[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens
einem Korpus, der zumindest eine Außenwandung aufweist und in dem zumindest ein gekühltes
Kompartiment angeordnet ist, und mit wenigstens einem Kältemittelkreislauf, der wenigstens
einen Verdampfer zur Kühlung des Kompartimentes aufweist.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, bei der Berechnung des Wärmestroms in das
Gerät die Wärmeleitung durch das Isolationsmaterial des Gerätes sowie den konvektiven
Transport der Wärme auf die in dem gekühlten Kompartiment befindliche Luft und anschließend
auf den Verdampfer zu betrachten. Basierend darauf wird die konstruktive Auslegung
der Geräte und die Wahl der einzusetzenden Materialen vorgenommen.
[0003] Aus der
DE 3 130 458 A1 ist es bekannt, die Oberflächen der Kühlflächen eines Kühlgerätes so zu gestalten,
dass sie eine hohe Absorption für Wärmestrahlung aufweisen.
[0004] Aus der
DE 595 010 C ist es weiterhin bekannt, die Wärmeisolation eines Kühlschranks durch Aluminiumfolien
zu bilden, die durch Luftschichten voneinander getrennt sind.
[0005] Aus der
DE 7 807 672 U1 ist es bekannt, die Innenoberfläche des Schiebedeckels einer Kühltruhe mit einer
stark reflektierenden Metalloberfläche auszubilden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Wirkungsgrad eines Kühl-
und/oder Gefriergerätes zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Danach ist vorgesehen, dass ein oder mehrere Strahlungsschirme (60) vorgesehen
sind, die die Wärmestrahlung wenigstens einer Wandung oder wenigstens einer Komponente
zumindest teilweise reflektieren und/oder anderweitig von dem gekühlten Innenraum
(20) abhalten, wobei der oder die Strahlungsschirme (60) am Innenbehälter oder an
der Innenseite der Tür (30) angebracht sind und zur Innenbehälterwandung bzw. zur
Innenseite der Tür (30) in Richtung zum gekühlten Innenraum (20) vorgelagert sind.
[0008] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine oder mehrere Wandungen des Kompartimentes
und/oder wenigstens ein in dem Kompartiment befindliches Element und/oder eine oder
mehrere Außenwandungen des Gerätekorpus bereichsweise oder vollständig mit Mitteln
versehen sind, durch die der Emissionsgrad im Hinblick auf die Wärmestrahlung der
genannten Wandung und/oder des genannten Elementes verringert wird.
[0009] Unter dem Merkmal, dass der Emissionsgrad verringert oder vergrößert wird, ist im
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verstehen, dass der Emissionsgrad des betreffenden
Bauteils mit Einsatz der genannten Mittel geringer bzw. größer ist, als ohne den Einsatz
der genannten Mittel
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt somit insbesondere der Gedanke zugrunde, den Wärmeeintrag
in das gekühlte Kompartiment dadurch zu verringern, dass der durch die Wärmestrahlung
erzeugte Wärmestrom gegenüber bekannten Geräten verringert wird.
[0011] Der Wärmestrom durch Wärmestrahlung hängt von einer Konstante, der Oberflächentemperatur
des die Wärmestrahlung abgebenden Bauteils, von dessen Größe sowie auch von dem Emissionsgrad
ab, der zwischen 0 und 1 liegen kann. Ein perfekter Spiegel weist den Emissionsgrad
0 auf, ein idealer schwarzer Körper den Emissionsgrad 1.
[0012] Die genannten Mittel bewirken, dass die Wärmestrahlung, die beispielsweise von der
zu dem gekühlten Innenraum gewandten Oberfläche des genannten Kompartiments oder auch
von der Oberfläche eines darin befindlichen Bauteils, wie z.B. eines Ablagebodens
ausgeht, verringert ist. Die abgegebene Wärmestrahlung ist somit gegenüber dem Zustand
ohne Einsatz der genannten Mittel verringert.
[0013] An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass der Begriff "Wandung des Kompartimentes"
nicht auf den eigentlichen Innenbehälter beschränkt ist, sondern auch die Innentür,
d.h. die Innenseite der Tür mitumfasst.
