[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Auszug für ein Möbelelement, insbesondere
für ein Küchenmöbel mit wenigstens einem Aufnahmeraum zur Aufnahme von Gegenständen,
insbesondere Küchenutensilien etc.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es seit langem erkannt, Auszüge von Küchenmöbeln mit
Einlegeelementen zu versehen, die Aufnahmen beispielsweise zum Einlegen von Besteck
aufweisen. Diese Aufnahmen bestehen beispielsweise aus Kunststoff und weisen in Auszugrichtung
verlaufende Aufnahmen auf. Aufgrund der Tatsache, dass bei bekannten Auszügen die
Aufnahmen in Tiefenrichtung des Auszuges verlaufen, kommt es zu einem hin und her
Rutschen der Besteckteile oder dergleichen, was mit einer Geräuschentwicklung verbunden
ist und es zudem erschwert, eine vorgesehene Ordnung aufrechtzuerhalten.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auszug für ein Möbelelement
zu schaffen, der funktional ist und darüber hinaus einen ansprechenden optischen Eindruck
vermittelt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Auszug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Danach ist vorgesehen, dass der Aufnahmeraum des Auszuges wenigstens ein Ablageelement
aufweist, auf dem die Gegenstände, wie z.B. Küchenutensilien ablegbar sind, wobei
das Ablageelement abschnittsweise oder über seine gesamte Oberfläche zumindest auf
einer Seite ein Wellenprofil aufweist oder durch ein Wellenprofil gebildet wird, das
abwechselnd angeordnete Wellentäler und Wellenberge aufweist.
[0006] In einer möglichen Ausführung der vorliegenden Erfindung weist das Wellenprofil dabei
eine Prismenstruktur auf.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Ablageelement derart ausgeführt
bzw. eingesetzt, dass sich die Wellenprofile bzw. die Wellenberge und Wellentäler
nicht in Auszugrichtung bzw. in Tiefenrichtung des Auszuges erstrecken. Jedoch ist
auch eine solche Ausgestaltung der Erfindung sowie auch jede Anordnung schräg zur
Auszugrichtung von der Erfindung mitumfasst.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich die Wellenprofile bzw. die Wellenberge und
Wellentäler quer zur Auszugrichtung und somit in Breitenrichtung des Auszuges erstrecken.
Somit ist denkbar, dass Küchenutensilien "waagerecht" bzw. in der Breite des Auszuges
auf bzw. in der Wellengeometrie angeordnet werden bzw. sind. Bevorzugt ist es, wenn
die Wellentäler sich somit parallel zur Front des Auszuges erstrecken oder wenigstens
in einem Winkelbereich von ± 10° zur Ebene der Auszugfront.
[0009] Bei diesen Utensilien bzw. Funktionselementen kann es sich beispielsweise um Besteck,
Messerblöcke, Gewürzhalter, Folienhalter, Behältnisse etc. handeln. Diese können in
Wellentäler eingelegt werden oder auch derart angeordnet sein, dass sie ein oder mehrere
Wellenberge überspannen und/oder in mehreren Wellentälern angeordnet bzw. fixiert
sind.
[0010] Denkbar ist es, wenn das Ablageelement teilweise oder insgesamt durch wenigstens
ein fest in dem Aufnahmeraum des Auszuges angeordnetes Element gebildet wird. Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich jedoch dann, wenn das
Ablageelement entnehmbar ausgeführt ist, d.h. aus einem oder mehreren aus dem Aufnahmeraum
des Auszuges entnehmbaren Elementen besteht.
[0011] Denkbar ist es, dass das Ablageelement einen integralen Bestandteil des Auszuges
bildet. Es kann beispielsweise den Boden des Ablageelementes bilden. Von der Erfindung
ist jedoch auch der Fall umfaßt, dass das Ablageelement auf den Boden des Auszuges
aufgelegt ist.
[0012] Dies ermöglicht eine besonders flexible Ausgestaltung der Erfindung, da der Nutzer
nach seinem Wunsch in den Auszug unterschiedlich ausgestaltete und/oder orientierte
Ablageelemente einsetzen kann. Ein weiterer Vorteil der Entnehmbarkeit ergibt sich
daraus, dass das Ablageelement problemlos gereinigt werden kann oder auch ganz entnommen
werden kann, sofern der Nutzer es für den betreffenden Auszug nicht benötigt.
[0013] Wie bereits oben ausgeführt, besteht eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
darin, dass sich die Wellentäler und die Wellenberge des Wellenprofils senkrecht zur
Auszugrichtung, d.h. nicht in Tiefenrichtung, sondern in Breitenrichtung des Auszuges
erstrecken, wenngleich dies kein zwingendes und somit einschränkendes Merkmal der
Erfindung darstellt.
[0014] Der Auszug selbst kam aus einem Boden sowie diesen randseitig begrenzenden Wandungen
bestehen, wobei es sich bei den Wandungen um die Front, die Rückwand und zwei oder
mehr Seitenzargen handeln kann, die sich in dem Bereich zwischen Front und Rückwand
erstrecken. Denkbar ist es, dass das Ablageelement den genannten Boden des Auszuges
vollständig oder auch nur abschnittsweise bedeckt.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Auszug eine Front
und eine rückseitige Wandung aufweist, zwischen denen sich das Ablageelement erstreckt
und dass das Ablageelement mit einem Wellenberg, d.h. mit einem höchsten Punkt bzw.
einer höchsten Linie an der Front und/oder an der rückseitigen Wandung anliegt. Denkbar
ist es auch, dass das Ablageelement mit einem Wellenberg an der Front und an der rückseitigen
Wandung anliegt, jedoch nicht in dem höchsten Punkt bzw. in der höchsten Linie des
Wellenberges, sondern in einem darunter angeordneten Bereich.
[0016] Weiterhin können ein oder mehrere Teiler vorgesehen sein, die die Ablagefläche, d.h.
die Oberfläche des Ablageelementes in wenigstens zwei Teilbereiche unterteilen. Der
oder die Teiler können durch einen Nutzer auf die Ablagefläche des Ablageelementes
ausgesetzt werden und sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie an verschiedenen
Positionen der Ablagefläche angeordnet werden können.
[0017] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfasst, dass der oder die Teiler
fest angeordnet sind, so dass eine vorgegebene Unterteilung des Ablageelementes in
zwei oder mehr Teilbereiche vorliegt.
[0018] Auch eine Kombination von fest angeordneten Teilern und einsetzbaren und/oder bewegbaren
Teilern ist von der Erfindung mit umfasst.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zu den genannten Teilern können ein oder mehrere Funktionselemente
vorgesehen sein, die auf dem Ablageelement angeordnet werden können. Dabei können
die Funktionselemente und/oder die Teiler jeweils in einzelnen Wellentälern oder auch
"übergreifend" angeordnet werden, so dass sie mehrere Wellentäler und/oder Wellenberge
überstreichen.
[0020] Vorzugsweise sind die Teiler und/oder die Funktionselemente derart ausgebildet, dass
sie genau in einem Wellental oder auch in mehreren Wellentälern des Profils angeordnet
sind und den oder die dazwischen liegenden Wellenberge überdecken. Von der Erfindung
ist auch der Fall umfasst, dass die Teiler und/oder Funktionselemente derart dimensioniert
sind, dass sie in genau einem Wellental angeordnet sind bzw. angeordnet werden können.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der oder die
Teiler und/oder dass wenigstens eine Funktionselement auf ihrer zu dem Ablageelement
gewandten Seite mit einem oder mehreren Profilen ausgeführt sind, so dass sie mit
dem Wellenprofil des Ablageelementes eine formschlüssige Verbindung eingehen. Diese
Verbindung kann beispielsweise derart ausgestaltet sein, dass die Teiler bzw. Funktionselemente
im eingesetzten Zustand in Tiefenrichtung nicht relativ zu dem Ablageelement verschoben
werden können.
[0022] Denkbar ist es, dass ein oder mehrere Teiler vorgesehen sind, die die Ablagefläche
des Ablageelementes in wenigstens zwei Teilbereiche unterteilen, und die sich senkrecht
oder im Winkel zu dem oder den Wellentälern und Wellenbergen erstrecken. Wie oben
ausgeführt, ist es denkbar, dass der oder die Teiler entnehmbar und/oder verschieblich
oder fest an dem Ablageelement angeordnet sind.
[0023] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Wellenprofil derart
ausgestaltet ist, dass die Breite eines Wellentals der eines Wellenberges entspricht
oder sich von dieser unterscheidet. Somit ist es möglich, dass das Wellenprofil insoweit
gleichmäßig ausgebildet ist, das Wellentäler und Wellenberge identisch dimensioniert
sind, jedoch ausgehend von einer horizontalen Mittelebene sich in unterschiedliche
Richtungen, nämlich einerseits nach unten und andererseits nach oben erstrecken.
[0024] Von der Erfindung sind jedoch auch unregelmäßige Profile umfasst, bei denen zum Beispiel
relativ kurze Wellenberge auf relativ lange Wellentäler folgen, so dass entsprechend
große Aufnahmebereiche für Küchenutensilien etc. gebildet werden.
[0025] Das Wellenprofil kann aus flächigen Elementen bestehen, wie beispielsweise aus Paneelen
bzw. Lamellen, die an Kanten aneinander stoßen, so dass im Schnitt ein Zickzack-Muster
bzw. eine Prismenstruktur gebildet wird. Diese Paneelen bzw. Lamellen können plan
oder gekrümmt ausgebildet sein. Wenigstens einige der Paneelen bzw. Lamellen können
jeweils schräg angeordnet sein, d.h. gegenüber der Horizontalen einen Winkel > 0°
und < 90°, vorzugsweise im Bereich zwischen 20° und 70° aufweisen. Grundsätzlich ist
von der Erfindung auch umfaßt, dass einige der Paneelen bzw. Lamellen senkrecht stehen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Neigung zweier aufeinander folgender Paneelen
bzw. Lamellen in der Querschnittsansicht derart abwechselnd ist, dass auf eine schräg
nach oben geneigte, eine schräg nach unten geneigte Paneele bzw. Lamelle und auf diese
wieder eine schräg nach oben geneigte Paneele bzw. Lamelle folgt etc. Auch ist ein
Wechsel zwischen schräg angeordneten und senkrecht stehenden Paneelen bzw. Lamellen
denkbar.
[0026] Entsprechende Ausführungen gelten für Ausgestaltungen, die aus einzelnen, zu dem
Ablageelement zusammengesetzten Paneelen bzw. Lamellen bestehen, sowie auch für Ausführungen
des Ablageelementes, die einstückig ausgeführt sind. Denkbar ist es, eine derartige
Profilierung auch für ein aus einem Vollmaterial ausgebildeten Ablageelement vorzusehen.
[0027] Ebenso ist es denkbar, dass das Wellenprofil abgerundet ist und keine planen Bereiche
aufweist, sondern beispielsweise in einer Form vergleichbar mit einer Sinusfunktion
ausgeführt ist, d.h. runde Wellentäler und runde Wellenberge aufweist. Das Wellenprofil
kann aus einem Stück gefertigt sein oder auch aus mehreren Einzelteilen bestehen,
die unter Ausbildung eines Wellenprofils miteinander verbunden sind.
[0028] Das Ablageelement kann eine erste Oberfläche aufweisen, die teilweise oder vollständig
das Wellenprofil aufweist bzw. ausbildet, und eine zweite Oberfläche aufweisen, die
ebenfalls ein Profil, insbesondere ein Wellenprofil aufweist oder nicht profiliert
ist, insbesondere eben ausgeführt ist. Das Ablageelement kann somit beispielsweise
eine "Oberseite" aufweisen, die das Wellenprofil aufweist, sowie eine "Unterseite",
die identisch oder anderweitig profiliert ist oder auch nicht profiliert ist und beispielsweise
eben ausgeführt ist. Dies ermöglicht es dem Nutzer, den Auszug besonders flexibel
zu verwenden. Wird eine Unterteilung durch das Wellenprofil nicht benötigt, kann er
das Ablageelement herausnehmen, stürzen und wieder einsetzen, so dass die bisherige
Unterseite nun die sichtbare Oberseite des Ablageelementes bildet.
