[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidgerät für das Bescheiden von Blattgut wie Papier
oder Folien, mit einer Auflageplatte, die obenseitig eine Auflagefläche für die Auflage
des Blattguts aufweist und an einer Längsseite mit einer Hebelschneideinrichtung,
die einen schwenkbar gelagerten Messerarm mit daran gehaltener Schneide und ein ortsfest
an der Auflageplatte vorhandenes Gegenmesser aufweist, und an einer gegenüberliegenden
Längsseite mit einer Rollenschneideinrichtung versehen ist, die eine sich parallel
zu dem Gegenmesser erstreckende Führungsschiene aufweist, auf der ein Messerwagen
mit wenigstens einem darin drehbar gelagerten Scheibenmesser geführt ist.
[0002] Schneidgeräte der oben genannten Art sind für Bürozwecke oder den privaten Bereich
vorgesehen. Sie dienen dem Beschnitt von Papierblattgut, meist von DIN A4-Format,
allenfalls DIN A3-Format. Die Schneidgeräte sind als Tischgeräte ausgebildet und weisen
eine Auflageplatte auf, mit der das Schneidgerät auf einem Tisch oder einem Schrank
aufgesetzt werden kann. Auf der Oberseite weist die Auflageplatte eine ebene, in der
Regel sich horizontal erstreckende Auflagefläche für die Auflage eines Blattguts auf.
An einer Längsseite ist eine Schneideinrichtung vorgesehen, mit der das auf die Auflagefläche
aufgelegte Blattgut beschnitten werden kann.
[0003] Die Schneideinrichtung kann als Hebelschneideinrichtung ausgebildet sein, die einen
um eine horizontale Achse schwenkbar gelagerten Messerarm mit daran gehaltener Schneide
aufweist (
EP 0 234 016 B1). An der Auflageplatte ist ein Gegenmesser vorgesehen, wobei Schneide und Gegenmesser
beim Verschwenken des Messerarms aus einer angehobenen in eine abgesenkte Stellung
aneinander vorbeifahren und so den Schneidvorgang bewirken.
[0004] Statt einer Hebelschneideinrichtung kann auch eine Rollenschneideinrichtung vorgesehen
sein. Die Rollenschneideinrichtung hat eine sich im Abstand zur Auflagefläche parallel
zu dieser erstreckende, gerade Führungsschiene, auf der ein Messerwagen hin- und herbeweglich
geführt ist (
US 2002/0092396 A1;
US 5,996,459;
US 5,069,097;
US 5,297,783). In dem Messerwagen ist ein Scheibenmesser um eine Achse drehbar gelagert, die sich
parallel zur Ebene der Auflagefläche und quer zur Längsachse der Führungsschiene erstreckt.
Dabei können in dem Messerwagen auch mehrere, unterschiedliche Scheibenmesser vorgesehen
sein (
EP 1 533 088 A2;
EP 2 332 702 A1).
[0005] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung eines Schneidgeräts ist in der
EP 1 475 201 A1 offenbart. Bei diesem Schneidgerät ist an einer Längsseite der Auflageplatte eine
Hebelschneideinrichtung und im Bereich der anderen Längsseite eine Rollenschneideinrichtung
vorgesehen, wobei sich deren Führungsschiene parallel zum Gegenmesser der Hebelschneideinrichtung
erstreckt. Auf diese Weise hat der Benutzer des Schneidgeräts die Wahl, die für den
jeweiligen Schneidvorgang vorteilhafte Schneideinrichtung zu verwenden. So sind Hebelschneideinrichtungen
besonders geeignet, Blattstapel aus einer Vielzahl von Blättern zu beschneiden, während
sich Rollenschneideinrichtungen durch einen sauberen Schnitt einzelner Blätter selbst
bei minimalen Überständen auszeichnen.
