[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wandstruktur mit einer vorzugsweise vertikalen
Oberfläche.
[0002] Aus dem Stand der Technik bekannte Küchen weisen eine Anzahl von Unterschränken,
Oberschränken und ggf. Hochschränken auf, die je nach den zur Verfügung stehenden
räumlichen Verhältnissen in der Küche angeordnet werden. Des Weiteren ist es bekannt,
in der Küche verschiedene Funktionselemente, wie z.B. Lampen, Borde, Halter für Küchenrollen
oder Gewürze anzuordnen und diese z.B. an der Küchenwand oder an den genannten Schränken
z. B. durch eine Schraubverbindung zu fixieren. Ein derartiges System ist vergleichsweise
unflexibel, da die Anordnung der genannten Schränke und Elemente im Wesentlichen vorgegeben
ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist es des Weiteren bekannt, ein Tragegestell für wandhängende
Küchen einzusetzen, an dem Unterschränke eingehängt werden. Die freien Bereiche, d.h.
die Nischen werden durch Wandpaneele verkleidet. Auch dieses System ist insofern nachteilig,
als dass bereits bei der Planung eine finale Festlegung der Position der an dem Tragegestell
fixierten Unterschränke vorliegen muss.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Wandstruktur der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass diese eine hohe Flexibilität
hinsichtlich der an der Wandstruktur anzuordnenden Elemente etc. aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Wandstruktur mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Danach ist vorgesehen, dass die Struktur eine mehrdimensionale Wellengeometrie mit
sich wiederholenden Formen aufweist oder aus dieser besteht, deren Wellen sich vorzugsweise
in horizontaler Richtung oder vorzugsweise im wesentlichen in horizontaler Richtung
erstrecken, wobei die Wellengeometrie ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere
Nuten aufweist, in oder an denen ein oder mehrere Elemente angeordnet sind oder angeordnet
werden können, wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet
sind, dass wenigstens eines der Elemente an unterschiedlichen Positionen an der Wandstruktur
auf der Seite der Wellengeometrie fixierbar ist.
[0006] Erfindungsgemäß ist somit ein Modul in Form einer Wandstruktur vorgesehen, das eine
flexible räumliche Gestaltung insbesondere von senkrechten Flächen, wie beispielsweise
einer Küchenwand erlaubt. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf den Küchenbereich
beschränkt, sondern ist prinzipiell z.B. bei jeder beliebigen Art von Gebäuden im
Außen- sowie auch im Innenbereich oder auch bei mobilen Vorrichtungen, wie Wohnmobilen
etc. einsetzbar. So ist es beispielsweise möglich, die Wandstruktur auch im Außenbereich,
beispielsweise im Bereich einer Terrasse oder eines sonstigen Freisitzes zu verwenden.
Auch Flächen, insbesondere senkrechte Flächen von Möbelelementen können mit einer
erfindungsgemäßen Wandstruktur versehen sein.
[0007] In einer möglichen Ausführung der vorliegenden Erfindung weist die Wellengeometrie
dabei eine Prismenstruktur auf.
[0008] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine Wandstruktur mit einer vorzugsweise
vertikal angeordneten Oberfläche, an oder in der ein oder mehrere Befestigungsmittel,
insbesondere Nuten angeordnet sind, in oder an denen ein oder mehrere Elemente in
Form von Paneelen angeordnet sind oder angeordnet werden können, wobei die Befestigungsmittel
sowie die genannten Paneele derart ausgebildet sind, dass wenigstens eines der Paneele
an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur fixierbar ist. Auch diese Wandstruktur
kann das beschriebene Wellenprofil aufweisen.
[0009] Wesentlich ist, dass an der Wandstruktur eine oder mehrere Paneelen angeordnet werden
können bzw. angeordnet sind, die an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur
fixierbar sind. Diese Paneelen können flächige "Wandelemente" bilden, die sich vorzugsweise
parallel zu der Ebene der Wandstruktur bzw. der Wellengeometrie erstrecken.
[0010] Vorzugsweise sind die Paneele als Rechtecke bzw. Quadrate mit vertikal und horizontal
verlaufenden Kanten ausgebildet.
[0011] Vorzugsweise weisen die Paneele eine ebene sichtbare Oberfläche auf und sind der
Oberfläche der Wandstruktur bzw. der Wellenstruktur vorgelagert und an unterschiedlichen
Stellen der Wandstruktur positionierbar. Sie können beispielsweise in horizontaler
Richtung oder auch in anderer Richtung, vorzugsweise in Richtung der Wellentäler und
-berge verschieblich ausgeführt sein. Sie können des Weiteren beispielsweise an unterschiedlichen
vertikalen und/oder horizontalen Positionen an der Wandstruktur fixierbar sein. Auf
diese Weise ist es dem Nutzer möglich, die wenigstens eine Paneele an der Wandstruktur
so zu positionieren, wie er dies möchte. In dem nicht durch Paneele abgedeckten Bereich
kann ein Funktionsbereich freibleiben, der für den Nutzer als Arbeitsreich bzw. Funktionsbereich
dienen kann. In diesem Bereich kann der Nutzer beispielsweise Funktionselemente, wie
Leuchten, Halter, Borde etc. an der Wandstruktur fixieren, wohingegen die weiteren
Bereiche die Paneele aufweisen. In diesem Arbeitsbereich kann die oben genannte Wellengeometrie
freiliegen, d.h. die für den Nutzer zugängliche und sichtbare Oberfläche der Wandstruktur
bilden.
[0012] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfaßt, dass die gesamte Oberfläche
der Wandstruktur von den genannten Paneelen gebildet wird oder dass keine Paneele
angeordnet sind.
[0013] Die Wandstruktur kann vertikal angeordnet sein oder auch relativ zur Senkrechten
nach vorne oder hinten geneigt sein. Auch eine Kombination dieser Anordnungen ist
möglich.
[0014] Die Wellenstruktur bzw. die diese bildenden Lamellen oder dergleichen verlaufen vorzugsweise
in horizontaler Richtung, können relativ zur Horizontalen auch geneigt sein. Die vorliegende
Erfindung ist nicht auf eine sich in horizontaler oder sich im wesentlichen in horizontaler
Richtung erstreckende Wellenstruktur beschränkt. Auch ist eine schräge oder gar eine
vertikale Anordnung bzw. Orientierung der Wellentäler und -berge denkbar und von der
Erfindung mitumfasst.
[0015] Die "Befestigungsmittel" können eine das Element tragende Funktion ausüben. Von der
Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, dass die Befestigungsmittel nur eine gewisse
Fixierung der Element vornehmen, wie z.B. die Aufnahme in einer Nut, die eigentliche,
das Element tragende Funktion durch ein anderes Bauteil, wie z.B. eine Tragestruktur
übernommen wird. Das Element kann somit auf beliebige Weise mit dem Befestigungsmittel
in Verbindung stehen, z.B. sich mit einem Teilbereich durch dieses hindurch erstrecken
oder durch dieses getragen werden.
[0016] Die Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung kann insgesamt flächig aufgebaut
sein und auf einer oder beiden Seiten eine Zick-Zack-Struktur aufweisen, d.h. im vertikalen
Schnitt eine Wellenstruktur aufweisen, wobei die Form der Wellen nicht auf runde Wellenprofile
im engeren Sinne beschränkt ist, sondern auch Profile umfasst, die Ecken und/oder
Kanten aufweisen, wie z.B. im Schnitt polygonale Muster. In einer möglichen Ausführung
der vorliegenden Erfindung weist die Wellengeometrie dabei eine Prismenstruktur auf.
[0017] Die Wandstruktur kann statisch derart ausgebildet sein, dass sie keine weiteren Tragegerüste
etc. benötigt und/oder auch ein oder mehrere Tragegerüste umfassen oder mit diesen
in Verbindung stehen.