[0014] Des Weiteren wird unter dem Begriff "Kompartiment" nicht nur der Raum verstanden,
der zur Aufnahme des Kühl- und/oder Gefriergut dient, sondern auch der Raum, in dem
sich der Verdampfer befindet. Dieser Verdampferraum steht vorzugsweise mit dem Lagerraum
zur Aufnahme von Kühl- bzw. Gefriergut in Strömungsverbindung, so dass ein Luftaustausch
zwischen dem Verdampferraum und dem Lagerraum möglich ist bzw. stattfindet. Der Verdampferraum
kann beispielsweise durch eine vertikale Trennplatte oder durch einen Kühlluftkanal
von dem Lagerraum abgetrennt sein.
[0015] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass ein oder mehrere Strahlungsschirme
innen und/oder außen am Gerät vorgesehen sind, die die Wärmestrahlung wenigstens einer
Wandung oder wenigstens einer Komponente des Gerätes zumindest teilweise reflektieren
bzw. anderweitig von dem gekühlten Innenraum weitgehend oder vollständig abhalten.
[0016] Der Wärmeeintrag in das Kühl- und/oder Gefriergerät bzw. in den gekühlten Innenraum
wird somit durch einen oder mehrere Strahlungsschirme behindert oder verhindert und
der Wärmeeintrag somit verringert. Ein Strahlungsschirm ist eine Fläche, die mit anderen
Flächen nicht in wärmeleitendem Kontakt steht, sondern Wärme nur über Strahlung austauscht.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Strahlungsschirm mindestens auf einer Seite
mit einer Oberfläche mit niedrigem Emissionsgrad ausgeführt ist, um möglichst wenig
Wärme aufzunehmen. Die auf dem Strahlungsschirm auftreffende Wärmestrahlung wird vorzugsweise
teilweise oder vollständig reflektiert. Ein Vorteil der Verwendung von Strahlungsschirmen
ist es, dass die Oberfläche mit niedrigen Emissionsgrad für den Nutzer nicht sichtbar
angeordnet werden kann, d. h. die Optik des Kühl- bzw. Gefriergerätes wird in diesem
Fall nicht beeinträchtigt.
[0018] Die Strahlungsschirme sind am Innenbehälter oder an der Innenseite der Tür angebracht
und zur Innenbehälterwandung bzw. zur Innenseite der Tür in Richtung zum gekühlten
Innenraum vorgelagert. Sie können sich beispielsweise parallel zu diesen erstrecken.
[0019] Bevorzugt ist es, wenn an den Oberflächen der Innenwandung bzw. des Innenbehälters,
bevorzugt an der Innenseite der Tür, Klappe oder eines sonstigen Verschlusselementes
und/oder an der Rückwand hinter einem frei hängenden Verdampfer bereichsweise oder
vollflächig die Strahlungsschirme vorgesehen werden, durch die die Wärmestrahlung
verringert wird.
[0020] Bei dem genannten Verdampfer handelt es sich vorzugsweise um einen frei hängenden
Verdampfer. In Betracht kommt z.B. ein Rollbond oder ein Z-Bond-Verdampfer oder auch
ein in anderer Form ausgeführter flächiger Verdampfer oder Wärmetauscher eines (Sole-)
Kreislaufs.
[0021] Während der Betriebszeit des Kompressors stehen sich im Gerät Oberflächen mit sehr
unterschiedlichen Temperaturen gegenüber. Die Verdampferfläche, die sehr kalt ist,
steht im Strahlungsaustausch mit den vergleichsweise warmen Oberflächen des Innenbehälters
und ggf. weiterer Teile im Innenraum des Gerätes. Wenn diese Oberflächen aus einem
Material mit vergleichsweise hohem Emissionsgrad bestehen, kann Wärme direkt von dem
Innenbehälter auf den Verdampfer übergehen und dabei den Wärmetransport im Kältekreislauf
belasten.
[0022] Um die Wärmestrahlung zu verringern, kann vorgesehen sein, beispielsweise Materialien
für die Herstellung des Innenbehälters zu verwenden, die einen geringeren Emissionsgrad
aufweisen, als herkömmliche Innenbehältermaterialien, oder auch eine geeignete Beschichtung
einzusetzen, die einen geringeren Emissionsgrad aufweist, als das Innenbehältermaterial
ohne diese Beschichtung.
