[0001] Die Erfindung betrifft eine LED-Leuchte (LED: lichtemittierende Diode) mit einer
Lichtbeeinflussungsanordnung zur optischen Beeinflussung des von den LEDs abgestrahlten
Lichts.
[0002] Eine solche LED-Leuchte in Form einer länglichen Balkenleuchte ist aus der Schrift
DE 10 2010 003 805 A1 bekannt. Die Leuchte weist ein längliches optisches Element auf, das Linsenbereiche
für die einzelnen LEDs beinhaltet. Die LEDs sind für eine effektive Wärmeabfuhr über
eine Platine auf einem Profilkörper aus Aluminium befestigt. Wenn sich die Leuchte
bei Betrieb erwärmt, dehnt sich das optische Element, das typischerweise aus Kunststoff
besteht, stärker aus als der aus Aluminium bestehende Profilkörper. Dies hat zur Folge,
dass sich die Lage der Linsen gegenüber den LEDs im Allgemeinen leicht verändert,
was in der weiteren Folge dazu führt, dass sich die optische Wirkung der Linsen ändern
kann, so dass die Lichtabgabe der Leuchte insgesamt in einer unerwünschten Weise verändert
wird. Dieser Effekt ist dementsprechend umso deutlicher ausgeprägt, je länger die
Leuchte ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte LED-Leuchte anzugeben;
dabei soll mit der Leuchte insbesondere ermöglicht sein, einen unerwünschten temperaturschwankungsbedingten
optischen Effekt zu vermeiden oder zumindest zu verringern.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit dem in dem unabhängigen Anspruch genannten
Gegenstand gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist eine LED-Leuchte vorgesehen, die wenigstens eine längliche
Platine aufweist, sowie LEDs, die hintereinander auf der wenigstens einen länglichen
Platine angeordnet sind und dazu ausgebildet sind, ein Licht abzustrahlen. Weiterhin
weist die LED-Leuchte eine Lichtbeeinflussungsanordnung zur optischen Beeinflussung
des von den LEDs abgestrahlten Lichts auf. Die Lichtbeeinflussungsanordnung umfasst
dabei einen ersten Teilbereich und einen, in einer Ausbreitungsrichtung des Lichts
hinter dem ersten Teilbereich angeordneten, zweiten Teilbereich, wobei der erste Teilbereich
und der zweite Teilbereich jeweils aus einem transparenten Material bestehen und jeweils
linsenartig gestaltet sind.
[0006] Auf diese Weise lässt sich der zweite Teilbereich relativ zu dem ersten Teilbereich
so anordnen, so dass sich eine thermische Ausdehnung des zweiten Teilbereichs nicht
auf den ersten Teilbereich überträgt. Hierdurch lässt sich eine besonders exakte Positionierung
des ersten Teilbereichs gegenüber den LEDs erzielen.
[0007] Durch eine entsprechende zweigeteilte Ausführung der Lichtbeeinflussungsanordnung
lassen sich - in Ausbreitungsrichtung des Lichts gesehen - vier lichtbrechende bzw.
-beeinflussende Oberflächenbereiche ausbilden, anstelle von nur zwei derartiger Oberflächenbereiche,
wie sie typischerweise im Fall eines entsprechenden einstückigen Lichtbeeinflussungselements
vorliegen. Die Möglichkeiten zur Gestaltung der optischen Wirkung der Lichtbeeinflussungsanordnung
sind hierdurch verbessert. Beispielsweise lässt sich sowohl der erste Teilbereich,
als auch der zweite Teilbereich jeweils als "komplette Linse" mit beidseitig gewölbten
Flächen ausgestalten.
[0008] Weiterhin lässt sich hierdurch - mit Bezug auf die Ausbreitungsrichtung - ein "innenliegender"
Oberflächenbereich, also beispielsweise ein Oberflächenbereich des zweiten Teilbereichs,
der zu dem ersten Teilbereich weist, aufgeraut gestalten, um eine Diffusionswirkung
des Lichts zu erzielen. Auf diese Weise lässt sich eine entsprechende Diffusionswirkung
erzielen, ohne dass der gegenüberliegende bzw. nach "außen" weisende Oberflächenbereich
des zweiten Teilbereichs aufgeraut gestaltet sein muss. Letzterer lässt sich somit
glatt gestalten, so dass beispielsweise - wenn der zweite Teilbereich eine Außenfläche
der LED-Leuchte bildet - eine erleichterte Reinigung der LED-Leuchte ermöglicht ist.