[0018] Charakteristisch für die erfindungsgemäße Wandstruktur ist eine Wellengeometrie,
d.h. die Abfolge von Erhebungen und Vertiefungen, die sich vorzugsweise in horizontaler
Richtung erstrecken, d.h. "Wellenberge" und "Wellentäler" verlaufen vorzugsweise jeweils
horizontal. Die Wellenberge kommen dem Betrachter entgegen, wohingegen die Wellentäler
sich vom Betrachter weg erstrecken. Die Wandstruktur fixiert und adaptiert durch eine
positiv/negativ Logik. Wie ausgeführt, ist jedoch auch eine von der horizontalen Ausrichtung
abweichende Anordnung denkbar, wie beispielsweise eine schräge oder gar eine vertikale
Ausrichtung der Wellenberge und Wellentäler.
[0019] Die erfindungsgemäße Wellengeometrie kann ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere
Nuten aufweisen, in denen ein oder mehrere Elemente angeordnet sind oder angeordnet
werden können, wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet
sind, dass wenigstens eines der Elemente an unterschiedlichen Positionen der Wellengeometrie
fixierbar ist.
[0020] Von der Erfindung ist der Fall umfasst, dass die Wellengeometrie mit derartigen Elementen
versehen ist sowie auch der Fall, dass die Wellengeometrie keine derartigen Elemente
aufweist, jedoch zu deren Fixierung geeignet ist. Ob, an welchen Positionen und mit
welchen Elementen die Wellengeometrie mit den genannten Elementen versehen ist, kann
der Nutzer festlegen, indem er bestimmt, welches Element an welche Stelle der Wellengeometrie
gesetzt wird, wobei die Wahl der Arretierungsmöglichkeiten des oder der Elemente beliebig
ist. Denkbar ist es, das oder die Elemente in die Befestigungsmittel einzuhängen oder
auf sonstige Weise zu fixieren.
[0021] Die Befestigungsmittel können somit eine beliebige Form und/oder Funktionsweise haben.
In bevorzugter Ausgestaltung handelt es sich um eine Nut, in die ein oder mehrere
Elemente eingesetzt und/oder eingehängt werden können. Vorzugsweise ist vorgesehen,
dass die in die Nut eingesetzten Elemente entlang der Nut verschoben werden können.
[0022] Die Nut bzw. ein sonstiges Befestigungsmittel kann in den "Wellentälern", d.h. an
den jeweils tiefsten Punkten der Wellengeometrie angeordnet sein. Dies bringt den
Vorteil mit sich, dass die Befestigungsmittel weniger deutlich auffallen. Von der
Erfindung ist jedoch auch jede beliebige andere Anordnung der Befestigungsmittel,
d.h. auch an den "Wellenbergen" oder auch in dazwischen liegenden Positionen möglich.
[0023] Durch die Möglichkeit, das oder die Elemente an unterschiedlichen Positionen der
Wellengeometrie anzuordnen, ist eine hohe Flexibilität gewährleistet.
[0024] Vorzugsweise ist die Wellengeometrie bzw. die diese aufweisende Wandstruktur vertikal
angeordnet.
[0025] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass durch
die immer wiederkehrende Struktur im frei wählbaren Höhen-Rastermaß eine individuelle
Fixierung der zu adaptierenden Elemente möglich, wobei diese Elemente beliebige Körper,
technische Module und sonstige Elemente umfassen. Dieses Höhenraster kann durch unterschiedlich
breite Wellenstrukturen erhalten werden, d.h. durch einen unterschiedlichen Abstand
der Wellentäler oder Wellenberge zueinander. Das Höhenraster kann alternativ oder
zusätzlich durch die Wahl des Abstandes der Befestigungsmittel, d.h. z.B. der Nuten
voneinander eingestellt werden.
[0026] Die Elemente können beispielsweise eine oder mehrere Arbeitsplatten, Borde, Halter,
Leuchten, Schränke, flächige Elemente, wie Paneele, Kühl- bzw. Gefriergeräte, Öfen,
Herde und sonstige Heizelemente etc. umfassen.
[0027] Ist das Höhenraster gewählt, ist vorzugsweise vorgesehen, dass in diesem Niveau die
horizontale Position innerhalb der Wellengeometrie, d.h. innerhalb der Zick-Zack-Struktur
bzw. Prismenstruktur frei gewählt werden kann.
[0028] Die sichtbare Fläche der Wandstruktur kann durch die Wellengeometrie und/oder durch
an den Befestigungsmitteln angeordneten Elementen gebildet werden. An den Stellen,
an denen kein derartiges Element angeordnet wird, liegt die Wellengeometrie frei und
bildet somit die sichtbare Fläche der Wandstruktur. An den Stellen, an denen ein oder
mehrere der genannten Elemente angeordnet sind, können diese die sichtbare Oberfläche
bilden, d.h. in diesen Bereichen ist die Wellengeometrie verdeckt. Somit ist es je
nach Bedarf möglich, die gesamte Wellengeometrie abzudecken, beispielsweise durch
Schränke, Borde und Paneele, die die Wellengeometrie überdecken.
[0029] Alternativ dazu ist es ebenso möglich, nicht die gesamte Wellengeometrie zu überdecken,
sondern einen oder mehrere Bereiche frei zu lassen.
[0030] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass es sich bei dem oder
den Elementen um Ablage- oder Aufnahmeelemente, wie Borde, Regale, Messerblöcke oder
Schränke, Halter oder um Funktionselemente mit wenigstens einer technischen Funktion,
wie Leuchten, Kühl- oder Heizelemente oder um die Wellengeometrie verblendende Objekte,
wie Paneele handelt.
[0031] So kann beispielsweise die Verwendung von Leuchten, Kühl- bzw. Heizelementen oder
sonstigen Verbrauchern den individuellen bzw. standardisierten Lösungen weltweit angepasst
werden.
[0032] Die Art und Anzahl der Elemente ist nicht begrenzt. Der Nutzer kann selbst entscheiden,
welche Elemente er an welcher Position anordnen möchte. So ist es beispielsweise möglich,
durch Verschieben bzw. Umsetzen eines oder mehrerer Elemente einen Bereich zu schaffen,
in dem die Wellengeometrie den sichtbaren Bereich liefert, wobei dieser Bereich zuvor
von einem oder mehreren Elementen überdeckt war, wie beispielsweise von Paneelen.
[0033] Neben einer statischen und/oder Verkleidungsfunktion kann die Wellengeometrie auch
eine oder mehrere technische Zusatzfunktionen aufweisen. So ist es denkbar, dass eine
oder mehrere Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen, wie Strom-, Gas oder Wasserleitungen
vorgesehen sind, die in der Wellengeometrie oder vor oder hinter der Wellengeometrie,
vorzugsweise in oder an der von der sichtbaren Seite der Wellengeometrie abgewandten
Seite angeordnet sind oder durch die Wellenstruktur gebildet werden.
[0034] Denkbar ist beispielsweise die Möglichkeit, Strom über Schleifkontakte abzunehmen
oder auch diverse Medien an dieser Kontaktstelle zu übergeben. Denkbar ist somit beispielsweise
an einer Stelle der Wellengeometrie Strom zum Betrieb einer Abzugshaube sowie auch
einen Kanal zum Ableiten der Abluft bereitzustellen, wobei es sich bei der Stelle
vorzugsweise um die Stelle bzw. um den Bereich handelt, an dem das Element an der
Wandstruktur fixiert ist. Entsprechendes gilt für die Zufuhr von Frischwasser und
die Abfuhr gebrauchten Wassers.
[0035] Alle dies Ver- und Entsorgungsleitungen können an oder in der Wellengeometrie angeordnet
sein. Sie können an einer oder mehreren Stellen der Wellengeometrie angeordnet sein
oder derart ausgebildet sein, dass sie in unterschiedliche Stellen der Wellengeometrie
bewegbar sind. So ist es beispielsweise denkbar, eine Stromversorgung oder einen Wasseranschluss
relativ zu der Wellengeometrie beweglich auszugestalten, so dass dieser dort positionierbar
ist, wo er gebraucht wird.