[0023] In einer Ausführungsform weist das Gerät wenigstens einen Wärmetauscher und/oder
Wärmespeicher auf, wobei der Wärmetauscher und/oder der Wärmespeicher bereichsweise
oder vollständig mit Mitteln versehen ist, durch die deren Emissionsgrad im Hinblick
auf die Wärmstrahlung erhöht wird. Dies bringt beispielsweise im Falle eines Verdampfers,
der über eine Oberfläche mit einem hohen Emissionsgrad verfügt, den Vorteil mit sich,
dass Strahlung effizient absorbiert wird und die Wärme gut aus dem gekühlten Kompartiment
abgeführt wird.
[0024] Auch Absteller, wie z.B. Türabsteller, oder auch Zwischenböden, wie z.B. horizontale
Trennplatten oder Ablageböden oder sonstige beliebige Einbauteile des Innenbehälters
können mit den genannten Mitteln ausgeführt sein.
[0025] So ist es beispielsweise denkbar, Absteller und/oder Zwischenböden aus einem Material
mit einem niedrigen Emissionsgrad herzustellen oder mit einer Beschichtung zu versehen,
die einen geringen Emissionsgrad aufweist, wie, Spiegel oder verspiegelte Oberflächen,
glänzende Metallfolien oder Metalliclackierungen.
[0026] Der Einsatz der genannten Mittel ist nicht auf den gekühlten Innenraum beschränkt.
Er kann alternativ oder zusätzlich auch den Außenbereich des Gerätes mit umfassen.
[0027] So ist es beispielsweise denkbar, dass die Außenwandung oder ein Teilbereich der
Außenwandung, wie z.B. die Kompressornische oder die Geräterückwand mit den genannten
Mitteln ausgeführt ist.
[0028] Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn Oberflächen, die sich im Bereich von warmen
Teilen des Gerätes, wie z.B. im Bereich eines Kompressors oder Verflüssigers, befinden
aus einem Material mit einem niedrigen Emissionsgrad bestehen oder mit einer Beschichtung
aus einem Material mit einem niedrigen Emissionsgrad versehen sind. Auch hier kommen
exemplarisch Metallfolien, insbesondere glänzende Metallfolien oder auch Metalliclackierungen
in Betracht. Der geringe Emissionsgrad führt zu einer geringen Absorption der Wärmestrahlung
bzw. zu einer geringen Emission von Wärmestrahlung, wodurch der Vorteil erzielt wird,
dass beispielsweise von einem Verflüssiger oder von einem Kompressor die Wärme effizient
abgeführt werden kann.
[0029] Grundsätzlich sind von der Erfindung jede Mittel umfaßt, die zu der gewünschten Erhöhung
oder Verringerung des Emissionsgrades führen. Denkbar ist es, dass es sich bei den
Mitteln um das Material des betreffenden Bauteils selbst oder um eine Beschichtung
oder um eine dreidimensionale Strukturierung der Oberfläche handelt.
[0030] Somit ist es möglich, das betreffende Bauteil oder zumindest dessen Oberfläche, wie
z.B. den Innenbehälter aus einem Material mit verringertem Emissionsgrad oder einen
Verdampfer mit einem vergrößerten Emissionsgrad herzustellen oder die gewünschte Eigenschaft
(verringerter oder erhöhter Emissionsgrad) durch eine Beschichtung zu erreichen.
[0031] Denkbar ist es, dass es sich bei der Beschichtung um eine Bedampfung, Lackierung,
Verspiegelung oder Beklebung handelt. Diese Auflistung ist exemplarischer Natur und
keine abschließende Aufzählung von Maßnahmen zur Beschichtung von Bauteilen eines
Kühl- und/oder Gefriergerätes.
[0032] Bei den Mitteln, durch die der Emissionsgrad verringert wird, kann es sich um eine
glänzende Oberfläche oder Beschichtung, ein Blech, einen Spiegel, eine Metallfolie,
ein poliertes Metall bzw. Metallblech oder um eine Metalliclackierung handeln.
[0033] Die Beschichtungen oder Oberflächenmaterialien, die für die Änderung des Emissionsgrades
verwendet werden können, sind beispielsweise dünne Bleche oder Metallfolien aus Materialien
wie z.B. Aluminium, Kupfer oder dergleichen. Diese Materialien können auch als eine
Schicht des oder der Strahlungsschirme verwendet werden.
[0034] Auch ist es denkbar, Additive zu verwenden, die einem Grundmaterial beigemischt werden
und den Emissionsgrad zumindest der Oberfläche des Bauteils je nach Bedarf verringern
oder erhöhen. Als Additive kommen beispielsweise Metalle, Kunststoffe, Keramiken,
Reinstoffe, wie TiO
2 in Betracht.