Zudem lässt sich auf diese Weise der innenliegende bzw. aufgeraute Oberflächenbereich
der LED-Leuchte besser vor Staub bzw. Verschmutzung etc. schützen. Eine entsprechend
innenliegende Fläche lässt sich daher auch flexibler gestalten, beispielsweise unter
Verwendung von besonders empfindlichen, fein strukturierten Flächenelementen, bruchgefährdeten
Oberflächenstrukturen, schmutzanfälligen Linsenoberflächen usw.
[0009] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die LED-Leuchte leichter und kostengünstiger
umgerüstet werden kann, wenn andere LEDs mit anderen gegenseitigen Abständen verwendet
werden sollen. Typischerweise sinkt im Allgemeinen bei steigender Lichtleistung von
LEDs die vorgesehene Anzahl der LEDs, so dass deren vorgesehener gegenseitiger Abstand
zunimmt.
[0010] Weiterhin ist grundsätzlich eine kostengünstigere Herstellung ermöglicht, da kleinere
optisch wirksame Elemente grundsätzlich mit kleineren, kostengünstigeren Werkzeugen
hergestellt werden können.
[0011] Vorzugsweise besteht der zweite Teilbereich aus einem Stück. Auf diese Weise lassen
sich quer zu der Längsrichtung der wenigstens einen, länglichen Platine verlaufende
Stöße bzw. Übergänge am zweiten Teilbereich vermeiden. Hierdurch lässt sich die LED-Leuchte
besonders gut abdichten; zudem ist eine besonders einfach gestaltete, ebenmäßig erscheinende
Abschlussfläche der Lichtbeeinflussungsanordnung ermöglicht.
[0012] Der zweite Teilbereich bildet vorzugsweise ein Lichtaustrittselement der LED-Leuchte.
Auf diese Weise muss insbesondere keine gesonderte Abschlussplatte vorgesehen werden.
Außerdem kann in diesem Fall die in Ausbreitungsrichtung weisende Außenfläche des
zweiten Teilbereichs plan gestaltet sein, wodurch eine besonders einfache Reinigung
der LED-Leuchte ermöglicht ist.
[0013] Vorzugsweise weist die LED-Leuchte weiterhin ein Leuchtengehäuse auf, wobei der zweite
Teilbereich an dem Leuchtengehäuse angeordnet ist. Auf diese Weise lassen sich gesonderte
Halteelemente für den zweiten Teilbereich vermeiden, so dass sich Bauteile und Material
einsparen lassen.
[0014] Vorzugsweise ist der zweite Teilbereich profilförmig gestaltet und dabei parallel
zu der wenigstens einen länglichen Platine angeordnet. Auf diese Weise lässt sich
vermeiden, dass sich eine kleine, temperaturschwankungsbedingte Relativbewegung des
zweiten Teilbereichs gegenüber dem ersten Teilbereich bzw. den LEDs optisch auswirkt.
Vorzugsweise umfasst der erste Teilbereich Lichtlenkelemente, die längs einer, durch
die wenigstens eine längliche Platine festgelegten Längsachse angeordnet sind. Die
Lichtlenkelemente sind vorzugsweise jeweils pyramidenstumpfartig oder kegelstumpfartig
gestaltet bzw. geformt. Vorzugsweise ist dabei jedes der Lichtlenkelemente jeweils
einer der LEDs zugeordnet. Hierdurch lässt sich eine besonders gezielte Beeinflussung
des Lichts der LEDs bewirken.
[0015] Vorzugsweise sind wenigstens zwei der Lichtlenkelemente voneinander separiert bzw.
unzusammenhängend ausgestaltet. Auf diese Weise lässt sich erzielen, dass die Positionierungen
der einzelnen Lichtlenkelemente relativ zu den LEDs bei entsprechenden thermisch bedingten
Materialausdehnungen besonders gut erhalten bzw. unbeeinflusst bleiben. Beispielsweise
sind die Lichtlenkelemente alle voneinander separiert gestaltet. Es kann aber auch
vorgesehen sein, dass Gruppen von einigen Lichtlenkelementen zusammenhängend gestaltet
sind, wobei die Länge dieser Gruppen längs der Längsachse so gewählt ist, dass die
Relativpositionierungen der Gruppen gegenüber den LEDs in gewünschtem Maße bei Temperaturschwankungen
erhalten bleibt. Eine derartige Gestaltung von Gruppen von Lichtlenkelementen kann
- im Vergleich zu einer Ausgestaltung, bei der alle Lichtlenkelemente separiert ausgebildet
sind - mit Bezug auf den Montage- und Werkzeugaufwand zur Herstellung der LED-Leuchte
vorteilhaft sein.