[0036] Die Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen können derart angeordnet sein, dass
sie durch ein in dem Befestigungsmittel, insbesondere in einer oder mehreren Nuten
befestigtes Element nutzbar sind. Wie ausgeführt, ist es denkbar, dass die Nuten oder
sonstigen Befestigungsmittel nicht nur zur Fixierung des oder der Elemente dienen,
sondern auch als Übergabepunkte für die Versorgung und/oder Entsorgung beliebiger
Medien.
[0037] Die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente können derart ausgebildet sein,
dass die Elemente relativ zu den Befestigungsmitteln in Wellenrichtung, vorzugsweise
in horizontaler Richtung verschiebbar sind. Der Nutzer kann auf diese Weise einfach
die Anordnung der Elemente relativ zu der Wellengeometrie verändern. Er kann beispielsweise
eine Paneelwand verschieben, so dass der Bereich, in dem sich die Paneelwand vor dem
Verschieben befunden hat nun eine sichtbare Fläche der Wellengeometrie wird, die zur
Aufnahme eines oder mehrerer Elemente dienen kann.
[0038] Die Oberfläche kann in allen bekannten Materialien ggf. auch durch Beschichtungen
und/oder Decklagen realisiert werden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die statische
Trägerstruktur durch die Wandstruktur sichergestellt ist. Dies ist durch geeignete
Materialien, wie Metall oder Kunststoff möglich. Die Wandstruktur kann je nach Bedarf
beschichtet sein, wobei denkbar ist, dass diese Beschichtung bzw. Decklage ein Element
darstellt, dass durch die Befestigungsmittel an der Wellengeometrie befestigt werden
kann. Eine textile Beschichtung und/oder die Verwendung von OLED ist ebenfalls von
der Erfindung umfasst.
[0039] Die Wandstruktur besteht vorzugsweise aus Metall, vorzugsweise aus Stahlblech.
[0040] Die Wandstruktur kann wenigstens eine Beschichtung aufweisen, die auf der sichtbaren
Seite der Wandstruktur und/oder auf der nicht sichtbaren Seite der Wandstruktur angeordnet
ist und vorzugsweise aus einer Beschichtung, Decklage, Antidröhnschicht oder feuerfestem
Material besteht. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Wandstruktur auf der nicht
sichtbaren Seite zusätzlich mit Antidröhnmaterial und/oder mit einem feuerfesten Material
versehen ist. Somit können bautechnische Anforderungen, wie z.B. Brandlasten erfüllt
werden.
[0041] Die Wandstruktur kann derart ausgebildet sein, dass sie statisch stabil ist und/oder
dass eine Tragestruktur vorgesehen ist, die mit der Wandstruktur in Verbindung steht
und diese trägt und/oder stützt.
[0042] Die Wandstruktur kann durch einzelne Paneele gebildet werden, die derart angeordnet
sind, dass sich durch diese eine Wellenstruktur ergibt.
[0043] Das Querschnittsprofil der Wellengeometrie ist beliebig. In Betracht kommt jede Profilierung
mit mehrfach aufeinanderfolgenden "Wellenbergen", d.h. länglichen Erhebungen, und
"Wellentälern", d.h. länglichen Vertiefungen, die jeweils zwischen zwei "Wellenbergen"
angeordnet sind. Denkbar ist es, die Wellengeometrie derart auszubilden, dass diese
aus einen Profilen oder Lamellen besteht, die im ZickzackMuster angeordnet sind, d.h.
ein Profil bzw. Lamelle im Querschnittsprofil der Wellengeometrie von unten nach oben
gesehen nach vorne, d.h. zum Nutzer hin vorspringt, das folgende Profil bzw. Lamelle
vom Nutzer weg, d.h. nach hinten geneigt ist, das folgende Profil bzw. Lamelle wieder
nach vorne geneigt ist etc. Der Winkel, den die einzelnen Profile bzw. Lamellen relativ
zur Horizontalen einnehmen ist an sich beliebig. Vorzugsweise liegt dieser im Bereich
zwischen 20° und 60°, jedoch sind auch größere oder kleinere Winkel denkbar. Auch
ist es möglich, dass einige der Profile bzw. Lamellen sich in Richtung der Horizontalen
erstrecken.
[0044] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Struktur derart ausgebildet ist, dass sich
aus Sicht eines Betrachters, der vor der Wandstruktur steht eine Aufeinanderfolge
von kantigen oder welligen, vorzugsweise dreieckförmigen Profilen ergibt, deren Spitzen
bzw. deren Grat oder Scheitel jeweils zum Betrachter hin gewandt sind und deren Flanken
jeweils davon nach hinten verlaufen. Insbesondere weist die Wellengeometrie damit
eine Prismenstruktur auf.
[0045] Die einzelnen Profile bzw. Lamellen können flächig und insbesondere eben ausgebildet
sein. Jedoch sind auch gekrümmte Ausführungen von der Erfindung mit umfaßt.
[0046] Die Wellegeometrie kann aus einzelnen Profilen/Lamellen zusammengesetzt sein, die
zur Herstellung der Wellengeometrie zusammengefügt werden, oder auch aus Elementen,
die ihrerseits aus mehreren Profilen/Lamellen zusammengesetzt sind bzw. daraus bestehen
und dann zur Herstellung der Wellengeometrie zusammengefügt werden.
[0047] Auch ist es denkbar, dass die Wellengeometrie ein Sägezahnprofil oder ein Polygonprofil
oder ein eckenloses Profil aufweist. Im letzten Falle ist vorgesehen, dass das Profil
nur aus Rundungen besteht, die vergleichbar mit einer Sinusfunktion aufeinander folgende
"Berge" und "Täler" aufweist, wobei die Höhe der Rundungen sowie deren Abstand zueinander
beliebig ist.
[0048] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eines der
Elemente mobil, vorzugsweise verfahrbar ist und insbesondere durch einen verfahrbaren
Wagen gebildet wird. Eines oder mehrere der genannten Elemente können somit auch mobil
sein. Auch diese mobilen ortsveränderlichen (fahrbaren) Elemente können in die Zick-Zack-Struktur
bzw. Prismenstruktur der Wandstruktur integriert werden.
[0049] Denkbar ist es, dass eine oder mehrere Lager, insbesondere Wälzlager an den einzelnen
Elementen und/oder an der feststehenden Wandstruktur angeordnet sind, die eine Bewegung
der an der Wandstruktur angeordneten Elemente ermöglichen.
[0050] Diese Lager können beispielsweise als Kugellager oder auch als Rollen, Walzen oder
dergleichen ausgeführt sein. Dazu ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Wandstruktur
selbst Nuten oder sonstige Aufnahmebereiche aufweist, die sich vorzugsweise an die
Nuten zwischen zwei Profilabschnitten anschließen. In den Aufnahmebereichen können
die genannten Lager bzw. Gleitelemente angeordnet sein.
[0051] Wenigstens eines der Elemente, insbesondere wenigstens eines der verfahrbaren Elemente
kann wenigstens einen Speicher, insbesondere für Energie in Form von Strom oder Wärme
oder Lebensmittel oder Müll aufweisen. Denkbar ist es beispielsweise, dass das Element
einen Akku aufweist und im geladenen Zustand zu der Wandstruktur verfahren wird und
mit dieser in Verbindung gebracht wird. In diesem Fall kann die Stromversorgung weiterer,
mit der Wellenstruktur in Verbindung stehender Elemente durch das mobile Element erfolgen.
[0052] Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die Strom bzw. für die Versorgung, sondern
ebenso für alle anderen Medien, wie z.B. Wasser, Gas und auch für die Entsorgung,
wie z.B. für die Aufnahme von Müll, Dunstabzugsleitungen etc.
[0053] Die einzelnen Elemente, insbesondere die Profile oder Lamellen, die die Wellengeometrie
ausbilden, können entnehmbar und/oder bewegbar, insbesondere verschwenkbar ausgebildet
sein. So ist es denkbar, dass eine oder mehrere Lamellen verschwenkt oder anderweitig
bewegt werden, so dass sie die Einlassöffnung für einen Dunstabzug bilden. Hinter
den Lamellen können sich somit eine oder mehrere Abzugsleitungen eines Dunstabzugs
befinden.
