[0001] Die Erfindung betrifft ein Profil für eine Schaltleiste, wobei das Profil aus gummielastischem
Material besteht und wenigstens einen Schaltkammerabschnitt aufweist, wobei der Schaltkammerabschnitt
wenigstens einen in Längsrichtung des Profils durchgehenden Hohlraum, wenigstens zwei
in Längsrichtung des Profils durchgehende und an den Hohlraum angrenzende elektrische
Leiter sowie eine den Hohlraum und die Leiter in radialer Richtung umgebende Schaltkammerwandung
aufweist, wobei die Schaltkammerwandung auf ihrer, vom Hohlraum aus gesehen radial
außen liegenden Außenseite mit wenigstens einem in Längsrichtung des Profils durchgehenden
Haltesteg verbunden ist.
[0002] Aus der europäischen Patentschrift
EP 1 409 825 B1 ist ein gattungsgemäßes Profil für eine elektrische Schaltleiste bekannt. Das Profil
weist eine etwa elliptische Schaltkammerwandung auf, die mit insgesamt drei, in Längsrichtung
des Profils durchgehenden Haltestegen verbunden ist. Die drei Haltestege verbinden
die Oberseite bzw. Unterseite des Schaltkammerabschnitts mit der Außenseite des Profils
und sorgen für eine Einleitung von Kräften von der Außenseite des Profils zu dem Schaltkammerabschnitt.
Mit einem Fußabschnitt kann das Profil an einer Halteleiste befestigt werden. Solche
Profile für Schaltleisten können gleichzeitig eine Abdichtfunktion und die Funktion
einer elektrischen Schaltleiste erfüllen und können beispielsweise an der Schließkante
von Schiebetüren oder sonstigen Türen eingesetzt werden. Beispielsweise werden solche
Profile an Türen von Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs eingesetzt. Um die
Abdichtfunktion zu unterstützen, kann an der Außenseite des Profils eine Dichtlippe
vorgesehen sein.
[0003] Aus der Patentveröffentlichung
DE 196 81 199 T2 ist ein sogenannter Schnurschalter bekannt, der ein schlauchförmiges Profil mit einem
Hohlraum und wenigstens zwei an den Hohlraum angrenzende elektrische Leiter aufweist.
Eine Außenwandung des Profils ist im Querschnitt kreisförmig. Solche Schnurschalter
sind dafür vorgesehen, in Hohlkammern von Dichtprofilen eingezogen zu werden.
[0004] Mit der Erfindung soll ein verbessertes Profil für eine Schaltleiste, ein verbessertes
Anschlussstück für ein Profil sowie eine verbesserte elektrische Schaltleiste bereitgestellt
werden.
[0005] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Profil für eine Schaltleiste vorgesehen, wobei das
Profil aus gummielastischem Material besteht und wenigstens einen Schaltkammerabschnitt
aufweist, wobei der Schaltkammerabschnitt wenigstens einen in Längsrichtung des Profils
durchgehenden Hohlraum, wenigstens zwei in Längsrichtung des Profils durchgehende
und an den Hohlraum angrenzende elektrische Leiter sowie eine den Hohlraum und die
Leiter in radialer Richtung umgebende Schaltkammerwandung aufweist, wobei die Schaltkammerwandung
auf ihrer, vom Hohlraum aus gesehen radial außen liegenden Außenseite mit wenigstens
einem in Längsrichtung des Profils durchgehenden Haltesteg verbunden ist, bei dem
die Außenseite der Schaltkammerwandung wenigstens im Bereich eines freien Endes des
Profils einen weitestgehend kreisrunden Querschnitt aufweist, wobei im Bereich des
freien Endes des Profils die Außenseite der Schaltkammerwandung im Bereich der Verbindung
mit dem wenigstens einen Haltesteg freigeschnitten ist, so dass die Außenseite der
Schaltkammerwandung im Bereich des freien Endes des Profils im wesentlichen glatt
ausgebildet ist.