[0006] Die gattungsgemäßen, mit einer Hebel- und einer Rollenschneideinrichtung versehenen
Schneidgeräte haben einen erheblichen Flächen- und Raumbedarf. Um die Auflagefläche
der Auflageplatte bequem nutzen zu können, muss nämlich der Abstand zwischen den beiden
Schneideinrichtungen so bemessen sein, dass Blattgut in dem für das Schneidgerät vorgesehenen
größten Format (meist DIN A4 oder DIN A3) zwischen die beiden Schneideinrichtungen
eingelegt werden kann und dann flächig an der Auflagefläche anliegt. Dies ist nicht
nur für die Lagerung und den Transport solcher Schneidgeräte zum Kunden von Nachteil,
sondern auch dann, wenn der Käufer das Schneidgerät an unterschiedlichen Orten nutzen
will und dorthin transportieren muss.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Schneidgerät der eingangs genannten
Art, also versehen mit zwei unterschiedlichen Schneideinrichtungen, so zu gestalten,
dass es einfacher und kostengünstiger zu lagern und transportierbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Auflageplatte parallel
zum Gegenmesser bzw. zur Führungsschiene und quer zur Auflagefläche in einen zur Hebelschneideinrichtung
benachbarten, ersten Plattenabschnitt und einen die Rollenschneideinrichtung tragenden,
zweiten Plattenabschnitt derart aufgeteilt ist, dass die Erstreckung des zweiten Plattenabschnitts
senkrecht zum Gegenmesser bzw. zur Führungsschiene und parallel zur Auflagefläche
nicht größer ist als die Erstreckung des ersten Plattenabschnitts in derselben Richtung
und dass der zweite Plattenabschnitt derart mit dem ersten Plattenabschnitt gekoppelt
ist, dass der zweite Plattenabschnitt aus einer Betriebsstellung mit sich in einer
Ebene erstreckenden Auflageflächenabschnitten auf den ersten Plattenabschnitt unter
Einnahme einer Transportstellung auflegbar ist.
[0009] Grundgedanke der Erfindung ist es also, eine zweigeteilte Auflageplatte mit einer
parallel zum Gegenmesser bzw. zur Führungsschiene erstreckenden Trennfuge vorzusehen,
wobei der der Führungsschiene zugeordnete zweite Plattenabschnitt in seiner Erstreckung
senkrecht zur Führungsschiene und parallel zur Auflagefläche nur so bemessen ist,
dass der zweite Plattenabschnitt vorzugsweise vollständig oder doch zumindest nahezu
vollständig auf den ersten Plattenabschnitt aufgelegt werden kann, ohne mit dem Messerarm
der Hebelschneideinrichtung zu kollidieren. Durch Zusammenlegen der beiden Plattenabschnitte
kann die Erstreckung der Auflageplatte und damit des Schneidgeräts quer zur Führungsschiene
bzw. zum Gegenmesser deutlich reduziert werden, ohne dass hierdurch die Einsatzfähigkeit
der beiden Schneideinrichtungen in der Betriebsstellung der Auflageplatte beeinträchtigt
wird. Die Kosten der gewerblichen Lagerung und des gewerblichen Transports werden
hierdurch erheblich reduziert, und auch der Transport im privaten Bereich ist dank
der kompakten Transportstellung aufgrund der vertikalen Stapelung der beiden Plattenabschnitte
zumindest wesentlich bequemer. Dies gilt insbesondere, wenn die Fläche des ersten
Plattenabschnittes so weit wie möglich durch den darauf aufgelegten zweiten Plattenabschnitt
ausgenutzt wird, die Erstreckung des zweiten Plattenabschnitts senkrecht zur Führungsschiene
und parallel zum zugehörigen Auflageflächenabschnitt mehr als ein Viertel, besser
noch ein Drittel der Erstreckung des ersten Plattenabschnitts in derselben Richtung
beträgt.
[0010] In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden Plattenabschnitte mit
ihren einander zugewandten Auflageflächenabschnitten aufeinander legbar sind, vorzugsweise
mit zueinander parallelen Auflagenflächenabschnitten, d.h. der zweite Plattenabschnitt
wird um 180° verdreht auf den ersten Plattenabschnitt aufgesetzt. Zur gegenseitigen
Abstützung können die Plattenabschnitte seitliche Stützflächen aufweisen, die sich
bei Auflage des zweiten auf den ersten Plattenabschnitt flächig aneinander abstützen.