[0054] Auch ist es möglich, eine oder mehrere Profile oder Lamellen als Funktionselemente,
beispielsweise als Leuchtprofile oder Leuchtlamellen auszubilden.
[0055] Für die Kopplung des mobilen Elementes mit der Wandstruktur können eigens dafür vorgesehene
Andockelemente vorgesehen sein. Denkbar ist es jedoch auch, dass das mobile Element
an denselben Befestigungsmitteln angekoppelt wird, wie alle weiteren Elemente, vorzugsweise
an den oben genannten Nuten.
[0056] Die vorliegende Erfindung umfasst des Weiteren eine Struktur umfassend wenigstens
eine Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 18, wobei wenigstens
eine Tragestruktur vorgesehen ist, an der die Wandstruktur befestigt ist. Die Tragestruktur
kann ihrerseits beispielsweise mit einer Wand, insbesondere mit einer Gebäudewand
verbunden sein, wobei dazu vorzugsweise eine Schraubverbindung vorgesehen ist.
[0057] Die Tragestruktur kann aus vertikalen und/oder horizontalen Profilen bestehen oder
diese umfassen, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die horizontalen Profile an
den vertikalen Profilen befestigt und vorzugsweise in diese eingehängt sind und wobei
die Wandstruktur ausschließlich oder auch an den horizontalen Profilen befestigt ist.
[0058] Die Tragestruktur bildet somit eine die Wandstruktur mit der Wellengeometrie tragende
und/oder stützende Struktur.
[0059] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine Küche, ein Gebäude einschließlich
des Outdoor-Bereiches oder auch ein Möbelstück oder eine mobile Vorrichtung, wie z.B.
ein Fahrzeug, Luftfahrzeug etc. mit wenigstens einer Wandstruktur nach einem der Ansprüche
1 bis 18 oder mit einer Struktur nach Anspruch 19 oder 20. Vorzugsweise erstreckt
sich die Wandstruktur als vertikal angeordnetes Element in der Küche. Vorzugsweise
ist die Wandstruktur auch oder nur in dem Wandbereich angeordnet, der sich nach oben
an die hintere Kante der Arbeitsplatte erstreckt. Die Wandstruktur kann somit die
sichtbare Oberfläche der Nische bzw. des Bereiches bilden, der sich vorzugsweise senkrecht
zur Arbeitsfläche bzw. Arbeitsplatte einer Küche an deren rückwärtigen Seite erstreckt.
[0060] Die Wandstruktur bzw. die Struktur gemäß der vorliegenden Erfindung ist somit nicht
nur für den Indoorbereich, wie beispielsweise eine Küche geeignet, sondern auch für
die Outdoorbereich, wie z. B. eine Terrasse, einen sonstigen Freisitz oder dergleichen.
Insbesondere in diesen Fällen ist der Einsatz eines mobilen Elementes vorteilhaft,
da dieses beispielsweise Strom, Gas, Wasser liefern kann und auch zur Entsorgung dienen
kann, wie beispielsweise zur Aufnahme von Müll.
[0061] Die vorliegende Erfindung bietet die Möglichkeit der lebenslangen Individualisierung.
[0062] Beliebige Regionen der Welt können mit individuellen Lösungen versorgt werden, da
die erfindungsgemäße Wandstruktur - wie oben ausgeführt - flexibel ausgestaltet werden
kann.
[0063] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur ohne daran angeordneten Elemente;
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Becken und Ablagen,
- Figur 3:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Oberschränken und Ablage;
- Figur 4:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in
Form von Hochschränken, Oberschränken, Unterschränken und einem verfahrbaren Element;
- Figur 5:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur als Seitenfront eines Möbelelementes
mit daran angeordnetem verfahrbaren Element;
- Figur 6-9:
- perspektivische Ansichten der Wandstruktur mit daran angeordneten Elementen in Form
von Ober- und Unterschränken sowie mit Paneelen als weitere Elemente;
- Figur 10:
- Schnittansichten durch unterschiedlich ausgestaltete Wellenprofile;
- Figur 11:
- eine Seitenansicht der Tragstruktur mit der daran angeordneten Wandstruktur und einem
an der Wandstruktur angeordneten Element;
- Figur 12:
- perspektivische Ansichten von Wandstrukturen mit unterschiedlich angeordneten Elementen;
- Figur 13, 14:
- eine perspektivische Ansicht eines an der Wandstruktur fixierten Elementes in Form
eines Bordes und eine Draufsicht auf den Randbereich der Wandstruktur mit einer neben
dieser angeordneten Paneele,
- Figur 15:
- unterschiedliche Ansichten eines Küchenbereiches mit der erfindungsgemäßen Wandstruktur
und einem in unterschiedliche Positionen bewegten Paneel,
- Figur 16
- eine Draufsicht auf eine Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung mit daran angeordneten
Unterschränken, Paneelen und weiteren Elementen,
- Figur 17:
- eine perspektivische Ansicht des rückwärtigen Bereichs eines Bücherregals,
- Figur 18:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur sowie das daran angeordnete Bücherregal,
- Figur 19:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur und eine daran angeordnete Hakenleiste,
- Figur 20:
- eine Schnittdarstellung durch eine Hakenleiste,
- Figur 21:
- eine Schnittdarstellung durch die Wandstruktur und eine daran angeordnete Paneele,
- Figur 22:
- eine perspektivische Ansicht der Anordnung gemäß Figur 21,
- Figur 23:
- eine Schnittdarstellung durch einen Messerblock sowie durch die Wandstruktur, die
den Messerblock trägt,
- Figur 24:
- eine perspektivische Ansicht der Wandstruktur in einer weiteren Ausführungsform.
[0064] Figur 1 zeigt mit dem Bezugszeichen 10 eine Wandstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung.
Die Wandstruktur ist senkrecht angeordnet und weist auf ihrer zum Betrachter hin gewandten
Vorderseite eine Wellengeometrie auf.
[0065] Die Wandstruktur ist an einer Tragestruktur 20 befestigt, die ihrerseits mit einer
Gebäudewand 30 in Verbindung steht und vorzugsweise mit dieser verschraubt ist.
[0066] Tragestruktur besteht aus vertikalen Leisten 22, die an der Gebäudewand 30 mittels
der Befestigungsteile 26 fixiert sind und aus horizontalen Leisten 24, die durch die
vertikalen Leisten 22 getragen werden. Vorzugsweise sind die horizontalen Leisten
24 in die vertikalen Leisten 22 eingehängt.
[0067] Die Wandstruktur 20 steht mit den horizontalen Leisten 24 in Verbindung und ist vorzugsweise
in diese eingehängt. Dies bedeutet, dass die Tragestruktur 20 die Wandstruktur 10
trägt oder zumindest stützt, so dass die Wandstruktur 10 in ihrer vertikalen Position
fixiert wird.
[0068] Eine Schnittansicht senkrecht zu der durch die Wandstruktur 10 gebildeten Ebene ist
aus Figur 11 ersichtlich.
[0069] Aus dieser Figur geht hervor, dass die Wandstruktur 10 auf ihrer gemäß Figur 11 nach
rechts weisenden, sichtbaren Oberfläche eine Wellengeometrie aufweist, die aus in
vertikaler Richtung aufeinander folgenden "Wellentälern" 11 und "Wellenbergen" 12
besteht.
[0070] Diese Wellengeometrie ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel nur einseitig
angeordnet, d.h. sie liegt nur auf der dem Nutzer zugewandten (gemäß Figur 11 rechten)
Seite vor, wohingegen die andere Seite (gemäß Figur 11 linke Seite) eben ausgebildet
ist. Von der Erfindung ist jedoch auch der Fall umfasst, das die Wellengeometrie auf
beiden Seiten der Wandstruktur vorliegt, d.h. auf der zu dem Nutzer hin gewandten
Seite und auf der von dem Nutzer abgewandten Seite.