[0035] Von der Erfindung ist auch eine Oberflächenbehandlung bzw. -veränderung umfaßt, die
zu einer Änderung, vorzugsweise zu einer Steigerung des Emissionsgrades führt.
[0036] Eine solche Oberflächenbehandlung bzw. -veränderung kann beispielsweise die Strukturierung
der Oberfläche sein, um die für die Absorption von Wärmestrahlung zur Verfügung stehende
Oberfläche zu vergrößern. Diese Strukturierung kann vor, nach oder während dem Herstell-
oder Beschichtungsprozess erfolgen, beispielsweise durch Walzen, Mikrostrukturierung
durch Laser, Einprägung einer Struktur während des Tiefziehvorgangs etc.
[0037] Vorzugsweise ist die Strukturierung somit derart ausgebildet, dass sich eine Vergrößerung
der Oberfläche des Bauteils ergibt. So kann beispielsweise die Oberfläche eines Verdampfers
derart strukturiert werden, dass dieser eine vergrößerte Oberfläche und damit einen
gegenüber einem nicht strukturierten Zustand größeren Emissionsgrad aufweist.
[0038] Eine derartige Strukturierung kann nicht nur bei Verdampfern Anwendung finden, sondern
bei beliebig ausgeführten Wärmetauschern eines Kühl- und/oder Gefriergerätes, d.h.
auch bei Verflüssigern oder sonstigen Wärmetauschern, z.B. bei Geräten mit Sekundärkreislauf
oder dergleichen.
[0039] Wie oben ausgeführt, ist es insbesondere bei Verdampfern eines Kältemittelkreislaufes
vorteilhaft, wenn durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel deren Emissionsgrad
und damit auch das Absorptionsvermögen von Wärmestrahlung erhöht wird. Denkbar ist
es, einen Verdampfer aus einem Material herzustellen, das einen hohen Emissionsgrad
aufweist oder den Verdampfer mit einem solchen Material zu beschichten. Somit wird
der Emissionsgrad des Verdampfers gegenüber einem Zustand ohne den Einsatz der genannten
Mittel erhöht. Denkbar ist es, den Verdampfer z.B. durch eine Bedampfung, Lackierung,
Beklebung etc. zu beschichten. In Betracht kommt beispielsweise eine Beschichtung
mit einem Material, z.B. mit einem Heizkörperlack, eine schwarze, vorzugsweise mattschwarze
Lackierung oder sonstige schwarze, vorzugsweise mattschwarze Ausführung des Verdampfers,
insbesondere von nicht sichtbaren Verdampferoberflächen. Wie oben ausgeführt, ist
es alternativ oder zusätzlich denkbar, den Emissionsgrad dadurch zu erhöhen, dass
dem Grundmaterial ein oder mehrere Additive beigemengt werden. Diese Ausführungen
gelten selbstverständlich nicht nur für Verdampfer, sondern für beliebige Wärmetauscher,
wie Verdampfer, Verflüssiger oder sonstige Wärmetauscher, beispielsweise bei Geräten
mit Sekundärkreislauf o.ä.
[0040] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, an Wärmetauschern eines Kühl- und/oder
Gefriergerätes Latentwärmespeicher oder sonstige Wärmespeicher anzuordnen. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auch auf diese Wärmespeicher bzw. Latentwärmespeicher.
[0041] So ist es denkbar, dies Wärmespeicher bzw. Latentwärmespeicher derart auszubilden,
dass sie zumindest im Bereich ihrer Oberfläche gemäß den obigen Ausführungen aus einem
Material bestehen oder mit einem Material beschichtet sind, das den Emissionsgrad
des Speichers erhöht. Auch die oben näher beschriebene Strukturierung der Oberfläche
der Speicher ist möglich, um deren Oberfläche zu vergrößern.
[0042] Denkbar ist es, dass der oder die Wärmespeicher oder Latentwärmespeicher an Verdampfern,
Verflüssigern oder sonstigen Wärmetauschern oder auch an anderen Stellen im Kühl-
und/oder Gefriergerät angebracht sind.
[0043] Durch den Einsatz der Mittel wird die Absorptionsfähigkeit von Wärmestrahlung der
Speicher und damit deren Effizienz erhöht.
