[0001] Die Erfindung betrifft einen Handtuchhalter mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1.
[0002] Der in Rede stehende Handtuchhalter ist für eine Heimmontage im Sanitärbereich vorgesehen.
Insbesondere ist er zur Montage an einer Innenwand, speziell durch Schraubverbindungen
mit Wanddübeln, bestimmt.
[0003] Ein aus dem Stand der Technik bekannter Handtuchhalter weist ein längliches Stützelement
auf, an dem ein oder mehrere abstehende Handtuchstangen drehbar gelagert sind. Die
Drehung der Handtuchstangen erfolgt um eine zur Wand parallele Achse. Die Handtuchstangen
dienen dazu, dass Handtücher über die Handtuchstangen gehängt werden können. Das Stützelement
ist wiederum über einen Quersteg bzw. ein Verbindungsstück mit einer Rosette verbunden,
welche die eigentliche Montageplatte umgreift, die an die Wand angeschraubt ist.
[0004] Sowohl aus Kostengründen als auch um einen Zugriff zu der Montageplatte für die Befestigung
an der Wand zu erlauben, besteht dieser bekannte Handtuchhalter aus mehreren separaten
Einzelteilen, welche durch verschiedene Verbindungen erst noch zusammengefügt werden
müssen.
[0005] Eine problematische Situation tritt bei den bekannten Handtuchhaltern dann ein, wenn
die zu der Wand senkrecht angeordneten Handtuchstangen, welche eigentlich nur zum
Tragen des vergleichsweise leichten Handtuchgewichts ausgelegt sind, einer starken
Gewichtskraft ausgesetzt werden. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass sich eine
Person auf der Handtuchstange mit ihrer Hand abstützt, weil sie etwa die Tragfähigkeit
der Handtuchstange falsch einschätzt oder weil sie versehentlich neben das Waschbecken
greift. Es kann auch dadurch geschehen, dass eine Person ihr Gleichgewicht verliert
und nach der Handtuchstange greift.
[0006] In einer obigen Situation kann es passieren, dass entweder die Verbindung zwischen
dem Stützelement und dem Verbindungsstück oder zwischen dem Verbindungsstück und der
Rosette überwunden wird und zwar je nachdem, an welchem Übergang ein Kraftschluss
besteht. Dies hat zur Folge, dass sich das Stützelement zusammen mit dem Drehgelenk
der Handtuchstange um das Verbindungsstück dreht, wodurch die eigentlich um eine senkrecht
zum Boden verlaufende Achse drehbare Handtuchstange nun in Richtung des Bodens drehbar
wird. Der Effekt dieser Verdrehung ist, dass die Handtuchstange der Kraft nach unten
plötzlich gar keine nennenswerte Kraft mehr entgegensetzt und eine sich an der Handtuchstange
abstützende Person überraschend "ins Leere greift" mit dem entsprechenden Risiko eines
Sturzes.
[0007] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem besteht nun darin, den bekannten Handtuchhalter
derart auszugestalten und weiterzubilden, dass auch bei starker Druckbelastung nach
unten keine derartige Verdrehung mit dem resultierenden plötzlichen Nachgeben eintritt.
[0008] Das obige Problem wird bei einem Handtuchhalter gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0009] Wesentlich ist die Erkenntnis, dass herkömmlicherweise zwischen Stützelement und
Rosette eine nur kraftschlüssige Verbindung besteht, welche insbesondere durch den
wegen der Länge der Handtuchstangen langen Hebelarm und der potentiell großen Gewichtskraft
einer Person leicht überwunden werden kann, was zu der beschriebenen Verdrehung des
Gelenks der Handtuchstangen führt.
[0010] Vorschlagsgemäß wird nun statt einer nur kraftschlüssigen Verbindung zwischen dem
Verbindungsstück und der Rosette eine Verbindung vorgesehen, welche in Drehrichtung
formschlüssig ist. Damit kann eine Drehung des Verbindungsstücks zur Rosette auch
ohne wesentliche Änderungen der Materialstärken oder des Herstellungsaufwandes wirksam
verhindert werden, indem einfach zumindest einem Teil des Verbindungsstücks und einer
entsprechenden Aufnahme der Rosette eine Form gegeben wird, welche eine Drehung durch
einen Formschluss wirksam verhindert. Ohne Drehung des Stützelements kann der Handtuchhalter
auch eine starke Gewichtskraft in akzeptablem Umfang aufnehmen und an die Wand übertragen.