[0006] Durch Ausbildung der Außenseite der Schaltkammerwandung wenigstens im Bereich eines
freien Endes Profils mit einem weitestgehend kreisrunden Querschnitt und im wesentlichen
glatt kann der Schaltkammerabschnitt durch einfaches Aufstecken eines Anschlussstückes
nicht nur kontaktiert, sondern zusätzlich auch noch zuverlässig abgedichtet werden.
Weitestgehend kreisrund bedeutet dabei, dass eine Abweichung des Radius um bis zu
25% über den Umfang gesehen vorhanden sein kann. Solche Abweichungen können durch
mechanische Bearbeitung, beispielsweise das Abschneiden von Haltestegen, durch Toleranzen
beim Herstellungsprozess, beispielsweise durch Schwerkrafteinfluss unmittelbar nach
dem Austritt aus einer kreisrunden Matrize, oder auch durch Eigenspannungen des Materials,
beispielsweise durch stark unterschiedliche Wandstärken der Schaltkammerwandung, verursacht
sein. Solche Abweichungen von der kreisrunden Form sind unkritisch, da diese aufgrund
des gummielastischen Materials, beispielsweise beim Aufstecken eines Anschlussstückes,
das einen kreiszylindrischen Haltekragen aufweisen kann, kompensiert werden können.
Speziell ist es möglich, das Anschlussstück durch einfachen, radialen Druck nach innen
auf die Außenseite der Schaltkammerwandung an diese anzudrücken und dadurch zuverlässig
abzudichten. Aufgrund der kreisrunden Gestaltung kann auf sehr einfache Weise eine
über den gesamten Umfang der Außenwandung des Schaltkammerabschnitts gleichmäßige
Anpresskraft erzielt werden. Dies erleichtert die Abdichtung des Schaltkammerabschnitts
und die zuverlässige Befestigung eines Anschlussstücks erheblich. Im wesentlichen
glatt bedeutet, dass keine größeren Vorsprünge, beispielsweise Reste der Haltestege,
vorhanden sind, die das flächige Aufliegen eines elastischen Haltekragens und damit
eine zuverlässige Abdichtung verhindern könnten.
[0007] Das Profil kann mit in Längsrichtung durchgehenden Haltestegen extrudiert werden,
und lediglich im Bereich der freien Enden müssen die Haltestege ausgenommen bzw. weggeschnitten
werden, um einen kreisrunden Querschnitt der Außenseite der Schaltkammerwandung zu
erzielen. En solches Freischneiden ist erforderlichenfalls automatisiert möglich.
Auf die glatte, kreisrunde Außenfläche der Schaltkammerwandung kann ein Anschlussstück
mit einem kreiszylindrischen Haltekragen aufgeschoben werden, um eine zuverlässige
Abdichtung der Schaltkammer zu erreichen.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung weist die Außenseite der Schaltkammerwandung im Bereich
der beiden freien Enden des Profils einen kreisrunden Querschnitt auf.
[0009] Auf diese Weise kann in sehr einfacher Weise sowohl eine Kontaktierung der elektrischen
Leiter des Schaltkammerabschnitts an einem Ende und die Verbindung beispielsweise
eines Abschlusswiderstandes mit dem anderen Ende des Schaltkammerabschnitts erzielt
werden.
[0010] Bei einem Anschlussstück für ein erfindungsgemäßes Profil für eine Schaltleiste ist
ein an den Querschnitt des Hohlraums des Schaltkammerabschnitts angepasster Vorsprung
sowie ein, den Vorsprung umgebender und an die Abmessungen der Außenseite der Schaltkammerwandung
angepasster Haltekragen vorgesehen.