[0029] Auf diese Weise ist es möglich, dass der Nutzer selbst entscheidet, welches Material
und/oder Profil bzw. welche Oberfläche des Ablageelementes die beim Öffnen des Auszuges
sichtbare Oberfläche des Ablageelementes bildet. So ist es beispielsweise denkbar,
dass das Wellenprofil aus einer ersten Holzart besteht und die andere Seite, d.h.
die Unterseite des Ablageelementes beispielsweise aus einer zweiten Holzart oder aus
einem anderen Werkstoff, so dass der Nutzer selbst entscheiden kann, welche optische
Anmutung der Auszug im geöffneten Zustand aufweisen soll.
[0030] Das Ablageelement kann als plattenartiges Teil ausgebildet sein, wie beispielsweise
als Holzplatte oder Metallplatte, die als solche zickzackförmig ausgeführt ist, so
dass das Wellenprofil erhalten wird. Ebenso ist es denkbar, das Ablageelement aus
einem Vollmaterial, wie beispielsweise aus einem Holzblock zu bilden, der auf einer
Seite das erfindungsgemäße Wellenprofil aufweist und auf der anderen Seite eine ebene
Oberfläche aufweist oder der beidseitig mit einem Wellenprofil oder auch mit anderen
Profilen ausgebildet ist.
[0031] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Auszug eine Front,
eine Rückwand und wenigstens zwei Seitenzargen aufweist, die insgesamt den Aufnahmeraum
des Auszuges begrenzen, wobei sich die Seitenzargen zwischen Front und Rückwand erstrecken
und wobei das Ablageelement derart ausgebildet ist, dass es vorzugsweise einteilig
ausgeführt ist und im eingelegten Zustand den gesamten Boden des Aufnahmeraums überdeckt
und/oder mit seinen Kanten an der Front, der Rückwand und den Seitenzargen anliegt.
Dies ist selbstverständlich auch bei einem mehrteiligen Ablageelement denkbar.
[0032] Weiterhin können ein oder mehrere Teiler vorgesehen sein, die die Ablagefläche, d.h.
die sichtbare Oberfläche des Ablageelementes in wenigstens zwei Teilbereiche unterteilen.
[0033] Alternativ oder zusätzlich können ein oder mehrere Funktionselemente vorgesehen sein,
die auf der Ablagefläche des Ablageelementes aufliegen, wobei es denkbar ist, dass
der oder die Teiler und/oder Funktionselemente auf ihrer Unterseite, mit der sie mit
der Ablagefläche in Kontakt stehen, ein Profil aufweisen, das insgesamt oder teilweise
ein zu dem Wellenprofil des Ablageelementes komplementäres Profil darstellt. Denkbar
ist es somit beispielsweise, dass der oder die Teiler bzw. Funktionselemente auf ihrer
zu dem Ablageelement gewandten Seite ein Profil bzw. ein Wellenprofil aufweisen, das
zu dem Wellenprofil des Ablageelementes komplementär ist, so dass der Teiler bzw.
die Funktionselemente derart eingesetzt werden können, dass sie flächig mit dem Wellenprofil
des Ablageelementes in Verbindung stehen.
[0034] So ist es beispielsweise denkbar, dass der Teiler eine zickzackförmige Unterseite
aufweist, mit der er mit dem Wellenprofil des Ablageelementes in Verbindung steht,
wenn er auf dieses aufgesetzt ist. Entsprechendes kann für das oder die Funktionselemente
gelten. Denkbar ist es auch, dass der Teiler sich nur in einem Wellental erstreckt
und somit die zu einem Wellental komplementäre Form aufweist.
[0035] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren ein Möbelelement, insbesondere einen
Küchenschrank, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Möbelelement mit wenigstens
einem Auszug gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgeführt ist. Bei dem Möbelelement
kann es sich beispielsweise um einen Unterschrank handeln, der einen erfindungsgemäßen
Auszug aufweist.
[0036] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass der Begriff "Auszug" nicht auf ein
ausziehbares und einschiebbares Element einer bestimmten Höhe bzw. Nutzhöhe beschränkt
ist. Unter diesen Begriff fallen somit sämtliche Auszüge sowie auch Schubladen im
engeren Sinne, das heißt ausziehbare Elemente geringerer oder auch größerer Höhe.
Der Begriff "Auszug" ist somit nicht auf eine bestimmte Höhe oder andere Dimensionierung
der Front bzw. Höhe oder andere Dimensionierung des Nutzraumes des Auszuges beschränkt.
[0037] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren ein System umfassend wenigstens eine
Wandstruktur mit einer vorzugsweise vertikalen Oberfläche, wobei die Wandstruktur
auf wenigstens einer Seite eine mehrdimensionale Wellengeometrie mit sich wiederholenden
Formen aufweist oder aus dieser besteht, deren Wellen sich vorzugsweise in horizontaler
Richtung oder vorzugsweise im wesentlichen in horizontaler Richtung erstrecken, wobei
die Wellengeometrie insbesondere eine Prismenstruktur aufweisen kann, und wobei die
Wellengeometrie ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere Nuten aufweist,
in denen ein oder mehrere Elemente angeordnet sind oder angeordnet werden können,
wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet sind,
dass wenigstens eines der Elemente an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur
auf der Seite der Wellengeometrie fixierbar ist, sowie umfassend wenigstens einen
Auszug nach einem der Ansprüche 1 bis 14 oder ein Möbelelement nach Anspruch 15, wobei
die Wellengeometrie der Wandstruktur der Wellengeometrie des Auszuges entspricht und/oder
wobei die Wandstruktur und der Auszug derart ausgeführt sind, dass ein in der Wellengeometrie
des Auszuges aufnehmbarer Teiler oder ein darin angeordnetes Funktionselement an der
Wandstruktur fixierbar und/oder in deren Wellengeometrie aufnehmbar ist.
[0038] Das erfindungsgemäße System umfasst somit wenigstens eine Wandstruktur sowie einen
erfindungsgemäßen Auszug bzw. ein erfindungsgemäßes Möbelelement mit zumindest einem
solchen Auszug. Dabei ist es denkbar, dass die Wellengeometrie der Wandstruktur und
die Wellengeometrie des Auszuges einander entsprechen, so dass ein in die Wellenstruktur
des Auszuges einsetzbares Element auch auf die Wandstruktur aufsetzbar ist oder auch
anderweitig mit der Wandstruktur verbunden werden kann. So ist es beispielsweise denkbar,
dass die genannten Befestigungsmittel der Wandstruktur geeignet sind, ein Element,
das in dem Auszug aufgenommen werden kann auch an der Wandstruktur zu befestigen.
Diese Systematik erlaubt es einem Nutzer, ein Element wahlweise in dem Auszug oder
auch an der Wandstruktur befestigen zu können. Bei einem solchen Element kann es sich
beispielsweise um einen Messerblock, um ein Aufnahmegefäß, um einen Gewürzhalter etc.
handeln.
[0039] Erfindungsgemäß ist dabei ein System mit einem Modul in Form einer Wandstruktur vorgesehen,
das eine flexible räumliche Gestaltung insbesondere von senkrechten Flächen, wie beispielsweise
einer Küchenwand erlaubt. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf den Küchenbereich
beschränkt, sondern ist prinzipiell z.B. bei jeder beliebigen Art von Gebäuden im
Außen- sowie auch im Innenbereich oder auch bei mobilen Vorrichtungen, wie Wohnmobilen
etc. einsetzbar. So ist es beispielsweise möglich, die Wandstruktur auch im Außenbereich,
beispielsweise im Bereich einer Terrasse oder eines sonstigen Freisitzes zu verwenden.
Auch Flächen, insbesondere senkrechte Flächen von Möbelelementen können mit einer
erfindungsgemäßen Wandstruktur versehen sein.
[0040] Dieses System ist somit besonders flexibel, da der Nutzer selbst entscheiden kann,
ob er das fragliche Funktionselement, wie beispielsweise einen Messerblock an der
Wandstruktur befestigen möchte oder im Auszug unterbringt. Dabei sind die Wellenstruktur
der Wandstruktur sowie die Wellengeometrie des Auszuges vorzugsweise so aufeinander
abgestimmt, dass ein und dasselbe Funktionselement sowohl in dem Auszug aufgenommen
werden kann als auch an der Wandstruktur fixiert werden kann.
[0041] Bei den einzusetzenden bzw. eingesetzten Funktionselementen kann es sich um beliebige
Elemente handeln, die in einem Auszug aufgenommen werden können. Es kann sich dabei
beispielsweise um Behältnisse, Halter, wie beispielsweise für Messer, Container als
Aufbewahrungsbehältnisse, z. B. für größere Gegenstände wie Flaschen oder dergleichen,
etc. handeln.
[0042] Auch Elemente, die zur Unterteilung des Innenraumes des Auszuges dienen können als
Funktionselemente in Betracht kommen. Denkbar sind beispielsweise Unterteilungselemente,
die Aufnahmeräume z. B. für Teller oder dergleichen definieren bzw. Tablare, die mit
entsprechenden Unterteilungselementen, wie beispielsweise mit stabartigen Vorsprüngen
oder dergleichen ausgeführt sind.
[0043] Bevorzugte Merkmale der Wandstruktur des erfindungsgemäßen Systems werden im folgenden
dargestellt:
In einer möglichen Ausführung der vorliegenden Erfindung weist die Wellengeometrie
der Wandstruktur eine Prismenstruktur auf.
[0044] Weiterhin können an oder in dem einen oder mehreren Befestigungsmitteln der vorzugsweise
vertikal verlaufenden Wandstruktur, insbesondere den Nuten, ein oder mehrere Elemente
in Form von Paneelen angeordnet sein oder angeordnet werden, wobei die Befestigungsmittel
sowie die genannten Paneele derart ausgebildet sind, dass wenigstens eines der Paneele
an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur fixierbar ist.
[0045] Wesentlich an dieser Ausführung ist, dass an der Wandstruktur eine oder mehrere Paneelen
angeordnet werden können bzw. angeordnet sind, die an unterschiedlichen Positionen
der Wandstruktur fixierbar sind. Diese Paneelen können flächige "Wandelemente" bilden,
die sich vorzugsweise parallel zu der Ebene der Wandstruktur bzw. der Wellengeometrie
erstrecken.
[0046] Vorzugsweise sind die Paneele als Rechtecke bzw. Quadrate mit vertikal und horizontal
verlaufenden Kanten ausgebildet.
[0047] Vorzugsweise weisen die Paneele eine ebene sichtbare Oberfläche auf und sind der
Oberfläche der Wandstruktur bzw. der Wellenstruktur vorgelagert und an unterschiedlichen
Stellen der Wandstruktur positionierbar. Sie können beispielsweise in horizontaler
Richtung oder auch in anderer Richtung, vorzugsweise in Richtung der Wellentäler und
-berge verschieblich ausgeführt sein. Sie können des Weiteren beispielsweise an unterschiedlichen
vertikalen und/oder horizontalen Positionen an der Wandstruktur fixierbar sein. Auf
diese Weise ist es dem Nutzer möglich, die wenigstens eine Paneele an der Wandstruktur
so zu positionieren, wie er dies möchte. In dem nicht durch Paneele abgedeckten Bereich
kann ein Funktionsbereich freibleiben, der für den Nutzer als Arbeitsreich bzw. Funktionsbereich
dienen kann. In diesem Bereich kann der Nutzer beispielsweise Funktionselemente, wie
Leuchten, Halter, Borde etc. an der Wandstruktur fixieren, wohingegen die weiteren
Bereiche die Paneele aufweisen. In diesem Arbeitsbereich kann die oben genannte Wellengeometrie
freiliegen, d.h. die für den Nutzer zugängliche und sichtbare Oberfläche der Wandstruktur
bilden.
[0048] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfaßt, dass die gesamte Oberfläche
der Wandstruktur von den genannten Paneelen gebildet wird oder dass keine Paneele
angeordnet sind.
[0049] Die Wandstruktur kann vertikal angeordnet sein oder auch relativ zur Senkrechten
nach vorne oder hinten geneigt sein. Auch eine Kombination dieser Anordnungen ist
möglich.