[0044] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kühl- und/oder Gefriergerätes mit
einer ersten Anordnung von Strahlungsschirmen und
- Figur 2:
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kühl- und/oder Gefriergerätes mit
einer zweiten Anordnung von Strahlungsschirmen.
[0045] Ein denkbares Ausführungsbeispiel betrifft einen Kühlschrank, dessen gekühltes Kompartiment
von einem Innenbehälter und der Innenseite einer Tür gebildet bzw. begrenzt wird.
[0046] Im rückwärtigen Bereich des Kompartimentes befindet sich ein frei hängender Verdampfer,
der beispielsweise als Rollbond- oder Z-Bond-Verdampfer ausgeführt ist. Der Verdampfer
kann sich hinter einer Verkleidung befinden, die z.B. durch eine Trennplatte gebildet
wird und als Verblendung dient, so dass der Verdampfer nicht sichtbar ist. Der Verdampferraum
und der Lagerraum zur Aufnahme des Kühl- und/oder Gefriergutes stehen in Strömungsverbindung,
so dass Kaltluft von dem Verdampfer zu dem Lagerraum und Luft von dem Lagerraum zu
dem Verdampfer gelangen kann.
[0047] Die Oberfläche der Innenwandung des Innenbehälters und insbesondere der Bereich hinter
dem Verdampfer, d.h. die rückseitige Wandung des Innenbehälters und/oder die Innenseite
der Tür ist auf ihrer zu dem gekühlten Kompartiment gewandten Seite mit einer Beschichtung
versehen, die den Emissionsgrad des Innenbehälters bzw. der Innentür gegenüber dem
nicht beschichteten Zustand verringert. Als Material für die Beschichtung kommt beispielsweise
eine Spiegel bzw. eine verspiegelte Oberfläche, eine glänzende Oberfläche, wie beispielsweise
eine Metallfolie oder ein Blech, vorzugsweise ein hochglanzpoliertes Blech in Betracht.
[0048] Auf diese Weise lässt sich der Emissionsgrad erheblich verringern.
[0049] So beträgt der Emissionsgrad von Kunststoff (PVC) ca. 0,93, der einer Aluminiumfolie
oder eines polierten Aluminiumbleches jedoch nur ca. 0,04 bis 0,05.
[0050] Alternativ oder zusätzlich zu dem Einsatz einer Beschichtung ist es ebenfalls denkbar,
das Material des Innenbehälters einschließlich der Innenseite der Tür aus einem Material
herzustellen, das einen geringeren Emissionsgrad aufweist, als das herkömmliche Innenbehältermaterial.
Denkbar ist es beispielsweise, das Innenbehältermaterial mit Additiven zu versehen,
die derart ausgebildet sind, dass sie den Emissionsgrad der Oberfläche verringern.
In Betracht kommen z.B. Metalle, wie Kupfer oder Aluminium, die dem Kunststoffmaterial
beigemischt werden.
[0051] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Emissionsgrad der Innenbehälterwandungen bzw.
der Innentür und/oder sonstiger in dem gekühlten Innenraum befindlicher Einbauten
< 0,8 und besonders bevorzugt < 0,5 ist.
[0052] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Verdampfer über eine Oberfläche mit einem
Emissionsgrad verfügt, der über dem herkömmlicher Verdampfer liegt. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, dass der Verdampfer aus einem entsprechenden Material hergestellt
wird oder mit einer den Emissionsgrad und damit auch das Absorptionsvermögen erhöhenden
Beschichtung versehen wird.
[0053] In Betracht kommt beispielweise eine Lackierung, Bedampfung oder Beklebung, wobei
diese Beschichtungen vorzugsweise in einem dunklen Farbton ausgeführt sind und vorzugsweise
in schwarz.
[0054] Die Verringerung des Emissionsgrades der Innenbehälterwandungen hat den Vorteil,
dass die von diesen ausgehenden Wärmestrahlung verringert ist, d.h. der Wärmeeintrag
in den gekühlten Innenraum ist verringert.
[0055] Vorzugsweise weist der Verdampfer einen Emissionsgrad von > 0,5 und besonders bevorzugt
von > 0,8 auf. Diese Werte können auch für weitere Wärmetauscher, wie z. B. den Verflüssiger
oder auch für Wärmespeicher, insbesondere Latentwärmespeicher bzw. deren Umhüllung
gelten.
