polygonal
outer cross-sectional profile (20) when no torque is applied, so that the twist angle
of the stop portion (20', 20") is greater in the rotational screw-tightening direction
than in the screw-loosening direction, the press-in region (6) comprising an alignment
recess (7) which is arranged so as to be angularly offset from the polygonal inner
corners (10') of the polygonal inner cross-sectional profile (9), corresponding to
the angular offset, which recess polygonal corners of the gripping portion (16) enter
when the drive shank (2) is pressed into the sleeve part (1).
2. Torque transmission device according to claim 1, characterised in that the twist angle of the stop portion (20', 20") in the screw-loosening direction is
zero or almost zero.
3. Torque transmission device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that when no torque is applied, the polygonal edges (20') of the polygonal outer cross-sectional
profile (20) abut the polygonal faces (10) of the polygonal inner cross-sectional
profile (9).
4. Torque transmission device according to any of claims 1 to 3, characterised in that the gripping portion (16) and the polygonal outer cross-sectional profile (20) are
hexagonal outer profile portions formed so as to be substantially the same.
5. Torque transmission device according to any of claims 1 to 4, characterised in that, when torque is applied by the drive shank (2), the polygonal outer cross-sectional
profile (20) firstly rotates relative to the gripping portion (16) by an angle (α)
until it reaches a central position in which the portion (20") having polygonal faces
of the polygonal outer cross-sectional profile (20) extends substantially in parallel
with a stop face (10) formed by the polygonal inner cross-sectional profile (9), and
in that the maximum rotation of the torsion portion (18) is achieved when a polygonal edge
(20') of the polygonal outer cross-sectional profile (20) contacts the stop face (10)
of the polygonal inner cross-sectional profile.
6. Torque transmission device according to any of claims 1 to 5, characterised in that the twist angle, limited by a stop, of the torsion portion (18) is approximately
20°, the torque required for reaching the stop position being 20 Nm.
7. Torque transmission device according to any of the preceding claims, characterised in that the length (L) of the torsion portion is at least 15 mm.
8. Torque transmission device according to any of claims 1 to 7, characterised in that the diameter (D) of the torsion portion (18) is at least 4 mm and at most 5 mm.
9. Torque transmission device according to any of claims 1 to 8, characterised by a material hardness of the torsion portion (18) of from 44 HRC to 62 HRC.
10. Torque transmission device according to any of claims 1 to 9, characterised in that the angular arrangement of the alignment recesses (7) is offset from the polygonal
inner corners (10') of the polygonal inner cross-sectional profile (9).
11. Torque transmission device according to any of claims 1 to 10, characterised by a guide portion (14) which is arranged in front of the polygonal gripping portion
(16) in the press-in direction and has a circular profile, the diameter of said guide
portion (14) being slightly smaller than the diameter of the press-in region (6) which
is circular in plan view.
12. Torque transmission device according to any of claims 1 to 11, characterised in that the drive shank (2) comprises a plurality of torsion portions (18, 18'), a second
torsion portion (18') having a greater torsional rigidity than the first torsion portion
(18) which fits inside the drive cavity.
13. Method for producing a torque transmission device according to any of the preceding
claims, characterised in that the drive shank (2), with the gripping portion (16) in front, is inserted through
the drive-end polygonal opening (9) in the sleeve part (1) until a guide portion (14)
of the gripping portion (16) enters the press-in region (6), the drive shank (2) is
rotated relative to the sleeve part (1) such that the polygonal corners of the gripping
portion (16) enter the alignment recesses (7) and the drive shank (2) is subsequently
pressed into the sleeve part (1) by applying axial force.
14. Method according to claim 13, characterised in that the guide portion (14) has a circular profile, the diameter of which is slightly
smaller than the diameter of the press-in region (6) which is circular in plan view.