[0011] Durch eine solche Ausbildung des Anschlussstücks kann dieses auf eine Stirnseite
des Schaltkammerabschnitts aufgeschoben werden, der Vorsprung erstreckt sich dann
in den Hohlraum des Schaltkammerabschnitts hinein und der Haltekragen umgibt die kreisrunde
Außenseite der Schaltkammerwandung. Eine Abdichtung und Befestigung des Anschlussstücks
ist dann in sehr einfacher Weise möglich, da durch den in den Hohlraum des Schaltkammerabschnitts
vorragenden Vorsprung der Schaltkammerabschnitt nicht mehr zusammengedrückt werden
kann. Dadurch kann der Haltekragen beispielsweise radial nach innen gedrückt werden,
da der Vorsprung ein Gegenlager bildet, und kann zuverlässig in Kontakt mit der Außenseite
der Schaltkammerwandung kommen.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist eine Innenseite des Haltekragens kreisrund ausgebildet.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung ist der Haltekragen aus elastisch verformbarem Material
ausgebildet.
[0014] Auf diese Weise kann der Haltekragen radial nach innen gedrückt werden und dadurch
in Anlage mit der Außenseite der Schaltkammerwandung kommen. Der beispielsweise kreiszylindrische
Haltekragen kann durch einfaches Aufschieben dadurch die Schaltkammer zuverlässig
abdichten. Der Haltekragen weist vorteilhafterweise einen Innendurchmesser auf, der
geringfügig kleiner ist als der Außendurchmesser der Schaltkammerwandung im Bereich
des freien Endes, um eine gewisse elastische Vorspannung und eine sichere Abdichtung
zu erzielen.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung sind zwischen dem Kragen und dem Vorsprung wenigstens
zwei Kontakteinrichtungen zum Kontaktieren jeweils eines elektrischen Leiters des
Schaltkammerabschnitts vorgesehen.
[0016] Durch Vorsehen solcher Kontakteinrichtungen kann gleichzeitig mit dem Aufschieben
des Anschlussstücks auf die Stirnseite des Schaltkammerabschnitts eine Kontaktierung
der wenigstens zwei elektrischen Leiter erfolgen. Die Kontakteinrichtungen können
beispielsweise als Metallspitzen ausgebildet sein, die in die elektrischen Leiter
eindringen, insbesondere in Drahtlitzen eindringen, die beim Extrudieren der elektrischen
Leiter mit eingebracht werden.
[0017] Bei einer elektrischen Schaltleiste mit einem erfindungsgemäßen Profil und einem
erfindungsgemäßen Anschlussstück ist das Anschlussstück mit seinem Vorsprung abschnittsweise
in die Haltekragen des Schaltkammerabschnitts eingeschoben und der Haltekragen ist
auf der Au-βenwand des Schaltkammerabschnitts fixiert.
[0018] Auf diese Weise erfolgt eine zuverlässige Abdichtung und gegebenenfalls gleichzeitig
eine Kontaktierung der elektrischen Leiter. Aufgrund der kreisrunden Ausbildung der
Außenwandung des Schaltkammerabschnitts und dem die Außenwandung umgebenden Haltekragen
in Verbindung mit dem in die Hohlkammer des Schaltkammerabschnitts vorragenden Vorsprung
des Anschlussstücks kann eine sehr einfache und dabei zuverlässige Befestigung und
Abdichtung des Anschlussstücks erreicht werden.
[0019] In Weiterbildung der Erfindung ist der Haltekragen mittels einer den Haltekragen
umgebenden Spannschelle auf der Außenwand des Schaltkammerabschnitts fixiert.
[0020] Mit einer solchen Spannschelle kann eine über den Umfang der Außenwandung des Schaltkammerabschnitts
gesehen gleichmäßige Kraft radial nach innen ausgeübt werden. Da der Vorsprung des
Anschlussstücks in den Hohlraum des Schaltkammerabschnitts vorragt, kann die Außenwand
des Schaltkammerabschnitts nicht nach innen ausweichen und mittels der Spannschelle
wird eine zuverlässige Befestigung und Abdichtung des Anschlussstücks auf dem Schaltkammerabschnitt
erzielt.
[0021] Vorteilhafterweise ist die Spannschelle als Ohrklemme mit Einlagering ausgebildet.