Außerdem können Rastmittel vorgesehen sein, die den Plattenabschnitt gegenüber dem
ersten in der Transportstellung lagemäßig festlegen.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung lässt sich dadurch verwirklichen, dass die beiden
Plattenabschnitte lösbar miteinander gekoppelt bzw. verbunden sind. In der Betriebsstellung
sind sie dann so gekoppelt, dass die beiden Plattenabschnitte eine zueinander unbewegliche
Einheit bilden. Dies kann beispielsweise mit den Mitteln geschehen, wie dies in Figur
9 der
EP 1 475 201 A1 geschehen ist, auf deren Beschreibung hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0012] Für die Einnahme der Transportstellung können die beiden Plattenabschnitte voneinander
getrennt werden. Die Trennungsmöglichkeit hat zudem den Vorteil, dass die beiden Schneideinrichtungen
separat, d.h. an verschiedenen Orten, einzeln genutzt werden können.
[0013] Eine elegantere Lösung stellt jedoch eine gelenkige Verbindung der beiden Plattenabschnitte
dar, und zwar über ein Scharniergelenk, das derart ausgebildet ist, dass der zweite
Plattenabschnitt aus der Betriebsstellung auf den ersten Plattenabschnitt in die Transportstellung
umklappbar ist. Dies erleichtert die Kompaktierung des Schneidgerätes und legt zudem
die Positionen der beiden Plattenabschnitte zueinander unverrückbar fest. Das Umklappen
erfolgt vorzugsweise um einen Schwenkwinkel von 180°, so dass die beiden Auflagenflächenabschnitte
parallel zueinander zu liegen kommen. Der Winkel kann jedoch auch geringer sein.
[0014] Um die Vorteile der ersten Alternative, nämlich die Trennbarkeit der beiden Schneidvorrichtungen
und damit ihre räumlich getrennte Einzelverwendbarkeit auch bei der Verbindung der
Plattenabschnitte mit einem Scharniergelenk zu verwirklichen, sollte das Scharniergelenk
derart ausgebildet sein, dass die beiden Unterlagenabschnitte voneinander getrennt
werden können. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass das Scharniergelenk
einen Gelenkbolzen an dem einen Plattenabschnitten und einen an dem Gelenkbolzen um
einen Winkel von nicht mehr als 180° einfassende Gelenkschale an dem anderen Plattenabschnitt
aufweist. Dadurch können die beiden Plattenabschnitte in bestimmten Winkelstellungen
voneinander getrennt werden. Dabei sollte das Scharniergelenk derart ausgebildet sein,
dass die Plattenabschnitte zumindest in der Betriebsstellung, vorzugsweise aber auch
in der Transportstellung nicht voneinander trennbar sind, d.h. nur in einer Winkelstellung
zwischen diesen beiden Stellungen.
[0015] Das Scharniergelenk muss nicht einstückig ausgebildet sein. Es kann in zumindest
zwei Gelenkabschnitte aufgeteilt sein, wobei im Falle von zwei Gelenkabschnitten diese
an den gegenüberliegenden Querseiten der Auflageplatte angeordnet sind.
[0016] Der Messerwagen der Rollenschneideinrichtung bildet einen nach oben vorstehenden
Höcker. Damit die beiden Plattenabschnitte eng aufeinander gelegt werden können, sollte
der erste Plattenabschnitte eine erste Aufnehmung aufweisen, die groß genug ist, den
Messerwagen aufzunehmen, wenn sich der zweite Plattenabschnitt in einer solchen Transportstellung
befindet, dass die Rollenschneideinrichtung dem Auflageflächenabschnitt des ersten
Plattenabschnitts zugewandt ist. Dabei sollte die Ausnehmung im Bereich der beiden
Querseiten ausgeformt sein, vorzugsweise außerhalb der Auflagefläche, so dass diese
durch die Ausnehmung nicht unterbrochen wird.
[0017] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schrägansicht des erfindungsgemäßen Schneidgeräts in der Betriebsstellung;
- Figur 2
- das Schneidgerät gemäß den Figuren 1 und 2 in der Transportstellung in einer Schrägansicht;
- Figur 3
- das Schneidgerät gemäß den Figuren 1 bis 3 mit abgehobenem zweiten Plattenabschnitt
in einer Schrägansicht;
- Figur 4
- das Schneidgerät gemäß den Figuren 1 bis 3 in einer Seitenansicht von der Hebelschneideinrichtung
her gesehen;
- Figur 5
- das Schneidgerät gemäß den Figuren 1 bis 4 in der Ansicht gemäß Figur 1, jedoch mit
zurückgeschwenktem Handgriff.