[0016] Vorzugsweise sind die Lichtlenkelemente relativ zu der wenigstens einen länglichen
Platine ortsfest angeordnet. Hierdurch lässt sich auf einfache Weise eine gewünschte
Ausrichtung der Lichtlenkelemente gegenüber den LEDs sicherstellen. Beispielsweise
können hierfür Positionier-Mittel vorgesehen sein. Zweckmäßig können die Lichtlenkelemente
an der wenigstens einen Platine mittels einer Klebe- und/oder Rastverbindung fixiert
sein.
[0017] Vorzugsweise weist der erste Teilbereich einen planen Oberflächenbereich auf und
der zweite Teilbereich einen planen Oberflächenbereich, wobei der erste Teilbereich
derart angeordnet ist, dass er mit seinem planen Oberflächenbereich auf den planen
Oberflächenbereich des zweiten Teilbereichs weist. Hierdurch ist eine besonders gute
Einkopplung des Lichts aus dem ersten Teilbereich in den zweiten Teilbereich ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise weist der zweite Teilbereich und/oder der erste Teilbereich ein Führungselement
auf, durch das der erste Teilbereich relativ zu dem zweiten Teilbereich in einer Richtung
senkrecht zu der wenigstens einen, länglichen Platine in seiner Lage gesichert ist.
[0019] Eine besonders gute Gestaltungsmöglichkeit der optischen Wirkung der Lichtbeeinflussungsanordnung
ist ermöglicht, wenn der zweite Teilbereich in wenigstens einer Richtung senkrecht
zu der wenigstens einen länglichen Platine und/oder um eine, insbesondere parallel
zu der wenigstens einen länglichen Platine orientierte Drehachse verstellbar angeordnet
ist.
[0020] Wenn der erste Teilbereich aus einem anderen Material als der zweite Teilbereich
besteht, kann für jeden der beiden Teilbereiche ein besonders zweckmäßiges Material
gewählt werden; beispielsweise kann für den zweiten Teilbereich ein besonders widerstandsfähiges
Material gewählt werden; dies ist beispielsweise vorteilhaft, wenn durch den zweiten
Teilbereich eine Außenfläche der LED-Leuchte gebildet ist.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Skizze zu einem Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine Querschnittskizze zu dem Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- eine perspektivische Skizze zu einer Variante des Ausführungsbeispiels und
- Fig. 4
- eine Skizze zu einer weiteren Variante.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Skizze zu einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
LED-Leuchte, hier auch kurz als Leuchte bezeichnet. Die Leuchte weist wenigstens eine
längliche Platine 2 auf, auf der LEDs 3 hintereinander angeordnet sind. Durch die
längliche Form der wenigstens einen länglichen Platine 2 kann eine Längsachse
L festgelegt sein. Es können mehrere, insbesondere gleichartige, längliche Platinen
2, jeweils parallel zu der Längsachse
L orientiert, hintereinander längs der Längsachse
L angeordnet sein. Vorzugsweise ist die Leuchte an sich länglich, so dass sie sich
längs der Längsachse
L erstreckt. Es kann sich um eine Stableuchte handeln.
[0023] Die LEDs 3 sind vorzugsweise auf einer Geraden parallel zu der Längsachse
L angeordnet oder entlang der Längsachse
L um die Gerade herum.
[0024] Die LEDs 3 sind dazu ausgebildet, ein Licht abzustrahlen. Insbesondere können die
LEDs 3 eine Lichtquelle der Leuchte bilden, wobei die Leuchte dazu ausgebildet ist,
das Licht der LEDs 3 in einen Außenbereich der Leuchte abzugeben.
[0025] Weiterhin weist die Leuchte eine Lichtbeeinflussungsanordnung 4 zur optischen Beeinflussung
des von den LEDs 3 abgestrahlten Lichts auf.