[0056] Die Steigerung des Emissionsgrades der Verdampferoberfläche bringt den Vorteil mit
sich, dass vorhandene Wärme besser absorbiert und damit dem gekühlten Innenraum effizienter
entzogen wird.
[0057] Denkbar ist es, den Verdampfer mattschwarz auszuführen, was insbesondere dann nicht
störend ist, wenn dieser verkleidet ist, beispielsweise in einem Kühlluftkanal aufgenommen
oder durch eine Trennplatte abgetrennt ist. So weist beispielsweise Blech einen Emissionsgrad
von ca. 0,07 auf und mattschwarzer Lack einen Emissionsgrad von 0,97.
[0058] Diese Werte zeigen, dass mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine Erhöhung des
Emissionsgrades eines Verdampfers oder sonstigen Wärmetauschers und eine Erniedrigung
der Innenbehälterwandung oder sonstigen Einbauten realisieren lässt.
[0059] Alternativ oder zusätzlich kann der Verdampfer mit einer Strukturierung, vorzugsweise
mit einer Mikrostrukturierung versehen sein, die dessen Oberfläche vergrößert und
damit zu einem Anstieg des Emissionsgrades führt.
[0060] Figur 1 zeigt mit dem Bezugszeichen 10 den Korpus eines Kühl- und/oder Gefriergerätes.
Dessen gekühlter Innenraum 20 ist durch eine Tür 30 verschließbar. Wie dies weiter
aus Figur 1 hervorgeht, befindet sich an der rückseitigen Außenseite des Gerätes der
Verflüssiger 40 und in einer hinten, unten angeordneten Kompressornische der Kompressor
50.
[0061] Aus Figur 1 geht weiter hervor, dass die Tür auf ihrer Innenseite, d. h. auf ihrer
zum gekühlten Innenraum 20 gewandten Seite mit einem Strahlungsschirm 60 versehen
ist, der eine reflektierende Seite aufweist, die zu der Innenseite der Tür 30 hin
gewandt ist. Diese reflektierende Seite ist in der Figur mit dem Bezugszeichen 62
gekennzeichnet und zu der jeweiligen "Wärmequelle" gerichtet.
[0062] Ebenso ist ein Strahlungsschirm 60 mit einer reflektierenden Seite 62 zwischen der
Außenseite des Gerätekorpus 10 und dem Verflüssiger 40 angeordnet. Ein weiterer Strahlungsschirm
befindet sich zwischen dem Kompressor 50 und der Kompressornische, wie dies in Figur
1 dargestellt ist. Wie dies durch die Pfeile in Figur 1 dargestellt ist, bewirken
die Strahlungsschirme 60 mit der reflektierenden Seite 62, dass die von den fraglichen
Wandungen bzw. Komponenten ausgehenden Wärmestrahlung an der reflektierenden Seite
zumindest teilweise reflektiert werden und somit ein Wärmeeintrag in das Gerät bzw.
in den gekühlten Innenraum 20 verringert wird. Wie dies aus Figur 1 hervorgeht, kann
der Strahlungsschirm 60 als Platte bzw. als gerade Fläche oder auch als gekrümmtes
Element ausgeführt sein.
[0063] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform eines Kühl- und/oder Gefriergerätes, bei der die
Tür nicht nur mit einem, sondern mit mehreren Strahlungsschirmen 60 versehen ist,
die jeweils über eine reflektierende Seite bzw. Fläche 62 verfügen. Die Anordnung
von mehreren Strahlungsschirmen bewirkt eine besonders effiziente Verhinderung des
Wärmeintrags in den gekühlten Innenraum durch Reflexion.
[0064] Grundsätzlich können die Strahlungsschirme auch an anderen Stellen, als in denen
in Figur 1 und 2 gezeigten Stellen, wie beispielsweise an der Innenbehälterwandung
angebracht sein. Die Anordnung der Strahlungsschirme in Schichten verringert den Wärmeeintrag
durch Strahlung weiter.