[0050] Die Wellenstruktur bzw. die diese bildenden Lamellen oder dergleichen verlaufen vorzugsweise
in horizontaler Richtung, können relativ zur Horizontalen auch geneigt sein. Die vorliegende
Erfindung ist nicht auf eine sich in horizontaler oder sich im wesentlichen in horizontaler
Richtung erstreckende Wellenstruktur beschränkt. Auch ist eine schräge oder gar eine
vertikale Anordnung bzw. Orientierung der Wellentäler und -berge denkbar und von der
Erfindung mitumfasst.
[0051] Die "Befestigungsmittel" können eine das Element tragende Funktion ausüben. Von der
Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, dass die Befestigungsmittel nur eine gewisse
Fixierung der Element vornehmen, wie z.B. die Aufnahme in einer Nut, die eigentliche,
das Element tragende Funktion durch ein anderes Bauteil, wie z.B. eine Tragestruktur
übernommen wird. Das Element kann somit auf beliebige Weise mit dem Befestigungsmittel
in Verbindung stehen, z.B. sich mit einem Teilbereich durch dieses hindurch erstrecken
oder durch dieses getragen werden.
[0052] Die Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung kann insgesamt flächig aufgebaut
sein und auf einer oder beiden Seiten eine Zick-Zack-Struktur aufweisen, d.h. im vertikalen
Schnitt eine Wellenstruktur aufweisen, wobei die Form der Wellen nicht auf runde Wellenprofile
im engeren Sinne beschränkt ist, sondern auch Profile umfasst, die Ecken und/oder
Kanten aufweisen, wie z.B. im Schnitt polygonale Muster. In einer möglichen Ausführung
der vorliegenden Erfindung weist die Wellengeometrie dabei eine Prismenstruktur auf.
[0053] Die Wandstruktur kann statisch derart ausgebildet sein, dass sie keine weiteren Tragegerüste
etc. benötigt und/oder auch ein oder mehrere Tragegerüste umfassen oder mit diesen
in Verbindung stehen.
[0054] Charakteristisch für die erfindungsgemäße Wandstruktur ist eine Wellengeometrie,
d.h. die Abfolge von Erhebungen und Vertiefungen, die sich vorzugsweise in horizontaler
Richtung erstrecken, d.h. "Wellenberge" und "Wellentäler" verlaufen vorzugsweise jeweils
horizontal. Die Wellenberge kommen dem Betrachter entgegen, wohingegen die Wellentäler
sich vom Betrachter weg erstrecken. Die Wandstruktur fixiert und adaptiert durch eine
positiv/negativ Logik. Wie ausgeführt, ist jedoch auch eine von der horizontalen Ausrichtung
abweichende Anordnung denkbar, wie beispielsweise eine schräge oder gar eine vertikale
Ausrichtung der Wellenberge und Wellentäler.
[0055] Die erfindungsgemäße Wellengeometrie kann ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere
Nuten aufweisen, in denen ein oder mehrere Elemente angeordnet sind oder angeordnet
werden können, wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet
sind, dass wenigstens eines der Elemente an unterschiedlichen Positionen der Wellengeometrie
fixierbar ist.
[0056] Von der Erfindung ist der Fall umfasst, dass die Wellengeometrie mit derartigen Elementen
versehen ist sowie auch der Fall, dass die Wellengeometrie keine derartigen Elemente
aufweist, jedoch zu deren Fixierung geeignet ist. Ob, an welchen Positionen und mit
welchen Elementen die Wellengeometrie mit den genannten Elementen versehen ist, kann
der Nutzer festlegen, indem er bestimmt, welches Element an welche Stelle der Wellengeometrie
gesetzt wird, wobei die Wahl der Arretierungsmöglichkeiten des oder der Elemente beliebig
ist. Denkbar ist es, das oder die Elemente in die Befestigungsmittel einzuhängen oder
auf sonstige Weise zu fixieren.
[0057] Die Befestigungsmittel können somit eine beliebige Form und/oder Funktionsweise haben.
In bevorzugter Ausgestaltung handelt es sich um eine Nut, in die ein oder mehrere
Elemente eingesetzt und/oder eingehängt werden können. Vorzugsweise ist vorgesehen,
dass die in die Nut eingesetzten Elemente entlang der Nut verschoben werden können.
[0058] Die Nut bzw. ein sonstiges Befestigungsmittel kann in den "Wellentälern", d.h. an
den jeweils tiefsten Punkten der Wellengeometrie angeordnet sein. Dies bringt den
Vorteil mit sich, dass die Befestigungsmittel weniger deutlich auffallen. Von der
Erfindung ist jedoch auch jede beliebige andere Anordnung der Befestigungsmittel,
d.h. auch an den "Wellenbergen" oder auch in dazwischen liegenden Positionen möglich.
[0059] Durch die Möglichkeit, das oder die Elemente an unterschiedlichen Positionen der
Wellengeometrie anzuordnen, ist eine hohe Flexibilität gewährleistet.
[0060] Vorzugsweise ist die Wellengeometrie bzw. die diese aufweisende Wandstruktur vertikal
angeordnet.
[0061] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass durch
die immer wiederkehrende Struktur im frei wählbaren Höhen-Rastermaß eine individuelle
Fixierung der zu adaptierenden Elemente möglich, wobei diese Elemente beliebige Körper,
technische Module und sonstige Elemente umfassen. Dieses Höhenraster kann durch unterschiedlich
breite Wellenstrukturen erhalten werden, d.h. durch einen unterschiedlichen Abstand
der Wellentäler oder Wellenberge zueinander. Das Höhenraster kann alternativ oder
zusätzlich durch die Wahl des Abstandes der Befestigungsmittel, d.h. z.B. der Nuten
voneinander eingestellt werden.
[0062] Die Elemente können beispielsweise eine oder mehrere Arbeitsplatten, Borde, Halter,
Leuchten, Schränke, flächige Elemente, wie Paneele, Kühl- bzw. Gefriergeräte, Öfen,
Herde und sonstige Heizelemente etc. umfassen.
[0063] Ist das Höhenraster gewählt, ist vorzugsweise vorgesehen, dass in diesem Niveau die
horizontale Position innerhalb der Wellengeometrie, d.h. innerhalb der Zick-Zack-Struktur
bzw. Prismenstruktur frei gewählt werden kann.
[0064] Die sichtbare Fläche der Wandstruktur kann durch die Wellengeometrie und/oder durch
an den Befestigungsmitteln angeordneten Elementen gebildet werden. An den Stellen,
an denen kein derartiges Element angeordnet wird, liegt die Wellengeometrie frei und
bildet somit die sichtbare Fläche der Wandstruktur. An den Stellen, an denen ein oder
mehrere der genannten Elemente angeordnet sind, können diese die sichtbare Oberfläche
bilden, d.h. in diesen Bereichen ist die Wellengeometrie verdeckt. Somit ist es je
nach Bedarf möglich, die gesamte Wellengeometrie abzudecken, beispielsweise durch
Schränke, Borde und Paneele, die die Wellengeometrie überdecken.
[0065] Alternativ dazu ist es ebenso möglich, nicht die gesamte Wellengeometrie zu überdecken,
sondern einen oder mehrere Bereiche frei zu lassen.
[0066] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass es sich bei dem oder
den Elementen um Ablage- oder Aufnahmeelemente, wie Borde, Regale, Messerblöcke oder
Schränke, Halter oder um Funktionselemente mit wenigstens einer technischen Funktion,
wie Leuchten, Kühl- oder Heizelemente oder um die Wellengeometrie verblendende Objekte,
wie Paneele handelt.
[0067] So kann beispielsweise die Verwendung von Leuchten, Kühl- bzw. Heizelementen oder
sonstigen Verbrauchern den individuellen bzw. standardisierten Lösungen weltweit angepasst
werden.
[0068] Die Art und Anzahl der Elemente ist nicht begrenzt. Der Nutzer kann selbst entscheiden,
welche Elemente er an welcher Position anordnen möchte. So ist es beispielsweise möglich,
durch Verschieben bzw. Umsetzen eines oder mehrerer Elemente einen Bereich zu schaffen,
in dem die Wellengeometrie den sichtbaren Bereich liefert, wobei dieser Bereich zuvor
von einem oder mehreren Elementen überdeckt war, wie beispielsweise von Paneelen.
[0069] Neben einer statischen und/oder Verkleidungsfunktion kann die Wellengeometrie auch
eine oder mehrere technische Zusatzfunktionen aufweisen. So ist es denkbar, dass eine
oder mehrere Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen, wie Strom-, Gas oder Wasserleitungen
vorgesehen sind, die in der Wellengeometrie oder vor oder hinter der Wellengeometrie,
vorzugsweise in oder an der von der sichtbaren Seite der Wellengeometrie abgewandten
Seite angeordnet sind oder durch die Wellenstruktur gebildet werden.
[0070] Denkbar ist beispielsweise die Möglichkeit, Strom über Schleifkontakte abzunehmen
oder auch diverse Medien an dieser Kontaktstelle zu übergeben. Denkbar ist somit beispielsweise
an einer Stelle der Wellengeometrie Strom zum Betrieb einer Abzugshaube sowie auch
einen Kanal zum Ableiten der Abluft bereitzustellen, wobei es sich bei der Stelle
vorzugsweise um die Stelle bzw. um den Bereich handelt, an dem das Element an der
Wandstruktur fixiert ist. Entsprechendes gilt für die Zufuhr von Frischwasser und
die Abfuhr gebrauchten Wassers.
[0071] Alle dies Ver- und Entsorgungsleitungen können an oder in der Wellengeometrie angeordnet
sein. Sie können an einer oder mehreren Stellen der Wellengeometrie angeordnet sein
oder derart ausgebildet sein, dass sie in unterschiedliche Stellen der Wellengeometrie
bewegbar sind. So ist es beispielsweise denkbar, eine Stromversorgung oder einen Wasseranschluss
relativ zu der Wellengeometrie beweglich auszugestalten, so dass dieser dort positionierbar
ist, wo er gebraucht wird.
[0072] Die Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen können derart angeordnet sein, dass
sie durch ein in dem Befestigungsmittel, insbesondere in einer oder mehreren Nuten
befestigtes Element nutzbar sind. Wie ausgeführt, ist es denkbar, dass die Nuten oder
sonstigen Befestigungsmittel nicht nur zur Fixierung des oder der Elemente dienen,
sondern auch als Übergabepunkte für die Versorgung und/oder Entsorgung beliebiger
Medien.
[0073] Die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente können derart ausgebildet sein,
dass die Elemente relativ zu den Befestigungsmitteln in Wellenrichtung, vorzugsweise
in horizontaler Richtung verschiebbar sind. Der Nutzer kann auf diese Weise einfach
die Anordnung der Elemente relativ zu der Wellengeometrie verändern. Er kann beispielsweise
eine Paneelwand verschieben, so dass der Bereich, in dem sich die Paneelwand vor dem
Verschieben befunden hat nun eine sichtbare Fläche der Wellengeometrie wird, die zur
Aufnahme eines oder mehrerer Elemente dienen kann.
[0074] Die Oberfläche kann in allen bekannten Materialien ggf. auch durch Beschichtungen
und/oder Decklagen realisiert werden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die statische
Trägerstruktur durch die Wandstruktur sichergestellt ist. Dies ist durch geeignete
Materialien, wie Metall oder Kunststoff möglich. Die Wandstruktur kann je nach Bedarf
beschichtet sein, wobei denkbar ist, dass diese Beschichtung bzw. Decklage ein Element
darstellt, dass durch die Befestigungsmittel an der Wellengeometrie befestigt werden
kann. Eine textile Beschichtung und/oder die Verwendung von OLED ist ebenfalls von
der Erfindung umfasst.
[0075] Die Wandstruktur besteht vorzugsweise aus Metall, vorzugsweise aus Stahlblech.
[0076] Die Wandstruktur kann wenigstens eine Beschichtung aufweisen, die auf der sichtbaren
Seite der Wandstruktur und/oder auf der nicht sichtbaren Seite der Wandstruktur angeordnet
ist und vorzugsweise aus einer Beschichtung, Decklage, Antidröhnschicht oder feuerfestem
Material besteht. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Wandstruktur auf der nicht
sichtbaren Seite zusätzlich mit Antidröhnmaterial und/oder mit einem feuerfesten Material
versehen ist. Somit können bautechnische Anforderungen, wie z.B. Brandlasten erfüllt
werden.