[0071] Wie dies weiter aus Figur 11 hervorgehet, befinden sich in der Wellengeometrie Funktionsnuten
13, 14, die beispielsweise in den "Wellentälern" angeordnet sein können (Nuten 13),
oder auch in den "Wellenbergen" (Nuten 14) oder auch in dazwischen angeordneten Bereichen.
[0072] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich in jedem der "Wellentäler", "Wellenberge"
oder dazwischen angeordneten Bereichen je eine oder mehrere Funktionsnuten 13, 14
angeordnet sind, d.h. pro die Wellengeometrie bildender Einheit 15 ist vorzugsweise
genau eine oder mehr als eine Funktionsnut 13, 14 vorgesehen. Unter Einheit wird ein
Profilelement verstanden, das in der Wellengeometrie aufeinanderfolgend angeordnet
ist, d.h. in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ein im Wesentlichen dachförmig ausgestaltetes
Profilelement. Die mehreren, die Wandstruktur 10 bildenden Profilelemente bzw. die
Einheiten 15 können aus einem Teil geformt sein, d.h. Bestandteile eines Bauteils
sein oder aus mehreren Einheiten 15 gebildet werden, die miteinander verbunden sind.
[0073] Anstelle von Funktionsnuten 13, 14, d.h. Nuten, die wenigstens eine Funktion, wie
z.B. die Befestigung, die Stromversorgung etc. der Elemente übernehmen, können auch
beliebige andere Befestigungsmittel vorgesehen sein.
[0074] Die Nuten 13, 14 sind derart ausgestaltet, das in diese eine Mehrzahl verschiedener
Elemente und zwar an beliebiger Position entlang der Nut eingesetzt, vorzugsweise
eingehängt werden können. Gemäß Figur 11 ist als Element 100 ein Paneel, ein Schrank,
ein Funktionselement etc. vorgesehen.
[0075] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem in die Wellengeometrie der Wandstruktur
10 ein Becken 110, wie beispielsweise ein Spülebecken, und eine Ablage mit Auszug
120 eingesetzt sind.
[0076] Wie durch die horizontalen Linien in Figur 1 und 2 gekennzeichnet, die die Nuten
13 oder sonstige Befestigungselemente markieren, können die Elemente an verschiedenen
vertikalen Positionen an der Wandstruktur 10 befestigt werden. In dem in den Figuren
1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Nuten 13 in den "Wellentälern" angeordnet.
[0077] Die Nuten 13, 14 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Breite der Wandstruktur
10.
[0078] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Elemente durch in unterschiedlichen
Höhenpositionen angeordnete Oberschränke 130 und eine vergleichsweise lange Ablage
140 bzw. Küchenplatte ggf. mit Auszug gebildet werden, die in einem
[0079] Bereich unterhalb der Oberschränke 130 angeordnet ist. All diese Elemente können
je nach Wunsch an unterschiedlichen vertikalen und vertikalen Positionen angeordnet
werden, so dass sich für den Nutzer individuell eine optimale Ergonomie ergibt.
[0080] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform mit Elementen in Form zweier Oberschränke 130,
eines Unterschrankes 150 und eines Hochschrankes 160 sowie eines verfahrbaren Elementes
170. Dieses weist ein Gestell 174 und einen Aufnahmebereich 178 ggf. als Stauraum
auf, wobei das Gestell 174 mittels Rollen 176 verfahrbar ist.
[0081] Es weist an seiner Frontseite Steckdosen 172 auf. Das verfahrbare Element 170 bezieht
Strom aus der Wandstruktur 10, die auf der von Figur 1 abgewandten Rückseite mit einer
oder mehreren Versorgungsleitungen, wie beispielsweise Leitungen für Strom, Wasser,
Gas etc. ausgeführt sein kann. Dazu weist das verfahrbare Element 170 an der Seite,
an der es mit der Wandstruktur 10 verbunden wird, Kontakte oder sonstige Anschlusselemente
auf, die derart ausgebildet sind, dass Strom oder ein sonstiges Medium aus der Wandstruktur
10 in das verfahrbare Element 170 und/oder aus dem verfahrbaren Element 170 in die
Wandstruktur 10 geleitet werden. Vorzugsweise sind diese Kontakte oder Anschlußstellen
sowie auch die Wandstruktur derart ausgebildet, dass es genügt, das verfahrbare Element
170 an die Wandstruktur 10 zu fahren, so dass es mit der Wandstruktur 10 in Kontakt
tritt. In diesem konnektierten Zustand steht das verfahrbare Element 170 mit der oder
den Ver- und/oder Entsorgungsleitungen der Wandstruktur 10 in Verbindung, vorzugsweise,
ohne dass es weiterer Maßnahmen bedarf.
[0082] Alternativ oder zusätzlich zu Strom kann das verfahrbare Element auch zur Bereitstellung
anderer Medien, wie Gas, Wasser etc oder auch zur Entsorgung, wie beispielsweise von
Abfällen dienen und daher mit entsprechenden Leitungen und/oder Behältnissen sowie
den dazu erforderlichen Anschlüssen ausgeführt sein.
[0083] Die Wandstruktur 10 kann somit nicht nur die Fixierungsfunktion für die Elemente
übernehmen, sondern diese auch gleich mit den benötigen Medien, wie z.B. Strom etc.
versorgen und/oder von diesen entsorgen, d.h. beispielsweise zur Abfuhr von Abwasser,
Abluft etc. dienen.
[0084] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungsmittel, wie z.B. Nuten, nicht nur
zur Befestigungselementes an der Wandstruktur im Bereich der Wellgeometrie dienen,
sondern zusätzlich die Ver- und/oder Entsorgung des auf diese Weise fixierten Elementes
mit einem oder mehreren Medien, wie z.B. Strom, Wasser, Gas etc. ermöglicht. Diese
Ver- und/oder Entsorgung kann durch die Befestigungsmittel hindurch erfolgen. Dazu
kann die Wandstruktur selbst eine oder mehrere Ver-und/oder Entsorgungsleitungen,
wie Kanäle, Leitungen etc. aufweisen oder mit diesen in Verbindung stehen, wobei diese
derart angeordnet sind, dass eine Versorgung eines, vorzugsweise mehrerer der in den
Befestigungsmitteln fixierten Elementen möglich ist.
[0085] Das verfahrbare Modul kann einen Speicher, wie z.B. einen Akku aufweisen, was den
Vorteil mit sich bringt, dass es das gespeicherte Medium, wie z.B. Strom an anderer
Stelle, wie z.B. im Outdoorbereich zur Verfügung stellen kann.
[0086] Das verfahrbare Element 170 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel mit Rollen
ausgeführt. Es kann sich grundsätzlich um ein mobiles Element handeln, das relativ
zu der Wandstruktur bewegbar angeordnet ist.
[0087] Figur 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Wandstruktur 10 die Seitenwand eines
Möbelelementes 200 bildet, das seinerseits aus mehreren Schränken 210 und einer Arbeitsfläche
220 besteht.
[0088] Der Begriff "Wandstruktur" ist somit nicht auf eine Wand im engeren Sinne beschränkt,
sondern umfasst jede beliebige Struktur (gerade oder gekrümmt) unabhängig von Ihrer
Orientierung (vertikal, geneigt, horizontal) und Größe.
[0089] Figur 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der Wandstruktur 10 mit drei Oberschränken
130 und drei Unterschränken 150 versehen ist, wobei in dieser Figur und in den weiteren
Figuren der besseren Übersichtlichkeit halber die Bezugszeichen der Tragestruktur
weggelassen sind. Weiterhin sind als Elemente Paneele 190 vorgesehen, die sich um
die Schränke 130, 150 und/oder zwischen diesen und der Frontseite der Wellengeometrie
erstrecken. Figur 7 zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 6, wobei einer der Oberschränke
130 entfernt wurde. Aus Figur 7 ist ersichtlich, dass die Paneele 190 als flächiges
Element ausgebildet sind, die ein weiteres der Elemente bildet, die mit der Wandstruktur
10 verbunden werden kann und in diesem Fall als Verkleidung dient. Das Bezugszeichen
400 kennzeichnet die Oberfläche der Unterschränke bzw. die Arbeitsplatte.