[0018] Das in den Figuren dargestellte Schneidgerät 1 ist als Tischgerät ausgebildet und
besteht in seinen Grundelementen aus einer Auflageplatte 2 und zwei zueinander parallel
angeordneten Schneideinrichtungen, nämlich einer Hebelschneideinrichtung 3 an einer
Längsseite und einer Rollenschneideinrichtung 4 im Bereich einer gegenüberliegenden
Längsseite der Auflageplatte 2.
[0019] Die Auflageplatte 2 hat einen rechteckigen Grundriss und ist als zweiteiliges Kunststoffformteil
ausgebildet. Sie hat eine sich horizontal erstreckende, ebene Auflagefläche 5, die
zwischen Hebelschneideinrichtung 3 und Rollenschneideinrichtung 4 eine solche Fläche
bereithält, dass ein DIN A4-Blatt im Querformat bequem zwischen diesen beiden aufgelegt
werden kann. Es versteht sich, dass das Schneidgerät 1 auch so dimensioniert sein
kann, dass ein DIN A3-Blatt aufgenommen werden kann. An den Querseiten wird die Auflagefläche
5 durch Seitenstege 6, 7, 8, 9, begrenzt, die zur Auflagefläche 5 parallele Oberflächen
haben.
[0020] Die Hebelschneideinrichtung 3 weist einen Messerarm 10 auf, der an seinem freien
Ende in einem Handgriff 11 endet und der an seiner Unterseite eine sich in Längsrichtung
des Messerarms 10 erstreckende, an der Unterkante scharfe Schneide 10a (Figur 4) aufweist.
Der Messerarm 10 ist an dem dem Handgriff 11 abgewandten Ende über eine sich horizontal
erstreckende Schwenkachse 10b (in Figur 1 gestrichelt angedeutet) gelagert, so dass
er für einen Schneidvorgang aus der gezeigten Ruhestellung in eine angehobene Stellung
verschwenkt werden kann. Oberhalb der Auflagefläche 5 erstreckt sich heben dem Messerarm
10 eine Niederhalterleiste 12, die das dem Messerarm 10 zugeordnete Gegenmesser verdeckt.
Das Gegenmesser wird hier von der Längskante der Auflagefläche 5 gebildet. An ihm
liegt die der Auflageplatte 2 zugewandte Fläche der Schneide 10a des Messerarms 10
an. Die Niederhalterleiste 12 hat Abstand zu der Auflagefläche 5, so dass Blattgut
unterhalb der Niederhalterleiste 12 durchgeschoben werden kann. Das Blattgut lässt
sich dann von Hand durch Niederhalten der vertikal beweglichen Niederhalterleiste
12 fixieren.
[0021] Die Rollenschneideinrichtung 4 ist so ausgebildet, wie in der
EP 2 332 702 A1 ausgebildet. Sie besteht aus einer zweiteiligen Führungsschiene 13, die sich parallel
zu dem Messerarm 10 und auch parallel zur Auflagefläche 5 erstreckt. Sie hat Abstand
zu der Auflagefläche 5, so dass für den Schneidvorgang Blattgut unter ihr durchgeschoben
werden kann. Der Führungsschiene 13 zugeordnet ist ein Messerwagen 14, der längs der
Führungsschiene 13 hin- und herbewegbar ist. Er befindet sich in den Darstellungen
gemäß den Figuren 1 bis 3 in einer Art Ruhestellung am äußersten linken Ende der Führungsschiene
13 außerhalb des Bereichs der Auflagefläche 5. In dem Messerwagen 14 sind verschiedene
Scheibenmesser angeordnet, die wechselweise in Schneidposition gebracht werden können.
Insoweit wird ebenfalls auf die Beschreibung in der
EP 2 332 702 A1 Bezug genommen. Das jeweils in Schneidposition befindliche Scheibenmesser dreht sich
während des Schneidvorgangs beim Verschieben des Messerwagens 14 längs der Führungsschiene
13 um eine zu der Schwenkachse des Messerarms 10 parallele Achse.