[0077] Die Wandstruktur kann derart ausgebildet sein, dass sie statisch stabil ist und/oder
dass eine Tragestruktur vorgesehen ist, die mit der Wandstruktur in Verbindung steht
und diese trägt und/oder stützt.
[0078] Die Wandstruktur kann durch einzelne Paneele gebildet werden, die derart angeordnet
sind, dass sich durch diese eine Wellenstruktur ergibt.
[0079] Das Querschnittsprofil der Wellengeometrie ist beliebig. In Betracht kommt jede Profilierung
mit mehrfach aufeinanderfolgenden "Wellenbergen", d.h. länglichen Erhebungen, und
"Wellentälern", d.h. länglichen Vertiefungen, die jeweils zwischen zwei "Wellenbergen"
angeordnet sind. Denkbar ist es, die Wellengeometrie derart auszubilden, dass diese
aus einen Profilen oder Lamellen besteht, die im Zickzack-Muster angeordnet sind,
d.h. ein Profil bzw. Lamelle im Querschnittsprofil der Wellengeometrie von unten nach
oben gesehen nach vorne, d.h. zum Nutzer hin vorspringt, das folgende Profil bzw.
Lamelle vom Nutzer weg, d.h. nach hinten geneigt ist, das folgende Profil bzw. Lamelle
wieder nach vorne geneigt ist etc. Der Winkel, den die einzelnen Profile bzw. Lamellen
relativ zur Horizontalen einnehmen ist an sich beliebig. Vorzugsweise liegt dieser
im Bereich zwischen 20° und 60°, jedoch sind auch größere oder kleinere Winkel denkbar.
Auch ist es möglich, dass einige der Profile bzw. Lamellen sich in Richtung der Horizontalen
erstrecken.
[0080] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Struktur derart ausgebildet ist, dass sich
aus Sicht eines Betrachters, der vor der Wandstruktur steht eine Aufeinanderfolge
von kantigen oder welligen, vorzugsweise dreieckförmigen Profilen ergibt, deren Spitzen
bzw. deren Grat oder Scheitel jeweils zum Betrachter hin gewandt sind und deren Flanken
jeweils davon nach hinten verlaufen. Insbesondere weist die Wellengeometrie damit
eine Prismenstruktur auf.
[0081] Die einzelnen Profile bzw. Lamellen können flächig und insbesondere eben ausgebildet
sein. Jedoch sind auch gekrümmte Ausführungen von der Erfindung mit umfaßt.
[0082] Die Wellegeometrie kann aus einzelnen Profilen/Lamellen zusammengesetzt sein, die
zur Herstellung der Wellengeometrie zusammengefügt werden, oder auch aus Elementen,
die ihrerseits aus mehreren Profilen/Lamellen zusammengesetzt sind bzw. daraus bestehen
und dann zur Herstellung der Wellengeometrie zusammengefügt werden.
[0083] Auch ist es denkbar, dass die Wellengeometrie ein Sägezahnprofil oder ein Polygonprofil
oder ein eckenloses Profil aufweist. Im letzten Falle ist vorgesehen, dass das Profil
nur aus Rundungen besteht, die vergleichbar mit einer Sinusfunktion aufeinander folgende
"Berge" und "Täler" aufweist, wobei die Höhe der Rundungen sowie deren Abstand zueinander
beliebig ist.
[0084] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eines der
Elemente mobil, vorzugsweise verfahrbar ist und insbesondere durch einen verfahrbaren
Wagen gebildet wird. Eines oder mehrere der genannten Elemente können somit auch mobil
sein. Auch diese mobilen ortsveränderlichen (fahrbaren) Elemente können in die Zick-Zack-Struktur
bzw. Prismenstruktur der Wandstruktur integriert werden.
[0085] Denkbar ist es, dass eine oder mehrere Lager, insbesondere Wälzlager an den einzelnen
Elementen und/oder an der feststehenden Wandstruktur angeordnet sind, die eine Bewegung
der an der Wandstruktur angeordneten Elemente ermöglichen. Diese Lager können beispielsweise
als Kugellager oder auch als Rollen, Walzen oder dergleichen ausgeführt sein. Dazu
ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Wandstruktur selbst Nuten oder sonstige Aufnahmebereiche
aufweist, die sich vorzugsweise an die Nuten zwischen zwei Profilabschnitten anschließen.
In den Aufnahmebereichen können die genannten Lager bzw. Gleitelemente angeordnet
sein.
[0086] Wenigstens eines der Elemente, insbesondere wenigstens eines der verfahrbaren Elemente
kann wenigstens einen Speicher, insbesondere für Energie in Form von
[0087] Strom oder Wärme oder Lebensmittel oder Müll aufweisen. Denkbar ist es beispielsweise,
dass das Element einen Akku aufweist und im geladenen Zustand zu der Wandstruktur
verfahren wird und mit dieser in Verbindung gebracht wird. In diesem Fall kann die
Stromversorgung weiterer, mit der Wellenstruktur in Verbindung stehender Elemente
durch das mobile Element erfolgen.
[0088] Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die Strom bzw. für die Versorgung, sondern
ebenso für alle anderen Medien, wie z.B. Wasser, Gas und auch für die Entsorgung,
wie z.B. für die Aufnahme von Müll, Dunstabzugsleitungen etc.
[0089] Die einzelnen Elemente, insbesondere die Profile oder Lamellen, die die Wellengeometrie
ausbilden, können entnehmbar und/oder bewegbar, insbesondere verschwenkbar ausgebildet
sein. So ist es denkbar, dass eine oder mehrere Lamellen verschwenkt oder anderweitig
bewegt werden, so dass sie die Einlassöffnung für einen Dunstabzug bilden. Hinter
den Lamellen können sich somit eine oder mehrere Abzugsleitungen eines Dunstabzugs
befinden.
[0090] Auch ist es möglich, eine oder mehrere Profile oder Lamellen als Funktionselemente,
beispielsweise als Leuchtprofile oder Leuchtlamellen auszubilden.
[0091] Für die Kopplung des mobilen Elementes mit der Wandstruktur können eigens dafür vorgesehene
Andockelemente vorgesehen sein. Denkbar ist es jedoch auch, dass das mobile Element
an denselben Befestigungsmitteln angekoppelt wird, wie alle weiteren Elemente, vorzugsweise
an den oben genannten Nuten.
[0092] Das System der vorliegenden Erfindung kann neben einer Wandstruktur, wie sie oben
beschrieben wurde, weiterhin wenigstens eine Tragestruktur umfassen, an der die Wandstruktur
befestigt ist. Die Tragestruktur kann ihrerseits beispielsweise mit einer Wand, insbesondere
mit einer Gebäudewand verbunden sein, wobei dazu vorzugsweise eine Schraubverbindung
vorgesehen ist.
[0093] Die Tragestruktur kann aus vertikalen und/oder horizontalen Profilen bestehen oder
diese umfassen, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die horizontalen Profile an
den vertikalen Profilen befestigt und vorzugsweise in diese eingehängt sind und wobei
die Wandstruktur ausschließlich oder auch an den horizontalen Profilen befestigt ist.
[0094] Die Tragestruktur bildet somit eine die Wandstruktur mit der Wellengeometrie tragende
und/oder stützende Struktur.
[0095] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine Küche, ein Gebäude einschließlich
des Outdoor-Bereiches oder auch ein Möbelstück oder eine mobile Vorrichtung, wie z.B.
ein Fahrzeug, Luftfahrzeug etc. mit wenigstens einem Auszug, wie er oben beschrieben
wurde, oder mit einem System aus einer Wandstruktur und einem Auszug, wie es oben
beschrieben wurde.
[0096] Vorzugsweise erstreckt sich die Wandstruktur als vertikal angeordnetes Element in
der Küche. Vorzugsweise ist die Wandstruktur auch oder nur in dem Wandbereich angeordnet,
der sich nach oben an die hintere Kante der Arbeitsplatte erstreckt. Die Wandstruktur
kann somit die sichtbare Oberfläche der Nische bzw. des Bereiches bilden, der sich
vorzugsweise senkrecht zur Arbeitsfläche bzw. Arbeitsplatte einer Küche an deren rückwärtigen
Seite erstreckt.
[0097] Die Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung ist somit nicht nur für den Indoorbereich,
wie beispielsweise eine Küche geeignet, sondern auch für die Outdoorbereich, wie z.
B. eine Terrasse, einen sonstigen Freisitz oder dergleichen. Insbesondere in diesen
Fällen ist der Einsatz eines mobilen Elementes vorteilhaft, da dieses beispielsweise
Strom, Gas, Wasser liefern kann und auch zur Entsorgung dienen kann, wie beispielsweise
zur Aufnahme von Müll.
[0098] Die vorliegende Erfindung bietet die Möglichkeit der lebenslangen Individualisierung.
[0099] Beliebige Regionen der Welt können mit individuellen Lösungen versorgt werden, da
die erfindungsgemäße Wandstruktur - wie oben ausgeführt - flexibel ausgestaltet werden
kann.
[0100] Weitere Einzelheiten und Vorteile von Auszügen sowie Systemen gemäß der Erfindung
werden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0101] Es zeigen:
- Figur B1:
- unterschiedliche Ansichten eines Auszuges mit einem einlegbaren Ablageelement mit
Wellengeometrie,
- Figur B2:
- eine schematische Querschnittsansicht durch den Auszug mit eingelegtem Ablageelement
mit Wellengeometrie sowie eine perspektivische Ansicht eines symbolisch dargestellten
Nutzers mit Auszug und Ablageelement,
- Figur B3:
- perspektivische Ansichten verschiedener Teiler sowie eine Ansicht des Auszuges mit
Ablageelement und auf deren Oberfläche aufgesetzten Teilern,
- Figur B4:
- eine Draufsicht auf dem Auszug gemäß Figur B3,
- Figur B5:
- perspektivische Ansichten von Auszügen mit Ablageelementen und unterschiedlichen Teilern,
- Figur B6 - B9:
- denkbare Wellengeometrien des Ablageelementes mit einem Auszug im Querschnitt und
in perspektivische Darstellung,
- Figur B10, B11:
- perspektivische Darstellungen des erfindungsgemäßen Auszuges mit Ablageelement und
darin angeordneten unterschiedlichen Funktionselementen,
- Figur B12:
- unterschiedliche Ansichten eines Auszuges, der in einem unterhalb einer Arbeitsplatte
angeordneten Unterschrank ein- und ausfahrbar ist,
- Figur B13:
- eine perspektivische Ansicht eines Tablars zum Einsatz in den erfindungsgemäßen Auszug,
- Figur B14:
- eine perspektivische Ansicht eines als Container ausgeführten Funktionselementes,
- Figur B15:
- eine perspektivische Ansicht eines Auszuges gemäß der Erfindung mit mehreren darin
angeordneten Container gemäß Figur B14,
- Figur B16 - B18:
- perspektivische Ansichten von auf dem Wellenprofil angeordneten Tablaren mit daran
angeordneten Unterteilungselementen,
- Figur A1:
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Wandstruktur eines erfindungsgemäßen
Systems ohne daran angeordneten Elemente;
- Figur A2:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Becken und Ablagen,
- Figur A3:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Oberschränken und Ablage;
- Figur A4:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Hochschränken, Oberschränken, Unterschränken und einem verfahrbaren Element;
- Figur A5:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur als Seitenfront eines Möbelelementes
mit daran angeordnetem verfahrbaren Element;
- Figur A6-9:
- perspektivische Ansichten der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in Form
von Ober- und Unterschränken sowie mit Paneelen als weitere Elemente;
- Figur A10:
- Schnittansichten durch unterschiedlich ausgestaltete Wellenprofile;
- Figur A11:
- eine Seitenansicht der Tragstruktur mit der daran angeordneten Wandstruktur und einem
an der Wandstruktur angeordneten Element;
- Figur A12:
- perspektivische Ansichten von Wandstrukturen mit unterschiedlich angeordneten Elementen;
- Figur A13, A14:
- eine perspektivische Ansicht eines an der Wandstruktur fixierten Elementes in Form
eines Bordes und eine Draufsicht auf den Randbereich der Wandstruktur mit einer neben
dieser angeordneten Paneele,
- Figur A15:
- unterschiedliche Ansichten eines Küchenbereiches mit der erfindungsgemäßen Wandstruktur
und einem in unterschiedliche Positionen bewegten Paneel,
- Figur A16
- eine Draufsicht auf eine Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung mit daran angeordneten
Unterschränken, Paneelen und weiteren Elementen,
- Figur A17:
- eine perspektivische Ansicht des rückwärtigen Bereichs eines Bücherregals,
- Figur A18:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur sowie das daran angeordnete Bücherregal,
- Figur A19:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur und eine daran angeordnete Hakenleiste,
- Figur A20:
- eine Schnittdarstellung durch eine Hakenleiste,
- Figur A21:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur und eine daran angeordnete Paneele,
- Figur A22:
- eine perspektivische Ansicht der Anordnung gemäß Figur A21,
- Figur A23:
- eine Schnittdarstellung durch einen Messerblock sowie durch die Wandstruktur, die
den Messerblock trägt,
- Figur A24:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur in einer weiteren Ausführungsform.