[0090] Aus den Figuren 6 und 7 ist weiter ersichtlich, dass die Wellengeometrie der Wandstruktur
10 auf offen liegen kann, d.h. die sichtbare Fläche der Wandstruktur 10 bilden kann.
Dies ist in dem in den Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiel in dem Bereich
300 oberhalb der Arbeitsfläche 400 der Fall.
[0091] Figur 8 zeigt eine Ausführungsform mit nur einem Oberschrank 130 und drei Unterschränken
150. Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass seitlich und unterhalb des Oberschrankes
130 keine Paneele angeordnet sind, d.h. in diesem Bereich liegt die Wellengeometrie
frei.
[0092] Aus Figur 9 ist eine Ausführung ersichtlich, bei der bis auf den Bereich 300 die
gesamte Wellengeometrie, auch die nicht durch Schränke 130, 150 belegten Bereiche
durch Paneele bedeckt ist. Der Bereich 300 kann durch Funktionselemente, wie Borde,
Halter, Leuchten etc. belegt werden.
[0093] Grundsätzlich ist von der Erfindung auch der Fall umfasst, dass die gesamte Wellengeometrie
von Elementen bedeckt ist. In diesem Fall ist die Wellengeometrie durch den Nutzer
nicht von der Frontseite sichtbar.
[0094] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sämtliche der dargestellten Elemente in den Nuten
13, 14 verschieblich angeordnet sind, wodurch sich eine Flexibilität in horizontaler
Richtung ergibt. Durch das in vertikaler Richtung vorhandene Rastermaß ist des Weiteren
eine Variabilität in vertikaler Richtung möglich.
[0095] Figur 10 zeigt unterschiedliche mögliche Ausgestaltungen der Wellengeometrie jeweils
im Querschnitt. Figur 10 a) zeigt ein Sägezahnprofil, bei dem die schräg angeordneten
Elemente 500 von oben nach unten vorspringen und durch horizontale Abschnitte 502
verbunden sind. Figur 10 b) zeigt ein Sägezahnprofil, bei dem die schräg angeordneten
Elemente 500 von unten nach oben vorspringen und durch horizontale Abschnitte 502
verbunden sind. Aus Figur 10 c) ist ein Profil ersichtlich, das aus aufeinander abwechselnd
angeordneten Tälern 504 und Bergen 506 besteht, die bezogen auf die vertikal stehende
Mittelebene die gleiche Höhe aufweisen und bezogen auf eine horizontale Ebene spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind. Insbesondere ergibt sich so eine Prismenstruktur.
[0096] Figur 10 d) zeigt schließlich eine Wellenstruktur, die aus einem geschwungenen Profil
besteht, das keine Ecken aufweist, sondern ausschließlich durch Rundungen gebildet
wird.
[0097] Aus Figur 12 ist sind verschiedene perspektivische Ansichten der Wandstruktur 10
ersichtlich, deren sichtbare Frontseite durch eine Wellengeometrie gebildet wird.
Jeweils in den "Wellentälern", die in Figur 12 mit 11 gekennzeichnet sind, befinden
sich über die gesamte Breite der Wellengeometrie erstreckende Nuten 13, in denen die
Borde 180 lateral verschieblich angeordnet sind. Die "Wellenberge" 12 sind ohne Nuten
oder sonstige Befestigungsmittel ausgeführt. Die Nuten 13 sind derart angeordnet,
dass die Borde 180 ohne weiteres aus diesen entnommen werden können. Denkbar ist beispielsweise
eine Schwenkbewegung etc., durch die die Borde 180 eingesetzt oder abgenommen werden
können.
[0098] Figur 12 verdeutlicht ferner, dass die Wandstruktur 10 als Rückwandbereich oberhalb
der Arbeitsplatte 400 vorgesehen sein kann, so dass eine besonders günstige Erreichbarkeit
durch einen Nutzer gewährleistet ist.
[0099] Die Wellengeometrie wird durch aufeinander folgend angeordnete Paneelelemente P1,
P2 gebildet, die plan ausgeführt sind und abwechselnd nach vorne vorspringend und
nach hinten fliehend angeordnet sind, so dass sich die dargestellte Wellengeometrie
mit "Wellentälern" und "Wellenbergen" ergibt.
[0100] Figur 13 zeigt in vergrößerter Darstellung die Funktionsnut 13, in der das Bord 180
mit dem oberen Endbereich seines vertikalen oder schräg verlaufenden Schenkels 182
aufgenommen ist. Das Bord 180 weist darüber hinaus einen sich an den Schenkel 182
anschließenden horizontalen Ablagebereich 184 auf. Vorzugsweise liegt der Schenkel
182 an dem Paneelelement P1 an.
[0101] Die Nut 13 bzw. Funktionsnut gewährleistet eine maximale Freiheit in der Positionierung
der Elemente in vertikaler und horizontaler Richtung. Die Elemente sind in der Funktionsnut
eingehängt oder anderweitig befestigt und somit vertikal am Raster orientiert. Sie
sind entlang der Nut 13 stufenlos plazierbar und somit frei in der Positionierung.
[0102] Figur 14 zeigt den Randbereich der Wandstruktur 10 mit einer daneben angeordneten
Paneel 600. Aus dieser Figur 14 wird besonders die Anordnung der horizontal, d.h.
entlang der Wellen der Wellengeometrie verlaufenden Nuten 13 deutlich. Wie oben ausgeführt,
dienen die Nuten 13 nicht nur zur Fixierung von Elementen, wie Borden, Leuchten etc.,
sondern ermöglichen auch die Zufuhr und/oder Abfuhr verschiedener Medien, insbesondere
der Zufuhr von Strom z.B. zu einer Leuchte ggf. über Schleifkontakte etc. Dies gilt
nicht nur für Nuten, sondern für beliebig ausgestaltete Befestigungsmittel, d.h. durch
die Befestigungsmittel oder an der Stelle, an dem die Befestigungsmittel angeordnet
sind, kann die Ver- und/oder Entsorgung der an der Wandstruktur angeordneten Elemente
erfolgen.
[0103] Figur 15 zeigt schließlich die in schematischer Ansicht eine Küchenanordnung mit
einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Unterschränken 150, auf deren Oberseite
sich eine Arbeitsfläche befindet. In der Nische oberhalb der Arbeitsfläche ist in
dem Bereich 300 die Wellengeometrie der Wandstruktur 10 ersichtlich, die die gesamte
in Figur 15 dargestellte Fläche einnimmt. Dies bedeutet, dass auch die Unterschränke
150 an der Wandstruktur 10 fixiert sind.
[0104] Mit dem Bezugszeichen 190 ist ein Paneel gekennzeichnet, das ebenfalls mittels der
Befestigungsmittel der Wandstruktur 10 befestigt ist. Wie dies aus der Figur hervorgeht,
ist das Paneel 190 horizontal verschieblich angeordnet, so dass je nach der Position
des Paneels 190 ein jeweils anderer Bereich 300 als Funktionsbereich freibleibt, d.h.
für einen Nutzer zugänglich ist, wie dies aus den beiden unteren Darstellungen in
Figur 15 ersichtlich ist. Das Paneel 190 kann somit hinter dem Arbeitsbereich stufenlos
plaziert werden, um so individuelle Funktionsbereiche 300 zu schaffen. Diese können
beispielsweise mit Leuchten, Haltern etc. versehen werden.
[0105] Das dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf Befestigungsmittel in Form
von entlang bzw. parallel zu den "Wellenbergen" und "Wellentälern" verlaufenden Nuten.
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich dabei nur um ein Beispiel handelt und dass
die Erfindung jedes beliebige Befestigungsmittel, wie z.B. Verrastungen etc. umfasst.
[0106] Bei diesen Elementen bzw. Funktionselementen, die an der Wandstruktur 10 eingehängt
sein können, handelt es sich in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 16 um einen Messerhalter
700, um eine Hakenleiste 800, ein Tassenbord 810, ein Gewürzregal 900, ein Flaschenregal
1000 sowie ein Bücherregal 1100.