[0026] Die Lichtbeeinflussungsanordnung 4 umfasst einen ersten Teilbereich 5 und einen,
in einer Ausbreitungsrichtung R des Lichts hinter dem ersten Teilbereich 5 angeordneten,
zweiten Teilbereich 6. Die Lichtbeeinflussungsanordnung 4 kann aus dem ersten Teilbereich
5 und dem zweiten Teilbereich 6 bestehen. Wie aus der Skizze der Fig. 1 hervorgeht,
kann die Leuchte derart gestaltet sein, dass die Ausbreitungsrichtung R normal zu
einer, durch die wenigstens eine Platine 2 festgelegten Ebene verlaufend orientiert
ist, insbesondere rechtwinklig zu der Längsachse
L.
[0027] Der erste Teilbereich 5 der Lichtbeeinflussungsanordnung 4 und der zweite Teilbereich
6 der Lichtbeeinflussungsanordnung 4 bestehen jeweils aus einem transparenten Material,
insbesondere aus Kunststoff. Dabei kann der erste Teilbereich 5 aus einem anderen
Material bestehen als der zweite Teilbereich 6.
[0028] Außerdem sind beide Teilbereiche 5, 6 jeweils linsenartig gestaltet. Die beiden Teilbereiche
5, 6 weisen also zumindest an einer Stelle eine entsprechend gekrümmte bzw. gewölbte
Oberfläche auf.
[0029] Der erste Teilbereich 5 und der zweite Teilbereich 6 sind insbesondere getrennt voneinander
bzw. unzusammenhängend gestaltet. Somit ist bei besonders einfacher Gestaltung ermöglicht,
dass eine temperaturänderungsbedingte Ausdehnung des zweiten Teilbereichs 6, insbesondere
in Richtung der Längsachse
L, nicht auf den ersten Teilbereich 5 übertragen wird. Der Erhalt der relativen Positionierung
des ersten Teilbereichs 5 gegenüber den LEDs 3 kann hierdurch auch bei Temperaturänderungen
in gewünschtem Maße sichergestellt werden.
[0030] Der erste Teilbereich 5 kann einzelne Lichtlenkelemente 8 umfassen, die längs der
länglichen Platine 2 bzw. längs der Längsachse
L angeordnet sind. Die Lichtlenkelemente 8 können - wie beispielhaft in Fig. 1 skizziert
- pyramidenstumpfartig oder auch kegelstumpfartig gestaltet sein. Die Lichtlenkelemente
8 können baugleich ausgeführt sein. In Fig. 2 ist ein entsprechender Querschnitt normal
zu der Längsachse
L skizziert.
[0031] Wie aus den Skizzen beispielhaft hervorgeht, können die Lichtlenkelemente 8 gleichartig
geformt sein und aufgrund ihrer Form eine Grundfläche 81, eine Deckfläche 82 und Mantelflächen
83 aufweisen, welche die Grundfläche 81 mit der Deckfläche 82 verbinden.
[0032] Vorzugsweise ist jedes Lichtlenkelement 8 genau einer der LEDs 3 zugeordnet. Die
Lichtlenkelemente 8 weisen vorzugsweise jeweils eine, parallel zu der Ausbreitungsrichtung
R orientierte Hauptachse auf, die insbesondere rechtwinklig zu der Längsachse
L orientiert ist, wobei die gewünschte relative Positionierung des Lichtlenkelements
8 zu der jeweils zugeordneten LED 3 derart ist, dass die Hauptachse durch die betreffende
LED 3, bzw. deren Mittelpunkt verläuft.
[0033] Die Lichtlenkelemente 8 können in ihren Deckflächen 82 jeweils eine Ausnehmung 84
aufweisen, die derart gestaltet ist, dass jeweils eine der LEDs 3 bzw. die jeweils
zugeordnete LED 3 in die Ausnehmung 84 eingreifend positioniert werden kann bzw. ist.
Dies ist lichttechnisch besonders effektiv.
[0034] Vorzugsweise ist die Gestaltung weiterhin derart, dass die Lichtlenkelemente 8, insbesondere
mit ihren Deckflächen 82 bzw. jeweils auf ihrer, der betreffenden LED 3 zugewandten
Seite jeweils unmittelbar die wenigstens eine Platine 2 kontaktieren. Wie aus Fig.
2 hervorgeht, kann diese Kontaktierung insbesondere mit Bezug auf die entsprechende,
in der Ausnehmung 84 platzierte LED 3 auf wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten
vorgesehen sein. Hierdurch lässt sich eine gewünschte relative Positionierung des
Lichtlenkelements 8 gegenüber der Platine 2 und damit gegenüber der LED 3 besonders
gut sicherstellen.