[0022] Mittels einer Ohrklemme mit Einlagering kann eine über den Umfang der Schaltkammerwandung
gesehen sehr gleichmäßige, radial nach innen wirkende Kraft aufgebracht werden. Ohrklemmen
mit Einlagering, die beispielsweise als Einohrklemmen oder Zweiohrklemmen ausgebildet
sein können und einen plastisch verformbaren Metallring mit einer oder zwei seitlichen
Ausbuchtungen aufweisen, die als Ohren bezeichnet werden, können aus der axialen Zugangsrichtung
zusammengepresst werden. Zum Zusammenklemmen der Einohr- oder Zweiohrklemmen müssen
diese daher lediglich aus der axialen Richtung her zugänglich sein, nicht aber, wie
beispielsweise bei Schneckengewindeschellen, aus tangentialer Richtung. Dadurch können
die Ohrklemmen noch innerhalb des Profils angeordnet werden. Ohrklemmen mit Einlagering
können auch in zuverlässiger Weise den weitestgehend kreisrunden Außenumfang der Schaltkammerwandung
aufgrund des gummielastischen Materials der Schaltkammerwandung vollständig rund drücken
und dadurch eventuelle Abweichungen von der Kreisform ausgleichen.
[0023] Zum Herstellen einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltleiste wird demgemäß die
Außenseite der Schaltkammerwandung im Bereich der Verbindung mit dem wenigstens einen
Haltesteg an wenigstens einem freien Ende des Profils freigeschnitten, wobei dies
beispielsweise mit einem gewöhnlichen Seitenschneider erfolgen kann, und das Anschlussstück
wird mit seinem Vorsprung in die Hohlkammer des Schaltkammerabschnitts des Profils
eingeschoben, so dass dann auch der Haltekragen des Anschlussstücks die Außenwandung
des Schaltkammerabschnitts umgibt. Nachfolgend wird der Haltekragen des Anschlussstücks
an der Außenwand der Schaltkammerabschnitts fixiert. Dies kann beispielsweise mittels
Vorsehen einer den Haltekragen umgebenden Spannschelle erfolgen.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der unterschiedlichen, in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsformen lassen sich dabei in beliebiger Weise miteinander kombinieren, ohne
den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen elektrischen Schaltleiste von schräg oben,
- Fig. 2
- eine Ansicht der Schaltleiste der Fig. 1 in auseinandergezogener Darstellung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit A aus Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Schaltleiste der Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Ansicht auf die Schnittebene C-C in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht der Schaltleiste der Fig. 1,
- Fig. 7
- eine Ansicht auf die Schnittebene B-B in Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Ansicht des Anschlussstücks der Schaltleiste der Fig. 1 von schräg vorne,
- Fig. 9
- eine Vorderansicht eines Profils für eine erfindungsgemäße Schaltleiste gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 10
- eine Vorderansicht des Profils der Schaltleiste der Fig. 1,
- Fig. 11
- eine Vorderansicht eines Profils für eine Schaltleiste gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 12
- eine Vorderansicht eines Profils für eine Schaltleiste gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
[0025] Die Darstellung der Fig. 1 zeigt eine elektrische Schaltleiste 10 mit einem Profil
aus gummielastischem Material 12, einem ersten Anschlussstück 14 und einem zweiten
Anschlussstück 16. Das Profil 12 ist an einer Halteleiste 18 befestigt, die dann beispielsweise
an der Schließkante einer Schiebetür befestigt wird. Stößt die Schiebetür dann gegen
ein Hindernis, so kann dies mittels der elektrischen Schaltleiste 10 detektiert werden
und in der Folge kann eine Bewegung der Schiebetür angehalten oder reversiert werden.
[0026] Die Darstellung der Fig. 2 zeigt die Schaltleiste 10 in auseinandergezogener Darstellung.
Das Profil 12 weist, wie auch Fig. 3 zu entnehmen ist, einen Schaltkammerabschnitt
20 auf, der eine Schaltkammerwandung 22, einen Hohlraum 24 und zwei an den Hohlraum
24 angrenzende elektrische Leiter 26, 28 aufweist. Die Schaltkammerwandung 22, der
Hohlraum 24 und die beiden elektrischen Leiter 26, 28 sind in Längsrichtung 30 des
Profils 12 durchgehend ausgebildet und werden gemeinsam mit dem Profil 12 extrudiert.