1. Kühl- und/oder Gefriergerät mit wenigstens einem Korpus (10), der zumindest eine Außenwandung
aufweist und in dem zumindest ein gekühltes Kompartiment (20) angeordnet ist, und
mit wenigstens einem Kältemittelkreislauf, der wenigstens einen Verdampfer zur Kühlung
des Kompartimentes (20) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein oder mehrere Strahlungsschirme (60) vorgesehen sind, die die Wärmestrahlung wenigstens
einer Wandung oder wenigstens einer Komponente zumindest teilweise reflektieren und/oder
anderweitig von dem gekühlten Innenraum (20) abhalten, wobei der oder die Strahlungsschirme
(60) am Innenbehälter oder an der Innenseite der Tür (30) angebracht sind und zur
Innenbehälterwandung bzw. zur Innenseite der Tür (30) in Richtung zum gekühlten Innenraum
(20) vorgelagert sind.
2. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 1, dessen Kältemittelkreislauf, zumindest
einen Wärmetauscher, insbesondere den wenigstens einen Verdampfer und/oder Verflüssiger
(40) aufweist, und/oder das mit wenigstens einem Wärmespeicher, insbesondere Latentwärmespeicher
ausgeführt ist, wobei der Wärmetauscher und/oder der Wärmespeicher bereichsweise oder
vollständig mit Mitteln versehen ist, durch die der Emissionsgrad erhöht wird.
3. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfer zumindest teilweise in dem Kompartiment (20) angeordnet ist oder in
wärmeleitendem Kontakt zu diesem steht, und/oder dass eine oder mehrere Wandungen
des Kompartimentes (20) und/oder wenigstens ein in dem Kompartiment (20) befindliches
Element und/oder eine oder mehrere Außenwandungen des Gerätekorpus (10) bereichsweise
oder vollständig mit Mitteln versehen sind, durch die der Emissionsgrad der genannten
Wandung und/oder des genannten Elementes verringert ist.
4. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem in dem Kompartiment (20) befindlichen Elementen um Absteller und/oder
Zwischenböden handelt.
5. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Mitteln um das Material des betreffenden Bauteils selbst oder um
eine Beschichtung oder um eine Strukturierung der Oberfläche handelt.
6. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Beschichtung um eine Bedampfung, Lackierung, Verspiegelung oder Beklebung
handelt.
7. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Mitteln, durch die der Emissionsgrad verringert wird, um eine verspiegelte
oder glänzende Oberfläche oder Beschichtung, ein Blech, eine Metallfolie oder um eine
Metalliclackierung handelt.
8. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Mitteln um Additive handelt, die in dem Grundmaterial enthalten sind.
9. Kühl- und/oder Gefriergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Additiven um Metalle, Kunststoffe, Keramiken oder Metalloxide handelt.
10. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwandung nur oder auch in dem oder den Bereichen mit den Mitteln ausgebildet
ist, die einem Bauteil des Gerätes benachbart angeordnet sind, das im Betrieb des
Gerätes eine Erwärmung erfährt, insbesondere einem Kompressor oder Verflüssiger (40).
11. Kühl- und/oder Gefriergerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Strahlungsschirme (60) eine reflektierende Beschichtung (62) aufweisen
und/oder in mehrfacher Ausbildung vorhanden sind.
1. A refrigerator unit and/or freezer unit having at least one carcass (10) which has
at least one outer wall and in which at least one refrigerated compartment (20) is
arranged; and having at least one refrigerant circuit that has at least one evaporator
for refrigerating the compartment (20),
characterized in that
one or more radiation shields (60) are provided that reflect the thermal radiation
of at least one wall or of at least one component at least partially and/or that keep
it away from the refrigerated inner space (20) in another manner, with the radiation
shield or shields (60) being attached to the inner container or to the inner side
of the door (30) and being arranged upstream with respect to the inner container wall
or with respect to the inner side of the door (30) in the direction toward the refrigerated
inner space (20).
2. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with claim 1, whose refrigerant
circuit has at least one heat exchanger, in particular the at least one evaporator
and/or condenser (40); and/or that is designed with at least one heat accumulator,
in particular a latent heat accumulator, wherein
the heat exchanger and/or the heat accumulator is/are provided regionally or completely
with means by which the emissivity is increased.
3. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with one of the preceding claims,
characterized in that the evaporator is arranged at least partially in the compartment (20) or is in heat
conductive contact therewith; and/or in that one or more walls of the compartment (20) and/or at least one element located in
the compartment (20) and/or one or more outer walls of the unit carcass (10) is/are
provided regionally or completely with means by which the emissivity of the named
wall and/or of the named element is reduced.
4. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with claim 3, characterized in that the elements located in the compartment (20) are shelves and/or intermediate bases.
5. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with claim 3 or claim 4, characterized in that the means is the material of the respective component itself or a coating or a structure
of the surface.
6. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with claim 5, characterized in that the coating is a vaporized coating, a lacquer coating, a mirror coating or an adhesive
coating.
7. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with one of the claims 3 to
6, characterized in that the means by which the emissivity is reduced is a mirror-coated or polished surface
or coating, a metal plate, a metal film or a metallic lacquering.
8. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with one of the claims 3 to
7, characterized in that the means are additives that are contained in the base material.
9. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with claim 8, characterized in that the additives are metals, plastics, ceramics or metal oxides.
10. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with one of the claims 3 to
9, characterized in that the outer wall is only or also formed in the region or regions with the means that
are arranged adjacent to a component, in particular a compressor or condenser (40),
of the unit that undergoes a heating in the operation of the unit.
11. A refrigerator unit and/or freezer unit in accordance with one of the preceding claims,
characterized in that the radiation shield or shields (60) have a reflective coating (62) and/or are present
in a multiple formation.
1. Appareil de réfrigération et/ou de congélation comprenant au moins un corps (10),
qui comporte au moins une paroi extérieure et dans lequel est disposé au moins un
compartiment réfrigéré (20), et comprenant au moins un circuit de réfrigérant, qui
comporte au moins un évaporateur destiné à réfrigérer le compartiment (20),
caractérisé en ce que
un ou plusieurs écrans thermiques (60) sont prévus, qui réfléchissent et/ou maintiennent
à l'écart de l'espace intérieur réfrigéré (20) d'une autre manière au moins en partie
le rayonnement thermique d'au moins une paroi ou d'au moins un composant, le ou les
écrans thermiques (60) étant appliqués sur le contenant intérieur ou sur la face intérieure
de la porte (30) et étant situés devant la paroi de contenant intérieur ou la face
intérieure de la porte (30) en direction de l'espace intérieur réfrigéré (20).
2. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon la revendication 1, dont le circuit
de réfrigérant comporte au moins un échangeur de chaleur, en particulier l'au moins
un évaporateur et/ou condenseur (40), et/ou qui est réalisé avec au moins un accumulateur
de chaleur, en particulier un accumulateur de chaleur latente, dans lequel
l'échangeur de chaleur et/ou l'accumulateur de chaleur sont pourvus sur certaines
parties ou entièrement de moyens permettant d'augmenter l'émissivité.
3. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'évaporateur est disposé au moins en partie dans le compartiment (20) ou est en contact
thermoconducteur avec celui-ci, et/ou en ce qu'une ou plusieurs parois du compartiment (20) et/ou au moins un élément se trouvant
dans le compartiment (20) et/ou une ou plusieurs parois extérieures du corps d'appareil
(10) sont pourvus sur certaines parties ou entièrement de moyens permettant de réduire
l'émissivité de ladite paroi et/ou dudit élément.
4. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon la revendication 3, caractérisé en ce que
les éléments se trouvant dans le compartiment (20) sont des étagères et/ou des cloisons
intermédiaires.
5. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que
les moyens sont le matériau de l'élément constitutif concerné même ou un revêtement
ou une structuration de la surface.
6. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon la revendication 5, caractérisé en ce que
le revêtement est une vaporisation, une peinture, un dépôt de couche réfléchissante
ou un collage.
7. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon l'une des revendications 3 à
6, caractérisé en ce que
les moyens permettant de réduire l'émissivité sont une surface ou un revêtement réfléchissants
ou brillants, une tôle, une feuille métallique ou une peinture métallisée.
8. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon l'une des revendications 3 à
7, caractérisé en ce que
les moyens sont des additifs, qui sont contenus dans le matériau de base.
9. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon la revendication 8, caractérisé en ce que
les additifs sont des métaux, des matières plastiques, des céramiques ou des oxydes
métalliques.
10. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon l'une des revendications 3 à
9, caractérisé en ce que
la paroi extérieure est réalisée avec les moyens uniquement ou également dans la ou
les zones qui sont disposées adjacentes à un élément constitutif de l'appareil, qui
est sujet à un échauffement pendant le fonctionnement de l'appareil, en particulier
un compresseur ou condenseur (40).
11. Appareil de réfrigération et/ou de congélation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le ou les écrans thermiques (60) comportent un revêtement réfléchissant (62) et/ou
sont présents en plusieurs nombres.