[0035] Wie an sich bekannt, kann die Ausgestaltung der Lichtlenkelemente 8 derart sein,
dass das Licht zumindest teilweise an den Mantelflächen 83 totalreflektiert wird,
so dass eine Lichtlenkung um die Ausbreitungsrichtung R herum bewirkt ist und das
Licht im Weiteren durch die Grundfläche 81 des Lichtlenkelements 8 austritt.
[0036] Die Lichtlenkelemente 8 können dabei derart miteinander verbunden sein, dass Relativbewegungen
zwischen den Lichtlenkelementen 8 oder zumindest Gruppen von Lichtlenkelementen 8
in Richtung der Längsachse
L möglich sind. Beispielsweise können die Lichtlenkelemente 8 durch entsprechend beweglich
gestaltete Stege miteinander verbunden sein. Durch eine entsprechende Relativbeweglichkeit
lässt sich erzielen, dass bei einer temperaturbedingten Ausdehnung die gewünschte
Relativpositionierung der Lichtlenkelemente 8 gegenüber den LEDs 3 in gewünschtem
Maße erhalten bleibt bzw. keine "Verfälschung" der Lichtverteilung entsteht.
[0037] Alternativ kann hierfür vorgesehen sein, dass die Lichtlenkelemente 8 vorzugsweise
an wenigstens einer Stelle voneinander separiert bzw. unzusammenhängend gestaltet
sind. Beispielsweise können alle Lichtlenkelemente 8 jeweils als separate Teile ausgestaltet
sein. Es können aber auch Gruppen von Lichtlenkelementen 8 gebildet sein, wobei diese
Gruppen in Richtung der Längsachse
L lediglich so lange sind, dass die gewünschte relative Positionierung der Lichtlenkelemente
8 gegenüber den LEDs 3 bei Temperaturschwankungen in ausreichendem Maße gewährleistet
werden kann. Eine Bildung von entsprechenden Gruppen kann mit Bezug auf die Herstellung
bevorzugt sein, da sich montage- und fertigungstechnische Vorteile bieten.
[0038] Somit lässt sich bewirken, dass sich bei einer temperaturänderungsbedingten Ausdehnung
des ersten Teilbereichs 5 die Lichtlenkelemente 8 mit Bezug auf die wenigstens eine
Platine 2 bzw. die auf dieser angeordneten LEDs 3 in quasi unveränderten Relativpositionen
verbleiben. Hierdurch lässt sich sicherstellen, dass der durch die Lichtlenkelemente
8 bewirkte optische Effekt auf das Licht der LEDs 3 auch bei Temperaturänderungen
praktisch unverändert erhalten bleibt.
[0039] Dementsprechend sind die Lichtlenkelemente 8 relativ zu der wenigstens einen Platine
2 zweckmäßig orts- bzw. lagefest angeordnet. Hierzu können beispielsweise Positionier-Mittel
vorgesehen sein. Beispielweise können an den Lichtlenkelementen 8 Positionierstifte
vorgesehen sein, die hierfür in entsprechende korrespondierende Ausnehmungen eingreifen,
die auf der wenigstens einen Platine 2 ausgebildet sind. Hierdurch lässt sich eine
axiale Sicherung der Lichtlenkelemente 8 besonders gut gewährleisten.
[0040] Die Lichtlenkelemente 8 können auch an der wenigstens einen Platine 2 mittels wenigstens
einer Klebe- und/oder Rastverbindung fixiert sein.
[0041] Der zweite Teilbereich 6 besteht vorzugsweise aus einem Stück bzw. aus lediglich
einem Stück. Der zweite Teilbereich 6 ist also vorzugsweise in sich zusammenhängend
ausgebildet. Auf diese Wiese lässt sich vermeiden, dass durch den zweiten Teilbereich
6 Stoßstellen gebildet sind, die quer zu der Längsachse
L verlaufen. Hierdurch lässt sich das optische Erscheinungsbild der Leuchte verbessern.
Außerdem kann die Leuchte in diesem Fall leichter gereinigt werden. Da Stoßstellen
immer besondere Anlagerungsstellen für Verschmutzung darstellen, lässt sich auf diese
Weise bereits eine Verschmutzung der Leuchte an sich leichter vermeiden.