[0102] Figur B1a) zeigt mit dem Bezugszeichen B10 einen Auszug gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0103] Der Auszug besteht aus einer Front B12, einem Boden B13, einer parallel zu der Front
verlaufenden Rückwand B14 sowie zwei seitlich parallel zueinander angeordneten Seitenzargen
B15, die sich zwischen Front B12 und Rückwand B14 erstrecken.
[0104] Der Auszug B10 ist mittels nicht dargestellter Führungen bzw. Auszugschienen in ein
Möbelelement ein- und aus diesem ausfahrbar, und zwar in einer Richtung gemäß Figur
B1 nach links bzw. rechts, d.h. in Tiefenrichtung des Auszuges B10.
[0105] Durch die Front B12, den Boden B13, die Rückwand B14 und die zwei Seitenzargen B15
wird ein Aufnahmeraum B20 definiert bzw. begrenzt, in denen als Einlegeelement das
Ablageelement B40 eingesetzt wird. Wie dies aus Figur B1 hervorgeht, wird das Ablageelement
B40 durch eine Wellengeometrie gebildet bzw. weist diese auf. In dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht das Ablageelement B40 aus einem plattenförmigen Werkstoff,
wie beispielsweise Holz oder Metall und weist eine Zickzack bzw. Wellenstruktur auf.
[0106] Das Ablageelement B40 besteht aus planen abwechselnd aufeinander folgend angeordneten
Bereichen B40 a, B40 b, die jeweils leistenförmig ausgebildet sind und an ihren Längskanten
aneinandergrenzen. Wie dies aus Figur B1a) hervorgeht, schließen diese leistenförmige
Abschnitte B40a, B40b miteinander jeweils Winkel □ von größer B90° ein, so dass sich
ein Zickzack Profil ergibt, wie es aus Figur B1 ersichtlich ist.
[0107] Das rechteckige Ablageelement B40 weist äußere Abmessungen auf, die den Innenabmessungen
des Raums B20 entsprechen, so dass es spielfrei in dem Aufnahmeraum B20 angeordnet
ist.
[0108] Figur B1b) zeigt die Anordnung vor dem Einlegen des Ablageelements B40 und Figur
B1c) zeigt den Auszug B10 mit dem in den Raum B20 eingelegten Ablageelement B40.
[0109] Wie dies aus Figur B2a) hervorgeht, ist das Ablageelement B40 derart angeordnet,
dass das erste vollständige Geometrieelement, das an die Front B12 bzw. an die Rückwand
B14 angrenzt, ein Tal der Wellengeometrie ist, d.h. das Ablageelement B40 steht auf
seiner zur Front B12 gerichteten Seite sowie auf einer zu Rückwand B14 gerichteten
Seite mit einem Scheitel des Wellenberges in Verbindung.
[0110] Aus der Querschnittsansicht gemäß Figur B2a) sowie aus der perspektivischen Ansicht
gemäß Figur B2b) ist ersichtlich, dass die Wellenberge B sowie die Wellentäler T parallel
zueinander und insbesondere parallel zu der Front B12 sowie parallel zu der Rückwand
B14 verlaufen. Dies bedeutet, dass Küchenutensilien bzw. sonstige Elemente, die in
den Wellentälern T des Wellenprofils des Ablageelementes B40 abgelegt werden ebenfalls
in einer Vorzugsrichtung parallel zur Front B12 und parallel zu Rückwand B14 und somit
senkrecht zur Auszugrichtung R des Auszuges B10 verlaufen.
[0111] Küchenutensilien bzw. sonstige Elemente werden somit "waagrecht" bzw. in der Breite
des Ladens B10 auf oder in der Wellengeometrie des Ablageelementes B40 angeordnet.
[0112] Figur B3 zeigt mit den Bezugszeichen A1, A2 und A3 unterschiedliche Teiler, die auf
ihrer Unterseite ein Profil aufweisen, dass zu dem Profil der Wellengeometrie des
Ablageelementes B40 komplementär ist.
[0113] Der Teiler A1 sowie der Teiler A2 weisen auf ihrer Unterseite ein Zickzackprofil
auf, das dem Profil des Ablageelementes B40 Komplementär ist, d.h. wie aus Figur B3,
unsere Darstellung ersichtlich, werden diese Teile in der Wellengeometrie des Ablageboden
B40 formschlüssig aufgenommen. Sie liegen somit mit ihren Unterseiten flächig auf
der Wellengeometrie bzw. auf der Oberseite des Ablageelementes B40 auf.
[0114] Der Teiler A3 ist im Hinblick auf seine untere Fläche dreieckig ausgeführt und zwar
derart, dass er genau in ein Tal T des Wellenprofils hineinpasst bzw. dort flächig
auf liegt.
[0115] Figur B4 zeigt eine Anordnung gemäß Figur B3 in der Draufsicht mit den dargestellten
Teilern A1, A2 und A3. Wie dies durch die Pfeile in Figur B4 verdeutlicht ist, sind
die Positionierungsmöglichkeiten für die Teiler vielfältig.
[0116] Der Teiler A1 kann lateral, d.h. gemäß Figur B4 nach unten und oben verschoben werden.
Dies gilt entsprechend für die Teiler A2 und A3. Da diese Teiler sich abweichend von
dem Teiler A1 nicht über die gesamte Tiefe des Ablageelementes B40 bzw. des Raumes
B20 erstrecken, können Sie zusätzlich in Tiefenrichtung versetzt werden, wie dies
durch Pfeile angedeutet ist.
[0117] Diese Anordnung von Teilern ermöglicht es dem Nutzer, den Raum des Auszuges flexibel
zu gestalten und nach seinen Wünschen zu optimieren.
[0118] Figur B5 zeigt weitere Anordnungsmöglichkeiten eines einfachen Teiles A3, der nur
in einem Wellental T angeordnet ist und dieses in zwei Bereiche unterteilt. Die mittlere
Darstellung gemäß Figur B5 zeigt einen Zweifachteiler A2, der zwei Wellentäler T unterteilt
und die rechte Darstellung einen fünffach Teiler A3, der sich über die gesamte Tiefe
des Auszuges B10 und des Ablageelementes B40 erstreckt.
[0119] Die Wellengeometrie des Ablageelementes B40 ist nicht auf die Ausführungsbeispiele
gemäß der oben beschriebenen Figuren beschränkt.
[0120] In diesen Figuren besteht das Wellenprofil aus einem symmetrisch ausgebildeten Muster,
das aus einzelnen leistenförmigen Bereichen zusammengesetzt ist, die ihrerseits plan
ausgeführt sind. In den oben dargestellten Ausführungsbeispielen sind Wellentäler
T und Wellenberge B gleich dimensioniert.
[0121] Figur B6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Wellengeometrie im Schnitt (Figur
B6a)) und in perspektivischer Ansicht (Figur B6b)). In dieser Wellengeometrie weisen
die Wellentäler T einen ebenen Grund auf und sind voneinander durch Vorsprünge bzw.
Wellenberge B getrennt. Die Wellenberge B weisen zwei zueinander gerichtete Flanken
auf, deren oberen Kanten durch einen horizontalen Abschnitt miteinander verbunden
sind.
[0122] Figur B7a) und B7b) zeigt ein Profil im Querschnitt und in perspektivischer Ansicht,
das hinsichtlich der Oberfläche dem der Ausführungsform gemäß Figur B1 entspricht.
[0123] Im Unterschied zu den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist in diesem Fall
jedoch das Ablageelement B40 durch ein Vollmaterial V oder durch einen Sandwich-Aufbau
gebildet. Wie dies aus Figur B7a) hervorgeht, ist die Unterseite des Ablageelementes
B40 eben ausgeführt. Möchte der Nutzer kein Wellenprofil auf der sichtbaren Oberseite
haben, besteht für ihn die Möglichkeit, das Ablageelement B40 aus dem Auszug zu entnehmen,
zu stürzen und wieder einzusetzen. In diesem Fall befindet sich die gemäß Figur B7a)
untere Oberfläche des Ablageelementes B40 somit oben und dient als plane Oberfläche.
[0124] Figur B8 zeigt ein Wellenprofil, bei dem die Wellentäler T und Wellenberge B gleich
dimensioniert sind. Die planen Oberflächen der Wellenberge B entsprechen in ihrer
Länge den planen Bereichen der Wellentäler T. Abweichend davon weist das Ausführungsbeispiel
gemäß Figur B1 keine planen Wellentäler und Wellenberge auf, sondern spitz zulaufende.
[0125] Figur B9 zeigt ein Wellenprofil, das weder Ecken noch Kanten aufweist und das nur
aus Rundungen besteht, die aufeinanderfolgend angeordnet sind. Wellentäler T und Wellenberge
B entsprechen sich in ihrer Dimensionierung und erstrecken sich ausgehend von einer
horizontalen Mittelebene gleich weit nach oben und unten.
[0126] Figur B10 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen erfindungsgemäßen Auszug
B10 mit einem darin befindlichen Ablageelement B40 aus Holz. Wie dies aus Figur B10
hervorgeht, befinden sich in den Wellentälern T verschiedene Funktionselemente, hier
in Form beispielsweise eines Behältnisses B110 bzw. einer Aufnahme B100.
[0127] Figur B11 zeigt schließlich mit dem Bezugszeichen B120 einen Messerblock. Dieser
weist wie auch die Aufnahme B100 und das Behältnis B110 gemäß Figur B10 eine Unterseite
auf, mit der er flächig auf der Oberseite der Wellengeometrie des Ablageelementes
B40 aufliegt.
[0128] Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Funktionselemente sicher in dem Wellenprofil
aufgenommen sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich das Wellenprofil vorzugsweise
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Auszuges erstreckt, so dass es beim Öffnen und
beim Schließen nicht zu einem unerwünschten Verrutschen des oder der Funktionselemente
bzw. der oben dargestellten Teiler kommen kann.
[0129] Aus Figur B12a) ist ein aus einem Unterschrank B300 herausgezogener Auszug B10 ersichtlich.
Das Ablageelement B40 ist in diesem Fall noch nicht in den Aufnahmeraum B20 des Auszuges
B10 eingelegt. Figur B12b) zeigt den Schritt des Einlegens des Ablageelementes B40
in den Aufnahmeraum B20 des Auszuges B10 und Figur B12c) den aus dem Unterschrank
B300 ausgezogenen Auszug B10, in dessen Aufnahmeraum B20 sich nun das Ablageelement
B40 befindet. Dies überdeckt den gesamten Bodenbereich des Auszuges und stellt somit
die Ablagefläche des Auszuges B10 dar.
[0130] Aus Figur B12d) ist eine perspektivische Ansicht in den Auszug und auf das Ablageelement
B40 ersichtlich. Des Weiteren sind in dieser Ansicht verschiedene Teiler A3 und A1
angeordnet, die den Auszug insgesamt oder nur ein oder mehrere Wellentäler in seitlicher
Richtung unterteilen.
[0131] Der oder die Teiler können durch geeignete Fixierungsmittel gegen unerwünschtes Verschieben
gesichert werden, wie beispielsweise durch eine Magnetverbindung mit dem Ablageelement
B40.