[0027] Der Schaltkammerabschnitt 20 ist, siehe auch die Vorderansicht des Profils 12 in
Fig. 10, mit insgesamt vier Haltestegen 32, 34, 36 und 38 mit einer Außenwand 40 des
Profils 12 verbunden. Die Haltestege 32 bis 38 werden beim Extrudieren des Profils
12 hergestellt und gehen in Längsrichtung 30 des Profils 12 durch. Die Haltestege
32 bis 38 sind in der Darstellung der Fig. 3 lediglich ansatzweise zu erkennen, da
die Au-βenseite der Schaltkammerwandung 22 im Bereich des freien Endes des Profils
12 freigeschnitten wurde und dadurch im Bereich des freien Endes einen kreisrunden
Querschnitt aufweist. Aus diesem Grund sind in der Darstellung der Fig. 3 von den
Haltestegen 32 bis 38 lediglich von der Außenwand 40 des Profils 12 sich in Richtung
auf den Schaltkammerabschnitt 20 erstreckende Vorsprünge zuerkennen.
[0028] Die Außenseite der Schaltkammerwandung 22 erhält dadurch eine im Wesentlichen kreisrunde
Form und, wie Fig. 3 zu entnehmen ist, ragt der Schaltkammerabschnitt 20 dadurch im
Bereich des freien Endes des Profils 12 frei vor.
[0029] Die in Fig. 1 und Fig. 2 erkennbaren Anschlussstücke 14, 16 können dadurch auf den
Schaltkammerabschnitt 20 aufgeschoben werden. Das Anschlussstück 14, siehe auch Fig.
8, und das Anschlussstück 16 weisen jeweils einen Vorsprung 42 auf, der an den Querschnitt
des Hohlraums 24 des Schaltkammerabschnitts 20 angepasst ist und diesen dadurch nach
dem Einschieben der Anschlussstücke 14, 16 im Bereich des freien Endes des Profils
12 ausfüllt. Die Anschlussstücke 14, 16 weisen weiter einen, den Vorsprung 42 umgebenden
Haltekragen 44 auf, der an den Außenumfang der Schaltkammerwandung 22 angepasst ist.
Beim Aufschieben der Anschlussstücke 14, 16 wird somit der jeweilige Vorsprung 42
in den Hohlraum 24 eingeschoben und der jeweilige ringförmige Haltekragen 44 umgibt
die Schaltkammerwandung 22 an ihrer Außenseite.
[0030] Die Anschlussstücke 14, 16 sind darüber hinaus mit jeweils zwei Kontaktmitteln in
Form von Kontaktstiften 46, 48 versehen, die beim Aufschieben der Anschlussstücke
14, 16 in die elektrischen Leiter 26, 28 und speziell in die innerhalb der elektrischen
Leiter 26, 28 vorgesehenen Drahtlitzen 27, 29 eindringen. Gleichzeitig mit dem Aufschieben
der Anschlussstücke 14, 16 werden dadurch die elektrischen Leiter 26, 28 zuverlässig
kontaktiert.
[0031] Nach dem Aufschieben der Anschlussstücke 14, 16 werden diese an dem Profil 12 dadurch
fixiert, dass der jeweilige ringförmige Haltekragen 44 radial nach innen gegen die
Außenseite der Schaltkammerwandung 22 gedrückt wird. Dies wird mittels jeweils einer
Spannschelle 50, 52 bewirkt, die hier als Einohrklemme mit Einlagering ausgebildet
ist und die den jeweiligen Haltekragen 44 umgibt und dann mittels einer Spezialzange
oder einem Seitenschneider plastisch verformt wird, um den Haltekragen 44 nach innen
gegen die Außenseite der Schaltkammerwandung 22 zu drücken und in dieser angedrückten
Stellung zu halten. Der Einlagering der Einohrklemme verhindert dabei ein radiales
Ausweichen der Schaltkammerwandung im Bereich des Ohres und sorgt für eine über den
Umfang gesehen gleichmäßige, radial nach innen gerichtete Anpreßkraft. Die Schaltkammerwandung
22 kann dabei nicht radial nach innen ausweichen, da sich ja der Vorsprung 42 ein
Stück weit in den Hohlraum 24 hinein erstreckt und dadurch ein Gegenlager bildet.