[0042] Vorteilhaft bildet der zweite Teilbereich 6 ein Lichtaustrittselement der Leuchte.
Dadurch kann auf eine separate Abschlussplatte verzichtet werden. In diesem Fall kann
es zweckmäßig sein, wenn der erste Teilbereich 5 aus einem anderen Material besteht
als der zweite Teilbereich 6; insbesondere kann der zweite Teilbereich 6 dabei aus
einem widerstandsfähigeren Material bestehen als der der erste Teilbereich 5. So kann
die durch den zweiten Teilbereich 6 gebildete Außenfläche besonders widerstandsfähig
sein.
[0043] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Leuchte ein Leuchtengehäuse
7 aufweist, wobei der zweite Teilbereich 6 an dem Leuchtengehäuse 7 angeordnet ist.
Das Leuchtengehäuse 7 kann beispielsweise durch einen, sich insbesondere längs der
Längsachse
L erstreckenden Profilkörper gebildet sein, der beispielsweise aus Aluminium besteht.
Zur Anordnung des zweiten Teilbereichs 6 kann das Leuchtengehäuse 7 Auflageflächen
71 aufweisen, auf denen der zweite Teilbereich 6 mit Auflageflächen 61 des zweiten
Teilbereichs 6 aufliegt. Vorzugsweise ist der zweite Teilbereich 6 an dem Leuchtengehäuse
7 derart mit Spiel angeordnet, dass sich der zweite Teilbereich 6 bei temperaturschwankungsbedingten
Materialausdehnungen relativ zu dem Leuchtengehäuse 7 verschieben kann. Hierdurch
lässt sich vermeiden, dass sich entsprechende Spannungen des zweiten Teilbereichs
6 aufbauen, die nachteilig für die gewünschte optische Wirkung sein könnten.
[0044] Beispielsweise können hierzu die Auflageflächen 71 des Leuchtengehäuses 7 länglich
gestaltet sein, so dass sie sich längs der Längsachse
L erstrecken, wobei an den beiden, mit Bezug auf die Längsachse
L gegebenen Endbereichen des Leuchtengehäuses 7 entsprechend ausreichend Spiel für
den zweiten Teilbereich 6 vorgesehen ist.
[0045] Eine besonders einfache Ausgestaltung ist ermöglicht, wenn der zweite Teilbereich
6 profilförmig gestaltet ist und dabei derart angeordnet ist, dass er sich parallel
zu der Längsachse
L erstreckt. Bei einer temperaturschwankungsbedingten Ausdehnung in Richtung der Längsachse
L lässt sich auf diese Weise eine nachteilige Auswirkung auf den optischen Effekt des
Lichtbeeinflussungselements 4 bzw. des zweiten Teilbereichs 6 vermeiden.
[0046] Der zweite Teilbereich 6 kann beispielsweise als Lentikularlinse gestaltet sein.
[0047] Wie in Fig. 1 skizziert, kann der erste Teilbereich 5 einen planen Oberflächenbereich
55 aufweisen und der zweite Teilbereich 6 einen planen Oberflächenbereich 65, wobei
der erste Teilbereich 5 derart angeordnet ist, dass er mit seinem planen Oberflächenbereich
55 auf den planen Oberflächenbereich 65 des zweiten Teilbereichs 6 weist. Auf diese
Weise lässt sich das Lichts, das aus dem ersten Teilbereich 5 kommt, besonders gut
in den zweiten Teilbereich 6 einkoppeln.
[0048] Es kann dabei vorgesehen sein, dass der erste Teilbereich 5 bzw. die Lichtlenkelemente
8 auf dem planen Oberflächenbereich 65 aufliegt bzw. aufliegen; in diesem Fall ist
also zwischen den beiden Teilbereichen 5, 6 lediglich ein Luftspalt vorhanden.
[0049] Insbesondere kann hierbei also vorgesehen sein, dass der zweite Teilbereich 6 derart
angeordnet ist, dass sein planer Oberflächenbereich 65 horizontal orientiert ist,
wenn die Leuchte wie für den Betrieb vorgesehen ausgerichtet ist.
[0050] Bei dieser Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Lichtlenkelemente 8 auf dem
planen Oberflächenbereich 65 des zweiten Teilbereichs 6 in Richtung der Längsachse
L gleiten können.