[0132] Die Front B12 kann grifflos ausgeführt sein. In diesem Fall kann das Öffnen beispielsweise
mittels eines Touch-Latsch-Beschlages oder auch mittels eines Antriebselementes geöffnet
werden, das z.B. über einen frontseitigen Sensor aktiviert wird. Die Front B12 kann
jedoch auch mit einem Griff ausgebildet sein, wie dies aus Figur B12b) und B12c) ersichtlich
ist.
[0133] Die Seitenzargen B15 und/oder die Front B12 und/oder die Rückwand B14 und/oder der
Boden B13 und/oder das Ablageelement B40 können aus Holz und/oder Metall und/oder
Kunststoff bestehen.
[0134] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Seitenzargen B15 sowie die Rückwand B14 aus
Metall bestehen und die Front B12 aus Holz. Der Boden B13 kann ebenfalls aus Metall
oder auch aus Holz bestehen. Grundsätzlich sind von der Erfindung auch andere Materialkombinationen
umfasst, wie beispielsweise die, dass der gesamte Auszug einschließlich dem Ablageelement
B40 aus Metall oder auch aus Holz oder aus Kunststoff besteht.
[0135] Figur B13 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Tablar, das beispielsweise aus Holz
bestehen kann und das an seiner Unterseite voneinander beabstandet zwei Führungselemente
aufweist, die von dem Tablar B200 nach unten ragen und eine zu dem Wellenprofil des
Ablageelementes B40 komplementäre Form aufweisen. Dies bedeutet, dass das Tablar mit
seinen nach unten vorstehenden, sich über seine Länge erstreckenden Führungselementen
B210 auf das Ablageelement B40 aufgesetzt werden kann. Je nach Größe des Tablars B200
kann dies relativ zu dem Ablageelement B40 entlang der Wellen verschieblich angeordnet
sein.
[0136] Figur B14 zeigt mit dem Bezugszeichen B300 einen Container, der einen Boden, zwei
seitliche Wandungen und eine relativ dazu lange Front- und Rückwandung aufweist. Im
oberen Bereich der seitlichen Wandungen erstrecken sich Griffe.
[0137] Wie dies aus Figur B14 hervorgeht, befinden sich vergleichbar mit dem Tablar gemäß
Figur B13 unterhalb der Bodenplatte des Containers B300 Aufnahme- bzw. Führungselemente
B310, die sich beispielsweise über die gesamte Länge des Containers erstrecken können
bzw. über dessen gesamte Breite oder auch nur über einen Teilbereich der Länge bzw.
Breite des Containers B300. Dies gilt entsprechend für andere Funktionselemente.
[0138] Auch für den Fall des Containers B300 gemäß Figur B14 gilt, dass die Kontur der Elemente
B310 komplementär zu der Kontur des Wellenprofils des Ablageelementes B40 ist. Dies
bedeutet, dass die Elemente B310 in den Wellentälern des Ablageelementes B40 aufgenommen
werden können, wobei wie auch bei anderen Funktionselementen vorzugsweise vorgesehen
ist, dass die Wandungen der Elemente B310 parallel zu denen des Ablageelementes verlaufen
bzw. an diesen anliegen, so dass das bzw. die Funktionselemente spielfrei in dem Wellenprofil
aufgenommen werden können.
[0139] Figur B15 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Auszug B10, mit einer Front B12,
Seitenwandungen B15 und einer Rückwand B14. Der Boden des Auszugs B10 wird durch das
Ablageelement B40 gebildet, das eine Wellenstruktur aufweist. Wie dies aus Figur B15
ersichtlich ist, sind die Container B300 in diesem Fall derart dimensioniert, dass
in dem Raum B20 des Auszugs B10 mehrere der Container B300 aufgenommen werden können.
Auch eine Kombination unterschiedlicher Funktionselemente in dem Aufnahmebereich B20
des Auszugs B10 ist denkbar und von der Erfindung mitumfasst. Wie dies aus Figur B15
ersichtlich ist, sind die Container B300 derart dimensioniert, dass sie entlang des
Wellenprofils des Ablageelementes B40 verschiebbar angeordnet sind. Sie sind in Tiefenrichtung,
das heißt in Auszugsrichtung des Auszugs B10 formschlüssig durch die quer zur Auszugsrichtung
verlaufende Wellenstruktur und die mit dieser zusammenwirkenden Elemente B310 fixiert.
[0140] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfasst, dass der Container B300
derart dimensioniert ist, dass pro Auszug B10 nur ein derartiger Container aufnehmbar
ist.
[0141] Figur B16 zeigt als weiteres denkbares Funktionselement ein Tablar B400, das auf
einer Unterseite ebenfalls Führungselemente B410 aufweist, die wie aus Figur B16 ersichtlich,
in den Wellentälern des Ablageelementes angeordnet sind.
[0142] Das Tablar B400 weist eine Mehrzahl von Vertiefungen auf, die nutförmig ausgebildet
sind und die zur Aufnahme von stabartigen Vorsprüngen B420 oder sonstigen Möbelelementen
dienen, die relativ zu dem Tablar B400 verschieblich sind bzw. in unterschiedlichen
Positionen des Tablars B400 angeordnet werden können. Von den Nuten ist eine in Figur
B16 mit dem Bezugszeichen B430 gekennzeichnet. Durch die Elemente B420 ist eine weitgehend
beliebige Unterteilung der Oberfläche bzw. des Bereiches oberhalb des Tablars B400
in Aufnahmebereiche denkbar. In Figur B17 sind drei der stabartigen Vorsprünge bzw.
Unterteilungselemente B425 vorgesehen, die ein Dreieck aufspannen, das beispielsweise
zur Aufnahme von Tellern, Töpfen oder dergleichen dienen kann.
[0143] Figur B18 zeigt einen wandförmig ausgebildeten Teiler B440, der Fußabschnitte B450
aufweist, die in den Nuten B430 des Tablars B400 verankert sind. Diese Fußteile B450
sind an unterschiedlichen Nuten sowie auch nutübergreifend fixierbar, so dass auch
eine schräge Anordnung des wandförmigen Unterteilungselements B440 denkbar ist.
[0144] Die in den Nuten fixierbaren Elemente B420, B425, B450 oder sonstige Halteelemente
sowie das Tablar B400 können derart ausgebildet sein, dass sie relativ zu den Nuten
verschiebbare und/oder arretierbar sind.
[0145] Figur A1 zeigt mit dem Bezugszeichen A10 eine Wandstruktur, wie sie in einem System
gemäß der vorliegenden Erfindung zusammen mit einem erfindungsgemäßen Auszug zum Einsatz
kommen kann. Die Wandstruktur ist senkrecht angeordnet und weist auf ihrer zum Betrachter
hin gewandten Vorderseite eine Wellengeometrie auf.
[0146] Die Wellengeometrie der Wandstruktur entspricht dabei der Wellengeometrie des Auszuges
und/oder die Wandstruktur und der Auszug sind derart ausgeführt sind, dass ein in
der Wellengeometrie des Auszuges aufnehmbarer Teiler oder ein darin angeordnetes Funktionselement
an der Wandstruktur fixierbar und/oder in deren Wellengeometrie aufnehmbar ist.
[0147] Die Wandstruktur ist an einer Tragestruktur A20 befestigt, die ihrerseits mit einer
Gebäudewand A30 in Verbindung steht und vorzugsweise mit dieser verschraubt ist.
[0148] Tragestruktur besteht aus vertikalen Leisten A22, die an der Gebäudewand A30 mittels
der Befestigungsteile A26 fixiert sind und aus horizontalen Leisten A24, die durch
die vertikalen Leisten A22 getragen werden. Vorzugsweise sind die horizontalen Leisten
A24 in die vertikalen Leisten A22 eingehängt.
[0149] Die Wandstruktur A20 steht mit den horizontalen Leisten A24 in Verbindung und ist
vorzugsweise in diese eingehängt. Dies bedeutet, dass die Tragestruktur A20 die Wandstruktur
A10 trägt oder zumindest stützt, so dass die Wandstruktur A10 in ihrer vertikalen
Position fixiert wird.
[0150] Eine Schnittansicht senkrecht zu der durch die Wandstruktur A10 gebildeten Ebene
ist aus Figur A11 ersichtlich.
[0151] Aus dieser Figur geht hervor, dass die Wandstruktur A10 auf ihrer gemäß Figur A11
nach rechts weisenden, sichtbaren Oberfläche eine Wellengeometrie aufweist, die aus
in vertikaler Richtung aufeinander folgenden "Wellentälern" A11 und "Wellenbergen"
A12 besteht.
[0152] Diese Wellengeometrie ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel nur einseitig
angeordnet, d.h. sie liegt nur auf der dem Nutzer zugewandten (gemäß Figur A11 rechten)
Seite vor, wohingegen die andere Seite (gemäß Figur A11 linke Seite) eben ausgebildet
ist. Von der Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, das die Wellengeometrie auf
beiden Seiten der Wandstruktur vorliegt, d.h. auf der zu dem Nutzer hin gewandten
Seite und auf der von dem Nutzer abgewandten Seite.
[0153] Wie dies weiter aus Figur A11 hervorgehet, befinden sich in der Wellengeometrie Funktionsnuten
A13, A14, die beispielsweise in den "Wellentälern" angeordnet sein können (Nuten A13),
oder auch in den "Wellenbergen" (Nuten A14) oder auch in dazwischen angeordneten Bereichen.
[0154] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich in jedem der "Wellentäler", "Wellenberge"
oder dazwischen angeordneten Bereichen je eine oder mehrere Funktionsnuten A13, A14
angeordnet sind, d.h. pro die Wellengeometrie bildender Einheit A15 ist vorzugsweise
genau eine oder mehr als eine Funktionsnut A13, A14 vorgesehen. Unter Einheit wird
ein Profilelement verstanden, das in der Wellengeometrie aufeinanderfolgend angeordnet
ist, d.h. in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ein im Wesentlichen dachförmig ausgestaltetes
Profilelement. Die mehreren, die Wandstruktur A10 bildenden Profilelemente bzw. die
Einheiten A15 können aus einem Teil geformt sein, d.h. Bestandteile eines Bauteils
sein oder aus mehreren Einheiten A15 gebildet werden, die miteinander verbunden sind.
[0155] Anstelle von Funktionsnuten A13, A14, d.h. Nuten, die wenigstens eine Funktion, wie
z.B. die Befestigung, die Stromversorgung etc. der Elemente übernehmen, können auch
beliebige andere Befestigungsmittel vorgesehen sein.
[0156] Die Nuten A13, A14 sind derart ausgestaltet, das in diese eine Mehrzahl verschiedener
Elemente und zwar an beliebiger Position entlang der Nut eingesetzt, vorzugsweise
eingehängt werden können. Gemäß Figur A11 ist als Element A100 ein Paneel, ein Schrank,
ein Funktionselement etc. vorgesehen.
[0157] Figur A2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem in die Wellengeometrie der Wandstruktur
A10 ein Becken A110, wie beispielsweise ein Spülebecken, und eine Ablage mit Auszug
A120 eingesetzt sind.
[0158] Wie durch die horizontalen Linien in Figur A1 und A2 gekennzeichnet, die die Nuten
A13 oder sonstige Befestigungselemente markieren, können die Elemente an verschiedenen
vertikalen Positionen an der Wandstruktur A10 befestigt werden. In dem in den Figuren
A1 und A2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Nuten A13 in den "Wellentälern" angeordnet.
[0159] Die Nuten A13, A14 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Breite der Wandstruktur
A10.
[0160] Figur A3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Elemente durch in unterschiedlichen
Höhenpositionen angeordnete Oberschränke A130 und eine vergleichsweise lange Ablage
A140 bzw. Küchenplatte ggf. mit Auszug gebildet werden, die in einem Bereich unterhalb
der Oberschränke A130 angeordnet ist. All diese Elemente können je nach Wunsch an
unterschiedlichen vertikalen und vertikalen Positionen angeordnet werden, so dass
sich für den Nutzer individuell eine optimale Ergonomie ergibt.