[0011] Die besonders bevorzugte Ausgestaltung gemäß Anspruch 2 ermöglicht eine besonders
vorteilhafte vordefinierte Verteilung des Kraftflusses auf die einzelnen Komponenten
des Handtuchhalters entsprechend dem "Korkenzieherprinzip".
[0012] Die besonders bevorzugte Ausgestaltung gemäß Anspruch 5 erlaubt dadurch, dass sie
unterschiedlich ausgestaltete Abschnitte des Verbindungsstücks vorsieht, eine jeweils
separate, sowohl in Drehrichtung als auch in Längsrichtung formschlüssige Verbindung
mit dem Verbindungsstück.
[0013] Nach den besonders bevorzugten Ausgestaltungen gemäß den Ansprüchen 6 und 7 erlaubt
es die Verwendung einer speziellen Unterlegscheibe, auf das Verbindungsstück mit einer
Schraubverbindung eine Zugkraft auszuüben, während gleichzeitig über die Rosette eine
Schubkraft auf die ebenfalls mit dem Stützelement verbundene Hülse ausgeübt wird.
Auf diese Weise wird gewährleistet, dass bei einer Belastung des Stützelements der
Kraftfluss innerhalb des Handtuchhalters geschlossen werden kann.
[0014] Durch eine besonders bevorzugte Ausgestaltung gemäß Anspruch 12 kann zumindest eine
Verbindung des Verbindungsstücks, nämlich die zum Stützelement, besonders stabil ausgebildet
sein, etwa durch Schweißen.
[0015] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1a,b,c
- einen vorschlagsgemäßen Handtuchhalter in unterschiedlichen Montagezuständen, jeweils
in einer Ansicht ohne Montageplatte,
- Fig. 2a,b
- den vorschlagsgemäßen Handtuchhalter aus den Fig. 1a,b,c in unterschiedlichen Montagezuständen,
jeweils in einer Ansicht mit Montageplatte.
[0016] Der in der Zeichnung dargestellte Handtuchhalter weist zwei Handtuchstangen 1a, 1b
auf. Er ist aber ebenso für jede beliebige Zahl von Handtuchstangen 1a, 1b geeignet,
einschließlich des Falls mit nur einer einzigen Handtuchstange 1a, 1b. Der Handtuchhalter
kann neben Handtuchstangen 1a, 1b auch noch weitere Haltestangen aufweisen, wie zum
Beispiel einen Arm für einen Spiegel oder dergleichen.
[0017] Wie in den Fig. 1a,b,c dargestellt, umfasst der Handtuchhalter ein Stützelement 1
mit einem abstehenden Verbindungsstück 2. Das Stützelement 1 ist dazu eingerichtet,
ein oder mehrere an dem Stützelement 1 befestigte Handtuchstangen 1a, 1b des Handtuchhalters
abzustützen. Das Verbindungsstück 2 weist einen Endabschnitt 3 mit einem Gewinde auf.
Der Endabschnitt 3 des Verbindungsstücks 2 ist dadurch gekennzeichnet, dass er sich
an dem dem Stützelement 1 abgewandten Ende des Verbindungsstücks 2 befindet.
[0018] Der Handtuchhalter umfasst ferner eine Rosette 4 mit einer Öffnung 5 zur Aufnahme
des Verbindungsstücks 2. Die Rosette 4 stellt im Wesentlichen eine Abdeckplatte mit
einer gewissen Tiefe dar, welche die eigentliche Wandmontage des Handtuchhalters umfassen
und verbergen soll. Vorzugsweise ist die Öffnung 5 mittig an der Rosette 4 angeordnet.
[0019] Der Handtuchhalter umfasst auch eine Hülse 6 zur mindestens einseitig kraftschlüssigen
Anordnung zwischen dem Stützelement 1 und der Rosette 4. Bei einer Anordnung der Hülse
6 zwischen dem Stützelement 1 und der Rosette 4 besteht also mindestens entweder zwischen
der Hülse 6 und dem Stützelement 1 oder zwischen der Hülse 6 und der Rosette 4 eine
kraftschlüssige Verbindung. Folglich ist die Hülse 6 jedenfalls nicht sowohl mit dem
Stützelement 1 als auch der Rosette 4 einstückig ausgebildet. Neben der Möglichkeit,
das Stützelement 1 zu verdecken, bietet die Hülse 6 die Möglichkeit eines weiteren
Kraftübertragungsweges zwischen der Rosette 4 und dem Stützelement 1 neben dem Verbindungsstück
2.