[0051] In Fig. 3 ist eine Skizze zu einer Variante gezeigt, bei der zusätzlich der zweite
Teilbereich 6 ein Führungselement 9 aufweist, durch das der erste Teilbereich 5 relativ
zu dem zweiten Teilbereich 6 in einer Richtung
r1 senkrecht zu der wenigstens einen länglichen Platine 2 in seiner Lage gesichert ist.
Insbesondere kann das Führungselement 9 durch einen Steg gebildet sein, der sich in
Richtung der Längsachse
L erstreckt. Vorzugsweise sind zwei derartige Führungselemente 9, 9' vorgesehen, durch
die der erste Teilbereich 5 in zwei gegenüberliegende Richtungen
r1, r2 in seiner Lage gesichert ist. Der erste Teilbereich 5 kann hierdurch also "seitlich"
gegenüber dem zweiten Teilbereich 6 fixiert sein.
[0052] Wie aus Fig. 3 andeutungsweise hervorgeht, kann das Führungselement 9 bzw. können
die Führungselemente 9, 9' dabei derart gestaltet sein, dass hierdurch auch die relative
Anordnung der beiden Teilbereichen 5, 6 längs der Ausbreitungsrichtung R gesichert
ist; mit Bezug auf die Darstellung der Fig. 3 ist also ein Abheben der Lichtlenkelemente
8 nach "oben" durch die Führungselemente 9, 9' verhindert. Natürlich ist dabei eine
Verschiebbarkeit des ersten Teilbereichs 5 gegenüber dem zweiten Teilbereich 6 in
Richtung der Längsachse
L im Sinn der obigen Ausführungen gegeben bzw. ermöglicht.
[0053] In Fig. 4 ist eine Skizze zu einer weiteren Variante gezeigt, bei der der zweite
Teilbereich 6 in wenigstens einer Richtung
r1, r2,
r3, r4 senkrecht zu der wenigstens einen länglichen Platine 2 bzw. der Längsachse
L und/oder um eine, insbesondere parallel zu der wenigstens einen länglichen Platine
2 bzw. der Längsachse
L orientierte Drehachse verstellbar angeordnet ist. Letzteres ist in Fig. 4 durch den
gebogenen Doppelpfeil d angedeutet. Beispielsweise kann also vorgesehen sein, dass
der Abstand zwischen dem ersten Teilbereich 5 und dem zweiten Teilbereich 6 in Ausbreitungsrichtung
verstellt werden kann.
[0054] Hierbei ist es also nicht notwendigerweise so, dass die beiden Teilbereiche 5, 6
einander anliegen. Bei dieser Variante kann vorgesehen sein, dass die beiden Teilbereiche
5, 6 nach Montage der Leuchte eine fixe Relativposition aufweisen; es kann aber auch
vorgesehen sein, dass beim Betrieb der Leuchte die Position des zweiten Teilbereichs
6 gegenüber dem ersten Teilbereich 5 durch einen Benutzer verstellt werden kann.
[0055] Wie oben dargestellt, sind beide Teilbereiche 5, 6 jeweils linsenartig gestaltet,
so dass sie zumindest an einer Stelle eine gekrümmte bzw. gewölbte Oberfläche aufweisen.
Bei der anhand der Fig. 1 gezeigten Ausführung weist der zweite Teilbereich 6 auf
seiner in Ausbreitungsrichtung
R weisenden Oberfläche eine konvexe Wölbung 62 auf. Diese Wölbung 62 kann vorzugsweise
profilartig ausgestaltet sein, so dass sie sich zumindest über einen Längsbereich
längs der Längsachse
L erstreckt, der mehrere der LEDs 3 umfasst, vorzugsweise über die gesamte Länge des
zweiten Teilbereichs 6. Auch bei der in Fig. 3 gezeigten Variante weist der zweite
Teilbereich 6 eine entsprechende Vorwölbung 62 auf. Bei der in Fig. 4 gezeigten Variante
kann am zweiten Teilbereich 6 - alternativ oder zusätzlich zu der oben genannten Wölbung
62 - eine entsprechende Wölbung 63 auf der gegenüberliegenden Seite ausgebildet sein,
also auf derjenigen Seite, die gegen die Ausbreitungsrichtung R weist.
[0056] Der erste Teilbereich 5 kann insbesondere eine zur LED 3 hin weisende Wölbung aufweisen,
die durch die genannte Ausnehmung 84 gebildet ist. Diese Wölbung bzw. die Ausnehmung
84 kann dabei vorzugsweise einen in Richtung der Längsachse
L unveränderlichen Querschnitt aufweisen, wie aus Fig. 3 andeutungsweise hervorgeht.