Der Vorsprung 42 ist im Wesentlichen gleich lang wie der Haltekragen 44, so dass in
dem Bereich, in dem durch die Spannschellen 50, 52 eine radial nach innen gerichtete
Kraft auf den jeweiligen Haltekragen 44 ausgeübt wird, der jeweilige Vorsprung 42
als Gegenlager zur Verfügung steht.
[0032] Die Anschlussstücke 14, 16 können dadurch in sehr einfacher Weise montiert und auch
zuverlässig fixiert werden. Gleichzeitig mit der Fixierung der Anschlussstücke 14,
16 mittels der Spannschellen 50, 52 wird der Hohlraum 24 zuverlässig gegen eindringende
Feuchtigkeit oder Verunreinigungen abgedichtet.
[0033] Das Anschlussstück 14 ist mit einer elektrischen Zuleitung versehen, wohingegen das
Anschlussstück 16 beispielsweise lediglich einen Abschlusswiderstand enthält.
[0034] Beim Herstellen der erfindungsgemäßen Schaltleiste 10 wird somit zunächst die Außenseite
der Schaltkammerwandung 22 freigeschnitten, indem die Haltestege 32, 34, 36, 38 wenigstens
in ihrem, unmittelbar an die Außenseite der Schaltkammerwandung 22 angrenzenden Bereich
weggeschnitten werden. Dies kann beispielsweise automatisiert oder mittels einer Spezialzange
erfolgen. Nachfolgend werden die Anschlussstücke 14, 16 so auf die dann frei vorragenden
freien Enden des Schaltkammerabschnitts 20 aufgeschoben, so dass die jeweiligen Vorsprünge
42 in den Hohlraum 24 eindringen und gleichzeitig die Kontaktspitzen 48, 46 in die
Drahtlitzen 27, 29 der elektrischen Leiter 26, 28 eindringen. Nach dem Aufschieben
der Anschlussstücke 14, 16 werden die Spannschellen 50, 52, die üblicherweise aus
Blechmaterial bestehen, mittels einer Spezialzange verformt, wodurch der jeweilige
Haltekragen 44 radial nach innen gegen die Außenseite der Schaltkammerwandung 22 gedrückt
wird.
[0035] Der Hohlraum 24 des Schaltkammerabschnitts 20 ist dadurch zuverlässig gegen eindringende
Feuchtigkeit und eindringende Verschmutzung abgedichtet, so dass auch die Kontaktierung
der Kontaktspitzen 46, 48 mit den Drahtlitzen 27, 29 zuverlässig gegen Oxidation oder
Korrosion geschützt ist.
[0036] Die Darstellungen der Fig. 9 bis 12 zeigen verschiedene Ausführungsformen erfindungsgemäßer
Profile für Schaltleisten.
[0037] Die Darstellung der Fig. 10 zeigt das Profil 12 der Schaltleiste 10 der Fig. 1.
[0038] Fig. 9 zeigt ein abgewandeltes Profil 62, bei dem der Schaltkammerabschnitt 20 mit
lediglich drei Haltestegen mit einer Außenwand des Profils verbunden ist. Das Freischneiden
der Außenseite der Schaltkammerwandung des Schaltkammerabschnitts 20 ist dadurch erleichtert,
da lediglich drei Haltestege weggeschnitten werden müssen.
[0039] Das in Fig. 11 dargestellte erfindungsgemäße Profil 72 entspricht mit Ausnahme einer
an der Außenwand des Profils 72 vorgesehenen Dichtlippe 74 in seinem Aufbau dem Profil
12 aus Fig. 10. Die einstückig mit dem Profil 72 extrudierte Dichtlippe 74 unterstützt
die Dichtungsfunktion einer mit dem Profil 72 realisierten elektrischen Schaltleiste.