[0022] Die Auflageplatte 2 ist in zwei Plattenabschnitte 15, 16 quergeteilt, und zwar senkrecht
zur Auflagefläche 5 unter Ausbildung einer Trennfuge 17 und einander zugewandten Trennfugenwandungen
18, 19. Die Plattenabschnitte 15, 16 bilden obenseitig Auflageflächenabschnitte 20,
21 aus, die in der Betriebsstellung gemäß Figur 1 in derselben Ebene liegen. Die Trennfugenwandungen
18, 19 bilden eine trennfugenseitige Abstützung der beiden Plattenabschnitte 15, 16
in der Weise, dass die beiden Plattenabschnitte 15, 16 in der Betriebsstellung gemäß
Figur 1 in derselben Ebene liegen, die gesamte Auflagefläche 5 also eine einzige Ebene
bildet. Die Erstreckung 22 des ersten Plattenabschnittes 15 zwischen Gegenmesser und
Trennfuge 17 ist - wie Figur 1 zeigt - deutlich größer als die Erstreckung des zweiten
Plattenabschnittes 16 zwischen Trennfuge 17 und Endkante 24, jeweils senkrecht zur
Trennfuge 17 und der Ebene der Auflagefläche 5. Die Erstreckung 23 des zweiten Plattenabschnittes
19 ist so bemessen, dass der zweite Plattenabschnitt 19 in der Transportstellung nicht
mit der Niederhalterleiste 12 kollidiert.
[0023] Die beiden Plattenabschnitte 15, 16 sind über Scharniergelenke 25, 26 schwenkbar
miteinander verbunden. Die Scharniergelenke 25, 26 sind identisch ausgebildet und
in dem Bereich der Seitenstege 6, 7 bzw. 8, 9 - also außerhalb der Auflagefläche 5
- angeordnet. Sie weisen Scharnierbolzen 27, 28 auf, die jeweils endseitig an dem
ersten Plattenabschnitt 15 in koaxialer Ausrichtung gehalten sind. Die Scharnierbolzen
27, 28 werden umgriffen von Scharnierschalen 29, 30, die an dem zweiten Plattenabschnitt
16 angeformt sind. Das Umgreifen der Scharnierschalen 29, 30 erstreckt sich jeweils
über 180°, d.h. die Scharnierbolzen 27, 28 werden von den Scharnierschalen 29, 30
jeweils nur zur Hälfte eingefasst.
[0024] Die beiden Scharniergelenke 25, 26 ermöglichen es, den zweiten Plattenabschnitt 16
aus der Betriebsstellung gemäß Figur 1 entsprechend dem Doppelpfeil A in Richtung
auf den ersten Plattenabschnitt 15 hin- und her zu verschwenken. Der zweite Plattenabschnitt
16 kann dabei um 180° in die Transportstellung gemäß Figur 2 bewegt werden, in der
er mit seinen Seitenstegen 6, 8 flächig auf den Seitenstegen 7, 9 des ersten Plattenabschnittes
15 aufliegt, so dass die dann einander zugewandten Auflagenflächenabschnitte 20, 21
sich parallel zueinander erstrecken. Damit diese Verschwenkung nicht durch den Messerwagen
13 behindert wird, weist der Seitensteg 9 eine Ausnehmung 31 auf, die so dimensioniert
ist, dass der Messerwagen 14 in der gezeigten Parkstellung vollständig in die Ausnehmung
31 passt, wenn der zweite Plattenabschnitt 16 auf den ersten Plattenabschnitt 15 umgelegt
wird.
[0025] Die Scharnierschalen 29, 30 sind an dem zweiten Plattenabschnitt 16 in einer Stellung
angeformt, die ein Lösen der Scharnierschalen 29, 30 weder in der Betriebsstellung
gemäß Figur 1 noch in der Transportstellung gemäß Figur 2 erlaubt. Nur in einer Stellung,
in der der zweite Plattenabschnitt 16 um 90° gegenüber dem ersten Plattenabschnitt
15 verschwenkt ist, geben die Scharnierbolzen 27, 28 und deren Halterung an den Seitenstegen
7, 9 den zweiten Plattenabschnitt 16 frei, so dass er - wie aus Figur 3 zu ersehen
ist und den Doppelpfeil B angedeutet ist - von dem ersten Plattenabschnitt 15 abgehoben
werden kann, d.h. die beiden Plattenabschnitte 15, 16 können in dieser Stellung voneinander
getrennt und dann als separate (Teil-)Schneidgeräte an unterschiedlichen Orten benutzt
werden.