[0020] Weiter umfasst der Handtuchhalter ein Gegenstück 7 zu dem Gewinde des Verbindungsstücks
2 und einen Abstandshalter 8 zur Anordnung zwischen dem Gegenstück 7 und der Rosette
4.
[0021] Wesentlich ist nun, dass das Gegenstück 7 dazu eingerichtet ist, über den Abstandshalter
8 und die Rosette 4 den Kraftschluss der Hülse 6 zwischen dem Stützelement 1 und der
Rosette 4 herzustellen. Mit diesem Kraftschluss ist die mindestens zwischen Hülse
6 und Stützelement 1 oder zwischen Hülse 6 und Rosette 4 bestehende kraftschlüssige
Verbindung gemeint. Ebenfalls wesentlich ist es, dass die Rosette 4 dazu eingerichtet
ist, sich durch Aufnahme des Verbindungsstücks 2 in die Öffnung 5 der Rosette 4 formschlüssig
drehfest mit dem Verbindungsstück 2 zu verbinden. Die Rosette 4 kann dann also nicht
um die Achse des länglichen Verbindungsstücks 2 rotieren.
[0022] Auf diese Weise wird durch das Gegenstück 7 einerseits ein Kraftschluss zwischen
der Rosette 4 und dem Stützelement 1 mittels der Hülse 6 erreicht, durch welchen verhindert
wird, dass das Verbindungsstück 2 aus der Öffnung 5 der Rosette 4 hinausgleitet. Andererseits
verhindert der Formschluss in Drehrichtung zwischen der Rosette 4 und dem Verbindungsstück
5 eine Drehung der Rosette 4, wodurch wiederum der durch die Hülse 6 hergestellte
Kraftschluss zwischen Rosette 4 und Stützelement 1 gesichert wird. Es sichern sich
also erfindungsgemäß beide Verbindungen gegenseitig vor einer jeweiligen Auflösung
ab.
[0023] Der in den Fig. 1a,b,c und 2a,b dargestellte Handtuchhalter weist nun eine Vielzahl
von vorteilhaften Ausgestaltungen auf. So ergibt sich eine besonders günstige Verteilung
des Kraftflusses innerhalb des Handtuchhalters bei einer Belastung der Handtuchstangen
1a, 1b dadurch, dass auf die Hülse 6 in der mindestens einseitig kraftschlüssigen
Anordnung zwischen dem Stützelement 1 und der Rosette 4 eine Druckkraft ausgeübt wird
und das Verbindungsstück 2 dazu eingerichtet ist, zwischen dem Stützelement 1 und
dem Gegenstück 7 eine Zugkraft zu erfahren.
[0024] Die Art der Kraftverteilung bei einem solchen Handtuchhalter kann auch als Kraftverteilung
nach dem "Korkenzieherprinzip" beschrieben werden. Ein Korkenzieher übt mittels seiner
Wendel eine Zugkraft auf den Korken aus und drückt dabei auf den den Korken umfassenden
Flaschenhals, wodurch im Ergebnis der Korken hinausgezogen wird. Bei dem gegenständlichen
Handtuchhalter kommt es zu keiner Bewegung des fest mit dem Stützelement 1 verbundenen
Verbindungsstücks 2, aber das Prinzip einer auf das innere Element ausgeübten Zugkraft
und einer auf das außen liegende Element ausgeübten Druckkraft ist dasselbe.
[0025] Wenn, wie hier vorliegend, das Gegenstück 7 über das Gewinde des Verbindungsstücks
2 dieses an die Rosette 4 zieht, also eine Zugkraft ausübt, kann es gleichzeitig einen
Druck auf den Abstandshalter 8 ausüben, welcher wiederum diese Druckkraft über die
Rosette 4 auf die Hülse 6 weitergibt. Der Kraftfluss der Zug- und Druckkraft von dem
Gegenstück 7 zum Stützelement 1 teilt sich damit jeweils sauber auf das Verbindungsstück
2 und die Hülse 6 auf.