[0040] Die Darstellung der Fig. 12 zeigt ein erfindungsgemäßes Profil 82, das schmäler und
höher als das Profil 12 der Fig. 10 aufgebaut ist und im Bereich seines Fußes 2 von
der Außenwand aus nach innen vorragende und im Querschnitt pfeilförmig ausgebildete
Vorsprünge 84 aufweist. Diese Vorsprünge 84 sind zur Befestigung des Profils 82 in
einer passenden Nut einer Halteleiste vorgesehen.
1. Profil für eine Schaltleiste, wobei das Profil (12; 62, 72; 82) aus gummielastischem
Material besteht und wenigstens einen Schaltkammerabschnitt (20) aufweist, wobei der
Schaltkammerabschnitt (20) wenigstens einen in Längsrichtung (30) des Profils durchgehenden
Hohlraum (24), wenigstens zwei in Längsrichtung (30) des Profils (12; 62, 72; 82)
durchgehende und an den Hohlraum (24) angrenzende elektrische Leiter (26, 28) sowie
eine den Hohlraum (24) und die Leiter (26, 28) in radialer Richtung umgebende Schaltkammerwandung
(22) aufweist, wobei die Schaltkammerwandung (22) auf ihrer, vom Hohlraum (24) aus
gesehen radial außen liegenden Außenseite mit wenigstens einem in Längsrichtung (30)
des Profils (12; 62, 72; 82) durchgehenden Haltesteg (32, 34, 36, 38) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Schaltkammerwandung (22) wenigstens im Bereich eines freien Endes
des Profils (12; 62, 72; 82) einen weitestgehend kreisrunden Querschnitt aufweist,
wobei im Bereich des freien Endes des Profils (12; 62, 72; 82) die Außenseite der
Schaltkammerwandung (22) im Bereich der Verbindung mit dem wenigstens einen Haltesteg
(32, 34, 36, 38) freigeschnitten ist, so dass die Außenseite der Schaltkammerwandung
(22) im Bereich des freien Endes des Profils (12; 62, 72; 82) im wesentlichen glatt
ausgebildet ist.
2. Profil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Schaltkammerwandung (22) im Bereich der beiden freien Enden des
Profils (12; 62, 72; 82) einen kreisrunden Querschnitt aufweist.
3. Anschlussstück für ein Profil für eine Schaltleiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen an den Querschnitt des Hohlraums (24) des Schaltkammerabschnitts (20) angepassten
Vorsprung (42) und einen, den Vorsprung (42) umgebenden, an die Abmessungen der Außenseite
der Schaltkammerwandung (22) angepassten Haltekragen (44).
4. Anschlussstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenseite des Haltekragens (44) kreisrund ausgebildet ist.
5. Anschlussstück nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekragen (44) aus elastisch verformbaren Material ausgebildet ist.
6. Anschlussstück nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kragen (44) und dem Vorsprung (42) wenigstens zwei Kontakteinrichtungen
zum Kontaktieren jeweils eines elektrischen Leiters (26, 28) des Schaltkammerabschnitts
(20) vorgesehen sind.
7. Elektrische Schaltleiste mit einem Profil (12; 62, 72; 82) und einem Anschlussstück
(14, 15) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (14, 16) mit seinem Vorsprung (42) abschnittsweise in die Hohlkammer
(24) des Schaltkammerabschnitts (20) eingeschoben ist und der Haltekragen (44) auf
der Außenwand des Schaltkammerabschnitts (20) fixiert ist.
8. Elektrische Schaltleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekragen (44) mittels einer den Haltekragen (44) umgebenden Spannschelle (50.
52) auf der Außenwand des Schaltkammerabschnitts (20) fixiert ist.
9. Elektrische Schaltleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschelle (50, 52) als Ohrklemme mit Einlagering ausgebildet ist.