1. Dispositif de transmission d'un couple de rotation, comportant un manche (1) qui comporte
sur son côté entraîné (11) un orifice d'enfichage (4) comportant une section transversale
non ronde, en particulier polygonale, pour l'engagement d'un tournevis (3), et sur
son côté d'entraînement (12) une tige d'entraînement (2) qui, avec un tronçon d'immobilisation
(16), un tronçon de butée (20', 20") et un tronçon de torsion (18), intercalé entre
ceux-ci, sollicité en torsion par l'application d'un couple de rotation, est disposée
dans une cavité d'entraînement (6, 8, 9) du manche (1), le tronçon d'immobilisation
(16) étant monté en force de manière fixe axialement et en rotation dans une zone
de montage en force (6) du manche (1), et le tronçon de butée (20', 20") étant apte
à tourner par rapport au tronçon d'immobilisation (16) en étant accompagné par une
torsion du tronçon de torsion (18), le tronçon de butée (20', 20") comportant un profil
à section transversale extérieure polygonale (20) qui est inséré dans un profil à
section transversale intérieure polygonale (9) de section transversale plus grande
de la cavité d'entraînement (6, 8, 9), de telle sorte que le tronçon de torsion (18)
peut être sollicité en torsion de manière délimitée par butée uniquement sur un angle
de rotation prédéterminé dans le sens de rotation de fixation la vis ou dans le sens
de libération de la vis, caractérisé par un décalage angulaire du profil à section transversale intérieure polygonale (9)
par rapport au profil à section transversale extérieure polygonale (20) à l'état non
sollicité par un couple de rotation, de telle sorte que l'angle de rotation du tronçon
de butée (20', 20") dans le sens de rotation de fixation de la vis est plus grand
que celui dans le sens de libération de la vis, la zone de montage en force (6) comportant
un évidement d'orientation (7), qui est agencé de manière décalée, , en correspondance
avec le décalage angulaire, par rapport aux coins intérieurs du polygone (10') du
profil à section transversale intérieure polygonale (9) et dans lequel s'engagent
les coins du polygone du tronçon d'immobilisation (16) au moment de du montage en
force de la tige d'entraînement (2) dans le manche (1).
2. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle de rotation du tronçon de butée (20', 20") dans le sens de libération de
la vis est nul ou presque nul.
3. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que, à l'état non sollicité par un couple de rotation, les arêtes (20') de polygone du
profil à section transversale extérieure polygonale (20) sont en appui sur les surfaces
de polygone (10) du profil à section transversale intérieure polygonale (9).
4. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que le tronçon d'immobilisation (16) et le profil à section transversale extérieure polygonale
(20) sont des tronçons avec un profil extérieur à six pans, configurés sensiblement
de manière identique.
5. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que, en présence d'une sollicitation par un couple de rotation de la tige d'entraînement
(2), le profil à section transversale extérieure polygonale (20) tourne par rapport
au tronçon d'immobilisation (16) d'abord selon un angle (α) jusque dans une position
médiane, dans laquelle le tronçon à surfaces polygonales (20") du profil à section
transversale extérieure polygonale (20) est sensiblement parallèle à une surface de
butée (10) constituée par le profil à section transversale intérieure polygonale (9),
et en ce que la rotation maximale du tronçon de torsion (18) est atteinte lorsqu'une arête (20')
du profil à section transversale extérieure polygonale (20) entre en contact avec
la surface de butée (10) du profil à section transversale intérieure polygonale.
6. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que l'angle de rotation limité par butée du tronçon de torsion (18) mesure environ 20°,
le couple de rotation requis pour atteindre une position en butée étant de 20 Nm.
7. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la longueur (L) du tronçon de torsion se situe autour de 15 mm au moins.
8. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que le diamètre (D) du tronçon de torsion (18) a une valeur de 4 mm au moins et de 5
mm au plus.
9. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 8, caractérisé par une dureté du matériau du tronçon de torsion (18) de 44 HRC à 62 HRC.
10. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que les évidements d'orientation (7) dans leur agencement angulaire sont décalés par
rapport aux coins de polygone intérieurs (10') du profil à section transversale intérieure
polygonale (9).
11. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 10, caractérisé par un tronçon de guidage (14) avec un profil circulaire, agencé dans le sens du montage
en force en amont du tronçon d'immobilisation (16) à profil polygonal, le diamètre
du tronçon de guidage (14) étant légèrement inférieur au diamètre de la zone de montage
en force (6) à structure circulaire.
12. Dispositif de transmission d'un couple de rotation selon l'une des revendications
1 à 11, caractérisé en ce que la tige d'entraînement (2) comporte plusieurs tronçons de torsion (18, 18'), un deuxième
tronçon de torsion (18') ayant une plus grande résistance à la rotation que le premier
tronçon de torsion (18) enfiché à l'intérieur de la cavité d'entraînement.
13. Procédé permettant de réaliser un dispositif de transmission d'un couple de rotation
selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige d'entraînement (2) est enfichée avec le tronçon d'immobilisation (16) en
avant à travers l'orifice polygonal (9) du côté entraînement du manche (1), jusqu'à
ce qu'un tronçon de guidage (14) du tronçon d'immobilisation (16) s'engage dans la
zone de montage en force (6), la tige d'entraînement (2) est mise en rotation par
rapport au manche (1) de telle sorte que les coins du polygone du tronçon d'immobilisation
(16) s'engagent dans les évidements d'orientation (7) et, ensuite, la tige d'entraînement
(2) est pressée dans le manche (1) sous l'effet de l'application d'une force axiale.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le tronçon de guidage (14) comporte un profil circulaire dont le diamètre est légèrement
inférieur au diamètre de la zone de montage en force (6) à structure circulaire.
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