[0026] Besonders günstig in der Herstellung ist eine vollständig separate Hülse, welche
weder einstückig mit einer der anderen Komponenten noch irgendwie vorbefestigt geliefert
werden muss. Folglich ist gemäß dieser bevorzugten Ausgestaltung der Hülse 6 vorgesehen,
dass die Hülse 6 zur Aufnahme des Stützelements 1 und zur beidseitig kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Stützelement 1 und der Rosette 4 ausgebildet ist. Indem die
Hülse 6 das Verbindungselement 2 vollständig umfasst, kann sie auch Biegekräfte aus
jeder Richtung an das Stützelement 1 übertragen. Insbesondere wenn die Hülse 6 ein
separates Bauteil darstellt, ist sowohl ihre Verbindung zum Stützelement 1 als auch
ihre Verbindung zur Rosette 4 kraftschlüssig.
[0027] Auch der Abstandshalter 8 ist bevorzugt zur beidseitig, also sowohl zum Gegenstück
8 als auch zur Rosette 4, kraftschlüssigen Anordnung eingerichtet, was wiederum eine
Ausgestaltung des Abstandshalters 8 als separates Bauteil ermöglicht.
[0028] Die drehfest formschlüssige Verbindung zwischen dem Verbindungsstück 2 und der Rosette
4 lässt sich dann besonders sicher herstellen, wenn zu diesem Zweck ein von dem Endabschnitt
3 mit Gewinde separater und anders gestalteter Abschnitt vorgesehen ist. In einer
solchen vorteilhaften Ausgestaltung des Handtuchhalters weist das Verbindungsstück
2 einen Mittelabschnitt 9 auf, wobei die formschlüssig drehfeste Verbindung zwischen
der Rosette 4 und dem Mittelabschnitt 9 des Verbindungsstücks 3 herstellbar ist. Dabei
kann der Mittelabschnitt 9 sich entweder, wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt,
über den gesamten Bereich zwischen dem Endabschnitt 3 und dem Stützelement 1 erstrecken.
Es ist aber ebenso möglich, dass ein oder mehrere weitere Abschnitte zwischen dem
Mittelabschnitt 9 und dem Stützelement 1 angeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich
hierzu können sich ein oder mehrere weitere Abschnitte des Verbindungsstücks 2 auch
zwischen dem Mittelabschnitt 9 und dem Endabschnitt 3 befinden.
[0029] Damit weist das Verbindungsstück 2 jeweils einen separaten Abschnitt zum Herstellen
einer Sicherung gegen ein Herausziehen des Verbindungsstücks 2 - den Endabschnitt
3 mit dem Gewinde - und zum Herstellen einer Sicherung gegen eine Drehung des Verbindungsstücks
2 auf, nämlich eben den Mittelabschnitt 9.
[0030] Besonders geeignet im Hinblick auf einen zuverlässig drehfesten Formschluss einerseits
und im Hinblick auf ein rasches und möglichst wenig umständliches Durchführen des
Verbindungsstücks 2 durch die Öffnung 5 der Rosette 4 andererseits ist eine bevorzugte
Ausgestaltung, bei der der Mittelabschnitt 9 mit einem eckigen Querschnitt ausgebildet
ist, die Öffnung 5 der Rosette 4 dem Querschnitt des Mittelabschnitts 9 entspricht
und der Abstandshalter eine Unterlegscheibe 8 umfasst, welche eine Öffnung 10 zur
Aufnahme des Mittelabschnitts 9 umfasst. Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, kann
es sich bei dem eckigen Querschnitt des Mittelabschnitts 9 um einen quadratischen
Querschnitt handeln. Die Öffnung 5 der Rosette 4 weist bei dieser bevorzugten Ausgestaltung
einen entsprechenden, wie hier dargestellt also ebenfalls quadratischen Querschnitt
auf.
[0031] Gleichermaßen ist auch ein dreieckiger, ein rechteckiger oder ein beliebiger anderer
vieleckiger Querschnitt des Mittelabschnitts 9 und damit der Öffnung 5 er Rosette
4 und der Öffnung 10 der Unterlegscheibe 8 denkbar, welcher lediglich zur Herstellung
einer in Drehrichtung formschlüssigen Verbindung geeignet sein muss.