[0107] Figur 17 zeigt in einer perspektivischen Ansicht von hinten das Bücherregal 1100.
Das Bücherregal 1100 weist in seinem rückwärtigen Bereich zum einen eine Konturierung
K auf, die derart ausgebildet ist, dass diese komplementär zu dem Wellenprofil der
Wandstruktur 10 ist. Des weiteren weist das Bücherregal in seinem unteren rückwärtigen
Bereich Führungselemente 1102 auf sowie ebenfalls im rückwärtigen Bereich in einem
oberen Abschnitt Rollen 1104, die jeweils in Nuten oder sonstigen Aufnahmebereichen
der Wandstruktur 10 laufen.
[0108] Figur 18 zeigt in einer Schnittdarstellung das Bücherregal sowie die Wandstruktur
10. Wie dies aus der Figur 18 hervorgeht, weist die Wandungsstruktur Nuten bzw. Aufnahmebereiche
auf, die sich im Talbereich der Wellengeometrie befinden.
[0109] Wie dies aus Figur 18 ersichtlich ist, wird die Wellengeometrie bzw. die Wandstruktur
durch einzelne miteinander in Verbindung stehende Elemente gebildet, zwischen denen
Nuten 13 jeweils in den Wellentälern angeordnet sind. Im rückwärtigen Bereich dieser
Nuten befinden sich Aufnahmeräume 13', in denen die Führungselemente 1102 und 1104
gemäß Figur 17 laufen. Wie dies aus Figur 18 hervorgeht, werden die Führungselemente
1104 durch Rollen, vorzugsweise durch gummierte Rollen sowie durch Kugellager 1106
gebildet, wobei die Rollen eine vertikale Abstützung vornehmen und wobei die Kugellager,
die sich auch im Bereich der unteren Führungselemente 1102 befinden eine Abstützung
zum rückwärtigen Bereich der Aufnahmebereiche 13' hin bewirken.
[0110] Figur 19 zeigt in einer Schnittdarstellung die Fixierung verschiedener Elemente,
wie beispielsweise der Hakenleiste 800, des Tassenbordes 810, des Gewürzregals 900
sowie des Flaschenregals 1000 an der Wandstruktur 10. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Anordnung der Hakenleiste 800 dargestellt, die ebenso wie das Tassenbord 810
sich schräg nach oben vorspringende Stifte zum Einhängen von Gegenständen aufweist.
[0111] Wie dies aus Figur 19 hervorgeht, erstreckt sich im rückwärtigen Bereich des entsprechenden
Elementes dessen Halterungsanordnung, mit der dieses relativ zu der Wandstruktur bzw.
der Wellengeometrie gehalten wird. Das an der Wandstruktur angeordnete Element selbst
weist zumindest bereichsweise wie aus Figur 19 ersichtlich eine zu der Wellenstruktur
komplementäre Form auf, die in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel in ein Wellental
der Wandstruktur eingreift und somit auf ihrer zur Wandstruktur gerichteten Seite
ebenfalls dreiecksförmig ausgebildet ist. Von der Spitze dieses Dreiecks erstreckt
sich ein Steg 802 durch die Nut 13 hindurch. An diesen Steg 802 schließt sich die
eigentliche Befestigungsanordnung zur Fixierung des entsprechenden Elementes an der
Wandstruktur an. Diese besteht in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem
ersten Kugellager 803, das an einer zu dem Element 800 hin gewandten Seite des Aufnahmebereiches
13' anliegt, aus einem zweiten Kugellager 804, das in der von dem Element 800 abgewandten
Wandung des Aufnahmebereiches 13' anliegt sowie aus einer Laufrolle 805, die am Grund
des Profils bzw. des Aufnahmebereichs 13' läuft und somit eine Abstützung des Elementes
in vertikaler Richtung vornimmt.
[0112] Figur 20 zeigt in einer Schnittansicht eine weitere Ausgestaltung eines Elementes,
das hier exemplarisch als Hakenleiste 800 ausgeführt ist aber auch durch jedes andere
Element gebildet werden kann. Wie dies aus Figur 20 hervorgeht, ist es denkbar, dass
das oder die Elemente, die an der Wandstruktur zu befestigen sind in ihrem zur Wandstruktur
gewandten Bereich Lager, insbesondere Wälzlager aufweisen, die in Figur 20 mit dem
Bezugszeichen 806 gekennzeichnet sind. Diese erstrecken sich in den beiden schrägen
Schenkeln des Elementes, mit denen dieses an den entsprechenden Flanken der Wellenstruktur
anliegt.
[0113] Figur 21 zeigt in einer schematischen Schnittansicht die erfindungsgemäße Wandstruktur.
Wie dies aus Figur 21 hervorgeht, besteht die Wandstruktur aus einzelnen Profilelementen
2000, die benachbart zueinander angeordnet sind und zwar derart, dass zwischen wenigstens
zwei dieser Profilelemente 2000 eine Nut 13 verbleibt, die zum Befestigen von Elementen,
wie beispielsweise Schränken, Arbeitsplatten, Funktionselementen, etc. dient. Die
Nut 13 mündet sodann in einen Bereich 13', der beispielsweise zur Aufnahme von Halterungselementen
zur Fixierung der an der Wandstruktur zu befestigenden Elemente dient. Die einzelnen
Profilelemente 2000 sind entweder miteinander verbunden, beispielsweise miteinander
verrastet und/oder an einer Tragstruktur, wie beispielsweise der in Figur 21 dargestellten
Tragplatte 3000 fixiert.
[0114] Diese Platte 3000 kann dann ihrerseits mit einer Tragstruktur verbunden sein, wie
sie beispielsweise aus Figur 11 ersichtlich ist oder auch direkt an der Wand montiert
werden. Ebenso ist es denkbar, dass auf eine Tragplatte 3000 verzichtet wird und dass
die einzelnen Profilelemente 2000 bzw. die die Wellengeometrie aufweisende Struktur
unmittelbar mit der aus Figur 11 ersichtlichen Tragstruktur umfassend die Elemente
22, 24 oder mittelbar mit einer Gebäudewand verbunden werden.
[0115] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 21 zeigt ein Tablar 1200 als weiteres Element,
das mit der Wandstruktur 10 verbunden werden kann. Dieses Tablar 1200 ist als plattenförmiges
horizontales Element ausgeführt, das beispielsweise zur Ablage dienen kann. Es weist
in seinem rückwärtigen Bereich ein Befestigungselement 1202 auf, das zwei durch einen
stufenförmigen Abschnitt miteinander verbundenen und relativ zur Ebene des Tablars
schräg verlaufenden Abschnitten besteht. Wie dies aus Figur 21 ersichtlich ist, liegt
der erste Abschnitt 1203 an der Außenseite eines Profilelementes an und der Abschnitt
1204, der durch eine Stufe zu dem Abschnitt 1203 versetzt ist an der Innenseite, das
heißt an der zu dem Aufnahmeraum 13' gewandten Seite eines Profilelementes 2000 an.
Auf diese Weise ist eine form- bzw. kraftschlüssige Fixierung des Tablars 1200 relativ
zu den Profilelementen 2000 sichergestellt.
[0116] Wie dies aus Figur 21 weiter hervorgeht, bestehen die einzelnen Profilelemente aus
einem zum Betrachter hin gewandten im Querschnitt dreieckförmigen Profilbereich, sowie
aus Hinterschnitten, die die Aufnahmebereiche 13' zur Fixierung der an der Wandstruktur
zu befestigenden Elemente begrenzen, und zwar auf der nach rechts gerichteten Vorderseite
der Wandstruktur.
[0117] Figur 22 zeigt eine perspektivische Darstellung der Wandstruktur 10 bestehend aus
einzelnen Profilelementen 2000, die vorzugsweise miteinander verbunden sind sowie
den daran angeordneten Tablar 1200.