1. Schneidgerät (1) für das Beschneiden von Blattgut wie Papier oder Folien, mit einer
Auflageplatte (2), die obenseitig eine Auflagefläche (5) für die Auflage des Blattguts
aufweist und an einer Längsseite mit einer Hebelschneideinrichtung (3), die einen
schwenkbar gelagerten Messerarm (10) mit daran gehaltener Schneide und ein ortsfest
an der Auflageplatte (2) vorhandenes Gegenmesser aufweist, und im Bereich einer gegenüberliegenden
Längsseite mit einer Rollenschneideinrichtung (4) versehen ist, die eine sich parallel
zu dem Gegenmesser erstreckende Führungsschiene (13) aufweist, auf der ein Messerwagen
(14) mit wenigstens einem daran drehbar gelagerten Scheibenmesser beweglich geführt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageplatte (2) parallel zum Gegenmesser bzw. zur Führungsschiene (13) und
quer zur Auflagefläche (2) in einen zur Hebelschneideinrichtung (3) benachbarten,
ersten Plattenabschnitt (15) und in einen die Rollenschneideinrichtung (4) tragenden,
zweiten Plattenabschnitt (16) derart aufgeteilt ist, dass die Erstreckung (23) des
zweiten Plattenabschnitts (16) senkrecht zum Gegenmesser bzw. zur Führungsschiene
(13) und parallel zur Auflagefläche (5) nicht größer ist als die Erstreckung (22)
des ersten Plattenabschnitts (15) in derselben Richtung, und dass der zweite Plattenabschnitt
(16) derart mit dem ersten Plattenabschnitt (15) gekoppelt ist, dass der zweite Plattenabschnitt
(16) aus einer Betriebsstellung mit sich in einer Ebene erstreckenden Auflageflächenabschnitten
(20, 21) insbesondere vollständig auf den ersten Plattenabschnitt (15) unter Einnahme
einer Transportstellung auflegbar ist.
2. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung (23) des zweiten Plattenabschnittes (16) senkrecht zum Gegenmesser
bzw. zur Führungsschiene (13) und parallel zur Auflagefläche (5) nicht größer ist
als die Erstreckung des ersten Plattenabschnittes (15) in derselben Richtung, vorzugsweise
die Erstreckung (23) des zweiten Plattenabschnittes (16) um wenigstens 20% geringer
ist als die Erstreckung (22) des ersten Plattenabschnittes (15).
3. Schneidgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Plattenabschnitte (15, 16) mit ihren einander zugewandten Auflageflächenabschnitten
(20, 21) aufeinander legbar sind, vorzugsweise mit zueinander parallelen Auflageflächenabschnitten
(20, 21).
4. Schneidgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenabschnitte (15, 16) seitliche Stützflächen (6-9) aufweisen, die sich bei
Auflage des zweiten auf den ersten Plattenabschnitt (15, 16) flächig aufeinander abstützen.
5. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Plattenabschnitte (15, 16) lösbar miteinander verbunden sind.
6. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenabschnitte (15, 16) über ein Scharniergelenk (25, 26) miteinander verbunden
sind, das derart ausgebildet ist, dass der zweite Plattenabschnitt (16) aus der Betriebsstellung
auf den ersten Plattenabschnitt (17) in die Transportstellung umklappbar ist, vorzugsweise
durch Verschwenken um mindestens 150°, besser 180°.
7. Schneidgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharniergelenk (25, 26) derart ausgebildet ist, dass die beiden Plattenabschnitte
(15, 16) voneinander trennbar sind.
8. Schneidgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharniergelenk (25, 26) einen Gelenkbolzen (27, 28) an dem einen Plattenabschnitt
(15) und einen den Gelenkbolzen (27, 28) um einen Winkel von nicht mehr als 180° einfassende
Gelenkschale (29, 30) an dem anderen Plattenabschnitt (16) aufweist.
9. Schneidgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharniergelenk (25, 26) derart ausgebildet ist, dass die Plattenabschnitte (15,
16) zumindest in der Betriebsstellung, vorzugsweise auch in der Transportstellung,
nicht voneinander trennbar sind.
10. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharniergelenk in zwei Gelenkabschnitte (25, 26) aufgeteilt ist, die an gegenüberliegenden
Querseiten der Auflageplatte (2) angeordnet sind.
11. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Plattenabschnitt (15) eine Ausnehmung (31) aufweist, die groß genug ist,
den Messerwagen (14) aufzunehmen, wenn sich der zweite Plattenabschnitt (16) in der
Transportstellung befindet.
12. Schneidgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (31) im Bereich einer der beiden Querseiten ausgeformt ist.