[0032] Damit das Gegenstück 7 über die Unterlegscheibe 8 eine Zugkraft auf das Verbindungsstück
2 und eine gleichzeitige Druckkraft auf die Hülse 6 gemäß dem Korkenzieherprinzip
ausüben kann, ist es besonders bevorzugt, dass der Endabschnitt 3 unmittelbar an den
Mittelabschnitt 9 grenzt und die Länge der Hülse 6 so gewählt ist, dass bei Anordnung
der Hülse 6 zwischen Rosette 4 und Stützelement 1 und Aufnahme des Verbindungsstücks
2 in der Öffnung 5 der Rosette 4 der Mittelabschnitt 9 teilweise aus der dem Verbindungsstück
2 abgewandten Seite der Öffnung 5 der Rosette 4 ragt. Dieses Hinausragen des Mittelabschnitts
9 ist insbesondere in der Fig. 1b gut zu erkennen.
[0033] Ferner weist der Abstandshalter bzw. die Unterlegscheibe 8 in dieser bevorzugten
Ausgestaltung eine Dicke auf, welche größer ist als die Länge des aus der Öffnung
5 der Rosette 4 ragenden Teiles des Mittelabschnitts 9. Diese Längenverhältnisse können
etwa dadurch gewährleistet werden, dass die Hülse kürzer gewählt wird als der Abstand
von dem Stützelement 1 bis zu dem Ende des Mittelabschnitts 9 und insbesondere um
einen Betrag kürzer gewählt wird, der mindestens der Dicke der Rosette 4 in dem Bereich
um ihre Öffnung 5 entspricht. Durch die geforderte Mindestdicke der Unterlegscheibe
8 kann das Gegenstück 7 die Druckkraft auf die Hülse 6 über die Rosette 4 aufbauen.
[0034] Besonders bevorzugt ist auch die in den Fig. 1a,b,c und 2a,b dargestellte Variante,
nach der der Endabschnitt 3 ein Außengewinde aufweist und das Gegenstück eine Schraubenmutter
7 mit einem Innengewinde umfasst. Wie u.a. in der Fig. 1b deutlich zu erkennen ist,
kann dabei der Endabschnitt 3 auch eine konisch zulaufende Verjüngung aufweisen.
[0035] Eine besonders gleichmäßige Verteilung der Druckkraft auf die Hülse 6, sowohl in
Umfangs- als auch in Längsrichtung, wird durch eine weitere bevorzugte Ausgestaltung
erreicht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Stützelement 1 rundrohrförmig ausgebildet
ist und die Hülse 6 ein Rundrohr mit einer dem Stützelement 1 entsprechenden Gehrung
11 ist. Der runde Querschnitt des Stützelements 1 stellt eine Rotationssymmetrie sicher,
so dass unabhängig von einer Verdrehung der Handtuchstangen 1a, 1b keine Kanten oder
Ecken am Stützelement 1 hervortreten. Durch die ebenfalls im Querschnitt runde Ausgestaltung
der Hülse 6 weist diese eine Rotationssymmetrie auf und die Gehrung erlaubt es, dass
die kraftschlüssige Verbindung zwischen Hülse 6 und Stützelement 1 entlang des gesamten
Umfangs der Hülse 6 hergestellt werden kann.
[0036] Um mehr als eine Handtuchstange an dem Stützelement 1 jeweils einzeln drehbar befestigen
zu können ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass das Stützelement 1 mindestens zwei
koaxial angeordnete Scharniere 12, 13 umfasst. An jedem Scharnier kann dann, wie in
den Figuren 1 und 2 dargestellt, eine Handtuchstange befestigt sein.
[0037] Bei einer solchen Ausführungsform ist es wiederum besonders bevorzugt, dass das Verbindungsstück
2 zwischen mindestens zwei koaxial angeordneten Scharnieren 12, 13 des Stützelements
1 mit dem Stützelement 1 verbunden ist. Durch diese Anordnung wird der maximale Abstand
zwischen dem Verbindungspunkt der Handtuchstangen 1a, 1b und dem Verbindungsstück
2 reduziert, was wiederum zu einem vorteilhaft kürzeren Hebelarm führt bei einer Beanspruchung
der Handtuchstangen 1a, 1b durch eine große, nach unten drückende Kraft.