[0161] Figur A4 zeigt eine Ausführungsform mit Elementen in Form zweier Oberschränke A130,
eines Unterschrankes A150 und eines Hochschrankes A160 sowie eines verfahrbaren Elementes
A170. Dieses weist ein Gestell A174 und einen Aufnahmebereich A178 ggf. als Stauraum
auf, wobei das Gestell A174 mittels Rollen A176 verfahrbar ist.
[0162] Es weist an seiner Frontseite Steckdosen A172 auf. Das verfahrbare Element A170 bezieht
Strom aus der Wandstruktur A10, die auf der von Figur A1 abgewandten Rückseite mit
einer oder mehreren Versorgungsleitungen, wie beispielsweise Leitungen für Strom,
Wasser, Gas etc. ausgeführt sein kann. Dazu weist das verfahrbare Element A170 an
der Seite, an der es mit der Wandstruktur A10 verbunden wird, Kontakte oder sonstige
Anschlusselemente auf, die derart ausgebildet sind, dass Strom oder ein sonstiges
Medium aus der Wandstruktur A10 in das verfahrbare Element A170 und/oder aus dem verfahrbaren
Element A170 in die Wandstruktur A10 geleitet werden. Vorzugsweise sind diese Kontakte
oder Anschlußstellen sowie auch die Wandstruktur derart ausgebildet, dass es genügt,
das verfahrbare Element A170 an die Wandstruktur A10 zu fahren, so dass es mit der
Wandstruktur A10 in Kontakt tritt. In diesem konnektierten Zustand steht das verfahrbare
Element A170 mit der oder den Ver- und/oder Entsorgungsleitungen der Wandstruktur
A10 in Verbindung, vorzugsweise, ohne dass es weiterer Maßnahmen bedarf.
[0163] Alternativ oder zusätzlich zu Strom kann das verfahrbare Element auch zur Bereitstellung
anderer Medien, wie Gas, Wasser etc oder auch zur Entsorgung, wie beispielsweise von
Abfällen dienen und daher mit entsprechenden Leitungen und/oder Behältnissen sowie
den dazu erforderlichen Anschlüssen ausgeführt sein.
[0164] Die Wandstruktur A10 kann somit nicht nur die Fixierungsfunktion für die Elemente
übernehmen, sondern diese auch gleich mit den benötigen Medien, wie z.B. Strom etc.
versorgen und/oder von diesen entsorgen, d.h. beispielsweise zur Abfuhr von Abwasser,
Abluft etc. dienen.
[0165] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungsmittel, wie z.B. Nuten, nicht nur
zur Befestigungselementes an der Wandstruktur im Bereich der Wellgeometrie dienen,
sondern zusätzlich die Ver- und/oder Entsorgung des auf diese Weise fixierten Elementes
mit einem oder mehreren Medien, wie z.B. Strom, Wasser, Gas etc. ermöglicht. Diese
Ver- und/oder Entsorgung kann durch die Befestigungsmittel hindurch erfolgen. Dazu
kann die Wandstruktur selbst eine oder mehrere Ver- und/oder Entsorgungsleitungen,
wie Kanäle, Leitungen etc. aufweisen oder mit diesen in Verbindung stehen, wobei diese
derart angeordnet sind, dass eine Versorgung eines, vorzugsweise mehrerer der in den
Befestigungsmitteln fixierten Elementen möglich ist.
[0166] Das verfahrbare Modul kann einen Speicher, wie z.B. einen Akku aufweisen, was den
Vorteil mit sich bringt, dass es das gespeicherte Medium, wie z.B. Strom an anderer
Stelle, wie z.B. im Outdoorbereich zur Verfügung stellen kann.
[0167] Das verfahrbare Element A170 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel mit Rollen
ausgeführt. Es kann sich grundsätzlich um ein mobiles Element handeln, das relativ
zu der Wandstruktur bewegbar angeordnet ist.
[0168] Figur A5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Wandstruktur A10 die Seitenwand
eines Möbelelementes A200 bildet, das seinerseits aus mehreren Schränken A210 und
einer Arbeitsfläche A220 besteht.
[0169] Der Begriff "Wandstruktur" ist somit nicht auf eine Wand im engeren Sinne beschränkt,
sondern umfasst jede beliebige Struktur (gerade oder gekrümmt) unabhängig von Ihrer
Orientierung (vertikal, geneigt, horizontal) und Größe.
[0170] Figur A6 zeigt eine Ausführungsform, bei der Wandstruktur A10 mit drei Oberschränken
A130 und drei Unterschränken A150 versehen ist, wobei in dieser Figur und in den weiteren
Figuren der besseren Übersichtlichkeit halber die Bezugszeichen der Tragestruktur
weggelassen sind. Weiterhin sind als Elemente Paneele A190 vorgesehen, die sich um
die Schränke A130, A150 und/oder zwischen diesen und der Frontseite der Wellengeometrie
erstrecken. Figur A7 zeigt die Ausführungsform gemäß Figur A6, wobei einer der Oberschränke
A130 entfernt wurde.
[0171] Aus Figur A7 ist ersichtlich, dass die Paneele A190 als flächiges Element ausgebildet
sind, die ein weiteres der Elemente bildet, die mit der Wandstruktur A10 verbunden
werden kann und in diesem Fall als Verkleidung dient. Das Bezugszeichen A400 kennzeichnet
die Oberfläche der Unterschränke bzw. die Arbeitsplatte.
[0172] Aus den Figuren A6 und A7 ist weiter ersichtlich, dass die Wellengeometrie der Wandstruktur
A10 auf offen liegen kann, d.h. die sichtbare Fläche der Wandstruktur A10 bilden kann.
Dies ist in dem in den Figuren A6 und A7 dargestellten Ausführungsbeispiel in dem
Bereich A300 oberhalb der Arbeitsfläche A400 der Fall.
[0173] Figur A8 zeigt eine Ausführungsform mit nur einem Oberschrank A130 und drei Unterschränken
A150. Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass seitlich und unterhalb des Oberschrankes
A130 keine Paneele angeordnet sind, d.h. in diesem Bereich liegt die Wellengeometrie
frei.
[0174] Aus Figur A9 ist eine Ausführung ersichtlich, bei der bis auf den Bereich A300 die
gesamte Wellengeometrie, auch die nicht durch Schränke A130, A150 belegten Bereiche
durch Paneele bedeckt ist. Der Bereich A300 kann durch Funktionselemente, wie Borde,
Halter, Leuchten etc. belegt werden.
[0175] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfasst, dass die gesamte Wellengeometrie
von Elementen bedeckt ist. In diesem Fall ist die Wellengeometrie durch den Nutzer
nicht von der Frontseite sichtbar.
[0176] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sämtliche der dargestellten Elemente in den Nuten
A13, A14 verschieblich angeordnet sind, wodurch sich eine Flexibilität in horizontaler
Richtung ergibt. Durch das in vertikaler Richtung vorhandene Rastermaß ist des Weiteren
eine Variabilität in vertikaler Richtung möglich.
[0177] Figur A10 zeigt unterschiedliche mögliche Ausgestaltungen der Wellengeometrie jeweils
im Querschnitt. Figur A10 a) zeigt ein Sägezahnprofil, bei dem die schräg angeordneten
Elemente A500 von oben nach unten vorspringen und durch horizontale Abschnitte A502
verbunden sind. Figur A10 b) zeigt ein Sägezahnprofil, bei dem die schräg angeordneten
Elemente A500 von unten nach oben vorspringen und durch horizontale Abschnitte A502
verbunden sind. Aus Figur A10 c) ist ein Profil ersichtlich, das aus aufeinander abwechselnd
angeordneten Tälern A504 und Bergen A506 besteht, die bezogen auf die vertikal stehende
Mittelebene die gleiche Höhe aufweisen und bezogen auf eine horizontale Ebene spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind.
[0178] Figur A10 d) zeigt schließlich eine Wellenstruktur, die aus einem geschwungenen Profil
besteht, das keine Ecken aufweist, sondern ausschließlich durch Rundungen gebildet
wird.
[0179] Aus Figur A12 ist sind verschiedene perspektivische Ansichten der Wandstruktur A10
ersichtlich, deren sichtbare Frontseite durch eine Wellengeometrie gebildet wird.
Jeweils in den "Wellentälern", die in Figur A12 mit A11 gekennzeichnet sind, befinden
sich über die gesamte Breite der Wellengeometrie erstreckende Nuten A13, in denen
die Borde A180 lateral verschieblich angeordnet sind. Die "Wellenberge" A12 sind ohne
Nuten oder sonstige Befestigungsmittel ausgeführt. Die Nuten A13 sind derart angeordnet,
dass die Borde A180 ohne weiteres aus diesen entnommen werden können. Denkbar ist
beispielsweise eine Schwenkbewegung etc., durch die die Borde A180 eingesetzt oder
abgenommen werden können.
[0180] Figur A12 verdeutlicht ferner, dass die Wandstruktur A10 als Rückwandbereich oberhalb
der Arbeitsplatte A400 vorgesehen sein kann, so dass eine besonders günstige Erreichbarkeit
durch einen Nutzer gewährleistet ist.
[0181] Die Wellengeometrie wird durch aufeinander folgend angeordnete Paneelelemente P1,
P2 gebildet, die plan ausgeführt sind und abwechselnd nach vorne vorspringend und
nach hinten fliehend angeordnet sind, so dass sich die dargestellte Wellengeometrie
mit "Wellentälern" und "Wellenbergen" ergibt.
[0182] Figur A13 zeigt in vergrößerter Darstellung die Funktionsnut A13, in der das Bord
A180 mit dem oberen Endbereich seines vertikalen oder schräg verlaufenden Schenkels
A182 aufgenommen ist. Das Bord A180 weist darüber hinaus einen sich an den Schenkel
A182 anschließenden horizontalen Ablagebereich A184 auf. Vorzugsweise liegt der Schenkel
A182 an dem Paneelelement P1 an.
[0183] Die Nut A13 bzw. Funktionsnut gewährleistet eine maximale Freiheit in der Positionierung
der Elemente in vertikaler und horizontaler Richtung. Die Elemente sind in der Funktionsnut
eingehängt oder anderweitig befestigt und somit vertikal am Raster orientiert. Sie
sind entlang der Nut A13 stufenlos plazierbar und somit frei in der Positionierung.
[0184] Figur A14 zeigt den Randbereich der Wandstruktur A10 mit einer daneben angeordneten
Paneel A600. Aus dieser Figur A14 wird besonders die Anordnung der horizontal, d.h.
entlang der Wellen der Wellengeometrie verlaufenden Nuten A13 deutlich. Wie oben ausgeführt,
dienen die Nuten A13 nicht nur zur Fixierung von Elementen, wie Borden, Leuchten etc.,
sondern ermöglichen auch die Zufuhr und/oder Abfuhr verschiedener Medien, insbesondere
der Zufuhr von Strom z.B. zu einer Leuchte ggf. über Schleifkontakte etc. Dies gilt
nicht nur für Nuten, sondern für beliebig ausgestaltete Befestigungsmittel, d.h. durch
die Befestigungsmittel oder an der Stelle, an dem die Befestigungsmittel angeordnet
sind, kann die Ver- und/oder Entsorgung der an der Wandstruktur angeordneten Elemente
erfolgen.
[0185] Figur A15 zeigt schließlich die in schematischer Ansicht eine Küchenanordnung mit
einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Unterschränken A150, auf deren Oberseite
sich eine Arbeitsfläche befindet. In der Nische oberhalb der Arbeitsfläche ist in
dem Bereich A300 die Wellengeometrie der Wandstruktur A10 ersichtlich, die die gesamte
in Figur A15 dargestellte Fläche einnimmt. Dies bedeutet, dass auch die Unterschränke
A150 an der Wandstruktur A10 fixiert sind.
[0186] Mit dem Bezugszeichen A190 ist ein Paneel gekennzeichnet, das ebenfalls mittels der
Befestigungsmittel der Wandstruktur A10 befestigt ist. Wie dies aus der Figur hervorgeht,
ist das Paneel A190 horizontal verschieblich angeordnet, so dass je nach der Position
des Paneels A190 ein jeweils anderer Bereich A300 als Funktionsbereich freibleibt,
d.h. für einen Nutzer zugänglich ist, wie dies aus den beiden unteren Darstellungen
in Figur A15 ersichtlich ist. Das Paneel A190 kann somit hinter dem Arbeitsbereich
stufenlos plaziert werden, um so individuelle Funktionsbereiche A300 zu schaffen.