[0057] Bei der in Fig. 4 gezeigten Variante kann der erste Teilbereich 5 auch auf der gegenüberliegenden
Seite, also in Ausbreitungsrichtung R eine entsprechende Vorwölbung 52 aufweisen.
Allgemein können daher durch den ersten Teilbereich 5 und den zweiten Teilbereich
6 in einem Querschnitt normal zu der Längsachse
L betrachtet zwei beidseitig gewölbte Linsen gebildet sein.
1. LED-Leuchte, aufweisend
- wenigstens eine längliche Platine (2),
- LEDs (3), die hintereinander auf der wenigstens einen länglichen Platine (2) angeordnet
sind und dazu ausgebildet sind, ein Licht abzustrahlen und
- eine Lichtbeeinflussungsanordnung (4) zur optischen Beeinflussung des von den LEDs
(3) abgestrahlten Lichts,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtbeeinflussungsanordnung (4) einen ersten Teilbereich (5) und einen, in einer
Ausbreitungsrichtung (R) des Lichts hinter dem ersten Teilbereich (5) angeordneten,
zweiten Teilbereich (6) umfasst,
wobei der erste Teilbereich (5) und der zweite Teilbereich (6) jeweils aus einem transparenten
Material bestehen und jeweils linsenartig gestaltet sind.
2. LED-Leuchte nach Anspruch 1,
bei der der zweite Teilbereich (6) aus einem Stück besteht.
3. LED-Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
bei der der zweite Teilbereich (6) ein Lichtaustrittselement der LED-Leuchte bildet.
4. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
weiterhin aufweisend
- ein Leuchtengehäuse (7), wobei bei der zweite Teilbereich (6) an dem Leuchtengehäuse
(7) angeordnet ist.
5. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der zweite Teilbereich (6) profilförmig gestaltet und dabei parallel zu der
wenigstens einen länglichen Platine (2) angeordnet ist.
6. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der erste Teilbereich (5) Lichtlenkelemente (8) umfasst, die längs einer,
durch die wenigstens eine längliche Platine (2) festgelegten Längsachse (L) angeordnet sind, wobei die Lichtlenkelemente (8) vorzugsweise jeweils pyramidenstumpfartig
oder kegelstumpfartig gestaltet sind.
7. LED-Leuchte nach Anspruch 6,
bei der jedes der Lichtlenkelemente (8) jeweils einer der LEDs (3) zugeordnet ist.
8. LED-Leuchte nach Anspruch 6 oder 7,
bei der wenigstens zwei der Lichtlenkelemente (8), beispielsweise alle der Lichtlenkelemente
(8) voneinander separiert ausgestaltet sind.
9. LED-Leuchte nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
bei der die Lichtlenkelemente (8) relativ zu der wenigstens einen Platine (2) ortsfest
angeordnet sind, vorzugsweise durch Positionier-Mittel.
10. LED-Leuchte nach Anspruch 9,
bei der die Lichtlenkelemente (8) an der wenigstens einen Platine (2) mittels einer
Klebeverbindung und/oder einer Rastverbindung fixiert sind.
11. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der erste Teilbereich (5) einen planen Oberflächenbereich (55) aufweist und
der zweite Teilbereich (6) einen planen Oberflächenbereich (65) aufweist und der erste
Teilbereich (5) derart angeordnet ist, dass er mit seinem planen Oberflächenbereich
(55) auf den planen Oberflächenbereich (65) des zweiten Teilbereichs (6) weist.
12. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der zweite Teilbereich (6) und/oder der erste Teilbereich (5) ein Führungselement
(9) aufweist, durch das der erste Teilbereich (5) relativ zu dem zweiten Teilbereich
(6) in einer Richtung (r1) senkrecht zu der wenigstens einen länglichen Platine (2) in seiner Lage gesichert
ist.
13. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der zweite Teilbereich (6) in wenigstens einer Richtung (r1, r2, r3, r4) senkrecht zu der wenigstens einen länglichen Platine (2) und/oder um eine, insbesondere
parallel zu der wenigstens einen länglichen Platine (2) orientierte Drehachse verstellbar
angeordnet ist.
14. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der erste Teilbereich (5) aus einem anderen Material besteht als der zweite
Teilbereich (6).