[0038] Ebenfalls besonders bevorzugt ist, dass das Verbindungsstück 2 rechtwinklig zum Stützelement
1 angeordnet und stoffschlüssig, insbesondere durch eine Schweißverbindung, mit dem
Stützelement 1 verbunden ist. Durch den Stoffschluss kann eine besonders feste und
zuverlässige Verbindung hergestellt werden.
[0039] Nachfolgend wird die in den Fig. 1a-c dargestellte Montage des Handtuchhalters beschrieben.
Diese erfolgt so, dass zunächst die Hülse 6 auf das Verbindungsstück 2 gesteckt wird.
Dann wird der aus der Hülse 6 ragende Teil des Verbindungsstücks 2, also insbesondere
der Endabschnitt 3 mit einem Teil des Mittelabschnitts 9, durch die Öffnung 4 der
Rosette 5 geführt, wodurch die Rosette 5 eine drehfest formschlüssige Verbindung mit
dem Mittelabschnitt 9 des Verbindungsstücks eingeht.
[0040] Die Unterlegscheibe 8 wird nun auf den aus der Öffnung 5 der Rosette 4 ragenden Abschnitt
des Verbindungsstücks 2 aufgesteckt und die Schraubenmutter 7 auf das Außengewinde
des Endabschnitts 3 festgezogen. Damit wird eine Zugkraft auf das Verbindungsstück
2 und gleichzeitig eine Druckkraft mittels der Unterlegscheibe 8 und der Rosette 4
auf die Hülse 6 ausgeübt.
[0041] Wie in den Fig. 2a,b dargestellt, weist der Handtuchhalter vorzugsweise eine Montageplatte
14 mit Löchern 15 zur Wandbefestigung auf. Die Löcher 15 dienen zur Aufnahme von Schrauben
und damit zum Herstellen einer Schraubverbindung, etwa mit Dübeln in der Wand, an
der der Handtuchhalter zur Befestigung vorgesehen ist.
[0042] Wie ebenfalls in den Fig. 2a,b dargestellt ist es weiterhin besonders bevorzugt,
dass die Montageplatte 14 mindestens eine Kerbe 16 an ihrem Rand aufweist und dass
die Rosette 4 mindestens zwei Vorsprünge 17, 18 aufweist, wobei mindestens einer der
Vorsprünge 17, 18 eine Bohrung 19 zur Aufnahme einer Schraube 20 aufweist und die
mindestens zwei Vorsprünge 17, 18 so angeordnet sind, dass die Montageplatte 14 in
der Rosette 4 durch die in der Bohrung 19 aufgenommene Schraube 20 mittels Eingriff
in die mindestens eine Kerbe 16 festgehalten wird. Insbesondere kann die Bohrung 19
ein der Schraube 20 entsprechendes Innengewinde aufweisen.
[0043] Nachdem die Montageplatte 14 also durch zwei oder mehr Löcher 15 durch Schrauben
an einer Wand befestigt wurde, wird die Rosette 4 des wie obenstehend beschrieben
zusammengefügten Handtuchhalters auf die Montageplatte 14 aufgesetzt. Die Vorsprünge
17, 18 greifen dabei um den Rand der Montageplatte 14. Die Verbindung der Rosette
4 mit der Montageplatte 14 wird durch die Schraube 20 gefestigt, welche Schraube 20
durch das Gewinde der Bohrung 19 des Vorsprungs 18 geführt wird und in die Kerbe 16
der Montageplatte 14 so eingreift, dass ein Kraftschluss zwischen der Montageplatte
14 und der Rosette 4 entsteht.
1. Handtuchhalter umfassend:
- ein Stützelement (1) mit einem abstehenden Verbindungsstück (2), wobei das Verbindungsstück
(2) einen Endabschnitt (3) mit einem Gewinde aufweist;
- eine Rosette (4) mit einer Öffnung (5) zur Aufnahme des Verbindungsstücks (2);
- eine Hülse (6) zur mindestens einseitig kraftschlüssigen Anordnung zwischen dem
Stützelement (1) und der Rosette (4);
- ein Gegenstück (7) zu dem Gewinde; und
- einen Abstandshalter (8) zur Anordnung zwischen dem Gegenstück (7) und der Rosette
(4),
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Gegenstück (7) dazu eingerichtet ist, über den Abstandshalter (8) und die Rosette
(4) den Kraftschluss der Hülse (6) zwischen dem Stützelement (1) und der Rosette (4)
herzustellen,
- die Rosette (4) dazu eingerichtet ist, sich durch Aufnahme des Verbindungsstücks
(2) in die Öffnung (5) der Rosette (4) formschlüssig drehfest mit dem Verbindungsstück
(2) zu verbinden.
2. Handtuchhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- auf die Hülse (6) in der mindestens einseitig kraftschlüssigen Anordnung zwischen
dem Stützelement (1) und der Rosette (4) eine Druckkraft ausgeübt wird; und
- das Verbindungsstück (2) dazu eingerichtet ist, bei Anordnung zwischen dem Stützelement
(1) und dem Gegenstück (7) eine Zugkraft zu erfahren.
3. Handtuchhalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- die Hülse (6) zur Aufnahme des Verbindungselements (2) und zur beidseitig kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Stützelement (1) und der Rosette (4) ausgebildet ist.
4. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Abstandshalter (8) zur beidseitig kraftschlüssigen Anordnung eingerichtet ist.
5. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Verbindungsstück (2) einen Mittelabschnitt (9) aufweist; und
- die formschlüssig drehfeste Verbindung zwischen der Rosette (4) und dem Mittelabschnitt
(9) des Verbindungsstücks (2) herstellbar ist.
6. Handtuchhalter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Mittelabschnitt (9) mit einem eckigen Querschnitt ausgebildet ist;
- die Öffnung (5) der Rosette (4) dem Querschnitt des Mittelabschnitts (9) entspricht;
und
- der Abstandshalter eine Unterlegscheibe (8) umfasst, welche eine Öffnung (10) zur
Aufnahme des Mittelabschnitts (9) aufweist.
7. Handtuchhalter nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Endabschnitt (3) unmittelbar an den Mittelabschnitt (9) grenzt;
- die Länge der Hülse (6) so gewählt ist, dass bei Anordnung der Hülse (6) zwischen
Rosette (4) und Stützelement (1) und Aufnahme des Verbindungsstücks (2) in der Öffnung
(5) der Rosette (4) der Mittelabschnitt (9) teilweise aus der dem Verbindungsstück
(2) abgewandten Seite der Öffnung (5) der Rosette (4) ragt; und
- der Abstandshalter (8) eine Dicke aufweist, welche größer ist als die Länge des
aus der Öffnung (5) der Rosette (4) ragenden Teiles des Mittelabschnitts (9).
8. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Endabschnitt (3) ein Außengewinde aufweist; und
- das Gegenstück eine Schraubenmutter (7) mit einem Innengewinde umfasst.
9. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Stützelement (1) rundrohrförmig ausgebildet ist; und
- die Hülse (6) ein Rundrohr mit einer dem Stützelement (1) entsprechenden Gehrung
(11) ist.
10. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Stützelement (1) mindestens zwei koaxial angeordnete Scharniere (12, 13) umfasst.
11. Handtuchhalter nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Verbindungsstück (2) zwischen mindestens zwei koaxial angeordneten Scharnieren
(12, 13) des Stützelements (1) mit dem Stützelement (1) verbunden ist.
12. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Verbindungsstück (2) rechtwinklig zum Stützelement (1) angeordnet und stoffschlüssig
mit dem Stützelement (1) verbunden ist.
13. Handtuchhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Handtuchhalter eine Montageplatte (14) mit Löchern (15) zur Wandbefestigung
umfasst.
14. Handtuchhalter nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- die Montageplatte (14) mindestens eine Kerbe (16) an ihrem Rand aufweist; und
- die Rosette (4) mindestens zwei Vorsprünge (17, 18) aufweist, wobei mindestens einer
der Vorsprünge (17, 18) eine Bohrung (19) zur Aufnahme einer Schraube (20) aufweist
und die mindestens zwei Vorsprünge (17, 18) so angeordnet sind, dass die Montageplatte
(14) in der Rosette (4) durch die in der Bohrung (19) aufgenommene Schraube (20) mittels
Eingriff in die mindestens eine Kerbe (16) festgehalten wird.