Diese können beispielsweise mit Leuchten, Haltern etc. versehen werden.
[0187] Das dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf Befestigungsmittel in Form
von entlang bzw. parallel zu den "Wellenbergen" und "Wellentälern" verlaufenden Nuten.
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich dabei nur um ein Beispiel handelt und dass
die Erfindung jedes beliebige Befestigungsmittel, wie z.B. Verrastungen etc. umfasst.
[0188] Bei diesen Elementen bzw. Funktionselementen, die an der Wandstruktur A10 eingehängt
sein können, handelt es sich in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur A16 um einen Messerhalter
A700, um eine Hakenleiste A800, ein Tassenbord A81 0, ein Gewürzregal A900, ein Flaschenregal
A1000 sowie ein Bücherregal A1100.
[0189] Figur A17 zeigt in einer perspektivischen Ansicht von hinten das Bücherregal A1100.
Das Bücherregal A1100 weist in seinem rückwärtigen Bereich zum einen eine Konturierung
K auf, die derart ausgebildet ist, dass diese komplementär zu dem Wellenprofil der
Wandstruktur A10 ist. Des weiteren weist das Bücherregal in seinem unteren rückwärtigen
Bereich Führungselemente A1102 auf sowie ebenfalls im rückwärtigen Bereich in einem
oberen Abschnitt Rollen A1104, die jeweils in Nuten oder sonstigen Aufnahmebereichen
der Wandstruktur A10 laufen.
[0190] Figur A18 zeigt in einer Schnittdarstellung das Bücherregal sowie die Wandstruktur
A10. Wie dies aus der Figur A18 hervorgeht, weist die Wandungsstruktur Nuten bzw.
Aufnahmebereiche auf, die sich im Talbereich der Wellengeometrie befinden.
[0191] Wie dies aus Figur A18 ersichtlich ist, wird die Wellengeometrie bzw. die Wandstruktur
durch einzelne miteinander in Verbindung stehende Elemente gebildet, zwischen denen
Nuten A13 jeweils in den Wellentälern angeordnet sind. Im rückwärtigen Bereich dieser
Nuten befinden sich Aufnahmeräume A13', in denen die Führungselemente A1102 und A1104
gemäß Figur A17 laufen. Wie dies aus Figur A18 hervorgeht, werden die Führungselemente
A1104 durch Rollen, vorzugsweise durch gummierte Rollen sowie durch Kugellager A1106
gebildet, wobei die Rollen eine vertikale Abstützung vornehmen und wobei die Kugellager,
die sich auch im Bereich der unteren Führungselemente A1102 befinden eine Abstützung
zum rückwärtigen Bereich der Aufnahmebereiche A13' hin bewirken.
[0192] Figur A19 zeigt in einer Schnittdarstellung die Fixierung verschiedener Elemente,
wie beispielsweise der Hakenleiste A800, des Tassenbordes A810, des Gewürzregals A900
sowie des Flaschenregals A1000 an der Wandstruktur A10. In dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Anordnung der Hakenleiste A800 dargestellt, die ebenso
wie das Tassenbord A810 sich schräg nach oben vorspringende Stifte zum Einhängen von
Gegenständen aufweist.
[0193] Wie dies aus Figur A19 hervorgeht, erstreckt sich im rückwärtigen Bereich des entsprechenden
Elementes dessen Halterungsanordnung, mit der dieses relativ zu der Wandstruktur bzw.
der Wellengeometrie gehalten wird. Das an der Wandstruktur angeordnete Element selbst
weist zumindest bereichsweise wie aus Figur A19 ersichtlich eine zu der Wellenstruktur
komplementäre Form auf, die in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel in ein Wellental
der Wandstruktur eingreift und somit auf ihrer zur Wandstruktur gerichteten Seite
ebenfalls dreiecksförmig ausgebildet ist. Von der Spitze dieses Dreiecks erstreckt
sich ein Steg A802 durch die Nut A13 hindurch. An diesen Steg A802 schließt sich die
eigentliche Befestigungsanordnung zur Fixierung des entsprechenden Elementes an der
Wandstruktur an. Diese besteht in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem
ersten Kugellager A803, das an einer zu dem Element A800 hin gewandten Seite des Aufnahmebereiches
A13' anliegt, aus einem zweiten Kugellager A804, das in der von dem Element A800 abgewandten
Wandung des Aufnahmebereiches A13' anliegt sowie aus einer Laufrolle A805, die am
Grund des Profils bzw. des Aufnahmebereichs A13' läuft und somit eine Abstützung des
Elementes in vertikaler Richtung vornimmt.
[0194] Figur A20 zeigt in einer Schnittansicht eine weitere Ausgestaltung eines Elementes,
das hier exemplarisch als Hakenleiste A800 ausgeführt ist aber auch durch jedes andere
Element gebildet werden kann. Wie dies aus Figur A20 hervorgeht, ist es denkbar, dass
das oder die Elemente, die an der Wandstruktur zu befestigen sind in ihrem zur Wandstruktur
gewandten Bereich Lager, insbesondere Wälzlager aufweisen, die in Figur A20 mit dem
Bezugszeichen A806 gekennzeichnet sind. Diese erstrecken sich in den beiden schrägen
Schenkeln des Elementes, mit denen dieses an den entsprechenden Flanken der Wellenstruktur
anliegt.
[0195] Figur A21 zeigt in einer schematischen Schnittansicht die erfindungsgemäße Wandstruktur.
Wie dies aus Figur A21 hervorgeht, besteht die Wandstruktur aus einzelnen Profilelementen
A2000, die benachbart zueinander angeordnet sind und zwar derart, dass zwischen wenigstens
zwei dieser Profilelemente A2000 eine Nut A13 verbleibt, die zum Befestigen von Elementen,
wie beispielsweise Schränken, Arbeitsplatten, Funktionselementen, etc. dient. Die
Nut A13 mündet sodann in einen Bereich A13', der beispielsweise zur Aufnahme von Halterungselementen
zur Fixierung der an der Wandstruktur zu befestigenden Elemente dient. Die einzelnen
Profilelemente A2000 sind entweder miteinander verbunden, beispielsweise miteinander
verrastet und/oder an einer Tragstruktur, wie beispielsweise der in Figur A21 dargestellten
Tragplatte A3000 fixiert.
[0196] Diese Platte A3000 kann dann ihrerseits mit einer Tragstruktur verbunden sein, wie
sie beispielsweise aus Figur A11 ersichtlich ist oder auch direkt an der Wand montiert
werden. Ebenso ist es denkbar, dass auf eine Tragplatte A3000 verzichtet wird und
dass die einzelnen Profilelemente A2000 bzw. die die Wellengeometrie aufweisende Struktur
unmittelbar mit der aus Figur A11 ersichtlichen Tragstruktur umfassend die Elemente
A22, A24 oder mittelbar mit einer Gebäudewand verbunden werden.
[0197] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur A21 zeigt ein Tablar A1200 als weiteres Element,
das mit der Wandstruktur A10 verbunden werden kann. Dieses Tablar A1200 ist als plattenförmiges
horizontales Element ausgeführt, das beispielsweise zur Ablage dienen kann. Es weist
in seinem rückwärtigen Bereich ein Befestigungselement A1202 auf, das zwei durch einen
stufenförmigen Abschnitt miteinander verbundenen und relativ zur Ebene des Tablars
schräg verlaufenden Abschnitten besteht. Wie dies aus Figur A21 ersichtlich ist, liegt
der erste Abschnitt A1203 an der Außenseite eines Profilelementes an und der Abschnitt
A1204, der durch eine Stufe zu dem Abschnitt A1203 versetzt ist an der Innenseite,
das heißt an der zu dem Aufnahmeraum A13' gewandten Seite eines Profilelementes A2000
an. Auf diese Weise ist eine form- bzw. kraftschlüssige Fixierung des Tablars A1200
relativ zu den Profilelementen A2000 sichergestellt.
[0198] Wie dies aus Figur A21 weiter hervorgeht, bestehen die einzelnen Profilelemente aus
einem zum Betrachter hin gewandten im Querschnitt dreieckförmigen Profilbereich, sowie
aus Hinterschnitten, die die Aufnahmebereiche A13' zur Fixierung der an der Wandstruktur
zu befestigenden Elemente begrenzen, und zwar auf der nach rechts gerichteten Vorderseite
der Wandstruktur.
[0199] Figur A22 zeigt eine perspektivische Darstellung der Wandstruktur A10 bestehend aus
einzelnen Profilelementen A2000, die vorzugsweise miteinander verbunden sind sowie
den daran angeordneten Tablar A1200.
[0200] Aus Figur A23 geht in einer Schnittansicht die Befestigung eines Messerblocks an
der Wandstruktur hervor. Der Messerblock A700 weist einen relativ zur vertikal stehenden
Wandstruktur A10 schräg verlaufenden Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von Messern auf.
In seinem zu der Wandstruktur A10 gewandten Bereich weist der Messerblock ein Befestigungsmittel
auf, das in seiner Form dem des Tablars A1200 gemäß Figur A21 entspricht. Somit sind
ebenfalls Befestigungselemente A703 und A704 vorgesehen, die durch einen stufenförmigen
Abschnitt miteinander verbunden und durch diesen zueinander versetzt angeordnet sind.
Wie dies aus Figur A23 ersichtlich ist, stützt sich der Abschnitt A703 auf der zum
Nutzer gewandten Seite, das heißt auf der Vorderseite des Profilelementes A2000 ab
und der Abschnitt A704 auf der Rückseite des Profilelementes A2000, das den Aufnahmebereich
A13' begrenzt. Der stufenförmige Abschnitt erstreckt sich wie auch gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Figur A21 in der Nut A13.
[0201] Wie dies oben ausgeführt wurde, kann die Wellengeometrie der erfindungsgemäßen Wandstruktur
aus einzelnen Profilelementen bestehen die jeweils eine "Welle" ausbilden oder auch
aus einem Stück oder mehreren Stücken, die sich über mehrere Wellenberge und Wellentäler
hinweg erstrecken.
[0202] Figur A24 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine kompakte Struktur einer Wandstruktur,
die aus einem Element besteht, das eine Mehrzahl von aufeinander folgenden Wellentälern
und Wellenbergen aufweist.
[0203] Die oben mit Bezug auf die Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele der Wandstruktur
und des Auszugs eines erfindungsgemäßen Systems sind vorzugsweise so gestaltet, dass
die zu den jeweiligen Ausführungsbeispielen beschriebenen Elemente bzw. Funktionselemente
jeweils wahlweise in dem Auszug oder auch an der Wandstruktur befestigt werden können.
[0204] Dieses System ist somit besonders flexibel, da der Nutzer selbst entscheiden kann,
ob er das fragliche Funktionselement, wie beispielsweise einen Messerblock an der
Wandstruktur befestigen möchte oder im Auszug unterbringt. Dabei sind die Wellenstruktur
der Wandstruktur sowie die Wellengeometrie des Auszuges vorzugsweise so aufeinander
abgestimmt, dass ein und dasselbe Funktionselement sowohl in dem Auszug aufgenommen
werden kann als auch an der Wandstruktur fixiert werden kann.
[0205] Bei den einzusetzenden bzw. eingesetzten Funktionselementen kann es sich insbesondere
um jene Elemente handeln, welche oben mit Bezug auf die Ausführungsbeispiele des Auszugs
beschrieben wurden und die in einem Auszug aufgenommen werden können. Es kann sich
dabei beispielsweise um Behältnisse, Halter, wie beispielsweise für Messer, Container
als Aufbewahrungsbehältnisse, z. B. für größere Gegenstände wie Flaschen oder dergleichen,
etc. handeln.
[0206] Auch Elemente, die wie oben beschrieben zur Unterteilung des Innenraumes des Auszuges
dienen, können als Funktionselemente in Betracht kommen. Denkbar sind beispielsweise
Unterteilungselemente, die Aufnahmeräume z. B. für Teller oder dergleichen definieren
bzw. Tablare, die mit entsprechenden Unterteilungselementen, wie beispielsweise mit
stabartigen Vorsprüngen oder dergleichen ausgeführt sind.