[0118] Aus Figur 23 geht in einer Schnittansicht die Befestigung eines Messerblocks an der
Wandstruktur hervor. Der Messerblock 700 weist einen relativ zur vertikal stehenden
Wandstruktur 10 schräg verlaufenden Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von Messern auf.
In seinem zu der Wandstruktur 10 gewandten Bereich weist der Messerblock ein Befestigungsmittel
auf, das in seiner Form dem des Tablars 1200 gemäß Figur 21 entspricht. Somit sind
ebenfalls Befestigungselemente 703 und 704 vorgesehen, die durch einen stufenförmigen
Abschnitt miteinander verbunden und durch diesen zueinander versetzt angeordnet sind.
Wie dies aus Figur 23 ersichtlich ist, stützt sich der Abschnitt 703 auf der zum Nutzer
gewandten Seite, das heißt auf der Vorderseite des Profilelementes 2000 ab und der
Abschnitt 704 auf der Rückseite des Profilelementes 2000, das den Aufnahmebereich
13' begrenzt. Der stufenförmige Abschnitt erstreckt sich wie auch gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 21 in der Nut 13.
[0119] Wie dies oben ausgeführt wurde, kann die Wellengeometrie der erfindungsgemä-βen Wandstruktur
aus einzelnen Profilelementen bestehen die jeweils eine "Welle" ausbilden oder auch
aus einem Stück oder mehreren Stücken, die sich über mehrere Wellenberge und Wellentäler
hinweg erstrecken.
[0120] Figur 24 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine kompakte Struktur einer Wandstruktur,
die aus einem Element besteht, das eine Mehrzahl von aufeinander folgenden Wellentälern
und Wellenbergen aufweist.
1. Wandstruktur mit einer vorzugsweise vertikal angeordneten Oberfläche, wobei die Wandstruktur
auf wenigstens einer Seite eine mehrdimensionale Wellengeometrie mit sich wiederholenden
Formen aufweist oder aus dieser besteht, deren Wellen sich vorzugsweise in horizontaler
Richtung oder vorzugsweise im wesentlichen in horizontaler Richtung erstrecken, wobei
die Wellengeometrie insbesondere eine Prismenstruktur aufweisen kann, und wobei die
Wellengeometrie ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere Nuten aufweist,
in und/oder an denen ein oder mehrere Elemente angeordnet sind oder angeordnet werden
können, wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet
sind, dass wenigstens eines der Elemente an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur
auf der Seite der Wellengeometrie fixierbar ist.
2. Wandstruktur mit einer vorzugsweise vertikal angeordneten Oberfläche, an oder in der
ein oder mehrere Befestigungsmittel, insbesondere Nuten angeordnet sind, in oder an
denen ein oder mehrere Elemente in Form von Paneelen angeordnet sind oder angeordnet
werden können, wobei die Befestigungsmittel sowie die genannten Paneele derart ausgebildet
sind, dass wenigstens eines der Paneele an unterschiedlichen Positionen der Wandstruktur
fixierbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Wandstruktur auf wenigstens
einer Seite eine mehrdimensionale Wellengeometrie mit sich wiederholenden Formen aufweist
oder aus dieser besteht, deren Wellen sich vorzugsweise horizontaler Richtung oder
vorzugsweise im wesentlichen in horizontaler Richtung erstrecken, wobei die Wellengeometrie
insbesondere eine Prismenstruktur aufweisen kann, und dass die wenigstens eine Paneele
an der Seite der Wandstruktur fixierbar ist oder fixiert ist, die die Wellengeometrie
aufweist.
3. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbare Fläche der Wandstruktur durch die Wellengeometrie und/oder durch an
den Befestigungsmitteln angeordnete Elemente gebildet wird, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem oder den Elementen um Ablage-oder Aufnahmeelemente, wie ein oder
mehrere Borde oder Schränke, Regale, Messerblöcke oder Arbeitsplatten, oder um Funktionselemente
mit wenigstens einer technischen Funktion, wie Leuchten, Kühl- oder Heizelemente oder
um die Wellengeometrie verblendende Objekte, wie Paneele handelt.
4. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen, wie Strom-, Gas oder
Wasserleitungen vorgesehen sind, die in der Wellengeometrie oder vor oder hinter der
Wellengeometrie, vorzugsweise in der von der sichtbaren Seite der Wellengeometrie
abgewandten Seite angeordnet sind oder durch die Wellenstruktur gebildet werden, wobei
vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Versorgungs- und/oder Entsorgungsleitungen derart
angeordnet sind, dass sie durch ein in dem Befestigungsmittel, insbesondere in einer
oder mehreren Nuten befestigtes Element nutzbar sind.
5. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel sowie die genannten Elemente derart ausgebildet sind, dass
die Elemente relativ zu den Befestigungsmitteln in Wellenrichtung, vorzugsweise in
horizontaler Richtung verschiebbar sind, und/oder dadurch gekennzeichnet, dass
die Wandstruktur wenigstens eine Beschichtung aufweist, die auf der sichtbaren Seite
der Wandstruktur und/oder auf der nicht sichtbaren Seite der Wandstruktur angeordnet
ist und vorzugsweise aus einer Beschichtung, Decklage, Antidröhnschicht oder feuerfestem
Material besteht.
6. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstruktur derart ausgebildet ist, dass sie statisch stabil ist und/oder dass
eine Tragestruktur vorgesehen ist, die mit der Wandstruktur in Verbindung steht und
diese trägt und/oder stützt und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstruktur aus Metall, insbesondere aus Stahlblech oder Aluminium, oder aus
Kunststoff besteht oder Metall, insbesondere Stahlblech oder Aluminium, oder Kunststoff
aufweist.
7. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstruktur bzw. die Wellengeometrie durch einzelne vorzugsweise horizontal
verlaufende Profile, insbesondere Lamellen gebildet wird oder diese aufweist, und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstruktur bzw. die Wellengeometrie durch einzelne miteinander in Verbindung
stehende und/oder auf einem Träger angeordnete Profilelemente, insbesondere Lamellen
gebildet wird oder durch eine oder mehrere einstückige Elemente, die eine Mehrzahl
der die Wellengeometrie bildenden Profilabschnitte aufweisen.
8. Wandstruktur nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der Profile bzw. Lamellen verschwenkbar und/oder entnehmbar und/oder
als Funktionsprofile bzw. -lamellen, insbesondere aus Leuchtlamellen oder als Lamellen
ausgebildet sind, die Bestandteil eines Dunstabzuges sind.
9. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wellengeometrie ein Prismenprofil oder ein Sägezahnprofil oder ein Polygonprofil
oder ein eckenloses Profil aufweist.
10. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Elemente mobil, vorzugsweise verfahrbar ist und insbesondere
durch einen verfahrbaren Wagen gebildet wird und/oder dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Lager, vorzugsweise wenigstens ein Wälzlager und/oder eine oder mehrere
Rollen vorgesehen sind, die an dem oder den Elementen und/oder an der Wandstruktur
angeordnet sind und mittels derer eine Bewegung der Elemente relativ zu der Wandstruktur
möglich ist.
11. Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Elemente wenigstens einen Speicher, insbesondere für Energie
in Form von Strom oder Wärme oder Lebensmittel oder sonstiger Güter oder Müll aufweist.
12. Struktur umfassend wenigstens eine Wandstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Tragestruktur vorgesehen ist, an der die Wandstruktur befestigt ist,
wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Tragestruktur aus vertikalen und/oder
horizontalen Leisten besteht oder diese umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist,
dass die horizontalen Leisten an den vertikalen Leisten befestigt und vorzugsweise
in diese eingehängt sind und wobei die Wandstruktur ausschließlich oder auch an den
horizontalen Leisten befestigt ist.
13. Küche mit wenigstens einer Wandstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 11 oder mit
einer Struktur nach Anspruch 12.
14. Möbelstück mit wenigstens einer Wandstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 11 oder
mit einer Struktur nach Anspruch 12.
15. Gebäude oder mobile Vorrichtung mit wenigstens einer Wandstruktur nach einem der Ansprüche
1 bis 11 oder mit einer Struktur nach Anspruch 12.